Arabische Rechte und jüdische Rechte: Jaffa 1936

Yisrael Medad, My Right Word, 9. August 2022

Im Juni 1936 wurde ein beträchtlicher Teil von Jaffa abgerissen, weil die britischen Sicherheitskräfte den zunehmenden arabischen Terror bekämpfen mussten.

Aber es gibt eine Nebensorge: Was mit den obdachlosen Arabern anfangen?

Hier ist ein akademischer Beitrag zu dem Thema.

Und hier ist eine parlamentarische Anfrage aus dem Dezember:

Abrisse, Jaffa (Umsiedlungen)

HC 16. Dezember 1936, Bd. 318

Oberst Wedgwood fragte den Außenminister für die Kolonien, ob er die Aufwendungen von £15.000 genehmigte, die aus den Palästina-Einnahmen zum Bau eines Dorfes für die aus Jaffa zwangsgeräumten Araber angewiesen wurden; und ob irgendetwas Ähnliches für die Juden in Jaffa getan wird, die gezwungen waren den Ort zu verlassen und woanders zu leben.

Mr. Ormsby-Gore: Die Palästina-Regierung ist autorisiert worden £15.000 für den Bau von Häusern auszugeben, für die eine angemessene Miete erhoben werden wird, um 100 arabische Familien unterzubringen, die durch den von der Regierung vorgenommenen Sonderabriss in Jaffa obdachlos wurden, wie ich in meiner Antwort im Plenum am 24. Juni durch das ehrenwerte Mitglied für West Fiffe (Mr. Gallaeher) erklärte. Ich verstehe, dass in Abstimmung mit den zugehörigen jüdischen Gremien die Palästina-Regierung zugestimmt hat rund £5.000 für die Kosten der Instandhaltung und Unterhalt der jüdischen Flüchtlinge aus Jaffa in Tel Aviv und andernorts beizutragen.

Oberst Wedgwood: Angesichts dessen, dass sie jüdischen Flüchtlinge aus Jaffa die arabischen Flüchtlinge zahlenmäßig im Verhältnis 20 zu 1 mehr sind, wird der ehrenwerte Gentleman der Palästina-Regierung Darstellungen vorlegen, dass der Wiederaufbau, den sie für arabische Flüchtlinge erledigt, gleichermaßen durch gleichen Wiederaufbau für jüdische Flüchtlinge stattfindet?

Mr. Ormsby-Gore: Ich glaube nicht, dass ich die Zahlen des recht ehrenwerten und höflichen Gentleman akzeptieren kann, noch kann ich seine Beschreibung dieser bestimmten arabischen Flüchtlinge akzeptieren. Im militärischen Interesse und im Interesse von Frieden und Ordnung in Jaffa wurde beschlossen zwei Linien durch die Stadt zu sprengen. Die Royal Engineers sprengten die Häuser und ich denke, die Palästina-Regierung hat die Pflicht diese Leute an andere Orte umzusiedeln, wie sie es jetzt macht.

Oberst Wedgwood: Sieht der recht ehrenwerte Gentlement nicht, dass die Juden, die wegen der Gefahr ermordet zu werden aus Palästina getrieben wurden, denselben Anspruch auf Neuansiedlung mit Regierungshilfe erheben können wie die Araber?

Mr. Ormsby-Gore: Dann wäre es die Pflicht der Regierung fast jeden neu unterzubringen, der in einer Zeit der Unruhe und Störungen entfernt wurde oder sich selbst entfernt hat, was wir alle bedauern. Ich kann die Regierung nicht dazu verpflichten.

Oberst Wedgwood: Es tut mir leid, dass ich hartnäckig bin, aber ist es heute möglich, dass die Juden sicher nach Jaffa zurückgehen oder ist der Schutz immer noch unzureichend?

Mr. Ormsby-Gore: Ich hoffe, dass es, wenn wir wissen, wie die zukünftige Politik sein wird, wenn wir den Bericht 2438 der Royal Commission haben und die gesamte Palästinafrage aufgeklärt ist, den Juden und Arabern möglich sein wird zu leben, wie sie es bis dieses Jahr in freundschaftlichem Einvernehmen getan haben.

Fotos:

Juden waren die ersten, die im arabisch-israelischen Konflikt ihre Häuser verloren – 1866

Elder of Ziyon, 9. Dezember 2013

Das hier ist von The Occident and American Jewish Advocate, „dem ersten erfolgreichen jüdischen Mehrteiler in den USA“, vom April 1867. Es handelt sich um eine Teil-Reproduktion von „Sir Moses Montefiores Bericht an das Board of Deputies der britischen Juden“, offenbar vom Vorjahr oder vielleicht noch früher.

Am Samstag, 14. April, nach dem Morgengottesdienst, ging ich eine Runde durch den Garten und war sehr zufrieden mit den Fortschritten des Ortes seit meinem letzten Besuch in Jerusalem.

Ich bedauere aber, nicht in der Lage zu sein, dasselbe vom Land bei Jaffa berichten zu können, das leider zu Personen geführt hat, die – nicht in der Lage den drohenden Angriffen der benachbarten Araber Widerstand zu leisten – den Ort komplett verlassen haben. Die Folge ist, dass die Häuser komplett abgerissen und die Bäume zerstört wurden. Ich bin aktuell aber diesbezüglich in Gesprächen mit dem Ober-Haham der marokkanischen Gemeinde in Jerusalem. Wenn ausriechende Gelder dafür besorgt werden können, hoffe ich vier oder fünf Familien an diesem jetzt verlassenen Ort eingerichtet zu sehen, die sich fleißig für die Kultivierung des Landes einsetzen werden, das von beträchtlichem Wert ist und sofort von einem Zaun zur Markierung seiner Grenzen gesichert werden sollte.

Das ist einer der frühesten Angriffe, dich ich von Arabern direkt gegen eine jüdische Gemeinde in Israel gesehen habe. (Zuvor war der früheste, von dem ich wusste, von 1886 in Petah Tikva, mindestens 20 Jahre später. Es gab auch 1834 Pogrome in Safed und Hebron, aber die Angriffe auf Juden damals scheinen eher opportunistischer Natur während anderer innerarabischer Kämpfe gewesen zu sein.)

Gedankenverlorenes Territorium: Von Antisemitismus durchzogene Bewegung bestreitet antisemitisch zu sein

„Wenn du Fakten zur Allgegenwart des Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführst, verleumdest du uns.“

PreOccupied Territory, 13. Januar 2022

New York – Eine Kollektion an Organisationen, Aktivisten und Ideologen, die der Sache des „Free Palestine“ anhängen, die alle möglichen Arten von Judenphobie anzieht, bestand heute darauf, dass ihr Druck den einzigen jüdischen Staat der Welt von der Landkarte zu beseitigen, nichts mit Antipathie gegenüber Juden zu tun hat und dass die Häufigkeit von Judenhassern in ihren Reihen das Ergebnis unglücklicher Zufälle ist, aber gewiss kein inhärentes Problem der Sache oder der Leute, die sie unterstützen.

„Wir haben nichts gegen Juden“ argumentierte Ali Abunimah, dessen Internetseite Electronic Intifada gewalttätige Angriffe auf Juden verklärt und tendenziöse Inhalte gegen die jüdische Souveränität im angestammten jüdischen Heimatland postet. „Wir kritisieren nur diejenigen, die die Unterdrückung der Palästinenser billigen. Die Tatsache, dass unsere Bewegung Antisemiten aus aller Welt anzieht und ihnen ein Banner liefert, unter dem sie sich vereinen und einen Mantel, in den sich ihre Bigotterie und Unterstützung für Terrorismus hüllen können, sagt nichts über unsere Bewegung aus. Wir werben für Menschenrechte.“

„In unserer Bewegung sind Juden willkommen“, beharrte Linda Sarsour, die früher zum Vorstand des Women’s March“ gehörte. Alles, was sie tun müssen, um Anerkennung zu gewinnen, ist jeder Überzeugung abzuschwören, dass Juden einen sicheren, souveränen Ort für sich selbst in der Wiege und dem Mittelpunkt ihrer Geschichte und Kultur verdienen. Ebenfalls zuzustimmen, sich mit denen zusammenzusetzen, die jüdische Sicherheit als im Kampf die Welt zu einem besseren Ort zu machen als bestenfalls zweitrangig und manchmal als völlig wertlos betrachten. Es ist, offen gesagt, lästig, dass wir des Antisemitismus beschuldigt werden, nur weil unsere Gruppe vor Judenhass nur so sprudelt, der so mächtig ist, dass unsere Proteste gegen Rassismus ihn nicht kontrollieren kann. Wer Fakten zur Allgegenwart von Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführt, der verleumdet uns.“

Die Organisatoren haben lange darum gekämpft in der öffentlichen Meinung eine Trennung zu etablieren, dass zwischen den antisemitischen Strolchen, die jeden israelfeindlichen Protest bevölkern, und dem Antizionismus selbst unterschieden wird, wenn auch mit gemischtem Erfolg. „Es ist ein schwieriger Balanceakt“, erklärte der Leiter der Ortsgruppe Students for Justice in Palestine UC-Davis, Awas Afflem. „Wir mögen die Darstellungen von uns als hasserfüllte, Gewalt glorifizierende Eiferer nicht, aber ohne die Hardcore-Antisemiten ziehen unsere Veranstaltungen nur zwei oder drei Leute an und das reicht nicht, um echten Einfluss und Veränderung zu generieren. Die Umstände zwingen uns zu wählen: entweder keinen merklichen Einfluss zu haben oder einen Einfluss, der – ja – pro-palästinensische Anliegen auf die Landkarte setzt, aber auch Juden verängstigt. Es gab einmal eine Zeit, in der es niemanden kümmerte, aber heute müssen wir zumindest so tun als ob. In der Regel spreche ich das damit an, dass ich die Zionisten dafür verantwortlich mache.“