Der Streit um das Gasfeld Karish: Die Zunahme der Spannungen zwischen dem Libanon und Israel verstehen

Chaim Lax, HonestReporting, 14. Juni 2022

Die aktuelle Ankunft einer Gasförderplattform vor der Küste Israels hat erneut die Medienaufmerksamkeit auf die köchelnden Spannungen zwischen Israel und dem Libanon gelenkt (siehe hier und hier), wobei einige Analysten spekulieren, dass ein weiterer Konflikt zwischen den beiden Ländern bevorstehen könnte.

Um aus der unbeständigen Lage Sinn zu machen, die sich zwischen Israel und dem Libanon zusammenbraut (und was das mit einer Gasförderplattform zu tun hat), ist es wichtig sowohl den historischen Kontext als auch zu verstehen, was es für die Akteure der Region bedeutet.

Libanon, Israel und das Gasfeld Karisch: ein kurzer Überblick

Obwohl sie Nachbarn sind, haben Israel und der Libanon keine offiziell anerkannte Grenze. Stattdessen werden die beiden Länder von der Blauen Linie getrennt, einer territorialen Demarkationslinie, die von den Vereinten Nationen nach dem israelischen Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 festgelegt wurde. Die Blaue Linie basiert auf der Grünen Linie, also der Waffenstillstandslinie, auf die sich der Libanon und Israel nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg 1948/49 einigten.

Während die Blaue Linie die anerkannte Landgrenze zwischen Israel und dem Libanon darstellt, verlängert sie sich nicht ins Mittelmeer, wo beide Länder Territorialgewässer und Exklusivhandelszonen (maritime Regionen, in denen sie die alleinige Kontrolle über alle Wirtschaftsressourcen behalten) haben. Diese Störung eine offizielle Demarkationslinie der Seegrenzen zu bieten hat zu Auseinandersetzungen zwischen dem  Libanon und Israel darüber geführt, wo die Territorialgewässer des einen Landes enden und die des anderen anfangen.

Die aktuellen Spannungen zwischen Israel und dem Libanon entstammen einem Disput über 850 Quadratkilometer Mittelmeer, die entlang der Grenze zwischen den beiden Ländern liegen. Israel betrachtet diesen Bereich als Teil der nördlichsten Grenze seiner Territorialgewässer, während der Libanon es als Teil seiner südlichsten Grenze betrachtet.

Dieser territoriale Disput zwischen dem Libanon und Israel ging bis zum Jahr 2000 weiter, als die USA und die UNO halfen indirekte Gespräche zwischen den beiden Ländern bezüglich einer endgültigen Vereinbarung zu den maritimen Grenzen zu vermitteln. Nach diesen Gesprächen dehnte der Libanon seine Ansprüche aus, so dass weitere 1.400 Quadratkilometer territorialer Gewässer eingeschlossen sind, die von Israel beansprucht werden, darunter das Gasfeld Karisch.

Das Gasfeld Karisch 75km nordwestlich von Haifa  wurde 2013 als reiche Erdgas-Quelle entdeckt. 2017 genehmigte das israelische Energieministerium einen Plan zur Entwicklung des Feldes, zu dem die griechische Offshore-Bohrfirma Energean und der Transport von Gas an Land nach Israel durch eine 90 km lange Pipeline gehörten.

Mit der geplanten Ankunft der Gasförderplattform von Energean im Feld Karisch am 5. Juni 2022 spitzte sich die Krise zwischen Israel und dem Libanon zu. Die Ankunft der Gasplattform wurde im Libanon mit Wut begegnet, sowohl seitens der libanesischen Politik als auch der Bürger, die den Schritt verurteilten und drohten, dass jegliche Aktivität in dem Bereich als „Provokation“ und „Akt der Aggression“ betrachtet werden würde. In Reaktion forderte Israel die Rückkehr an den Verhandlungstisch und versprach, es werde in den 850 Quadratkilometer umfassenden Gewässern nicht nach Gas zu bohren.

Wie von der israelischen Zeitung Ha’aretz berichtet, zeigen Satellitenbilder, dass die Gasplattform von Energean knapp 10km südlich der umstrittenen 850 Quadratkilometer liegt, die der Libanon ursprünglich beanspruchte.

Der US-Gesandte Amos Hochstein besuchte den Libanon am 13. und 14. Juni im Versuch die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon wieder in Gang zu bringen und hoffentlich eine Lösung für den anhaltenden Streit zwischen den beiden Ländern herbeizuführen.

Warum ist das Gasfeld Karisch wichtig?

Der Hauptgrund, dass sowohl Israel als auch der Libanon hartnäckig das Gasfeld Karisch für ihre jeweiligen Exklusiv-Wirtschaftszonen haben wollen, istt, dass solch ein großes Vorkommen an Erdgas für jedes der beiden Ländern ein wirtschaftlicher Segen wäre.

Eine solch große Menge Gas zu verarbeiten würde Israel erlauben seine einheimischen Brennstoffreserven zu vergrößern und auch in der Lage zu sein seinen Exportmarkt auf europäische Länder auszuweiten, die nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar 2022 Sanktionen gegen russisches Gas verhängten.

Der Libanon betrachtet das Gasfeld Karisch als eine Möglichkeit die die Kräfte des Landes aufzehrende Treibstoffknappheit einzudämmen, und außerdem ein Weg der schweren Wirtschaftskrise entkommen, die es seit 2019 erlebt. Abgesehen vom Wirtschaftswachstum könnte das Gasfeld Karisch auch helfen das anfällige politische System des Landes zu stabilisieren.

Der Faktor Hisbollah

Wann immer es einen Disput zwischen Israel und dem Libanon gibt, kann man sicher sein, dass die Hisbollah, die vom Iran gestützte Terrororganisation, sich auch einmischt.

In diesem besonderen Fall soll Scheik Naim Qassem (der stellvertretende Leiter der Hisbollah) in Reaktion auf die Ankunft der Gasförderplattform im Gasfeld Karisch gesagt haben, wenn die libanesische Regierung ankündigen würde, dass Israel die Souveränität der Gewässer formell verletzt, dann würde sie mit Gewalt reagieren, „egal, wie die Antworten lauten“. Das könnte als Signal der Bereitschaft der Hisbollah betrachtet werden die Spannungen zu schüren und eine direkte Konfrontation mit Israel zu betreiben, eine Möglichkeit, auf die die IDF sich vorbereitet.

Qassems Kommentare folgten Äußerungen von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah, die von den USA als Terrororganisation eingestufte Gruppe sei in der Lage die Offshore-Bohrungen mit Gewalt aufzuhalten.

Von Nasrallah wird auch berichtet, er habe seine Opposition gegenüber fortgesetzten Verhandlungen über den US-Vermittler Amos Hochstein zum Ausdruck gebracht. In einer Ansprache voller antisemitischer Untertöne soll er gesagt haben: „Wenn ihr die Verhandlungen fortsetzen wollt, dann macht das, aber … nicht mit Hochstein, Frankenstein oder sonst irgendeinem Stein, der in den Libanon kommt.“

Diese Äußerung Nasrallahs widerspricht direkt dem Willen der libanesischen Regierung, die Hochstein im Versuch die Spannungen abzumildern in den Libanon eingeladen hat.

In der Vergangenheit ist die Hisbollah dafür bekannt gewesen territoriale Streitigkeiten zwischen Israel und dem Libanon für die eigenen üblen Zwecke auszunutzen. Ein berühmtes Beispiel dafür sind die fortgesetzten Angriffe der Hisbollah auf Israel im Vorfeld des zweiten Libanonkriegs; damals behauptete die Gruppe, sie kämpfe um die umstrittene Region der Schebaa-Farmen.

Mit der Entwicklung der sich ständig in Bewegung befindlichen Situation zwischen Israel und dem Libanon ist es wichtig, dass die darüber Berichtenden ihren Lesern den angemessenen historischen Kontext liefern und dass sie nicht in Sensationsjournalismus verfallen, der die Situation verschärfen und die Spannungen aufheizen könnte. Wenn man es mit einer derart belasteten Atmosphäre zu tun hat, ist journalistische Besonnenheit keine Wahlmöglichkeit, sondern eine Notwendigkeit.

Israel muss deutlich machen, dass mehrere Fronten zu eröffnen einen Preis hat

Die Hamas versucht mit unterschiedlichem Erfolg an verschiedene Stellen zu zündeln. Israel muss der Gruppe verständlich machen, dass jedem Terroranschlag, für den sie verantwortlich ist, mit einer Reaktion im Gazastreifen begegnet werden wird.

Yoav Limor, Israel HaYom, 26. April 2022

Der Monat Ramadan liefert weiter eine schwindelerregende Menge an Sicherheitsvorfällen in allen Sektoren. Der Tempelberg, der die letzten zwei Wochen über im Zentrum des Interesses stand, wurde Montag vom Norden abgelöst, in dem von der Hamas initiierte Krawalle ausbrachen.

Die über Nacht auf Westgaliläa geschossene Rakete verursachte keinerlei Verletzte oder Schäden, war aber eine Erinnerung daran, dass die Hamas beharrlich daran arbeitet alle Konfliktzonen aufzuputschen. Nachdem sie – erfolglos – versuchte bei arabischen Israelis Unruhen zu schaffen, sie nur teilweisen Erfolg der Versuche erlebte Judäa und Samaria aufzustacheln, aber großen Erfolg auf dem Tempelberg hatte, versucht die Hamas jetzt im Norden zu zündeln.

Die Organisation tut das über einen Zweig, den sie im Libanon gründete; dieser operiert unter Salah al-Arouri, einem ranghohen Hamas-Vertreter im Ausland, der beim Schalit-Deal aus dem Gefängnis entlassen und dann deportiert wurde. Seitdem ist Arouri in der Achse Türkei-Qatar-Libanon aktiv gewesen, wo er eine vom Iran finanzierte und von der Hisbollah genehmigte terroristische Infrastruktur schuf, die der Gruppe erlauben soll im Fall einer Eskalation im Gazastreifen oder in Jerusalem vom Libanon aus zu agieren.

Diese Infrastruktur soll auch der Hisbollah erlauben das Beste beider Welten zu genießen – zu erleben, dass Israel angegriffen wird, ohne selbst den Preis dafür zu zahlen. Israel kann diese Entwicklung auf keinen Fall zulassen. Letztes Jahr stockte es, bevor es auf Raketenfeuer aus dem Libanon reagierte und es war gut, dass es auf den letzten Vorfall sofort antwortete. Die Reaktion war weich, aber so gestaltet, dass sie dem Libanon und der Hisbollah ein Botschaft schickte, dass die Verantwortung sich nicht allein auf die Randelemente beschränken wird, die die Rakete abfeuerten.

Um die Botschaft hervorzuheben, verriet IDF-Sprecher Oberstleutnant Avichay Adraee am Montag auf Arabisch, dass das ranghohe Hisbollah-Mitglied Haddsch Khalil Harb Drogen und Waffen über die Grenze schmuggelte. Während es ein tiefer gehendes Motiv als den Schmuggel zu vereiteln gab die Methode aufzudecken, zielte die Botschaft darauf die Hisbollah mit Drogenhandel und Verbrechen in Verbindung zu bringen und die Organisation hauptsächlich so darzustellen, dass sie mit ihrem Verhalten den Libanon in Gefahr bringt.

Die Verbindungsmöglichkeiten zwischen den verschiedenen Fronten und der Versuch die arabische und palästinensische Öffentlichkeit aufzustacheln sind nicht allein der Hamas bekannt. Der Palästinensische Islamische Jihad macht dasselbe, wie wir nach der Aufdeckung eines PIJ- Versuchs eine Terrorinfrastruktur in Judäa und Samaria aufzubauen wissen, was der Shin Bet verhinderte. Laut einer Stellungnahme des Shin Bet schafften es Mitglieder des Netzwerks eine Bombe zu bauen, bevor sie geschnappt wurden. Das ist beunruhigend, weil der potenzielle Schaden, den Bomben wie diese anrichten können, weit größer ist als das, was ein einzelner Terrorist anrichten kann.

Seit der zweiten Intifada hat der Shin Bet Dutzende ähnliche Komplotte torpediert, Selbstmord-Bombenanschläge mit Massen an Opfern verhindert. Dennoch ist klar, dass Terrororganisationen immer noch versuchen Anschläge dieser Art zu verüben, in der Hoffnung Israel in Schockstarre zu versetzen. Sie agieren unter der falschen Vorstellung, dass sie in einer Zone – Judäa und Samaria – Eskalation verursachen können, während das in einer anderen – dem Gazastreifen – verhindert wird. Dieser Versuch schlug fehl, als die Hamas im Juni 2014 drei Teenager entführte, was zur Operation Fels in der Brandung führte; und als 2021 Krawalle auf dem Tempelberg angezettelt wurden, was zur Operation Wächter der Mauern führte. Israel muss den Gruppen im Gazastreifen deutlich machen, dass ihr Mehrfrontenspiel auch heute einen Preis hat – wenn, was der Himmel verhüten möge, ein großer Terroranschlag verübt wird, der aus dem Gazastreifen finanziert und geplant wird, es der Gazastreifen ist, wo Israel reagiert.

Wir können annehmen, dass die Versuche mehrere Sektoren aufzuheizen bis zum Ende des Ramadan weitergehen werden. Das fordert von Israel seinen hohen Bereitschaftszustand fortzusetzen und umsichtig darauf zu reagieren. Inzwischen bleiben die Streitkräfte in höchster Alarmbereitschaft. Vor uns liegen jede Mange angespannter Tage, bis Entwarnung gegeben werden kann.

Die Libanesen machen sich über Nasrallahs Rede lustig

Elder of Ziyon, 17. Februar 2022

Die englischsprachige libanesische Nachrichten-Seite Naharnet ist eine der wenigen, die es den Lesern erlaubt frei zu kommentieren und die meisten von ihnen hassen Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah so richtig.

Hier sind ein paar der Zitate aus Nasrallahs Rede von Mittwoch und einige libanesische Reaktionen:

Nasrallah: Israel ist auf dem Rückzug und auf dem Weg in den Niedergang.

Antwort: Da musste ich lachen! Klar ist Israels Wirtschaft ein Trümmerhaufen, seine Staatsverschuldung übersteigt $150 Milliarden, ist mit seinen Staatsschulden in Verzug, seine Währung ist mehr als 20-mal abgewertet worden, es ist isoliert und hat keine Freunde.

Nasrallah: Wir ermutigen die Israelis Palästina zu verlassen und wir sind bereit ihnen die Fahrkarten zu zahlen.

Antwort: Ufff…. Warum stattdessen nicht das Geld dazu verwenden die Libanesen im eigenen Land zu halten?

Narallah: Die Hisbollah stellt im Libanon Präzisionsraketen und Drohnen her.

Antwort 1: Großartig… und das libanesische Volk verhungert! Nehmt eure Raketen und Drohnen und schiebt sie euch dahin, wo die Sonne nicht scheint.

Antwort 2: Können wir die Raketen und Drohnen kochen und essen? Hat die Hisbollah eine Hightech-Industrie darum herum aufgebaut? Oder kläfft Nasrallah nur, um von Khamenei den Gehaltsscheck zu bekommen?
Das Ziel von Politik ist es der Mehrheit der Bevölkerung Frieden und Wohlstand zu bringen, während die Hisbollah zum Ziel hat den Interessen ihrer Zahlmeister in Teheran zu dienen.
Was für ein monströser Zirkus!

Palästinenser fliehen aus dem Libanon – UNRWA zählt sie für die eigene Finanzierung immer weiter

Elder of Ziyon, 17. Januar 2022

2017 wurde eine Volkszählung durchgeführt, die zeigte, dass die Zahl der Palästinenser im Libanon 174.422 betrug.

Die UNRWA sagt, mehr als 479.000 palästinensische „Flüchtlinge“ seien bei der UNRWA im Libanon registriert.

Was bedeutet, dass die meisten dieser „Flüchtlinge“ den Libanon verließen – aber UNRWA zählt sie trotzdem weiter.

Inzwischen, stellt The National fest, geht die Zahl weiter zurück:

In den letzten zwei Jahren sind palästinensische Flüchtlinge im Libanon in beträchtlich höheren Raten auf der Suche nach besseren Arbeitsmöglichkeiten und einem besseren Lebensstandard ausgewandert.

Die wirtschaftliche Lage im Libanon verstärkt ihren Zugriff auf die Bürger wie auch auf Ausländer, sagte Abdelnaser Elayi, Projektmanager am interministeriellen libanesisch-palästinensischen Dialogkomitee.

„Vor 2020 erlebten wir in der Regel, dass jedes Jahr rund 6.000 bis 8.000 Palästinenser das Land verließen, ohne zurückzukehren“, sagte Herr Elayi gegenüber The National.

„Heute liegen die Zahlen näher bei 10.000 bis 12.000. Das ist eine Zunahme um mindestens 30 Prozent.“

Wenn diese Zahlen stimmen, bedeutet das, dass seit der Volkszählung rund 40.000 Palästinenser das Land verlassen haben!

Während 30.000 bis 50.000 Palästinenser wegen des syrischen Bürgerkriegs aus Syrien in den Libanon flohen, wären die meisten im Zensus von 2017 gezählt worden und viele können nicht lange bleiben, weil sie alle Visa alle drei Monate erneuern müssen.

Das bedeutet, dass es vielleicht nur 135.000 Palästinenser im Libanon gibt. Bis zu 70% der UNRWA Gezählten sind gar nicht dort.

Niemand kann den libanesischen Palästinensern vorwerfen, dass sie weg wollen. Sie werden furchtbar behandelt, sie können auch nach 73 Jahren, in denen sie dort wohnen, Staatsbürger werden, ihre Lager sind Dreckslöcher und ihnen wird nicht erlaubt Häuser zu bauen oder zu erweitern und sie leiden unter echter Apartheid durch libanesische Gesetze, die extra gegen sie verfasst werden. Jetzt, wo sich die Wirtschaft des Libanon sich in einer Notlage befindet, sind sie die unterste Sprosse einer sehr wackeligen Leiter.

Ein grund, das die Welt sich nicht um sie kümmert, lautet, dass die arabische Welt eine bewusste Entscheidung getroffen hatte sicherzustellen, dass ausschließlich Israel für die Misere der Palästinenser verantwortlich gemacht wird und alle anderen Probleme nicht zur Sprache kommen sollten.

In Zahlen: Angriffe auf Israel 2021

gefunden auf twitter:

31 Raketen aus dem Libanon
mehr als 4.500 Raketen aus dem Gazastreifen (90% von der Eisernen Kuppel abgefangen)
2 Raketen aus Syrien

Libanon und Syrien:
10 Infiltrationen nach Israel
120kg Drogen abgefangen
75 Schusswaffen beschlagnahmt, die nach Israel geschmuggelt werden sollten

Judäa und Samaria:
5.532 Vorfälle mit Steinwürfen auf Israelis
1.022 Brandanschläge auf Israelis
61 Schusswaffenangriffe auf Israelis
18 Stichanschläge auf Israelis
die IDF beschlagnahmte 397 illegale Schusswaffen
die IDF schloss 9 terroristische Waffenwerkstätten
die IDF beschlagnahmte NIS 11.386.270 Terrorgelder (gut €3,2 Millionen)

IDF-Aktivitäten:
184 Hubschrauber-Rettungseinsätze
mehr als 1.000 Kampfjet-Einsätze
rund 100 Marineeinsätze

Eine Erinnerung: Apartheid im Libanon

David Lange, Israellycool, 28. November 2021

Nour Madhoun

MyLondon hat einen Bericht über die Tochter eines „palästinensischen Flüchtlings“, die sich im Libanon Diskriminierung gegenüber sieht.

Als Flüchtling aus Palästina, der im Libanon verweigert wurden Ärztin zu werden, weil sie kommt, woher sie kommt, arbeitet jetzt als Bezirkskrankenschwester in einem Krankenhaus in London.

Die Familie von Nour Madhouns Vater verließ Palästina 1948. Sie wurde im Libanon geboren und aufgezogen; ihre Mutter war Libanesin.

Nour, die heute 28  ist, träumte immer davon Ärztin zu werden, aber weil ihr Vater Palästinenser war, stand ihr der Beruf im Libanon nicht offen, nicht einmal mit der richtigen Ausbildung.

Nour sagte gegenüber MyLondon: „Mein Vater und seine Familie sind diejenigen, die wegen des Krieges aus Palästina in den Libanon zwangsvertrieben wurden.
Ich wurde im Libanon geboren und wuchs dort auf, aber es gab eine Menge Hindernisse, die ich überwinden musste.
Ich wollte immer Ärztin werden, aber vom libanesischen Gesetz nicht erlaubt, dass ich mich dafür einschreibe.
Selbst, wenn ich meinen Master bekäme, könnte ich nicht Ärztin werden. Das dürfen nur Libanesen. Sobald sie wissen, dass ich Flüchtling bin, machen sie Ausflüchte, um mich nicht einzustellen.“

Nour sagt, Palästinenser wie sie sehen sich nicht nur Einschränkungen der Karriere gegenüber, sondern können auch kein Haus in ihrem Namen kaufen.

Denken Sie, irgendjemand, der behauptet sich um die palästinensischen Araber zu sorgen, wird die Aufmerksamkeit auf Nours missliche Lage lenken? Ich auch nicht.

Was der Bericht nicht erwähnt, ist: Wäre ihr Vater als loyaler Staatsbürger in dem geblieben, was Israel werden sollte, könnte sie heute absolut Ärztin sein.

Beachten Sie auch, wie lächerlich es ist, dass eine im Libanon geborene, 28 Jahre alte Frau als palästinensischer Flüchtling gilt, nur weil ihr Vater zufällig 1948 dort lebte.

Sie lebt seit 73 Jahren im Libanon, aber sie dort wird niemals eingebürgert werden

Elder of Ziyon, 14. Oktober 2021

The New Arab brachte die Kurzbiografie einer 88 Jahre alten Frau, Amna Hasan Mawd, die während des Kriegs von 1948 aus Palästina floh und im Libanon endete.

Am Ende des Interviews sagt Mawd: „Mein Mann hatte auf sein Bild geschrieben, bevor er starb: ‚Ich will in Palästina sterben.‘ Aber er starb als Flüchtling und kehrte nicht nach Palästina zurück und es scheint so, als werde auch ich als Flüchtling sterben.“

Damit soll natürlich gesagt werden, wie schlimm es ist, dass sie nach 73 Jahren immer noch Flüchtling ist. Aber die wahre Frage lautet: Warum ist sie nach 73 Jahren keine Staatsbürgerin des Libanon?

Das könnte natürlich geändert werden. Der Libanon könnte Palästinensern, die dort seit, sagen wir, mehr als 30 oder 50 Jahren wohnen, ganz zu schweigen von 70, die Staatsbürgerschaft anbieten.

Welches Land hält seine Flüchtlinge mehr als sieben Jahrzehnte ohne die Möglichkeit eingebürgert zu werden?

Einen Artikel, der den Libanon dafür kritisierte, wie er mit seinen palästinensischen Flüchtlingen umgeht, wird man ziemlich selten finden. Für andere Flüchtlinge wären das große Nachrichten. Aber es gibt einen ungeschriebenen Vertrag zwischen den Libanesen, Arabern, Menschenrechts-Organisationen und den Medien, dass einzig Israel für 73 Jahre libanesische Misshandlung von Palästinensern verantwortlich gemacht werden kann. Dass Palästinenser als einzige von allen Flüchtlingsgruppen, niemals eingebürgert werden dürfen.

Denn diese Gruppen, die allesamt behaupten sich so sehr um die Menschenrechte der Palästinenser zu sorgen, wollen diese Leute unbegrenzt staatenlos halten, damit sie Kanonenfutter für die schlussendliche Vernichtung Israel werden können.