Die unbekannte heldenhafte Künstlerin, die half Israels Wildblumen zu retten

Schon in sehr jungem Alter verband Bracha Avigads ihre Wurzeln mit dem Land Israel und seiner Flora.

Zack Rothbart, Land of Israel, 27. Januar 2021

„Bei mir geht alles sehr tief und ich bleibe dem treu, was ich als Kind internalisiert habe.“ (Bildquelle: „Blumen des Karmel“ & die Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann / Bitmuna via Digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels)

In Israels frühen Jahren gab es die sehr reale und präsente Gefahr, dass die geliebten Wildblumen des Landes bald aufgrund von übermäßigem Pflücken aussterben würden.

1963 wurde ein Gesetz verabschiedet, das dies verbietet und eine folgende, sehr erfolgreiche Öffentlichkeitskampagne veränderte alles; im gesamten jungen Land schossen Poster aus dem Boden, die die Öffentlichkeit aufforderten Wildblumen nicht zu pflücken, auszureißen, zu kaufen oder zu verkaufen.

Einfache Wortwahl und schöne Illustrationen machten die Kampagne zu einer der erfolgreichsten ihrer Art in der Geschichte des Landes und sorgten dafür, dass die Wildblumen, die die biblische Landschaft sprenkelten, das bis heute tun.

„Es ist verboten sie zu pflücken! Reißt sie nicht aus! Kauft sie nicht! Verkauft sie nicht!“ Ein Poster der Gesellschaft für den Schutz der Natur zeigt Illustrationen von Bracha Avigad, 1968. (Veröffentlicht von Levin Epstein) Aus dem Archiv der Nationalbibliothek Israels.

Für diese Illustrationen war Bracha Avigad verantwortlich und obwohl viele ihren Namen nie erfuhren, sind Generationen aufgewachsen, die Brachas Werk von Plakaten, Büchern, Postkarten und sogar Dekor-Tellern kennen, die ihre ikonischen Blumen tragen.

Illustration von Bracha Avigad in dem Buch Blumen des Karmel, 1958. Aus der Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Als Beatrix Guttman 1919 in Lettland geboren, wuchs Bracha in einer relativ bürgerlich-städtischen Umgebung in Darmstadt auf, aber einige ihrer frühesten Erinnerungen – in einem Interview aus dem Jahr 2014 als Teil der Initiative Toldot Yisrael erzählt – offenbaren tief sitzende Verbindungen zu drei Leidenschaften, die sie ihr Leben lang begleiten sollten: das Land Israel, die Natur und die Kunst.

Früher Bilder der Natur

Väterlicherseits stammte Bracha aus einer Familie französischer Winzer, mütterlicherseits von Verwaltern lettischer Anwesen, die abwesenden deutschen Landbesitzern gehörten.

Das Deutschland ihrer Kindheit war gekennzeichnet von galoppierender Inflation und gewaltiger Armut, das Ergebnis der Niederlage des Landes im Ersten Weltkrieg und der folgenden Reparationen, die ihm von den Siegern des Krieges auferlegt wurden. Trotzdem wuchs Bracha in relativem Komfort auf.

Sie erinnerte sich, dass sie sich als Kind in dem Wissen unbehaglich fühlte einen Mantel zu tragen, dass verarmte Stadtbewohner in der ländlichen Umgebung Erdbeeren und Pilze hamsterten. Manche benutzten Eicheln als Ersatz für den Kaffee, den sie sich nicht leisten konnten.

Zeichnung von Bracha Avigad, 1930 Henrietta Szold geschenkt. Aus der Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann/Bitmuna; erhältlich über die digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels

Obwohl sie wohl nicht so hamstern musste wie andere, war Bracha sehr vertraut mit genau demselben Landstrich, den sie mit ihren Nachbarn besuchte, einer der wenigen Familien, die ein Auto hatten. Die zum „Nationalismus“ neigenden Nachbarn und ihre „grausame“ Einstellung waren der jungen Bracha zwar unangenehm, aber die doppelte Verlockung des Automobils und der deutschen Landschaft außerhalb der Stadt erwiesen sich als unwiderstehlich.

Künstlerische Samen

Andere Nachbarn in ihrem Gebäude boten Kinderbetreuung für die junge Bracha an, während ihre Eltern arbeiteten. Der Mann in dieser Familie war professioneller Künstler – der erste, den Bracha überhaupt traf – der von der Stadt Darmstadt für seine Kunstwerke alle drei Monate eine Zahlung erhielt.

Zeichnung von Bracha Avigad, Geschenk für Henrietta Szold, 1930. Aus der Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann / Bitmuna, erhältlich über die digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Brachas positive Erinnerungen an viele in ihrem Zuhause verbrachte Zeit pflanzte zweifelsohne einen künstlerischen Samen in den Geist des leicht beeindruckbaren jungen Mädchens.

Obwohl sie sicherlich ihre künstlerischen Talente ihre Kindheit hindurch zum Ausdruck brachte, wusste Bracha nicht, wie begabt sie war, bis ein der Nazipartei angehörender Lehrer sie im sechsten Schuljahr in die Wange zwickte und ihr sagte, welche Schande es sei, dass sie als Jüdin geboren wurde, weil er sie ansonsten auf die renommierte Münchener Akademie der Bildenden Künste geschickt hätte.

Zeichnung von Bracha Avigad, Geschenk für Henrietta Szold, 1930. Aus der Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann/Bitmuna, erhältlich über die digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Brachas unternehmungslustiger Vater war um die Welt gereist, bevor er nach Deutschland zurück kam, um im Ersten Weltkrieg für das Vaterland zu kämpfen. Er erhielt einen Tapferkeitsorden für seinen Dienst in der Marine-Luftwaffe, eine Ehre, die ihm später genommen wurde, weil er Jude war.

Nicht lange nach seiner Rückkehr aus dem Krieg wurde ihm wegen seiner „Rasse“ eine Stelle beim Pharmagiganten Merck verweigert, aber er blieb ein stolzer Deutscher. Tatsächlich waren die meisten seiner Freunde und viele, wenn nicht alle Leute, mit denen Bracha in ihren frühesten Jahren zu tun hatte, keine Juden.

Erst als sie zur Schule ging, begegnete sie erstmals Antisemitismus.

Nachdem ein Klassenkamerad sie abfällig als Jüdin bezeichnete, kehrte Bracha nach Hause zurück und fragte ihre Mutter, was ein „Jude“ sei. „Sie sind nur neidisch auf dich“, erklärte ihre Mutter. „Schau, ich kaufe dir Kirschen … Sie können sich keine kaufen, also hassen sie …“

Sie ließ die Kirschen neben den Ohren ihrer Tochter baumeln – ein Bild das Bracha den Rest ihres Lebens blieb; ein botanisches Bild im geistigen Auge, das mit Sicherheit später auf die eine oder andere Art seinen Weg auf die Leinwand fand.

Aufblühen im Land Israel

Innerhalb von nur wenigen Jahren, nachdem ihr Lehrer das Talent der jungen Künstlerin „entdeckte“, wurde Bracha aus der Schule geworfen, weil sie Jüdin war. Sie zog bald ins Land Israel, wo sie sich der zweiten Klasse von Neu-Bezalel anschloss, dem Nachfolger von Boris Schatz‘ legendärer Jerusalemer Kunstschule, die in großen Teilen künstlichen Ausdruck zionistischer Kultur definierte.

Sie erhielt von niemand anderem als Henrietta Szold ein Stipendium für das Studium an der Bezalel, nachdem Bracha ihr eine Sammlung einiger ihrer Arbeiten schenkte.

Mohnblumen wie diese (Hebräisch: Kalaniyot) sidn eine der verbreitetsten und sehr geliebten Zeichen dafür, dass in ganz Israel der Frühling kommt. Zeichnung von Bracha Avigad, Geschenk für Henrietta Szold, 1930. Aus der Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann/Bitmuna, erhältlich über die digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Zwar war ihre Abreise aus Deutschland 1935 offensichtlich sehr stark das Ergebnis des zunehmend unerträglichen Antisemitismus, aber Brachas Verbindung zum Land Israel – und seiner Flora – hatte sehr tiefe Wurzeln.

Als sie auf die 100 zuging, konnte Brache immer noch ein Lieblingslied über Orangenbäume und Dattelpalmen im Land Israel singen, das ihre Mutter für sie gesungen hatte, als sie ein kleines Kind war.

Zeichnung von Bracha Avigad, Geschenk an Henrietta Szold, 1930. Aus der Sammlung Bracha Avigad, Nadav Mann/Btimuna, erhältlich über die digitale Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Etwa im Alter von fünf Jahren besuchte Bracha mit ihrer Familie ihre Großeltern mütterlicherseits in Lettland. Als sie in ihrem Haus einen großen Stock sah – den sie als die Art erkannte, der zur Bestrafung ungezogener Kinder in Märchen verwendet wurde – fragte sie ihren Großvater, wofür er da sei. Er antwortete: „Meine Kleine, wenn der Messias kommt, werde ich den Stock in die Hand nehmen und uns alle ins Land Israel führen.“

Was ihr Großvater sie lehrte, sowie seine blaue tzedaka-Schachtel des Jüdischen Nationalfonds und die Lieder ihrer Mutter erfüllten Brache mit einem tief sitzenden Gefühl des Zionismus, während sie davon träumte eines Tages ins Land Israel zu kommen, wenn auch nicht notwendigerweise zu Fuß.

Kapernpflanzen wie diese wachsen aus der Westmauer in Jerusalem. Illustration von Bracha Avigad im Buch Blumen des Karmel, 1958. Aus der Sammlung der Nationalbibliothek Israels.

Bracha erinnerte sich, dass sie nicht lange, bevor sie aus der Schule geworfen wurde, weil sie Jüdin war, sie von einer Ausstellung mit Gemälden von Wasserblumen enorm beeindruckt war, die in einer deutschen Galerie ausgestellt wurden. Als sie diese sah, versprach sie sich selbst: „Wenn ich ins Land Israel komme, werde ich die Blumen des Landes Israel malen.“

Sieben Jahrzehnte lang hielt sich Bracha an ihr Kindheits-Versprechen; sie malte nicht nur die Blumen des Landes Israel, sondern spielte auch eine bedeutende Rolle dabei sie vor der Ausrottung zu retten.

Die sexuelle Versklavung weißer Frauen durch den Islam

Und sie wird in Bildern dargestellt.

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 6. Oktober 2020

Letztes Jahr provozierte eine politische Partei in Deutschland Streit, als sie in ihrem Wahlkampf das folgende Gemälde nutzte, um einen der Gründe zu illustrieren, dass sie gegen Immigration sind.

1866 in Frankreich gemalt und mit dem Titel „Sklavenmarkt“ wurde das Bild so beschrieben: Es zeigt „einen schwarzen, offenbar muslimischen Sklavenhändler, der eine nackte junge Frau mit viel hellerer Haut einer Gruppe Männer zu Begutachtung zeigt“, vermutlich in Nordafrika.

Die Alternative für Deutschland (AfD) stellte mehrere Poster dieses Gemäldes samt dem Slogan „Damit Europa nicht Eurabia wird“ auf. Viele auf beiden Seiten des Atlantiks waren von seiner Verwendung „getriggert“; selbst das amerikanische Museum, in dem das Originalgemälde zu finden ist, schickte der AfD einen Brief, in dem darauf „bestanden wurde, dass sie es unterlässt dieses Gemälde zu benutzen“ (obwohl es sich in öffentlichem Besitz befindet).

Objektiv gesagt: Das fragliche Gemälde „Sklavenmarkt“ porträtiert eine Realität, die sich im Verlauf der Jahrhunderte zahllose Male abspielte: Muslime aus Afrika, Asien und dem Nahen Osten haben es lange Zeit auf europäische Frauen abgesehen – so sehr, dass im Verlauf er Jahrhunderte Millionen von ihnen versklavt wurden (s. Sword and Scimitar für umfassende Dokumentation).

Tatsächlich gibt es etwas anderes – ein weiteres Medium neben dem Schreiben – das diese Realität dokumentiert: Zahllose weitere Gemälde, neben dem fraglichen zu Entführung, Menschenhandel und sexueller Versklavung europäischer Frauen; alle zusammen unterstreichen sie die Allgegenwart und Bekanntheit dieses Phänomens. In der Tat war dies ein so bekanntes Thema, dass viele Künstler und Maler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts sich darauf spezialisierten, oft auf Grundlage ihrer eigenen Augenzeugenberichte. (Eine Galerie drückte es so aus: „Viele der wichtigsten Maler reisten selbst [in die muslimische Welt] und was sie malten, hatte die Skizzen zur Grundlage, die sie in ihrer Zeit dort anfertigten…)

Unten folgen 20 solcher Gemälde (es gibt viele weitere). Neben der Angabe des Namens des Künstlers, des Jahres der Entstehen des Bildes und, wo möglich, des Titels – Informationen, die oft schwer zu ermitteln sind – habe ich meine Anmerkungen auf die wichtigen Nebenbemerkungen und Klarstellungen beschränkt, zumeist in den ersten Gemälden, was die restlichen für sich selbst sprechen lässt. Sie folgen.

„Die bulgarischen Märtyrerinnen“ von Konstantin Makowsky, 1877. Es stellt Ereignisse vom Jahr davor dar, als osmanische irreguläre Soldaten (die sogenannten Baschi-Bazouk oder „Wirrköpfe“) die christlichen Frauen Bulgariens und ihre Kinder vergewaltigten und massakrierten. Der amerikanische Journalist MacGahan, der aus Bulgarien berichtete, schrieb Folgendes über diesen Vorfall: „Wenn ein Mohammedaner eine bestimmte Zahl Ungläubige getötet hat, ist er sich des Paradieses sicher, egal, welche Sünden er begangen haben mag… Der gewöhnliche Muselmane geht vom Grundsatz breiterer Akzeptanz aus und zählt auch Frauen und Kinder mit… die Baschi-Bazouk rissen, um die Zählung zu erhöhen, schwangere Frauen auf und töteten die Ungeborenen.“

„Die Entführung der Frauen der Herzegowina“ von Jaroslaw Čermák, 1861. Aus der offiziellen Beschreibung des Museums: „Verstörend und extrem aufrüttelnd stellt es eine weiße, nackte [und schwangere?] Christin dar, die von osmanischen Söldnern aus ihrem Dorf entführt wird, die ihren Ehemann und ihr Baby getötet haben.“

„Die Entführung“ von Eduard Ansen-Hofmann (1820-1904)

„Der Sklavenmarkt“ von Otto Pilny, 1910.

„Entführt“ von Eduard Ansen-Hofmann (1820-1904).

„Namona“ von Henri Tanoux, 1883)

„Der bittere Zug der Sklaverei“ von Ernest Norman, 1885.

Auswahl der Favoritin“ von Guilio Rosati (1858-1917).

„Die neue Sklavin“ von Eduard Ansen-Hofmann, (1820-1904).

„Begutachtung der Sklaven“ von Ettore Cercone, 1890.

„Sklavenhändler“ von Otto Pilny, 1919.

„Sklavenmarkt“ von Eduard Ansen-Hofmann,1900.

„Verhandlungen im Sklavenhandel“ von Fabio Fabbi (1861-1946).

„Weißen-Sklaverei im Osten – Gang zum Sklavenmarkt“ von Harper’s Weekly, April 1875.

„Sklavenmarkt“ von Eduard Ansen-Hofmann (1820-1904).

„Die serbische Konkubine“ von Jean-Joseph Benjamin-Constant, 1876.

„Sklavenmarkt“ von Émile Jean-Horace Vernet, 1836.

„Sklavenmarkt“ von Jean-Leon Gerome, 1871.

„Gefangene im Harem“ von Eisenhut Ferencz, 1903.

„Szene aus dem Harem“ von Fernand Cormon, 1877.