Die iranische Drohne

Melanie Phillips, 11. Februar 2018

Begann der Iran gestern [10. Januar] seinen Vernichtungskrieg gegen Israel?

Der Ablauf der Ereignisse, nach Angaben des ehemaligen IDF-Sprechers Oberstleutnant Peer Lerner, war Folgender: Gestern Morgen drang eine iranische Drohne – ein fortschrittliches Modell mit Stealth-Eigenschaften – nach Israel ein; sie kam über die Grenze aus Jordanien. Sie wurde nach rund eineinhalb Minuten über israelischem Territorium von einem IDF-Kampfhubschrauber abgefangen.

Sofort danach führte die israelische Luftwaffe [IAF] einen gezielten Angriff durch und zerstörte das Kommandofahrzeug, das die Drohne steuerte. Auf dem Weg nach Hause wurde ein israelisches F-16-Kampfflugzeug von massivem syrischen Luftabwehrfeuer abgeschossen. Danach führte die IAF einen breit angelegten Angriff gegen 12 Ziele in Syrien durch, darunter drei Luftabwehr-Batterien und vier iranische Stellungen.

Weit verbreitete Fehlberichterstattung dieser Ereignisse durch die Medien stellten die gewöhnliche Kombination aus träger Inkompetenz und Vorsatz dar. Medienorgane, einschließlich der New York Times, CNN, dem Guardian und BBC News implizieren fälschlich, dass Israel der Aggressor war; erst wenn man diese Artikel sorgfälig liest, könnte der wahre Ablauf der Ereignisse erkannt werden.

Der Guardian behauptete, Israel habe einen „groß angelegten Luftangriff auf Syrien geflogen, nachdem eines seiner F-16-Kampfflugzeuge abstürzte, das unter syrischem Luftabwehrfeuer stand“. Wie die BBC räumte er erst im dritten Absatz ein, dass dieser Angriff eine Antwort auf den iranischen Drohnenangriff war, während CNN das in den fünften Absatz verbannte.

Und die unsägliche New York Times überschrieb ihre Geschichte: „Israel greift Iran in Syrien an und verliert einen Jet“. Nett, nicht?

Die Bedeutung des iranischen Drohnenstarts ist nicht klar. Vielleicht wollte der Iran damit provozieren und wusste, das würde eine gebührende israelische Reaktion hervorrufen. Aber mit welchem Ziel schickte er sie los? Wollte der Iran sich einfach auf die Brust trommeln und demonstrieren, wie leicht es sei Israel anzugreifen? Wollte er austesten, wie Israel reagiert? Versuchte er stattdessen die Stealth-Qualitäten der Drohne ausprobieren? Unterschätzte er die Reaktion Israels?

Israel seinerseits zeigte die atemberaubende Präzision seiner Geheimdienste nicht nur zu syrischen, sondern auch zu iranischen Positionen, von denen es sagt, sie seien verborgen waren. Trotzdem war die Tatsache, dass Syrien in der Lage war ein israelisches Kampfflugzeug abzuschießen, für Israel ein Schlag und für Syrien und den Iran ein Motivationsschub.

Die Israel gezeigte sofortige Unterstützung durch die USA, die fest erklärte, dass Israel absolut das Recht hat sich zu verteidigen, war offensichtlich willkommen. Trotzdem ist da etwas sehr falsch an dieser Situation, die jeder – einschließlich der USA – als normal zu akzeptieren scheint.

Der Iran ist ein fanatisches islamisches Regime, getrieben von dem völkerrmörderischen Ziel Israel auszulöschen. Er hat das der Welt wiederholt angekündigt, begleitet vom geistesgestörten und obsessiven Holocaust-Leugnung und antijüdischen Verleumdungen. Es kann keinen Zweifel an seiner unversöhnlichen Absicht geben, dass er dieses höllischen Ziels zu verwirklichen will.

Im Libanon hat sich seine Stellvertreterarmee Hisbollah in der Zivilbevölkerung mehr als 150.000 auf Israel gerichtete Raketen eingebettet. In Syrien hat die Unterstützung des Iran Assad ermöglicht an Israels Grenze zu gelangen. Im Gazastreifen bettet der Iran sich über die Hamas ein.

Seit dem Debakel des Kriegs im Irak 2003, der mit dem Ziel begonnen wurde Saddam Hussein davon abzuhalten Massenvernichtungswaffen zu erwerben oder zu entwickeln, scheint der Westen sich entschieden zu haben, dass präventive Schläge auf ewig vom Tisch sind.

Das bedeutet, dass Israel sich als unbewegliches Ziel verhalten, darauf warten soll, dass der Iran es angreift, bevor es irgendetwas tun kann, um sich zu verteidigen. Selbst von der Drohne wird von manchen gesagt, sie habe keinen wirklich Angriff dargestellt. Mit anderen Worten: Israel hat zu warten, bis seine Bürger getötet werden (wie viele??), bevor es das Recht hat militärisch zu handeln (und selbst dann: Wie stehen die Wetten, dass es als Aggressor dargestellt würde? Ziemlich hoch).

Der Film Die dunkelste Stunde hat verdienten Beifall für Gary Oldmans herausragende Leistung als Winston Churchill bekommen. Das Publikum wird – einige davon zum ersten Mal – über die trostlose Wirklichkeit des britischen Appeasement der 1930-er Jahre informiert, das stattfand, obwohl Hitler in die Tschechoslowakei einmarschierte; auch über die Art, in der Churchills nur allzu korrekte Warnungen über Hitlers Absichten ignoriert wurden, während man Churchill als extremistischen Kriegshetzer hinstellte. Hätte man ihm früher zugehört, hätte Hitler vielleicht aufgehalten und zahllose Millionen Leben gerettet werden können.

Israels Lage heute ist vergleichbar damit, dass Hitler 150.000 Raketenbatterien in, sagen wir, Irland stationiert hätte, die alle auf Großbritannien ausgerichtet sind und dann nach Frankeich vorstößt und die Küste der Normandie erreicht, während er die ganze Zeit seine Streitkräfte auf den Kanalinseln eingräbt.

Großbritannien zog schließlich in den Krieg, als Hitler in Polen einmarschierte. Selbst im Appeasement-Britannien schlug niemand vor es hätte warten sollen, bis die Nazis die französische Küste erreichten, bevor es sich entschied sie zu bekämpfen. Hätte es das getan, wäre Großbritannien zusammen mit Europa heute eine Nazi-Diktatur. Dennoch erwarten die Leute von Israel, dass es da sitzt und Däumchen dreht, während völkemörderische Fanatiker mit der Absicht es zu vernichten es ungehindert umzingelt.

So wie mit Hitlers Absichten in den 1930-er Jahren ist die unerbittliche Absicht Israel auszulöschen ignoriert, heruntergespielt oder bestritten worden.

Kein zivilisiertes Land will Krieg und Israel wird alles ihm Mögliche tun, um einen uneingeschränkten Krieg zu vermeiden. Aber der Iran befindet sich bereits mit Israel im Krieg – einem Krieg, den der Iran angefangen hat. Heute lautet die Frage, ob die Stärke und Genauigkeit der Antwort Israels auf die Drohne den Iran von weiterer Aggression abschrecken wird.

Es wird eine viel größere Chance auf Vermeidung eines totalen Kriegs geben, wenn Britannien und Europa endliche zur Vernunft kommen und anfangen dem Iran Feuer unter dem Hintern zu machen, statt danach zu streben ihn bei jeder Gelegenheit zu reinzuwaschen, zu entschuldigen und zu belohnen.

Die Antwort auf die Frage hängt allerdings von dem ab, was der Iran beabsichtigte, als er seine Drohne nach Israel schickte. Auf Grundlage der bisher veröffentlichten Informationen kann man das unmöglich sagen.

Wir müssen hoffen, dass Israel selbst die Antwort kennt und dass es entsprechend tujn wird, was immer es tun muss. Westliche Staaten mögen das missbilligen; aber in der Vergangenheit entschieden sich diese westlichen Staaten, wenn Juden vor der Vernichtung standen, dazu wegzusehen. Und wenn heute Israelis von arabischen oder islamischen Fanatikern ermordet werden, sehen diese westlichen Staaten immer noch weg – oder schlimme: machen Israel selbst dafür verantwortlich, dass es zum Opfer gemacht wird.

Diese Staaten mögen sich den Luxus leisten den Wert von jüdischem Leben auf null zu setzen. Aber der Staat Israel wurde auf dem Prinzip „nie wieder“ gegründet; und wenn es sein muss wird es auch, genauso wie der aufsässige britische Soldat es in der berühmten Karikatur von David Low in dieser dunkelsten Stunde sagen: „Nun denn, alleine.“

Ja, Fotos lügen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 22. Juni 2006

Als eine Explosion an einem Strand des Gazastreifens diesen Monat einige Palästinenser tötete, dachten die internationalen Medien nicht einen Moment nach, recherchierten oder stellten Fragen zum Vorfall. Sie stürzten sich drauf. Auf Israel.

Während das Bild eines Mädchens, das über der Leiche ihres toten Verwandten trauerte, weltweit verbreitet wurde und auf die Titelseiten von Zeitungen wie der New York Times kam, gab es wenig Zweifel darüber, wer für ihr und das Leid aller Palästinenser verantwortlich zu machen war: die israelischen „Besatzer, deren Brutalität einmal mehr das Leben arabischer Unschuldiger gefordert hatte.

Das einzige Problem dieser Story wie so vieler anderer, die diesem Konflikt entstammen, ist, dass ihre Grundannahme nicht richtig ist. Granatensplitter, die einigen der bei dem Vorfall Verwundeten entnommen wurden, die in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden, und weitere Faktoren zeigten, dass die israelischen Streitkräfte nicht verantwortlich waren.

Aber die Fakten zählten selbst einige Tage später wenig, als die leichtgläubigen Medien die üblichen, schrillen Vorwürfe von Palästinenser-Sprechern und ihre linken Verbündeten aus Nichtregierungs-Organisationen zu Israel vor Ort für bare Münze nahmen.

Die Wahrheit spielt keine Rolle

Der Kontext dieser Story, der eine palästinensische Qassam-Raketenoffensive gegen israelische Städte war, von Territorium das der jüdische Staat im letzten Sommer verlassen hatte, wurde weit gehend ignoriert. Dass die Auseinandersetzungen selbst ein direktes Ergebnis der Entscheidung eines Teils der Palästinenserführung war, weiter Gewalt auszuüben statt Friedensverhandlungen zu führen, ging im Aspekt des „menschlichen Interesses“ der palästinensischen Opfer verloren.

Seit sie Israel als prinzipiell im Unrecht befindlich verstanden, selbst wenn es Orte beschoss, von denen Raketen auf sein Territorium abgeschossen wurden, scheinen viele in den Medien zu handeln, als sei es in Ordnung den Mythos auf Kosten der Wahrheit zu verbreiten.

Klingt das alles bekannt? Sollte es. Die Story vom Strand von Gaza war nur die jüngste Wiederholung desselben Szenarios, das wir alle schon gesehen haben. Wir hatten dasselbe, als ein palästinensischer Junge namens Mohammed al-Dura angeblich von israelischen Scharfschützen in den Armen seines Vaters am Beginn der zweiten Intifada im Herbst 2000 ermordet wurde, während er in Wirklichkeit durch palästinensisches Gewehrfeuer getötet wurde.

Und dasselbe Szenario wurde im Frühjahr 2002 gespielt, als viele in den Medien die Lüge über ein Massaker an arabischen Zivilisten in Jenin während einer Gegenoffensive der israelischen Armee nach einer Welle palästinensisch Selbstmord-Bombenanschläge kauften. Selbst die UNO musste schließlich akzeptieren, dass auch dies falsch war.

Warum passiert das immer weiter? Wie kommt es, dass die Bilder und die Fakten so weit von einander entfernt zu sein scheinen, wenn es um Israel geht? Für eine glaubwürdige Antwort auf diese Fragen gibt es keine bessere Stelle zum Nachsehen als ein Buch, das letztes Jahr mit wenig Tamtam vorgestellt wurde: „The Other War: Israelis, Palestinians and the Struggle for Media Supremacy“ (Der andere Krieg. Israelis, Palästinenser und die Kampf um die Vorherrschaft in den Medien) der Journalistin Stephanie Gutmann.

Gutmann, deren Buch von den meisten Mainstream-Medien wie nicht anders zu erwarten ignoriert wurde, verbrachte die meiste Zeit der zweiten Intifada als Mitglied der arbeitenden Presse und sah aus der Nähe, wie sich alles abspielte. Das Ergebnis ist ein schlankes Buch, das ein Lese-Muss für jeden ist, der verstehen möchte, warum so viele in den Medien dieselben Fehler immer und immer wieder begehen.

Wie Gutmann berichtet, ist im Alter des 24/7-Nachrichtenzyklus des Internet und reiner Nachrichten-Kanäle im Fernsehen der Einsatz in dieser Sache nie höher gewesen. „Wenn du die Weltmedien dominieren kannst und die Meinung der Welt auf deine Seite ziehst“, schreibt sie“, kannst du deinen Feind besiegen.“

Das ist eine Weisheit, von der sie sagt, dass „ein Meister der Manipulation der Medien“ wie der verstorbene Yassir Arafat nur zu gut verstand. Und mit 350 dauerhaft in Jerusalem anwesenden Auslands-Nachrichtenbüros, die jeden Tag bis zu 900 Artikel produzieren, gibt es eine Menge Medien, die man manipulieren kann. Diejenigen, die bereit waren die Lüge über Gaza, al-Dura oder Jenin zu glauben, machten das, weil sie glauben sie würden den Konflikt begreifen, denn „sie vertrauen der BBC und der Times“ und denken: „Die Bilder, die sie auf CNN sehen, lügen nicht.“

In ihrer Einleitung erklärt Gutmann: „Ich habe dieses Buch geschrieben, weil die Menschen offensichtlich daran erinnert werden müssen, dass Bilder lügen – Die zweite Intifada wurde der Öffentlichkeit als Serie von Bildern erklärt – Bilder, die uns nicht die Wahrheit bringen.“

Der gesamte Kurs des palästinensischen Terrors gegen Israel, der die letzten Jahre wütete, gründete darauf die Medien zu benutzen, um die Unterstützung Israels Zuhause wie im Ausland zu untergraben. In der Tat, schreibt sie, „ist es unmöglich eine Analyse der zweiten Intifada von der Medienberichterstattung zu trennen“. Der Punkt ist: Hat eine Seite erst einmal ihre Sichtweise als die von Reportern und Redakteuren akzeptierte etablieren können, ist nicht wirklich wichtig, was tatsächlich passierte.

Das klassische Beispiel dafür war ein gefeierter Fehler der New York Times, bei dem die Zeitung ein Bild von Associated Press abdruckte, von dem gesagt wurde es zeige einen israelischen Soldaten, der auf dem Tempelberg einen blutenden palästinensischen Jugendlichen verprügelt. Wie die Times herausfinden musste, war der Jugendliche in Wahrheit ein amerikanischer Jude, der von Arabern angegriffen wurde. Der Soldat, von dem den Lesern der Times erzählt wurde, dass er den Jungen prügelte, war in Wirklichkeit ein israelischer Polizist, der ihn vor dem Mob rettete, der ihn lynchen wollte.

‚Freud’sche Fehlleistung“

Auf der Suche nach einer Erklärung für diesen schlampigen Journalismus vergleicht Gutmann den Fehler mit einer „Freud’schen Fehlleistung, die etwas über die Zeitung verrät: die Vorurteile und Annahmen zum Konflikt, die das Denken der meisten Redakteure bestimmt.“

Jeder dieser symbolischen Taktlosigkeiten, die die tollpatschige Behandlung des Konflikts durch die Mainstream-Medien kennzeichnen, widmet Gutmann ein Kapitel. Darin zerlegt sie die al-Dura-Story, den Jenin-Mythos, wie auch die furchtbare Geschichte des Versagens des größten Teils der Medien über den Lynchmord an zwei israelischen Soldaten durch einen palästinensischen Mob in Ramallah zu berichten.

Selbst wenn sie mit offensichtlichen Manipulationen zur Produktion von Gräuelgeschichten über die Israelis konfrontiert wurden oder mit der Wahrheit über palästinensische Terrortaktiken, zogen es viele Journalisten bei ihrer Arbeit in Jerusalem vor die falschen Mitteilungen der Palästinenser als glaubwürdig zu behandeln. Und sie verachteten ehrliche Israelis. Sogar dann, wenn sich die Beweise direkt vor ihrer Nase befanden.

Gutmann gibt weiter, dass ein europäischer Reporter ihr gegenüber gestand, er würde die Geschichte eines Selbstmord-Bomberjungen nicht berichten, der gefangen genommen wurde, bevor er seine Bombe zünden konnte, weil er das Gefühl hatte, dass „die Israelis versuchten das auszuschlachten“. Die Ausnutzung eines Kindes, das die Palästinenser als Menschenopfer zu benutzen versuchten, schien ihn nicht zu beunruhigen.

Gutmann schließt mit einer hoffnungsvollen Bemerkung, in der sie voraus sagt, dass Blogs und alternative Medienquellen das „imperiale Medienmonopol“ untergraben und Verantwortlichkeit in einen Berufsstand bringen, der diese verzweifelt benötigt.

Ich hoffe, sie hat recht, aber angesichts der Art, wie antizionistische und antiamerikanische Verschwörungstheorie-Bekloppte diese alternativen Ressourcen nutzen, um die Wahrheit genau so stark zu untergraben wie die Lügner von Jenin, teile ich diesen Optimismus nicht.

Inzwischen würden die allgemeine Öffentlichkeit und die Journalisten gut daran tun ihre warnende Erzählung einer Geschichte zu lesen, die weiterhin falsch aufgefasst wird – und sie todernst zu nehmen.

Mörser einer Terrorgruppe tötete 13 Palästinenser in Rafah bei einzelnem Vorfall

Elder of Ziyon, 25. August 2016

Newsweek schrieb 2014:

In einem Haus in Rafah im südlichen Gazastreifen, nahe der ägyptischen Grenze, legt Nabil Siyam (34) langsam Bilder seiner Familie vor. Er hat nur einen Arm, der andere wurde von einer israelischen Bombe im Sommerkrieg abgerissen. Die Bilder zeigen seine Frau Schirin und ihre Kinder – Mustafa (9), Ghaida (ein achtjähriges Mädchen), Abdul Rahman (6), Badruddin (5) und Dalal, ebenfalls ein Mädchen (9 Monate alt). Alle außer Badruddin wurden von derselben Bombe getötet; der kleine Junge verlor eine Niere und spielt jetzt auf dem Schoß seines Vaters. Ebenfalls getötet wurden Nabils Brüder, zwei der Ehefrauen seiner Brüder und drei ihrer Kinder, die in seinem Haus lebten.

Mit blutunterlaufenen Augen starrt Nabil geradeaus; der ehemalige Gemüsebauer sagt, als der Krieg im Juli ausbrach, fühlte sich seine Familie hier sicher. Gazaner von nahe der Grenze kamen in diese Gegend, um dem Beschuss dort, wo sie lebten, zu entgehen. Niemand konnte nach Ägypten entkommen, das seinen Übergang in Rafah geschlossen hatte; und offensichtlich war es nicht möglich über die israelische Grenze in die Schusslinie zu entkommen. Auf der anderen Seite war das Meer. „Alle saßen in der Falle.“

Am 21. Juli trafen israelische Raketen das Haus nebenan und um 6 Uhr morgens fohen Nabil und seine in Schrecken versetzte Familie. „Wir rannten auf die Straße, die Kinder waren bei ihren Müttern. Wir kam 10 Meter weit, als ich eine Drohne hörte. Ich hörte den Klang der Bombe – das ist ein besonderer Klang und sah nach oben. Die Israelis müssen uns gesehen haben. Drohnen sehen alles. Das nächste, an das ich mich erinnern kann, war eine Staubwolke und ich sah mich nach meinen Kindern um.“

Neben den 12 Mitgliedern von Nabil Familie, die direkt durch die Bombe starben, wurden zwei Cousins schwer verletzt, darunter der 15-jährige Mohammed, der ein Bein verlor und zur Operation in ein palästinensisches Krankenhaus in Ostjerusalem überwiesen wurde. Um sein Leben kämpfend wurde er erneut verlegt, diesmal in die Türkei, damit Ärzte Splitter aus seiner Lunge entfernen konnten. „Wenn ich sterbe, möchte ich nach Hause zurückkommen und bei meiner Familie beerdigt werden“, sagte Mohammed seinem Großvater, der ihn in die Türkei begleitete.

Es gab viele weitere Artikel über die Familie Siyam und wie Israel sie gefühllos ohne Grund ermordete.

Im Krieg ist das erste Opfer die Wahrheit. Und so ist es auch in diesem Fall. Leider dauert es selbst bei der professionellsten Armee lange Zeit, die Fakten zu ermitteln und aufzudecken, lange nachdem die Menschen bereits durch schlampige Berichterstattung von Medien und NGOs überzeugt sind, dass sie wissen, was geschah.

In diesem Flal lange die vielen Medienorgane, die Israel rundheraus für die Todesfälle der Familie Siyam verantwortlich machten, falsch. Die 13 Familienmitglieder und Verwandten wurden von Mörsern getötet, die Terrorgruppen schossen und die in Rafah zu kurz fielen.

So sagt die IDF-Untersuchung, die gerade veröffentlicht wurde:

Die Tatsachenfeststellung und das vom FFA-Mechanismus gesammelte und dem MAG vorgelegte Material zeigt an, dass kein Angriffe – aus der Luft oder sonstwie – in einem Angriff auf die Familie stattgefunden haben kann, wie er vorgeblich von IDF-Kräften in dem fraglichen Gebiet und zu dem relavanten Datum ausgeführt worden sein soll. Der FFA-Mechanismus hat ebenfalls die Möglichkeit ausgeschlossen, dass die Art der verwendeten Munition, wie sie in einer Reihe der Berichte beschrieben wurde, eingesetzt wurde.

Dennoch wurde festgestellt, dass zu der relevanten Zeit und in unmittelbarer Nähe zum Wohnsitz der Familie Siyam Terrororganisationen im Gazastreifen eine Reihe Möser verschoss, die auf das Territorium des Staates Israel gerichtet waren. Eine Reihe dieser Schüsse waren „fehlgeschlagen“, wodurch die auf israelisches Territorium gezielte Mörsergranaten noch innerhalb des Territoriums des Gazastreifens einschlugen. Bilder der Einschlagstellen der Munition, die die Familie Siyam und die Umgebung ihres Wohnsitzes trafen und die Israel zur Verfügung gestellt von den Organisationen wurden, waren dem FFA-Mechanismus zur Untersuchung übermittelt worden; sie deuten auch darauf hin, dass der fragliche Einschlag nicht das Ergebnis eines Luftangriffs war, wie es von der Mehrheit der Berichte behauptet wird. Der FFA-Mechanismus und das MAG Corps legten beim Rechtsvertreter der Organisation, die behauptete hatte, der Angriff auf die Familie Siyam sei von IDF-Munition verursacht worden, Einspruch ein, damit diese Beweise vorlegt, die solche Vorwürfe unterstützen. Dieser Einspruch wurde nicht beantwortet.

Nach Überprüfung der Faktenfestellung und dem vom FFA-Mechanismus gesammelten Material stellte der MAG fest, dass entgegen der Vorwürfe mit ausreichender Gewissheit ausgeschlossen werden kann, dass die Mitglieder der Familie Siyam als Ergebnis von IDF-Aktivität zu Schaden kamen.

Beachten Sie, dass nicht die IDF dies untersuchte. Abgesehen von der gewissenhaften Katalogisierung all ihrer Angriffe durch Flugzeuge, Drohnen und Panzer schaffte sie es Fotografien der Schäden zu sammeln, die Geschossflugbahnen zu berechnen, die die Art von Schaden verursachten, der zu sehen ist und sie mit den eigenen Belegen von Mörser- und Raketenfeuer zu abzugleichen, das aus dem Gazastreifen geschossen wurde. Keine Nachrichtenorganisation oder NGO hat die Kapazitäten etwas auch nur Annäherndes zu tun und es fällt ihnen leichter rundheraus Israel zu beschuldigen statt auch nur in Erwägung zu ziehen, dass der Angriff von einer der vielen Terrorgruppen hätte kommen können, die während des Krieges mutwillig tausende Raketen und Mörser schossen – obwohl es im Gazastreifen viele dokumentierte Fälle von Opfern der in diesem Krieg und in früheren von Raketen der Hamas und dem Islamischen Jihad gegeben hat.

Es scheint als sei die Organisation, die die Klage gegen Israel erhoben und nicht auf die Anfragen der IDF nach mehr Information geantwortet hat, die ihre Schuldzuweisung an Israel untermauert, das Al-Mezan Center war.

Werde Newsweek und andere Medienorgane, die als Tatsache berichteten, die Familie sie durch einen israelischen Luftangriff getötete worden, zwei Jahre nach dem Geschehen eine Korrektur veröffentlichen? Das erscheint höchst unwahrscheinlich.

Wird Amnesty sein „Gaza Patform“ korrigieren, damit die neue Information eingearbeitet ist? Schon die Vorstellung ist lachhaft, angesichts der Ungenauigkeit dieses Werkzeugs und Amnestys Weigerung seine vielen Fehler zu korrigieren, die alle zu Ungunsten Israels ausfallen.

Wird B’Tselem ihre Statistiken ändern? Das ist die interessanteste Frage.

Die Ignoranz der Reporter

Hugh Fitzgerald, Dhimmi Watch, 6. September 2008  (nicht mehr online)

Diesem ausgezeichneten Artikel und anderen wie ihm, die folgen könnten – was natürlich eine Menge mentales Stehvermögen und eine gewisse Unerbittlichkeit erfordert – kann etwas weiteres hinzugefügt werden. Es ist etwas Allumfassendes, das über die Gehässigkeit (s. Robert Fisk, s. Barabara Plett) oder Nachlässigkeit oder voreingenommene Banalität und festgesetzte Phrasen und fossilierte Gedanken oder die Journalisten, die es nie ganz schaffen zu sehen, was ihnen ins Gesicht starrt, hinaus geht. Sie studieren die Sache nie so, dass davon ihre Berichte zu mehr als lediglich (tendenziösen) Berichten werden, sondern formen sie in Material, das die Sache zu erklären hilft. Der Islam ist in den Seelen und Herzen von Menschen, der Islam ist nicht zu sehen; also müssen die, die über ihn berichten, über ihn lernen. Sie sollten nicht annehmen, dass sie „über ihn lernen“ können, indem sie sich einfach unter Muslimen befinden und das, was sie einem Reporter erzählen, für bare Münze nehmen.

Sie haben keine Tiefe, sie ziehen keine Verbindungen. Offensichtlich wird man Journalist, ohne ein Examen zu irgendetwas bestehen zu müssen. Allzu oft wird man erst einmal ein paar Jahre hierhin geschickt, dann dorthin. Die Ausbildung von Journalisten und die von ihren Arbeitgebern oder von der Öffentlichkeit oder von Kollegen gestellten Forderungen – oder eher die, die nicht gestellten – haben allesamt die Lage geschaffen, wie sie bis heute besteht. Sie ist nicht nur in der grauenhaften Berichterstattung über die arabischen Muslime in Israel zu finden, in der alles ohne Zusammenhang gebracht wird, der der historische Sinn fehlt und oft eine Tendenziosität offen legt, der inzwischen so allgemein als gegeben angenommen wird, dass die, die sich darüber beschweren, wiederum ignoriert werden, obwohl die Nüchternheit der Details, die sie zur Rechtfertigung ihrer Beschwerden rechtfertigen. Wie der o.g. Artikel nahe legt, versucht fast kein Bericht der großen Nachrichtenagenturen (wie der AP oder gar die ungeheuerlichere Reuters) auch nur etwas über den nicht endenden Krieg, der gegen Israel geführt wird, und die Balance der Kräfte zu berichten. Sie sehen, dass die Israelis derzeit mächtiger sind als jeweils die Araber im Gazastreifen oder die Araber in der „Westbank“ und sind mit dieser optischen Illusion zufrieden. Das spiegelt sowohl Gedankenlosigkeit als auch eine zusammenhanglose Grausamkeit wider, die für die Leser, die Dank dessen, was sie eigenständig gelesen haben und Dank des Internets und Seiten wie dieser hier oder MEMRI, eine ganze Menge mehr wissen, als der Durchschnittsleser, unerträglich geworden sind.

Diese Leute wissen, wie Israel erduldet. Einige von ihnen kennen nicht nur die Geschichte und den Sinn des Mandats für Palästina, sondern auch die anderen Mandate des Völkerbundes. Sie wissen, wann das „palästinensische Volk“ erfunden wurde und warum. Sie wissen von den arabischen Versuchen alle nicht muslimischen und nicht arabischen Völker im Nahen Osten und Nordafrika zu unterdrücken. Sie verstehen, was das Wort „Jihad“ bedeutet und – was wichtiger ist – sie begreifen, dass die Instrumente des Jihad inzwischen in der gesamten westlichen Welt stationiert sind und die Länder und Zivilisation Westeuropas auf eine Weise bedrohen – was bedeutet, dass sie uns in Nordamerika bedrohen – wie sie es nie zuvor konnten. Sie begreifen auch, dass, gäbe es auch nur die minimalst angemessene Berichterstattung über den kleineren Jihad gegen Israel, und über die Versuche der Israelis (bei so wenig Verständnis durch so viele) sich gegen einen zunehmend feindseligeren Feind zu verteidigen, dann würde dies helfen die Nichtmuslime auf das allgemeine Problem des weltweiten Jihads aufmerksam zu machen – soll heißen, auf die weltweiten Anstrengungen oder die den Muslimen auferlegte Pflicht, sie direkt oder indirekt an einem „Kampf“ zur Ausweitung der Grenzen des Dar al-Islam zu beteiligen, jedes Hindernis für die Ausbreitung und dann die Dominanz des Islam zu beseitigen. Und das größte dieser Hindernisse sind die amerikanische Verfassung und die Universelle Erklärung der Menschenrechte.

Eine israelische Regierung nach der anderen hat aus Ignoranz der israelischen Öffentlichkeit nicht die Wahrheit über die nie endende Natur des gegen sie geführten Krieges erzählt. Aber eine solche Kalkulation ist falsch. Es gibt einen heilsamen Effekt die bedrückende Wahrheit zu erfahren und dann die nationalen Lenden zu gürten, um diese Lage anzugehen. Um denen, die ihre idiotischen und den Islam ignorierenden „Lösungen“ zu dem, was ein unlösbares, aber perfekt zu managendes Problem ist, aufzuzwingen, den Konflikt wahrheitsgetreu darzustellen – das ist der Kurs, auf den Israel und alle, die ihm Gutes wünschen, dringen sollte.

Es ist zwar immer angenehm einen gebildeten oder fortschrittlichen Muslim zu finden (oder einen Namensmuslim) – einen Rechts-Dekan hier oder da aus Kuwait oder Qatar, einen Saudi, der, ausgebildet in Großbritannien, seine Imame und die Al-Sauds und die Allianz der Bequemlichkeit der fanatischsten muslimischen Kleriker und der weltlichsten, korrupten und diebischen der Herrscherfamilien lustig macht – aber niemand im Westen sollte diese gelegentlichen, herzerwärmenden Beispiele an Intelligenz und Sinn für Moral mit dem durcheinander bringen, was die, die ihren Islam tief ins Herz schließen (die immer der handvoll fortschrittlicher Seelen zahlenmäßig weit überlegen sind), immer denken werden. Was sie immer denken werden: dass ein ungläubiger Nationalstaat, der auf Land besteht, das einmal im Besitz von Muslimen war, oder schlimmer: jetzt praktisch innerhalb des Dar al-Islam besteht, früher oder später vernichtet werden und das Land unter muslimische Herrschaft zurückgebracht werden muss. Letztlich muss zwar die gesamte Welt zu einem Ort gemacht werden, an dem der Islam dominiert, doch haben auf der To-Do-Liste der Muslime die Länder, die einst von Muslimen beherrscht wurden, Priorität.

Bis das nicht verstanden wird – und das ist nicht schwer, es handelt sich immerhin nicht um elementare Teilchenphysik oder molekulare Biologie – und so lange nicht die Reporter, die aus dem Nahen Osten oder aus anderen weit gehend muslimischen Gebieten berichten, von ihren Arbeitgebern oder den Hohn der Leser gezwungen werden über den Islam zu lernen, dann wird die Berichterstattung über den „arabisch-israelischen Disput“ oder, tendenziöser und unheilvoller ausgedrückt, „Israel/Palästina“ (was einen nicht existenten Staat konkretisiert) weiterhin die gut Informierten entsetzen.

Es ist erstaunlich zu begreifen, dass Reporter in den Nahen Osten geschickt werden, ohne dass von ihnen verlangt wurde, wirklich etwas über die Gegend zu lernen, vorher und detailliert, und erfolgreiches solches Lernen zu belegen. Mit dem Islam vertraut zu sein, bedeutet mit den Texten und Grundsätzen des Islam vertraut zu sein. Das bedeutet nicht einfach durch den Koran zu blättern. Es heißt, den Koran und die wichtigsten (und „authentischen“) Hadithe zu lesen und erneut zu lesen und sich mit den wichtigsten Ereignissen im Leben Mohammeds und der Rolle Mohammeds im Leben der heutigen Muslime vertraut zu machen. Es bedeutet die islamischen Eroberungen zu studieren, die Unterwerfung durch muslimische Araber und das Verschwinden oder Quasi-Verschwinden oder des fortgesetzten dauerhaften Überlebens der vielen und vielfältigen Völker, die eins im Nahen Osten und Nordafrika lebten. Es bedeutet auch die Geschichte des ottomanischen Reichs, des Mandatssystems des Völkerbundes und die wahre – nicht die gefälschte – Geschichte der Region zu studieren. Und im Fall der arabischen Vorwürfe gegen Israel bedeutet das eine gute Kenntnis der rechtlichen, moralischen und historischen Ansprüche der Juden zu haben, was im Gegenzug ein gutes Wissen nicht dessen, was seit dem Mai 1948 in der Region geschah, verlangt, sondern auch, was in den 1920-er und 1930-er Jahren unter dem Mandat geschah und dazu eine gute Kenntnis der Einwanderungs- und demographischen Trends der Region seit dem 19. Jahrhundert, als der „Verfall“ und die „Öde“ und „Leere“ der Gegend von jedem westlichen Reisenden berichtet wurde, der das Heilige Land auf seiner Reiseroute ins Ausland stehen hatte. Solche Vorbereitung – der Journalismus braucht Standards und nur die gut Vorbereiteten sollten auf eine solche Mission geschickt werden, die alle möglichen Kenntnisse verlangen – sollte auch demografische, Kataster-, politische, militärische Informationen zu den Teilen des ottomanischen Reiches gehören, die später dem Mandat Palästina zugeordnet wurden.

Jeder Reporter, der sich nicht gründlich damit vertraut gemacht hat, was in den Köpfen von Menschen – in den Köpfen z.B. des geschliffen redenden, endlos verlogenen Saeb Erekat oder in dem des Mahmud „Niemand war hier außer uns-Erbsenzähler“ Abbas, die frisch vom Grußtreffen mit dem großen Helden Samir Kuntar zurück sind – hat kein Recht, kein intellektuelles und daher kein moralisches Recht über die Araber des Gazastreifens oder die Araber der „Westbank“ zu berichten oder über das, was die Schnell-Jihadisten der Hamas und Herrscher des ersten und die Langsam-Jihadisten der Fatah, die in der zweiten herrschen, trennt (und was sie eint).

Darüber hinaus sollte kein Reporter, der über Kurdistan im Nordirak oder Darfur oder Algerien und Marokko berichtet, darin fehl gehen zu begreifen, dass der Jihad nicht nur gegen Nichtmuslime geführt wird; denn weil der Islam ein natürliches Vehikel für arabisches Herrenmenschentum ist, haben die Araber kein Problem damit nicht arabischen Muslimen linguistische und kulturelle Rechte und dann auch politische und ökonomische Rechte zu verweigern. Aber in der regulären und zu offensichtlich versagenden Presse konnte man nicht den leisesten Hinweis auf dieses arabische Herrenmenschentum lesen oder wie der Islam sich als sein perfektes Vehikel herausstellt, obwohl er sogar vorgibt ein „unversalistischer“ Glaube mit Gleichbehandlung aller Muslime zu sein.

Es gibt von unseren unerschrocken schlecht vorbereiteten (weil schlecht gebildeten) Reportern und Kolumnisten auch keine Anmerkung zum Groll der nicht arabischen Muslime gegenüber den arabischen Muslimen und deren überaus erfolgreichen Imperialismus – Islamisierung führt zur Arabisierung. Sie bemerken nichts darüber, wie die fortschrittlichsten nicht arabischen Muslime langsam dieses arabische Herrenmenschentum innerhalb des Islam zu erkennen beginnen und wie nützlich es wäre, diese Muslime zu ermutigen, damit die Anziehungskraft des Islam für Ziele der Da’wa verringert wird und um die Anziehungskraft des Islam für die mindestens 80% der Muslime der Welt, die nicht arabisch sind, sich verringert.

Niemand, der den Auftrag bekommt „über Israel und die ’Palästinenser’ zu berichten“, sollte keine Neugier gegenüber Dingen besitzen wie die, wann und warum die Vorstellung eines „palästinensischen Volks“ erfunden wurde. Niemand, der in den Nahen Osten geschickt wird, sollte an die von der ARAMCO-Propaganda seit Jahrzehnten verbreitete „arabische Welt“ glauben. Sie sollten versucht haben etwas über den Umgang mit den Kopten, den Maroniten, Assyriern und Chaldäern und vielen anderen Gruppen herauszufinden. Warum hat der König von Jordanien kaukasische Wachen? Warum hatte Hafez al-Assad solches Vertrauen in seinen Hofstaat armenischer Wächter? Warum stellten Christen die Hausangestellten von Saddam Hussein? Was genau hat die Ideologie des Baathismus verursacht und warum hatte dieser nur an zwei Orten Erfolg – in Syrien und dem Irak? Das sind die Art von Dingen, die der mittelmäßige Reporter nicht beantworten kann, von denen der keine Vorstellung haben kann, weil die Unfähigkeit solche Fragen zu beantworten fatal ihr fehlendes Verständnis aufzeigt, das im Gegenzug sie zu nichts als bloßen Berichterstattern macht, Berichterstatter, die nicht hinter die offensichtlichsten Oberflächen der Dinge zu sehen in der Lage sind. Sie haben keinen Kontext, kein Verständnis, keine Fähigkeit die Bedeutung oder den Sinn solcher Dinge zu vermitteln oder wie die Punkte zu verbinden sind, weil sie selbst an diesem Punkt, bei diesem Verständnis, einer kleinen, aber wachsenden Zahl von Leuten ihres Publikums unterlegen sind.

Und dieses Publikum weiß durch Selbstbildung immer mehr über den Islam – den Gorilla, den King Kong im Raum – und baut so pari passu Verachtung auf für die dünne und tendenziöse Grausamkeit, die von AP, Reuters, Agence France Presse, die BBC, die New Duranty Times und den Bandar Beacon und [fügen Sie ihre örtliche Zeitung ein] geboten wird.

Lehrbuchbeispiel für Einseitigkeit bei AFP

Elder of Ziyon, 13. März 2008

Das ist nicht ungewöhnlich, aber hier finden wir ein Lehrbuch-Beispiel, wie die Medienvoreingenommenheit funktioniert. Schauen Sie sich diese Schlagzeile von AFP genau an:

Gewaltflaute in Gaza endet mit israelischen Angriffen, Raketen

In normalem Englisch [und Deutsch] bedeutet das, dass Israel die „Beruhigung“ im Gazastreifen mit israelischen Luftangriffen und israelischen Raketen beendete.

Gaza Stadt (AFP) – Israelische Kampfflugzeuge trafen den Gazastreifen am Donnerstag, nachdem Militante den jüdischen Staat mit Raketenfeuer verunsicherte, womit eine fünftägige Beruhigung endete und die Bemühungen, eine dauerhaftere Waffenruhe zu erzielen, bedrohte. [Im englischen Text wird deutlich, dass die israelischen Militäraktionen die Beendigung und Bedrohung darstellen.]

Merken Sie, dass es israelische „Kampfflugzeuge“ sind, die die Waffenstillstands-Bemühungen bedrohen, nicht die Raketen? Und dass Israel „trifft“, während 15 Qassam-Raketen lediglich „verunsichern“?

Im Artikel heißt es weiter:

Die Gewalt flammte innerhalb von Stunden nach einer israelischen Operation am Mittwoch in der Westbank-Stadt Bethlehem auf, wo Undercover-Spezialeinheiten vier palästinensische Bewaffnete töteten, darunter zwei hochrangige Kommandeure.

Die Benutzung des Begriffs „Bewaffnete“ als Synonym für „Terroristen“ ist schon schlimm genug, aber ihn zu benutzen, um Terrorführer zu beschreiben, ist absurd. „Bewaffnete“ bedeutet Kleinkriminelle, nicht Leute, die akribisch Anschläge auf Zivilisten planen und andere anleiten, diese auszuführen.

In einer selten harsch formulierten Erklärung beschuldigte die palästinensische Präsidentschaft Israel „barbarischer Verbrechen“.

„Diese barbarischen Verbrechen legen das wahre [hier steht im englischen Text der Tippfehler „Waffenstillstand“] Gesicht Israels offen, das immer laut von Frieden und Sicherheit redet, während es Morde und Hinrichtungen gegen unsere Leute verübt“, sagte sie.

AFP kümmert sich nicht darum hervorzuheben, dass der angeblich moderate Abbas in der letzten Woche keine solch harten Worte für die Abschlachtung von 8 Schülern hatte, aber die Tötung gesuchter Terroristen – auf Territorium, das er angeblich kontrolliert und auf dem er ihnen Bewegungsfreiheit erlaubt, die automatische Waffen und Granaten in ihrem Auto hatten – wird als „barbarisch“ betrachtet. Sie nimmt auch keine Notiz davon, dass Mahmud Abbas den Islamischen Jihad und die Al-Aksa-Terroristen als „seine Leute“ bezeichnet

AFP erwähnt nicht, dass einer der getöteten Terroristen Mitglied von Mahmud Abbas’ eigener Fatah-Fraktion ist, was die Absprache zwischen Fatah und dem Islamischen Jihad zeigt.

Der Artikel erwähnt gleichermaßen nicht das Mercaz HaRAv-Massaker, während er die Hintergrundinformationen durchgeht.

Jedes einzelne der vier Bilder, die den Artikel illustrieren, wird genutzt, um entweder israelische Aggression oder palästinensisches Opfertum zu beschwören – einschließlich dieses widerlichen Bildes:


Palästinesische Tierbesitzer protestieren in Gaza Stadt gegen die israelische Blockade und Luftangriffe

In einem Artikel, der von Tendenziösität gegen Israel nur so trieft, überrascht es nicht, dass sie sich entschieden ein Bild zu zeigen, das Israel als verantwortlich für den Bruch des Friedens zeigt, ganz zu schweigen davon, dass dort die Verleumdung der Gleichsetzung des Zionismus mit dem Nationalsozialismus benutzt wird.