Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (27.11.-3.12.2016)

Sonntag, 27.11.2016:

Zahlen zum Feuer-Terrorismus: Seit Beginn der Brände in der letzten Woche
– wurden 75.000 Menschen evakuiert
– etwa 600 Menschen nicht in ihre Häuser zurückgelassen
– ca 10.131 Ar Land vernichtet
– mehr als 1.800 Häuser in 14 Landkreisen beschädigt
– mehr als 1.600 Feuerwehrleute zur Brandbekämpfung eingesetzt
Mehr als 100 Feuerwehrleute aus dem Ausland wurden bei der Brandbekämpfung eingesetzt, darunter 69 aus Zypern, 30 aus den USA und 24 von der PA.
– unter den bisher 39 festgenommenen Brandstiftern sind 18 israelische Araber.

Rund 25.000 Juden begaben sich über das Wochenende zum Patriarchengrab in Hebron, um dort zu beten. Anlass war eine Feier des Lebens der Matriarchin Sarah.

Einer der Hamas-Führer prahlte wieder, dass die Terroristen jede Menge Raketen haben, mit denen sie Tel Aviv und Orte nördlich davon beschießen können.

Montag, 28.11.2016:

Mahmud Abbas hat Hamas und den Palästinensischen Islamische Jihad zum Fatah-Kongress eingeladen, der ab Mittwoch stattfinden soll. Vor einer Woche noch hatte die Hamas bestritten, dass es eine solche Einladung gibt.

Dienstag, 29.11.2016:

Nachdem die 2000 Brände gelöscht sind (und während sie noch tobten), setzten die PalAraber und israelische Araber  ihre Terrorangriffe auf Juden fort (unvollständige Zusammenfassung von Montag):
– Bei Kiryat Ono wurde ein Blendgranate auf ein Auto geworfen.
– Am Bahnhof von Yehoschua ging ein Egged-Bus in Flammen auf
– In Schuafat wurden von Arabern wieder Steine geworfen.
– Zwei Linienbusse wurden bei Efrat mit Steinen beworfen. (Eine Windschutzscheibe ging zu Bruch.)
– Auf derselben Straße wurden Autofahrer mit Felsbrocken beworfen.
– Bei Rahat in Südisrael wurde ein Linienbus mit Steinen beworfen.
– Bei Ofra wurde ein IDF-Posten angegriffen.

Heckmeck:
– Zum „Internationalen Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ mahnte Ban Ki-moon, dass die Aussichten für eine Zweistaatenlösung des israelisch-palästinensischen Konflikts rasch schwinden. Siedlungsbau und der Abriss von (illegalen) Häusern würden die israelische Demokratie untergraben. Und die Uneinigkeit der Palästinenser sei lähmend. (Kritik am Terror? Fehlaneige!)

Mittwoch, 30.11.2016:

Vor drei Tagen brach mal wieder ein Hamas-Tunnel (an der Grenze zu Ägypten) ein und begrub 4 Hamasniks. Eine saudische Quelle macht die Ägypter für den Einsturz verantwortlich; diese pumpen Wasser in gefundenen Tunnel.

Die Brandermittler, die einen großen Brand bei Nataf (nahe Jerusalem im Israel von vor 1967) untersuchen, fanden Überreste eines Molotowcocktails, der offensichtlich aus dem nahe gelegenen PA-Gebiet geworfen worden war.

Hacker störten Dienstag zeitweise die Sendungen der israelischen Fernsehkanäle 2 und 10. Etwa eine halbe Minute lang waren auf den Bildschirmen Bilder muslimischer heiliger Stätten zu sehen, im Hintergrund wurden muslimische Gebete abgespielt; dazu kamen Bilder der aktuellen Brände und die Worte „Allah ist groß“ (in Hebräisch).

Donnerstag, 01.12.2016:

Der Fatah-Kongress hat Mahmud Abbas für die nächsten fünf Jahre wieder zum Vorsitzenden gewählt. In seiner Dankesrede gelobte der geliebte Führer: Ich werde Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen. So viel zur Friedensbereitschaft des „Friedenspartners“.

Yuval Steinitz, israelischer Minister für Infrastruktur, Energie und Wasserressourcen bezeichnete Mahmud Abbas als „Israels Feind Nummer 1“.

Freitag, 02.12.2016

Die israelische Polizei hat inzwischen 39 der Brände der letzten Woche genauer untersucht. 29 davon waren auf jeden Fall Brandstiftung. Dazu gab es Dutzende Stellen, an denen versuchte Brandstiftung nicht in einen Flächenbrand ausartete.

Samstag, 03.12.2016:

Haifa wird nach den Bränden ein dreitägiges arabisches Lebensmittelfest veranstalten, an dem arabisch-muslimische, arabisch-drusische, arabisch-christliche und jüdische Köche kulinarische Schätze der Region vorstellen werden. Die Veranstalter versprechen sich davon eine Stärkung des Zusammenhalts der Bevölkerung.

Wieder einmal prahlt Abbas, dass er Israel gegenüber kein einziges Zugeständnis gemacht hat

Elder of Ziyon 11. November 2016

Mahmud Abbas veröffentlichte eine Stellungnahme zum Jahrestag von Yassir Arafats Tod.

Er sagte, die Ermittlung der Palästinenser zur Ursache seines Todes würden – zwölf Jahre danach – „bald“ veröffentlicht werden.

Aber abgesehen davon wiederholte Abbas etwas, das er schon viele Male zuvor sagte; etwas, das sein Ansehen im Westen als „Moderater“ und Friedensstifter vernichtet.

In diesem Abschnitt spricht er von den unveränderten Haltungen und Prinzipien der PLO. Das wichtigste Wort wird als „Konstanten“ oder „Unveränderbarkeiten“ (الثوابت) übersetzt, was andeutet, dass das Wort stärker ist als nur Prinzipien, also habe diese Formulierung beibehalten:

Die PLO erreichte Anerkennung als einzige und legitime Repräsentantin des palästinensischen Volks und hielt die sich nicht verändernden Positionen („Konstanten“) und erklärte 1988 in Algerien palästinensische Unabhängigkeit und wir gingen mit ihm [Arafat] zurück, um in unserem Land, Palästina, eine palästinensische nationale Autorität aufzubauen.

Viele Menschen reden von Konstanten. Wo sind die Konstanten? Sie sind die Konstanten, die beim Palästinensischen Nationalrat in Algiers erklärt wurden. Und manche Menschen sprechen ohne Kenntnis, … und ich sage hier, ich fordere sie heraus [sie sollen zeigen], dass wir seit 1988 auch nur eine Konstante weggaben. Wir kommen zu den Konstanten zurück, die vom berühmten Nationalrat festgesetzt wurden, an dem 700 Mitglieder teilnahmen, die das gesamte Spektrum des palästinensischen Volks repräsentierten und haben diese Entscheidungen getroffen und wir halten an diesen Konstanten mit unseren Zähnen fest und sagen: Wir halten an ihnen fest und behalten sie bei, um sie zu erreichen.

Abbas prahlt einmal mehr, dass von der PLO seit der Zeit vor Oslo, ganz zu schweigen von seiner gesamten Amtszeit als Arafats Nachfolger, keinerlei Zugeständnisse gemacht worden sind.

Keine.

Während dieser gesamten Periode hat Israel Terrorführern erlaubt in die Gebiete zu ziehen; es hat Land aufgegeben, es hat eine Zweistaatenlösung akzeptiert.

Und die Palästinenser haben seit 1988 buchstäblich nichts für Frieden getan – nach Angaben ihrer eigenen Führer.

Beachtenswert ist, dass dieser Teil seiner Rede (und andere aufhetzerischen Teile, über die ich schreiben werde) von der offiziellen Nachrichtenagentur WAFA in ihrem Bericht zur Rede nicht ins Englische übersetzt wurde.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (13.-19. November 2016)

Sonntag, 13.11.2016:

Khaled Meschaal meldet sich wieder zu Wort. Er ruft zu einer „auf dem Widerstand gegründeten“ Aussöhnung der Palästinenserfraktionen auf.

Anders als in Schechem gab es keine Probleme mit Juden die in der Nähe des Patriarchengrabs in Hebron eine weitere heilige Stätte aufsuchten und Juden, die am Rahelgrab beteten.

Ein Viertel der Anschläge von letzter Woche fanden im Raum Ramallah statt – was die Stadt vorläufig zur Hauptstadt des palästinensischen Terrors macht.

Weil die Anschläge auf die Friedhöfe und Juden auf dem Ölberg ständig weitergehen, wurde das Sicherheitsbudget für diesen Bereich erhöht.

Bei Avnei Hefetz in Samaria soll eine Straße wieder für PA-Araber geöffnet werden. Die Einwohner des Ortes protestieren dagegen, weil dort in der Vergangenheit sehr häufig Anschläge stattfanden.

Montag, 14.11.2016:

Ma’an prahlt und jubelt: PalArabische Jugendliche hätten 3 Molotowcocktails auf ein Haus „in der illegalen Siedlung Beit-El“ geworfen und dieses niedergebrannt. Problem 1: Kriminelles Terrorverhalten wird gepriesen. Problem 2: Und dann ist auch noch alles gelogen.

War zu erwarten: Abbas redet von den „Beweisen muslimischer Vormachtstellung in Jerusalem“ – und führt dazu die UNESCO an, die ja entsprechende (Lügen-) Beschlüsse gefasst hat.

Es gibt Bestrebungen den terrorisierenden Lärm der Moschee-Gebetsrufe in Israel einzudämmen. Deshalb drohen Muslime dort jetzt mit einem „Religionskrieg“.

Der arabische Knesset-Abgeordnete Jamal Zahalka giftete im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Gesetz gegen Lärm von Minaretten: Das Land sei fundamental islamisch, arabisch, palästinensisch.

Spinner, totaler: Gideon Levy bezeichnet die Presse in Israel als rechtsgerichtet und behauptete die Einwohner von Judäa und Samaria seien für den Palästinenserterror verantwortlich.

Dienstag, 15.11.2016:

War auch zu erwarten: Ein Fatah-Offizieller bezeichnete den neu gewählten US-Präsidenten nicht nur – das kennen wir aus Europa – als „rassistisch“ usw. Sein wahres Gesicht sei „zionistisch und rassistisch“. Und Obama sei nicht besser als Trump.

Mittwoch, 16.11.2016:

Die Hamas prahlt mit ihrem Raketenarsenal und dessen Ausbau. Sie kann nach eigenen Angaben Tel Aviv damit erreichen und lahmlegen.

Donnerstag, 17.11.2016:

PA-Araber errichteten bei Mehola im Jordantal einen illegalen Außenposten. Sie nannten ihn „Yassir Arafat-Außenposten“.

Die Hamas versucht „verzweifelt“ gegen israelische SIM-Karten vorzugehen. Zwei israelische Anbieter von PrePaid-Karten gehören zu den beliebtesten des Gazastreifens, weil die Karten des arabischen Anbieters im Strip eine Bruchteil der Telefonzeit und nur stark eingeschränkte Internetnutzung zum selben Preis ermöglichen.

Israelische Sicherheitskräfte gingen gegen Holzkohle-Hersteller in Judäa und Samaria vor. Diese sorgen seit Jahren für enorme Umweltbelastung und die PA ist nicht bereit das zu ändern. In der Aktion wurden 160t Baumstämme und Ausrüstung konfisziert.

Zwischen dem Gush Etzion und Kiryat Arba wird eine neue Umgehungsstraße gebaut werden, um die Sicherheit für israelische Autofahrer zu erhöhen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (06.-12. November 2016)

Sonntag, 06.11.2016:

Die PA macht wieder „Stimmung“: Die Israelis planen Abbas zu ermorden, genauso wie sie Arafat ermordeten.

Die PA fordert, dass sie die Schriftrollen von Qumran als „palästinensisches kulturelles Erbe“ von Israel „zurückbekommt“.

Die israelische Polizei nahm im Verlauf der letzten zwei Monate 21 Personen fest, die im Verdacht stehen am Rahelgrab Zivilisten und Sicherheitskräfte angegriffen zu haben.

Montag, 07.11.2016:

In Hebron wird von den Arabern wieder verstärkt die „Ninja-Taktik“ genutzt: stehende Nägel, die Reifen durchstechen, wodurch Autos sich gelegentlich sogar überschlagen; nach Angaben der Nachrichtenseite 0404 wird dieses Mittel von den Terroristen auf Straßen überall in Judäa und Samaria verstärkt eingesetzt.

Heckmeck:
– Die israelische hat den Franzosen die Botschaft übermittelt, dass sie gegen die „Friedenskonferenz“ in Paris ist und nicht daran teilnehmen wird. Echte Fortschritte und eine Vereinbarung können nur durch direkte Verhandlungen entstehen, ließ man die Franzosen wissen. Eine Konferenz, wie die Franzosen sie planen, macht Fortschritte in einem Friedensprozess nur unwahrscheinlicher, weil sie der PA die Möglichkeit bietet direkte Verhandlungen mit Israel zu vermeiden.

Dienstag, 08.11.2016:

Ein Gericht in Jerusalem hat einen 14-jährigen Terroristen wegen zweifachen Mordversuchs zu 12 Jahren Gefängnis verurteilt. Mahmud Abbas schäumt, das sei gegen das Völkerrecht und das Geständnis sei erpresst worden. (Dabei gibt es die Mordversuche auf Video.)

Drei PA-Araber wurden in Anata verhaftet, nachdem in ihrem Auto eine Tasche mit Dutzenden Münzen aus der Hasmonäerzeit gefunden wurde, die die Männer verkaufen wollten. Die Münzen haben einen Wert von mehreren Zehntausend Schekeln. (10.000 Schekel sind gut 2.000 Euro.)

Während der Nacht kam ein professionelles Renovierungsteam zum Josefgrab in Schechem/Nablus, um Reparaturen auszuführen.

Das Center for Near East Policy Research hat die PA-Schulbücher untersucht und festgestellt, dass sich an der Hass-Erziehung darin nichts zum Besseren verändert hat.

Donnerstag, 10.11.2016:

Während der letzten 3 Monate hoben IDF und Shabak eine Terrorzelle aus und nahmen 8 Araber aus Samaria sowie einen aus „Ost“-Jerusalem fest. Die Zelle hatte ein Labor zur Herstellung von Sprengstoff eingerichtet.

Freitag, 11.11.2016:

Die PA lässt in ihrem Fernsehen wieder die Lüge verbreiten Israel habe Arafat (der am 11.11.2004 starb) ermordet; jetzt werde die Ermordung von Abbas geplant.

Samstag, 12.11.201:

Die Hamas lässt durch Mahmud Al-Zahar einem libanesischen Nachrichtensender kundtun, dass sie die Aufkündigung der Olso-Verei nbarungen befürwortet. Grund: Keiner der „anderen Seite“ hält sich dran, weder die Israelis noch die, „die die Verhandlungen begannen und die Vereinbarungen unterschrieben“ (also Fatah).

Der Krieg der PA gegen die Balfour-Erklärung

Ruthie Blum, Israel HaYom, 28. Oktober 2016

Ermutigt und ermächtigt von der jüngsten UNESCO-Resolution, die jüdische Verbindungen zum Tempelberg und der Westmauer bestreitet, prahlt die palästinensische Autonomiebehörde mit Plänen während des nächsten Jahres weltweit eine Reihe globaler Veranstaltungen zu betreiben, um die Gründung des Staates Israel anzuprangern.

Der Sinn der von der Nachrichtenagentur Qudsnet als „massiv“ beschrieben Kampagne besteht darin „die internationale Gemeinschaft und besonders Großbritannien mit ihrer historischen Verantwortung zu konfrontieren und sie aufzufordern dieses große Verbrechen zu büßen und das Thema der dem palästinensischen Volk zugefügten historischen Ungerechtigkeit aufzubringen“.

Das fragliche „schwere Verbrechen“ ist die Balfour-Erklärung vom 2. November 1917, die der britische Außenminister Arthur Balfour dem jüdischen Gemeindeleiter Walter Rothschild schickte, geschickt an die Zionist Federation of Great Britain and Ireland. Darin hieß es:

Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte.

Obwohl es den Begriff „Palästinenser“ – oder ein Volk, das sich „Palästinenser“ nennt – noch lange nicht gab, ist das Verfälschen von Geschichte fester Bestandteil ihrer Bejühungen Israel auf jede mögliche Weise zu delegitimieren. Die Abstimmung in der UNESCO ist nur ein winziges Beispiel für diese Gepflogenheit, die mit Hilfe westlicher Linker an Boden gewinnt.

Ein weiteres ist die unaufhörliche Kakophonie, die israelischen Siedlungen stellten ein „Hindernis für den Frieden“ dar.

Ironischerweise dient die Tatsache, dass alle Fraktionen der PA keinen Hehl daraus machen, dass sie den jüdischen Staat als Katastrophe betrachten, die eine jährliche Trauer verdient – und ebenso das Abschlachten unschuldiger Juden – nicht dazu Verfechter einer Zweistaatenlösung von ihrer Behauptung abzubringen, dass neue Wohnungen in der Westbank unnötig provozieren.

Im Gegenteil: Obwohl Abbas klar sagte, dass in einen von der PA kontrollierten Gebiet Juden unter keinen Umständen willkommen wären, war es Premierminister Benjamin Netanyahu, der von überall gnadenlos gescholten wurde, als er die Aufmerksamkeit auf diesen eklatanten Antisemitismus lenkte – und besonders vom Weißen Haus und dem US-Außenministerium.

Saeb Erekat, der Chef-„Friedens“-Unterhändler der Palästinenser, nutzte die Gelegenheit, wie er es immer tut und nutzte die US-Kritik an Israel als Beweis dafür, dass der jüdische Staat in Sünde geboren wurde und lebt.

In einem Kommentar in der Washington Post vom Dienstag machte Erekat genau dies im Zusammenhang mit der Balfour-Erklärung, die er den „symbolischen Anfang der Leugnung unserer Rechte“ nannte. Die Geißelung der Welt, weil sie keine signifikanten Schritte zur Beendigung des Zerrbilds der Existenz Israels rotzte er die üblichen Lügen darüber hin, wie der jüdische Staat entstand.

„Das palästinensische Volk wurde 1948 mit Gewalt seiner Häuser enteignet und aus seinem Heimatland vertrieben, erlitt 1967 die Besetzung, nur um in den historischen Kompromiss gezwungen zu werden die Grenzen von 1967 als die Grenzen des Staates Palästina anzuerkennen“, schrieb er, wobei er bequemerweise die wahre Geschichte des Unabhängigkeitskriegs Israels und des Sechstage-Kriegs 19 Jahre später ausließ – den Angriff der umgebenden arabischen Armeen auf ein winziges, junges Land, das einen Großteil seiner Zeit damit verbringt mit denen eine Absprache zu finden, die auf seine Auslöschung erpicht sind.

Erekats Text steht in Übereinstimmung zu Abbas‘ Ankündigung im Juli, dass die PA wegen der Balfour-Erklärung eine Klage gegen Großbritannien einreichen wird. Das wurde vom palästinensischen Außenminister Riyad al-Maliki auf dem Gipfel der Arabischen Liga in Mauretanien übermittelt, an dem Abbas nicht teilnehmen konnte, weil sein Bruder verstorben war.

Ungeachtet der Tatsache, dass Omar Abbas in einem Krankenhaus in Tel Aviv wegen Krebs behandelt worden war – so wie Familienmitglieder anderer Bosse von Fatah und Hamas auch – legte der Palästinenserführe mit seinem Prozess gegen Großbritannien wegen eines 100 Jahre alten Dokuments los, „nachdem hunderttausende Juden aus Europa und anderen Orten in Palästina ankamen, auf Kosten unseres Volkes“.

Mit einem derart krassen Eingeständnis seiner tatsächlichen Haltung zur jüdischen Eigenstaatlichkeit – so weit zu gehen, dass er einen Krieg gegen die Balfour-Erklärung führt – sollte die palästinensische Autonomiebehörde mit der Verachtung und dem Hohn behandelt werden, die sie verdient.

Ein endgültiger Stich gegen die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts

Clifford D. May, The Washington Times, 19. Oktober 2016

Sie sind vermutlich mit der alten Geschichte über den alkoholisierten Typen vertraut, der nachts unter einer Straßenlaterne nach seinem Portemonnaie sucht – nicht weil er es dort verloren hat, sondern weil es keinen Sinn macht im Dunkeln herumzustochern. Das ist seit Jahren im Wesentlichen die amerikanische Herangehensweise an die Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts gewesen.

Immer und immer wieder werden die Israelis aufgefordert Zugeständnisse zu machen, „Risiko für Frieden“ einzugehen. Unter Druck tun sie das manchmal. Zugeständnisse der Gegenseite werden von den Palästinenserführern nicht gefordert, denn was wäre der Punkt von ihnen etwas zu verlangen, das sie nicht können oder wollen? Hamas, die im Gazastreifen herrscht, lehnt schon die Vorstellung einer friedlichen Koexistenz mit dem jüdischen Staat ab. Hamas erklärte offen ihr Ziel der Vernichtung Israels. Was PA-Präsident Mahmud Abbas angeht: Der kann keinen Fuß in den Gazastreifen setzen und in der Westbank ist seine Unterstützung derart dünn geworden, dass er keine Friedensvereinbarung mit Israel unterschreiben könnte, selbst wenn er das wollte – und es ist überhaupt nicht klar, ob er das will.

Zu viele von uns haben ein sehr kurzes Gedächtnis. Im Jahr 2000 in Camp David legte Präsident Bill Clinton den israelischen und palästinensischen Führungspolitikern seine „Parameter“ für eine „Zweistaatenlösung“ vor. Die Palästinenser, sollte Herr Clinton später schreiben, sollten „annähernd 97 Prozent der Westbank“, den ganzen Gazastreifen sowie Teile von Ostjerusalem erhalten. Die Israels sollte ein „formelles Ende des Konflikts“ bekommen. Das war keine Grundlage für weitere Gespräche – das war die Grenze, von der Herr Clinton glaubt, dass die Israelis bis zu ihr im Austausch für ein Versprechen gehen konnten.

Die Israelis akzeptierten den Deal. Der damalige Palästinenserführer Yassir Arafat nicht. Stattdessen ging er dazu über eine Welle terroristischer Gewalt gegen Israelis zu entzünden, die als zweite Intifada bekannt wurde.

Fünf Jahre später wurde ein weiteres Experiment „Land für Frieden“ durchgeführt: Die Israelis zogen aus dem Gazastreifen ab, Territorium, dass sie im Verteidigungskrieg von 1967 Ägypten abgenommen hatten – nicht Palästinensern. Es dauerte nicht lange und die Hamas und ihr Rivale Fatah, angeführt von Herrn Abbas, waren dort in einen brutalen Bürgerkrieg verwickelt. Die Hamas siegte. Statt den Gazanern Frieden und Wohlstand zu bringen, begann die Hamas Flugkörper nach Israel zu schießen und in der jüngeren Vergangenheit Terrortunnel unter israelische Dörfer und Bauernhöfe zu graben. Heute kollaboriert die Hamas mit dem Islamischen Staat, der im Sinai einen Jihad gegen Ägypten führt, Land, das Israel 1967 ebenfalls erobert, aber im Tausch für einen Friedensvertrag an Ägypten zurückgab.

Die jüngste Geschichte ist heute besonders wichtig, weil erwartet wird, dass Präsident Obama sich nach der Wahl vom November in seinen letzten Tagen im Amt wieder auf den israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrieren wird. Es wird berichtet, dass er das Außenministerium beauftragt hat mit einer Liste an Optionen aufzuwarten, darunter „Obama-Parameter“, die die Clinton-Parameter ersetzen würden, Maßnahmen zu Abschreckung und/oder Bestrafung derer, die israelische Siedlungen jenseits der Waffenstillstandslinien von 1949 unterstützen (was der Delegitimierung Israel eine Schub geben würde, insbesondere der BDS-Bewegung) und keine Resolutionen des UNO-Sicherheitsrats mit einem Veto belegen würde, die einen Palästinenserstaat anerkennt.

Ein solcher Staat würde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit scheitern. Er würde aus zwei Gebieten bestehen, einem regiert von einer als Terrororganisation gekennzeichneten, einem von einem 81-jährigen Politiker mit Gesundheitsproblemen, der es nicht wagt Wahlen abzuhalten und keine Plan für seine Nachfolge vorbereitet hat. Weder der Gazastreifen noch die Westbank hab funktionsfähige politische und wirtschaftliche Einrichtungen. Wichtig, wenn auch allgemein nicht erwähnt, ist: Ohne israelische Sicherheitskooperation wäre die Westbank anfällig für eine Übernahme durch die Hamas.

Oder schlimmer: Was würden ohne Israels Militärpräsenz in der Westbank die, die einen völkermörderischen Jihad in Syrien führen, davon abhalten einzusickern und schon bald Hälse aufzuschlitzen und Leichen in Massengräbern abzuladen? Die von Israel gebotene stille Sicherheitsunterstützung der PA (wie auch Jordaniens) ist unerlässlich. Hat Herr Obama eine Alternative im Sinn? Vielleicht UNO-Friedensschützer?

Wenn wir schon davon reden: Die krude Borniertheit und absolute Feindseligkeit der UNO und ihrer Organe gegenüber Israel macht diese Institution unfähig einen erfolgreichen Friedensprozess zu ermöglichen. Wenn Herr Obama das in der Vergangenheit nicht erkannt hat, dann hätte es ihm letzte Woche dämmern müssen, als der Exekutivrat der UNESCO, der U.N. Educational, Scientific and Cultural Organization, einen Beschluss fasst, der die wichtigsten religiösen Stätten in Jerusalem als nur muslimisch bezeichnete – und damit ihre älteren jüdischen (und damit christlichen) Verbindungen bestritt. Russland und China, beides Mitglieder des UNO-Sicherheitsrats, stimmten für die Resolution.

Ein von Senator Ted Cruz, einem texanischen Republikaner, und der Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen, einer Republikanerin aus Florida, initiierte und von 39 Abgeordneten – Republikanern wie Demokraten – unterzeichnete Brief verurteilte die Resolution als weiteren Beweis für die „obsessiv feindselige Haltung der UNO gegenüber Israel“. Sogar die Generaldirektorin der UNESCO, Irina Bokova, kritisierte das Votum; sie sagte: „Jerusalem ist die heilige Stadt der drei monotheistischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam. Jegliches Leugnen, Verbergen oder Löschen jüdischer, christlicher oder muslimischer Traditionen untergräbt die Integrität des Ortes.“ Das Außenministerium bekundete „große Sorge“.

Sollte Donald Trump zum Präsidenten gewählte werden, wird Herr Obama tun, was in seiner Macht steht, um dessen politische Auswahlmöglichkeiten zu einer Reihe von Themen einzuschränken. Das höre ich. Aber wenn Hillary Clinton die nächste Bewohnerin des Weißen Hauses ist, wird er seiner früheren Außenministerin einen enormen Bärendienst erweisen, sollte er ihr die Hände binden.

Und außerdem wird die Wahrnehmung weit verbreitet sein, dass sie mit Herrn Obamas Herangehensweise übereinstimmt – oder ihr die Kraft fehlt ihn davon abzubringen. Die Israelis werden sie nicht so sehen, wie sie Bill Clinton sahen – als ehrlichen Vermittler – sondern als dritte Amtszeit eines Präsidenten, der geholfen hat den Nahen Osten zu einem blutigeren Ort zu machen und nur zu begierig ist in Verfolgung dessen, was er inzwischen als sein Hauptziel zu verfolgen scheint, ihr Leben zu riskieren: ein Vermächtnis.