Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (01.-07. April 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2018 geführt.

Sonntag, 01.04.2018:

„Abschluss-Bilanz“ von Freitag/Samstag:
– 17 Tote, rund 1.400 Verletzte im Gazastreifen
– 13 weitere Verletzte am Samstag

Die Hamas tönt, dass die „Proteste“ vom Wochenende nur der Anfang für die „Rückkehr nach ganz Palästina“ sind. Ismail Haniyeh ergänzt: „Nächstes Mal werden wir nicht wissen, wo die Grenze sein wird.“

Die IDF hat zusätzliche Stacheldrahtzäune am Gazastreifen aufgestellt, um Araber daran zu hindern nach Israel einzudringen.

Ma’an log wieder, israelische Siedler hätten die Al-Aqsa „gestürmt“. Es waren einfache Juden, die respektvoll den Tempelberg besuchten.

Montag, 02.04.2018:

Die IDF informierte die Familie des Terroristen, der letzten Monat Adiel Kolman ermordete, dass sein Haus abgerissen wird.

Einer der am Freitag verletzten Terroristen erlag seinen Verletzungen; damit ist er das 17. Todesopfer der Krawalle am Gaza-Grenzzaun.

Dienstag, 03.04.2018:

Am Gazazaun fanden Soldaten einen Rucksack mit Molotowcocktails, die von Terroristen am Freitag dort zurückgelassen wurden.

Mittwoch, 04.04.2018:

Was ist toll? Laut Fatah sowas hier: „Oh Flagge Palästinas, wie wunderbar und mächtig du bist, wenn du mit dem Blut der Märtyrer getränkt bist!“ Oder: „Wir säen unser Land aus unseren Venen, aus den Arterien und mit dem Blut.“ Alles Begleitet von entsprechenden Bildern.

Heute gaben die Behörden bekannt, dass ein Anschlag des Islamischen Jihad auf ein israelsches Marineschiff verüben wollte, um Soldaten oder ihre Leichen zu entführen. Dieser Anschlag konnte verhindert werden, in dem Zusammenhang wurden am 12. März 10 Araber festgenommen.

Die Hamas verspricht für das Wochenende „Überraschungen“ bei erneuten Protesten am Gaza-Zaun.

B’Tselem fordert die Soldaten auf, sie sollten an der Grenze zum Gazastreifen nicht schießen (und die Befehle dazu verweigern). Auf die Terroristen zu schießen sei illegal.

Donnerstag, 05.04.2018:

Die Hamas versucht mit einer „Preisliste“ Araber zu ermutigen den Terrormarsch auf die Grenze zu veranstalten. Die Familie eines Toten soll $3.000 erhalten, für schwere Verletzungen gibt es $500.

Die Polizei von Jerusalem verhinderte, dass die Fatah einen „Märtyrer-Konferenz“ in Jerusalem veranstaltete. Dabei sollten Mütter von Terroristen, die „Märtyrer“ und verletzte Terroristen geehrt werden.

Die Araber im Gazastreifen haben 10.000 Reifen gesammelt und an die Grenze gekarrt, die am Freitag angezündet und gegen Israel eingesetzt werden sollen. Israel warnt vor der dadurch entstehenden schweren Umweltverschmutzung.

Die Terroristen sagen, dass ein weiterer Verletzter vom letzten Freitag gestorben ist.

Freitag, 06.04.2018:

Stand 19.30 Uhr (nach Angaben der Terroristen): 5 tote Araber, mehr als 900 Verletzte. (Die Jerusalem Post meldete um 16.55 Uhr 240 verletzte Randalierer.)
Die palästinensische Journalistenvereinigung behauptet, es seien 6 arabische Journalisten von Israel angeschossen worden.

Heute erlag erneut ein Terrorist seinen Verletzungen, die er letzte Woche Freitag bei den Krawallen erlitt; er ist das 21. Todesopfer der Angriffe auf Israel.

Die IDF erklärte das Gebiet um den Gazastreifen zum militärischen Sperrgebiet.

Hamassprecher Hazem Qassem erklärte: „Indem die Menschen dabei bleiben, dass diese Märsche friedfertig sind, versetzen wir all der Propaganda einen Schlag, die von der Besatzung über diese Märsche verbreitet werden.“ (Wichtig: „Sie bleiben dabei, dass…“ heißt ja nicht, dass sie tatsächlich friedlich sind!)

Hamas-Chef Yahya Sinwar bestätigte, dass das Ziel der „Proteste“ die Beseitigung des Grenzzauns ist, um nach Israel „zurückzukehren“.

Samstag, 07.04.2018:

Stand Samstagmittag: Mindestens 2 der Toten von gestern sind nachgewiesenermaßen Terroristen (einer von Hamas, einer von Fatah).

Die Terroristen behaupten die Israelis hätten einen Journalisten erschossen. Der IDF-Sprecher reagierte: „Die IDF schießt nicht auf Journalisten.“ Die Umstände des Todes dieses Journalisten werden aber von der IDF untersucht.

Heute erlagen zwei Araber ihren gestern am Gazazaun erlittenen Verletzungen.

Am Sonntag sollten 4 LKW Reifen in den Gazastreifen liefern. Israel hat diese Lieferung untersagt.

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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. Juli – 5. August 2017)

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Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 30.07.2017:

PA-Führer Rami Hamdallah pries die Randalierer für ihren „Kampf“ zur Entfernung der Metalldetektoren am Tempelberg und nannte die PalAraber die „souveränen Herren des Landes“.

Ein israelischer Journalist berichtete, dass Mahmud Abbas und die PA den Jerusalemer Arabern Geld und andere Anreize dafür bieten zu randalieren und israelische Sicherheitskräfte gewalttätig anzugreifen. U.a. wurde allen Waqf-Beschäftigten die Geldzahlungen angeboten. Schülern arabischer Colleges in „Ost“-Jerusalem wurde u.a. die Zahlung ihrer Schulgebühren angeboten. Insgesamt soll Abbas dafür $20 Millionen bereitgestellt haben.

Ein Vertreter der (verbotenen) Islamischen Bewegung behauptete, Israel habe die Schließung des Tempelbergs genutzt, um „gefährliche Chemikalien in der Moschee zu platzieren“.

Montag, 31.07.2017:

Die IDF hat die Mauern um das Rahelgrab erhöht, nachdem PA-Araber immer wieder mit Brandsätzen und Felsbrocken warfen.

Der Abbas-Vertraute Nabil Sha’at schloss Landtausch in einer Regelung mit Israel aus; diese Idee könne nur überlegt werden, wenn Israel Palästina als Staat in den „Grenzen von 1967“ anerkennt, wobei Landtausch in Jerusalem und an anderen Orten innerhalb der Grünen Linie  ausschloss.

Der Shin Bet gab bekannt, dass am Samstag eine Frau festgenommen wurde, deren beiden Söhne vor kurzem wegen des Verdachts auf Planung eines Terroranschlags festgenommen wurden. Sie hatte Geld dabei, das für Terroraktivitäten verwendet werden sollte.

Die (verbotene) Islamische Bewegung behauptete, Israel habe auf dem Tempelberg Dokumente gestohlen. Die Waqf (muslimische Verwaltung des Tempelbergs) dementierte das.

Nabil Sha’ath verkündete, dass die PA die zivilen Kontakte mit Israel wieder aufnehmen werde, um den Palästinensern das Leben zu erleichtern. Die Sicherheitskoordination werde aber weiter auf Eis liegen.

Dienstag, 01.08.2017:

Anlässlich von Tischa B’Av, der Gedenktag für die zerstörten Tempel besuchten mehr 1.263 Juden den Tempelberg. Mehrere Hundert warteten, konnten ihn aber nicht besuchen.

Die Polizei gab bekannt, dass sie im Verlauf der letzten zwei Wochen 94 israelische Araber wegen illegalem Waffenbesitz festgenommen hat; dabei wurden Schusswaffen, Granaten, Leuchtgeschosse, Munition und Drogen konfizsiert. 2017 wurden bereits mehrere hundert Schusswaffen beschlagnahmt.

Die Hamas hat wieder etwas Grundsätzliches wissen lassen: Angegriffene Israelis sind weder Zivilisten noch unschuldig.

Nach Angaben von WAFA hat Israel 21 PalArabern den Zugang zum Bereich der Al-Aqsa-Moschee verboten.

Es gibt ein palästinensisches Musikvideo (auf Hebräisch), mit dem zur Ermordung von Juden mit Messerangriffen ermutigt wird.

Die PalAraber haben, ermutigt durch ihren Sieg in der Frage der Überwachung und Kontrolle an den Eingängen zum Tempelberg-Plateau – eine neue Parole ausgegeben – sie wollen jetzt die Westmauer (Kotel, „Klagemauer“) „erobern“. Dazu verkündete WAFA bereits, dass „tausende Siedler den Platz an der Al-Buraq-Mauer schändeten, die Westmauer der gesegneten Al-Aqsa-Moschee“. Grund dieses „Angriffs“ (was nicht erwähnt wird) war Tischa B’Av, der Tag, an dem der Zerstörung der Tempel gedacht und diese bedauert wird.

Hanin Zoabi (arabische Knesset-Abgeordnete) hat ausdrücklich gesagt, dass der „Sieg“ über Israel auf dem Tempelberg genutzt werden muss um neue Forderungen zu stellen.

Saeb Erekat geifert weiter, diesmal gegen die USA. Weil die nichts gegen die „Siedlungen“ unternehmen, würden sie Apartheid fördern und die Zweistaatenlösung verhindern.

Mittwoch, 02.08.2017:

Sommerlager der Hamas: Kinder lernen auf „zionistische Schweine“ zu schießen, weil die „das heilige Areal in Jerusalem besudeln“. So sollen sie den Tempelberg befreien.

Die Fatah hat einmal mehr ein Sommerlager nach Dalal Mughrabi benannt, die einen Terroranschlag anführte, bei dem 37 Zivilisten, darunter 12 Kinder, getötet und mehr als 70 verletzt wurden.

Abschlussfeier eines Hamas-Sommerlagers im Gazastreifen: Die Jugendlichen „stürmen“ „Sicherheitsvorkehrungen“ am Tempelberg und töten israelische Soldaten. (Transkript)

Die PA-Nachrichtenagentur Ma’an hat ein Musikvideo veröffentlichte (u.a. auf YouTube, aber nur auf der arabischen Seite), mit dem eindeutig Israelis bedroht werden. (Nachdem Aussied Dave auf das Video aufmerksam machte, hat Ma’an es gelöscht und verbreitet die Lüge, sie hätten es nie genutzt, um damit Stimmung gegen Israel zu machen.)

Ein Mord aus dem Mai wurde aufgeklärt: Eine junge Israelin aus der Region Binjamin wurde von ihrem arabischen Freund getötet.

Arabische Knessetabgeordnete übten so viel Druck aus, dass arabische Ortsvorsteher ein Treffen mit Präsident Rivlin absagten.

Die Sicherheitsmauer bei Meitar (Hebron) wurde fertiggestellt. Sie ist fast 42km lang und ersetzt einen Zaun, der vor 10 Jahren errichtet worden war.

Donnerstag, 03.08.2017:

Die „Präsidentengarde“ der PA greift verbal ein und zitierte ihren Helden Yassir Arafat: Ein Volk wie das Volk Palästinas, das den Frieden mit dem Blut seiner Söhne gewässert hat, kann nur gewinnen.“ Bezogen ist das auf den „Sieg“ über Israel am Tempelberg, versehen mit dem Hinweis, dass dies nur eine Runde von weiteren gewesen sei.

Meinungsumfrage: Die meisten Israelis wie Araber glauben nicht, dass es innerhalb der nächsten 5 Jahre einen Palästinenserstaat geben wird. Beide befürworten ihn mit einer knappen Mehrheit, wobei die Befürwortung bei den Israelis abnimmt, während sie bei den PA-Arabern zunimmt.

Es gibt bisher von israelischer Seite werden nicht näher erläuterte Sicherheitsgründe angeführt: 10 Spielern der Gaza-Fußballmannschaft Shabaab Rafah ist die Genehmigung zur Reise zum Fußballpokalspiel nach Hebron verweigert worden.

Friedensabkommenspartner: 2 Drittel der Abgeordneten des jordanischen Parlaments unterschrieben eine Aufforderung an die Regierung den israelischen Botschafter auszuweisen und den jordanischen Botschafter aus Israel zurückzurufen.

Der Geheimdienst Shin Bet hat einen Kanal zur Versorgung der Hamas mit (Bar-)Geld auffliegen lassen. Aus dem Gazastreifen lieferte die Terrororganisation über die Türkei Gelder nach Judäa und Samaria, wo damit Terroranschläge finanziert werden sollten. Die Ermittlungen ergaben, dass etwa $200.000 auf diese Weise geflossen sind.

„Massada war ein jüdischer Mythos, um ihre Anwesenheit in der Gegend zu erfinden“

Elder of Ziyon, 16. Dezember 2013

Vor ein paar Monaten gab es einige Artikel, die Zweifel auf die Selbstmordgeschichte von Massada warfen, weil die Berichte von Josephus durch einige Archäologen bezweifelt wurden. Der Guardian schrieb:

Guy Stiebel, Professor für Archäologie an der Hebräischen Universität Jerusalem und Massada-Experte, sagte, die Evolution von Mythen sei in jungen Staaten oder Gesellschaften üblich. „In Israel ist es sehr typische in Begriffen von Schwarz und Weiß zu sprechen, aber beim Blick auf Massada sehe ich ein Grau-Spektrum.

Die Linke betrachtet Massada als Symbol des destruktiven Potenzials von Nationalismus. Die Rechte betrachtet die Menschen von Massada als Helden unserer Nation. Für mich lieben beide falsch.

Wenn man mich in eine Ecke stellt und fragt, ob ich glaube, dass sie Selbstmord begingen, werde ich Ja sagen. Aber das war kein symbolischer Akt, es a damals etwas Typisches. Ihre Denkweise war völlig anders als unsere.

Der Mythos entwickelte sich. Alle Zutaten waren vorhanden. Am Ende ist es eine ausgezeichnete Geschichte und Kulisse, mehr kann man nicht verlangen.“

Yadon Roman, Herausgeber des Magazins Eretz, der dabei ist ein Erinnerungsbuch zu den Ausgrabungen zusammenzustellen, sagte, einige Archäologen hatten Alternativtheorien postuliert hatten, zu denen ein Entkommen gehört, obwohl wegen des Nichtvorhandenseins von Beweisen viele nun zur Selbstmordtheorie zurückkehren.

Ma’an Arabisch zeigt einmal mehr seine fehlenden grundsätzlichen journalistischen Standards, indem es ein Detail von Massada in Zweifel zieht und das dahingehend ausdehnt vorzuschützen, dass es Juden überhaupt nie in der Gegend gab!

Ma’an verdreht gewollt die Worte der Zweifler der Selbstmordgeschichte:

Doch es stellt sich heraus, dass die Geschichte des Märtyrertums nur ein Mythos ist, der von den Juden geschaffen wurde, um ihren Leuten zu demonstrieren, dass sie eine Geschichte haben, die der der Völker der Region gleicht und sie seit uralten Zeiten dort sind. Experten sagen: „Es gab keine Beweise, dass diese Geschichte stattgefunden hat, trotz der Suche der Antiquititäten-Behörde in der Festung, auch nur ein einziges Beweisstück zu finden, dass die Legende stattgefunden hat.“

Kein Zweifel, dass Juden in Massada lebten und dort belagert wurden. Die Römer bauten ihre Rampen nicht aus Jux und Dollerei. Die einzige Frage ist: Was geschah mit ihnen. So schrieb Ha’aretz letzten Monat:

Es sieht wie ein gewöhnlicher Läusekamm aus, mit breiteren Zinken auf einer Seite zur Entwirrung von Knoten und feineren Zinken auf der anderen, um Nissen zu entfernen. Nur ist dieser aus Holz gefertigt statt aus Metall. Und er ist außerdem auch noch 2.000 Jahre alt.

Mit diesem erst kürzlich ausgegrabenen Artefakt in der Handfläche stellt der Archäologe Guy Steibel fest, dass solche seine Lieblingsfunde sind, diejenigen, die einen flüchtigen Blick in die andere Geschichte von Massada bieten – nicht die klassische Erzählung von Tod, Vernichtung und Selbstmordpakten, sondern die über echte Menschen, die gewöhnliche Dinge tun, so gewöhnlich wie Nissen aus dem Haar zu kämmen.

„Ja, wir haben Beweise, dass die Köpfe der hier lebenden Rebellen total mit Läusen mit Läusen infiziert waren und nicht nur ihre Köpfe“, sagt er. „Fakt ist, wir haben in diesem Kamm Überreste von Läuseeiern entdeckt, Haarsträhnen und die älteste Laus der Welt.“

Steibel, Leiter des Massada-Ausgrabungsteams der Hebräischen Universität Jerusalem, holt weitere neue Funde aus einer kleinen Plastikkiste, darunter ein aus Dattelbaum-Fasern gefertigtes Stück Seil und die Tonscherbe eines Kruges, auf der der Name des Eigentümers in hebräischen Buchstaben geschrieben steht: Shimon Bar-Yoezer.

„Wenn man diese hebräischen Worte aus der Erde kommen sieht, Worte, die meine eigenen Kinder lesen können, dann ist das für mich das Aufregendste überhaupt“, sagt Steibel, der an Israels berühmtester archäologischer Ausgrabungsstätte jetzt seit fast 20 Jahren gräbt und forscht.

Zur Kennzeichnung des 50. Jahrestages der großen Ausgrabungen in Massada,d ie vom legendären Yigal Yadin geführt wurden, wird Steibel eine Gruppe israelischer Journalisten durch das führen, was er als „Hinterhof-Tour“ der Stätte bezeichnet, um dort einige seiner „Freunde“ zu treffen, die einst hier lebten. „Inzwischen kenne ich viele von ihnen namentlich und ich weiß auch, wo genau sie lebten und wie sie ihren Lebensunterhalt verdienten“, sagt er. „Für mich sind es die kleinen Dinge, die wir fanden, wie ein Kinderspielzeug, der Lohnstreifen eines römischen Soldaten, das vom Bäcker zur Markierung seiner Brote benutzte Siegel – das sind die Dinge, die diesen Ort für mich so lebendig machen.“

Ma’an wird immer schlimmer. Und es ist immer noch besser als praktisch jede andere arabische Nachrichtenquelle der Region.

Wie? Diese „Zivilisten“ waren wirklich Jihadisten?

Elder of Ziyon, 1. Dezember 2013

Ein Ma’an-Editorial gibt an:

Unmittelbar, nachdem israelische Streitkräfte am Dienstag Mahmud al-Najjar, Mussa Makhamra und Muhammad Nayrouk in Yatta ermordeten, begann Israel eine große Medienkampagne mit der Behauptung, die drei Männer planten in der Westbank eine mit der Al-Qaida verbundene Gruppe zu gründen.

Die Kampagne war sehr schnell, sehr groß und im Vorhinein vorbereitet. Medienorgane in der arabischen Welt und in Palästina kauften ihnen das israelische Meinung in einem gewissen Ausmaß ab und zitierten Berichte israelischer Quellen über den Vorfall.

Das kein offizieller palästinensischer Bericht vorliegt und die Tatsache, dass palästinensische Gruppen und Sicherheitsdienste schwiegen, half bei der Zirkulation des israelischen Berichts und gaben ihm damit sogar einige Glaubwürdigkeit. … Die Welt hat fast vergessen, dass israelische Streitkräfte einen vorher festgelegten, gut geplanten militärischen Angriffe gegen junge Männer in der Blüte ihrer Jugend ausführten, die in einem zivilen Auto unterwegs waren.

PCHR beschreibt das so:

Am Dienstagabend, 26. November 2013, töteten israelische Streitkräfte bei zwei separaten Angriffen in einer außerrechtlichen Hinrichtung und unter Anwendung überzogener tödlicher Gewalt 3 palästinensische Zivilisten in der Umgebung von Yatta, südlich von Hebron.

Bei einem neuen Verbrechen außergerichtlicher Hinrichtung töteten israelische Streitkräfte 2 palästinensische Zivilisten in Hebron, indem sie im Raum Zaif, nördlich von Yatta, südlich der Stadt auf ihr Fahrzeug schossen…

Eine halbe Stunde später töteten israelische Streitkräfte unter Anwendung übermäßiger Gewalt einen Palästinenser im Süden von Hebron…

Nach Untersuchung des Tatorts stellte sich heraus, dass israelische Streitkräfte willkürlich das Feuer auf al-Najjar eröffnet hatten, während er in der Nähe des Hauses zu Fuß unterwegs war; dadurch wurde er von einer Reihe Kugeln getrofen, was seinen Tod verursachte, bevor er ins Krankenhaus gebracht wurde.

Die Version der IDF zu den Vorfällen und palästinensische Bestätigung wurde von den arabischen Medien fast ignoriert:

Tausende Trauernde nahmen am Mittwoch an den Beerdigungen der drei verdächtigen palästinensischen Militanten teil, die am Vortag bei einem Angriff der israelischen Armee in der Westbank getötet wurden.

Die drei waren jihadistische Salafisten oder Anhänger einer militanten Strömung des puritanischen Islam und hatten Anschläge auf Israelis und die PA – die palästinensische Selbstverwaltung in der Westbank – geplant, sagte Oberstleutnant Peter Lerner, ein israelischer Armeesprecher.

Lerner sagte, die Gruppe habe angefangen Terrorinfrastruktur aufzubauen, einschließlich der Fertigung von Waffen und Sprengstoff. Er sagte, die Zelle sei der „erste substanzielle Hinweis“ für gewalttätige Aktivitäten durch jihadistische Salafisten in der Westbank.

Ein palästinensischer Sicherheitsbeamter sagte, jihadistische Salafisten in der Westbank seien ein Grund zur Sorge, lehnte aber eine Schätzung dazu ab, wie viele es dort gibt.

Lerner sagte, israelische Spezialtruppen stoppten das Auto, in dem die drei fuhren und zerschossen die Reifen. Er sagte, die Männer in dem Auto handelten verdächtig und dass Soldaten das Feuer eröffneten und zwei töteten, während der dritte zu Fuß entkam. Der Flüchtige wurde später in einem Versteck in mehreren Kilometern Entfernung getötet, sagte Lerner.

Palästinensische Sicherheitskräfte hatten versucht die drei zu verhaften, aber sie entkamen, sagten Nairouhs Bruder Obeidallah und al-Najjirs Onkel Taleb.

Die palästinensische Polizei verhaftete in den letzten drei Wochen 22 verdächtige jihadische Salafisten in Hebron und den Westbank-Städten Nablus und Jenin, sagte der palästinensische Sicherheitsbeamte. Er sprach unter der Bedingung anonym zu bleiben, weil er nicht autorisiert war Reporter zu informieren.

Obeidallah Nairouh sagte, sein Bruder habe wegen mit der Hamas in Verdingung stehenden Aktivitäten sechs Jahre in einem israelischen Gefängnis verbracht. Dort verließ Mohammed die Hamas und driftete zu den Salafisten, sagte sein Bruder.

Er sagte sein Bruder sei wütend auf die Hamas, weil die im Gazastreifen das Scharia-Recht nicht einführte und sprach regelmäßig von der Notwendigkeit Jihad – heiligen Krieg – zu führen.

Heute gab eine Al-Qaida-Gruppe zu, dass die drei Jihadisten waren:

Eine mit der Al-Qaida verbundene Gruppe sagte, drei Militante, die letzte Woche in der Westbank von israelischen Truppen getötet wurden, waren bei ihr Mitglieder und dass ihre Anwesenheit dort zeigte, dass das islamistische Netzwerk in dem Palästinensergebiet Wurzeln geschlagen hat.

„Mit dem Willen des Allmächtigen hat die globale Jihad-Doktrin das Ufer des Stolzes, die Westbank erreicht und nach allen Versuchen ihre Präsenz zu vereiteln Fuß gefasst“, hieß es in einer Erklärung der Majles Shura al-Mujaheddin oder ‚Heiligen Krieger‘-Versammlung in einem islamistischem Webforum.

In dem Online-Statement verurteilten die Majles Shura al-Mujaheddin die Friedensbemühungen und drohten mit Anschlägen auf Israel und die PA.

„Wir fordern jede ernste Person auf alles zu stoppen, was ‚Verhandlungen‘ genannt wird, das einen die Nase wegdrehen lässt wegen des faulen Gestanks der Kollaboration“, hieß es in der Erklärung. „Uns ist es ernst damit die Aggression gegen Religion durch die blasphemischen Juden und der heuchlerischen Kollaborateure zu bekämpfen.“

Wenden wir uns jetzt wieder dem Editorial von Ma’an zu. Nachdem die Vorstellung heruntergespielt wurde, dass die drei Jihadisten waren, hieß es, dass selbst für den Fall, dass sie solche wären, sie nicht hätten angegriffen werden dürfen – sie hätten respektiert werden müssen – genauso, wie die IDF Dialog mit den Haredim führt!

Jihadistisch-salafistische Ideologien und Radikalismus sollten nicht durch gezielte Morde der Unterstützer dieser Ideologien bekämpft werden, aus dem einfachen Grund, dass Gewalt Gewalt erzeugt. Die richtige Handlung das zu tun ist mit dem Abzug der Besatzung einerseits und durch Dialog zwischen palästinensischen Organisationen und den Salafisten andererseits. Diese Menschen sollten zu Dialogsitzungen eingeladen werden, um ihren Gedanken und Besessenheiten zuzuhören.

Es wird nie eine Lösung geben außer durch Bildung, Reflektion, Dialog und Teilhabe. Israel hat Jahre lang versucht durch Dialog und durch Anhören ihrer Forderungen religiöse Menschen dazu zu bringen Militärdienst zu leisten.

Ja, Ma‘an glaubt, dass Al-Qaida und Juden mit schwarzen Hüten dasselbe sind – und dass Jihadisten einfach nur über ihre Gefühle reden wollen. Die armen Leute sind einfach nur wegen der Moderatheit der Hamas und der PA beunruhigt und wollen lediglich angehört werden.

Ihre Gewalt ist ein Hilferuf! Die armen Mudschaheddin sind so verletzlich und alleine.

Wir sollten Sozialarbeiter nach Pakistan und Afghanistan schicken statt Drohnen!

Protest gegen israelische „Belagerung“ verschoben – wegen ägyptischer „Belagerung“

Elder of Ziyon, 10. November 2013

Das ist einfach zu lustig:

Die Schließung des Übergangs Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen hat den Stapellauf der Gaza-Arche verzögert; dabei handelt es sich um ein improvisiertes Frachtschiff, das von Fischern aus dem Gazastreifen gebaut wurde, um in Protest gegen die israelische Blockade des Gazastreifens Segel nach Europa zu setzen.

Mahfouth Kabariti, Mitglied der Vereinigung der Fischer des Gazastreifens, sagte Sonntag, dass die Gaza-ArcheEnde 2013 in See stechen sollte, doch als Ergebnis der Schließung des Übergangs Rafah ist der Stapellauf auf das Frühjahr 2014 verschoben worden.

Er vermerkte, dass die Gaza-Arche, um seetüchtig zu sein, immer noch Ausrüstung für internationale Standard-Navigation benötigt, die nur über den Übergang Rafah in den Gazastreifen gebracht werden könne.

Hey, vielleicht können sie versuchen nach Ägypten zu schippern und das Zubehör auf diese Weise aufzugreifen!

Oh, Moment, Ägypten schießt auf Boote aus dem Gazastreifen. Weil sie schonmal Terroristen an Bord haben.

Die Leute, die also öffentlich gegen die israelischen Einschränkungen an der Grenze protestieren wollen, werden von den Grenzrestriktionen Ägyptens gegen den Gazastreifen behindert.

Doch aus irgendeinem Grund gibt es keinen internationalen Aufschrei, der Ägypten vorwirft drakonischere Politik gegenüber dem Gazastreifen an den Tag zu legen als Israel.

Übrigens: Der Übergang Rafah war heute den dritten Tag in Folge geschlossen. Die „Free Gaza“-Bewegung schweigt eigenartigerweise.

Ma’an impliziert: Moschee ging Patriarchen-Grab voraus

Elder of Ziyon, 2.September 2013

Am Ende eines Artikels über arabische Proteste dagegen, dass Juden in Hebron leben, gibt Ma’an etwas Hintergrundinformation nach Art muslimischer Propaganda:

Zu der vom israelischen Militär kontrollierte Zone H2 gehört die antike Altstadt, Heimat der verehrten Ibrahimi-Moschee – ebenfalls geteilt in eine Synagoge, die als Grab der Patriarchen bezeichnet wird.

Nein. Die gesamte Stätte ist 2000 Jahre lang als Patriarchen-Grab bekannte gewesen, bevor Mohammed geboren wurde. Die immer liberalen Muslime gestatteten Juden Hunderte Jahre lang nicht, ihren zweitheiligsten Ort zu besuchen.

Dann sagt Ma’an auch wieder: „Siedler haben auf dem Grundstück regelmäßig Gewaltakte gegen örtliche Palästinenser begangen, seit sie es besetzen, darunter Brandstiftung und physische Übergriffe, so christliche Friedensstifter.“ Natürlich wird nicht erwähnt, dass Araber in Hebron im Verlauf der Jahre etliche Juden ermordeten.

Oha, Sie wollten sagen, Sie erwarteten, dass Ma’an ehrlich ist?

Übrigens konnte ich kein Video der in dem Artikel erwähnten Proteste finden. Es gab in Hebron allerdings einen Protest gegen die amerikanische Einmischung in Syrien, der genauso groß war („Dutzende“). Warum den einen zeigen, aber den anderen nicht?

Erstaunlich: der Steinewerfer – ein Zeitreisender

Elder of Ziyon, 28. Oktober 2011

Ma’an berichtet:

Die israelischen Behörden entließen am Dienstag Omar Jaradat (11) aus dem Dorf Saeer nördlich von Hebron nach fünf Monaten im israelischen Ofer-Gefängnis. Er zahlte außerdem eine Geldstrafe von 5.000 Schekeln.

Israelische Kräfte versuchten Menschen den Zugang zu verbieten, die in der Nähe des Checkpoints auf das Kind warteten, um es willkommen zu heißen; sie entfernten Palästinenserflaggen, die sich auf Autos in der Nähe des Checkpoints befanden.

Der entlassene Gefangene sprach von harten Zuständen in Gefängnissen. Er sagte, als der Winter näher rückte, gab es wenig Kleidung für die Gefangenen und die Behörden verhinderten, dass Familien solche zur Verfügung stellten.

Natürlich war die Vorstellung eines elfjährigen Kindes, das sich fünf Monate im Gefängnis befand, für die antiisraelischen Truppen einfach zu köstlich, als dass sie die Finger davon lassen konnten. Man kann Tweets und Artikel über das arme Kind finden.

Wie sagen aber überhaupt die Schlagzeilen aus, als er ins Gefängnis kam? PCHR schrieb im Juni:

Gegen 3 Uhr drang IOF in das Dorf Sa’ir, nördlich von Hebron ein. Sie stürmten und durchsuchten ein Haus, das der Familie von Omar Mahmud Jaradat (17) gehört und verhafteten ihn.

Die arabische Version des Berichts sagt ebenfalls, dass er 17 Jahre alt und wegen Steinwürfen verhaftet worden war.

Ein arabischer Artikel in Ma’an vom letzten Juli zitiert die Gefangenen-Gesellschaft ebenfalls damit, dass Jaradat zur Zeit seiner Verhaftung 17 Jahre alt war.

Ich fand ein Forum seiner Heimatstadt, die ihm zur Entlassung gratulierte; doch dort bezeichnet man ihn lediglich als „jung“.

Und diese YouTube-Video-Diashow mit jeder Menge Fotos von jemandem mit seinem Namen wurde ein paar Wochen nach seiner Verhaftung hochgeladen, könnte also durchaus eine Ehrung für ihn als Häftling sein.

Dieser Omar Jaradat ist nicht 11 Jahre alt.

Wie also konnte aus einem 17-jährigen ein 11-jähriger werden, sowohl in der arabischen wie der englischen Ausgabe von Ma’an? Darüber hinaus implizieren beide Versionen, dass während der Entlassung ein Reporter vor Ort war – ist es möglich, dass ein Reporter den Unterschied zwischen einem 11-jährigen und einem 17-jährigen nicht kennt?

Ma’an hat inzwischen das Alter des Freigelassenen richtiggestellt und korrigiert: Er ist 17 Jahre alt. Das hält die Agentur nicht davon ab, ihn auf Arabisch weiter mehrfach als „Kind“ zu bezeichnen.