Wie „Triggerismus“ Sachlichkeit ablöste

Raymond Ibrahim, American Thinker, 4. April 2020

Es gab einmal eine Zeit, in der es, wenn zwei oder mehr Seiten nicht der gleichen Meinung waren, für sie logisch war auf Argumente zurückzugreifen. Es reichte nicht aus zu sagen: „Ich habe Recht und du hast Unrecht.“ (Außer es handelte sich um Kinder.) Der Gewinner der Diskussion war derjenige, der seine Position besser untermauern konnte – heißt, derjenige, dessen Position besser mit der Realität zusammenpasste.

Heute hat die Seite, die bei praktische allem Unrecht hat, die liberale Linke, das Argumentieren, ja sogar die Sophistik aufgegeben, gerade weil sie nicht mit denen streiten kann, die sich mit Fakten bewaffnet haben. Sie verlässt sich stattdessen darauf ihre Anhänger so zu konditionieren, dass sie auf sogenannte „Trigger“-Worte und -konzepte reagieren – egal, ob diese Worte und Konzepte etwas mit der Realität zu tun haben oder nicht.

Das prägte sich mir während der fehlgeschlagenen Versuche ein, die der Council on American-Islamic Relations (CAIR) und  Linda Sarsour sowie deren linke Speichellecker unternahmen, um meinen Vortrag am U.S. Army War College absagen zu lassen. Bei ihren Protesten zitierten sie nichts von mir, das ich gesagt hätte und dann deuteten sie mit nur wenigen Worten an, ich hätte Unrecht; die von mir vermittelten Ideen seien per se falsch. Das Folgende ist zum Beispiel ein ausführlicher Auszug aus CAIRs jüngster Presseerklärung gegen mich. Beachten Sie, dass sie gar nicht erst versuchen – nicht mal mit der üblichen zweiteiligen Sophistik – zu beweisen, dass meine Positionen falsch sind. Einfach dass ich sie vertrete ist schon der Beweis.

Als Ibrahim gefragt wurde: „Gibt es überhaupt die Chance einer Übereinkunft zwischen dem Islam und westlichen Gesellschaften oder ist das nur Wunschdenken?“, antwortete er: „Können sich Wasser und Öl mischen?“

Er erklärte zudem: „[Der Islam] baut komplett auf den behaupteten Lehren eines Arabers aus dem siebten Jahrhundert auf – der nach allen Berichten wie ein Araber des siebten Jahrhunderts handelte, also als Stammesangehöriger und unzivilisiert. Offensichtlich ist: Wenn dieser Mann ein falscher Prophet – ein Lügner – war, was die Grundposition der Nichtmuslime ist, dann sollte es nicht überraschen, dass die gesamte Weltsicht, der seine Anhänger folgen, die die des Stammes und unzivilisiert ist, einen ständigen Zusammenstoß mit anderen Zivilisationen schafft.

Auch: „Der Hass auf Christen und andere Nichtmuslime, einschließlich Säkularisten/Atheisten im Westen begann nicht mit ISIS, Al-Qaida, Ansar al-Scharia, Boko Haram oder Al-Schabaab. Er begann mit Mohammed und seinen Gefährten, vor 1.400 Jahren.“

Ich mir keine Illusionen: Solche Zitate „triggern“ auf der Stelle den typischen linken Automaten, aber sie sind zufällig auch nachweislich wahr.

Wie soll die Behauptung, dass islamische und westliche Kultur sich so gut mischen wie Wasser und Öl für Diskussion offen sein? Auf der einen Seite haben wir eine Zivilisation, die an freie Religionsausübung und Pluralität, Gleichberechtigung der Geschlechter und rationale Gesetze glaubt; auf der anderen Seite haben wir eine Zivilisation, die an die Scharia, Verfolgung von vom Glauben Abgefallenen und Nichtmuslimen allgemein glaubt und Frauen als beweglichen Besitz behandelt. Man kann zahllose weitere Beispiele anführen; so oder so bleibt der Punkt gültig – Wasser und Öl.

Was die Vorstellung angeht, dass die Verfolgung von Christen nicht auf „Terroristen“ beschränkt, sondern im Islam normativ ist, sind reichlich Beispiele, die diese Behauptung bestätigen, in meinem Buch Crucified Again: Exposing Islam’s New War on Christians zu finden; oder werfen Sie einen Blick auf meine monatlichen Berichte zu muslimischer Christenverfolgung werfen – inzwischen fast 100, die bis ins  Jahr 2011 zurückreichen – wo die Täter in der Mehrzahl der Fälle „normale“ Muslime und muslimische Regierungen waren (von denen nicht wenige Amerikas „Freunde und Verbündete“ sind), die ihr Tun mit Zitaten ihres Propheten, des Koran usw. rechtfertigen.

Was meine Äußerung angeht, „der Islam ist komplett auf den behaupteten Lehren eines Arabers des siebten Jahrhunderts aufgebaut – der nach allen Berichten wie ein Araber des siebten Jahrhunderts handelte, also als Stammesangehöriger und unzivilisiert“, so ist der Einzige, der damit Probleme haben kann, jemand, der nicht glaubt, dass die Worte zivilisiert und dessen Gegenteil, unzivilisiert, irgendeine Bedeutung haben (hießt: ein postmodern relativistisch denkender Linker). Fakt ist, dass das Arabien des siebten Jahrhunderts ohne Frage unzivilisiert war. Der Philosoph Ibn Khaldun (gest. 1406) – ein Muslim aus Nordafrika, dessen Ahnen nach Arabien zurückzuverfolgen sind – beschrieb die Araber seiner Zeit (ganz zu schweigen von denen aus der primitiveren Zeit Mohammeds acht Jahrhunderte zuvor): Sie sind „die primitivsten Menschenwesen, die es gibt. Verglichen mit sesshaften Völkern befinden sie sich auf einem Niveau mit wilden, unzähmbaren Tieren und Raubtieren. So sind die Araber.“

Was meinen Musterbeispiel-Trigger-Punkt angeht, dass „wenn dieser Mann ein falscher Prophet – ein Lügner – war, die vorgegebene Position der Nichtmuslime, dann sollte es nicht überraschen, dass die gesamte Weltsicht, der seine Anhänger folgen, die des Stammes und unzivilisiert ist, einen ständigen Zusammenstoß mit anderen Zivilisationen schafft“, so bedenken Sie: Wenn Sie Mohammeds Anspruch ablehnen, dass er Gottes Prophet war – was alle Nichtmuslime ausdrücklich oder implizit tun – was war er dann? Entweder ein Lügner oder ein Wahnsinniger (das Trilemma-Argument zu Christus, das von C.S. Lewis popularisiert wurde, ist genauso auf Mohammed anwendbar). Entsprechend sind Sie überrascht, dass ein Mann, der entweder ein Lügner oder ein Irrer war, mit einem Bekenntnis endete, das auf den Sitten seiner extrem unzivilisierten Gesellschaft aufbaute und in Konflikt mit der modernen Welt steht – ist das wie Wasser gemischt mit Öl? (Eine umfassendere und präzisere Diskussion dieses Arguments finden Sie in diesem von mir geschriebenen Artikel aus dem Jahr 2009.)

CAIR ist nicht allein damit sich auf „Trigger“-Worte und -Konzepte ohne faktische Widerlegung zu verlassen. Im Juni 2019 brüstete sich Chris Rodda von Daily Kos in seinem (verfrüht betitelten) „Army War College Pulls Plug on Islamophobic Speaker“ (Army War College zieht den Stecker für islamophiben Redner), ich hätte „den Punkt von CAIR und anderen Protestierenden bewiesen“, indem ich wiederholte, „die Geschichte macht im Überfluss deutlich, dass islamischer Terrorismus und ‚Extremismus‘ sind dem Islam intrinsisch und sind es seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation im siebten Jahrhundert gewesen“.

Das ist es, einmal mehr. Nicht einmal ein paar Worte, die zeigen, wie Geschichte nicht „uneingeschränkt klar macht, dass islamischer Terrorismus und ‚Extremismus‘ dem Islam innewohnen und es seit dem ersten Kontakt mit westlicher Zivilisation im siebten Jahrhundert gewesen sind.“ Das nur zu sagen ist schon der ganze nötige Beweis dafür, dass ich Unrecht habe (zumindest für die Weichhirne, die CAIR, Linda Sarsour und Daily Kos ernst nehmen).

Die Lektion ist klar. Die lügende liberale Linke ist vom Verbergen ihrer Positionen – die Wahrheit kann in einer (derzeit) freien Gesellschaft nur eine gewisse Zeit lang unterdrückt werden – dazu übergegangen sich fast ausschließlich auf Emotionalisierung und Trigger-Worte zu verlassen, weil das alles ist, was ihre bankrotte Ideologie zur Grundlage hat.

Die wahre Mitte

Melanie Phillips, 6. März 2020

Demokratie, der Prozess, mit dem das Volk auswählt, wer es regiert, involviert viele Auswahlmöglichkeiten an Führungspersönlichkeiten, die konkurrierende Geschichten darüber erzählen, wie die Welt organisiert sein sollte.

Eine gesunde Gesellschaft, haben wir uns selbst gesagt, beinhaltet regelmäßige Wechsel dieser Führungspersönlichkeiten und ihrer Geschichten um die gegenseitige Kontrolle zu bieten, die notwendig ist, um die Gefahren zu vermeiden, die einer Einparteien-Herrschaft innewohnt.

In Israel, den USA und Großbritannien ist dieser Prozess abgewürgt worden. Der Grund dafür ist, dass in allen drei Ländern, wie auch an anderen Stellen im Westen, die von der progressiven Seite der Politik angebotene Geschichte schlicht kollabiert ist.

In Israel legte Benjamin Netanyahus Likud diese Woche mit 36 Mandaten gegen 33 für Benny Gantz‘ Blau und Weiß einen entscheidenden Wahlsieg hin, bei dem sein rechtsgerichteter Block 58 Mandate gegenüber den 55 des linken Blocks gewann. Es ist unklar, ob der Premierminister in der Lage sein wird eine Koalitionsregierung wird zusammenschustern können. Dennoch war das ein nicht zu bestreitender Sieg für Netanyahu.

Trotz des heraufziehenden Korruptions-Prozesses gegen ihn und der überwältigenden Feindschaft der Medien stimmte immer noch eine Mehrheit der Wähler für ihn und brachte die höchste Stimmzahl für den Likud in Jahrzehnten.

Der Grund dafür ist klar. Ungeachtet seiner zweifelsohne eindrucksvollen politischen Fähigkeiten ist Netanyahu kein Zauberer. Er gewann dieses Mandat des Volks nicht mit der dunklen Kunst politischer Alchemie. Er gewann, weil die Mehrheit der Israelis einfach niemandem sonst zutraut ihre überwältigenden Sorgen zu begegnen – das Land vor seinen Feinden sicher zu schützen.

Gantz mag im Militär ein ausgezeichneter General gewesen sein, aber als Politiker fehlt ihm die eine Qualität, die die Leute fordern: zuverlässige Führung, zu der eine klare und überzeugende Geschichte erzählt wird.

Seine gemischten, mehrdeutigen Signale ließen die Leute sich sorgen; er mag zwar anstrengt zeigen, dass er in Sachen Sicherheit so hart ist wie Netanyahu, aber seine wahre politische Orientierung ist links.

Und im Israel der Mitte wird die Linke als Gefahr für die Nation betrachtet. Bei der Wahl erhielt der Block Avoda-Gescher-Meretz nur sieben Mandate.

Die ungebrochene Hingabe der Linken an einen Palästinenserstaat wird als existenzielle Bedrohung für die Sicherheit Israels betrachtet. Das gibt der Öffentlichkeit auch Nervosität, dass sie versagen würden Israel vor anderen Bedrohungen wie dem Iran zu schützen.

Ohne Alternative, die in der Lage wäre Netanyahus strategische Auffassungsgabe zu regionalen Möglichkeiten und Risiken zu entsprechen, entschied sich die Mehrheit der Wähler seine Fehler pragmatisch zu übersehen – selbst wenn sich herausstellen sollte, dass er der Korruption schuldig ist – weil niemand sonst vertraut werden kann die Interessen des Staates zu wahren.

In den Vereinigten Staaten geschieht etwas Ähnliches. Das Momentum im Rennen um die demokratische Präsidentschaftsnominierung ist auf Seiten von Senator Bernie Sanders aus Vermont gewesen. Nach dem „Super Tuesday“ dieser Woche hat sich allerdings der ehemalige Vizepräsident Joe Biden, der davor von allen abgeschrieben worden war, erstaunlicherweise zum Spitzenreiter entwickelt.

Der Grund war, dass demokratische Granden, in Panik wegen des Momentums hinter Sanders, dessen extremer Linksradikalismus ihn aus ihrer Sicht nicht wählbar macht, alles hinter den eher der Mitte zugehörenden Biden geworfen haben, um Sanders aufzuhalten.

Im Ergebnis ist jetzt ein Mann demokratischer Spitzenreiter, der kaum einen Satz geradeaus reden kann, ohne den Faden zu verlieren oder grundlegende Fehler zu machen. Die außergewöhnliche Tatsache ist, dass die Demokratische Partei einfach nicht in der Lage gewesen ist überhaupt einen plausiblen Kandidaten ins Rennen zu schicken.

Während also Trump ohne Opposition auf die republikanische Nominierung zusegelt, ist die größte Hoffnung der Demokraten ein Mann, der den Super Tuesday „Super Thursday“ nannte und die Hand seiner Frau ergriff und sagte: „Das ist meine kleine Schwester Valerie.“

Der Grund, dass die Demokraten derart in Unordnung sind, wie die israelische Linke auch, ist, dass auch sie keine plausible Geschichte haben. Sie wissen nicht mehr, wofür die Partei steht. Das ist der Grund, warum ein wachsendes Segment in Richtung der extremen Linken getaumelt ist.

Der Rest bevölkert einen Zentrumsbereich, der sich selbst in die Befürwortung von Identity Politics hat schlingern lassen und über den antiweißen Rassismus von Black Lives Matter, die Belästigung konservativer Redner an Universitäten, die Dämonisierung Israels, die Untergrabung der Rechtsstaatlichkeit durch Schutz-Städte und die Erosion schon der Idee der Nation durch laxe Grenzkontrollen hinwegsehen.

Weit davon entfernt eine gerechtere, anständigere Gesellschaft zu unterstützen, können die Wähler sehen, dass all dies das Gegenteil hervorbringt. Zur Empörung und Bestürzung der Linken wird Trump stattdessen als für Werte des Patriotismus, des Rechts und der Verfassung wahrgenommen, wo die meisten der Öffentlichkeit die wahre Mitte verorten.

In Großbritannien trieb dieselbe Abneigung gegenüber der Linken den konservativen Premierminister Boris Johnson bei den Parlamentswahlen im letzten Dezember mit einer großen Mehrheit an die Macht. Das geschah dank der Arbeiterklasse, ehemals für die Labour Party stimmenden Wählern, die erstaunlicherweise massenhaft zu den bis dahin verhassten Konservativen desertierten.

Den Ausschlag gab, dass diese Leute, die überwältigend für den Brexit gestimmt hatten, glaubten, dass Johnson der einzige Führungspolitiker war, der das Ergebnis der Volksabstimmung von 2016 die Europäische Union zu verlassen einlösen würde.

Der tiefere Grund war die fundierte Abscheu dieser patriotischen, aufstrebenden, hart arbeitenden Klasse gegen das, was sie als eine von einer metropolitischen Elite geführten Labour Party sehen, die einen ruinösen Krieg gegen die Nation und ihre traditionellen Werte führt und offen alle verachtet, die für diese einstehen.

Sie schreckten vor dem linksextremen Labour-Parteichef Jeremy Corbyn zurück, weil der sich mit den Feinden Britanniens und der Demokratie verbündet hatte und auch nichts dazu tat, den ungezügelten Antisemitismus in seiner Partei aufzuhalten.

Fakt ist, dass die Labour-Stimmzahlen dieser Blaumann-Arbeiter viele Jahre lang rückläufig waren. Und darin liegt die Botschaft für die westliche Linke.

Der Spitzenreiter bei der Labour-Wahl Corbyn zu ersetzen ist ein Politiker der Mitte, Sir Keir Starmer. Selbst wenn er Parteichef wird, wird sich Starmer jedoch dem Problem gegenüber sehen, das nicht nur die britische Labour Party quält, sondern die Linke seit dem Sturz der Sowjetunion als Ganzes – dass sie nicht länger eine überzeugende Geschichte zu erzählen hat und auch keine Anhängerschaft, die noch an sie glaubt.

Denn wie die US-Demokraten, Israels postzionistische Linker und andere in westlich-progressiven Kreisen hat die Labour Party sich um Globalismus und Identity Politics neu definiert. Als Ergebnis verachten ihre Mitglieder den Nationalstaat und untergraben ihn und seine Werte, handeln, um ihr Land zu schwächen und beschwichtigen seine moralischen Feinde; außerdem lehnen sie Freiheit, Wahrheit und Vernunft ab.

Die öffentliche Revolte gegen das alles führte zur Brexit-Abstimmung in Britannien, brachte Trump an die Macht und hat Netanyahu im Amt gehalten.

Die Linke hingegen hat es abgelehnt zuzugeben, dass es Trump und Netanyahu sind, die heute die Mitte besetzen, von der die Linke so fälschlich behauptet sie gehöre ihr (in Britannien jedoch gibt es Besorgnis erregende Zeichen, dass Johnson, selbst ein Sozialliberaler, die sozial konservativen Blaumann-Arbeiter gleichermaßen nicht begreift, die ihn an die Macht brachten).

Die Öffentlichkeit hat verstanden, dass sie Jahrzehnte lang eigentlich nur eine einzige Grundgeschichte geboten bekommen haben: Die progressive Weltsicht, die keine Beziehung zu ihrem eigenen Leben und Sehnsüchten, die aber zu den Standard-Positionen des gesamten politischen Establishments über die jetzt obsolete Rechts-Links-Teilung geworden sind.

Dagegen hat die Öffentlichkeit revoltiert; das ist der Grund, dass die Linke nicht länger weiß, wofür sie steht.

Und deshalb werden in der vorhersehbaren Zukunft Millionen anständiger Menschen sich die Nase zuhalten und für Führungspersonen mit Defiziten stimmen, von denen sie glauben, dass sie die einzigen sind, die ihnen den Rücken freihalten – und die damit zur einzigen sind, die sich politisch profilieren können.

Vorbereitung auf einen Präsidenten der Demokraten

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Wenn ein Kandidat der Demokraten die nächsten Präsidentschaftswahlen gewinnt, wird er oder sie Israel sehr viel weniger unterstützen als Donald Trump. Das gilt besonders für Bernie Sanders – den Favoriten einiger prominenter amerikanisch-muslimischer Antisemiten – und Elizabeth Warren. Sollte Israel sich zurücklehnen und abwarten, was denn geschieht? Diese Frage hätte schon vor langer Zeit gestellt werden sollen. Doch obwohl sie spät dran ist, heißt das nicht, dass Israels Regierung nichts unternehmen sollte.

Für Israel ist es ein großes Problem, dass die Mehrheit der amerikanischen Juden wahrscheinlich für einen demokratischen Präsidentschaftskandidaten stimmen wird, wer immer er oder sie auch sein mag. Amerikanische Juden haben Präsidentschaftskandidaten der Demokraten Jahrzehnte lang unterstützt. Das war sogar bei der Wahl 1980 so, als viele der jüdischen Gemeinden des Landes stark gegen den Amtsinhaber Präsident Jimmy Carter eingestellt waren. Sie glaubten, er sei während der Friedensverhandlungen mit Ägypten Israel gegenüber zu hart gewesen. Carter bekam 45% der jüdischen Stimmen, sein republikanischer Kontrahent Ronald Reagan bekam 39%. Der Rest ging an den unabhängigen Kandidaten John Anderson.[1]

Die vom Likud dominierten Regierungen haben das amerikanische Judentum vernachlässigt. Das sollten zukünftige israelische Regierungen ändern. Was könnte und sollte aber in den kommenden Monaten getan werden? Die Morde an Juden und die antisemitischen Übergriffe in den USA haben eine Möglichkeit zu besserem gegenseitigen Verständnis geschaffen. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass israelische und amerikanische Juden heutzutage eher eine Schicksals- als eine Glaubensgemeinschaft sind. Beide haben es mit mörderischen Feinden zu tun. Langfristig – in der Folge wahrscheinlicher zukünftiger antisemitischer Übergriffe – könnten mehr amerikanische Juden erkennen, dass Tikkun Olam (die Welt reparieren) eher mit Recht und Ordnung vereinbar ist als mit exzessivem Liberalismus.

Es gibt amerikanische Juden im linksliberalen Spektrum, die sich jenseits aller Korrekturmöglichkeiten befinden. J-Street ist ein typisches Beispiel. Liest man deren Presseerklärungen zur Tötung des Führers der iranischen Revolutionsgarden Soleimani, erkennt man, dass die Einstellung von J-Street zwischen dem Weiß der Demokratie und dem Schwarz des Terrorismus eine Grau-Schattierung angenommen hat.[2] Noch schlimmer ist ihre  höchst negative Haltung zum Trump-Friedensplan.[3] Man kann J-Street als eine Organisation definieren, die jüdische Dunkelheit auf die Nationen loslässt.

Eine jüdische Stimmenmehrheit für Sanders würde von ihm als Legitimation seiner Haltung zu Israel  gegenüber betrachtet werden. Er spricht regelmäßig von der Würde der Palästinenser. In deren einzigen demokratischen Parlamentswahlen stimmten die Palästinenser 2006 mehrheitlich für die Hamas, die für Völkermord an den Juden wirbt. Die einzige andere palästinensische Partei von Bedeutung ist die Fatah, die die palästinensische Autonomiebehörde kontrolliert. Dieses Gremium betreibt eine „Geld für Mord“-Politik, die Terroristen oder deren Familien für den Mord an Juden belohnt. Sanders verlangt damit Würde für eine Gesellschaft, die von Unterstützung  von Judenmord durchdrungen ist.

Daher ist es wichtig für Israel, in den kommenden Monaten die Glorifizierung von Mördern durch die Palästinenser komplett offenzulegen. Palestinian Media Watch (PMW) hat viel Material dazu gesammelt. Informationen über die 480 Terroranschläge, die Israels Inlandsgeheimdienst allein 2019 verhinderte, sollten dem hinzugefügt werden.[4]

Man hört oft, dass Israel der Glorifizierung palästinensischer Morde angesichts der Sicherheitskooperation des Landes mit den palästinensischen Sicherheitskräften keine Aufmerksamkeit verschaffen will. Wie dem auch sei, ist der dafür zu zahlende Preis möglicherweise viel zu hoch. Dies gilt noch viel mehr, wenn Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die Sicherheitszusammenarbeit mit Israel, wie er es angedroht hat, tatsächlich beendet.[5]

Wenn ein Präsident der Demokraten einige der Maßnahmen Trumps rückgängig macht, könnte das unangenehm sein, aber mehr nicht. Die amerikanische Botschaft zurück nach Tel Aviv zu verlegen, nachdem sie einmal in Jerusalem gewesen ist, hat zweitrangige Bedeutung. Wirklich verletzbar ist Israel im UNO-Sicherheitsrat. In seinen letzten  Tagen als Präsident agierte Barack Obama gegen das Ersuchen des gewählten Präsidenten Trump und entschied gegen eine antiisraelische Resolution kein Veto einzulegen.[6]

Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats (UNSC) wurde am 23. Dezember 2016 beschlossen. Sie erklärt: Israels Gründung von Siedlungen in seit 1967 besetztem Palästinenserterritorium, einschließlich Ostjerusalem, hat keine rechtliche Gültigkeit, stellt eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und ein wichtiges Hindernis für die Vision von zwei Staaten dar, die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit innerhalb international anerkannter Grenzen leben.[7]

Sollte Sanders zum Präsidenten gewählt werden, könnte Israel im UNO-Sicherheitsrat in Schwierigkeiten geraten. Alle anderen Mitglieder des Sicherheitsrats haben regelmäßig antiisraelische Resolutionen unterstützt. Das schließt EU-Länder ein. Israelische Regierungen haben fahrlässig darauf hin gedeutet, dass dies antisemitische Handlungen waren, eine moderne Version der vielen Handlungen gegen Juden durch europäische Regierungen in den vergangenen etwa tausend Jahre.

Viele europäische Länder haben die Antisemitismus-Definition der Internationalen Holocaust-Gedenkallianz (IHRA) für den eigenen Gebrauch angenommen. Gemäß dieser Definition sind europäische Abstimmungen gegen Israel bei den Vereinten Nationen antisemitische Handlungen.[8] Das ist ein Ergebnis der Tatsache, dass es kein ähnliches Abstimmungsmuster gegen irgendeine andere Demokratie gibt.

Der Schlüssel zur Änderung dieser Haltung ist Deutschland. Es besteht, selbst im Bundestag,  ein beginnendes Bewusstsein dafür, dass Deutschland mit seinen regelmäßigen Stimmen gegen Israel in der UNO Antisemitismus propagiert. Als der israelische Präsident Reuven Rivlin Ende Januar vor dem Bundestag sprach, verpasste er eine einzigartige Gelegenheit die Aufmerksamkeit auf dieses sehr wichtige Thema zu lenken. Stattdessen konzentrierte er sich auf die weit weniger wichtige Präsenz der Hisbollah im Land.

Es ist jedoch nicht zu spät es zu versuchen. Israel hat in Deutschland wichtige Verbündete zum Thema der Abstimmung in der UNO. Die größte Tageszeitung des Landes, BILD, ist nur ein Beispiel.[9] Wenn Deutschland – die vorherrschende Kraft in der EU – überzeugt werden kann sein Abstimmungsverhalten im Sicherheitsrat zu ändern, kann das wahrscheinlich die anderen EU-Staaten umzustimmen.

Das ist nicht narrensicher gegen mögliches Unheil zugunsten palästinensischer Mörder durch Sanders oder einen anderen Präsidenten der Demokraten. Doch zumindest macht es antiisraelische Unterstützung in der UNO schwieriger. Das könnte das Beste sein, auf das man hoffen kann.

[1] www.jewishvirtuallibrary.org/jewish-voting-record-in-u-s-presidential-elections

[2] https://jstreet.org/press-releases/on-brink-of-disaster-congress-must-act-to-prevent-trump-from-launching-disastrous-war-with-iran/

[3] https://jstreet.org/the-trump-peace-sham/

[4] www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Shin-Bet-head-We-thwarted-480-terror-attacks-in-past-year-571165

[5] www.foxnews.com/politics/palestinian-leader-abbas-says-he-is-cutting-ties-with-us-israel-over-peace-deal

[6] www.timesofisrael.com/choosing-not-to-veto-obama-lets-anti-settlement-resolution-pass-at-un-security-council/ www.nytimes.com/2016/12/22/world/middleeast/donald-trump-united-nations-israel-settlements.html

[7] www.un.org/press/en/2016/sc12657.doc.htm (deutsch: https://www.un.org/depts/german/sr/sr_16/sr2334.pdf)

[8] www.holocaustremembrance.com/node/196

[9] www.jpost.com/International/German-commissioner-says-Merkels-envoy-boosting-antisemitism-at-UN-610933; www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/deutscher-uno-botschafter-provoziert-hitzige-debatte-um-gaza-konflikt-60895806.bild.html

Linke haben ein Problem mit anständigem Benehmen

Dieser Tage können wir wieder einmal ein Schauspiel der Antitoleranz und des offen gelebten Hasses erleben. Und dieses Verhalten kommt von Links, wird gerade von linken Politikern, Politikerinnen geradezu demonstriert.

Warum? Weil sie es so wollen, weil sie es können und niemand ihnen deswegen die Hammelbeine langzieht. Eher im Gegenteil. Bei der derzeitigen Stimmung wird das sogar als positiv und „Haltung zeigen“ propagiert. Von denen, die eigentlich dazu da sind, den Leuten „da oben“ auf die Finger zu schauen und gegebenenfalls mal zu klopfen: der Presse, lange Zeit als „die vierte Gewalt“ gehandelt. Heute sind sie die Schoßhündchen gewisser Kreise, der Mächtigen; sie verstehen sich als Volkserzieher statt als kritische Beobachter; als Leute, die „Haltung“ propagieren statt Fakten zu berichten.

Beispiel Nummer eins war die Präsidentin des US-Repräsentantenhauses, Speaker Nancy Pelosi, eine US-Demokratin. Die 80-jährige Mehrheitsführerin ist eine erklärte Trump-Hasserin, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit „Lüge“ brüllen würde, hätte Trump die Frechheit zu behaupten 2 plus 2 sei 4. Sie hat das Impeachment-Verfahren gegen Donald Trump in die Gänge gebracht, in die Länge gezogen, getrickst, den Republikanern Zugang und Akten verweigert und nie eine Gelegenheit ausgelassen ihren Hass auf Trump zu zeigen. Aktuell zerriss sie demonstrativ ihre Kopie des Protokolls der Rede Trumps zur Lage der Nation, als der Präsident sie beendete. Und behauptete darauf angesprochen später, das sei noch das Höflichste gewesen, was sie hätte tun können.

Vor seiner Rede übergab Trump seinem Vize Mike Pence sowie Pelosi jeweils eine Mappe mit dem Redetext. Dabei verweigerte er nach Darstellung Pelosis der Parlamentspräsidentin den traditionellen Handschlag, sie habe ihm die Hand entgegengestreckt, denn: „Demokraten werden niemals aufhören, die Hand der Freundschaft auszustrecken.“ Was angesichts ihres sonstigen Verhaltens der reine Hohn ist. Aber in schlechter Demokraten-Tradition steht, erinnert man sich an Barack Obamas Behauptung mit allen regieren zu wollen, dann aber nach seinem Wahlsieg den Republikanern nicht nur die kalte Schulter zeigte, sondern sie regelrecht als Konsultation unwürdig abtat, weil Opposition und Feinde.

Trump hatte Pelosis Hand nicht genommen. Vielleicht wegen der Geschichte der beiden im Verlauf der letzten 3 bis 4 Jahre, vielleicht auch, weil er von ihr nicht wie sonst üblich mit ehrenden Worten, sondern reichlich lapidar angekündigt wurde. Was aber reine Spekulation bleibt. Das war nicht freundlich, aber eine typische Trump-Reaktion auf bisheriges Verhalten. Rechtfertigt das das übrige Verhalten von Pelosi? Oder sähe nicht vielmehr Souveränität etwas anders aus? Nämlich Anstand zu zeigen und sich wie ein zivilisierter Mensch zu benehmen?

Mit dem demonstrativen Zerreißen toppte sie noch ihr Verhalten vom letzten Jahr, als sie auf demonstrativ höhnisch-abfällige Weise klatschte. Und das gesamte linke poltische Spektrum applaudiert dem kindischen Benehmen, das einer solch ranghohen Persönlichkeit alles andere als angemessen ist.

Amerikanische Zustände? Möchte vielleicht mancher sagen, natürlich nicht die, die sonst kein gutes Haar an diesen lassen können – die linken Amerikahasser. Die können es hier bei uns nämlich genauso. Zu erleben heute im thüringischen Landtag.

Dort wurde „versehentlich“ der FDP-Politiker Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten gewählt. Er war in der dritten Runde eigentlich nur angetreten, damit nicht nur ein linksextremer und ein AfD-Kandidat zur Verfügung standen – als Feigenblatt sozusagen. Womit niemand gerechnet hatte: Die AfD stimmte praktisch geschlossen nicht für den eigenen Kandidaten, sondern für Kemmerich, so dass dieser die relative Mehrheit erhielt, weil die CDU nicht für den Linke-Kandidaten und bisherigen Ministerpräsidenten Ramelow samt seiner rot-rot-grünen Minderheitskoalitionstruppe stimmte. Das Irre an der Situation: Kemmerich muss jetzt erst einmal sehen, wie er überhaupt seine Regierung bilden wird, wer ins Kabinett seiner Minderheitsregierung aus FDP und CDU kommt usw.

Was dann passierte, passt ins Bild: Die Partei- und Fraktionschefin der Linke, Susanne Hennig-Wellsow, „gratulierte“ Kemmerich mit einem (offenbar für Ramelow vorgesehenen) Blumenstrauß, den sie ihm nicht überreichte, sondern wütend vor die Füße warf. Sie wütet: Das sei von langer Hand geplant gewesen, ein Unding, dass er sich mit den Stimmen der Extremisten habe wählen lassen. CDU und FDP hätten dem demokratischen Konsens verlassen.

Auch die SPD tobt. Sich von der AfD wählen zu lassen sei „komplett verantwortungslos“, gegen die AfD müssten alle zusammenstehen (Außenminister Maas). Partei-Co-Chef Walter-Borjans nörgelte von einem „unverzeihlichen Dammbruch“, SPD-Generalsekretär Klingbeil von einem Tiefpunkt der deutschen Nachkriegsgeschichte. Und so weiter.

Seitens der Grünen wird von einem „bewussten Verstoß gegen die Grundwerte des Landes“ geschimpft. Eine Vokabel, die auch die Bundesvorsitzende Baerbock verwendet, die auch gleich hinterher schiebt, dass sie erwartet, Kemmerich müssen sein Amt niederlegen, ansonsten müssten die Bundesparteien die Landesverbände der Thüringer CDU und FDP ausschließen.

Die Truppen, die mauscheln und planen, um mit ihren Tricks an die Macht zu kommen oder dran zu bleiben, beschweren sich also jetzt, andere würden genau das tun und das gehöre sich nicht. Und den Anstand einem gewählten Ministerpräsidenten zu gratulieren oder wenigstens einfach nichts zu tun, muss die Chef-Rote sich wie ein unerzogenes Kind verhalten, das seinen Lolli nicht bekommt.

Diese beleidigten Leberwürste – die Pelosi-Truppen in den USA wie die Rot-Rot-Grün-Kompanien in Deutschland – sind nicht in der Lage einzugestehen, dass sie selbst Mist gebaut haben, dass da etwas passiert ist, mit dem sie nicht gerechnet haben, mit dem sie sich abfinden und das Beste draus machen müssen. Statt dass die Linken-Chefin hingeht und sagt: „Gut, dann sorgen wir jetzt dafür, dass FDP und CDU mit uns zusammenarbeiten“, demonstriert sie eine nicht vorhandene Kinderstube, die zeigt, dass sie für Hass und Feindschaft steht statt für Ausgleich und das Wohl des Landes und seiner Einwohner. So wie Pelosi in den USA ausschließlich ihrem Hass frönt, machen es die linken Menschenfeinde genau das, was sie immer anderen unterstellen: Spalten, spalten und nochmal spalten. Es darf keine anderen neben ihnen geben. Und diese toleranzfreie Einspurigkeit nennen sie dann progressiv und Demokratie.

Wenn ein abgehalfterter Pöbler in Politik (weiter-) macht

Ralf „Pöbel-Ralle“ Stegner ist auf dem SPD-Bundesparteitag abgeschossen worden. Eigentlich müsste er einsehen, dass seine Zukunft im politischen Nichts liegt. Er tut aber so, als sei er immer noch DER aktuelle Sprechapparat der Partei und äußert sich zu allem und jedem. Wobei er einfach nicht begreifen will, dass er vor allem Unsinn schwatzt. Aktuelles Beispiel: Der Trump-Friedensplan. Inhaltlich haben die linken Strohköppe nicht wirklich etwas beizutragen. Und so verfällt auch der Schleswig-Holsteiner Meckerpott mit der ewig mürrischen Fratze in nur scheinbare Sachlichkeit:

Was ist an dieser Bemerkung unsachlich? Ganz einfach:

Die Terrorführung um Mahmud Abbas in Ramallah hat sich jeglicher Beteiligung enthalten, sie brüsk verweigert. Warum? Ganz einfach:

Erstens wussten sie, dass Trump nicht nach ihren Pfeife tanzt und zu Ungunsten Israels auf ihre sämtlichen Befindlichkeiten Rücksicht nehmen, sondern auch ihnen einiges abverlangen wird. Das geht nach ihrem Dafürhalten ja nun gar nicht. Also bleibt man allem fern, was nach Verhandlungen aussehen könnte.

Zweitens wissen die Terroristen die EU-ropäer hinter sich. Die sind Trump-Hasser, stehen grundsätzlich nicht auf der Seite Israelsund machen ihnen ständig Mut, ihre Verweigerungshaltung durchzuziehen und vor allem ihre Maximalforderungen aufrecht zu erhalten. Das Bekenntnis zur Sicherheit Israels ist ein reines Lippenbekenntnis – das ständig wiederholt wird, aber in der Praxis der Forderungen an Israel ausschließlich negiert wird.

Drittens ist da die Frage nach dem Selbstbestimmungsrecht – das ausschließlich den Palästinensern zugestanden wird, während Israel zu parieren hat. Welches Selbstbestimmungsrecht übrigens? Das Recht Juden zu morden, Israel zu vernichten und einen reinen Araberstaat zwischen Jordan und Mittelmeer zu errichten? DAS sind nämlich die Parameter, über die die Palästinenser sich definieren. Reiner Israel- und Judenhass, der schon den Kindern – auch und gerade über Medien und von EUropa geförderte Schulen – eingeimpft wird.

Oder das Recht Israel alle Rechte abzuerkennen? Zu tun und zu lassen, was immer ihnen in den Sinn kommt, um Israel seine Rechte zu negieren? Verträge nicht ansatzweise einzuhalten und sich über alles hinwegzusetzen, was vereinbart wurde (s. z.B. die „Area A“, in der die PA gemäß den Oslo-Vereinbarungen nichts zu sagen hat, sondern abwarten muss, bis ein VERHANDELTES Abkommen ihr dort ihre Rechte zugesteht)?

Viertens: die sozioökonomischen Perspektiven: Die hat es zuhauf gegeben, mit der Hilfe und Unterstützung (gutgläubiger) Israelis, die gemeinsame Industriegebiete einrichteten, gemeinsame Firmen, jede Menge Araber aus den PA-Gebieten arbeiten in Israel; Netanyahu hatte als Finanzminister versucht die PA-Gebiete mit Wohlstand zuzuschütten, um den Lebensstandard für die Araber zu verbessern.

Alles hat nicht geholfen. Alles wurde ausgenutzt, um Israelis zu terrorisieren, zu ermorden und das Einkommen der PA nicht für die Verbesserung der Infrastruktur, nicht für den Aufbau positiver Institutionen, Friedenserziehung und ein friedliches Klima untereinander und zu Israel zu schaffen. Stattdessen wurde Hass gepredigt, Stimmung gegen Israel gemacht und weiterhin das Volk dahin gehend gedrillt, dass man „ganz Palästina befreien“ und die Juden vertreiben wird.

Wenn das die Selbstbestimmung der Palästinenser und die ökonomisch-soziale Perspektive ist, die die Palästinenser bekommen sollen – haben sie längst, ständig, über 25 und mehr Jahre bewiesen. Eine andere Perspektive hätten sie längst haben können, sie wurde ihnen lange angeboten. Wird ihnen heute noch angeboten. Aber sie wollen sie nicht – jedenfalls nicht die Typen, die dort das Sagen haben. Die wollen (Juden-) Mord und Terror. Und ihnen das weiter zu ermöglichen ist das, was Herr Stegner mit seinen Pöbeleien heftig propagiert. Ich kenne da so ein, zwei Worte, die das beschreiben…

Die Terroristen können nichts falsch machen

Warum die Linke Iran unterstützt und Trump die Schuld zuweist.

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 17. Januar 2020

Nachdem der Iran Ukraine International Airlines Flug 752 abschoss, füllten iranische Demonstranten die Straße und verurteilten das Kriegsverbrechen ihrer eigenen Regierung, während die [US-] Demokraten und ihre Medien Trump die Schuld zuschrieben.

„Das ist nur ein weiteres Beispiel für Kollateralschäden durch Taten, die vom Präsidenten der Vereinigten Staaten auf provokative Weise unternommen wurden“, sagte die Jackie Speier gegenüber CNN.

„Das ist eine dieser Folgen dieser Eskalation und dieses Kriegszustandes, in dem wir uns befinden. Mit Weitblick und in der Lage zu betrachten, welche Konsequenzen es hat gegen den Iran in den Krieg zu ziehen, denke ich, ist etwas Ernstes und Verantwortung für den aktuellen Oberkommandierenden“, insistierte die Abgeordnete Tulsi Gabbard.

In der Weltsicht von Linken wie Speier und Gabbard ist der Iran nicht wirklich für irgendetwas verantwortlich. Der islamische Terrorstaat initiiert nichts, er reagiert auf unser provokatives Handeln. Wenn der Iran ein ukrainisches Flugzeug abschießt, bedeutet das, dass Amerika etwas falsch gemacht haben muss, um den Angriff herbeizuführen.

Die Linke verbrachte die letzten 40 Jahre damit, beharrlich zu behaupten, der Iran könne für keines seiner Verbrechen verantwortlich gemacht werden, weil sie alle aus der Unterstützung Amerikas für den Schah stammen. Das ist nicht nur übertrieben. Es ist Regierungspolitik.

Obama sagte den Unterhändlern im Iran-Deal: „Teil der Psychologie des Irans wurzelt in dem Gefühl, dass ihr Land untergraben wurde, dass die Vereinigten Staaten oder der Westen in ihrer ersten Demokratie hineinpfuschten und dann den Schah unterstützten.“ Er drängte sie, dem „defensiven Iran gegenüber, der sich verletzbar fühlt“, sensibel zu sein.

Gemäß Obama entwickelte der Iran Atomwaffen nicht um Israel zu vernichten oder in der Region ein schiitisches Imperium zu schaffen, sondern weil er von der Politik der Administration Carter emotionelle Narben davontrug.

Dritte-Welt-Außenpolitik wandte die moralisch herablassende Haltung Linker gegenüber Minderheiten in globalem Ausmaß an. Dasselbe soziale Gerechtigkeitsdenken, dass Unterschicht-Kriminelle vor der Verantwortung für ihre Verbrechen befreite, indem eine unterdrückerische Gesellschaft für sie verantwortlich gemacht wurde, befreite ganze Staaten von moralischer Rechenschaftspflicht.

Die Theokraten des Iran sind, wie der Räuber an der Straßenecke, Opfer von Unterdrückung, nicht eigenverantwortlich Handelnde.

Dieselbe simplifizierende Mathematik der sozialen Gerechtigkeit teilt die Welt in die Unterdrücker und die Unterdrückten ein. Die Unterdrücker sind die Stärksten und die Fähigsten, die Kapitalistenschweine und die Fahnenschwenker westlicher Staaten, während die Unterdrücker jeder ist, der sie mit jedem Mittel bekämpft.

Nur die Unterdrücker haben moralische Instanz, während die Unterdrückten einzig auf ihre Unterdrückung reagieren.

Als das iranische Regime ein ukrainisches Verkehrsflugzeug abschoss, reagierte es auf Präsident Trumps Unterdrückung und die gesamte Geschichte amerikanischer Unterdrückung des Iran, die bis in die 1970-er Jahre zurückgeht. Nicht der Iran schoss das Flugzeug ab, das machten 40 Jahre amerikanischer Unterdrückung. So wie der Obdachlose einer alten Frau ins Gesicht boxte, das nicht tat. Gentrifizierung und unser Klassensystem machten das.

Das iranische Regime machte nichts aus eigener Initiative. So wie der Typ, der dein Auto aufbrach, nichts machte. Er ist ein Opfer der Gesellschaft. So wie General Soleimani. Und der Typ, der diese Raketen abfeuerte. Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Ihre einzige moralische Aktivität ist Widerstand. Und wenn der Widerstand einen ganzen Haufen iranischer Studenten am Himmel und auf der Straße tötet, dann ist das nachvollziehbar.

Ein gewisser Reporter der New York Times mit einem Pulizer-Preis sagte eins über kommunistische Massenmörder: „Um es brutal zu sagen – man kann kein Omelett machen ohne Eier zu zerschlagen.“ Denken Sie einfach von all diesen nach Kanada fliegenden Menschen als Eier und die Revolutionsgarden und Soleimanis alte Bande als die, die Omeletts von Utopia braten.

Die Linke reagiert auf eine Enthauptung durch MS-13-Mitglieder in einem Vorort an Washington DC oder auf Irans Raketenangriffe auf ein ukrainisches Passagierflugzeug mit der scharfen Antwort moralischer Idioten: „Was erwartet ihr von unterdrückten Leuten?“

Unterdrückte Leute haben keine moralische Instanz. Von ihnen kann man nicht erwarten keine Flugzeuge zu entführen, Millionen kambodschanische Bauern zu ermorden, ein Mädchen in Queens zu vergewaltigen, das von der Arbeit kommt oder einen koreanischen Lebensmittelstand umzuwerfen.

Sie sind unterdrückt.

Die traditionelle Religion glaubt, dass wir alle, Adlige wie Leibeigene, die Reichen und die Armen, die Oberen und die Niederen, eine moralische Beziehung zu Gott haben. Die Kirche der sozialen Gerechtigkeit lehnt diese göttliche Beziehung ab und definierten Moral über unsere feststehenden Macht-Beziehungen untereinander. Und diese Beziehungen wurden über Gruppenidentitäten definiert, zuerst nach Klassen, dann nach Rassen, Geschlecht, Religion, Sexualität und eine hereinkommende Masse neuer Identitäten , die von dem sich entwickelnden System des intersektionalen Opfertums vermittelt wird.

Die Mitglieder der mächtigen Gruppen waren die unterdrückerischen Sünder und die Unterdrückten waren die Heiligen.

Das einzige Gesetz war die Unterdrückung zu bekämpfen. Jedes Verbrechen existierte innerhalb dieses Kampfes, des Klassenkampfs, des Rassenkampfs und all der anderen vielfältigen Konflikte gegen Sexismus, Homophobie, Islamophobie, Transphobie und all die neuen Ismen und Phobien, ihre offensichtlichen Widersprüche innerhalb des größeren Kontextes sind irrelevant.

Es spielt keine Rolle, dass der Iran Schwule tötet, denn die wirklich Homophoben sind weiße amerikanische Christen. Genauso wenig spielt es eine Rolle, dass ein schwarzer Nationalist eine Synagoge mit einer Machete angriff, denn die wirklichen Antisemiten sind weiße amerikanische Christen. Es spielt keine Rolle, dass der Iran ein Passagierflugzeug mit eigenen Leuten abschoss, denn die wirklichen „Flugzeugabschießer“ sind Präsident Trump und seine Anhänger.

Das schlechte Verhalten unterdrückter Völker ist eine Reaktion auf unsere Unterdrückung. Sie internalisierten unsere Homophobie, Rassismus, Massenmord an braunen Menschen und wenn wir vernichtet werden, werden sie geläutert.

Wenn du begreifst, wie jeder Linke es tut, dass Amerika die Quelle des Bösen der Welt ist, dann wirst du begreifen, so wie Parlamentspräsidentin Pelosi, dass das, was der Iran mit dem Jet oder seinen Demonstranten tut, keine Rolle spielt.

Die Linke verteidigt die Architekten eines kommunistischen Völkermords in Kambodscha, bei dem Millionen getötet wurden, weil auf die Krise des amerikanischen Imperialismus reagiert wurde. Kommunistische Gräueltaten in China waren genauso eine Reaktion auf die US-Außenpolitik. Stalins Verbrechen, einschließlich seiner Allianz mit Hitler, wurden aus denselben Gründen verziehen, als Reaktionen auf amerikanische und europäische Politik gegenüber der UdSSR.

Selbst Hitler wurde anfänglich verteidigt, er würde auf die unfairen Lasten reagieren, die [Deutschland] am Ende des Ersten Weltkriegs auferlegt wurden.

Auf diese Weise kommen wir zu der Vorstellung, dass der Iran ein Passagierflugzeug abschießen kann und das unser Fehler ist.

Die Demokraten, die Medien, die akademische Welt und der Rest des Zugs der moralisch mit Fehlern behafteten und immerwährenden Widerstandskämpfer, die für Utopia eine Million Vorschriften und Leichen gleichzeitig aufrichten, betrachten jeden, der gegen Amerika ist, besonders gegen Präsident Trump, als Verbündeten ihres gerechten Widerstands.

In dieser Rückwärtsrechnung sind Iran und China Mitglieder des Anti-Trump-Widerstands, die Vorhut der unterdrückten Völker der Welt, während die Gegner dieser totalitären Regime, die ihr Leben riskieren um Xi und Khamenei zu verdammen, die Hunde der kapitalistischen Ordnung sind und es verdienen erschossen zu werden.

Die Unterdrücker sind die Unterdrückten. Und die Unterdrückten sind die Unterdrücker. Freiheit ist Sklaverei und Sklaverei ist Freiheit. Das ist so einfach, dass man keinen Doktorandenkus in Orientalismus braucht, um es zu verstehen.

Verbringen Sie einfach ein paar Wochen damit MSNBC zu sehen, bis Ihr Gehirn weich ist.

Ein Jahrhundert an Verbrechen wurde von Progressiven entschuldigt, die einen Kampf zwischen „uns/wir“ und „denen/die“ sahen. „Die“ waren Flaggen schwenkender, bougeoiser Kapitalistenabschaum, der sich dem Erhalt der bestehenden Ordnung verschrieben hat. „Wir“ waren eine zusammengewürfelte Mannschaft, zu der jeder gehörte, von westlichen Akademikern und Reportern bis zu massenmordenden Kommunisten und in jüngerer Zeit islamischen Terroristen, die für Allah Schwule von Gebäuden stürzen.

Was die „Wir“-Fraktion eint, war ihre Gegnerschaft zur unterdrückerischen Ordnung der Vereinigten Staaten. Die Mitglieder dieses „Widerstands“ könnten diese Gegnerschaft durch die Ermordung von Millionen Kambodschanern, russische Bauern verhungern zu lassen, Juden zu erschießen und ukrainische Verkehrsflugzeuge abzuschießen zum Ausdruck bringen, aber das sind reine Reaktionen auf die Unterdrückung durch die Vereinigten Staaten. Oder wie die Abgeordnete Speier sie beschreibt: „Kollateralschäden“.

Die Weltsicht, die die Ermordung von Brillen tragenden Kambodschanern erlaubt oder von iranischen Studenten, die nach Kanada unterwegs sind, geht davon aus, das das einzige moralische Ziel eine Weltrevolution gegen das Hauptübel Kapitalismus, Globalismus, Neoliberalismus ist oder wie auch immer der aktuelle Modebegriff für die bestehende Ordnung lautet.

Diese neue Weltordnung wird utopisch sein. Sie wird nicht länger Massaker an Protestierenden auf den Straßen, Bauern verhungern zu lassen benötigen; sie wird die Gänge der Revolution mit menschlichem Blut schmieren, sei es eine sozialistische, islamische oder sonstige.

Aber bis dieser gesegnete Tag kommt, kann niemand, der Überstunden leistet, um die bestehende Ordnung zu stürzen und die neue Ordnung einzuleiten, für die Verbrechen zur Verantwortung gezogen werden, egal, wie viele Millionen Menschen sie töten.

Die Ziele der neuen Weltordnung rechtfertigen jede und allen mörderischen Mittel.

Die Medien fühlen sich verpflichtet den Iran als Mitglied der Koalition des Widerstands gegen Amerika zu schützen. Und gegen die derzeitige reaktionäre Inkarnation in der Form von Präsident Trump, MAGA-Mützen und Anstecknadeln.

Sie konspirieren beim Massenmord brutaler Tyranneien im Namen einer besseren Welt.

Diese bessere Welt, wird uns erzählt, wird den Rassismus beenden. Aber Menschen ihrer moralischen Instanz zu berauben, weil sie anders sind, ist immer der wahre Rassismus gewesen. Es gibt kein schlimmeres Verbrechen als einem Menschen die Moral wegzunehmen.

Das Märchen vom progressiven Palästinenserstaat

Petra Marquardt-Bigman, The Algemeiner, 11. November 2019

Der Ort eines Terroranschlags in der Westbank-Siedlung Dolev. (Foto: Reuters/Mohamad Torokman)

Den einzigen jüdischen Staat der Welt zu beseitigen, um einen Staat Palästina „vom Fluss bis zum Meer“ zu schaffen, ist eine angeblich „progressive“ Ambition der antiisraelischen Horden.

Aber die Idee, dass die Palästinenser auf dieselbe Art an der Gründung eines progressiven Paradieses interessiert sind, ist ausgesprochen grotesk, weil umfangreiche Meinungsumfragen dokumentieren, dass in der palästinensischen Gesellschaft extremistische und fundamentalistische Ansichten führend sind.

Es muss erwartet werden, dass randständige Webseiten wie Electronic Intifada oder Mondoweiss diese Beweise von antiisraelischen Aktivisten, die sie bedienen, verstecken. Aber leider hat das prestigeträchtige Magazin Foreign Affairs vor kurzem das Märchen einer Einstaatenlösung als Modell für friedliche Koexistenz und gleiche Rechte für alle seine Bürger propagiert. Damit, dass Yousef Munayyer, dem leitenden Direktor der US Campaign for Palestinian Rights, eine Plattform gegeben wurde, veröffentlichte das Magazin einen professionellen Propagandisten, dessen Job darin besteht Israel zu dämonisieren, während er die Idee vermarktet zu den „Rechten“ der Palästinenser gehöre die Beseitigung des jüdischen Staats.

„Einstaaten“-Befürworter wie Munayyer können es sich nicht wirklich leisten bezüglich eines Palästinenserstaats, den sie in der Westbank und dem Gazastreifen wollen, ehrlich zu sein, denn das würde die weit verbreitete Illusion gefährden, die Sache der Palästinenser verdiene unkritische Unterstützung durch Progressive.

Wie eine Meinungsumfrage von Pew aus dem Jahr 2013 dokumentiert, die unter fast 40.000 Muslime in 39 Staaten durchgeführt wurde, gehörten Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen oft zu den muslimischen Bevölkerungen mit den extremsten Ansichten zur Rolle des Islam in der Gesellschaft: 89 Prozent der Palästinenser sagten, sie wollten das Scharia-Recht; 66 Prozent begrüßten die Todesstrafe für Muslime, die zu einer anderen Religion konvertieren; 76 Prozent befürworten Verstümmelung als Strafe für Diebstahl; und schockierende 84 Prozent wollen Ehebrecher zu Tode steinigen.

Danach gefragt, wie viel politischen Einfluss religiöse Leiter haben sollten, sagten 29 Prozent der Palästinenser, sie sollten viel politischen Einfluss haben und weitere 43 Prozent wollten, dass religiöse Leiter zumindest einigen politischen Einfluss haben. Diese Ansichten spiegeln sich im Entwurf der palästinensischen Verfassung, wo festlegt wird,, dass „die Prinzipien der islamischen Scharia eine Hauptquelle der Gesetzgebung sind“.

Was politischer Einfluss religiöser Leiter für die friedliche Koexistenz bedeutet, wie sie von Munayyer angepriesen wird, ist aus Äußerungen des Großmuftis von Jerusalem zu erkennen, der der höchste religiöse Leiter der PA ist und der es als Teil seines Jobs zu betrachten scheint einen endlosen Strom an Hetze zu publizieren. Nach Angaben des Mufti ist

Palästina insgesamt eine Revolution, seit [der Kalif] Omar kam [um 637 n.Chr. Jerusalem zu erobern] und heute noch weiter geht und bis zum Ende der Tage weitergehen wird. Der verlässliche Hadith [d.h. die Mohammed zugeschriebene Tradition] … besagt: „Die Stunde [der Wiederauferstehung] wir d nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft. Der Jude wird sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine oder der Baum rufen: ‚Oh Muslim, Diener Allahs, da ist ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Daher überrascht es kaum, dass in den von Pew befragten muslimischen Bevölkerungen die Palästinenser auch die größten Anhänger von Selbstmord-Bombenanschlägen auf Zivilisten waren, „um den Islam gegen seine Feinde zu verteidigen“. Die stärkste Unterstützung wurde 2007 verzeichnet, als 70 Prozent der Palästinenser die Ansicht zum Ausdruck brachten, dass Selbstmord-Bombenanschläge auf Zivilisten zur Verteidigung des Islam gerechtfertigt sein könnten.

In der Folge der Anschläge vom 9/11 beobachtete Pew zudem mehrere Jahre lang muslimische Meinungen zu Al-Qaida und ihrem Führer Osama bin Laden und die Umfrageergebnisse dokumentieren, dass die Palästinenser zu den größten Bewunderern bin Ladens gehörten – tatsächlich hätte bin Laden sehr gut abgeschnitten, wäre er bei palästinensischen Wahlen angetreten. Die Teilnehmer der Umfragen von Pew wurden gefragt, ob sie „Vertrauen“ in bin Laden hätten, „dass er in Weltangelegenheiten das Richtige tut“ und 2003 bejahten das schockierende 72 Prozent der Palästinenser. Noch 2011, als bin Laden von US-Spezialkräften getötet wurde, brachten 34 Prozent der Palästinenser weiterhin „Vertrauen“ in ihn zum Ausdruck und die islamistische Terrororganisation Hamas verurteilte die USA dafür „einen arabischen heiligen Krieger“ ermordet zu haben.

Zusätzlich zum sorgsamen Ignorieren des gut dokumentierten Fanatismus von Palästinensern in der Westbank und im Gazastreifen lieben antiisraelische Aktivisten wie Munayyer es auch den falschen Eindruck zu erwecken, sie würden für Israels Araber sprechen. Doch einmal mehr zeigen Umfragen ein anderes Bild als das von Befürwortern der Einstaatenlösung, die Israel beseitigt sehen wollen, vorgelegte.

Nach Angaben einer früher in diesem Jahr veröffentlichten Umfrage identifiziert sich eine Mehrheit der Araber in Israel entweder als arabisch-israelisch (45 Prozent) oder palästinensisch-israelisch (19 Prozent), während eine Minderheit es vorzieht sich nur als arabisch (22 Prozent) oder nur als palästinensisch (14 Prozent) zu identifizieren. Noch schlechter für Munayyer und seinesgleichen ist, dass eine weitere veröffentlichte Umfrage zeigt, dass „65 Prozent der arabischen Israelis stolz darauf sein Israelis zu sein“.

Der israelische Akademiker Alexander Yakobson hat zurecht betont, dass ähnliche Umfragen seit Jahren gezeigt haben, dass Israels arabische Bürger eine deutliche israelische Identität entwickelt haben und die Umfrageergebnisse deuten „nicht nur eine Wertschätzung der Vorteile Israels“ an, sondern auch „Angst vor den Nachteilen palästinensischer Herrschaft“. Nach Angaben von Yakobson ist klar, dass „eine riesige Mehrheit der israelischen Araber nicht nur nicht in ‚Klein-Palästina‘ leben wollen“, d.h. einem Palästinenserstaat in der Westbank und dem Gazastreifen, sondern „sie wollen auch nicht in dem größeren Palästina vom Mittelmeer bis zum Jordan leben. Sie wollen in Israel leben.“

Das bedeutet nicht, dass Israels arabische Bürger nicht reichlich Kritik an israelischer Regierungspolitik üben, aber im Gegensatz zu dem, was manche selbsternannten „Progressiven“ Sie glauben machen wollen, haben sie keinerlei Interesse an der „Einstaatenlösung“, die Israel nur durch einen anderen mehrheitlich arabisch-muslimischen Staat ersetzt. Es gibt jedoch unter israelischen Arabern überwältigende Unterstützung für einen Palästinenserstaat in der Westbank und dem Gazastreifen. Eine vor einem Jahr durchgeführte Umfrage zeigt, dass 82 Prozent eine Zweistaatenlösung unterstützen und die Meinungsforscher stellten fest, dass dieses Ergebnis „in bisherigen Umfragen typisch für das hohe Niveau der Unterstützung durch israelische Araber“ war.

Da Munayyer sicherlich mit diesen Umfrageergebnissen vertraut ist, lügt er wissentlich, wenn er vorgibt im Namen der israelischen Araber zu sprechen.

Aber Lügen sind für antiisraelische Aktivisten schon lange leicht zu verkaufen. Während Israel endlos als monströses Böses dämonisiert wird, wird palästinensische Unterstützung für Terrorismus und extremistische Ansichten politisch ignoriert, um die palästinensische Sache als wertvollen Fokus für progressiven Aktivismus zu vermarkten.