Wann begann der Krieg von 1947 – 1949 in Palästina?

Yisrael Medad, My Right Word, 13. September 2020

Wenn Sie den (englischen) Wikipedia-Eintrag zum ersten arabisch-israelischen Krieg lesen, werden sie neben der Erkenntnis, dass er einen neuen Namen hat – der „Palästina-Krieg 1947 – 1949“ (Wikipedias Antiisrael-/Antizionismus-Redakteure bei der Arbeit), erfahren, dass seine

„erste Phase der Bürgerkrieg im Mandat Palästina 1947 bis 1949 ist. Er begann am 30. November 1947…“

Bereits im August und September nahm die arabische Gewalt gegen Juden zu. Es war der Vorfall im Café Hawai am 10. August.

Aus der Palestine Post vom 12. August:

Fünftes Opfer des Massakers stirbt
Die Polizei, die das Massaker im Cafe Gan Hawai am Yarkon gestern Abend untersucht, bei dem eine Bande Araber vier Juden und 1 Araber ermordete, rätseln wegen des Motivs…

  1. August:

1 Toter, 4 Verletzte an Grenze zwischen Tel Aviv und Jaffa

Angreifer von Mutter des Mädchens vertrieben.
Hadera, Dienstag – Ein bewaffneter Araber, der hier heute Morgen ein Haus betrat und versuchte ein jüdisches Mädchen anzugreifen, wurde verscheucht, als ihre Mutter um Hilfe rief.

  1. August:

1 Toter, 20 Verletzte an Grenze Jaffa – TA …

  1. August:

Drei Juden, ein Araber tot, viele Verletzte
Jaffa, Donnerstag – Randalierende Menschenmengen erneuerten heute Morgen unter Verwendung von Schusswaffen, Messern und Steinen die Herrschaft der Gewalt nach einer relativ ruhigen Nacht…
Drei jüdische Autofahrer wurden von arabischen Mobs getötet…

  1. August:

Ein Toter, drei Verletzte bei sporadischen Grenz-Übergriffen
(wieder tote Juden an der Grenze zwischen Jaffa und Tel Aviv)

  1. August (Beit Dajan war ein arabisches Dorf):

Jude in Bus erschossen
Rischon LeZion, Dienstag – 1 jüdischer Jugendlicher wurde getötet, ein zweiter verletzt, als Schüsse auf zwei Busse abgegeben wurden…

Übergemeindliche Gewalt, angespornt durch die anstehenden Beratungen in der UNO zur Palästina-Frage, begann im August und ging die nächsten drei Monate sporadisch weiter, als Vorbereitung des Krieges, der am 30. November ernsthaft begann.

Als die Juden aus dem Land Israel im Libanon Urlaub machten

Es gab eine Zeit, in der die Küstenstädte und verschneiten Gipfel des Libanon führende Touristen-Ziele für jüdische Einwohner des Mandats Palästina waren.

Amit Naor, the Librarians, 9. August 2020

Aus der Ephemera-Sammlung der Nationalbibliothek Israels

Als Ergebnis der berühmten Sykes-Picot-Vereinbarung wurde im Nahen Osten eine Linie gezogen, die Israel, Transjordanien und den Irak, die den Briten gegeben wurden, von Syrien und dem Libanon trennte, die den Franzosen gegeben wurden. Diese Grenze war nicht so unflexibel wie die modernen Grenzen, die wir heute kennen. Obwohl es natürlich Spannungen gab, waren diese hauptsächlich zwischen den verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen zu spüren, darunter Arabern und Juden. Wenn es zu Beziehungen zwischen den jeweiligen Regierungen kam, die im Mandat Palästina und dem Libanon (und Syrien) herrschten, waren die Verbindungen freundschaftlich: Handelsgüter wurden von einem Ort an den anderen geschickt, die von den Osmanen gelegten Eisenbahngleise verbanden ferne Länder und am wichtigsten: die Menschen reisten frei durch die Region.

Als Ergebnis davon besuchten, so wie in den Tagen des osmanischen Reichs jüdische Händler, Bürger des Mandats Palästina – Juden wie Araber – zwischen Jerusalem, Damaskus, Halab und Beirut weiter ihre Nachbarn im Norden, als sie unter britischer Herrschaft lebten. Insbesondere die lokale Tourismus-Industrie florierte in diesem Zeitraum. Der Libanon wurde als faszinierendes und attraktives Ziel betrachtet: seine Strände im Süden, die pulsierende Metropole Beirut und die schönen, schneebedeckten Berge – ein im Nahen Osten seltener Anblick. Die hebräische Presse und Schwarzen Bretter waren angefüllt mit Werbung, die jüdische Leser ansprachen in den Libanon zu kommen und dort zu entspannen.

Aus der Ephemera-Sammlung in der Nationalbibliothek Israels

In den Zeitungen wurden regelmäßig hunderte verlockender Illustrationen und Werbung veröffentlicht. Reklame für die vielen Hotels des Landes betonten das kühle, fast europäische Wetter und die Zedern, die man vom Fenster aus sehen konnte. Den Touristeneinrichtungen wurden oft französische Namen gegeben, um ihr Prestige in den Augen der Urlauber zu heben. So wie heutige Werbung betonte sie die kurzen Wege von Beirut aus und versprachen großzügige Unterkünfte zu erschwinglichen Preisen.

„Sammeln Sie Kraft und Gesundheit im Libanon – Vergnügen und Komfort zu geringen Kosten“, aus Do‘ar Hayom, 14. Juni 1935
Reklame, die für das Grand Hotel Casino in Ain Sofar wirbt und die modernsten Gerätschaften verspricht – einen Aufzug, Zentralheizung, koschere europäische Küche, 5-Uhr-Tee – alles beaufsichtigt vom „Wiener Management“, für gerade mal 55 Francs pro Tag; aus Do‘ar Hayom, 29. Juli 1934

Was zog potenzielle hebräische Touristen sonst noch an? Skifahren! Im wasserarmen Land Israel gab es nicht viele Orte mit Schnee, an denen man diesem beliebten europäischen Hobby nachgehen konnte, aber im Libanon florierte Wintersport, selbst noch im Frühling. Aus Europa wurden Skilehrer geholt und das Versprechen so nah an Zuhause Schnee zu genießen zog viele an.

Eine Reklame für Ski-Reisen nach Sofar im Libanon mit zwei schweizerischen Skilehrern; aus Do‘ar Hayom, 5. März 1935.
Der verschneite Gipfel des Jabal al-Barouk in den Schuf-Bergen, Libanon, 1929. Aus dem Archiv der Hebrew Reali School in Haifa, Bitumna-Sammlung.

Sagen wir also, Sie hätten beschlossen Ihren Sommerurlaub im Libanon zu verbringen – wie wären Sie dorthin gekommen? Sie hätten natürlich den Zug nehmen können, aber warum sich damit zufriedengeben? Touristen wurden an Bord eines der Schiffe eingeladen, die aus dem Hafen von Haifa ausliefen und auf dem Weg nach Beirut und darüber hinaus in verschiedenen Häfen anlegten. Sie hätten auch mit dem Bus reisen können – diese fuhren ab dem Zentralen Busbahnhof in Tel Aviv. Das Egged-Museum zeigt immer noch Reise-Fahrscheine an diese exotischen Zielorte. Und für mehrere hundert palästinensische Pfund (Lira) konnten Sie sogar von Haifa aus ein Taxi nehmen.

Aus der Ephemera-Sammlung in der Nationalbibliothek von Israel.
Auf dem Weg nach Baalbek, 1929. Foto: Jenka Ratner, Bitmuna-Sammlung.

Natürlich konnte man seinen Urlaub auf einer organisierten Reise verbringen. Das Reiseunternehmen kümmerte sich um alles. So konnten Sie sicher sein, dass Sie kein bedeutendes Reiseziel oder Attraktion verpassen. Wohin fuhren diese Touristen? Man hatte nie von einer vollständigen Reise in den Libanon ohne eine Tour durch die Küstenstädte, eine Fahrt in die libanesischen Berge und zu guter Letzt den Besuch der uralten Ruinen von Baalbek gehört.

Eine Reklame wirbt für eine organisierte zehntägige Rundreise in den „Libanon, den Alawitenstaat und Syrien“, einschließlich Stopps in Beirut, Tripolis, Aleppo und Damaskus. Aus der Ephemera-Sammlung in der Nationalbibliothek Israels.

Zweifelsohne galt der Libanon für viele als attraktives, faszinierendes Reiseziel. In den 1930-er Jahren war die Konkurrenz so stark, dass Hotels sogar jüdische Urlauber mit dem Versprechen von koscherem Essen lockten. Hebräische Zeitungen veröffentlichten Reklame für den Kauf von Partnerschaftsanteilen an diesen Hotels und oft wurden Vorträge zur Geografie Syriens und des Libanon von ranghohen Referenten, Lehrenden und Geografen der hebräischen Gemeinde im Mandat Palästina gehalten.

Werbung, die die libanesischen Hotels mit koscherem Essen auflistet; aus Ha‘aretz, 1. Juli 1935.

Offenbar war diese Praxis so weit verbreitet, dass für Sommerreisen in den Libanon auch in den frühen Tagen der arabischen Revolte von 1936 bis 1939 noch geworben wurde. Es scheint jedoch so, als ob während dieses Zeitraums einige Hotels bankrott gingen. Ein Hotel in Metula am Nordende des Landes Israel hießt „Der Schnee des Libanon“ (Scheleg-HaLevanon) und lud die lokalen Urlauber ein in seine Räumlichkeiten zu kommen, statt das Geld in solchen harten Zeiten im Ausland auszugeben.

Das Hotel Der Schnee des Libanon in Metula; Bitmuna-Sammlung.

Werbung für Reisen in den Libanon wurde sogar noch während des Zweiten Weltkriegs geschaltet, obwohl nach der Eroberung Frankreichs durch die Deutschen Feindsoldaten in Syrien und dem Libanon stationiert waren. Nachdem der Libanon aber 1943 seine Unabhängigkeit erhielt, wurden die Reisen wieder aufgenommen, wenn auch in geringerem Ausmaß wegen der Eskalation des jüdisch-arabischen Konflikts in dem, was immer noch das Mandat Palästina war.

Werbung aus dem Jahr 1945, die für eine einwöchige Reise nach Syrien und in den Libanon warb. Aus der Ephemera-Sammlung in der Nationalbibliothek Israels.

Natürlich machten der Unabhängigkeitskrieg und die Gründung des Staates Israel diesem beliebten Zeitvertreib ein Ende. Und bis wir das Skifahren auf den Hängen des Schuf-Gebirges oder Sonnenbaden an den Stränden Beiruts wieder aufnehmen können, laden wir diejenigen von ihnen, die sich vielleicht an eine Familienreise in den Libanon erinnern können, ein uns hier in den Kommentaren, auf Facebook oder Twitter davon zu erzählen.

Der Mythos des „Land für Frieden“

Die Verwendung des Ausdrucks „besetzte Palästinensergebiete“ ist ein unaufrichtiger Begriff, der die internationale Gemeinschaft täuscht

Eli E. Hertz, Israel National News, 14. April 2019

Israelis und Freunde des jüdischen Staats sind gleichermaßen an die nie endende Verachtung gewöhnt, mit der die Vereinten Nationen auf die einzige freie Demokratie des Nahen Ostens überhäufen, ungeachtet ihrer Sehnsucht nach Frieden mit ihren arabischen Nachbarn. Es mag daher unergründbar zu sein, dass es genau diese Institution [die UNO] war, die letztlich die Verantwortung für die Gründung des Staates Israel trug.

1917 gab Minister Arthur Balfour schlicht Großbritanniens Ansicht des Wohlwollens gegenüber „der Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdischer Volk in Palästina“ Ausdruck.

Dagegen ist das Mandat die multilateral bindende Vereinbarung, die die jüdischen juristischen Rechte sich überall im Palästina genannten geografischen Bereich niederzulassen festlegte, in dem Land zwischen Jordan und Mittelmeer – ein berechtigter Anspruch, der im Völkerrecht unverändert besteht.

Das Mandat war keine naive Vision, die die internationale Gemeinschaft sich kurzzeitig zueigen machte. Der gesamte Völkerbund – 51 Länder – erklärte am 24. Juli 1922 einstimmig: „In Anbetracht dessen, dass der historischen Verbindung des jüdischen Volks zu Palästina Anerkennung gezollt wird und zu den Gründen zur Wiederherstellung ihrer nationalen Heimstatt in diesem Land…“

Das Mandat unterscheidet eindeutig zwischen politischen Rechten bezüglich jüdischer Selbstbestimmung als eines entstehende Gemeinwesens – und bürgerlichen und religiösen Rechten mit Bezug auf Garantien gleicher persönlicher Freiheiten für nichtjüdische Einwohner als Individuen und innerhalb ausgewählter Gemeinden. Nicht ein einziges Mal werden Araber im Mandat für Palästina als Volk angeführt. Nirgendwo in dem Dokument werden Arabern politische Rechte gewährt.

Artikel 2 des Dokuments „Mandate for Palestine“ fordert das Land „unter derartige politische, administrative und wirtschaftlich Bedingungen zu stellen, die die Gründung der jüdischen nationalen Heimstatt sicherstellt, wie in der Präambel festgelegt und die Entwicklung autonomer Institutionen sowie Sicherung der Bürger- und religiösen Rechte aller Einwohner Palästinas ungeachtet von Rasse und Religion“.

Artikel 5 des „Mandate for Palestine“ erklärt eindeutig: „Die Mandatsmacht [Großbritannien] soll verantwortlich sein dafür zu sorgen, dass kein Palästina-Territorium an die Kontrolle der Regierung oder einer fremden Macht abgegeben oder verpachtet wird.“ Das Territorium Palästinas war ausschließlich für die jüdische nationale Heimstatt vorgesehen.

Artikel 6 des „Mandate for Palestine“ erklärt: „Die Verwaltung Palästinas soll, bei Sicherstellung, dass die Rechte und Stellung der anderen Teile der Bevölkerung nicht beeinträchtigt werden, jüdische Zuwanderung unter geeigneten Bedingungen fördern und soll, in Zusammenarbeit mit der auf in Artikel 4 verwiesenen Jewish Agency, dazu ermutigen, einschließlich auf Staatsland und Ödland, das nicht für öffentliche Zwecke benötigt wird.“

Entsprechend macht dieser Artikel deutlich, dass jüdische Siedlungen nicht nur zulässig sind, sondern dazu angespornt wurde. Jüdische Siedlungen in Judäa und Samaria (alias der „Westbank“) sind damit absolut legal. Die Verwendung des Ausdrucks „besetzte Palästinensergebiete“ ist ein arglistiger Begriff, der die internationale Gemeinschaft irreführt, während die palästinensischen Araber ermutigt werden alle Mittel zu nutzen um Israel anzugreifen, einschließlich des Einsatzes von Terrorismus.

Das Mandat wurde in der Folge von Artikel 80 der UNO-Charta geschützt, der die fortgesetzte Gültigkeit der allen Staaten oder Völkern gewährten Rechte und bereits bestehenden internationalen Instrumenten, einschließlich den vom Völkerbund beschlossenen, anerkennt. Der Internationale Gerichtshof hat durchweg anerkannt, dass das Mandat den Untergang des Völkerbundes überlebte.

Abgesehen von juristischen Argumenten ist es wert festzuhalten, dss die Araber nie einen Palästinenserstaat gründeten, als die UNO 1947 empfahl Palästina zu teilen und „einen arabischen und einen jüdischen Staat“ zu gründen – keine „Palästinenserstaat“, sollte angemerkt werden. Ebenso wenig erkannten die arabischen Länder während der zwei Jahrzehnte vor dem Sechstage-Krieg einen Palästinenserstaat an oder gründeten ihn, als die „Westbank“ unter jordanischer Kontrolle und der Gazastreifen unter ägyptischer Kontrolle stand. Die palästinensischen Araber schreien in diesen Jahren auch nicht nach Autonomie, Unabhängigkeit oder Selbstbestimmung.

Das politische Recht auf Selbstbestimmung in Form eines Staatswesen für Araber wurde vom Völkerbund in vier weiteren Mandaten garantiert: Libanon, Syrien, Irak und Transjordanien.

 

* Der Text des Mandatsbeschlusses des Völkerbunds findet sich hier (als PDF).

Insider Job: Wie ein britischer Ingenieur der Irgun 1947 half ins Gefängnis von Akko einzubrechen

Neu berichtete Einzelheiten offenbaren, dass Peres Etkes, der das Zuchthaus des britischen Mandats entwarf, Baupläne an zionistische Milizen weitergab und half den legendären Gefängnisausbruch zu inszenieren.

The Times of Israel (Redaktion), 31. August 2020

Zwei Männer blicken über den Schutt unter den zerbrochenen Fenderns des Gefängnisses von Akko, nördlich von Haifa, britisches Mandat Palästina, 6. Mai 1947, das zwei Tage zuvor von Mitgliedern einer Untergrund-Miliz gesprengt wurde (Foto: AP)

Ein großer Gefängnisausbruch durch eine zionistische Miliz vor der Staatsgründung, bei dem 250 Insassen aus einem britischen Gefängnis befreit wurden, ist als Insider-Job entlarvt worden, heißt es in einem Bericht vom Sonntag, der Familienmitglieder des jüdischen Architekten und Ingenieurs zitierte, der das Gefängnis baute.

Nach Angaben des Guardian übergab der zionistische Architekt Peres Etkes die gesamten Baupläne des Gefängnisses in Akko der paramilitärischen Gruppe Irgun, was ihr den legendären Sturm von 1947 ermöglichte, der als wichtiges Ereignis gilt, der das britische Mandat schwächte und zur Gründung Israels führte.

Die Aktion der Irgun am Gefängnis von Akko, gebaut auf den Ruinen einer Kreuzritter-Festung aus dem 12. Jahrhundert, war gut geplant. Kämpfer besetzten die benachbarten türkischen Bäder und schafften es ein Loch in die Mauer zu sprengen, während andere als Ablenkung eine Granate in einen anderen Teil des Gefängnisses warfen. Mindestens ein Angreifer war als britischer Ingenieur verkleidet.

Während der Operation wurden 16 Menschen getötet, darunter 7 Mitglieder der Irgun. Die befreiten Gefangenen waren sowohl Araber als auch Juden, darunter 27 inhaftierte Mitglieder der Milizen Irgun und Lehi.

Bis heute war nicht bekannt, was den Erfolg der hoch komplexen Operation ermöglichte.

Etkes war ein russisch-amerikanischer Jude, den die britischen Streitkräfte beschäftigten; sein wahrer (selbst gestellter) Auftrag bestand nach Angaben des Berichts darin zu helfen einen zukünftigen jüdischen Staat zu gründen.

Seine Nichte Aliza Margulis wurde damit zitiert, dass der Architekt ihr das Geheimnis in den 1950-ern erzählte. Er sagte ihr, er habe die Pläne weitergegeben, „weil das Gefängnis wie eine Festung war und ohne die Karte habe es keinen Weg hinaus gegeben“.

Aus der Geschichte ging nicht hervor, warum die Einzelheiten erst jetzt veröffentlicht wurden.

Die Gräber der sieben beim Gefängnis-Ausbruch 1947 getöteten Irgun-Kämpfer im Moschaw Schavei Zion (Schmuel Bar-Am)

Gil Margulis, Alizas Sohn und Etkes Großneffe sagte: „Ich las die Geschichte und die Leute sagten immer: ‚Wie haben die das gemacht? Wie lief das ab?‘ Manchmal braucht man etwas Insider-Informationen. Nun, sie hatten eine Menge Insider-Informationen – sie hatten die exakten Pläne. Sie hatten tatsächlich die Pläne des gesamten Gefängnisses von dem Typen, der es gebaut hatte.“

Gil Margulis sagte, er habe vor kurzem Etkes‘ Leben, 50 Jahre nach seinem Tod erforscht. Er sagte, er fand seine Memoire, obwohl diese vor dem Ausbruch aus dem Gefängnis in Akko endet.

Aber die Memoire enthält Etkes Bericht, wie er 1921 seine Verbindungen Waffen aus dem von den Briten betriebenen Arsenal in Jaffa nutzte und sie während arabischen Krawallen jüdischen Kämpfern in Tel Aviv „lieh“, wie es in dem Bericht heißt. Etkes wurde als Täter ermittelt und damals bestraft, indem er in den öden Norden versetzt wurde.

Gil Margulis sagte, Etkes habe keine Bedenken gehabt für beide Seiten zu arbeiten: „Es war nichts Antibritisches. Ich denke, das Interessante ist, dass eine Zeit lang das Empire und die zionistische Bewegung irgendwie in der gleichen Richtung unterwegs waren, aber mit unterschiedlichen Zielen. Führ ihn war das Land aufzubauen etwas Großes und er war in der Lage das zu tun, wobei das Empire Ressourcen dazu beisteuerte.“

Er sagte, Etkes erzählte die Geschichte während seines Lebens nicht, um ungewollte Aufmerksamkeit zu vermeidne.

„Den Rest seines Lebens bekam er eine nette britische Rente“, sagte er. „Ich glaube, er sagte, er wollte das nicht für ein wenig Anerkennung in den Nachrichten riskieren. Aus genau diesem Grund wird das nirgendwo angeführt.“

 

Menachem Begin: Der Mann der tausend Gesichter

Was (oder wen) haben Her Halperin, Rabbi Sassover und Dr. Konigshoffer gemeinsam? Wie der Kopf der Irgun immer wieder der Gefangennahme durch die britische Polizei entging.

Nati Gabbay, the Librarians, 15. August 2019

Es waren die Tage des britischen Mandats im Land Israel. Jüdische Untergrund-Organisationen waren auf dem Höhepunkt ihrer Aktivitäten gegen die Kolonialobrigkeit. Besondere Aufmerksamkeit wurde der von Menachem Begin angeführten Organisation Irgun gewidmet, die die Briten als Terrorgruppe betrachteten. Begin und die Irgun waren in der Tat ein besonders Besorgnis erregender Dorn im Auge des schwindenden britischen Empire. Die Gruppe war verantwortlich für hunderte rebellischer Taten gegen das Regime, einschließlich des Ausbruchs aus dem Gefängnis von Akko und der Bombe im King David Hotel, die unter anderem Dutzende Tote bei den Mitgliedern der Mandatsverwaltung zur Folge hatte.

Als Führer der Irgun wurde Begin ein Platz hoher Priorität auf der Fahndungsliste des britischen Geheimdienstes zugewiesen. Der Öffentlichkeit wurden eine Prämie für seine Gefangennahme und Belohnungen für Informationen zu seinem Aufenthaltsort angeboten. Begin war gezwungen sich zu verstecken, von einem sicheren Haus zum nächsten zu ziehen, sogar Verkleidungen und falsche Identitäten zu nutzen. Das waren einfache Finten, aber sie waren immer wieder erfolgreich. Wann immer die Briten begannen in einzukreisen, packte Begin einfach seine Familie und Habseligkeiten und verschwand. Dann tauchte irgendwo mit einer anderen Identität wieder auf.

Eine Fahndungsplakat der Polizei Palästinas vom Februar 2917, mit der jedem eine Entlohnung angeboten wurde, der Informationen anbieten konnte und die zur Verhaftung der gesuchten Männer auf dem Poster führt. Der erste oben links: Menachem Begin. (Aus der Sammlung des Jabotinsky Insittute)

Der Pole, der nie sein Haus verließ

Name: Israel Halperin
Adresse: Tsirelson-Straße 15, Viertel Hasidof, Petah Tikva
Beruf: Jura-Student
Zeitraum, in dem er unter dieser Identität lebte: Mai 1944 bis Februar 1945
Beginn seiner falschen Identität:

„… unsere Nachbarn hatten nicht den geringsten Verdacht. Sie fanden das alles natürlich und verständlich. Ihnen wurde gesagt, dass die Familie Halperin eine Flüchtlingsfamilie aus Polen war, die in der Stadt keine Unterkunft finden konnte. Stimmt, das Familienoberhaupt ging nicht jeden Tag zur Arbeit, aber auch dafür wurde eine plausible Erklärung gefunden. Wir erzählten den Nachbarn von uns aus, dass wir von einer Zuteilung einer Flüchtlingsorganisation lebten und dass ich mich auf die Juraprüfung für Palästina vorbereitete – daher arbeitete ich Zuhause.“

Das Haus, in dem Menachem Begin als Israel Halperin im Viertel Hasidof in Petah Tikvah lebte. (Aus der Sammlung des Jabotinsky Insittute. Mehr Fotos des Hauses finden Sie hier im Online-Archiv von Petah Tikva)

Bitte nennen Sie mich „den ehrenwerten Rabbi“

Name: Rabbi Israel Sassover
Adresse: Ecke Habashan-Straße/Yehoschua Bin Nun-Straße, Tel Aviv
Beruf: „Am Ende von dreißig Tagen hatte ich mich ausreichend verändert, um Israel Sassover zu werden, der ein moderner Rabbiner oder ein Politiker einer der religiösen Parteien oder einfach ein reumütiger Sünder hätte sein können.“
Zeit, die er unter dieser Identität lebte: Februar 1945 bis Anfang 1947
Beginn dieser Identität:

Mein Bart und der Status, den er mir verlieh, erzwang auch gewisse Verpflichtungen in meiner neuen Umgebung. […] Ich wurde eingeladen regelmäßiger Teilnehmer bei Gebeten in der Synagoge zu sein […] Sie empfingen ihren neuen Nachbarn mit charakteristisch wohlwollender Neugier. Sie stellten mir Fragen, die ich beantworten musste. Sie gaben mir meinen turnusmäßigen Platz und daher wurde ich einer von ihnen. Später hörte ich, vertraulich, wenn die Briten zehn Jahre länger in Eretz Israel geblieben wären, dann hätte ich möglicherweise zu hohem Ansehen aufsteigen und zum zweiten Assistenten des dritten Aufsehers der Synagoge werden können. Ich war recht beliebt, obwohl ich nie an einer politischen Diskussion teilgenommen hatte – oder vielleicht war auch das der Grund.“

Menachem Begin getarnt als Rabbi Israel Sassover mit seiner Frau Aliza und ihrem S ohn Benny (Foto: GPO)

Was die Nachbarn über ihn zu sagen hatten:

Ich glaube, sie kamen zu dem Schluss, dass ich ein Taugenichts war, der eine große Mitgift seiner Frau hatte. Sie konnten kaum geglaubt haben, dass ich zu irgendeiner Arbeit taugte. Sie hatten großes Mitleid mit meiner Frau, besonders die Frauen. ‚Armes junges Ding‘, sagten sie, ‚sie muss gezwungen worden sein diesen Faulenzer zu heiraten, diesen ewigen Studenten.‘ Ich hatte natürlich kein Interesse ihre Illusionen zu zerstreuen.“

Der wohlerzogene Deutsche

Der gefälschte Pass von Dr. Konigshoffer. Aus der Sammlung des Jabotinsky Institute

Name: Dr. Jona Konigshoffer
Adresse: Ecke Rosenbaum-Straße/Yosef Eliyahu-Straße, Tel Aviv
Beruf: Doktor
Nationalität: deutsch-jüdisch
Zeitraum, in dem er unter dieser Identität lebte: Januar 1947 bis zum Abzug der Briten aus dem Land Israel
Beginn dieser Identität:

Mehr oder weniger durch Zufall war in den öffentlichen Büchereien ein Reisepass auf den Namen Dr. Jona Konigshoffer gefunden worden. Es war ein recht langer Name, aber ich hatte den Vorteil rein „germanisch“ zu sein. Es war ein Name, der nach Loyalität und dem Erhalt von Recht und Ordnung roch. Also wurde beschlossen mir den Pass anzupassen oder besser gesagt mein neues Foto an ihn einzupassen.“

Bonus-Fakt:

Die örtlichen Kinder auf der Straße lachten Menachem Begins Sohn aus und spotteten über den Familiennamen, indem sie ihn mit einem Wortspiel verdrehten:

„Konigs-bluffer“. Begin dachte darüber nach: „Sie wussten nicht, wie ernst ihr grausamer Witz war.“

Alle Zitate in diesem Artikel wurden dem Buch Die Revolte von Menachem Begin entnommen, veröffentlicht von Dell, 1978.

Weitere Informationen finden Sie online im Archiv des Jabotinsky Institute.

Die Herkunft der arabischen Siedler im Land Israel

Was steckt in einem Namen? Im Fall der Araber sagt es uns, was ihr Stamm und Herkunftsland sind. Es räumt auch mit dem größten Irrtum auf, von dem die „Palästinenser“ wollen, dass wir sie glauben.

Rotem Nimkovsky. MiDA, 16. Mai 2020


Beduinische Nomaden von der arabischen Halb Insel unterwegs (Foto: Pinterest)

Die Araber begehen den 15. Mai als den Tag der Erinnerung an die Katastrophe, auf Arabisch die „Nakba“, die sie ihnen mit der Gründung des Staats Israel widerfuhr. Sie behaupten, die „indigenen“ arabischen Einwohner hätten als Ergebnis davon aus ihrem „Heimatland“ fliehen müssen. Sie unterlassen bequemerweise die Erwähnung des Grundes für die „Katastrophe“ und woher und wann diese angeblich indigenen arabischen Einwohner tatsächlich kamen.

Resolution 181 der UNO-Vollversammlung von 1947 forderte die Teilung des britischen Mandats in Palästina in separate jüdische und arabische Gebilde. Die jüdische Führung akzeptierte die Resolution. Die arabischen Länder lehnten sie ab, was ihr Recht ist. Wozu sie kein Recht hatten, war der jüdischen Bevölkerung in der gegen den Krieg zu erklären.

Die Armeen von sieben arabischen Ländern machten ich daran den jüdischen Staat zu vernichten, dem sie zahlenmäßig hundert zu eins überlegen waren. Sie verfolgten zu8udem die jüdischen Bürger, die seit Jahrhunderten in ihren eigenen Ländern lebten und zwangen sie wegzugehen und Zuflucht im neu geschaffenen Staat Israel zu suchen.

Die arabischen Staaten wollten zusammen mit der arabischen Bevölkerung im britischen Mandatsbereich die Juden in der Region auszulöschen und scheiterten damit. Die für sie einzige Katastrophe in diesem Szenario war, das sie den Krieg verloren.

Wie in jedem Krieg wurden Menschen entwurzelt und mussten sich woanders neiderlassen. Fast eine Million Juden – die an den Feindseligkeiten nicht einmal beteiligt waren – wurden aus arabischen Ländern vertrieben; auch mehr als 600.000 Araber aus israelischem Territorium, von denen vielen genau genommen von den vorrückenden arabischen Armeen gesagt wurde, sie sollten weggehen.

Das Mandat Palästina des Völkerbundes (1922) definierte die Grenzen der Heimstatt für das jüdische Volk als den Bereich vom Jordan im Osten bis zum Mittelmeer im Westen. Das war, wie bereits erklärt, die Folge einer langen historischen und tief religiösen Verbindung der Juden zu diesem Land. Es definierte „Juden“ als das Volk des Landes, das die San Remo-Kommission (1920) „Palästina“ nannte; es wurde der alte römische Titel „Syria-Palestina“ verwendet, den ihm Kaiser Hadrian 132 n.Chr. gab

Die Juden brachten den ursprünglichen Namen „Israel“ (ישראל) nach fast 2.000 Jahren zurück. Um das zu kontern übernahmen die Araber den römischen Begriff „Palästina“, ein Wort, das im Arabischen keine Bedeutung hat. Obwohl  es im ursprünglichen Gründungsdokument der Terrorgruppe Palästinensische Befreiungsorganisation, der „PLO“ 1964 (Artikel 24) hieß: „Diese Organisation übt keinerlei territoriale Souveränität über die Westbank im Haschemitischen Königreich Jordanien, über den Gazastreifen oder im Bereich Himmah aus“, definiert das PLO-Emblem wie auch das der Hamas „Palästina“ in genau den Grenzen, die der Völkerbund für das Land Israel verwendete: vom Jordan bis zum Mittelmeer.

Sie behaupteten Indigenen-Status als „Palästinenser“, die seit Generationen in der Gegend lebten. Ein Überblick in die Geschichte zeigt jedoch, dass die Einwohner der Gegend seit der Zeit der Vertreibung der Juden durch die Römer fluktuierten.

Von der Zeit der Eroberung des Landes durch die muslimischen Araber im Jahr 636 an veschoben sich die Herrscher des Landes zwischen Muslimen, Kreuzfahrern, arabischen Stämmen untereinander und sogar den Mongolen. Das blieb bis 1517 so, als die Eroberung durch die Osmanen dem Land ein gewisses Maß an relativer Stabilität brachte, aber nicht lange.

Die Eroberungswellen und Kriege, Naturkatastrophen wie Erdbeben, harte Lebensbedingungen sowie die periodische Plünderung durch arabischen Beduinenstämme aus der Wüste machten die Gegend unwirtlich. Es gibt relativ wenige Elemente, die kontinuierliche Besiedlung im Land Israel belegen können, egal ob Jude oder Araber.

Damit war das Land am Vorabend der zionistischen Besiedlung, die mit der Gründung von Petah Tikva 1878 begann, zumeist einsam und verlassen. Es war spärlich und zum Teil nomadisch besiedelt. Berühmte Touristen, die Israel damals besuchten, bezeugten diese Lage getrennt voneinander: Sie fanden kleine ländliche Beduinenbevölkerung, die in schlammigen  Hütten lebten und beschrieben die Örtlichkeit als Sumpfgebiet, zumeist nicht kultiviertes Terrain, das als Weideland für Ziegen und Schafe genutzt wurde. Die lokalen Einwohner waren nicht die Eigentümer des Landes. Die Eigentümer waren reiche Familien aus dem gesamten osmanischen Reich, die keine Verwendung für das Land hatten, die über die Titel und Ehren hinaus ging, die ihnen damit verliehen waren.

Mit der Migration der Juden ins Land Israel zwischen 1870 und 1947 nahm die arabische Bevölkerung um 270% zu, fast dreimal so viel wie in Ägypten, damals das arabische Land mit der höchsten natürlichen Geburtenrate. Mit anderen Worten: Die Zunahme erfolgte größtenteils durch Migration.

Die Massenmigration war das Ergebnis wirtschaftlicher Entwicklung und Modernisierung, die jüdischer Zuwanderung folgten. Die arabischen Immigranten kamen auf der Suche nach Lebensunterhalt.

Tawfiq Bey al-Hourani, der syrische Gouverneur von Hauran, sagte 1934, dass „innerhalb weniger Monate mehr als 30.000 Syrer in Palästina einfielen“.

Winston Churchill erklärte am 22. Mai 1939, dass arabische Zuwanderung nach Palästina während der Mandatszeit so stark war, dass ihre Zahl in einer Rate zunahm, dass selbst die Juden der gesamten Welt nicht damit mithalten konnten.

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt sagte am 17. Mai 1939, dass die Zuwanderung von Arabern nach Palästina seit 1921 weit größer war als die von Juden in der letzten Zeit.

Nach Angeben der britischen Volkszählung von 1931 waren die Muslime im Land nicht unbedingt Araber, sondern, nach den Sprachen zu urteilen, die sie sprachen: Afghanisch, Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Tscherkessisch, Kurdisch, Persisch, Sudanesisch und Türkisch.

Die Araber selbst geben zu, dass die palästinensische Identität gefälscht ist, wie wir in einem früheren Artikel von Judith Bergman zeigten und wie in dem folgenden Video zu sehen ist:

Daraus wird deutlich, dass diese Araber etwa zur selben Zeit in Massen in den Bereich zogen wie Juden hierher zuwanderten. Aber es gibt eine andere, sehr einfache Weise die Herkunft der Araber zu identifizieren, nämlich anhand ihrer Nachnamen. In den arabischen Gemeinden identifizierten die Nachnamen den Stamm oder Clan, zu dem jemand gehört, ein Land oder eine Region ihrer Wurzeln und in manchen Fällen ihren Beruf.

Es ist wichtig zu betonen, dass in der Stammeskultur die Loyalität eines jeden Einzelnen zuallererst ihrem Stamm und ihrer Familie gehört. Das westliche Konzept des Nationalismus der arabischen Stammeskultur fremd ist. Das ist einer der Gründe, dass diese Staaten mit dem Sturz der zentralen Obrigkeit in arabischen Ländern im vergangenen Jahrzehnt in Unordnung geraten sind.

Yassir Arafats voller Name zum Beispiel lautet Yassir Yusuf Arafat Al-Qudwa Al-Husseini. Er behauptete zwar in Jerusalem geboren zu sein, war aber in Ägypten geboren und die Familie seines Vaters stammte aus dem Stamm von Al-Qudwa, das in Syrien liegt. Seine Mutter, Husseini, war ägyptische Staatsbürgerin, obwohl der Name ihre Wurzeln in der Region zwischen Irak und Saudi-Arabien preisgibt.

Hier sind ein paar der Herkünfte der geläufigen arabischen Nachnamen, die man leicht in jedem Telefonbuch in Israel finden kann, sowie auch auf den Landkarten, die den Ort ihrer Herkunft verraten (da diese Namen alle auf Arabisch sind, könnten manche an anderen Orten anders buchstabiert werden):

Al-Turki – Türkei

Sultan – Türkei

Al-Masri –Ägypten

Masrawa – Ägypten

Al-Tartir – das Dorf Tartir in Ägypten

Bardawil – der See und das Dorf Bardawil, Ägypten

Tarabin – südöstlicher Sinai (Beduinen), Ägypten

Abu-Suat / Abu-Sita – der Tarabain-Stamm, Ägypten

Scha’alan – Beduinen aus Ägypten

Fayumi –das Dorf al-Fayum, Ägypten

Al-Bana – Ägypten

Al-baghdadi – Bagdad, Irak

Zoabi –Westlicher Irak

Al-Faruki – Irak

Al-Tachriti – Irak

Zabaide / Zubeidi – Irak

Husseinie / Hussein – Saudi-Arabien (Hussein war der 4. Imam)

Tamimi – Saudi-Arabien

Hedschasi – die Hedschas-region (Küste des Roten Meeres) in Saudi-Arabien

Al-Kurasch / Al-Kuraschi – Saudi-Arabien

Ta’amari – Saudi-Arabien

Al-Halabi – aus der Region H aleb, Nordsyrien

Al-Allawi – Westsyrien (Küste)

Al-Hurani – Distrikt Huran, Südsyrien

Al-Qudwa – Syrien

Naschaschibi – Syrien

Khamati – Syrien

Lubnani – Libanon

Sidawi – Sidon, Libanon

Al-Surani – Sour-Tair, Südlibanon

Al-Yamani – Jemen

Al-Azad – Jemen

Hadadin – Jemen

Matar – das Dorf Matar, Jemen

Morad – Jemen

Khamadan – Jemen

Mugrabi – Maghreb, Marokko

Al-Araj – Marokko

Buschnak – Bosnien

Al-Schaschani – Tschetschenien

Al-Jazir – Algerien

Al-Abid (Beduinen) – Sudan

Samahadna (Beduinien) – Sudan (immer noch unter Diskussion)

Al-Hamis – Bahrain

Zarqawi – Jordanien

Tarabulsi – Tripolis, Libanon

Das sind die Orte einiger der arabischen Stämme in Israel, die fälschlicherweise als „Palästinenser“ bezeichnet werdne:

Hebron – Tamimi, Natschi, Ja’abri, Abu Sanina, Qawasma

Jericho – Erekat (Arikat)

Beith Lehem – Touqan, Schak’ka

Schem (Nablus) – Al-Masri

Tulkarm – Al-Carmi

Ramalla – Baraguthi, Tawil, Abbas

Um el-Fahm (israelische Staatsbürger) – Jabrin

Ostjerusalem – Hedschazi (die Region Heschas ist die östliche Küstenlinie am Roten Meer, in Saudi-Arabien)

Gaza – Al-Masri, Tarabin, Al-Abid

Die Geschichten hinter der Reise der Exodus

Diese Video-Zeugenaussagen aus der Toldot Yisrael Collection bieten einen Blick hinter die Kulissen der Geschichte des berühmten Schiffes.

Shai Ben-Ari, the Librarians, 9. Juli 2020

Für eine bestimmte Generation verkörpert die Geschichte der Exodus, des Schiffes, das 4.500 jüdische Flüchtlinge aus dem Nachkriegseuropa ins Mandat Palästina fuhr, das Wesen der Gründung Israels – eine Reise, einen Exodus von den Höllentiefen des Holocaust zu den berauschenden Höhen von Unabhängigkeit und nationaler Selbstständigkeit.

Tatsächlich gibt es viele, die erst Dank „Exodus“ – dem erfolgreichen Hollywood-Film von 1960, auch wenn der Film nur sehr lose auf der Geschichte des echten Schiffes basiert – auf die Geschichte des modernen Staats Israel aufmerksam wurden.

Die Exodus bei ihrer Ankunft im Hafen von Haifa. The Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels.

Das Projekt Toldot Yisrael, das auf den verschiedenen Plattformen der israelischen Nationalbibliothek gehostet wird, war in der Lage mehrere Video-Interviews zu sammeln, die die wahre Geschichte der Reise der Exodus erzählen sowie einen seltenen Blick auf die Ereignisse zu werfen, die sich hinter den Kulissen ereignete.

Als Monica Levin den Film mit Paul Newman endlich sah, schockierte ihr Vater – Louis „Shorty“ Levin – seine Tochter damit, dass er ihr erzählte: „Ich möchte, dass du weißt, dass das Schiff mir gehörte…“

Levin war damals Eigner des Schiffs, als man es noch als „President Warfield“ kannte.

Die Exodus bei ihrer Ankunft im Hafen von Haifa. The Pritzker Family National Photography Collection in der Nationalbibliothek Israels.

Die  Organisation, die schließlich „Shorty“ Levin das Schiff abkaufte, war als HaMossad LeAliyah Bet („Die Institution für Immigration B“) bekannt. Das war ein Arm der jüdischen Untergrundorganisation Haganah, die sich der Ermöglichung heimlicher, illegaler jüdischer Immigration ins Mandat Palästina verschrieben hatte.

Um ihre Aktivitäten zu tarnen, nutzte die Untergrundgruppe Fassadenorganisationen, hinter denen sie sich verbergen konnte. Als es dazu kam die President Warfield zu kaufen, lief alles über eine Strohmann-Firma, die einen sehr nichtjüdischen Namen hatte: „The Chinese American Industrial Corporation“. Der einzige Jude im Firmenvorstand war ein Agent der Haganah, der die Angewohnheit hatte fast überall aufzutauchen; es war der zukünftige Bürgermeister von Jerusalem, Teddy Kollek. Monica Levin erzählt unten die ganze Geschichte:

„Mr. Lopez, ich habe einen Umschlag für Sie. Haben Sie einen Umschlag für mich?“

Es waren schwierige Zeiten. Ein Drittel des Judentums war in Europa gerade ausgelöscht worden und die Männer und Frauen der verschiedenen zionistischen Organisationen hatten nicht die Absicht sich durch Bürokratie oder auch legale Hindernisse abschrecken zu lassen, die dem, was als Sache des schieren Überlebens angesehen wurde, im Weg standen.

Bevor man in der Lage war zu arrangieren, dass Schiffe jüdische Holocaust-Überlebende von Europa nach Palästina bringen konnten, mussten die Papiere dieser Schiffe in Ordnung gebracht werden. David Macarov war einer derer mit dem Auftrag mit diplomatischen Konsuln in New York zu reden, die die Flaggenpapiere bereitstellen konnten, die nötig waren, um zu diesen Rettungsreisen an Bord zu gehen. Es überrascht kaum, dass Macarov oft ein paar Handflächen schmieren musste. Ein für ihn typischer Satz wurde:

„Mr. Lopez, ich habe einen Umschlag für Sie. Haben Sie einen Umschlag für mich?“

In einer überraschenden Wendung offenbarte David Macarov, dass die Reise der Exodus an den Bananenpreis auf dem internationalen Markt gebunden war:

Ein Schiff nach Oklahoma?

Sam Schulman war einer der wenigen, die die President Warfield in ihrem Heimathafen in Baltimore bestiegen, auf ihrem Weg Flüchtlinge aus Frankreich einzusammeln. Selbst in einem befreundeten amerikanischen Hafen waren Diskretion und Geheimhaltung nötig.

Als Schulman den Pier erreichte, ging er auf die Männer zu, die das Schiff an den Docks bemannten…

„Ich sagte: ‚Ist das das Schiff, das nach Palästina fährt?‘ Sie sagten: „Nein, nein, nein, wir fahren nach Oklahoma.‘ Ich dachte nur: ‚Oklahoma hat keinen Zugang zum Meer…‘“

Schulman beschrieb dann detailliert die schicksalhafte Reise der Exodus, einschließlich dessen, wie das Schiff umgebaut wurde, um viele Flüchtlinge aufzunehmen sowie all die dramatischen Auseinandersetzungen mit der britischen Royal Navy…

Sie können hier hunderte Interviews mit den Männern und Frauen der Gründergeneration Israels finden und hier können Sie mehr über das Projekt Toldot Yisrael erfahren.