Islamischer Staat führt „Missstände“ an, beansprucht Opferstatus gegenüber abgeschlachteten Christen

Raymond Ibrahim, 4. Mai 2021

Der Islamische Staat im Sinai richtete vor kurzem eine weiteren Christen auf Video hin. In einem vor der Hinrichtung aufgenommenen Clip „gestand“ der ermordete Kopte Nabil H. Salama (62) sein Verbrechen: die einzige Kirche in Bir al-Abd im Sinai gebaut zu haben – eine Kirche, die angeblich „mit dem Krieg der ägyptischen Armee und des Geheimdienstes gegen den Islamischen Staat kooperiert“.

Obwohl Salama sein „Geständnis“ er nach Folter bot – nachdem ihm die Vorderzähne aus dem Mund gehauen wurden – ist die Anklage, koptische Kirchen würden aktiv und ruchlos dran arbeiten die islamische Ordnung zu untergraben, unter Ägyptens Islamisten weit verbreitet, die ständig in absurde Richtungen abgleiten.

So erschien schon 2010 Mohammed Salim al-Awwa, der ehemalige Generalsekretär der Internationalen Union Muslimischer Gelehrter, mit einer hemmungslosen Tirade auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten nicht mit dem ägyptischen Militär zu „kooperieren“, sondern „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu lagern“ – auch noch aus Israel importiert, „dem Herzen der Sache der Kopten“ – und „sich darauf vorzubereiten Krieg gegen Muslime zu führen“. Er warnte, wenn nichts unternommen würde, werde „das Land brennen“ und stachelte die Muslime auf „der Stärke der [koptischen] Kirche entgegenzuarbeiten“.

In Wirklichkeit sind alles, das jemals „brennt“, koptische Kirchen durch die Hände der Muslime – so, als nach dem Sturz von Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Ganz zu schweigen von all den koptischen Kirchen, auf die von Terroristen Bombenanschläge verübt wurden, wodurch jede Menge christliche Gottesdienstbesucher getötet wurden. Um nur ein paar der bedeutendsten Vorfälle anzuführen: Am Palmsonntag 2017 wurden zwei koptische Kirchen bombardiert und 50 Gottesdienstbesucher getötet; am Sonntag, 11. Dezember 2016 wurde noch eine Kirche bombardiert und mindestens 27 Gottesdienstbesucher getötet; an Silvester 2011 wurde eine weitere Kirche bombardiert und 23 Christen getötet; und an Heiligabend 2010 wurden sieben Christen erschossen, als sie ihre Kirche verließen.

Tatsache ist, dass muslimische Terroristen dafür berüchtigt sind alle möglichen Vorwände zu liefern – von denen viele ans Absurde grenzen – um ihre feigen Anschläge auf und Morde an Christen innerhalb und außerhalb Ägyptens zu rechtfertigen. Der Islamische Staat führte „Umut“ an, um die grausige Abschlachtung von 21 Christen – 20 Kopten und einen Ghanaer – 2015 am Strand von Libyen zu rechtfertigen. Ein Artikel in Dabiq, dem Online-Magazin des Islamsichen Staats auf Englisch, mit der Überschrift „Rache für die von den koptischen Kreuzrittern Ägyptens verfolgten Muslimat [muslimischen Frauen]“ behauptete, die 21 Christen seien aus „Rache“ für zwei koptische Frauen abgeschlachtet worden, die schon 2010 und gemäß islamischer Propaganda, von Ägyptens koptisch-orthodoxer Kirche gezwungen worden seien ihren Übertritt zum Islam zu widerrufen und zum Christentum zurückzukehren.

Der verstorbene koptische Papst Schenuda III., der damals fast 90 Jahre alt war und sich nicht mehr bewegen konnte, wurde tatsächlich als „US-Agent, Entführer und Folterer muslimischer von der Christenheit konvertierter Frauen“ dargestellt; die Christen „horten Waffen in Klöstern und Kirchen um Krieg gegen die Muslime zu führen und Ägypten zu spalten, damit sie einen koptischen Staat schaffen können“.

Der Islamische Staat führte auch die Bombenanschläge auf die Kirche Unserer Lieben Erlöserin in Bagdad als Produkt der „Rache“ für dieselben angeblich zwangsweise zum Christentum zurückkonvertierter Frauen in Ägypten an. Damals hatten bewaffnete Jihadisten die Kirche im Irak während eines Gottesdienstes gestürmt und wahllos das Feuer eröffnet, bevor sie ihre Selbstmordwesten zündeten, die „mit Kugellagern gefüllt waren, um so viele Menschen wie möglich zu töten“. Fast 60 Christen – einschließlich Frauen, Kindern und sogar Babys (hier gibt es Bilder der Folgen) – wurden niedergemetzelt.

Diese Strategie des „Mach die Opfer verantwortlich“ ist auch nicht auf Ägypten beschränkt. Nur Tage nach einer Serie von Bombenanschlägen, die Sri Lanka am Ostersonntag 2019 erschütterten und bei der 359 Menschen getötet wurden, sagte ein nachgeordneter Verteidigungsminister, der Anschlag „sei Vergeltung für den Angriff auf Muslime in Christchurch“, wo ein Australier rund 50 Muslime in zwei Moscheen in Neuseeland getötet hatte.

Zwei Punkte strafen alle solche Behauptungen islamischer „Rache“ aufgrund von „Missständen“ Lügen:

Erstens: Was hatten die irakischen Christen der Kirche Unserer Lieben Erlöserin oder der geköpften Ghanaer mit den eingebildeten Verbrechen der koptischen Kirche zu tun? Eigentlich: Was haben Christen im Nahen Osten, Afrika und Asien mit dem säkularen Westen zu tun? Wann immer letzterer Muslime vor den Kopf stößt –ob durch die Veröffentlichung von Karikaturen oder durch militärische Operationen in Afghanistan – „antworten“ Muslime damit, dass sie die christlichen Minderheiten in ihrer Mitte terrorisieren. Was genau haben Ostern feiernde Christen in Sri Lanka mit einem weißen Terroristen in Neuseeland zu tun? Außerdem: Wenn der Anschlag vom Ostertag eine Art Vergeltung war, was erklärt dann die Tatsache, dass Muslime praktisch jedes Ostern Bomben auf Kirchen werfen (gerade erst in Indonesien)?

Was uns zu zweiten Punkt führt: Seit wann brauchen islamische Terroristen, die regelmäßig Hass gegen andere predigen, jemals einen Grund oder einen Vorwand, um das Leben von Nichtmuslimen, allen voran den Christen, zu vermiesen? Zum Beispiel habe ich sein Juli  2011 monatlich die „Verfolgung von Christen durch Muslime“-Berichte zusammengestellt (die beim Gatestone Institute veröffentlicht werden). In praktisch jedem dieser monatlichen Berichte bombardieren, verbrennen oder verbieten Muslime Kirchen und terrorisieren Christen allgemein. Sollen wir ernsthaft glauben, dass das alles infolge von muslimischem „Missständen“ durch entmachtete christliche Minderheiten in ihrer Mitte geschieht?

Tatsächlich ließen selbst beim jüngsten Mord, dem an dem Kopten Nabil Salama im Sinai, seine Mörder, vielleicht versehentlich, die Wahrheit hinter ihrer Feindschaft raus. In seinem Hinrichtungsvideo erscheint Salama auf seinen Knien, hinter ihm stehen drei Männer, Gewehre in der Hand. Der in der Mitte beginnt eine typische jihadistische Tirade: „Allen Preis Allah, der seinen Sklaven [den Muslimen] befahl zu kämpfen und die Ungläubigen zu demütigen“ – dieser letzte Teil wird gesagt, während der Terrorist verächtlich auf den gefesselten und knienden Mann vor sich deutet – „bis sie die Jizya zahlen, während sie sich vollkommen unterdrückt fühlen.“

Das ist natürlich eine Umschreibung von Sure 9,29, die Muslimen befiehlt Jihad gegen die „Völker des Buchs“ – Christen und Juden – zu führen, bis sie Tribut zahlen und sich vollkommen unterdrückt fühlen. Beachten Sie: Der Koran führt keinerlei Missstände gegen Christen und Juden an – außer natürlich die Tatsache, dass sie Christen und Juden sind, Ungläubige, die die Autorität Mohammeds ablehnen und daher der Feind sind.

Kurz gesagt: Alle von diesen Muslimen, die die bereits entrechteten religiösen Minderheiten in ihrer Mitte terrorisieren, angeführt werden, sind falsch und sollen ihre ansonsten feigen und grausamen Taten „legitimieren“.

Der Koran und die jüdischen Tempel

Yisrael Medad, My Right Word, 19. Januar 2020

Wussten Sie, dass der Koran die Existenz der jüdischen Tempel bestätigt?

Hier, in Sure 17,7:

Wenn ihr Gutes tut, so tut ihr Gutes für eure eignen Seelen; und wenn ihr Böses tut, so ist es gegen sie. Als nun die Zeit für die zweite Warnung kam (sandten Wir Diener), damit sie eure Großen misshandelten und den Tempel [in Jerusalem] beträten, wie sie sie das erste Mal betreten hatten, und alles, was sie erobert hatten, bis auf den Grund zerstörten.

Und hier sind Auszüge aus einem Kommentar:

Der historische Hintergrund des zweiten Verfalls und seine Strafen sehen wie folgt aus: Der moralische und religiöse Eifer, mit dem die Makkabäer ihre Bewegung begonnen hatten, kühlte allmählich ab und wurde durch Liebe zur Welt und leere äußere Formen ersetzt. Es kam unter ihnen eine Spaltung auf und sie luden sich den römischen General Pompejus ein, er solle nach Palästina kommen. Im Jahr 63 v.Chr. wandte Pompejus seine Aufmerksamkeit diesem Land zu. Indem er Jerusalem eroberte, setzte er der politischen Freiheit der Juden ein Ende. Aber die römischen Eroberer zogen es vor ihre Dominien über die Ämter örtlicher Häuptlinge zu regieren, nicht durch direkte Kontrolle. Daher wurde in Palästina eine lokale Regierung installiert, die schließlich 40 v.Chr. in die Hände von Herodes gelangte, einem cleveren Juden. Dieser Herrscher ist als Herodes der Große bestens bekannt. Er herrschte von 40 bis 4 v.Chr. über das gesamte Palästina und Jordanien. Einerseits beschützte Herodes die religiösen Führer, um die Juden zufriedenzustellen, andererseits verbreitete er die römische Kultur und gewann den guten Willen Cäsars, indem er dem römischen Imperium Loyalität und Ergebenheit erwies. Während seiner Herrschaft degenerierten die Juden und fielen in die niedrigste Ebbe moralischen und religiösen Lebens ab.

… um eine korrekte Einschätzung des Zustands der gewöhnlichen Juden und ihrer religiösen Führer zu bekommen, sollte man die Kritik studieren, die vom Propheten Jesus (Friede sei mit ihm) in seinen Predigten in den vier Evangelien an ihnen geübt wurde… Als Pontius Pilatus diese verkommenen Leute fragen, welchen verurteilten Häftling er gemäß des Brauchs an Pessah freilassen sollte, Jesus oder den Räuber Barrabas, schrien sie alle mit einer Stimme „Barrabas“. Das war in der Tat die letzte Chance, die Allah den Juden gab und dann war ihr Schicksal besiegelt.

Nicht lange danach begann ein schwerer Konflikt zwischen den Juden und den Römern, der sich von 64 bis 66 n.Chr. ein eine offene Revolte ersterer entwickelte. Sowohl Herodes Agrippa II. als auch der römische Prokurator Floris scheiterten daran die Rebellion niederzuschlagen. Schließlich zerschlugen die Römer sie mit starkem militärischem Handeln im Jahr 70 n.Chr. Titus eroberte Jerusalem mit Gewalt. Rund 133.000 Menschen wurden dem Schwert übergeben. Sechsundsiebzigtausend wurden zu Sklaven und tausende zur Arbeit in die Mienen von Ägypten und in andere Städte geschickt, so dass sie in Amphitheatern von wilden Tieren zerrissen oder zu Übungszielen für die Schwertkämpfer werden konnten. Alle großen und schönen jungen Frauen wurden für die Eroberungsarmee ausgesucht und die Heilige Stadt Jerusalem und der Tempel wurden bis auf den Grund  zerstört. Danach verschwand dieser jüdische Einfluss so aus Palästina, dass die Juden zweitausend Jahre keine Macht mehr gewinnen konnten und der Heilige Tempel konnte nie wieder aufgebaut werden. Nachdem der römische Kaiser Hadrian Jerusalem wiederaufbaute, benannte er es in Aelia um. Den Juden jedoch war es Jahrhunderte lang nicht gestattet sie zu betreten. Das war das Unheil, das die Juden infolge ihres zweiten Verfalls erlitten.

Jüdische Geschichte, jüdische Souveränität bestätigt.

Der Dhimmi, der davon kam

Michael Lumish, Israel Thrives, 24. September 2016

Israel ist der Dhimmi, der davon kam.

Die fundamentale Grundlage der nie endenden arabisch-muslimischen Aggression gegen die Juden des Nahen Ostens ist die muslimische Religion, wie sie im Koran und den Hadithen umrissen wird.

Punkt. Basta.

Es handelt sich nicht um eine Aggression, die auf Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit gründen, wie die palästinensischen Araber und ihre Freunde Sie glauben machen wollen. In Wirklichkeit ist Israel verglichen mit dem Rest des Nahen Ostens ein Schangri-La der sozialen Gerechtigkeit.

Der lange arabische Krieg gegen die Juden des Nahen Ostens ist ein Religionskrieg.

Und in den Primärquellen des islamischen Glaubens finden wir die Grundlage für diese Aggression gegenüber den verabscheuungswürdigen Ungläubigen, besonders gegenüber diesen Ärger bereitenden Juden.

Das jüdische Volk schaffte es allerdings – zusammen mit ein paar Christen – dem Dhimmitum zu entgehen – in Verletzung des islamischen theokratischen Imperativs – mit dem Fall des Osmanischen Reichs während des Ersten Weltkriegs und der Gründung des jüdischen Staats Israel nach dem Zweiten Weltkrieg.

Von jenen Tagen zu den heutigen sind die Juden des Nahen Ostens frei und den Arabern gefällt das nicht.

Als Mohammed den Islam als imperial-überlegene Religion schuf, die zu weltweiter Expansion entschlossen ist, gründete er sie als den Feind des jüdischen Volks, der Christen und aller anderen „Ungläubigen“.

Darüber hinaus ist sie ein erstaunliches Zeugnis für den Willen und die Intelligenz des Mannes, dass er das fast zustande brachte. Innerhalb nur eines Jahrhunderts nach dem Tod des Propheten schlugen die Muslime in ihrem Streben nach Eroberung, Sklaven und Beute bereits an Europas Tür.

Verstehen Sie aber bitte, dass die folgende Kritik sich nicht gegen Muslime als Einzelne richtet, sondern gegen die Folgen der islamischen Doktrin. Es ist der Islam als theokratisch-politische Ideologie mit weitreichenden Folgen für uns alle, die hier auf dem Prüfstand steht.

Der Koran und Mohammeds Machtwille

Der Koran ist ein dunkles und widersprüchliches Buch, aber es besteht keine Frage, dass die Verbreitung der Scharia und die Niederlage der Ungläubigen und „Nichtgläubigen“ in seinem Kern stecken. Was das bedeutet, muss nicht gesagt werden, ist Tod oder Übertritt für Heiden und Tod, Übertritt oder Dhimmitum für „Völker des Buchs“. Juden und Christen haben eine höhere Stellung in der Hierarchie der koranischen Religion und daher die Ehre zu wählen ihr Leben unter der Knute arabisch-muslimischer, imperialer Herrschaft zu leben. Das zieht die Zahlung von Schutzgeld (Jizyah) in einem System erzwungener Erniedrigung und Unterwerfung unter den Willen Allahs nach sich… was heißt: dem Willen der arabischen, theologisch-politischen Führung.

Es ist daher kein Zufall, dass der Islam für seine blutigen Grenzen berühmt ist und derzeit eine zwanglosen Ad-hoc-Völkermord an den Christen des nahen Ostens und eines Großteils Afrikas verübt. Der Völkermord ist zwanglos in dem Sinn, dass das niemanden, auch nicht den Papst höchstselbst, irgendwie juckt und die Araber ihn hier und dort, irgendwie Stück für Stück ausführen.

Der Grund für den endlosen arabisch-muslimischen Krieg gegen das jüdische Volk hat daher praktisch nichts mit jüdischen Fehlverhalten gegenüber Arabern und praktisch alles mit dem koranisch-religiösen Imperativ „Ungläubige“ in Unterwerfung zu halten zu tun. Viele Araber des Nahen Ostens wollen aus demselben Grund jüdisches Blut sehen, aus dem sie christliches Blut sehen wollen … weil beide Ungläubigen-Religionen sind, die es absolut ablehnen ihre Köpfe unter das Schwert des Propheten zu beugen.

Die Strafe für die Ablehnung der Unterwerfung unter das koranische Recht (Al-Scharia) ist der Tod, manchmal durch Kreuzigung, manchmal durch Kopfabschlagen und manchmal, wie wir in Sure 5,33 lesen, durch das Abhacken einer Hand und eines Fußen auf den gegenüberliegenden Körperseiten.

Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil.

Die Christen des Nahen Ostens schließt natürlich die ägyptischen Kopten ein, die keine andere Schuld auf sich geladen haben außer Christen zu sein und für dieses Verbrechen brennen muslimische Extremisten – mit der Zustimmung ihrer Freunde – tausende Kirchen nieder, entführen junge Christenmädchen um sie zu vergewaltigen und/oder zum Islam zu konvertieren und gegen Christen zu wüten, wo immer sie zu finden sind.

Nichts davon geschieht aufgrund des Verhaltens von Christen.

Die Ursache ist der Koran, sein Bestehen auf muslimischen Vorrangs und Mohammeds Machtwille.

Der Dhimmi, der davon kam

Ein grundlegender Unterschied zwischen Juden und Christen in diesem Teil der Welt vis-a-vis der immerwährenden Aggression und Verachtung durch arabische Muslime besteht in der IDF. Die IDF ist der alleinige, einzige Grund, dass die Arber die Juden nicht „ins Meer getrieben“ haben, wie sie es während der aufrichtigeren Periode ihrer Geschichte einst versprachen.

Dreizehn lange Jahrhunderte setzten sich die arabischen Muslime gegen alle Nichtmuslime im Nahen Osten durch. Manchmal und mancherorts war Dhimmitum besser und zu manchen Zeiten und an manchen Orten war Dhimmitum schlimmer, aber es nie besser als die schlimmsten Jim Crows im amerikanischen Sünden des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

In Martin Gilberts In Ishmael’s House: A History of Jews in Muslim Lands lesen wir:

Es durften keine Synagogen oder Kirchen gebaut werden. Dhimmis durften keine Pferde reiten, sondern nur Esel; sie durften keine Sättel benutzen, sondern nur Damensättel verwenden. Darüber hinaus durften sie keine Muslime beschäftigen. Juden wie Christen mussten besondere Hüte, Umhänge und Schuhe tragen, um sie als anders als Muslime zu kennzeichnen. Sie waren sogar verpflichtet Zeichen oder Buchstaben und Farben auf der Kleidung zu tragen die anzeigten, dass sie keine Muslime waren, während gleichzeitig Kleidung vermieden werden musste, die irgendeine Verbindung zu Mohammed oder dem Islam hatte. Insbesondere war grüne Kleidung verboten.

Weiter Aspekte der Dhimmi-Existenz bestandendarin, dass Juden – wie auch Christen – keine muslimischen Namen gegeben werden durften, niemanden vom Übertritt zum Islam abhalten durften und ihnen keine Gräber gestattet waren, die höher als die von Muslimen waren. Männer durften öffentliche Bäder nur betreten, wenn sie ein besonderes Zeichen um den Hals trugen, das sie von Muslimen unterschied, während Frauen nicht muslimischen Frauen baden durften; sie mussten stattdessen getrennte Badehäuser benutzen. Sexuelle Beziehungen mit einer muslimischen Frau waren verboten, ebenso das verfluchen des Propheten in der Öffentlichkeit – alles Delikte, die mit dem Tod bestraft werden können

Unter den Dhimmi-Regeln durften weder Juden noch Christen Schusswaffen (als sie sich entwickelten) tragen, neue Gotteshäuser bauen oder alte reparieren, wenn sie die Erlaubnis nicht hatten; sie durften auch kein Gotteshaus bauen, das höher als eine Moschee war. Ein Nichtmuslim durfte nichts von einem Muslim erben. Ein nicht muslimischer Mann durfte keine muslimische Frau heiraten, obwohl ein muslimischer Mann eine christliche oder jüdische Frau heiraten durfte.

Martin Gilbert: In Ishmael’s House: A History of Jews in Muslim Lands. New Haven (Connecticut, Yale University Press), 2010, S. 32-22.

Die palästinensisch-arabische Führung und viele in ihrem Volk sind Aggressoren, die sich als Opfer darstellen um den islamisch-religiösen Imperative des Jihad voranzubringen.

Die palästinensischen Araber sind zudem der Knüppel, den der Rest der arabischen Welt gegen das freie Israel einsetzt.

Die Araber sind den Juden im Nahen Osten zahlenmäßig um einen Faktor von 60 bis 70 zu 1 überlegen. Es gibt im Nahen Osten rund 6 Millionen Juden, die von 300 bis 400 Millionen Araber umgeben sind. Diese Araber sind ganz und gar nicht glücklich über jüdische Souveränität in der uralten jüdischen Heimat und das nicht wegen Israels Menschenrechtsbilanz, die ihrer eigenen bei weitem überlegen ist.

Arabischer Hass gegenüber Israel besteht aus dem einfachen Grund, dass der Islam die jüdische Heimat als Teil des Dar al-Islam beansprucht und daher – entsprechend des islamischen Religionsgesetzes – auf immer und für alle Zeiten Teil des Dar al-Islam bleiben muss.

Bis aber die Araber es schaffen die Kontrolle über die uralte Heimat des jüdischen Volks wieder zu entreißen wird es, wie alles nicht muslimische Land Teil des Dar al-Harb, des „Haus des Krieges“ bleiben.

Und aus diesem Grund sind palästinensisch-arabische Mütter manchmal glücklich zu sehen, dass ihre Kinder auf den Straßen von Jerusalem oder Hebron Selbstmord durch Intifada – Jihad – begehen. Wenn sie bezüglich ihres islamischen Glaubens fundamentalistisch sind, dann glauben sie ehrlich, dass der gewalttätige Jihad eine religiöse Verpflichtung ist und dass ihre toten Söhne in ein ewiges Leben der Genüsse im Paradies eingehen.

Gleichwohl: Trotz chronischer und unablässiger arabisch-muslimischer, theokratischer Feindlichkeit gegenüber Juden sind wir das einzige einheimische Volk in der Geschichte des Planeten, das erfolgreich eine nationale Heimstatt auf dem Land seiner Vorfahren wiederherstellte, nach zwei Jahrtausenden der Diaspora und dreizehn Jahrhunderten des Dhimmitums.

Wir sind in der Tat der Dhimmi, der davon kam.

Die Tempel von Jerusalem im Islam

Martin Kramer, The Washington Institute, 18. September 2000

Der politische Status des Tempelbergs in Jerusalem ist Gegenstand der Endstatus-Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern. Presseberichten zufolge fragte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat während der Camp David-Verhandlungen im vergangenen Juli zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt sein israelisches Gegenüber: „Woher wollen Sie wissen, dass Ihr heiliger Tempel dort stand?“ Eine Titelgeschichte des „Jerusalem Report“ (vom 11. September 2000) brachte das in den Zusammenhang damit, dass von palästinensischer Seite die Existenz des Ersten und Zweiten Tempels zunehmend geleugnet wurde. „Es ist offensichtlich, dass der Erste Tempel eine Erfindung ist“, wird ein palästinensischer Archäologe an der Bir Zeit-Universität zitiert. „Auch der Zweite gehört ins Reich der Fantasie.“

Die Archäologen mögen darüber debattieren und der Platz dafür ist im akademischen Bereich. (Dort wird der biblische Bericht über den Ersten Tempel angezweifelt, während die Existenz des Zweiten Tempels und seine grundsätzliche Lage auf dem Tempelberg als gut belegte Fakten gelten.) Aber am Verhandlungstisch stellt die Heiligkeit eines jeden Orts eine konkrete Realität dar, die so, wie sie ist, respektiert werden muss. Das gilt umso mehr für die Existenz und den Standort des Ersten und des Zweiten Tempels: beide werden von genau den islamischen Quellen bezeugt, die die Heiligkeit des Haram al-Scharif (einschließlich der Aqsa-Moschee und des Felsendoms) für den Islam bescheinigen.

(Die folgenden Koranverse werden nach der englischen Fassung von Abdullah Yussuf Ali zitiert, die als die weithin konservativste sunnitische Übersetzung mitsamt Kommentar gilt. Sie wurde im Auftrag von König Fahd von Saudi Arabien von vier Komitees überprüft und korrigiert und durch königlichen Erlass in Medina veröffentlicht.)

Gab es die Tempel?

Der Koran spricht in Sure 17,7 von der Existenz beider Tempel. In diesem Abschnitt behandelt der Koran die Bestrafung der Kinder Israel wegen ihrer Übertretungen durch Allah:

(Wir erlaubten euren Feinden)
eure Gesichter zu entstellen
und euren Tempel zu betreten,
wie sie ihn zuvor schon betreten hatten,
und euch mit Vernichtung heimzusuchen,
alles, was in ihre Macht fiel.

Das von Abdullah Yussuf Ali (und durch den einflussreichen Übersetzer Marmaduke Pickthall vor ihm) mit „Tempel“ übersetzte Wort ist „masjid“. Dieses Wort, das gewöhnlich mit „Moschee“ wiedergegeben wird, hat die Bedeutung eines Heiligtums, wo immer es in einem vor-islamischen Kontext erscheint. Die übliche Auslegung dieses Verses (einschließlich der von Abdullah Yussuf Ali) besagt, dass er sich auf die Zerstörung des Ersten und Zweiten Tempels bezieht.

Die muslimische Tradition beharrt besonders auf der Existenz des Ersten Tempels, von Salomo gebaut, der im Koran als Prophet und Muster an Weisheit erscheint. Sure 34,13 ist ein Bericht, wie Salomo Dschinne (Geister) rief, um den Tempel zu bauen:

Sie arbeiteten für ihn,
wie er es wünschte, (machten) Bögen,
Bilder, Becken,
so groß wie Teiche
und (Koch-)Kessel, (die
fest eingebaut sind)

Die frühen Muslime betrachteten den Bau und die Zerstörung des Tempels Salomons als wichtiges historisches und religiöses Ereignis, und Berichte über den Tempel werden von vielen der frühen muslimischen Historiker und Geographen (einschließlich Ibn Qutayba, Ibn al-Faqih, Mas’udi, Muhallabi und Biruni) angeführt. Fantastische Geschichten, wie Salomo den Tempel baute, erscheinen auch in den „Qisas al-anbiya“, dem mittelalterlichen Kompendium muslimischer Legenden über die vor-islamischen Propheten. Der Historiker Raschid Khalidi schrieb 1998 (wenn auch nur in einer Fußnote), es gebe zwar keinen „wissenschaftlichen Beweis“ dafür, dass Salomos Tempel existierte, doch „müssen alle Anhänger irgendeines abrahamitischen Glaubens notgedrungen akzeptieren, dass es ihn gab“.[i] Das gilt für Muslime nicht weniger als für Christen und Juden.

Der Standort der Tempel

So viel zur Existenz der Tempel. Was ist nun mit ihrem Standort? Das islamische Heiligtum des Haram al-Sharif stützt sich auf Sure 17,1:

Preis Ihm (Allah),
der Seinen Diener des Nachts
auf eine Reise nahm,
von der Heiligen Moschee
zu der Fernsten Moschee

Das ist der Textbeleg für die „isra’“, den irdischen Abschnitt der Nachtreise des Propheten Mohammed: Über Nacht wurde Mohammed auf wundersame Weise von „der Heiligen Moschee“ (al-Masjid al-Haram) – d.h. die Ka’ba (bzw. ihre Umgebung) in Mekka – zu „der Fernsten Moschee“ (al-Masjid al-Aqsa) und zurück befördert. Später begann die muslimische Tradition, „die Fernste Moschee“ mit Jerusalem gleichzusetzen. Zu Mohammeds Lebzeiten gab es jedoch keine Moschee in Jerusalem; die Muslime eroberten die Stadt erst einige Jahre nach seinem Tod. Abdullah Yussuf Alis Kommentar dieses Verses fasst die traditionelle Erklärung zusammen: „Die Fernste Moschee“, schreibt er, „muss sich auf den Ort des Tempels Salomons in Jerusalem auf dem Berg Moriah beziehen.“

Als dann Muslime auf diesem Hügel eine Moschee bauten, so die muslimische Tradition, bauten sie sie bewusst an der Stelle, an der nachgewiesenermaßen frühere Heiligtümer standen. Nach muslimischer Tradition suchte der Kalif Omar, als er Jerusalem nach der Eroberung besuchte, nach dem Heiligtum Davids oder der Gebetsecke („mihrab Dawud“), die im Koran (Sure 38,21) erwähnt wird. (David soll den Ort ausgesucht haben, an dem Salomo baute). Als Omar sicher war, sie gefunden zu haben, befahl er, dass dort ein Gebetsort (musalla) eingerichtet werden solle. Das entwickelte sich zu einem Vorläufer der späteren Al Aksa-Moschee. Damit begann die Islamisierung des Komplexes, der später als Haram al-Scharif bekannt wurde. Es wurde islamische Tradition, dass Muslime die Stätte wieder ihrer früheren Funktion als Ort des Flehens aller Propheten, einschließlich Abrahams, Davids und Salomons, zugeführt hätten.

Sari Nusseibeh, Präsident der al-Quds-Universität, hat diese ursprüngliche Bedeutung des Orts für die Muslime betont: Die Moschee ist das letzte und endgültige einer Reihe dort errichteter Heiligtümer. „Die Moschee war selbst eine Wiederbelebung des alten jüdischen Tempels“, schreibt Nusseibeh, „ein Repräsentativ-Beispiel der Einheit mit der abrahamitischen Botschaft, eine Verkörperung des neuen Tempels, der lange ersehnt und vorhergesagt war. Warum sollte das seltsam erscheinen, wenn Mohammed selbst, dem Koran zufolge, genau der Prophet war, der von der ‚wahren’ jüdischen Literatur erwartet und beschrieben wurde?“[ii] Ob er nun Tempelberg oder al-Haram al-Scharif genannt wird, dieser Teil von Jerusalem ist die physische Überlappung von Judentum und Islam. Die oben zitierte Sure 17 des Koran wird „Bani Isra’il“ genannt – die Kinder Israels. Der heutige Staat Israel hat im Interesse des Friedens die Heiligkeit des Orts für die heutigen Muslime anerkannt. Wenn Muslime unter Missachtung des Korans und der muslimischen Tradition die Existenz der Tempel in Frage stellen oder sogar leugnen, bedeutet das, dass sie genau die Quellen anzweifeln, die ihren eigenen Anspruch untermauern.

[i] Raschid Khalidi: „Transforming the Face of the Holy City: Political Messages in the Built Topography of Jerusalem“ (Veränderung des Gesichts der Heiligen Stadt: Politische Botschaften in der städtebaulichen Topographie Jerusalems). Referat für die Konferenz zu “Landscape Perspectives on Palestine“ (Landschafts-Perspektiven zu Palästina), Bir Zeit Universität, 12. – 15. November 1998, http://www.jqf-jerusalem.org/journal/1999/jqf3/khalidi.html

[ii] Sari Nusseibeh: „Islam’s Jerusalem“ (Das Jerusalem des Islam), http://www.passia.org/jerusalem/publications/religiousaspectstext.htm#Islam’s%20Jerusalem

Den Koran studieren?

Daniel Pipes, New York Sun, 20. Januar 2004

„Jeder, den interessiert, was in unserer Welt vor sich geht, sollte etwas Zeit darauf verwenden den Koran zu lesen.“ Andy Rooney, berühmter Kommentator bei CBS, gab diesen Rat kurz nach dem 11.9., wie viele andere vor ihm auch.

Sein Vorschlag macht intuitiv Sinn, da die Terroristen selbst sagen, sie handelten auf der Grundlage der heiligen Schriften des Islam. Mohammed Atta, der als Anführer der Gruppen vom 11.9. angesehen wird, hatte einen Koran in dem Koffer, den er für den Flug eingecheckt hatte. Sein fünfseitiges Papier mit Ratschlägen für Mit-Entführer wies diese an zu beten, Gott um Führung zu bitten und „weiter den Koran zu rezitieren“. Osama bin Laden zitiert oft den Koran, um seine Anhänger zu motivieren und zu überzeugen.

Zeugen berichten, dass zumindest einer der Selbstmord-Bomber, die letzten Monat versuchten Pakistans Präsidenten Pervez Muscharraf zu ermorden, den Koran las, bevor er sich selbst in die Luft jagte. Selbstmörder-Videos der Hamas zeigen routinemäßig den Koran.

Dazu haben viele Nicht-Muslime den Koran gelesen. In den Wochen nach dem 11. September berichtete der größter Verleger des Buchs in den Vereinigten Staaten, dass die Verkäufe sich verfünffacht hatten; er musste weitere Exemplare aus Großbritannien einfliegen lassen, um den Bedarf zu decken. Amerikanische Buchläden berichten, dass sie mehr Korane als Bibeln verkaufen.

All das war nebenbei Musik für die Ohren der Islamisten. Hossam Gabri von der Islamic Society of Boston, einer Truppe, die Verbindungen zu einem Terror-Gründer hat, betrachtet es „als eine sehr gute Entwicklung“, dass Nicht-Muslime versuchen den Koran zu verstehen. Aber den Koran zu lesen ist genau der falsche Weg dahin, zu verstehen, „was in unserer Welt geschieht“. Denn der Koran ist:

  • Tiefgründig: Wenn fast jeder Satz Thema von Anmerkungen, Kommentaren, Erklärungen und Nachkommentaren ist, kann man ihn nicht aufnehmen und seine Bedeutung verstehen. Ein solches Dokument benötigt intensives Studieren seines Umfelds: der Zusammenhänge, seiner Entwicklung und konkurrierender Interpretationen. Die US-Verfassung bietet eine gute Analogie; ihre Zweite Ergänzung besteht aus gerade einmal 27 Worten („Eine gut geregelte Miliz, die für die Sicherheit eines freien Staates notwendig ist, das Recht der Menschen Waffen zu besitzen und zu tragen, soll nicht verletzt werden“), ist aber Thema einer Vielzahl von Studien in Buchdicke. Niemand, der unbedarft auf diesen Satz stößt, hat eine Ahnung, was er an Folgen mit sich bringt.
  • Komplex und widersprüchlich: Widersprüche im Text sind im Lauf der Jahrhunderte studiert und durch ausführliche, gelehrte Untersuchung miteinander in Einklang gebracht worden. Einige Verse sind annulliert und durch andere mit gegenteiliger Bedeutung ersetzt worden. Z.B. befiehlt Sure 9,5 den Muslimen, dass sie Heiden nicht erschlagen sollen, bis die heiligen Monate vergangen sind und Sure 9,36 sagt den Muslimen, sie sollten die Heiden genau in diesen Monaten bekämpfen. Der flüchtige Leser hat keine Ahnung, welcher der beiden nun gültig ist. (Es ist der Zweite.)
  • Statisch: Eine unveränderliche heilige Schrift kann nicht für Veränderungen im Laufe der Zeit gerade stehen. Wenn der Koran Terrorismus verursacht, wie kann man dann die 1960-er Jahre erklären, als der militante Islam so gut wie nicht existierte? Breiter gedacht: Über einen Zeitraum von 14 Jahrhunderten sind Muslime vom Koran inspiriert worden, aggressiv und passiv zu handeln, strenggläubig und nicht strenggläubig, tolerant und intolerant. Die Logik verlangt, dass man andere Dinge betrachten muss als einen unveränderlichen Text, um solche Verschiebungen zu erklären.
  • Partiell: Heilige Bücher haben riesige Bedeutung, aber sie schaffen keinen unmittelbaren Handlungszusammenhang. Die Bibel isoliert zu lesen gibt Einsicht in die Bandbreite jüdischer und christlicher Erfahrungen über die Jahrtausende; gleichermaßen haben Muslime den Koran im Laufe der Zeit auf verschiedene Weisen gelesen. Die Mahnung zu weiblicher Sittsamkeit bedeutete für die ägyptischen Feministinnen der 1920-er etwas anderes als für ihre Nachkommen heute. Damals bedeuteten Kopfbedeckungen Unterdrückung und Ausschluss vom öffentlichen Leben. Heute heißt eine Schlagzeile einer britischen Zeitung: „Verschleiert ist schön“. Damals signalisierte die Kopfbedeckung einer Frau, sie sei kein vollwertiger Mensch; heute, schreibt die Redakteurin eines Modemagazins, „sagt die Verhüllung des Kopfes dir, dass du eine Frau bist… Du musst als unabhängiger Kopf behandelt werden.“ Den Koran isoliert zu lesen, geht an seiner unvorhersagbaren Entwicklung vorbei. Kurz gesagt: Der Koran ist kein Geschichtsbuch.

Ein Geschichtsbuch aber IST ein Geschichtsbuch. Statt des Studiums des Koran lege ich jedermann dringend nahe, den militanten Islam und die von ihm inspirierte Gewalt zu studieren, um Phänomene wie die Bewegung des Wahhabismus, die Revolution Khomeinis und Al-Qaida zu verstehen. Die muslimische Geschichte, nicht die islamische Theologie, erklärt, wie wir dahin kamen, wo wir stehen und gibt Hinweise darauf, was demnächst kommen könnte.

Der Mythos der Al-Aksa

Mordechai Kedar, YNetNews, 15. September 2008

Als der Prophet Mohammed den Islam gründete, führte er ein Minimum an Neuerungen ein. Er benutzte die heiligen Persönlichkeiten, historischen Legenden und Heiligen Stätten des Judentums und der Christenheit und selbst des Heidentums, indem er sie islamisierte. Daher war, nach Angaben des Islam, Abraham der erste Muslim und Jesus und der heilige Johannes (die Söhne von Miriam, Schwester von Mose und Aaron) die den heidnischen Arabern vor dem Aufkommen des Islam bekannt waren, machten eine islamische Bekehrung durch und der Koran wie die Hadithen (die islamische mündliche Tradition) sind voll davon.

Die Islamisierung wurde mit Orten wie auch Personen durchgeführt: Mekka und der heilige Stein – al-Ka’bah – waren heilige Stätten der vorislamischen heidnischen Araber. Die Omajjaden-Moschee in Damaskus und die Große Moschee in Istanbul wurden auf Orten christlich-byzantinischer Orte errichtet – zwei der besser bekannten Beispiele dafür, wie der Islam mit den Heiligtümern anderer Religionen umgeht.

Auch Jerusalem durchlief den Prozess der Islamisierung: Zuerst versuchte Mohammed die Juden in der Nähe Medinas zu überzeugen sich seiner jungen Gemeinde anzuschließen und führte, um sie zu überzeugen, die Gebetsrichtung (kiblah) nach Norden ein, in Richtung Jerusalems, was den jüdischen Brauch beibehielt; nachdem aber dieser Versuch fehl schlug, wandte er sich gegen die Juden, tötete viele von ihnen und richtete die kiblah nach Süden aus, Richtung Mekka.

Mohammeds Verzicht auf Jerusalem erklärt die Tatsache, dass diese Stadt im Koran nicht ein einziges Mal erwähnt wird. Nachdem Palästina durch die Muslime besetzt wurde, war Ramle, 48km westlich von Jerusalem, seine Hauptstadt; damit machten sie deutlich, dass ihnen Jerusalem nichts bedeutete.

Die Wiederentdeckung Jerusalems

Der Islam entdeckte Jerusalem 50 Jahre nach Mohammeds Tod neu. Im Jahr 682 rebellierte Abd Allah ibn al-Zubayr gegen die islamischen Herrscher in Damaskus, eroberte Mekka und hielt Pilger davon ab Mekka zu erreichen, um die Hadsch zu vollziehen. Abd al-Malik, der Omajjaeden-Kalif, brauchte einen alternativen Ort für die Pilgerreise und entschied sich für Jerusalem, das damals unter seiner Kontrolle war. Um diese Wahl zu rechtfertigen, wurde ein Vers aus dem Koran gewählt (Sure 17,1), in dem es heißt (im Englischen ist dies eine Übersetzung von Majid Fakhri):

„Ehre sei Ihm, der Seinen Diener dazu veranlasste in der Nacht von der Heiligen Moschee in die weitest entfernte Moschee zu reisen, deren Grenzen Wir gesegnet haben, um ihm einige Unserer Zeichen zu zeigen; Er ist in der Tat der Alles Hörende, der Alles Sehende.“

Die diesem Vers zugeschriebene Bedeutung ist, dass „die weitest entfernte Moschee“ (al-masgid al-aqsa) in Jerusalem ist und dass Mohammed in einer Nacht dorthin befördert wurde (obwohl die Reise damals mit dem Kamel drei Tage dauerte), auf dem Rücken von al-Buraq, einem magischen Pferd mit dem Kopf einer Frau, Flügeln eines Adlers, dem Schwanz eines Pfaus und Hufen, die bis in den Horizont erreichten. Er band das Pferd an der Westmauer des Tempelbergs an und stieg von dort mit dem Engel Gabriel in die sieben Himmel auf. Auf dem Weg traf er Propheten anderer Religionen, die die Wächter des Himmels waren.

Eine Erzählung voller Wunder

Auf diese Weise versucht der Islam Legitimität über andere, ältere Religionen zu erlangen: indem er ein Szenario schafft, in der die früheren Propheten Mohammeds Herrschaft zustimmen, ihn so zum Khatam al-Anbiya („Siegel der Propheten“) machen.

Es überrascht nicht, dass diese wundersame Bericht einer Reihe der Lehrsätze des Islam widerspricht: Wie kann ein lebender Mann aus Fleisch und Blut in den Himmel auffahren? Wie kann eine mythische Kreatur einen Sterblichen an einen realen Zielort bringen? Fragen wie diese haben dafür gesorgt, dass orthodoxe muslimische Denker zu dem Schluss kamen, dass die nächtliche Reise ein Traum Mohammeds war. Die Reise und der Aufstieg dient dem Islam, um die Bibel „zu übertrumpfen“: Moses ging „nur“ auf den Berg Sinai, irgendwo im Nirgendwo, und kam dem Himmel nahe, während Mohammed den ganzen Weg hinauf zu Allah ging und das sogar direkt aus Jerusalem.

Worin bestehen die Probleme mit dem Glauben, dass die in der islamischen Tradition beschriebene Al Aksa-Moschee in Jerusalem liegt? Zum Ersten glaubten die Menschen in Mekka, die Mohammed gut kannten, diese Geschichte nicht. Nur Abu Bakr (später der erste Kalif) glaubte ihm und wurde daher al-Siddiq („der Gläubige“) genannt.

Das zweite Problem besteht darin, dass die islamische Tradition uns sagt, dass die Al Aksa-Moschee in der Nähe von Mekka auf der Arabischen Halbinsel liegt. Dies wurde in „Kitab al-Maghazi“, einem Buch des muslimischen Historikers und Geographen al-Waqidi, eindeutig festgestellt. Nach Angaben al-Waqidids gab es zwei „nähere Moscheen“ (al-masjid al-adna) und die andere war „die entfernte Moschee“ (al-masjid al-aqsa); Mohammed betete dort, wenn er die Stadt verließ.

Diese Beschreibung al Waqidis, die von einer Kette an Autoritäten (isnad) unterstützt wurde, war für der islamischen Propaganda des 7. Jahrhunderts unbequem. Um eine Grundlage für die Erkenntnis der „Heiligkeit“ Jerusalems im Islam zu schaffen, erfanden die Kalifen der Omajjaden-Dynastie viele „Traditionen“, die den Wert Jerusalems unterstützten, was die Pilgerfahrt nach Jerusalem für die gläubigen Muslime rechtfertigt. So wurde al-masjid al-aqsa nach Jerusalem „gebracht“. Es sollte angemerkt werden, dass Saladin ebenfalls den Mythos der Al Aksa und diese „Traditionen“ übernahm, um im 12. Jahrhundert muslimische Krieger gegen die Kreuzfahrer zu rekrutieren und anzustacheln.

Muss das Judentum sich islamischen Mythen beugen?

Ein weiteres Ziel der Islamisierung Jerusalem war es die Legitimität der älteren Religionen zu untergraben, des Judentums und der Christenheit, die Jerusalem als heilige Stadt betrachten. Der Islam wird als einzig legitime Religion dargestellt, die dazu ausersehen ist die anderen beiden zu ersetzen, weil diese jede zu ihrer Zeit, das Wort Gottes verändert und verdreht hätten.

Obwohl Judentum und Christenheit Seite an Seite in Jerusalem existieren können, betrachtet der Islam sie beide als Verräter Allahs und seiner Lehren; er hat immer und wird weiterhin alles in seiner Macht stehende, um beide aus dieser Stadt zu vertreiben. Es ist interessant festzustellen, dass dieser Vertreibung rückwirkend ist: Die islamischen Betreiber der palästinensischen Radiosender heben ständig die Behauptung hervor, dass die Juden nie einen Tempel auf dem Tempelberg hatten und schon gar nicht zwei. (Wo hat dann ihrer Meinung nach Jesus gepredigt?)

Yassir Arafat, selbst säkular (man frage die Hamas!) machte genau das, was die Kalifen der Omajjaden-Dynastie vor 1300 Jahren machte: Er arrangierte die Heiligkeit Jerusalems so, dass sie seinen politischen Zielen diente. Er habe die Kontrolle über Jerusalem nicht den Juden überlassen dürfen, weil sie laut dem Islam unrein sind und Allahs Zorn auf ihnen liegt. Darüber hinaus sind die Juden Söhne von Affen und Schweinen. Die Juden sind diejenigen, die die heiligen Schriften verdrehten, die ihnen offenbart wurden und Gottes Zeichen leugneten. DA sie den Bund mit ihrem Gott verletzten, verfluchte Er sie und sie sind auf alle Zeiten die Erben der Hölle. Wie könnte also Arafat den Juden Jerusalem übergeben?

Die palästinensischen Medien sind heutzutage voll von Jihad-Botschaften, die aufrufen den national-politischen Krieg zwischen Israel und den Palästinensern in einen religiös-islamischen Krieg zwischen Juden und Muslimen auszudehnen. Für sie ist das Christentum nicht besser als das Judentum, da beide ihr Recht auf die Herrschaft über Jerusalem „eingebüßt“ haben. Nur der Islam – din al-haqq („die Religion der Wahrheit“) – hat dieses Recht und zwar auf ewig.

Da die Heiligkeit Jerusalems für den Islam immer nichts als eine politisch motivierte Heiligkeit war und das weiterhin ist, würde jeder muslimische Führer oder Herrscher seinen politischen Kopf auf den Henkerblock legen, gäbe er es auf. Müssen sich Judentum und Christenheit Mythen beugen, die in islamischen Texten erzählt werden oder Mohammed sich in seinen Träumen ausmalte, lange nachdem Jerusalem als das alte, wahre Zentrum dieser beiden Religionen etabliert wurde, die dem Islam voraus gingen? Sollte Israel seine Hauptstadt aufgeben, nur weil einige Muslime sich entschieden haben die politischen Probleme der Omajjaden wiederzuverwerten, 1250 Jahre nachdem über ihre Rolle in der Geschichte der Mantel der Geschichte gebreitet wurde?