Juden tanzen an Hanukka, arabische Medien berichten „Siedler führen provokative Tänze auf“

Elder of Ziyon, Dec. 2, 2021

Es gibt in arabischen Medien in den letzten zwei Tagen Dutzende Artikel, die die identische Schlagzeile (und einen weitgehend identischen Text) haben: „Siedler führen in der Altstadt von Jerusalem provokative Tänze auf“.

Jüdische Siedler setzten heute Abend (Mittwoch) ihre provokativen Tänze auf der Bab al-Wad-Straße in der Altstadt des besetzten Jerusalem fort.
Und Quellen in Jerusalem berichteten, dass Siedler die Altstadt in Gruppen stürmten und den vierten Tag hintereinander provokative Tänze auf der Bab al-Wad-Straße vollführten.

Hier sind die „provokativen“ Tänze (Video im Originaltext).

Sie singen Hanukka-Lieder.

Es lohnt sich noch einmal zu betonen, was diese Schlagzeilen bedeuten.

Die palästinensischen Medien glauben, dass jüdische Feiern nicht einfach Feiern sind, sondern gezielt veranstaltet werden, um die Gefühle palästinensischer Araber zu provozieren. Das ist eine Kombination aus Antisemitismus (Juden nutzen ihre Feiertage nur dazu Menschen weh zu tun) und Egozentrismus (Juden verbringen ihre gesamte Zeit damit an Palästinenser zu denken).

Aber sie sagen auch, dass all diese Juden „Siedler“ sind, was heißt, dass sie erst gar nicht nach Jerusalem oder in den Nahen Osten gehören.

Dieser Judenhass ist derart beherrschend, dass die Leute sich nicht einmal die Mühe machen ihn anzuprangern. Aber dieses Durchdrungen sein ist das Problem: Die Palästinenser ewrdne mit Antisemitismus aufgezogen, Antisemitismus in ihren Medien, in ihren Schulen, in ihren Familien.

Zu sagen, jüdische Feiern tatsächlich durchgeführt werden, um andere zu verletzen, ist Antisemitismus. Und so sieht die Schlagzeile auf Dutzenden palästinensischer Nachrichtenseiten von heute aus.

Breaking the Silence, Peace Now und Hamas einig: Juden sollten an Hanukka im zweitheiligsten Ort des Judenstums verboten werden

Elder of Ziyon, 28. November 2021

Israels Präsident Isaac Herzog plant im Patriarchengrab in Hebron – dem zweitheiligsten Ort des Judentums – das Licht der ersten Hanukka-Kerze anzuzünden.

Die Reaktionen der „moderaten“ palästinensischen Autonomiebehörde und der „extremistischen“ Hamas waren fast identisch.

Mahmud Habbasch, Mahmud Abbas‘ Berater für Religionsangelegheiten, und Husam Abul al-Rub, Staatssekretär des Palästinensischen Ministeriums für Awqaf und Religionsangelegenehiten sagten, Herzogs Besuch stelle eine Provokation der Gefühle der Palästinenser und der Gefühle von Millionen Arabern und Muslimen dar.

Die Hamas sagte, der Besuch wäre „eine Provokation der Gefühle des palästinensischen Volks und eine abscheuliche Verletzung der Heiligkeit der Ibrahimi-Moschee“. Sie warnte: „Die Besatzung trägt die volle Verantwortung für die Auswirkungen dieses Angriffs“ und rief die Palästinenser in der Westbank und besonders in Hebron auf sich „diesem provokativen Schritt entgegenzustellen und dem Angriff auf die Ibrahimi-Moschee die Stirn zu bieten“.

Aber linke israelische Gruppen sind nicht weniger schrill.

Breaking the Silence, Peace Now und andere Gruppen planen in Hebron zu protestieren, wobei sie in einem Wortspiel aus „Die Tage von Hanukka“ „Tage von Chanufa“ (Gottlosigkeit/Scheinheiligkeit) machten.

Israels früherer Präsident Reuven Rivlin besuchte Hebron auch, ebenfalls unter Protesten.

Hamas und die linken Protestierer stimmen überein: Juden sollte nicht erlaubt werden ihre heiligen Stätten zu besuchen, außer die Muslime sind so großzügig es ihnen zu gestatten.

Historisch wurde Juden nie erlaubt das Patriarchengrab (oder den Tempelberg) zu betreten, als sie unter muslimsicher Herrschaft standen. Juden mussten eine jährliche Schutzgebühr zahlen, um sicherzustellen, dass Muslime das Rahelgrab in Bethlehem nicht zerstören und damit ihnen erlaubt wurde die Westmauer zu besuchen. Heute besteht die einzige Möglichkeit, dass Juden Orte wie die Synagoge in Jericho oder das Josefgrab in Schechem (Nablus) besuchen können, darin, dass sie die Erlaubnis der PA bekommen und die IDF sie dabei beschützt.

Diese Gruppen wollen also, dass der Status quo dahin zurückkehrt.

Nach Maßgabe dieser Gruppen ist Religionsfreiheit kein Menschenrecht – muslimischer Antisemitismus aber wohl.

Update: Alle palästinensischen Schlagzeilen in den Medien laute zur Zeit: „Herzog stürmte die Ibrahimi-Moschee.“

Mobiles Fest: Sukkot auf Rädern im Yom Kippur-Krieg

Seltene Fotos zeigen, wie IDF-Soldaten es schafften das Gebot „in der Laubhütte zu sitzen“ zu erfüllen, obwohl im Norden und Süden ein Krieg tobte.

Nati Gabbay, the Librarians, 1. September 2021

Eine Sukkah auf einem IDF-Fahrzeug, Oktober 1973. Nathan Fendrich-Sammlung, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Der Yom Kippur-.Krieg erhielt seinen Namen vom heiligen Fastentag, an dem der tödliche Konflikt ausbrach und den Staat Israel überraschte. Die Sirenen heulten am Samstag, 6. Oktober, um 13:55 Uhr. Es lohnt sich allerdings auch sich daran zu erinnern, dass der Krieg während des kurz darauf folgenden jüdischen Festes Sukkot [Laubhüttenfest] noch in vollem Gang war. So kam es, dass Wehrpflichtige und Reservesoldaten an den Fronten sowohl in der Wüste Sinai im Süden als auch auf den Golanhöhen im Norden das Erntedankfest „feierten“.

Eine improvisierte Sukka auf einem Schützenpanzer, 17. Oktober 1973. Foto: Eli Landau, Dan Hadani-Archiv, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

„IDF-Soldaten sind vom Sukkah-Gebot ausgenommen“, erklärte Militär-Oberrabbiner Brigadegeneral Mordechai Piron in einer Sonderbekanntmachung zu Sukkot mitten im Yom Kippur-Krieg. „Ihre Pflicht zu dieser Zeit ist es den Feind vollständig zu besiegen und zu vernichten“, erklärte der Rabbiner, „und wer immer nicht in der Lage ist die Mitzwe in der Sukkah zu sitzen auszuüben, ist von ihr ausgenommen.“

Trotz dieser unmissverständlichen Erklärung gab es Soldaten, die dennoch versuchten die Mitzwe in der Sukkah zu sitzen einzuhalten, selbst an der Front. Was die abgekämpften Soldaten wahrscheinlich antrieb, war ihr Wunsch nach wenigstens ein wenig Feiertagsatmosphäre, einer kurzen Ruhepause.

Ein Reporter der Zeitung Al-HaMischmar, der die Soldaten in der schwierigen Schlacht am Suezkanal im Süden begleitete, berichtete auf Hebräisch: „Trotz der bitteren Kämpfe wird nicht vergessen, dass das zivile Leben weiter geht. An der Front entdeckten wir eine improvisierte Sukkah: ein mit Zweigen dekoriertes Halbkettenfahrzeug, völlig koscher.“

In der Sammlung der Nationalbibliothek Israels fanden wir mehrere seltene Fotos, die dokumentieren, wie Soldaten improvisierte Laubhütten auf Jeeps und anderen Militärfahrzeugen aufstellten. Es ist unklar, ob all diese kreativen Sukkah-Buden die Anforderungen gemäß dem jüdischen Recht erfüllen, aber es ist sehr gut möglich, dass sie für die Soldaten an der Front in schwierigen Zeiten einige Freunde und ein Gefühl der Heimat boten.

Eine Sukka auf einem Armeefahrzeug auf dem Golan, 1973. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Zu den besonders herausstehenden Fotos gehören die, die der Fotograf Nathan Fendrich machte. Der 39-jährige jüdisch-amerikanische Tourist war nach Israel gekommen, um historische und archäologische Stätten zu dokumentieren. Weil er bei Ausbruch des Krieges festsaß, beschloss er mit seiner Kamera bewaffnet an die verschiedenen Fronten zu fahren. Unter hunderten faszinierender Fotografien fanden wir eine Handvoll, die einige improvisierte Laubhütten dokumentieren.

Eine Sukkah auf einem Armeefahrzeug auf den Golanhöhen. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels
Eine Sukkah auf einem Armeefahrzeug. Sammlung Nathan Fendrich, Nationale Fotosammlung der Familie Pritzker in der Nationalbibliothek Israels

Das Laubhüttenfest 1973 begann im Schatten verzweifelter Schlachten an beiden Fronten, mit echter Sorge um das Überleben des jüdischen Staats, aber bis zum Ende von Sukkot war der Wendepunkt gekommen und IDF-Truppen gingen aus der Defensive in die Offensive über. Ein Journalist von Ma’ariv berichtete am 17. Oktober tief aus syrischem Territorium:

„Auf der Hauptstraße nach Huschniye – zwischen zwei beschädigten Panzern weht ein gelb werdendes Strohdach im Wind, das eine improvisierte Laubhütte bedeckte. Ein Soldat des Pionierkorps sagt uns: ‚Die Leute der Panzerdivision bauten die Sukkah. Ja, sie schafften es die Mitzwe zu erfüllen darin zu sitzen, bevor sie gerufen wurden, um den letzten Feindkessel an der Huschniye-Kreuzung zu vernichten.‘“

Hebron – wieder so eine Palästinenser-Lüge

Elder of Ziyon, twitter, 17. September 2021

Palästinensische Medien veröffentlichen dieses Foto von in der Ma’arat HaMachpela in Hebron aufgerollten Gebetsteppichen; sie behaupten, Juden hätten sie vor den Gebeten am Yom Kippur respektlos beseitigt.

Fakt ist: Muslime räumen sie selbst zur Seite, bevor es Juden erlaubt wird dort einzutreten, weil sie sagen, dass die Füße der Juden sie verdrecken.