Das Schweigen der Medien zu Mahmud Abbas brechen

CAMERA, 24. Januar 2018 (am 30. Januar aktualisiert)

An allem ist Cromwell schuld

Es ist also möglich. Es gibt keine kosmische Kraft, keine nicht zu brechende journalistische Regel, die amerikanische Mainstream-Publikationen daran hindert sich auf Mahmud Abbas‘ Fehltritte zu konzentrieren.

Wir wissen das, weil The Atlantic genau das gemacht hat – die widerwärtige Rhetorik des Palästinenserpräsidenten anzuspechen – und nichts geschah, abgesehen von dem Erwarteten: Den Lesern wurde gesagt, was der Palästinenserpräsident sagte und sie wurden vollständiger über den Mann und den Konflikt informiert, den zu lösen er versäumt hat.

Offene Berichterstattung zu Abbas sollte nicht allzu schwer sein. Aber allzu viele in den Medien haben mit der Aufgabe zu kämpfen gehabt. Die übelsten Äußerungen aus seinem Mund sind von denen verheimlicht worden, die den Auftrag haben zu berichten, denselben Journalisten, die ansonsten zu glauben scheinen, dass der arabisch-israelische Konflikt das Epizentrum der Weltnachrichten seien. Als also Abbas vor kurzem mit Verweis auf die Juden sagte, es gebe „niemanden, der besser dabei ist Geschichte und Religion zu fälschen als sie“ und Gott höchstpersönlich zitierte, um die antisemitische Verleumdung zu untermauern, war das Schweigen der Medien ohrenbetäubend.

Die New York Times berichtete vom Treffen am 13. Dezember 2017, bei dem Abbas die Äußerung machte, entschied sich aber, der Antisemitismus eines Staatschefs sei nicht druckreif.

Die Times war da nicht allein. Die Washington Post, Associated Press, NPR, Reuters und die BBC waren ähnlich still zu Abbas‘ Vortrag antijüdischer Verse aus dem Koran, die er nutzte, um zu sagen, dass Juden die heiligen Schriften und die Geschichte fälschen.

Einen Monat später erhielten die Medien-Machtzentren eine zwei Chance. Am 14. Januar 2018 trat Abbas wieder ans Mikrofon und wieder rotzte er Gift über seine jüdischen Nachbarn in Israel. Abgesehen von der Verkündung des Todes des Oslo-Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern wies er die jüdische Verbindung zu Israel ab – „das hat nichts mit dem Judentum zu tun“ – und bestritt die Legitimität der jüdischen Präsenz im Land, bot wilde Verschwörungstheorien, um seinem palästinensischen Publikum zu erklären, warum die Juden überhaupt hier sind.

Zu den Erfindungen: Abbas behauptete, dass Oliver Cromwell, ein englischer Spitzenpolitiker des 17. Jahrhunderts, der der Idee wohlwollen gegenüber stand Juden zu erlauben wieder nach England wieder zu kommen, brütete sogar eine Verschwörung aus, um europäische Juden in den Nahen Osten befördern. Er behauptete, dass Juden in Europa nicht wegen ihrer Religion verfolgt wurden, sondern wegen ihrer „sozialen Funktion“. Er bestand darauf, dass der frühzionistische Anführer Theodor Herzl die Parole „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ prägte, um seinen angeblichen Wunsch zu vermitteln „die Palästinenser aus Palästina zu tilgen“. Er beschrieb ein „geheimes Treffen“ europäischer Führer Anfang des 20. Jahrhunderts, die fürchteten die arabische Welt sei bereit die europäische Zivilisation zu übernehmen; entwickelten einen Plan, um innere Kämpfe zu sähen, die die befürchtete Übernahme zu verhindern. Die Vertreibung und Flucht der Juden aus der arabischen Welt, darauf bestand Abbas, war insgesamt teil des Plans des israelischen Premierministers David Ben Gurion.

Die Juden selbst wollten nichts mit dem Land Israel zu tun haben, fuhr Abbas fort. „Selbst während des Holocaust wanderten sie nicht aus.“ (Fakt ist, dass arabische Führer die britischen Verwalter Palästinas unter Druck setzten jüdische Einwanderung zu verhindern und die Briten selbst währed und nach dem Holocaust dem weitgehend nachkamen. Der amerikanische Gesandte Earl G. Harrison berichtete 1945 an Präsident Truman, dass die meisten Juden in den Lagern für heimatlose Menschen „sofort nach Palästina evakuiert werden wollen“. Das Heilige Land ist „eindeutig die Wahl der meisten“ und „definitiv und vor allem die erste Wahl“, fügte er hinzu. Im selben Jahr kam ein Repräsentant des Roten Kreuzes zu dem Schluss: „Fünfundneunzig Prozent der jüdischen Flüchtlinge in Europa möchten nach Palästina auswandern.“)

Abbas behauptete auch, Israel betreibe Drogenschmuggel, um palästinensische Kinder zu schwächen und verteidigte Zahlungen an Terroristen in israelischen Gefängnissen.

Es überrascht nicht, dass nichts davon außerhalb der arabischen Welt besonders gut aufgenommen wurde. Tzachi Hanegbi, en Minister des israelischen Likud, kritisierte die Rede scharf als „gewürzt mit niederträchtigen antisemitischen Verschwörungstheorien und ist einer Führungskraft unziemlich“. Sein politischer Gegner, der israelische Oppositionsführer und Parteichef der Avoda, Avi Gabbay, bezeichnete Abbas‘ Worte als „massive Lügen voller Antisemitismus“.

Auch in den Vereinigten Staaten waren sich jüdischen Linke und Rechte weitgehend einig. JNS, das Jewish News Syndicate, berichtete, dass das pazifistische Israel Policy Forum Abbas‘ zweistündigen Vortrag eine „wirre Tirade“ bezeichnete und kam zu dem Schluss, jetzt sei es „unmöglich Abbas als einen realistischen Verhandlungspartner zu betrachten“. Abbas, fügte das Forum hinzu, „bestreitet weiter das Recht des jüdischen Volks au eine eigene Nationalbewegung“.

Eric Yoffie, ein linker, ehemaliger Leiter der Reforrnbewegung, bezeichnete die Rede als „ungeheuerlich, ignorant und für Juden und zivilisierte Menschen überall beleidigend“. Die Chefredakteurin des Forward, Jane Eisner, schrieb, dass Abbas‘ Rede „nicht abgetan, ignoriert oder gerechtfertigt werden kann“. Debra DeLee, die Präsidentin von Americans for Peace Now „verurteilte die von Abbas verwendete beleidigenden Sprache und besonders die inakzeptablen Verschwörungstheorien, die er wiederholte“. Selbst J-Street schaffte es zuzustimmen, dass weit verbreitete Verurteilung der Rede rechtfertigt werden kann.

Aaron David Miller, ein langjähriger US-Friedensunterhändler, nannte sie eine „verwirrte Rede“, die „sich in Antisemitismus drehte“ und Präsident Obamas Botschafter in Israel, Daniel Shapiro, nannte Elemente der Reede als „empörend“, „bizarre“ und „schändlich“; er kam zu dem Schluss, dass Abbas „aus dem Friedensgesprächsspiel raus ist“.

Der konservative Kommentator Jonathan Tobin argumentierte, dass „kein rationaler mensch Abbas‘ Tirade vom 14. Januar hören und immer noch glauben konnte, er habe ein Interesse an zwei Staaten oder Koexistenz“.

Liest man den Bericht der New York Times zur Rede, dann würde man aber die überwältigend negative Reaktion nie ahnen, die sie auslöste. Die Zeitung vermerkte, dass Abbas „die Administration Trump wütend angriff“, aber die Rede kam ansonsten als irgendwie moderat rüber.

Der Palästinenserführer „ging nicht so weit eine Alternative zu einer Zweistaatenlösung zu akzeptiere“, verkündete der Reporter David Halbfinger am Anfang des Textes, obwohl Abbas die Legitimität eines jüdischen Staats in der Region angriff, sowohl durch einen Angriff auf die Balfour-Erklärung, ein britisches Dokument, das die Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt unterstützte, und indem er Israel ein „kolonialistisches Unternehmen“ nannte, das „nichts mit dem Judentum zu tun hat“.

Halbfinger bestand dann darauf, dass Abbas „auch davor zurückscheute darauf zu drängen die Art provokativer Taten wie der Beendigung der PA-Sicherheitskooperation mit Israel zu beenden oder die Autonomiebehörde selbst aufzulösen“, was die Kosten der Besatzung für Israel erhöhen könnte und Offiziellen in Jerusalem und Washington erschüttern könne.“ (Der Zentralrat der PLO, vor denen Abbas die Rede hielt, schien eine andere Botschaft zu bekommen. Am folgenden Tag stimmte das von Abbas-Loyalisten beherrschte Gremium dafür zu empfehlen die Sicherheitskooperation mit Israel zu beenden.)

„Tatsächlich“, fügte der Reporter der New York Times hinzu, „schien Herr Abbas, der seine Verpflichtung zu Gewaltlosigkeit und den Terrorismus zu stoppen bestätigte, die Hoffnung auf eine Rückkehr zu Verhandlungen zu behalten.“

Erst im letzten Absatz des Artikels gab es einen Hinweis auf Abbas‘ wildere Anschuldigungen – und das Höchste, was die Zeitung dazu zu sagen hat, ist, dass sie die Zuhörer gelangweilt haben könnte:

Herr Abbas testete die Aufmerksamkeit seines Publikums mit einem langatmigen geschichtlichen Vortrag, der ins 17. Jahrhundert zurückging; er sagte, Oliver Cromwell hätte als erster vorgeschlagen europäische Juden ins Heilige Land zu schaffen, bevor er anfing den Zionismus bis zu dem nachzuverfolgen, was er die Bemühungen  des Journalisten des 19. Jahrhunderts und Aktivisten Theodor Herzl „die Palästinenser aus Palästina zu wischen“ nannte.

„Das ist ein koloniales Projekt, das nichts mit dem Judentum zu tun hat“, sagte Abbas. „Die Juden wurden als Mittel für das Konzept des verheißenen Landes benutzt – nennt es, wie immer ihr wollt. Alles ist erfunden.“

Ein langweilige „Geschichtsstunde“? Für eine Zeitung, die einen ganzen Artikel dem Fact-checking des israelischen Premierministers widmete, als der irrtümlich sagte, den Iranern wäre es verboten Jeans zu tragen und die einen israelischen Minister wegen „Verzerrens“ angriff, nachdem der eine (recht vernünftige) Vorhersage zum finanziellen Nutzen machte, den der Iran durch die Entlastung von Sanktionen haben würde, scheint der skeptische Umgang mit Abbas‘ absonderlichen Behauptungen und Theorien stillschweigende Zustimmung zu sein und ein falsches Signal für die Leser, dass die „Geschichtsstunde“ in Wirklichkeit echte Geschichte gewesen sein könnte.

CNNs Geschreibsel zu Arafats treffen war derweil noch weniger mitteilsam, was die üblen Details betrifft, wie CAMERA vor kurzem feststellte.

In solcher Gesellschaft war es bemerkenswert, dass The Atlantic am 21. Januar eine Story veröffentlichte, die das Thema nicht umging. Stattdessen war der Autor Grant Rumley geadeheraus und energisch in seiner Beschreibung von Abbas‘ Rede:

Letzten Sonntag hielt der 82-jähriger Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, eine Rede vor dem Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation. Über zwei schweifende Stunden entwickelte er antisemtische Redewendungen, untergrub die jüdische Verbindung zu israel und machte jeden von Oliver Cromwell über Napoleon bis Winston Churchill für die Gründung Israels verantwortlich.

Rumley erzähle auch das über Abbas, von dem nur allzu viele Journalisten es vorzögen, dass wir es vergessen:

In den letzten Jahren hat er israelische Rabbiner beschuldigt das Vergiften palästinensischer Brunnen zu unterstützen, behauptete Juden hätten Geschichte „erfunden“ und bestand darauf, dass er „das Jüdisch sein des Staates Israel niemals anerkennen wird“. Diese Spielerei mit Antisemitismus vergegenwärtigt seine umstrittene Doktorarbeit, in die die Zahl der Opfer des Holocaust verharmloste und andeutete es gebe eine Verbindung zwischen dem Zionismus und den Nationalsozialismus. Obwohl er später bezüglich der Behauptungen in seiner Dissertation zurückruderte, stellen seine aktuellen seine Ernsthaftigkeit infrage.

Abbas – der Mann, der mit dem Versprechen Präsident wurde, über öffentliche Diplomatie und Gewaltlosigkeit eine Einigung mit den Israelis zu erzielen – hat sich in einen Arafat verwandet, genau die Type, von der er versprach sie nicht zu werden. Es ist ein bemerkenswerter Absturz in Ungnade, den ein Führer vollzieht, der mit so großem Potenzial begann.

Es sollte nicht The Atlantic sein, der vorangeht, gewiss nicht so spät im Spiel. Nachrichten reporter sollten begriffen habe, dass von dem Tag an, als Präsident Abbas vor dreizehn Jahren seine vierjährige Amtszeit antrat, ihr Job nicht darin bestand den Palästinenserführer zu schützen, auch nicht die Idee zu propagieren, dass Abbas durch seine unverblümte Moderatheit der lebende Beweis für israelische Verantwortung für die Fortsetzung des Konflikts ist. Die Berichterstattung über Abbas‘ Rolle beim Schüren des Hasses ist nur allzu selten gewesen. Aber wenn ein verehrtes amerikanisches Magazin das kann, dann könnte es für den Rest noch Hoffnung geben.

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Verbeugt euch nicht vor der „Beeb“

Der Kollaps der Glaubwürdigkeit der BBC geht nicht nur die Briten etwas an

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 12. Februar 2004

Ein britischer Akzent hat etwas, das die Amerikaner weiche Knie bekommen lässt.

Nennen Sie es „Meisterwerk-Theatersyndrom“, ein Gebrechen, das tief in unserem intellektuellen und kulturellen Leben liegt. Es verursacht, dass viele von uns jeden anzuhimmeln, der ein „Sir“ vor dem Namen hat und ihn als jemanden anzusehen, der als aus Shakespeares „Zeremonien-Insel“ offenkundig jedem hier geborenen überlegen ist.

Diese dümmliche Anglophilie ist in den Künsten ein Problem und hat genauso Auswirkungen auf den Journalismus. Insbesondere der Ruf der British Broadcasting Corporation beruht mehr auf diesem Pseudo-Snobismus als den tatsächlichen Referenzen des mächtigen internationalen Fernseh- und Radio-Netzwerks.

Wie alle Mythen gründet sich die aufgeblähte Reputation der „Beeb“, wie die BBC manchmal in Großbritannien genannt wird, auf ein Stück Wahrheit. In Großbritannien wurde der regierungseigene Sender einmal als unparteiische Quelle angesehen, die sich von der überaus einseitigen englischen Presse abhob. Der Respekt und die Zuneigung, mit der das Netzwerk in der ganzen Welt betrachtet wird, gründen sich auch auf seine historische Rolle im Zweiten Weltkrieg als das Organ der freien Welt für das besetzte Europa.

Eine Lüge senden

Das ist aber lange her. Die BBC ist nicht länger die einzige Nachrichtenquelle der Welt. Und der einst unparteiische Ton ihrer Radio- und Fernseh-Nachrichten ist genauso tot wie Winston Churchill.

Alle Zweifel über diese Wendung wurden Anfang des Monats ausgelöscht, als eine Kommission, mit dem Auftrag eine kontroverse BBC-Nachricht zu untersuchen, entschied, dass das Netzwerk Informationen ausgab, von denen es wusste, dass sie falsch waren.

Die Erkenntnisse der Hutton-Kommission enthüllten, dass BBC-Reporter Andrew Gilligan wissentlich die Lüge sendete, die britische Regierung habe Informationen gefälscht, was dann an anderer Stelle ausführlich aufgewärmt wurde. Der Hauptpunkt zur Story ist, dass Gilligans Lügen von seiner eigenen Gegnerschaft zu Premierminister Tony Blair und dem Krieg im Irak inspiriert waren. Noch wichtiger war die Tatsache, dass die Führung der BBC nicht bereit war die Unzulänglichkeiten des Netzwerks zu untersuchen, bis sie durch öffentlichen Druck dazu gezwungen wurde.

Aber das ist längst nicht das einzige Beispiel für Befangenheit der Beeb. In ihrer Berichterstattung über Israel hat das Netzwerk bewiesen, dass einseitige Berichterstattung wie die von Gilligan eher die Regel als die Ausnahme ist. So, wie es keine redaktionelle Kontrolle oder Entschuldigung der BBC zu ihrer Verleumdung von Blair gab, gab es auch keine, als eine BBC-Dokumentation den israelischen Premierminister Ariel Sharon fälschlicherweise des Begehens von Kriegsverbrechen beschuldigte. Sie ruderte auch nicht zurück, als eine weitere BBC-Produktion fälschlich sagte Israel benutze Giftgas gegen die Palästinenser.

Diejenigen, die daran gewöhnt sind, sich über die Behandlung Israels durch die amerikanischen Medien zu beschweren, müssen verstehen, dass im Vergleich zur BBC selbst die krassesten hiesigen Täter kleine Fische sind.

Diese Einseitigkeit ist in allen Einzelheiten durch Quellen wie die „Beeb Watch“ des britischen Daily Telegraph (www.dailytelegraph.co.uk) und durch Medienbeobachtungs-Organisationen wie CAMERA (www.Camera.org) und HonestReporting.com dokumentiert worden. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass BBC-Nachrichtensendungen im Ton wie in der Substanz routinemäßig Geschichten herunter spielen, die Terrorangriffe gegen Israelis zeigen und sich statt dessen auf eine inflationierte Berichterstattung über die leidenden Palästinenser konzentrieren. Bei der BBC stehen Israels Legitimität und sein Existenzrecht immer zur Debatte (obwohl seine Verteidiger selten an dieser Debatte teilnehmen können), während das Recht der Palästinenser, ihren Terrorkrieg zu führen, selten in Frage gestellt wird.

Aber der Zusammenbruch der Fassade der Integrität der BBC betrifft nicht nur die Briten. Die BBC in inzwischen in den Vereinigten Staaten über Satelliten-Fernsehnetzwerke und die Nutzung des World Service der BBC über mit dem National Public Radio (NPR) verbundenen Radiosender verfügbar.

Hier in Philadelphia z.B. wird NPR über den öffentlich geförderten Sender WHYY-91 FM gehört; das ist ein reiner Nachrichtensender, der – wie alle an NPR angeschlossenen – von der Regierung subventioniert wird und individuelle Spenden von Hörern erhält. WHYY hat kürzlich den Anteil der BBC ausgedehnt, von den Stunden nach Mitternacht auch auf die Frühsendung um 5 Uhr, sowie die Berufsverkehrs-Nische um 9 Uhr.

NPR ist selbst wegen seiner frisierten Nahost-Berichterstattung ins Feuer geraten, aber die Hinzufügung von BBC-Sendungen und die darin zu findende Geringschätzung Israels, die oft an Antisemitismus grenzt – sie treiben die Besorgnis bezüglich der NPR-Sender in neue Höhen.

Schlechter Rat

Wie sollten wir auf dieses Problem reagieren? Wie sich zeigt, haben unsere englischen Cousins uns ein gutes Beispiel dafür gegeben, was nicht funktioniert. Englands Oberrabbiner Jonathan Sacks wurde vor Kurzem angegriffen, weil er die BBC gegen Vorwürfe der einseitigen Berichterstattung gegen Israel verteidigte, obwohl er selbst schon einmal eine Delegation von Rabbinern anführte, die sich dort gegen diese Berichterstattung beschwerte. Sacks erklärte in einer Kolumne in der Jerusalem Post, was gebraucht werde sei nicht lauter Protest, sondern ruhige Stimmen, die die Medien diplomatisch bilden könnten.

Sacks hat Recht damit, dass die pro-Israel-Vertreter nicht voreilig loslegen sollten. Aber wenn er uns warnt, dass wütende Juden, denen die Verdrehungen zu viel werden, nicht wissen, wie sie den Lords der BBC gegenüber das Englisch der Queen sprechen sollen, dann offenbart sich, dass er den Protest abwürgt, statt ihn in die richtige Richtung zu lenken.

Statt einer kraftvollen Antwort riecht sein Artikel nach einem älteren, diskreditierten jüdischen Muster. Die Zeit ist lange vorbei, in der wir uns auf jüdische Prominente – wie Rabbi Sacks – verlassen sollten, die persönlich Fairness einfordern, wenn wir uns Vorurteilen gegenüber sehen.

Amerikanische Hörer – und Spender – des öffentlichen Radios sollten diese Sender wissen lassen, was genau sie wegen ihres zunehmenden Gebrauchs der BBC fühlen. Wir müssen uns von unserem „Meisterwerktheater-Syndrom“ befreien, das geholfen hat, diese vermeintlich hoch moralischen Sendern geholfen haben, die Fälschungen der BBC in unsere Gemeinden einzuschleusen.

Unsere Stirnfalten in Richtung ihres arroganten Akzents zu ziehen, wird nicht funktionieren. Wir müssen der BBC und ihren amerikanischen Mittelsmännern sagen, dass wir ihre antiisraelischen Verfälschungen nicht wieder – über Steuerdollars oder Einzelspenden – subventionieren wollen.

Die Medien, der Terror und die Terminologien

Nahost-Focus 13. März 2002 (heute nur noch hier)

Der Terrorkrieg gegen Israel hat in den letzten Wochen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Inzwischen gehören Bombenanschläge, Schiessereien an israelischen Bushaltestellen und Selbstmordattentate in vollbesetzten Restaurants zum traurigen Alltag in Israel. Nur die „schlimmsten“ Anschläge sind für die Medien noch berichtenswert.

Auch der Blickwinkel ist oft verräterisch: Israelische Panzer und Soldaten, deren Gewehrmündungen in Richtung Kamera zeigen. Eine Verteilung der „Gut-Böse-Rollen“ ist hier schon vorprogrammiert. Die spontane Solidarität stellt sich bei vielen Außenstehenden unterbewusst mit der palästinensischen Seite ein.

Auch durch die Wortwahl der Medien werden die Rollen meist noch vor Bekanntgabe der Informationen festgelegt. So zum Beispiel:

„Die israelische Armee ist heute in Gaza einmarschiert und tötete 24 Palästinenser“am 12.3.2002 in den Nachrichten des Fernsehsenders N-TV.

Die Tagesschau betitelte ihre erste Nachricht am selben Tag noch griffiger: „Israel richtet Blutbad in Gaza an.“

Kein Wort darüber, das es sich bei den 24 Palästinensern um Bewaffnete handelte, die Feuergefechte mit israelischen Soldaten begannen und in Folge dieser Schusswechsel ums Leben kamen. Auch kein Wort über die Gründe des Einmarsches: das Auffinden von bewaffneten Terroristen sowie von Sprengstoff- und Raketenwerkstätten. Auch kein Wort darüber, dass die Aktionen von der israelischen Armee im Voraus angekündigt werden, um Zivilisten die Möglichkeit zu geben sich in Sicherheit zu bringen.

Auch die folgende Schlagzeile impliziert einen berechnenden Tötungswillen israelischer Soldaten: „Israelische Granaten töten Kinder“ aus der Frankfurter Rundschau vom Januar 2002.

Eine ähnliche Wortwahl gab es nach den Anschlägen in Jerusalem, bei denen Dutzende Jugendlicher ums Leben kamen nicht.

Ankündigung vor Beschuss

Was ebenfalls immer wieder verschwiegen wird: der Beschuss von Gebäuden der palästinensischen Sicherheitskräften und der Autonomiebehörde durch die israelische Luftwaffe wird ebenfalls im voraus von der Armee angekündigt. Dies wird aus dem humanistischen Gedanken heraus getan, so viele Menschenleben wie möglich zu schonen. Dass es trotzdem regelmäßig zu Toten und Verletzten kommt liegt auch daran, dass es – sei es aus Berechnung oder Unfähigkeit – nicht zur vollständigen Evakuation der Gebäude durch die palästinensischen Behörden kommt.

Die israelische Armee ist außerdem angehalten, nicht als Erster zu schiessen, außer in Notwehr. Tut das ein Soldat doch, sei es aus Angst oder falscher Einschätzung der Situation, werden diese Fälle untersucht und es kann schwerwiegende Folgen für diesen Soldaten haben, bis hin zu Suspendierung oder Gefängnis.

Auch werden meistens Gummigeschosse eingesetzt, um auch so die Zahl der tödlichen Verletzungen so gering, wie möglich zu halten.

Diese Tatsachen sind den Palästinenser bekannt und werden von ihnen bewußt ausgenutzt. so z.B. durch das Positionieren von Molotowcocktails und Steine werfenden Kindern vor schiessenden Erwachsenen. Sie wissen genau, daß Israel sich dann sehr zurückhalten wird. Wenn aber dann Kinder getroffen werden, gibt es eine große internationale Entrüstung.

Der Wert des Lebens im Nahen Osten

Ebenso ist meist nicht bekannt, daß für Austausche von Gefangenen auf beiden Seiten höchst unterschiedliche Maßstäbe gelten. Israel bietet für israelische Soldaten in arabischen (z.B. libanesischen oder syrischen) Gefängnissen immer ein vielfaches (oft um den Faktor 10) seiner arabischen Gefangenen zum Tausch an. So z.B. war im Dezember letzten Jahres versucht worden, Libanon zu einem Gefangenenaustausch von drei israelischen Soldaten für 19 libanesische Gefangene zu überreden. Die Israelis waren bei einem Patroillengang auf der israelischen Seite der Grenze von der Hizbollah gekidnappt worden. Die Hizbollah zog es vor, die drei zu töten, anstatt 19 ihrer eigenen Leute frei zu bekommen. Normalerweise sind diese Zahlenverhältnisse noch extremer. Das gibt auch Aufschluß über den Wert des Lebens in der israelischen und in arabischen Gesellschaften.

Aus Terroristen werden Militante

Doch die deutsche Presse ist in ihrem vorgelegten Freund-Feind-Schema nicht alleine. Die britische Nachrichtenagentur BBC ist dafür bekannt, im Bezug auf den internationalen Terrorismus mit zweierlei Maß zu messen.

Als vor einigen Jahren am selben Tag Terroranschläge durch die IRA in London und durch die Hamas in Israel verübt wurden, sprach die BBC von einem „Anschlag irischer Terroristen in London,“ und einem „Anschlag militanter Palästinenser in Israel“. Diese Terminologie hält sich bis heute hartnäckig in der Nahost-Berichterstattung der BBC.

Ein Blick zu den französischen Medien bietet nichts besseres. Die staatliche französische Nachrichtenagentur AFP, welche die meisten französischen und europäischen Medien mit Informationen versorgt, berichtet auch heute noch in aller Ausführlichkeit von den palästinensischen Opfern israelischer Militäroperationen in den besetzten Gebieten. In französischen Fernsehsendern folgen Minutenlange Beiträge, in denen die Arbeit palästinensischer Sanitäter bis ins Detail gezeigt wird. Verletzte Palästinenser werden dabei von Kamerateams bis ins Krankenhaus begleitet. Ein auch nur annähernd gleicher Umgang mit den israelischen Opfern terroristischer Anschläge blieb bisher aus. Israelische Sanitäter huschen oft nur in kurzen Filmsequenzen über die Fernsehbildschirme.

Mangelnde Ausgewogenheit

Doch woran scheitert eine ausgewogene Nahost-Berichterstattung in den westeuropäischen Medien?

Alle großen Medienagenturen und Fernsehstationen unterhalten Korrespondenten in Israel, die frei und ungehindert berichten können. Die Beiträge dieser Mitarbeiter sind oft ausgewogen, und vermeiden eine unnötige Emotionalisierung ihrer Berichte. Dies entspricht den internationalen Richtlinien für eine objektive Berichterstattung. Diesen Korrespondenten ist allerdings die Arbeit in den palästinensisch kontrollierten Gebieten von den PA-Behörden nicht gestattet.

Journalisten und Kamerateams können in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) nicht ohne „palästinensischen Begleiter“ arbeiten. Auch in der Übermittlung ihrer Berichte unterliegen sie einer indirekten palästinensischen Zensur. So beschwerten sich AP und AFP mehrfach bei den PA-Behörden über Manipulationen und Bedrohungen ihrer Mitarbeiter durch Mitglieder der palästinensischen Sicherheitskräfte. Dies führte dazu, dass heute die meisten Berichte für die europäischen Medien von lokalen palästinensischen Journalisten und Kamerateams zusammengestellt werden. Das diese Berichte nicht objektiv und ausgewogen sein können, versteht sich von selbst.

In Anbetracht dieser Tatsachen kann es einen nicht verwundern, wenn der Informationsgrad vieler EU-Bürger im Bezug auf den Nahost-Konflikt Unvollständig ist. Laut Medienexperten hat die Palästinensische Autonomiebehörde in der Propagandaschlacht mit Israel einen haushohen Sieg davongetragen. Ein Sieg, der nicht nur Israel sondern auch die europäische Medien als Verlierer dastehen lässt, da sie ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind: der objektiven Berichterstattung über einen Konflikt, in dem beide Seiten ihren Schuldanteil tragen.

Von Zvezdan Kuhar und Oliver Kraigher

Kloppe

Was Charlottesville noch bewirkt hat:

Und mir nichts, dir nichts
redet keiner mehr von Russland.

Aber jetzt geht es wirklich jedem an den Kragen:

Dabei war der nicht mal im Bürgerkrieg. (Wer ihn nicht kennt: Das ist Colonel Sanders, der Erfinder von Kentucky Fried Chicken.)

Vergleichen wir mal – wann sind die Dinger dran? Schließlich sind sie riesige Monumente der Sklaverei:

Google hat diese Woche einen Mitarbeiter geschasst, der nicht die Meinung der Eliten teilt.

Suchen wir mal auf Google nach „Gedankenvielfalt“. Dann kommt vermutlich „Gedankenverbrechen“ bei raus:

Linke Hysterie-Themen:

Sie wollen Faschismus unterdrücken? Na ja…

Obama, der Superpräsi:

2008 versprach Obama Amerika fundamental zu verändern. Das Vorher und das Nachher sehen so aus:

Und wir sollten nicht vergessen, wer die Sauerei mit Nordkorea hinterlassen hat:

Obamedien:

Die zwei Hauptabteilungen der Qualitätsmedien: die Abteilung, die Nachrichten sammelt und die Abteilung, die aussucht, wie Trump beschuldigt wird.

Charlottesville, Trump/Konservative und die Medien:

Und sie schreiben Trump runter und runter und runter – und haben Meinungsumfragen dazu. Das Problem:

Holzfäller: Ich bin die [Schimpfwort] New York Times
und du kannst auf keinen Fall da oben sein!!

Macht aber nichts, sie nutzen die nationalen Krisen (oder was sie dafür halten), um Trump zu beschuldigen:

Trumps Fehler!

Das hier wird von Obamedien mit Sicherheit als falsche Gleichsetzung eingestuft werden:

Sind Kommunisten schlecht? Ja.
Sind Nazis schlecht? Ja.

Der Donald:

… und sein Umgang mit der Presse:

Noch irgendwelche Fragen?

Eine andere Meinung dazu, wie Trump mit dem Problem mit Nordkorea umging:

Kim: Okay, lass uns auf ein Remis einigen

Die unterdrückte Antisemitismus-Dokumentation aus historischer Perspektive

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die anfangs von dem öffentlich-rechtlichen und von der EU subventionierten, deutsch-französischen Fernsehsender arte unterdrückte Dokumentation über europäischen Antisemitismus passt durchaus in eine lang andauernde europäische Geschichte des Verbergens von Informationen über Antisemitismus und diejenigen, die ihn begehen. Drei extreme solche Fälle seit Beginn dieses Jahrhunderts, die unten diskutiert werden, veranschaulichen ein weit allgemeineres Phänomen.

Nach Beginn der zweiten palästinensischen Intifada im Herbst 2000 gab es in Westeuropa einen großen Ausbruch von Antisemitismus. Das erste Land, in dem sich das manifestierte, war Frankreich. Viele der gewalttätigen antisemitischen Vorfälle waren von Muslimen verursacht. Die damalige sozialistische Regierung von Premierminister Lionel Jospin wollte die Tatsachen nicht eingestehen, ganz zu schweigen davon die Gemeinschaft der Haupttäter zu identifizieren.

Der französische Soziologe Shmuel Trigano berichtete, dass antisemitische Gewalt mehrere Monate lang weitgehend weder von der Presse noch von den Behörden berichtet wurde. Die Polizei stufte die Vorfälle als „Rowdytum“ ein.[1] Wir können heute nachvollziehen, dass in diesen Jahren die mentale Infrastruktur für die beträchtliche Emigration französischer Juden während der letzten Jahre geschaffen wurde.

Ein weiterer wichtiger Fall, der dieselbe „Politik des Versteckens der Wahrheit“ verdeutlicht, ereignete sich, als das Europäische Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) – eine Organisation der EU – 2002 die damals 15 EU-Mitgliedstaaten aufforderte antisemitische Gewalt und Ansichten zu melden. Die von der EUMC abgerufenen Informationen wurden an das ZfA weitergeleitet, das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin; es hatte den Auftrag die Daten zu analysieren.

Die amerikanische Forscherin Amy Elman analysierte in ihrem Buch The European Union, anti-Semitism and the Politics of Denial[2], wie dieses Thema sich entwickelte. Sie sagte in einem Interview: „Das ZfA vollendete seinen Bericht im Oktober 2003. Es stellte fest, dass gewalttätige Angriffe auf Juden oft aus ansteckendem Antizionismus des gesamten politischen Spektrums entstanden. Darüber hinaus ermittelte es junge Muslime arabischer Herkunft als Haupttäter physischer Angriffe auf Juden sowie der Schändung und Zerstörung von Synagogen. Viele waren selbst Opfer von Rassismus und sozialer Ausgrenzung.“[3]

Die EUMC entschied sich den Bericht des ZfA nicht zu veröffentlichen. Es wurde behauptet, dass er nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war. Das ZfA reagierte damit, dass die regelmäßige Erwähnung muslimischer Täter von Antisemitismus und antizionistischen Angriffen das war, was die EUMC verschreckte. Das ZfA machte zudem öffentlich, dass die EUMC wiederholt dazu gefordert hatte die Befunde zu ändern, was es abgelehnte.

Dieses Ausrangieren des Berichts und die Reaktion des ZfA führten zu einem Skandal. Der World Jewish Congress veröffentlichte schließlich den unveränderten ZfA-Bericht im Internet. Im April 2004 gab die EUMC eine ausführlichere Studie zu Antisemitismus aus, der weitgehend auf dem ZfA-Bericht gründete. Obwohl er länger war, erwähnte er kaum irgendwelche Täter, womit die vielen Fälle muslimischen und linken Antisemitismus versteckt wurden.[4]

2012 wurde von Israels Fernsehsender Kanal 10 eine vierteilige Sendung namens Allah-islam, die Verbreitung des Islam in Europa ausgestrahlt. Der israelische Journalist Zvi Yehezkeli gab sich in Europa als Palästinenser aus. Er filmte die muslimischen Ghettos in einer Reihe europäischer Länder. Die Sendung konzentrierte sich auf Gewalt, Drogen und Waffenbesitz sowie andere kriminelle Aktivitäten, die in Teilen der muslimischen Gemeinschaften vorkommen.

Yehezkeli erwähnte den religiösen Fanatismus, die Einschüchterung von Muslimen mit anderer Meinung, die Diskriminierung von Frauen und Ehrenmorde. Er widmete auch dem weit verbreiteten Antisemitismus in diesen Gemeinschaften Aufmerksamkeit. Die seltenen europäischen Fernsehsendungen, die solche Themen diskutierten, behandelten in der Regel ein paar wenige bestimmte Probleme mit Bezug auf muslimische Gemeinschaften in einem einzelnen Land.

Nachdem von Kanal 10 die gesamte Serie ausgestrahlt worden war, kam ein belgischer Journalist, um mich dazu zu interviewen. Meine erste Reaktion war, dass in den Jahren davor solche Dokumentationen von einer Vielzahl von Sendern in europäischen Ländern hätten erstellt werden sollen. Dann wäre es logisch gewesen, wenn Kanal 10 eine davon gekauft, hebräische Untertitel eingefügt und diese gesendet hätte. Ich vermerkte, dass es bezeichnend sei, dass Kanal 10, da es keine solchen Sendungen gab, keine andere Wahl gehabt hatte, als beträchtliche Geldsummen in die Produktion der eigenen Serie zu stecken.

Ich sagte auch, die Tatsache, dass von europäischen Sendern keine solchen Dokumentationen erstellt wurden, zeigte, dass viele problematische Fragen mit Teilen der muslimischen Gemeinschaften unter den Teppich gekehrt würden. Der Interviewer stimmte mir zu. Er fügte an, dass seinen Bossen wahrscheinlich nicht gefallen würde, was ich sagte. In der Tat brachten sie das Interview nicht.

artes ursprüngliche Entscheidung, die von den deutschen Produzenten Joachim Schröder und Sophie Hafner erstellte Dokumentation Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa zu unterdrücken, setzt dieses Muster fort. Der öffentlich-rechtliche Sender WDR, über den arte die Dokumentation in Auftrag gegeben hatte, zögerte weiter sie zu senden.

Diesmal war das Ergebnis der Unterdrückung von Informationen zu Antisemitismus ein Rohrkrepierer. Die BILD stellte die Dokumentation 24 Stunden lang ins Internet. Hunderttausende sahen sie sich an diesem Tag an. Heute ist sie auf YouTube zu finden.[5] Danach revidierte der WDR seine Entscheidung und beschloss den Film auszustrahlen.[6]

All das wird wahrscheinlich der Anfang einer internationalen Karriere der Dokumentation sein. Das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles hat bereits angekündigt, dass es den Film mit englischen Untertiteln in seinem Toleranz-Museum in Los Angeles zeigen will.[7]

[1] www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[2] Die Europäische Union, Antisemitismus und die Politik des Leugnens

[3] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/15697

[4] ebenda

[5] http://www.youtube.com/watch?v=I0ffyhZ2_TE

[6] http://www.lepoint.fr/societe/arte-diffusera-un-documentaire-sur-l-antisemitisme-initialement-refuse-20-06-2017-2136807_23.php

[7] http://www.huffingtonpost.com/entry/how-the-documentary-chosen-and-excluded-the-hate_us_5947bf51e4b0d188d028001b

Ja, Fotos lügen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 22. Juni 2006

Als eine Explosion an einem Strand des Gazastreifens diesen Monat einige Palästinenser tötete, dachten die internationalen Medien nicht einen Moment nach, recherchierten oder stellten Fragen zum Vorfall. Sie stürzten sich drauf. Auf Israel.

Während das Bild eines Mädchens, das über der Leiche ihres toten Verwandten trauerte, weltweit verbreitet wurde und auf die Titelseiten von Zeitungen wie der New York Times kam, gab es wenig Zweifel darüber, wer für ihr und das Leid aller Palästinenser verantwortlich zu machen war: die israelischen „Besatzer, deren Brutalität einmal mehr das Leben arabischer Unschuldiger gefordert hatte.

Das einzige Problem dieser Story wie so vieler anderer, die diesem Konflikt entstammen, ist, dass ihre Grundannahme nicht richtig ist. Granatensplitter, die einigen der bei dem Vorfall Verwundeten entnommen wurden, die in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden, und weitere Faktoren zeigten, dass die israelischen Streitkräfte nicht verantwortlich waren.

Aber die Fakten zählten selbst einige Tage später wenig, als die leichtgläubigen Medien die üblichen, schrillen Vorwürfe von Palästinenser-Sprechern und ihre linken Verbündeten aus Nichtregierungs-Organisationen zu Israel vor Ort für bare Münze nahmen.

Die Wahrheit spielt keine Rolle

Der Kontext dieser Story, der eine palästinensische Qassam-Raketenoffensive gegen israelische Städte war, von Territorium das der jüdische Staat im letzten Sommer verlassen hatte, wurde weit gehend ignoriert. Dass die Auseinandersetzungen selbst ein direktes Ergebnis der Entscheidung eines Teils der Palästinenserführung war, weiter Gewalt auszuüben statt Friedensverhandlungen zu führen, ging im Aspekt des „menschlichen Interesses“ der palästinensischen Opfer verloren.

Seit sie Israel als prinzipiell im Unrecht befindlich verstanden, selbst wenn es Orte beschoss, von denen Raketen auf sein Territorium abgeschossen wurden, scheinen viele in den Medien zu handeln, als sei es in Ordnung den Mythos auf Kosten der Wahrheit zu verbreiten.

Klingt das alles bekannt? Sollte es. Die Story vom Strand von Gaza war nur die jüngste Wiederholung desselben Szenarios, das wir alle schon gesehen haben. Wir hatten dasselbe, als ein palästinensischer Junge namens Mohammed al-Dura angeblich von israelischen Scharfschützen in den Armen seines Vaters am Beginn der zweiten Intifada im Herbst 2000 ermordet wurde, während er in Wirklichkeit durch palästinensisches Gewehrfeuer getötet wurde.

Und dasselbe Szenario wurde im Frühjahr 2002 gespielt, als viele in den Medien die Lüge über ein Massaker an arabischen Zivilisten in Jenin während einer Gegenoffensive der israelischen Armee nach einer Welle palästinensisch Selbstmord-Bombenanschläge kauften. Selbst die UNO musste schließlich akzeptieren, dass auch dies falsch war.

Warum passiert das immer weiter? Wie kommt es, dass die Bilder und die Fakten so weit von einander entfernt zu sein scheinen, wenn es um Israel geht? Für eine glaubwürdige Antwort auf diese Fragen gibt es keine bessere Stelle zum Nachsehen als ein Buch, das letztes Jahr mit wenig Tamtam vorgestellt wurde: „The Other War: Israelis, Palestinians and the Struggle for Media Supremacy“ (Der andere Krieg. Israelis, Palästinenser und die Kampf um die Vorherrschaft in den Medien) der Journalistin Stephanie Gutmann.

Gutmann, deren Buch von den meisten Mainstream-Medien wie nicht anders zu erwarten ignoriert wurde, verbrachte die meiste Zeit der zweiten Intifada als Mitglied der arbeitenden Presse und sah aus der Nähe, wie sich alles abspielte. Das Ergebnis ist ein schlankes Buch, das ein Lese-Muss für jeden ist, der verstehen möchte, warum so viele in den Medien dieselben Fehler immer und immer wieder begehen.

Wie Gutmann berichtet, ist im Alter des 24/7-Nachrichtenzyklus des Internet und reiner Nachrichten-Kanäle im Fernsehen der Einsatz in dieser Sache nie höher gewesen. „Wenn du die Weltmedien dominieren kannst und die Meinung der Welt auf deine Seite ziehst“, schreibt sie“, kannst du deinen Feind besiegen.“

Das ist eine Weisheit, von der sie sagt, dass „ein Meister der Manipulation der Medien“ wie der verstorbene Yassir Arafat nur zu gut verstand. Und mit 350 dauerhaft in Jerusalem anwesenden Auslands-Nachrichtenbüros, die jeden Tag bis zu 900 Artikel produzieren, gibt es eine Menge Medien, die man manipulieren kann. Diejenigen, die bereit waren die Lüge über Gaza, al-Dura oder Jenin zu glauben, machten das, weil sie glauben sie würden den Konflikt begreifen, denn „sie vertrauen der BBC und der Times“ und denken: „Die Bilder, die sie auf CNN sehen, lügen nicht.“

In ihrer Einleitung erklärt Gutmann: „Ich habe dieses Buch geschrieben, weil die Menschen offensichtlich daran erinnert werden müssen, dass Bilder lügen – Die zweite Intifada wurde der Öffentlichkeit als Serie von Bildern erklärt – Bilder, die uns nicht die Wahrheit bringen.“

Der gesamte Kurs des palästinensischen Terrors gegen Israel, der die letzten Jahre wütete, gründete darauf die Medien zu benutzen, um die Unterstützung Israels Zuhause wie im Ausland zu untergraben. In der Tat, schreibt sie, „ist es unmöglich eine Analyse der zweiten Intifada von der Medienberichterstattung zu trennen“. Der Punkt ist: Hat eine Seite erst einmal ihre Sichtweise als die von Reportern und Redakteuren akzeptierte etablieren können, ist nicht wirklich wichtig, was tatsächlich passierte.

Das klassische Beispiel dafür war ein gefeierter Fehler der New York Times, bei dem die Zeitung ein Bild von Associated Press abdruckte, von dem gesagt wurde es zeige einen israelischen Soldaten, der auf dem Tempelberg einen blutenden palästinensischen Jugendlichen verprügelt. Wie die Times herausfinden musste, war der Jugendliche in Wahrheit ein amerikanischer Jude, der von Arabern angegriffen wurde. Der Soldat, von dem den Lesern der Times erzählt wurde, dass er den Jungen prügelte, war in Wirklichkeit ein israelischer Polizist, der ihn vor dem Mob rettete, der ihn lynchen wollte.

‚Freud’sche Fehlleistung“

Auf der Suche nach einer Erklärung für diesen schlampigen Journalismus vergleicht Gutmann den Fehler mit einer „Freud’schen Fehlleistung, die etwas über die Zeitung verrät: die Vorurteile und Annahmen zum Konflikt, die das Denken der meisten Redakteure bestimmt.“

Jeder dieser symbolischen Taktlosigkeiten, die die tollpatschige Behandlung des Konflikts durch die Mainstream-Medien kennzeichnen, widmet Gutmann ein Kapitel. Darin zerlegt sie die al-Dura-Story, den Jenin-Mythos, wie auch die furchtbare Geschichte des Versagens des größten Teils der Medien über den Lynchmord an zwei israelischen Soldaten durch einen palästinensischen Mob in Ramallah zu berichten.

Selbst wenn sie mit offensichtlichen Manipulationen zur Produktion von Gräuelgeschichten über die Israelis konfrontiert wurden oder mit der Wahrheit über palästinensische Terrortaktiken, zogen es viele Journalisten bei ihrer Arbeit in Jerusalem vor die falschen Mitteilungen der Palästinenser als glaubwürdig zu behandeln. Und sie verachteten ehrliche Israelis. Sogar dann, wenn sich die Beweise direkt vor ihrer Nase befanden.

Gutmann gibt weiter, dass ein europäischer Reporter ihr gegenüber gestand, er würde die Geschichte eines Selbstmord-Bomberjungen nicht berichten, der gefangen genommen wurde, bevor er seine Bombe zünden konnte, weil er das Gefühl hatte, dass „die Israelis versuchten das auszuschlachten“. Die Ausnutzung eines Kindes, das die Palästinenser als Menschenopfer zu benutzen versuchten, schien ihn nicht zu beunruhigen.

Gutmann schließt mit einer hoffnungsvollen Bemerkung, in der sie voraus sagt, dass Blogs und alternative Medienquellen das „imperiale Medienmonopol“ untergraben und Verantwortlichkeit in einen Berufsstand bringen, der diese verzweifelt benötigt.

Ich hoffe, sie hat recht, aber angesichts der Art, wie antizionistische und antiamerikanische Verschwörungstheorie-Bekloppte diese alternativen Ressourcen nutzen, um die Wahrheit genau so stark zu untergraben wie die Lügner von Jenin, teile ich diesen Optimismus nicht.

Inzwischen würden die allgemeine Öffentlichkeit und die Journalisten gut daran tun ihre warnende Erzählung einer Geschichte zu lesen, die weiterhin falsch aufgefasst wird – und sie todernst zu nehmen.

„Funkhaus Wallraffplatz“, 09.03.2002

Am 9.3.02 wurde in der Sendung „Medien im Gespräch“ eingeladen, mit zwei Korrespondenten des WDR über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten zu diskutieren. Ich bin zwar durch gekommen, wurde aber nicht zurück gerufen. Daher eine Hörer-Reaktion an den WDR:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Samstag luden Sie in Ihrer Sendung „Funkhaus Wallraffplatz“ zu einer Diskussion über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten ein. Nachdem mich ein Freund auf den heutigen Inhalt Ihrer Sendung aufmerksam gemacht hat, habe ich sie eingeschaltet und mich auch bei Ihrer Aktions-Hotline gemeldet. Leider wurde ich nicht zurück gerufen. Deshalb hier eine ausführliche Stellungnahme zu den Dingen, die in dieser Sendung Thema waren und besprochen wurden.

Grundsätzlich halte ich Ihre Berichterstattung über Israel für absolut einseitig zugunsten der Palästinenser. Die Sendung hat das einmal mehr belegt. Die Auswahl Ihrer Gesprächspartner am Telefon spricht für sich – es handelte sich weitgehend um Menschen, die die von Ihnen verbreiteten Berichte und Positionen als gut oder zu wenig gegen Israel gerichtet ansehen. Die wenigen Stimmen, die sich kritischer in der anderen Richtung äußerten, sind sehr harmlos gewesen. Ich weiß von mindestens zwei Personen, die weitaus mehr dazu beigetragen hätten, die von Ihnen aber nicht zurück gerufen wurden. Warum? Haben die bei ihrem Anruf so gute Argumente gebracht, dass ihre Korrespondenten dem nicht hätten Stand halten können? Eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit Ihres Senders war also nicht wirklich erwünscht.

Frappierend war der Inhalt der Gespräche. Es sollte ja wohl um die Berichterstattung aus dem Nahen Osten gehen. Ihre Korrespondenten haben ihre jeweilige einseitige Haltung klar zum Ausdruck gebracht, als sie die Palästinenser ausschließlich als das unterdrückte und seiner Rechte beraubte Volk darstellten. Von dieser Position gehen sie aus und das bestimmt ihre Berichterstattung. Sie waren wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass eine „neutrale“ Berichterstattung nicht möglich ist. Aber sie behaupteten immer noch, ausgewogen zu berichten. Ich widerspreche dem.

Ihre Korrespondenten – wie auch die von Ihnen zugelassenen Hörer/Anrufer – haben sich praktisch ausschließlich mit israelischen „Verbrechen“ bzw. „Untaten“ befasst. Premierminister Sharon wurde massiv für die Zustände verantwortlich gemacht. Die Massaker der Falangisten von 1982 wurden wieder aufgeführt. Es wurde von israelischen Maßnahmen gegenüber der Presse geredet. Alles ausschließlich negativ bis auf die Tatsache, dass in Israel Pressefreiheit herrscht (dass das auf palästinensischer Seite anders aussieht, wurde nicht einmal angedeutet!). Abgesehen davon, dass die Widerrechtlichkeit der israelischen Maßnahmen gegenüber den Palästinensern nicht gegeben ist, gibt es gewichtige Gründe für das, was Israel in den letzten 35 Jahren getan hat – Gründe, die einer Überprüfung durchaus stand halten!

Aber diese Gründe wurden geflissentlich außen vor gelassen.

Ihre Korrespondenten behaupteten, es sei kaum noch möglich mehr zu tun als die Toten auf beiden Seiten zu zählen. Das spiegelt sich leider in Ihrer Berichterstattung generell. Nur: Es ist nicht wahr. Die Zusammenhänge, unter denen Menschen umkommen/getötet werden, können durchaus – auch in sehr kurzen Meldungen – dargestellt werden. Sie unterlassen dies aber.

Von Ihren Korrespondenten wurde – nicht nur in dieser Sendung – nicht ein einziges Wort dazu gesagt, welche Verantwortung die Palästinenser an der Situation tragen. Dem überkritischen Umgang mit Premierminister Sharon auf der einen Seite steht ein völliges Auslassen der Person Arafats und seiner Verbrechen gegenüber. Dass dieser Vater des Terrorismus sich in den letzten 40 Jahren nicht einen Millimeter auf Israel zu bewegt hat, es sei denn aus taktischem Kalkül, um eine bessere Ausgangsposition für den nächsten Schlag zu bekommen, findet bei Ihnen und den beiden Herren keinerlei Erwähnung. Dass Israel mit Kontrollen Attentaten vorbeugen MUSS, wird verschwiegen (statt dessen werden sie als Unterdrückungsmaßnahme gebrandmarkt). Dass die Nervosität der israelischen Soldaten an den „Grenzübergängen“ durch palästinensische Übergriffe ohne Ende verursacht und sicher gerechtfertigt ist, fällt unter den Tisch. So, wie Ihr Korrespondent sich ausdrückte, könnte man meinen, das liege an der Schießwütigkeit der Soldaten!

Sie zählten auf, dass Israel Verpflichtungen aus Verträgen nicht nachgekommen sei. Dabei plappern Sie die palästinensische Propaganda nach – merken Sie das überhaupt? -, die es inzwischen geschafft hat, dass die eigenen Verpflichtungen bezüglich dieser Verträge unter den Tisch fallen gelassen werden. Eine ausgewogene Berichterstattung – und ein ausgewogenes Gespräch in Ihrer Sendung – hätte das mit aufrollen müssen. Dazu waren Sie aber offensichtlich nicht bereit – weder ihre Korrespondenten noch die Personen, die die Anrufer durchgestellt haben.

Wo bleibt da Ihr Versuch der Ausgewogenheit? Er ist schlichtweg nicht vorhanden!

Es wurde von einem Hörer auch die Auswahl der Gesprächspartner in der Berichterstattung angesprochen. Dieser sprach sich dafür aus, dass mehr Menschen wie Uri Avneri zu Wort kommen sollten. Ihre Korrespondenten wiesen richtigerweise darauf hin, dass Herr Avneri nur einen marginalen Anteil der israelischen Bevölkerung repräsentiert und es auch andere Gesprächspartner in genügender Auswahl gibt. Was dabei verschwiegen wird: Ihre israelischen Gesprächspartner – zumindest, soweit sie ihre Positionen ausführlich darlegen können, ohne dass man mit aggressiver Nachfragetechnik ihre Darstellung massiv in Frage stellt – sind zum größten Teil aus dem gleichen politischen Lager und unterstützen vor allem die Palästinenser.
Meine kritische Äußerung über die Auswahl der Gesprächspartner zum „Jahrestag“ des Beginns der derzeitigen Terror-„Intifada“ wurde von der Redaktion des WDR2-Mittagsmagazins mit dem stolzen Hinweis darauf beantwortet, dass man israelische Experten wie Uri Avneri und Moshe Zimmermann regelmäßig zu Wort kommen lässt. Deren einseitige, pro-palästinensische Haltung wird von Ihnen gerne und regelmäßig verbreitet, also nicht – wie Ihre Korrespondenten andeuteten – ihrem Einfluss angemessen. Wirkliche Darstellung der Regierungsposition ist beim WDR unverhältnismäßig stark unterrepräsentiert.

Insgesamt ist Ihre Berichterstattung unverhältnismäßig einseitig, denn sie fokussiert sich auf das Problem des Unterdrückers Israel gegen die unterdrückten Palästinenser. Die ideologische Gleichschaltung der Palästinenser, ihre systematische Aufhetzung gegen Israel und gegen den Frieden durch Arafats Propagandamaschine (Printmedien, Radio, Fernsehen) und Bildungssystem wird unterschlagen und nicht berücksichtigt. Die arabische Strategie, dem Westen gegenüber Friedensaufrufe zu verkünden, den eigenen Leuten gegenüber aber zum Jihad aufzurufen und das „Märtyrertum“ der Selbstmord-Terroristen zu verherrlichen, scheint Ihnen völlig zu entgehen. Damit erweisen Sie dem journalistischen Berufsstand alles andere als Ehre.