Mobiles Fest: Sukkot auf Rädern im Yom Kippur-Krieg

Seltene Fotos zeigen, wie IDF-Soldaten es schafften das Gebot „in der Laubhütte zu sitzen“ zu erfüllen, obwohl im Norden und Süden ein Krieg tobte.

Nati Gabbay, the Librarians, 1. September 2021

Eine Sukkah auf einem IDF-Fahrzeug, Oktober 1973. Nathan Fendrich-Sammlung, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Der Yom Kippur-.Krieg erhielt seinen Namen vom heiligen Fastentag, an dem der tödliche Konflikt ausbrach und den Staat Israel überraschte. Die Sirenen heulten am Samstag, 6. Oktober, um 13:55 Uhr. Es lohnt sich allerdings auch sich daran zu erinnern, dass der Krieg während des kurz darauf folgenden jüdischen Festes Sukkot [Laubhüttenfest] noch in vollem Gang war. So kam es, dass Wehrpflichtige und Reservesoldaten an den Fronten sowohl in der Wüste Sinai im Süden als auch auf den Golanhöhen im Norden das Erntedankfest „feierten“.

Eine improvisierte Sukka auf einem Schützenpanzer, 17. Oktober 1973. Foto: Eli Landau, Dan Hadani-Archiv, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

„IDF-Soldaten sind vom Sukkah-Gebot ausgenommen“, erklärte Militär-Oberrabbiner Brigadegeneral Mordechai Piron in einer Sonderbekanntmachung zu Sukkot mitten im Yom Kippur-Krieg. „Ihre Pflicht zu dieser Zeit ist es den Feind vollständig zu besiegen und zu vernichten“, erklärte der Rabbiner, „und wer immer nicht in der Lage ist die Mitzwe in der Sukkah zu sitzen auszuüben, ist von ihr ausgenommen.“

Trotz dieser unmissverständlichen Erklärung gab es Soldaten, die dennoch versuchten die Mitzwe in der Sukkah zu sitzen einzuhalten, selbst an der Front. Was die abgekämpften Soldaten wahrscheinlich antrieb, war ihr Wunsch nach wenigstens ein wenig Feiertagsatmosphäre, einer kurzen Ruhepause.

Ein Reporter der Zeitung Al-HaMischmar, der die Soldaten in der schwierigen Schlacht am Suezkanal im Süden begleitete, berichtete auf Hebräisch: „Trotz der bitteren Kämpfe wird nicht vergessen, dass das zivile Leben weiter geht. An der Front entdeckten wir eine improvisierte Sukkah: ein mit Zweigen dekoriertes Halbkettenfahrzeug, völlig koscher.“

In der Sammlung der Nationalbibliothek Israels fanden wir mehrere seltene Fotos, die dokumentieren, wie Soldaten improvisierte Laubhütten auf Jeeps und anderen Militärfahrzeugen aufstellten. Es ist unklar, ob all diese kreativen Sukkah-Buden die Anforderungen gemäß dem jüdischen Recht erfüllen, aber es ist sehr gut möglich, dass sie für die Soldaten an der Front in schwierigen Zeiten einige Freunde und ein Gefühl der Heimat boten.

Eine Sukka auf einem Armeefahrzeug auf dem Golan, 1973. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Zu den besonders herausstehenden Fotos gehören die, die der Fotograf Nathan Fendrich machte. Der 39-jährige jüdisch-amerikanische Tourist war nach Israel gekommen, um historische und archäologische Stätten zu dokumentieren. Weil er bei Ausbruch des Krieges festsaß, beschloss er mit seiner Kamera bewaffnet an die verschiedenen Fronten zu fahren. Unter hunderten faszinierender Fotografien fanden wir eine Handvoll, die einige improvisierte Laubhütten dokumentieren.

Eine Sukkah auf einem Armeefahrzeug auf den Golanhöhen. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels
Eine Sukkah auf einem Armeefahrzeug. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Das Laubhüttenfest 1973 begann im Schatten verzweifelter Schlachten an beiden Fronten, mit echter Sorge um das Überleben des jüdischen Staats, aber bis zum Ende von Sukkot war der Wendepunkt gekommen und IDF-Truppen gingen aus der Defensive in die Offensive über. Ein Journalist von Ma’ariv berichtete am 17. Oktober tief aus syrischem Territorium:

„Auf der Hauptstraße nach Huschniye – zwischen zwei beschädigten Panzern weht ein gelb werdendes Strohdach im Wind, das eine improvisierte Laubhütte bedeckte. Ein Soldat des Pionierkorps sagt uns: ‚Die Leute der Panzerdivision bauten die Sukkah. Ja, sie schafften es die Mitzwe zu erfüllen darin zu sitzen, bevor sie gerufen wurden, um den letzten Feindkessel an der Huschniye-Kreuzung zu vernichten.‘“

Hebron – wieder so eine Palästinenser-Lüge

Elder of Ziyon, twitter, 17. September 2021

Palästinensische Medien veröffentlichen dieses Foto von in der Ma’arat HaMachpela in Hebron aufgerollten Gebetsteppichen; sie behaupten, Juden hätten sie vor den Gebeten am Yom Kippur respektlos beseitigt.

Fakt ist: Muslime räumen sie selbst zur Seite, bevor es Juden erlaubt wird dort einzutreten, weil sie sagen, dass die Füße der Juden sie verdrecken.