Schwarze Aprikosen und „Wassermelonen-Pflaumen“: Eine Farm zieht einzigartige Früchte

Im fruchtbaren Hule-Tal nutzt eine Bauernfamilie traditionelle Kreuzungstechniken um unverwechselbare, klimafreundliche Früchte zu produzieren

AFP, The Times of Israel, 21. September 2022

Eine Variante der „Wassermelonen-Pflaume“, eine der Kreationen von Hybrid-Früchten eines Züchters im Moschaw Yesod HaMa’Ala in Nordisrael, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ / AFP)
Ein Landarbeiter lädt Kisten mit Wassermelonen-Pflaumen ab, einer Variante der Hybrid-Frucht einer spezialisierten Farm im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Norden Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ/AFP)
Ein Landarbeiter lädt Kisten mit Wassermelonen-Pflaumen ab, einer Variante der Hybrid-Frucht einer spezialisierten Farm im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Nordne Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ/AFP)

Eine israelische Familienfarm hat Jahrzehnte damit verbracht Hybrid-Früchte zu entwickeln, von schwarzen Aprikosen bis zu „Wassermelonen-Pflaumen“, von denen sie sagte, dass sie einzigartige Aromen und Widerstandsfähigkeit gegen das sich ändernde Klima bieten.

Die Ben Dor Obst und Pflanzenschule hat ihren Sitz in Yesud HaMa’ala, einer Gemeinde, die in den 1880-er Jahren während der ersten Welle der jüdischen Immigration nach Palästina gegründet wurde, das damals unter der Kontrolle des osmanischen Reichs stand.

Mit klassischen Techniken der Kreuzungszucht hat man dort einzigartige Varianten von Steinfrüchten in den Obstplantagen im fruchtbaren Hule-Tal in Nordgaliläa erschaffen.

Zu ihren Angeboten gehören „Granatapfel-Pflaumen“, die besonders süß sind, „Wassermelonen-Pflaumen“ mit rotem Fleisch und grüner Haut und die hellgelbe „Lamoon“-Pflaume, die wie eine seitenverkehrte Träne geformt ist und leicht herb schmeckt.

„Wir sahen, dass hier Potenzial für die Ausweitung in Supermarkregale besteht, wenn wir Obst entwickeln, das anders ist und besonders aussieht und schmeckt“, sagte der Direktor der Betriebs, Sefi Ben Dor.

Die Jahresproduktion, die durchschnittlich zwischen zwei und drei Tonnen liegt, beinhaltet auch Aprikosen unterschiedlicher Farben, insbesondere rot und schwarz.

Eine Variante der „Wassermelonen-Pflaume“, eine der Kreationen des israelischen Hybridobst-Züchters im Moschaw Yesod HaMa’Ala im Norden Israels, 21. Juli 2022 (Foto: JACK GUEZ / AFP)

Seit Jahren hat die Familie hauptsächlich für den Export gezüchtet und sie hat lizensierte Bauernhöfe in 33 Jahren, um ihre Hybriden zu ziehen, sagte die Firma. Aber die Störungen der Covid-Pandemie hat ihren Fokus zurück auf Israel gebracht.

Der Sohn des Direktors, Ido Ben Dor, sagte, die Firma arbeite daran neue Varianten anzupassen, wobei der Fokus auf Widerstand gegen die Auswirkungen des Klimawandels liegt.

Ben Dors Arbeit wird als „willkommene Inititative“ bei der Anpassung von Pflanzen an sich verändernde Temperaturen betrachtet, sagte Yoram Kapulnik, der ehemalige Direktor des Volcani-Zentrums, Israels nationale Landwirtschafts-Forschungseinrichtung.

Kapulnik, der den Binational Agricultural Research and Development Fund mit Sitz in den USA leitet, sagte, Hybridisierung kann die Varianten widerstandsfähiger gegen Dürre machen und erlaubt Bauern weniger Pestizide zu verwenden, was „relative Vorteile für die Erzeugnise schafft, damit wir sie länger genießen können“.

Der Mann, der irakische Dattelpalmen nach Israel schmuggelte

In einer Schachtel israelischer Datteln gibt es mehr als das, was das Auge sieht. Die Datteln wachsen in Israel dankt der Anstrengungen eines Mannes, Ben-Zion Israeli, der die Originaldattelpflanze aus dem Irak schmuggelte. Mit der Hilfe des Historikers Sami Sourani setzen wir die bemerkenswerte Geschichte des Lebens – und den tragischen Tod – zusammen, die den Juden und Israel gewidmet war.

Bataween, Point of No Return, 9. Januar 2022

Einer der verschwindenden Art der Dattelpalmen-Kletterer im Irak.

Seit undenkbaren Zeiten hatten Juden in Eretz Israel ein großes Interesse an den Juden Babylons. Jüdische Abgesandte (Schlihim) wurden die Geschichte hindurch dorthin geschickt. Die meisten sammelten Geld für die Juden des Heiligen Landes. Wir wissen nicht, ob irgendjemand versuchte Proben der Datteln des Irak mitzubringen, die aufgrund ihrer Qualität teuer waren. Wenn ja, dann wären sie bestimmt gescheitert. Dattelpflanzen aus dem Irak mitzunehmen wurde als Kapitalverbrechen betrachtet und schwer bestraft. Der Irak produzierte 600 Sorten Datteln und bis Trockenheit und Konflikte die Plantagen verheerten war das Land einer der größten Produzenten der Welt.

Aber ein Mann schaffte es irakische Datteln herauszuschmuggeln – und bis heute sind sie die Grundlage für Israels florierende Dattelproduktion. Ben-Zion Israeli (20. Febr. 1887 – 30. Juli 1954) war ein Immigrant der Zweiten Aliyah, Landwirtschafts-Pioniersiedler in Eretz Israel, Gründer des Kibbutz Kinneret, aktiv im Schutz der Bauern und Gründer einer Infanterie-Kompanie im Jordantal. Zudem war er aktiv bei der Wiedereinführung der Dattelbäume in Israel.

Israeli wurde als Benzion Tschernomorski [1887] in der Stadt Glukhow in der Ukraine als Sohn einer traditionellen jüdischen Familie geboren. Sein Vater war Schlachter und dayan. Bis ins Alter von 15 Jahren ging er in eine Thora-Schule. 1906, nach den Krawallen von Kischinew, immigrierte er nach Eretz Israel und änderte seinen Namen zu „Israeli“.

Während seiner Reisen in die Länder des Ostens traf er sich mit jüdischen Gemeinden. Bei vielen Gelegenheiten war er der erste, der ihnen Nachrichten von der jüdisch-zionistischen Wiederbelebung im Land Israel brachte. Ein Brief von Rabbi Yosef Fathi Sahiq aus Bagdad drückte zum Beispiel nach dem Treffen mit dem Pionier aus Eretz Israel seine Bewunderung aus.

1934 widmete Ben-Zion eine ganze Reise dem Treffen mit jüdischen Gemeinden im Irak und Kurdistan: Er besuchte Mossul und Kirkuk. Bei seiner Rückkehr nach Israel forderte er, dass den Juden Kurdistans und des Irak die Auswanderung erlaubt wird. Bei anderen Reisen besuchte er die Krypto-Juden von Maschhad im Iran, die ihn als den Messias betrachteten.

Ben-Zion (mit der Leinenmütze) trifft jüdische Dorfbewohner aus Sundur in Kurdistan, 1935
Ben-Zion mit einem 102 Jahre alten kurdischen Juden, 1935

1930 reiste er ausgiebig durch den Iraq und Ägypten, um Dattelpflanzen zu finden, die widerstandsfähig genug waren, um in Israel zu gedeihen. Ben-Zion spielte eine sehr wichtige Rolle bei der Lieferung der geschmuggelten Pflanzen aus dem Irak nach Israel.

Sourani berichtet, dass Ben-Zion mit einem gefälschten Pass in den Irak kam. Er gab vor, ein Händler aus Island zu sein, der Reis kaufen wollte. Seine Geschichte ist in einem Buch mit dem Titel Die Begebenheit Irak (auf Hebräisch) veröffentlicht worden.

Schließlich schaffte er es 20.000 Dattelpflanzen nach Israel zu schmuggeln.

Als das Schiff, auf dem er fuhr, den Suezkanal in Richtung Zypern verlassen hatte und auf dem Weg nach Haifa war, veröffentlichte die Abendzeitung Ma’ariv Einzelheiten dessen, was er getan hatte. Das war laut Sourani ein sehr großer Fehler und eine unverantwortliche Tat der Zeitung.

Die Lieferung erreichte Haifa und die Palmen wurden ausgeladen und an Ziele zumeist in die Gegend von Beer Sheva geschickt. Die israelischen Agrarwissenschaftler hatten keine Erfahrung mit dem Pflanzen von Dattelpalmen. Sie holten Experten aus Kalifornien zu Hilfe. Auch diese scheiterten. Schließlich beschlossen sie einen Bauern aus Basra im Irak nach Israel zu holen um ihnen zu helfen. Ganz zu Anfang lehnte dieser Mann es ab Israel zu helfen. Bei der Geldsumme, die man ihm bot, beschloss er dann, dass seine Arbeit koscher war. Alle Experten aus Israel und den USA waren überrascht von seinem Wissen in dem Bereich. Es wurde ein großer Erfolg. Die israelischen Datteln werden Majdul genannt und sind in westlichen Supermärkten weithin zu kaufen.

Ben-Zion beendete seine Aufgabe erfolgreich und er kehrte als normales Mitglied in den Kibbutz Kinneret zurück. Eines Tages führte die israelische Luftwaffe Übungen am Himmel über diesem Kibbutz durch. Die Menschen saßen in Reihen und sahen den Flugzeugen am Himmel zu. In der ersten Reihe saßen Kinder aus dem Kindergarten und aus Grundschulen. Hinter ihnen saßen Erwachsene, darunter Ben-Zion. Während sie hochsahen, explodierte ein Flugzeug in der Luft und drohte in die Zuschauer zu stürzen. Ben-Zion sah, dass der Flieger auf die Kinder in der Reihe vor ihm stürzen würde. Er sprang auf, um sie mit seinem Körper zu schützen, um sie zu retten. Die Kinder wurden gerettet, aber er erlitt Verbrennungen und starb an seinen Verletzungen.

Das war das tragische Ende eines Mannes, der sein Leben den Juden und Israel gewidmet hatte.

An den Strömen Babylons

Kay Wilson, Israellycool, 11. April 2021

Die Dattelpalme wird im Tanach mehrfach erwähnt, aber nach dem Babylonischen Exil starb der Baum in Israel aus. Erst in den 1930-er Jahren, als Ben Zion Israeli, ein in der Ukraine geborener, glühender Zionist, zu Ehren von Rachel Bluwstein, seiner verstorbenen Freundin und Mitpionierin, einen biblischen Garten pflanzen wollte, blühte die Dattelpalme in Israel wieder auf.

Mit einer mageren Geldsumme und einem LKW, die ihm von David Ben-Gurion zugeteilt wurden, begab sich Ben Zion Israeli auf die gefährliche Fahrt nach Babylon. Sein Ziel war es die verarmte und unterdrückte jüdische Gemeinschaft zu besuchen und einige Ableger von Dattelpalmen mit zurückzubringen.

Es war ein massives Vorhaben, nicht nur, wegen der Gefahren der Wüstenreise, sondern weil Palmen nicht aus Samen wachsen: Sie wachsen aus dicken, dornigen Ablegern, die vom Baumstamm genommen werden und bis zu einem Meter lang sein können.

An den Strömen Babylons wandte sich Ben Zion Israeli an Juden, die ihre Herkunft im Irak bis zur Zerstörung des ersten Tempels (586 v.Chr.) zurückverfolgen konnten. Er erzählte ihnen, dass Juden aus aller Welt nach Hause kämen. Ohne Mühe überzeugte er sie, dass es an der Zeit war ihre Sachen zu packen und nach Hause zurückzukehren, um als freies Volk im eigenen Land zu leben.

Die Gemeinschaft teilte mit ihm uralte Geheimnisse der Kultivierung der Dattelpalmen und verkaufte ihm sogar die kostbarsten Ableger zu einem so geringen Preis, dass er in der Lage war ein paar tausend auf dem LKW zu verstecken. Nach Angaben von Ben Zion Israelis Enkelin baute er zudem im LKW einen falschen Boden, damit er ein paar Leute zurück nach Israel schmuggeln konnte.

Die erste Reise war nur der Anfang.

Von seinem Auftrag motiviert, unternahm er acht weitere Reisen nach Ägypten, Persien und in den Jemen mit dem Ziel so viele unterschiedliche Palmenarten wie möglich mit zurückzubringen. Jedes Mal, wenn er diese muslimischen Länder besuchte, schmuggelte er hebräische Literatur, den Tanach und Siddurim.

Und jedes Mal, wenn er nach Jerusalem zurückkehrte, sprach er über die Armut und Verfolgung der Gemeinden, die er getroffen hatte. Dank seines Mutes, seiner Wagnis und Entschlossenheit erlebte die Mitte der 1930-er Jahre eine große Welle jüdischer Flüchtlinge aus dem Irak, die die der Immigration deutscher, österreichischer und tschechoslowakischer Juden entsprach, die aus Hitlers Europa flohen.

Seine letzte Reise führte ihn nicht nach Babylon, sondern ins biblische Persien, in den Tagen, als der frischgebackene Staat Israel diplomatische Beziehungen zu dem damals säkularen Iran hatte. Das Ziel waren diesmal massive 30.000 Ableger. Bei einer solchen Menge konnte der LKW nicht ausreichen. Nur ein Schiff würde das tun.

Dattelpalmen-Ableger können ohne die Mutterpflanze nicht allzu lange überleben. Leider kam Ben Zion Israeli daher aufgrund der Hitze und der unerwarteten Verspätung des Schiffes ohne Erfolg zurück. Aber trotzdem hatte er zumindest das Versprechen erfüllt, das er seiner Freundin Rachel Bluwstein gegeben hatte, die ein paar Jahre zuvor gestorben war. Er pflanzte am Südufer des Sees Genezareth einen Palmengarten zu ihrem Gedenken und nannte ihn „Rachels Garten“.

1954, als er im Kibbuz Ma’agan Michael an einer Flugvorführung zu Ehren der jüdischen Fallschirmjäger teilnahm, die in Nazi-Europa hinter den Feindlinien absprangen, stürzte eines der kleinen Flugzeuge in die Menge und tötete ihn und 17 weitere Menschen. Bittere Ironie wollte es, dass das zur gleichen Zeit geschah, als der Grundstein für Yad Vashem gelegt wurde.

Obwohl Ben Zion Israeli nicht mehr erleben sollte, dass Dattelpalmen aus dem Iran geholt wurden, setzte einer seiner Partner seine Arbeit fort und brachte schließlich tausende mit.

Jede einzelne der vom Süden Israels bis in den Norden gepflanzten Palmen steht als stolzes Zeugnis für seinen Mut, seine Hingabe an sein Volk und seine Liebe zu seiner Freundin Rachel, was alles zusammen die Dattelpalme in unser Heimatland zurückgebracht hat.

Die Wüste zum Blühen bringen

Kay Wilson, Israellycool, 2. April 2021

Tief betroffen vom ihn umgebenden Antisemitismus und zunehmender Armut in seiner Vorkriegsheimat Polen beschloss Simcha Blass, er müsse nach Eretz Yisrael reisen, um seine Zukunft dort zu überprüfen. Sollte er schließlich beschließen sich dort niederzulassen, bräuchte Blass einen Lebensunterhalt. Noch in Warschau erfand er eine Maschine, die Weißen pflanzt und die Ernte von Feldfrüchten um massive 300 Prozent erhöht. Eine reiche Versorgung mit Lebensmitteln bedeutete, Juden würden nicht länger von britischem oder arabischem Wohlwollen abhängig sein. Begeistert wegen des Abenteuers machte er sich auf den Weg, aber leider fand der intellektuelle Blass es in der unbekannten Umgebung von Eretz Yisrael schwierig sein eigenes Produkt zu vermarkten und seine Erfindung scheiterte.

Mit Hitlers Aufstieg zur Macht und den sich in Polen für Juden ausbreitenden Umständen beschloss er und seine Frau aus Bialystok zu holen, damit sie sich ein Leben weit weg von dem sich zusammenbrauenden Sturm aufbauen könnten. Er überlegte, dass selbst wenn es unter den proarabischen Briten war, könnte das Leben in Eretz Yisrael nicht schlimmer sein als in dem zunehmend feindlichen Klima in seiner Heimat Polen, wo die meisten Juden jetzt infolge brutaler Steuern, die einzig ihrer Gemeinschaft auferlegt wurden, von Armut gebeutelt waren.

Blass und seine Frau richteten ihr Zuhause in Deganya Bet ein, einem Kibbuz am idyllischen Ufer des Kinneret. Dort kam er zu dem Schluss, dass das Hauptproblem in der jüdischen Heimat eigentlich nicht ein Mangel an Weizen war, wie er zuerst glaubte, sondern ein Fehlen zugänglichen Wassers.

Mit dem grassierenden politischen Chaos unter der britischen Herrschaft machte sich Smicha Blass daran die erste Pipeline in den Negev zu bauen. Sein Ziel war die Worte des Propheten Jesaja zu erfüllen und die Wüste erblühen zu lassen. Also wollte er jeden Flecken trockenen Landes für jüdische Siedlung geeignet machen. Er landete eines Tages einen Glückstreffer, als er es schaffte einige Wasserrohre zu bekommen, die die Briten während Luftangriffen verwendet hatten, um Brände zu löschen. Die Rohre waren perfekt. Als Ergebnis davon, dass er sie in der Wüste verlegte, entstanden elf jüdische Bauerngemeinschaften auf dem wüsten Land. Die Wüste erblühte entgegen aller Wahrscheinlichkeit und das in einem Ausmaß, dass die Fülle der Feldfrüchte und Blumen später die UNO anstieß den größten Teil des Negev in die Grenzen des jüdischen Staates einzubeziehen.

Blass‘ neugieriger Verstand ruhte nie. Direkt neben seinem Haus befand sich eine Gruppe trockener und durstiger Bäume. Es kam ihm seltsam vor, dass von ihnen nur ein einziger blühte. Als er den Mutterboden aushob, um herauszufinden, warum dem so war, entdeckte er ein Leck in einer mechanischen Verbindung. Unter dem Mutterboden tropfte Wasser in die einsamen Wurzeln. Diese Entdeckung bildete den Anfang einer atemberaubenden landwirtschaftlichen Reform, die eine Welt voller Möglichkeiten eröffnen sollte.

Der Kibbuz Hatzerim wurde die perfekte Umgebung zur Entwicklung des Prototypen dieser Tröpfchenbewässerung. Mit dem stolzen Ziel diese Technologie in ärmere Länder zu exportieren nutzte Blass das reichlich vorhandene Wüstenland, um seine Erfindung zu perfektionieren, die die Welt verändern sollte. Tröpfchenbewässerung verwandelte das Leben von Millionen Bauern in mehr als 150 Ländern, was ermöglichte, dass auf jedem Land höhere Erträge zu produzieren und dabei Wasser, Dünger und Energie einzusparen.

Der polnische Jude veränderte die Welt für immer. Durch seine Brillanz und Hingabe seine Talente zum Wohl der Menschheit zu nutzen, stellte er sicher, dass Millionen Menschen weltweit überleben und gedeihen.

Etwas humanitäre Arbeit Israels durch die Augen einer Frau aus Kenia

David Lange, Israellycool, 7. Februar 2021

Eine Kenianerin hat in den sozialen Medien für Wellen gesorgt; sie sprach über Kompetenzen der Landwirtschaft in der Wüste, die sie in Israel erlernte und die sie jetzt, zurück in Kenia, gut einsetzen kann.

Rachel Ngina hat die Nutzer sozialer Medien mit ihren landwirtschaftlichen Fähigkeiten im Landkreis Turkana bezaubert.

Hätte jemand vor sechs Jahren angedeutet, dass sie ausgezeichnet Landwirtschaft betreiben würde, hätte sie sich darüber ausgeschüttet vor Lachen.

2017 wurde Ngina für ein Studentenprogramm des Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen, das für Studenten der Landwirtschaft eingerichtet ist.

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel zurück nach Hause. Sie ruhte sich zwei Wochen aus, dann machte sie sich auf nach Turkana.

„In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO an, die mit AICAT verbunden ist und den Menschen in Turkana helfen will die unsichere Lebensmittellage zu überwinden“, sagt sie.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwillige bei der NGO Furrows in the Desert. Zu ihrer Arbeit gehört die Ausbildung von Einwohnern Turkanas, wie sie beim Anbau von Feldfrüchten trotz des harten Klimas ausgezeichnete Leistungen bringen können.

„Ich wuchs mit dem Bild von Hunger in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann ist das erste, was mir durch den Kopf geht, dass die Leute sterben, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit durchschnittlichen Tagestemperaturen, die fast 50°C erreichen. Alles, was in Israel wächst, wird fachmännisch gewässert und gepflegt. Das Land hat genügend Lebensmittel.

Verglichen mit Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Landwirtschaft, bedenkt man, dass Israel teilweise Mutterboden importiert, um Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die örtlichen Einwohner von dem profitieren würden, was ich beim AICAT über Landwirtschaft gelernt hatte“, sagt sie.

Furrows in the Desert, sagt Ngina, bietet den Menschen in Turkana kostenlose Ausbildung zu Feldfrucht-Anbau. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Satz Bewässerungsausrüstung. „Der Satz besteht aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuchen zur Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröpfchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Lesen Sie den ganzen Artikel (s. unten: Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück).

Der Staat hat zudem einen interessanten Text über Racheals Arbeit mit dem Titel Women of passion: I visited Israel and got a passion to save the Turkana through farming veröffentlicht.

Die Hasser werden eine problematische Zeit haben die Menschen zu überzeugen, dass diese irgendwie „Agrikultur-Washing“ oder „humanitarian washing“ ist, bedenkt man, dass dies alles von Racheal kommt!

———

Absolventin kommt mit großen Ideen für das trockene Turkana aus Israel zurück

Gardy Chacha, FarmKenya, 6. Februar 2021

Rachel Ngina hat im Kreis Turkana die User der sozialen Medien mit ihren landwirtschaftlichen Kenntnissen begeistert.

Ngina wuchs in Kayole auf – das vom Betondschungel der Stadt Nairobi umgeben ist. Landwirtschaft war ihr so fremd wie Kayole es jemandem vom Lande sein würde.

Nach der Highschool wollte sie an der Universität Handel studieren. „Ich begann dort als normale Studentin. Ich hatte 39 Punkte. Aber um Handel studieren zu können, brauchte ich 40“, sagt sie.

Landwirtschaftskurse waren hingegen machbar. Statt komplett auf eine Universitätsausbildung zu verzichten, entschloss sie sich an der Egerton University Gartenbau zu studieren.

Gartenbau klang lebhaft und weniger bauernhofintensiv. Nur musste sie in den ersten Wochen feststellen, dass zum Lehrplan gehörte, dass sie tatsächliche landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Pflügen, Unkraut jäten, beschneiden usw. ausüben muss.

„Ich wollet diese Art von Arbeit nicht machen. Ich hatte mich nie damit gesehen. Ich wusste sofort, dass ich das nicht überleben würde“, sagt sie.

Sie wechselte die Seiten und ging zur Agrarwirtschaft über. „Ich sagte mir, dass ich mit Geschäft in der Landwirtschaft klarkommen würde, aber nicht mit der eigentliche Landwirtschaft“, sagt sie.

2017 wurde Ngina für ein Studienprogramm für Studenten der Landwirtschaft am Arava International Centre for Agricultural Training (AICAT) in Israel angenommen. „Ich verschob mein letztes Semester an der Universität auf 2018 und nahm an dem Programm teil.“

Elf Monat lang studierte sie, wie man Feldfrüchte wie Zwiebeln, Kürbisse, Pomelos, Wassermelonen und einige andere unter trockenen Bedingungen anbaut.

Was interessierte sie an dem Programm? Das weiß sie selbst nicht.

Sie erfüllte jedoch ihre Verpflichtungen als Studentin: Teilnahme am Unterricht und sogar die Erledigung von Landarbeit. Dafür erhielt sie ein Diplom in allgemeiner Landwirtschaft.

Ngina kam im Juni 2019 aus Israel nach Hause zurück. Sie machte zwei Wochen Pause und machte sich dann auf nach Turkana. „In Turkana schloss ich mich einer israelischen NGO mit Verbindungen zu AICAT an, die den Menschen von Turkana helfen will Lebensmittelunsicherheit zu überweinden“, sagt sie.

Es ist mehr als ein Jahr vergangen, seit Ngina nach Turkana ging. Sie liebt jede Einzelheit ihrer Arbeit. Ironischerweise gehört zu ihrer Arbeit ein großer Teil echter bäuerlicher Arbeit: Bodenbearbeitung mit einer hacke, Rinnen mit einem Panga ziehen, harten Boden mit gegabelten Jembe aufbrechen und so weiter. „Heute liebe ich es“, sagt sie, ohne genau u wissen, warum sie es früher hasste.

Ngina ist 25 Jahre alt. Von Statur ist sie klein und schlank, aber im Kopf ist sie gut ausgestattet. Sie arbeitet als Freiwilige bei Furrows in the Desert – der NGO.

Ihre Arbeit beinhaltet die Ausbildung der Einwohner von Turkana, wie sie Feldfrüchte trotz des harten Klimas hervorragend anbauen können. „Ich wuchs mit dem Bild des Hungers in Turkana auf. Wenn Sie Turkana erwähnen, dann sind sterbende Menschen das erste, was mir vor Augen steht, weil sie keinen Zugang zu Lebensmitteln haben. Israel lehrte mich, dass Anbau nicht vom Klima abhängt. Ganz Israel ist eine Wüste – mit Temperaturen, die tagsüber fast 50°C erreichen. Im Vergleich zu Israel ist Turkana ein viel besserer Ort für Feldanbau, bedenkt man, dass in Israel mancherorts Mutterboten importiert wird, um darauf Landwirtschaft zu betreiben. Als ich beschloss nach Turkana zu gehen, hatte ich das starke Gefühl, dass die Leute vor Ort von dem profitieren würden, was ich bei AICAT über Feldanbau gelernt hatte“, sagt sie.

Landwirtschaft in Trockengebieten, sagt sie, ist nicht nur möglich: Es wird in vielen Teilen der Welt auch gemacht.

Ein Teil ihrer Arbeit in Turkana besteht darin den Menschen zu erklären, wie sie das hinbekommen. Also sagt sie, wie es gemacht wird.

Sie brauchen Wasser

Trockene und halbtrockene Bereiche (ASAL – Arid and Semi-Arid Areas) in Kenia leiden unter Wasserknappheit. Feldfrüchte-Anbau ist ohne Wasser unmöglich. In ASAL-Bereichen können Wasserquellen Ströme und Flüsse sein. Aber diese sind oft saisonal. Brunnen haben sich manchmal als nützlich erwiesen, aber sie können nur in Grenzen Wasser liefern.

Die beste Lösung für Wasser, sagte Ngina, wäre ein Tiefen-Bohrloch: hunderte Meter unter der Oberfläche.Tiefen- Bohrlöcher produzieren das ganze Jahr über jede Menge Wasser.

In Turkana hat Furrows in the Desert sich mit Missionaren des heiligen Paulus zusammengetan, die nach Angaben von Ngina gelernte Bauern ansiedeln und Tiefen-Bohrlöcher für sie graben. „Ein Bohrloch zu graben ist teuer: Eine Durchschnittsperson könnte sich das nicht leisten. Da kommen Organisationen wie die Missionare des Heiligen Paulus ins Spiel“, sagt Ngina.

Besorgen Sie sich ein Tröpfchen-Bewässerungssystem

Furrows in the Desert, sagt Ngina, sorgt für kostenlose Ausbildung zu Feldfrüchte-Produktion durch die Menschen von Turkana. Jeder Praktikant bekommt bei Beendigung des Kurses einen kompletten Bewässerungssatz. „Die Sätze bestehen aus einer Pumpe, Sicherheitsausrüstung, Schläuche für Tröpfchenbewässerung und einem Speichertank“, sagt sie.

Tröfpchenbewässerung, sagt sie, liefert die exakte Wassermenge, die die Feldfrüchte benötigen. Das Wasser wird zudem direkt an die Pflanze gebracht und so Verschwendung enorm reduziert.

Rachel Ngina ist eine 25-jährige Agrarwissenschaftlerin. Sie arbeitet als Freiwillige in Turkana, um Einheimischen Feldanbau in Trockenzonen beizubringen, was mit Bewässerung anfängt.

Sei aktiv und pack mit an. Sei nicht träge.

Sie möchten von einer Farm in ASAL-Bereichen gute Ernte einfahren? Dann sollten Sie bereit sein dafür zu arbeiten.

Trockengebietslandwirtschaft, sagt Ngina, erfordert, dass der Bauer Einsatz zeigt. „Du musst selbst dort sein; du kannst nicht jemand anderen bezahlen, damit er deine Arbeit erledigt“, sagt sie. Die für Trockengebiet-Landwirtschaft nötigen Management und Arbeit sind sowohl wichtig als auch zeitintensiv. Man kann es sich nicht leisten bequem zu sein.

Bequemlichkeit – was Ngina treffend als Landwirtschaft vom Sofa aus bezeichnet – wird natürlich zu Scheitern führen. Bei AICAT, sagt sie, nehmen Studenten einen Tag am Unterricht teil. Die restlichen Lerntage fanden auf der Farm statt. „Wir alle mussten ums um halb sechs morgens auf der Farm melden“, sagt sie. „Wir arbeiteten fast 10 Stunden auf der Farm. Von jedem, einschließlich unserer Vorgesetzten, wurde erwartet, dass sie auf der Farm arbeiten.“

Weil sie die israelische Bauernethik erlebte, ist Ngina überzeugt, dass der Grund dafür, dass viele Bauern in Kenia scheitern, der ist, dass sie dafür nicht schwitzen wollen.

Bittet um professionelle Hilfe

Nach Angaben von Ngina sind Profis – wie Agrarwissenschaftler – bei Trockengebietslandwirtschaft besonders wichtig. „Als Agrarwissenschaftlerin verstehe ich, dass auch die kleinsten Wetter-Veränderungen die gesamte Ernte kosten könnten. Für Trockengebietslandwirtschaft ist es wichtig Agronomen hinzuzuziehen, wenn Situationen entstehen, in denen sie nicht wissen, was tun ist“, sagt sie.

Agronomen beraten zu passenden Abstand, Gesundheitszustand und Fruchtbarkeit des Bodens, Wasserbedarf, Bewässerung, Seuchenkontrolle und vielen anderen Aspekten der Landwirtschaft. In Turkana ist eine der Lektionen, die Ngina ihre Schüler lehrt, biologische Schädlingsbekämpfung. Turkana ist ein ressourcenarmes Umfeld, in dem solche Fähigkeiten sich als nützlich erweisen.

Die richtigen Feldfrüchte anbauen

In Trockengebieten wird nicht jede Feldfrucht wachsen, selbst wenn sie mit Wasser versorgt wird, sagt Ngina. Es ist wichtig, dass ein Bauer angemessen beraten wird, welche Pflanzen angebaut werden sollten – Rat, der bei Bezirksregierungen vorhanden ist.

„Selbst beim Kauf von Saatgut bitten sIe um Samen die für das Klima und den Boden gedacht sind, in der du deine Feldfrüchte pflanzt“, erklärt sie.

Wenn es nicht unmöglich ist, rät Ngina, wäre es gut Bodentests durchzuführen, um die Bodengesundheit und Fruchtbarkeit festzustellen, was dann darüber Auskunft geben würde, welche Pflanzen in dem Bereich angebaut werden können.

Eine Farm auf dem Dach

gefunden auf inhabitat.com:

Dies ist Israels ältestes Einkaufszentrum.
Es hat eine verblüffende Farm auf dem Dach.
Dort werden jeden Monat, das ganze Jahr hindurch
10.000 Köpfe Blattgemüse gezogen.
Die Farm auf dem Dach ist 750 Quadratmeter groß.
Es werden 17 verschieden Gemüsearten gezogen.
Keinerlei Pestizide werden eingesetzt. Es wird keine Erde benötigt.
Alles wird mit Hydrokultur gezogen.

Das hier ist ein Anbausystem mit tiefem Wasser,
das Wasser wird mit solargetriebenen Luftpumpen zugeführt.

Diese Gemüse wachsen doppelt so schnell
wie Erzeugnisse aus Bodenanbau.

Das Ziel von Grün in der Stadt ist die Förderung
von Landwirtschaft in der Stadt und er öffentlichen Gesundheit.

Die Farm veranstaltet Bildungs-Workshops,
Kochunterricht und System-Vorführungen.
Dazu gehören Beispiel für Hydrokultur,
Aeroponik-Türme,Nährstofffolien-Systeme,
und kostengünstige Hydrokultur-Starerkits.

Grün in der Stadt verkauft alles, sie anbauen
an örtliche Restaurants und Bürger.
Das hier ist ihr Offenheits-Stand im Einkaufszentrum.
Gemüse wird zu bezahlbaren Preisen verkauft.
Der Stand hat kein Personal und nutzt das Ehrensystem.
Die Leute kaufen Erzeugnisse und hinterlegen das Geld in einem Kasten.
Funktioniert das?
Ja, 80% der Leute, die etwas nehmen, bezahlen auch!

Die Farm auf dem Dach des Dizengoff-Zentrums
ist nur der Anfang.
Grün in der Stadt wird überall in Tel Aviv weiter wachsen,
um eine städtische Revolution zu schaffen.

Wie Israels Wüste lebt

gefunden auf Facebook:

Die Arava-Wüste hat im Jahr nur 30 cm Regen,
produziert aber 60% der israelischen Exporte an frischem Gemüse,
10% der Schnittblumen-Exporte
und hat jetzt auch eine blühende Zierfisch-Zuchtindustrie.

„Die Wüste ist trocken und alles Wasser, das wir hier haben,
ist in erster Linie solches, nach dem wir hier in der Arava bohren.
Wir sind nicht an das nationale Wassersystem angeschlossen.
Wir in der Forschung und Entwicklung haben viel zu tun,
um die Feldfrüchte und die Art sie zu züchten an die Wasserqualität anzupassen.

Dieses kleine Maisfeld wird von einer Entsalzungsanlage gewässert,
die von Solarenergie mit Strom versorgt wird…

Die meisten von uns gezüchteten Feldfrüchte sind Gemüse für den Export,
Paprika, Tomaten, Melonen, Auberginen.
Wir haben viele Dattel-Plantagen, Schnittblumen,
frische Kräuter und Zierfische.

Ein Geschäftszweig wie Aquakultur ist ein sehr gutes Geschäft,
denn man braucht nicht viel Land und man braucht nicht viel Wasser.
Man braucht viel Wissen.

Israel gehört zu den Top 6 der Aquariusfische exportierenden Länder.

In der Arava gibt es heute 18 Fischzuchten.

Meeresfische sind anspruchsvoller.
Man muss sein eigenes Wasser herstellen, Meerwasser.
Wir begannen mit der Zucht von (unverständlich), die Clownfisch-Familie,
das machten wir erfolgreich und heute gibt es drei Zuchten,
die … in der Arava züchten.

Wir züchten Fische, die ursprünglich im Meer aufwuchsen
und wir verkaufen sie aus Gefangenschaft.
Wir verhindern also die Schädigung des Ökosystems.

Israelische Technologie lässt die Wüste erblühen.