So schwer ist das nicht: Die muslimischen Länder ohne Juden sind die, die am antisemitischsten sind

Elder of Ziyon, 5. April 2021

Eien Reihe Geschichten der letzten Wochen hebt das Ende der jüdischen Gemeinden in verschiedenen muslimischen und arabischen Staaten heraus.

Heute sind im Irak nur noch vier Juden übrig, von denen keiner möchte, dass seine Identität bekanntgemacht wird. Es waren einmal 150.000.

Im Jemen verbleiben nur noch sechs Juden, nachdem gerade 13 zwangsweise weggingen – obwohl sie Berichten zufolge stramm dagegen waren nach Israel zu ziehen. Es waren einmal mehr als 60.000.

Der letzte Jude Afghanistans verlässt das Land; er wachte über die leere Synagoge, die jetzt für immer schließt. Diese Gemeinschaft reicht bis ins 7. Jahrhundert zurück.

In Ägypten gibt es noch rund 10 alte Juden (1948 waren es 75.000). Weniger als 200 in Algerien (140.000). Geschätzte 30 im Libanon, 1948 waren es 24.000. fast Null in Syrien (30.000). Null in Libyen (früher 38.000). Null in Jordanien. Fast keine mehr in der PA.

Marokko, das seine Toleranz gegenüber Juden feierte, hat nur noch rund 3.000 Juden, die im Land verbleiben, es waren einmal 250.000. Gleichermaßen ist Tunesiens jüdische Bevölkerung von mehr als 100.000 auf 1.500 gefallen und auch dieses Land gilt als judenfreundlich. Der Iran posaunt seine Toleranz gegenüber Juden hinaus, aber 75% der Juden flohen nach der islamischen Revolution 1979.

Die Beziehung zwischen muslimischem Antisemitismus und Freundlichkeit gegenüber Israel kann unmöglich ignoriert werden. Einige muslimische Länder, die warme Beziehungen zu Israel haben, wie Aserbaidschan und Kasachstan, haben auch blühende jüdische Gemeinschaften. Die jüdischen Gemeinden im Golf beginnen nach den Abraham-Vereinbarungen wieder öffentlich in Erscheinung zu treten.

Ich sehe mit Juden sympathisierende Artikel, die gelegentlich in Ländern wie Irak und Ägypten veröffentlicht werden, was bis vor nicht allzu langer Zeit undenkbar war. Trotzdem ist di Beziehung zwischen dem, wie muslimische Länder mit ihren Juden umgehen und wie sie Israel betrachten zu stark, als man sie ignorieren kann.

Die Leute, die gerne vorgeben, dass es in der arabischen und muslimischen Welt keinen Antisemitismus gibt, müssen sich nur ansehen, wie es den jüdischen Gemeinden in der Welt ergangen ist.

Wie die Juden des Kaukasus eine Epidemie nutzten, um die Nazis auszutricksen

Während der Besatzung durch die Nazis halfen Muslime bei den Bemühungen die Herkunft der lokalen Juden zu verbergen, was die Ausrottung einer Gemeinschaft verhinderte

Alissa Abramov, the Librarians, 27. Janaur 2021

Deutsche Soldaten bei der Eroberung des Kaukasus (Foto: Bundesarchiv der BRDeutschland)

Im Juli 1942 begann die deutsche Wehrmacht Gebiete im nördlichen Kaukasus zu besetzen. Auch wenn diese Besatzung nur ein paar Monate andauerte, hatte das starke Auswirkungen auf die jüdischen Gemeinden des Gebiets. In Dörfern wie Bogdanowka und Menschinsky, in denen es Kolchosenkollektive von Kaukasus-Juden (oder „Bergjuden“) sowie aschkenasische Juden gab, wurden von Erschießungskommandos groß angelegte Massaker verübt.

Anfangs behandelten die Nazis die lokale jüdische Bevölkerung nicht anders. Sie glaubten, ihr Schicksal solle dem der europäischen Juden ähneln. Der Begriff „Bergjuden“, von den Russen allgemein verwendet, gab die Herkunft der Gemeinschaften preis. Aber als deutsche Streitkräfte die Stadt Naltschik eroberten, gab es Leute, die in einem verzweifelten Versuch sie zu retten die jüdische Identität infrage stellten.

Damals gab es in der Stadt tausende Juden. Während des heftigen Beschusses befahlen die Nazis den Juden sich bei der SS-Einheit zu registrieren, die das deutsche Militär begleitete. Die angesehenen Familien Efraimow und Schaulow waren die ersten, die hingerichtet wurden. Eine Gruppe lokaler jüdischer Leiter, angeführt von Markl Schaulow, versuchte die Gemeinde vor der drohenden Ausrottung zu retten, indem sie probierten die Nazis davon zu überzeugen, dass die Bergjuden in Wirklichkeit kein Teil der jüdischen Rasse waren. Sie behaupteten stattdessen zum Volk der Tat zu gehören, einer der vielen im Kaukasus lebenden ethnischen Gruppen.

Als Teil dieses Einsatzes für wohlwollende Täuschung nutzten die jüdischen Leiter ihre ausgezeichneten Beziehungen zur lokalen muslimischen Gemeinschaft. Der Leiter des Kabardino-Balkarischen Nationalrats appellierte an die Nazi-Kommandeure und forderte, dass sie die Bergjuden als eine der ethnischen Gemeinschaften des Kaukasus behandeln.

Aus politischen und militärischen Gründen ging die deutsche Armee gegenüber der örtlichen muslimischen Bevölkerung vorsichtiger vor und verschob die Anweisung zur Hinrichtung der Juden der Stadt um zwei Monate. In dieser Zeit studierten deutsche Forschungsinstitute unter Leitung des Reichsahnenamts den Fall. Es wurden Fragen zu gemeinsamen Herkunft mit europäischen Juden aufgeworfen, während religiöse Symbole, Literatur, traditionelle Kleidung, Bräuche und die gesprochene Sprache ebenfalls untersucht wurden. Die gesamte jüdische Gemeinschaft versuchte jeden Hinweis auf ihre wahre Identität zu verschleiern. Viele Juden versteckten sich und vergruben Bücher und heilige Objekte in den Höfen ihrer Häuser.

Rabbi Nachmiel Amirow

Während dieser Zeit ereignete sich ein berühmter Vorfall, der in mehreren autobiografischen Berichten der Zeit erwähnt wird. Diese Berichte behandeln einen Versuch Thora-Rollen heimlich aus der örtlichen Synagoge zu entfernen. Eine Gruppe Männer, angeführt von Nachmiel Amirow, dem Oberrabbiner der Stadt, veranstaltete eine Beerdigung, um die Thora-Rollen zu verstecken und sie, eingewickelt in Beerdigungstücher, zu vergraben. Der fingierte Beerdigungszug bewegte ich auf einen Friedhof zu, der nahe des deutschen Hauptquartiers lag. Um die Nazi-SS-Offiziere fernzuhalten überzeugten die Organisatoren der Beerdigung sie, dass die Toten einer Typhus-Epidemie zum Opfer gefallen seien, die im Zweiten Weltkrieg tatsächlich weit verbreitet war. Diese Seuchengerüchte sorgten dafür, dass die SS-Soldaten auf Abstand blieben und die Thora-Rollen wurden erfolgreich beerdigt.

Die Anstrengungen zur Lösung der Frage, ob die Gemeinschaft jüdisch ist, retteten schließlich die meisten Juden der Stadt. Es dauerte nicht lange, bis die deutsche Armee sich nach der Niederlage in der Schlacht von Stalingrad aus dem Kaukasus zurückziehen musste. Während dieser kurzen Besatzungszeit waren die Nazis allerdings in der Lage zu plündern, Juden zu drangsalieren und viele in die Zwangsarbeit zu schicken.

Juden und die Krawalle vom Mai/Juni in Los Angeles

Manfred Gerstenfeld interviewt Rabbi Abraham Cooper (direkt vom Autor)

Die meiste Gewalt und Plünderungen während der Demonstrationen gegen Rassismus in Los Angeles Ende Mai und Anfang Juni 2020 fanden am zweiten Tag von Schawuot statt, dem 31. Mai, der zudem ein Sabbat war. Es gab einen fast friedlichen Protest im Pan Pacific Park im Bezirk Fairfax, ausgelöst durch den Mord an George Floyd. Das ist in der Nähe eines von vielen Juden bewohnten Gebiets.

Nach dem Protest verließen einige den Park und griffen Geschäfte und Gebäude auf der Melrose Avenue, dem Beverly Boulevard und der La Brea Avenue an. Manche Randalierer erreichten Stellen auf dem La Cienega Boulevard, wo sie zumeist Einkaufszeilen angriffen.

Rabbi Abraham Cooper
Rabbi Abraham Cooper

Rabbi Abraham Cooper, geboren 1950 in New York, ist Associate Dean beim Simon Wiesenthal Center in Los Angeles. Etwa vierzig Jahre lang hat er den Bereich Internationale soziale Aktionen des SWC geleitet, der sich mit allem vom weltweiten Antisemitismus, über Nazi-Kriegsverbrechen und Entschädigungen, Extremistengruppen bis zu Toleranzerziehung beschäftigt.

Am nächsten Tag gab es Ausschreitungen in Santa Monica, das direkt an Los Angeles grenzt. In dieser Gegend wurden hunderte Geschäfte geplündert und niedergebrannt. Die Polizei wurde ein paar Blocks entfernt zusammengezogen und beobachtete einen zumeist friedlichen Protest. Mit der Kamera wurden Szenen von Vorfällen eingefangen, in denen die Polizei nicht eingriff. Schließlich wurden während der folgenden Woche Ausgangssperren verhängt und hunderte Menschen verhaftet. Dennoch sind die meisten Plünderer nicht gefasst worden. Die Auswirkungen einer offenbar hilflosen Polizei, die sich in Los Angeles und an anderen Orten in den USA zurückhält, werden noch lange zu spüren sein.

Das Los Angeles Police Department (LAPD) war Tage lang überfordert und ineffektiv. In erster Linie deshalb, weil der Bürgermeister es ablehnte sich auf die Gewalt zu konzentrieren. Er entschied sich stattdessen sich ausschließlich auf die friedlichen Protestierenden und die Themen soziale Gerechtigkeit und Gleichheit zu konzentrieren, während er Black Lives Matter begrüßte. Trotz der Krawalle und anhaltenden Proteste befürwortete der Bürgermeister eine Kürzung des Polizei-Budgets um $150 Millionen und drückte diese durch. Eine ähnliche Summe wurde dem Büro des Sheriffs von Los Angeles entzogen. Die politische Elite von Los Angeles war im Grunde den gesamten Polizeidienst den Wölfen zum Fraß vor. Einzig der Stadtrat Paul Kortz, der Jude ist, erwähnte Bedenken wegen der Hass-Graffiti, mit der eine Synagoge markiert wurde.

Viele der geplünderten und zerstörten Geschäfte gehörten Angehörigen von Minderheiten. Fast 200 Apotheken waren Ziel, vermutlich von organisierten Banden, die nach Narkotika suchten. Im Bezirk La Brea/Hancock gehörte eine große Zahl der betroffenen Geschäfte Juden. Darunter befanden sich eine koschere Bäckerei und eine Apotheke, die ihren Verkauf koscherer Produkte markant bewarb. Mehrere jüdische Einwohner der Gegend sagten, dass einige offensichtlich jüdische Einrichtungen angegriffen wurden, während andere Geschäfte in dem Bereich unversehrt blieben.

Eine Reihe Synagogen und jüdische Institutionen wurden mit Graffiti „getaggt“. Diese waren nicht unbedingt antisemitisch. Eine Synagoge, von der viele Mitglieder Holocaust-Überlebende waren, wurde mit antiisraelischen und propalästinensischen tags besprüht. Dem LAPD war das nicht bekannt, bis ein paar Tage später ein Foto geliefert wurde. Die große konservative Synagoge Beth Am in La Cienega entging auf wundersame Weise Schäden, obwohl beidseitig Einkaufzentren am Strip ausgeplündert wurden.

Ich glaube nicht, dass man die Krawalle als Pogrom an der jüdischen Gemeinde bezeichnen kann. Trotzdem wurden, als die Krawalle begannen und das Ausmaß sowie die Richtung noch unklar waren, als Vorsichtsmaßnahme die Sifrei Torah [Thora-Rollen] aus den Synagogen entfernt.

Wir haben unter dem furchtbaren Handicap des fortgesetzten Lockdowns wegen der Coronavirus-Pandemie gearbeitet. Es ist schwierig gewesen ein absolut genaues Bild zu bekommen, ob Juden spezifische Ziele der ersten Unruhen waren. Viele Protestierende hatten an diesem Sabbat ihre Autos in orthodoxen Vierteln geparkt und gingen zu Fuß zur Demonstration. Ihre Interaktionen mit jüdischen Nachbarn waren an diesem Tag ereignislos, sogar freundlich. Was an diesem Abend während des Krawalls geschah, wer ihn organisierte und in welchem Ausmaß organisierte Banden daran beteiligt waren, sind Fragen, die immer noch nicht kmplett beantwortet worden sind.

Das Simon Wiesenthal Center und sein Toleranzmuseum wurden nicht angegriffen oder auf andere Weise attackiert. Unsere Einrichtungen – einschließlich des Museums – sind jetzt seit mehr als drei Monaten geschlossen. Es hat antisemitische Schmähungen und Drohungen in sozialem Medien gegeben. Eine davon sah wie eine Drohung der Antifa gegen jüdische Viertel aus. Sie wurde allerdings zu Neonazis in Europa zurückverfolgt.

Die Proteste am 1. Juli gegen die mutmaßliche Annexion von Teilen des Westjordanlandes durch Israel, die in den sozialen Medien angekündigt und stark beworben wurden, verstärkten das Gefühl von Angst und Unsicherheit. Propalästinensische Demonstranten vor dem israelischen Konsulat trafen auf Flaggen schwenkende proisraelische Gegendemonstranten. Beide Seiten waren laut, aber es gab keine Gewalt und keine Verhaftungen. In San Diego posteten Palästinenser ein Flugblatt, auf dem alle großen jüdischen – nicht israelischen – Einrichtungen samt ihren Adressen und einer zugesagten, von Antiisrael-Aktivisten angeführten Auto-Karawane auflistet waren.

Der Lockdown hat es der jüdischen Gemeinschaft schwer gemacht sich angemessen zu organisieren, um sicherzustellen, dass unsere Sorgen gehört werden. Es gibt keine Einmütigkeit. Die örtliche jüdische Föderation konzentriert sich darauf denen zu helfen, die von den Krawallen oder dem Covid-19-Virus betroffen sind. Sie haben in der Öffentlichkeit keine solide Pro-Polizei-Haltung.

Mehr als einen Monat lang hat Los Angeles‘ Bürgermeister Eric Garcetti kein Interesse gezeigt sich mit Repräsentanten der jüdischen Gemeinde zu treffen. Er stimmte schließlich zu im Juli ein solches Treffen mit jüdischen Leitern anzusetzen. Die meisten Mitglieder des Stadtrats haben den Lockdown genutzt, um jede ernsthafte Diskussion des drakonischen Budgets zu vermeiden, das sie beschließen. Vertreter der jüdischen Gemeinde haben sich mit dem Polizeichef des LAPD und Befehlshabern aus den Bereichen getroffen, in denen die meisten unserer Gemeinschaft wohnen. Die Polizei hat das Gefühl im Stich gelassen zu werden. Unsere Bemühungen haben sich darauf konzentriert unsere Gemeinden während der anstehenden hohen Feiertage abzusichern.

Es gibt eine Reihe jüdischer Selbstverteidigungsgruppen. Einige sind legal bewaffnet. Es gibt auch eine jüdische Dachorganisation, die versucht jüdische Leiter über die Entwicklungen informiert zu halten, außerdem Hatzalah, die Gemeindemitgliedern hilft, die Krisenreaktionen oder medizinische Notversorgung benötigen.

Viele Juden zögern Black Lives Matter zu kritisieren, da sie zustimmen, dass das Wichtigste ist sich für „soziale Gerechtigkeit und Gleichheit“ einzusetzen. Sehr wenige äußern öffentlich Sorge um die „öffentliche Sicherheit“.

Eine neue Meinungsumfrage deutet an, dass nur 17% der Protestierenden Afroamerikaner sind. Menschen, die in Bereichen mit hoher Kriminalitätsrate leben, wollen nicht, dass der Polizei Gelder entzogen werden. Aktivisten, die eine andere Vision für Amerika haben, nutzten den Mord an Floyd George für ihre eigene Agenda. Influencer der sozialen Medien und aus Hollywood hängten sich eilig an und Corporate America zog nach.

Der Pandemie-Lockdown in Los Angeles und ein Großteil des Landes hat es sehr schwierig gemacht, effektive Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Liberale und Progressive machen sich das BLM-Narrativ zu eigen. Pastoren von Minderheitskirchen mögen gegen die Finanzkürzungen sein, müssen aber vorsichtig vorgehen, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, sich auf die Seite der „Weißen“ zu stellen.

Die Situation hier und in den gesamten USA wird durch die anstehenden nationalen Wahlen weiter verkompliziert. Im Moment herrscht bei den Medien eine Dämonisierungspolitik vor, die nicht einmal mehr vorgibt objektiv zu sein. Abgesehen von Fox News wollen die meisten führenden Medien, dass Trump verliert, die Berichterstattung zu wichtigen Themen ist verzerrt.

Israel kritisiert deutschen Außenminister hart wegen „unredlichem Umschreiben“ von Anne Franks Vermächtnis

Benjamin Weinthal, Jerusalem Post, 13. Juni 2019

Fotos von Anne Frank im Museum Anne-Frank-Hause in Amsterdam, Niederlande, 21. November 2018 (Foto: REUTERS/Eva Plevier)

Deutschlands Außenministerium feierte im Februar die iranische Revolution in der Botschaft Teherans in Berlin.

Emmanuel Nahschon, Sprecher des israelischen Außenministeriums, gab eine kraftvolle Erklärung gegen den deutschen Außenminister Heiko Maas ab, weil der es durch Fehlinterpretation des Vermächtnisses von Anne Frank versäumt die Lektionen des Holocaust zu internalisieren.

Nahschon, einer der erfahrensten Diplomaten, schrieb auf twitter: „Anne Franks Tagebuch ist KEINE Warnung vor wischiwaschi-pseudouniversalen Werten! Anne Franks Vermächtnis ist eine Warnung vor dem Hass und der Verfolgung von JUDEN. Der Versuch ‚Lektionen der Schoah [Holocaust] zu universalisieren, ist nichts anderes als eine unlautere Umschreibung der Geschichte‘.“

Nahschons Tweet vom Mittwoch war eine Reaktion auf einen Tweet des deutschen Außenministeriums, geschrieben zu Ehren von dem, was Anne Franks 90. Geburtstag gewesen wäre. „Außenminister Heiko Maas: #AnneFrank wäre heute 90 geworden“, schrieb das Außenministerium. „Ihr Tagebuch ist heute wichtiger als je zuvor als Warnung vor Diskriminierung, Marginalisierung und Verfolgung und als Symbol der Menschlichkeit. Wir können von ihr lernen.“

Nahschon hat als stellvertretender Missionschef in Israels Botschaft in Deutschland gedient und wird nächster Botschafter Israels in Belgien sein.

Maas kam diese Woche gerade erst von einem Treffen mit den Führern des Regimes im Iran zurück; dabei traf er auch Außenminister Mohammed Javad Zarif. Maas, der sagte, er sei „wegen Auschwitz“ in die Politik gegangen, arbeitet daran einen Finanzmechanismus in Gang zu bringen, der US-Sanktionen gegen das klerikale Regime in Teheran umgeht.

Der Iran wird von Antisemitismus-Experten als führender internationaler Staatssponsor von Holocaust-Leugnung und Antisemitismus betrachtet. Das US-Außenministerium klassifizierte die Islamische Republik Iran als Top-Staatssponsor von Terrorismus.

Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des Simon Wiesenthal Center, sagte gegenüber der Jerusalem Post: „Warum diese Verzweiflung Deutschlands die serienlügenden Möchtegern-Tyrannen in Teheran zu retten? Es ist Zeit friedliche Sanktionen zu nutzen, um Tyrannen Paroli zu bieten und für das Volk des Iran einzustehen.“

Maas‘ Außenministerium feierte im Februar Irans Revolution in Teherans Botschaft in Berlin. Maas‘ Staatssekretär Niels Annen hat gesagt, Deutschland werde die Hisbollah nicht als Ganzes ächten; die Hisbollah ist der Haupt-Erfüllungsgehilfe des iranischen Regimes. Nach Angaben eines deutschen Geheimdienstberichts aus Niedersachsen hat sie in Deutschland 1.050 Agenten.

Deutschlands Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier twitterte ebenfalls zu Frank: „#AnneFrank könnte heute immer noch leben, könnte Kinder, Enkel & Urenkel haben. Doch sie wurde durch die Ermordung und Auslöschung der Juden um Jugend, Leben und Alter, um Freunde und Leid betrogen. Ihr bleibendes Vermächtnis: Nie wieder! und: Wehret den Anfängen!“

Altmaier hat tatkräftig daran gearbeitet die Geschäfte mit dem iranischen Regime anzukurbeln und es abgelehnt Anfragen der Post zu seiner pro-iranischen Geschäftspolitik und wie das mit Deutschlands Politik der Gewährleistung der Sicherheit Israels und des Kampfs gegen Antisemitismus zusammenpasst zu beantworten. Merkel sagte Israels Knesset 2008, dass Israels Sicherheit für ihre Regierung „nicht verhandelbar“ sei.

Deutschlands Außenminister Heiko Maas beantwortete eine Anfrage der Post bisher nicht.

Belagerte Christenheit (Medien verstecken es)

Vater Mark Hoges, The Horn News, 3. Mai 2019

Ostersonntag wurden drei christliche Kirchen in Sri Lanka mit einer Reihe koordinierter islamischer Selbstmord-Bombenanschläge gesprengt, wozu Hotels und Häuser in christlichen Vierteln gehörten. Fast 300 Personen wurden getötet, darunter 45 Kinder und mindestens 500 wurden verletzt.

Die Terroristen schlugen während freudvollen Ostergottesdiensten zu mit der Absicht so viele Christen wie möglich zu töten.

Aber dieses Oster-Blutbad war kein lokales Phänomen.

Fakt ist: das ist zunehmend üblich.

Horn News sprach mit Raymond Ibrahim, einem Experten für koptisch-islamische Beziehungen, der die das US Strategic Command, die Defense Intelligence Agency, den Kongress und anderen Regirungsgremien unterrichtete. Ibrahim sagte uns, das Abschlachten in Sri Lanka ist nur der jüngste in der 1.400 Jahre langen Geschichte Islamischen Terrors.

„Ob in Sri Lanka oder Ägypten oder Frankreich, islamische Anschläge auf Kirchen sind ein Phänomen, das nicht nur Kontinente, sondern auch Jahrhunderte überspannt“, erklärte der Regionalspezialist für arabische Sprache und den Nahen Osten der Library of Congress.

Und in den letzten Jahren nimmt auch die Häufigkeit mörderischer Anschläge auf Christen ebenfalls zu.

Die Selbstmordbomber von Sri Lanka gehörten einer lokalen radikalislamischen Terrorgruppe an, die bei der Regierung von Sri Lanka für ihre Gewalt gegen Christen bekannt ist. Sri Lankas Militär-Geheimdienst wurde sogar von friedlichen Muslimvertretern gewarnt, dass die Terroristen glauben sie „müssen im Namen der Religion töten“.

Sri Lankas Gesundheitsminister Rajitha Senarathne hielt Beweise fest, die belegten, „dass es ein internationales Netzwerk gab, ohne dass diese Anschläge keinen Erfolg hätten haben können“.

Der Führer von ISIS, Abu Bakr al-Baghdadi, pris das Massaker als „Allah“ dienend. Seine Medienfassade „Amaq“ nannte die Selbstmordbomber „Kämpfer des Islamischen Staates“ und gab zu, dass das Gemtezel gewollt an „dem Ungläubigen-Feiertag“ verübt wurde.

Der nach seiner erfolgreich von der durch die Administration Trump geführten internationalen Koalition besiegte, landlose IS nutzt das Internet um Terror zu koordinieren.

Der religiöse „Völkermord“ in Sri Lanka, wie ihn der Europa-Abgeordnete Antonio Tajani die Bombenanschläge nannte, überrascht leider nicht – ist nicht einmal ungewöhnlich.

Am Ostersonntag 2016 bombten islamische Terroristen mehr als 70 Menschen in Pakistan zu Tode. Letzten Mai trafen Islamisten drei Kirchen in Indonesien und ermordeten 28 Menschen. Im Januar diesen Jahres dezimierten islamische Bomben eine Kathedrale auf den Philippinen, wobei sie 20 Menschen töteten.

Und die Liste lässt sich fortsetzen.

Mit der Massenzuwanderung syrischer Flüchtlinge und anderer nicht überprüfter Flüchtlinge in Europa sind allein in den letzten paar Jahren hunderte christlicher Kirchen zerstört, geschändet oder beschädigt worden.

„Es gibt einen schleichenden Krieg gegen alles, das die Christenheit symbolisiert“, vermerkte PI News, das 1.063 Anschläge auf christliche Kirchen im Jahr 2018 dokumntierte.

Deutsche Medien geben zu, dass die antichristliche Gewalt die Folge nicht überprüfter Migration aus islamischen Ländern sein könnte. 2016, nach einem Zustrom von einer Million Immigranten aus mehrheitlich muslimischen Ländern nach Deutschland, berichtete eine Zeitung in Dülmen, dass „kein Tag vergeht“, in der nicht Anschläge auf christliche Artefakte stattfinden.

Eine französische Studie vom Januar 2017 kam zu dem Schluss, das „islamistische“ Anschläge auf Christen in dem Land seit der Massenmigration um 38 Prozent anstiegen.

Allein im Monat Februar 2019 wurden in Europa mehr als zehn katholische Kirchen geschändet oder mutwillig beschädigt. Anglican Mainstream berichtet, dass jeden einzelnen Tag zwei französische Kirchen geschändet wurden. „Jeden Tag werden mindestens zwei Kirchen entweiht“, klagte MP Valerie Boyer.

Früher dieses Jahr prangerte die Catholic News Agency an, dass Brandstifter die 800 Jahre alte Kathedrale Saint Alain in Lavaur anzündeten, wo Kreuze und Statuen niedergerissen und entstellt wurden. Einen Tag später griffen Terroristen eine Kirche in Nimes an, schändeten die Hostien und schmierten Scheiße auf die Wände des Altarraums. Im März diesen Jahres wurde die historische Kirche von St. Sulpice in Paris unmittelbar nach der Mittagsmesse in Brand gesetzt.

Brandstiftung wurde ursprünglich als Ursache für einen jüngsten Brand, der die Kathedrale Notre Dame in Paris einebnete. 2016 fand die Polizei ein Auto in der Nähe von Notre Dame, das mit „radikalisierten“ muslimischen Frauen in Verbindung stand und mit sechs Gaskanistern gefüllt war. Eine Frau wurde für schuldig befunden Terroranschläge in Syrien und an anderen Orten angestachelt zu haben.

Islamischer Terrorismus verheert auch Osteuropa. Von der Märtyrer-Elija-Kirche und  der Kirche des Heiligen Prinzen Wladimir in der Ukraine über die Kathedrale der Heiligen Verklärung in Kiew bis zur syrisch-orthodoxen Kirch der Heiligen Maria in Stockholm und Kirchen in Bosnien-Herzegowina und andernorts.

„Die Schändung der Kirchen ist Jahrhunderte lang ein muslimisches Markenzeichen – eine Art von „Der Islam war hier“, fuhr Ibrahim, Autor von Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West fort.

„Wann immer Muslime in christliche Nationen einfielen, wurden ungezählte tausende christliche Kirchen rituell geschändet und ausgeplündert, ihr Kreuze und andere christliche Symbole zerbrochen“, klagt Ibrahim an. „Denken Sie an das, was ISIS tut, nur auf einem exponentiellen Niveau – und nicht eine Hand voll Jahre lang, sondern mehr als ein Jahrtausend lang.“

Derweil schützen Linke islamischen Terrorismus und die Mainstream-Medien spielen mit.

Nach Bush verbeugte sich Obama vor der ultra-gewalttätigen Muslimbruderschaft und förderte weltweit die islamische Propaganda. Außenministerin Hillary Clinton lehnte es sogar ab die Worte „islamischer Terrorismus“ in den Mund zu nehmen, obwohl sie Konservative wie Christen uneingeschränkt verunglimpfte.

Nachdem seine Kirche angegriffen wurde, reagierte Erzbischof Philart von Lwow und Galich, wie Christen überall in der Welt Jahrhunderte lang auf islamischen Terrorismus reagierten. „Nichts hat sich seit den Zeiten der Verfolgung Christi geändert“, sagte er. „Jesus Christus wurde gestern verfolgt, wird heute verfolgt und wird immer verfolgt werden.“

Doch der christliche Leiter behauptet ultimativen Sieg. „Es ist Christus, der gestern war, heute ist und für immer sein wird, während die Namen der Verfolger vom Angesicht der Erde verschwunden sind“, schloss Erzbischof Philaret.

„Ehre sei Gott für alles! Wir nehmen Seine Besuche mit tiefem Vertrauen in Gottes Gnade an!“

Der Krieg gegen die Ungläubigen

Clifford D. May, 21. Januar 2010

2001 wurden die Buddhas von Bamiyan aus dem sechsten Jahrhundert auf Befehl von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar gesprengt. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen gaben Protestnoten aus. Afghanistans islamistische Herrscher zuckten nur mit den Achseln.

2010 wird Al-Kifl, das Grab des Propheten Hesekiel in der Nähe von Bagdad geschändet. Auf dem Grab befinden sich hebräische Inschriften und ein Bogen, in dem vor Jahrhunderten eine Torah ausgestellt war. Die Antikenbehörde des Irak löscht unter Druck von Islamisten die hebräischen Worte aus, entfernt hebräische Ornamente und plant auf dem Grab eine Moschee zu bauen.

Bis dato hören wir von fast niemandem Protest. Aber dies ist nicht einfach nur ein weiteres „Wo ist die Empörung?“. Der größere und alarmierendere Trend besteht darin, dass in einer wachsenden Zahl mehrheitlich muslimischer Länder ein Krieg gegen die nicht muslimischen Minderheiten geführt wird. Wo nichtmuslimische Minderheiten „gesäubert“ wurden – wie in Afghanistan und dem Irak – richten sich die Angriffe gegen die Erinnerung an sie. Ethnische Minderheiten werden ebenfalls angegriffen: Der völkermörderische Konflikt gegen die schwarzen Muslime in Darfur ist nur das berühmt-berüchtigste Beispiel.

Verbinden Sie die Punkte: Letzte Woche setzten muslimische Jugendliche in Nigeria eine Kirche in Brand und töteten damit mehr als zwei Dutzend christliche Gottesdienstbesucher. In Ägypten leiden die koptischen Christen unter zunehmender Verfolgung, wozu diesen Monat vor einer Kirche Schüsse aus einem fahrenden Auto gehörten, durch die sieben Personen ermordet wurden.

In Pakistan wurden über Weihnachten christliche Kirchen bombardiert. In der Türkei haben die Behörden christliche Kirchen, Klöster und Schulen geschlossen. Gerade wurden auch in Malaysia Kirchen angegriffen, provoziert von dieser Beschwerde: Christen in den Kirchen nannten Gott „Allah“. Wie können die Ungläubigen es wagen, denselben Namen für den Allmächtigen zu benutzen wie die Muslime!

Ohne Zweifel missbilligen viele Muslime die Verfolgung der Nichtmuslime. Aber in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern riskieren Muslime, die offen gegen die Islamisten opponieren, als Abtrünnige gebrandmarkt zu werden. Und unter der islamistischen Interpretation der Scharia, des islamischen Gesetzes, verdienen Abgefallene den Tod.

Vor nicht allzu langer Zeit waren der Nahe und Mittlere Osten eine facettenreiche Region. Der Libanon hatte Jahrhunderte lang eine christliche Mehrheit, aber das endet um 1990 – das Ergebnis von Jahren Bürgerkrieg zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen des Landes. Die christliche Bevölkerung der Türkei hat in den letzten Jahren beträchtlich abgenommen. Die Islamisten haben die Christen aus Bethlehem und anderen Teilen der Westbank getrieben; aus dem Gazastreifen sind seit der Machtübernahme durch die Hamas fast alle Christen geflohen.

Über Jahrtausende gab es im gesamten Nahen Osten jüdische Gemeinden. Die Juden des Iran führen ihre Geschichte 2.700 Jahre zurück, aber etwa acht von zehn iranischen Juden sind seit der islamischen Revolution von 1979 emigriert; nur etwa 40.000 sind übrig.

Die Juden des heutigen Saudi-Arabien wurden ausgerottet, kurz nachdem Mohammed und seine Jünger die neue Religion gründeten und im 7. Jahrhundert begannen ein neues Reich aufzubauen. Aber jüdische Gemeinden überlebten andernorts bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Juden gezwungen waren ihre Häuser im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien, dem Jemen und anderen Ländern zu verlassen. In vielen Fällen wurden sie von Muslimen vertrieben, die durch die Gründung des modernen Staates Israel erbost waren. Aber wie merkwürdig ist es, gegen die Schaffung einer sicheren Heimstatt und Heimat für Juden zu protestieren, indem man die eigenen jüdischen Bürger obdach- und staatenlos macht?

1947 wurde Pakistan auch als sichere Zuflucht gegründet – für indische Muslime. Der Gründervater des Landes, Moahmmed Ali Jinnah, war entschlossen, Pakistan gegenüber Hindus, Sikhs, Christen, Parsen und anderen tolerant sein zu lassen – das waren zur Zeit der Unabhängigkeit volle 20 Prozent der Bevölkerung. Das hat so nicht funktioniert und das Ergebnis ist, dass nichtmuslimische Minderheiten heute nur rund drei Prozent der Bevölkerung Pakistans bilden.

Wenn die Punkte verbunden werden, entsteht ein gar nicht gutes Bild: eine „islamische Welt“, in der Terroristen oft mit Nachsicht betrachtet werden, manchmal mit Respekt und gelegentlich mit Verehrung, während Minderheiten sich zunehmender Intoleranz, Verfolgung und „Säuberungen“ ausgesetzt werden, wobei selbst ihre Geschichte ausgelöscht wird.

Und wir im Westen sind zu höflich, zu „politisch korrekt“ und vielleicht zu feige, um dazu viel zu sagen.

Das Weißbuch von 1939, nicht die Balfour-Erklärung ist das Dokument, für das die Briten sie wirklich entschuldigen müssen

Elder of Ziyon, 2. November 2016

Eine jüdische Demonstration gegen das Weißbuch, 1939

Am 99. Jahrestag der Balfour-Erklärung beginnen Araber eine groß angelegte Kampagne, um Großbritannien zu zwingen sich dafür zu entschuldigen.

Das ist natürlich aus einer ganzen Reihe von Gründen absurd. Die Balfour-Erklärung wurde in die Beschlüsse von San Remo aufgenommen und wurde Völkerrecht, womit der gesamte Bereich Palästinas eine jüdische nationale Heimstatt werden sollte. Dieses Recht gilt auch heute noch. Die Kampagne ist in Wirklichkeit ein Versuch den Juden ihr Recht auf Selbstbestimmung zu verweigern.

Aber es gibt ein Dokument, für das die Briten sich entschuldigen sollten.

Das Weißbuch von 1939 beschränkte die jüdische Immigration nach Palästina genau in dem Moment stark ein, als die Juden Europas dem Tod ins Auge sahen.

Die Briten, die es schrieben, gaben natürlich vor, es sei absolut fair und sachgerecht:

Wenn Einwanderung eine nachteiligen Auswirkung auf die wirtschaftliche Position des Landes hat, sollte sie eindeutig eingeschränkt werden; und gleichermaßen, wenn das einen ernsthaft schädigenden Effekt auf die politische Position im Land hat, die nicht ignoriert werden sollte. Obwohl es nicht schwer ist zu argumentieren, dass die große Zahl jüdischer Immigranten, die bisher zugelassen wurden, wirtschaftlich absorbiert wurden, hat die Angst der Araber, dass dieser Zustrom unbegrenzt weiter geht, bis die jüdische Bevölkerung in einer Position ist sie zu beherrschen, Konsequenzen geschaffen, die für Juden wie für Araber sowie den Frieden und den Wohlstand Palästinas extrem besorgniserregend sind. Die bedauernswerten Störungen der letzten drei Jahre sind nur die jüngste und anhaltende Erscheinungsform dieser erbitterten arabischen Besorgnis. Die von arabischen Terroristen eingesetzten Methoden gegen Mitaraber und Juden gleichermaßen müssen uneingeschränkt verurteilt werden. Aber ist nicht zu leugnen, dass Angst vor unbegrenzter jüdischer Immigration in der arabischen Bevölkerung weit verbreitet ist und dass diese Angst Unruhen möglich gemacht hat, die dem wirtschaftlichen Fortschritt ernste Rückschläge versetzt, den palästinensischen Fiskus ausgezehrt, Leben und Grundeigentum unsicher gemacht und eine Verbitterung zwischen arabischer und jüdischer Bevölkerung geschaffen haben, die zwischen den Bürgern ein und desselben Landes bedauernswert ist. Wenn unter diesen Umständen die Immigration ohne Rücksicht auf alle anderen Überlegungen bis zur wirtschaftlichen Absorbtionskapazität des Landes fortgesetzt wird, dann wird eine tödliche Feindschaft zwischen den beiden Völkern perpetuiert und die Lage in Palästina dürfte eine dauerhafte Spannungsquelle bei allen Völkern des Nahen und Mittleren Ostens werden. Die Regierung seiner Majestät kann nicht zur Ansicht komme, dass entweder ihre Verpflichtungen unter dem Mandat oder Überlegungen des gesunden Menschenverstands und der Gerechtigkeit erfordern, dass sie diese Umstände bei der Formulierung ihrer Politik ignorieren sollte.

Kurz gesagt: die Briten gaben den arabischen Terroristen Veto-Macht darüber Juden zu erlauben in das Land zu kommen, weil sie Angst vor mehr Terror hatten:

… Die Alternativen für seiner Majestät Regierung sind entweder (i) danach zu streben die jüdische nationale Heimstatt durch Immigration unbegrenzt auszudehnen, gegen den eindringlich ausgedrückten Willen des arabischen Volks im Land; oder (ii) die weitere Expansion der jüdischen nationalen Heimstatt durch Immigration nur dann weiter zu erlauben, wenn die Araber bereit sind ihr zuzustimmen. Die früher Politik bedeutet Herrschaft durch Gewalt… Darüber hinaus müssen die Beziehungen zwischen den Arabern und den Juden in Palästina früher oder später auf gegenseitige Toleranz und guten Willen gegründet werden; der Frieden, die Sicherheit und der Fortschritt der jüdischen nationalen Heimstatt selbst erfordert dies. Daher hat seiner Majestät Regierung nach ernsten Überlegungen und unter Berücksichtigung des Ausmaßes, in dem die Zunahme der jüdischen nationalen Heimstatt im Verlauf der letzten zwanzig Jahre ermöglicht wurde, entschieden, dass die Zeit gekommen ist prinzipiell die zweite der beiden oben angeführten Alternativen zu wählen.

Mehr Juden bedeutet, dass die Araber aufgebrachter werden und aufgebrachtere Araber bedeutet, dass die jüdische nationale Heimstatt nicht überleben kann. Was ist das für eine Logik zur Rechtfertigung des drohenden Todes von Millionen Juden?

Oh, aber die Autoren gaben vor sich um die europäischen Juden zu sorgen. Oder zumindest um ein paar davon.

… Die Regierung seiner Majestät ist sich der gegenwärtigen, traurigen Notlage einer großen Anzahl von Juden bewusst, die Zuflucht vor gewissen europäischen Ländern suchen und sie glaubt, dass Palästina einen weiteren Beitrag zur Lösung dieses drängenden Weltproblems leisten kann und sollte. Unter all diesen Umständen glaubt sie, dass sie in Übereinstimmung mit ihren Mandatsverpflichtungen sowohl den Arabern als auch den Juden gegenüber handeln wird und auf die Art, die am besten geplant ist, um den Interessen des gesamten Volks Palästinas zu dienen, indem die folgenden Vorschläge bezüglich Immigration festgesetzt werden:

… Die Zulassung von – seit Beginn April diesen Jahres – rund 75.000 Immigranten im Verlauf der nächsten fünf Jahre. Diese Immigranten würden gemäß dem Kriterium der wirtschaftlichen Absorbtionskapazität wie folgt zugelassen:

Für jedes der nächsten fünf Jahre wird eine Quote von 10.000 jüdischen Immigranten unter der Übereinkunft zugelassen, dass eine Kürzung in einem Jahr auf die Quoten der nächsten Jahre innerhalb der Fünfjahres-Periode aufgeschlagen wird, wenn die wirtschaftliche Absorbtionskapazität dies erlaubt.

Zusätzlich werden als Zugeständnis an die Lösung des jüdischen Flüchtlingsproblems 25.000 Flüchtlinge zugelassen, sobald der Hochkommissar überzeugt ist, dass angemessene Versorgung für sie sichergestellt ist, wobei besondere Rücksicht auf Flüchtlingskinder und -Abhängige zu nehmen ist.

Der bestehende Mechanismus zur Festsetzung der wirtschaftlichen Absorbtionskapazität wird beibehalten und der Hochkommissar wird die letzte Verantwortung bei der Entscheidung übe die Grenzen der wirtschaftlichen Kapazität haben. Bevor jede zyklische Entscheidung getroffen wird, werden jüdische und arabische Repräsentanten konsultiert.

Nach einem Zeitraum von fünf Jahren wird keine weitere jüdische Immigration zugelassen außer die Araber Palästinas sind bereit dem zuzustimmen.

Die Regierung seiner Majestät ist entschlossen die illegale Einwanderung zu drossen und darüber hinaus werden Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Die Zahl jeglicher jüdischer illegaler Zuwanderer, die es trotz dieser Maßnahmen schaffen ins Land zu kommen und nicht deportiert werden können, wird von den jährlichen Quoten abgezogen.

Die Regierung seiner Majestät ist überzeugt, dass sie, wenn die Immigration im Verlauf von fünf Jahren abgeschlossen ist und stattgefunden hat, unter keinen Umständen berechtigt noch die Verpflichtung ist die weitere Entwicklung der jüdischen nationalen Heimstatt durch Immigration ohne Berücksichtigung der Wünsche der arabischen Bevölkerung weiter zu entwickeln.

Das Weißbuch erklärte zudem ausdrücklich, dass Juden in einem Großteil Palästinas von Arabern kein Land kaufen dürfen, womit Antisemitismus zur offiziellen Politik der britischen Regierung gemacht wurde.

Die Autoren des Buchs wussten sehr wohl, dass jeder Jude, dem sie die Immigration nach Palästina untersagten, wahrscheinlich ermordet werden würde. Der liberale Abgeordnete James Rothschild erklärte während der parlamentarischen Debatte, dass „es für die Mehrheit der Juden, die nach Palästina gehen, eine Frage der Migration oder der physischen Vernichtung ist“.

Selbst „die Kommission des Völkerbunds meinte, dass das Weißbuch im Konflikt mit dem Bedingungen des Mandats stand.

Am Ende ließen die Briten nicht einmal die vollen 75.000 Juden zu, die das Weißbuch genehmigte.

Sechs Millionen wurden ermordet. Zehntausende oder sogar Hunderttausende hätten gerettet werde können, hätte es das Weißbuch nicht gegeben. Die widerliche Appeasementpolitik dessen, was das Buch buchstäblich „arabische Terroristen“ nannte, führte zum Tod unzähliger Juden.

Wenn jemand von den Briten eine Entschuldigung fordert wird, dann sollte es das jüdische Volk wegen der unmoralischen Politik sein, die so viele unserer Verwandten zum Tode verurteilte.