Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Mai 2017)

Sonntag, 14.05.2017:

Kann man das „Gülle-Jihad“ nennen? Abwässer aus Ramallah fließen ungeklärt nach Zentral-Israel. Modi’in Illit ist davon besonders betroffen, die Mückenplage hat zugenommen und es werden dadurch verursachte Krankheiten befürchtet. Bei meinem letzten Besuch in Beer Sheva berichteten mir Freunde, dass auch sie unter ungeklärten Abwässern aus PA-Gebieten leiden.

Friedensbereitschaft widerlegt: In Hebron haben die PA-Araber einen Terroristen zum Bürgermeister gewählt, der für den Tod von 6 Juden verantwortlich ist.

Die offiziellen PA-Medien bezeichnen den am Samstag bei einem Terror-Messeranschlag verletzten Polizisten als gewalttätigen Rassisten, der für den Angriff auf sich selbst verantwortlich sei.

Marwan Barghouti hat sich wieder aus dem Gefängnis gemeldet. Per Brief forderte er „Einheit und nationalen Ungehorsam“. Außerdem rief er zur Versöhnung zwischen Fatah und Hamas auf.

Ein ranghoher Palästinenser sagte, er „hoffe“, dass Israel den Siedlungsbau einstellen wird, wenn von den USA geführte Friedensgespräche wieder aufgenommen werden; er ging allerdings nicht so weit das zu einer Vorbedingung zu machen.

Montag, 15.05.2017:

Abbas Zaki von der PA vor PA-Sicherheitsbeamten: Ihr werdet Jerusalem befreien und die Welt beherrschten. Die Israelis sind Esel. ISIS hätte Israel angreifen müssen.

Die Gemeinsame Arabische Liste beschuldigt die Regierung, sie würde arabische Aktivisten bekämpfen. Anlass ist ein Prozess gegen sechs Mitglieder der (verbotenen) radikalmuslimischen Hasstruppe „Islamische Bewegung“, der von den arabischen Knesset-Parteien als „kollektives Schlagen gegen die israelisch-arabische Gemeinschaft“ verurteilt wird.

Dienstag, 16.05.2017:

Der von Mahmud Abbas eingesetzte Leiter eines Schulsystems ließ wissen: Juden sind Wucherer, die das Geld, die Presse und die Ressourcen kontrollieren. Israel ist ein Krebsgeschwür.

Am nördlichen Gazastreifen gibt es schwerwiegende Verschmutzung des Wassers, weil im Bereich Beit Hanoun (nördlicher Gazastreifen) ungeklärte Abwässer in ein nach Israel führendes trockenes Flussbett gepumpt werden. Die Abwässer verschmutzen das gesamte Küstengrundwassersystem.

Heckmeck:
– Moderate arabische Golfstaaten sollen bereit sein bessere Beziehungen zu Israel zu schmieden, wenn es aus ihrer Sicht beträchtliche Bemühungen Israels zum Neustart der stagnierenden Friedensgespräche mit den Palästinensern gibt. (Kommentar: Wieder ist es Israel, das etwas tun soll, nicht die Terroristen!)^

Der PA-Parlamentarier Jamal Hawil von der Fatah wurde fotografiert – als er mit einer Steinschleuder Juden bewarf. Die Fatah sind die „moderaten“ (!) Terroristen.

Nur wenige Tage vor Trumps Besuch wurde in der „Westbank“ in Tulkarm ein Platz nach Maher Yunis, einem Terroristen benannt.

Mittwoch, 17.05.2017:

Den Widerspruch werden wohl nur unsere Gutmenschen nicht erkennen wollen: Bei seinem Besuch in Indien bejubelte Mahmud Abbas die pal-arabischen Terroristen und „Märtyrer“ – und behauptete gleichzeitig, er wolle Frieden mit Israel.

Einmal mehr ließ das PA-Fernsehen ein kleines Kind ein Gedicht aufsagen, das zu Krieg aufruft.

Ein „Geistlicher“ im PA-Fernsehen: Jude verbreiten in der arabischen Welt Korruption, Prostitution und Drogen.

Donnerstag, 18.05.2017:

Statistisches: Die PA hat insgesamt 28 Schulen nach Terroristen benannt. 3 weitere PA-Schulen tragen die Namen von Nazi-Kollaborateuren.

Formelle Botschaft aus dem Gazastreifen: keine Kompromisse – es gibt keine Lösung des Konflikts ohne die „Rückkehr“ aller „Flüchtlinge“ (natürlich nur arabischen nach Israel, nicht von Juden in die Gebiete), dazu ihre Entschädigung und dass sie „ihr“ Land zurückbekommen. Außerdem ist „Palästina“ der gesamte Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer.

Mehrere Terrorgruppen im Gazastreifen riefen zu einem „Tag des Zorns“ in Unterstützung der Hungerstreikenden auf. Außerdem drohten sie mit Eskalation, sollten die Forderungen der Terror-Häftlinge nicht erfüllt werden. (Sollte man sich merken, wenn es die nächsten Eskalationsvorwürfe an Israel gibt.)

Freitag, 19.05.2017:

Friedensbotschaft des PA-Fernsehens: Im Kinderprogramm rezitiert ein kleines Mädchen ein Gedicht, mit dem sie behauptet die Israelis hätten Arafat ermordet.

Ein PA-Krankenwagenfahrer wurde festgenommen; er hatte gestern mit seinem Krankenwagen einen israelischen Autofahrer blockiert, der von einem Mob beinahe gelyncht wurde.

Samstag, 20.05.2017:

Ein offizieller Vertreter der PA (Saeb Erekat) tönt wieder: Ein Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem würde den „Friedensprozess“ beenden.

Marwan Barghouti kündigt „Gluten-Streik“ an, bis seine Forderungen erfüllt werden

The Mideast Beast, 9. Mai 2017

© Rrodrickbeiler | Dreamstime.com – Palästinenser marschieren um Freiheit für die Häftlinge zu fordern.

In Abkehr von seinem bisherigen kompletten Hungerstreik hat der militante ehemalige Palästinenserführer Marwan Barghouti gelobt sich komplett glutenfrei zu ernähren, bis seine Forderungen erfüllt werden.

„Bis ich und meine Mithäftlinge entweder freigelassen werden oder ein faires Gerichtsverfahren bekommen, werde ich auf jegliches Essen oder Getränk verzichten, das Gluten enthält“, sagte ‚Barghouti dem Mideast Beast. „Wenn mein Leiden da israelische Volk nicht dazu anspornt Gerechtigkeit zu fordern, dann wir das durch nichts passieren.“

Barghouti, der wegen seiner Rolle in der zweiten Intifada inhaftiert ist, befand sich ursprünglich in einem kompletten Hungerstreik, aber während des Wochenendes tauchte ein Video auf, das ihn Kekse und Süßigkeiten essend in seiner Zelle zeigte. Israel bezeichnete ihn zwar schnell als Heuchler, aber Barghouti  erklärte, dass seien vielmehr glutenfreie Snacks und er habe sie einfach gegessen, um sein Leiden zu vergrößern.

Habt ihr je glutenfreie Kekse gegessen?“, fragte Barghouti. „Sollte ich gezwungen sein noch eine Weile nur mit ihnen als Nahrung zu überleben, dann wird Israel bestimmt vor Den Haag gebracht werden.“

Obwohl der ehemalige Führer der Tanzim – einer militärischen Ableger der Fatah – sagte, er hoffe, sein Glutenstreik werde die Besatzung beenden, gestand er ein, dass dies sein einziger Grund ist Weizen von seinem Speiseplan zu streichen.

„Ehrlich gesagt, Gluten sorgt dafür, dass ich mich manchmal aufgedunsen fühle“, sagte Barghouti. „Wenn ich Palästina befreien und gleichzeitig ein paar Pfunde verlieren kann, dann ist das eine wahre Win-Win-Situation.“

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (07. – 13. Mai 2017)

Sonntag, 07.05.2017:

Der Anführer des Hungerstreiks der Terrorhäftlinge, Marwan Barghouti, wurde erwischt, wie er heimlich aß. Israels Botschafter bei der UNO kommentierte passend, damit sei bewiesen, dass der „Hungerstreik“ lediglich ein Medien-Stunt ist.

Die PA-Araber behaupten wieder Juden würden abgerichtete Wildschweine auf sie loslassen; ein arabisches Mädchen wurde in die Hand gebissen, das können nur die Juden gewesen sein.

Der 6 Meter hohe Sicherheitszaun an der Grenze zum Libanon wird an zwei Abschnitten erneuert und verbessert.

Montag, 08.05.2017:

Die (verbotene) Islamische Bewegung (nördlicher Zweig) in Israel hat einen Marsch von Haifa nach Jerusalem begonnen. Die Teilnehmer wollen Jerusalem am Freitag erreichen.

Unterstützt (und eventuell angestiftet) von linken israelischen NGOs haben pal-arabische Bauern im Jordantal illegal gesperrtes Staatsland bestellt, das als Schießstand der IDF genutzt wird und teilweise auch noch vermint ist. Die Bauern verschwinden immer rechtzeitig beim Auftauchen des Militärs, so dass die Soldaten nicht feststellen können, wer sie sind.

Der Terror-Sportchef Jibril Rajoub will, dass die FIFA israelische „Siedler-Clubs“ vom Spielbetrieb ausschließt – und jetzt schimpft er, dass Netanyahu sich bei der FIFA dagegen ausspricht. Das ginge nicht, dass ein Politiker sich da einmischt und verlangt, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Dienstag, 09.05.2017:

Die Fünfte Kolonne: Ayman Odeh von der Gemeinsamen Arabischen Liste bezeichnet die in Israel einsitzenden Terroristen als „politische Gefangene“, die „einen gerechten Kampf zur Befreiung von einer ungerechten Besatzung führen“.

Scheinheilig: Mahmud Abbas behauptet weiter, er sei bereit sich mit Netanyahu zu treffen – vorausgesetzt, Trump ist dabei.

Noch scheinheiliger: Mahmud Abbas lässt wissen, dass es keine Alternative zu einer Friedenslösung gibt und die Zeit militärischer Optionen vorbei sei.

Die IDF geht seit einiger Zeit verstärkt gegen Waffenproduktionsstätten in Judäa und Samaria vor. Seit Anfang 2017 wurden 23 Werkstätten und mehr als 150 Waffen beschlagnahmt.

Mittwoch, 10.05.2017:

Marwan Barghouti ist seit dem Beginn des „Hungerstreiks“ der Terrorhäftlinge in Isolationshaft. Jetzt wurde seinem Anwalt eine Besuchserlaubnis gestrichen (vermutlich infolge von nach draußen geschmuggelten Interviews?). Eine Delegation des Roten Kreuzes kann ihn aber besuchen; das IKRK hatte diesen Besuch gewünscht.

Bei der Wahl zur Studentenvertretung der Universität Bir Zeit hat zum zweiten Mal in Folge die Hamas gewonnen.

Die Hamas bekommt Kritik wegen ihres neuen Strategiepapiers; sie versichert vehement, dass die Gruppe weiterhin die Vernichtung Israels anstrebt und nicht mit Israel über das Recht an „ganz Palästina“ verhandeln wird.

Donnerstag, 11.05.2017:

Während sich Abbas letzte Woche mit US-Präsident Trump traf, wobei er behauptete, die Palästinenser würden ihre Kinder zu Frieden erziehen, waren seine PA und die Fatah emsig damit beschäftigt 12 Terroristen zu ehren, die für die Ermordung von 95 Menschen verantwortlich sind. Außerdem wurde in Jenin eine Straße nach einem Entführer und Mörder benannt.

Es wird erwartet, dass für den Gedenktag zum Tode von Joseph tausende Juden dessen Grabmal in Schechem/Nablus besuchen wollen. Um das vorzubereiten, haben Aktivisten vom Militär eine Sondererlaubnis zum Besuch erhalten; sie werden alles putzen.

PA-Sicherheitskräfte haben in Judäa und Samaria anscheinend Terroranschläge verhindert, indem Hunderte Waffen beschlagnahmt wurden.

Vor einigen Wochen wurden sechs Aktivisten der „Islamischen Bewegung“ in Israel festgenommen; sie handelten in Erhalt und Ausübung von Aktivitäten der Tanzim-Bewegung in Jerusalem und verfügten über Bargeld aus dem Ausland im Wert von ca. 200.000 Schekeln.

Weisheit von Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah: Israel ist schwach – es versteckt sich hinter Zäunen. (Vermutlich versteckt er sich deshalb die meiste Zeit vor Israel.)

Die PA-Repräsentantin bei der UNO hat wieder – diesmal in Briefen – dazu aufgerufen, dass die UNO zugunsten der Terrorhäftlinge eingreift. Er behauptete, der Gesundheitszustand der Hungerstreikenden verschlechtere sich rapide.

UNO-Botschafter Danny Danon legte bei der UNO Belege vor: 2016 hat die PA den Terroristen in den Gefängnissen $130 Millionen gezahlt, ihren Familien $175 Millionen.

Samstag, 13.05.2017:

Die PA wirbt für ein weibliches Vorbild: Die Mutter von vier Terroristen, die lebenslänglich in israelischen Gefängnissen einsitzen und deren fünfter Sohn als (Hamas-)Terrorist getötet wurde, wird von Abbas et.al. als Vorbild für die pal-arabische Jugend gefeiert. Bei einem Empfang letzten Monat betonte Abbas erneut, das die Terroristen-Häftlinge eines der Hauptanliegen seiner Regierung sind.

Jordanien hat den „abscheulichen Mord“ an dem Terroristen von heute verurteilt. Dabei wurde natürlich nicht erwähnt, dass der Mann ein Terrorist war, der gerade versuchte Israelis zu ermorden.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (23. – 29. April 2017)

Sonntag, 23.04.2017:

Die Zahl der Hungerstreik-Abbrecher in den israelischen Gefängnissen ist auf 186 gestiegen.

Die Fatah hat zu einem „Tag des Zorns“ gegen Israel zugunsten der Häftlinge in israelischen Gefängnissen aufgerufen. Sie drängte die PA-Araber „an allen Reibungspunkten Zusammenstöße mit den Besatzern“ zu initiieren. Außerdem soll es am Donnerstag einen Generalstreik geben. (Die PA behauptet das Gegenteil sei richtig: Den Hungerstreiken hätten sich sogar noch mehr Häftlinge angeschlossen.)

Saeb Erekat wieder: 1. hängen Frieden, Sicherheit und Stabilität von der Beendigung der israelischen Besatzung ab. (Ist das eine Drohung, dass die „Palästinenser“ für Instabilität, Unfrieden und Unsicherheit sorgen werden, wenn sie ihren Willen nicht bekommen?) Und 2. kann es keinen Palästinenserstaat ohne den Gazastreifen geben.

Montag, 24.04.2017:

Nach dem Terroranschlag Sonntag in Tel Aviv hat Israel die Einreisegenehmigungen für einige PA-Araber aufgehoben. Der Messerstecher befand sich mit einer eintägigen Genehmigung in Tel Aviv, war mit einer Gruppe dort, die daran arbeitet die Beziehungen zwischen Israelis und PA-Arabern zu verbessern.

Marwan Barghouti ist einer der Anführer des Hungerstreiks der PA-Terroristenhäftlinge. Jetzt sagen die Terroristen, sein Gesundheitszustand habe sich deutlich verschlechtert. Und stolz sind sie, dass ihr Idol medizinische Hilfe verweigert. Ein Sprecher der Gefängnisaufsicht sagt allerdings, dass keine Verschlechterung seines Gesundheitszustands erkennbar ist. Außerdem: „Wenn Barghouti sich schlecht fühlt, dann muss einfach nur mal was essen (damit es ihm besser geht).“

Dienstag, 25.04.2017:

Das für Frauensachen zuständige PA-Büro gab einen Bericht aus, in dem es heißt, dass die Gewalt gegen Frauen im Gazastreifen stark zugenommen hat. Verantwortlich dafür ist natürlich Israel, das den Strip „belagert“ und die Menschenrechte der Araber schwer verletzt. Bei den Araber in den Palästinensergebieten haben zudem – natürlich ist der Juden schuld, s.o. – die „Ehrenmorde“ stark zugenommen, so dass die UNO-Frauenorganisation sogar davon Notiz nimmt und das beklagt.

Araber zweigen im oberen Jordantal illegal Wasser ab; damit sitzen Farmen weiter südlich buchstäblich auf dem Trockenen.

Mittwoch, 26.04.2017:

Am Dienstag fand der monatliche Gang rund um den Tempelberg statt. Diesmal gab es mehr als 1.000 Teilnehmer. In den nächsten beiden Monaten wird der Gang wegen des muslimischen Fastenmonats Ramadan nicht stattfinden.

Karikatur in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida am 18. April: Wässert (tränkt) das Land mit eurem Blut.

Ein feiger, hinterhältiger pal-arabischer Mörder, der lebenslänglich in einem israelischen Gefängnis einsitzt, bekam von seiner Familie in Abwesenheit eine Geburtstagsparty „geschenkt“. Das offizielle PA-Fernsehen feierte mit, nannte ihn einen Helden und „Stolz für ganz Palästina“.

Das „Nationale Komitee zur Unterstützung des palästinensischen Hungerstreiks“ hat für Donnerstag einen Generalstreik verkündet. Alle Schulen (mit Ausnahme der 12. Klassen) daran teilnehmen. Der Streik soll ermöglichen Solidaritätsaktionen mit den Terror-Häftlingen zu zeigen.

MK Talab Abu Arar (Gemeinsame Arabische Liste) nannte die Regierung „rassistisch“; sie wolle unterstütze Diskriminierung und Angriffe auf israelische Araber und wolle die arabische Bevölkerung von Beer Sheva verringern.

Die PA versuchte in einem Hotel in Jerusalem eine Veranstaltung „Palästina unter der Kultur der Hetze in Israel“ zu veranstalten. Das wurde durch den Minister für öffentliche Sicherheit verhindert.

Das Distriktgericht von Jerusalem urteilte, dass es nicht verboten ist Protestplakate am Aufgang zu Tempelberg anzubringen. Damit setzte er Tempelberg-Aktivisten wieder auf freien Fuß, die von der Polizei verhaftet worden waren, weil sie gegen unrechtmäßige polizeiliche Maßnahmen Protestplakate angebracht hatten; ein Amtsgericht hatte von den Protestierenden Kaution verlangt, um nicht weiter in Haft gehalten zu werden. Das Distriktgericht hob diesen Beschluss auf.

Donnerstag, 27.04.2017:

Prioritäten: Die PA kürzt ihren Mitarbeitern im Gazastreifen angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Krise die Löhne. Gut, die werden eh für’s Nichtstun bezahlt, weil die Hamas dort die Kontrolle ausübt. Es gibt aber Nichtstuer, denen nichts gekürzt wird: die in israelischer Haft sitzenden Terroristen und ihre Familien erhalten weiter die vollen „Bezüge“.

Die PA hat Israel informiert, dass sie ab sofort nicht mehr für die Stromlieferungen in den Gazastreifen aufkommen wird. Israel zog die ca. 40 Millionen Schekel monatlich bisher von den eingezogenen Steuern ab, die an die PA überwiesen werden.

Die Zivilverwaltung hat mit dem Abriss von vier Häusern im Viertel Zeit Ra’anan in Neria in Samaria begonnen.

Am frühen Morgen gab es eine starke Explosion nahe des Flughafens von Damaskus. Dabei handelte es sich anscheinend um einen israelischen Angriff auf eine Waffenlieferung für die Hisbollah. Syrien gab an, dass der Angriff durch israelische Raketen erfolgte. Im syrischen Fernsehen wurde von „materiellem Schaden“ gesprochen, aber nichts darüber gesagt, wem die beschossene Stellung gehört. Nach Angaben von Israel HaYom hat Syrien bestätigt, dass das Ziel ein Waffenlager der Hisbollah war.

Freitag, 28.04.2017:

Statistisches: In Verteidigung des Landes Israel und vor der Staatsgründung (seit 1860) sind bisher 23.544 Soldaten gefallen. Seit dem letzten Gefallenen-Gedenktag sind 6 Soldaten und 37 IDF-Veteranen, die ihren im Kampf erhaltenen Verletzungen erlagen, hinzugekommen. Sie hinterlassen aktuell 9.157 trauernde Eltern, 4.881 Witwen von Soldaten und Sicherheitskräften, 1.843 Waisen jünger als 30 Jahre und Tausende Nachkommen im Alter von über 30 Jahren.

Mahmud Abbas hat einen Mann zum Schuldekan der PA-Schulen ernannt; dieser moderiert auch im Fernsehen. Er lehrt: Israel benutzt Sex, um Araber und Muslime zu bekämpfen. Es verbreitet weltweit Sexualwahn. „Die Juden … glauben nur an den Körpern, nicht an den Geist…. Israel hat der Welt ‚moralische Korruption‘ gegeben, den ‚Zerfall der Werte‘ und ‚die Nutzung von Drogen und Medikamenten‘.“

Der mehrfache Mörder und Terrorführer Marwan Barghouti (ist zu fünfmal lebenslänglicher Haft plus 20 weiteren Jahren verurteilt) ist der beliebteste Kandidat für den Posten des Vorsitzenden der PA.

The Jewish Press hat ein Video veröffentlicht, auf dem man sehen kann, wie eine Straße aussieht, auf der israelische Autofahrer von Arabern mit Steinen und Felsbrocken beworfen werden.

Zudem ist wieder ein Bild eines durch Steinwürfe beschädigten Autos zu sehen.

Samstag, 29.04.2017:

Einer von Mahmud Abbas‘ Ministern stellte klar: Der PA-Chef weist „entschieden zurück“, was Israel fordert – die Zahlung von „Gehältern“ an Terror-Häftlinge.

Der PA-Fernsehmoderator Imad Hamato weiß und verkündet: Israel führt einen Krieg gegen die muslimische Welt über „Sexmania“, die es weltweit verbreitet.

Barghoutis Rolle bei der Anzettelung des Oslo-Kriegs

Zusammengestellt aus dem Newsletter von Arutz-7 und der Homepage der IDF, August 2002

Am 14. April 2000 verhaftete eine Einheit der israelischen Armee Marwan Barghouti, Kopf des Hohen Rats der Fatah in der Westbank und Führer ihres militärischen Flügels, der „Al Aksa-Märtyrerbrigaden“. Von September 2000 bis April 2002 führten diese tausende Terroranschläge gegen Israel aus, darunter Selbstmordattentate. In einem Interview, das er am 29. September 2001 der in London veröffentlichten Zeitung „Al Hayat“ gab, legte Barghouti seine Rolle in der Entfachung der „Al Aksa-Intifada“ dar. Hier Auszüge:

„Ich wusste, dass das Ende des Monats September [2000] die letzte Gelegenheit vor der Explosion sein würde, aber als Sharon an der Al Aksa-Moschee ankam, war es der stärkste (passendsted) Augenblick für den Ausbruch der Intifada. Der Grund ist, dass der Fall Jerusalem betrifft und noch mehr die Al Aksa. Seine Bedeutung: die gesamte Region in Brand zu setzen, besonders aber, weil die Frage der Al Aksa die Empfindlichkeit der Massen entflammt und aufheizt…

Am Abend vor Sharons Besuch nahm ich an der Diskussionsrunde eines örtlichen Fernsehsenders teil. Ich fand, dass dies die rechte Gelegenheit war, die Öffentlichkeit aufzurufen am nächsten Morgen zur Al Aksa zu gehen, weil es nicht sein konnte, dass Sharon den Haram-al-Sharif [also den Tempelberg] ‚einfach so‘ besuchen und friedlich wieder gehen sollte. Ich war entschlossen und früh am nächsten Morgen ging ich zur Al Aksa.

Als ich in der Umgebung der Moschee ankam, war ich ehrlich überrascht über die Anwesenheit der Menschen, die gekommen waren. Die Versammlung dort bestand ausschließich aus Palästinensern von 1948, acht von ihnen israelisch-arabische Parlaments-Abgeordnete und mehr als 60 andere gut bekannte Leute. Ich war unzufrieden mit der geringen Beteiligung und als keine Reibereien aufkamen, wurde ich ärgerlich. Wir versuchten erfolglos Zusammenstöße zu schaffen – wegen der aufgekommenen Meinungsverschiedenheiten mit Menschen, die sich zu dieser Zeit um die Spannungsorte auf dem Al Aksa-Platz aufhielten.

Wir brauchten keinen Krieg. Die Frage ist eine vollkommen andere. Kriege brechen aus, weil die Präsidenten oder Kommandierenden der Militärs dies beschließen. Die Intifada aber wurde nicht durch eine Person oder eine Gruppe von Menschen ausgelöst, sondern dadurch erzeugt, dass sie tief in die Gefühle der Massen hinein reicht… Es gab Gegner des Konflikts. Gleichzeitig sah ich in der Situation eine historische Chance den Konflikt auszulösen. Der heftigste Konflikt ist der, der von Jerusalem ausgeht, wegen der Empfindlichkeiten [bezüglich] der Stadt, ihrer Einmaligkeit und ihrem besonderen Platz im Herzen der Massen, die bereit sind sich [für sie] zu opfern, ohne auch nur an den Preis zu denken.

Nachdem Sharon ging, blieb ich etwa zwei Stunden mit anderen bekannten Personen vor Ort. Wir sprachen über die Art der Reaktion und darüber, wie die Menschen in allen Städten und Dörfern [ursprünglich in Lad] reagieren sollten, nicht nur in Jerusalem. Wir stellten Kontakt mit allen Fraktionen her.

Barghouti erklärte, dass er Jerusalem nicht verließ. Vom frühen Donnestagabend bis Freitagmorgen, nachdem er sich mit den Mitarbeitern der Shaviva-Organisatin der Fatah [die zur Jugend der Fatah gehören] abgesprochen hatte. Die Shaviva-Organisation verteilte am Mittwoch, dem Tag vor Sharons Besuch, eine Proklamation und rief die Öffentlichkeit auf, ihre Missbilligung des Besuchs zu äußern. Die Kontaktierungen, auch zu Mitgliedern der Fatah, drehten sich um eine Frage: die Art der Reaktion auf den folgenden Tag – Freitag, den 29. September 2000. Ein Tag, der einer ganzen Generation in Erinnerung bleiben und ins Gedächtnis geschrieben sein wird als der Tag, an dem die Intifada ausgelöst und die palästinensisch-israelischen Verhandlungen der letzten zehn Jahre, wie auch der zerbrechliche Friedensprozess auf den Kopf gestellt wurden. Dieser hat nur eine große Explosion hervor gebracht.

Als Barghouti an diesem Abend Jerusalem verließ, wusste er sehr genau, dass er wenige Stunden später zurückkehren würde… Er kam Freitagmorgen dorthin zurück, um den Ausbruch der Intifada mitzuerleben.

„Als ich in der Altstadt ankam, hatte der Konflikt bereits begonnen. Anfangs konnte niemand hinein oder heraus. Ich ging zur Saladin-Straße; sie war gesperrt. Dann ging ich in die Gegend von A-Tur, zum Elmakuasad-Krankenhaus, um den Zustand der Verwundeten und Verletzten zu untersuchen. Als wir dort ankamen, waren die Auseinandersetzungen [wörtlich: der Konflikt] auch dort angelangt. Rund 3.000 Menschen verbarrikadierten den Bereich.

Das war Krieg. Definitiv. Nun, mehr als jemals zuvor, kam es mir vor, als ob die Stadt Jerusalem brannte. Und ich spürte auch, dass die Jerusalemer und Palästinenser positiv reagierten. Über die Medien rief ich dazu auf, den nächsten Tag zu einem Tag der Solidarität mit Jerusalem zu machen.“

Am selben Abend fuhr Barghouti in das Arabische Dreieck in Israel, wo er an einer Versammlung teilnehmen sollte. Hierzu sagte er:

„Während wir im Auto auf dem Weg ins Dreieck waren, bereitete ich in Kooperation mit den Brüdern [offensichtlich Hamas] ein Flugblatt im Namen des Hohen Rates der Fatah vor, in dem wir zu einer Reaktion auf die Geschehnisse in Jerusalem aufriefen. Als ich nach Ramallah zurück kam, führte ich die Gespräche über den Charakter unserer Aktivitäten und die Fortführung der Reaktion [auf Sharons Besuch] mit den Kontakten weiter, die ich um mich versammelt hatte.“

Barghouti macht deutlich, dass die Dinge noch nicht in Gänze beschlossen waren, obwohl die Reaktion am letzten Samstag des September die Richtung vorgegeben hatte und „niemand etwas dagegen tun konnte, obwohl Druck ausgeübt wurde, um die menschliche Flut in allen eroberten Gebieten aufzuhalten…“

von der Internetseite der IDF (25. April 2002)

Ich denke, das sagt alles darüber aus, wer die „Intifada“ wollte, wer sie vorbereitet und wer sie ausgelöst hatte. Es hatte nichts mit Sharon zu tun. Sein Besuch auf dem Tempelberg hatte erst einmal gar nichts ausgelöst. Die Palästinenserführung musste sogar erst einmal mit der Enttäuschung fertig werden, dass sich kaum ein Mensch unter ihren Leuten dafür interessierte. Sie mussten erst noch heftiger dafür werben, dass der „Aufstand“ los ging. Erst dann, als die Israelis auf Gewalt reagieren mussten, konnte das als Anlass genutzt werden, die „Massen“ aufzustacheln und den Terror zu beginnen.