Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Mai 2017)

Sonntag, 14.05.2017:

Kann man das „Gülle-Jihad“ nennen? Abwässer aus Ramallah fließen ungeklärt nach Zentral-Israel. Modi’in Illit ist davon besonders betroffen, die Mückenplage hat zugenommen und es werden dadurch verursachte Krankheiten befürchtet. Bei meinem letzten Besuch in Beer Sheva berichteten mir Freunde, dass auch sie unter ungeklärten Abwässern aus PA-Gebieten leiden.

Friedensbereitschaft widerlegt: In Hebron haben die PA-Araber einen Terroristen zum Bürgermeister gewählt, der für den Tod von 6 Juden verantwortlich ist.

Die offiziellen PA-Medien bezeichnen den am Samstag bei einem Terror-Messeranschlag verletzten Polizisten als gewalttätigen Rassisten, der für den Angriff auf sich selbst verantwortlich sei.

Marwan Barghouti hat sich wieder aus dem Gefängnis gemeldet. Per Brief forderte er „Einheit und nationalen Ungehorsam“. Außerdem rief er zur Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auf.

Ein ranghoher Palästinenser sagte, er „hoffe“, dass Israel den Siedlungsbau einstellen wird, wenn von den USA geführte Friedensgespräche wieder aufgenommen werden; er ging allerdings nicht so weit das zu einer Vorbedingung zu machen.

Montag, 15.05.2017:

Abbas Zaki von der PA vor PA-Sicherheitsbeamten: Ihr werdet Jerusalem befreien und die Welt beherrschten. Die Israelis sind Esel. ISIS hätte Israel angreifen müssen.

Die Gemeinsame Arabische Liste beschuldigt die Regierung, sie würde arabische Aktivisten bekämpfen. Anlass ist ein Prozess gegen sechs Mitglieder der (verbotenen) radikalmuslimischen Hasstruppe „Islamische Bewegung“, der von den arabischen Knesset-Parteien als „kollektives Schlagen gegen die israelisch-arabische Gemeinschaft“ verurteilt wird.

Dienstag, 16.05.2017:

Der von Mahmud Abbas eingesetzte Leiter eines Schulsystems ließ wissen: Juden sind Wucherer, die das Geld, die Presse und die Ressourcen kontrollieren. Israel ist ein Krebsgeschwür.

Am nördlichen Gazastreifen gibt es schwerwiegende Verschmutzung des Wassers, weil im Bereich Beit Hanoun (nördlicher Gazastreifen) ungeklärte Abwässer in ein nach Israel führendes trockenes Flussbett gepumpt werden. Die Abwässer verschmutzen das gesamte Küstengrundwassersystem.

Heckmeck:
– Moderate arabische Golfstaaten sollen bereit sein bessere Beziehungen zu Israel zu schmieden, wenn es aus ihrer Sicht beträchtliche Bemühungen Israels zum Neustart der stagnierenden Friedensgespräche mit den Palästinensern gibt. (Kommentar: Wieder ist es Israel, das etwas tun soll, nicht die Terroristen!)^

Der PA-Parlamentarier Jamal Hawil von der Fatah wurde fotografiert – als er mit einer Steinschleuder Juden bewarf. Die Fatah sind die „moderaten“ (!) Terroristen.

Nur wenige Tage vor Trumps Besuch wurde in der „Westbank“ in Tulkarm ein Platz nach Maher Yunis, einem Terroristen benannt.

Mittwoch, 17.05.2017:

Den Widerspruch werden wohl nur unsere Gutmenschen nicht erkennen wollen: Bei seinem Besuch in Indien bejubelte Mahmud Abbas die pal-arabischen Terroristen und „Märtyrer“ – und behauptete gleichzeitig, er wolle Frieden mit Israel.

Einmal mehr ließ das PA-Fernsehen ein kleines Kind ein Gedicht aufsagen, das zu Krieg aufruft.

Ein „Geistlicher“ im PA-Fernsehen: Jude verbreiten in der arabischen Welt Korruption, Prostitution und Drogen.

Donnerstag, 18.05.2017:

Statistisches: Die PA hat insgesamt 28 Schulen nach Terroristen benannt. 3 weitere PA-Schulen tragen die Namen von Nazi-Kollaborateuren.

Formelle Botschaft aus dem Gazastreifen: keine Kompromisse – es gibt keine Lösung des Konflikts ohne die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ (natürlich nur arabischen nach Israel, nicht von Juden in die Gebiete), dazu ihre Entschädigung und dass sie „ihr“ Land zurückbekommen. Außerdem ist „Palästina“ der gesamte Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer.

Mehrere Terrorgruppen im Gazastreifen riefen zu einem „Tag des Zorns“ in Unterstützung der Hungerstreikenden auf. Außerdem drohten sie mit Eskalation, sollten die Forderungen der Terror-Häftlinge nicht erfüllt werden. (Sollte man sich merken, wenn es die nächsten Eskalationsvorwürfe an Israel gibt.)

Freitag, 19.05.2017:

Friedensbotschaft des PA-Fernsehens: Im Kinderprogramm rezitiert ein kleines Mädchen ein Gedicht, mit dem sie behauptet die Israelis hätten Arafat ermordet.

Ein PA-Krankenwagenfahrer wurde festgenommen; er hatte gestern mit seinem Krankenwagen einen israelischen Autofahrer blockiert, der von einem Mob beinahe gelyncht wurde.

Samstag, 20.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA (Saeb Erekat) tönt wieder: Ein Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem würde den „Friedensprozess“ beenden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.

Zitat der Woche – von Mahmud Abbas bei Donald Trump

Bei der gemeinsamen Pressekonferenz behauptete Mahmud Abbas:

„Herr Präsident, ich versichere Ihnen, dass wir unsere Jugend, unsere Kinder, unsere Enkel in einer Kultur des Friedens erziehen.“

Schaun wir mal:

Die Jungs in der Schule reden nur davon, dass Juden übel sind und getötet werden müssen, dass sie Juden morden, Schahide sein möchten – das werden sie in der (UNRWA-) Schule gelehrt.

Und Abbas selbst erklärt:

Wir heißen jeden Tropfen Blut willkommen, der in Jerusalem vergossen wird. Das ist reines Blut, sauberes Blut, Blut auf seinem Weg zu Allah. Mit Allahs Hilfe wird jeder Schahid (Märtyrer) im Himmel sein und jeder Verwundete wird seine Belohnung erhalten.

Das ist die „Kultur des Friedens“ des Mahmud Abbas!

Palästinensischen Kindern wird Terrorismus als Wert gelehrt

Elliott Abrams, 1. Mai 2017

Frieden zwischen Israel und den Palästinensern hängt grundsätzlich davon ab, wer die Verhandlungen führt, wie sachkundig sie sind und anderen diplomatischen Dingen dieser Art. Grundsätzlich ist er vom Wunsch nach Frieden abhängig.

Eine neue Studie palästinensischer Schulbücher stellt fest, dass palästinensische Kinder gelehrt werden Terrorismus und Gewalt zu verherrlichen und wertzuschätzen. Die Studie mit dem Titel „Palestinian Elementary School Curriculum 2016–17: Radicalization and Revival of the PLO Program”[1] wurde vom Institute for Monitoring Peace and Cultural Tolerance in School Education[2] (in Jerusalem) durchgeführt und ist hier zu finden.

Die Zusammenfassung der Studie beginnt hiermit:

Der neue palästinensische Lehrplan, zu dem neue Schulbücher für die Klassen 1 – 4 gehören, ist beträchtlich radikaler als der vorherige. In einem noch größeren Ausmaß als die Schulbücher von 2014/15 lehrt das Curriculum die Schüler Märtyrer zu sein, dämonisiert und bestreitet das Existenzrecht Israels und konzentriert sich auf eine „Rückkehr“ in ein ausschließlich palästinensisches Heimatland.

Auf den Seiten der Schulbücher werden Kinder gelehrt entbehrlich zu sein. Botschaften wie „der Vulkan meiner Rache“, „das Sehnen meines Blutes nach meinem Land“ und „Ich werde mein Blut opfern, um das Land zu durchtränken“ überziehen den Lehrplan. Mathematikbücher nutzen Zahlen toter Märtyrer, um Kinder Arithmetik zu lehren. Zur Vision eines arabischen Palästina gehört alles, was heute Israel ist, das als die „1948 Besetzten Gebiete“ definiert wird.

Das ist nicht die Art Kinder auf Frieden vorzubereiten.

Hier sehen Sie, wie das Mathematikbuch für das 4. Schuljahr Mathematik lehrt:

Die Zahl der Märtyrer der Ersten Intifada von 1987 bis 1993 beträgt insgesamt 2.026 Märtyrer und die Zahl der Al-Aqsa-Märtyerintiada im Jahr 2000 beläuft sich auf 5.050 Märtyrer, während die Zahl der Verwundeten 49.760 erreicht. Wie viele Märtyrer starben n den beiden Intifadas?

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ist diese Woche in Washington. Das Lehren und die Verherrlichung von Terrorismus und Gewalt sollten ganz oben auf der Tagesordnung zu ihm stehen. Seit Jahrzehnten wurden solche Dinge als für das ernste Geschäft diplomatischer Verhandlungen peripher betrachtet. Aber die Verhandlungen beginnen, stoppen und führen zu nichts. Derweil lernt eine weitere Generation palästinensischer Kinder in Schulen und uns spielen in Parks, die nach Märtyrern benannt sind. Das ist das, was wirklich gravieren ist und das ist das, womit Herr Abbas diese Woche konfrontiert werden sollte.

——

Nachbemerkung heplev: Trump hat viel davon geredet, dass die PA die Aufstachelung einstellen muss. Abbas hat ihm Honig ums Maul geschmiert, er könne sich neue Verhandlungen und Fortschritte im Nahen Osten mit einem Präsidenten Trump vorstellen. Es bleibt abzuwarten, ob der neue Präsident begriffen hat, dass da in Sachen Hetze einstellen nichts kam.

[1] Der palästinensische Grundschullehrplan 2016/17: Radikalisierung und Wiederbelebung des PLO-Programms

[2] Institut zur Beobachtung von Frieden und kultureller Toleranz in der Schulbildung

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (30. April – 6. Mai 2017)

Sonntag, 30.04.2017:

Ma’an – unabhängige pal-arabische Nachrichtenagentur – behauptet, Israel habe Freitag eines der seltenen Male den Übergang Kerem Shalom in den Gazastreifen geöffnet, damit Treibstoff und Kochgas geliefert werden können. Dass der Übergang nur sporadisch offen sei, sorge dafür, dass die Bevölkerung und das Elektrizitätswerk nur eingeschränkt mit Treibstoff versorgt sind. Fakt ist: Kerem Shalom ist von sonntags bis donnerstags immer geöffnet. (Das Besondere war, dass es eine Öffnung an einem Freitag gab.)

Eine ganze Reihe arabischer Medien „berichteten“, „jüdische Siedler“ hätten am Damaskustor in Jerusalem „unter schwerem Polizeischutz provokative talmudische Rituale“ durchgeführt. Fakt ist: Ein paar jüdische junge Leute tanzten dort im Vorfeld des Unabhängigkeitstags – und zwar auf Gebiet, das Israel schon vor 1967 inne hatte.

Hamasführer Khaled Meschaal schickte Botschaften an arabische Führer, mit denen er versprach, dass die Freilassung der verurteilten Terroristen in Israel ganz oben auf der Prioritätenliste der Hamas steht. Er kündigte an, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis Israel gezwungen wird sie freizulassen.

Umfrage: Israelis – Juden und Araber – sind stolz auf ihr Land und identifizieren sich mit ihm und seinen Problemen. Von den Arabern gaben nur 21,9% an, das nicht zu tun. Dabei bewerteten die israelischen Araber die Lage im Land noch besser als die israelischen Juden.

Laut israelischen Angaben haben bereits 300 Terroristen den Hungerstreik wieder aufgegeben.

Montag, 01.05.2017:

Nur für den Fall, dass da wieder jemand behauptet die Hamas würde weniger radikal: Sie hat erneut bestritten, dass ihr neues Strategiepapier ihre antisemitisch-völkermörderische Charta ändert oder ersetzt. Das neue Papier sagt übrigens eindeutig: Palästina vom Meer bis zu Jordan ist von den zionistischen Kolonialisten besetztes palästinensisches Territorium… Wir werden nicht einen einzigen Stein davon aufgeben.“

Nach PA-Angaben sollen ja mehr als 1.500 Terroristen hungerstreiken. Israel sagt, die Zahl liege inzwischen bei 870.

Wenn sie sich auch sonst spinnefeind sind und beschimpfen, in einem sind sich Hamas und Fatah einig: Beide erklärten gerade wieder, dass Israel kein Recht hat zu existieren

Berechtigte Frage von Netanyahu an Abbas (in seiner Rede zum Heldengedenken): „Wie kannst du von Frieden reden, während du Mörder finanzierst?“ Dem folgte die Aufforderung: „Willst du echte Schritte zum Frieden tun? Dann streiche die Zahlungen an Terroristen. Finanziere Frieden, nicht Mord.“

Dienstag, 02.05.2017:

Während Israel seiner Gefallenen gedachte, marschierten in der Altstadt von Jerusalem mehrere Dutzend Araber, um Solidarität mit den Terroristen zu demonstrieren.

Die Terroristen vom „bewaffneten Zweig der Hamas“ haben ein Ultimatum gestellt: Entweder Israel erfüllt ihre Forderung innerhalb von 24 Stunden oder Israel würde tagtäglich den Preis dafür zahlen müssen. Welcher Preis das sein soll, sagten sie nicht.

Der Hungerstreik hat einen ersten Toten gefordert – in Ramallah. Dort streikte ein ehemaliger Häftling aus Solidarität mit seinen Terror-Freunden, obwohl er Nierenprobleme hatte. Das kostete ihm jetzt das Leben.

Verkehrs- und Geheimdienstminister Yisrael Katz hat gefordert, dass Israel als Reaktion auf den UNESCO-Beschluss, alles Handeln Israels überall in Jerusalem sei „null und nichtig“, mit der Annektierung einiger Städte im Umfeld der Hauptstadt reagiert (Ma’ale Adumim, Givat Ze’ev, Beitar Illit und der Gush-Etzion-Block).

Viele „Erbe-Stätten“ mussten wegen zu großen Besucherandrangs am Unabhängigkeitstag geschlossen werden. Sie hatten heute kostenlosen Eintritt angeboten.

Mittwoch, 03.05.2017:

Wie nicht anders zu erwarten macht die PA Israel für den Tod ihres Hungerstreikers in Ramallah verantwortlich. Der habe in seiner Haftzeit keine ordentliche medizinische Versorgung erhalten. (Dass er trotz Nierenkrankheit meinte den Hungerstreik veranstalten zu müssen, ist natürlich völlig unwichtig…)

Die PA behauptet, den Terrorhäftlingen Gehälter zu zahlen helfe der PA dem Nahen Osten Frieden zu bringen – weil die sich sonst dem Islamischen Staat anschließen würden.

Abbas zu Besuch in Washington – Trump fordert ein Ende der Hetze in der PA. Abbas hofft auf neue Verhandlungen mit Israel und schmiert Trump Honig um den Bart: Mit ihm könne er sich vorstellen, dass das kappt. Die Hamas meldete sich schon zu Wort und kritisierte Abbas, dass er überhaupt Friedensverhandlungen mit Israel führen will.

Donnerstag, 04.05.2017:

Israelische Sicherheitskräfte haben vor kurzem in Jenin eine Terrorzelle der PFLP ausgehoben; dabei wurden en Fahrzeug und verschiedene Waffen beschlagnahmt. Die Zelle hatte im April verschiedene Terroranschläge verübt, darunter Schusswaffenangriffe auf IDF-Stellungen und israelische Gemeinden in Judäa und Samaria.

In Ramallah gab es eine Demonstration tausender Araber in Unterstützung der inhaftierten Terroristen.

Friedenserziehung in einem Kindergarten im Gazastreifen: Kindergarten-Kinder führen einen martialischen Auftritt in militärischen Tarnanzügen und Spielzeug-Maschinenpistolen auf, das auf Facebook gepostet wurde. Titel: „Palästina in den Augen unserer Söhne.“ Sie soll „die Liebe zur Heimat in die Seelen der Kinder einflößen“.

Araber aus Bardala im nördlichen Jordantal haben die Wasserversorgung jüdischer Gemeinden dort gekappt. Mekorot, der israelische Wasserversorger, bereitet sich darauf vor, das wieder in Ordnung zu bringen.

Nabil Sha’at, Berater von Mahmud Abbas, sagte in einem Interview, es sei „verrückt“ von der PA zu verlange die Terrorhäftlinge nicht mehr zu bezahlen. Das sei so, würde Israel die Soldaten der IDF nicht mehr bezahlen. (Im selben Artikel wird anhand eines alten Beispiels gezeigt, was für ein Lügenbolzen Sha’at ist.)

Freitag, 05.05.2017:

Arbeitsunfall: Ein Mitglied des Islamischen Jihad wurde getötet, offenbar als er eine Bombe bastelte (es ist nicht klar, ob das heute war).

Die Arabische Liga fordert von der UNO israelische „Verstöße“ gegen die Terrorhäftlinge zu untersuchen.

Die Hamas versichert alle Welt: „Unser neues Positionspapier macht uns nicht zu einer neuen Version der Fatah.“

Ranghohe israelische Stellen überlegen Ärzte aus dem Ausland zu holen, die die hungerstreikenden Häftlinge zwangsernähren. MK Ahmed Tibi von der Vereinigten Arabischen Liste schimpft: Das ist eine unmoralische Manipulation, furchtbar und erbärmlich; die Forderungen der Häftlinge sollten erfüllt werden, statt einen schmutzigen Krieg gegen sie zu führen..

Zwei Araber drangen auf eine Armeebasis ein und stahlen Waffen schlafender Soldaten; die Täter wurden geschnappt, die Waffen werden gesucht.

Marwan Barghouti rief die PA-Araber auf die Sache der Hungerstreiker zu unterstützen.

Samstag, 06.05.2017:

Mahmud Abbas‘ eklatante Lüge im Weißen Haus, die PalAraber erzögen ihre Jugend zum Frieden, hat eine interessante Reaktion Benjamin Netanyahus ausgelöst. Dieser twitterte einen Rat an den PA-Che: „Google dich mal.“ Dann könnte der Terrorgrande nämlich mal sehen, was er so an „Friedvollem“ von sich gegeben hat. (Was man ansatzweise auch im den Tweet begleitenden Video sehen kann.)

Friedensbereitschaft: Der Palästinensische Islamische Jihad lehnt einen Palästinenserstaat in den „Grenzen von 1967“ ab.