Die Nazi-Wurzeln des palästinensischen Nationalismus

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 8. April 2019

Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht. Einmütig haben sie sich beraten, einen Bund gegen dich zu schließen: die Zelte Edoms und die Ismaeliter,… (Psalm 83,5-7, Zürcher Bibel)

Haddsch Amin al-Husseini, besser bekannt als Großmufti von Jerusalem, mit Nazi-SS-Offizeren im November 1943 (Foto: deutsches Bundesarchiv/JNS)

Es ist unbestreitbar, dass sich während des Zweiten Weltkriegs viele Muslime mit Deutschland verbündeten und Hunderttausende von ihnen für die Nazis kämpften. Man könnte argumentieren, dass sei Folge ihrer gemeinsamen Feinde gewesen: dem britischen Empire, der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika.

Obwohl das für viele muslimische Länder, die sich aus pragmatischen und strategischen Gründen auf die Seite Deutschlands stellten, eindeutig stimmt, deutet bezüglich der Palästinenser ein Blick auf die Verbindung zwischen den Wurzeln des palästinensischen Nationalismus und dem Aufstieg der Nazis darauf hin, dass stärker vertretbar ist, dass diese Allianz auf gemeinsamen Philosophien und einem Hass ihrer größten gemeinsamen Nemesis gründete: den Juden.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu wurde weithin kritisiert, weil er in einer Rede vor dem World Zionist Congress (WZC) 2015 auf den Judenhass verwies, der die Herkunft des palästinensischen Nationalismus mit dem Nationalsozialismus verbindet. Darin schrieb der dem Palästinenserführer Haddsch Amin al-Husseini zu, Hitler überzeugt zu haben alle Juden zu töten.

„Hitler wollte zu dieser Zeit die Juden nicht auslöschen, er wollte die Juden vertreiben“, sagte Netanyahu vor dem WZC. „Und Haddsch Amin al-Husseini ging zu Hitler und sagte: ‚Wenn Sie sie vertreiben, werden sie hierher (nach Palästina) kommen.‘ Nach Angaben von Netanyahu fragte Hitler daraufhin: ‚Was sollte ich mit ihnen machen?‘, und der Mufti antwortete: ‚Verbrennen Sie sie.‘“

Obwohl Netanyahu von den linken Medien für diese Kommentare kritisiert wurde, hat seine Behauptung eine historische Grundlage. Dieter Wislicency, einer von Adolf Eichmanns Stellvertretern, behauptete das bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg ebenfalls. Dass Wislicenys Behauptung korrekt ist, wird von vielen Historikern angefochten, obwohl bekannt ist, dass al-Husseini Hitler in Deutschland während des Kriegs besuchte und auf der Höhe seines Betriebs Auschwitz besucht haben könnte.

Ebenfalls gut dokumentiert ist, dass al-Husseini von Hitler eine Versprechen einforderte und erhielt, keinen aus Europa fliehenden Juden zu erlauben in Palästina anzukommen, ein Plan, der von der englischen und der amerikanischen Regierung initiiert wurde. Das führte zweifellos dazu, dass viele Juden nicht in der Lage waren zu fliehen und in den Todeslagern der Nazis starben.

Forschungergebnisse haben gezeigt, dass er Holocaust sich beinahe bis ins Heilige Land ausbreitete. 2006 fanden Historiker an der Universität Stuttgart in ihren Studien in Nazi-Archiven heraus, dass eine in Athen stationierte SS-Einheit den Auftrag hatte der Front der Invasionstruppen in Palästina zu folgen und dann rund 500.000 europäische Juden zusammenzutreiben und zu ermorden, die dort Zuflucht gefunden hatten. Das war der Nahost-Teil der Endlösung.

„Der wichtigste Nazi-Kollaborateur und ein absoluter arabischer Antisemit war Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem“, sagten die Forscher und merkten an, dass al-Husseini und Heinrich Himmler, der Nazi-Führer, dem die größte Verantwortung für die Bemühungen zur Auslöschung der Juden zugeschrieben wird, sich hierfür oft trafen.

„Die Niederlage Rommels durch die Alliierten Ende 1942 hatte die Ausdehnung des Holocaust nach Palästina verhindert“, schlossen die Forscher.

Al-Husseinis Hass auf die Juden war so groß, dass er die Palästinenser im britischen Mandat aufhetzte Pogrome zu begehen. Selbst als al-Husseini 1941 in den Irak ins Exil musste, hetzte der zu Gewalt gegen die große jüdische Gemeinschaft dort auf.

Die Bewunderung, die al-Husseini für Hitler hatte, beruhte auf Gegenseitigkeit. Während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, pries Hitler den Islam als starke, aggressive, soldatische Religion. Albert Speer, Hitlers Minister für Bewaffnung und Kriegsproduktion, schrieb in seinen Memoiren über seine Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg; darin hielt er Hitlers Denkreisen fest.

„Sehen Sie, es ist unser Unglück, die falsche Religion zu haben“, soll Hitler nach Aussage Speers regelmäßig gesagt haben. „Warum hatten wir nicht die Religion der Japaner, die das Opfer für das Vaterland als höchstes Gut ansehen? Auch die mohammedanische Religion wäre für uns weit passender gewesen als das Christentum. Warum musste es das Christentum mit seiner Sanftmut und Schlaffheit sein?“

Dieses Erbe des Judenhasses wurde weitergegeben, fand seinen Weg in die Ursprünge der palästinensischen Autonomiebehörde. Al-Husseini traf 1946 einen jungen Yassir Arafat, später Führer der palästinensischen Befreiungsorganisation und ersten Präsidenten der PA. Es war an diesem Punkt, dass Arafat sein Schützling wurde, die Angelegenheit übernahm und schließlich die Führung des palästinensischen Nationalismus.

Diese Union zwischen den Idealen der arischen Herrenrasse des Nationalsozialismus und den sehr semitischen Palästinensern erscheint merkwürdig. Rabbi Pinchas Winston, ein produktiver Endzeit-Autor, beschreibt hingegen seine klaren Wurzeln in der Bibel und seine Funktion beim Herbeiführen des Messias.

„Die Araber wurden von den Nazis ausgebildet. Die Nazis wurden besiegt, die Araber aber nicht. Die Araber sind ihre Fortsetzung“, sagte Rabbi Winston gegenüber Breaking Israel News. „Das kann man grafisch in der antiisraelischen Propaganda der Araber sehen, die mit der antisemitischen Propaganda identisch ist. Die Palästinenser waren eine Kreation der arabischen Welt, einfach nur um über Politik und Öffentlichkeitsarbeit zu erreichen, was ihnen militärisch nicht gelang.“

Winston zitierte die Grundlage für diese Verbindung, man kann sie in Kol Hator finden (Die Stimme der Turteltaube), geschrieben von Rabbi Hillel Rivlin aus Schklow. Das Buch stellt die Lehren zum Prozess des Messias von Rabbi Elijah ben Solomon Zalman dar, dem herausragenden Gelehrten des 18. Jahrhunderts, der als Gaon von Wilna bekannt war.

„Es gibt drei Klipot (Schalen der Unreinheit): Esau, Ismael und Erew Raw (gemischte Vielzahl)“, erklärte Rabbi Winston. „Der Erew Raw arbeitet daran Esau und Ismael zusammenzubringen, um das jüdische Volk zu vernichten.“

Winston erklärte, dass das das jüdische Konzept eines Messias zwei Stufen hat, der mit dem Moschiach (Messias) aus dem Haus Josef beginnt, ein praktischer Prozess, zu dem der Aufbau des Landes Israel und die Sammlung der Exilanten gehört. Der Moschaich aus dem Haus David ist ein Wunderprozess, der in der Vollendung des Dritten Tempels und der Wiederauferstehung der Toten gipfelt.

„Ismael von der Seite der Klipa (Unreinheit) ist der unreine Hamor (Esel), der dem Moschiach ben David auf der Seite der Keduscha (Heiligkeit) entspricht“, erklärte Rabbi Winston. „Der Moschiach ben Josef ist die Heiligkeit, die der Unreinheit des Esau auf der Seite des Schor (Bullen) entspricht. Esau kommt, um den Moschiach ben Josef zu vernichten, so wie Ismael kommt, um den Moschiach ben David zu vernichten. Sie arbeiten Hand in Hand, um den Moschiah ben David vom Moschiach ben Josef zu trennen.“

Der Rabbi erklärte, dass dies im Krieg von Gog und Magog gipfelt, einem Bündnis aus Esau und Ismael. Sie kommen zusammen gegen Israel, obwohl sie immer noch miteinander zerstritten sind.

„Diese Beziehung zwischen Esau und Ismael wird vom Erew Raw unterstützt und aktiviert, der heute aus vielen Linken und Liberalen besteht, sogar aus Juden, die, wie der Erew Raw aus Ägypten kamen und dran arbeiten Israel zu untergraben und die Geula (Erlösung) zu verhindern. Der Zohar sagt, als Moses den Erew Raw aus Ägypten holte, besiegelte er das Schicksal des jüdischen Volks bis zum Moschiach. Moses wird in jeder Generation zurückkommen, nur um den Erew Raw in Ordnung zu bringen.“

Rabbi Winston merkte an, wie diese Beziehung Esau-Ismael ein unerlässliches Element der Verbindung zwischen den Palästinensern und dem Nationalsozialismus ist.

„Der Punkt ist, dass die Verbindung zwischen den Palästinensern und Muslimen zu den Nazis nicht nur eine Zweck-Beziehung war“, sagte Winston. „Esau und Ismael sind untrennbar miteinander verbunden und diese Verbindung hat kabbalistische Wurzeln mit Moschiach-Konsequenzn. Das ist der Grund, dass Esau Machala heiratet, die Tochter Ismaels; um eine böse Allianz gegen die Nachkommen Jakobs zu schmieden.“

Obwohl in rabbinischen Quellen allgemein Übereinstimmung besteht, dass Ismael heute vom Islam und der arabischen Welt repräsentiert wird, ist Esau zu identifizieren heute etwas komplizierter.

„Esau hat drei Komponenten: eine geschäftliche, eine religiöse und eine rüpelhafte“, erklärte Winston. „Russland ist eindeutig der Rüpel Esau, mit dem schwer umzugehen ist, aber das ist immer noch möglich. Rom ist der religiöse Esau. Amerika ist der Geschäftsmann Esau, mit dem man schachern kann.“

Rabbi Winston vermerkte, dass Esau regelmäßig als die Christenheit identifiziert wird, da die Kirche aufzublühen begann, nachdem sie ihr Zentrum in Rom hatte, der Nation, die am engsten mit dem biblischen Esau identifiziert wird. Aber der Rabbi betonte, dass nicht von der gesamten Christenheit prophezeit wird, in der Endzeit eine negative Funktion zu erfüllen.

Winston zitierte einen Abschnitt des Talmud, in dem dem römischen Kaiser Antonius gesagt wurde, dass er es verdiente, dass die zu ihm Welt kam, weil er freundlich zu den Juden und zu Rabbi Jehudah HaNasi war (der die Mischnah zusammenstellte). Der Rabbi versicherte ihm, für seine Taten würde er es verdienen, dass die Welt kommt. Antonius gab der Sorge Ausdruck, dass die letztliche Vernichtung Esaus vorhergesagt wurde. Rabbi Jehudah HaNasi erklärte, dass Esau (d.h. Rom) schließlich wie vorhergesagt vernichtet werden würde, aber nur der Teil von Esau, der die Rolle des Esau als Zerstörer erfüllte.

„Das ist eine Quelle für das Konzept des gerechten Heiden“, erklärte Rabbi Winston. „Das sehen wir heute in den Christen, die Israel unterstützen.“

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Ja, die palästinensische Identität ist nur als Waffe gegen Israel gedacht

Elder of Ziyon, 4. April 2019

Ich sehe manchmal endlose Twitter-Diskussionen darüber, ob Palästinenser ein Volk sind oder ob palästinensische Araber vor Israel ein Volk waren.

Manche stellen fest, es sei kaum zu bestreiten ist, dass die Palästinenser heute ein Volk sind, egal, was die Geschichte sagt; daher spielt die Geschichte, ob sie vorher ein eigenes Volk waren, keine große Rolle.

Aber Geschichte spielt eine Rolle. Die Geschichte zu kennen, wie sie „Palästinenser“ wurden, ist der Schlüssel zum Verständnis des heutigen Nahen Ostens.

Bis 1947 waren Araber in Palästina größtenteils schlicht Araber. Das Wort „Palästinenser“ bezog sich fast ausschließlich auf jüdische Einwohner Palästinas.

Palästinenser feiern WarburgsHaifa, Palästina, 25. Februar – Eine riesige Menge jubelnder Palästinenser war hier heute Nachmittag auf dem Dock, als Felix M. Warburg mit der Conte die Savoia ankam.
Palästinenser helfen RAFFlüchtlinge vor dem Hitlerismus nehmen die Gelegenheit wahr die Nazis zu bekämpfenKario, Ägypten, 31. Juli – Die Royal Air Force im Nahen Osten öffnete heute vor drei Jahren ihre Ränge für Freiwillige aus Palästina. Heute stellen nach Angaben aus dem RAF-Hauptquartier Palästinenser „einen beträchtlichen Anteil der Luftstreitkräfte des Empire“. …

Sogar die PLO-Charta von 1964 verwendete wiederholt die Bezeichnung „palästinensische Araber“, um sie von den palästinensischen Juden zu unterscheiden, woran die Menschen immer noch dachten, wenn sie 1964 das Wort „Palästinenser“ hörten.

Wie wurden sie also „Palästinenser“? Wie wurden sie zu einem Volk?

Eine Gruppe wird ein Volk, wenn die Menschen etwas miteinander gemeinsam haben. Die willkürlichen Grenzen des britischen Mandats, die weniger als drei Jahrzehnte Bestand hatten, reichten nicht aus, um Araber Palästinas sich als „Palästinenser“ fühlen zu lassen.

Sie identifizierten sich mit ihren Clans, mit ihren Dörfern, mit ihrer Religion und mit ihrer arabischen Identität, aber „palästinensisch“ war (mit seltenen Ausnahmen) überhaupt kein wichtiger Teil ihrer Identität. Größtenteils zogen die Araber frei durch die arabische Welt, während Trockenheiten oder Kriege oder wirtschaftliche Anreize sie dazu trieben. Arabische Clans hielten hartnäckig an ihrer Herkunft fest, in der Regel in Arabien oder dem Jemen und ihre Stämme blieben oft zusammen, während sie einem einem arabischen Land in ein anderes zogen.

Selbst heute wird, wer einen belieben palästinensischen Nachnamen nimmt und die Familiengeschichte auf Arabisch nachschlägt, sehen, woher sie ursprünglich kamen. Man wird nicht viele finden, die sagen können, dass sie aus Palästina stammen. In der Regel könne sie ihre Geschichte nach Arabien oder in den Jemen zurückverfolgen, obwohl es viele gibt, deren Name aus Nordafrika stammt.

Erst 2948 begannen palästinensische Araber etwas miteinander gemein zu haben – und das wegen dem, wie sie mit den anderen Arabern umgingen, nicht den Juden.

Wie erwähnt kamen Araber oft aus wirtschaftlichen Gründen nach Palästina. Zehntausende Syrer zogen während der 1920-er Jahre hin; Grund war eine Dürre in der Region Hauran. Demografische  Studien zeigen, dass die stärkste Zunahme der arabischen Bevölkerung während dieser Jahre vor 1948 in jüdischen Gebieten stattfand, wo die Industrie und die Arbeitsplätze waren. Aber viele reisten nach Bedarf zurück in den Libanon oder nach Syrien.

Während der Krawalle von 1936 – 1939 zogen viele wohlhabendere Araber in den Libanon, um mit ihren erweiterten Familien den Unruhen zu entgehen.

Kurz gesagt: Da Araber in Palästina das Gefühl hatten, sie seien einfach Araber und nicht Palästinenser, war es für die meisten relativ einfach im Krieg von 1948 die Entscheidung zu treffen wegzugehen, um bei ihren arabischen Geschwistern zu sein, von denen sie annahmen, sie würden sie so aufnehmen, wie sie es die Geschichte hindurch taten, als sie durch die arabische Welt zogen. Diejenigen, die blieben und um ihre Heime kämpften, waren wurden nicht einfach weil sie Beziehungen zu ihren Dörfern hatten als palästinensische Araber identifiziert und es gab kein nennenswertes Zentralkommando, weil Araber in Dörfern in Palästina keine sonderliche Affinität zu Arabern anderer Dörfer hatten.

Aber diesmal, zum ersten Mal, soweit ich das sagen kann, war die arabische Migration bei den anderen Araber nicht willkommen.

Der Grund ist einfach. Araber waren enorm bloßgestellt weil sie den Krieg gegen die verhassten, unbedeutenden Juden verloren, die in arabischen Gesellschaften schon immer Bürger zweiter Klasse gewesen waren. Palästinensische Araber erinnerten den Rest der arabischen Welt an ihre Schande. Statt die Flüchtlinge zu integrieren, hielten sie sie abgesondert. Sie machten den Westen dafür verantwortlich, dass Israel entstand und sie bestanden darauf, dass der Westen – d.h. die UNO – für die Unterkunft und Bildung der palästinensischen Araber bezahlt.

Am wichtigsten ist, dass die Arabische Liga anerkannte, dass die Flüchtlinge eine gewaltige Waffe gegen Israel sein konnten, denn wenn sie dorthin zurückkehrten, würde es kein jüdischer Staat mehr sein.

Jeder Araber aus Palästina wurde zur Spielfigur.

Es gab einen weiteren wichtigen Grund, warum die arabischen Staaten die Palästinenser als Kanonenfutter gegen Israel benutzen wollten. Sie wussten, dass sie eine ruhelose, heimatlose und staatenlose Bevölkerung in ihrer Mitte hatten und sie wollten nicht, dass sie ihre Gastgeber für ihre Probleme verantwortlich machen. Sie schufen einen Mythos eines palästinensischen Volks, das von Juden vertrieben wurde, um ihren Hass auf die Juden und Israel zu lenken – und weg von den arabischen Führern, die es (mit Ausnahme Jordaniens) ablehnten sie einzubürgern.

Auf diese Weise begann das palästinensische Volk. Seine Führer und arabischen Führer stimmten überein, dass sie eine Identität benötigten und sie bestanden darauf sie getrennt zu halten; sie hielten die palästinensisch-arabische Identität intakt. Bürger arabischer Staaten zu werden würde bedeuten, dass diese entstehende palästinensisch Identität verschwinden und mit ihr eine wichtige Waffe gegen Israel verschwinden würde. Wie PLO-Führer Ahmed Schukeiri 1966 sagte, als palästinensische Identität sich immer noch in der Entstehungsphase befand:

„Die arabischen Staaten werden die palästinensischen Flüchtlinge nicht integrieren, denn Integration würde ein langsamer Prozess der Liquidierung des Palästina-Problems sein“, erklärte Ahmed Schukeiri, Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation, heute.

„Konsequenterweise wollen die Flüchtlinge nicht integriert werden“, fuhr er fort. „Gibt es kein palästinensisches Volk, dann gibt es keine palästinensische Sache. Wir können uns heute keine Sache der Babylonier vorstellen, weil es keine Babylonier gibt. Aber wir beginnen mit der Voraussetzung, dass wir die Befreiung Palästinas bald erreichen werden.“

Die Bilanz der Araber gegenüber den Palästinenser ist ziemlich schlimm. Palästinensische Araber sind abgeschlachtet worden, deportiert worden und ihnen wurden wenige Rechte gegeben. Aber sie wurden gelehrt, dass sie loyale Araber sind und die einzigen, die sie für ihre missliche Lage verantwortlich machen können, sind die Juden.

Die UNRWA ist ein großer Teil davon. Zu Beginn versuchte die UNRWA versuchte die palästinensischen Araber in Ländern wie dem Irak wiederanzusiedeln und schaffte es sie zu produktiven Bürgern ihrer Gastgeberländer werden zu lassen. Die arabischen Staaten leisteten Widerstand und die UNRWA nutzte ihr eigenes Geld, um selbst tausende palästinensisch Araber einzustellen – die der UNRWA, ihrem Auftrag und ihren Schulbüchern dann ihre eigene Agenda aufzuzwingen. Das ist der Grund, dass Palästinenser – und nur Palästinenser – immer noch als „Flüchtlinge“ gelten, Jahrzehnte nachdem alle anderen der Millionen Flüchtlinge aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sind an anderen Orten angesiedelt worden.

Selbst wenn man Israel für die Vertreibung von hunderttausenden Arabern verantwortlich machen will, sind die einzigen, die man für ihr fortgesetztes Elend über siebzig Jahre hinweg sind die arabischen Staaten selbst. Die Welt lehnt es ab das anzuerkennen oder auch nur zu fordern, dass arabische Staaten sich um ihre „Gäste“ so kümmern, wie  es von jedem anderen Staat erwartet wird.

Die Palästinenser selbst wollen Bürger ihrer Gastgeberländer werden. Als Ägypten und der Libanon kurz die Regeln änderten und vielen Palästinensern erlaubten eingebürgert zu werden, ergriffen viele Palästinenser die Gelegenheit. Selbst Hamas-Führer wurden Ägyptische Staatsbürger!

Es kann niemals Frieden geben, ohne dass die Araber Verantwortung für die Palästinenser in ihrer Mitte übernehmen. Der Mythos eines antiken palästinensischen Volks ist eine Straßensperre auf dem Weg zum Umgang mit ihnen wie mit jeder anderen Flüchltingsbevölkerung. Das ist der Grund, dass die Wahrheit wichtig ist – die Wahrheit ist erforderlich, um jeden näher an einen echten Frieden zu bringen.

Juden in Judäa, Samaria und Gaza vor 1948

Yisrael Medad, 7. Februar 2019

Juden leben im Kernland der historischen jüdischen Heimat – Judäa, Samaria und Gaza – bis zur Mandatszeit, als Araber Terrorkampagnen zur ethnischen Säuberung der Juden aus ihren Häusern und Lebensgrundlage führten. Und dann, während des Krieges 1947/48, vertrieben sie sie auch aus Jerusalem und seinen Vierteln.

Juden leben in Nablus und Gaza?

Ja.

Beweisstück eins: Britischer Zensus von 1922