Nennt es Evanglikalenphobie

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 13. Juli 2019

Linke Juden beschweren sich weiter über die CUFI, aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus verdienen diese Freunde Dank, nicht in Vorurteil wurzelnde Verachtung.

Es spielt nicht wirklich eine Rolle, wie sehr eine Gruppe wie die Christians United for Israel versucht mit Juden und der organisierten jüdischen Welt in Kontakt zu treten. Trotz ihrer stärksten Bemühungen zu zeigen, dass ihre Unterstützung für den jüdischen Staat echt ist und obwohl ihre Opposition gegen Antisemitismus echt ist, werden sie amerikanische Juden niemals in Massen davon überzeugen, dass sie wirklich nicht der Feind sind.

Warum? Die Antwort gründet weniger in Skepsis oder durch Fakten begründete Angst sondern in Vorurteilen.

Das ist ein trauriger Zustand, es hat aber die CUFI, die diese Woche ihre Jahreskonferenz in Washington abhielt, nicht abgeschreckt weiter für sie einzutreten. Der allerwichtigste Punkt, der hierzu angeführt werden muss, sind nicht so sehr die veralteten und diskreditierten Argumente, mit denen manche Linke evangelikale Unterstützung für Israel zu etwas herunterspielen oder verdrehen wollen, das Juden fürchten müssen. Er lautet, dass in einer Zeit von zunehmendem Antisemitismus, zunehmender Unterstützung für die BDS-Bewegung und zunehmender jüdischer Entfremdung von Israel Gruppen wie CUFI nicht nur gute Verbündete sind, sie sind absolut notwendig geworden.

Jahrzehnte lang haben viele Linke argumentiert, dass Unterstützung Israels durch konservative Christen im Wesentlichen wertlos oder eine Kehrseite, kontraproduktiv und sogar gefährlich ist.

Dieses Argument behauptet, dass Evangelikale, die Israel lieben, sich gar nicht um den Staat oder sein Volk sorgen, sondern nur den guten Kampf führen, weil sie glauben, dass ihre Bemühungen zu einem Endzeit-Szenario führen, das in einem vernichtenden Krieg endet, dem die Rückkehr Jesu und die Massenbekehrung der Juden folgen.

Dass wenige Christen und fast niemand, der tatsächlich aktiv für Israel ist, für diese Art von eschatologischem Narrativ eintritt, bedeutet Juden nichts, die es einfach ablehnen zu glauben, dass konservative Christen aufrichtige Freunde sind. Es ist auch wert zu wiederholen, dass nicht klar ist, warum Juden aller Denominationen und poltischen Meinungen, die nicht glauben, dass Jesus wiederkommt, sich Sorgen über das machen sollten, was geschieht, sollte er zurückkehren.

Man sollte meinen, dass nach so vielen Jahren, in denen christliche Gruppen wie CUFI ihre treue Unterstützung für den jüdischen Staat und Opposition zu Antisemitismus demonstriert haben, diese falschen Behauptungen verscheucht sein würden. Aber obwohl jüdische Mainstream-Gruppen, einschließlich vieler, die in ihrer Politik liberal sind, begriffen haben, dass Evangelikale unser Vertrauen sowie unsere Dankbarkeit verdienen, wird diese Art von Ansichten in der jüdischen Gemeinschaft und in linken Journalen weiter geäußert, sowohl hier in den USA als auch in Israel.

Im Kern dieses Misstrauens befindet sich  etwas, das wenige Juden gerne eingestehen: religiöses Vorurteil.

Tatsache ist, dass die meisten in der weitgehend urbanen und liberalen [= linken -heplev] jüdischen Gemeinschaft eigentlich keinerlei Evangelikale kennen. Aber sie haben auf Grundlage der Zustände des Europas des 19. Jahrhunderts an der Vorstellung festgehalten, dass, je religiöser ein Christ ist, es desto wahrscheinlicher ist, dass er die Juden hassen wird. Wenn das in den USA jemals so war, dann ist es eindeutig nicht länger der Fall. In der Tat sind es die weniger leidenschaftlich religiösen, liberalen, großen protestantischen Kirchen, die heutzutage eher antisemitische Ideen speien oder offen gegen die Existenz eines jüdischen Staates opponieren. Trotzdem tendieren an der Ost- und Westküste aufeinander kauernde Juden dazu, von konservativen Christen im Überflug-Land [zwischen den Küsten – hepev] als ignorante Heumäher zu denken, die alle nicht sonderlich geheimlich gehaltene Wünsche nach Judenmord hegen, obwohl es für diese Überzeugung keine Faktenbasis gibt.

Es stimmt ebenfalls, dass das anti-evangelikale Argument sich in den letzten Jahren etwas verändert hat. Es basiert inzwischen nicht mehr ausschließlich auf dem, was ich Evangelikalenphobie nenne, da es dieses in der Politik des 21. Jahrhunderts sowohl in der amerikanischen als auch der israelischen Variante gibt.

Jüdisches Misstrauen gegenüber Evangelikalen im Jahr 2019 hat viel mehr mit Unterschieden zwischen den beiden Gemeinschaften bei Themen zu tun, die nichts mit Israel zu tun haben – Abtreibung, Schwulenehe oder die persönliche Meinung zu Donald Trump. In einer Zeit verstärkter Parteinahme verachten viele Juden einfach konservative Christen, weil sie Pro-Trump-Republikaner sind, so wie sie es mit jedem anderen tun, der in Amerika in Republikaner-Land wohnt.

So, wie die meisten anderen Amerikaner unfähig zu sein scheinen sich über ihre parteiischen Instinkte zu erheben, so betrachten auch liberale Juden Konservative aller Couleur als Mitglieder eines feindlichen fremden Stammes, statt als potenzielle Verbündete oder gar Freunde und Nachbarn. Die Vorstellung, dass man sich bei einigen Themen einigen kann uneins zu sein, während man bei denen zusammenkommt, wo es Gemeinsamkeiten gibt, ist der Kern aller jüdischen gemeinschaftlichen Beziehungen. Aber das geht inmitten der politischen Kriege verloren, die jede andere Anstrengung übertönt die Parteienkluft zu überbrücken.

Was die beiden Gemeinschaften ebenfalls auseinander treibt, sind Meinungen zu Israel. Die CUFI und andere Evangelikale unterstützen Israel, egal, wer die Regierung stellt. Sie haben eine besondere Affinität zum nationalen Lager im jüdischen Staat. Aber ihre Bereitschaft Premierminister Benjamin Netanyahu und seine Regierung zu unterstützen, zusammen mit Verständnis der Tatsache, dass das wahre Hindernis für Frieden im Nahen Osten die palästinensische Unnachgiebigkeit ist, geht liberalen Juden gegen den Strich. Diejenigen in der jüdischen Linken, die wollen, dass die amerikanische Regierung „Israel vor sich selbst rettet“ und es unter Druck setzt Zugeständnisse zu machen, die von der Mehrheit der Israelis nicht gewollt werden, mögen die christliche Rechte nicht, weil die als Hindernis für diese Hoffnungen angesehen wird.

Das ist der Grund, warum es kaum überrascht, dass zu den lautesten Gegnern der CUFI antizionistische Gruppen wie die Jüdische Stimme für Frieden und IfNotNow gehören, die beide anstreben alle pro-israelische Interessenvertretung, jüdische wie christliche, zu torpedieren. Die von ihnen vorgebrachte Vorstellung, dass Israel „bessere Verbündete“ verdient als Evangelikale, ist arglistig, denn was sie wirklich wollen, ist, dass Israel überhaupt keine Verbündeten hat – oder Rechte und Sicherheit.

Aber in einer Zeit zunehmenden Antisemitismus und antisemitischer BDS-Aktivitäten – und in der viele linke Juden gemeinsame Sache mit Israels Feinden machen, sowie anstreben pro-israelische Verteidigung zu sabotieren – ist die CUFI wichtiger als je zuvor.

Es spielt keine Rolle, was Sie von evangelikalen religiösen Überzeugungen oder ihrer Politik halten. Wenn Ihnen Israel wichtig ist, dann verdienen sie unsere Dankbarkeit. Punkt.

Christlicher Zionismus – Israels beste Waffe?

Daniel Pipes, The New York Post, 15. Juli 2003

Die Menschen im Nahen Osten waren Anfang 1994 weit gehend verwirrt, als einige führende amerikanische Politiker, darunter Senator Jesse Helms (Republikaner aus North Carolina) und der Abgeordnete Newt Gingrich (Republikaner aus Georgia) durchsetzungsfähigere, härtere Positionen gegenüber den Palästinensern voran trieben als die Regierung Israels. Sie waren z.B. weit zögerlicher als Jerusalem, die US-Gelder an die PLO gehen zu lassen und zeigten größere Bereitschaft, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Eine arabische Zeitung, „Ash-Sharq al-Awsat“, erfasste die allgemeine Verblüffung mit dem Vermerk, der Likud, Israels eher nationalistische Partei, habe „Israel zwar verloren , regiere aber in Washington immer noch übermächtig.“

Das gleiche Muster ist heute wieder erkennbar, wenn christliche Führungspersönlichkeiten wie Gary Bauer, Jerry Falwell und Richard Land lautstärker gegen die „Road Map“ für die palästinensisch-israelische Diplomatie opponieren als fast alle ihre israelischen Gegenüber.

Diese beherzte christliche Solidarität mit Israel sollte aber nicht überraschen, da sie eine christliche Form des Zionismus aufzeigt, die fast zwei Jahrhunderte alt ist.

Die christliche Unterstützung der Gründung des jüdischen Staates stammte aus England und wurde in der viktorianischen Zeit zu einer bedeutenden Bewegung. 1840 empfahl der britische Außenminister Lord Palmerston „nachdrücklich“, dass die damals über Palästina herrschende osmanische Regierung „auf jeder gerechtfertigten Ermutigung der Juden Europas zur Rückkehr nach Palästina bestehen“ solle. Lord Shaftesbury prägte 1853 den Satz „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“.

George Eliot setzte diese Ideen 1876 in den Roman „Daniel Deronda“ um. 1891 schrieb Sir George Adam Smith seine maßgebende „Historical Geography of the Holy Land“ (Historische Geographie des Heiligen Landes), dass die Ottomanen aus Palästina geworfen und durch die Juden ersetzt werden müssten, „die Palästina alles gegeben haben, das es je an Wert für die Welt hatte“.

Dasselbe Jahr erlebte die vielleicht größte frühe, christliche Unterstützung in den Vereinigten Staaten für einen jüdischen Staat – das „Blackstone Memorial“, eine Petition, die die Unterschrift von 413 prominenten Amerikanern trug, darunter des vorsitzenden Richters des Obersten Gerichtshof, des Parlamentspräsidenten, den größten Industriellen der Zeit (Rockefeller, Morgan, McCormick), berühmten Geistlichen, Schriftstellern und Journalisten.

Die Denkschrift richtete sich an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, Benjamin Harrison, und den Außenminister, James G. Blaine, und forderte von ihnen, „ihr hohes Amt und ihren Einfluss dazu nutzen, die Abhaltung einer Konferenz zu einem baldigen Termin sicherzustellen, um den Zustand der Israeliten und ihrer Ansprüche auf Palästina als ihre alt hergebrachte Heimat zu überdenken“. Nach dem Historiker Paul Charles Merkley hatte das Blackstone Memorial die Wirkung, „in den Seelen vieler die Vorstellung einer amerikanischer Sponsorenschaft der jüdischen Rückkehr nach Palästina fest einzupflanzen“.

Die Balfour-Deklaration vom November 1917, durch die die britische Regierung verkündete, dass sie die „Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk“ gut hieß, war vielleicht der wichtigste Einzelakt, der auf dem christlichen Zionismus gründete. Harry S. Trumans Anerkennung Israels gegen den Widerstand fast seiner kompletten Administration war vermutlich der zweitwichtigste. Sein Biograph Michael T. Benson befindet, dass Trumans pro-israelischer Ansatz „hauptsächlich auf humanitären, moralischen und sentimentalen Gründen basierte, von denen viele eine Weiterentwicklung der religiösen Erziehung des Präsidenten und seiner Vertrautheit mit der Bibel waren.“ (Trumans gerade entdecktes Tagebuch mit seinen verdrießlichen Bemerkungen über Juden macht seine zionistische Haltung umso beachtenswerter.)

Die Medien haben sich in jüngster Zeit auf den christlichen Zionismus konzentriert, als sei er etwas Neues. (Eine typische Schlagzeile, zu einem Artikel auf der Titelseite des „Wall Street Journal“, lautete: „Wie Israel eine wichtige Frage der konservativen, christlichen Rechten wurde“.) Die eigentliche Nachricht ist, wie die christlichen Zionisten zunehmend zum Fundament der Unterstützung Israels in den Vereinigten Staaten werden, geschlossener und energischer zionistisch als viele Mitglieder der jüdischen Gemeinschaft.

Für die, die sich fragen, warum Washington eine so andere Politik verfolgt als die europäischen Staaten, hat heute ein Großteil der Antwort mit dem Einfluss der christlichen Zionisten zu tun, der besonders stark ist, wenn ein konservativer Republikaner wie George W. Bush Präsident ist. (Im Gegensatz dazu ist der christliche Zionismus in Großbritannien fast ausgestorben.)

Grace Halsell, eine antiisraelische Autorin, erkennt diese Tatsache und betrachtet die christlichen Zionisten als „gefährlich einflussreicher“ in Washington als die jüdischen Zionisten. Positiv ausgedrückt: Anders als die Israel Defense Forces könnten die amerikanischen christlichen Zionisten der wirksamste strategische Aktivposten des jüdischen Staates sein.

Zur Verteidigung verbündeter Christen

Warum Evangelikale Israel unterstützen

Nissan Ratzlav-Katz, National Review online, Nissan Ratzlav-Katz, 22. November 2002)

Letzten Donnerstag fuhren Delegierte einer konservativen amerikanischen Organisation, der „Christian Coalition“ in Jerusalem mit dem Bus. Eine einfache Tat, aber eine, die Unterstützung von und Bindung an Israel mehr symbolisierte, als die deutlichsten Erklärungen in Übersee. Sehen Sie, der Bus, in dem sie fuhren, war kein Reisebus; es war ein Egged-Bus der Linie 20. Dabei handelt es sich um genau die Buslinie, mit der ein arabischer Selbstmord-Bomber am selben Morgen fuhr, als er elf Menschen auf ihrem Weg zu Schule und Arbeit tötete und mehr als 50 verletzte. Dieselbe Delegation, geführt von Roberta Combs ,der Präsidentin der „Coalition“, hatte am Dienstag vorher Hebron besucht, um öffentlich ihre Unterstützung der jüdischen Gemeinde in dieser alten Stadt zu zeigen, wo am Freitagabend ein Überfall von Terroristen zwölf Israelis das Leben kostete. Die „Christian Coalition“ hat sozusagen ihre Leiber dorthin begeben, wohin ihr Geld geflossen ist.

Anders als die meisten Linken – selbst jüdische – unterscheiden diese Helfer Israels nicht Juden, die in Judäa, Samaria und Gaza leben von denen, die an Israels Mittelmeerküste leben. Ron Nachman, der Bürgermeister von Ariel – in Samaria – erklärte einmal einem Reporter der „Jerusalem Post“, dass „Gruppen evangelikaler Christen ausdrücklich deshalb nach Israel kamen um an Fahrten in die Westbank teilzunehmen, ‚dem verheißenen Land’. Viele Gruppen, sagte er, kamen direkt vom Ben-Gurion-Flughafen ins Eshel Hashomron-Hotel in Ariel.“

Wie ich selbst erkennen musste, gibt es eine Menge israelischer Flaggen neben amerikanischen Flaggen vor Kirchen und viele Pastoren tragen heute T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich stehe zu Israel“. Ein in der „Jerusalem Post“ abgedruckter Brief von Viktor Mordecai, einem Vertreter jüdisch-christlicher Verbindung, drückte es so aus: „Ich sah Christen, weiße, schwarze, Hispanics und Indianer, die Tränen der Liebe und Buße für Israel vergossen… Ich habe 300 Kirchen und Gruppen aller Konfessionen besucht und vor ihnen gesprochen. Ich habe tausende Christen umarmt und geküsst, die uns wirklich lieben.“ Eine Umfrage der Terrance Group deckte vor Kurzem auf, was viele israelische Politiker lange gewusst haben: die Unterstützung konservativer Christen für Israel ist überwältigend – fast zehn Prozent stärker als beim amerikanischen Durchschnittsbürger.

Zusätzlich zur allgemeinen Unterstützung Israels und besonderer Affinität zu Judäa und Samaria als Land der Bibel, drückt sich christlicher Zionismus in der Ermutigung zur Aliyah aus – der jüdischen Einwanderung nach Israel. Eine Gruppe namens „Christians for Israel“ (Christen für Israel) unterhält ein Projekt, das „Exodus“ heißt und Juden aus der früheren Sowjetunion hilft nach Israel zu kommen. Die Internetseite der Organisation sagt es so: „Es ist mehr als nur ein humanitäres Projekt – es ist ein göttlicher Aufruf an die Kirche, dem jüdischen Volk bei seiner physischen Rückkehr und der Wiedererschaffung des Landes Israel zu helfen.“

Das ist noch nicht alles. Eine Organisation namens International Christian Chamber of Commerce (ICCC = Internationale christliche Handelskammer) wirbt aktiv für israelische Geschäfte und fördert die israelische Wirtschaft. Die Kammer hielt ihr jüngstes Vorstandstreffen in Tel Aviv ab und „Israel Line“, eine Veröffentlichung des israelischen Außenministeriums, berichtete, dass die Organisation im Juni „eine internationale Businesskonferenz in Jerusalem abhielt, an der 400 Geschäftsleute aus 40 Nationen sich mit israelischen Wirtschaftsunternehmen trafen… der Produktionsvereinigung, dem israelischen Export-Institut und der Vereinigung der israelischen Handelskammern“. Nach der ICCC wurden während der zweitägigen Konferenz mehr als 1000 Treffen abgehalten. Die ICCC erlaubt israelischen Firmen auch, ihre Produkte und Dienste kostenlos auf ihrer Internetseite für internationale Geschäftsverbindungen aufzuführen, berichtet „Globes“, eine israelische Finanzzeitung.

Als Antwort auf diese unbeschränkte Unterstützung haben einige jüdische Kolumnisten ihre Zweifel oder offene Feindseligkeit geäußert, wenn es um die pro-israelische Haltung der christlichen Rechten geht. Ihre Hauptsorge ist unterstellter, in der Theologie eingegrabener „Antisemitismus“, der diese Christen nach Israel treibt. Gershom Gorenberg drückt das in einem Artikel in der „Jerusalem Post“ so aus: „Die ‚Liebe‘ der konservativen Christen wurzelt in ihrer Theologie. Klassischer antijüdischer christlicher Doktrin folgend, betrachten sie Juden als geistlich blind, weil sie Jesus ablehnen. Aber sie betrachten Israels Existenz auch als Zeichen der Endzeit – in der die Juden sterben oder sich zu Jesus bekehren werden.“ Josh Ruebner, einer der Gründer der Washingtoner Gruppe „Jews for Peace in Palestine and Israel“ (JPPI – Juden für Frieden in Palästina und Israel) drückte sich grober aus und nannte die Allianz zwischen christlichen Evangelikalen und amerikanischen Juden zur Unterstützung Israels „widerlich“. Er sagte: „Die meisten der Rechtsaußen-Elemente, die die Christian Coalition ausmachen, sind im Inneren wahrlich antisemitisch.“ Sie verdienen dieses Attribut, weil sie „glauben, dass jüdische Seelen nicht in den Himmel kommen können und dass Juden vor dem Ende der Zeit bekehrt werden müssen“, so Ruebner gegenüber einem Reporte der Religion News Service im letzten Monat.

Der christliche Glaube, dass die Juden sich letztlich bekehren, ist nicht anders als die jüdische Vorstellung, dass alle falschen Theologien letztlich als das erkannt werden, was sie sind. Während solche Ansichten bei nicht-religiösen Leuten aller Gemeinschaften nicht gut ankommen, bleiben sie – solange ihre Gläubigen andere nicht dazu nötigen – eine religiöse Meinungsverschiedenheit. Herr Mordecai drückte das in seinem bereits erwähnten Brief an die „Jerusalem Post“ so aus: „Wollen sie, dass wir Christen werden? Ja, denn sie lieben uns. Und das ist Teil des christlichen Glaubens… Macht das die Christen zu unseren Feinden? Als loyal zur Thora stehender und Mitzwen beachtender Jude denke ich das nicht… Die Christen sind einfach nur ihrem Glauben gegenüber treu, dem Glauben an denselben Gott der Juden, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Sie glauben an dieselbe Bibel.“

Weiterhin: Mag auch Endzeit-Theologie bei der Unterstützung des modernen Israel eine Rolle spielen, ist die Hauptmotivation solcher Unterstützung eher der biblische Bund mit den Juden, statt das Versprechen zukünftiger Bekehrung. Der Evangelist Jerry Falwell sagte letzten Monat auf einer Konferenz der Christian Coalition in Washington, die auf Video aufgezeichnet wurde: „Ich habe an den abrahamitischen Bund geglaubt und ihn unterstützt, dass Gott die segnet, die Israel segnen und die verflucht, Israel verfluchen.“ Ähnlich listet Material, das von John Hagee Ministries produziert wird – die Organisation spendet Gelder spendet um jüdische Immigration nach Israel zu finanzieren – sieben Gründe für Christen auf, den jüdischen Staat zu unterstützen. Der erste ist der Vers aus dem ersten Buch Mose, auf den Falwell sich bezog: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ Einer von vielen anderen Gründen aus derselben Quelle: die Anweisung in Psalm 122: „Wünscht Jerusalem Frieden! Alle, die dich lieben, sollen hier glücklich leben!“

Dr. Arthur F. Glasser, Dekan emeritus am Fuller Theological Seminary in Pasadena (Kalifornien), zitierte einen anderen, säkulareren Grund in seiner Abhandlung über die evangelikale Unterstützung Israels. Er schreibt: „Warum also sollten besonders Evangelikale Israel unterstützen? Zuerst einmal sollten sie sich um alles kümmern, was das jüdische Volk betrifft. Das kommt zum Teil durch die massive Verpflichtung, die alle Völker an jedem Ort ihnen gegenüber haben. Was können Menschen überall auf der Erde schon ehrlich sagen, wodurch sie den Juden die Verpflichtung für ihre Beiträge zur Weltkultur absprechen? Diese Beiträge betreffen jeden Aspekt der menschlichen Gesellschaft und des persönlichen inneren Reichtums.“

Als Gegensatz dazu diese kleine Begebenheit: „Jews for Peace in Palestine and Israel“ war neulich in den Nachrichten, als die israelischen Einreisebehörden einer neun-köpfigen Delegation von Mitarbeitern des UNO-Kongresses die Einreise verweigerte; die Reise wurde u.a. von JPPI und den American Muslims for Jerusalem (AMJ – amerikanische Muslime für Jerusalem) gesponsert. Die AMJ ist ein Projekt, das u.a. von der American Muslim Alliance (AMA – Amerikanische Muslim-Allianz), dem American Muslim Council (AMC – Amerikanischer Muslim-Rat) und dem Council on American Islamic Relations (CAIR – Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen) finanziert. CAIR entstand 1994 aus der Hamas und zwei seiner drei Gründungs-Direktoren hielten hochrangige Posten in der Islamic Association for Palestine (Islamisches Bündnis für Palästina), einer Tarngruppe der Hamas. 1998 bezeichnete ein Redner auf einer von CAIR mitfinanzierten Demonstration in Brooklyn die Juden als „Nachkommen der Affen“. Gleichermaßen hielt die AMA eine Konferenz ab, auf der Literatur verbreitet wurde, die den Holocaust leugnet. Der AMC verwendet währenddessen Zeit und Geld regelmäßig darauf zu erklären, dass Hamas „keine terroristische Gruppe“ ist und spielte Gastgeber für Redner, die Selbstmordbomber priesen und zu Unterstützung solcher „Märtyrer-Operationen“ drängten. Issa Smith, stellvertretender Direktor des AMC, sagte der „Los Angeles Times“ am 24. Januar 1991: „Wir sagen oft, dass wir nicht gegen Juden sind, sondern gegen Zionisten, gegen diejenigen, die das Ziel hatten einen Staat zu schaffen, der von Juden betrieben wird.“

All dies war offensichtlich aus der Sicht von Josh Ruebner von JPPI nicht als widerlich anzusehen, anders als die Unterstützung der christlichen Rechten für Israel. Es könnte sein, dass JPPI voreilig handelten oder aus Ignoranz, als sie sich mit solchen Organisationen einließen. Aber haben sie nie ihre früheren Verbündeten zu den Koan-Versen befragt, die besagen (Sure 5,51): „Gläubige, macht weder die Juden noch die Christen zu euren Freunden“? Oder zu den muslimischen Lehren (Hadith, Sahih Bukhari, Band 4, Buch 52, Nr. 177): „Allahs Apostel [Mohammed] sagte: ‚Die Stunde [des Endes der Zeiten] wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft. Und der Stein, hinter dem ein Jude sich verstecken wird, wird sagen: ‚Oh Muslim! Das ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, also töte ihn.‘“ Was sagen sie zu diesem Stück „Endzeit-Theologie“? Ist das für Ruebner nicht wenigstens ein wenig „widerlich“?

Ich glaube nicht, dass Linksaußen-Gruppen wie JPPI es je in Betracht ziehen werden, sich die Mühe zu machen sich über echten, aus tiefem Herzen kommenden Antisemitismus aufzuregen, der in der heutigen muslimischen Welt nur allzu weit verbreitet ist. Was eher hinter ihrer vorgeschobenen Besorgnis steckt, ist, dass die Organisation nach dem, was auf ihrer Internetseite steht „Israel aufruft, seine brutale militärische Besetzung der Westbank, des Gazastreifens und Ost-Jerusalems zu beenden… das Recht des palästinensischen Volks auf Selbstbestimmung unterstützt… die Evakuierung der [jüdischen] Siedlungen unterstützt… das Rückkehrrecht der [arabischen] Flüchtlinge anerkennt…“ – alles, was dem festen Glauben vieler in der christlichen Rechten entgegen steht, was Senator James Inhofe aus Oklahoma so ausdrückt: „Israel hat ein Recht auf dieses Land.“

 

Gibt es etwas Dümmeres als Christen zurückzuweisen, die Israel unterstützen?

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 14. Oktober 2002

Eine „Friedensdemonstration“ im New Yorker Central Park war der Ort boshafter anti-israelischer Angriffe, die vom Rednerpult wie auch aus dem palästinensische Fahnen schwingenden Publikum geäußert wurden.

Sie wurde von einer Gruppe organisiert, die sich „Not in Our Name“ (nicht in unserem Namen) nennt und die schon eine ganzseitige Anzeige in der New York Times bezahlte, in der Widerstand gegen den Krieg gegen den Irak geäußert und auch israelische Politik angeprangert wurde, nicht aber arabischer Terrorismus. Sie wurde von Linken aus Hollywood unterstützt, darunter Susan Sarandon, Ed Asner, Feministenguru Gloria Steinheim und Michael Lerner von der extrem linken, jüdischen Tikkun-Gemeinschaft.

Am letzten Freitag, dem 11. Oktober, demonstrierte die Christian Coalition for Israel und äußerte vor dem Weißen Haus ihre Unterstützung für den jüdischen Staat. Es gab Reden von amerikanischen und israelischen Politikern, darunter Pastor Pat Robertson, der republikanische Mehrheitsvertreter im Repräsentantenhaus, Tom DeLay (Texas), und Jerusalems Bürgermeister Ehud Olmert.

Raten Sie einmal, welches dieser beiden Ereignisse bei vielen liberalen amerikanischen Juden die Alarmglocken schrillen ließ.

Sie liegen richtig: das zweite.

Ja, die Aussicht, dass amerikanische Christen sich in Washington versammeln, um ihre Liebe zu Israel auszudrücken und zu fordern, dass die Regierung nichts tut, was Israels Interessen schadet, macht vielen Juden Angst.

DAS WARTEN AUF EINEN ANDEREN MESSIAS

Das ist so beängstigend, dass nach einem Bericht der Jewish Telegraphic Agency eine feministische jüdische Gruppe namens Women Watching (Frauen, die beobachten) eine Brief-Kampagne begonnen hat, bei der möglichen Geldgebern ein Umschlag mit einem Kondom zugeschickt wird. Der Aufruf fragt, warum die jüdische Gemeinschaft mit Führern der christlichen Rechten „ins Bett geht“ – Leuten wie Robertson, Jerry Falwell und Ralph Reed.

Für solche Menschen ist christliche Unterstützung Israels nicht ansatzweise so wichtig wie die Tatsache, dass die meisten Juden mit ihnen über Dinge wie Abtreibung und Schulgebet uneins sind. Weil sie fürchten, dass jüdische Dankbarkeit auf andere Fragen übertragen wird, unternehmen einige Linke alles Mögliche, um die evangelikalen Zionisten in Verruf zu bringen.

Ein Beispiel dafür wurde am 7. Oktober geboten, als „Sixty Minutes“ von CBS die Frage behandelte. Yossi Alpher, Vertreter des American Jewish Committee in Israel, und Gershom Gorenberg, Redakteur des Jerusalem Report, nutzten die Sendung, um amerikanische Juden zu drängen christliche Zionisten zurückzuweisen. Es wurde behauptet, der Grund für christliche Unterstützung Israels sei der apokalyptische Glaube an eine kommende Schlacht von Harmaggeddon, die zwei Drittel der Juden der Welt den Tod bringt und das verbleibende Drittel sich zum Christentum bekehrt. All das würde natürlich passieren, nachdem Jesus wieder gekehrt sei.

Die bloße Erwähnung solcher Ideen reicht aus, um einigen amerikanischen Juden Schauer den Rücken hinunter laufen zu lassen. Die Erfahrungen des Europa vor Hitler, wo Antisemiten wahrscheinlicher unter den religiösen Christen als unter nicht Gläubigen zu finden waren, hat viele von uns so konditioniert, dass wir jeden religiösen Christen als potenziellen Feind betrachten.

Das stimmt aber nicht länger. Religiöse Christen sind in allen Fragen bezüglich des Überlebens Israels die besten Verbündeten gewesen. Nichts macht diese Tatsache deutlicher als die Ereignisse des letzten Frühjahrs, als die Regierung Bush darüber debattierte, wie hart sie auf Israels Antwort auf den palästinensischen Terrorismus des Passah-Massakers antworten würde. Als es so schien, als ob die Regierung sich gegen Israel wenden würde, wurde sie von Kritik von Präsident Bushs politischer Basis überwältigt: den konservativen Christen. Die meisten Beobachter bescheinigen dem Druck dieser Gruppe weitaus größeren Einfluss auf Bushs letztliche Wendung zurück zu Israel gehabt zu haben, als die uneinige amerikanische jüdische Gemeinschaft.

Erstaunlicherweise war Abe Foxman, nationaler Leiter der Anti-Defamation League (ADL), die einzige jüdische Stimme der Vernunft in „Sixty Minutes“. Er erklärte sehr richtig, dass Übereinstimmung in Sachen Israel nicht (automatisch) bedeutet, dass jüdische Gruppen in anderen Fragen, wo man nicht überein stimmt, einbrechen werden. Foxmans Haltung ist bedeutsam, denn es war die ADL, die 1994 einen Bericht in Buchlänge heraus gab, in dem die christlichen Konservativen gerügt wurden. Damals wurde er von einigen jüdischen Beobachtern kritisiert (darunter auch der Schreiber dieses Artikels), die der Meinung waren, die ADL mache einen strategischen Fehler. Aber man sollte Foxman zu Gute halten, dass er begriffen hat, dass bei Offenlegung aller Karten den Juden alle vorhandenen Verbündeten willkommen sein müssen, ob sie Abtreibungsrechte befürworten oder nicht.

Was die Motive der Christen angeht, so erklärte Foxman, dass es eine Vielzahl von Motiven gäbe, darunter ehrliche Zuneigung vieler Evangelikaler gegenüber dem jüdischen Volk und dem Staat Israel. Er wurde fast philosophisch, als er sagte, dass, während viele Christen auf das zweite Kommen des Messias warteten, er als gläubiger Jude immer noch auf das erste warte. Ohne das ausdrücklich zu sagen, schien Foxman uns sagen zu wollen, dass Fragen der Zeit nach dem Kommen des Messias auch erst dann geklärt werden sollten, nicht jetzt schon.

Und er hat Recht. Und sogar, wenn alle christliche Unterstützung Israels sich auf die Erwartung gründete, dass nach dem zweiten Kommen die Juden sich bekehren, warum sollten Juden, die nicht glauben, dass Jesus irgendwann wieder kommt sich über diese Möglichkeit sorgen?

SCHWEIGEN DER JUDEN HOLLYWOODS

Wie Foxman begriffen zu haben scheint, macht die Annahme, dass amerikanische Juden bei der Unterstützung Israels ohne die Unterstützung der konservativen Christen auskommen können, wenig Sinn. Nach zwei Jahren palästinensischen Terrorkriegs, der einem großzügigen israelischen Friedensangebot folgte, ist der Antisemitismus in Verkleidung des Antizionismus in Europa und an amerikanischen Universitäten auf dem Vormarsch. Antiisraelische Reden scheinen in direktem Zusammenhang mit der wachsenden Zahl jüdischer Opfer durch arabischen Terrorismus zuzunehmen.

Während die große Mehrheit der amerikanischen Juden sich um einen umkämpften jüdischen Staat geschart hat, sind die Stimmen einiger aus unserer liberalen Elite zu dieser Sache nicht zu hören. Am meisten fallen die Hollywood-Juden durch ihr Schweigen zur Sache auf. Nur wenige der vielen Juden, die sich in Positionen mit Einfluss in der Unterhaltungsindustrie befinden, haben ihre Einfluss-Möglichkeiten oder ihre politische Macht benutzt, um in der jetzigen Krise Unterstützung für Israel zu äußern. Jüdische Hollywood-Ikonen wie Rob Reiner oder Barbra Streisand trommeln für eine ganze Reihe liberaler Fragen, aber nicht für ein Angriffen ausgesetztes Israel.

Der Vergleich ihres Schweigens mit der lautstarken Unterstützung, die von den Evangelikalen kommt, die viele amerikanische Juden fälschlicherweise immer noch als Judenhasser ansehen, erscheint mehr wie Science Fiction als politische Realität, ist aber trotzdem wahr. Aber statt sich über die antiisraelischen Reden der Linken zu ärgern, gibt es immer noch zu viele Juden, die sich mehr Sorgen wegen der rechts gerichteten Christen machen.

Glauben Feministinnen wirklich, dass Juden mehr Angst vor Falwell haben müssen als vor Yassir Arafat? Wenn ja, dann sollten sie sich einen Moment die Zeit nehmen und die Liste der jüdischen Frauen und Kinder lesen, die von Arafats Handlangern und ihren Verbündeten dieses Jahr ermordet wurden. Seien sie mit Robertson in so wenigen Dingen einverstanden, wie sie wollen, aber wie viele Juden haben die von der Christian Coalition in letzter Zeit umgebracht? Sie sind Israel bessere Freunde gewesen als so einige Juden.

Wenn die Hauptquelle des Antisemitismus in diesem Land zur Zeit auf der politischen Linken zu finden ist, warum sind einige von uns immer noch so dumm gegen die pro-israelische Rechte fixiert? Zu unterscheiden, wer unser Freund und wer unser Feind ist, ist wirklich nicht so schwierig. Auch, wenn die Antwort immer noch viele von uns überraschen wird: Seht euch einfach an, wer für Israel auf die Straße geht und wer heutzutage gegen Israel ist.

Evangelikale und Israel

Jonah Goldberg, townhall.com, 9. Oktober 2002

Wie der Name Goldberg einigen andeuten dürfte, bin ich kein Experte für christliche Theologie.

Und, vielleicht im Gegensatz zu dem, was Sie aus dem Namen Goldberg schließen, bin ich auch keine Autorität, was jüdische Theologie angeht. Bitte vergeben Sie mir also, wenn ich einige doktrinäre i-Punkte nicht setzen sollte. Ich kann aber um nichts in der Welt heraus finden, warum so viele Juden sich derart aufregen, dass so viele Christen Israel lieben.

Lassen Sie mich das erklären. Viele evangelikale Christen nehmen die Bibel wörtlich, wenn sie sagen, dass die Juden Gottes „erwähltes Volk“ sind. Einige Juden denken genauso, allerdings überraschenderweise weniger, als man meinen sollte. Wie auch immer, weil Evangelikale das glauben, unterstützen einige von ihnen Israel aus einem felsenfesten Glauben, dass Gott das gesamte Land des biblischen Israel seinem erwählten Volk gab. Sie glauben auch – und das ist der heikle Teil – dass Christus nicht wieder kommen wird, bis die Juden Israel wieder gewonnen haben und die letzte Schlacht in der Endzeit beginnt.

Nach der biblischen Prophetie werden zwei Drittel der Juden am Ende der letzten Schlacht bei Armageddon sterben und das letzte Drittel wird sich bei seiner Rückkehr zum christlichen Glauben bekehren. Damit wird das tausendjährige Reich Christi beginnen.

„Die Juden sterben oder bekehren sich“, erklärte der Autor Gershom Gorenberg vor Kurzem in einer – ziemlich einseitigen – Ausgabe von „60 Minutes“. „Als Jude kann ich mich mit den Angaben von jemandem nicht anfreunden, der dieses Szenario erwartet.“ Gorenberg hat als liberaler Journalist ein Buch geschrieben: „Das Ende der Tage“. Es behandelt die Evangelikalen, die Israel lieben, aber er möchte, dass Israel sich von ihnen abwendet.

Es gibt viele pragmatische Einwände gegen die Hilfe der Evangelikalen; in erster Linie bestehen sie aus Sorge, dass die Unterstützung von konservativen Christen in Amerika die israelischen Falken ermutigt Kompromisse mit den Palästinensern zu vermeiden. Das ist ein vollkommen legitimes Argument, obwohl ich das nicht so recht einsehe. Aber es ist nicht das, das die meiste Aufmerksamkeit erhält.

Was so viele aufregt, ist, dass die Evangelikalen Israel aus religiösen Gründen unterstützen. Und natürlich wäre es netter – aus der jüdischen Sicht – wenn die Offenbarung ein schöneres Ende für die Juden zu bieten hätte. Aber erstens: Wenn Sie Jude sind (wie ich), warum sollte es Sie kümmern, was die christliche Prophetie sagt, wenn Sie nicht glauben, dass es eintreffen wird? Und, wenn es eintreffen sollte und Jesus auf die Erde zurück kommt um sein Königreich zu errichten, wer hat darüber zu entscheiden, ob ein paar Juden ihm zuhören oder nicht? Und wenn sich herausstellt, dass die Juden Recht haben und der Messias zum ersten Mal erscheint, ist es dann nicht möglich, dass er eine Erklärung für jedermann parat hat?

Niemand kann behaupten, seine biblische Interpretation könne Gottes Hände am Ende der Zeiten binden, denn die Menschen sind nicht mächtiger als Gott. Kurz gesagt: Überlasst die Details des Weltendes Gott, denn er ist der einzige, der dazu etwas zu bestimmen hat.

Aber kommen wir einen Moment zurück auf die Erde. Die Religionen anderer Leute sagen alle möglichen unerfreulichen Dinge über die Ungläubigen allgemein oder Juden im Besonderen; die für uns Menschen bedeutende Frage lautet, wie diese Leute ihre Theologie in moralisches Verhalten umsetzen, denn Moralität ist das Einzige, das wir objektiv beurteilen können.

In der Vergangenheit rechtfertigte angeblich authentisches, christliches Lesen der Bibel alle möglichen schlimmen Dinge, die den Juden angetan wurden. Sie können mich für verrückt halten, aber die Tatsache, dass Evangelikale glauben, die Bibel gebiete ihnen die Juden zu lieben und zu respektieren, erscheint mir historisch gesprochen ein riesiger Gewinn für den Stamm. Nur ein Dummkopf würde sich beschweren: „Ihr seid doch nur nett zu den Leuten, weil die Bibel es euch befiehlt!“

Wegen seiner fortgesetzten Mission, konservative Christen als das Ende der menschlichen Zivilisation darzustellen, porträtierte „60 Minutes“ die evangelikalen Unterstützer Israels als Karikaturen, denen vielschichtiges Denken unmöglich ist. Aber ich habe mit Dutzenden Evangelikalen gesprochen und ich erkannte die Leute nicht, die in „60 Minutes“ gezeigt wurden.

Ja, die Evangelikalen, von denen ich gehört habe, glauben, dass Israel einen wichtigen Platz in Gottes Plan hat und dass die Juden Gottes erwähltes Volk sind. Aber das ist für sie der Hintergrund, ein theologischer Zusammenhang, der es ihnen erlaubt, die Not der Juden verständnisvoll zu betrachten. Die meisten, von denen ich etwas höre, sprechen viel eher über Israel als Demokratie und Verbündetem als von einem Stolperstein für Armageddon.

Und wir sollten darauf aufmerksam machen, dass es nicht allzu wenige Israelis gibt, die glauben, dass Israel existiert, weil Gott es so wollte. Sie stimmen mit den Evangelikalen lediglich darin nicht überein, was Gottes Absicht ist. Und dieser Streit wird nur Gottes Fahrplan entscheiden.

Eine christliche Antwort auf die Erklärung der katholischen Nahost-Synode zum erwählten Volk

Pastor a.D. Ken Garrison, Israel National News, 26. Oktober 2010

Kürzlich erklärte eine von Erzbischof Cyril Salim Bustros geführte katholische Synode, das Abraham und seinen Nachkommen von Gott gegebene Versprechen, ihnen das Land Israel zu geben, sei von Jesus aufgehoben worden. Insbesondere erklärte Erzbischof Bustros: „Für Christen kann man nicht länger vom dem jüdischen Volk versprochenen Land reden… Es gibt kein bevorzugtes Volk, kein erwähltes Volk mehr; alle Männer und Frauen eines jeden Landes sind zum erwählten Volk geworden.“ (Tzvi Ben Gedalyahu: Catholic Cleric: Jesus Cancelled Biblical ‘Chosen People’, Arutz Sheva, 24. Oktober 2010.)

Diese von Erzbischof Bustros bekräftigte Haltung ist schlicht eine Wiederaufnahme der alten Position der Ersetzungstheologie (Substitutionstheologie) der katholischen Kirche; diese ist eine falsche Auslegung der Bibel – und es wurde gezeigt, dass sie historisch nicht korrekt ist. Als Gott den Beginn des Erlösungsbundes mit Abraham anstieß, versprach Er Abraham (i) Segen, (ii) weltweiten Dienst und (iii) das Land Israel (Gott machte Abraham und seine Nachkommen zu besonderen Verwaltern des Landes). Diese Versprechen gelten ewig.

„Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch alle ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir.“ (1. Mose 17,7)

Es ist schwer verständlich, wie Erzbischof Bustros solche einfache Worte wie „Nachkommen“ und „ewig“ falsch interpretieren konnte.

Später hatte das jüdische Volk so schwer gesündigt, dass Gott im Begriff war den Babyloniern zu erlauben sie aus dem Land Israel zu vertreiben. Selbst unter diesen Umständen erklärte Gott die immerwährende Natur Seiner Beziehung zum jüdischen Volk.

„So spricht der HERR, der die Sonne als das Licht des Tages gemacht und den Mond und die Sterne zum Licht für die Nacht gesetzt hat, der das Meer aufwühlt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name. So gewiss diese Ordnungen vor mir niemals vergehen, spricht der HERR, so gewiss werden auch die Nachkommen Israels nimmermehr aufhören, vor mir allezeit ein Volk zu sein.
So gewiss diese Ordnungen vor mir niemals vergehen, spricht der HERR, so gewiss werden auch die Nachkommen Israels nimmermehr aufhören, vor mir allezeit ein Volk zu sein. So spricht der HERR: So gewiss die Himmel oben nicht zu ermessen sind und die Grundfesten der Erde unerforschlich bleiben, so gewiss will ich die Nachkommen Israels nicht verwerfen um aller ihrer Taten willen, spricht der HERR.
So spricht der HERR: So gewiss die Himmel oben nicht zu ermessen sind und die Grundfesten der Erde unerforschlich bleiben, so gewiss will ich die Nachkommen Israels nicht verwerfen um aller ihrer Taten willen, spricht der HERR. Wartet nur, es kommen Tage, spricht der HERR, da wird die Stadt für den HERRN wiederaufgebaut werden, vom Turm Hananel bis zum Ecktor hin.“
(Jeremia 31,35-37)

Über diese Anhaltspunkte hinaus haben wir deutliche Bestätigung desselben im Neuen Testament, durch niemand anderen als den Apostel Paulus; und zwar, man mag es glauben oder nicht, an die Mutterkirche geschrieben, der Erzbischof Bustros dient.

„Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin.“ (Römer 1,11)

Damit wir nicht vergessen, von wem Paulus später in demselben Brief redet: Er identifiziert die, von denen er redet, als diejenigen, die als „Feinde des Evangeliums“ betrachtet werden; wir wissen also, dass er nicht von Christen als Nachkommen Abrahams spricht.

„Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen. Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.“ (Römer 11,28-29)

Daher erklären wir, dass die von Erzbischof Bustros vorgelegte Meinung von der Bibel her gesehen falsch ist.

Historisch gesehen ist die Erklärung genauso absurd. Im zweiten und dritten Jahrhundert n.Chr./unserer Zeitrechnung, als die Doktrin der Ersetzungstheologie von den so genannten „Kirchenvätern“ wie Tertullian und Origen vorgelegt wurde, hätte jeder Beobachter glauben können, dass die Nachkommen Abrahams aus der menschlichen Gemeinschaft entfernt würden, zumindest als nationale Einheit. Wir leben jetzt fast 2000 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer und dem teilweisen Exil des damals im Land lebenden jüdischen Volkes. Seht, das jüdische Volk weilt immer noch unter uns; noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass sie wieder zu einem Nationalstaat geworden sind – und zwar einem äußerst dynamischen. Ihr Fortbestand und die Sammlung, die 1948 zur Eigenstaatlichkeit führte, sind eines der verblüffendsten Wunder unserer Zeit.

Eines der sichersten Zeichen für ein religiöses System im Todeskrampf ist seine Unfähigkeit oder Nichtbereitschaft Fehler in seinem Denksystem zu erkennen und Korrekturen entsprechend der offensichtlichen biblischen und/oder historischen Realität vorzunehmen. Die römisch-katholische Kirche, wie sie sich in der Erklärung des Erzbischofs Bustros widerspiegelt, beweist dieses traurige Charakteristikum.

Schließlich erklärte Erzbischof Bustros, dass „alle Männer und Frauen eines jeden Landes das erwählte Volk geworden sind“. Aus christlicher Perspektive mag dieser „Zustand des Erwähltseins“ als korrekt angesehen werden, wenn wir in Begriffen des mit Gott versöhnten Individuums denken.

Das Christentum jedoch konzentrierte sich auf das Königreich Gottes, was bedeutet, dass Gott die Versöhnung der Nationen mit der menschlichen Gemeinschaft bietet. In seinem Dienst steht die Nation Israel im Zentrum des Prozesses. Gottes Erwählung Israels dauert an. Israels Recht auf das Land Israel dauert an. In der Tat gibt es keine echte Hoffnung auf Frieden innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, bis das Königreich verwirklicht ist und das wird nicht geschehen, außer und bis das jüdische Volk in Jerusalem, Judäa, Samaria und die umgebenden Gebiete lebt und dieses kontrolliert. Es dient der menschlichen Gemeinschaft als Pförtner des Königreichs. (Erinnern Sie sich an Gottes Versprechen an Abraham, dass er sein Segen für alle Familien der Erde werden würde.) Das ist der Grund, dass Gott Abraham und seine Nachkommen überhaupt zu Verwaltern des Landes machte. Sie sind seit der Zeit Abrahams das „erwählte Volk“ gewesen: Sie sind jetzt das „erwählte Volk“ und sie werden immer das „erwählte Volk“ bleiben.

Ich bin ein Christ, der ihrer Treue in dieser Funktion ewig dankbar ist.

Christlicher Zionismus und die Balfour-Erklärung

Während es zweifelsohne Protestanten gibt, die den Zionismus als eine Ankündigung der Wiederkunft Jesu betrachten, sollten wir nicht alle Christen ablehnen, die Israel eifrig unterstützen.

Eli Kavon, Jerusalem Post, 21. Oktober 2017

Während wir uns dem hundertsten Jahrestag der Balfour-Erklärung nähern, ist ein Grund für die britische Anerkennung einer jüdischen Heimstatt am 2. November 1917 übersehen worden. Zwar schreiben viele Historiker die Balfour-Erklärung entweder Chaim Weizmanns Beitrag zu den Kriegsanstrengungen zu oder dem Versuch bei amerikanischen und russischen Juden Wohlwollen für den britischen Kampf zu schaffen, aber ein tiefgreifender Grund für die britische Anerkennung wurzelt in der Religion, insbesondere im protestantischen Christentum.

Die christlich-zionistische Bewegung wird heute von jüdischen Anstrengungen überschattet – verwurzelt in der Bibel, aber in einer modernen Bewegung zum Ausdruck gebracht – einen jüdischen Staat in Israel aufzubauen. Fakt ist: bereits im 17. Jahrhundert, dem modernen Zionismus um mehr als 100 Jahre vorausgehend, traten Christen für eine jüdische Rückkehr in das Land Israel ein und malten sich diese aus.

In seiner bahnbrechenden Studie des christlichen Zionismus betont Prof. Shalom Goldman den Einfluss der Religion auf die Erschaffung der Balfour-Erklärung. In „Zeal for Zion“ (2009) widerlegt Goldman den Mythos, dass nur ein paar wenige „gerechte Heiden“ das jüdische Ringen zru Gründung eines Staates unterstützten. Goldman schreibt:

„Bis ins späte 19. Jahrhundert waren die meisten Pläne für ein jüdisches Gemeinwesen in Palästina christlich. Diesen Plänen ging die Vorstellung voraus, dass Palästina geografisch die uralte Heimat war, die den Juden ‚gehörte‘. Diese Auffassung wurzelte in einer biblischen Weltsicht, das von breiten Sektoren des Christentums beeinflusst war.
Es handelte sich um eine vormoderne Auffassung, die in die Moderne bestehen blieb und bis heute immer noch viele Christen beeinflusst, besonders, aber nicht ausschließlich in den Vereinigten Staaten.“

Es sollte nicht überraschen, dass christliche Zionisten in England großen Einfluss auf das Thema der Balfour-Erklärung hatten. Nach Angaben von Goldman beeinflussten die religiösen Überzeugungen von Außenminister Lord Arthur James Balfour „seine politischen Entscheidungen, insbesondere zur Frage einer jüdischen Rückkehr nach Palästina, von der er das Gefühl hatte, sie sei die Erfüllung biblischer Prophetie“. Die Erklärung Balfours, zugestellt an Lord Lionel Walter Rothschild, den nominellen Präsidenten der British Zionist Federation, war genauso sehr ein religiöses Dokument, wie es ein politisches war. „Die Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina“ verkörperte die christliche Überzeugung einer messianischen Wirklichkeit. Die Balfour-Erklärung war nicht einfach ein Dokument internationaler Diplomatie und Anerkennung jüdischer Ansprüche durch eine Großmacht.

Ich möchte mich auf einen der frühesten Fürsprecher einer jüdischen Rückkehr in das Land Israel konzentrieren. (Es gibt eine beeindruckende Liste christlicher Einzelpersonen und Bewegungen – in Joseph Adlers Restoring the Jew to their Homeland von 1997 – die die Vorläufer von Lord Balfour waren und der Unterstützung Israels bei amerikanischen Evangelikalen unserer Tage.) Holger Paulli (1644-1714) ist ein früher christlicher Zionist, dessen Leben rätselhaft und exzentrisch war. Nach dem Studium der Theologie machte er mit dem Sklavenhandel für die Westindischen Inseln ein Vermögen. Er durchlief als junger Mann eine mystische Erfahrung und erklärte sich zum König der Juden. Sein ultimatives Ziel war die Bekehrung aller Juden zum Christentum. Dann würde er „sein Volk“ in das Land Israel führen, was die Ankunft des Messias einleiten würde.

Paulli war erfolgreich. Lange vor Herzls diplomatischen Bemühungen und Treffen mit eruopäischen Führungskräften, um für den Zionismus zu werben schickte der Däne Paulli Abhandlungen mit seinen Ideen an König William III. von England und den Kronprinzen von Frankreich. Er sagte voraus, dass der Wiederaufbau Jerusalems 1720 stattfinden würde. Seine einzige Bedingung für die Rückkehr lautete, dass alle Juden getauft werden. Sein Untergang war seine Rückkehr nach Dänemark im Jahr 1706. Die dänischen Behörden wollten ihm nicht zugestehen, dass er der Messias sei, um unter der Bevölkerung von Kopenhagen keine Ärger zu erwecken und von diesen frühen christlichen Zionisten hörte man nie wieder.

Viele Juden von heute sind angesichts des Eifers amerikanischer Evangelikaler für den Staat Israel argwöhnisch. Während die Christen von heute nicht so sehr wie Holger Paulli auf Übertritt bestehen, bleibt ein Restzweifel. Für was warb Lord Balfour in seiner öffentlichen Erklärung? Gründete sein Glaube an die Erfüllung biblischer Prophetie auf der Idee, dass alle Juden getauft würden, sobald sie das Land Israel erreichten?

Mein Bauch und meine Studien der Geschichte sagen nein, wenn es zur Lage von heute kommt. Es gibt zwar keine Zweifel, dass Protestanten, die den Zionismus als Einleitung der Wiederkunft Jesu betrachten, doch wir sollten nicht alle Christen ablehnen, die Israel eifrig unterstützen. Ich glaube, dass es bei christlichen Unterstützern Israels echte Begeisterung gibt – die Menschen der hebräischen Bibel wandeln wieder in den Fußspuren von Jesaja, Jeremia und Judas Makkabäus. Freie Religionsausübung zu haben und dort entlang zugehen, wo Jesus ging, inspiriert diese Unterstützer. Wie immer die Motive von Lord Balfour aussahen, sein Handeln ermöglichte den Juden in die Familie der Nationen einzutreten und zurückzukehren um Israel so aufzubauen, wie es heute ist.