Gründer von „Menschenrechtsorganisation“ verunglimpft „Herden von Kolonialisten“, die im Patriarchengrab „talmudische Rituale vollführen“

Elder of Zioyn, 30. September 2021

Dieses Video von Juden, die in Hebron am Mittwoch Simchat Thora feierten, verursacht eine Menge Angst seitens eifernder Araber, die glauben, dass Juden aus den heiligsten Stätten des Judentums verbannt werden sollten.

Al-Jazira katalogisierte einige der Reaktionen auf dieses Video.

Dieser von ihnen hervorgehobene Twitterer sagte: „Die Söhne der Chazaren tanzen um die Grabstätte des Patriarchen der Araber Ibrahim (Friede sei mit ihm) in der Ibrahimi-Moschee. Diese europäischen Juden, die keine Verbindung zu unserem Vater Ibrahim (Friede sei mit ihm) haben, testen die Grenzen der Araber aus.“

Der Chazaren-Mythos ist eine antisemitische Theorie, der Zufolge Juden keine echten Juden sind.

Das PA-Ministerium für Stiftungen und Religion verurteilte die Feier; es behauptete: „Extremistengruppen nutzten die jüdischen Feiertage, um die Moschee durch massive Übergriffe, das Tragen religiöser Kleidung zu schänden, im Versuch talmudische Gebete auszuführen und auf dem Boden zu liegen, womit sie bewusst die Gefühle von Muslimen zu provozieren.“

Denn warum sollten Juden einen Feiertag feiern wollen, ohne bewusst die Gefühle von Muslimen zu provozieren?

Aber der vielleicht aufschlussreichts Kommentar kam von Ramy Abdu, dem Gründer und Vorsitzenden von Euro-Mediterranean Human Rights Monitor, der bei der UNO Erklärungen abgegeben hat. Wir haben die israelfeindliche Einseitigkeit der Organisation gezeigt, aber sein Kommentar lässt keinen Zweifel, dass die Menschenrechte der Juden ihn nicht interessieren.

Abdu twitterte: „Heute zu Sonnenaufgang stürmten Herden von Kolonisten mit Unterstützung der Besatzungstruppen die Ibrahimi-Moschee in Khalil al-Rahman und vollführten talmudische Gebete!“

Für diesen „Menchenrechtsexperten“ sind Juden in Gruppen nicht menschlich, sondern Tier-„Herden“. Jüdische Gebete zu verrichten (die praktisch alle „talmudisch“ sind) ist eine Sauerei. Juden haben keine Rechte an ihren eigenen heiligen Stätten.

Dutzende Antworten verfluchten die Juden, weil sie die Unverfrorenheit haben zu tanzen – wie Simchat Thora nun mal gefeiert wird.

Ein Menschenrechtsführer stachelt zu Gewalt gegen Juden auf. Und niemand verliert ein Wort darüber.

Wie gegen Antisemitismus den Mund aufmachen?

Die Plattitüden der Politiker werden das Anschwellen des Judenhasses nicht eindämmen, das seit dem Zweiten Weltkrieg in Amerika ohne Beispiel ist.

Jeff Jacoby, The Boston Globe, 9. Juli 2021

Rabbi Shlomo Noginski am Sonntag in seinem Haus in Brighton, drei Tage, bevor er vor dem Shaloh House, einer jüdischen Schule, niedergestochen wurde (Foto: Erin Clark/Boston Globe)

Vertreter der Öffentlichkeit äußerten sich schnell, nachdem Rabbi Shlomo Noginski vor dem Shaloh House, einer jüdischen Schule und Synagoge in Brighton am 1. Juli brutal niedergestochen wurde. Die von ihnen zum Ausdruck gebrachten Gefühle waren des Moments angemessen. Sie gelobten „auf der Seite der jüdischen Gemeinde zu stehen“. Sie beschrieben die Anschläge als „entsetzlich“. Sie erklärten, sie seien „vereint gegen Hass“. Sie insistierten, „ein Angriff auf jedes Mitglied unserer Gemeinschaft ist ein Angriff auf uns alle“. Sie verkündeten, dass „Antisemitismus in Massachusetts keinen Platz hat“.

Die Worte waren so weit in Ordnung. Sie gingen leider nicht sonderlich weit.

Das ist nicht herabsetzend gemeint. Gemeinplätze und sichere Wortwahl gehören zum Rüstzeug der meisten Politiker. Wenn am helllichten Tag auf einer belebten Straße in Boston inmitten einer nationalen Welle antisemitischer Gewalt wiederholt mit einem Messer auf einen orthodoxen jüdischen Rabbiner eingestochen wird, dann sollte es eine natürliche Reaktion sein, dass Regierungsvertreter instinktiv das Verbrechen verurteilen.

Reine Floskeln werden jedoch wenig tun, um das Anschwellen des Judenhasses einzudämmen, der ein Niveau erreicht hat, das in Amerika seit vor dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr zu finden war. Juden stellen gerade einmal 2 Prozent der US-Bevölkerung, aber sie sind in mehr als 60 Prozent der religiös motivierten Hassverbrechen die Opfer, so der jüngste Bericht des FBI zu Statistiken von Hass-Verbrechen. Am Donnerstag wurde der wegen des Stichangriffs auf Noginski Verdächtige, der 24-jährige Khaled Awas, formell wegen eines Hassverbrechens angeklagt. Nach Angaben seines früheren Zimmergenossen ist Awad gewalttätig und „sehr antisemitisch“ – so sehr, dass er nach einem Angriff auf sich ein Kontaktverbot erwirkte.

Als Einwohner des Großraums Boston, Wähler in Massachusetts und praktizierender Jude war ich froh zu sehen, dass Vertreter der Öffentlichkeit den gewalttätigen Angriff auf den Rabbiner verurteilen. In manchen Bereichen ist dieser Tage einfach Antisemitismus zu verurteilen eine Beleidigung geworden, durch die man entlassen werden kann: Letzten Monat verlor April Powers ihren Job als Leiterin für Gleichstellung und Inklusion bei der Society of Children’s Book Writers and Illustrators, nachdem sie einen Eintrag in sozialen Medien einstellte, die die „Zunahme von Hassreden und willkürlicher Gewalt gegen Juden“ beklagte. Erstaunlicherweise generierte dieser Eintrag eine aufgebrachte Gegenreaktion, weil er keine Islamophobie erwähnte. Powers, eine Schwarze und Jüdin, wurde zum Rücktritt gezwungen und mit Morddrohungen überflutet.

Es ist unmöglich sich vorzustellen, dass jemand eine Arbeit wegen einer Äußerung verliert, mit der gewalttätiger Fanatismus gegen Amerikaner verdammt wird, die schwarz, asiatisch, muslimisch oder LGBT sind. Tatsächlich sind solche Äußerungen allgegenwärtig. Sie triggern nie die Art verwirrter Wut, die gegen Powers entfesselt wurde. Die Erklärung für den Unterschied lautet, dass Antisemitismus selbst verwirrt ist. Er ist eine Geistesstörung. Judenhass unterscheidet sich fundamental von anderen Formen des Vorurteils oder Gruppenfeindseligkeit. Das ist ein Punkt, den zu unterstreichen sich für jeden lohnt, der über reine Plattitüden hinausgehen will, wenn er von Antisemitismus spricht.

„Der meiste Fanatismus ist eine Behauptung von Unterlegenheit und spricht die Sprache der Unterdrückung“, hat David Brooks geschrieben. „Antisemitismus ist die Behauptung von Unreinheit und spricht die Sprache der Auslöschung.“

Rassische Vorurteile sind unbestreitbar abscheulich, genauso Hass gegen Muslime oder Katholiken, Sexismus und schwulenfeindliche Grausamkeit. Fanatiker würdigen Mitmenschen herab, missbrauchen oder unterdrücken sie, weil sie sie als minderwertig betrachten.

Aber Antisemitismus ist etwas anderes. Die gefährlichsten Antisemiten betrachten Juden oder das Judentum nicht als minderwertig, sondern als Verkörperung dessen, was sie am stärksten beschimpfen. Jahrtausende lang haben Antisemiten Juden mit allem identifiziert, was gemäß ihrem Weltbild einzigartig verabscheuenswürdig oder heimtückisch ist: Christen im Mittelalter verabscheuten Juden, weil sie nicht Jesus anbeteten. Kommunisten beschrieben Juden als habgierige, bourgeoise Kapitalisten. Der Industrielle Henry Ford beschuldigte die Juden die Weltwirtschaft zu manipulieren. Die Nazis stellten die Juden als Ungeziefer dar, das die Reinheit der deutschen Rasse verunreinigte. America Firsters beschuldigen die Juden illoyal zu sein. Weiße Nativisten und Fremdenfeinde werfen Juden Werbung für Zuwanderung vor. Schwarze Nationalisten verleumden Juden als Rassisten, die den Sklavenhandeln und Jim Crow verursachten. Israelhasser grenzen Juden aus, weil sie den jüdischen Staat unterstützen. Islamisten verabscheuen Juden, weil der Zionismus die Hegemonie des Islam im Nahen Osten untergräbt.

Eine interreligiöse Kundgebung gegen Antisemitismus in Miami Beach (Florida) am 3. Juni (Foto: Joe Raedle/Getty)

Antisemitismus hat es so lange gegeben, wie es Juden gibt und er hat sich in seinen Formen den Zeiten angepasst. Er hat sich als der unausrottbarste Hass erwiesen; wie ein Virus mutiert er. „Im Mittelalter wurden Juden wegen ihrer Religion verfolgt“, hielt der verstorbene Rabbi Sir Jonathan Sacks fest, Mitglied des britischen Oberhauses und ein renommierter öffentlicher Intellektueller. „Im 19. und 20. Jahrhundert wurden sie wegen ihrer Rasse geschmäht. Heute werden Juden angegriffen, weil es ihren Nationalstaat Israel gibt. Israels Existenzrecht zu bestreiten ist der neue Antisemitismus.“

Wenn Vertreter der Öffentlichkeit aufrichtig „auf der Seite der jüdischen Gemeinschaft“ gegen die steigende Flut des Judenhasses stehen wollen, dann ist es wichtig, dass sie ihn besonders dann mit einem Bann belegen, wenn er von der eigenen politischen Seite kommt. Für Progressive und Demokraten war es leicht Entsetzen zum Ausdruck zu bringen, als ein rechter Mörder in einer Synagoge in Pittsburgh das Feuer eröffnete, aber viele zögern die zahlreichen Anschläge auf US-Juden und jüdische Institutionen zu verurteilen, die israelfeindliche Fanatiker während der jüngsten Kämpfe im Gazastreifen begingen. Hartnäckige Republikaner haben nicht gezögert den üblen Antisemitismus der Abgeordneten Ilhan Omar scharf zu kritisieren, aber als ein republikanischer Abgeordneter für eine Benefizveranstaltung mit einem weißen, herrenmenschlichen Holocaust-Leugner wirbt, wurde der GOP-Chor ganz leise.

Es ist auch entscheidend, dass Schwarzenführer, die sehr laut für Rassengerechtigkeit und die Auslöschung aller Spuren von Rassismus eintreten, zum unverhältnismäßig hohen Niveau des Antisemitismus bei schwarzen Amerikanern genauso lautstark sind. Das ist kein neues Phänomen. Schon 1992 beklagte Henry Louis Gates Jr, der Vorsitzender von Harvards Abteilung für Afroamerikanische Studien war, Daten, die zeigten, „dass es zweimal so wahrscheinlich war, dass Schwarze antisemitische Ansichten haben“. Schwarze Täter sind für einige der tödlichsten Hassverbrechen an Juden der letzten Jahre verantwortlich. Dennoch sind wenige gewählte Schwarze als starke Führer gegen Antisemitismus aufgetreten. Einer, der das gemacht hat, ist der Abgeordnete Ritchie Torres, ein progressiver Demokrat, der unverblümt die „hysterische Dämonisierung Israels“ als Ursache von so viel antisemitischer Gewalt benannte.

Mehr als je zuvor brauchen Juden Verbündete, die sachkundig und offen über die Bedrohung sprechen können, die die sich verbreitende Plage des antisemitischen Hasses darstellt. Sie brauchen Vertreter der Öffentlichkeit, die Antisemitismus ohne Wenn und Aber und nicht nur als eine von vielen Formen des Fanatismus zurückweisen. Sie brauchen Politiker, die begreifen und artikulieren können, dass angepasst an die Bevölkerung Juden bei weitem die wahrscheinlicheren Opfer von Hassverbrechen sind als Mitglieder jeder anderen Minderheit.

Eine zeitlose Lehre der Geschichte lautet, dass gegen Juden vorzugehen für Antisemiten nur ein Anfang ist; sie hören selten dort auf. Der islamistische Terror schickte viele Juden in ein frühes Grab, bevor er es dann dasselbe am 9/11 mit tausenden Amerikanern machte. Die Nazis begannen mit der Verbrennung von Juden; am Ende stand ganz Europa in Flammen. Antisemitischer Hass und Gewalt gefährden die amerikanische Gesellschaft als Ganzes, nicht nur speziell Juden. Nie in der erlebten Erinnerung ist es so wichtig gewesen, dass Vertreter der Öffentlichkeit und Oppositionsführer das begreifen. Nie ist es unerlässlicher gewesen, dass sie das sagen.

Arabische Misshandlungen von Juden in Nordafrika Mitte des 19. Jahrhunderts

Elder of Ziyon, 1. August 2021

Fortsetzung meiner Auszüge aus den Reisen von Israel Joseph Bejamin, über die er in „Eight years in Asia and Africa from 1846-1855“ schrieb, sind hier einige Beobachtungen jüdischen Lebens in Tripoli und Tunis, die heute in Libyen und Tunesien liegen.

In all den oben erwähnten Dörfern sind die meisten Häuser erbärmlich. In den Wohnungen liegen Matten aus Palmzweigen auf dem Boden ausgebreitet und darauf ruhen die Einwohner; Teppiche sind nirgendwo zu finden. Ihre Kleidung ist schmutzig; sie besteht aus einem Fes, der mit einem Tuch rund gebunden ist, einem Gewand, das bis zu den Knien reicht und Hosen derselben Länger. Die tragen dieselben Kleidungsstücke weiter, bis sie zu Lumpen geworden sind, am Samstag jedoch wechseln sie die Wäsche. … Ihr Feiertagskleidung wird aber selten gewaschen; ihre Alltagskleidung nie, man kann sich daher leicht vorstellen, dass sie sehr schmutzig sind.

Ich nutzte die passende Gelegenheit nach meinen Glaubensbrüdern zu fragen, wie es kam, dass weder der Reinheit der Person noch der Kleidung so wenig Bedeutung gegeben wurde; denn neben dem unangenehmen Eindruck, den ihre Unreinheit auf jedermann machte, handelten sie darüber hinaus gegen das Gesetz, da die Bibel an mehreren Stellen Anweisung gibt die Kleidung zu säubern und zu waschen. Darauf wurde mir als Antwort gesagt, dies sei durch Angst vor den Arabern bedingt, die, wenn sie sie anders sehen, glauben würden, sie seien reich und sie dann tagtäglich ausplündern würden. Diese Rechtfertigung schien plausibel.

[In Djerba, Tunesien] hatte die Synagoge keine Fenster, wie es bei allen Synagogen an allen Orten in Tripoli der Fall ist. Mir wurde mitgeteilt, dass diese Arrangement getroffen worden war, um die Araber davon abzuhalten von außen Feuer ins Gebäude zu werfen.

Misshandlung von Juden in arabischen und muslimischen Ländern wird auf sachliche Weise das gesamte Buch hindurch übermittelt, als sei das die normalste Sache der Welt.

Und das war sie wahrhaftig, lange bevor der Zionismus dafür verantwortlich gemacht werden konnte.

Die palästinensischen Christen, die die Hamas verteidigen

Dexter Van Zile, the Algemeiner, 14. Juli 2021

Gazas Hamas-Chef Yahyah al-Sinwar spricht zu den Medien, Gaza-Stadt, 28. Oktober 2019. (Reuters/Mohammed Salem)

Die meisten Möchtegern-„Friedensstifter“ im Nahen Osten wissen es besser als die Hamas anzupreisen, eine Jihadisten-Organisation, deren Führer wiederholt zu Israels Vernichtung aufgerufen haben und die regelmäßig ihre Anhänger dazu anhalten Juden zu ermorden. Und die meisten Friedensstifter, besonders Christen, würden begreifen, dass die Feindschaft der Hamas gegenüber Israel herunterzuspielen, bei Menschen, die den politischen Realitäten im Heiligen Land etwas Aufmerksamkeit schenken, Geringschätzung und Verachtung auslösen würde.

Es gibt jedoch mindestens eine Person, die das Memo zur Hamas nicht erhalten hat. Das ist Reverend Alex Awad, ein palästinensischer Christ, der in Amerika lebt und US-Bürger ist. Awad, Mitglied der renommierten Familie Awad aus Bethlehem, scheint zu glauben, er könne die Hamas anpreisen ohne dass seine Glaubwürdigkeit Schaden nimmt.

In einem Brief an US-Präsident Joseph Biden und Außenminister Antony Blinken erklärte Awad vor kurzem, die Hamas dürfe nicht als Terrororganisation abqualifiziert werden; er sagte: „der Hamas das Etikett einer ‚Terrororganisation‘ anzuheften verbirgt die kompliziertere Wahrheit, dass die Hamas ein Spiegel und Ergebnis des untragbaren und ungerechten Status quo im Land ist.“

In demselben Brief, geschrieben im Auftrag einer Gruppe, die sich „Palestinian Christian Alliance for Peace“ (Palästinensisch-christliches Bündnis für Frieden) nennt, schreibt Awad, dass eine „beträchtliche Anzahl Palästinenser die Hamas unterstützt, weil sie sie als weniger korrupt und effektiver regierend als die Fatah betrachtet, nicht unbedingt wegen ihrer Ideologie.“

Awad berichtet auch, dass die Hamas sogar eine Reihe palästinensischer Christen unter ihren Repräsentanten und Wählern hat“ und dass die Organisation zu „einer Jahrzehnte langen Waffenruhe (hudna) mit Israel aufgerufen hat, das diesen ständig ablehnte“.

Mit dieser Argumentation versucht Awad die Hamas als glaubwürdigen Verhandlungspartner und Israel als einzig verantwortlich für fehlenden Frieden im Heiligen Land darzustellen.

Aber Israel zog 2005 aus dem Gazastreifen ab und die Hamas schoss mehr Raketen in den jüdischen Staat als sie das vor dem Abzug gemacht hatte. Aus irgendeinem Grund ist Awad weder in der Lage die Ungerechtigkeit des Handelns der Hamas einzugestehen, noch anzuerkennen, dass die Hamas geholfen hat den „untragbaren und ungerechten Status quo im Land“ zu schaffen.

Awad beschreibt die Hamas als weniger korrupt als die Fatah, das heißt aber nichts. Wenn die Organisation ehrlich ist, warum versuchte sie dann die Journalistin Hajar Harb in Abwesenheit überführen und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilen zu lassen, weil sie über Korruption im von der Hamas betriebenen Krankenhaus im Gazastreifen berichtete? (Zum Glück war Harb, die sich zur Zeit ihres Verfahrens zu Krebsbehandlung in Jordanien aufhielt, in der Lage ihr Urteil aufheben zu lassen.)

Und wenn die Hamas so vertrauenswürdig ist, warum fließt dann Auslandshilfe, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Palästinenser fördern soll, in den Bau von Raketen und Tunneln, die die Ermordung von Israelis ermöglichen? Warum nutzt die Hamas von der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) betriebene Schulen als Waffenlager?

Und wenn das Angebot der Hamas für eine Waffenruhe so glaubwürdig ist, wie erklärt Awad dann die fortgesetzten Schmähungen, Raketenangriffe, versuchten Terroranschläge und Brandsätze, die von der Organisation Richtung Israel gehen?

Die meisten Persönlichkeiten von öffentlichem Interessen würde an Glaubwürdigkeit verlieren, nachdem sie in derart begriffsstutziger Art die Hamas anpreisen, aber nicht Awad – aus einem einfachen Grund: Er hat keine Glaubwürdigkeit mehr, die er verlieren kann.

Bei der Konferenz „Christus am Checkpiont“ 2018 offenbarte Awad, ein ehemaliger methodistischer Missionar, seine Feindseligkeit gegenüber Juden, die es wagen im Weißen Haus zu arbeiten. Während der Konferenz zeigte Awad ein Dia mit dem Bild dreier offizieller Vertreter des Weißen Hauses, die ein Portrait von Donald Trump umgeben: Jason Greenblatt, Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen; David Friedman, US-Botschafter in Israel; und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und ranghoher Berater. Die Bilder waren von den Worten begleitet: „Foul! Ein Rezept für Misserfolg.“

Awad sagte dann seinem Publikum, es solle sich das Bild ansehen.

„Stimmt da was nicht?“, fragte er. „Was ist falsch?“

Ein Mitglied des Publikums sagte: „Das sind alles Juden!“ und ein weiterer sagte: „Sie sind alle jüdisch!“

Awad machte dann klar, was er wollte.

„Sie sind alle Juden“, sagte er. „Millionäre und Milliardäre.“

Vielleicht hilft das zu erklären, warum Awad bereit ist die Hamas anzupreisen, denn sie haben etwas gemeinsam – sie verachten die Juden.

Artikel 22 der ursprünglichen Hamas-Charta erklärte, dass ihre Feinde (natürlich die Juden) „schon lange Pläne machen … und einen gewaltigen und einflussreichen materiellen Reichtum angesammelt haben. Mit ihrem Geld übernahmen sie die Kontrolle über die Weltmedien … Mit ihrem Geld zettelten sie Revolutionen in verschiedenen Teilen des Globus an … Es gibt keinen Krieg, nirgendwo, ohne dass sie ihre Finger im Spiel haben.“

Wie sich herausstellt hat die Hamas ihre Charta aktualisiert; darin wird jetzt erklärt, dass sie kein Problem mit dem Judentum als Religion haben, sondern mit Juden, die darauf bestehen ihre Selbstbestimmung beizubehalten (auch bekannt als „Zionisten“).

So schlimm ist christliches Friedenstiften geworden. Die Hamas könnte Awad Rat geben, wie man seine Verachtung für Juden verbirgt und immer noch die Botschaft rüberbringt.

Herr, erbarme dich.

Es ist nicht die „Besatzung“, die Frieden ausschließt.

Es ist die palästinensische Weigerung die Realität eines jüdischen Staats und jüdischer Menschenrechte anzuerkennen.

Elder of Ziyon, 1. Juli 2021

Im Mai unterschrieben im Kielwasser des jüngsten Gaza-Kriegs 210 Ärzte einen Brief an das medizinische Journal BMJ; darin hieß es, Israel sei die Quelle allen Übels.

Dazu gehört dieser Satz:

Die Grundursache dieses Kreislaufs der Gewalt sind letztlich die militärische Besatzung und die der palästinensischen Bevölkerung auferlegten Einschränkungen.

Dies wird oft wiederholt, besonders von J-Street, aber auch von dutzenden „Friedens“-Gruppen und israelfeindlichen Gruppen.

Es ist blanker Müll und jeder weiß es – weil der arabische Wunsch Israel auszulöschen der „Besatzung“ vorausgeht.

Ich fand gerade einen Artikel aus dem Jahr 1929 im kanadischen Jewish Chronicle, wo die Araber (natürlich nannte niemand sie Palästinenser – das waren die Juden) Großbritannien ihre Bedingungen für Frieden mit den Juden erklärten:

„Dass es keinen Frieden in Palästina geben kann, solange die Balfour-Erklärung weiterbesteht“ wird die Darstellung einer arabischen Abordnung für die parlamentarische Untersuchungskommission sein, wurde auf der von der Arabischen Exekutive einberufenen Konferenz vom 27. Oktober beschlossen.

… Die Konferenz, an der mehrere hundert muslimische und christlich-arabische Führer aus allen Teilen des Landes sowie 25 Repräsentanten aus Syrien und einer Reihe aus Transjordanien teilnahmen, legte Forderungen für die sofortige Abschaffung der für die Westmauer bestehenden vorläufigen Regelungen. Die arabische Konferenz erklärte, dass die vorläufigen Regelungen schon zu lange bestünden und lehnten alle Verantwortung für die Folgen ab, sollte man ihren Forderungen nicht nachkommen; sie drohte zu verhindern, dass die Juden die Klagemauer überhaupt noch besuchen.

In diesen zwei Absätzen sehen wir den Kern des Konflikts: Die Unfähigkeit der palästinensischen Araber jüdischen Nationalismus zu akzeptieren oder Israel zu akzeptieren. Gleichzeitig sehen wir ihre Weigerung zu akzeptieren, dass Juden irgendwelche religiösen, historisch emotionalen Verbindungen zum Land Israel haben und die Drohung Juden an der Westmauer zu verbieten, wird ohne zu zögern ausgesprochen.

Die Palästinenser hängen immer noch der Vorstellung an, dass Israel verschwinden wird. Das ist ständig in ihren Medien – die Kreuzritter hielten Jerusalem insgesamt 103 Jahre lang, bevor die Muslime es zurückeroberten und die Juden werden unweigerlich verschwinden, so denken sie.

Die Sommerlager der Hamas sind so aufgebaut, dass es so aussieht, als würden die Kinder Jerusalem erobern. Generationen von Schülern in UNRWA-Schulen lernen, dass sie unweigerlich „zurückkehren“ werden um Israel zu erobern.

Das Bemerkenswerte an den Normalisierungsabkommen der VAE und Bahrains ist, dass sie die ersten Araber sind, die die Realität akzeptieren, dass Israel nicht verschwinden wird und dass der jüdische Staat Frieden will, was nicht zufällig ein Schlüssel für ihren eigenen Erfolg ist.

Solange die Palästinenser nicht begreifen, dass Israel eine Realität ist und nicht vernichtet werden wird, werden sie weiter Hoffnungen hegen, dass Israel militärisch besiegt werden kann.

2014 sagten 60% der Palästinenser, ihr nationales Fünfjahresziel sollte darin bestehen Israel zu vernichten. 66% sagten, dass eine Zweistaatenlösung nur ein Schritt auf dem Weg zur Vernichtung Israels ist.

Es handelt sich um eine Fantasie zu glauben, dass sie Israel vernichten werden – aber es ist eine Fantasie, der ein Ende zu setzen die Welt keine Eile hat.

Das ist der Kern der Sache. Sobald die Palästinenser die Wirklichkeit akzeptieren, können sie lernen mit einem darauf erpichten Israel an einem Friedensabkommen zu arbeiten.

Aber bis dahin sind sie das einzige Friedenshindernis.

Warum unterstützten Protestanten in Deutschland Rahebs Chasaren-Verschwörungstheorie?

Dexter Van Zile, Times of Israel (blogs), 23. Oktober 2020

Mitri Rabeh bie der Vollversammlung der Presbyterianischen Kirche (USA) (Foto. Dexter Van Zile)

Mitri Raheb ist bekannt für seine Neigung dazu, aus seiner Position als lutherischer Pastor in der Westbank heraus den jüdischen Staat zu dämonisieren.

Sein Buch Bethlehem Besieged (Belagertes Bethlehem) ist eine einseitige Darstellung der frühen Monate der Zweiten Intifada. Er spricht über die Panzer, Schützenpanzer und Hubschrauber, die Israel in die Westbank schickte, versäumt es aber den Selbstmord-Bombenanschlag auf das Park Hotel in Netanya während einer Pessahfeier zu erwähnen, bei dem 30 Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden und der Israels Entscheidung in die Westbank einzumarschieren vorausging.

Raheb unterließ es ebenso seinen Lesern zu erzählen, dass in den Wochen vor der Operation Verteidigungsschild mehr als 80 Israelis (zumeist Zivilisten) von palästinensischen Selbstmordbombenanschlägen und mehr als 35 Zivilisten von Gewehrfeuer getötet wurden. Israels Entscheidung mit Panzern und Schützenpanzern in die Westbank einzumarschieren war eine Konsequenz dieser Anschläge, die Raheb ignoriert.

2017 besuchte Raheb die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, Ort regelmäßiger israelfeindlicher und judenfeindlicher Hetze. Er erzählte den Leuten, sein Besuch sei ein „unvergesslicher Abend gewesen … demonstrierte Glaube an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel kreativen Widerstands“.

Das ist alles ziemlich unverantwortliches Zeug, aber es kommt noch schlimmer. 2012 redigierte und veröffentlichte Raheb The Biblical Text in the Context of Occupation: Towards a new hermeneutics of liberation (Der biblische Text im Kontext von Besatzung: Auf dem Weg zu einer neuen Hermeneutik der Befreiung) in der von ihm betriebenen gemeinnützigen Organisation Diyar Institute.

In diesem Buch schrieb Rahe, seine Leser „sollten vorsichtig sein, wenn sie von der ‚Rückkehr‘ der Juden reden, als würden diese so etwas wie eine Heimkehr in ihr ursprüngliches Land erleben“.

Um seine Darstellung der Juden als Eindringlinge zu untermauern, die wirklich keinerlei Verbindung zum Land Israel haben, schriebt Raheb: „Viele der jüdischen Emigranten [sic] nach Palästina waren in Wirklichkeit keine Nachkommen dieses einheimischen Volks, die ins Exil getrieben wurden, sondern hauptsächlich die Nachkommen nordafrikanischer Berberstämme oder osteuropäischer ‚Chasaren‘-Stämme, die zum Judentum konvertierten. Für sie war Jerusalem das, was Rom für die Katholiken ist.“

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Rev. Dr. Mitri Raheb, der den „Deutschen Medienpreis“ verliehen bekam, verkauft 2012 diese alte Lüge, dass die modernen Juden keine Verbindung zu den Juden haben, von denen in der Bibel geschrieben ist, indem er das Märchen von den „Chasaren“ ins Feld führt.

Raheb verkauft diese gründlich diskreditierte Verleumdung im Namen des „Friedens“ als würde die jüdische Verbindung zum Land Israel in Verruf zu bringen das Leben der Palästinenser verbessern (tut es nicht).

Angesichts der Geschichte Rahebs sollte es nicht überraschen, dass er eine solch üble und unredliche Lüge verbreitet. Was überrascht ist aber, dass das Buch, in dem er dieses Sprachbild bewirbt, mit Hilfe der Protestanten in Deutschland veröffentlicht wurde. Auf der Rückseite des Titels des Buchs heißt es ausdrücklich, dass es vom „Verband der protestantischen Kirchen und Vertretungen in Deutschland“ unterstützt wird [der angeführte Link führt leider inzwischen ins Leere – heplev].

Warum unterstützte ein (ausgerechnet!) in Deutschland arbeitender Kirchenverband die Veröffentlichung eines Buchs, das eine offenkundig antisemitische Verleumdung zum Inhalt hat – dass die in Israel lebenden Juden von heute keine Verbindung zu den Juden der Bibel und daher keinen legitimen Platz im Land Israel haben?

Palästineser-Premier sagt. die Ursünde waren Juden in Petach Tikwa 1882

Elder of Ziyon, 2. Juli 2021

Leute sagen gerne, es werde keinen Frieden geben, bis die „Besatzung“ endet. Das ist natürlich Unsinn, da es vor der „Besatzung“ keinen Frieden gab.

Gestern brachte ich etwas über eine Konferenz des Jahres 1929, auf der Araberführer sagte, es werde keinen Frieden geben, bis die Balfour-Erklärung widerrufen werde.

Aber selbst das würde nicht weit genug in die Geschichte zurückreichen, um die palästinensischen Araber glücklich zu machen.

In seiner Eröffnungsrede für die Konferenz „Israels Narrativ widerlegen“, über die ich diese Woche berichtete, sagte der palästinensische Premierminister Mohammed Schtayyeh etwas Bemerkenswertes:

„Die Kolonisierung Palästinas begann nicht mit der zionistischen Bewegung, sondern 15 Jahre vor deren Gründung, als die erste gegründete Kolonie Petah Tikva war, 1882.“

Das Land für Petach Tikva wurde 1878 von religiösen Juden zwei Landbesitzern aus Jaffa abgekauft. Die Osmanen erlaubten den Kauf, weil das Land als qualitativ minderwertig betrachtet wurde. Nach anfänglichen Rückschläge und deinem Malaria-Ausbruch legten die Juden die Sümpfe trocken und schafften es auf dem Land zu bauen, zuerst als Bauernhof und dann als Stadt.

Selbst in seinen frühesten Tagen wurde Petah Tikva von Arabern angegriffen. Es spielte keine Rolle, dass das Land legal gekauft worden war oder dass es, bevor die Juden kamen, unbewohnbar war.

Der angeblich moderate palästinensische Premierminister erinnert uns daran, dass das Palästinenserproblem nicht die „Besatzung“ oder „Kolonialismus“ oder „ethnische Säuberung“ oder die Lügen sind, die sie dem Westen erzählen. Sogar der Balfour-Erklärung die Schuld zuzuschieben ist falsch.

Ihr Problem sind die Juden.