Ist es möglich die extreme Einseitigkeit der BBC einzudämmen?

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Der ehemalige israelische Botschafter in Großbritannien Zvi Shtauber, erzählte mir 2005 ein einem Interview: „Die BBC an sich ist ein Problem. Ich hatte über die Jahre endlose Gespräche mit ihnen. Ein Zuschauer, der sich über einen längeren Zeitraum bei der BBC über Israel informieren lässt, erhält ein verzerrtes Bild. Das kommt nicht von einer einzelnen Sendung hier oder da. Das ist das Resultat des Sendeverhaltens der BBC. Bei Berichten aus Israel wird gewöhnlich im Hintergrund der Tempelberg gezeigt, was den Zuschauern den Eindruck vermittelt, dass Jerusalem vorwiegend muslimisch ist.“ Shtauber fasste seine Bemerkungen zusammen, indem er sagte, es sei für ihn eine fast tägliche Aufgabe auf die Verfälschungen der BBC zu reagieren.[1]

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte hat es fortlaufend Beschwerden über die antiisraelische Einseitigkeit der BBC gegeben.[2] Es liegt mehr als genug Material für ein Buch darüber vor. CAMERA UK betreibt eine spezielle Beobachtungsseite, die sich auf die antiisraelische Voreingenommenheit der BBC konzentriert.[3]

Hier können nur ein paar der jüngsten Beispiele angeführt werden. Die ranghohe BBC-Producerin Rosie Garthwaite arbeitet an einer neuen Dokumentation, die israelisches Handeln in Ostjerusalem kritisiert. Sie hat bereits zugegeben in sozialen Medien unrichtige pro-palästinensische Propaganda zu verbreiten. Garthwaite löschte eine falsche Landkarten-Illustration von ihrem persönlichen Twitter-Konto, in der der angebliche Landverlust der Palästinenser an Israel enorm übertrieben wird. Sie wird zudem beschuldigt andere falsche oder umstrittene Behauptungen über Israel in sozialen Medien zu teilen. Garthwaite hat fälschlich suggeriert, der Gazastreifen habe nur eine Grenze und diese werde von Israel kontrolliert. Das ist nur eine Auswahl ihrer antiisraelischen Propaganda.[4]

Der ranghohe BBC-Journalist Nimesh Thaker nutzte das Twitter-Konto @notthatbothered, um Antisemitismus zu verharmlosen. Er wirbt für Extremisten wie Jackie Walker, die unter Jeremy Corbyns Vorsitz wegen ihres Antisemitismus aus der Labour Party ausgeschlossen wurde. Thaker nutzte zudem ein anonymes Konto bei den sozialen Medien, um einen Text gegen die jüdische Moderatorin Barnett zu unterstützen, nachdem diese über den persönlichen Einfluss von Antisemitismus auf ihr Leben sprach.[5]

Der jüdische Aktivist David Collier schrieb, dass man sich nicht mehr wundern müsse, dass der linken Randgruppe Jewish Voice for Labour bei der BBC so oft Sendezeit gegeben wird. Er fügte an, dass Leute wie Thaker die Nachrichten schreiben, die Millionen Menschen tagtäglich lesen und kam zu dem Schluss, dass nichts und niemand im Vereinten Königreich mehr Verantwortung für die Verbreitung des falschen antiisraelischen Narrativs tut als die BBC.[6]

So kann man immer weiter machen. Shtauber sagte: „Mehrere Schlüsselpositionen in der BBC sind von Linksextremen besetzt.“ Er erwähnte, dass die BBC ihre Werbung für Personal in der linken Tageszeitung The Guardian veröffentlicht.[7]

Bei so vielen parteiischen Journalisten überrascht es nicht, dass viele andere Fälle von Einseitigkeit – die nichts mit Juden oder Israel zu tun haben – vorkommen.[8] In der Vergangenheit gab es jedoch außer die BBC öffentlich zu kritisieren nichts, was man dagegen unternehmen konnte.

Frühere konservative Regierungen haben die Voreingenommenheit der BBC vernachlässigt. Die Situation könnte sich jetzt ändern. Im Juni ernannte die britische Regierung Tim Davie zum Generaldirektor der Gesellschaft. Er hat kritische Anmerkungen zur fehlenden Unparteilichkeit der BBC geäußert, die denen der vielen Kritiker ähneln. Bei einem Mitarbeitertreffen der BBC Anfang September sagte Davie: „Wenn du ein Meinungs-Kolumnist oder ein parteiischer Aktivist in den sozialen Medien sein willst, dann ist das eine zulässige Entscheidung, aber dann solltest du nicht bei der BBC arbeiten.“[9]

Die große Frage lautet: Kann ein Generaldirektor eine von tendenziösen Journalisten durchsetzte Gesellschaft wie der BBC umdrehen, sie in eine unparteiische verwandeln? Eine Möglichkeit wäre den etwa 50 Top-Managern zu sagen, dass sie gefeuert sind und ihnen die Option zu geben sich neu für einen der Posten zu bewerben. Sie müssten all ihr Material der letzten Jahre aus den sozialen Medien mitbringen. Unabhängige Forscher sollten ihre Arbeit bei der BBC untersuchen. Sie müssten aufgefordert werden ihre Einseitigkeit der Vergangenheit zu erklären und wie sie vorhaben diese in der Zukunft zu verhindern. Für Leute, deren linke Werte fast Teil ihres Blutkreislaufs sind, könnte das eine zu schwierige Aufgabe sein. Aus Prinzip sollte nicht mehr als die Hälfte von ihnen wieder eingestellt werden. Eine solche Methode ist jedoch in der demokratischen britischen Gesellschaft nicht zulässig.

Der britische Anwalt Trevor Asserson – der heute in Israel lebt – hat von 2000 bis 2004 eigenes Geld in vier gut dokumentierte Studien gesteckt, die sich mit der systematischen Einseitigkeit der BBC gegen Israel beschäftigen. Er kam zu dem Schluss, dass die Berichterstattung der BBC über den Nahen Osten von einer offensichtlichen Antipathie gegenüber dem Land infiziert ist. Diese verzerrte Medienberichterstattung schafft eine Atmosphäre, in der Antisemitismus aufblühen kann.

Asserson merkte an, dass das Monopol der BBC einem rechtlich bindenden Vertrat mit der britischen Regierung herrührt. Er definierte die fünfzehn rechtlichen Verpflichtungen der BBC gemäß ihrer Charta. Asserson zeigte dann viele Vorfälle, bei denen die BBC gegen mehrere der Vorgaben verstieß, in einigen Fällen sogar gegen die meisten.

Ein paar Beispiele der Ergebnisse Assersons: In seinem ersten Bericht schrieb er über die BBC: „Giftige Kommentare sind Teil von Fakten oder Zitaten ohne Herkunftsangabe.“[10]

Er analysierte auch zwei extrem einseitige Porträts von Sharon und Arafat, die auf der Internetseite der BBC auftauchten. Asserson erklärte: „Ein Kommentar ohne Quellenangabe implizierte, dass Sharon zügellos Gewalt einsetzt.“ Asserson entlarvte das als extreme Lüge. Einer der Gründe war, dass Sharon einem Rechtsprozess unterzogen wurde, der ihm in der Vergangenheit das Amt kostete.

Über Arafat schrieb Asserson, dass dieser auf der Internetseite mit Begriffen wie Heldentum, selbstloser Hingabe, harter Arbeit und natürlichen Führungstalenten beschrieb. Arafats enge Beteiligung an der Organisation von Terroranschlägen wurde übersehen. Nachdem Asserson seinen Bericht veröffentlichte, wurden die beiden Porträts von der Internetseite der BBC entfernt.[11]

In seinem zweiten Bericht lieferte Asserson Beweise, dass die BBC es unterließ vielen wichtigen Themen angemessene Hervorhebung zu geben, die ein negatives Bild der Palästinenser abgeben würden.[12]

In seinem dritten Bericht verglich Asserson die Berichterstattung der BBC zu britischen Soldaten im Irak mit der zu israelischen Soldaten im Konflikt mit den Palästinensern. Er kam zu dem Schluss, dass im Irak „Koalitionstruppen mit warmen und leuchtenden Begriffen beschrieben werden, mit denen Wohlwollen sowohl für sie als einzelne als auch für ihre militärische Zwangslage erzeugt werden. Im Gegensatz dazu werden israelische Soldaten als gesichtslose, skrupellose und brutale Killer dargestellt.“[13] Er und sein Mitautor zeigten anhand einer beträchtlichen Zahl sehr unterschiedlicher Beispiele, wie weit verbreitet die Einseitigkeit der BBC war.[14]

Assersons Berichte hatten einige Wirkung. Im November 2003 schuf die BBC plötzlich den Posten eines leitenden Redakteurs zu Beratung für ihre Nahost-Berichterstattung. Richard Sambook, damals Redakteur der 9 Uhr-Nachrichten der BBC, sagte Asserson, dass seine Berichte einer der Gründe hinter der Entscheidung zur Schaffung dieses Postens gewesen war.

2004 unternahm Balen eine interne Untersuchung der Berichterstattung der BBC zum palästinensisch-israelischen Konflikt.[15] Der Bericht wurde nie veröffentlich, was zu einer Reihe von Rechtsstreits führte, um seinen Inhalt öffentlich zu machen.[16] Nach acht Jahren beschloss der oberste Gerichtshof, dass der Balen-Bericht vom Freedom of Information Act ausgenommen ist.[17] Die BBC musste jedoch ihre Prozesskosten dazu offenlegen, die damals etwa eine halbe Million halbe Dollar betrugen. Man fragt sich, warum die BBC so viel Geld aufwandte, um ihn geheim zu halten, wenn die Ermittlung feststellte, dass ihre Berichterstattung unparteiisch war.

Es wäre gut, wenn Quellen in der jüdischen Gemeinschaft dem neuen Generaldirektor das gesamte Material von Asserson zuschicken würde. Es könnte ihm viel Zeit sparen die Manipulationen von Teilen der Beschäftigten der BBC zu verstehen.

HonestReporting war eine der wenigen, die sich damals stark, wenn auch erfolglos darum bemühten, dass der Balen-Bericht veröffentlicht wird.[18] Heute könnte Herrn Davie vorgeschlagen werden diesen Bericht aus dem Safe der BBC zu holen und ihn endlich öffentlich zu machen. Er könnte zeigen, dass die Chefs der BBC bereits vor mehr als 15 Jahren wussten, dass ihre Firma in ihrer Berichterstattung zum Nahen Osten parteiisch war.

[1] Manfred Gerstenfeld: Israel and Europe: An Expanding Abyss? JCPA/Konrad Adenauer-Stiftung 2005, Jerusalem (Israel), S.189

[2] https://honestreporting.com/the-2015-dishonest-reporter-of-the-year-why-the-bbc-won/

[3] https://camera-uk.org/bbc-complaints-list/; https://camera-uk.org/page/339/?ak_action=reject_mobile

[4] http://www.thejc.com/news/uk/senior-bbc-producer-admits-sharing-inaccurate-pro-palestinian-propaganda-on-twitter-1.506286

[5] http://www.thejc.com/news/uk/senior-bbc-journalist-used 1.506092?fbclid=IwAR0gJS3bCYHqRBI2YTM_BvbTsvg3SginyekscqgSXksEiOCfklcvdfb4qGM

[6] http://david-collier.com/toxic/?fbclid=IwAR2NE4dKqCHR21DY5ExcO7CN2MVxVYnVyqGFAJkIIBAYBcusv4_MlZnaIsg

[7] Manfred Gerstenfeld: Israel and Europe: An Expanding Abyss? JCPA/Konrad-Adenauer-Stiftung 2005. Jerusalem (Israel), S. 189

[8] www.crowdjustice.com/case/stopbbcbias/; https://pressgazette.co.uk/judges-reject-appeal-judicial-review-alleged-bbc-brexit-bias/

[9] http://www.theguardian.com/media/2020/sep/03/bbc-boss-tim-davie-to-crack-down-on-staff-posting-views-on-social-media

[10] Manfred Gerstenfeld: Israel and Europe: An Expanding Abyss? Jerusalem (JCPA/Konrad-Adenauer-Stiftung) 2005, S. 196

[11] Manfred Gerstenfeld: Israel and Europe: An Expanding Abyss? S. 196

[12] ebenda, S. 199

[13] ebenda, S. 200

[14] ebenda, S. 201

[15] http://www.standard.co.uk/news/the-secret-report-at-heart-of-bbc-s-gaza-paranoia-6870301.html

[16] www.timesofisrael.com/bbc-spends-almost-333000-concealing-middle-east-balen-report/

[17] http://www.bbc.com/news/world-17038937

[18] https://honestreporting.com/final-battle-to-release-the-bbcs-balen-report/

Niederländische Journalisten verbergen palästinensische Gräueltaten

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Ein zentraler Begriff meines neuen Buchs De Misleidingsindutrie (Die Täuschungsindustrie) ist der Ausdruck „Kampagnen-Journalismus“. Dieser bezieht sich auf die Art, in der niederländische Mainstream-Medien über Israel, die Palästinenser und die Region aus den Niederlanden heraus berichten. Das ist das Ergebnis von „Kampagnen-Journalismus“, einer Art Journalismus, die auf persönlichem Engagement gründet und sich nicht in erster Linie mit Fakten beschäftigt.

Diese Berichterstattung ist in den niederländischen Mainstream-Medien sehr üblich. Das läuft auf Berichterstattung über die Palästinenser als machtlose Opfer Israels hinaus; es wird ein negatives Bild des jüdischen Staates präsentiert. Dennoch betone ich, dass ich nicht den Eindruck erwecken will, dass dies gewollt geschieht.

Els van Diggele wurde 1967 im niederländischen Dorf Warmond geboren. Nach ihrem Studium der Geschichte an der Universität Leiden absolvierte sie einen Postdoktoranden-Kursus an der Erasmus-Universität in Rotterdam. Sie hat drei Bücher über internationale Streitfälle in Israel und den Palästinensergebieten unter Juden, Christen und Muslimen geschrieben. Vor kurzem veröffentlichte sie ein Buch über einen der wenigen noch lebenden Holocaust-Überlebenden.

Van Diggele fährt fort: Ich bin nur Beobachter, nicht beteiligt. Um das klarzustellen: Ich bin weder Anhänger Netanyahus, noch Zionistin, auch keine Nakba-Leugnerin; ich arbeite auch nicht für die israelische Botschaft oder den Mossad. Sie fügt hinzu: Um es ganz klar zu sagen: Ich plädiere nicht dafür auf die Palästinenser einzuprügeln.

Diese Bemerkungen führten zu der Frage, warum sie notwendig sind oder warum der Interviewer sie für notwendig befindet. Van Diggle antwortet: Infolge der Polarisierung des Themas muss man diese Dinge klarstellen. Aus Erfahrung weiß ich, dass es am besten ist den Leuten voraus zu sein, die mir ein Etikett anheften wollen.

Der Begriff „Kampagnen-Journalismus“ wurde, soweit ich weiß, um 1970 von Jerome Heldring geschaffen, einem ehemaligen Redakteur der niederländischen Tageszeitung NRC Handelsblad. Er sagte, Kampagnen-Journalismus ist eigentlich Propaganda. Der Journalist hat die Pflicht die Realität an der Stelle zu berichten, an der er (oder sie) sich befindet.

Dieser Kampagnen-Journalismus findet in den meisten Fällen unbewusst statt. Er ist weitgehend eine Sache des Instinkts. Er scheint in der Regel das Ergebnis eines emotionalen Engagements zu sein. Aber wenn die Auslandsredaktion eines Mediums sich dieses Phänomens nicht bewusst ist, dann ist das vielleicht noch schlimmer als bewusst irreführende Leute.

In meinem Buch zeige ich, dass Leser der Mainstream-Medien, Zuschauer und Hörer öffentlich-rechtlicher Nachrichtensendungen, die Opfer von Kampagnen-Journalismus sind. Dieses Genre ist nicht auf Berichte über Israel und die Palästinenser beschränkt. Es ist tatsächlich ein weit verbreitetes Phänomen, das auch andere Themen betrifft – Kolonialismus, Srebrenica und das Klima. Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern ist das beste und älteste Beispiel, das wir haben: Es zieht eine tiefe Kluft durch die niederländische Gesellschaft.

Der interne palästinensische, regelmäßig blutige Kampf um die Macht und die Unterdrückung der Alltagspalästinenser durch ihre eigenen Führer wird von den Mainstream-Medien weit weniger berichtet, als das, was auf der israelischen Seite geschieht. Geduld gegenüber den Palästinenserführern, die oft als Friedenstauben beschrieben werden, scheint ein Markenzeichen zu sein. Der Nachrichtenkonsument wird seit Jahrzehnten einseitig informiert. Der verursachte Schaden ist sehr schwer zu korrigieren. Die Tageszeitung NRC hat die Öffentlichkeit in diesem Bereich bereits seit Jahren betrogen. Diese Zeitung ist aber nur ein Beispiel dessen, was geschieht. Sie ist ein kommerzielles Produkt, deren Abonnement wir abbestellen können, Aber beim öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender NOS geht das nicht.

Es werden in der Tat sehr selten Artikel veröffentlicht, die die Wahrheit sagen, insbesondere von einem Palästinenser geschriebene. Zum Beispiel erschien 2017 ein kritischer Artikel des palästinensischen Akademikers Sari Nusseibeh in der Tageszeitung De Volkskrant. Im selben Jahr veröffentlichte eine andere niederländische Tageszeitung, Trouw, einen objektiven Artikel des palästinensischen Journalisten Khaled Abu Toameh. Darüber hinaus ziehen von Zeit zu Zeit Publikationen von Human Rights Watch über die Verletzung der Menschenrechte in der palästinensischen Gesellschaft die Aufmerksamkeit niederländischer Journalisten auf sich. Noch seltener ist ein von einem eigenen Journalisten der Zeitung geschriebene Artikel mit Kritik an der palästinensischen Gesellschaft.

2017 entzog der Irak per Gesetz allen dort lebenden Palästinensern die Staatsbürgerschaft. Die europäischen Medien schenkten dem kaum Aufmerksamkeit. Das ist ein typisches Beispiel für die angelsächsische Formulierung „no Jews, no news“ [keine Juden, keine Nachrichten]. Die Besessenheit mit den Juden ist eine alte Abweichung vom europäischen moralischen Kompass. Konflikten, an denen Juden beteiligt sind, wird von den Redaktionen in der Regel höchste Priorität eingeräumt. Das führt zu einer Verzerrung der Nachrichten.

Die Palästinenser haben verstanden, dass sie keinen Nachrichtenwert haben, wenn sie nicht Juden darin verwickeln. Sie wissen, dass Demonstrationen im Gazastreifen an der israelischen Grenze immer Nachrichtenwert haben. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass niederländische Korrespondenten begreifen, dass die Palästinenser sie benutzen. Ihre instinktive Beteiligung überschattet ihr Urteilsvermögen.

Wenn die Liebe eines europäischen Journalisten für die Palästinenser der Aversion für die Juden und Israel entstammt, geschieht das ebenfalls unbewusst. Ich glaube, das spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wichtiger ist die allgemeine, bewusste oder unbewusste europäische Obsession mit den Juden und Israel. Wir sollten uns bewusst sein, dass die Sympathie, die wir in den europäischen Mainstream-Medien für die Palästinenser sehen, damit in Verbindung steht. Diese Fixierung ist in westlicher Kultur seit Jahrhunderten Alltag. Was wir heute sehen, setzt diese Obsession unabsichtlich und vielleicht instinktiv fort.

Die Palästinenser haben in den Medien eine symbolische Funktion bekommen. Die Sympathie ist ein Zeichen moralischer Gerechtigkeit geworden. Andere Staaten, die gelitten haben, haben diese symbolische Funktion nicht. Symbolische Funktionen sind nicht verhältnismäßig.

Um ein typisches Beispiel aus den Niederlanden anzuführen: Menschen von den Molukken, einer Inselgruppe in Indonesien, sind die Opfer niederländischen Kolonialismus. Sie erlitten das grausamste Beispiel von Ausbeutung in der Geschichte. Ein Teil von ihnen sind Flüchtlinge, andere indigen und exotisch. Sie haben Jahrzehnte lang vergeblich für einen eigenen Staat gekämpft. Sie sollten für eine machtvolle Solidaritätsgeschichte qualifiziert sein. Diese gibt es nicht, weil ihre Hauptgegner, die Republik Indonesien, ebenfalls als Opfer von des Jahrhunderte alten niederländischen Kolonialismus betrachtet wird.

Ein weiteres großes Problem in den Niederlanden ist der NOS. Seit Jahrzehnten liefert dieser öffentlich-rechtlichen Sender irreführende Informationen. Es sollte eine unabhängige Ermittlung dazu geben, wie der NOS mit dem palästinensisch-israelischen Konflikt umgeht. Doch die Chancen, dass dies geschieht, sind sehr gering. Zweierlei ist in den niederländischen Mainstream-Medien nicht erlaubt: Die Palästinenser anzurühren und sie in den Medien zu kritisieren.

Van Diggele erklärt: In niederländischen Medien, Radio und Fernsehen kann alles erwähnt werden: versagende Politiker und Behörden, Ehebruch und Sex. Eines ist nicht erlaubt: Der Palästinenser darf keiner Kritik ausgesetzt werden. Er ist ein machtloses und unbestreitbares Opfer von fünfzig Jahren israelischer Besatzung. Er verdient Schutz, was uns automatisch zum Journalismus bringt: Journalisten dürfen über alles schreiben, aber wehe dem, der einen kritischen Blick auf den Zustand des Journalismus wirft.

Leser, Zuhörer und Zuschauer der Mainstream-Medien zahlen den Preis. Sie gaben dem Journalisten voller Vertrauen ihr Mandat. Dieses Vertrauen ist schwer beschädigt. Sie zählen darauf die ganze Geschichte zu erfahren, aber sie bekommen nur eine voreingenommene Version der Hälfte. Ist unter diesen Bedingungen ein ausgewogener Standpunkt überhaupt möglich? Wahrscheinlich nicht. Auf diese Ungerechtigkeit will ich die Aufmerksamkeit lenken.

Israelis werden angegriffen, in den Medien finden wir – nichts

Daniel Pomerantz, HonestReporting, 6. Februar 2020

Israelische Polizisten inspizieren den Ort eines Auto-Ramm-Anschlags. (Foto: Oren ben HaKoon/AFP via Getty Images)

Bei mindestens drei Terroranschlägen innerhalb von 24 Stunden haben Israelis gerade Leid erfahren. Die Einzelheiten kommen noch weiter herein, aber hier ist, was wir bisher wissen:

  1. In den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang am Donnerstag [6. Februar 2020] rammte ein unbekannter Angreifer sein Auto in eine Gruppe Soldaten der Golani-Brigade, die vor Jerusalems Altem Bahnhof standen, einem beliebten Ort zum Ausgehen. Die Truppen besuchten Jerusalem vor einer frühmorgendlichen Vereidigungsfeier an der Westmauer. Zwölf [später: 14] Soldaten wurden bei dem Anschlag verletzt, einer davon schwer, der Rest leicht. Neun sind wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Der schwer verwundete Soldat erlitt Verletzungen am ganzen Körper und musste operiert werden. Das Auto des Terroristen, das israelische Nummernschilder trug, wurde verlassen im Palästinenserdorf Beit Jala außerhalb von Bethlehem gefunden. [Der Täter konnte später noch gefasst werden. – heplev]
  2. Ein Grenzpolizist wurde bei einem Anschlag in der Altstadt von Jerusalem, außerhalb des Tempelbergs nahe des Löwentors durch Schüsse leicht verletzt. Reagierendes Sicherheitspersonal schoss auf den Angreifer und tötete ihn; er wurde als arabischer Israeli aus Haifa in seinen Vierzigern identifiziert, der vor kurzem vom Christentum zum Islam konvertierte.
  3. Auf einer Westbank-Autobahn wurde nahe der Siedlung Dolev aus einem fahrenden Auto heraus geschossen. Ein Soldat wurde leicht verletzt.

Als die Associated Press schließlich einen Artikel veröffentlichte, begann dieser mit den Worten:

Israelische Streitkräfte töteten zwei Palästinenser…

Reuters begann mit dem Satz:

Mindestens zwei Palästinenser wurden getötet und16 Israelis verletzt…

Sie stellten nicht klar, dass die Palästinenser Berichten zufolge getötet worden waren, während sie Gewaltakte verübten und dabei auf sie geschossen wurde: Mindestens einer war gerade dabei einen Molotowcocktail auf israelische Soldaten zu werfen.

Ein AFP-Artikel war ähnlich aufgebaut wie die Storys von AP und Reuters.

Da dies Nachrichtenagenturen sind, erwarten wir, dass ihre Berichte von vielen Medienorganen weltweit in den kommenden Stunden wiedergegeben werden.

Ist das normal? Ist das angemessen? Ist es noch zu früh, um aussagefähige und  ordentlich recherchierte Berichterstattung zu erwarten?

Nein.

Allein in den letzten Wochen wurden Storys von Anschlägen in Streathem in London bis Burkina Faso fast sofort international berichtet, die die fürchterlichen Auswirkungen von Terrorismus auf unschuldige Zivilisten betonten.

Doch obwohl die Anschläge auf Israelis in der israelischen und jüdischen Presse weithin berichtet werden und obwohl alle relevanten Informationen den Tag über weithin verfügbar waren, hat die internationale Presse sehr wenig gebracht und das, was sie brachte, war schrecklich irreführend. Das steht in heftigen Kontrast zur Berichterstattung über andere Terroranschläge weltweit.

Beispiele:

  • Letzten Donnerstag kündigte das Weiße Haus seinen lange erwarteten Friedensplan an, der in der internationalen Presse weithin kritisiert wurde, insbesondere bezüglich seiner Vorkehrungen für israelische Sicherheit und Entmilitarisierung eines Palästinenserstaats.
  • Später am selben Tag gab ein erboster Präsident Abbas grünes Licht für einen palästinensischen nationalen „Tag des Zorns“, der sich am Mittwoch in der Form von Krawallen, dem Verbrennen von Reifen und Raketenfeuer aus dem Gazastreifen auf israelische Gemeinden ausdrückte.
  • Die Ereignisse der Wut von Mittwoch eskalierten im Verlauf der Stunden: Und heute, am Donnerstag, werden Israelis hastig in Krankenhäuser gebracht – das Ergebnis davon mit Autos gerammt oder beschossen zu werden.
  • Der nächste Schritt, der der Aufmerksamkeit der internationalen Presse fast immer entgeht, besteht darin, dass die Palästinenserregierung den Angreifer und ihren Familien Belohnung in bar zahlt – in Mengen, die das Mehrfache des palästinensischen Lohns betragen und den Rest ihres Lebens. Wir wissen, dass das passieren wird, denn das palästinensische Gesetz schreibt es vor: Es heißt „Märtyrerfonds“ und wird oft als „Geld für Mord“ bezeichnet.

Jeder, der sich wirklich um Frieden kümmert, darum die Welt zu verstehen oder auch nur um die grundlegendsten Dinge von ethischem Journalismus, muss absolut Zugang zu diesen Informationen haben, zu diesem Kontext und zur kompletten Story.

Während ich dies schreibe, arbeitet unser gesamtes Team von HonestReporting heftig daran die Botschaft in die Öffentlichkeit zu bringen und die in Israel stationierte internationale Presse zu ermutigen ihren professionellen Verpflichtungen gerecht zu werden und über diese entscheidende Story zu berichten.

Das Schweigen der Medien zu Mahmud Abbas brechen

CAMERA, 24. Januar 2018 (am 30. Januar aktualisiert)

An allem ist Cromwell schuld

Es ist also möglich. Es gibt keine kosmische Kraft, keine nicht zu brechende journalistische Regel, die amerikanische Mainstream-Publikationen daran hindert sich auf Mahmud Abbas‘ Fehltritte zu konzentrieren.

Wir wissen das, weil The Atlantic genau das gemacht hat – die widerwärtige Rhetorik des Palästinenserpräsidenten anzuspechen – und nichts geschah, abgesehen von dem Erwarteten: Den Lesern wurde gesagt, was der Palästinenserpräsident sagte und sie wurden vollständiger über den Mann und den Konflikt informiert, den zu lösen er versäumt hat.

Offene Berichterstattung zu Abbas sollte nicht allzu schwer sein. Aber allzu viele in den Medien haben mit der Aufgabe zu kämpfen gehabt. Die übelsten Äußerungen aus seinem Mund sind von denen verheimlicht worden, die den Auftrag haben zu berichten, denselben Journalisten, die ansonsten zu glauben scheinen, dass der arabisch-israelische Konflikt das Epizentrum der Weltnachrichten seien. Als also Abbas vor kurzem mit Verweis auf die Juden sagte, es gebe „niemanden, der besser dabei ist Geschichte und Religion zu fälschen als sie“ und Gott höchstpersönlich zitierte, um die antisemitische Verleumdung zu untermauern, war das Schweigen der Medien ohrenbetäubend.

Die New York Times berichtete vom Treffen am 13. Dezember 2017, bei dem Abbas die Äußerung machte, entschied sich aber, der Antisemitismus eines Staatschefs sei nicht druckreif.

Die Times war da nicht allein. Die Washington Post, Associated Press, NPR, Reuters und die BBC waren ähnlich still zu Abbas‘ Vortrag antijüdischer Verse aus dem Koran, die er nutzte, um zu sagen, dass Juden die heiligen Schriften und die Geschichte fälschen.

Einen Monat später erhielten die Medien-Machtzentren eine zwei Chance. Am 14. Januar 2018 trat Abbas wieder ans Mikrofon und wieder rotzte er Gift über seine jüdischen Nachbarn in Israel. Abgesehen von der Verkündung des Todes des Oslo-Friedensprozesses zwischen Israel und den Palästinensern wies er die jüdische Verbindung zu Israel ab – „das hat nichts mit dem Judentum zu tun“ – und bestritt die Legitimität der jüdischen Präsenz im Land, bot wilde Verschwörungstheorien, um seinem palästinensischen Publikum zu erklären, warum die Juden überhaupt hier sind.

Zu den Erfindungen: Abbas behauptete, dass Oliver Cromwell, ein englischer Spitzenpolitiker des 17. Jahrhunderts, der der Idee wohlwollen gegenüber stand Juden zu erlauben wieder nach England wieder zu kommen, brütete sogar eine Verschwörung aus, um europäische Juden in den Nahen Osten befördern. Er behauptete, dass Juden in Europa nicht wegen ihrer Religion verfolgt wurden, sondern wegen ihrer „sozialen Funktion“. Er bestand darauf, dass der frühzionistische Anführer Theodor Herzl die Parole „Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ prägte, um seinen angeblichen Wunsch zu vermitteln „die Palästinenser aus Palästina zu tilgen“. Er beschrieb ein „geheimes Treffen“ europäischer Führer Anfang des 20. Jahrhunderts, die fürchteten die arabische Welt sei bereit die europäische Zivilisation zu übernehmen; entwickelten einen Plan, um innere Kämpfe zu sähen, die die befürchtete Übernahme zu verhindern. Die Vertreibung und Flucht der Juden aus der arabischen Welt, darauf bestand Abbas, war insgesamt teil des Plans des israelischen Premierministers David Ben Gurion.

Die Juden selbst wollten nichts mit dem Land Israel zu tun haben, fuhr Abbas fort. „Selbst während des Holocaust wanderten sie nicht aus.“ (Fakt ist, dass arabische Führer die britischen Verwalter Palästinas unter Druck setzten jüdische Einwanderung zu verhindern und die Briten selbst währed und nach dem Holocaust dem weitgehend nachkamen. Der amerikanische Gesandte Earl G. Harrison berichtete 1945 an Präsident Truman, dass die meisten Juden in den Lagern für heimatlose Menschen „sofort nach Palästina evakuiert werden wollen“. Das Heilige Land ist „eindeutig die Wahl der meisten“ und „definitiv und vor allem die erste Wahl“, fügte er hinzu. Im selben Jahr kam ein Repräsentant des Roten Kreuzes zu dem Schluss: „Fünfundneunzig Prozent der jüdischen Flüchtlinge in Europa möchten nach Palästina auswandern.“)

Abbas behauptete auch, Israel betreibe Drogenschmuggel, um palästinensische Kinder zu schwächen und verteidigte Zahlungen an Terroristen in israelischen Gefängnissen.

Es überrascht nicht, dass nichts davon außerhalb der arabischen Welt besonders gut aufgenommen wurde. Tzachi Hanegbi, en Minister des israelischen Likud, kritisierte die Rede scharf als „gewürzt mit niederträchtigen antisemitischen Verschwörungstheorien und ist einer Führungskraft unziemlich“. Sein politischer Gegner, der israelische Oppositionsführer und Parteichef der Avoda, Avi Gabbay, bezeichnete Abbas‘ Worte als „massive Lügen voller Antisemitismus“.

Auch in den Vereinigten Staaten waren sich jüdischen Linke und Rechte weitgehend einig. JNS, das Jewish News Syndicate, berichtete, dass das pazifistische Israel Policy Forum Abbas‘ zweistündigen Vortrag eine „wirre Tirade“ bezeichnete und kam zu dem Schluss, jetzt sei es „unmöglich Abbas als einen realistischen Verhandlungspartner zu betrachten“. Abbas, fügte das Forum hinzu, „bestreitet weiter das Recht des jüdischen Volks au eine eigene Nationalbewegung“.

Eric Yoffie, ein linker, ehemaliger Leiter der Reforrnbewegung, bezeichnete die Rede als „ungeheuerlich, ignorant und für Juden und zivilisierte Menschen überall beleidigend“. Die Chefredakteurin des Forward, Jane Eisner, schrieb, dass Abbas‘ Rede „nicht abgetan, ignoriert oder gerechtfertigt werden kann“. Debra DeLee, die Präsidentin von Americans for Peace Now „verurteilte die von Abbas verwendete beleidigenden Sprache und besonders die inakzeptablen Verschwörungstheorien, die er wiederholte“. Selbst J-Street schaffte es zuzustimmen, dass weit verbreitete Verurteilung der Rede rechtfertigt werden kann.

Aaron David Miller, ein langjähriger US-Friedensunterhändler, nannte sie eine „verwirrte Rede“, die „sich in Antisemitismus drehte“ und Präsident Obamas Botschafter in Israel, Daniel Shapiro, nannte Elemente der Reede als „empörend“, „bizarre“ und „schändlich“; er kam zu dem Schluss, dass Abbas „aus dem Friedensgesprächsspiel raus ist“.

Der konservative Kommentator Jonathan Tobin argumentierte, dass „kein rationaler mensch Abbas‘ Tirade vom 14. Januar hören und immer noch glauben konnte, er habe ein Interesse an zwei Staaten oder Koexistenz“.

Liest man den Bericht der New York Times zur Rede, dann würde man aber die überwältigend negative Reaktion nie ahnen, die sie auslöste. Die Zeitung vermerkte, dass Abbas „die Administration Trump wütend angriff“, aber die Rede kam ansonsten als irgendwie moderat rüber.

Der Palästinenserführer „ging nicht so weit eine Alternative zu einer Zweistaatenlösung zu akzeptiere“, verkündete der Reporter David Halbfinger am Anfang des Textes, obwohl Abbas die Legitimität eines jüdischen Staats in der Region angriff, sowohl durch einen Angriff auf die Balfour-Erklärung, ein britisches Dokument, das die Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt unterstützte, und indem er Israel ein „kolonialistisches Unternehmen“ nannte, das „nichts mit dem Judentum zu tun hat“.

Halbfinger bestand dann darauf, dass Abbas „auch davor zurückscheute darauf zu drängen die Art provokativer Taten wie der Beendigung der PA-Sicherheitskooperation mit Israel zu beenden oder die Autonomiebehörde selbst aufzulösen“, was die Kosten der Besatzung für Israel erhöhen könnte und Offiziellen in Jerusalem und Washington erschüttern könne.“ (Der Zentralrat der PLO, vor denen Abbas die Rede hielt, schien eine andere Botschaft zu bekommen. Am folgenden Tag stimmte das von Abbas-Loyalisten beherrschte Gremium dafür zu empfehlen die Sicherheitskooperation mit Israel zu beenden.)

„Tatsächlich“, fügte der Reporter der New York Times hinzu, „schien Herr Abbas, der seine Verpflichtung zu Gewaltlosigkeit und den Terrorismus zu stoppen bestätigte, die Hoffnung auf eine Rückkehr zu Verhandlungen zu behalten.“

Erst im letzten Absatz des Artikels gab es einen Hinweis auf Abbas‘ wildere Anschuldigungen – und das Höchste, was die Zeitung dazu zu sagen hat, ist, dass sie die Zuhörer gelangweilt haben könnte:

Herr Abbas testete die Aufmerksamkeit seines Publikums mit einem langatmigen geschichtlichen Vortrag, der ins 17. Jahrhundert zurückging; er sagte, Oliver Cromwell hätte als erster vorgeschlagen europäische Juden ins Heilige Land zu schaffen, bevor er anfing den Zionismus bis zu dem nachzuverfolgen, was er die Bemühungen  des Journalisten des 19. Jahrhunderts und Aktivisten Theodor Herzl „die Palästinenser aus Palästina zu wischen“ nannte.

„Das ist ein koloniales Projekt, das nichts mit dem Judentum zu tun hat“, sagte Abbas. „Die Juden wurden als Mittel für das Konzept des verheißenen Landes benutzt – nennt es, wie immer ihr wollt. Alles ist erfunden.“

Ein langweilige „Geschichtsstunde“? Für eine Zeitung, die einen ganzen Artikel dem Fact-checking des israelischen Premierministers widmete, als der irrtümlich sagte, den Iranern wäre es verboten Jeans zu tragen und die einen israelischen Minister wegen „Verzerrens“ angriff, nachdem der eine (recht vernünftige) Vorhersage zum finanziellen Nutzen machte, den der Iran durch die Entlastung von Sanktionen haben würde, scheint der skeptische Umgang mit Abbas‘ absonderlichen Behauptungen und Theorien stillschweigende Zustimmung zu sein und ein falsches Signal für die Leser, dass die „Geschichtsstunde“ in Wirklichkeit echte Geschichte gewesen sein könnte.

CNNs Geschreibsel zu Arafats treffen war derweil noch weniger mitteilsam, was die üblen Details betrifft, wie CAMERA vor kurzem feststellte.

In solcher Gesellschaft war es bemerkenswert, dass The Atlantic am 21. Januar eine Story veröffentlichte, die das Thema nicht umging. Stattdessen war der Autor Grant Rumley geadeheraus und energisch in seiner Beschreibung von Abbas‘ Rede:

Letzten Sonntag hielt der 82-jähriger Abbas, Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, eine Rede vor dem Zentralrat der Palästinensischen Befreiungsorganisation. Über zwei schweifende Stunden entwickelte er antisemtische Redewendungen, untergrub die jüdische Verbindung zu israel und machte jeden von Oliver Cromwell über Napoleon bis Winston Churchill für die Gründung Israels verantwortlich.

Rumley erzähle auch das über Abbas, von dem nur allzu viele Journalisten es vorzögen, dass wir es vergessen:

In den letzten Jahren hat er israelische Rabbiner beschuldigt das Vergiften palästinensischer Brunnen zu unterstützen, behauptete Juden hätten Geschichte „erfunden“ und bestand darauf, dass er „das Jüdisch sein des Staates Israel niemals anerkennen wird“. Diese Spielerei mit Antisemitismus vergegenwärtigt seine umstrittene Doktorarbeit, in die die Zahl der Opfer des Holocaust verharmloste und andeutete es gebe eine Verbindung zwischen dem Zionismus und den Nationalsozialismus. Obwohl er später bezüglich der Behauptungen in seiner Dissertation zurückruderte, stellen seine aktuellen seine Ernsthaftigkeit infrage.

Abbas – der Mann, der mit dem Versprechen Präsident wurde, über öffentliche Diplomatie und Gewaltlosigkeit eine Einigung mit den Israelis zu erzielen – hat sich in einen Arafat verwandet, genau die Type, von der er versprach sie nicht zu werden. Es ist ein bemerkenswerter Absturz in Ungnade, den ein Führer vollzieht, der mit so großem Potenzial begann.

Es sollte nicht The Atlantic sein, der vorangeht, gewiss nicht so spät im Spiel. Nachrichten reporter sollten begriffen habe, dass von dem Tag an, als Präsident Abbas vor dreizehn Jahren seine vierjährige Amtszeit antrat, ihr Job nicht darin bestand den Palästinenserführer zu schützen, auch nicht die Idee zu propagieren, dass Abbas durch seine unverblümte Moderatheit der lebende Beweis für israelische Verantwortung für die Fortsetzung des Konflikts ist. Die Berichterstattung über Abbas‘ Rolle beim Schüren des Hasses ist nur allzu selten gewesen. Aber wenn ein verehrtes amerikanisches Magazin das kann, dann könnte es für den Rest noch Hoffnung geben.

Verbeugt euch nicht vor der „Beeb“

Der Kollaps der Glaubwürdigkeit der BBC geht nicht nur die Briten etwas an

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 12. Februar 2004

Ein britischer Akzent hat etwas, das die Amerikaner weiche Knie bekommen lässt.

Nennen Sie es „Meisterwerk-Theatersyndrom“, ein Gebrechen, das tief in unserem intellektuellen und kulturellen Leben liegt. Es verursacht, dass viele von uns jeden anzuhimmeln, der ein „Sir“ vor dem Namen hat und ihn als jemanden anzusehen, der als aus Shakespeares „Zeremonien-Insel“ offenkundig jedem hier geborenen überlegen ist.

Diese dümmliche Anglophilie ist in den Künsten ein Problem und hat genauso Auswirkungen auf den Journalismus. Insbesondere der Ruf der British Broadcasting Corporation beruht mehr auf diesem Pseudo-Snobismus als den tatsächlichen Referenzen des mächtigen internationalen Fernseh- und Radio-Netzwerks.

Wie alle Mythen gründet sich die aufgeblähte Reputation der „Beeb“, wie die BBC manchmal in Großbritannien genannt wird, auf ein Stück Wahrheit. In Großbritannien wurde der regierungseigene Sender einmal als unparteiische Quelle angesehen, die sich von der überaus einseitigen englischen Presse abhob. Der Respekt und die Zuneigung, mit der das Netzwerk in der ganzen Welt betrachtet wird, gründen sich auch auf seine historische Rolle im Zweiten Weltkrieg als das Organ der freien Welt für das besetzte Europa.

Eine Lüge senden

Das ist aber lange her. Die BBC ist nicht länger die einzige Nachrichtenquelle der Welt. Und der einst unparteiische Ton ihrer Radio- und Fernseh-Nachrichten ist genauso tot wie Winston Churchill.

Alle Zweifel über diese Wendung wurden Anfang des Monats ausgelöscht, als eine Kommission, mit dem Auftrag eine kontroverse BBC-Nachricht zu untersuchen, entschied, dass das Netzwerk Informationen ausgab, von denen es wusste, dass sie falsch waren.

Die Erkenntnisse der Hutton-Kommission enthüllten, dass BBC-Reporter Andrew Gilligan wissentlich die Lüge sendete, die britische Regierung habe Informationen gefälscht, was dann an anderer Stelle ausführlich aufgewärmt wurde. Der Hauptpunkt zur Story ist, dass Gilligans Lügen von seiner eigenen Gegnerschaft zu Premierminister Tony Blair und dem Krieg im Irak inspiriert waren. Noch wichtiger war die Tatsache, dass die Führung der BBC nicht bereit war die Unzulänglichkeiten des Netzwerks zu untersuchen, bis sie durch öffentlichen Druck dazu gezwungen wurde.

Aber das ist längst nicht das einzige Beispiel für Befangenheit der Beeb. In ihrer Berichterstattung über Israel hat das Netzwerk bewiesen, dass einseitige Berichterstattung wie die von Gilligan eher die Regel als die Ausnahme ist. So, wie es keine redaktionelle Kontrolle oder Entschuldigung der BBC zu ihrer Verleumdung von Blair gab, gab es auch keine, als eine BBC-Dokumentation den israelischen Premierminister Ariel Sharon fälschlicherweise des Begehens von Kriegsverbrechen beschuldigte. Sie ruderte auch nicht zurück, als eine weitere BBC-Produktion fälschlich sagte Israel benutze Giftgas gegen die Palästinenser.

Diejenigen, die daran gewöhnt sind, sich über die Behandlung Israels durch die amerikanischen Medien zu beschweren, müssen verstehen, dass im Vergleich zur BBC selbst die krassesten hiesigen Täter kleine Fische sind.

Diese Einseitigkeit ist in allen Einzelheiten durch Quellen wie die „Beeb Watch“ des britischen Daily Telegraph (www.dailytelegraph.co.uk) und durch Medienbeobachtungs-Organisationen wie CAMERA (www.Camera.org) und HonestReporting.com dokumentiert worden. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass BBC-Nachrichtensendungen im Ton wie in der Substanz routinemäßig Geschichten herunter spielen, die Terrorangriffe gegen Israelis zeigen und sich statt dessen auf eine inflationierte Berichterstattung über die leidenden Palästinenser konzentrieren. Bei der BBC stehen Israels Legitimität und sein Existenzrecht immer zur Debatte (obwohl seine Verteidiger selten an dieser Debatte teilnehmen können), während das Recht der Palästinenser, ihren Terrorkrieg zu führen, selten in Frage gestellt wird.

Aber der Zusammenbruch der Fassade der Integrität der BBC betrifft nicht nur die Briten. Die BBC in inzwischen in den Vereinigten Staaten über Satelliten-Fernsehnetzwerke und die Nutzung des World Service der BBC über mit dem National Public Radio (NPR) verbundenen Radiosender verfügbar.

Hier in Philadelphia z.B. wird NPR über den öffentlich geförderten Sender WHYY-91 FM gehört; das ist ein reiner Nachrichtensender, der – wie alle an NPR angeschlossenen – von der Regierung subventioniert wird und individuelle Spenden von Hörern erhält. WHYY hat kürzlich den Anteil der BBC ausgedehnt, von den Stunden nach Mitternacht auch auf die Frühsendung um 5 Uhr, sowie die Berufsverkehrs-Nische um 9 Uhr.

NPR ist selbst wegen seiner frisierten Nahost-Berichterstattung ins Feuer geraten, aber die Hinzufügung von BBC-Sendungen und die darin zu findende Geringschätzung Israels, die oft an Antisemitismus grenzt – sie treiben die Besorgnis bezüglich der NPR-Sender in neue Höhen.

Schlechter Rat

Wie sollten wir auf dieses Problem reagieren? Wie sich zeigt, haben unsere englischen Cousins uns ein gutes Beispiel dafür gegeben, was nicht funktioniert. Englands Oberrabbiner Jonathan Sacks wurde vor Kurzem angegriffen, weil er die BBC gegen Vorwürfe der einseitigen Berichterstattung gegen Israel verteidigte, obwohl er selbst schon einmal eine Delegation von Rabbinern anführte, die sich dort gegen diese Berichterstattung beschwerte. Sacks erklärte in einer Kolumne in der Jerusalem Post, was gebraucht werde sei nicht lauter Protest, sondern ruhige Stimmen, die die Medien diplomatisch bilden könnten.

Sacks hat Recht damit, dass die pro-Israel-Vertreter nicht voreilig loslegen sollten. Aber wenn er uns warnt, dass wütende Juden, denen die Verdrehungen zu viel werden, nicht wissen, wie sie den Lords der BBC gegenüber das Englisch der Queen sprechen sollen, dann offenbart sich, dass er den Protest abwürgt, statt ihn in die richtige Richtung zu lenken.

Statt einer kraftvollen Antwort riecht sein Artikel nach einem älteren, diskreditierten jüdischen Muster. Die Zeit ist lange vorbei, in der wir uns auf jüdische Prominente – wie Rabbi Sacks – verlassen sollten, die persönlich Fairness einfordern, wenn wir uns Vorurteilen gegenüber sehen.

Amerikanische Hörer – und Spender – des öffentlichen Radios sollten diese Sender wissen lassen, was genau sie wegen ihres zunehmenden Gebrauchs der BBC fühlen. Wir müssen uns von unserem „Meisterwerktheater-Syndrom“ befreien, das geholfen hat, diese vermeintlich hoch moralischen Sendern geholfen haben, die Fälschungen der BBC in unsere Gemeinden einzuschleusen.

Unsere Stirnfalten in Richtung ihres arroganten Akzents zu ziehen, wird nicht funktionieren. Wir müssen der BBC und ihren amerikanischen Mittelsmännern sagen, dass wir ihre antiisraelischen Verfälschungen nicht wieder – über Steuerdollars oder Einzelspenden – subventionieren wollen.

Die Medien, der Terror und die Terminologien

Nahost-Focus 13. März 2002 (heute nur noch hier)

Der Terrorkrieg gegen Israel hat in den letzten Wochen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Inzwischen gehören Bombenanschläge, Schiessereien an israelischen Bushaltestellen und Selbstmordattentate in vollbesetzten Restaurants zum traurigen Alltag in Israel. Nur die „schlimmsten“ Anschläge sind für die Medien noch berichtenswert.

Auch der Blickwinkel ist oft verräterisch: Israelische Panzer und Soldaten, deren Gewehrmündungen in Richtung Kamera zeigen. Eine Verteilung der „Gut-Böse-Rollen“ ist hier schon vorprogrammiert. Die spontane Solidarität stellt sich bei vielen Außenstehenden unterbewusst mit der palästinensischen Seite ein.

Auch durch die Wortwahl der Medien werden die Rollen meist noch vor Bekanntgabe der Informationen festgelegt. So zum Beispiel:

„Die israelische Armee ist heute in Gaza einmarschiert und tötete 24 Palästinenser“am 12.3.2002 in den Nachrichten des Fernsehsenders N-TV.

Die Tagesschau betitelte ihre erste Nachricht am selben Tag noch griffiger: „Israel richtet Blutbad in Gaza an.“

Kein Wort darüber, das es sich bei den 24 Palästinensern um Bewaffnete handelte, die Feuergefechte mit israelischen Soldaten begannen und in Folge dieser Schusswechsel ums Leben kamen. Auch kein Wort über die Gründe des Einmarsches: das Auffinden von bewaffneten Terroristen sowie von Sprengstoff- und Raketenwerkstätten. Auch kein Wort darüber, dass die Aktionen von der israelischen Armee im Voraus angekündigt werden, um Zivilisten die Möglichkeit zu geben sich in Sicherheit zu bringen.

Auch die folgende Schlagzeile impliziert einen berechnenden Tötungswillen israelischer Soldaten: „Israelische Granaten töten Kinder“ aus der Frankfurter Rundschau vom Januar 2002.

Eine ähnliche Wortwahl gab es nach den Anschlägen in Jerusalem, bei denen Dutzende Jugendlicher ums Leben kamen nicht.

Ankündigung vor Beschuss

Was ebenfalls immer wieder verschwiegen wird: der Beschuss von Gebäuden der palästinensischen Sicherheitskräften und der Autonomiebehörde durch die israelische Luftwaffe wird ebenfalls im voraus von der Armee angekündigt. Dies wird aus dem humanistischen Gedanken heraus getan, so viele Menschenleben wie möglich zu schonen. Dass es trotzdem regelmäßig zu Toten und Verletzten kommt liegt auch daran, dass es – sei es aus Berechnung oder Unfähigkeit – nicht zur vollständigen Evakuation der Gebäude durch die palästinensischen Behörden kommt.

Die israelische Armee ist außerdem angehalten, nicht als Erster zu schiessen, außer in Notwehr. Tut das ein Soldat doch, sei es aus Angst oder falscher Einschätzung der Situation, werden diese Fälle untersucht und es kann schwerwiegende Folgen für diesen Soldaten haben, bis hin zu Suspendierung oder Gefängnis.

Auch werden meistens Gummigeschosse eingesetzt, um auch so die Zahl der tödlichen Verletzungen so gering, wie möglich zu halten.

Diese Tatsachen sind den Palästinenser bekannt und werden von ihnen bewußt ausgenutzt. so z.B. durch das Positionieren von Molotowcocktails und Steine werfenden Kindern vor schiessenden Erwachsenen. Sie wissen genau, daß Israel sich dann sehr zurückhalten wird. Wenn aber dann Kinder getroffen werden, gibt es eine große internationale Entrüstung.

Der Wert des Lebens im Nahen Osten

Ebenso ist meist nicht bekannt, daß für Austausche von Gefangenen auf beiden Seiten höchst unterschiedliche Maßstäbe gelten. Israel bietet für israelische Soldaten in arabischen (z.B. libanesischen oder syrischen) Gefängnissen immer ein vielfaches (oft um den Faktor 10) seiner arabischen Gefangenen zum Tausch an. So z.B. war im Dezember letzten Jahres versucht worden, Libanon zu einem Gefangenenaustausch von drei israelischen Soldaten für 19 libanesische Gefangene zu überreden. Die Israelis waren bei einem Patroillengang auf der israelischen Seite der Grenze von der Hizbollah gekidnappt worden. Die Hizbollah zog es vor, die drei zu töten, anstatt 19 ihrer eigenen Leute frei zu bekommen. Normalerweise sind diese Zahlenverhältnisse noch extremer. Das gibt auch Aufschluß über den Wert des Lebens in der israelischen und in arabischen Gesellschaften.

Aus Terroristen werden Militante

Doch die deutsche Presse ist in ihrem vorgelegten Freund-Feind-Schema nicht alleine. Die britische Nachrichtenagentur BBC ist dafür bekannt, im Bezug auf den internationalen Terrorismus mit zweierlei Maß zu messen.

Als vor einigen Jahren am selben Tag Terroranschläge durch die IRA in London und durch die Hamas in Israel verübt wurden, sprach die BBC von einem „Anschlag irischer Terroristen in London,“ und einem „Anschlag militanter Palästinenser in Israel“. Diese Terminologie hält sich bis heute hartnäckig in der Nahost-Berichterstattung der BBC.

Ein Blick zu den französischen Medien bietet nichts besseres. Die staatliche französische Nachrichtenagentur AFP, welche die meisten französischen und europäischen Medien mit Informationen versorgt, berichtet auch heute noch in aller Ausführlichkeit von den palästinensischen Opfern israelischer Militäroperationen in den besetzten Gebieten. In französischen Fernsehsendern folgen Minutenlange Beiträge, in denen die Arbeit palästinensischer Sanitäter bis ins Detail gezeigt wird. Verletzte Palästinenser werden dabei von Kamerateams bis ins Krankenhaus begleitet. Ein auch nur annähernd gleicher Umgang mit den israelischen Opfern terroristischer Anschläge blieb bisher aus. Israelische Sanitäter huschen oft nur in kurzen Filmsequenzen über die Fernsehbildschirme.

Mangelnde Ausgewogenheit

Doch woran scheitert eine ausgewogene Nahost-Berichterstattung in den westeuropäischen Medien?

Alle großen Medienagenturen und Fernsehstationen unterhalten Korrespondenten in Israel, die frei und ungehindert berichten können. Die Beiträge dieser Mitarbeiter sind oft ausgewogen, und vermeiden eine unnötige Emotionalisierung ihrer Berichte. Dies entspricht den internationalen Richtlinien für eine objektive Berichterstattung. Diesen Korrespondenten ist allerdings die Arbeit in den palästinensisch kontrollierten Gebieten von den PA-Behörden nicht gestattet.

Journalisten und Kamerateams können in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) nicht ohne „palästinensischen Begleiter“ arbeiten. Auch in der Übermittlung ihrer Berichte unterliegen sie einer indirekten palästinensischen Zensur. So beschwerten sich AP und AFP mehrfach bei den PA-Behörden über Manipulationen und Bedrohungen ihrer Mitarbeiter durch Mitglieder der palästinensischen Sicherheitskräfte. Dies führte dazu, dass heute die meisten Berichte für die europäischen Medien von lokalen palästinensischen Journalisten und Kamerateams zusammengestellt werden. Das diese Berichte nicht objektiv und ausgewogen sein können, versteht sich von selbst.

In Anbetracht dieser Tatsachen kann es einen nicht verwundern, wenn der Informationsgrad vieler EU-Bürger im Bezug auf den Nahost-Konflikt Unvollständig ist. Laut Medienexperten hat die Palästinensische Autonomiebehörde in der Propagandaschlacht mit Israel einen haushohen Sieg davongetragen. Ein Sieg, der nicht nur Israel sondern auch die europäische Medien als Verlierer dastehen lässt, da sie ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind: der objektiven Berichterstattung über einen Konflikt, in dem beide Seiten ihren Schuldanteil tragen.

Von Zvezdan Kuhar und Oliver Kraigher

Kloppe

Was Charlottesville noch bewirkt hat:

Und mir nichts, dir nichts
redet keiner mehr von Russland.

Aber jetzt geht es wirklich jedem an den Kragen:

Dabei war der nicht mal im Bürgerkrieg. (Wer ihn nicht kennt: Das ist Colonel Sanders, der Erfinder von Kentucky Fried Chicken.)

Vergleichen wir mal – wann sind die Dinger dran? Schließlich sind sie riesige Monumente der Sklaverei:

Google hat diese Woche einen Mitarbeiter geschasst, der nicht die Meinung der Eliten teilt.

Suchen wir mal auf Google nach „Gedankenvielfalt“. Dann kommt vermutlich „Gedankenverbrechen“ bei raus:

Linke Hysterie-Themen:

Sie wollen Faschismus unterdrücken? Na ja…

Obama, der Superpräsi:

2008 versprach Obama Amerika fundamental zu verändern. Das Vorher und das Nachher sehen so aus:

Und wir sollten nicht vergessen, wer die Sauerei mit Nordkorea hinterlassen hat:

Obamedien:

Die zwei Hauptabteilungen der Qualitätsmedien: die Abteilung, die Nachrichten sammelt und die Abteilung, die aussucht, wie Trump beschuldigt wird.

Charlottesville, Trump/Konservative und die Medien:

Und sie schreiben Trump runter und runter und runter – und haben Meinungsumfragen dazu. Das Problem:

Holzfäller: Ich bin die [Schimpfwort] New York Times
und du kannst auf keinen Fall da oben sein!!

Macht aber nichts, sie nutzen die nationalen Krisen (oder was sie dafür halten), um Trump zu beschuldigen:

Trumps Fehler!

Das hier wird von Obamedien mit Sicherheit als falsche Gleichsetzung eingestuft werden:

Sind Kommunisten schlecht? Ja.
Sind Nazis schlecht? Ja.

Der Donald:

… und sein Umgang mit der Presse:

Noch irgendwelche Fragen?

Eine andere Meinung dazu, wie Trump mit dem Problem mit Nordkorea umging:

Kim: Okay, lass uns auf ein Remis einigen