Hanukka-Gruß der IDF

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Das Beste von Pessach in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 4. April 2018

Das Pessah-Fest in Jerusalem in Israel ist immer eine geschäftige Zeit, in der viel zu tun ist.

Was kommt als nächstes nach Tagen des Reinigens und Einkaufens und einem Seder am späten Abend?

Dieses Jahr beschloss ich, nicht mit Millionen anderer Israelis Stunden im Auto zu verbringen, um zu luxuriösen Campingplätzen und Sandstränden zu fahren, sondern lieber Zuhause zu bleiben und zu erkunden, was Jerusalem zu bieten hat.

Jetzt teile ich mit Ihnen einiges vom Besten aus Jerusalem zu diesem Pessach im Jahr 5778.

Wo sonst sollte man beginnen als beim Essen?

Einige Restaurants wie diese neue Hummus-Kantine wurden für Pessach geschlossen.

Aber keine Sorge, in Jerusalem gibt es jede Mengen koschere Orte, um an Pessach zu essen. Dieses Holy Bagel in der Altstadt ist nicht nur mehadrin-koscher, sondern „KOSCHER ohne Sorge wegen Hülsenfrüchten“!

Mit Körben voller Matze auf dem Tisch sah diese Krustenpizza gut genug aus, um sie zu essen. Die Menschen standen Schlange um sich setzen und selbst probieren zu können.

Pizza, Brötchen, Sandwiches, Torten, Kuchen und mehr … einer der besten Orte für Pessach-Essen befindet sich in Jerusalem in Israel.

Die Mamilla-Mall war belebt und gedrängt voll mit einkaufenden Einheimischen und internationalen Touristen, dazu Unterhaltung und Vorführungen für Kinder.

Noch etwas, das mir besonders gefiel, war in der Altstadt zu sehen, wie die Menschen sich kleiden. Viele hatten ihr „Sonntagssachen“ angezogen, es wurde jede Art von Outfit getragen, das man sich vorstellen kann.

Mit so vielen Aktivitäten für Familien war es schwer sich zu entscheiden, was man zuerst tun mochte, da Dutzende Museen und Örtlichkeiten für Kinder eintrittsfrei waren. Am Davidturm gab es Familien, die umhergingen, Führungen mitmachten und kletterten.

Vom Davidturm aus konnte man den Gang über die Altstadtmauern sehen, wo Touristen über die Mauern liefen.

Die Tage waren warm und die Sonne brannte mittags vom Himmel. Aber an mehreren Orten in der Altstadt gab es Freiwillige, die allen, die vorbeikamen, kostenlos Becher mit Wasser anboten.

Die Goldene Menorah wurde in die Nähe der Hurva-Synagoge gebracht, wo Touristen eifrig Fotos machten.

Die Menoah ist ein Foto, das in der Nähe der goldenen angebracht wurde. Der Aufzug an der Westmauer soll hier gebaut werden.

Erinnern Sie sich? Ich sagte, jede vorstellbare Art an Kleidung. Wie wäre es mit einer Betar-Uniform aus den 1920-er Jahren?

Es wurde berichtet, dass 100.000 Menschen am Montagmorgen beim Birkat Kohanim, dem priesterlichen Segen waren.

Am Nachmittag und den größten Teil der Woche war der Platz vor der Westmauer voller Familien.

Den ganzen Tag lang kamen und gingen Zehntausende in die Altstadt und verließen sie wieder.

Die Schlage befand sich nicht am Sicherheitseingang zum Frauenbereich, sondern war einfach eine lange Schlange Touristen, die darauf warteten auf den Tempelberg gehen zu können.

Der gemeinsame Bereich war allerdings fast leer. Rechts im Foto kann man, wenn man genau hinsieht, Kinder bei den Steinen des zweiten Tempels spielen sehen.

Es waren zwar viele in der Altstadt, aber andere Orte in Jerusalem waren ebenfalls Feiertagsziele.

Im Gan Sacher, dem Sacherpark, füllte Rauch die Luft – Dutzende Familien grillten Fleisch für große Mahlzeiten; auf den Tischen standen Schachteln mit Matzen.

Kinder spielten, während Familienmitglieder und Freunde dort saßen und redeten oder Sport machtne.

Ein weiteres Beispiel für beliebte Ziele war der Botanische Garten von Jerusalem.

Tausende Menschen wanderten zu Pessah über die Anlage.

Ich war fasziniert von den Blumen im Teich. Es ist so schön dort, wo sich früher eine Müllkippe befand.

Es gab geplante und beaufsichtigte Aktivitäten für Kinder

sowie farbenfrohe Blumen, die ihre Aufmerksamkeit gewannen.

Der Nayot Park ist einer von Dutzenden Jerusalemer Parks, in denen gegrillt wurde, Rauch aufstieg und sich Matzen auf dem Tisch befanden.

Bei vielen Orten dauerte es länger sie mit dem Auto zu erreichen. Einen Parkplatz zu finden, war nicht immer einfach. Eine freier Platz an einer guten Stelle war es wert freigehalten zu werden.

Es gab vielfältige abendliche Musikveranstaltungen, viel zu viele, um sie aufzulisten.

Alte Orte wie das Hansen-Haus waren voller Aktivität.

Es passierte so viel in Jerusalem in dieser Pessah-Woche. Mehr Fotos gibt es hier: aus der Altstadt, dem Gan Sacher, dem Botanischen Garten.

Enden möchte ich mit einem Video des Birkat Kohanim

und einem meiner Lieblingsfotos – dem von diesen zwei jungen Cousins, die einander bei einem Picknick im Gan Sacher näher kennenlernten:

Ich wünsche allen schöne Feiertage und Schabbat Schalom.

Purim in Jerusalem – mehr als nur ein Tag

The Real Jerusalem Streets, 28. Februar 2018

Es ist Frühling in Jerusalem in Israel und das ausgedörrte Land wird durch den Winterregen grün.

Die Blumen schießen aus dem Boden.

Selbst aus den uralten Felsen kommt neues Leben und Farbe hervor, während die rafkefet, die Alpenveilchen mit den kalten Wintertemperaturen aufblühen.

Gepflanzte Blumenbeete sind für längere Tage und warmen Sonnenschein bereit.

Die Sonder-Kunstausstellung Ai WeWei im Israel Museum endet, während das alljährliche Festival „Nachtklänge“ in der Altstadt ansteht.

Aber jetzt ist in Jerusalem in Israel Purim-Woche.

In Israel läuft das mehr als einen Tag lang.

Kinder zahlen dieses Jahr an Purim und an Schuschan Purim, am Donnerstag und Freitag, keinen Eintritt.

Kostüme wurden allerdings schon seit Wochen verkauft.

Oft werden in Jerusalemer Parks kurz vor Sonnenuntergang Hochtzeitsfotos gemacht, aber die Purim-Fotos von dieser Minibraut wurden eine Woche vor Purim im Rosengarten nahe der Knesset aufgenommen.

Tage lang gingen junge Kinder in Schlafanzügen zur Schule, auf Links gedreht und was für clevere Themen Lehrer sich sonst noch ausdenken konnten; Oberschüler schlossen sich dem Feiertagsspaß an. Auf der King George-Straße war der Lego-Mann eine farbenfrohe und clevere Idee.

Der Marionetten-Typ drehte nochmal um und posierte auf seinem Weg zur Schule.

Diese Mädchen waren thematisch verkleidet, waren aber so früh am Morgen zu schnell für mich. Ich werde euch all die Familienfotos ersparen, die auf WhatsApp gepostet wurden, während sie unterwegs zur Schule waren. Wir hatten sogar ein Kacke-Emoji im Pulk.

Aktivitäten und besonders die Verkleidungen, waren in Kinderkrippen überall in Israel schwer in Mode. Diese Süßen, Polizisten, Bräute, Prinzessinnen und weitere im Süden sangen für uns Purim-Lieder, während wir an ihrem Spielplatz vorbeikamen.

Purim-Kirmes und andere Aktivitäten wurden seit Beginn des hebräischen Monats Adar veranstaltet, wobei Schulen Gemeinden in den Spaß einbezogen.

Oh und das Essen. Haufenweise Hamantaschen auf einer Liste Aroma-Liste, die jedes Jahr zunimmt. Die Tage, als es nur Mohn und Trockenpflaumen gab, sind lange vorbei, nur Erinnerung.

Das Purim-Seuda, das Festtagsmahl, genießen die Einwohner Jerusalems am Freitag und sollte früh genug beginnen, um nicht mit dem Sabbatbeginn zu kollidieren. Wir planen um 11 Uhr anzufangen, nachdem wir die Megillat von Esther gelesen haben. Andere beginnen später und feiern in den Sabbat hinein.

Inzwischen ist es Zeit mit dem Kochen zu beginnen. Ich dachte immer, es sei gut etwas Zeit für Purim übrig zu haben, einen eintägigen Feiertag, der so schnell vorbei war. Heute bin ich mir nicht so sicher. Viele Kostüme zu schaffen, Leckereien an Schulklassen zu schicken, neben der Vorbereitung der üblichen Essensgeschenke, die verschickt werden, scheint das endlos zu sein.

Im achten Jahr werden AZZA ZAZA, durchgehendes Lesen der Megillat Esther, vom Chabad in des Rechavia-Viertels angeboten. Sie bieten 20 Lesungen, jede Stunde an anderen Orten in der Nähe der Azza-Straße.

Es gibt in Jerusalem weitere Purim-Feiern und –Veranstaltungen, die wir anführen könnten, aber die Internetseite der Stadt hat ein paar Dutzend, die auf Englisch hier angeführt sind.

Frohes Purim!

Jerusalem – Bäume zum diesjährigen Tu Bischwat

The Real Jerusalem Streets, 31. Januar 2018

Als wir in den USA jung waren, bedeutete Tu Bischwat ein wenig bukser, getrocknete Johannisbrot-Schalen, die man so gut wie nicht kauen konnte.

In Jerusalem zu feiern ist so völlig anders und viel, viel schmackhafter und farbenfroher.

In den letzten Jahren war Präsident Rivlin Gastgeber von Tu Bischwat-Sedern, aber er ist dieses Jahr in Griechenland, wo die Griechen ihn mit präsidialen Empfängen bewirten.

Tu Bischwat ist auch das Datum, an dem 1949 die Knesset eröffnete. Im 50. Jahr an ihrem jetzigen Ort wurde Tu Bischwat groß gefeiert.

Parks und Pflanzungen waren letztes Jahr meine Themen.

Der Teddy-Park war heute reizend, der Springbrunnen lief, als zwei junge Männer Fotos machten.

Im Gan Sacher, dem Sacher-Park, werden langsam die Umbauten enthüllt. Ich hofe, dass zusätzlich zu diesen neuen Betontischen und -Bänken weitere Bäume gepflanzt werden. Bei den Schneestürmen gingen viele verloren.

Mein Dilemma war: Was kann dieses Jahr neu sein, abgesehen von der anderen Schreibweise für ט”ו בשבט in Englisch, dem 15. Tag des hebräischen Monats Schwat?

Draußen auf den Straßen waren bis weit in den Abend vor dem Feiertag Trockenfrüchte ausgelegt.

Frisches Obst toppen diese köstlichen Backwaren, die im Schaufenster eines Cafés ausgelegt waren.

Mit dem warmen und nassen Winter standen Mandelbäume rechtzeitig zu Tu Bischwat dieses Jahr in voller Blüte.

Dann schrieb ein Freund mir heute Morgen von einer tödlichen Bedrohung für Jerusalems emporragende Palmen. Dier Rote Palmkäfer, der im fernen Osten heimisch ist, ist aus Jordanien hierher gekommen und griff unsere Palmen an.

Ich hatte bemerkt, dass die Palmen am belgischen Konsulat drastisch zurückgeschnitten waren.

Es war ein leuchtend heller Sonnentag, also zog ich alleine los. Totes Laub hing an diesen Palmen im Yemin Mosche.

Die Palmen vor dem alten französischen Krankenhaus sahen nicht gesund aus.

Als ich letzten Monat am Kikdar Sara, dem Safra-Platz war, nahm ich dieses Foto der großen, aufgehängten Flaggen auf. Ich bemerkte, dass die Palmen am anderen Ende des Platzes von blauen Absperrungen umgeben waren, die zur Kontrolle von Menschenmengen verwendet werden. Heute bedaure ich, davon kein Foto gemacht zu haben.

Diese aufragenden Bäume wurden mitten in der Nacht gefällt, nachdem einer wegen einer Krankheit umfiel.

Heute beenden Männer ihre Arbeit und entfernen die Stümpfe.

Der letzte der Stümpfe der aufragenden Palmen wird in Sägemehl verwandelt.

Kikar Safra ist voller Holzspäne, wo einst die Palmen emporragten.

Der Fußweg vom Kikar Safra zum Jaffa-Tor hat eine Palme, die von einem Zaun geschützt wird und der Gehweg ist um sie herum gebaut. Bäume sind so wichtig, dass man um sie herum baut.

Schon bevor der Staat Israel gegründet wurde, waren Bäume wichtig. Der JNF, der Jüdischen Nationalfond, sammelte Geld, um Bäume zu pflanzen, mit denen ödes Land grün gemacht wurde.

Tu Bischwat wird auch Neujahr der Bäume genannt. Dieses Jahre werden wir eine Menge neuer Bäume brauchen, die diejenigen ersetzen, die wir verloren haben.

Aber an diesem fröhlichen Feiertag kann ich nicht mit etwas so Traurigem enden. Es war ein schöner Tag, um draußen zu sein. Überall in Israel pflanzen die Menschen neue Bäume.

Die Mandelbäume blühen. Sie Sonne schien nach zwei Tagen Regen. Ich traf freundliche Touriste aus Südafrika, die mir versicherten, dass Südafrikaner Israel wirklich mögen.

Also frohes Tu Bischwat.

Ich werde einige Datteln essen, dieses Jahr sind sie reichlich vorhanden und günstig, also holten wir uns eine große Schachtel.

Hanukkah-Highlights aus Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 20. Dezember 2017

Hanukkah-Highlights

Es ist ebenso leicht wie schwierig diesen Eintrag jedes Jahr zu schreiben.
Finde ich etwas Neues?
Das ist leicht.

Schauen Sie nach oben und sie sehen eine angezündete Hanukkia (Hanukkah-Menorah),
an einem neuen und ungewöhnlichen Ort.

Dieses Jahr gab es Flaggen

die  hoch über der Hanukkia vor der Residenz
des israelischen Präsidenten, dem Beit Hanasi wehten.

US-Flaggen hingen bei Hanukkia-Straßenfestschmuck,

bereit für den Besuch von Vizepräsident Pence.

Der Besuch wurde auf den nächsten Monat verschoben
und diese zusätzlichen Flaggen wurden abgenommen.

Dutzende dieser blauen Schilder blieben noch.

Dazu gab es einen Bus, der komplett mit dieser Botschaft bedeckt war,
aber tut mir leid, ich war so schnell daran vorbei, dass ich das Foto nicht machen konnte.

Trumps Rede zu Jerusalem war für manchen eine Ablenkung,
aber für die meisten beinhalteten die acht Tage Hanukkah

das Anzünden einer persönlichen Hanukkah Zuhause.

Am letzten Abend von Hanukkah
kamen Zehntausende in die Altstadt,

um Darstellern mit brennenden Fackeln

und besondere Lichter am Jaffa-Tor zu sehen.

Drehende Dreidel waren eine der Lieblingsdekorationen.

Hunderte geführte Gruppen arbeiteten sich langsam durch
die engen Gassen der Altstadt.

Eine Gelegenheit für Fotos waren ein Mann, der bei seinen Kerzen saß

oder Fenster über den Straßen,
wegen denen die Mengen stehen blieben.

Im jüdischen Viertel war die Hurva-Synagoge erleuchtet.

Ein Ständiger Fluss an Menschen kam während der Feiertage

zur Kotel oder verließ den Platz vor der Mauer.

Wie in jedem Jahr ist die große Hanukkia
ein Foto-Highlight.

Das war ein Foto, das ich nicht erwartete,
eine Nachstellung, wie Priester des jüdischen Tempels die Tempel-Menorah anzündeten.

An klassischen Punkten war es schwer ein klares Bild zu schießen,
weil tausende Handy-Kameras in Gebrauch waren.

Auf einer Mauer gab es eine Projektion der Makkabäer von früher.

Die zum Anzünden der Lichterin in der Mamilla-Mall
gekommenen Menschenmengen waren beeindruckend.

Jeden Abend kamen Hunderte,
die jüngsten Warnungen vor Gefahr beeinflussten den Enthusiamus nicht.

Touristen von Fern und Nah versammelten sich,
um den letzten Hanukkah-Abend zu feiern.

Nur das warme Wetter schien ungewöhnlich.

Diese Chabad-Vans waren Teil eines Konvois,
der große elektrische Hannukkiot zogen.

Zu schade, dass ich keine gute Stelle für ein Video  fand,

sie wechselten die Farben, während die Musik dröhnte.

Chabad hat die Hanukkah-Lichter auf die
Hauptstraßen gebracht überall in der Welt gebracht.
Aber in Jerusalem und in ganz Isarel
gib es mehr als Kerzen und Öllampen.

Besondere Sufganiot, die gebackenen, dekorierten Donuts,

füllten die Schaufenster-Auslagen
und wurden zu Millionen konsumiert.

Sehen Sie die kleine Hand, die nach mehr greift?

Ein letztes Mal bis nächstes Jahr

Frohes Hanukkah!

Abendessen mit Gästen aus Bahrain einer Mall in Jerusalem

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Es war eine surreale Erfahrung am ersten Abend von Hanukkah. Ich war bei einem Abendessen mit interreligiösen Besuchern aus dem Königreich Bahrein anwesend. Die Delegation aus diesem Golfstaat war Gast des Simon Wiesenthal Center (SWC). Wie viele andere arabische Staaten hat Bahrain keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Seit der Gründung des jüdischen Staates und bis vor kurzem hatte er Israel boykottiert.

Auf dem Weg zum Restaurant in der Jerusalemer Mamilla-Mall passierte die bahrainische Delegation das Fest zur Hanukkah-Kerzenanzündung des Chabad auf der Mall. An diesen Festivitäten nahmen so viele Menschen teil, dass beinahe verhindert wurde, dass die Besucher hindurchkamen. Mir wurde erzählt, dass mehrere Delegierte mit den Chabad-Repräsentanten und Umstehenden tanzten.

Zur bahrainischen Delegation gehörten sunnitische und schiitische Muslime, Hindus, Sikhs, Buddhisten und Christen. Ein syrisch-orthodoxer Priester erzählte mir, dass die Begründer seiner Kirche Juden waren. Die Zusammenkunft begann damit, dass Rabbi Abraham Cooper, der stellvertretende Vorsteher des Simon Wiesental Centers in Los Angeles, die erste Hanukka-Kerze anzündete. Dann gab er die Schamasch, die Entzündungskerze, mehreren Bahrainis, die jeder die brennende Kerze damit berührten, um so am Anzünden teilzuhaben.

Die Delegation aus Bahrain vor dem Hanukkah-Leuchter. Der Autor sitzt dahinter am Tisch. (Foto über M.Gerstenfeld)

Diese inoffizielle Delegation besuchte religiöse und andere Stätten in Israel, war aber nur in der Lage diesen Besuch durchzuführen, weil die Obrigkeit des arabischen Königreichs sich nicht dagegen stellte. Der König von Bahrain, Hamad bin Isa al-Khalifa, lud Rabbi Martin Hier, den Leiter des SWC, und Rabbi Cooper im Februar diesen Jahres ein ihn in Manama, der Hauptstadt des Inselstaats, zu besuchen. Dieses Treffen wurde nicht geheim gehalten und sogar das lokale Fernsehen berichtete darüber.

Prinz Nasser bin Hamas al-Khalifa, zweiter Sohn des Königs, kam im September 2017 mit einer großen Delegation in den Hauptsitz des SWC in Los Angeles. Sie besuchten auch das Toleranz-Museum des SWC und nahmen an einem Abendessen teil, zu dem hunderte religionsübergreifender Leiter kamen. Als die israelische Nationalhymne Hatikva gespielt wrude, erhoben sich der Prinz und die Delegation.[1]

Während dieses Besuchs wurde eine Erklärung des bahrainischen Königs zu Religionsfreiheit veröffentlicht. Darin hieß es: „Jeder Einzelne hat die Freiheit seine Religion auszuüben, vorausgesetzt er fügt anderen keinen Schaden zu, respektiert das Gesetz des Landes und akzeptiert spirituell und materiell Verantwortung für seine Entscheidung.“

Rabbi Hier sagte der Times of Israel, dass der König von Bahrain neuerdings gegen den Boykott Israels durch die arabischen Staaten ist. Der König habe zudem vor, Bürgern seines Königreichs zu erlauben Israel uneingeschränkt zu besuchen. Es gibt immer noch ein paar Juden, die in Manama leben, wo es eine Synagoge gibt. Nach Angaben geheimer US-Telegramme, die Wikileaks veröffentlichte, hatte der König gegenüber einem offiziellen Vertreter der USA erwähnt, dass Bahrain Kontakte mit dem israelischen Geheimdienst hatte.[2]

Al-Jazira veröffenlichte Informationen über palästinensische und bahrainische Opposition zu dem Besuch in Israel. Es erwähnte auch, dass der Delegation aus Bahrain der Zugang zum Gazastreifen verweigert worden war.[3] Ein Vertreter der SWC eroerterte das so ein Besuch nie geplant war. Inzwischen hat Al-Jazira einen Bericht publiziert das eine Israelische Delegation von Geschaeftsleuten Bahrain im Januat 2018 besuchen wird.[4]

Während des Abendessens saß ich neben einem buddhistischen Mönch aus Thailand, der in Bahrain lebt. Er ist seit 17 Jahren Mönch und ist der Leiter der örtlichen Gemeinschaft thailändischer Buddhisten – einige von ihnen auch aus Sri Lanka – die 2.000 Anhänger hat. Am Essen nahm er nicht teil, wie er nach der Mittagszeit nie etwas isst.

Ein hinduistischer Herr mir gegenüber aß ebenfalls nicht. Er sagte mir, dass er alle 15 Tage mehr als 24 Stunden fastet. Er ist Sales- und Marketingmanager einer bahrainischen Handelsfirma. Er erklärte, dass er jeden Tag mit zwei Stunden Gebet beginnt. In Israel besuchte er einen Tempel in der Nähe von Ariel, wo es eine kleine Hindu-Gemeinde gibt.

Direkt neben ihm saß ein Priester seines Tempels in Bahrain. Dieser sagte, er faste nicht und bezeichnete den Fastenden als „Verehrer“. In israelische Terminologie übersetzt sich das wahrscheinlich in „ultraorthodox“. Der Priester erwähnte auch, dass von den 350.000 Indern verschiedener Religionen, die in Bahrain leben, etwa 100.000 Hindus sind. Es gibt etwa 7 oder 8 Tempel im Land. An einem Festtag könnte sein Tempel tagsüber von bis zu 15.000 Menschen besucht werden. Der Mann neben ihm, ein Geschäftsmann, war der Vorsitzende seines Tempels.

Auf meiner anderen Seite saß ein in Amerika geborener Universalist, der in einem Dorf in Mitteljava in Indonesien lebt. Er sagte, er betrachte sich als Muslim, Hindu, Buddhist und Christ gleichzeitig und fügte hinzu, dass es schwierig sei auch noch Jude zu sein. Wir kamen überein, dass, wenn man nicht in diesen Glauben hineingeboren ist, eine Menge Schulung nötig ist um Jude zu werden.

Neben ihm saß die Leiterin der bahrainischen Delegation, Betsy Mathieson. Sie führt eine Organisation namens „Sharing the Humble Bahraini Way of Life“ (Die bescheidenen Lebensart von Bahrain teilen).

Es war nicht wirklich so wie in der Zeit der Makkabäer, aber ich betrachtete dieses Abendessen als ein kleines Wunder, das am ersten Tag von Hanukkah stattfand.

[1] http://beta.olatimes.com/local/california/la-me-ln-bahrain-tolerance-museum-20170913-story.html

[2] https://www.timesofisrael.com/bahrains-king-opposes-arab-boycott-of-israel-jewish-leader-says/

[3] http://www.aljazeera.com/news/2017/12/anger-bahrain-delegation-visits-israel-171211065439149.html

[4] http://www.aljazeera.com/news/2017/12/israeli-delegation-headed-bahrain-report-171215084410464.html