Die palästinensischen Christen, die die Hamas verteidigen

Dexter Van Zile, the Algemeiner, 14. Juli 2021

Gazas Hamas-Chef Yahyah al-Sinwar spricht zu den Medien, Gaza-Stadt, 28. Oktober 2019. (Reuters/Mohammed Salem)

Die meisten Möchtegern-„Friedensstifter“ im Nahen Osten wissen es besser als die Hamas anzupreisen, eine Jihadisten-Organisation, deren Führer wiederholt zu Israels Vernichtung aufgerufen haben und die regelmäßig ihre Anhänger dazu anhalten Juden zu ermorden. Und die meisten Friedensstifter, besonders Christen, würden begreifen, dass die Feindschaft der Hamas gegenüber Israel herunterzuspielen, bei Menschen, die den politischen Realitäten im Heiligen Land etwas Aufmerksamkeit schenken, Geringschätzung und Verachtung auslösen würde.

Es gibt jedoch mindestens eine Person, die das Memo zur Hamas nicht erhalten hat. Das ist Reverend Alex Awad, ein palästinensischer Christ, der in Amerika lebt und US-Bürger ist. Awad, Mitglied der renommierten Familie Awad aus Bethlehem, scheint zu glauben, er könne die Hamas anpreisen ohne dass seine Glaubwürdigkeit Schaden nimmt.

In einem Brief an US-Präsident Joseph Biden und Außenminister Antony Blinken erklärte Awad vor kurzem, die Hamas dürfe nicht als Terrororganisation abqualifiziert werden; er sagte: „der Hamas das Etikett einer ‚Terrororganisation‘ anzuheften verbirgt die kompliziertere Wahrheit, dass die Hamas ein Spiegel und Ergebnis des untragbaren und ungerechten Status quo im Land ist.“

In demselben Brief, geschrieben im Auftrag einer Gruppe, die sich „Palestinian Christian Alliance for Peace“ (Palästinensisch-christliches Bündnis für Frieden) nennt, schreibt Awad, dass eine „beträchtliche Anzahl Palästinenser die Hamas unterstützt, weil sie sie als weniger korrupt und effektiver regierend als die Fatah betrachtet, nicht unbedingt wegen ihrer Ideologie.“

Awad berichtet auch, dass die Hamas sogar eine Reihe palästinensischer Christen unter ihren Repräsentanten und Wählern hat“ und dass die Organisation zu „einer Jahrzehnte langen Waffenruhe (hudna) mit Israel aufgerufen hat, das diesen ständig ablehnte“.

Mit dieser Argumentation versucht Awad die Hamas als glaubwürdigen Verhandlungspartner und Israel als einzig verantwortlich für fehlenden Frieden im Heiligen Land darzustellen.

Aber Israel zog 2005 aus dem Gazastreifen ab und die Hamas schoss mehr Raketen in den jüdischen Staat als sie das vor dem Abzug gemacht hatte. Aus irgendeinem Grund ist Awad weder in der Lage die Ungerechtigkeit des Handelns der Hamas einzugestehen, noch anzuerkennen, dass die Hamas geholfen hat den „untragbaren und ungerechten Status quo im Land“ zu schaffen.

Awad beschreibt die Hamas als weniger korrupt als die Fatah, das heißt aber nichts. Wenn die Organisation ehrlich ist, warum versuchte sie dann die Journalistin Hajar Harb in Abwesenheit überführen und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilen zu lassen, weil sie über Korruption im von der Hamas betriebenen Krankenhaus im Gazastreifen berichtete? (Zum Glück war Harb, die sich zur Zeit ihres Verfahrens zu Krebsbehandlung in Jordanien aufhielt, in der Lage ihr Urteil aufheben zu lassen.)

Und wenn die Hamas so vertrauenswürdig ist, warum fließt dann Auslandshilfe, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Palästinenser fördern soll, in den Bau von Raketen und Tunneln, die die Ermordung von Israelis ermöglichen? Warum nutzt die Hamas von der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) betriebene Schulen als Waffenlager?

Und wenn das Angebot der Hamas für eine Waffenruhe so glaubwürdig ist, wie erklärt Awad dann die fortgesetzten Schmähungen, Raketenangriffe, versuchten Terroranschläge und Brandsätze, die von der Organisation Richtung Israel gehen?

Die meisten Persönlichkeiten von öffentlichem Interessen würde an Glaubwürdigkeit verlieren, nachdem sie in derart begriffsstutziger Art die Hamas anpreisen, aber nicht Awad – aus einem einfachen Grund: Er hat keine Glaubwürdigkeit mehr, die er verlieren kann.

Bei der Konferenz „Christus am Checkpiont“ 2018 offenbarte Awad, ein ehemaliger methodistischer Missionar, seine Feindseligkeit gegenüber Juden, die es wagen im Weißen Haus zu arbeiten. Während der Konferenz zeigte Awad ein Dia mit dem Bild dreier offizieller Vertreter des Weißen Hauses, die ein Portrait von Donald Trump umgeben: Jason Greenblatt, Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen; David Friedman, US-Botschafter in Israel; und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und ranghoher Berater. Die Bilder waren von den Worten begleitet: „Foul! Ein Rezept für Misserfolg.“

Awad sagte dann seinem Publikum, es solle sich das Bild ansehen.

„Stimmt da was nicht?“, fragte er. „Was ist falsch?“

Ein Mitglied des Publikums sagte: „Das sind alles Juden!“ und ein weiterer sagte: „Sie sind alle jüdisch!“

Awad machte dann klar, was er wollte.

„Sie sind alle Juden“, sagte er. „Millionäre und Milliardäre.“

Vielleicht hilft das zu erklären, warum Awad bereit ist die Hamas anzupreisen, denn sie haben etwas gemeinsam – sie verachten die Juden.

Artikel 22 der ursprünglichen Hamas-Charta erklärte, dass ihre Feinde (natürlich die Juden) „schon lange Pläne machen … und einen gewaltigen und einflussreichen materiellen Reichtum angesammelt haben. Mit ihrem Geld übernahmen sie die Kontrolle über die Weltmedien … Mit ihrem Geld zettelten sie Revolutionen in verschiedenen Teilen des Globus an … Es gibt keinen Krieg, nirgendwo, ohne dass sie ihre Finger im Spiel haben.“

Wie sich herausstellt hat die Hamas ihre Charta aktualisiert; darin wird jetzt erklärt, dass sie kein Problem mit dem Judentum als Religion haben, sondern mit Juden, die darauf bestehen ihre Selbstbestimmung beizubehalten (auch bekannt als „Zionisten“).

So schlimm ist christliches Friedenstiften geworden. Die Hamas könnte Awad Rat geben, wie man seine Verachtung für Juden verbirgt und immer noch die Botschaft rüberbringt.

Herr, erbarme dich.

Es ist nicht die „Besatzung“, die Frieden ausschließt.

Es ist die palästinensische Weigerung die Realität eines jüdischen Staats und jüdischer Menschenrechte anzuerkennen.

Elder of Ziyon, 1. Juli 2021

Im Mai unterschrieben im Kielwasser des jüngsten Gaza-Kriegs 210 Ärzte einen Brief an das medizinische Journal BMJ; darin hieß es, Israel sei die Quelle allen Übels.

Dazu gehört dieser Satz:

Die Grundursache dieses Kreislaufs der Gewalt sind letztlich die militärische Besatzung und die der palästinensischen Bevölkerung auferlegten Einschränkungen.

Dies wird oft wiederholt, besonders von J-Street, aber auch von dutzenden „Friedens“-Gruppen und israelfeindlichen Gruppen.

Es ist blanker Müll und jeder weiß es – weil der arabische Wunsch Israel auszulöschen der „Besatzung“ vorausgeht.

Ich fand gerade einen Artikel aus dem Jahr 1929 im kanadischen Jewish Chronicle, wo die Araber (natürlich nannte niemand sie Palästinenser – das waren die Juden) Großbritannien ihre Bedingungen für Frieden mit den Juden erklärten:

„Dass es keinen Frieden in Palästina geben kann, solange die Balfour-Erklärung weiterbesteht“ wird die Darstellung einer arabischen Abordnung für die parlamentarische Untersuchungskommission sein, wurde auf der von der Arabischen Exekutive einberufenen Konferenz vom 27. Oktober beschlossen.

… Die Konferenz, an der mehrere hundert muslimische und christlich-arabische Führer aus allen Teilen des Landes sowie 25 Repräsentanten aus Syrien und einer Reihe aus Transjordanien teilnahmen, legte Forderungen für die sofortige Abschaffung der für die Westmauer bestehenden vorläufigen Regelungen. Die arabische Konferenz erklärte, dass die vorläufigen Regelungen schon zu lange bestünden und lehnten alle Verantwortung für die Folgen ab, sollte man ihren Forderungen nicht nachkommen; sie drohte zu verhindern, dass die Juden die Klagemauer überhaupt noch besuchen.

In diesen zwei Absätzen sehen wir den Kern des Konflikts: Die Unfähigkeit der palästinensischen Araber jüdischen Nationalismus zu akzeptieren oder Israel zu akzeptieren. Gleichzeitig sehen wir ihre Weigerung zu akzeptieren, dass Juden irgendwelche religiösen, historisch emotionalen Verbindungen zum Land Israel haben und die Drohung Juden an der Westmauer zu verbieten, wird ohne zu zögern ausgesprochen.

Die Palästinenser hängen immer noch der Vorstellung an, dass Israel verschwinden wird. Das ist ständig in ihren Medien – die Kreuzritter hielten Jerusalem insgesamt 103 Jahre lang, bevor die Muslime es zurückeroberten und die Juden werden unweigerlich verschwinden, so denken sie.

Die Sommerlager der Hamas sind so aufgebaut, dass es so aussieht, als würden die Kinder Jerusalem erobern. Generationen von Schülern in UNRWA-Schulen lernen, dass sie unweigerlich „zurückkehren“ werden um Israel zu erobern.

Das Bemerkenswerte an den Normalisierungsabkommen der VAE und Bahrains ist, dass sie die ersten Araber sind, die die Realität akzeptieren, dass Israel nicht verschwinden wird und dass der jüdische Staat Frieden will, was nicht zufällig ein Schlüssel für ihren eigenen Erfolg ist.

Solange die Palästinenser nicht begreifen, dass Israel eine Realität ist und nicht vernichtet werden wird, werden sie weiter Hoffnungen hegen, dass Israel militärisch besiegt werden kann.

2014 sagten 60% der Palästinenser, ihr nationales Fünfjahresziel sollte darin bestehen Israel zu vernichten. 66% sagten, dass eine Zweistaatenlösung nur ein Schritt auf dem Weg zur Vernichtung Israels ist.

Es handelt sich um eine Fantasie zu glauben, dass sie Israel vernichten werden – aber es ist eine Fantasie, der ein Ende zu setzen die Welt keine Eile hat.

Das ist der Kern der Sache. Sobald die Palästinenser die Wirklichkeit akzeptieren, können sie lernen mit einem darauf erpichten Israel an einem Friedensabkommen zu arbeiten.

Aber bis dahin sind sie das einzige Friedenshindernis.

Warum unterstützten Protestanten in Deutschland Rahebs Chasaren-Verschwörungstheorie?

Dexter Van Zile, Times of Israel (blogs), 23. Oktober 2020

Mitri Rabeh bie der Vollversammlung der Presbyterianischen Kirche (USA) (Foto. Dexter Van Zile)

Mitri Raheb ist bekannt für seine Neigung dazu, aus seiner Position als lutherischer Pastor in der Westbank heraus den jüdischen Staat zu dämonisieren.

Sein Buch Bethlehem Besieged (Belagertes Bethlehem) ist eine einseitige Darstellung der frühen Monate der Zweiten Intifada. Er spricht über die Panzer, Schützenpanzer und Hubschrauber, die Israel in die Westbank schickte, versäumt es aber den Selbstmord-Bombenanschlag auf das Park Hotel in Netanya während einer Pessahfeier zu erwähnen, bei dem 30 Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden und der Israels Entscheidung in die Westbank einzumarschieren vorausging.

Raheb unterließ es ebenso seinen Lesern zu erzählen, dass in den Wochen vor der Operation Verteidigungsschild mehr als 80 Israelis (zumeist Zivilisten) von palästinensischen Selbstmordbombenanschlägen und mehr als 35 Zivilisten von Gewehrfeuer getötet wurden. Israels Entscheidung mit Panzern und Schützenpanzern in die Westbank einzumarschieren war eine Konsequenz dieser Anschläge, die Raheb ignoriert.

2017 besuchte Raheb die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, Ort regelmäßiger israelfeindlicher und judenfeindlicher Hetze. Er erzählte den Leuten, sein Besuch sei ein „unvergesslicher Abend gewesen … demonstrierte Glaube an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel kreativen Widerstands“.

Das ist alles ziemlich unverantwortliches Zeug, aber es kommt noch schlimmer. 2012 redigierte und veröffentlichte Raheb The Biblical Text in the Context of Occupation: Towards a new hermeneutics of liberation (Der biblische Text im Kontext von Besatzung: Auf dem Weg zu einer neuen Hermeneutik der Befreiung) in der von ihm betriebenen gemeinnützigen Organisation Diyar Institute.

In diesem Buch schrieb Rahe, seine Leser „sollten vorsichtig sein, wenn sie von der ‚Rückkehr‘ der Juden reden, als würden diese so etwas wie eine Heimkehr in ihr ursprüngliches Land erleben“.

Um seine Darstellung der Juden als Eindringlinge zu untermauern, die wirklich keinerlei Verbindung zum Land Israel haben, schriebt Raheb: „Viele der jüdischen Emigranten [sic] nach Palästina waren in Wirklichkeit keine Nachkommen dieses einheimischen Volks, die ins Exil getrieben wurden, sondern hauptsächlich die Nachkommen nordafrikanischer Berberstämme oder osteuropäischer ‚Chasaren‘-Stämme, die zum Judentum konvertierten. Für sie war Jerusalem das, was Rom für die Katholiken ist.“

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Rev. Dr. Mitri Raheb, der den „Deutschen Medienpreis“ verliehen bekam, verkauft 2012 diese alte Lüge, dass die modernen Juden keine Verbindung zu den Juden haben, von denen in der Bibel geschrieben ist, indem er das Märchen von den „Chasaren“ ins Feld führt.

Raheb verkauft diese gründlich diskreditierte Verleumdung im Namen des „Friedens“ als würde die jüdische Verbindung zum Land Israel in Verruf zu bringen das Leben der Palästinenser verbessern (tut es nicht).

Angesichts der Geschichte Rahebs sollte es nicht überraschen, dass er eine solch üble und unredliche Lüge verbreitet. Was überrascht ist aber, dass das Buch, in dem er dieses Sprachbild bewirbt, mit Hilfe der Protestanten in Deutschland veröffentlicht wurde. Auf der Rückseite des Titels des Buchs heißt es ausdrücklich, dass es vom „Verband der protestantischen Kirchen und Vertretungen in Deutschland“ unterstützt wird [der angeführte Link führt leider inzwischen ins Leere – heplev].

Warum unterstützte ein (ausgerechnet!) in Deutschland arbeitender Kirchenverband die Veröffentlichung eines Buchs, das eine offenkundig antisemitische Verleumdung zum Inhalt hat – dass die in Israel lebenden Juden von heute keine Verbindung zu den Juden der Bibel und daher keinen legitimen Platz im Land Israel haben?

Palästineser-Premier sagt. die Ursünde waren Juden in Petach Tikwa 1882

Elder of Ziyon, 2. Juli 2021

Leute sagen gerne, es werde keinen Frieden geben, bis die „Besatzung“ endet. Das ist natürlich Unsinn, da es vor der „Besatzung“ keinen Frieden gab.

Gestern brachte ich etwas über eine Konferenz des Jahres 1929, auf der Araberführer sagte, es werde keinen Frieden geben, bis die Balfour-Erklärung widerrufen werde.

Aber selbst das würde nicht weit genug in die Geschichte zurückreichen, um die palästinensischen Araber glücklich zu machen.

In seiner Eröffnungsrede für die Konferenz „Israels Narrativ widerlegen“, über die ich diese Woche berichtete, sagte der palästinensische Premierminister Mohammed Schtayyeh etwas Bemerkenswertes:

„Die Kolonisierung Palästinas begann nicht mit der zionistischen Bewegung, sondern 15 Jahre vor deren Gründung, als die erste gegründete Kolonie Petah Tikva war, 1882.“

Das Land für Petach Tikva wurde 1878 von religiösen Juden zwei Landbesitzern aus Jaffa abgekauft. Die Osmanen erlaubten den Kauf, weil das Land als qualitativ minderwertig betrachtet wurde. Nach anfänglichen Rückschläge und deinem Malaria-Ausbruch legten die Juden die Sümpfe trocken und schafften es auf dem Land zu bauen, zuerst als Bauernhof und dann als Stadt.

Selbst in seinen frühesten Tagen wurde Petah Tikva von Arabern angegriffen. Es spielte keine Rolle, dass das Land legal gekauft worden war oder dass es, bevor die Juden kamen, unbewohnbar war.

Der angeblich moderate palästinensische Premierminister erinnert uns daran, dass das Palästinenserproblem nicht die „Besatzung“ oder „Kolonialismus“ oder „ethnische Säuberung“ oder die Lügen sind, die sie dem Westen erzählen. Sogar der Balfour-Erklärung die Schuld zuzuschieben ist falsch.

Ihr Problem sind die Juden.

Jordanische Nachrichtensite: „Juden sind Affen und Schweine – wie können Muslime einen jüdischen Staat akzeptieren?“

Elder of Ziyon, 26. April 2021

Ein Kolumnist der in Ägypten beliebten jordanischen Nachrichtenseite Sawaleif zeigte einmal mehr, dass Antizionismus und Antisemitismus identisch sind.

Die verruchten, unreinen Juden, Allah verfluchte sie in vielen Versen, ihre Vorfahren waren Affen undScheine, die physisch verwandelt wurden, und ihre Nachkommen wurden als moralische Metamorphose umgewandelt, sie alle haben die Charakteristika von Affen und Schweinen.

Dann beschrieb Allah, möge er gepriesen und verherrlicht werden, sie im Großen Koran, dass sie keinen Bund haben und trotzdem findet ihr unser uns solche, die sich ihnen verpflichten, ihnen vertrauen und mit ihnen zusammenarbeiten. Wir wissen aus den Edlen Buch Allahs, dass sie die Mörder von Propheten wie Yahya (Johannes der Täufer), Friede sei mit ihm, sind, so wie sie versuchten Jesus zu töten, den Sohn Marias, Friede sei mit ihm, und seine Mutter. Diese zersetzten Juden, die von Britannien in unser Land gepflanzt wurden und von Amerika mit Geld und Waffen unterstützt werden, sie töten palästinensische Kinder und verbrennen sie mit Benzin und Feuer bei lebendigem Leibe und greifen Frauen und Kinder und wehrlose Scheiks an und reißen Olivenbäume aus und verleumden die Heiligtümer morgens wie abends.

Es ist allen bekannt, dass der Meister der Schöpfung und von der Wahrheit geliebte Mohammed, mögen Allahs Gebete und Frieden mit ihm sein, der Prophet der gesamten Menschheit und begabten Gnade, er und seine Gefährten zogen mit ihren Waffen auf den von Gabriel überbrachten Befehl Allahs, des Allmächtigen, gegen die Juden der Bani Qure’isch, um sie für ihre Heimtücke und Bruch des Bundes zu bestrafen und wir alle wissen, wie ihre Strafe aussah und Allah vermachte all ihr Land und ihre Häuser den Muslimen.

Die Gefährten und Anhänger vereinbarten alle Juden wegen ihres Unglücks und ihres Verrats aus der gesamten Arabischen Halbinsel zu vertreiben und im Zeitalter des Bundes steht geschrieben, dass sie keinen Platz in Palästina haben, was die Bischöfe Jerusalems bezeugen, die seine Schlüssel dem Kommandeur der Gläubigen aushändigten.

Wie können Muslime bei all dem Angeführten heute akzeptieren, dass Palästina, in dem ein muslimisches Volk vom Meer bis zum Fluss lebt, von einem jüdischen Staate regiert wird? Wehe! Aus Zions Hals … wird das rote Blut kommen.

Der Autor scheint ein unheimlich liebevoller Typ zu sein.

Wie immer gibt es nicht einmal einen einzigen Pieps der Entrüstung oder Verärgerung seitens der arabischen Medien zu diesem eindeutigen Antisemitismus.

Wie immer wird arabischer Antisemitismus von den selbsterklärten Experten dieses Themas in der Linken nicht als Antisemitismus angesehen.

Die vielen Charakterzüge des Judenhasses

Was die BDS-Bewegung wirklich will

Joseph Puder, FrontPage Mag, 9. März 2021

Der kollektive Hass auf Juden kann als Antisemitismus definiert werden. Wie der Coronavirus hat er viele Mutationen entwickelt. Antisemitismus ist der älteste Hass, der einfach nicht dahinschwinden will. Er ist im liberalen Großbritannien zu finden, bei Typen wir Rev. Stephen Sizer, einem Vikar der Church of England. 2015 postete er einen Artikel auf Facebook, in dem er Juden und Israel der „Verantwortung für die Anschläge vom 9/11“ beschuldigt. Sizer hat sich einer langen Geschichte von Judenhass angeschlossen. Aus der Judenfeindlichkeit der katholischen Kirche wurde mit Martin Luther ein rabiater Antisemitismus, der die Grundlage für Hitlers Nazi-Völkermordversuch an den Juden legte.

Ende der 1990-er Jahre, als Student im Aufbaustudium an der Seton Hall University (einer katholischen Institution) wurde ich von der mutigen und legendären, verstorbenen Schwester Rose Thering eingeladen einer Rede des Kardinals Edward I. Cassidy, dem damaligen Präsidenten des Pontifikalrats für die Förderung christlicher Einheit und Leiter der Kommission des Heiligen Stuhls für religiöse Beziehungen zu den Juden, vor der Fakultät beizuwohnen. Er zeigte auf, dass die katholische Kirche und ihre Anhänger in der Geschichte judenfeindlich gewesen sein könnten, postulierte aber, dass Antisemitismus kein Teil davon war.

Schwester Rose, die mich für die Seton Hall angeworben hatte, drängte mich, dem Kardinal eine Frage zu stellen. Sie war nicht überzeugt, dass die These des Kardinals wirklich stimmig war und mir ging es genauso. Also hob ich meine Hand und als ich drangenommen wurde, fragte ich: „Eminenz, wie definieren Sie das Pogrom von Kielce in Polen am 4. Juli 1946, bei dem 42 jüdische Männer, Frauen und Kinder, alles Holocaust-Überlebende, ermordet wurden? War das ein Beispiel für Judenfeindlichkeit oder für Antisemitismus?“ Der Kardinal wirkte ziemlich ratlos, schwieg einen Augenblick und vermied es dann höflich meine Frage zu beantworten.

Schwester Rose, die ihr Leben lang gegen Antisemitismus gekämpft hat, zwinkerte mir zu, um ihre Zustimmung zu signalisieren. Die historische Wahrheit lautet, dass man Judenfeindlichkeit und Antisemitismus nicht unterscheiden kann. Diese im Antisemitismus eingebettete Voreingenommenheit ist in der Judenfeindlichkeit verwurzelt. Antisemitismus hat eine Vielzahl an Charakterzügen. Religiöser und kultureller Hass auf Juden geht bis in die Zeit der Griechen und Römer zurück. Rassen-Antisemitismus wurde im 18. Jahrhundert zum neuen Charakterzug. Die Geschichte ist voll mit einer Vielzahl judenfeindlicher Formen des Hasses. Die oben erwähnten sind jedoch die offenkundigsten. Die Vertreibung der Juden von der Iberischen Halbinsel am Ende des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts gründete auf religiösem Hass, genährt von der katholischen Kirche und vollzogen von der Inquisition. Der von den Nazis verübte Holocaust an den Juden beinhaltete alle Elemente des Antisemitismus. Er war rassisch, religiös (wenngleich die deutschen Nazis versuchten ihr eigene Religion zu schaffen und das Christentum verachteten), kulturell, politisch und wirtschaftlich.

Der Kern des christlich-religiösen Antisemitismus ist in die Auffassung eingebettet, dass „Juden wegen der Kreuzigung Jesu von Gott verflucht sind“. Das folgt aus Versen im Evangelium nach Matthäus 27,24-25: „Als Pilatus sah, dass er nichts erreichte, sondern dass der Tumult immer größer wurde, ließ er Wasser bringen, wusch sich vor allen Leuten die Hände und sagte: ‚Ich bin unschuldig am Blut dieses Menschen. Das ist eure Sache!‘ Da rief das ganze Volk: ‚Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!‘“

Der zitierte Abschnitt, mit dem die Juden als „Christusmörder“ etikettiert wurden (obwohl Jesus auch ein Jude war), kostete das Leben unzähliger unschuldiger Juden aufgrund eines Grolls, den der Autor des Matthäus-Evangeliums gegen die Rabbiner von Yavne (westlich von Jerusalem) hegte. Das Matthäus-Evangelium wurde in den 80-er Jahren des ersten Jahrhunderts geschrieben, 50 Jahre nach dem behaupteten Ereignis der Kreuzigung. Er ersetzte seinen Konflikt mit den Rabbinern durch die mutmaßliche Fehde zwischen den Pharisäern und Jesus. Der Autor von Matthäus war kein Augenzeuge und die Juden, die er beschrieb, waren von geringer Anzahl und nicht „das ganze Volk“. Zu ihnen gehörten hauptsächlich Sadduzäer (die elitäre Tempel-Bürokratie) und es ist unwahrscheinlich, dass auch die Hillel-Pharisäer zu ihnen gehörten. Die meisten Juden Judäas und Galiläas hegten keine Arglist gegen Jesus. Darüber hinaus war Pontius Pilatus tatsächlich nicht der gütige römische Gouverneur von Judäa, wie er in dem Abschnitt von Matthäus 27 beschrieben wird. Er war ein grausamer Tyrann, der schließlich ersetzt wurde. Pilatus sah in Jesu Popularität eine Gefahr für die römische Herrschaft.

Der Autor von Matthäus war als jüdischer Evangelist der Jesus-Bewegung von dem von den Rabbinern ausgegeben Erlass erbost, der das Missionieren in der Synagoge (von Antiochia) verbot und Seinesgleichen aus der Synagoge verbannte. Dann kommt natürlich der offensichtlich verleumderische Verweis auf das Volk (die Juden), die sagen, dass Jesu Blut auf sie und ihre Kinder kommen solle. Welche Eltern würden das Blut eines getöteten Menschen auf sich haben wollen, geschweige denn auf ihren Kindern? Das ist eindeutig eine Veränderung, die in einer späteren Periode vorgenommen wurde, als die Christenheit die Staatsreligion des römischen Reiches wurde.[1]

Die Erklärung Nostre Aetate aus dem Jahr 1965 während des Zweiten Vatikanischen Konzils führte zu einer gewaltigen Verschiebung der Lehre an katholischen Seminaren, in Gottesdiensten und drang bis in katholische Schulen vor. Papst Johannes Paul II. (der polnische Papst) trug einiges zum Verständnis und Kooperation zwischen Katholiken und Juden bei, darunter die Einrichtung diplomatischer Beziehungen zwischen dem Vatikan und Israel. Darüber hinaus wurde die „Geringschätzung“ für Juden aussortiert. In den meisten katholischen Institutionen von heute wird die Lehre von Toleranz und Respekt für Nichtchristen und besonders für Juden vermittelt.

Während die katholische Kirche einen weiten Weg hinter sich hat Freundschaft mit Juden zu schaffen, kann dasselbe über einige der aktuellen großen protestantischen Kirchen nicht gesagt werden. Christianity Today (1. September 2004) brachte eine Schlagzeile: „Sind die großen Kirchen antisemitisch?“ In diesem Artikel antwortete Diane Knippers, Präsidentin des Institute on Religion and Democracy (IRD): „Eine extreme Fokussierung auf Israel, bei gleichzeitiger Ignorierung von Menschenrechtsverletzern, ist eine starke Verfälschung der Botschaft der Kirchen zu den universalen Menschenrechten. Wir können keine rationale Erklärung für die Schieflage finden. Wir müssen uns fragen: Gibt es – bewusst oder unbewusst – ein judenfeindliches Bestreben, das dieses Trommeln gegen den einzigen jüdischen Staat antreibt?

Die Betonung säkularer „sozialer Gerechtigkeit“ durch einige dieser großen Kirchen führte zu BDS-Kampagnen (Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel) in der Presbyterian Church USA (PCUSA), der evangelisch-lutherischen Kirche usw. Sie sind getrieben durch ehemalige Missionare in der muslimischen Welt, die sich dann mit einer pro-palästinensischen und anti-israelischen Voreingenommenheit an die Kirchenleitungen wandten, die sich zu Antisemitismus im Gewand des Antizionismus entwickelte. Das soll nicht heißen, dass auch die Leute in den Kirchenbänken solche Kampagnen unbedingt unterstützen.

Dieser jüngste antisemitische Charakterzug ist der Antizionismus oder Antiisraelismus und dieser ist ein Vorwand dafür gegen israelische Juden und letztlich gegen Juden allgemein zu schießen. Die Variante findet sich in der BDS-Bewegung, deren Mitbegründer Omar Barghouti ist, der erklärte: „Das Ziel von BDS ist es Israel zu einem Paria zu machen.“ Er und die BDS-Bewegung greifen Israel für akademische und kulturelle Boykotte aus den Staaten heraus. Barghouti wurde in Qatar geboren, lebte in Ägypten und erhielt seinen MA an der Universität Tel Aviv!… Der ehemalige sowjetische Refusenik und Menschenrechtsaktivist Nathan Sharansky führte den 3D-Test zur Unterscheidung legitimer Kritik von Antisemitismus ein. 3D steht für Delegitimation Israels, Dämonisierung Israels und an Israel ein zweierlei Maß (Doppelstandards) anzulegen. Auf die BDS-Bewegung und einige der großen protestantischen Kirchen treffen all diese Kriterien zu.

Die manchmal gewalttätige, manchmal verbale kollektive Voreingenommenheit gegen Juden, die in vielfältigen Formen auftritt, hat eine Rekordzahl an antisemitischen Vorfällen zum Ergebnis, besonders in Europa und in jüngster Zeit auch in den USA. Es ist an der Zeit, dass eine anständige Gesellschaft sich der Tatsache stellt: Schweigen und Untätigkeit bedeuten Zustimmung.

[1] Das sehe ich anders. Mit „Volk“ ist nicht das ganze Volk Israel gemeint, sondern die Truppe, die anwesend war und Jesus tot sehen wollte, eine selbsternannte religiöse Elite, die so fanatisch war, dass sie das durchaus von sich gegeben haben kann. Die Datierung der Verfassung des Matthäus-Evangeliums wird von Puder als fix angegeben, ist es aber nicht. Die Sadduzäer verschwanden nach dem Jahr 70, hätten also in Auseinandersetzungen mit dem Autor des Evangeliums keine Rolle mehr gespielt. Insgesamt sitzt Puder einem leider – gerade auch von kirchlicher Seite – sehr gängigen Verständnis auf, das sich nach der Spaltung zwischen Jesusgläubigen und traditionell-jüdischen Gruppen einbürgerte und die Grundlage für christlichen Judenhass bildete, der sich entwickeln konnte, weil das erklärende Element für jüdisches Denken und Handeln in den christlichen Gemeinden abhanden kam, das judenfeindliche Auslegung der Streitgespräche in der Bibel bis dahin verhinderte.