Den Löwen zähmen

Micah Halpern, 12. April 2005

Erfolg oder Fehlschlag. Wahrheit oder Wagnis. Die Zukunft der palästinensischen Autonomie liegt in den Händen eines Mannes, ihres Präsidenten Mahmud Abbas.

Die Entscheidungen, die Abbas fällt, werden, langfristig und kurzfristig, die Zukunft des palästinensischen Volkes gestalten. Er hat die Wahl zu treffen. Die Verpflichtungen muss er übernehmen.

Einige Entscheidungen, wie die gegen den Terror vorzugehen oder die Kontrolle auszuüben, sind jetzt zu treffen und physisch schwierig. Aber Abbas muss den palästinensischen Wilden Westen zähmen oder dieser wird ihn verschlingen. Und wenn oder wann der erste demokratisch gewählte Präsident der Palästinensischen Autonomie stürzt, wird die Anarchie einsetzen. Und wenn die Anarchie übernimmt, verschwindet jede Chance der palästinensischen Volkes ein anständiges Leben zu führen. Wenn Abbas fällt, geht jede Chance auf eine Annäherung zwischen der Autonomie und Israel verloren. Wird Abbas verschlungen, wird die palästinensische Gesellschaft niemals aufblühen, sondern statt dessen ein Nicaragua oder Belfast werden.

Wie kann man den Löwen zähmen?

Die Banden von Hooligans zu entwaffnen, die durch die Städte schwärmen, sie ins Gefängnis zu stecken und ihre Geldquellen zu verstopfen, Hetze ungesetzlich zu machen – all das sind offensichtliche Möglichkeiten die Kontrolle wiederzugewinnen. Physisch ist das schwierig, aber es ist machbar.

Die Massen von der Wichtigkeit des Auftrags zu überzeugen ist weitaus schwieriger. Der Grund dafür, dass es viel schwieriger ist, besteht darin, dass Umerziehung viel mehr als physische Entschlossenheit verlangt; sie braucht eine emotionale Entschlossenheit. Und hier hat Abbas furchtbar versagt. Abbas hat kaum einmal den Versuch unternommen das palästinensische Volk umzuerziehen.

Erziehung oder Umerziehung ist zentral für den Erfolg des Präsidenten Abbas. Sie ist ein wesentliches Werkzeug für die Umsetzung einer demokratischen, wirtschaftlich gesunden und produktiven Zukunft seines Volkes. Und doch hat Abbas noch nicht einmal angefangen die einfachsten Bildungsreformen einzuführen. Es gibt konkrete Handlungen, die keinerlei Zeit und keine Kraft benötigen, um eingeführt zu werden. Es gibt Handlungen, die fast kein Geld kosten, aber wichtigen kurz- und langfristigen Einfluss auf die Zukunft des palästinensischen Volkes haben würden.

Alles, was Abbas als ersten, einfachen und entscheidenden Schritt tun muss: Er muss ein Buch aus der Liste der Schulbücher entfernen. Wenn Abbas wirklich dem Frieden mit den Israelis verpflichtet ist, wenn er wahrhaftig ist, während er in internationalen Diplomaten-Kreisen von Frieden und Fortschritt redet, wird er den Prozess der Umerziehung jetzt beginnen. Er ist bereits spät dran, jedes Noch-Später wird zu spät sein. Aber wird er das wagen?

Der israelische Minister Natan Sharansky hat gerade einen dringenden Brief an Israels Ministerpräsidenten Ariel Sharon und US-Präsident George Bush geschickt.

Und hierum geht es:
Der offizielle palästinensische Lehrplan für das 10. Schuljahr lehrt die „Protokolle der Weisen von Zion“. Die in den Schulen genutzte Ausgabe wird in Syrien verlegt. Der Lehrplan erwähnt nie, dass die Protokolle eine Fälschung der russischen Geheimpolizei sind, veranlasst vom Zaren, um den berüchtigten Mythos zu verbreiten, die Juden würden die Welt beherrschen.

Man muss sich fragen:
Warum lehrt man die Protokolle, wenn nicht, um das Werk als Verschwörungstheorie von Antisemiten zu entlarven? Was ist in jedem anderen Zusammenhang der bildungspolitische Sinn davon, die Protokolle der Weisen von Zion beeindruckbaren Zehnklässlern angesichts des heutigen sozialen und politischen Klimas zu lehren?

Um den Mythos fortbestehen zu lassen. Wir kennen die Antwort alle. Die Protokolle der Weisen von Zion sind nicht aus dem palästinensischen Lehrplan entfernt worden, das Buch ist nicht aus den Regalen der Schulbüchereien genommen worden, aus einem EINZIGEN Grund: Um den Mythos fortbestehen zu lassen!

Die Palästinenser lehren die Protokolle weiterhin, weil sie sich noch immer keinen Reformen verschrieben haben. Und Mahmud Abbas als ihre Präsident ist der verantwortliche Mann dafür, dass sein Volk umerzogen wird oder nicht, für die Umsetzung von Reformen oder dafür sie zu verschleppen, dass sie ignoriert, wenn nicht gar vergessen werden.

Aber es gibt mehr. Da gibt es die Landkarten.

Auf keiner offiziellen Landkarte der Palästinensischen Autonomie gibt es Israel. Nicht nur bei Karten der Schulen – auf allen und jeder Landkarte.

Zivilisierte, langfristige Interaktion zwischen Völkern, Gesellschaften, Staaten ist schwer vorstellbar, wenn die offiziellen Landkarten des einen Partners weiterhin die Existenz des anderen nicht anerkennen.

Und es geht weiter: In den 160 Schulbüchern, mit denen die PA lehrt, bezieht sich nicht ein einziger Text auf Israel als unabhängigen Staat. Schockierend? Inzwischen nicht mehr, würde ich vermuten.

Ja, Palästinenser-Präsident Abbas muss den terroristischen Gangstern das Rückgrat brechen, die seine Kontrolle über seine Gesellschaft physisch bedrohen könnten. Aber er muss auch ein Bildungssystem verändern, er muss ausbilden. Zukünftige Palästinenserführer sollten in Schulen herangezogen werden, nicht in plündernden Banden.

Man muss nicht Liebe lehren, aber genauso wenig sollte man Hass ewig fortbestehen lassen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28. Mai – 3. Juni 2017)

Sonntag, 28.05.2017:

Mahmud Abbas hat Trumps Friedensvorschlag schonmal abgelehnt; bei einem Fatah-Treffen sagte er, er werde nichts unterstützen, was nicht Israels „Besatzung“ beendet.

Aus einer IDF-Waffenkammer im Süden wurden am Samstag rund 30 Waffen gefunden. Es werden immer wieder Versuche arabischer Banden bekannt Waffen zu stehlen.

Das israelische Kabinett hat in den Tunneln an der Westmauer getagt. Saeb Erekat schimpft, das sei „ein Treffen unter der Al-Aqsa-Moschee“ und „illegal“.

Montag, 29.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA behauptete, 80% der Forderungen der Terrorhäftlinge seien von Israel erfüllt worden. (Dann müssten sie genau eineinviertel Forderungen gestellt haben.)

Migdalim in Samaria leidet unter akuter Wasserknappheit, weil örtliche Araber der Umgebung aus den Leitungen illegal Wasser abzweigen.

Karim Younes sitzt wegen der Entführung und Ermordung eines IDF-Soldaten für 40 Jahre in einem israelischen Gefängnis. Er wurde 1983 verurteilt. Jetzt hat ihn Mahmud Abbas ins Zentralkomitee der Fatah berufen.

Dienstag, 30.05.2017:

Der Direktor der Kommission für Häftlingsangelegenheiten der PA (Terror-Häftlinge in israelischen Gefängnissen) rief die PalAraber in einem Artikel auf sich auf bewaffneten Konflikt mit Israel vorzubereiten: „Sucht euch eine Schusswaffe und Munition“, appellierte er. Er behauptete weiter, Israel versuche gezielt die pal-arabischen Häftlinge umzubringen.

Ein ehemaliger Beamter des Militär-Geheimdienstes berichtete, dass die PA im Jahr 2016 7% ihres Jahreshaushalts und 20% der Auslandshilfen an Terroristen und ihre Familien zahlte – rund 1,12 Milliarden Schekel (rd. €290 Millionen).

Die PA drängt den UNO-Sicherheitsrat Jerusalem vor den „Verjudungsveruschen“ zu schützen.

Eine Umfrage bei den PA-Arabern hat ergeben, dass mehr als 70% von ihnen glauben, der Hungerstreik sei ein Misserfolg gewesen.

Der Erzterrorist Marwan Barghouti droht übrigens: Wenn unsere Forderungen nicht erfüllt werden, dann fangen wir den Hungerstreik von vorne an.

Donnerstag, 01.06.2017:

Selbst die UNO hat die Namensgebung verurteilt und Norwegen will sein Geld zurück. Aber die Palästinenser weigern sich das nach Dalal Mughrabi benannte Frauenzentrum umzubenennen. Die Terroristin sei eine Heldin.

Nabil Abu Rudeineh, der Sprecher von Mahmud Abbas, sagte, Netanyahus Äußerungen über (unerlässliche) fortgesetzte militärische Kontrolle in der Westbank auch infolge eines Friedensabkommens, seien inakzeptabel und führten nicht zu Frieden. Das verewige die Gründe des bestehenden Konflikts. Israel müsse sich aus allen 1967 besetzten Gebieten einschließlich „Ost“-Jerusalems zurückziehen. Israel beweise, dass es nicht ernsthaft an einer Friedensregelung interessiert sei.

Die PA hat den Verkauf von Hummus eines israelischen Herstellers verboten und Anzeige gegen Händler erstattet, die dieses verkaufen. (Angeblich entspricht das Produkt nicht den vorgeschriebenen Anforderungen.)

Ein von Mahmud Abbas geführtes PLO-Komitee hat Trumps Vorschlag zu Verhandlungen über einen vorläufigen Palästinenserstaat zurückgewiesen. (Die bestehen darauf alles gleich zu bekommen, keine Zwischenlösungen.)

Trotz der Forderungen der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen einzustellen, liefert Israel weiter Strom. Der zuständige Minister Steinitz sagte, Israel nehme keine Befehle von der PA entgegen, sondern treffe Entscheidungen aufgrund eigener Prioritäten.

Freitag, 02.06.2017:

Die israelische Feuerwehr, die Polizei und die IDF haben einen Plan entwickelt, wie einem Feuerterror entgegengetreten werden kann, wie er im letzten Herbst stattfand. Außerdem soll die Öffentlichkeit deutlicher über Risiken von Feuer (wie Buschbrände entstehen können) aufgeklärt werden und ein Bewusstsein zu entwickeln, das dafür sorgt, dass weniger Brände durch Unvorsichtigkeit entstehen.

Eine Meinungsumfrage von Israel HaYom ergab, dass eine Mehrheit der Israelis die Zweistaatenlösung nicht mehr unterstützt, sollte zu einem Frieden gehörten, dass Teile der Souveränität Israels in Jerusalem an den Palästinenserstaat abgegeben werden. Die überwiegende Mehrheit der Israelis zöge in dem Fall die Souveränität über Jerusalem einem Friedensdeal vor.

Während der Woche traf sich Finanzminister Mosche Kahlon mit dem PA-Premierminister Rami Hamdallah, um ihn über die israelischen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der palästinensischen Wirtschaft zu informieren. Dazu gehört unter anderem, dass der Allenby-Übergang nach Jordanien die nächsten zwei Monate 24 Stunden am Tag geöffnet sein wird und Baugenehmigungen in der Israel komplett verwalteten Area C von Judäa und Samaria an den „Rändern“ zu den Areas A und B leichter zu bekommen sein werden.

Die Hamas behauptet 45 Personen verhaftet zu haben, die für Israel spionieren. Sie hätten sich selbst gestellt. Ein führender Hamasnik behauptet, Israel werbe Agenten über soziale Medien an.

Die arabische Terroristin, die am Donnerstag einen Soldaten verletzte, erlag heute ihren Verletzungen.

Samstag, 03.06.2017:

Ein Terrorist der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden wurde nach 12 Jahren (er war zu 15 Jahren verurteilt worden) aus israelischer Haft entlassen. Die offizielle Fatah-Facebookseite zeigte den Helden-Empfang, der ihm in Fatahstan bereitet wurde.

Der PA-Bildungschef erklärt, er schütze mit dem Lehrplan nur das „palästinensische Narrativ“; so wie Israel seine Helden und Landkarten habe, hätten sie auch die Palästinenser. Außerdem werde er darüber nachdenken, dass an PA-Schulen der Holocaust gelehrt werde, aber Israel müsse auch die „Nakba“ lehren.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (21. – 27. Mai 2017)

Sonntag, 21.05.2017:

Eine Gruppe arabischer Bürger Israel hat für Montag einen Generalstreik und einen „Tag des Zorns“ in Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen ausgerufen.

Eine Gruppe arabischer Knessetabgeordneter hat sich auf den Tempelberg begeben. Es gibt ein Besuchsverbot für Knessetmitglieder, das sie gezielt missachteten (sogar „rechtsextreme“ religiöse Abgeordnete halten sich an die Anweisung; Premierminister Netanyahu will über eine Aufhebung des Verbots nach dem Ramadan „nachdenken“). Die Araber wurden von der Polizei vom Plateau geleitet.

Am Abend sprach Premierminister Netanyahu zur Eröffnung der Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Wiedervereinigung Jerusalems. Er sagte, der Tempelberg und die Westmauer werden unter israelischer Souveränität bleiben.

Mehrere Dutzend der Hungerstreiker sind inzwischen im Krankenhaus. Weitere werden wohl folgen.

Die Tochter eines Hamas-Terroristen, der wegen 66-fachen Mordes in Israel einsitzt, hat ihrem Vater einen Brief geschrieben, wie stolz sie auf ihn ist.

Die IDF hat die Einsatzregeln bezüglich Personen geändert, die Soldaten Waffen stehlen wollen. Ab sofort darf auf solche Personen geschossen werden.

Jordaniens König rief am Freitag Präsident Trump an und wünsche sich, dass der Amerikaner an einer Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts arbeite. Eine Vereinbarung zwischen den Israelis und den Palästinensern sei unerlässlich für die Bekämpfung des Terrors.

Das israelische Sicherheitskabinett hat ein Paket an Gesten des Guten Willens den PA-Arabern gegenüber beschlossen. Unter anderem soll es deutlich mehr Baugenehmigungen für PA-Araber in Area C geben, die komplett von Israel kontrolliert wird.

Montag, 22.05.2017:

Für den Ramadan gibt es Sonderregelungen für PA-Araber; 200.000, die Familienmitglieder in Israel haben, bekommen Sondergenehmigungen zur Einreise für den gesamten Monat. Weitere 7.000 erhalten Genehmigungen für Id al-Fitr, direkt nach dem Ramadan. Männer über 40, Jungen unter 12 Jahren und Frauen können ohne Genehmigung den ganzen Monat hindurch freitags in Jerusalem auf dem Tempelberg beten gehen.

Mittwoch, 24.05.2017:

Am Montag setzten Araber als Teil ihres „Tag des Zorns“ eine Jeschiwa in Homesch in Samaria in Brand. Homesch wurde während der „Abkoppelung“ 2005 evakuiert. Die Jeschiwa wurde allerdings weiter betrieben. Der stellvertretende Knessetsprecher Bezalel Smotrich kommentierte, dass „aus jedem Ort, den wir verlassen haben, ein Ort des Horrors gemacht worden ist und heilige Stätten zerstört wurden“.

Eine Moderatorin im PA-Fernsehen hat Sehnsucht – nach den Tagen des palästinensischen Terrors; er beschwerte sich, dass es (heute) nicht genug Gewalttätigkeit (gegen Juden) gibt. Dabei lobte sie gerade in einem Interview einen Terrormörder, der damit prahlte bei seiner „Operation“ 16 Juden ermordet zu haben.

Mahmud Abbas hat gegenüber Trump behauptet, er sei bereit sofort wieder mit Verhandlungen mit Israel zu beginnen.

Benjamin Netanyahu stellte bei einer Feier auf dem Ammunition Hill richtig: Israel ist für die Verzögerung einer Lösung des Konflikts nicht verantwortlich. Außerdem sagte er: Der Tempelberg und die Westmauer werden immer unter israelischer Kontrolle bleiben.
Mahmud Abbas ließ daraufhin erklären, das sei falsch und schade den Friedensbemühungen. „Ost“-Jerusalem „mit seinen heiligen Stätten des Islam und der Christenheit ist die Hauptstadt des palästinensischen Staats und wir es für immer sein“. (So hat er mal eben wieder jüdische Verbindungen zum Tempelberg und Jerusalem bestritten!)

Donnerstag, 25.05.2017:

Auf der libanesischen Seite der Grenze zum Libanon versammelten sich mehrere Dutzend Personen anlässlich 17 Jahren Abzug Israels aus dem Libanon; sie schwenkten Hisbollah-Flaggen und warfen Steine auf den Grenzzaun. Soldaten gaben Warnschüsse ab.

182 der hungerstreikenden Terrorhäftlinge sind in Krankenhäuser gebracht um zu entscheiden ob sie medizinische Hilfe benötigen. Derzeit beteiligen sich noch 836 Terroristen an dem Hungerstreik.

Der Terrorist, der Anfang der Woche in Netanya zwei Personen verletzte und angeschossen wurde, erlag jetzt seinen Verletzungen.

Freitag, 26.05.2017:

Araber in der israelischen Stadt Kfar Khana in Galiläa zeigen offen ihre Unterstützung der hungerstreikenden Terroristen mit Bannern und PLO-Flaggen.

Mahmud Abbas pries erneut die in Israel in Gefängnissen sitzenden Terroristen als „Helden“ und forderte, dass die Forderungen der Hungerstreikenden erfüllt werden.

Israel hat für 74 PA-Araber, die bei SodaStream arbeiten, die Arbeitserlaubnis erneuert, die nach dem Umzug aus dem Industriegebiet in Mischor Adumim nicht weiter erteilt worden war.

Samstag, 27.05.2017:

Die Hamas begrüßte die Einigung der Israelis mit den hungerstreikenden Terroristen, beglückwünschte die Terroristen und erklärt die Sache zu einem Sieg über Israel.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Mai 2017)

Sonntag, 14.05.2017:

Kann man das „Gülle-Jihad“ nennen? Abwässer aus Ramallah fließen ungeklärt nach Zentral-Israel. Modi’in Illit ist davon besonders betroffen, die Mückenplage hat zugenommen und es werden dadurch verursachte Krankheiten befürchtet. Bei meinem letzten Besuch in Beer Sheva berichteten mir Freunde, dass auch sie unter ungeklärten Abwässern aus PA-Gebieten leiden.

Friedensbereitschaft widerlegt: In Hebron haben die PA-Araber einen Terroristen zum Bürgermeister gewählt, der für den Tod von 6 Juden verantwortlich ist.

Die offiziellen PA-Medien bezeichnen den am Samstag bei einem Terror-Messeranschlag verletzten Polizisten als gewalttätigen Rassisten, der für den Angriff auf sich selbst verantwortlich sei.

Marwan Barghouti hat sich wieder aus dem Gefängnis gemeldet. Per Brief forderte er „Einheit und nationalen Ungehorsam“. Außerdem rief er zur Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auf.

Ein ranghoher Palästinenser sagte, er „hoffe“, dass Israel den Siedlungsbau einstellen wird, wenn von den USA geführte Friedensgespräche wieder aufgenommen werden; er ging allerdings nicht so weit das zu einer Vorbedingung zu machen.

Montag, 15.05.2017:

Abbas Zaki von der PA vor PA-Sicherheitsbeamten: Ihr werdet Jerusalem befreien und die Welt beherrschten. Die Israelis sind Esel. ISIS hätte Israel angreifen müssen.

Die Gemeinsame Arabische Liste beschuldigt die Regierung, sie würde arabische Aktivisten bekämpfen. Anlass ist ein Prozess gegen sechs Mitglieder der (verbotenen) radikalmuslimischen Hasstruppe „Islamische Bewegung“, der von den arabischen Knesset-Parteien als „kollektives Schlagen gegen die israelisch-arabische Gemeinschaft“ verurteilt wird.

Dienstag, 16.05.2017:

Der von Mahmud Abbas eingesetzte Leiter eines Schulsystems ließ wissen: Juden sind Wucherer, die das Geld, die Presse und die Ressourcen kontrollieren. Israel ist ein Krebsgeschwür.

Am nördlichen Gazastreifen gibt es schwerwiegende Verschmutzung des Wassers, weil im Bereich Beit Hanoun (nördlicher Gazastreifen) ungeklärte Abwässer in ein nach Israel führendes trockenes Flussbett gepumpt werden. Die Abwässer verschmutzen das gesamte Küstengrundwassersystem.

Heckmeck:
– Moderate arabische Golfstaaten sollen bereit sein bessere Beziehungen zu Israel zu schmieden, wenn es aus ihrer Sicht beträchtliche Bemühungen Israels zum Neustart der stagnierenden Friedensgespräche mit den Palästinensern gibt. (Kommentar: Wieder ist es Israel, das etwas tun soll, nicht die Terroristen!)^

Der PA-Parlamentarier Jamal Hawil von der Fatah wurde fotografiert – als er mit einer Steinschleuder Juden bewarf. Die Fatah sind die „moderaten“ (!) Terroristen.

Nur wenige Tage vor Trumps Besuch wurde in der „Westbank“ in Tulkarm ein Platz nach Maher Yunis, einem Terroristen benannt.

Mittwoch, 17.05.2017:

Den Widerspruch werden wohl nur unsere Gutmenschen nicht erkennen wollen: Bei seinem Besuch in Indien bejubelte Mahmud Abbas die pal-arabischen Terroristen und „Märtyrer“ – und behauptete gleichzeitig, er wolle Frieden mit Israel.

Einmal mehr ließ das PA-Fernsehen ein kleines Kind ein Gedicht aufsagen, das zu Krieg aufruft.

Ein „Geistlicher“ im PA-Fernsehen: Jude verbreiten in der arabischen Welt Korruption, Prostitution und Drogen.

Donnerstag, 18.05.2017:

Statistisches: Die PA hat insgesamt 28 Schulen nach Terroristen benannt. 3 weitere PA-Schulen tragen die Namen von Nazi-Kollaborateuren.

Formelle Botschaft aus dem Gazastreifen: keine Kompromisse – es gibt keine Lösung des Konflikts ohne die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ (natürlich nur arabischen nach Israel, nicht von Juden in die Gebiete), dazu ihre Entschädigung und dass sie „ihr“ Land zurückbekommen. Außerdem ist „Palästina“ der gesamte Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer.

Mehrere Terrorgruppen im Gazastreifen riefen zu einem „Tag des Zorns“ in Unterstützung der Hungerstreikenden auf. Außerdem drohten sie mit Eskalation, sollten die Forderungen der Terror-Häftlinge nicht erfüllt werden. (Sollte man sich merken, wenn es die nächsten Eskalationsvorwürfe an Israel gibt.)

Freitag, 19.05.2017:

Friedensbotschaft des PA-Fernsehens: Im Kinderprogramm rezitiert ein kleines Mädchen ein Gedicht, mit dem sie behauptet die Israelis hätten Arafat ermordet.

Ein PA-Krankenwagenfahrer wurde festgenommen; er hatte gestern mit seinem Krankenwagen einen israelischen Autofahrer blockiert, der von einem Mob beinahe gelyncht wurde.

Samstag, 20.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA (Saeb Erekat) tönt wieder: Ein Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem würde den „Friedensprozess“ beenden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.