Die Kinder schützen

Ryan Bellerose, Israellycool, 28. September 2017

Als ich in Israel war, sah ich ein paar Sachen, die mich lachen ließen. Eine davon war die Art, wie viele israelische Juden Helikopterelterntum auf neue Ebenen heben – Ich nenne sie Luftpolsterfolien-Eltern. Ich finde es lustig und gleichzeitig irgendwie traurig, denn ich weiß, dass Überbehütung aus einer tiefgehenden Verlustangst kommt. Wenn man an genetisches Gedächtnis glaubt, wie ich und mein Volk es tun, dann erkennt man, dass es ein Echo der Pogrome und des Holocaust ist, das diese Angst vor dem Verlust geliebter Menschen antreibt.

Egal, zurück zum amüsanten Teil. Das Gebräuchlichste, das ich in Israel in Parks und auf Spielplätzen gerufen hörte, war „tisahier“ und „die“ („dai“ – im Englischen das Wort für „sterben“). Mir wurde gesagt, das eines „sei vorsichtig“ bedeutet und das andere etwas ganz anderes als das, was es in Englisch heißt. Israelische Kinder erinnern mich an Rez-Kids – wilde, beschäftigt und immer auf der Suche nach Ärger. Ari, der Jüngste meines Kumpels, versuchte immer mich dazu zu bringen mit ihm irgendwo hinaufzuklettern und in Pfützen zu springen. Ich bin viel zu gediegen für diese Art von Verhalten, also sprang ich nur in ein paar Pfützen. Ich hatte genug Glück mit ihm Tel Afeq und seinen Vater und Bruder zu besuchen. Wir wanderten einen „geheimen Weg“  hinauf, der abseits der Pfade lag und Ari fand weiter die einzige Matschpfütze (in die sprang ich nicht hinein).

Das bringt mich zu etwas, das mir auffiel. In Israel gibt es viele schöne Parks und Spielplätze, innerhalb der Grünen Linie wie außerhalb. An den „sichereren“ Orten sah ich jede Menge Kinder, aber selbst da waren sie von älteren Geschwistern oder Eltern beaufsichtigt. In Hebron sah ich Spielplätze in Tel Rumeida, doch die hatten hohe Zäune und Absperrungen. Ich fand heraus, dass es diese gab, weil ein Kleinkind von einem Heckenschützen erschossen worden war. Stellen Sie sich den Hass vor; den Sie haben müssten, um ein Gewehr dazu zu benutzen ein Kleinkind zu ermorden. Sei sagen, die Verwendung eines Scharfschützengewehrs ist die allerpersönlichste Methode der Nutzung einer Schusswaffe, weil man sein Ziel ganz genau sieht. Denken Sie mal darüber nach. Aber mein Hauptpunkt ist, dass es selbst in Gemeinden, die kämpfen oder in tatsächlicher Gefahr sind, Kinderparks gibt und in diesen Parks spielen Kinder, wenn auch in der Regel beaufsichtigt und manchmal innerhalb hoher Mauern.

Ich besuchte auch von Arabern kontrollierte Gebiete, einschließlich einiger Ort, in denen die Häuser palastartig waren und große Schwimmbecken im Freien hatten; aber in diesen Gemeinden mit ihren Multimillionen-Schekel-Häusern waren die Gärten schlecht gepflegt, hatten kein Gras und waren für Spiele irgendwie beschissene Ort, wenn du Kind bist. Es versteht sich von selbst, dass man in den Slums, die man gerne Flüchtlingslager nennt (die in Wirklichkeit von arabischen Slum-Lords betriebene Slums sind) und die ich besuchte keine Spielplätze gibt; Kinder spielen auf Dreckfeldern oder rennen einfach unbeaufsichtigt herum.

Hier ist das Problem: Menschen, die in „Freiluftgefängnissen“ oder „unter Besatzung und Unterdrückung“ leben, tun immer Ähnliches – heißt: wenn sie denn unter tatsächlicher Besatzung und Unterdrückung leben. Wenn man eine Militärmacht wirklich fürchtet, dann vermeidet man es sie zu verärgern; man versteckt seinen wertvollsten Besitz (die Kinder) und schützt sie. Man behält sie in Sichtweite, wo immer der Unterdrücker in der Nähe sit, denn man hat Angst, dass sie durch die unterdrückerischen Kräfte Schaden nehmen könnten. Man lehrt sie die Köpfe unten zu halten und es zu vermeiden den Besatzer ungehalten zu machen. Man lehrt sie selbst dann respektvoll zu sein, selbst wenn man verbittert ist, denn man begreift, dass Widerworte zu geben oder herauszustechen unter einer echten Besatzung den Tod zur Folge haben könnte und man möchte, dass die eigenen Kinder überleben, egal wie, denn zu leben ist immer besser als tot zu sein. Wissen Sie, woher ich das weiß? Weil Inder in Reserve diese Verhaltensweise selbst in der Welt von heute sehr deutlich manifestieren. Raten Sie mal, wer noch? Reimt sich auf „Bude“.

Heute wollen die Araber uns Glauben machen, dass sie in den Palästinensergebieten unterdrückt und besetzt werden, dass sie in Angst leben, aber „mutig Widerstand leisten“; doch wenn man in die PA reist, was sieht man in den meisten Dörfern und Gemeinden, selbst in der Stadt? Große Gruppen junger Kinder stromern unbeaufsichtigt herum. Sei werden zu dir kommen wenn du offensichtlich Amerikaner oder Europäer bist und brüllen „Schkalim“, als ob die verpflichtet seist ihnen Geld zu geben. Sie scheinen keine Angst zu haben. Die Eltern benutzen die Kinder oft als Requisite – wer könnte dieses Video vergessen?

Es gibt jetzt wirklich nur zwei Dinge, die man da wegnehmen kann: Entweder der  Typ weiß, dass die Israelis Kindern niemals absichtlich Schaden zufügen würden und das um jeden Preis vermeiden – in diesem Fall ist er ein Dreckskerl, der sein Kind benutzt um mit einem irreführenden Video billig politisch zu punkten – oder er glaubt aufrichtig, dass die Juden seinen Sohn ermorden werden; in diesem Fall würde, dass er seinen Sohn anhält Steine auf Leute zu werfen, die ihn töten werden, nahelegen, dass ihm sein Sohn tatsächlich egal ist. Was ist es also?

Ich sage oft, dass dies ein richtiger Krieg zwischen Gut und Böse ist und ich glaube, das ist eine weitere Weise dies zu sehen. Wir haben Juden, die aufrichtig Angst haben ihre Kinder zu verlieren und wir haben Araber die sagen, sie würden ihre Kinder lieben, aber nicht entsprechend handeln. Wir haben Araber, die auf Kinder zielen und wir haben Juden, die alles in ihrer Macht stehende tun, um Kindern keinen Schaden zuzufügen.

Man muss kein Genie oder moralischer Musterknabe sein um zu sehen, wen wir hier unterstützen sollten.

Sommerlager-Vergleich

gefunden auf twitter: Was Palästinenserkinder in ihrem Sommerlager (bei der Hamas, aber nicht nur da) lernen Leben auszulöschen.
In Israel gibt es andere Sommerlager – da gibt es zum Beispiel ein Sommerlager des israelischen Krankenwagen-Dienstes, wo Kinder lernen Leben zu retten.