Abbas behauptet, er wolle keinen religiösen Konflikt. Sein Volk widerspricht

Elder of Ziyon, 1. Juli 2016

Mahmud Abbas hat bei zahlreichen Gelegenheiten – vor der UNO, den Medien gegenüber, selbst manchmal seinen eigenen Leuten gegenüber – gesagt, er wolle keinen Religionskrieg und dass israelisches Handeln in Jerusalem droht den Konflikt in einen solchen zu kehren.

Zuletzt sagte er dem EU-Parlament: „Ich versichere Ihnen, dass wir nicht dafür sind aus dem politischen Konflikt in einen Religionskonflikt zu machen, aber der Frieden ist im Interesse aller.“

Jetzt sehen Sie sich dieses Video eines Fatah-Kämpfers der Al-Aqsa-Briganden an, dessen Mutter liebevoll ein Iftra-Essen zum Ramadan für ihn bereitet, während er seine Uniform und Maske anzieht und seine Waffe nimmt.

Die religiösen Themen sind direkt und bewusst gewählt. Die spirituellen Komponenten des Ramadan sind direkt mit Krieg verbunden. (Die Keffiyeh zufälligerweise auch.)

Sogar noch direkter ist dieses Poster, das die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden von ihren betenden Kämpfern auf ihrer Seite stehen hat:

Abbas und Abbas‘ eigene Leute sind diejenigen, die auf Religion basierende Leidenschaften schüren wollen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (3. – 9. Juli 2016)

Sonntag, 03.07.2016:

Während der Randale und Krawalle der letzten Woche auf dem Tempelberg wurden insgesamt 58 Muslimextremisten festgenommen.

Ramy Levy baut im Norden Jerusalems ein Einkaufszentrum, in dem es jüdische und arabische Geschäfte geben soll. Ein arabischer Anbieter hat im letzten Moment wieder kalte Füße bekommen, aber Levy sagt, dass es eine ganze Menge Palästinenser gibt, die sich nicht einschüchtern lassen wollten. Einkaufen könnten dort Israelis und Araber aus Jerusalem ebenso wie palästinensisch Pendler, insgesamt möglicherweise über 200.000 Menschen. PA-Offizielle drohen: Wer da ein Geschäft aufmacht, wird auf eine schwarze Liste gesetzt und will auf Boykott dieser Geschäftsleute drängen. (Die PA ist gegen palästinensische Arbeitsplätze, gegen Koexistenz, gegen niedrige Preise!)

Die Einwohner von Hebron und Kiryat Arba stellten am Morgen fest, dass die Abriegelung des Dorfs, in dem der Mörder der 13-jährigen Hallel wohnte, praktisch aufgehoben war, obwohl die Regierung immer noch von Abriegelung redete. Die Soldaten waren abgezogen und hatten als Sperre lediglich ein Häufchen Erde zurückgelassen. Daraufhin stellten die Siedler die Absperrung selbst wieder her.

Der Koordinator für Regierungsangelegenheiten in den Gebieten (COGAT) verbot dem PA-Gouverneur von Hebron die Einreise nach Israel, weil der die Familie des Terroristen besuchte, der Hallel Ariel ermordete. Wer Terrorismus unterstützt, verliert seine Privilegien.

Die Fatah hat auf ihrer Facebook-Seite wieder den Mörder von Hallel gepriesen und die Tat gefeiert.

Das PA-„Außenministerium“ fordert von Israel es solle jüdische Terrororganisationen auflösen, die von der Regierung unterstützt, finanziert und geschützt werden. Diese Siedlerorganisationen würden weiter Palästinenser terrorisieren, Verbrechen und Aggressionen begehen.

Montag, 04.07.2016:

PA-Prediger im PA-Fernsehen: „Die Juden sind ein Volk der Lügner.“

Dienstag, 05.07.2016:

Das Nahost-Quartett hat einen Bericht ausgegeben – und einen gewaltigen Fehler gemacht: Darin wurde doch tatsächlich nicht nur Israel verunglimpft, sondern auch Kritik an der PA geübt. Das geht nun mal gar nicht. Also wird das Quartett jetzt von Mahmud Abbas boykottiert, weil es sich auf die Seite Israels stellt.

Die Hamas veröffentlichte ihre Zahlen für Juni: Sie führte 23 Terroranschläge aus, darunter zwei Messerangriffe, 10 mit Schusswaffen, 10 Bombenanschläge. (Im Mai waren es „nur“ 18 Anschläge.) Außerdem warfen ihre Terroristen 65 Molotowcocktail und Rohrbomben und es gab 328 weitere „Konfrontationen“ mit israelischen Sicherheitskräften.

Der Shin Bet hat festgestellt, dass einige der Terrortunnel der Hamas im Gazastreifen über zivile Gebäude betreten werden können; dazu gehören Wohnhäuser und Moscheen. Außerdem wurden Raketenabschussrampen in der Nähe von zivilen Gebäuden gefunden. (Die Angaben stammen u.a. von festgenommenen Terroristen.)

Mittwoch, 06.07.2016:

Israel hat mehrere Personen aus dem Gazastreifen festgenommen, die ihre Reisegenehmigungen nach Jerusalem dazu nutzten, um für die Hamas Geld nach Judäa und Samaria zu schmuggeln.

Jetzt hat auch Russland mal wieder gefordert, dass Israel einen Baustopp für die „Siedlungen“ verhängt.

Die Polizei verhaftete diese Woche einen 16-jährigen Araber, der im Verdacht steht letzten Monat einen Brandsatz auf das medizinische Zentrum der Hadassah-Universität geworfen zu haben.

Donnerstag, 07.07.2016:

Das PA-Fernsehen lehrt Kinder in einer Serie wieder „Nächstenliebe“: Juden erledigen Satans Werk auf Erden.“

Freitag, 08.07.2016:

Der stellvertretende Vorsitzende des „Palästinensischen Nationalrats“ drängt Mahmud Abbas, er solle endlich die Verhandlungen mit Israel einstellen und das Volk zum Kampf rufen.

Abbas nimmt Behauptung der „Brunnenvergiftung“ zurück. Mal sehen, was er NICHT zurücknahm.

Elder of Ziyon, 25. Juni 2016

Aus der New York Times:

Wenig mehr als einen Tag nachdem Präsident Mahmud Abbas von der palästinensischen Autonomiebehörde Rabbiner in Israel beschuldigte ihre Regierung aufgefordert zu haben von Palästinensern genutztes Wasser zu vergiften, zog er die Vorwürfe am Samstag in einer Erklärung zurück, in der er sagte, es sei „offensichtlich“ geworden, dass sie „unbegründet“ war.

Herr Abbas erhob die unbegründete Anschuldigung am Donnerstag während einer Rede vor dem Europaparlament. Die Bemerkungen geben antisemitische Behauptungen wieder, die im Mittelalter zu Massentötungen an europäischen Juden führten.

Ursprünglich hatte die Palästinensische Befreiungsorganisation die Anschuldigung auf einer von einem ihrer Büros betriebenen Internetseite veröffentlicht; sie verbreitete sich über einige regionale Medienkanäle.

Herrn Abba’s Rücknahme wurde am frühen Samstagmorgen an Reporter geschickt, ausgegeben von der PLO, deren Vorsitzender Herr Abbas ist. Darin hieß es, Herr Abbas „weist alle Behauptung zurück, die ihn und das palästinensische Volk der Beleidigung der jüdischen Religion bezichtigen“. Hinzugefügt wurde, dass er „auch alle Beschuldigungen des Antisemitismus verurteile“.

Nachdem offensichtlich wurde, dass die behaupteten Äußerungen eines Rabbiners zur Vergiftung palästinensischer Brunnen, die von verschiedenen Medienorganen berichtet wurde, haltlos waren, hat Präsident Mahmud Abbas bestätigt, dass er nicht vorhatte dem Judentum Schaden zuzufügen oder jüdische Menschen weltweit zu beleidigen“, fuhr die Erklärung fort.

Es ist ja sehr nett, dass Abbas das zugegeben hat, nachdem er den Druck der Nachrichtenmedien spürte.

Aber was ist mit den anderen Lügen, die Abbas allein in dieser Rede von sich gab?

  • Er sagte, Israel habe seit 1967 eine Million Palästinenser verhaftet, eine klare Lüge, die jedes Jahr größer wird.
  • Er sagte, israelische Siedler machten den Palästinensern armselig, obwohl es im vergangenen Jahr in Wirklichkeit weit mehr Siedler von Palästinensern getötet wurden als umgekehrt.
  • Er unterstellte, dass israelische Siedlungen immer weiter ausgedehnt werden, obwohl in sie in Wirklichkeit in mehr als zwei Jahrzehnten praktisch kein Gebiet dazu geholt haben.
  • Er sagte, dass sein Volk seit tausenden Jahren in der Gegend ist, obwohl die Wirklichkeit so aussieht, dass jeder größere Clan in andere Bereiche des Nahen Ostens zurückverfolgt werden kann.
  • Er bezeichnete alle Gebiete unter seiner Kontrolle „ein großes Gefängnis“, während er selbst kein Problem hat nach Brüssel zu reisen und jeden Tag mehr als 100.000 Palästinenser die Grüne Linie überqueren.
  • Er behauptete, dass Frauen unter dem palästinensischen Recht Männern gleichgestellt seien, obwohl in Wirklichkeit die Strafe für „Ehrenmorde“ an Frauen immer noch leichter ausfällt als die für die Ermordung eines Mannes.
  • Er sagte, er wollen keinen Religionskrieg, obwohl der in Wirklichkeit letztes Jahr zu den Messeranschlägen anstachelte, indem er sagte, die Al-Aqsa müsse mit allen Mitteln vor besuchenden Juden geschützt werden.
  • Er behauptete, er wolle Frieden und sei gegen Terror, während die von ihm geführte politische Partei Terrorismus ausdrücklich preist und die Inspiration für die Terrorwelle ausdrücklich ihm zuschreibt. Auch Abbas selbst preist Terroristen, selbst heute.

Und das waren nur einige der Lügen, die Abbas vor dem EU-Parlament von sich gab. Wir erwähnen noch nicht einmal die Litanei der Lügen, die er in der in der Vergangenheit äußerte.

Dieser Vorfall zeigt eine wichtige Tatsache: Abbas kann in Schande gebracht werden. Doch Reporter hätten ihn nicht um Kommentare gebeten, hätte Israel nicht diese eine spezifische ungeheuerliche Lüge hart kritisiert. Der wichtigste Teil der Werkzeugkiste des politischen Reporters besteht darin Widersprüche und Lügen wichtiger Führer der Welt aufzuzeigen. Doch ist dies die Ausnahme, die die Regel bestätigt – Reporter zögern Abbas auf all die anderen Ungereimtheiten und offenen Lügen anzusprechen, die er im Verlauf der Jahre von sich gegeben hat.

Die Weigerung harte Fragen zu stellen zeigt die Einseitigkeit der Journalisten. Tief in sich wollen sie einen Friedens-Deal sehen und sie glauben, Abbas‘ Lügen offenzulegen wird einen Handel erschweren. Nur Israel darf nach ihrer Ansicht unter Druck gesetzt werden. Also kann Abbas ungestraft lügen, bis Israel aus den Lügen eine Story macht, die nicht ignoriert werden kann.

Und das ist der Grund, dass Abbas das Gefühl hat, er könne damit davon kommen.

Reporterfragen-an-Abbas

Saukomisch: Abbas schenkt saudischem König eingerahmte zionistische Zeitung

Elder of Ziyon, 22. Juni 2016

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab dem saudischen König Salman am Sonntag ein Erinnerungsgeschenk: eine gerahmte Ausgabe der Palestine Post aus den 1930-er Jahren.

Das war eine zionistische Zeitung und der Vorläufer der heutigen Jerusalem Post.

Das kann man sich nicht ausdenken.

Wann ist Abbas eine dritte Hand gewachsen?

Ich habe das Datum der Zeitung gefunden: 13. August 1935.

Sie berichtet ausführlich über einen Besuch von Emir Saud in Palästina, weshalb Abbas diese Ausgabe wählte. Aber sie hat auch Berichte, die von denen Abbas nicht so gerne hätte, dass der König sie liest, so „Luzerner Bienenstock an Aktivitäten, als zionistische Delegierte eintreffen“ und „Kurbäder verbieten alle Juden“ in Deutschland, geschrieben von der sehr jüdischen „Palestine Telegraphic Agency“; oder „Wiener Polizei sucht 2 Araber“ – aus irgendeinem unerfindlichen Grund werden sie nicht „Palästinenser“ genannt.

Warum konnte Abbas keine nicht zionistische Zeitung mit „Palästina“ im Titel finden, um den König diesen Artikel zu zeigen?

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Die Araber waren „not amused“; ihre Medien nannten nennen Abbas‘ Geschenk einer zionistischen Zeitung einen „Skandal“

Elder of Ziyon, 23. Juni 2016

Es dauerte ein paar Tage, aber die arabischen Medien haben bemerkt, dass Mahmud Abbas König Salman eine zionistische Zeitung schenkte. Die Agentur Shehab News Agency schreibt:

Mit einer schallenden Ohrfeige für das Erbe und die Geschichte des palästinensischen Volks schenkte PA-Präsident Mahmud Abbas dem saudischen König Salman bin Abdul Aziz ein Souvenir, ein historisches Bild der ersten zionistischen Zeitung in Palästina, „Palestine Post“.

Dass Abbas dem saudischen König eine Ausgabe dieser Zeitung schenkt, zeigt den Grad des Verfalls der palästinensischen Diplomatie, den Versuch die Geschichte zu verändern und palästinensischem Erbe aus dem Weg zu gehen.

Wer sagte Abbas, er solle dieses skandalöse Geschenk machen? Und wie kam es dazu? Wie konnte er eine zionistische Zeitung verschenken, die immer ihr Gift gegen unser Volk zur Schau getragen hat?

Das wird richtig gut.

Soweit es die Antwort auf die Frage nach Abbas‘ vermeiden des palästinensischen Erbes angeht, so ist das nicht wirklich das erste Mal, dass die Palästinenser gezwungen worden sind britische und jüdische Institutionen als „palästinensisch“ zu vereinnahmen. Immerhin betrachteten sie sich bis lange nach dem Ende des britischen Mandats Palästina nicht als „Palästinenser“.

Brunnenvergifter im EU-Parlament

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Juni 2016 (direkt vom Autor)

„Die Juden vergiften Brunnen der Palästinenser, um danach ihr Land zu rauben. Das ist israelische Hetze und ein Aufruf zu Völkemord.“ So der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas am vergangenen Donnerstag im EU-Parlament in Brüssel. Die Abgeordneten dankten ihm mit stehendem Applaus.

EU-Parlament-Applaus-Abbas

Schon in der Woche davor hatten die PLO, die offizielle türkische Nachrichtenagentur Anadolou und andere Medien den Vorwurf erhoben, Israel vergifte Brunnen der Palästinenser. Als „Beweis“ wurde ein Rabbiner namentlich erwähnt, den es gar nicht gibt.

Im tiefen Mittelalter diente die Behauptung Juden seien Brunnenvergifter als Vorwand für deren Enteignung und Vertreibung aus Deutschland, Frankreich, England und Spanien. Zehntausende Juden zahlten mit ihrem Leben. Martin Luther hat diese Legenden in seinem Spätwerk „Die Jüden und ihre Lügen“ wiederholt. Die gleichen Motive wurden dann Teil des Antisemitismus der Aufklärung und schließlich der Massenmord-Ideologie der Nazis. Heute dient dieses klassische Element des mittelalterlichen Judenhasses „Israel-Kritikern“ und „Antizionisten“ zur Delegitimierung Israels.

Abbas hat 1982 in Moskau eine Doktorarbeit mit dem Titel „Die andere Seite: Die geheimen Verbindungen zwischen Nazismus und Zionismus” geschrieben. Darin relativierte er den Holocaust. Bei seinen Forschungen dürfte er auch auf die Brunnenvergifter-Legenden gestoßen sein. Er wusste mit Gewissheit, dass die Erwähnung dieser antijüdischen Stereotypen bei Europäern auf fruchtbaren Boden fallen würde. Der EU-Parlamentsvorsitzende Martin Schulz twitterte nach der Rede auf Englisch: „Inspirierende Ansprache von Präsident Abbas zum EU-Plenum.“ (Inspiring address by Pres. #Abbas to #EPlenary – #EU supports aspiration by large majority of #Palestinians for peace and reconciliation)

EU-Schulz-Abbasrede

Auf Fragen in den Kommentaren zu der Brunnenvergifter-Legende reagierte Schulz nicht.

Jüdische Organisationen in aller Welt und Israels Premierminister verurteilten das Aufwärmen dieses uralten antijüdischen Motivs aufs Schärfste. In den israelischen Fernsehnachrichten dient der Auftritt von Abbas mit der Brunnenvergiftungs-Äußerung seit Tagen als Aufmacher.

Am Freitag, dem Tag nach der Rede, spürten offenbar palästinensische Regierungsstellen den Gegenwind. Erst hieß es in Ramallah, dass diese Äußerung nicht im ursprünglich vorbereiteten Redetext von Abbas enthalten gewesen war. Doch bekanntlich gilt das „gesprochene Wort“. Beim Europäischen Parlament kann man das Video der Rede von Abbas aufrufen. Die deutsche Simultanübersetzung ab Minute 27:49 lautet: „Ich möchte auch noch sagen, dass es durchaus Rabbiner in Israel gibt, die ganz deutlich gesagt und angekündigt haben, denn über ihre Regierung, dass sie Wasser vergiften sollen, um die Palästinenser zu töten. Was ist denn das, wenn nicht eine Gewaltverherrlichung und ein Aufruf, also zu einem Genozid. Wir sind also gegen Gewalt.“

Am Samstagmorgen machte Abbas mit einer schriftlichen Mitteilung an Journalisten den Rückzug. Die New York Times berichtete, dass die PLO „alle Beschuldigungen zurückgewiesen habe, die ihn (Abbas) und das palästinensische Volk bezichtigen, die jüdische Religion kränken zu wollen…nachdem sich in verschiedenen Medien veröffentlichte Anklagen als falsch und grundlos herausgestellt“ hätten. Abbas sei auch kein Antisemit.

Auch das ist eine Lüge. Denn die Brunnenvergiftungs-Legende wurde schon vor der Rede von Abbas gründlich widerlegt. Sein Büro in Ramallah muss sich dessen bewusst gewesen sein. Denn unmittelbar nach der Rede behauptete sein Büro, dass diese Worte nicht Teil seines Redetextes gewesen wären. So wurde der falsche Eindruck erweckt, als hätte Abbas das gar nicht geäußert.

Abbas muss sich etwas dabei gedacht haben, diese Propaganda-Lüge ausgerechnet vor dem Europäischen Parlament vorzubringen. Der Applaus gab ihm recht…

(C) Ulrich W. Sahm

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25. Juni 2016)

Montag, 20.06.2016:

Isaac Herzog, linker Oppositionsführer, der sich immer mehr ins Abseits manövriert, hat vor den letzten Wahlen mit Mahmud Abbas ein Abkommen geschlossen, mit dem alle Gebiete, die Jordanien von 1948 bis 1967 illegal besetzt hielt und annektierte, an die PA abgegeben würde; „Ost“-Jerusalem wäre zur Palästinenser-Hauptstadt erklärt worden. Abbas hätte zugestanden, dass 4% der „Siedlungen“ in Judäa und Samaria hätten bestehen bleiben können, dafür hätte „Palästina“ Ausgleichsterritorium bekommen. Der Tempelberg wäre unter Aufsicht einer dritten Partei gekommen. Und „palästinensische“ „Flüchtlinge“ hätten finanziell entschädigt werden müssen.

Die PA ließ eine mittelalterliche Lüge wieder aufleben. Angeblich hätte ein führender Rabbiner (der namentlich genannt wurde, den es aber nicht gibt) Israelis gestattet arabische Brunnen zu vergiften. Die PA verurteilte das und machte Israel für die angebliche religiöse Erlaubnis (eine Art „jüdische Fatwa“) verantwortlich. Die Hamas griff das natürlich auf und machte bei der Lüge mit.

Die Hamas-Granden im Gazastreifen sind mal wieder empört – und fordern, dass die UNO Abhilfe schafft. Grund ist diesmal der Plan Israels um den Gazastreifen eine unterirdische Mauer zur Verteidigung gegen die Terrortunnel zu bauen. Die Mauer werde die Umwelt schädigen, behaupten sie, weil sie verhindere, dass Grundwasser aus Israel in den Gazastreifen fließe.

Dienstag, 21.06.2016:

Von der PA kommt natürlich, dass der getötete Gaffer von den Soldaten vorsätzlich und kriminell ermordet wurde. Ein Sprecher des Außenministeriums gibt die Schuld zurück: Ohne die Hetze würden die Araber nicht zu Terroristen, die versuchen Israelis zu ermorden und damit Reaktionen der Sicherheitskräfte provozieren.

Mittwoch, 22.06.2016:

Zum ersten Mal seit 8 Jahren hat die Hamas die Einfuhr von israelischen Wassermelonen in den Gazastreifen gestattet. Die Aktion wird über drei Tage erlaubt, um die Preise für Wassermelonen im Gazastreifen zu drücken.

Heckmeck:
– Präsident Rivlin sprach Mittwoch zum EU-Parlament; er hatte harte Worte für die Herangehensweise der EU an die Friedensversuche für den Nahen Osten. Die aktuelle französische Initiative leide unter fundamentalen Mängeln und die Bemühungen sollten sich besser darauf konzentrieren Vertrauen zwischen den beiden Seiten aufzubauen, statt eine permanente Lösung anzustreben, die er als „Chronik eines vorhersagbaren Fehlschlags“ beschrieb. „Der Versuch um der Verhandlungen willen an den Verhandlungstisch zurückzukehren, bringt uns der lange erwarteten Lösung nicht näher, sondern entfernt uns von ihr.“ Es müssten erst einmal die Bedingungen für erfolgreiche zukünftige Verhandlungen geschaffen werden.

Donnerstag, 23.06.2016:

Präsident Rivlin und Mahmud Abbas waren zeitgleich in Brüssel bei der EU. Martin Schulz versuchte die beiden zu einem Treffen zu bewegen. „Ich glaube nicht, dass sie weglaufen werden“, gab er sich optimistisch. Während Rivlin versicherte: „Ich werde nicht davonlaufen“, lehnte es Abbas ab Rivlin zu treffen, obwohl sie zeitgleich im selben Gebäude waren und dieselben Leute trafen.

Karikatur auf einer Internetseite der Fatah: Netanyahu ist ein Nazi mit Hakenkreuz-Tätowierung.

Mahmud Abbas weiter: Er sprach heute vor dem EU-Parlament und wiederholte die Lüge vom Brunnenvergiften. Mit einem Unterschied: Jetzt soll es nicht nur ein Rabbiner sein, der das anwies, sondern gleich mehrere (mit Video).
Weiterhin belehrte Abbas die EU, die israelische Kontrolle über Judäa und Samaria nähre den weltweiten Terrorismus. (Schwachsinn.)
Ach ja: Die „Palästinenser“ erleiden Massenmord in einem Ausmaß, das die Welt noch nie gesehen hat. Klar, die Nazis haben weniger Juden vergast als mörderische Araber bisher durch israelische Sicherheitskräfte und Militär getötet wurden; und in Syrien hat es ja auch erst nur ein paar Tausend Tote gegeben…
(Wer auch nur einen Hauch von Verstand hat, müsste ab heute die „Palästinenser“ endlich als das bezeichnen, was sie sind: notorische Lügner und Terroristen.)

Freitag, 24.06.2016:

Sicherheitsminister Erdan ordnete die Schließung des Medienkanals Musawa an; dieser wird von der PA finanziert, operiert aber vom Staatsgebiet von „Kern“-Israel aus. Musawa arbeitete als Nachfolgesender von „Palestine 48“, der letztes Jahr geschlossen wurde – mit demselben Personal. Musawa besitzt keine israelische Genehmigung für seinen Betrieb.

Samstag, 25.06.2016:

Araber stahlen während der muslimischen Gebetszeit die wertvolle, kunstvolle Mezuza, die am Eingang zum Patriarchengrab in Hebron angebracht war. Außerdem brachen sie in einen Lagerraum ein und stahlen Setzlinge im Wert von mehreren tausend Schekeln. Weil es sich um einen Ramadan-Feiertag (Juden war der Zugang untersagt) handelte, war keine israelische Polizei vor Ort und die Sicherheit lag in den Händen der PA-Sicherheitskräfte.

Mahmud Abbas versucht zurückzurudern: „Nachdem offenkundig wurde, dass die vorgeworfenen Äußerungen eines Rabbiners zur Vergiftung palästinensischer Brunnen, die von verschiedneen Medien berichtet wurden, grundlos waren, hat Präsident Mahmud Abbas bestätigt, dass er nicht vorhatte dem Judentum Schaden zuzufügen oder jüdische Menschen in aller Welt zu beleidigen.“ Das ließ er sein Büro verkünden. Außerdem wies er alle Vorwürfe des Antisemitismus gegen seine Person zurück.
(Das ist unglaubwürdig. Seit Dienstag war bewiesen, dass die Brunnenvergiftung eine Lüge ist. Donnerstag äußerte er sie im EU-Parlament. Sein Außenministerium hatte sie ausgegeben. Abbas‘ Antisemitismus kommt immer wieder durch. Und seine übrigen Lügen hat er nicht einmal angesprochen.)