Juden überwachen

First One Through, 28. Oktober 2022

Was ist die größere Nachricht, die Tötung von 80 Zivilisten oder die von 5 Terroristen? Falsche Frage.

Die Medien sind besessen von israel. Glauben Sie nicht? Sehen Sie sich die New York Times an,d ei am 26. Oktober 2022 veröffentlicht wurde.

Führend auf der Seite A4 des Teils „International“ war ein Artikel, der von drei Reportern geschrieben wurde – Isabel Kershner, Gabby Sobelman und Hiba Yazbek. Es war einer von zwei Artikeln auf der Seite und enthielt ein mittelgroßes Bild von Palästinenserm bei der Beerdigung von von Israel getöteten „Militanten“.

Der Artikel sprach von Razzien des israelischen Militärs auf die aktivsten palästinensischen Terroristen, die auf Israelis geschossen haben und Bomben legten. Die Armee eliminierte erfolgreich fünf Mitglieder der Gruppe, darunter ihren Anführer.

In einem anderen Teil der Welt wurden in Myanmar 80 Zivilisten getötet, als mehrere Militärjets absichtlich ein Freiluft-Musikkonzert bombardierten. Diese Story befand sich auf der letzten Seite des Abschnitt „International“, auf Seite A10. Es war eine von drei Meldungen auf der Seite und wurde von einem einzelnen Journalisten geschrieben. Es gab keine Bilder und musste mit zwei großen Farbbildern auf der Seite um die Aufmerksamkeit der Leser konkurrieren, darunter einem mit niedlichen Pinguinen.

Die Bevölkerung von Myanmar beträgt 54,8 Millionen, 5,8-mal die der 9,4 Millionen Israels. Die 80 getöteten Zivilisten in Myanmar sind 16-mal so viele wie fünf arabische Terroristen. Trotzdem wurden 3 Journalisten mit der „kleineren“ Story beschäftigt, was die Minimal-Anzahl zwergenhaft aussehen lässt, die benötigt wird, um über das große Massaker bei einem Freiluftkonzert zu schreiben.

Warum erfährt eine nach jedem Maßstab größere Story weniger Gewichtung und Berichterstattung?

Es sind aber nicht nur die Medien. Die UNO hat Sonderorganisationen, die sich einzig mit Israel beschäftigen. Ihr Menschenrechtsrat hat bei jeder Sitzung einen festen Tagesordnungspunkt für ein Land – Israel – um eine „Datenbank jüdischer Unternehmen zu erstellen“. Sie hat Israel mehr getadelt als den gesamten Rest der zusammen.

Berichterstattung. Ermittlungen. Tadel.

Juden überwachen.

Die Gesellschaft mag anerkannt haben, dass die Protokolle der Weisen von Zion eine antisemitische Fälschung sind, hat aber trotzdem deren Lüge verinnerlicht, dass Juden Komplotte schmieden die Welt zu beherrschen. Die Verleumdung entströmt ständig den Mündern von Antisemiten, so wie bei Mark Lamond Hills from Fergusson to Palestine und dem from Gaza to Detroitder Abgeordneten Rashida Tlaib.

Von daher setzen die Medien Journalisten-Teams ein und vergießen reichlich Tinte zum jüdischen Staat, so wie die UNO ihre Zeit und ihr Geld übermäßig ausgeben, während jeder glaubt, dass Israel letztlich jeden weit mehr als Milliarden Menschen rund um die Welt beeinflusst. Martin Niemöllers berühmter Spruch mag davor gewarnt haben „Dann holten sie die Juden…“, die er als verfolgte Opfer darstellte, aber in Wirklichkeit konzentrieren sich die antisemitischen Verschwörungstheoretiker auf die Juden als Globalisten, die abscheuliche Verbrechen begehen, wo immer sie zu finden sind.

An Israel wird nicht nur zweierlei Maß angelegt; es befindet sich ständig unter einem Mikroskop antisemitischer Voyeure, die darauf warten „den Juden zu fangen“, um ihren widerlichen Judenhass zu bestätigen.

Warum berichten die Medien von den Verurteilungen der Gewalt durch Mahmud Abbas, ignorieren aber die Hetze der PA zum Mord an Israelis?

Gidon Ben-Zvi, HonestReporting, 19. Mai 2022

Aufgrund des Mangels an internationaler Berichterstattung erscheint die Vorlage eines sogenannten „Reformvorschlags“ durch PA-Premierminister Mohammed Schtayyeh bei einem UNO-Gremium letzte Woche, der eine Initiative zur Verstärkung israelfeindlicher Hetze beinhaltet, nicht berichtenswert.

Dennoch wird von den führenden Nachrichtenorganen der Welt (siehe hier, hier, hier und hier) jedes Mal festgehalten, dass PA-Präsident Mahmud Abbas die Terroranschläge verurteilt hat, durch die in Israel 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt wurden.

Klingt wie ein möglicher Fall von sehr selektiver Berichterstattung.

Israelische Medien berichteten am 16. Mai, dass das von der palästinensischen Autonomiebehörde dem Geberländer repräsentierenden Ad-Hoc-Verbindungskomitee (AHLC) der UNO vorgelegte Reformdokument keinen Plan enthält die Hetze gegen Israel zu reduzieren.

Das 1993 gegründete AHLC dient als Haupt-Koordinationsmechanismus auf politischer Ebene für Entwicklungshilfe für das palästinensische Volk. Sein Hauptauftrag besteht darin „den Dialog zwischen Gebern, der PA und der Regierung Israels zu fördern“.

Wie von den israelischen Medien vermerkt, musste die Palästinenserführung ein solches Dokument vorlegen, nachdem Finanzhilfen aus Europa verzögert wurden. Einige EU-Länder forderten letztes Jahr, dass die Palästinenser israelfeindliche und judenfeindliche Inhalte aus ihren Schulbüchern löschen und machten das zur Vorbedingung für die Überweisung von Geld an die PA.

Ramallahs Antwort beinhaltete jedoch diesen Aufruf zur Bekämpfung der „israelischen Besatzungsobrigkeit, die Informationen verdreht und die Folklore und das Erbe der Palästinenser stiehlt“:

Verbindungen zu internationalen Organisationen müssen aufgebaut werden, um die Herausforderung israelischer Fälschungen historischer palästinensischer Fakten aufzubauen. Unsere Botschaften auf dem gesamten Globus und die Medienapparate müssen sich gegen die Bemühungen der Fälschung des palästinensischen Narrativs stellen. Daher wird die Regierung unter anderem ihre Medienpräsenz im Einklang mit der aktuellen Initiative stärken, um einen Satelliten-Fernsehsenders für Jugendliche zusätzlich zum bestehenden offiziellen Fernsehsender zu starten.

Statt Dialog zu fördern, beinhaltet der „Reformvorschlag“ der PA haltlose Anschuldigungen gegen Israel, die anscheinend dazu gedacht sind fortgesetzte palästinensische Anschläge zu rechtfertigen.

Diese Geschichte wurde von exakt einer einzigen internationalen Nachrichtenagentur aufgegriffen. Der European Jewish Press.

Wo sind die Medien? Das ist PA-Hetze in voller Aktion.

Eines der krassesten Beispiele dafür, wie Ramallah Gewalt gegen Israel schürt, war seine Verleihung eines jährlichen Preises an das Westbank-Dorf Beita im November letzten Jahres.

Die Yassir Arafat-Stiftung wiederholte bei einer Feier im Kulturpalast von Ramallah frühere Aufrufe der PA-Herrscherfraktion, Fatah das „Modell Beita“ in „alle palästinensischen Städte“ zu exportieren. Dieses „Modell“ beinhaltet gewalttätige Krawalle, Ökoterrorismus, starke Sprengsätze zu zünden und Hakenkreuze zu verbrennen.

Die mit der Fatah verbundenen Einwohner der Stadt erhielten von PA-Premierminister Schtayyeh, der dem Stiftungsvorstand vorsitzt, einen Scheck über $25.000.

Diesen Anreiz zu Gewalt gegen Israelis zu geben ist offizielle PA-Politik. Das palästinensische Haushaltsbuch erklärt, dass Zahlungen an getötete oder inhaftierte palästinensische Terroristen und ihre Familien aus dem Märtyrer-Fond erfolgen müssen, weil die Empfänger einen „Kampfsektor“ bilden. Beachtenswert ist, dass die ausgezahlte Summe sich mit der Schwere des Verbrechens proportional erhöht.

Schtayyeh stand auch im Mittelpunkt einer Kampagne, die Klimawandel-Konferenz COP26 dazu zu nutzen den jüdischen Staat fälschlich des „Greenwashing“ zu beschuldigen, der angeblichen Verschmutzung des von den Palästinensern beanspruchten Territoriums.

In Wirklichkeit offenbarte eine Exklusiv-Untersuchung von HonestReporting, dass die PA Ökoterrorismus in der Westbank aktiv unterstützt.

Und trotz Abbas‘ angeblichen Verurteilungen der Anschläge, die Israel im Verlauf der letzten Monate in Aufruhr versetzt haben, hat seine Fatah-Fraktion noch diese Woche ein Video veröffentlicht, das offen die Terroristen unterstützt.

Von Palestinian Media Watch entdecktes Bildmaterial vom 18. Mai beinhaltet einen Clip des Sekretärs des Fatah-Zweigs in Jenin:

Als Zeichen der Unterstützung für die gesegnete Al-Aqsa-Moschee und die reinen Märtyrer und heldenhaften Märtyrer Ra’ad [Hazem], Diya [Hamarscheh] und alle Märtyrer, zünden wir heute die Fackel der Freiheit und die Fackel der Gefangenen an.

Ra’ad Hazem war der Terrorist, der den Anschlag am 7. April verübte, bei dem zwei Menschen getötet und mehrere andere verletzt wurden, als er das Feuer auf eine Bar in Tel Aviv eröffnete.

Diya Hamarscheh erschoss am 29. März fünf Menschen bei einem Anschlag, der in der ultraorthodoxen Stadt Bnei Brak östlich von Tel Aviv begann.

Hazem und Hamarscheh kamen beide aus dem Raum Jenin.

Um nicht ausgestochen zu werden, rief Abbas am 15. Mai die Familie Zubeidi an und kondolierte wegen des Todes des Terroristen Daoud Zubeidi, der seinen bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften in Jenin erlittenen Verletzungen erlag.

Abbas pries die Familie als eine, die „heldenhaft verwundete Gefangene und Kommandeure“ hervorbringt.

Zubeidi war der Bruder von Zakaria Zubeidi, dem früheren Kommandeur der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, dem „bewaffneten Arm“ der Fatah, der weithin als Terrororganisation eingestuft worden ist und zahlreiche tödliche Anschläge auf israelische Zivilisten verübt hat.

Wenn Nachrichtenorgane glauben, es sei berichtenswert, dass Mahmud Abbas Terroranschläge auf Zivilisten verurteilt hat, warum glauben sie nicht, dass es genauso bedeutend ist, dass diese Terroristen von seiner PA indoktriniert und Anreiz geliefert wurde Israelis zu hassen, zu entmenschlichen und sie ins Ziel zu nehmen?

Das Blut von Shireen Abu Akleh klebt an palästinensischen Händen

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 15. Mai 2022

Wenn die „Der Tod von Mohammed al-Dura“ genannte Produktion Pallywoods[*] Vom Winde verweht ist, dann ist das aktuelle Spektakel um Shireen Abu Akleh auf dem Weg ihr Star Wars zu werden. Beide Fälle sind gewaltige Gewinne für die Palästinenser in der Weltarena des Informationskriegs.

Das Bild des verängstigen 12-jährigen al-Dura, angeblich unter Feuer durch israelische Soldaten, wurde zur Inspiration für die Gewalt der zweiten Intifada. In den Worten der Journalistin Nidra Poller:

… entzündete sofort israelfeindliche und judenfeindliche Leidenschaften in der gesamten Welt, was eine Welle der Gewalt auslöste, die vom Lynchmord an zwei israelischen Reservisten in Ramallah bis zu Brandanschlägen auf Synagogen in Frankreich reichte. In den folgenden Jahren erlangte die Geschichte von Mohammed al-Dura in der arabischen und muslimischen Welt fast mystisches Format…

Dass der Tod von Mohammed al-Dura die wahre emotionale Ausrede für die folgende Lawine palästinensischer Gewalt war – und ein weit stärkerer Auslöser als Sharons „provokativer“ Besuch auf dem Tempelberg – wird von der sofortigen und weiten Verbreitung seiner Geschichte und des madonnenhaften Bildes seiner Leiche zu Füßen seines Vaters belegt. Straßen, Plätze und Schulen sind seitdem nach dem jungen islamischen Schahid benannt worden. Seine Todesszene ist in Wandbildern, Postern und Briefmarken nachgemacht worden, erscheint sogar ikonisch in einem Video der Enthauptung von Daniel Pearl.

Europäische Fernsehsender und Al-Jazira zeigten das Video von al-Dura – erstellt vom palästinensischen Kameramann Talal Abu Rahmeh – immer und immer wieder und der respektierte französische (jüdische) Kommentator, Bürochef von France 2 Jerusalem, Charles Enderlin verbürgte sich für seine Authentizität – und bot einen herzzerreißenden Begleitkommentar.

IDF und israelische Regierungsvertreter waren so überrumpelt, dass sie erst unzusammenhängend herumstotterten und entschuldigten sich sogar für den Tod von al-Dura, obwohl kurz darauf klar wurde, dass es unmöglich war, dass IDF-Feuer al-Dura und seinen Vater getroffen haben konnte. Entweder die Palästinenser erschossen al-Dura oder er wurde überhaupt nicht erschossen. Die Beweise – Pollers Artikel beinhaltet eine gute Zusammenfassung dazu – deutet darauf hin, dass die gesamte Szene gefälscht war.

Trotzdem gaben weder die Palästinenser noch Enderlin jemals zu, dass die Wahrheit ganz anders aussah, dass nicht brutale IDF-Soldaten ein palästinensisches Kind vorsätzlich und schmerzhaft ermordeten, einfach weil sie es konnten. Und warum sollten sie auch irgendetwas zugeben? Praktisch jeder war bereit ihre Lügen zu glauben, außer Israelis und eine Handvoll zionistische Blogger und Journalisten.

Die al-Dura-Geschichte unterstützte einen Aspekt der palästinensischen Propaganda, der immer auffällig gewesen ist – die Beschuldigung, dass die IDF vorsätzlich auf palästinensische Kinder schießt. Das trotz der Tatsache, dass die Wahrheit genau das Gegenteil ist: Die IDF versucht Schaden für Zivilisten zu vermeiden, besonders für Kinder; während die Palästinenser zahlreiche Anschläge verübt haben, zu deren Opfern zahlreiche Kinder gehörten: der Blutbus (Küstenstraßenmassaker), das Massaker von Ma’alot, der Anschlag von Misgav Am, die Bomben auf das Dolphinarium, die Pizzeria Sbarro und weitere.

Ob es einfache Projektion ist – beschuldige deinen Feind der Verbrechen, die du selbst begehst – oder ob die Technik ihnen von Experten für psychologische Kriegsführung vorgeschlagen wurde, die palästinensischen Verleumdungen der IDF sind effektiv gewesen. Vielleicht ist das wegen der historischen Ritualmord-Verleumdungen so, mit denen Juden beschuldigt wurden nichtjüdische Kinder entführt, gefoltert und getötet zu haben, die immer noch in den dunklen Ecken moderner Gemüter leben.

Die Geschichte des Todes von Shireen Abu Akleh unterscheidet sich auf eine Weise von dem von Mohammed al-Dura: Die al-Dura-Verleumdung benötigte einiges an Arbeit um arrangiert zu werden, während das Geschenk Abu Akleh den Palästinensern einfach in die Hände fiel. Die Reporterin von Al-Jazira war bei Terroristen eingebettet, die dem Palästinensischen Islamischen Jihad nahe stehen, wo sie in einem Feuergefecht zwischen diesen und israelischen Soldaten gefangen war. Die Palästinenser verkündeten sofort, dass Abu Akleh von IDF-Scharfschützen vorsätzlich erschossen – „hingerichtet“ – wurde. Das wurde in israelfeindlichen Medien und besonders in sozialen Medien auf der Stelle nachgeplappert; dort erklärten auch selbsternannte Experten wie Susan Sarandon, Ilhan Omar und Rashida Tlaib, dass sie von Israel kaltblütig „ermordet“ worden sei.

Abu Akleh war in der Arabisch sprechenden Welt sehr beliebt und wohlgelitten, besonders bei Palästinensern. Es ist verständlich, dass sie aufgebracht sind und ihren Tod betrauern. Aber es wäre falsch ihr Mord-Urteil gegen die IDF zu akzeptieren. An diesem Punkt ist nicht bekannt, ob die Kugel, die sie tötete, aus einer israelischen oder einer palästinensischen Waffe kam. Selbst wenn ersteres stimmen würde – und die Palästinenser haben es abgelehnt bei einer Ermittlung zu kooperieren – wäre eine beliebte Journalistin zu ermorden für Israel extrem kontraproduktiv. Wenn es eine IDF-Kugel wäre, dann wäre sie nicht vorsätzlich auf Abu Akleh geschossen worden.

Auf jeden Fall ist die Quelle der Kugel völlig irrelevant für die Verantwortung für ihren Tod. Das Feuergefecht fand statt, weil die Terroristen in den letzten Wochen 19 Israelis ermordeten – und her gibt es keine Frage bezüglich der Absicht! Weitere Morde sind nur durch das Handeln der Sicherheitskräfte verhindert worden, so wie die Operation in Jenin. Jenin ist das Epizentrum der Terroranschläge gewesen und die IDF war dort, um Terroristen zu verhaften, die weitere Anschläge planten. Shireen Abu Aklehs Blut klebt an den Händen der Terroristen, zusammen mit dem der von ihnen ermordeten Israelis.

Nichts davon spielt in der gesamten arabischen und muslimischen Welt, dem Großteil Europas und auch so vieler Kreise in den USA und Kanadas eine Rolle, wo palästinensische Behauptungen ohne Nachfragen akzeptiert werden. Palästinenser und ihre Anhänger haben schon lange beschlossen, dass „die Besatzung“ – heißt: die Anwesenheit eines jüdischen Staates zwischen Fluss und Meer welcher Größer auch immer – die Ursache für alles Schlechte ist, das dort geschieht. Aus ihrer Sicht sind jüdische Opfer von Terrorismus „Siedler“, die zu töten nicht ungerecht ist; die Terroristen, die sie mit Messern, Beilen und Schusswaffen ermorden, sind Helden, nicht Kriminelle; und Israels Armee und Polizei sind Unterdrücker, denen mit allen Mitteln Widerstand geleistet werden muss. Argumente zu Kugeln tun daher nichts zur Sache.

Die Palästinenserführer verstehen ihr Publikum und sie wissen, dass starke Emotionen wie die, die durch den Tod einer beliebten Person wie Abu Akleh heraufbeschworen werden, gegen Israel gerichtet werden können. Ziel ist eine Welle des Terrors durch „einsame Wölfe“, die nicht direkt mit den sie anstachelnden Organisationen in Verbindung gebracht werden können. Soziale Medien machen es für die PLO und die Hamas möglich, nicht nur ihren Terrorismus auszusourcen, sondern auch die Hetze.

Also haben die Palästinenser alle Register gezogen; die Beerdigung war vielleicht sogar größer als die von Yassir Arafat. Sie haben die ihnen freundlich gesinnten Medien und auch jede israelfeindliche Stimme in den sozialen Medien freigesetzt, die ihre Anschuldigungen von einer vorsätzlichen Hinrichtung nachplappern. Es wird Schulen und Straßen und Sommerlager geben, die nach der „Märtyrerin“ benannt werden und kleine Mädchen werden so aussehen wollen wie sie. Sie wird zu einem Symbol des „Widerstands“ werden.

Es gibt keinen Zweifel, dass wir, wie es mit al-Dura geschah, von den Terroristen bald Behauptungen zu hören bekommen, dass ihre blutige Arbeit vom Gedenken an Shireen Abu Akleh inspiriert wurde.


[*] Der Begriff „Pallywood“ wurde von Richard Landes geprägt, um die von den Palästinensern geschaffenen Fake-Nachrichtenvideos zu beschreiben. S. sein Video „Pallywood ‚According to Palestinian Sources…‘“.

„Motiv ungeklärt“ – Medien im Scheinwerferlicht

Das Verbrechen endete nicht mit einem brutalen Massenmord an Juden in Zentralisrael, sondern ging mit der verzerrten Berichterstattung weiter. Die Medien müssen aufhören wissentlich irreführende Schlagzeilen zu verwenden, wenn es um Israel geht.

David E. Kaplan, Lay of the Land, 13. Mai 2022

Es begann als Tag zum Feiern; es endete als Tag der Trauer.

Am Ende von Israels 74. Unabhängigkeitstag, nach einer Welle an Terroranschlägen im ganzen Land und wiederholten Drohungen palästinensischer Terrororganisationen wegen des Tempelbergs in Jerusalem, gingen zwei Beil schwingende Terroristen auf Randale in einem zentralen Park in der weitgehend ultraorthodoxen Stadt Elad in Zentralisrael.

Auch noch mit einem Messer in ihrem „Spitzen“-Arsenal griffen die beiden ideologisch aufgeladenen Terroristen an, hackten drei Väter zu Tode, was 16 Kinder zu Waisen machte, verletzten weitere sieben Personen, drei davon schwer. Ein Mann, der den Notdienst United Hatzalah anrief, war zu hören, wie er in sein Telefon schrie:

„Hier ist so viel Blut… das sind Wunden von einem Beil.“

Die örtliche israelische Polizei hatte kein Problem zu bestätigen, dass es sich bei dem Vorfall um einen Terroranschlag handelte.

Den internationalen Medien war eine solche Leichtigkeit nicht zuteil; sie unternahmen alles, um zunächst die palästinensische Identität der Angreifer zu verschleiern sowie den Versuch zu unternehmen Israel in den Massenmord an seinen eigenen Bürgern hineinzuziehen.

Schnell aus dem sprichwörtlichen Raster kam France 24 mit einer neutralen Eilmeldung am Fuß meines Fernsehbildschirms:

„Israel – israelische Medien sagen 3 Tote, mindestens 6 Verletzte bei Massen-Messerstechen bei Tel Aviv; Motive unklar“

Keine Hinweise zur eindeutigen Identität der Täter oder der Opfer, was es den Zuschauern überlässt zu mutmaßen, dass es sich um eine „kriminelle Handlung“ handeln könnte!

Die Schlagzeile endete dann mit:

„Motiv unklar“

Motiv unklar?

Meine Frau war nicht weniger wütend; sie schrie reflexhaft in einem Ausbruch:

„Das ist so, als würde man sagen, im Holocaust wurden 6 Millionen getötet. Sie wurden nicht getötet, sie wurden ERMORDET.“

Das Motiv für die Ausschreitungen in Elad war jedem Israeli, Juden und Araber klar, aber den französischen Journalisten, die über den palästinensischen Terroranschlag, die Täter berichteten, erschien das Motiv als Rätsel.

Die französische Abkoppelung: FRANCE 24 Nachrichten, dass das Motiv der Beilmörder an Juden in Elad war „UNKLAR“.

Wahrscheinlicher ist: Sie wollten das vom Sender präferierte Narrativ nicht verderben!

Um nicht ausgestochen zu werden, ging Al-Jazira auf teuflische Weise noch weiter. Zufrieden damit die Täter in seiner Berichterstattung nicht zu identifizieren, auch nicht einmal nahezulegen, dass es sich entweder um Terror oder Massenmord handelte, schickte der Sender aus Qatar beim Bericht, dass 3 Israelis „zu Tode gehackt“ wurden, seiner Schlagzeile schaurig voraus:

„Zahlt den Preis“

Was für ein kalter, herzloser und berechnender Bericht eines Senders; als wäre es für diese Familien wohlverdient, dass ihnen das Leben von Massenmördern von Massenmördern entrissen wurde. Al-Jazira beschreibt diese Mörder nicht als „Mörder“ oder „Terroristen“, sondern als „Angreifer“, deren Tun verstanden oder vergeben werden sollte, weil der wahre Verbrecher ISRAEL ist, das im Rest der Schlagzeile als räuberischer „Jäger“ beschrieben wird, weil es versuchte die „Angreifer“ festzunehmen.

Der nächste Sender, den ich wählte, war die BBC, die die mörderischen Ausschreitungen mit Beilen gegen Zivilisten neutral als „Angriff“ bezeichnete. Ohne Verwendung von Adjektiven zur Beschreibung des Horrors des Anschlags versäumte es die Schlagzeile jegliche Aufmerksamkeit auf die Identität der Mörder zu lenken, außer sie als „Angreifer“ zu beschreiben.

Verdacht eines Terroranschlags. BBC-Bericht zur Jagd auf „Angreifer“, nicht Killer, Mörder oder Terroritsen.

VON ELAD NACH JENIN

Andere Stadt, andere Einstellungen!

Vergleichen Sie Al-Jaziras Berichterstattung über den vorsätzlichen Anschlag auf Juden in Elad mit dem tragischen Tod der Nahost-Korrespondentin Shireen Abu Akley, die in einer Konfliktsituation ins Kreuzfeuer geriet. Tödlich von einer Kugel getroffen, deren Quelle unbestimmt bleiben.

Angesichts der pausenlosen Berichterstattung dieses unglücklichen Todes einer einzigen Journalistin könnte einem die Frage verziehen werden, wo die Berichterstattung über seit dem 24. Februar (dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine) rund 20 getöteten und 13 verletzten Journalisten ist. Währen dieser unberechtigten Invasion verschwanden drei Journalisten und acht Journalisten, darunter vier Frauen, wurden entführt. Wo ist die Berichterstattung – oder Sorge – gewesen und wer von all denen, die protestieren, kann überhaupt einen Namen nur eines dieser Journalisten nennen?

Jetzt vergleichen Sie die jeweilige Wortwahl von ein paar der Schlagzeilen-Berichte von Al-Jazira nach dem Tod ihrer Journalistin in Jenin:

„SHIREEN ABU AKLEY … SIE TRUG PRESSEHELM UND -JACKE UND TROTZDEM ODER DESWEGEN WURDE SIE ANGESCHOSSEN UND GETÖTET“

– Al-Jazira nimmt ohne Beweise an, dass Israel die Journalistin erschoss und weil sie als „Presse“ erkannt wurde, tötete Israel sie vorsätzlich – mit anderen Worten: ermordete sie!

– Ein folgender Bericht von Al-Jazira lautete:

Es war kein Mord. Al-Jazira-Reporterin Shireen Abu Akleh, die tragischerweise während deines Feuergefechts zwischen israelischen Streitkräften und palästinensischen Bewaffneten in Jenin von einer Kugel getötet wurde (Foto: Reuters/Imad Creidi)

Es gibt keine Erklärung dazu, dass israelische Soldaten während einer gefährlichen Operation in Jenin waren, um in einer Zeit die Ruhe wieder herzustellen, in der israelische Zivilisten ihr Leben bei Terroranschlägen überall in Israel verloren haben, von denen viele in Jenin geplant und eingefädelt wurden. Al-Jazira hielt es für angebracht die israelische Militäraktion als „israelischen Terrorismus“ zu bezeichnen.

Wenn es irgendeinen Zweifel an der glasklaren Einseitigkeit von Al-Jazira gegeben hätte, beachten Sie den folgenden Schlagzeilen-Bericht, in dem der Sender ungeniert das Narrativ schildert, das er seinem weltweiten Publikum präsentieren will:

„SHIREEN WURDE VON EINER REGIERUNG ERMORDET, DIE BEDINGUNGSLOSE FINANZIERUNG DURCH DIE USA ERHÄLT.“

Al-Jazira agierte jetzt als Richter und Jury. Zwar wurde von al-Jarmak TV die ursprüngliche Autopsie von Shireens  Leiche durch den palästinensischen Leichenbeschauer Dr. Ryan al-Ali vom Pathologischen Institut an der a-Najah-Universität in Nablus zitiert, dass „nicht festgestellt werden kann, ob [Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Akleh von israelischem Feuer oder durch eine palästinensische Kugel getötet wurde], aber Al-Jazria machte Israel für ihren Tod verantwortlich, indem es sagte, sie sei „vorsätzlich“ von den Soldaten beschossen worden.

„Wir verurteilen dieses abscheuliche Verbrechen, das die Medien davon abhalten soll ihre Botschaft auszuführen und wir machen die israelische Regierung und die Besatzungsstreitkräfte für ihren Tod verantwortlich“, schrieb der Sender auf twitter; er fügte hinzu:

„Wir rufen die internationale Gemeinschaft zur Verurteilung auf und dazu die israelischen Besatzungsstreitkräfte für die vorsätzliche Tötung unserer Kollegin Shireen Abu Akleh zur Verantwortung zu ziehen.“

Richter, Jury und jetzt auch Henker – das ist Al-Jazira.

In der medialen Berichterstattung vernachlässigt ist die höchst beunruhigende Haltung der palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die es ablehnt die Kugel, die die Journalistin traf, von Israel untersuchen zu lassen, um eine ballistische Analyse durchzuführen. Sie hat die Anfrage nach einer gemeinsamen Untersuchung entschieden abgelehnt.

Warum?

Weil es nicht darum geht die Wahrheit herauszufinden, sondern Israel international in Verruf zu bringen. Das wurde heute von PA-Chef Mahmud Abbas bei Abu Aklehs Beerdigung offenbart, wo er sagte:

„Wir werden Israel vor den Internationalen Strafgerichtshof bringen, wir trauen ihnen nicht.“

Die Killer, die in Elad drei Israelis abschlachteten, wurden von Al-Jazira als „Angreifer“ bezeichnet, während Israel automatisch, ohne jeden Beweis, nicht nur für den Tod der Journalistin verantwortlich gemacht, sondern auch beschuldigt wird sie „ermordet“ zu haben. Mitschuldig an diesem „Mord“ sind laut Al-Jazira die USA wegen ihrer „BEDINGUNGSLOSEN FINANZIERUNG“ des jüdischen Staates.

Unstrittig ein Terroranschlag. Familie und Freunde trauern bei der Beerdigung von Boaz Gol, der beim Terroranschlag in Elad in Zentralisrael getötet wurde. (Foto: Yonatan Sindel/Flash90)

Worauf all das hinausläuft, ist der ausdrückliche Antisemitismus in den Medien, wobei Al-Jazira das Rudel anführt.

Zwar glaubten einige Sender, die Motive der Judenkiller in Elad seien „UNKLAR“, aber es wird zunehmend KLAR, dass einer der wichtigsten Aspekte des mediengetränkten Konflikts zwischen Juden und Arabern auch der am wenigsten berichtete ist:

Die Presse selbst

Palästinenser gegen alle anderen: Die selektive Empörung der Medien, wenn Israel nicht beteiligt ist

HonestReporting, 26. Juli 2021

Im April 2015 gab Ahmed Tibi, ein Mitglied der Arabischen Gemeinsamen Liste des israelischen Parlaments, eine gewichtige Erklärung ab, mit der er die Kriegsverbrechen des Islamischen Staats (ISIS) an der syrisch-palästinensischen Bevölkerung verurteilte. „Was im Lager Yarmuk geschieht, ist ein Verbrechen gegen die Menschheit“, sagte er unter Bezugnahme auf die gewalttätige Übernahme des Flüchtlingslagers nahe Damaskus nur wenige Tage zuvor.

„Mehr als tausend Palästinenser wurden getötet“, versicherte Tibi.

Es fällt auf, dass diese Äußerung von praktisch allen Medien außerhalb Israels ignoriert wurde; die einzige Ausnahme war der Washington Examiner, der als einige große Nachrichten-Website Tibis Kommentare erwähnte. Die Tatsache, dass die Kommentare nicht berichtet wurden, war besonders bemerkenswert, wenn man im Hinterkopf hat, dass die Medien oft und ausgiebig alle seine Behauptungen über angebliche, von Israel begangene Verbrechen an Palästinensern berichteten (siehe z.B. hier, hier und hier).

Offenbar verdienen angebliche Verbrechen, die von Israel an Palästinensern begangen werden, mehr Aufmerksamkeit der Medien als tatsächliche Gräueltaten, die von anderen Akteuren an ihnen begangen werden.

Bevor 2011 der syrische Bürgerkrieg ausbrach, war Yarmuk Heimat für rund 160.000 palästinensische Flüchtlinge und ihre Nachkommen, was es zur größten solchen Gemeinschaft im Land macht. Das Lager wurde ursprünglich 1957 gegründet und hatte das Ziel arabische Flüchtlinge vor Israels Unabhängigkeitskrieg von 1948 zu beherbergen, bei dem fünf arabische Armeen den jungen jüdischen Staat angriffen.

Der syrische Bürgerkrieg zerstörte Yarmuk komplett. Bis Januar 2019 waren nur ein „paar Dutzend Familien“ im Lager übrig, es gab nur noch ausgebombte Gebäude und Schutt.

Nach Zusammenstößen zwischen Kräften von Anhängern und Gegnern Baschar al-Assads verhängte die syrische Regierung eine Belagerung des Bereichs. Zwischen Juli 2013 und Februar 2014 verzeichnete Amnesty International 194 Tote in Yarmuk, darunter 12 Babys, sechs Kinder und 41 alte Menschen. Zwei Drittel verhungerten; andere starben wegen fehlender medizinischer Behandlungen. In den folgenden Jahren brachten sich intensivierende Zusammenstöße, Luftangriffe und Artilleriebeschuss weitere Zerstörung und trieben die Todesopfer in Yarmuk auf geschätzte 1.458 hoch.

„Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat mehr von uns getötet als Israel es in seinem letzten Krieg gegen den Gazastreifen gemacht hat“, sagte ein palästinensischer Flüchtling der New York Times am 16. Dezember 2012.

Eine große Datenanalyse durch HonstReporting offenbart hingegen, dass die meisten prominenten Medienorgane diese palästinensischen Toten weitgehend übersehen haben. Zum Beispiel erwähnten, als das syrische Regime während einer einwöchigen Bombardierungskampagne auf Yarmuk 20 Zivilisten tötete, nur fünf Artikel die getöteten palästinensischen Zivilisten.

Dann übernahmen während des Angriffs der Regierung auf Yarmuk im April 2015 Terroristen des Islamischen Staats für kurze Zeit die Kontrolle über das Lager. Nach Angaben des Botschafters der Palästinensischen Befreiungsorganisation in Syrien, Anwar Abed al-Hadi, hat ISIS palästinensische Bewohner „hingerichtet, geköpft und vergewaltigt“. Diese Behauptungen wurden von palästinensischen Quellen vor Ort bestätigt, erhielt jedoch wenig bis keine Aufmerksamkeit seitens der Mainstream-Medien.

Die Verbrechen von ISIS an Palästinensern beschränkten sich nicht auf den Angriff auf Yarmuk. Nach Angaben von UNRWA, der UNO-Organisation für palästinensische Flüchtlinge, töteten Bomben des Islamischen Staats von Januar bis Juni 2016 in der Umgebung von Qabr Essit – einem weiteren Flüchtlingslager in den Außenbezirken von Damaskus – mindestens 36 Palästinenser.

Eine Analyse von HonestReporting stellte fest, dass diese palästinensischen Opfer von ISIS-Gräueltaten von großen Medien wie der New York Times, der Washington Post, CNN, Los Angeles Times, Associated Press, Reuters, der BBC und anderen nicht ein einziges Mal erwähnt wurden.

Bei Verbrechen der Hamas gegen die Palästinenser wegsehen

Genauso schienen viele Medienorgane Verbrechen einen Persilschein zu geben, die von der Hamas an Palästinenser begangen werden, also von der Terrororganisation, die den Gazastreifen seit mehr als einem Jahrzehnt regiert. Am 24. Juli 2021 riefen Palästinenser in der Küstenenklave die Hamas und andere bewaffnete Gruppen auf, aufzuhören Waffen in Wohngebieten zu lagern. Der seltene Aufschrei folgte einer großen Explosion im Al-Zawiya-Markt in Gaza Stadt, bei dem eine Person getötet und 14 weitere verletzt wurden.

Obwohl mehrere Medien schnell über die Explosion berichteten (siehe hier, hier und hier), entschieden sie sich später die Nachrichten über die wahrscheinliche Beteiligung palästinensischer Terrorgruppen zu ignorieren.

Tatsächlich offenbart eine Untersuchung der journalistischen Berichterstattung über den Gazastreifen ein Muster selektiver Berichte, wenn es um palästinensisches Leid geht. Als zum Beispiel ein Gaza-Teenager letztes Jahr von einem Sprengsatz getötet wurde, an dem er arbeitete, wurde in den Medien dieser Vorfall nicht erwähnt, der offenbart, wie die Terrorgruppen im Gazastreifen Minderjährige für sich rekrutieren – eine Tat, die ein Kriegsverbrechen darstellt.

Und im Kontext des Gaza-Konflikts vom Mai 2021 gingen Organe wie die New York Times einen Schritt weiter: Sie spielten aktiv die Verbrechen der Hamas an deren eigener Bevölkerung herunter (siehe hier und hier).

Das syrische Regime und Terrororganisationen wie ISIS und Hamas sind für ihre völkermörderischen Taktiken und Menschenrechtsverletzungen bekannt. Dennoch scheinen große Nachrichtenorgane anscheinend blind gegenüber dem Leid gewöhnlicher Palästinenser, die in ihr Fadenkreuz geraten.

Die Medien-Apathie erstreckt sich allerdings auch auf vom Westen unterstützte Regierungen. Zum Beispiel geht es Palästinensern nicht sonderlich besser, die unter der autoritären Herrschaft der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) in der Westbank leben. Aber während der Tod von Nizar Banat, einem palästinensischen Menschenrechts-Aktivisten, der in PA-Gewahrsam starb, Anfang des Monats beträchtliche Berichterstattung erhielt (siehe hier, hier und hier), war die den Menschenrechtsverletzungen der PA gewidmeten Aufmerksamkeit flüchtig.

Wo waren diese Presseorgane, als die USA Ramallah beschuldigten gegen Teilnehmer des Wirtschafts-Workshops „Frieden zu Wohlstand“ in Bahrain vorzugehen – und sie in einigen Fällen folterte – ein Paukenschlag von einem Vorwurf, der nur in Israel Schlagzeilen machte?

Wenn Israel nicht beteiligt ist, scheint Schweigen eher die Faustregel zu sein als die Ausnahme. Es scheint fast so, als ob einige palästinensische Leben mehr zählen als andere.

Während die Medien Israel beschimpfen, soll die Hamas genug Geld versteckt halten, mit dem der Gazastreifen komplett wiederaufgebaut werden könnte

Akiva van Koningsveld, HonestReporting, 17. August 2021

Die führende deutsche Zeitung DIE WELT hat ein Exposé zum geheimen Auslands-Investmentportfolio der Hamas veröffentlicht. Nach Angaben von Dokumenten, die die Zeitung aus westlichen Geheimdienstquellen erhielt, besitzt die von den USA zur Terrororganisation erklärte Gruppe Anteile an rund 40 internationalen Firmen im Nahen Osten und Nordafrika mit einem Schätzwert von mehr als $500 Millionen.

„Seit Jahren gab es Gerüchte über ein solches Portfolio, die jetzt durch auf einem Hamas-Computer gefundene Informationen bekräftigt zu sein scheinen“, hielt WELT-Chefkorrespondent Clemens Wergin fest. „Die Bilanz enthält auch verschlüsselte Hinweise auf 49 Millionen US-Dollar, die aus dem Portfolio in die Schatullen der Hamas gingen, von denen geschätzte 40% in Militär-/Terrorausgaben flossen.“

Nach Angaben israelischer Daten reichen alleine diese $49 Millionen aus um im Gazastreifen 1.405 Häuser, 310 Kliniken, 114 Moscheen oder 98 Schulen zu bauen. Das würde, was nicht gesagt werden muss, viel dazu beitragen die Enklave nach dem 11-tägigen, von der Hamas angefangenen Konflikt mit Israel im Mai wieder aufzubauen. Weiter gefasst würden die mutmaßlich von der Hamas gebunkerten $500 Millionen ausreichen, um – nach Angaben der Weltbank – allen während des Kriegs eingehandelten physischen Schaden sowie die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Verluste zu reparieren.

Trotzdem wurde die Story des offenkundigen Auslands-Investitionsportfolios der Hamas – dessen Wert fast dem Nettovermögen von Queen Elizabeth entspricht – nur von zwei englischsprachigen Medienorganen aufgegriffen, nämlich The Algemeiner und der The National mit Sitz in de VAE. Und das, obwohl die New York Times, CNN, die Washington Post und andere hoch gehandelte Organe haben seit dem Waffenstillstand vom 21. Mai mehr als 80 Artikel zum künftigen Weideraufbau des Gazastreifens veröffentlichten.

Die ganze Zeit über wird Israel öfter als nur ein paar Male für den fehlenden Fortschritt zu einer langfristigenWaffenruhe verantwortlich gemacht worden, der dem von der Hamas regierten Gebiet die Wiederherstellung gestatten würde. Unerwähnt bleibt, dass de facto die Terrororganisation daran schuld ist, in erster Linie mit ihrer Forderung, dass ihr Zugang zu Dutzenden Millionen Dollar Bargeld aus Qatar gewährt wird ohne irgendwelche Garantieren zu geben, dass das Geld auch wirklich für humanitäre oder zivile Zwecke verwendet werden wird.

Insbesondere israelische Medienberichte legen nahe, dass die Hamas es ablehnt die Gelder per Überweisung anzunehmen; stattdessen besteht sie darauf, dass das Geld weiter in mit Bargeld vollgestopften Koffern weitergegeben wird. Israel und die palästinensische Autonomiebehörde üben beide ihrerseits ziemlichen Druck aus, dass die Gelder strenger Aufsicht unterzogen werden, damit sie von der Hamas nicht für Terroraktivitäten verwendet werden.

„Wir arbeiten auch an einer Lösung, die humanitäre Hilfe für die Einwohner des Gazastreifens erlauben wird, aber ohne Koffer voller Dollar“, betonte der israelische Premierminister Naftali Bennett letzten Monat. Gazas Herrscher jedoch haben Berichten zufolge über ägyptische Vermittler wissen lassen, sollten Jerusalem und Ramallah nicht ihren absurden Bedingungen zustimmen, dann werden sie eine neue Runde der Gewalt gegen den jüdischen Staat lostreten.

Am 12. August zitierte die der Hamas nahe stehende Nachrichtenagentur Safa eine „informierte Quelle“ damit, dass die Terrororganisationen im Gazastreifen wegen des Themas „auf eine Eskalation mit Israel hinarbeiten“. Die Drohungen wurden am Samstag intensiviert, als Hamas-Sprecher Hazem Qassem vor einer „jederzeit möglichen Explosion“ warnte. Die al-Nasser Salah al-Din-Brigaden, eine große Terrorfraktion, die am jüngsten Konflikt teilnahm, sagte, die Organisationen „werden dem Feind nicht mehr Zeit geben“.

Am Montagnachmittag ließ die Terrororganisation ihrer Drohung Taten folgen, als die seit dem Waffenstillstand vom 21. Mai erste Rakete aus dem Gazastreifen gefeuert wurde. Das Raketenverteidigungssystem Eiserne Kuppel fing das Projektil ab, das in der Stadt Sderot wie auch umliegenden jüdischen Gemeinden die Sirenen auslöste. Der Angriff, der anfangs von keiner Fraktion für sich beansprucht wurde, fand statt, als die Terrorgruppen im Gazastreifen sich zur Diskussion „wichtiger nationaler Fragen“ treffen sollten.

Artikel der der auf Linie der Hamas befindlichen Medien sowie eine Äußerung auf der Internetsete der Terrororganisation haben regelmäßig auf die Verzögerung des Empfangs qatarischen Bargelds als Hauptgrund für die andauernden Spannungen hingewiesen.

Auslandsmedien hingegen haben die Forderung der Hamas, die Koffer voller Bargeld im Tausch für vorläufige Ruhe zu erhalten, komplett ignoriert – selbst als DIE WELT aufdeckte, dass der Reichtum der Hamas ausreicht den Gazastreifen mit eigenen Mitteln wieder aufzubauen. Der Bericht von Associated Press über das Raketenfeuer von Montag z.B., der in der Washington Post und bei ABC News abgedruckt wurde, überspielte das Thema komplett. AP hingegen verknüpfte den Angriff mit Zusammenstößen dieser Woche zwischen palästinensischen Terroristen und israelischen Sicherheitskräften in der Westbank.

„Sie [die Rakete] kam nur Stunden, nachdem israelische Truppen während einer spätabendlichen Razzia in der besetzten Westbank mit palästinensischen Bewaffneten aneinander gerieten, wobei in einer der tödlichsten Schlachten in dem Gebiet in Jahren vier Palästinenser getötet wurden“, lautete ein Satz dem Artikel.

Wie auch während des Konflikts im Mai üblich, schreiben AP und andere Publikationen wieder Israel die Verantwortung für die Eskalation zu, die die palästinensischen Terrororganisationen seit Wochen angekündigt haben.

Tatsächlich scheint die Hamas bereit zu sein weiteres unschuldiges Leben zu opfern, sollte sie nicht kaltes, hartes Bargeld in die Hände bekommen, obwohl sie auf einem grotesk großen finanziellen Polster sitzt, das die Situation der gewöhnlichen Gazaner enorm verbessern könnte.

Kontaktieren sie Associated Press und fordern Sie, dass man dort entscheidenden Kontext zu den zunehmenden Spannungen zwischen Israel und dem Gazastreifen mitberichtet.

Warum ignorieren die Medien „andere“ Menschenrechtsprobleme der Palästinenser?

Rachel O’Donogue, HonestReporting, 11. August 2021

Die Nachrichten-Berichterstattung über die vermeintlichen schrecklichen Lebensbedingungen, die die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen ertragen müssen, ist nicht schwer zu finden. In der Folge des von der Hamas initiierten ausgewachsenen Konflikts mit Israel im Mai konzentrierten sich zahlreiche in hoch gehandelten Publikationen veröffentlichte Artikel auf die Nöte, denen die Gazaner ausgesetzt sind, die zufälligerweise unter einer Terrorherrschaft leben (siehe hier, hier und hier).

Wie leider nicht anders zu erwarten war, ignorierte ein Großteil der Berichterstattung die Rolle, die die Hamas sowohl bei der Schaffung als auch der Beibehaltung der elenden Zustände spielte, die die Einwohner des Strips durchmachen. In der Tat wäre der Gazastreifen in weit besserer Verfassung, würde die Hamas z.B. zustimmen Israel zwei israelische Bürger, die seit mehr als fünf Jahren als Geiseln gehalten werden, sowie die sterblichen Überreste zweier IDF-Soldaten zurückgeben. Denn dann wäre Jerusalem geneigt mehr Hilfe anzubieten und wäre weit flexibler, was Nachkriegs-Wiederaufbaubemühungen in der Enklave angeht.

Darüber hinaus möchten viele Medienorgane gerne die Tatsache begraben oder völlig ignorieren, dass zwar die meisten Gazaner in Armut leben, die Hamas aber den unehrenhaften Status einer der reichsten Terrororganisationen der Welt genießt. Dank der großzügigen Finanzierung durch den Iran streichen die Herrscher des Gazastreifens ungefähr $700 Millionen pro Jahr ein – eine stolze Summe, die es ihr erlaubt die Munition zu beschaffen, die sie gewohnheitsmäßig in stark bebauten zivilen Bereichen oder unter Schulen und  Krankenhäusern lagert, statt sie in zivile Infrastruktur oder Programme zur Verbesserung des Lebens der gewöhnlichen Leute zu investieren.

Eine Fülle Spaltenplatz wurde auch aktuell der Affäre Scheik Jarrah/Schimon HaTzaik gewidmet (siehe hier und  hier) – praktisch ein Eigentumsstreit, der sich um arabische Mieter dreht, die ihren Mietzahlungen nicht nachkommen wollen – der die Aufmerksamkeit der Welt einfing, weil er eine weitere Gelegenheit war Israel als Aggressor gegen wehrlose Palästinenser hinzustellen.

Letzte Woche ist Israel nach dem Ausbruch von Feindseligkeiten entlang seiner Nordgrenze zum Libanon einmal mehr in die internationalen Schlagzeilen geraten. Über von palästinensischen Terrorgruppen sowie zuletzt der Hisbollah beanspruchte Raketenangriffe sowie die Vergeltungs-Artillerie- und Luftangriffe der IDF wurde weithin berichtet.

Hisbollah schießt Raketen nach Israel, es droht eine riskante Eskalation.
Hisbollah, Israel beschießen sich in gefährlicher Nahost-Eskalation

Was aber in diesen Artikeln kaum eine Erwähnung wert war: Der Libanon steht derzeit infolge einer wirtschaftlichen und politischen Krise am Rande des völligen Zusammenbruchs. Darüber hinaus gibt es kaum einen Verweis auf die Rolle des iranischen Terrorstellverteters Hisbollah bei der Vertiefung der entstehenden Katastrophe, darunter die Ablehnung eines umfassenden Rettungsprogramms des Internationalen Währungsfonds.

Vielleicht am auffälligsten überhaupt ist das Fehlen jeglicher Artikel der Mainstream-Presse, die die Aufmerksamkeit auf die am schlimmsten von der Notlage betroffene Gruppe im Libanon lenkt – die dort lebenden Palästinenser.

Die Misere dieser 300.000 Personen starken Bevölkerung aus hauptsächlich „Flüchtlingen“ kann nicht untertrieben werden: Ihnen werden zahlreiche Berufsbereiche verwehrt, in vielen Fällen dürfen sie kein Land besitzen und ihnen wird der Zugang zu Bildung vorenthalten. Wohlfahrtsorganisationen haben festgestellt, dass ihre bereits schlimme Lage noch von der andauernden Krise des Landes verschlechtert wurde und heute viele nicht einmal genug zu essen haben.

Es sind jedoch keine Artikel zu diesem Thema in irgendeiner der Mainstream-Publikationen erschienen, die normalerweise jede wahrgenommene Ungerechtigkeit an Palästinensern so gerne herausstellen. Nach Angaben von HonestReportings eigenen Daten wurden palästinensische Flüchtlinge im Libanon von allen Nachrichtenseiten in den USA in den letzten 30 Tagen insgesamt nur 86-mal erwähnt. In demselben Zeitraum wurde über Palästinenser im Gazastreifen mehr als 5.000-mal geschrieben.

Genauso schweigen die sozialen Medien – besonders Promis, die so stolz auf sich sind, dass sie die Ungerechtigkeiten der Welt herausstellen – über die Verschlimmerung des Problems.

Ein typisches Beispiel: Das Supermodel Bella Hadid nutzte diese Woche ihre Instagram-Plattform und deren fast 50 Millionen Follower, um gleichzeitig ihr Cover-Fotoshooting für die Vogue anzukündigen und ein „freies Palästina“ zu fordern. Trotz der Tatsache, dass ihr Vater einst kurz als Flüchtling im Libanon war, bevor er in die USA auswanderte und ein Immobilien-Magnat wurde, hat sie sich mit diesem Thema noch nicht gesondert beschäftigt.

Gibt es irgendeine Vermutung, warum die Medien sich entscheiden dieses Palästinenser-Thema zu ignorieren, aber eine Vielzahl Artikel über die Einwohner des Gazastreifens abzuliefern?