Was unterscheidet einen leitenden IS-Hassprediger von Kanadas Premierminister?

Das hier jedenfalls nicht (gefunden auf Facebook) – Kanada hat ein neues Blasphemiegesetz:

Imam Scheik M. Tawhidi (Islamischer Staat):
Wir weden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Justin Trudeu (Kandas Premierminister):
Wir werden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Antisemitismus und Aliyah

Isi Leibler, The Jerusalem Post, 8. März 2017

Politische Korrektheit scheint uns dazu zu verdonnern mit dem Skandieren des Mantras weiterzumachen, dass es uns verboten ist Antisemitismus als Ursache für Umzüge nach Israel zu nennen und darauf zu bestehen, dass heute die einzige Motivation für Aliyah darin besteht, einem engagierten Juden die Möglichkeit zu geben ein wahrhaft jüdisches Leben in seiner Heimat zu führen.

Ohne dem zu widersprechen ist es höchste Zeit, dass die Diaspora-Juden in vielen Teilen der Welt ihre Weigerung ablegen und sich der Realität stellen. Sie müssen anerkennen, dass alle Indikatoren voraussagen, dass ihre Lage sich nur verschlechtern wird und dass in einigen Ländern ein Aufruf zu Aliyah angesichts des zunehmenden Antisemitismus berechtigt ist.

Die fieberhafte Zunahme des Antisemitismus ist ein weltweites Phänomen. Während aber Judenhass in den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien von dem weit entfernt ist, was in Europa und Südafrika geschieht, gibt es selbst dort ein Hexengebräu aus muslimischem, linkem und Neonazi-Hass, der Einfluss nimmt.

In den Vereinigten Staaten kommt die Hauptbedrohung neben Bombendrohungen und Friedhofsschändungen aus kombinierten linksextremen und muslimischen Antisemiten, in erster Linie an Universitäten, wo jüdische Studenten zunehmend eingeschüchtert werden.

Die linksliberalen Juden, die darin versagten auf Barack Obamas bösartigen, antiisraelischen diplomatischen Angriffe zu reagieren und das Gift an den Uni herunterspielten, propagieren jetzt eine voreingenommene politische Agenda, mit der sie Präsident Donald Trump für die jünsten Drohungen und Schändungen verantwortlich machen. Sie unterstützen sogar Anti-Trump-Bewegungen, die von Antisemiten und ehemaligen islamischen Terroristen geführt werden. Mit der Werbung für diese niederträchtige Kampagne schaffen sie Verbitterung bei bisher pro-israelischen christlichen Elementen.

Trotz dieser Spannungen ist die Vorhersage einer Aliyah-Welle aus den USA in Reaktion auf Antisemitismus unsinnig. Grundsätzlich sind die Amerikaner das am wenigsten antisemitische Volk der Welt. Die stärker assimilierten jüdischen Linken lassen Israel im Stich und die Chancen, dass sie weiter jüdisch bleiben, stehen nicht gut. Die Hauptaliyah aus den USA, wie aus Kanada und Ausrlaien, wird weiterhin in kleinen Anzahlen orthodoxer und engagierter Juden sein, die ihre langfristige Zukunft als Juden in Israel sehen.

Aber in Europa ist alles ganz anders. Hier nimmt der Antisemitismus direkt Einfluss auf Juden, die bereits dem Status der Parias unterworfen worden sind und deren Lebensqualität im Alltag sich mit Sicherheit verschlechtern wird.

Das soll nicht nahelegen, dass Juden in Europa vor der unmittelbar bevorstehenden Auslöschung stehen, wie es am Vorabend des Holocaust der Fall war. Die Existenz eines jüdischen Staates, der bereit ist für jeden Juden einen sicheren Hafen zu stellen, bietet eine Versicherung, dass eine solche Situation niemals wieder eintreten wird.

Aber die Qualität jüdischen Lebens in Europa heute rechtfertigt einen Aufruf zur Massenemigration.

Welche Art von Leben ist es für einen Juden, wenn er Angst haben muss in der Öffentlichkeit mit einer Kippa oder einem anderen äußeren Zeichen seines Judentums gesehen zu werden, das ihn zum Ziel für Gewalt oder einen Magnet für wildgewordene Terroristen macht?

Oder wenn Schulen, Synagogen und jeder andere Ort, an dem Juden sich treffen, militärische Schutzmaßnahmen brauchen oder jüdische Gemeinde dazu verpflichtet werden für ihre eigenen Sicherheitsdienstleistungen aufzukommen? Wer hätte vor nur zehn Jahre von einer solchen Situation geträumt?

Wer hätte sich vorstellen können, dass die besten Universitäten im Vereinten Königreich und Europa in Plattformen für antiisraelische und antisemitische Aktivitäten verwandelt werden und die regelmäßig jüdische Studenten einschüchtern, ihnen die freie Meinungsäußerung verweigern und pro-israelische Redner daran hindern eine gleiche Chance zu haben ihren Fall zu präsentieren?

Folglich versuchen viele jüdische Studenten ihr Jüdisch sein zu verbergen und einige übernehmen führende Rollen als schicke antizionistische Aktivisten, um sozial akzeptiert zu werden. Es ist eine Albtraum-Situation, an die die meisten Juden sich einfach als unausweichlich negativen Aspekt ihres Lebens angepasst haben.

Gewalttätiger islamischer Terrorismus, einschließlich der einheimischen Variante, ist heute für die Europäer eine tägliche Bedrohung. Der Zustrom an „Flüchtlingen“, von denen viele tief im Antisemitismus stecken, hat dieses Problem nur verschärft und wo immer möglich zielen barbarische islamische Terroristen in erster Linie auf Juden.

Während die meisten Regierungen Lippenbekenntnisse für den Kampf gegen den Antisemitismus abgeben, nimmt der „Volks“-Hass auf Juden zu und Israel wird – trotz klarer Beweise des Gegenteils – beschuldigt, die Quelle des islamischen Extremismus zu sein.

In den Medien und auf der politischen Bühne grassiert Antisemitismus, aber selbst die geringste Kritik an islamischem Extremismus führt zu Islamophobie-Vorwürfen und Anklagen des „Rassismus“, was eine Beeinträchtigung der freien Meinungsäußerung spiegelt, wenn es darum geht islamisch-extremistische Aktivitäten zu entlarven.

Die Lage ist in jedem Land ein wenig anders. Osteuropäische Länder sind weniger feindselig als ihre westlichen Gegenüber. Frankreich ist am extremsten. In Großbritannien ist die Lage, rotz einer positiven Regierung, an der Basis katastrophal und man kann angesichts des tief sitzenden Hasses auf Israel und Juden, wie er durch Demonstrationen und Reaktionen in den sozialen Medien und beliebten Zeitungen dokumentiert sind, nur schockiert sein.

Dazu kommt Jeremy Corbyn, der Parteichef der Opposition, der nur als linkes Pendant des verstorbenen britischen Faschistenführers Oswald Mosley beschreiben werden kann. Zu seinen Freunden und Verbündeten gehören islamische Terroristenhelfer und unverblümte Antisemiten.

Seine Wahlaussichten sind heute trübe. Aber wenn man die Liberaldemokraten beiseite lässt, hat Britannien ein Zweiparteien-System. Sollte die gegenwärtige Regierung einer Finanzkrise begegnen, deuten Präzedenzfälle an, dass die Wähler schlicht gegen den Amtsinhaber stimmen würden. Sollte der Labour Party mit ihrer derzeitigen Führung unter solchen Umständen die Zügel der Macht übergeben werden, wäre das katastrophal und das Königreich würde die erste Land mit einer gewählten, wahrhaft antijüdischen Regierung in Westeuropa seit dem Zweiten Weltkrieg werden.

Der Einfluss der massiven arabischen Migration auf die Lebensqualität hat enormes Ressentiment in ganz Europa geschaffen. Zusammen mit Trumps unerwartetem Wahlsieg in den USA sind viele antiarabischen, populistischen Parteien sehr mächtig geworden. Einige davon, wenn sie kleine Randparteien sind, beherbergten antisemitische Elemente, obwohl die Antisemiten in den meisten Fällen in Frankreich und Österreich aus den Parteien ausgeschlossen wurden, die breitere Akzeptanz suchten.

In Frankreich finden sich viele Juden in einer Zwickmühle, das sie vor Wahlen und der wenig beneidenswerte Aufgabe des Abstimmens stehen, ob nun für instinktiv israelfeindliche Mitte-Links-Gruppen, populistische Parteien, die früher schon antisemitische Bestandteile hatten oder sich enthalten.

Die Lage ist für ultraorthodoxe Juden, die in ghettoartigen Gesellschaften leben, nicht so akut. Aber wegen ihrer markanten Kleidung sehen sie sich auf der Straße zunehmender Feindschaft gegenüber.

Diejenigen, die sich nicht länger um ihr Jüdisch sein kümmern, versuchen sich unauffällig zu verhalten und versuchen ihre jüdische Identität abzulegen. In den meisten Fällen werden ihre Kinder sich nicht länger als Juden betrachten.

Es sind die verbliebenen engagierten Juden, die sich einer verfahrenen Situation gegenüber sehen. Viele von ihnen leben unter Mitjuden und sind Antisemitismus selten direkt ausgesetzt. Sie leben in Verweigerung und tun die Feindseligkeit und die Diskriminierung, die ihre Kinder erdulden, philosophisch ab.

Juden sollten nicht bereit sein unter solchen Umständen zu leben. Es gibt in keiner Gesellschaft eine Garantie, dass Kinder die Traditionen ihrer Eltern beibehalten werden. Aber im heutigen Europa ist es fast unmöglich irgendwie Zuversicht zu haben jüdische Enkel zu erziehen, die ihr Erbe bewahren und stolz darauf sind. Für viele ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sie ihre jüdische Identität aufgeben.

Es ist an der Zeit sich klar zu äußern. Die Umstände für Juden werden sich in Europa fast mit Gewissheit verschlimmern, selbst in Ländern wie Großbritannien. Juden, die ihr Erbe schätzen und sich wünschen, dass ihre Kinder und Enkel stolze und engagierte Juden bleiben, sollten alles unternehmen um wegzugehen.

Zu emigrieren ist keine leichte Herausforderung. Lässt man unvermeidliche soziale Verlagerung außen vor, können wohlhabende Familien sofort einpacken und wegziehen und in vielen Fällen weiter komfortabel leben.

Doch selbst wenn man die Tatsache zugesteht, dass Israel heute über eine der erfolgreichsten Wirtschaften der Welt verfügt, werden viele Familien im mittleren Alter es schwierig finden sinnvolle Arbeit zu finden. Die meisten werden bleiben.

Sie sollten wenigstens ihre Kinder ermutigen sich in Israel niederzulassen. Diese werden den Vorteil haben eine enorme Vielfalt an Karrieremöglichkeiten vorzufinden und in einem Umfeld zu leben, das es ihnen ermöglicht stolze Juden zu sein, die am Wachstum ihres Heimatlandes beteiligt zu sein.

Kanadisch-muslimische Zeitung nennt Juden Terroristen

Elder of Ziyon, 28. April 2015

Meshar ist eine freie arabische Zeitung aus Ontario. Ihre April-Ausgabe enthält einen Artikel (S. 22), der das Judentum als terroristische Religion beschreibt; sein Titel: „Jüdischer Terrorismus“.

Der ursprünglich auf Al-Jazira veröffentlichte Artikel sagt, dass der Islam Muslimen nur befiehlt defensive Schlachten zu kämpfen, „aber wenn man sich die Bibel ansieht, dann sind die Juden die wahren Terroristen im Namen des Herrn“.

In dem Artikel heißt es, dass Juden glauben „die Welt sei in zwei Teile geteilt: Die Leute Gottes, die Gnade und Liebe gefunden haben und andere Leute, die bestialische, grausame Taten begehen“. Die Torah, heißt es, sagt den Hebräern, sie sollten sich von andern Menschen fernhalten, weil die Nichtjuden unrein und einfach Tiere in Menschenform sind, die es nicht verdienen sich mit dem auserwählten Volk zu vermischen. Der einzige Grund, dass Gott Nichtjuden schuf, wird ihnen gesagt, besteht darin, dass er sie ihnen verfügbar macht, um sie durch Juden zu vernichten oder damit Gott sie als Lektion benutzen kann, wenn er wütend ist, damit die Heiden die Juden besiegen können.

Es gibt laut dem Autor nur drei Dinge, die die Juden den Heiden tun dürfen. Das erste ist (natürlich) sie zu ermorden. Das zweite sie zu vertreiben. Und das einzige andere akzeptable Verhalten der Juden gegenüber Nichtjuden besteht darin sie zu versklaven.

Und wird auch gesagt, dass Frauen als schlechte Eigenschaften habend und von jüdischen Männern verachtet dargestellt werden.

Ich glaube, dieser Artikel dürfte die kanadischen Gesetze zu Hasspropaganda verletzen. Es gibt zwar ein Schlupfloch für legitime Kritik an religiösen Überzeugungen, doch muss die Person, die diese Kritik äußert, in gutem Glauben handeln und in diesem Fall basiert der Artikel völlig auf Lügen, die der Autor (und der Lektor) erkannt haben müssen, wenn sie nicht selbst von vorneherein antisemitisch wären.

Hier ist eine Illustration des Artikels in Meschawar:

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (16.-22.11.2014)

Sonntag, 16.11.2014:

Liebevolle Friedensgrüße aus Fatahstan: Ein Repräsentant des PA-Religionsministeriums verkündet, dass Jerusalem „Opfer und Blut“ braucht; ein Fatah-Offizieller im Libanon segnet Terroristen dafür, dass sie seinem Mordaufruf Folge leisten („Jerusalem braucht Blut, um sich von den Juden zu reinigen“); und das offizielle PA-Fernsehen „grüßt und ehrt unsere heldenhaften Mätyrer“ (also Terroristen).

Aus dem Iran wird auch wieder getönt: Ein prominenter Kleriker sprach im Fernsehen und sagte, Tel Aviv und Haifa würden in Grund und Boden gebombt. Selbst die Eiserne Kuppel könne Israel nicht vor den Raketen der Terror-Mullahs schützen.

Ein sehr wahres Wort von Benjamin Netanyahu: Es ist unmöglich die Gewalt (der Araber) zu stoppen, wenn nicht die Hetze gestoppt wird, die zu der Gewalt führt.

Montag, 17.11.2014:

Hamas-Grande Mahmud al-Zahar kündigte an, dass seine Bewegung „alle zur Verfügung stehenden Mittel“ nutzen wird, um Israel zu terrorisieren.

Die PA hat eine Fernseh-„Dokumentation“ ausgestrahlt, mit der behauptet wird, dass die Juden aus Europa geworfen wurden, weil sie „korrupt“ waren und eine „Tragödie“ über den Kontinent brachen.

Heckmeck:
Die UNO macht die „Besatzung“ für die Gewalt in Jerusalem verantwortlich und fordert Gespräche. Diese könnten die Gewalt der Hamas und der Terroristen bezwingen. (Die Fakten sagen das Gegenteil: Je mehr „geredet“ wurde, desto mehr Terror gab es – immer!)

Dienstag, 18.11.2014:

Die Hamas und der Palästinensischer Islamischer Jihad lobten die Morde in Jerusalem in höchsten Tönen und stellten eine Verbindung zur von ihnen behaupteten Ermordung eines arabischen Egged-Busfahrers her (der aber Selbstmord verübte). Die Hamas forderte zur Fortsetzung der Anschläge auf.
Mahmud Abbas „verurteilte“ die Morde (nicht!). Aus seinem Büro hieß es: „Das Präsidentenamt hat immer das Töten von Zivilisten auf jeder Seite verurteilt.“ (Klar, die hohlen Worte kamen gelegentlich tatsächlich; wenn aber dann genau solche Terroristen wie die von heute kurz danach als Helden und Vorbilder gefeiert werden, ist das dann besonders glaubwürdig?)
Erst am 5. November ließ Abbas durch einen seiner Handlanger verkünden: „Wir küssen jede Stirn, jede Hand und sogar jeden Fuß, der an der Al-Aqsa-Moschee und in Jerusalem Ribat ausübt (religiösen Krieg um Land, von dem der Anspruch erhoben wird, dass es islamisch ist)… Die Führung ist bei ihnen… Präsident Abbas grüßte sie, bestärkte sie und forderte mehr Ribat von ihnen.“
Vergessen kann man auch die Verurteilung des Anschlags durch UNO-Generalsekretär Ban. Der nahm die Gelegenheit wahr, um die „sich immer weiter verschlimmernde Lage vor Ort“ zu beklagen – womit er nicht die zunehmende Terrorisierung von Juden meinte.

Echte Verurteilungen kamen vom US-Botschafter Dan Shapiro, Obama (drängte auf „Ruhe von beiden Seiten“), dem französischen Präsidenten Hollande, der EU-Außentrulla und Kanada (von dort kam die anständigste Reaktion).

Mittwoch, 19.11.2014:

Abbas‘ „Verurteilung“ des gestrigen Terroranschlags ist absolut nichts wert: Ein wichtiger Berater nannte den Anschlag eine „heldenhafte Operation“; die Fatah hieß ihn willkommen und „eskortiert die Märtyrer ins Paradies“, während die Süßigkeiten verteilt wurden.

Auf der Internetseite der pal-arabischen Nachrichtenagentur Shehab News wurde ein animiertes Video veröffentlicht, mit dem die Juden Israels gewarnt werden, jederzeit könnte ein Auto sie überfahren, sie sollten möglichst schnell abhauen.

Donnerstag, 20.11.2014:

Die verlogenen Rechtfertigungen des Mordanschlags in der Synagoge in Har Nov durch Fatah-/PA-Führer und die übrigen Terrorgruppen geht weiter, ausgelöst offenbar von der angeblichen Verurteilung des Anschlags durch Mahmud Abbas. Jetzt heißt es, die Synagoge sein ein Kommandozentrum, kein Ort des Betens. „Synagogen repräsentieren israelische Siedlungen und Extremismus“ wird ebenfalls kolportiert. Und natürlich darf nicht fehlen, dass „Siedler“ keine Zivilisten seien. Und Rabbiner schon gar nicht. Ein Hamasnik befand: „Rabbiner sind die größten Terroristen in diesem rassistischen Staat.“

Friedensvertragspartner: Das jordanische Parlament hält eine Gedenkminute mit Gebet ab – für die toten Terroristen, die in der Synagoge in Jerusalem gemordet hatten.
Oder auch hier: Ein ehemaliger Parlamentarier fordert, dass der christliche Westen den Muslimen helfen muss aus Jerusalem zu werfen.

Das gibt wieder Ärger international: Die Stadtverwaltung von Jerusalem genehmigte 50 neue Wohneinheiten in Har Homa und 28 in Ramot. (Die Obamanisten haben schon losgelegt.)

Die Fünfte Kolonne: Raed Saleh, Chef der „Islamischen Bewegung“ in Israel, fordert von den Arabern in Judäa und Samaria Gewalt; die PA forderte er auf, den Terrorismus freie Hand zu geben. Die „Dritte Intifada“ habe begonnen.

Freitag, 21.11.2014:

Mitte August hatte der Shin Bet drei Araber festgenommen, die einen Mordanschlag auf Minister Lieberman planten. Jetzt wurde Anklage erhoben.

Die Botschafter von 5 wichtigen EU-Staaten (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien) fuhren nach Jerusalem, um im Außenministerium vorstellig zu werden und gegen den Abriss von Terroristen-Häusern zu protestieren. Diese seien kontraproduktiv.

Der Shin Bet und die Polizei zerschlugen im Sommer eine Terrorzelle, die Anschläge besonders auf „Siedler“, aber auch einen Sturz der PA plante. 93 Personen wurden festgenommen. Die Zelle soll ihre Kommandozentrale in der Türkei gehabt haben.

Auch die PA nahm in den letzten Tagen ca. 30 Hamas-Mitglieder fest, von denen gesagt wird, sie wollten Terroranschläge (gegen „Siedler“) ausführen.

Der Friedensvertragspartner: Jordaniens Premierminister schickte Kondolenzbriefe an die Familien der Terroristen, die in der Synagoge in Har Nov mordeten.

Der Friedenspartner setzt mal wieder Terror und IDF gleich: „Lasst uns das nicht zu einem religiösen Krieg mache. Ihr müsst von unseren Moscheen wegbleiben und wir von euren Synagogen.“ Dass das nicht nur längst – seit Hadsch Amin al-Husseini – ein religiöser Krieg ist, ist eines. Dass der Hetzenlasser Abbas den Terrorkrieg der Araber als einen „politischen Kampf“ bezeichnet ist verlogen ohne Ende.

Wie glaubwürdig ist/war Mahmud Abbas‘ „Verurteilung“ des Mordanschlages in der Synagoge? So glaubwürdig, dass eines seiner Sprachrohre der Bevölkerung erklären musste, dass die Äußerung des PA-Chefs eine Masche ist und nur aus diplomatischen Gründen erfolgte. Was unsere Presse und Politik natürlich nicht zu registrieren bereit ist(Sarkasmus off…)

Donnerstag, 27.11.2014:

Ein hochrangiger Terrorführer des Palästinensischen Islamischen Jihad erklärte, dass der Terror aus dem Gazastreifen problematisch ist, weil den Waffenstillstand mit Israel gibt. Man ziehe deshalb Judäa und Samaria als Ausgangspunkt für weiter Angriffe auf Israel vor.

Stephen Harper – ein Mann mit Charakter und einer wichtigen Botschaft

gefunden auf Facebook, von Jews News:

Canada_HarperKanada wird weiter für Israel durchs Feuer gehen.
Israel steht an vorderster Front.
Jeder in den freien und demokratischen Staaten, der sich von Israel abkehrt
oder die Augen vor dem Wesen der Feinde Israels verschließt,
macht das langfristig auf eigenen Gefahr.
(heißt: zu seinem eigenen Schaden)

Kanadische Kirchen für und gegen Israel

Manfred Gerstenfeld interviewt Paul Merkley (direkt vom Autor)

Siebenundsechzig Prozent aller Kanadier sind Kirchenmitglieder, während 24% erklären keine Religion zu haben. Der Islam ist mit 3% der Gesamtbevölkerung die drittstärkste Religion, das Judentum liegt mit 1% auf Rang sieben. Rund 25% der Kanadier sagen, dass sie regelmäßig zur Kirche gehen.

Die römischen Katholiken stellen rund 40% der kanadischen Christen. Alle protestantischen Konfessionen zusammen bilden 35%, von denen die Großkirchen 18% repräsentieren. Die größte protestantische Konfession ist die United Church of Canada (UCC) mit rund 9% der kanadischen Christen, gefolgt von den Anglikanern, Baptisten und Lutheranern. Die Mitgliedschaft in diesen Großkirchen, die alle dem Ökumenischen Rat der Kirchen („Weltkirchenrat“) angeschlossen sind, ist in den letzten Jahrzehnten beständig zurückgegangen. Evangelikale Kirchen repräsentieren rund 10% der kanadischen Christen.

Paul Merkley
Paul Merkley

Paul Merkley ist Professor emeritus für Geschichte an der Carleton University in Ottawa. Er ist Autor mehrerer Bücher zu Israel und christlichem Zionismus. Er ist zudem Mitglied im Vorstand der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem.

Unter den Protestanten scheint die Trennung wegen der Politik gegenüber Israel entlang der Bruchlinie zwischen „Groß-„ und „evangelikalen“ Kirchen zu verlaufen. Die Großkirchen neigen zum Antizionismus, während Evangelikale dem Zionismus zuneigen. Christliche Zionisten glauben, dass zu einer treuen Haltung zu den heiligen Schriften der Glaube an prophetische Teile der hebräischen Bibel gehört. Die Großkirchen und etabliertere evangelikale Kirchen – wie Methodisten und Baptisten – lehnen diese Auffassung ab.

In den letzten Jahren verabschiedete die UCC viele Resolutionen zum „besetzten Palästina“ und Israel. Das Hauptthema bei kürzlich zurückliegenden Tagungen ist die Ausweitung der BDS-Kampagne gewesen. Es hat außerdem Workshops und einen großen Gottesdienst für die „Niederlage der israelischen Besatzer“ gegeben.

Im Sommer 2013 hielt die UCC eine eigene nationale Zusammenkunft ab, während die anglikanische und die lutherische Kirche eine gemeinsame nationale Versammlung durchführten. Sie verabschiedeten Resolutionen gegen Israel, die denen glichen, die vorher nicht durchgekommen waren. Die anglikanisch-lutherischen Resolutionen forderten „Bildung in Kirchen zum Einfluss illegaler Siedlungen auf das Leben der Palästinenser und Israelis … zur Identifizierung von in oder im Zusammenhang mit illegalen Siedlungen produzierten Waren usw.“ Sie forderten Kirchen zudem auf, Theorien und Ansichten zu erforschen und infrage zu stellen, die Israels Existenzrecht bestreiten. Das scheint zu ignorieren, dass diese Leugnung die offizielle Position aller politischen palästinensischen Gruppen ist, einschließlich der der Hamas und der Fatah.

Diese anglikanisch-lutherischen Resolutionen lassen außer Acht, dass Israelis unter palästinensischen Raketenangriffen leiden, dass die PA regelmäßig Terroranschläge feiert, dass palästinensische Sportstadien und andere Einrichtungen Selbstmordbombern gewidmet werden und dass man Schulkinder aufgestachelt Märtyrer zu werden. Die Resolutionen scheinen das verfälschte Narrativ eines „palästinensischen Urvolks“ zu übernehmen. Sie erwähnen nicht, dass die PA die Jahrtauende dauernde Geschichte des jüdischen Volks im Land Israel bestreitet.

Der kanadische Rat der Kirchen ist das wichtigste zwischenkirchliche Gremium. Zu ihm gehören die dem ÖRK angeschlossenen sowie die römisch-katholische und die orthodoxen Kirchen. Seit 1947 hat er die Regierung mit Ratschlägen zur gesamten Bandbreite laufender innenpolitischer wie außenpolitischer Themen bombardiert. Der breiten Masse in den Kirchen ist die von ihren Führungen eingenommenen öffentlichen Positionen kaum bewusst.

Die römisch-katholischen Laien und der Großteil des Klerus – wobei der Schwerpunkt der Konfession in der Provinz Quebec liegt – sind vermutlich Israel gegenüber positiver eingestellt als der Vatikan und die protestantischen Großkirchen-Leiter. Aber die römischen Katholiken sind von der Auffassung, dass Israel Gottes besondere Gnade genießt, nicht so bewegt wie christliche Zionisten. Die Bibel hat in ihrer Tradition keine zentrale Rolle, obwohl es Grund für die Ansicht gibt, dass sich das ändert. Sie sind also weniger an aktuellen religiösen Büchern und christlichem Fernsehen interessiert.

Viele Jahre lang war Kairos eine sehr effektive interkonfessionelle kanadisch-christliche Organisation, die soziale und politische Themen vorantrieb. Ihre Positionen befanden sich im links-internationalistischen Spektrum. Ihre Leiter kamen häufig aus historischen Friedenskirchen wie den Mennoniten und den Quäkern. Kairos unterstützte die Israel Apartheid Week und beschrieb den Zionismus als „eine Ideologie des Imperiums, des Kolonialismus und des Militarismus“. Sie übernahm auch ohne Wenn und Aber die palästinensische Darstellung zur Nakba. 2009 kündigte die kanadische Regierung den schrittweisen Rückzug aus jeglicher Finanzierung von Kairos an; dieser ist inzwischen abgeschlossen.

Kirchenangelegenheiten ziehen in den Medien Kanadas wenig Aufmerksamkeit auf sich. Ausnahmen sind Geschichten über lange zurückliegenden sexuellen Missbrauch in Schulen und gelegentliche aktuelle Themen zum Missbrauch von Gemeindegeldern durch Kleriker. Die protestantischen Konfessionen unternehmen viel, um den Resolutionen ihrer Versammlungen Aufmerksamkeit zu verschaffen. Die Frage des BDS bekam auf den Innenseiten einiger Zeitungen manchmal Schlagzeilen, veranlassten aber keine Leitartikel.

Als ich im Internet nach Quellenangaben in Printmedien zu den jüngsten antiisraelischen Äußerungen der UCC suchte, fand ich lediglich eine Ausführung in einer Lokalzeitung im April 2014. Barry Kay, Professor für Politikwissenschaften an der Wilfrid Laurier University in Waterloo (Ontario) stellte passend fest: „Institutionen wie die United Church of Canada, die bei allen Verstößen in der Welt nur Israel als Ziel für Boykott im Visier hat und darüber hinaus erklärte, dass die Palästinenser den jüdischen Staat nicht anerkennen sollten, sind selbst ein Hindernis für einen Kanal zum Frieden in der Region. In ihrer Suche nach Frömmelei dienten sie lediglich dem Fortbestehen der Vergeblichkeit.“

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.