Zeitgenössische Rassismus-Definition der Herrscherklasse aus Politik, Medien und sonstigen gesellschaftlichen Eliten

Judith Bergman, Facebook, 2. April 2018 (eingepostert):

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Das neue Gesicht des Krieges

Daniel Pipes, The New York Post, 26. April 2003

„Man bekommt den Eindruck, dass die militärische US-Dominanz jetzt so überwältigend ist“, schreibt David Brooks im „The Weekly Standard“, „dass die Regeln für Konflikte neu geschrieben werden.“

Das werden sie in der Tat. Im Afghanistan-Krieg 2001 wie auch dem jetzt zu Ende gehenden im Irak sind traditionelle Kennzeichen der Kriegsführung auf den Kopf gestellt worden. Aber das ist nicht nur ein amerikanisches Phänomen; die gleiche Neuschreibung gilt auch für Israels Krieg gegen die Palästinenser. Zu den Veränderungen gehört unter anderem:

  • Wer ist der Feind: Krieg richtete sich gewöhnlich gegen ein ganzes Land; im Zweiten Weltkrieg z.B. wurden ganze Völker als „Hunnen“ und „Japse“ diffamiert. Heute unterscheiden die Behörden sehr sorgfältig zwischen der Regierung (den Taliban, Saddam Husseins Regime, Arafat) und dem Volk (Afghanen, Iraker, Palästinenser). Die Erstere ist der Feind; das Letztere möglicherweise freundlich gesinnt. Das führt zu – aus der Sicht der traditionellen Kriegsführung erstaunlichen – Entwicklungen, wie nach Afghanistan fliegenden US-Flugzeugen, die gleichzeitig Bomben für die Zerschlagung des Regimes und Lebensmittel zur Entlastung der Bevölkerung transportieren.
  • Wer wird gewinnen: Der Ausgang eines Krieges war gewöhnlich die alles überragende Frage. Heute, wo es „Westen gegen nicht-Westen“ heißt, stellt die große Unterschiedlichkeit bezüglich Wirtschaft, Technologie, Material, Ausbildung und Organisation praktisch einen Sieg des Westens sicher. Unter dieser Annahme konzentriert sich die Aufmerksamkeit auf ganz andere Dinge, wie die Dauer der Feindseligkeiten und die Opferzahlen.
  • Verluste: In der alten Zeit versuchte jede Seite, dem Feind so viele Verluste wie möglich zuzufügen; heute versuchen westliche Armeen, die Verluste der anderen Seite möglichst niedrig zu halten. Als Antwort bringen nicht-westliche Herrscher manchmal ihrer eigenen Bevölkerung Verluste bei. Im Irak „versucht die verteidigende Armee, ihre eigenen Zivilisten in Gefahr zu bringen“, merkt Mark Bowden im „Philadelphia Inquirer“ an, während die angreifende Armee „zu vermeiden versucht, sie zu töten und zu verletzen“. Genauso operieren Arafats Terroristen routinemäßig aus Wohngebieten heraus und hoffen auf zivile Opfer.
  • Plünderungen: Noch 1918 bedeutete Sieg im Krieg, den Verlierer an den Bettelstab zu bringen. Mit Beginn des Marshall-Plans nach dem Zweiten Weltkrieg führte die US-Regierung den Präzedenzfall ein, für den Wiederaufbau des früheren Feindes zu zahlen. Das wurde schnell zur Norm, bis hin zu dem Punkt, dass es viele Beschwerden gibt, die Regierung Bush habe nicht genug für die Afghanen getan oder die Regierung Sharon nicht genug für die Palästinenser. Chuck Hagel, republikanischer Senator aus Nebraska, ist z.B. nicht zufrieden mit den US-Bemühungen in Afghanistan und verlangt dort „mehr Anstrengungen und mehr Arbeitskräfte“. Im Irak könnte der amerikanische Steuerzahler davor stehen, Dutzende von Milliarden von Dollars auszugeben.
  • Kampf, um der anderen Seite zu helfen: Traditionell kämpfte jede Seite ausdrücklich für ihre eigenen Interessen. Das ist nicht länger so: Der Name der Koalition für ihren Krieg gegen Saddam Hussein ist nicht „Operation keine Atomwaffen“ oder „Operation billiges Öl“, sondern „Operation Freiheit für den Irak“. Alte Annahmen über nationale Interessen scheinen schwach zu werden.
  • Der anderen Seite die Daumen drücken: Die Nationalität definierte einst die Loyalitäten; das ist nicht länger der Fall. Mit dem Burenkrieg 1899-1902, als das britische Empire die Afrikander in Südafrika bekämpfte, stellen sich wachsende Zahlen von Westlern gegen die Kriegsziele ihrer eigenen Regierungen. Diese Gefühle trugen wesentlich zur französischen Niederlage in Algerien und der der USA in Vietnam bei. Im Krieg gegen Saddam Hussein wünschten sich einige Amerikaner und Briten, dass die Koalition verlöre („Wir unterstützen unsere Soldaten, wenn sie ihre Offiziere erschießen“, hieß es auf einem Schild in den Straßen von San Francisco). Im Gegensatz dazu wünschten sich mehr als genug Iraker, dass die Koalition siegt („Yes, yes Bush, down, down Saddam!“).

Alles in allem summieren sich diese Änderungen zu einer Umwandlung der Kriegsführung. Auf wichtige Weise ähneln westliche Operationen gegen nicht-westliche Staaten eher Polizei-Razzien als Kriegsführung. Westliche Regierungen sind die Polizei, örtliche Tyrannen die Verbrecher und die ihnen unterworfene Bevölkerung die Opfer.

Schauen Sie sich die Parallelen an: Wie Kapos in Bandengebieten verschwanden Mullah Omar und Saddam Hussein (wird Arafat der nächste sein?). Der Ausgang dieser Operationen wird nicht bezweifelt. Die Rechte der Opfer sind genauso wichtig wie die Sicherheit der Polizei. Keine übermäßige Gewalt anzuwenden ist die höchste Sorge. Und die Linke geht mit den Verbrechern nachsichtig um.

Diese Verschiebungen deuten an, dass die westliche Kriegsführung sich grundlegend geändert hat und jetzt in unbekanntes Gebiet vorstößt. Glücklicherweise haben die beiden Demokratien an der vordersten Front dieser Art des Kampfes, die USA und Israel, kreative und humane Militärs, die sich als dieser Herausforderung würdig erweisen.

Zur Verteidigung verbündeter Christen

Warum Evangelikale Israel unterstützen

Nissan Ratzlav-Katz, National Review online, Nissan Ratzlav-Katz, 22. November 2002)

Letzten Donnerstag fuhren Delegierte einer konservativen amerikanischen Organisation, der „Christian Coalition“ in Jerusalem mit dem Bus. Eine einfache Tat, aber eine, die Unterstützung von und Bindung an Israel mehr symbolisierte, als die deutlichsten Erklärungen in Übersee. Sehen Sie, der Bus, in dem sie fuhren, war kein Reisebus; es war ein Egged-Bus der Linie 20. Dabei handelt es sich um genau die Buslinie, mit der ein arabischer Selbstmord-Bomber am selben Morgen fuhr, als er elf Menschen auf ihrem Weg zu Schule und Arbeit tötete und mehr als 50 verletzte. Dieselbe Delegation, geführt von Roberta Combs ,der Präsidentin der „Coalition“, hatte am Dienstag vorher Hebron besucht, um öffentlich ihre Unterstützung der jüdischen Gemeinde in dieser alten Stadt zu zeigen, wo am Freitagabend ein Überfall von Terroristen zwölf Israelis das Leben kostete. Die „Christian Coalition“ hat sozusagen ihre Leiber dorthin begeben, wohin ihr Geld geflossen ist.

Anders als die meisten Linken – selbst jüdische – unterscheiden diese Helfer Israels nicht Juden, die in Judäa, Samaria und Gaza leben von denen, die an Israels Mittelmeerküste leben. Ron Nachman, der Bürgermeister von Ariel – in Samaria – erklärte einmal einem Reporter der „Jerusalem Post“, dass „Gruppen evangelikaler Christen ausdrücklich deshalb nach Israel kamen um an Fahrten in die Westbank teilzunehmen, ‚dem verheißenen Land’. Viele Gruppen, sagte er, kamen direkt vom Ben-Gurion-Flughafen ins Eshel Hashomron-Hotel in Ariel.“

Wie ich selbst erkennen musste, gibt es eine Menge israelischer Flaggen neben amerikanischen Flaggen vor Kirchen und viele Pastoren tragen heute T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich stehe zu Israel“. Ein in der „Jerusalem Post“ abgedruckter Brief von Viktor Mordecai, einem Vertreter jüdisch-christlicher Verbindung, drückte es so aus: „Ich sah Christen, weiße, schwarze, Hispanics und Indianer, die Tränen der Liebe und Buße für Israel vergossen… Ich habe 300 Kirchen und Gruppen aller Konfessionen besucht und vor ihnen gesprochen. Ich habe tausende Christen umarmt und geküsst, die uns wirklich lieben.“ Eine Umfrage der Terrance Group deckte vor Kurzem auf, was viele israelische Politiker lange gewusst haben: die Unterstützung konservativer Christen für Israel ist überwältigend – fast zehn Prozent stärker als beim amerikanischen Durchschnittsbürger.

Zusätzlich zur allgemeinen Unterstützung Israels und besonderer Affinität zu Judäa und Samaria als Land der Bibel, drückt sich christlicher Zionismus in der Ermutigung zur Aliyah aus – der jüdischen Einwanderung nach Israel. Eine Gruppe namens „Christians for Israel“ (Christen für Israel) unterhält ein Projekt, das „Exodus“ heißt und Juden aus der früheren Sowjetunion hilft nach Israel zu kommen. Die Internetseite der Organisation sagt es so: „Es ist mehr als nur ein humanitäres Projekt – es ist ein göttlicher Aufruf an die Kirche, dem jüdischen Volk bei seiner physischen Rückkehr und der Wiedererschaffung des Landes Israel zu helfen.“

Das ist noch nicht alles. Eine Organisation namens International Christian Chamber of Commerce (ICCC = Internationale christliche Handelskammer) wirbt aktiv für israelische Geschäfte und fördert die israelische Wirtschaft. Die Kammer hielt ihr jüngstes Vorstandstreffen in Tel Aviv ab und „Israel Line“, eine Veröffentlichung des israelischen Außenministeriums, berichtete, dass die Organisation im Juni „eine internationale Businesskonferenz in Jerusalem abhielt, an der 400 Geschäftsleute aus 40 Nationen sich mit israelischen Wirtschaftsunternehmen trafen… der Produktionsvereinigung, dem israelischen Export-Institut und der Vereinigung der israelischen Handelskammern“. Nach der ICCC wurden während der zweitägigen Konferenz mehr als 1000 Treffen abgehalten. Die ICCC erlaubt israelischen Firmen auch, ihre Produkte und Dienste kostenlos auf ihrer Internetseite für internationale Geschäftsverbindungen aufzuführen, berichtet „Globes“, eine israelische Finanzzeitung.

Als Antwort auf diese unbeschränkte Unterstützung haben einige jüdische Kolumnisten ihre Zweifel oder offene Feindseligkeit geäußert, wenn es um die pro-israelische Haltung der christlichen Rechten geht. Ihre Hauptsorge ist unterstellter, in der Theologie eingegrabener „Antisemitismus“, der diese Christen nach Israel treibt. Gershom Gorenberg drückt das in einem Artikel in der „Jerusalem Post“ so aus: „Die ‚Liebe‘ der konservativen Christen wurzelt in ihrer Theologie. Klassischer antijüdischer christlicher Doktrin folgend, betrachten sie Juden als geistlich blind, weil sie Jesus ablehnen. Aber sie betrachten Israels Existenz auch als Zeichen der Endzeit – in der die Juden sterben oder sich zu Jesus bekehren werden.“ Josh Ruebner, einer der Gründer der Washingtoner Gruppe „Jews for Peace in Palestine and Israel“ (JPPI – Juden für Frieden in Palästina und Israel) drückte sich grober aus und nannte die Allianz zwischen christlichen Evangelikalen und amerikanischen Juden zur Unterstützung Israels „widerlich“. Er sagte: „Die meisten der Rechtsaußen-Elemente, die die Christian Coalition ausmachen, sind im Inneren wahrlich antisemitisch.“ Sie verdienen dieses Attribut, weil sie „glauben, dass jüdische Seelen nicht in den Himmel kommen können und dass Juden vor dem Ende der Zeit bekehrt werden müssen“, so Ruebner gegenüber einem Reporte der Religion News Service im letzten Monat.

Der christliche Glaube, dass die Juden sich letztlich bekehren, ist nicht anders als die jüdische Vorstellung, dass alle falschen Theologien letztlich als das erkannt werden, was sie sind. Während solche Ansichten bei nicht-religiösen Leuten aller Gemeinschaften nicht gut ankommen, bleiben sie – solange ihre Gläubigen andere nicht dazu nötigen – eine religiöse Meinungsverschiedenheit. Herr Mordecai drückte das in seinem bereits erwähnten Brief an die „Jerusalem Post“ so aus: „Wollen sie, dass wir Christen werden? Ja, denn sie lieben uns. Und das ist Teil des christlichen Glaubens… Macht das die Christen zu unseren Feinden? Als loyal zur Thora stehender und Mitzwen beachtender Jude denke ich das nicht… Die Christen sind einfach nur ihrem Glauben gegenüber treu, dem Glauben an denselben Gott der Juden, den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Sie glauben an dieselbe Bibel.“

Weiterhin: Mag auch Endzeit-Theologie bei der Unterstützung des modernen Israel eine Rolle spielen, ist die Hauptmotivation solcher Unterstützung eher der biblische Bund mit den Juden, statt das Versprechen zukünftiger Bekehrung. Der Evangelist Jerry Falwell sagte letzten Monat auf einer Konferenz der Christian Coalition in Washington, die auf Video aufgezeichnet wurde: „Ich habe an den abrahamitischen Bund geglaubt und ihn unterstützt, dass Gott die segnet, die Israel segnen und die verflucht, Israel verfluchen.“ Ähnlich listet Material, das von John Hagee Ministries produziert wird – die Organisation spendet Gelder spendet um jüdische Immigration nach Israel zu finanzieren – sieben Gründe für Christen auf, den jüdischen Staat zu unterstützen. Der erste ist der Vers aus dem ersten Buch Mose, auf den Falwell sich bezog: „Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.“ Einer von vielen anderen Gründen aus derselben Quelle: die Anweisung in Psalm 122: „Wünscht Jerusalem Frieden! Alle, die dich lieben, sollen hier glücklich leben!“

Dr. Arthur F. Glasser, Dekan emeritus am Fuller Theological Seminary in Pasadena (Kalifornien), zitierte einen anderen, säkulareren Grund in seiner Abhandlung über die evangelikale Unterstützung Israels. Er schreibt: „Warum also sollten besonders Evangelikale Israel unterstützen? Zuerst einmal sollten sie sich um alles kümmern, was das jüdische Volk betrifft. Das kommt zum Teil durch die massive Verpflichtung, die alle Völker an jedem Ort ihnen gegenüber haben. Was können Menschen überall auf der Erde schon ehrlich sagen, wodurch sie den Juden die Verpflichtung für ihre Beiträge zur Weltkultur absprechen? Diese Beiträge betreffen jeden Aspekt der menschlichen Gesellschaft und des persönlichen inneren Reichtums.“

Als Gegensatz dazu diese kleine Begebenheit: „Jews for Peace in Palestine and Israel“ war neulich in den Nachrichten, als die israelischen Einreisebehörden einer neun-köpfigen Delegation von Mitarbeitern des UNO-Kongresses die Einreise verweigerte; die Reise wurde u.a. von JPPI und den American Muslims for Jerusalem (AMJ – amerikanische Muslime für Jerusalem) gesponsert. Die AMJ ist ein Projekt, das u.a. von der American Muslim Alliance (AMA – Amerikanische Muslim-Allianz), dem American Muslim Council (AMC – Amerikanischer Muslim-Rat) und dem Council on American Islamic Relations (CAIR – Rat für amerikanisch-islamische Beziehungen) finanziert. CAIR entstand 1994 aus der Hamas und zwei seiner drei Gründungs-Direktoren hielten hochrangige Posten in der Islamic Association for Palestine (Islamisches Bündnis für Palästina), einer Tarngruppe der Hamas. 1998 bezeichnete ein Redner auf einer von CAIR mitfinanzierten Demonstration in Brooklyn die Juden als „Nachkommen der Affen“. Gleichermaßen hielt die AMA eine Konferenz ab, auf der Literatur verbreitet wurde, die den Holocaust leugnet. Der AMC verwendet währenddessen Zeit und Geld regelmäßig darauf zu erklären, dass Hamas „keine terroristische Gruppe“ ist und spielte Gastgeber für Redner, die Selbstmordbomber priesen und zu Unterstützung solcher „Märtyrer-Operationen“ drängten. Issa Smith, stellvertretender Direktor des AMC, sagte der „Los Angeles Times“ am 24. Januar 1991: „Wir sagen oft, dass wir nicht gegen Juden sind, sondern gegen Zionisten, gegen diejenigen, die das Ziel hatten einen Staat zu schaffen, der von Juden betrieben wird.“

All dies war offensichtlich aus der Sicht von Josh Ruebner von JPPI nicht als widerlich anzusehen, anders als die Unterstützung der christlichen Rechten für Israel. Es könnte sein, dass JPPI voreilig handelten oder aus Ignoranz, als sie sich mit solchen Organisationen einließen. Aber haben sie nie ihre früheren Verbündeten zu den Koan-Versen befragt, die besagen (Sure 5,51): „Gläubige, macht weder die Juden noch die Christen zu euren Freunden“? Oder zu den muslimischen Lehren (Hadith, Sahih Bukhari, Band 4, Buch 52, Nr. 177): „Allahs Apostel [Mohammed] sagte: ‚Die Stunde [des Endes der Zeiten] wird nicht kommen, bis ihr die Juden bekämpft. Und der Stein, hinter dem ein Jude sich verstecken wird, wird sagen: ‚Oh Muslim! Das ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, also töte ihn.‘“ Was sagen sie zu diesem Stück „Endzeit-Theologie“? Ist das für Ruebner nicht wenigstens ein wenig „widerlich“?

Ich glaube nicht, dass Linksaußen-Gruppen wie JPPI es je in Betracht ziehen werden, sich die Mühe zu machen sich über echten, aus tiefem Herzen kommenden Antisemitismus aufzuregen, der in der heutigen muslimischen Welt nur allzu weit verbreitet ist. Was eher hinter ihrer vorgeschobenen Besorgnis steckt, ist, dass die Organisation nach dem, was auf ihrer Internetseite steht „Israel aufruft, seine brutale militärische Besetzung der Westbank, des Gazastreifens und Ost-Jerusalems zu beenden… das Recht des palästinensischen Volks auf Selbstbestimmung unterstützt… die Evakuierung der [jüdischen] Siedlungen unterstützt… das Rückkehrrecht der [arabischen] Flüchtlinge anerkennt…“ – alles, was dem festen Glauben vieler in der christlichen Rechten entgegen steht, was Senator James Inhofe aus Oklahoma so ausdrückt: „Israel hat ein Recht auf dieses Land.“

 

Isn’t it funny? – Gedanken zu Demonstrationen

heplev, 15.09.2002

Dieser Text ist für mich etwas Seltsames. Ich habe ihn zuerst auf Englisch geschrieben, als Reaktion auf Berichte zu zwei Veranstaltungen in Montreal und Colorado – weit weg von hier, aber doch so nahe, wegen der Redner. Diese waren einmal Benjamin Netanjahu aus Israel, zum anderen Hanan Ashrawi, Sprecherin der PLO. Die Rede Netanjahus wurde durch gewalttätige Proteste verhindert; Frau Ashrawi konnte ungehindert reden.
Geschrieben hatte ich den Text in einer Email an eine Bekannte in Texas. Sie hat ihn prompt an alle Adressen in ihrem Verteiler weiter geleitet; genauso verhielt es sich mit einem anderen Email-Bekannten an der amerikanischen Ostküste, als er den Text bekam. Deshalb stelle ich ihn jetzt auch auf meine Homepage. Es ist ein seltsames Gefühl, sich selbst zu übersetzen – wobei es keine komplette Übersetzung ist, sondern zum Teil eher eine Übertragung ins Deutsche.

Isn’t it funny?

When we rally for Israel we are faced with violence – people trying to brake our ranks, shouting, waving fists, threatening etc. Netanyahu’s address at Concordia University, Montreal (Canada) was canceled. The ones threatening were pro-Palestinian people. Pro-Israel rallies don’t ever show any threats to Palestinians or other people opposed to us. Yet Israel is the aggressor.

Pro-Palestinian rallies aren’t called off because of militant Christian or Jewish opponents. The people dressed as suicide bombers, the banners calling „death“ and „out“ are not carried by supporters of Israel. Opponents to these rallies are attacked. Yet, in Germany these rallies are called „Friedensdemonstrationen“ (peace rallies) and Israel is the war monger.

Isn’t it funny that it’s neither Christians nor Jews who say: Do as we ask you to or you’ll face mass murder? Isn’t it funny that in Europe – for example – the Imam of a big London mosque threatens murder through suicide-bombers while Israel and the USA are condemned for their trying to reign in people like Saddam and Arafat? It’s not Christians and Jews who threaten „Do as I ask or face destruction!“ Those not suppported by the peace loving Europeans say different. The condemned only say: „Apply to international rules, leave us alone. We intend to defend ourselves, so be careful.“

Before creating my private homepage I designed the homepage of my school. But although I put my picture and name in there (as well as those of almost all my colleagues), I still leave out my e-mail address or a link to my private homepage. The reason is: People might attack me in school or call on my colleagues to pressure me because of my stance on the Middle East, or maybe won’t give their kids to our school.
I already had hate-mails because people visiting my homepage aren’t satisfied with my teaching children in „their hometown“.

It really is funny that those tolerant, liberal people rallying for „peace“ are aggressive and unforgiving and only as tolerant as their view on things go, while the alleged „war supporters“, „warriers“, and „war mongers“ who are accused of hate and threatened by the very „peace loving“ people who support the terrorists just peacefully hold their banners and pray – their most offending action some boos during a terrorist advocate’s speech – instead of waving Kalashnikovs, strapping (fake) bomb belts to their body and burn effigies depicting „the enemy“. (Never saw a paper model of Arafat being burnt on a rally – nor one of Saddam, or of Osama. Never saw a flag of Iraq being burnt, or of Arafat’s PLO, or Afghanistan, or Iran, or Syria or…)

It really is funny, when those rallying for „peace“ absolutely non-violently storm into a hall, absolutely peacefully crashing and throwing chairs, smashing in windows and denying the right of free speech (see Montreal for the „peace loving pro-Palestinians, Colorado for the extremist supporters of Israel). Hanan Ashrawi, most popular „moderate“ Palestinian liar could hold her speech while the demonstrators remained mostly outside, not attacking her, while she talked of being faced with „this most concerted campaign to silence or intimidate me“, congratulating her hosts „on refusing to be silenced or intimidated“. She spins the truth again, knowing how her people deal with those who don’t appreciate her lies. Accuse your opponents of the things you do yourself and they don’t!

It really is funny, when our peaceniks defend those who cite „damage to the US economy“ to the „positive outcome“ from the attack on 9/11. It is enormously funny that the perpetrators of 9/11 are Muslims – but everybody rushed in to claim that „Islam means peace“ when it became known, that yet again followers of Islam did the unthinkable. How come that our peaceniks defend those who still support war against our societies? Our good natured people don’t even try to grasp what’s going on in Islam. They deny that militant Islam with its terror is on the march. There even was an article in a German paper these days stating that militant Islam is on the loosing run, it’s facing insignificance, while the extremists are still well and alive and inciting right in our middle!

It really is funny, when peacenicks the world over and the governments of Europe cry out that we shouldn’t attack Saddam before he has nukes. I have the feeling that, as soon as he has them, those very same people cry out that we shouldn’t attack Saddam because he HAS nukes.

Being afraid of a rogue state’s ability to use weapons of mass destruction lets Europe shy away from dealing consequently with a murderer and terrorist. Better let him get more of those instead of putting him down the drain and risk he uses what he has. Better let him get more of the stuff so we have even less chance (and reason) to stop him.

Being ideologically caught in a bind to an arch terrorist that seemingly once shared the revolutionary approach of those who are ruling Europe today when they were young with ambitions for a better world (through communism!) Europe slanders Israel by applying double standards that call every action of a people struggling for survival illegal or a crime and dismissing every atrocity the „oppressed“ friend and „freedom fighter“ from the late 60’s and early 70’s lets happen or even orders.

Didn’t God let his prophets tell that this will happen? Didn’t Ezechiel talk about those who call „peace, peace“ while there is no peace?
I think we just live to see this very verse come true again.

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Ist es nicht komisch?

Wenn wir für Israel auf die Straße gehen, begegnet man uns mit Gewalt – Menschen versuchen unsere Reihen zu sprengen, brüllen, schwenken mit den Fäusten, drohen usw. Letzte Woche wurde Netanjahus Rede in der Concordia University in Montreal abgesagt. Diejenigen, die dort drohten und Krawall machten, waren pro-palästinensisch. Auf Pro-Israel-Demonstrationen gibt es keine Drohungen gegen Palästinenser oder andere, die gegen uns sind. Trotzdem ist Israel der Aggressor.

Pro-palästinensische Veranstaltungen werden nicht wegen militanter christlicher oder jüdischer Gegner abgesagt. Die Menschen, die sich als Selbstmord-Attentäter verkleiden (Berlin), die Spruchbänder mit „Tod“ und „raus“ tragen, sind nicht die Unterstützer Israels. Wer sich gegen diese Demonstrationen ausspricht, wird angegriffen. Und trotzdem werden diese Demonstrationen in Deutschland „Friedensdemonstrationen“ genannt und Israel ist der Kriegstreiber.

Ist es nicht komisch, dass es weder Christen noch Juden sind, die sagen: „Entweder ihr macht, was wir wollen, oder ihr werdet Massenmord ertragen müssen?“ Ist es nicht komisch, dass in Europe z.B. der Imam einer großen Londoner Moschee mit Mord durch Selbstmord-Attentäter droht, während Israel und die USA dafür verurteilt werden, dass sie versuchen Leute wie Saddam in die Schranken zu weisen? Es sind weder Christen noch Juden, die drohen: „Macht, was wir wollen oder ihr werdet vernichtet!“ Die, die nicht von den friedliebenden Europäern unterstützt werden, verhalten sich anders. Die Verurteilten sagen lediglich: „Haltet euch an die Regeln und lasst uns in Ruhe. Wir werden uns verteidigen, also passt auf.“

Vor meiner privaten Homepage habe ich die meiner Schule aufgebaut. Und obwohl ich mein Foto und meinen Namen (wie die fast aller Kollegen) dort hinein stellte, habe ich meine Email-Adresse und einen Link zu meiner Homepage ausgelassen. Der Grund: Es könnte sein, dass mich Leute in der Schule angreifen oder meine Kollegen unter Druck setzen wegen dem, wie ich zum Nahost-Konflikt stehe; vielleicht würden dadurch auch Leute davon abgehalten, ihre Kinder auf unsere Schule zu schicken.
Ich habe bereits feindselige Emails bekommen – von Leuten, die meine Homepage besuchten und nicht damit einverstanden sind, dass ich Kinder in ihrer Heimatstadt unterrichte!

Es ist wirklich komisch, dass die Toleranten, Liberalen, die für „Frieden“ demonstrieren so aggressiv und unversöhnlich sind und dass ihre Toleranz nur so weit geht, wie ihre eigene Meinung reicht, während die angeblichen „Kriegsbefürworter“, „Militaristen“ und „Kriegstreiber“, denen Hass vorgeworfen wird und die genau von diesen „Frieden liebenden“ Menschen bedroht werden, die die Terroristen unterstützen – dass diese bösen Freunde Israels lediglich ihre Plakate hoch halten und beten, wobei ihre anstößigsten Aktionen Buh-Rufe gegen die Rede einer Terroristen-Sprecherin (Hanan Ashrawi) sind. Sie schwenken weder Kalaschnikows, noch binden sie sich Selbstmordgürtel (-Attrappen) um oder verbrennen Puppen, die den „Feind“ darstellen. (Ich habe nie gesehen, dass eine Puppe von Arafat auf einer Demonstration verbrannt wurde – oder eine von Saddam oder Osama bin Laden; auch nicht die Verbrennung eine Fahne des Irak oder von Arafats PLO oder Afghanistan, oder des Iran oder Syriens oder…)

Es ist wirklich komisch, wenn die, die für „Frieden“ demonstrieren, völlig „gewaltlos“ eine Halle stürmen, absolut „friedfertig“ Stühle zerschlagen und durch den Raum werfen, Fenster einschmeißen und das Recht auf freie Meinungsäußerung verweigern (geschehen in Montreal, als Benjamin Netanjahu sprechen sollte). In Colorado konnte Hanan Ashrawi, die allseits beliebte „moderate“ palästinensische Lügnerin ihre Rede halten, während die Demonstranten weitgehend draußen blieben und sie NICHT angriffen. Sie aber sprach davon sie sei „dieser überaus gut koordinierten Kampagne zu meiner Verstummung oder Verängstigung“ ausgesetzt und gratulierte ihren Gastgebern, dass sie es „ablehnten zu schweigen oder in Angst versetzt worden zu sein“. Sie verdreht die Wahrheit damit einmal mehr, denn sie weiß sehr gut, wie ihre Leute mit denen umgehen, denen ihre Lügen nicht gefallen. Beschuldige deine Gegner der Dinge die du selbst tust!

Es ist wirklich komisch, wenn unsere Friedensbewegten diejenigen verteidigen, die „die Schäden für die US-Wirtschaft“ zu den „positiven Ergebnissen“ der Angriffe vom 11.9. zählen. Es ist überaus komisch, dass die Täter des 11.9. Muslime sind – aber jedermann sich beeilte zu erklären: „Islam heißt Frieden“, als das bekannt wurde, als wieder einmal Anhänger des Islam das Undenkbare begangen haben. Und dass sie das auch heute tun, wo bekannt ist, dass unter den Muslimen weitgehend zwei Meinungen existieren: entweder, dass sie das gut finden, dass Amerika am 11.9. so getroffen wurde, oder dass das nicht Muslime waren, sondern „die Juden“. Wie ist es möglich, dass unsere Friedensbewegten diejenigen verteidigen, die immer noch unsere Gesellschaft vernichten wollen? Unsere gut meinenden Menschen begreifen einfach nicht, was im Islam los ist. Sie leugnen, dass der militante Islam auf dem Vormarsch ist. Es gab sogar neulich einen deutschen Zeitungsartikel, der behauptete, dass der militante Islam dabei ist zu verlieren, dass er dabei ist in der Versenkung zu verschwinden, während es den Extremisten gut geht und sie mitten unter uns weiter hetzen und rekrutieren.

Es ist wirklich komisch, wenn die Friedensbewegten der Welt und die Regierungen in Europa aufschreien, dass wir Saddam nicht angreifen dürfen, bevor er Atomwaffen hat. Ich habe das Gefühl, dass dieselben Leute, sobald Saddam auch noch diese Waffen hat, aufschreien, wir dürften ihn nicht angreifen, gerade weil er sie hat.

Die Angst davor, dass ein Schurkenstaat Massenvernichtungswaffen einsetzen könnte, lässt Europa davor zurück schrecken, einen Mörder und Terroristen zur Verantwortung zu ziehen. Lieber lassen sie ihn mehr davon in die Hände bekommen, statt ihn abzuservieren und zu riskieren, dass er das benutzt, was er bereits hat. Lassen wir ihn lieber mehr von dem Zeug beschaffen, damit wir noch weniger Chancen (und Gründe) haben ihn aufzuhalten!

Europa ist in einer ideologischen Bindung mit dem Erzterroristen gefangen, der einst scheinbar die revolutionären Ansätze derer teilte, die heute Europa regieren, als sie jung waren und (durch den Kommunismus) eine bessere Welt schaffen wollten. Es zieht Israel durch den Dreck, indem es zweierlei Maß anwendet, weil es jede Aktion des Volkes, das um sein Überleben kämpft, als Verbrechen bezeichnet, während jede Gräueltat, die der „unterdrückte“ Freund und „Freiheitskämpfers“ aus den späten 60-er und frühen 70-er Jahren geschehen lässt oder sogar befiehlt, mit einem Schulterzucken abgetan wird.

Sagte Gott nicht durch seine Propheten, dass dies passieren wird? Hatte nicht Hesekiel von denen geredet, die „Friede, Friede“ rufen, wo kein Friede ist?
Ich denke, wir erleben gerade, wie diese Verse sich einmal mehr bewahrheiten.

Warum linker Antizionismus Antisemitismus ist

Palästinensisch-arabische Propaganda, antisemitische Radikalisierung der Linken

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 18. Oktober 2009

In klarer Demonstration, wie „progressiv“ sie wirklich ist, arbeitet die antiisraelische Linke hart daran einen mittelalterlichen Ritualmord-Vorwurf wiederzubeleben. Zuerst wiederholte die schwedische Zeitung Aftonbladet palästinensisch-arabische Propaganda über medizinisch unmöglichen Organdiebstahl; und dann druckte das vom Saddam-Unterstützer Alexander Cockburn betriebene linke Magazin Counterpunch einen Artikel ab, der tatsächlich mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe gegen Juden als Beweis benutzt.

Es gibt etwas Frappierendes an der antisemitischen Radikalisierung in der Linken, die so extrem ist, dass sie, nachdem die Beschuldigung Organdiebstahl als modernen Ritualmord-Vorwurf genutzt wurde, auch noch versucht mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe wiederzubeleben und zu legitimieren.

Linke wie Alexander Cockburn behaupten natürlich, dass sie keine Antisemiten sind, sondern Antizionisten. In der Tat veröffentlichte Cockburn ein Buch, „The Politics of Anti-Semitism“, das dieser Prämisse gewidmet ist. Aber so unglaubwürdig wie die Prämisse, dass ein enthusiastischer Verteidiger Saddam Husseins wie Cockburn und so viele der Linken, die doch wie besessen Israel wegen Menschenrechtsverletzungen angreifen, kein zweierlei Maß zur Schau stellen … das Argument „antizionistische, nicht antisemitisch“ löst sich in Nichts auf, wenn man Artikel veröffentlicht, die mittelalterliche Ritualmord-Vorwürfe gegen Juden wiederbeleben, die als Quellen einen Israel Shamir haben – das Pseudonym eines schwedischen Neonazis und weiterem regelmäßigen Autor für Counterpunch, der Artikel über Juden schreibt, die so charmante Überschriften tragen wie „Die Vampir-Killer“, „Brunnen vergiften“, „Kugel-Esser“ und „Blut in den Adern erstarren lassendes Verleumdung“.

Cockburn und seinesgleichen sind schlicht die Führungsgruppe des linken Antisemitismus, die in die verdorbensten Brunnen des Fanatismus eintauchen und ohne Scham die faulenden Früchte von Goebbels und den Protokollen der Weisen von Zion ernten. Wie ein großer Teil der europäischen Linken beginnt die amerikanische extreme Linke die Vortäuschung des „Antizionismus ist kein Antisemitismus“ zugunsten des reinen „mittelalterlichen“ Zeugs fallenzulassen, was ihnen hilft die Muslime an Bord zu bekommen, während man den Krieg direkt zu ihren jüdischen Kritikern trägt. Ungenierten Antisemitismus zu begrüßen erlaubt der Linken jegliche Defensive bezüglich der Doppelstandards abzuwerfen, den sie gegenüber Israel noch behielten und einfach die Juden als Ganzes zu verdammen.

Hamas weiter gehende Kampagne der Gewalt gegen Israelis

Aber dieselbe Haltung ist in subtilerer Form in der Linken im Allgemeinen überall vorhanden. Nehmen wir den Besuch Mia Farrows im Gazastreifen, wo sie natürlich Israel dafür verurteilte, dass es seine Grenze mit der von der Hamas geführten Territorium schließt. Hielt sie inne, um die fortgesetzte Gewaltkampagne der Hamas gegen Israelis zu verurteilten? Ja klar.

Farrow kritisierte auch die militanten Raketen und riet den Gazanern „der internationalen Gemeinschaft nicht die Munition zu liefern, euch in negativem Licht zu sehen“. Sie zu stoppen, sagte sie, könnte zu mehr internationaler Hilfe führen.

Sie verurteilte die Raketenangriffe der Hamas auf zivile Städte nicht, weil sie falsch sind. Nein, sie verurteilte sie, weil sie befangenen Leuten „Munition“ geben, die ansonsten nicht gewalttätigen und idealistischen Hamas-Terroristen „in einem negativen Licht“ zu sehen. Und natürlich: Wenn die Hamas aufhören würde, würde ihnen mehr Hilfe zukommen.

Das dem innewohnende zweierlei Maß spricht Bände über Farrows Sicht gegenüber dem Recht der Juden und der palästinensischen Araber zu leben. Das ist aber kaum einzigartig für eine mittelgradig unbedeutende Hollywood-Schauspielerin, denn es ist die alltägliche Gesinnung der Linken, dass Israel kein Recht hat das Leben seiner Bürger zu verteidigen; schließlich ist deren Leben irgendwie weniger wert als das der sie Angreifenden. Das ist natürlich keine neue Haltung, nur eine alte, die unter der Linken einmal mehr in de Vordergrund rückt.

Historisch war der Antisemitismus eine übliche Einstellung eines Teils der europäischen Linken gegenüber den Juden, die für ihren Widerwillen sich in den Strom der Arbeiter, Anwälte und Bauern zu assimilieren, der der Linken so am Herzen liegt; und natürlich wegen ihres Kapitalismus. Pamphlete und Bücher von Sozialisten und Marxisten enthielten regelmäßig antisemitische Beschimpfungen … lange bevor sie es schafften den Zionismus als Thema zu übernehmen. Marx selbst benutzte eine Sprache gegenüber den Juden, die nicht allzu weit von dem entfernt war, was Goebbels im nächsten Jahrhundert vorlegte. Im frühen 20. Jahrhundert unterstützten die Kommunisten regelmäßig russische und arabische Pogrome gegen Juden. Fakt ist, dass diese Unterstützung in New York zum Boykott des kommunistischen Revolverblatts „The Daily Worker“ durch Zeitungsverkäufer führte, was dessen Verbreitung praktisch zur Strecke brachte.

Linker Antisemitismus begann im 20. Jahrhundert etwas zurückzugehen, als die Linke ihre Ziele der Zerstörung des Judentums in Europa und Amerika erreichte und eine große Zahl von Juden in die Reihen der sozialistischen Bewegung rekrutierte. Eine Reihe von Taktiken wurde genutzt, von den direkten Säuberungen der UdSSR, die ihre „jüdische Sektion“ einsetzte, um Synagogen zu schließen, die jüdische Geistlichkeit ins Gefängnis zu stecken und hinzurichten und alle zionistischen Bewegungen zu ächten, bis hin zur Nutzung sozialistischer antijüdischer Zeitungen in Europa und Amerika wie den Forward, der ein jüdisches Publikum suchte, die regelmäßig das Judentum verspottete und den Sozialismus als die einzige Antwort anpries.

Israel aber repräsentierte einen fundamentalen Bruch der sozialistischen Agenda, die verlangte, dass die Juden sich assimilieren, ihre religiösen Überzeugungen aufgeben und daran arbeiten den Sozialismus in den Ländern aufzubauen, in denen sie leben. Stattdessen gewann Israels Wiederaufbau einen großen Schub von Juden, die der deutschen sozialistischen und russisch-kommunistischen Bewegung „den Rücken kehrten“ und daran arbeiteten ihr eigenes Land aufzubauen. Und das ist eine „Ketzerei“, die die Linke den Juden nie vergeben hat.

Die Agenda der Linken war ein Ende von Ethnie und Religion, eine einzige Weltregierung, in der alle Brüder sein würden. Israel wiederherzustellen widersetzte sich dieser Agenda. Es war separatistisch und nationalistisch und als die UdSSR auf die arabische Welt setzte – da war für die Linke alles klar. Israel musste der Feind der Linken sein. Der Verlauf der Zeit hat die Etiketten ausgetauscht, damit sie mit den politischen Trends übereinstimmen. Aber hinter all dem steckt der alte, klassische Antisemitismus des Karl Marx, der die Juden für die Popularisierung des Kapitalismus verantwortlich machte; dazu schrieb er: „Der Gott der Juden ist säkularisiert und zum Gott dieser Welt geworden… Geld ist der eifersüchtige Gott der Juden.“

H.G. Wells, der große Glaubende, dass die gesamte Mensch von einem wohlwollenden Eine-Welt-Staat regiert werden muss, erklärte die Position der Linken sehr deutlich in „The Shape of Things to Come“. Und diese Haltung ist es wert gehört zu werden, denn unter all dem heuchlerischen Nonsens über die Menschenrechtsverletzungen, den die Linke aus allen Ecken speit … wird der Groll der Linken gegen die Juden offengelegt … und wie der Antisemitismus der Linken mit ihren Antizionismus verbunden ist.

Die Juden waren in der Lage gewesen sich als Volk getrennt zu halten, eigenartiges Essen zu essen und bestimmten religiösen Bräuchen zu folgen, eine Nation innerhalb der Nation, in jedem Staat der Welt. Sie waren für Staatsmänner ein immerwährendes Reizmittel gewesen, überall ein Bruch der kollektiven Solidarität…

Es hätte vorgeschlagen werden können, dass ein derart weit verstreutes Volk eine kosmopolitische Mentalität hätte entwickeln und eine geeignete Binde-Organisation für viele Zwecke der Welt hätte formen können, aber ihre besondere Kultur der Isolation war so stark, dass sie dies weder taten noch darum bemüht zu sein schienen. Nach dem Weltkrieg spielten die orthodoxen Juden jedoch nur eine schwache Rolle bei den anfänglichen Versuchen einen modernen Staat zu formulieren, weil sie weit mehr mit einem Traum namens Zionismus beschäftigt waren… Dieser betonte ihre traditionell willentliche Trennung vom Hauptteil der Menschheit. Es reizte die Welt sich fast unmerklich und unheilbar gegen sie zu stellen.

H.G. Wells Argument gegen Israel ist auch sein Argument gegen die Juden. Sie sind ein und dasselbe, beide verurteilt, weil sie die „kollektive Solidarität“ untergraben, weil sie es verfehlen „kosmopolitisch“ zu sein und zu helfen die Welt in den von Wells vorgesehenen sozialistischen modernen Staat zu verbinden.

Und bis heute charakterisiert die Linke Juden als gut oder schlecht auf Grundlage von deren Bereitschaft sich zu assimilieren, ihre markanten religiösen Gebräuche abzulegen und zu helfen den „Modernen Staat“ zu schaffen. Gute Juden helfen, den „Modernen Staat“ zu ermöglichen. Schlechte Juden halten an religiösen Bräuchen fest und sind pro-Israel und untergraben daher den „Modernen Staat“.

Es ist ebenfalls bemerkenswert, dass trotz all der angeblichen Progressivität und Futurismus des H.G. Wells seine Sicht der Juden so mit mittelalterlicher Engstirnigkeit angefüllt ist wie Counterpunch heute davon schreibt, dass Juden menschliches Blut trinken. Aber die Progressivität der Linken ist immer vorgetäuscht gewesen, ihr Ursprung ist in einem primitiven Traum eines Staates aufgeklärter Menschen verwurzelt, die den menschlichen Pöbel zu ihren Füßen beaufsichtigt. Eine Vision, die vormodern und fundamental feindlich der Idee individueller Rechte gegenüber steht, die in unabhängigen Republiken wurzeln.

Und schließlich stellt sich H.G. Wells vor, wie die Zukunft Israels und der Juden aussehen wird. Auch das ist bemerkenswert, denn es ist dieselbe Zukunft, in die die Linke die Juden inzwischen seit langer Zeit drängt.

Und doch verschwand zwischen 1940 und 2059, in wenig mehr als einem Jahrhundert, diese antiquierte, verstockte Kultur. Sie und ihr zionistischer Staat, ihr koscheres Essen, das Gesetz und der ganze zugehörige Rest gingen vollständig in die menschliche Gemeinschaft auf. Die Juden wurden nicht unterdrückt; es gab keine Ausrottung… doch unter der Zwangsherrschaft gab es nie irgendeine wie auch immer geartete Verfolgung; dennoch wurden sie aus ihrer Merkwürdigkeit und rassischem Egoismus innerhalb von kaum mehr als drei Generationen hinaus erzogen. Ihre Aufmerksamkeit wurde von Moses und dem Abraham gegebenen Versprechen und der Täuschung, dass Gott seine Schöpfung alleine für sie schuf, abgelenkt und ihnen wurde die Wahrheit über ihre Rasse gelehrt. Die Welt ist voller als je zuvor von Männern und Frauen semitischer Herkunft, aber sie gehören nicht länger zu „Israel“.

Das ist die Endlösung, die sich die Linke vorstellt. Keine Ausrottung, keine „besondere Verfolgung“, einfach nur das Ende der Juden als irgendetwas anderem als ein weiterer DNA-Strang, der sich durch die genetische Verpackung der menschlichen Rasse arbeitet. Und sie haben nur allzu viel Erfolg gehabt. Die Sowjetunion löschte die jüdische Identität praktisch aus und weit verbreiteter Säkularismus hat im Rest der Welt viel erreicht. Israel ist der Schlupfwinkel geworden, die größte Ansammlung von Juden in der Welt.

Und so wird die Linke davon getrieben Israel zu vernichten. Es auf die eine oder andere Weise wegzuwischen und Platz für den „Modernen Staat“ zu machen, in dem es keinen Gott gibt, keine Bibel und keinen Raum für einen Haufen semitischer Nomaden, die die Vermessenheit an den Tag legten den Versuch zu unternehmen mit Ihm zu reden. In dem Menschen nichts weiter als schlaue Affen sind, Gott eine Erfindung primitiver Vorstellungskraft und die einzigen Götter die aufgeklärten Herrscher des Einen Weltstaats sind.

Um zu verstehen, warum Antisemitismus und Antizionismus eins sind, brauchen wir nicht weiter zu sehen als zu H.G. Wells, der schrieb: „Zionismus ist ein Ausdruck der jüdischen Weigerung sich zu assimilieren.“

Dieser eine Satz ist die finale These im hässlichen Vermächtnis des linken Hasses auf Israel und die Juden. Er demonstriert, warum Antizionismus nicht vom Antisemitismus getrennt werden kann, denn dahinter steckt eine Brandmarkung der jüdischen Identität. Das ist der ideologische Treibstoff hinter dem Antizionismus sowohl der westlichen linken als auch ihrer arabischen Verbündeten. Die westlichen Linken verlangen zu wissen, warum die Juden sich nicht assimilieren. Die Araber verlangen zu wissen, warum die Juden nicht glücklich damit sind zweitklassige Dhimmis im eigenen Land zu sein. Antizionismus ist die Verweigerung der Rechte der Juden als Volk, die sich auf Antisemitismus gründet, der Verweigerung der Gleichberechtigung der Juden. Dieses zweierlei Maß vereinigt Antisemitismus und Antizionismus in zwei Wörter für dieselbe Idee: dass die Juden nicht existieren sollten.

Die lange Geschichte der Progressiven und der Perversität

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Viele progressive Organisationen und Einzelpersonen behaupten, sie würden für eine bessere Welt werben. Die perversen Elemente unter ihnen beteuern moralische Meinungen zu haben, während sie selbst unmoralisch und korrupt sind. Im September 2001 kam in Durban (Südafrika) die Weltkonferenz gegen Rassismus (WCAR) zusammen. Sie wurde zur ersten großen Manifestation eines neuen Typus progressiver Perversität in diesem Jahrhundert. In direkter Nachbarschaft fand eine NGO-Konferenz mit tausenden teilnehmenden Organisationen statt, die bestenfalls als ein antiisraelisches Hassfest bezeichnet werden kann.

Irwin Cotler ist ehemaliger Justizminister und Generalstaatsanwalt Kanadas und ein führender Anwalt für internationales Menschenrecht. Er beschrieb die WCAR als „ein Fest des Rassismus gegen Israel und das jüdische Volk… Eine Konferenz, die sich der Förderung der Menschenrechte als der neuen säkularen Religion unserer Zeit widmete, sondert zunehmend Israel als eine Art geopolitischen Antichristen der Moderne aus.“[1]

Israel und/oder die Juden sind als Ziele progressiver Perverser überrepräsentiert, aber weit davon entfernt die einzigen zu sein, gegen die agiert wird. Kürzlich wurde die Scheinheiligkeit verschiedener internationaler humanitärer Hilfsorganisationen entlarvt. Oxfam UK gehörte zu den Führern der Schwindler. Sein Einsatzleiter in Haiti nach dem Erdbeben von 2010 nahm regelmäßig bezahlten Sex mit einer Minderjährigen in Anspruch.

Eine internationale Ermittlung führte 2011 zum freiwilligen oder erzwungenen Abzug von sieben des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Mitarbeitern aus Haiti. Der detaillierte Bericht wurde Jahre lang geheim gehalten, aber viele hatte Zugang zu ihm. Dazu gehörte der Leiter der niederländischen Schwesterorganisation Oxfam Novib. Dieser machte den Bericht dem niederländischen Außenministerium sowie dem staatlichen Rechnungshof zugänglich.

Der Skandal wurde erst 2018 öffentlich. Danach kamen weitere Informationen zu sexuellem Missbrauch durch Beschäftigte von Oxfam UK an anderen Orten ans Tageslicht. Dasselbe geschah bei anderen Hilfsorganisationen, einschließlich Save the Children und Ärzte ohne Grenzen. Alle drei Organisationen haben sich als pseudomoralische Hetzer gegen Israel betätigt.[2]

Amnesty International veröffentlichte kürzlich seinen Jahresbericht. Auf ihrer Webseite lautet dessen Titel: „‘Politics of Demonization‘ breeding division and fear“[3]. Die Internetseite von NGO Monitors beinhaltet eine lange Liste der einseitigen Haltungen der Organisation gegen Israel. Man kann sagen, dass diese sich zu Dämonisierung aufsummieren.[4]

Progressive betrachten sich in der Regel selbst als im politischen Spektrum links stehend. Auch der Kommunismus behauptete eine progressive Bewegung zu sein. Seine Ideologie führte zu gigantischen Massenmorden, hauptsächlich in Russland und China. An seinen Rändern gab es Friedensbewegungen, deren Mitglieder an Zusammenkünften teilnahmen, die von kommunistischen Fassadenorganisationen organisiert wurden.[5] Heutzutage sind antifaschistische Bewegungen angeblich ebenfalls progressiv. Der Pariser Zweig der linksextremen Antifa hat zu Israels Vernichtung aufgerufen.[6]

Sozialdemokratische und Arbeitsparteien stehen ebenfalls auf der progressiven Seite der Politik. Unter ihren gewählten Repräsentanten findet man eine ganze Reihe Förderer perverser Äußerungen. Einmal mehr ist Israel ein gutes Beispiel, um die Heuchelei aufzudecken. Führende Politiker wie der verstorbene sozialdemokratische schwedische Premierminister Olof Palme[7] und der verstorbene griechische sozialistische Premierminister Andreas Papandreou haben Israel beschuldigt Nazimethoden anzuwenden.[8]

Die britische Labour Party hat unter ihren Repräsentanten eine Reihe klassischer Progressiver neben progressiven Perversen. Antisemitische Vorfälle gibt es in der Partei regelmäßig und die Täter werden bei Weitem nicht immer ausgeschlossen. Mehrere Grüne Parteien können ebenso in die oben diskutierte Kategorie einbezogen werden. Peter Pilz, ein altgedienter österreichischer Grünen-Parlamentarier, verließ die Partei und trat bei den Wahlen von 2017 mit einer eigenen Liste an, die den Einzug ins Parlament erreichte. Wegen Vorwürfen sexueller Belästigung nahm Pilz seinen Sitz nicht ein.[9] Er bezeichnete die Palästinenser als „Opfer“, auf deren Seite man sich stellen müsse und warb für partielle Sanktionen gegen Israel.[10]

Die Geschichte dieser perversen Progressiven reicht viele Jahrhunderte zurück. Erasmus von Rotterdam, der Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts lebte, wurde der „Fürst der Humanisten“ genannt. Der niederländische Theologe Hans Jansen untersuchte Erasmus‘ sogar für die damalige Zeit extremen Antisemitismus. Dieser „Humanist“ bezeichnete das Judentum als die „schlimmste Pest“. Er lehnte 1517, 25 Jahre, nachdem der letzten nicht konvertierte Jude das Land verlassen hatte, sogar eine Einladung nach Spanien ab; dazu sagte er, es gebe kein stärker „verjudetes Land“ als Spanien.[11]

Das größte Studentenaustauschprogramm der Europäischen Union ist nach diesem Hardcore-Antisemiten benannt.[12] Das Erasmus-Kolleg in Brüssel und die Erasmus-Universität in Rotterdam sind ebenfalls bestens bekannt. Auch viele andere Institutionen sind tragen den Namen Erasmus.

Der berühmte französische Aufklärungsphilosoph Voltaire aus dem 18. Jahrhundert war genauso Antisemit wie mehrere der französischen Vorläufer des Sozialismus im 19. Jahrhundert. Das Gleiche gilt für Karl Marx. Der verstorbene Robert Wistrich bietet in seinem Buch From Ambivalence to Betrayal, The Left, The Jews and Israel[13] viele weitere Beispiele progressiver Perverser.

Progressive Perversität überlappt sich zum Teil mit dem beschränkteren „humanitären Rassismus“. Progressive Perverse lügen oft zu Israel, wie es Palme und Papandreou machten. Humanitäre Rassisten mögen berechtigte Ansprüche an Israel stellen, schweigen aber zu gewaltigen Verbrechen der Palästinenser und ihrer Führung. Progressive Perverse und humanitäre Rassisten finden häufig willige Partner bei solchen Israelis und Juden, die weiter die Jahrtausende alte Tradition des jüdischen Masochismus fortführen.[14]

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die üblen Aspekte der rechtsextremen Bewegungen in vielen detaillierten Studien analysiert worden. Ähnlich eingehende Begutachtungen gegenwärtiger Progressiver sind längst überfällig.

[1] www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/Durban-and-911-ten-years-later

[2] http://tundratabloids.com/2018/03/dr-manfred-gerstenfeld-international-charities-sex-abuse-and-israel/

[3] Politik der Dämonisierung erzeugt Spaltung und Angst; http://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/02/amnesty-international-annual-report-201617/

[4] http://www.ngo-monitor.org/ngos/amnesty_international/

[5] http://www.nytimes.com/1983/07/26/world/kgb-officers-try-to-infiltrate-antiwar-groups.html?pagewanted=all

[6] http://www.timesofisrael.com/french-antifa-calls-for-striking-a-blow-in-paris-over-us-jerusalem-recognition/

[7] Per Ahlmark, “Palme’s Legacy 15 Years On,” Project Syndicate, February 2001.

[8] Moses Altsech (Daniel Perdurant, pseud.): Anti-Semitism in Contemporary Greek Society. In: Analysis of Current Trends in Anti-Semitism, 7, Jerusalem (Hebrew University) 1995), S. 10.

[9] http://www.reuters.com/article/us-austria-politics-pilz/austrian-party-leader-quits-parliament-over-accusation-of-sexual-assault-idUSKBN1D40H5

[10] https://derstandard.at/2000003933349/Peter-Pilz-und-die-Dummheit-Israels

[11] [xi] https://heplev.wordpress.com/2014/07/28/erasmus-furst-des-humanismus-der-renaissance-und-antisemit/

[12] http://www.erasmusprogramme.com/

[13]  Von Ambivalenz zu Verrat: Die Linke, die Juden und Israel – Robert Wistrich:  From Ambivalence to Betrayal: The Left, the Jews and Israel. Lincoln (Nebraska: University of Nebraska Press) 2012.

[14] http://www.jpost.com/Opinion/From-Abraham-to-Woody-Allen-The-Jewish-masochist-tradition-409614

Der neue Antisemitismus (2): Wie ich zur „unbewussten Faschistin” wurde

Fiamma Nierenstein, Jewish World Review, 15. Juli 2003

1967 war ich eine junge Kommunistin, wie die meisten italienischen Jugendlichen. Von meinem rebellischen Verhalten gelangweilt, schickten mich meine Eltern in einen Kibbuz in Obergaliläa, Neot Mordechai. Ich war dort recht zufrieden; der Kibbuz gab jeden Monate etwas Geld an den Vietcong. Als der Sechs-Tage-Krieg begann, sprach Mosche Dayan im Radio um in zu verkünden. Ich frage: „Was sagt er?“ und die Kameraden von Neot antworteten: „Schtuyot“ – dummes Zeug. Während des Krieges brachte ich Kinder in Bunker; ich hob Gräben aus; und ich lernte ein wenig zu schießen und etwas Selbstverteidigung. Wir arbeiteten weiter in den Obstgärten, konnten aber auch schnell die eindringenden MiGs und die dagegen haltenden Mirages erkennen, die einander am Himmel über den Golanhöhen jagten.

Als ich nach Italien zurück kam, starrten mich einige meiner Mitschüler als jemand Neues an, einen Feind, eine betrügerische Person, die bald ein Imperialist sein würde. Mein Leben sollte sich verändern. Ich wusste das noch nicht, denn ich dachte einfach, dass Israel zu Recht einen Krieg gewonnen hatte, nachdem es mit einer unglaublichen Zahl von „Belästigungen“ überhäuft worden war. Aber bald stellte ich fest, dass ich die Unschuld des guten Juden verloren hatte, der ganz besonderen jüdischen Freundin, ihrer Jüdin: Ich war nun verbunden mit den Juden des Staates Israel; und bald wurde ich aus dem dedokaphonischen, psychoanalytischen Freud-Stetl mit Bob Dylan, Woody Allen, Isaac Bashevis, Philip Roth – der Clique, die mein Judentum in den Augen der Linken geheiligt hatte.

Ich habe seit Langem versucht, diese Heiligung zurückzugewinnen; sie haben auch versucht, sie mir zurückzugeben, weil wir einander verzweifelt brauchen, die Linke und die Juden. Aber der heutige Antisemitismus hat jede gute Absicht überwältigt.

Im Lauf der Jahre wurden selbst Menschen wie ich, die Petitionen unterschrieben hatten, die von der IDF forderten, sich aus dem Libanon zurückzuziehen, zu „unbewussten Faschisten“, wie ein Leser meiner Worte mir in einem Brief voller Beleidigungen schrieb. In einem Buch wurde einfach geschrieben, dass ich „eine leidenschaftliche Frau sei, die sich in Israel verliebt habe und Jerusalem mit Florenz verwechselt“. Ein Palästinenser sagte mir, da ich die Dinge so anders als die Mehrheit sehe, das einfach bedeute, dass mein Gehirn nicht allzu gut arbeitet. Ich wurde auch eine grausame und unsensible Menschenrechts-Verweigerin genannt, die sich überhaupt nicht um das Leben der palästinensischen Kinder kümmere. Ein berühmter israelischer Autor sagte mir am Telefon vor einigen Monaten: „Du bist wirklich rechtsextrem geworden.“ Was? Rechtsextrem? Ich? Eine alte, feministische Menschenrechts-Aktivistin, die sogar Kommunistin war, als sie jung war? Nur, weil ich den arabisch-israelischen Konflikt so genau beschrieb, wie ich konnte und weil ich mich manchmal mit einem Land identifizierte, das ständig von Terror angegriffen wurde, wurde ich zur Rechtsextremen? Wenn man in der gegenwärtigen Welt, der Welt der Menschenrechte, jemanden rechtsextrem nennt, ist das der erste Schritt zu seiner oder ihrer Delegitimierung.

Die Linke segnete die Juden als „das“ Opfer schlechthin, ein immer großartiger Partner im Kampf für die Rechte der Schwachen gegen die Bösen. Als Gegenleistung dafür, dass man sie verhätschelte, veröffentlichte, filmte, als Künstler betrachtete, als Intellektuelle und moralische Richter, gaben die Juden selbst während der sowjetischen antisemitischen Verfolgungen der Linken moralische Unterstützung und luden sie ein, mit ihnen an Holocaust-Mahnmalen zu weinen. Heute ist das Spiel eindeutig vorbei. Die Linke hat sich als echte Wiege des zeitgenössischen Antisemitismus verwiesen.

Wenn ich von Antisemitismus spreche, spreche ich nicht von legitimer Kritik am Staat Israel. Ich spreche von purem Antisemitismus: Kriminalisierung, Stereotype, besondere und unspezifische Lügen, die zwischen Lügen über die Juden (verschwörerisch, blutdürstig, die Welt dominierend) und Lügen über Israel (verschwörerisch, unbarmherzig gewalttätig) geschwankt sind, was am Stärksten seit Beginn der zweiten Intifada im September 2000 verbreitet wird und seit der Operation Chomat Magen (Schutzschild), als die IDF als Antwort auf den Terrorismus wieder in die palästinensischen Städte einzog, immer wilder wird.

Der Grundgedanke des Antisemitismus, heute wie schon immer, ist, dass die Juden eine pervertierte Seele haben, die sie als moralisch minderwertige Menschen unfähig macht, normale Mitglieder der Menschheitsfamilie zu sein. Heute hat sich diese Untermenschen-Ideologie auf den jüdischen Staat verschoben: ein abgeteilter, ungleicher, grundsätzlich bösartiger Fremder, dessen nationale Existenz langsame aber sicher ausgeleert und dem seine Rechtmäßigkeit vorenthalten wird. Israel, wie der klassische Jude, hat entsprechend dem zeitgenössischen Antisemitismus kein Geburtsrecht, sondern lebt in seiner „Ursünde“, die es gegen die Palästinenser verübt hat. Israels heldenhafte Geschichte ist eine Geschichte der Arroganz geworden.

Heutzutage konzentrieren sich Berichte viel mehr auf das Deir Yassin-Massaker als auf die Gründung und Verteidigung des Kibbuz Degania; mehr auf die Leiden der palästinensischen Flüchtlinge als auf die Überraschung, fünf Armeen zu erleben, die Israel das Existenzrecht absprechen, nachdem es von der UNO gegründet wurde; viel stärker auf die jüdischen Untergrundorganisationen, wie Lechi und die Irgun, statt auf die heldenhafte Schlacht entlang des Wegs nach Jerusalem. Die Karikatur des bösen Juden wird in die Karikatur des bösen Staates verwandelt. Und so trägt der traditionell hakennasige Jude ein Gewehr und bringt genüsslich arabische Kinder um.

Auf den Titelseiten der europäischen Zeitungen kaut Scharon palästinensische Kinder und kleine Jesusse in Wiegen werden durch israelische Soldaten bedroht. Diese neuer Antisemitismus hat sich in beispielloser physischer Gewalt gegen jüdische Personen und Symbole materialisiert und kommt von Organisationen, die sich offiziell den Menschenrechten verschrieben haben. Seinen Höhepunkt fand das auf dem UN-Gipfel in Durban, als Antisemitismus offiziell zum Banner der neuen säkularen Religion der Menschenrechte wurde und Israel und die Juden ihr offizieller Feind wurden.

Die Juden – und die internationalen Gemeinschaft im Allgemeinen – hat es unerwartet erwischt und sie haben es versäumt den neuen Trend des Antisemitismus anzuprangern. Niemand ist schockiert, wenn Israel heute täglich ohne Erklärung vorgeworfen wird, es benutze übertriebene Gewalt, verübe Gräueltaten, sei grausam. Jeder ist gequält von der Notwendigkeit, schmerzliche Angriffe gegen Terrornester durchzuführen, die sich oft mitten unter Familien und Kindern befinden. Aber jedes Land hat das Recht sich zu verteidigen. Nur den Juden der Geschichte ist das Recht auf Selbstverteidigung verweigert worden, und so ist es heute noch.

Warum wird der Krieg gegen den Terrorismus oft als strategisches Problem betrachtet, das die Welt noch lösen muss (siehe den US-Krieg gegen Afghanistan und den Irak) und Israel wird behandelt wie ein schuldiger Angeklagter, weil es den Terrorismus bekämpft? Ist es nicht Antisemitismus, wenn man so tut, als ob Juden still und leise sterben müssten? Warum wird Israel offiziell von der Menschenrechtskommission in Genf beschuldigt Menschenrechte zu verletzen, während China, Libyen, der Sudan nie auch nur ein einziges Mal beschuldigt wurden? Warum wird Israel ein fester Platz in Regionalgruppen der UNO verweigert, während Syrien im Sicherheitsrat sitzen darf? Warum kann jeder an einem Krieg gegen den Irak teilnehmen, außer Israel, trotz der Tatsache, dass Saddam Israel immer mit vollständiger Vernichtung gedroht hat? Wenn souveräne Staaten und Organisationen Israel mit dem Tod drohen, warum bringt das nie jemand in der UNO auf? Ist Italien von Frankreich oder Spanien bedroht worden wie diese iranischen Führer, die offen sagen, dass sie Israel mit einer Atombomber vernichten werden? Und was wird gesagt, wenn ein großer Teil der Zeitungen, Fernseh- und Radiosender und Schulbücher der Welt empfiehlt, die Juden aus Israel hinauszuwerfen und überall in der Welt durch terroristische Bomber zu töten? Sie internationale Gemeinschaft betrachtet das nicht als Problem. Israel ist ein „Unterstaat“, dem die Grundrechte jeden anderen Staates verweigert werden, in Ehre und Frieden zu existieren. Der jüdische Staat ist nicht gleichwertig.

Wie die mythische Medusa hat dieser neue Antisemitismus ein Gesicht, das jeden versteinert, der ihn ansieht. Die Menschen wollen das nicht zugeben, nicht einmal beim Namen nennen, weil das zu tun das Wesen seines Täters und seines Opfers enthüllt. Nicht einmal Juden wollen einen Antisemiten beim Namen nennen, weil sie den Bruch alter Bündnisse fürchten. Weil die Linken eine genau Vorstellung davon haben, wie ein Jude zu sein hat, fragen sie, wenn Juden ihrer Vorschrift nicht entsprechen: Wie kannst du nur anders sein, nicht der Jude, den ich verlange? Terror bekämpfen? Scharon wählen? Bist du verrückt? Und hier ist die Antwort der Juden und Israelis dieselbe. Wir sind immer noch sehr scheu, sehr besorgt wegen eurer Zuneigung. Statt also zu fordern, dass Israel eine gleichwertige Nation wird und dass Juden gleichberechtigte Bürger der Welt werden, ziehen wir es vor, Schulter an Schulter mit euch zu stehen, selbst wenn ihr mit Hunderten und Tausenden antisemitischer Statements aufwartet. Wir zeihen es vor, mit euch an Holocaust-Denkmälern zu stehen und den alten Antisemitismus zu verfluchen, während ihr Israel – und damit die Juden – anklagt rassistische Killer zu sein.

Nehmen wir ein gut bekanntes Beispiel: Ein berühmter italienischer Journalist, früher Direktor des Corriere della Sera, wurde zum Präsidenten der RAI ernannt, was ein sehr wichtiger Posten ist. Die RAI ist ein Empire, das die öffentliche Meinung Italiens formt und Millionen von Dollars verwaltet. Der Nachname des Kandidaten, Mieli, ist ein jüdischer.

Mieli ist ein weithin anerkannter Journalist und Historiker, der sich eines enormen und sehr verdienten Prestiges erfreut. Noch in der Nacht, als er ernannt wurde, wurden die Mauern der RAI-Zentrale mit Graffitis gefüllt.

RAI steht für „Radio Televisione Italiana“ – Italienisches Radio und Fernsehen. Die Graffiti-Autoren schrieben das Wort „raus“ darüber. Sie malten einen Davidstern über das A von „RAI“ und verwandelten die Abkürzung in „Radio Televisione Israeliana“ – Israelisches Radio und Fernsehen. Der Satz ist eine perfekte Kreuzung dessen, wovon wir reden. „Raus“ und die Benutzung des Davidsterns sind klassische Zeichen des traditionellen antisemitischen Verachtung und des Hasses; die Worte „Radio Televisione Israeliana“, Israel in das Zentrum des Bildes zu setzen, ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Israel der Fokus des linken antisemitischen Hasses von heute ist.

Überraschenderweise – oder vielleicht vorauszusehen – verursachte dieser eklatante Ausdruck des Antisemitismus sehr wenig Reaktion der italienischen Behörden wie auch der italienischen jüdischen Gemeinde. Die Aggression gegen einen solch berühmten Intellektuellen und seine Bedrohung ließen schwache Ausrufe in unterdrücktem Ton und wurde wie ein unbedeutender Fall einer Debatte behandelt, die sich auf wichtigere Dinge konzentriert, wie das Management der RAI und ihrer politischen Bedeutung.

Eine andere bedeutungsvolle Episode: Eine Gruppe Professoren der Ca Foscari Universität, einer Prestige trächtigen venezianischen Institution, unterzeichnete eine Petition, die forderte israelische Professoren und Forscher zu boykottieren. Der Inhalt des Dokuments ist völlig bedeutungslos, aber die Reaktion, die es in der jüdischen Gemeinde provozierte, ist sehr interessant.

Ein prominenter venezianischer Jude sagte, nach seiner Meinung befragt: „Sie begehen einen schweren Fehler. Diese Professoren erkennen nicht, dass sie mit ihrem Boykott Scharons Politik stärken.“

Eine solch absurde Reaktion ist deutlicher Beleg für das Versagen der jüdischen Welt, diesen völlig neuen, sich auf den Staat Israel konzentrierenden Typ des Antisemitismus zu verstehen. Ein weiteres Dokument, diesmal der Brief einer Gruppe Professoren der Universität von Bologna „an ihre jüdischen Freunde“, der mit einer sehr großen Zahl von Unterschriften veröffentlicht wurde.

Hier ein Auszug: „Wir haben das jüdische Volk immer als intelligent und sensible angesehen, denn es ist ausgewählt worden (das stimmt: ausgewählt!) durch die Leiden der Verfolgung und Erniedrigung. Wir haben Schulfreunde und einige jüdische Studenten, denen wir geholfen und die wir ausgebildet haben, die wir auf akademisches Niveau brachten und von denen heute viele an israelischen Universitäten lehren. Wir schreiben, weil dir das Gefühl haben, dass unsere Liebe und Anerkennung für euch wird in eine brennende Wut verwandelt… Wir glauben, dass viele Menschen, auch außerhalb der Universität, genauso fühlen. Ihr müsst erkennen, dass das, was euch in der Vergangenheit angetan wurde, ihr jetzt den Palästinensern antut… Wenn ihr diesen Weg weiter geht, wird der Hass auf euch in der ganzen Welt wachsen.“

Dieser Brief ist eine ausgezeichnete Zusammenfassung aller Charakteristika des neuen Antisemitismus. Da ist die präzionistische Definition des jüdischen Volkes als dem, das leidet, der Natur nach leiden muss, ein Volk, das die schlimmste Verfolgung ohne einen Finger zu heben, tragen muss, und es daher des Mitgefühls und der Solidarität wert ist.

Und da gibt es den etablierten, demokratischen, militärisch starken und wirtschaftlich florierenden Staat Israel, der die Antithese dieses Stereotyps ist. Der „neue Jude“, der versucht nicht zu leiden, und der, darüber hinaus, sich verteidigen kann und will, verliert auf der Stelle in den Augen der Linken all seinen Charme.

Das war anders, bevor die Landkarte des Nahen Ostens vom Kalten Krieg rot gemalt und Israel zum verlängerten Arm des amerikanischen Imperialismus erklärt wurde. Das neu geborene Israel war bis zum Krieg von 1967 auf einer Ideologie aufgebaut, die es der Linken erlaubte und sie sogar dazu verpflichtete, auf die Juden stolz zu sein und die Juden, stolz auf die Linke zu sein, sogar, als die Israelis schwierige Kriege führten und gewannen.

Die Juden, die die nazi-faschistische Verfolgung überlebten, die Verfolgung der Rechten, schufen einen sozialistischen Staat, der von den Werten der Linken inspiriert war – Arbeit und Kollektivismus – und dadurch wieder die Linke als Schutz der Opfer weihte.

Im Austausch dafür wurde den Juden Legitimation garantiert. Aber Fakt war, dass die Juden für die Linke von enormer Wichtigkeit waren. Das Volk von Israel war ein lebender Vorwurf des Antisemitismus, der den Holocaust markierte, den nazi-faschistischen Antisemitismus; und nun bauten sie Kollektiv-Farmen auf und eine omnipotente Gewerkschaft! Zu einem gewissen Grad gab das dem stalinistischen Antisemitismus Absolution oder weitaus weniger Bedeutung, als er wirklich hatte. Die Juden wurden für die Linke unentbehrlich: betrachten wir den leidenschaftlichen und väterlichen Ton der Professoren aus Bologna, als sie zu betteln scheinen: „Kommt zurück, unsere lieben Juden. Seid wieder unser. Lasst uns Israel gemeinsam verfluchen und dann gemeinsam eine Reise zu den Holocaust-Mahnmalen unternehmen.“

Aber der Widerspruch ist selbst ontologisch untragbar geworden: Wie kann man mit den Überlebenden um Juden weinen, die von den Nazis getötet worden, wenn die lebenden Juden beschuldigt werden, selbst Nazis zu sein? In einer europäischen Radiosendung sagte jemand nach der Verbreitung der Bilder von Mohammed al Dura, dass Europa endlich die berühmten Bilder des Jungen im Warschauer Ghetto mit seinen erhobenen Händen vergessen könne. Die Bedeutung dieser Aussage, die in anderer Form oft wiederholt wurde, ist die Auslöschung des Holocaust durch die Überlappung von Israel und Nationalsozialismus, insbesondere Rassismus, Völkermord, gewissenlose Elimination von Zivilisten, Frauen und Kindern, ein ungerechtfertigter Ausbruch von Grausamkeit und der brutalsten Instinkte. Es bedeutet, dass man vorgibt blind, ohne nachzuforschen der palästinensischen Version einer hoch umstrittenen Episode und vielen, vielen anderen glaubt; es bedeutet, dass man die „Gräueltaten“ als gegeben hinnimmt, von denen die palästinensischen Sprecher immer reden und alle Beweise oder Fakten ignoriert, die das nicht unterstützen.

Nun, die Menschen haben – und hatten – immer die Vorurteile über Juden als gegeben betrachtet; jeder darf denken, was er will. Aber wir, die Juden, müssen unser moralisches Recht behalten, solche Leute zur Rechenschaft zu ziehen: in unseren Augen werden sie schlicht und einfach Antisemiten sein. Wir werden ihnen sagen müssen: Wenn du lügst oder Vorurteile und Stereotype gegen Israel und die Juden benutzt, dann bist du ein Antisemit und ich werde dich bekämpfen.

Wer dürfen uns von den Professoren nicht einschüchtern lassen, die uns in ihrem Brief sagen: „Wir haben euch armen Juden geholfen, als ihr nichts hattet, eine nicht existente Nation ward, in der Diaspora und in Israel, damit ihr am Leben bliebt. Ohne uns seid ihr nichts. Und deshalb seid vorsichtig: Wenn ihr mit eurem Verrat weiter macht, werden wir euch auslöschen. Ihr existiert nicht, wenn ihr euren Platz nicht kennt und euer Platz ist nirgendwo.“ Sie werden sagen, dass das eine legitime Kritik am Staat Israel ist: Die Wahrheit ist, dass ein großer Teil dieser Kritik schlicht Lügen sind, so wenn Suha Arafat behauptet, dass Israel palästinensisches Wasser vergiftet oder wenn Arafat behauptet, dass Israel abgereichertes Uran gegen das palästinensische Volk einsetzt und dass israelische Soldatinnen nackt vor palästinensischen Kriegern auftauchen um sie zu verwirren. Es ist genau dasselbe, als wenn man sagt, dass die israelische Armee absichtlich auf Kinder oder Journalisten schießt.

Als Journalistin muss ich den bedeutenden Beitrag erwähnten, den die Massenmedien an diesem neuen Antisemitismus haben. Seit dem Beginn der Intifada, haben Freiheitskampf-Journalisten, die in den Che Guevara- und Fedayin-Universitäten aufwuchsen, dem israelisch-palästinensischen Konflikt eine der einseitigsten Berichterstattung in der Geschichte des Journalismus angedeihen lassen. Hier sind die Hauptprobleme, die zu verzerrter Berichterstattung über die Intifada führten:

  1. Fehlen historischer Tiefe in der Zuweisung der Verantwortung für ihren Ausbruch. Mit anderen Worten: das Versagen, die Geschichte des israelischen Angebots eines palästinensischen Staats und Arafats Ablehnung zu wiederholen, die in der Quintessenz eine Ablehnung der Anerkennung des jüdischen Staates ist und die fast 70 Jahre dauernde arabische Zurückweisung der Teilung des Landes Israel zwischen Arabern und Juden fort führt, die von den Briten 1936 empfohlen, von der UNO 1947 beschlossen und immer von den Vertretern der Juden akzeptiert wurde.
  2. Das Versäumnis, von den allerersten Zusammenstößen an den Kontrollpunkten an, die Verantwortung für die ersten Toten der Tatsache zuzuschreiben, dass – anders als in der erste Intifada – sich die israelische Armee in der zweiten bewaffneten Kämpfern gegenüber sah, die sich inmitten der unbewaffneten Menge versteckten.
  3. Das Versäumnis, den enormen Einfluss des kulturellen Drucks auf die Palästinenser zu erkennen, der von der systematischen Bildung in palästinensischen Schulen und Massenmedien ausgeht und die Juden und Israelis verleumden und Terrorakte, Morde und Chaos idealisieren.
  4. Der Tod palästinensischer Kinder wird beschrieben, ohne die Umstände zu beschreiben, unter denen sie umkamen. Die Gleichsetzung ziviler Verluste bei den Israelis mit denen der Palästinenser, als ob Terrorismus und der Krieg dagegen das Gleiche seien und als ob absichtliches Töten dasselbe sei wie eine beklagenswerte Folge eines schwierigen und neuen Typs von Kampf.
  5. Die Benutzung palästinensischer Quellen zu Vorfälle zu beglaubigen, als ob palästinensische Quellen die wären, denen man am meisten vertrauen könnte. Ich denke da an Jenin, an die unbestätigten Berichte, die als absolute Wahrheit ihren Weg auf gedruckte Seiten oder Fernsehschirme fanden. Im Gegensatz dazu werden israelische Quellen, die meistens sehr zuverlässig sind, als unterwürfig, vorurteilsbelastet und der Beachtung nicht wert angesehen, trotz des aggressiv freien und offenen Journalismus des Landes und der gleichermaßen vorhandenen entschiedenen Kritik an der Regierungspolitik durch Oppositionsparteien, Gewissens-Widersprüchlern, Kommentatoren und Journalisten.
  6. Manipulation der Reihenfolge, in der Nachrichten gebracht werden und der Nachrichten selbst. Die Schlagzeilen der Artikel , jedenfalls in Europa, führen die Zahl der getöteten oder verwundeten Palästinenser auf, bevor sie die Feuergefechte und Ursachen beschreiben, und halten sich mit dem alter und der Familiengeschichte der Terroristen auf. Das Ziel der IDF-Aktionen, wie die Gefangennahme von Terroristen, Zerstörung der Waffenfabriken oder Verstecke und Angriffsbasen gegen Israel, werden selten erwähnt. Im Gegenteil, Israels Operationen werden oft als völlig unangebracht, bizarr, bösartig und nutzlos beschrieben.
  7. Sprachliche Manipulation, die sich das große Durcheinander über die Definition von „Terrorismus“ und „Terroristen“ zu Nutze macht. Auch das ist ein altes Thema, verbunden mit dem Konzept des Freiheitskämpfers, das meiner Generation so am Herzen liegt.

    Vor ein paar Tagen, an einem Kontrollpunkt, führte ich Interviews durch. Es wurde mir bald klar, dass der Gebrauch des Wortes „Terrorist“ für jeden meiner palästinensischen Gesprächspartner wie eine politische und semantische Sünde anhörte. Die Presse hat das gut gelernt: die Besatzung ist Ursache für alles, Terrorismus wird Widerstand genannt und existiert nicht per se. Terroristen, die Frauen und Kinder töten, werden Militante oder Kämpfer genannt. Ein Terrorakt ist oft ein „Feuergefecht“, selbst wenn nur Babys und alte Männer in ihren Autos auf der Autobahn erschossen werden. Es ist auch interessant zu sehen, dass ein junger „Schahid“ Grund für großen Stolz auf den palästinensischen Kampf ist, aber wenn man fragt, wie denn ein zwölfjähriges Kind losgeschickt werden kann um zu sterben und warum junge Kinder indoktriniert werden, solche Taten zu begehen, dann ist die Antwort: „Also wirklich, ein Kind kann doch kein Terrorist sein. Wie kannst du einen 12-jährigen Jungen einen Terroristen nennen?“

    Das ist vielleicht der wichtigste Punkt: Angesichts der Tatsache, dass es eine heftige Diskussion über die Definition von Terrorismus gibt, wird weithin akzeptiert, dass Terrorismus eine Art des Kampfes ist. Dies ist ein semantisches und sogar substanzielles Geschenk des neuen Antisemitismus, bei dem es natürlich ist, dass ein Jude tot ist. Insbesondere die das absichtliche Zielen auf Zivilisten, um Angst zu verursachen und die Moral Israels zu stören, ist keine moralische Sünde. Das ruft nicht die Empörung der Welt hervor – und wenn doch, dann versteckt sich in der Empörung etwas oder auch viel Sympathie für den terroristischen Aggressor. Was die europäische Presse nicht versteht oder nicht verstehen will, ist, dass Terror eine zu verurteilende und verbotene Art des Kampfs ist, egal, welches politische Ziel er zu erreichen versucht.

  8. Die Medien haben die extravagante Vorstellung gefördert, dass Siedler, einschließlich Frauen und Kinder, keine wirklichen Menschen sind.

    Sie stellen Siedler als Bauern in einem gefährlichen Spiel dar, an dem diese sich beteiligen. Dass sie sterben ist ein fast natürliches und logisches Ereignis. Auf gewisse Art haben sie darum gebeten.

    Wenn andererseits ein Hamas-Kommandeur getötet wird, obwohl er offensichtlich „darum bat“, kommt eine ethische, philosophische Diskussion auf, die sich mit der Perfidität außergerichtlicher Tötungsurteile befasst.

    Das würde sicher eine legale Diskussion sein, gäbe es nicht das groteske zweierlei Maß, auf die die Weltpresse sie stellt.

  9. Es darf nicht übersehen werden, dass über die Zensur und Korruption in der PA und die physische Eliminierung ihrer politischen Gegner kaum je berichtet wird.

Die aufgeführten Punkte deuten alle in eine Richtung: Durban.

Hier wählten die Menschenrechtsbewegungen, die wir später auf den Straßen finden werden, um gegen den Krieg im Irak zu demonstrieren, hier wählten sie Israel zu ihrem Hauptziel und –feind. Diese Wahl stellt einen großen Erfolg für die palästinensische Propaganda dar, aber auch ein sehr ernstes Signal der Schwäche der Bewegungen selbst. Die ideologisch und politisch in die Ecke gedrängte Linke suchte es sich aus, einen sehr kontroversen und sektorisierten, vom Terrorismus stark vermarkteten Kampf als universell zu übernehmen. Eine Linke, die nicht in der Lage ist, dem kapitalistischen Globalisierungssystem entgegen zu treten, entschied sich, den Staat Israel zu ihrem Hauptziel zu machen. Kurz gesagt: Die Linke entschied sich, Israel für das zahlen zu lassen, was sie nach ihrer Meinung Amerika zahlen sollte. Ist das nicht wirklich feige?

Dazu gibt es die Frage, wie die UNO ihre empörende Politik diesem Prozess geholfen hat und wie Europa ihn wegen seines alten Schuldgefühls gegenüber Israel und seines Hasses auf die USA, Israels Freund und Verbündeten, hat kochen lassen. Die Behandlung allein dieser Frage würde ein ganzes Buch füllen.

Diesen neuen Menschenrechts-Antisemitismus zu anzuprangern, ist eine psychologisch sehr mühsame Aufgabe für Israel und die Diaspora-Juden.

Sie wird noch schwerer dadurch, dass es zwischen den Juden und der Linken eine Trennung gibt, die von den zweiten nicht gewollt ist. Die Linke will weiterhin als Paladin der guten Juden betrachtet werden. Sie gibt vor, weiterhin die im Holocaust getöteten Juden zu betrauern, mit den Juden Schulter an Schulter zu weinen. Sie tut das, weil ihr das die moralische Autorität gibt, eine Sekunde später hinzugehen und von den „Gräueltaten“ Israels zu reden. Nachdem sie über die „Gräueltaten“ Israels geschrieben haben, werden die guten, europäischen Linken lebhaft mit dir über die faszinierende Stetl-Kultur und die Süße von Gerichten aus der marokkanisch-jüdischen Küche reden.

Bis wir diese Stille durchbrechen, geben wir, die Juden, ihnen die Erlaubnis uns das Recht auf eine eigene Nation zu verweigern und unser Volk gegen den nicht dagewesenen Antisemitismus zu verteidigen.

So, wie es Israel verflucht, preist die Linke der Menschenrechte, des Pazifismus, des Protestes gegen die Todesstrafe, Krieg, Rassen- und Geschlechter-Diskriminierung auch die Selbstmord-Terroristen und die Karikaturen von Scharon im „Stürmer“-Stil. Und keiner ihrer Leute wird sich je als menschlichen Schutzschild in ein israelisches Café oder in einen Jerusalemer Bus setzen.

Und doch hat dieser neue Antisemitismus ein merkwürdiges Charakteristikum: Er erlaubt Wandel. Diese Art des Antisemitismus ist, anders als der Nazi-Antisemitismus, eher wie der ältere, theologische Antisemitismus, denn er gibt den Juden die Wahl, auf den Teufel (Israel oder manchmal auch Scharon) zu verzichten. Wer immer ein Gefühl der Abscheu gegenüber Israel ausdrückt, dem wird wieder erlaubt, den Fuß in die zivile Gesellschaft zu setzen, die des gesunden Menschenverstandes, der zivilisierten Konversation, der Gruppen der guten Menschen, die voller guten Willens sind, die für die Menschenrechte kämpfen.

Wenn wir etwas bekommen wollen, wenn wir uns entscheiden, dass es Zeit ist zu kämpfen, dann müssen wir auf die „liberalen“ Hochstapler verzichten. Wir müssen wissen, wie wir zu sagen haben, dass die freie Presse ein Fehlschlag ist, wenn sie lügt, und dass sie lügt. Wir müssen sagen, dass alle Menschenrechte verletzt werden, wenn einem Volk das Recht auf Selbstverteidigung verweigert wird – dieses Recht wird Israel verweigert. Menschenrechte werden auch verletzt, wenn eine Naiton systematischer Diffamierung ausgesetzt und zu einem legitimen Ziel für Terroristen gemacht wird. Wir müssen das aufhalten, was wir akzeptiert haben, seit der Staat geboren wurde, insbesondere, dass Israel in der internationalen Gemeinschaft als ein anderer Staat angesehen wird.

Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt ist, dass von allen der jetzt benutzten Parameter des Antisemitismus, einer der Verwirrung um „Israeli“ und „Jude“ ist. Es wird davon ausgegangen, dass es falsch ist anzudeuten, dass die Juden im Interesse des Staates Israel und nicht ihres eigenen handeln. Je mehr ein Land die beiden Begriffe durcheinander bringt, als desto antisemitischer wird es angesehen; daher sollte man meinen, dass die Juden dieses Vorurteil bekämpfen.

Das ist ein schwerer konzeptioneller Fehler. Da der Staat Israel und mit ihm die Juden das Objekt der schlimmsten Sorte Vorurteile geworden sind, sollten Juden es als Wert und Ehre betrachten, überall mit Israel identifiziert zu werden.

Sie sollten diese Identifizierung mit Stolz geltend machen.

Wenn Israel der Fokus der antisemitischen Angriffe ist – und das ist es in der Tat –, dann muss unsere Aufmerksamkeit sich darauf konzentrieren. Wir müssen den moralischen Charakter der Person, mit der wir sprechen, auf dieser Grundlage messen: wenn du zu Israel lügst, wenn du es mit Einseitigkeit überziehst, dann bist du ein Antisemit. Wenn du Vorurteile gegen Israel hegst, dann bis du gegen die Juden.

Das bedeutet nicht, dass Kritik an Israel und seiner Politik verboten ist. Aber nur wenig von dem, was wir über Israel hören, hat mit verständlicher Kritik zu tun. Vorurteil und Einseitigkeit, nicht Scharons Persönlichkeit, ist der Hauptgrund für Kritik. Die selbst ernannten Kritiker sind nicht die gut meinenden Gesprächspartner für die Juden, als die sie sich ausgeben. Also müssen wir ihnen sagen: Ab jetzt könnt ihr den Menschenrechts-Ausweis nicht mehr kostenlos benutzen, ihr könnt keine falschen Stereotype benutzen. Ihr müsst beweisen, was ihr behauptet: dass die Armee rücksichtslos arme arabische Dörfer stürmt, die nichts mit dem Terrorismus zu tun haben; dass sie Kinder absichtlich beschießt, dass sie Journalisten mit Vergnügen tötet. Das könnt ihr nicht? Ihr nennt Jenin ein Abschlachten? Dann seid ihr antisemitisch, genau so, wie die alten Antisemiten, die ihr zu hassen vorgebt. Ihr müsst mich überzeugen, dass ihr nicht antisemitisch seid, wo wir jetzt wissen, dass ihr Terrorismus nicht verurteilt, dass ihr nie ein Wort gegen die zeitgenössischen Karikaturen hakennasiger Juden mit einem Sack voller Dollars in der einen und einem Maschinengewehr in der anderen Hand gesagt habt.

Israel ist durch den neuen Antisemitismus geschockt. Alle Theorien, die behaupteten, der klassische Antisemitismus würde mit der Gründung des Staates Israel nachlassen und auf lange Sicht würde er ausgelöscht, sind vernichtet worden. Israel ist darüber hinaus die Summe allen Bösen geworden, der Beweis, dass die Protokolle und Ritualmord-Vorwürfe richtig waren. Die Palästinenser werden zu Jesus gemacht, gekreuzigt; der Krieg der USA im Irak oder in Afghanistan ist Teil des jüdischen Plans zur Dominierung der Welt. Juden in der ganzen Welt werden bedroht, geschlagen, sogar getötet und zahlen so den Preis für die Existenz Israels.

Für Israel und die Juden ist heute nur eines sicher: Da die Juden heute ihre eigenen Mittle zur Verteidigung haben, ist ein neuer Holocaust nicht länger möglich. Wir müssen aber noch von dem Gedanken unserer möglichen physischen Eliminierung zu der möglichen moralischen Eliminierung kommen. Die einzige Möglichkeit, dieser Bedrohung zu begegnen, ist furchtlos zu kämpfen, auf unserem eigenen Gebiet, unter Benutzung aller historischen und ethischen Waffen, die Israel besitzt. Ohne Scham, ohne Furcht und ohne Schuldgefühl.

Israel hat die Chance sich als das zu erweisen, was es wirklich ist: der Außenposten des Kampfs gegen den Terrorismus und der Verteidigung der Demokratie. Das ist nicht wenig. Aber wir Juden posieren als Opfer und schrecken vor dieser Chance zurück, weil sie zu nutzen uns in Konflikt mit unseren alt hergebrachten Förderern und ihre Legitimation bringt. Wir müssen erkennen, das die Legitimierung in Wirklichkeit in unseren eigenen Händen liegt und wir sie nie genutzt haben.

Die Parole der Juden sollte „jüdischer Stolz“ sein – in dem Sinn von Stolz auf unsere Geschichte und nationale Identität – wo immer wir uns befinden.

Jüdischer Stolz bedeutet, dass wir die einzigartige Identität des jüdischen Volks und seines Existenzrechts in Anspruch nehmen müssen. Wer müssen handeln, als sei das nie anerkannt worden, denn heute wird es – einmal mehr – nicht weiter anerkannt. Bei der Verteidigung dieser Identität müssen wir, wie Hillel Halkin sagt, so hart wie möglich sein und so liberal wie sonst niemand.

Weder rechts noch links: Wir werden der Linken nicht die Macht geben zu entscheiden, wo wir stehen. Wir werden unsere Bündnisse selbst bestimmen, entsprechend der tatsächlichen Standpunkte unserer möglichen Partner.