Der Weg eines Geschosssplitters: Eine nebensächliche Geschichte, die keine Schlagzeilen machte

Am späten Montagabend (12.11.) zerstörte eine Rakete das Haus einer Familie in der Stadt Netivot in Südisrael. Dies ist nicht diese Story.

David Horovitz, The Times of Israel, 13. November 2018

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum in einem Haus in Netivot, das von einem Geschosssplitter einer von der Hamas geschossenen Rakete getroffen wurde; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Am späten Montagabend, dem Höhepunkt der jüngsten Runde wahllosen Raketenfeuers der Hamas und anderer islamistischer Terrorgruppen im benachbarten Gazastreifen nach Israel hinein, schaffte es eine Rakete durch Israels bemerkenswertes Verteidigungssystem Eiserne Kuppel und landete direkt auf einem Haus in der Arbeiterstadt Netivot im Süden.

Wie Reporter Mosche Nussbaum und sein Kamerateam von Hadashot TV News dokumentierten, verursachte die Rakete frappante Schäden. Sie ließ die Decke in den Schlafzimmern einstürzen, schlug ein großes Loch in eine Außenwand, verwüstete das Wohnzimmer, zerstörte Möbel, verletzte den Familienhund, dessen Blut immer noch auf dem Boden war, als das Fernsehteam herein kam.

Die Story spielte Montagabend in israelischen Fernsehnachrichten eine wichtige Rolle, obwohl sie international – nicht überraschend – wenig Wirkung hatte, weil glücklicherweise niemand getötet wurde.

[an dieser Stelle zeigt der Originalartikel den Fernsehbericht]

Obwohl Netivot kaum 25km von der Mitte Gazas entfernt liegt und damit ein Hauptziel für Hamas-Raketenfeuer ist, hat dieses Viertel der Stadt, berichtete Nussbaum, keine städtischen Bunker. Und genau diese Häuser wurden gebaut, bevor vorgeschrieben wurde einen armierten „versiegelten Raum“ in Wohnhäuser einzubauen, in den Israelis in den Sekunden nach dem Heulen der Sirenen eilen können, um vor Raketenangriffen Zuflucht zu suchen.

Für die Familie in Netivot,deren Haus bei diesem Angriff zerstört wurde, wie auch für viele andere wie sie, besteht daher die einzige Option darin, wenn die Sirenen heulten „sich auf den Boden zu legen, ihre Hände über den Kopf zu legen und um ein Wunder zu beten und zu hoffen“, berichtete Nussbaum. „Das ist heute hier geschehen: ein Wunder.“ Ihr Haus wurde zerstört, aber die Familie, abgesehen vom Hunde, kam unversehrt davon.

Das hier ist aber nicht die Geschichte über dieses Haus.

Später am Montagabend begaben sich Nussbaum und sein Team an eine andere Stelle – die des Nachbarhauses, nur 20 oder 30 Meter weiter.

Dieses Haus wurde nicht direkt getroffen. Vielmehr flog ein Stück der Rakete, die das andere Haus zerstörte, weg und traf dieses Haus, in der die Familie Edri lebt – Eltern und ihre zwei kleinen Kinder.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo der Geschosssplitter einer von der Hamas gefeuerten Rakete die Wand eines Hauses in Netivot durchschlug; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Nussbaum fand,  es sei es wert israelischen Zuschauern zu zeigen, als Teil einer besonderen Mini-Kriegsnachrichten-Sendung, die Hadashot um 23 Uhr sendete: den Weg eines einzelnen Stücks eines Geschosses, um zu unterstreichen, wie viel Zerstörung die Raketen aus dem Gazastreifen anrichten können.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo ein Stück einer von der Hamas geschossenen Rakete durch einen Kühlschrank in einem Haus in Netivot drang; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Wie er es zeigte und schilderte, drang dieses einzelne Stück Geschoss über die Ecke ihres Schlafzimmers in das Haus der Edris ein, hinterließ ein kleines Loch in der Wand bei einem Hochzeitsfoto, das dort hängt.

Es flog direkt durch den Raum, an einem kleinen, weißen Kinderbettchen vorbei, in dem ihre acht Monate alte Tochter auf ihrem Minnie-Maus-Kissen schläft und durch die Wand in die Küche.

Es krachte von hinten in ihren Kühlschrank und vorne wieder heraus, quer durch die Küche und in den Ofen. Dort ging ihm dann endlich die Puste aus.

Hadashot TV-Reporter Mosche Nussbaum zeigt, wo ein Geschosssplitter einer von der Hamas geschossenen Rakete in einem Haus in Netivot in einen Ofen einschlug und stoppte; 12. November 2018 (Hadashot TV News)

Kein direkter Treffer. Ein einzelnes Stück Geschosssplitter.

Wie ihre Nachbarn haben auch die Edris keinen versiegelten Raum. Normalerweise bleiben auch sie Zuhause und hoffen und beten, wenn die Raketenwarnung kommt. Montagabend flohen sie; Nussbaum sagte nicht, wohin. „Das hat sie offensichtlich gerettet“, merkte er zum Ende an.

[im Originalartikel befindet sich hier das Video des Berichts]

Dieser kurze Bericht (auf Hebräisch) über den Weg eines Geschlosssplitters dauerte kaum 70 Sekunden. Er wurde in den Hauptnachrichten des Senders nicht wiederholt. Er verdiente sich keine eigene Story auf der Internetseite von Hadashot und er wurde von anderen hebräischen Medien nicht aufgegriffen.

Und man kann das durchaus verstehen; es handelt sich um einen nebensächlichen Bericht; niemand wurde verletzt, es gibt nicht viel zu sehen, gehen Sie weiter.

Dafür grub ein Mitarbeiter von Hadashot mir freundlicherweise das Video am Dienstagnachmittag aus, damit ich es zeigen und für jeden– heißt: fast jedermann – darüber schreiben konnte, der es Montagabend im Fernsehen nicht sah.

Warum? Nun, wie der unerschütterliche Nussbaum vermerkte: „um das Ausmaß des Schadens deutlich zu machen“, den sogar ein einziger Splitter einer Rakete anrichten kann.

Deutscher Staatssender nutzt Jerusalem um Israel niederzumachen

CAMERA, 15. Dezember 2017

Die Deutsche Welle, für die mediale nachrichtliche Auslandsdarstellung Deutschlands verantwortlich, existiert, um ein positives Image von Deutschland zu vermitteln. Das Bundesgesetz, das den Sender regelt, besteht darauf, dass „die Sendungen die Öffentlichkeit in die Lage versetzen müssen sich unabhängige Meinungen zu bilden; er darf keine Partei oder politische Vereinigung, religiöse Gemeinschaft, einen Beruf oder eine Interessengemeinschaft einseitig unterstützen“.

Es ist unklar, was in dem Rechtsauftrag die Veröffentlichung mit von Fehlern durchsetzten, tendenziösen Beiträgen rechtfertigt, mit denen auf den jüdischen Staat eingeprügelt wird. Aber genau dazu nutzte die Deutsche Welle die Gelegenheit bei ihrem Überblick unter dem Titel „Jerusalem: Three things to know“ (Jerusalem: Drei Dinge, die man wissen muss). Der Beitrag vom 7. Dezember beginnt mit einer kleinen, aber unerklärlicherweise falschen Darstellung einer Tatsache: „Israel eroberte im Nahost-Krieg von 1967 ganz Jerusalem“ und wirft nie einen Blick zurück, zitiert ausschließlich Kritiker Israels und ist offen ihren bevorzugten Argumentationspunkten zugeneigt.

  • Wie festgehalten besagt der erste Satz des Artikels fälschlich, dass „Israel im Nahost-Krieg von 1967 ganz Jerusalem eroberte, dann das arabische Ostjerusalem annektierte“.

Fakt ist, dass Israel den westlichen Sektor Jerusalems 1948 einnahm, als Jordaniens Arabische Legion den östlichen Sektor besetzte. Als Israel die jordanischen Truppen 1967 in ihr Territorium zurückdrängte, eroberte es nicht „ganz Jerusalem“, sondern nur den östlichen Teil, der von Jordanien besetzt und annektiert war. Die Deutsche Welle hat es abgelehnt die Falschaussage zu korrigieren.

  • Unter der Überschrift „Demographie und Ungerechtigkeit“ – beachten Sie den voreingenommenen und subjektiven Wortgebrauch schon im Titel, der die in dem Artikel vermittelten verschiedenen antiisraelischen Vorwürfe akzeptiert, die als Ungerechtigkeit betrachtet werden sollen – hatte der Artikel behauptet: „Seit 1967 hat Israel den Transfer von mehr als 200.000 Israelis in rein jüdische Siedlungen – oder was die israelische Regierung Viertel nennt – in den Außenbezirken von Ostjerusalem vorangetrieben. Die Siedlungen sind nach dem internationalen Recht illegal.“

Es ist rundheraus falsch zu behaupten, dass diese Gegenden „rein jüdisch“ sind. Arabische Einwohner Jerusalems und Nichtjuden aus ganz Israel können in diesen Vierteln leben und tun das auch. (Um ein Beispiel anzuführen: Reuters berichtete 2014: „Offizielle Zahlen aus dem Jahr 2013 zeigen, dass 7,5 Prozent der Einwohner von French Hill Araber sind“, und stellte fest, dass der Prozentsatz sogar höher sein könnte.)

Die Verwendung des Wortes „Transfer“, um die Entscheidung von Juden und Araber sich in diesen Vierteln einzumieten oder Immobilien zu kaufen zu beschreiben, ist unverschämt parteiisch und gehört nicht in eine neutrale Nachricht. Es ist ein Begriff, der von antiisraelischen Aktivisten bevorzugt wird, die anstreben fälschlich zu implizieren, dass die dort Hinziehenden das nicht aus freien Stücken tun.

Schließlich ist die Behauptung, dass Israels Jerusalemer „Siedlungen“ das internationale Recht verletzt, nicht nur parteiisch bezüglich dem, was der Artikel gerade einen Satz zuvor eingestand, nämlich dass darüber gestritten wird, ob die Jerusalemer Viertel als Siedlungen zu beschreiben sind, sondern läuft auch auf eine vorgreifende juristische Beurteilung anstelle von Journalismus hinaus. Obwohl viele darauf bestehen, dass Siedlungen illegal sind, gibt es angesehene juristische Sachverständige, darunter Julius Stone und Eugene Rostow, die das anders bewerten.

Nach CAMERAs Austausch mit der Deutsche Welle wurden die Verweise auf „rein jüdische“ Siedlungen und der Wortgebrauch zu „Transfer“ aus dem Text entfernt. (Die Fehler und Veränderungen wurden jedoch entgegen journalistischer Standardpraxis nirgendwo auf der Internetseite eingestanden.)

  • Der Artikel gibt an, dass „mehr als 2.000 jüdische Siedler im Herzen arabischer Viertel in Ostjerusalem leben, in einige Fällen Einwohner aus ihren Häusern vertrieben“.

Er lässt jedoch außer Acht, dass einige dieser „arabischen Viertel“ historisch jüdische Bereiche hatten, die während des Kriegs von 1948 ethnisch gesäubert wurden. Tatsächlich waren die Immobilien, in die Juden eingezogen sind, entweder gekauft worden oder sie gehörten vor der jordanischen Invasion Juden. Und in den meisten Fällen werden arabische Einwohner als geschützte Mieter eingestuft und können nicht aus ihren Heimen gezwungen werden, solange sie Miete zahlen. Diejenigen, die den legalen Eigentümern keine Miete zahlen, können natürlich zwangsgeräumt werden. Der Sprachgebrauch, der suggeriert, Juden könnten nach Gutdünken arabische Hauseigentümer oder Mieter entfernen, führt die Leser in die Irre.

Die Deutsche Welle lehnt es ab das klarzustellen.

  • Der Artikel behauptet: „Israelische Behörden haben Entwicklungs- und Baugenehmigungen für Palästinenser eingeschränkt.“

In Wirklichkeit sind Baugenehmigungen nur insofern „eingeschränkt“, als – für den jüdischen wie für den arabischen Sektor – einige Anträge genehmigt und andere abgelehnt werden. So ist das in allen Kommunen der Fall. Fakt ist, dass die arabische Gemeinschaft Jerusalems Baugenehmigungen für mehr Quadratmeter Wohnungsbau erhalten hat als die demografisch (was Bevölkerungsanteil und Familiengröße angeht) ähnliche jüdisch-ultraorthodoxe Gemeinschaft; insgesamt ist das Verhältnis der beantragten und erteilten Genehmigungen im jüdischen und arabischen Sektor vergleichbar. 2009 zum Beispiel lag der Anteil der genehmigten Anträge in Ost-Jerusalem bei 55 Prozent gegenüber 63 Prozent in West-Jerusalem. Im westlichen Teil der Stadt wurden weitere Anträge genehmigt, was aber daran liegt, dass in diesem Sektor viel mehr Anträge gestellt wurden.

Die Deutsche Welle lehnt es ab diesen Kontext hinzuzufügen.

  • Der Text behauptet, dass israelische Behörden palästinensischen Jerusalemern Aufenthaltsgenehmigungen erteilen, was das Recht beinhaltet dort zu arbeiten, zu wohnen und Leistungen zu erhalten, aber nicht zu wählen.

Das ist falsch. Palästinensische Einwohner Jerusalems haben das Recht bei Kommunalwahlen zu wählen, einschließlich bei der Wahl des Bürgermeisters Jerusalems.

Als Resultat von CAMERAs Kontakt mit den Redakteuren stellt der Absatz jetzt korrekt fest, dass „sie in Kommunalwahlen, aber nicht in landesweiten Wahlen abstimmen können“.

  • Der Text gibt an: „Israelische Behörden haben nach Angabe der Gesellschaft für Bürgerrechte in Israel seit 1967 fast 15.000 Aufenthaltsgenehmigungen aberkannt, was Human Rights Watch für illegalen Zwangstransfer hält.“

Wie es im gesamten Artikel der Fall ist, werden Beschuldigungen von israelkritischen Gruppen ohne Gelegenheit der Gegendarstellung weitergegeben, was zu einem Artikel führt, der durch einseitige Vorwürfe enorm verzerrt und in dem die Stimme des Beschuldigten nicht zu finden ist.

In diesem speziellen Fall bedeutet das Fehlen der israelischen Antwort, dass die Leser glauben müssen, Aufenthaltsgenehmigungen würden willkürlich entzogen, was nicht stimmt. Einwohner Jerusalems behalten ihren Status gemäß dem Gesetz so lange, wie ihr Lebensmittelpunkt sich in Jerusalem befindet. Zieht ein Einwohner Jerusalems um, zum Beispiel nach Ramallah im Gebiet der palästinensischen Autonomiebehörde, dann kann er seinen Einwohnerstatus verlieren. Ausgewogener Journalismus würde sicherstellen, dass Israels Haltung nicht weniger deutlich gemacht würde, als die von Human Rights Watch. Aber die Deutsche Welle lehnt es ab den Abschnitt zu korrigieren.

  • Der Text sagt: „Obwohl palästinensische Jerusalemer Steuern zahlen, entspricht die Versorgung im Vergleich nicht der der jüdischen Pendants.“

Diese Pauschalaussage, dass palästinensische Jerusalemer „Steuern zahlen“ verschweigt die Tatsache, dass die Bevölkerung historisch ihre Steuern auf weit niedrigerer Rate zahlt als im westlichen Sektor der Stadt. Selbst Professor Scott A. Bollens, ein Israelkritiker, gab zu:

Israelische Verwaltungsbeamte geben an, dass die Gründe hinter Ungleichheiten darin zu finden sind, dass Araber ihre kommunalen Steuern (die Arnona genannt werden) nicht zahlen. Der Bericht der Stadt für das Jahr 1994 hält fest, dass Arnona-Zahlungen im östlichen arabischen Jerusalem bei 49,2 Prozent für Wohnunterkünfte und bei 43,8 Prozent für Geschäfte liegen; im Vergleich dazu liegen sie im westlichen Jerusalem bei 78 bzw. 74 Prozent. Von daher „decken Zahlungen aus dem Osten nur einen kleinen Anteil der Ausgaben verschiedener Dienstleistungen für diesen Sektor ab“.

Der Professor sollte anerkennen, dass diese Zahlen zu den Nichtzahlungen korrekt sind. Er besteht dennoch darauf, dass der Fehler Israel angelastet werden soll, was als Nicht-Journalist sein gutes Recht ist. Aber ein Nachrichtenartikel, der einen Punkt damit setzen will, dass das Thema Steuern aufgebracht wird, sollte das keinesfalls so tun, dass er irreführt und sollte den Leser auf die Tatsache aufmerksam machen, dass Nichtzahlung von Steuern zu einer ungleichen Dienstleistungs-Erbringung beiträgt.

  • Schließlich trägt der Artikel vor: „Fast drei Viertel der Einwohner Ostjerusalems leben unter der Armutsgrenze; im Vergleich dazu beträgt in Israel nach Angaben des Nationalen Versicherungsinstituts die Armutsrate 21 Prozent.“

Der Prozentsatz der unter der Armutsgrenze lebenden ostjerusalemer Araber ist in der Tat hoch. Aber das Gleiche trifft auf die ultraorthodoxen Juden in West-Jerusalem zu. In beiden Fällen bedeuten kulturelle Gepflogenheiten, dass Familien viele Kinder haben und es nur eine eingeschränkte Beteiligung an der arbeitenden Bevölkerung gibt. (Im arabischen Sektor entscheiden sich Frauen oft nicht zu arbeiten, im jüdischen Sektor Seminaristen*.)

Besonders in einem Artikel, der mit Anschuldigungen über israelische Diskriminierung vollgepackt ist, ist dieser Kontext für die Leser notwendig, die hoffen die Armutsstatistiken zu verstehen. Solchen Kontext auszulassen, um israelisches Fehlverhalten zu liefern, wie es bei der Auslassung israelischer Stimmen in einem Artikel der Fall ist, der viele Kritiker auffährt, vermittelt einmal mehr den Eindruck, dass die Journalisten der Deutsche Welle es darauf anlegen die Leser durch selektive Auslassungen zu einer bestimmten Schlussfolgerung zu führen.

In diesem Fall ist das nicht nur mieser Journalismus, sondern offensichtlich ein Bruch des deutschen Rechts, das von der Deutsche Welle einfordert „der Öffentlichkeit zu ermöglichen sich unabhängig Meinungen zu bilden“ und für parteiischen, politischen oder religiösen Gruppen keine „einseitige Unterstützung“ zu bieten.

* damit dürften Thora-Studenten gemeint sein

Propaganda der üblen Sorte (2004)

Aus palästinensischen Medien und von palästinensischen Politikern werden gerne Gräueltaten der Israelis in die Welt posaunt, von dieser aber nicht erzählt. Die Palästinenser glauben es wohl. Ob die westlichen Medien und Politiker glauben, dass die Unsinns-Dinge nicht berichtet werden sollten, deshalb aber die nicht so abstrusen Dinge glaubwürdiger werden? Es scheint so, denn vieles, was die PA-Medien oder -Offiziellen von sich geben, wird bei uns als Tatsache abgedruckt oder ausgestrahlt, nicht als palästinensische Behauptung (egal, wie heftig z.B. die israelische Armee das dementiert, was die PA ihnen vorwirft). Hier kommen die schwachsinnigsten Sachen und dicksten Lügen, die die PA im Laufe der Zeit von sich gegeben hat (chronologisch rückwärts aufgelistet).


Reuters meldete am 13. August 2004: Palästinenser täuschen UNO über Tod eines Jugendlichen

Israel beschulidgte die Palästinensische Autonomiebehörde Donnerstag die UNO zu täuschen, weil ein von palästinensischen Militanten niedergeschossener Jugendlicher auf einer Liste von den israelischen Streitkräften getöteter Personen aufgeführt wird.
Hassan Jamil el-Zanin, ein Teenager aus Beit Hanun im Gazastreifen wurden von palästinensischen Militanten am 22. Juli getötet, nachdem er versuchte sie daran zu hindern, Kassam-Raketen aus dem Garten seiner Familie abzuschießen.
In einem Brief an Generalsekretär Kofi Annan vom 9. August listete der palästinensische UN-Beobachter NAsser al-Kidwa den Jungen unter den palästinensischen „Märtyrern“ auf, die „von den israelischen Besatzungstruppen zwischen dem 8. Juli und 6. August getötet wurden.
Der israelische UNO-Botschafter Dan Gillermann schrieb in einem Brief an Annan, dass die Vorwürfe, el-Zanin sei vom israelischen Militär getötet worden, sei „eklatant falsch“.
„Der internationalen Gemeinscahft sind die perversen Falschdarstellungen und glatten Fälschungen in palästinensischen Stellungahmen gut bekannt“, hieß es in Gillermans Brief.

Was man sich vor allem auf der Zunge zergehen lassen muss: Die Terroristen hatten selbst zugegeben, dass sie den Jungen erschossen und seine Verwandten verletzt hatten. Nur Arafat hatte sofort entgegen allen anderen Bekundungen behauptet, die Israelis seien die Mörder. Ich würde gerne sehen, dass Herr Annan diese Lügen endlich einmal rügt. Aber damit würde er sich Ärger bei Arafat einhandeln, das will er sicher nicht riskieren. Gleiches dürfte für die NGOs und Menschenrechtsgruppen gelten – von ihnen wird in der Regel ausschließlich Israel verdammt, bei palästinensischem Mordgebaren setzt man schnell die Scheuklappen auf und rechtfertigt den versuchten Völkermord an Juden.


James Taranto vom WSJ Opinion Journal zitiert eine von Arafat wieder aufgebrühte Behauptung (21.07.2004):

Arafat beschuldigte Israel die Westbank und den Gazastreifen mit Kugeln aus abgereichertem Uran zu verseuchen, was einen starken Anstieg der Krebsfälle verursacht habe.
„Sie haben Krebs verursacht, der wie in Hiroshima und Nagasaki ist“, sagte Herr Arafat in einem Interview…
Krebs-Spezialisten in zwei Krankenhäusern – eins in Ramallah und das andere in Bethlehem, sagten, sie hätten keinen Anstieg der Krebsfälle während des derzeitigen Aufstands (begann im September 2000) festgestellt.
Der Palästinenserführer nahm Bezug auf Kugeln hoher Dichte mit abgereichertem Uran, die manchmal von US-Truppen benutzt werden, um die Panzerung von Panzern zu durchschlagen. Die Palästinenser haben keine Panzer.


nocokehonestreporting.com zeigt ein weiteres Beispiel für Verlogenheit in der palästinensischen Propaganda auf: Ein „Boykottiert amerikanische Firmen. Durch den Kauf amerikanischer Produkte unterstützt ihr Israel“-Plakat zeigt – einen von Palästinensern verprügelten Juden! Er wird als palästinensisches Opfer ausgegeben:
Text des Bildes:
oben: Frage irgendeinen Palästinenser nach seiner Firmenfarbe und er wird’s dir sagen!
unten: Trink Coca Cola. Unterstütze Israel. Durch den Kauf amerikanischer Produkte unterstützt du Israel Text unter dem Bild:
Haben wir nicht genug Demütigung erlebt? Israelis töten palästinensische Kinder und die US-Wirtschaft liefert die Kugeln. Gibt es etwas, das du tun kannst, um das zu stoppen? Ja! Es gibt eine Milliarde Muslime und fünf Milliarden Menschen auf der Welt. Wenn wir uns alle vereinigen und das angehängte amerikanische Produkt boykottieren, werden wir eine kräftige Botschaft and ie USA schicken, die die Tötung von Unschuldigen unterstützen. Wir haben nichts gegen das amerikanische Volk. Wir wollen einfach nur, dass Israel mit dem Töten aufhört. Das ist nur der Anfang! Mehr Produkte werden kommen. Bitte nimm Einfluss. Boykottiere das Produkt und verbreite die Worte. Zusammen können wir einen Unterschied machen.

Das ganze „garniert“ mit dem berühmten Foto von Tuvia Grossman aus den USA, der zu Beginn der „Intifada“ von Palästinenern fast umgebracht wurde. Was AP (und damit viele Zeitungen) nicht daran hinderte, dieses Bild als das eines Palästinensers zu deklarieren, der von dem hinten kommenden israelischen Polizisten verprügelt worden sei. Die Aufklärung des Sachverhalts durch Grossmans Vater veranlasste nur wenige Zeitungen zur Korrektur, eine ganze Reihe brachten „Richtigstellungen“, die fast schlimmer waren als die ursprüngliche Falschmeldung. Nachzulesen unter dem oben angegebenen Link zu honestreporting.

Dass die Palästinenser eines der Opfer ihrer eigenen Gewalttätigkeit dazu benutzen, die andere Seite zu verunglimpfen – das nennt man wohl auf jüdischer Seite „Chuzpe“ – allerdings nur, wenn man sehr langmütig ist.


Palestinian Media Watch Bulletin, 11. Januar 2004

PA-Journalist: Israel griff Pariser Synagoge an, um die französischen Juden zu ermuntern nach Israel zu kommen

von Itamar Marcus

Einleitung:
Eine der üblichen Taktiken der Propaganda der Palästinensischen Autonomie (PA) ist es, Israel für den palästinensischen und arabischen Terrorismus verantwortlich zu machen. Nun ist ein prominenter Redakteur einer PA-Zeitung mit einem neuen Dreh in dieser Taktik angekommen.

Am 13. Juni 2003 versuchte ein belgischer Staatsbürger eine Synagoge in Belgien in die Luft zu sprengen; dafür benutzte er zwei Gas-Ballons, die er in seinem Auto versteckte. Vor zwei Monaten (am 15. November 2003) explodierten zwei Autos vor einer Synagoge in Istanbul, was den Tod von 23 Menschen verursachte.

Letzte Woche wurde von dem Redakteur der offiziellen PA-Tageszeitung „Al-Hayat Al-Jadida“ in einem Interview im PA-Fernsehen eine neue Verleumdung erfunden. Der Redakteur erklärte, dass, weil es unter geringer Einwanderung leidet, es Israel war, das das Feuer in der Pariser Synagoge legte – um die französischen Juden zu überzeugen, dass sie nach Israel immigrieren sollten.

Im Folgenden die Worte von Hafez Barghouty im PA-TV:

„Die geheimen Zionisten-Banden haben es versucht und agieren in Frankreich genauso wie sie es in den arabischen Ländern zu tun pflegten – Irak, Ägypten und Marokko – indem sie jüdische Synagogen sprengen…, um sie [die Juden] zu zwingen [nach Israel] einzuwandern. Und so rief nach dem Anschlag auf eine Synagoge der israelische Botschafter in Frankreich alle Juden Frankreichs auf, [nach Israel] einzuwandern…

… Es gibt israelische oder zionistische Banden, die Terroranschläge gegen Juden ausführt und sie zwingt [nach Israel] einzuwandern, weil Israel unter Auswanderung leidet.“

Mörser einer Terrorgruppe tötete 13 Palästinenser in Rafah bei einzelnem Vorfall

Elder of Ziyon, 25. August 2016

Newsweek schrieb 2014:

In einem Haus in Rafah im südlichen Gazastreifen, nahe der ägyptischen Grenze, legt Nabil Siyam (34) langsam Bilder seiner Familie vor. Er hat nur einen Arm, der andere wurde von einer israelischen Bombe im Sommerkrieg abgerissen. Die Bilder zeigen seine Frau Schirin und ihre Kinder – Mustafa (9), Ghaida (ein achtjähriges Mädchen), Abdul Rahman (6), Badruddin (5) und Dalal, ebenfalls ein Mädchen (9 Monate alt). Alle außer Badruddin wurden von derselben Bombe getötet; der kleine Junge verlor eine Niere und spielt jetzt auf dem Schoß seines Vaters. Ebenfalls getötet wurden Nabils Brüder, zwei der Ehefrauen seiner Brüder und drei ihrer Kinder, die in seinem Haus lebten.

Mit blutunterlaufenen Augen starrt Nabil geradeaus; der ehemalige Gemüsebauer sagt, als der Krieg im Juli ausbrach, fühlte sich seine Familie hier sicher. Gazaner von nahe der Grenze kamen in diese Gegend, um dem Beschuss dort, wo sie lebten, zu entgehen. Niemand konnte nach Ägypten entkommen, das seinen Übergang in Rafah geschlossen hatte; und offensichtlich war es nicht möglich über die israelische Grenze in die Schusslinie zu entkommen. Auf der anderen Seite war das Meer. „Alle saßen in der Falle.“

Am 21. Juli trafen israelische Raketen das Haus nebenan und um 6 Uhr morgens fohen Nabil und seine in Schrecken versetzte Familie. „Wir rannten auf die Straße, die Kinder waren bei ihren Müttern. Wir kam 10 Meter weit, als ich eine Drohne hörte. Ich hörte den Klang der Bombe – das ist ein besonderer Klang und sah nach oben. Die Israelis müssen uns gesehen haben. Drohnen sehen alles. Das nächste, an das ich mich erinnern kann, war eine Staubwolke und ich sah mich nach meinen Kindern um.“

Neben den 12 Mitgliedern von Nabil Familie, die direkt durch die Bombe starben, wurden zwei Cousins schwer verletzt, darunter der 15-jährige Mohammed, der ein Bein verlor und zur Operation in ein palästinensisches Krankenhaus in Ostjerusalem überwiesen wurde. Um sein Leben kämpfend wurde er erneut verlegt, diesmal in die Türkei, damit Ärzte Splitter aus seiner Lunge entfernen konnten. „Wenn ich sterbe, möchte ich nach Hause zurückkommen und bei meiner Familie beerdigt werden“, sagte Mohammed seinem Großvater, der ihn in die Türkei begleitete.

Es gab viele weitere Artikel über die Familie Siyam und wie Israel sie gefühllos ohne Grund ermordete.

Im Krieg ist das erste Opfer die Wahrheit. Und so ist es auch in diesem Fall. Leider dauert es selbst bei der professionellsten Armee lange Zeit, die Fakten zu ermitteln und aufzudecken, lange nachdem die Menschen bereits durch schlampige Berichterstattung von Medien und NGOs überzeugt sind, dass sie wissen, was geschah.

In diesem Flal lange die vielen Medienorgane, die Israel rundheraus für die Todesfälle der Familie Siyam verantwortlich machten, falsch. Die 13 Familienmitglieder und Verwandten wurden von Mörsern getötet, die Terrorgruppen schossen und die in Rafah zu kurz fielen.

So sagt die IDF-Untersuchung, die gerade veröffentlicht wurde:

Die Tatsachenfeststellung und das vom FFA-Mechanismus gesammelte und dem MAG vorgelegte Material zeigt an, dass kein Angriffe – aus der Luft oder sonstwie – in einem Angriff auf die Familie stattgefunden haben kann, wie er vorgeblich von IDF-Kräften in dem fraglichen Gebiet und zu dem relavanten Datum ausgeführt worden sein soll. Der FFA-Mechanismus hat ebenfalls die Möglichkeit ausgeschlossen, dass die Art der verwendeten Munition, wie sie in einer Reihe der Berichte beschrieben wurde, eingesetzt wurde.

Dennoch wurde festgestellt, dass zu der relevanten Zeit und in unmittelbarer Nähe zum Wohnsitz der Familie Siyam Terrororganisationen im Gazastreifen eine Reihe Möser verschoss, die auf das Territorium des Staates Israel gerichtet waren. Eine Reihe dieser Schüsse waren „fehlgeschlagen“, wodurch die auf israelisches Territorium gezielte Mörsergranaten noch innerhalb des Territoriums des Gazastreifens einschlugen. Bilder der Einschlagstellen der Munition, die die Familie Siyam und die Umgebung ihres Wohnsitzes trafen und die Israel zur Verfügung gestellt von den Organisationen wurden, waren dem FFA-Mechanismus zur Untersuchung übermittelt worden; sie deuten auch darauf hin, dass der fragliche Einschlag nicht das Ergebnis eines Luftangriffs war, wie es von der Mehrheit der Berichte behauptet wird. Der FFA-Mechanismus und das MAG Corps legten beim Rechtsvertreter der Organisation, die behauptete hatte, der Angriff auf die Familie Siyam sei von IDF-Munition verursacht worden, Einspruch ein, damit diese Beweise vorlegt, die solche Vorwürfe unterstützen. Dieser Einspruch wurde nicht beantwortet.

Nach Überprüfung der Faktenfestellung und dem vom FFA-Mechanismus gesammelten Material stellte der MAG fest, dass entgegen der Vorwürfe mit ausreichender Gewissheit ausgeschlossen werden kann, dass die Mitglieder der Familie Siyam als Ergebnis von IDF-Aktivität zu Schaden kamen.

Beachten Sie, dass nicht die IDF dies untersuchte. Abgesehen von der gewissenhaften Katalogisierung all ihrer Angriffe durch Flugzeuge, Drohnen und Panzer schaffte sie es Fotografien der Schäden zu sammeln, die Geschossflugbahnen zu berechnen, die die Art von Schaden verursachten, der zu sehen ist und sie mit den eigenen Belegen von Mörser- und Raketenfeuer zu abzugleichen, das aus dem Gazastreifen geschossen wurde. Keine Nachrichtenorganisation oder NGO hat die Kapazitäten etwas auch nur Annäherndes zu tun und es fällt ihnen leichter rundheraus Israel zu beschuldigen statt auch nur in Erwägung zu ziehen, dass der Angriff von einer der vielen Terrorgruppen hätte kommen können, die während des Krieges mutwillig tausende Raketen und Mörser schossen – obwohl es im Gazastreifen viele dokumentierte Fälle von Opfern der in diesem Krieg und in früheren von Raketen der Hamas und dem Islamischen Jihad gegeben hat.

Es scheint als sei die Organisation, die die Klage gegen Israel erhoben und nicht auf die Anfragen der IDF nach mehr Information geantwortet hat, die ihre Schuldzuweisung an Israel untermauert, das Al-Mezan Center war.

Werde Newsweek und andere Medienorgane, die als Tatsache berichteten, die Familie sie durch einen israelischen Luftangriff getötete worden, zwei Jahre nach dem Geschehen eine Korrektur veröffentlichen? Das erscheint höchst unwahrscheinlich.

Wird Amnesty sein „Gaza Patform“ korrigieren, damit die neue Information eingearbeitet ist? Schon die Vorstellung ist lachhaft, angesichts der Ungenauigkeit dieses Werkzeugs und Amnestys Weigerung seine vielen Fehler zu korrigieren, die alle zu Ungunsten Israels ausfallen.

Wird B’Tselem ihre Statistiken ändern? Das ist die interessanteste Frage.

Was die Medien euch nicht über Israel erzählen

Evelyn Gordon, 27. Juli 2015

Haben Sie sich je gefragt, warum so viele Juden das demokratische Israel als hoffnungslos rassistisch ansehen, dann bedenken Sie bitte dies: Knessetmitglied Robert Ilatov machte letzten Donnerstag verständlicherweise Schlagzeilen, als er erklärte, Araber, die es ablehnen die Nationalhymne „Hatikva“ zu singen, sollten nicht zu Richtern ernannt werden. Viele bekannte englischsprachige israelischen Nachrichtenseiten machten sich nicht einmal die Mühe die prompte, kompromisslose Zurückweisung dieser Ansicht durch Justizministerin Ayaelet Shaked zu erwähnen; Sie werden z.B. nicht ein Wort ihrer Antwort im Bericht von Ha’aretz finden, während die linke Internetseite +972 sie als „schwache Gegenerklärung“ abtat, wobei sie die bedeutendsten Teile ihrer Äußerung ausließen.

Shakeds Antwort ist nicht nur wegen ihrer Position wichtig, sondern weil sie selbst keine sentimentale Linke ist; sie ist die stellvertretende Parteivorsitzende der zionistischen Partei Jüdisches Haus, die rechte Flanke dessen, was die Medien routinemäßig eine „Hardliner“-Regierung nennen. Und genau das ist der Punkt: Während Extremisten immer die Schlagzeilen bekommen, wird die Zurückzweisung ihrer Ansichten vom Mainstream ignoriert – selbst wenn die Ablehnung so umfassend ist, dass sie die Führung der rechtesten Partei in der Mitte-Rechts-Koalition einschließt.

Zugegeben, Ilatovs Ansichten können als belanglos abgetan werden; der Hinterbänkler aus der Opposition gab seine Äußerung ab, direkt nachdem die Knesset ihn als eines der neu Mitglieder des Ausschusses zur Auswahl von Kandidaten für Richterposten auswählte. Die gegensätzlichen Ansichten der anderen acht Mitglieder – und besonders Shakeds, die die Vorsitzende ist – sollten als nicht weniger Bedeuten angesehen werden, wenn man Israels Charakter beurteilt.

Shaked bestätigte in ihrer Reaktion den von Richter Salim Joubran vom Obersten Gerichtshof während seiner Vereidigungszeremonie verwendeten Kompromiss: Arabische Richters sollten zur Nationalhymne aufstehen, denn Staatsbeamte müssen die Symbole des Staates respektieren; man sollte aber nicht von ihnen verlangen, dass sie mitsingen, wenn sie sich nicht mit dem Text identifizieren können, in dem es immerhin nur darum geht, dass Juden sich nach Zion sehnen. „Ein Richter muss während der Nationalhymne stehen, aber ich werde nicht darauf sehen, ob er die Worte der Hatikva von sich gibt oder nicht“, sagte sie.

Sie unterstützte auch die Bedeutung die fachliche Qualifikation der Justiz aufrecht zu erhalten. „Ein Richter muss vor allem anderen entsprechend seiner Fähigkeiten und der Kriterien für das Amt ausgewählt werden“, betonte sie. Schließlich unterstrich sie die Bedeutung davon arabische Richter im System zu haben: „Die Tatsache, dass wir arabische Richter haben, ist etwas Bewundernswertes in einem Land, in dem 20 Prozent der Bevölkerung aus Minderheiten besteht.“

Mit anderen Worten: Die stellvertretende Parteichefin einer der rechtesten Parteien, die auch noch Justizministerin ist, sagte genau das, was sie bezüglich arabischer Empfindlichkeiten, arabischer Repräsentierung in staatlichen Institutionen und Professionalismus in der Justiz sagen sollte. Aber Linke, die ihre Nachrichten aus Ha’aretz und #972 beziehen, werden das nie wissen; wenn er diese Bericht liest, wird ein wohlgesinnter Linker legitimerweise zu dem Schluss kommen, dass in Israel antiarabische Extremisten ohne Gegenwehr herumlaufen.

Dasselbe gilt für weitere wichtige Nachrichten aus der letzten Woche: Zwei Brüder, die letztes Jahr die Jerusalemer „Hand in Hand“-Schule anzündeten, wurden zu 24 bzw. 30 Monaten Gefängnis verurteilt (das Strafmaß spiegelt die Tatsache, dass der Anschlag kein Leben gefährdete, da er während der Nacht erfolgte). Die Brandstiftung machte weltweit Schlagzeilen als Beweis für Israels „Rassismus“. Aber wie viele internationalen Medien machten sich die Mühe die Tatsache zu berichten, dass die Täter gefasst, verurteilt und ins Gefängnis geschickt wurden?

Das ist kein unwichtiges Detail. Kein Land der Erde hat es je geschafft Hassverbrechen auszumerzen; damit liegt der Unterschied zwischen einer anständigen Gesellschaft und einer intoleranten nicht darin, ob solche Verbrechen in Erscheinung treten, sondern wie die Gesellschaft darauf reagiert. Werden die Täter vergöttert und auf freiem Fuß bleiben – wie es z.B. bei palästinensischen Terroristen der Fall ist? Oder werden sie durchgängig verurteilt, vor Gericht gebracht und schwer bestraft?

Israel gehört in die zweite Kategorie: Nicht nur wurde die Brandstiftung damals einhellig verurteilt, sondern die Täter sitzen jetzt im Gefängnis. Aber weil der Anschlag im Ausland Schlagzeilen machte, das folgende Urteil aber entweder ignoriert wurde oder nur eine beiläufige Erwähnung fand, bleibt der Eindruck des Gegenteils zurück: dass Israel ein Ort ist, wo Hass-Verbrechen toleriert werden.

Weder Israel noch seine Unterstützer können die Medienberichterstattung ändern. Aber linke Juden, denen Israel etwas bedeutet, können und müssen ihre Mitmenschen über das verzerrte Bild aufklären, das diese Berichterstattung vermittelt. Denn Israel wegen seiner Minderheit an Extremisten zu verurteilen, während man nie die Bemühungen der sie bekämpfenden Mehrheit anerkennt, ist nicht „liebevolle Strenge“; das ist pure Unaufrichtigkeit.