Nein, Masafer Yatta ist keine uralte arabische Gemeinde. Es wurde gebaut, um Israel Land zu stehlen.

Elder of Ziyon, 8. Mai 2022

Hier ist die Art, wie Rashida Tlaib den Antisemiten Mohammed El-Kurd zum Urteil des Obersten Gerichtshofs in Sachen Masafer Yatta von letzter Woche zitiert:

Rashida Tlaib: Leute lieben es zu sagen, dass die Unterdrückung der Palästinenser kompliziert ist – ist sie nicht. Es ist ein illegales militärisches Besatzungsgericht, das mit Zwang 1.000 Palästinenser vertreibt, um ihr Land zu stehlen und die gesamte ethnische Zusammensetzung der Region zu verändern. Das ist ein Kriegsverbrechen.

El-Kurd sagt weiter, dass 2.400 Menschen in den 22 „uralten“ Dörfern von Masafer Yatta leben. (Die aktuelle Bevölkerungszahl beträgt etwa 1.200 in 8 bis 11 Außenposten.)

Die Rubrik „Geschichte“ von Wikipedia  zu Masafer Yaffa ist sehr dürftig und bewusst vage. Hier ist die gesamte dort angeführte Geschichte vor 1967:

1881 vermerkte der Palestine Exploration Fund (PEF) die folgenden Orte: Shảb el Butm, was „der Sporn der Terebinthe“ bedeutet. Tuweil esch Shîh, was „der Gipfel des Kamms der Artemis“ heißt, Kh. el Fekhît, was „die Ruine der Kluft“ heißt und Kh. Bîr el ‘Edd, was „Die Ruine des immerwährenden Brunnens“ bedeutet.

In Kh. Bîr el‘ Edd vermerkte der PEF „Spuren von Ruinen und Zisternen“, während sie in Kh. el Fekhît „Spuren von Ruinen und einer Höhle“ festhielten.

Der Survey of Western Palestine des Palestine Exploration Fund war ein akribisches Unterfangen, mit dem jedes Dorf, jede Moschee, jede Zisterne, jede Höhle, jeden Obstgarten und jede antike Weinpresse aufgelistet wurden, die in der gesamten Region zu sehen waren. Hier ist ihre Legende zu ihren Karten. Während sie in der Legende nicht erwähnt werden, zeigen ihre anderen Karten, dass bewohnte Gegenden rosa gefärbt sind und die exakten Grenzen der Dörfer und Städte zeigen.

Hier ist eine Landkarte der Gegend von Masafer Yatta, in der ich die vier in dem Wikipedia-Artikel erwähnten „Orte“ hervorgehoben habe.

Es gibt keinen Hinweis auf irgendwelche Bewohnung. Zwei von ihnen bestehen aus Ruinen (wie in dem Artikel detailliert beschrieben) und die anderen beiden sind Schlagwörter für Gelände. Der PEF verzeichnete kein weiteres Dorf oder Obstplantage oder Ackerland; tatsächlich gibt es keinen Hinweis auf irgendwelche Bewohner. Alle sind Wüste und ausgetrocknete Wadis.

So viel zur Lüge, dass Palästinenser seit Generationen dort gelebt haben.

Was ist mit der jüngeren Vergangenheit?

Dieser Artikel des Guardian (zu dem auf Wikipedia verlinkt wird) behauptet, dass Ariel Sharon in den 1980-er Jahren sagte, er wolle eine IDF-Schießbahn einrichten, um die damals dort befindlichen Einwohner zu vertreiben.

Laut dem Protokoll eines  Ministertreffens von 1981 schlug der damalige Landwirtschaftsminister, später Premierminister, Ariel Sharon vor in Zone 918 eine Schießbahn mit der ausdrücklichen Absicht zu schaffen örtliche Palästinenser aus ihren Häusern zu vertreiben.

Das ist dann tatsächlich 2020 eine Schlagzeile bei Ha’aretz:

40 Jahre altes Dokument offenbart Ariel Sharons Plan 1.000 Palästinenser aus ihren Häusern zu vertreiben.
Das Protokoll eines Ministertreffens von 1981 deutet an, dass Sharon, der später Israels Premierminister werden sollte, vorschlug Land der Westbank der israelischen Armee zuzuteilen; einziger Zweck war, Palästinenser aus ihren Häusern zu zwingen.

Aber der Artikel selbst führt nichts von einer Vertreibung existierender Einwohner an. Darin steht, dass Sharon die Migration zu illegalen palästinensischen Außenposten stoppen wollte, die sich in der Gegend ausbreiteten:

Das Dokument – Protokoll des Treffens eines Ministerkomitees für Siedlungsangelegenheiten – deutet an, dass Ariel Sharon, der damals Landwirtschaftsminister war, vorschlug das Land in den südlichen Hebron-Bergen den Israelischen Verteidigungskräften für scharfes Schießtraining zugewiesen wird. Sharon erklärte, er wolle, dass das Militär das Land infolge „der Ausweitung der arabischen Dörfer aus den Bergenheraus“ nutzt.

Er schickte seinen Bemerkungen voraus: „Ich möchte den Vertretern des Generalstabs sagen, wir wollen euch weitere Übungsgelände anbieten. Weitere Übungsgelände müssen nahe an der Grenze liegen, zwischen dem Fuß der Hebron-Berge und der Wüste Judäas. Angesichts des Phänomens – der Ausbreitung der arabischen Dörfler am Berghang hin zur Wüste.“

Sharon fügte an: „Wir haben ein Interesse an der Erweiterung und Vergrößerung der Schießbahnen dort, um diese Bereiche, die für uns so unverzichtbar sind, in unserer Hand zu behalten… Viele weitere Bereiche für Übungen könnten hinzugefügt werden und wir haben großes Interesse daran, dass die Armee dort vor Ort ist.“ Ein Vertreter der IDF sagte in Reaktion: „Wir würden uns freuen das zu  haben.“ Später in dem Treffen wurde beschlossen, dass der Berater des Landwirtschaftsministers für Siedlungsangelegenheiten sich mit Vertretern der IDF treffen und ihnen die Orte zeigen sollte, die für zusätzliche Schießbahnen bestimmt werden sollten, „um die Bereiche in unserer Hand zu behalten“.

Die schlichte Bedeutung ist, dass die Bereiche bereits unter israelischer Kontrolle waren, aber wie heute betrieben die Palästinenser Landraub, indem sie Außenposten an strategischen, leeren Gegenden bauen, um Juden davon abzuhalten dorthin zu ziehen. (Und Juden tun genau dasselbe, wenn sie Außenposten entgegen israelischem Recht bauen.)

Das ist genau das, worüber der Oberste Gerichtshof urteilte – dass es keine Beweise für in dem Bereich der Schießbahn 918  lebende Araber gab, bevor diese eingerichtet wurde, wie auch die Jerusalem Post berichtet:

Das Urteil erklärte weiter, dass der die Palästinenser vertretende Anwalt es versäumt hatte ausreichende Beweise dafür vorzulegen, dass die palästinensischen Hirten das Land genutzt hatten, bevor die fraglichen 3.000 Hektar 1980 zur Schießbahn erklärt wurden.

Palästinensische Aktivisten können argumentieren, dass die Schießbahn dafür gebaut wurde, um Araber daran zu hindern in leeren Gebieten von Area C illegal zu bauen, die rechtlich Israel untersteht. (Ich sehe keinen Grund, warum nicht.) Sie argumentieren, heute gebe es legal oder nicht legal dort Wohnende und diese hätten das Recht nicht geräumt zu werden.

Aber sie haben keine Belege, dass es sich um vorher bestehende Dörfer handelt. Im Gegenteil, es gibt lauter Hinweise, dass Palästinenser vorsätzlich und illegal in die Schießbahn zogen, um in Area C Land zu rauben.

Die Lügen sind überall. Die israelische Regierung und die IDF leisten bei der Verbreitung der Wahrheit echt schlechte Arbeit.