Judenfeindliche Corona-Verschwörungstheorien in historischem Kontext

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor; auf Englisch auf BESA Center veröffentlicht)

Die Verbrennung von Juden während der Epidemie des Schwarzen Todes 1349. Brüssel, Bibliothèque de Belgique – Bild via Wikimedia

Der Ausbruch des Coronavirus hat zu einer Vielzahl an Verschwörungstheorien geführt, die Juden und Israel mit mehreren seiner Aspekte in Verbindung bringen. Diese Theorien sollten als Fortsetzung ähnlicher antisemitischer Überzeugungen angesehen werden, die vor etwa 2000 Jahren begannen. Flavius Josephus, der jüdische Historiker in römischer Zeit, schreibt über eine der ersten bekannten jüdischen Verschwörungstheorien. Er sagt, dass gemäß dem Judenhasser Apion, einem Griechen, der in Ägypten lebte, die Juden einen Griechen entführten. Dann hielten sie ihn im Tempel in Jerusalem gefangen und mästeten ihn. Danach opferten sie ihn und aßen sein Fleisch.[1] Diese falsche Behauptung war der Wegbereiter des Ritualmordvorwurfs, einem der großen Stränge antisemitischer Verschwörungstheorien.

Gehen wir in die Gegenwart: Nathan Sharansky sagte vor kurzem: „Sie machen die Juden verantwortlich, beschuldigen uns des Versuchs die Wirtschaft zu zerstören, um Geld zu machen.“ Er fügte an, dass „aktuelle, bösartige, antisemitische Propaganda im Iran, der Türkei und verschiedenen anderen Ländern der gesamten Welt entsprang, die die Juden der Verbreitung des Coronavirus beschuldigen. Im Iran tragen die staatlich kontrollierten Medien ebenfalls zur Hetze bei; sie machen ‚Zionisten‘ für die Epidemie verantwortlich und warnen die Menschen keine Coronavirus-Schutzimpfung zu nutzen, wenn diese von israelischen Wissenschaftlern entwickelt wird.“[2]

Die ADL erwähnt die Behauptung weißer Rassisten, Juden seien verantwortlich für die Schaffung des Virus, um ihre Kontrolle über eine dezimierte Bevölkerung zu verstärken und/oder vom Virus zu profitieren. Die ADL sagt, dass ähnliche Botschaften sich auch auf eher dem Mainstream angehörenden Plattformen wie Twitter, YouTube, Instagram und Reddit verbreiten. Manche Verschwörungstheoretiker suggerieren, dass der Virus von den USA und Israel erzeugt wurde, um gegen politische Rivalen wie China und den Iran vorzugehen.[3]

Ein Gast im türkischen Staatsfernsehen sagte: „Juden, Zionisten, haben den neuartigen Coronavirus als biologische Waffe organisiert und entwickelt, genauso wie die Vogelgrippe, ‚um die Welt zu gestalten, Länder zu erobern und die Weltbevölkerung zu kastrieren?]“.[4] Trotzdem schießt der oberste iranische Führer, Ali Khamenei, eher gegen die USA als gegen Israel. Er deutete an, dass amerikanische Medikamente dazu genutzt werden den Virus weiter zu verbreiten. Khamenei unterstellt auch, der Virus sei speziell für den Iran aufgebaut worden, es würden genetische Daten von Iranern verwendet, die die Vereinigten Staaten auf andere Weise in die Hand bekommen hätten. Khamenei sagte zudem, die Vereinigten Staaten könnten Ärzte und Therapeuten in den Iran schicken wollen, wo sie sich persönlich die Auswirkungen des von ihnen produzierten Giftes ansehen können.[5]

Ein separater Fall sind palästinensische Propagandisten von Verschwörungstheorien. Die PA-Tageszeitung Al-Hayat al-Jadida brachte am 16. März eine Karikatur des Coronavirus in Form eines großen israelischen Panzers, der eine kleine Palästinenserin jagte, die ein kleines Kind im Arm hat. Die Tageszeitung Al-Quds in Ostjerusalem schrieb, dass der Coronavirus eine biologische Waffe ist, die die USA und Israel beschlossen gegen China und den Iran einzusetzen, nachdem sie es nicht schafften ihnen mit konventionellen Mitteln Schaden zuzufügen.[6]

Der Schweizer Kultführer Ivo Sasek ist ein Laienprediger und Gründer der „Organische Christus-Generation“ mit Sitz in der Schweiz. Er hat früher behauptet, jüdische Verschwörer bereiteten die Verminderung der Weltbevölkerung um 500 Millionen durch milliardenfachen Massenmord vor.[7] Heutzutage hat genau diese Gruppe ein antisemitisches Flugblatt geteilt, auf dem behauptet wird, der Coronavirus sei eine biologische Waffe, die von dem in Amerika lebenden jüdischen Holocaust-Überlebenden George Soros losgelassen wurde.[8] Der österreichische Rechtsextreme Martin Sellner, Mitglied der neofaschistischen „Identitären“ verbreitet die Idee, dass Soros‘ Open Society Foundation für die Corona-Krise verantwortlich ist.[9] Er hat im Internet tausende Anhänger. Die US-republikanische Kongresskandidatin Joanne Wright hat behauptet, der Virus hänge mit Bill Gates und Soros zusammen.[10]

Diese antisemitischen Verschwörungstheorien sollten in einem langen historischen Kontext betrachtet werden. Die Behauptung, dass Israel und die Juden mit der Verbreitung der Seuche zu tun haben, hängt mit einem zweiten wichtigen Strang an Verschwörungstheorien zusammen – der über die Ritualmord-Vorwürfe hinaus geht – und ebenfalls bis ins Mittelalter zurückreicht. Juden wurden historisch für verschiedene Plagen verantwortlich gemacht. Eine große solche war der Schwarze Tod im 14. Jahrhundert. Damals wurden Juden beschuldigt die Brunnen zu vergiften.

Dieses Gift- und Seuchen-Motiv wurde selbst von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas 2016 im Plenum des Europaparlaments neu verwendet. Dort sagte er, ein Rabbiner habe die israelische Regierung aufgefordert palästinensisches Trinkwasser zu vergiften. Abbas erhielt für seine Rede viel Applaus und stehende Ovationen einer großen Anzahl von Europaparlamentariern. Der damalige EU-Parlamentspräsident, der Deutsche Sozialist Martin Schulz, sagte, Abbas‘ Rede sei „inspirierend“ gewesen. Zwei Tage später musste Abbas zugeben, dass es keinen solchen Rabbiner gab.[11]

Palestinian Media Watch hat eine lange Liste zeitgenössischer palästinensischer Mutationen der uralten Gift-Verleumdung veröffentlicht. Dazu gehört die Verbreitung von AIDS durch Israel unter Palästinensern, insbesondere durch Frauen. Andere Mutationen desselben Motivs beinhalten die Bezahlung von Ärzten zur Verbreitung von Krankheiten unter Palästinensern. In Stalins Sowjetunion wurden jüdische Ärzte verhaftet und angeklagt, weil ihnen vorgeworfen wurde die Vergiftung Stalins und der Sowjetführung zu planen.[12]

Die Variante, dass Juden und Israel versuchen die Welt zu beherrschen, gehört in eine dritte große Kategorie der antisemitischen Verschwörungstheorien. Das Hauptdokument dazu, das die Juden der Verschwörung zur Kontrolle der Welt beschuldigt, Die Protokolle der Weisen von Zion, ist eine zaristische Fälschung, die in großer Zahl neu gedruckt worden ist.[13] Diese Publikation wird regelmäßig wieder aufgelegt, besonders in der muslimischen Welt. Manchmal geschieht das auch in der westlichen Welt. Eine Ausgabe tauchte vor ein paar Jahren in Norwegen auf.[14] Ausgaben des Textes tauchen immer wieder mal auf. Vor ein paar Wochen entfernte die britische Wohlfahrtsorganisation Oxfam zwei Ausgaben der Protokolle aus ihrem Online-Shop, nachdem Mark Regev, Israels Botschafter im Vereinten Königreich, in den sozialen Medien darauf aufmerksam gemacht hatte.[15]

Ein recht amüsanter Fall eine antisemitische Verschwörungstheorie umzukehren wurde von Malcolm Hoelein berichtet, dem Vizevorsitzenden der Conference of Presidents of Major American Jewish Organizations. Er erzählte, dass er bei der Beantwortung von Hörerfragen in einem afroamerikanischen Radiosender einmal zur Rolle gefragt wurde, die die Juden beim Beginn des Irak-Kriegs spielten. Hoenlein antwortete ausführlich, aber andere wiederholten die Frage immer wieder. Hoenlein meinte dann: „Wie ich sehe, ist Colin Powell Außenminister und Condoleezza Rice die Nationale Sicherheitsberaterin. Es scheint mir, dass es sich eher um eine schwarze Verschwörung handelt.“ Danach hörten die Fragen auf.[16]

Die bereits erwähnte wichtige Ritualmordlügen-Variante in der christlichen Welt geht auf die Stadt Norwich im Großbritannien des Jahres 1144 zurück. Im Verlauf der Jahrhunderte kehrte die Lüge an verschiedenen europäischen Orten wieder. Die italienische Stadt Trento im fünfzehnten Jahrhundert ist ein berüchtigtes Beispiel. Vor kurzem stellte der italienische Maler Giovanni Gasparro sein Gemälde mit dem Lügenmotiv „Der Märtyrertod des heiligen Simon von Trento bei der Ausführung eines jüdischen Ritualmords“ auf seine Facebookseite. The Algemeiner schrieb: „Die Arbeit zeigt einen Säugling, umgeben von einer Menge unheimlicher jüdischer Männer, von denen einige Schläfenlocken und religiöse Dinge tragen, die ihn strangulieren, aufschneiden und sein Blut ablassen.“[17]

Raphael Israeli hat ein Buch mit dem Titel Blood Libel and its Derivatives: The Scourge of Anti-Semitism[18] veröffentlicht. Er sagt: „Christen brachten die Ritualmordlüge in die islamische Welt ein. 1840 behaupteten der französische Konsul in Damaskus und einige Mönche fälschlich, ein christlicher Priester in der Stadt, Vater Thomas, sei von Juden ermordet worden, die sein Blut verwendeten. Die Ritualmordlüge wurde auch von den Nazis propagiert. Die antisemitische Zeitung Der Stürmer veröffentlichte 1934 eine Sonderausgabe. Auf der Titelseite befand sich die Zeichnung eines auf einem Tisch liegenden deutschen Jungen, umgeben von Juden mit langen Bärten und Schläfenlocken. Sei saugten mit langen Schläuchen das Blut aus seinem Körper.[19]

Israeli fügte an: „Die arabische Verwendung der Ritualmordlüge offenbart sich zum Teil durch die Wiederverwertung des Falls von Damaskus. Beispielsweise verlieh Mustafa Tlas, der von 1972 bis 2004 syrischer Verteidigungsminister war, dem Ritualmordvorwurf Glaubwürdigkeit, indem er in seiner Dissertation darüber schrieb, als sei sie eine historische Tatsache statt einer antisemitischen Fälschung.“ In seinem Buch führt Israeli Dutzende weiterer Beispiele arabischer Verwendung der Ritualmord-Lüge an.[20]

Eine postmoderne Version der Ritualmord-Lüge behauptet, dass Israel Palästinenser ermordet, um einige ihrer Organe wiederzuverwerten. Am 17. August 2009 veröffentlichte das Feuilleton der größten schwedischen Tageszeitung, die sozialdemokratischen Aftonbladet, einen Artikel von Donald Boström mit der Überschrift „Våra söner plundras på sina organ“ (Die Organe unserer Söhne werden geplündert). Boström erzählte, wie ein junger Palästinenser, der wegen Terrorismus gesucht wurde, kurz nach Beginn einer Spendenkampagne 1992 erschossen wurde; seine Leiche wurde ein paar Tage später seiner Familie zur Beerdigung zurückgegeben. Boström behauptete dann, es gebe Gerüchte, dass die IDF Palästinenser tötet und ihre Organe für Transplantationen erntet – in Zusammenarbeit mit israelischen medizinischen Einrichtungen. Der Artikel endete damit, dass es an der Zeit sei sich diese makaberen Aktivitäten anzusehen und drängt die Israelis die Vorwürfe zu untersuchen.[21]

Der Historiker Richard Landes sagt, heutzutage „sehen wir die Wiederbelebung von Verschwörungstheorien. Muslimische Gesellschaften fallen bei Anfertigung, Zirkulation und Glaube an sie am stärksten auf. Die am besten bekannte Verschwörungstheorie ist vermutlich, dass die Amerikaner selbst oder der Mossad die Terroranschläge vom 9/11 verübten und nicht die Jihadisten von Al-Qaida. Diese Überzeugung durchzieht Eliten in der gesamten muslimischen Welt.“

Landes führte weiter an: „Aus der muslimischen Welt kommende Verschwörungstheorien sind von einem anderen überraschenden Phänomen begleitet. In der Vergangenheit beschuldigten Verschwörer einen heimtückischen anderen – den Juden, die Aussätzigen, die Hexen, die Kommunisten. Heute finden wir Westler, die an Verschwörungstheorien glauben, die sich gegen den Westen richten – zum Beispiel die vom 9/11 – in denen manche Gläubige die paranoiden Beschuldigungen ihrer Feinde bestätigen. Der Sirenengesang der postmodernen Verschwörungstheorie lautet: „‚Wir‘ sind verantwortlich, ‚unser‘ Feind ist unschuldig.“[22]

Die Corona-Verschwörungstheorien beweisen, dass die Juden einmal mehr die ersten sind, die beschuldigt werden, aber nicht die letzten. Man kann sicher sein, dass der Coronavirus weit schneller absterben wird als antisemitische Verschwörungstheorien. Eine moderne Version des Ritualmord-Vorwurfs und heute die bei weitem die wichtigste antisemitische Überzeugung besteht darin, dass Dutzende Millionen Europäer glauben, Israel verhalte sich wie die Nazis oder alternativ, dass es vor hat die Palästinenser auszulöschen.

[1] www.aish.com/h/9av/j/48966346.html

[2] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/277356

[3] www.adl.org/blog/extremists-use-coronavirus-to-advance-racist-conspiratorial-agendas

[4] http://www.timesofisrael.com/conspiracy-theory-that-jews-created-virus-spreads-on-social-media-adl-says/

[5] www.aljazeera.com/news/2020/03/iran-leader-refuses-cites-coronavirus-conspiracy-theory-200322145122752.html

[6] Palestinian Writers: Corona virus is a biological weapon employed by US, Israel against their enemies. MEMRI, 24. März 2020.

[7] https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/warnung-vor-antisemitischen-verschwoerungsmythen/

[8] www.weforum.org/agenda/2020/03/coronavirus-conspiracy-theories-false-information-coid19-health/

[9] www.bitchute.com/video/yiTwlJpPXK5O/

[10] https://thehill.com/policy/technology/485427-california-gop-candidate-tweets-coronavirus-conspiracy-theories

[11] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/20819

[12] ebenda

[13] Hadassa Ben-Itto: The Lie That Wouldn’t Die: The Protocols of the Elders of Zion. Edgware, UK (Vallentine Mitchell) 2005.

[14] Erez Uriely: Jew-Hatred in Contemporary Norwegian Caricatures. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 50, 1. November 2006.

[15] https://jewishnews.timesofisrael.com/oxfam-pulls-protocols-of-elders-of-zion-from-online-shop/?fbclid=IwAR3mGtm_CEorgdUCIOrAVFkKw5JbmYBsR4YAO-UpfdvR17N93oLVdt-Flwo

[16] Malcolm Hoenline, persönliches Gespräch.

[17] www.algemeiner.com/2020/03/27/protests-greet-repulsive-painting-by-italian-catholic-artist-depicting-antisemitic-blood-libel/

[18] „Ritualmord-Vorwürfe und ihre Abkömmlinge: Die Geißel Antisemitismus“; Raphael Israeli: Blood Libel and its Derivatives: The Scourge of Anti-Semitism. Transaction Publishers, 2012.

[19] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/20230

[20] ebenda

[21] Donald Boström: Våra söner plundras på sina organ. Aftonbladet, 17. August 2009 (Schwedisch). S. auch: Mikael Tossavainen: The Aftonbladet Organ-Trafficking Accusations against Israel: A Case Study. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 95, 1. März 2010.

[22] Manfred Gerstenfeld, Interview mit Richard Landes: Muslim Conspiracy Theories Affect Jews. In: Demonizing Israel and the Jews. New York (RVP Press) 2013,  S. 151.

Feminismus nach Art der Jihadisten (Fotos)

Elder of Ziyon, 7. April 2019

Der Islamische Jihad veranstaltete letzte Woche eine Konferenz mit Namen Frauen des Jihad.

Sie zeigt den großen Respekt, den die Jihadisten im Gazastreifen vor Frauen haben.

Sie beweisen, dass sie genauso Schilder halten können wie Männer!

Und sie können sogar Schusswaffen halten!

Wow – sie können Schusswaffen sogar im Gehen halten!

Doch wie diese Darbietung zeigt, kann ihnen niemand beim Fegen des Bodens das Wasser reichen.

Die Frauen im Publikum waren begeistert. Jedenfalls nehmen wir an, dass sie es waren.

Eine kurze Geschichte des Judenhasses

Clifford D. May, The Washington Times, 13. März 2019

Ein Neumitglied des US-Kongresses macht sich offen blind-religiösen Eifer gegen Juden und Israel zueigen. Ihre Parteigenossen von den Demokraten verfehlen es mit nur wenigen Ausnahmen ihre Worte und Ansichten entschlossen zu verurteilen. Beunruhigend, sicher; aber erinnern wir uns: Dieser krasse Baum wächst in einem alten üppigen und weltweiten Wald.

Beispiele gefällig? Letzte Woche gehörten zu einem Karnevalsumzug in Belgien Wagen, die übergroße Statuen religiöser Juden trugen, wütend knurrende Männer mit großen Nasen, die auf Geldsäcken saßen, einer mit einer Ratte, die sich auf seiner Schulter niedergelassen hatte.

Die UNESCO, eine UNO-Organisation, die sich angeblich der „intellektuellen und moralischen Solidarität der Menschheit“ verschrieben hat, erkannte den Umzug als kulturelles Erbe-Ereignis an und lehnte jegliche Kritik daran ab. Die UNO hat sich freilich in eine  Organisation entwickelt, die Israel beständig und vehement diskriminiert.

Ebenfalls in Belgien wurde letzte Woche Mehdi Nemmouche, von der BBC alsl „in Frankreich geborener Jihadist“ erkannt, des Mordes an einem Paar und zwei Mitarbeitern des jüdischen Museums in Brüssel vor fünf Jahren schuldig gesprochen. Sein Anwalt hatte behauptet, der Anschlag sei eigentlich „eine gezielte Exekution“ durch Agenten des Mossad gewesen, Israels Auslands-Geheimdienst. Er machte sich nicht die Mühe irgendwelche Beweise dafür vorzulegen.

Die BBC merkte an: „An einem Punkt argumentierte die Verteidigung sogar, dass Nemmouche nicht als antisemitisch bezeichnet werden könne, weil er Calvin Klein-Schuhe trug – ein offenkundiger Verweis auf Herrn Kleins jüdisches Erbe.“

Gewaltverbrechen gegen Juden nehmen in Deutschland, Frankreich und Schweden zu. Großbritanniens Labour Party wird geführt von Jeremy Corbyn, der letztes Jahr an der Veranstaltung einer Gruppe teilnahm, die Israel „einen qualmenden Haufen Jauche, die ordnungsgemäß entsorgt werden muss“ bezeichnete.

In Irland verabschiedete das Parlament ein Gesetz, das noch nicht gültig ist,  um eine Reihe Geschäftstransaktionen mit Juden in der Westbank, auf den Golanhöhen und sogar im jüdischen Viertel der Altstadt von Jerusalem für kriminell zu erklären.

Von diesen wird oft gesagt, es handele sich um „illegal besetztes palästinensisches Territorium“. Ein weniger tendenziöser Begriff wäre „umstrittene Gebiete“. Israel nahm in einem Verteidigungskrieg 1967 sie Syrien (den Golan), und Jordanien (Westbank und Ostjerusalem einschließlich des jüdischen Viertels) ab.

Die Israelis haben in der Vergangenheit Land aufgegeben und würden das zweifelsohne wieder tu n – wenn sie das Vertrauen hätten, im Gegenzug Frieden zu bekommen, statt Raketen und Terrortunnel, wie es der Fall war, seit sie 2005 den Gazastreifen aufgaben. Welcher andere Staat würde das nicht haben wollen? Welcher andere Staat würde dafür kritisiert, dass er so handelt?

Judenhass ist so alt wie die Berge von Judäa; er geht sogar noch vor die Rebellion der jüdischen Nation gegen den römischen Imperialismus und Kolonialismus von 66 bis 73 n.Chr. zurück. Zu den von Rom verhängten Strafen gehört die Umbenennung der eroberten jüdischen Gebiete.

Syria Palaestina oder kurz Palästina, kommt von Philistia, Land der Philister, uralten Feinden der Israeliten (mit Goliath als dem Bekanntesten). Die Philister waren ein Seefahrervolk von den Inseln der Ägais, das sich im 12. Jahrhundert v.Chr. an den Ufern des östlichen Mittelmeers niederließ. Und nein, die wir heute Palästinenser nennen, sind nicht ihre Nachfahren.

Judenhass hat in den folgenden Jahrhunderten viele Formen angenommen, darunter Verfolgung und Pogrome in Europa und dem Nahen Osten. Juden sind aufgrund von Religion und Rasse gehasst worden, wegen ihres Reichtums und ihrer Armut, als Kapitalisten und Kommunisten. Juden sind als Kosmopoliten und (in Israel) als Nationalisten geschmäht worden.

Judenhasser können Christen, Muslime oder Atheisten sein. Manche der destruktivsten Judenhasser sind selbst Juden oder jüdischer Abstammung gewesen.

„Antisemitismus“ ist ein relativ neuer Kunstbegriff, geprägt 1879 von Wilhelm Marr, einem deutschen Judenhasser, dessen Ziel es war klarzumachen, dass selbst Juden, die konvertiert und/oder assimiliert sind, als Feinde betrachtet werden sollten, die Komplotte gegen die deutsche Nation und die arische Rasse schmieden.

1919 schrieb Hitler von „rationalem Antisemitismus“, einer Doktrin, deren „Endziel unbeirrbar die Beseitigung der Juden insgesamt sein muss“. Nachdem er 1933 an die Macht kam, initiierte er den Boykott jüdischer Geschäfte – eine BDS-Bewegung (für Boykott, De-Investitionen und Sanktionen) sozusagen. Schließlich schaffte es Hitler mit extremem Vorurteil, rund 6 Millionen Juden aus Europa zu beseitigen.

Heute streben Israels Gegner an etwa dieselbe Zahl aus dem Nahen Osten zu beseitigen. Manche BDS-Befürworter bestehen darauf, dass sei nicht ihre Absicht. Jeder, der glaubt, es sei möglich den jüdischen Staat zu vernichten, ohne die in diesem Staat lebenden Juden zu vernichten, wäre gut beraten sich durchzulesen, was in Syrien und dem Jemen abläuft und Somalia, dem blutgetränkten Land, aus dem die Abgeordnete Ilhan Omar und ihre Familie flohen.

Oder sie sollten einfach den Führern von Hamas, Hisbollah und der Islamischen Republik Iran zuhören, die nicht versuchen ihre völkermörderischen Absichten zu verbergen. Der oberste Revolutionsführer Ali Khamenei hat Israel als „bösartigen Krebstumor“ bezeichnet, der „entfernt und ausgerottet“ werden muss.

Ja, ich weiß: Nicht jeder, der Israel kritisiert, ist für diese „Endlösung“. Aber ich sehe keinen Grund denen, die sich selbst als Antizionisten bezeichnen, einen Vertrauensbonus zu geben.

Vor 1948 war das zionistische Projekt die Wiedergründung eines jüdischen Nationalstaats in einem Teil der antiken jüdischen Heimat. Man konnte aus vielen Gründen dagegen sein. Seit 1948 aber bedeutet Zionismus inzwischen die Unterstützung des Überlebens Israels, seines Existenzrechts.

Diejenigen, die dagegen sind, sind bestenfalls gleichgültig gegenüber dem Schicksal der einzigen aufblühenden jüdischen Gemeinschaft, die es im Nahen Osten noch gibt. Mit anderen Worten: Ihnen ist jüdisches Leben egal.

Das irgendwelche Kongressabgeordnete dieser Beschreibung entsprechen, ist Besorgnis erregend. Aber wir wollen nicht vergessen: Das ist Ausdruck einer uralten und weit verbreiteten Ideologie, einer, die nie lange inaktiv war.

1814 wurden Juden in Jerusalem von Muslimen, Christen mit Verachtung behandelt

Elder of Ziyon, 5. April 2018

Sie wissen, dass Muslime liebend gerne sagen, sie hätten vor dem Zionismus im heiligen Land mit Christen und Juden harmonisch zusammengelebt?

Nicht wirklich.

Aus „Travels in Egypt, Nubia, Holy Land, Mount Libanon and Cyprus in the year 1814“ [Reisen in Ägypten, Nubien, dem Heiligen Land, dem Berg Libanon und Zypern im Jahr 1814] von Henry Light:

Die Juden haben viele Synagogen, aber sehr kleine und die meisten sind schmutziger als die, die ich in anderen Teilen des Ostens gesehen habe. Obwohl sie unterdrückt und in Jerusalem mit mehr Verachtung behandelt werden als anderswo, strömen sie dort hin. Die Alten wünschen an Abrahams Brust zu schlafen; die Jungen besuchen es in der Hoffnung, dass der Messias kommt; manche sind zufrieden hier zu bleiben, wegen des Handels, den sie betreiben.
Sie zahlen eine hohe Steuer an den türkischen Gouverneur in Jerusalem. Die Summen an den Aga von Jaffa, wenn sie anlanden und an den Leiter von St. Jeremia für eine sichere Reise sorgen bei beiden für ein hohes Einkommen. Das Jüdische Viertel ist wie in allen osteuropäischen Städten vom Rest abgetrennt. Ich fand Männer aus allen Nationen außer England.

Außerdem:

Ich werde den Bericht zur Grabeskirche mit der Beschreibung ihres Äußeren beenden – oder besser gesagt, dem Teil, der frei von anderen Gebäuden ist. Ihre Front ist fast vollständig abgeschlossen, nicht mehr als 60 Fuß der Sicht freigesetzt: ein einzelner Zugang gothischer oder sarazenischer bildet den Eingang, worüber sich ein Fenster befindet; und dazwischen verläuft entlang der Front ein horizontaler Wulst: ein gepflasterter Hof davor, von kleinen Abmessungen, trennt sie von der Straße, Muslimen und Christen heilig gehalten, keinem Juden wird erlaubt nahe der Kirche vorbeizugehen, di auf dem Kalvarienberg stehen soll.

(h/t: American Zionism)

Mal so, mal anders – wie sie es gerade haben wollen

Die Araber (nicht nur) im Gazastreifen machen sich die Nazis, wie sie es gerne hätten. Mal sind sie die Bösen, wenn es ihnen dient, mal (und zwar öfter) sind die Nazis die Vorbilder.
Frage: Sind die Terroristen am Gaza-Zaun gegen die Nazis oder befürworten sie sie?

(gefunden auf Facebook)

Mahmud Abbas möchte nicht, dass Kinder in Gefahr gebracht werden – und ach ja, die Juden waren am Holocaust schuld…

Am 30. April 2018 hielt Mahmud Abbas eine Rede; sie wurde im PA-Fernsehen übertragen. Hier der Text des Vortrags in deutscher Übersetzung:

Ich habe gehört, dass die Brüder in der Hamas-Führung in Gaza von friedlichem und Volkswiderstand reden. Das ist etwas Gutes. Was an der (Gaza-) Grenze stattfindet, als Teil des Rückkehr-Aufstands, ist friedlicher und Volkswiderstand. …

Aber ich bitte ehrlich darum, dass ihr die Kinder ein wenig aus der Reichweite der Kugeln holt. Haltet die Kinder raus. Wir wollen kein Volk von verstümmelten Individuen werden. …

Die Juden, die nach Ost- und Westeuropa zogen, sind alle 10 bis 15 Jahre seit dem 11. Jahrhundert und bis zum Holocaustin Deutschland von einem Land nach dem anderen einem Massaker unterzogen worden. Okay?

Aber warum geschah das? Sie sagen, es sei geschehen, weil sie Juden sind. Aber drei Juden in drei verschiedenen Büchern:.. Einer von ihnen ist Josef Stalin. Ich denke, wir alle kennen ihn, stimmt’s? Stalin war Jude. Es gab einen weiteren, sein Name war Abraham Leon, und einen dritten, der hieß Isaac Deutscher. Alle drei sagten, der Hass auf die Juden sei nicht wegen ihrer Religion, sondern … entschuldigen sie?

(ZwischenrufJ Es war Karl Marx… Es war Karl Marx.

Richtig, es war Karl Marx. Tut mir leid. Es war Karl Marx. (Er hat gesagt) der Grund für den Hass auf die Juden ist nicht ihre Religion, sondern ihr Funktion in der Gesellschaft. Das ist etwas anderes. Also war die Judenfrage, die in allen europäischen Ländern vorherrschte, die antijüdische Stimmung bestand nicht wegen ihrer Religion, sondern wegen ihrer Funktion in der Gesellschaft, die mit Wucher, Banken und so weiter zu tun hatte. Der beste Beweis dafür ist, dass es Juden in arabischen Ländern gab, wie kommt es, dass es nicht einen einzigen Vorfall gegen Juden gab, nur weil sie Juden waren?

Sie glauben, ich übertreibe? Ich fordere sie heraus auch nur einen einzigen Vorfall in 1.400 Jahren in einem arabischen Land gegen Juden zu finden, nur weil sie Juden waren.

Lassen Sie mich etwas sagen, das Sie überraschen dürfte. Das könnten Sie wissen oder auch nicht. 1933, einen Monat nachdem Hitler an die Macht kam, gab es eine Vereinbarung zwischen dem deutschen Wirtschaftsminister und der jüdischen Anglo-Palestine  Bank in Jerusalem. Sie kamen überein, dass jeder deutsche Jude, der nach Palästina emigrieren will, sein bewegliches und unbewegliches Vermögen nach Palästina transferieren lassen konnte. Liebte Hitler die Juden in einem solchen Maß? Jeder Jude, der nach Palästina emigrieren wollte, hatte Anspruch darauf all sein Eigentum zu erhalten, das bewegliche wie das unbewegliche. Wollte er nicht nach Palästina emigrieren, war alles, was er ihnen geben würde, eine Fahrkarte nach Belgien.

Was wollte Hitler? Er wollte, dass das jüdische Land ihm gegenüber loyal ist. So emigrierten im Verlauf von 6 Jahren 60.000 reiche Deutsche aus Deutschland nach Palästina.

Wer versuchte also die (jüdische) „Nationale Heimstatt“ zu gründen?

Balfour hasste die Juden, aber trotzdem gab er ihnen einen Staat. Der russische Außenminister war für seinen Judenhass bekannt, trotzdem sagte er (den Juden): „Kommt, ich werde euch in Palästina einen Staat geben.“

Also ist ihre Geschichte darüber, wie sie in dieses Land kamen, sie hätten sich nach Zion gesehnt oder was auch immer – wir sind es müde das zu hören. Die Wahrheit ist, dass dies ein Kolonisierungsunternehmen ist, das darauf abzielt einen Fremdkörper in diese Region einzupflanzen.

Der Arabische Frühling ist eine von Amerika erfundene Lüge.
[Applaus]
Das war der Leiter des Palästinakomitees im Parlament.
Amerika erfand den Arabischen Frühling und davor den „Neuen Nahen Osten“ und die „konstruktive Anarchie“…

Ich bin sicher, Sie lesen Zeitungen. Mehr als einmal veröffentlichten die Medien Landkarten, die zeigen, wie die arabischen Länder aufgeteilt werden sollten. Zum Beispiel: Ägypten soll in vier Länder aufgeteilt werden, Saudi-Arabien in drei Länder, der Irak in drei Länder, Syrien in vier Länder, der Libanon in 35 Länder… Jede Sekte will ein Land… All das passiert auf diesen Landkarten! Als also der Arabische Frühling kam, sagten wir: Das ist nichts für uns. …

 

Und wie reagiert die EU auf diese Ansprache? So:

Die Rede, die Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am 30. April  hielt, beinhaltete inakzeptable Bemerkungen über die Entstehung des Holocaust und die Legitimität Israels. Solche Rhetorik wird nur denen in die Hände spielen, die keine Zweistaatenlösung wollen, für die Präsident Abbas wiederholt eintrat.

Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg haben Europas moderne Geschichte definiert wie kein anderes Ereignis. Holocaust-Bildung bleibt zentral für den Aufbau für Widerstandskraft gegen alle Formen von Hass in unseren Gesellschaften. Antisemitismus nicht nur eine Bedrohung für Juden, sondern eine fundamentale Gefahr für unsere offenen und liberalen Gesellschaften. Die Europäische Union bleibt der Bekämpfung aller Formen des Antisemitismus und jedem Versuch den Holocaust zu billigen, rechtfertigen oder grob zu bagatellisieren verpflichtet.

„…wird nur denen in die Hände spielen, die keine Zweistaatenlösung wollen“ – ist das die ganze Sorge dieser Truppe? Ist das das Problem, das sie damit  haben? Nicht der schiere Antisemitismus von Mahmud Abbas? Nicht seine Geschichtsklitterung? Nicht seine Lügen?

Nein, die EU sorgt sich nur darum, dass das „denen in die Hände spielt“, die die Zweistaatenlösung ablehnen. Sonst nichts. Geht’s noch?

Elder of Ziyon ordnet die EU-Reaktion so ein:

Das ist keine Verurteilung. Das ist nur die Aussage, dass Abbas‘ Äußerungen „inakzeptabel“ sind. Und warum sind sie inakzeptabel?

Nicht, weil sie antisemitisch sind. Nicht, weil sie Geschichte leugnen. Nicht, weil ise die Juden beschuldigen den Holocaust verursacht zu haben.

Nein, das Hauptproblem mit Abbas‘ Rede besteht darin, dass es der israelischen Rechten erlaubt herauszustellen, dass Abbas ein Antisemit ist, der es nicht verdient mit einem Staat belohnt zu werden!

Die einzige Beschreibung von Abbas‘ Charakters in dieser Erklärung lautet, dass er „wiederholt für eine Zweistaatenlösung eingetreten“ ist, was bedeutet, dass ein Mann, der Juden hassende Verschwörungstheorien hervorsprudelt besser ist als die bösen Leute, die auf seinen Antisemitismus hinweisen.

Die EU versucht dann die Sache zu vernebeln, indem sie sagt, dass Antisemitismus schlecht ist.

Der Holocaust und der Zweite Weltkrieg haben Europas moderne Geschichte definiert wie kein anderes Ereignis. Holocaust-Bildung bleibt zentral für den Aufbau für Widerstandskraft gegen alle Formen von Hass in unseren Gesellschaften. Antisemitismus nicht nur eine Bedrohung für Juden, sondern eine fundamentale Gefahr für unsere offenen und liberalen Gesellschaften. Die Europäische Union bleibt der Bekämpfung aller Formen des Antisemitismus und jedem Versuch den Holocaust zu billigen, rechtfertigen oder grob zu bagatellisieren verpflichtet.

Die Äußerung der EU gibt nicht eine einzige negative Aussage zu Abbas und sie sagt, etwas „Postives“ über ihn – dass er eine Zweistaatenlösung unterstützt (nun ja: auf dem Weg zur Vernichtung des jüdischen Staates über „Rückkehr“).

Der Erklärung ruft Abbas auch nicht auf seine Äußerungen zurückzunehmen oder sich zu entschuldigen. Er machte etwas, das vage unglücklich ist und das muss so schnell wie möglich vergessen werden, bevor diese rechten Juden deswegen ein Fass aufmachen.

Trotz der zentralen Rolle, die die Holocaust-Bildung nach und der Kampf gegen Antisemitismus nach Behauptung der EU haben soll, beweist diese Erklärung, dass es nur wenig aus dem Holocaust gelernt hat – dass Hass laut und gezielt verurteilt werden muss und dass Leute, die sich solchen Hass zu eigen machen, dafür zur Verantwortung gezogen werden müssen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (08.-14. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 08.04.2018:

Ein Hamas-Vertreter soll angedeutet haben, dass die Gaza-Proteste eingedämmt werden könnten, wenn Israel die Wirtschaft im Gazastreifen stärkt – wozu mehr Export und Handelsfreiheiten gehören würden.

Mahmud al-Zahar von der Hamas drohte mit Angriffen auf israelische „Siedlungen tief in Israel“.

Ein ranghoher Vertreter des Iran betonte noch einmal, dass Israel innerhalb der nächsten 25 Jahre vernichtet wird; er ist sich sicher, dass die Hisbollah Haifa und Tel Aviv „platt macht“.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Ahmed Tibi forderte die Araber auf die gewaltfreien Proteste fortzusetzen.
Die arabischen Abgeordnete Hanin Zoabi rief „Millionen Palästinenser auf nach Jerusalem zu marschieren“.

Verteidigungsminister Liberman erklärte, dass er Freitag getötete arabische Journalist eine Drohne über die Soldaten steuerte. Er erinnerte daran, dass die Hamas schon oft Journalisten und Krankenwagen für Terror eingesetzt hat.

Die IDF hat Team eingesetzt, das die Todesfälle am Gazastreifen untersuchen wird.

Mahmud Abbas sagte bei einem Treffen der Fatah, dass „keine politische Initiative akzeptabel ist, die nicht auf einer Zweistaatenlösung mit Ostjerusalem als Hauptstadt“ basiert.

Montag, 09.04.2018:

Mohamed Hamdan, Sprecher des PA-Verkehrsministeriums, beschwert sich bitter: Die Israelis haben die PA informiert, dass bis auf weiteres die Einfuhr von Reifen in den Gazastreifen untersagt ist. Das geht ja nun gar nicht, vor allem angesichts des akuten Mangels an Reifen dort, findet er. (Ja, wie sollen die Terroristen denn jetzt nur den Israelis mit dem Rauch von brennenden Reifen die Sicht versperren, wenn sie keine Reifen mehr haben…)

Das war ja auch langsam mal wieder nötig: Es gibt Behauptungen der PalAraber, Israel haben am letzten Freitag weißen Phosphor gegen die „Demonstranten“ eingesetzt. (Die angeführten „Beweise“ zeigen nur zweierlei: a) Es handelt sich um Tränengas-Einsatz; b) Sie verwenden mal wieder Bilder aus anderen Konflikten, um ihre Lüge zu „untermauern.)

Im März 1975 drangen 8 Terroristen vom Libanon aus über das Meer an den Strand von Tel Aviv vor und nahmen in einem Hotel Geiseln. Während der Befreiungsoperation ermordeten sie 8 Geiseln und 3 Soldaten. Die Fatah bezeichnet die Terroraktion in einem aktuellen Video als „größte und wunderbarste Qualitätsoperation“.

Am morgigen Dienstag wollen Mitglieder einer rechten jüdischen Bewegung in Umm el-Fahm demonstrieren und die Schließung einer Moschee fordern, aus der viele Terroristen hervorgegangen sind.

Der Terrorist, der am Sonntag bei Ma’ale Adumim einen Stichanschlag versuchte, ist seinen Verletzungen erlegen.

Die Hamas schwört, dass die „Proteste“ an der Grenze weitergehen werden, bis die „Palästinenser“ „nach ganz Palästina zurückkehren“.

Dienstag, 10.04.2018:

Israel hat ermittelt, dass der am Freitag getötete „Foto-Journalist“ vor allem eins war: ein altgedienter und ranghoher Hamas-Führer, der Jahre lang in den Sicherheitskräften der Hamas diente.

Die Zivilverwaltung riss am Montagabend eine mit EU-Mitteln gebaute illegale Schule ab, die von der PA in der Area C (volle israelische Kontrolle) in eine archäologische Grabungszone in den Hebronbergen gebaut worden war. Laut Reden bei der Eröffnung ausdrücklich „in Rekordzeit als Herausforderung an Israel“ – also nicht als Lehrinstitution. Jeder wusste, dass sie abgerissen werden wird. €41.000 für Propaganda zum Fenster hinausgeworfen.

Mittwoch, 11.04.2018:

Die PA benutzt erneut Bilder aus dem Holocaust (und von anderen Konflikten), um israelische Massaker im Unabhängigkeitskrieg zu „belegen“: Bilder von Holocaustopfern (von Amerikanern befreit) wurden so manipuliert, dass die US-Soldaten und die KZ-Kleidung nicht mehr zu sehen sind.
Dazu wird behauptet, dass jüdische Kämpfer 1948 Araber in Öfen verbrannten.
Und Opfer der Massaker von Sabra und Shatila 1982 wurden ebenfalls per Foto als Opfer der Juden von 1948 präsentiert.

Donnerstag, 12.04.2018:

Während eines Interviews im PA-Fernsehen erklärte der politische Analytiker Hani Abu Zeid: Die Juden mit Hitler konspiriert und der Holocaust war gar nicht so wild, alles übertrieben, aufgeblasen, eine Lüge, die sie verbreiten, damit sie die Juden nach Palästina bringen konnten.

Mahmud Abbas begrüßte den von der Hamas organisierten „Volkswiderstand“ in Form der Randale am Gazazaun.

Die Hamas lässt wissen, dass die Forderung, sie solle ihre Waffen abgeben, „Aggression gegen uns“ ist.

Freitag, 13.04.2018:

Bilanz vor dem Tag der Gefallenen: Seit der Erklärung der Unabhängigkeit 1948 gab es in Israel 3.134 Todesopfer durch Terror (darunter 122 Bürger des Auslands, die in Israel durch Terror ermordet wurden, sowie 100 Israelis, die durch Terror im Ausland ermordet wurden); innerhalb der letzten 12 Monate gab es 12 Terrortote. Diese Terroranschläge hinterließen 3.175 Waisen, darunter 114, die beide Eltern durch Terror verloren; 822 Witwen und 926 trauernde Eltern, die heute noch leben.

Die „9. Internationale Konferenz zur Heiligen Stadt Jerusalem“ in Ramallah kam zu dem Ergebnis, dass die „besetzte Stadt Al-Quds die ewige Hauptstadt Palästinas ist“. (Merke: Hier ist nicht die Rede von „Ost“-Jerusalem, sondern von ganz Jerusalem.)

Die PA jammert: „Trump unterstützt Israel blind. Wir brauchen Hilfe aus dem Ausland.“

Samstag, 14.04.2018:

Nach dem Angriff der USA, Großbritanniens und Frankreichs auf Syrien hat Israel den Luftraum über dem Golan komplett gesperrt; Fluglinien wurden angewiesen diesen zu umgehen.