Der neue irre Liebling des Westens

Zuerst kam vor gut 50 Jahren der mordsfidele Castro. Dann dauerte es etwas (gut, es gab ein paar Diktaturen, vor allem auch von der „rechten“ Seite, die waren aber no-no) und Gaga-Hugo tauchte auf. Verbiegung und Verletzung der Verfassung, undemokratische Änderungen derselben, Verteufelung und Unterdrückung von Opposition, schließlich offen Antisemitisches mitsamt der Rumknutscherei mit sämtlichen Undemokraten und Massenmördern (zufällig auch gerne antisemitisch bis zum geht nicht mehr) haben ihm keinerlei Nachteile eingetragen. Im Gegenteil, jeder aufrechte Demokrat in Europa und jetzt auch im Weißen Haus hofiert ihn. Er ist ein Held.

Als nächstes kam dann Koka-Evo und „revolutionierte“ Bolivien: scheindemokratische Verfassungsänderung, „Verstaatlichungen“, Knutschfotos mit Gaga-Hugo und anderen Helden der Demokratie. Das übliche antiwestliche Programm also. Ob er sich auch der antisemitischen Richtung verschrieben hat, weiß ich nicht, das kann ja jemand mal recherchieren.

Jetzt kommt der nächste Held des Westens aus Lateinamerika und kackt in dieselbe Suppe: In Honduras sitzt der abgesetzte Präsident Manuel Zelaya in der brasilianischen Botschaft und „kämpft“ um sein Amt.

Unsere Medien „berichten“ immer gerne, dass er der rechtmäßige und illegal abgesetzte Präsident wieder ins Amt solle. Neben den üblichen Verdächtigen (Gaga-Hugo, Castro II et.al.) tönt auch der Supermann in Washington, der rechtmäßige Amtsinhaber müsse wieder eingesetzt werden. Die Organisation Amerikanischer Staaten isoliert Honduras. Und alle, alle machen mit.

Mit der wahren Geschichte setzt sich keiner auseinander, außer ein paar Blogger und vereinzelte weitere Stimmen. Dass Zelaya Verfassungsbruch beging und deshalb rechtmäßig aus dem Amt entfernt wurde, wer interessiert sich schon dafür? Dass der Mann nicht von irgendwem, sondern vom Verfassungsgericht seines Amtes enthoben wurde – was kann das schon heißen? Dass seine Anhänger mit Gewalttätigkeiten versuchen ihn wieder ins Amt zu putschen – erfahren wir höchstens versehentlich aus Nebensätzen der Qualitätsjournaille. Dem ZDF rutschte heute Nachmittag etwas in der Richtung durch. Aber was vermitteln sie uns sonst über den Typen, außer, dass er der „rechtmäßige“ Präsident ist?

Im Miami Herald findet sich eine Information, die zeigt, dass er so richtig gut in die Riege der Castros und Hugos passt. Denn der „rechtmäßige Präsident“ fühlt sich mit dem Tode bedroht. Denn israelische Söldner wollen die brasilianische Botschaft stürmen, in der er sich aufhält, und ihn töten. Darüber hinaus, sagt er, sei er durch sie toxischen Gasen und Strahlung ausgesetzt, die seinen physischen und mentalen Zustand verändern.

DAS ist also die ruhige und rationale Führung, die Barack Hussein Obama (und der übrigen Westen? Auf jeden Fall unsere Medien!) in Lateinamerika sehen will: schwachmatische Verschwörungstheoretiker mit knietiefem Antisemitismus. Schöne neue Welt…

(Mehr zur Situation in Honduras auch bei Markus.)