Die Tochter, mal wieder

Gibt es eklige Juden?

Was für eine Frage. Wenn man einen Menschen als eklig bezeichnen mag, dann gibt es natürlich auch eklige Juden. So wie es eklige Nichtjuden gibt, eklige Männer wie eklige Frauen usw. Genauso wie es nette Juden/Nichtjuden/Menschen/Männer/Frauen gibt oder schöne, sympathische oder sonstwas.

Für mich gehört diese Frau zu den ekligen Menschen. Da sie wohl Jüdin ist, ist sie für mich eine eklige Jüdin. Den Gründen dafür hat sie gerade erst wieder einen weiteren hinzugefügt. Und zwar so:

Das sieht so aus: Seit Jahren kann der eklige Hetzer Walter Herrmann in Köln vor dem Dom seine mit antisemitischen Parolen, Karikaturen, Sprüchen und Lügen gespickte „Klagemauer“ aufbauen. Praktisch ungehindert von der Stadt Köln, vor Klagen und Anzeigen geschützt durch die Kölner Staatsanwaltschaft. Lediglich bei ordnungspolitischen Dingen gab es hin und wieder einen erhobenen Zeigefinger, neulich sogar ein Gerichtsurteil. Da wurde ihm untersagt die Ekelbilder von ermordeten Kindern für Kinder leicht zugänglich auszustellen. Ansonsten – inhaltliche Fehlanzeige.

Ein weiterer Punkt waren die „Füße“, die er für seine Stellwände verwendet(e). Die brachte er erst hier, dann dort unter, um sie nicht immer mitschleppen zu müssen, was dann zu skurrilen Aussagen und Dementis verschiedener Institutionen wie dem WDR und der Stadtverwaltung führte. Keiner wollte ihm die Unterbringung genehmigt haben, keiner wollte sie vor der eigenen Tür vorfinden. Das Hickhack war „herrlich“. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht so ganz geklärt werden konnte, wem die Dinger denn wirklich gehörten, da sie eventuell sogar von einer Baustelle „geholt“ worden waren.

Jetzt hatte die Stadt Köln tatsächlich wieder einen Grund einzuschreiten: Herrmann hatte zwei Füße an einen Laternenmast vor dem Dom gekettet, wenn er seinen Müll abbaute. Das geht nicht, eine solche Lagerung ist eine „unerlaubte Sondernutzung“ und das Amt für Straßen und Verkehrstechnik ließ die Teile entfernen, wozu die Kette mit einem Bolzenschneider durchtrennt werden musste. Sie wurden auf einem Transporter weggebracht. Walter Herrmann hatte weniger Möglichkeiten seine Hasswände aufzubauen und legte die Hetze einfach auf den Boden.

Und nun der Auftritt von Evelyn Hecht, die sich (seit wann eigentlich?) Evelyn Hecht-Galinski nennt, wobei sie jedem, der es nicht weiß, sofort dazu vermittelt, dass sie die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski ist. Mit dem Namen ihres Vaters geht sie hausieren, um eine Chance zu haben mit ihren üblen Äußerungen Publikum zu gewinnen.

Sie nimmt die Entfernung der Füße zum Anlass der Stadt Köln Raub von jüdischem Eigentum vorzuhalten: „Stadt Köln beschlagnahmt Eigentum einer deutschen Jüdin“, titelt sie auf ihrer persönlichen Internetseite, auf der auch so hervorragende Freunde von Freiheit und Demokratie (sprich: der Mullahkratie in Teheran) wie Yavuz Özoguz als Gastschreiberlinge auftreten dürfen. Auf der Unterseite seien die Füße klar mit ihrem Namen versehen (sieht man aber nicht), es handele sich um ihr persönliches Eigentum, das sie Herrmann zur Verfügung gestellt habe.

Da haben wir wieder das Spiel mit den deutschen Befindlichkeiten: „Eigentum einer Jüdin beschlagnahmt“, das darf nicht sein, das ist Nazi! Sie, die nie ein Problem hat Israel vorzuwerfen mit dem Holocaust Deutschland und Europa zu erpressen, arbeitet selbst genau mit diesem Mittel, wenn es darum geht einen antisemitische Hetze verbreitenden Menschen zu unterstützen und eine Ordnungsmaßnahme zu „kritisieren“, die diese Hetze erschwert.

Was kümmert es Frau Hecht, dass es völlig unerheblich ist, wem die Dinger gehören, wenn sie dort und auf diese Weise nicht gelagert werden dürfen? Was kümmert es Frau Hecht, dass Herr Herrmann weitgehend tun und lassen kann, was er will, ohne dass ihm in die Parade gefahren wird? Scheißegal, wenn dieser Typ irgendein Problem bekommt, springt sie in die Bresche und brüllt „NAZI!“ Da hängt sie wieder die Jüdin raus, damit Judenhass betrieben werden kann.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Hecht! Ich wünsche Ihnen, dass die Stadt Köln auf den Trichter kommt und Sie, das Sie so lauthals die Rückgabe der Füße an Sie fordern, auch für die Kosten in die Pflicht nimmt, die die Entfernung und Lagerung verursacht hat. Dann hat die scheinheilige, eklige Heuchlerin wieder Grund „NAZI!“ zu brüllen.

Kölner Schandmauer: Es darf nicht die einzige Anzeige bleiben

Gerd Buurmann war vor einem Jahr mit seiner Anzeige gegen die antisemitische „Kölner Klagemauer“ nicht erfolgreich. Die Staatsanwaltschaft, die sich damals blind stellte und recht sonderlich argumentierte, lieferte gleichwohl Anhaltspunkte dafür, unter welchen Umständen sie gegen den Aussteller der antisemitischen Äußerungen vorgehen können würde. Diese Umstände sind nach Buurmanns Angabe eingetreten – und wenn die Staatsanwaltschaft wieder versuchen sollte sich herauszureden, dann finde ich, sie sollte selbst unter Anklage gestellt werden.

Buurmann hat von Henryk M: Broder Fotos erhalten, die zwei Papptafeln zeigen, die am 20. Januar an der „Klagemauer“ zu sehen waren:

„Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere ‚Eine Welt‘ erpressen?
Buurmann dazu:

Der Begriff „israelisches Volk“ hat zwei Bedeutungen: Es kann sich auf die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israels beziehen, aber auch auf das jüdische Volk als Ganzes. In der Geschichte Europas wurde das jüdische Volk immer wieder auch als israelisches Volk bezeichnet. Auf dem hier vorliegenden Plakat von Walter Herrmann jedoch hat der Begriff nur eine einzige Bedeutung, kann nur eine einzige Bedeutung haben. Auf dem Plakat ist von dem „israelischen Volk“ die Rede, das angeblich schon seit Jahrhunderten die Welt erpresse. Israel existiert allerdings gerade einmal 62 Jahre, also nicht einmal ein Jahrhundert, geschweige denn Jahrhunderte. Die Bürgerinnen und Bürger des Staates Israels können und sind somit nicht gemeint. Der Begriff „israelisches Volk“ ist in diesem Fall somit zweifelsfrei das jüdische Volk, von dem Walter Herrrmann in klassischer antisemitischer Wahnvorstellung öffentlich behauptet, es erpresse die Welt schon seit Jahrhunderten.

Das ist eine eindeutig volksverhetzende Propaganda.

Buurmann fasst hierzu zusammen:

§ 130 StGB besagt:

„Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigt, leugnet oder verharmlost.“

Meiner bescheidenen Auffassung nach ist die Gleichstellung der einzigen Demokratie im Nahen Osten, dem einzigen Ort im ganzen Umfeld, an dem die Bürgerinnen und Bürger des Landes die gleichen Rechte vor dem Gesetz haben, gleich welcher Religion, welchen Geschlechts und welcher sexuellen Orientierung sie sind, mit dem Mann, der die millionfache Vernichtung von Juden, den Zweiten Weltkrieg, Tyrannei und Unterdrückung zu verantworten hat, definitiv eine Verharmlosung der Herrschaft des Nationalsozialismus. Walter Herrmann behauptet im Grunde, die Nazis wären auch nicht schlimmer gewesen als das Urlaubsparadies Tel Aviv heute und Hitler wäre im Grunde ein der Demokratie verpflichteter Staatsmann gewesen. Wenn das keine Verharmlosung ist, was dann?

Buurmanns Appell, dem ich mich anschließe:

In der Begründung zur Ablehnung meiner Anzeige vor einem Jahr hat die Kölner Staatsanwaltschaft folgendes geschrieben:

„Es bestehen keine Anzeichen dafür, dass das psychische Klima in der Bevölkerung gegenüber jüdischen Mitbürgern nachhaltig beeinträchtigt werden könnte oder ist. Das unzweifelhaft umstrittene, als drastisch makaber, geschmacklos und anstößig zu qualifizierende Plakar vermag es nicht, die Stimmungslage in breiten Teilen der Bevölkerung gegenüber jüdischen Bürgern zu verschlechtern. Auch in diesem Sinne wird sich der aufgeschlossene mündige Bürger ein der objektiven Bedeutung eines Einzelgängers zukommendes Urteil bilden können. Die mediale Aufmerksamkeit, die das Plakat (im Nachhinein) gefunden hat, und das eher als gering zu bewertende Anzeigenaufkommens führen zu keiner anderen Einschätzung.“

Es ist für die Kölner Staatsanwaltschaft somit von Belang, wieviele Anzeigen eingehen und auch, ob Anzeigen von waschechten Juden eingehen. Ich möchte somit alle Menschen bitten, ob jüdisch oder nicht, ebenfalls eine Anzeige zu erstatten.

Kölner Antisemitismus-„Mauer“: Der nächste Schritt

Erstellt am Dezember 22, 2010 vontapferimnirgendwo
Am 17. Dezember 2010 haben alle Kölner Ratsraktionen (bis auf DIE LINKE), sowie der Oberbürgermeister Jürgen Roters, Kölns Erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, die Bürgermeisterinnen Hans-Werner Bartsch, Angela Spizig und Manfred Wolf, die Einzelmandatsträger der Freien Wähler, das Katholische Stadtdekanat, der Evangelischen Kirchenverband Köln und Region, die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die Synagogengemeinde Köln und der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Tel Aviv und Köln – Bethlehem erklärt, Walter Herrmann fördere mit seiner Hasswand vor dem Kölner Dom „keine Botschaft des Friedens, sondern des Hasses“. Alle haben deutlich betont, dass sie die Entscheidung der Kölner Staatsanwaltschaft, die von Walter Herrmann bis Januar 2010 vor dem Kölner Dom veröffentlichte Karikatur eines kinderfressenden Juden, sei berechtigte Israelkritik, nicht verstehen zu können und bezeichnen die Karikatur als eindeutig antisemitisch und volksverhetzend.

Diesen klaren Worten der politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Einrichtungen Kölns müssen nun Taten folgen. Es kann und darf einfach nicht sein, dass zwar alle Institutionen einen brutalen Judenhass vor dem Kölner Dom ausmachen können, sie aber gleichzeitig erklären, ihnen seien die Hände gebunden und der Judenhass müsse nun mal in Deutschland akzeptierte werden, da er juristisch erlaubt sei.

Es gibt einen ganz einfachen Weg, dem M.C. des Kölner Judenhasses Walter Herrmann die antisemitische Tour zu vermasseln.

Monika Schmitz, Korrespondentin und Autorin des Buches „Die Hasswand – Antisemitismus in der Domstadt“ und Reiner Schleicher, Verleger und Autor des deutsch-französischen Verlages Europarloir, sowie Gründer der Petitionsinitiative gegen Antisemitismus in Köln, haben einen Brief an den Polizeipräsident der Stadt Köln verfasst, den ich sofort mit unterschrieben habe.

Der nächste Schritt ist nun also, diesen Brief zu verbreiten.

Liebe Leserin,
Lieber Leser,

unterschreiben und senden auch Sie den folgenden Brief an alle politischen Vertreterinnen und Vertreter Kölns. Fordern sie die Kölner Politik auf, ihren Worten Taten folgen zu lassen:

***

Arsch huh, Zäng ussenander! Auch für Juden!

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident,

wir, die Unterzeichner dieses Schreibens danken dem Oberbürgermeister und allen Vertretern der Stadt Köln, sowie allen Beteiligten für die deutlichen Worte in der Resolution, veröffentlicht durch Pressemitteilung am 17.12.2010, anläßlich der skandalösen anti-israelischen und antisemitischen Demonstrationswand des Herrn Walter Herrmann.

Wir bitten Sie, als obersten Vertreter der Polizei in Köln:
Lassen Sie der Resolution Taten folgen.

Walter Herrmann wird das Recht auf eine Dauerdemonstration eingeräumt. Dieses Recht steht ihm nicht zu. Walter Herrmann betreibt keinen Demonstrationsstand, denn er unterbindet öffentliche Diskussionen. Walter Herrmann betreibt einen Informationsstand, der durch Satzungsänderung verboten werden kann. So geschah es 1996.

Wir, die Unterzeichner setzen große Hoffnung in Sie.
Sie haben die Möglichkeit, sich für eine Satzungsänderung stark zu machen. Nehmen Sie Walter Herrmann das Recht täglich vor den Toren des Kölner Domes öffentlich gegen Israel zu hetzen, gestalten Sie Köln wieder lebens- und liebeswert.

Mit freundlichen Grüßen

Monika Schmitz, Köln
Autorin der Broschüre „Die Hasswand – Antisemitismus in der Domstadt“
Korrespondentin

Reiner Schleicher, Frankreich
Verleger und Autor des deutsch-französischen Verlages Europarloir
Gründer der Petitionsinitiative gegen Antisemitismus in Köln

Gerd Buurmann, Köln
Schauspieler und Regisseur
Aktivist gegen die „Klagemauer“ in Köln
Blog „Tapfer im Nirgendwo“

Erfolg im Kampf gegen die antisemitische Kölner Schandmauer?

Gestern stellte Gerd Buurmann seine Anklage „Tel Avivs antisemitische Schwester“ ein. Heute gibt es – endlich – eine sehr deutliche Reaktion aus der Kölner Politik:

Die Mauer muss weg!

tapfer im nirgendwo, 17. Dezember 2010

Manchmal geht es ganz schnell. Gestern, am 16. Dezember 2010 veröffentlichte Tapfer im Nirgendwo eine flammende Anklage gegen die Stadt Köln und ihre politischen Vertreterinnen und Vertretern ob ihrer Ignoranz gegenüber dem brutalen Antisemitismus, der sich fast täglich vor dem Kölner Dom unter Leitung des notorischen Israelhassers Walter Herrmann abspielt, und schon heute, ein Tag später, am 17. Dezember 2010 zieht Jürgen Roters wichtige Konsequenzen.

Jürgen Roters (SPD) hat am 17. Dezember 2010 eine deutliche Resolution gegen die Kölner Klagemauer erlassen, in der er die sofortige Entfernung der „Kölner Klagemauer“ fordert.

Damit nicht genug. Nicht nur er fordert die sofortige Entfernung der „Kölner Klagemauer“, sondern mit ihm noch folgende Personen und Institutionen, die alle die Resolution unterschrieben haben. Halten Sie sich fest:

Der Oberbürgermeister Jürgen Roters,
Kölns Erste Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes,
Bürgermeister Hans-Werner Bartsch,
Bürgermeisterin Angela Spizig,
Bürgermeister Manfred Wolf,
die SPD-Ratsfraktion,
die CDU-Ratsfraktion,
die Ratsfraktion Bündnis90/Die Grünen,
die FDPRatsfraktion,
die Einzelmandatsträgern von Freie Wähler,
also alle Parteien bis auf DIE LINKE,
Köln und Deine Freunde im Rat der Stadt Köln,
das Katholische Stadtdekanat,
der Evangelischen Kirchenverband Köln und Region,
die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit,
die Synagogengemeinde Köln,
sowie der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Tel Aviv sowie dem Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln – Bethlehem.

Jürgen Roters hat zudem versprochen, seinen deutlichen Worten während seiner momentanen Reise nach Israel Nachdruck zu verleihen.

Tapfer im Nirgendwo freut sich, die Resolution in ihrem Wortlaut hier wiedergeben zu können (Hervorhebungen von Tapfer im Nirgendwo):

Erklärung zur Dauerdemonstration gegen Israel vor dem Kölner Dom, Erklärung zur Dauerdemonstration „Kölner Klagemauer“ vor dem Kölner Dom

Unter dem Namen „Kölner Klagemauer“ startete Ende der 1980er Jahre eine Privatinitiative gegen Wohnungsnot und Obdachlosigkeit. Während des Zweiten Golfkriegs zog sie 1991 als „Klagemauer für Frieden“ vor den Kölner Dom. Was als Forum freier Kommunikation und Mahnung zum Frieden begann, entwickelte sich 2004 zu einem Ort, der in geschichtsblinder Einseitigkeit antiisraelische Ressentiments nährt.

Skandalöser Höhepunkt dieser Entwicklung war die Anbringung einer Karikatur im Januar 2010. Sie zeigte die Umrisse einer jüdisch gekennzeichneten Person, die ein palästinensisches Kind mit Messer und Gabel verspeist. Erst nach lautstarker öffentlicher Kritik zog der Betreiber der Dauerdemonstration diese in unseren Augen volksverhetzende antiisraelische und antisemitische Karikatur zurück.

Auch wenn sich die Initiatoren der Kölner Klagemauer juristisch auf das hohe Gut der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit berufen können, sieht Köln es als seine Pflicht an, grundsätzlich immer dann eine Grenzziehung einzufordern oder vorzunehmen, wo zum Hass gegen andere Völker aufgerufen wird und antisemitische – oder auch andere Religionen verunglimpfende – Botschaften verbreitet werden. Dabei ist es unerheblich, ob diese offen oder in unterschwelliger Form erfolgen.

Mit der in extremer Einseitigkeit gegen Israel gerichteten Dauerdemonstration sind nach unserer Auffassung die Grenzen der Meinungsfreiheit in einer Stadt, die für Toleranz und Frieden steht, schon lange überschritten. Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses gegen ein Volk, das wie kein anderes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurde und dessen Existenzrecht als Staat nach wie vor von vielen Kräften in der Region nicht anerkannt wird. Sie verunglimpft die Klagemauer in Jerusalem, das religiöse Zentrum des jüdischen Volkes.

Viele Kölner Vereine und Institutionen pflegen seit Jahrzehnten freundschaftliche Beziehungen mit Israel und den benachbarten palästinensischen Autonomiegebieten. Als einzige deutsche Stadt ist Köln durch Tel Aviv-Yafo und Bethlehem mit beiden Regionen städtepartnerschaftlich verbunden. Völkerverbindende Kontakte wie diese stützen den immer wieder von Rückschlägen bedrohten Nahostfriedensprozess.

Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung stellen sich in vielfältiger Weise dem Extremismus und Antisemitismus durch die Entwicklung von Strategien, mit Bildungsangeboten, gemeinsamen Veranstaltungen, themenbezogenen Einrichtungen oder diversen anderen Initiativen entgegen. Die hier oftmals mühsam erzielten Erfolge werden durch Aktivitäten wie die der “Klagemauer“ konterkariert.

Die Kölner Bürgerinnen und Bürger, Kölns Institutionen und der Kölner Rat können und wollen die Vorgehensweise von Walter Herrmann, dem Betreiber der Dauerdemonstration, nicht länger hinnehmen. Köln fordert daher Walter Hermann auf, alle menschen- und völkerverachtenden Installationen umgehend zu entfernen – genauso, wie er es mit oben erwähnter Karikatur Anfang 2010 getan hat – und künftig auf solche zu verzichten. Eine Verunglimpfung wie im Januar 2010 darf es nie wieder geben.“

Die Stadt Köln hat endlich, ENDLICH! mit einer klaren, deutlichen und unmissverständlichen politischen Stimme gesprochen. Walter Herrmanns „Kölner Klagemauer“ ist nicht friedlich sondern eine Ausgeburt des Hasses!

Im Gegensatz zur Kölner Staatsanwalt, die Walter Herrmanns Judenhass auf skandalöser Weise legitimiert hat, erkennt die absolute Mehrheit der Kölner Politik, bis auf DIE LINKE, in der Karikatur der Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt.

Das politische Köln fordert somit mit Nachdruck die sofortige Entfernung der „Kölner Klagemauer“.

————

Jetzt müssen wir noch abwarten, welche Folgen diese Resolution tatsächlich hat. Wird die antisemitische Hass-„Mauer“ wirklich entfernt? Auf welcher Grundlage? Gibt es eine neue Rechtsauffassung, die dafür sorgt? Bekommt der Betreiber keine Genehmigung mehr? Hoffentlich freuen wir uns nicht zu früh.

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (2)

Samstag: Um 18.10 Uhr zeigt sich der Kommentator auf WDR2 erleichtert: Es hat kaum Übergriffe gegeben, alles ist ruhig geblieben, nur ganz wenige Festnahmen. Und durchgängig wurde der Eindruck erweckt, dass, hätte es Gewalttaten gegeben, „die Rechtsextremen“ dafür verantwortlich gewesen wären, nicht die Täter – obwohl die Linken dafür gelobt werden, dass kaum jemand festgenommen werden musste („letztes Jahr hatte es noch mehr als 800 Festnahmen“ linker Gegendemonstranten gegeben). Allgemeines Schulterklopfen also. Man feiert sich dafür, den rechte Kongress aufgewertet und den Pro-Parteien Munition geliefert zu haben, damit die sich weiter als Opfer darstellen können. Die können sich jetzt hinstellen und festhalten, dass die Meinungsfreiheit in Deutschland im Allgemeinen und Köln im Besonderen nur mit massivem Polizeischutz aufrecht erhalten werden kann. Völlig zu recht können sie behaupten, dass die Undemokraten, die Intoleranten, die Gewalttätigen links zu verorten sind, denn die haben es auch diesmal wieder gezeigt, wenn auch die meisten sich angesichts des massiven Polizeiaufgebots doch lieber einigermaßen im Griff hielten. Wer da Sieg skandiert, der muss sich mindestens im Klaren sein, dass es ein Pyrrhussieg ist – denn wieder haben die angeblich so „Toleranten“ und Friedensfreunde in Köln Menschen verloren, die sich den Pro-Parteien zuwenden, weil sie keine Alternative finden. Hier gibt es eine Aufgabe für andere. Nur, dass es denen so gehen wird, wie Ralph Giordano: Er wurde nach seiner Islamkritik nur nicht als Neonazis bezeichnet, weil er Holocaust-Überlebender ist.

n-tv macht dann wieder beim Fälschen weiter: In den Nachrichten von 21.00 Uhr wird vom „Antiislam-Kongress“-Geschehen „berichtet“. Darüber hinaus wurden Bilder von Versuchen von Gegendemonstranten, gewaltsam die Polizeisperren zu durchbrechen, mit Text von friedlichem Protest überlagert.

Am Sonntag analysiert cosmo tv auf WDR-Fernsehen die Problematik der Pro-Köln-Lage. Völlig richtig Analyse: Die Leute haben Sorgen, die Sorgen werden nicht ernst genommen, die Besorgten wollen nicht in die rechte Ecke gestellt werden, aber sie haben niemanden sonst, der sich der Thematik annimmt, weil „die da oben“ über alle Köpfe hinweg entscheiden. Konsequenz? Nichts. Wir machen immer so weiter, auch der WDR. Na, herzlichen Glückwunsch!

Ansonsten gibt es kaum noch Informationen. Der Express höhnt, die Teilnahmezahlen am Anti-Islamisierungs-Kongress seien peinlich niedrig. Dafür blähen sie dort die Zahl der Gegendemonstranten auf, wie die Pro-Leute die ihren nach oben „korrigieren“.

Kölsche Hetze – zum ‚Anti-Islamisierungskongress‘ (1)

Vorab eins: Ich bin nicht für „Pro-Köln“. Ich bin aber dagegen, sich mit Parolen großmäulig hinzustellen und „Faschisten“ und „Nazis“ zu brüllen. Und ich bin dagegen, dass die Demokratie weiter so vergewaltigt wird, wie im September in Köln. Ich bin dafür vor der islamischen Eroberung Europas zu warnen. Aber ich bin dagegen, dass das Leute tun, die das Thema nur als Vehikel benutzen. Es ist grausig zu sehen, wie in Köln die Besorgnisse der Bürger nur in deren Diffamierung resultiert und einer Bewegung in die Arme getrieben werden, die zweifelhafte Vertreter dieser Bürger sind – aber offensichtlich die einzigen, die sich der Besorgnis annehmen (oder sie missbrauchen). In Köln muss sich einiges ändern. Dazu sind die Etablierten nicht bereit. Die Kölner Toleranz geht leider auch nicht einen Millimeter weiter als bis zum eigenen Tellerrand. Wer irgendwo von der offiziell verordneten Linie abweicht, wird in die Nazi-Ecke gestellt. So macht man die Rechtsextremen glaubwürdig und zur Alternative für die von der Politik Enttäuschten.

Angesichts des Polizeiaufgebots ist nicht damit zu rechnen, dass sich die Szenen vom letzten Jahr wiederholen. Die Berichterstattung wird aber mit ziemlicher Sicherheit dafür sorgen, dass die Aggressoren nicht unbedingt da verortet werden, wo sie sind – oder zumindest der „Kongress“ als Ursache da stehen wird und nicht die undemokratische Einstellung und GEwaltbereitschaft der Autonomen.

Freitag:

Die Qualitätsmedien lügen die ganze Sache um:

Beim WDR wird der Anschein erweckt, als würde der Antiislamisierungskongress illegale Kundgebungen abhalten wollen, denn das „Oberverwaltungsgericht NRW hatte eine für Samstag geplante ‚Pro-Köln“-Kundgebung am Kölner Dom untersagt. (WDR Teletext S. 118 vom 8.5.09)

Ein weiterer „Kölner Sender“, RTL, „berichtet“ im Nachtjournal ähnlich – erst eine Weile später wird gesagt, dass die Kundgebung zwar am Dom untersagt, aber dafür ins rechtsrheinische Deutz verlegt wurde. Dafür fährt hier selbst der Polizeisprecher scharfe Geschütze auf und erweckt den Eindruck, dass die Gewalt nur von den Antiislamisierungs-Demonstranten ausgeht. Das zieht sich durch alle Äußerungen, selbst dort, wo eindeutig „Autonome“ die Polizei angreifen.

Einzig Vox macht darauf aufmerksam, dass die Linken die Gewalttäter sind und die Polizei angreifen und dass eine Verlegung der Demonstration statt fand, ohne vorher den Eindruck zu erwecken, die ganze Veranstaltung sei verboten.

Von den Demonstrationen im „Kölner Umland“ scheint es einzig in Leichlingen wirklich sinnvoll zugegangen zu sein: Keine gewaltbereiten Autonomen, kein Riesen-Hype – die Geschäftsleute haben einfach früher Schluss gemacht, die Innenstadt war leer, weil außen rum Schilder standen, die darauf aufmerksam machten, dass hier die nicht Gewollten ins Leere laufen sollten.

Samstag (bis mittags):

WDR2, 10 Uhr-Nachrichten – ich staune: Es wird tatsächlich gesagt, dass zu den Gegendemonstranten „gewaltbereite Autonome“ gehören, mit denen die Polizei bereits „Auseinandersetzungen hat“.

Mit Unwahrheiten agiert der WDR allerdings beim Rückblick auf die verhinderte Veranstaltung vom letzten September: Die oft gewalttätigen Aktionen gegen Leute, die zum Veranstaltungsort wollten, heißt es, die Kongressgegner hätten die Veranstaltung erfolgreich mit Sitzblockaden massiv gestört. Offensichtlich für nicht schlecht befunden wird auch, dass es in der Nähe der Pro-Kundgebung eine Gegenveranstaltung von DKP und DGB-Jugend gibt – eine etwas zweifelhafte Sache, dass die so erlaubt wird, wurde doch aus Sicherheitsgründen die „rechte“ Veranstaltung extra nicht am Dom genehmigt. So schafft man weiter Konflikt- und Gewaltpotenzial, das dann liebend gerne wieder den Pro-Parteien in die Schuhe geschoben werden wird. Die Aussage von Ralph Giordano, der von „einem faschistischen Großspektakel“ sprach, könnte sich gegen alles richten, was in Köln vor sich geht – beim WDR scheint sie ausdrücklich nur gegen die Pro-Leute gerichtet zu sein. Vielleich kann jemand herausfinden ob Giordano sich nur gegen den Kongress gewandt hat oder auch gegen die Gegendemonstrationen. Meines Wissens hat sich Giordano im September genauso gegen den Kölner Gegenterror ausgesprochen.

Der Kölner Stadt-Anzeiger (Leverkusener Ausgabe) schreibt einen kurzen Satz zu Gegendemonstranten, die gewaltsam die Polizeikette durchbrechen wollten, dann ausführlich über „Pro“-Ordner, die „vor Handgreiflichkeiten nicht zurückschreckten“, so dass die „Polizei die ‚Ordner‘ zur Ordnung rufen musste“. Von wem die „Handgreiflichkeiten“ ausgingen bzw. provoziert wurden, wird nicht gesagt. Der Leser muss davon ausgehen, dass die „Pro“-Leute die Aggressoren waren – eine andere Variante wird ausgeschlossen. Angesichts des in Leverkusen bekannten linken Aggressions-Potenzials eine Sache, die klargestellt werden müsste. Von der Schlagzeile „Trillerpfeifen, aggressive Sprüche“ wird auch nur das Pfeifen der Gegendemonstranten substanziiert.

Die Rheinische Post (online) schreibt nichts über die Kundgebungen vom Freitag. Die Auflagen bzw. Verbote gegen die „Pro“-Veranstaltung werden ausführlich geschildert. Die Gegenveranstaltung auf dem Heumarkt ebenfalls. Zum ersten Versuch vom September heißt es: Die erste Auflage des „Anti-Islamisierungskongresses“ war im September 2008 von der Polizei abgebrochen worden, weil es am Rande schwere Ausschreitungen mit linksautonomen Gegendemonstranten gegeben hatte. So verschleiert man, was wirklich passierte, da der geneigte Leser den Eindruck bekommen dürfte, die Auseinandersetzungen hätten zwischen den verhassten Teilnehmern und den linksautonomen Gegendemonstranten stattgefunden, während es ausschließlich physische Aggressionen der Linken waren.

Wie sie sich die Welt zurecht lügen

Es gibt da in der „Toleranzstadt“ Köln eine Stelle, die die ganze hässliche Fratze der vermeintlichen deutschen (oder auch Kölner) Toleranz offenbart, weil sie glatt auf den Kopf stellt, was Toleranz und Respekt und vor allem Wahrhaftigkeit angeht.

Die Rede ist von der so genannten „Kölner Klagemauer“, dem unsäglichen Lügenkasten antiisraelischer Stimmungsmache. Nur ein Beispiel für die „Klage“ dieser „Mauer“ und wie sich da „Fakten“ gestrickt werden. Ein ganz einfaches Beispiel (das Foto holt ihr euch bitte selbst rein) – da wird behauptet:

ISRAEL’s hässliches Gesicht
Mit Massakern 4,3 Millionen Palästinenser
aus ihren Dörfern und Städten vertrieben.
Kein Rückkehr-Recht!

Nehmen wir mal an, die Behauptungen von den Massakern und den Vertreibungen würden tatsächlich stimmen – diese Aussage ist trotzdem jenseits jeglicher Realität. Das fängt bei den Zahlen an. 4,3 Millionen Vertriebene Araber sind beim besten Willen nicht festzustellen. Selbst die Terror- und Israelvernichtungs-Propagandisten reden von maximal einer Million „Vertriebener“ (die sich überdies damals weigerten Palästinenser genannt zu werden – „Palästinenser“ waren die Juden!). Die Wahrheit dürfte bei etwa 500.000 Menschen liegen, die ihre Orte und Häuser im Mandatsgebiet verließen und der allergrößte Teil von ihnen wurde nicht von den Juden vertrieben.

4,3 Millionen Palästinenser gibt es vielleicht heute. Sie alle zu von Israel 1948 vertriebenen zu machen, spricht nur eine Sprache: die der übertriebenen Hass-Propaganda gegen einen Staat, der schon bei seiner Gründung vernichtet werden sollte.

„Kein Rückkehrrecht!“, dröhnt es von diesem Schild. Hier wird besonders deutlich, wie diese Aktivisten der Terrorunterstützung mit zweierlei Maß rechnen. Denn einem Schlesier, Ostpreußen oder Sudetendeutschen mit ähnlichem Anliegen wird von genau denselben Leuten sofort das Etikett des Revanchisten und ewig Gestrigen, wenn nicht mehr angehängt.

Was ist also mit diesem „Rückkehrrecht“? Warum sollen es Generationen später und außerhalb „Palästinas“ Geborenen zustehen, wenn es nirgendwo sonst auf der Welt so ist? Warum sollen die „Palästinenser“ die einzigen Menschen der Welt sein, die historische Veränderungen und Realitäten nicht anerkennen müssen? Warum sollen die Juden Israels die einzigen sein, die historische Veränderungen, die sie so nicht wollten, sondern ihnen aufgezwungen wurden, rückgängig machen müssen?

Doch noch etwas wird an diesem Hetzplakat und dem, was darum herum gezeigt wird, deutlich: Niemand von diesen Toleranz-Wütern kommt je auf die Idee sich die Massaker und den Terror anzusehen, dem die Juden im Mandat ausgesetzt waren. Niemand von ihnen kommt auf die Idee die Rolle der arabischen Hetzer und Mordanstifter zu beleuchten. Unsere Hass-auf-Israel-Experten blenden alles aus, was Israels Handeln auch nur ansatzweise rechtfertigen könnte. Araber sind gut, Araber haben Recht, Israelis (die Juden, nicht die arabischen Israelis) sind der Teufel. So tolerant sind sie! Kein Wort zur permanenten Hetze, zum übelsten Antisemitismus der Gegenwart, dem Terror gegen Zivilisten, den Vernichtungsabsichten. Gibt es in der Welt der Toleranten nicht. Augen zu und schon haben wir die Welt, wie wir sie uns wünschen! Gratulation!

Wenn sich diese Haltung gegen Israel richtet, gegen die Juden Israels, dann ist der Weg nicht weit, dass auch die Juden andernorts in der Welt darunter zu leiden haben. Die „feinsinnige“ Unterscheidung zwischen „Antizionismus“ und Antisemitismus führt sich immer ganz schnell ad absurdum, wenn man sieht, welche Auswirkungen der „Antizionismus“ der Toleranten auf die Juden außerhalb Israels hat: Synagogen/jüdische Gemeindezentren, die stärker geschützt werden als Banken und Regierungsgebäude; Rabbiner, die mit den Worten „Scheißjude“ niedergestochen werden usw.

Aber am meisten entlarvt, was die Wasserträger der Toleranten von sich geben – wer nicht in der Führungsriege der Toleranz steht, vergisst nämlich oft genug ganz einfach von Zionisten reden zu müssen und nimmt den eigentlich gemeinten Begriff in den Mund: Jude. Was natürlich niemals Jude heißt, das muss anders gesehen werden. Lügt euch ruhig eure Welt zurecht, schöner wird sie trotzdem nicht!