Lebensbedingungen für Christen im Heiligen Land

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Juni 2015 (direkt vom Autor)

Radio Vatikan hat ein Interview mit dem Nuntius im Heiligen Land veröffentlicht: „Wenn sich die Lebensbedingungen für Christen im Heiligen Land verbessern, würden sie das Land nicht verlassen.“ Das sagte Giuseppe Lazzarotto, Nuntius in Israel und Apostolischer Delegat für Palästina, über die Bedingungen von Christen im Heiligen Land.

Vor allem die wenigen verbliebenen Christen in Bethlehem und Ramallah, also in den Gebieten unter der palästinensischen Autonomiebehörde, verlassen das Land. Sie sind zunehmend Diskriminierungen ihrer muslimischen Nachbarn ausgesetzt. Bethlehem war bis 1948 eine rein christliche Stadt. Inzwischen bilden die Christen eine bedrängte und diskriminierte Minderheit von weniger als 20%. Sie wandern vor allem aus wirtschaftlichen Gründen aus, wie einst der legendäre Bürgermeister Elias Fredsch gestand und nicht wegen der „Besatzung“. Die endete 1994.

Kaum jemand weiß, dass zu Ehren von Jassir Arafats Einzug nach Bethlehem an Weihnachten 1994 ein überdimensionales Modell des Felsendoms auf das Dach der Geburtskirche in Bethlehem gehievt worden ist. Es sollte den Christen demonstrieren, dass fortan der Islam in der Geburtsstadt Jesu herrsche.

Weiter sagte Lazzarotto in dem Interview: Dass Christen trotz der Mauer an heilige Stätten gelangen, sei glücklicherweise immer öfter möglich. Von Seiten der israelischen Behörden sieht er in diesem Punkt immer mehr Bereitschaft.

Auch ohne „israelische Bereitschaft“ sollte der Nuntius wissen, dass die rund 160.000 Christen in Israel israelische Staatsbürger sind und sich frei bewegen können. Sie leben in Nazareth, Haifa, Lod und Ramleh. Für sie sind die meisten Heiligen Städten unproblematisch erreichbar, darunter am See Genezareth und in Jerusalem. Hinzu kommt, dass die meisten Christen als Araber gelten und deshalb ungehindert auch palästinensische Städte wie Bethlehem jederzeit besuchen können. Jüdischen Israelis ist jedoch der Besuch in Städten unter palästinensischer Kontrolle streng verboten.

Christen aus den palästinensischen Gebieten und besonders aus dem Gazastreifen haben es schwerer. Sie benötigen eine Sondergenehmigung. Viele haben sie, darunter die ehemalige Tourismusministerin und heutige Botschafterin in Berlin, Khoulud Daibes. Auch christlich-palästinensische „Sprecher“ wie Mitri Raheb, Faten Mukarker oder Sumaya Farhat-Naser, von manchen auch als „Propagandisten“ bezeichnet, beweisen allein durch ihre häufigen Auftritte in Deutschland und Jerusalem, frei reisen zu können. Verschwiegen werden Anschläge von Moslems auf Christen wie in Taibe oder Flugblätter der IS in Ost-Jerusalem, die Christen „Rache“ ankündigen.

Recht hat der Nuntius, dass Angriffe auf Christen, wie der Brandanschlag auf das Benediktinerkloster in Tabgha, die Christen vor Ort verbittern. Das hat der Vatikan-Diplomat richtig beobachtet. Genauso verbittert sind darüber auch jüdische Israelis, vom Staatspräsidenten abwärts bis zur Polizei, die Attacken auf Christen nicht zeitig aufklärt.

Jüdische Israelis sind verbittert, dass ihr 3.000 Jahre alter Friedhof auf dem Ölberg zunehmend geschändet wird. Gräber werden zertrümmert und Trauernde können sich kaum noch dorthin wagen. Sie werden von Palästinensern mit Steinen beworfen, während ihre Autos zerstört werden. Die Zustände sind so schlimm geworden, dass die Sicherheitsbehörden langsam aufwachen und mehr Geld für den Schutz des historischen Friedhofs, aber auch gefährdeter Kirchen ausgeben wollen.

In der aufgeheizten Stimmung im „Heiligen Land“ gibt es einen ständigen Kampf von Extremisten vor allem gegen symbolhafte Einrichtungen. Das Niederbrennen einer Kirche, der Mordüberfall in einer Synagoge oder die Brandschatzung einer Moschee machen größere Schlagzeilen weltweit, als die Brandbombe auf ein Familienhaus oder das Überfahren von Passanten an einer Bushaltestelle in Jerusalem. Es sei an den Terroranschlag in der Synagoge in Har Nof erinnert. Am 18. November 2014 wurden vier Juden beim Gebet von zwei jungen Palästinensern mit Äxten erschlagen. Zudem wurde ein drusischer Polizist getötet.

Zum Glück haben sich jüdische Extremisten bisher auf Graffiti und Brandanschläge in Kirchen und Moscheen beschränkt. In den letzten Jahren sind „im Heiligen Land“ keine Christen oder Moslems wegen ihrer Religionszugehörigkeit ermordet worden. Juden hingegen werden nach Angaben palästinensischer Attentäter fast täglich ermordet, nur weil sie Juden sind.

Bei aller Aufregung über Terror gegen Menschen oder Kirchen im Heiligen Land ist es kein Trost, dass der Zustand im Rest der Welt viel schlimmer ist.

Der Nuntius ist nur für das Heilige Land zuständig und sieht deshalb wohl nicht, dass Hunderttausende Christen aus Ägypten, Syrien und Irak geflohen sind. Da die Heilige Familie in Ägypten war, Erzvater Abraham der syrischen Stadt Aleppo den Namen gegeben hat und Saulus aus Tharsus auf dem Weg nach Damaskus zum Paulus geworden ist, werden auch diese Gebiete oft dem „Heiligen Land“ hinzugerechnet.

In uralten christlichen Kirchen und Heiligen Stätten in Syrien oder Irak wurde nicht nur ein Empfangsraum in Brand gesteckt, wie in Tagbha. Vielmehr wurden Kirchen mitsamt Gläubigen gesprengt. Ganze christliche Städte oder Viertel in Aleppo, Damaskus und anderswo wurden dem Erdboden gleich gemacht. 2014 habe es laut einem Report des amerikanischen State Department 13.463 Terroranschläge gegeben, 35% mehr als im Vorjahr. Dabei wurden mehr als 32.700 Tote gezählt, ein Anstieg von 81 % im Vergleich zu 2013. Über 9.400 Menschen seien entführt und in Geiselhaft genommen wurden. Darunter waren auch Tausende Christen, in Nigeria und im Mittleren Osten.

(C) Ulrich W. Sahm

Papst Franz und die PalAraber

gefunden auf Facebook:

Papst-Palästina-AbbasEine Regierung mit offenen Armen zu begrüßen,
die sich dem Völkermord am jüdischen Volk und
der Vernichtung des Landes Israel verschrieben hat,
ist keine Gottesfurcht,
sondern Irrsinn.
(Man kann es auch mit „Geisteskrankheit“ übersetzen.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23.-29.12.2012)

Sonntag, 23.12.2012:

Ein Hamas-Offizieller verkündete auf der Al-Qassam-Website (wen wundert das?), „Fakten und Geschichte würden beweisen, dass die „Klagemauer“ nicht jüdisch ist. Wunderbar, das war bestimmt einer aus den „moderaten Elementen der Hamas“ von Frau Roth…

Montag, 24.12.2012:

Eine internationale Parlamentariergruppe besucht den Gazastreifen, die „Westbank“ und Israel. Knessetpräsident Reuven Rivlin kritisierte die Abgeordneten wegen ihres Besuchs im Gazastreifen, weil das die international als Terrorgruppe gebrandmarkte Hamas aufwertet. In der Knesset werden die Parlamentarier nicht empfangen werden; Einzeltreffen mit israelischen Abgeordneten werden untersagt. Die internationalen Abgeordneten – zu denen z.B. auch der offene Israelhasser (-„kritiker“) Lord Frank Judd gehört – behaupten, sie müssten sich mit Parlamentariern aus beiden Regionen der PA treffen und es gäbe keine formellen Treffen mit der Hamas. (Das stellt die Terroristen natürlich ins Abseits, vor allem wenn Hamas-Abgeordnete an den Treffen teilnehmen, nicht wahr?)

Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fuad Twal, feierte in seiner Vorweihnachtspredigt die „Geburt Palästinas“.

Dienstag, 25.12.2012:

Aus dem Streichelzoo von Anatot in der Region Binyamin („Westbank“) werden immer wieder Ziegen gestohlen; Freitag waren es 11, Montag 6. Dazu müssen die Diebe den Zaun der Gemeinde zerstören.

Mahmud Abbas bei der Christmette in Bethlehem  (was hat der da verloren???): Israel und die Palästinenser müssen sich an das internationale Recht halten (Israel tut das, warum er nicht?) und dafür müsse Israel mit der Bautätigkeit in Jerusalem aufhören. (Israel bietet seit Jahren Gespräche ohne Vorbedingungen an, die von Abbas abgelehnt werden.)

Mittwoch, 26.12.2012:

Bildungskonferenz im Gazastreifen, Ismail Haniyeh: „Israel ist ein Krebsgeschwür, das entfernt werden muss.“ Die Lehrer des Gazastreifens forderte er auf, „eine Generation aufzuziehen, die kämpfen und die Palästinenser von der Besatzung befreien wird“.

Ein anderer Hamas-Offizieller forderte die Araber zu bewaffnetem Widerstand auf: der Bau des Dritten Tempels solle (mit Terror) verhindert werden. Hm, die Baupläne sehen Wohnungen vor – und keine davon auf dem Tempelberg…)

Marwan Barghouti konnte wieder einmal aus dem Gefängnis getönt: Er wird einmal Palästinenserpräsident und das „Rückkehrrecht“ ist heilig.

Donnerstag, 27.12.2012:

Als Reaktion auf die UNO-Entscheidung vom November hat Israel den VIP-Status für eine ganze Reihe PA-arabischer Wichtigtuer zurückgezogen. Das heißt, dass z.B. Nabil Sha’ath demnächst in der Schlange anstellen muss, wenn er nach Israel will.

Der britische Minister für den Nahen Osten, Alistair Burt, bewies, dass er keine Ahnung von den Genfer Konventionen hat und giftete gegen Israel. Dafür pries er den Terrorfürsten Mahmud Abbas für dessen „gemäßigte Reaktion auf israelische Provokationen“.

Samstag, 29.12.2012:

Nabil al-Arabi, Chef der Arabischen Liga, war in Ramallah, um mit Mahmud Abbas zu konferieren. Er befand, die Gleichung in den Verhandlungen mit Israel müsse geändert werden. „Wir können nicht dieselben Schritte immer wieder tun, die wir seit 20 Jahren tun. Diese Schritte verschwenden Zeit und führen zur weiteren Expansion Israels.“ Welche Expansion, müsste er noch sagen, aber heißt es bei uns nicht immer, die Zeit sei gegen Israel?

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2012“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Aus dem Vatikan zu Gaza: Israel ist ein Baby-Killer

Nicht ein Wort war in all den Jahren vom Vatikan zu hören, als Babys in Sderot in tödlicher Gefahr waren. Die Gewalt begannen sie dort erst letzte Woche wahrzunehmen.

Guilio Meotti, Arutz-7, 21. November 2012

Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Vatikanischen Kulturrats, kommentierte den Krieg zwischen Israel und Hamas; dabei lieferte er eine heftige Attacke auf das jüdische Volk: „Ich denke an das ‚Massaker an den Unschuldigen‘. In Gaza sterben Kinder, die Schreie ihre Mütter sind ein Dauerschrei, ein universaler Schrei.“

Der hohe Vertreter der katholischen Kirche setzte Israels Operation im Gazastreifen gegen die Terrorgruppen mit der neutestamentlichen Geschichte der Abschlachtung der jüdischen Kinder durch Herodes gleich, als dieser sich bemühte Jesus zu töten.

Ravasi ist einer der beliebtesten katholischen Kardinäle und Direktor der Kirchenpolitik für Kultur; er bezeichnete Israel in einer schamlosen Form von Antisemitismus als Baby-Killer; damit beschuldigt er den jüdischen Staat subtil des Mordversuchs am neuen Jesus, symbolisiert durch das palästinensische Volk.

Die Ritualmord-Lüge des Vertreters des Vatikans wurde während einer Präsentation des neuen Buchs über das Leben Jesu von Papst Benedikt abgeliefert. Ravisis Thema jedoch – die Juden als Herodes, der die unschuldigen Babys tötete, weil sein Herz darauf aus war Jesus zu töten – wurde von mittelalterlichen Organisatoren von Pogromen heiß geliebt.

William Shomali, Generalvertreter des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, sagte in Radio Vatikan: „Was jetzt im Gazastreifen abläuft, ist eine grausame Gewaltspirale.“ Der Weihbischof erklärte dann: „Es ist schwierig zu wissen, wer das begann.“ Wie schwierig?

Vor ein paar Wochen behauptete Shomali in einem Interview mit dem katholischen Magazin Famiglia Cristiana, dass „Hass auf Christen“ der Talmud selbst sei. „Der Talmud, das von den Ultraorthodoxen studierte heilige Buch, das noch mehr verehrt wird als die Bibel selbst, lädt religiösen Hass ein, spricht übel von Jesus und noch schlimmer von Maria und – im Allgemeinen – von Christen“, sagte der Bischof. Er fügte an: „In israelischen Schulen wird nicht die Liebe zum anderen gelehrt, sondern die Vernichtung des anderen.“

Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur des Vatikan sagte Michel Sabbah, Patriarch emeritus von Jerusalem, der Gazastreifen habe seit vielen Jahren „unter der Last eines absurden Embargos gelebt, das das Alltagsleben von eineinhalb Millionen Menschen unmenschlich macht“.

Sabbah unterzeichnete gerade einen Appell von mehr als 100 christlichen Leitern, die die internationale Gemeinschaft aufforderten die Anerkennung des palästinensischen Staates als volles UNO-Mitglied zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehört auch der griechisch-orthodoxe Erzbischof Atallah Hanna, ein selbsterklärter Antisemit, der die Selbstmordanschläge gegen israelische Zivilisten segnete.

Dennoch ist vom Papst keine Verurteilung des Trommelfeuers der Terrorgruppen auf die Städte des südlichen Israels vor der Operation Wolkensäule gekommen. Die Kirchenautoritäten und Benedikt XVI. selbst erhoben ihre Stimmen zur Verurteilung der Gewalt, die im Gazastreifen ausbrach, erst nachdem Israel begann die Einrichtungen der Terrorbewegungen in diesem Gebiet zu bombardieren. Vorher war nicht ein Wort zu hören.

Während der Operation Gegossenes Blei 2009 bezeichneten offizielle Vertreter des Vatikan den Gazastreifen als „Konzentrationslager“. Nachdem der Nazi-Vergleich seine Arbeit tat, ist jetzt das Motiv des Jesus-Mörders in die katholische Kirche zurückgekehrt.
Kommentar von Carl in Jerusalem:
In Wirklichkeit kann man keine Absätze im Talmud finden, die von Jesus sprechen, denn sie sind vo den von der Kirche inspirierten Regierungen seit Jahrhunderten herauszensiert worden. Ich verfüge über ein kleines Pamphlet, in dem alle zensierten Worte aufgeführt werden und in den letzten Jahren haben neue Bände, auf der Grundlage handschriftlicher Texte, die zensierten Worte an den Rändern hinzugefügt. Fakt ist: Zahllose jüdische Bücher wurden zensiert, um zu vermeiden die Empfindlichkeiten der Kirche zu verletzen.
Was den vorliegenden Fall angeht, zeigen Ravasis Kommentare, dass er die Benutzung „palästinensischer“ Kinder als menschliche Schutzschilde durch die Terrororganisationen völlig ignoriert. Wir Juden haben kein Prinzip des „die andere Wange hinhalten“. Wir werden gelehrt: Wenn jemand kommt, um dich zu töten, dann musst du ihn vorher töten. Und ja, das schließt die „palästinensischen“ Terroristen ein.

Exposé: Katholiken bezeichnen Rahelgrab als Moschee

Die PA will die Geburtskirche als erste Welterbe-Stätte haben und jetzt sagen sie sogar, dass das nahe gelegene Rahelgrab eine Moschee ist. Sie lebte Tausende Jahre vor Mohammed, also können sie sie nicht für den Islam in Anspruch nehmen. Christen stützen sie.

Giulio Meotti, Arutz-7, 29. Juni 2012

Die palästinensische Autonomiebehörde stellt einen historischen Antrag, die Geburtskirche in Bethlehem als ihr erstes Weltkulturerbe nach Maßgabe der Vereinten Nationen anzuerkennen.

Die PLO kennt die Konsequenzen davon, die Stadt König Davids und Jesu im „Land Palästina“ zu verorten. Das Endziel ist die Entjudung des Landes Israel. Oras Hamdan Taha, der palästinensische Minister, der mit Antiquitäten zu tun hat und Gelder von der UNESCO erhält, machte klar: „Das ist das Schreiben bzw. Neuschreiben der Geschichte Palästinas“.

Als nächstes auf der Liste steht das Rahelgrab, die drittheiligste Stätte des Judentums – oder wie die Juden auf Hebräisch sagen, „Rahel Imenu“; auf Jiddish „Mame Rochel“ – unsere Mutter Rahel.

In der Bibel heißt es im 1. Buch Mose: „Als ich aus Paddan-Aram kam, starb mir unterwegs Rahel in Kanaan; nur noch ein kleines Stück war es bis Efrata. Ich begrub sie dort auf dem Weg nach Efrata, das jetzt Betlehem heißt… Und Jakob errichtete ein Steinmal auf ihrem Grab. Das ist das Grabmal Rahels bis auf den heutigen Tag.“ Jahrtausende lang ist das Grab Rahels, das an der Straße zwischen Jerusalem und Bethlehem liegt, ein Ort der Sehnsucht, der Pilgerreise und des Gebets des jüdischen Volkes gewesen, obwohl es etwas Streit um die genaue Stelle der Grabstätte gibt.

Erst 1996 begannen die Palästinenser diese Stelle als „Bilal ibn Rabah-Moschee“ zu bezeichnen, was die UNESCO schändlicherweise 2010 in ihre Listen aufnahm.

Die PLO schrieb während der Zweiten Intifada das Grab als Waffe in ihr Arsenal, erhob Anspruch auf die Stätte und schoss täglich auf jüdische Betende. Am Yom Kippur 2000, sechs Tage nachdem die israelische Armee vom Josephsgrab in Nablus abzog, veröffentlichte die PLO-Zeitung Al-Hayat al-Jadida einen Artikel, in dem erklärt wurde, das Rahelgrab sei das nächste palästinensische Ziel. Vor der PLO-Propaganda bezeichneten die Araber die Stätte schlicht als „Kubat Rahil“, Rahels Kuppel.

Nicht bekannt ist, dass die christlichen Institutionen in Judäa und Samaria mit den Muslimen kollaborieren, um den jüdischen Charakter der heiligen Stätte zu vernichten und zu leugnen. Die Strategie hat sich schon als sehr erfolgreich erwiesen.

Im Februar beanspruchte die UNESCO – die die PA bereits als Staat anerkannt hat – das Rahelgrab und das Patriarchengrab als nicht exklusiv jüdische Stätten, sondern als solche, „die auch den Christen und Muslimen gehören“. Im Palestine Chronicle leugnete der Christ Fadi Kattan „das Jüdische“ und „den exklusiven jüdischen Zugang zu Rahels Grab“.

Es war bei einem Treffen christlicher Leiter im März 2010, dass der oberste islamische Richter, Taysir Tamimi, die muslimischen und christlichen Leiter aufforderte sofort zu handeln, weil Israel versuche Jerusalem und „die Bilal ibn Rabah-Moschee“ zu „judaisieren“.

Pax Christi, eine der berühmtesten katholischen Organisationen des Globus, nannte auf seiner Internetseite die jüdische heilige Stätte wiederholt eine „Moschee“.

Dann gibt es die Bethlehem-Universität des Heiligen Landes, die einzige vom Vatikan betriebene Bildungsinstitution in der Gegend; deren Gründung kann man zum Besuch Papst Paul VI. im Heiligen Land im Jahr 1964 zurückverfolgen. Die katholische Universität startete vor kurzem ein Projekt zu Rahels Grag. Das Dokument nennt es „eine historische religiöse Stätte für Anhänger des Christentums und des Islam, eine heilige Stätte auch für Juden, die heute allen Zugang zu ihr kontrollieren, obwohl sie sich auf palästinensischem Land befindet.“

Die Institution des Vatikan scheint zu ignorieren, dass das gesamte Gelände des Rahelgrabes zum C-Gebiet gehört, das die Oslo-Vereinbarungen israelischer Zuständigkeit unterstellte.

Schon der Titel des katholischen Projekts, „Rahel: Eine Fremde in ihrer Heimatstadt“, legt nahe, dass das Grab eine Stelle ist, die die Israelis an sich gerissen haben. Das Grab, sagt der katholische Bericht, „ist auch Muslimen bekannt, als Bilal ibn Rabah-Moschee“. Nach Angaben der Vatikan-Universität haben die Juden die Vergangenheit gestohlen, die jüdischen Schreine sind von den Zionisten gestohlene arabische Schätze und die Juden sind nichts weiter als einmarschierte Kolonisatoren.

Als ich das Rahelgrab zuletzt vor zwei Jahren besuchte, zeigte mir der israelische Bauunternehmer, der an der Sicherheitsbarriere arbeitete, die arabischen Häuser, von denen aus die palästinensischen Heckenschützen auf die das Grab besuchenden Juden schossen. Darunter befand sich ein romantisches, mittelalterliche Bild des einst einfachen, stillen, ruhigen, gelassenen und allein stehenden Grabes.

Das 20. Jahrhundert des Joseph Goebbels hat uns alle gelehrt, dass eine Lüge klein beginne, aber wenn sie nicht richtig gestellt wird, eitert sie wie ein Krebst und zerstört Wahrheit, Gerechtigkeit und schließlich – Menschen. Eine Lehre, die die Katholiken besser gelernt haben sollten.

Heute wirkt das Rahelgrab wie ein Bunker, von hohen Mauern, Stacheldraht, Soldaten, Kameras und Gängen geschützt. Jemand sollte es auch vor furchtbaren Lügen schützen.

Eine christliche Antwort auf die Erkläung der katholischen Nahost-Synode zum erwählten Volk

Pastor a.D. Ken Garrison, IsraelNationalNews.com, 26. Oktober 2010

Kürzlich erklärte eine von Erzbischof Cyril Salim Bustros geführte katholische Synode, das Abraham und seinen Nachkommen von Gott gegebene Versprechen, ihnen das Land Israel zu geben, sei von Jesus aufgehoben worden. Insbesondere erklärte Erzbischof Bustros: „Für Christen kann man nicht länger vom dem jüdischen Volk versprochenen Land reden… Es gibt kein bevorzugtes Volk, kein erwähltes Volk mehr; alle Männer und Frauen eines jeden Landes sind zum erwählten Volk geworden.“ (Tzvi Ben Gedalyahu: Catholic Cleric: Jesus Cancelled Biblical ‘Chosen People’, Arutz Sheva, 24. Oktober 2010.)

Diese von Erzbischof Bustros bekräftigte Haltung ist schlicht eine Wiederaufnahme der alten Position der Ersetzungstheologie (Substitutionstheologie) der katholischen Kirche; diese ist eine falsche Auslegung der Bibel – und es wurde gezeigt, dass sie historisch nicht korrekt ist. Als Gott den Beginn des Erlösungsbundes mit Abraham anstieß, versprach Er Abraham (i) Segen, (ii) weltweiten Dienst und (iii) das Land Israel (Gott machte Abraham und seine Nachkommen zu besonderen Verwaltern des Landes). Diese Versprechen gelten ewig.

„Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch alle ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir.“ (1. Mose 17,7)

Es ist schwer verständlich, wie Erzbischof Bustros solche einfache Worte wie „Nachkommen“ und „ewig“ falsch interpretieren konnte.

Später hatte das jüdische Volk so schwer gesündigt, dass Gott im Begriff war den Babyloniern zu erlauben sie aus dem Land Israel zu vertreiben. Selbst unter diesen Umständen erklärte Gott die immerwährende Natur Seiner Beziehung zum jüdischen Volk.

„So spricht der HERR, der die Sonne als das Licht des Tages gemacht und den Mond und die Sterne zum Licht für die Nacht gesetzt hat, der das Meer aufwühlt, dass seine Wogen brausen, HERR der Heerscharen ist sein Name. So gewiss diese Ordnungen vor mir niemals vergehen, spricht der HERR, so gewiss werden auch die Nachkommen Israels nimmermehr aufhören, vor mir allezeit ein Volk zu sein.
So gewiss diese Ordnungen vor mir niemals vergehen, spricht der HERR, so gewiss werden auch die Nachkommen Israels nimmermehr aufhören, vor mir allezeit ein Volk zu sein. So spricht der HERR: So gewiss die Himmel oben nicht zu ermessen sind und die Grundfesten der Erde unerforschlich bleiben, so gewiss will ich die Nachkommen Israels nicht verwerfen um aller ihrer Taten willen, spricht der HERR.
So spricht der HERR: So gewiss die Himmel oben nicht zu ermessen sind und die Grundfesten der Erde unerforschlich bleiben, so gewiss will ich die Nachkommen Israels nicht verwerfen um aller ihrer Taten willen, spricht der HERR. Wartet nur, es kommen Tage, spricht der HERR, da wird die Stadt für den HERRN wiederaufgebaut werden, vom Turm Hananel bis zum Ecktor hin.“
(Jeremia 31,35-37)

Über diese Anhaltspunkte hinaus haben wir deutliche Bestätigung desselben im Neuen Testament, durch niemand anderen als den Apostel Paulus; und zwar, man mag es glauben oder nicht, an die Mutterkirche geschrieben, der Erzbischof Bustros dient.

„Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das ist ausgeschlossen! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin.“ (Römer 1,11)

Damit wir nicht vergessen, von wem Paulus später in demselben Brief redet: Er identifiziert die, von denen er redet, als diejenigen, die als „Feinde des Evangeliums“ betrachtet werden; wir wissen also, dass er nicht von Christen als Nachkommen Abrahams spricht.

„Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde um euretwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte um der Väter willen. Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar.“ (Römer 11,28-29)

Daher erklären wir, dass die von Erzbischof Bustros vorgelegte Meinung von der Bibel her gesehen falsch ist.

Historisch gesehen ist die Erklärung genauso absurd. Im zweiten und dritten Jahrhundert n.Chr./unserer Zeitrechnung, als die Doktrin der Ersetzungstheologie von den so genannten „Kirchenvätern“ wie Tertullian und Origen vorgelegt wurde, hätte jeder Beobachter glauben können, dass die Nachkommen Abrahams aus der menschlichen Gemeinschaft entfernt würden, zumindest als nationale Einheit. Wir leben jetzt jast 2000 Jahre nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer und dem teilweisen Exil des damals im Land lebenden jüdischen Volkes. Seht, das jüdische Volk weilt immer noch unter uns; noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass sie wieder zu einem Nationalstaat geworden sind – und zwar einem äußerst dynamischen. Ihr Fortbestand und die Sammlung, die 1948 zur Eigenstaatlichkeit führte, sind eines der verblüffendsten Wunder unserer Zeit.

Eines der sichersten Zeichen für ein religiöses System im Todeskrampf ist seine Unfähigkeit oder Nichtbereitschaft Fehler in seinem Denksystem zu erkennen und Korrekturen entsprechend der offensichtlichen biblischen und/oder historischen Realität vorzunehmen. Die römisch-katholische Kirche, wie sie sich in der Erklärung des Erzbischofs Bustros widerspiegelt, beweist dieses traurige Charakteristikum.

Schließlich erklärte Erzbischof Bustros, dass „alle Männer und Frauen eines jeden Landes das erwählte Volk geworden sind“. Aus christlicher Perspektive mag dieser „Zustand des Erwähltseins“ als korrekt angesehen werden, wenn wir in Begriffen des mit Gott versöhnten Individuums denken.

Das Christentum jedoch konzentrierte sich auf das Königreich Gottes, was bedeutet, dass Gott die Versöhnung der Nationen mit der menschlichen Gemeinschaft bietet. In seinem Dienst steht die Nation Israel im Zentrum des Prozesses. Gottes Erwählung Israels dauert an. Israels Recht auf das Land Israel dauert an. In der Tat gibt es keine echte Hoffnung auf Frieden innerhalb der menschlichen Gemeinschaft, bis das Königreich verwirklicht ist und das wird nicht geschehen, außer und bis das jüdische Volk in Jerusalem, Judäa, Samaria und die umgebenden Gebiete lebt und dieses kontrolliert. Es dient der menschlichen Gemeinschaft als Pförtner des Königreichs. (Erinnern Sie sich an Gottes Versprechen an Abraham, dass er sein Segen für alle Familien der Erde werden würde.) Das ist der Grund, dass Gott Abraham und seine Nachkommen überhaupt zu Verwaltern des Landes machte. Sie sind seit der Zeit Abrahams das „erwählte Volk“ gewesen: Sie sind jetzt das „erwählte Volk“ und sie werden immer das „erwählte Volk“ bleiben.

Ich bin ein Christ, der ihrer Treue in dieser Funktion ewig dankbar ist.

(crossposted auf Nahost-Infos)

Knallchargen

Peter Gauweiler, MdB (CSU), Ausschussvorsitzender – mal eben nach Teheran gereist, sich von den Mullahs eine Nebelwand werfen lassen und dann aus eigener Anschauung davon schwärmen, wie friedlich und beispiellos vorbildlich die Koexistenz unter den Anhängern der verschiedenen Religionen im Iran ist. Und dann natürlich auch über die „negative Propaganda europäischer Massenmedien gegen den Iran“ meckern. Solche Leute sind wahrhaftige Geistesgrößen. Vielleicht deshalb, weil das Hirn so weich gespült ist.

Hanni Hüsch, ARD (USA) – alles, was sich kritisch zu Obama äußert und das auch noch öffentlich, sind rechte Verbrecher, übelstes Pack. Wenn die Trulla das wenigstens selbst denken würde, aber nicht mal das kann sie – alles von den Obamanisten übernommen, ohne je darüber nachzudenken!

Robert Pape, University of Chicago – Dieser Superheld der Geisteswissenschaften behauptet allen Ernstes (in einem ewig langen Text in Foreign Policy), dass aller Terror, insbesondere Selbstmord-Terrorismus, nichts, aber auch absolout gar nichts mit dem Islam, islamischem Fundamenatlismus oder irgendeiner Ideologie zu tun hat. Alles ist nur durch (westliche) „Besatzung“ verursacht, die daraus entstehende Verzweiflung. Beispiel auch: Pakistan, das die USA besetzt halten. Wie irre muss man dafür sein? Dieser promovierte Penner ist wieder mal ein Beispiel dafür, dass Geisteswissenschaften heutzutage wohl mit allem zu tun haben, nur nicht mit Geist und schon gar nicht mit Wissenschaft!

Die katholischen Bischöfe des Nahen Ostens„Wir Christen können nicht vom dem dem jüdischen Volk versprochenen gelobten Land reden. Es gibt kein erwähltes Volk mehr. Alle Männer und Frauen aller Länder sind das erwählte Volk geworden.“ Ich würde sagen, die müssen mal anfangen die Bibel zu lesen. Sowohl, was den Begriff des auserwählten Volks angeht, als auch die Einpflanzung der Messiasgläubigen in den Baum, dessen Zweige das jüdische Volk sind. (Römer 11,16ff.) Was diese Bischöfe betreiben, ist pure Ersetzungstheologie – und die ist unbiblisch.
Erstaunlich ist dabei auch, dass diese Bischöfe gleichzeitig erklären: „Dieselben Schriften vereinen uns; das Alte Testament, das Wort Gottes, gilt für beide, für euch und für uns… Wir glauben an die Versprechen Gottes und seinen Abraham und euch gegebenen Bund. Wir glauben, dass das Wort Gottes ewig ist.“ Mich würde interessieren, wie sie diesen Widerspruch erklären – einerseits Gottes Wort als aufgehoben zu erklären, es andererseits als ewig zu definieren!
Im Übrigen sind die Bischöfe überzeugt, dass die Gründung eines Palästinenserstaats auf jüdischem Kernland (Judäa und Samaria) helfen würde, die massive „Abwanderung“ arabischer Christen zu stoppen.
Die Synode macht sich darüber hinaus Sorgen über Jerusalem und die heiligen Stätten. Solche Sorgen hatten sie im Vatikan aber nicht, als Jordanien die christlichen heiligen Stätten 1948 für alle nicht offiziellen Besuche schloss.
Diese Bischöfe zeigen mit ihrer Synode, dass sie schlichtweg ein Heuchelverein sind!