Kloppe

Was Charlottesville noch bewirkt hat:

Und mir nichts, dir nichts
redet keiner mehr von Russland.

Aber jetzt geht es wirklich jedem an den Kragen:

Dabei war der nicht mal im Bürgerkrieg. (Wer ihn nicht kennt: Das ist Colonel Sanders, der Erfinder von Kentucky Fried Chicken.)

Vergleichen wir mal – wann sind die Dinger dran? Schließlich sind sie riesige Monumente der Sklaverei:

Google hat diese Woche einen Mitarbeiter geschasst, der nicht die Meinung der Eliten teilt.

Suchen wir mal auf Google nach „Gedankenvielfalt“. Dann kommt vermutlich „Gedankenverbrechen“ bei raus:

Linke Hysterie-Themen:

Sie wollen Faschismus unterdrücken? Na ja…

Obama, der Superpräsi:

2008 versprach Obama Amerika fundamental zu verändern. Das Vorher und das Nachher sehen so aus:

Und wir sollten nicht vergessen, wer die Sauerei mit Nordkorea hinterlassen hat:

Obamedien:

Die zwei Hauptabteilungen der Qualitätsmedien: die Abteilung, die Nachrichten sammelt und die Abteilung, die aussucht, wie Trump beschuldigt wird.

Charlottesville, Trump/Konservative und die Medien:

Und sie schreiben Trump runter und runter und runter – und haben Meinungsumfragen dazu. Das Problem:

Holzfäller: Ich bin die [Schimpfwort] New York Times
und du kannst auf keinen Fall da oben sein!!

Macht aber nichts, sie nutzen die nationalen Krisen (oder was sie dafür halten), um Trump zu beschuldigen:

Trumps Fehler!

Das hier wird von Obamedien mit Sicherheit als falsche Gleichsetzung eingestuft werden:

Sind Kommunisten schlecht? Ja.
Sind Nazis schlecht? Ja.

Der Donald:

… und sein Umgang mit der Presse:

Noch irgendwelche Fragen?

Eine andere Meinung dazu, wie Trump mit dem Problem mit Nordkorea umging:

Kim: Okay, lass uns auf ein Remis einigen

Die unterdrückte Antisemitismus-Dokumentation aus historischer Perspektive

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die anfangs von dem öffentlich-rechtlichen und von der EU subventionierten, deutsch-französischen Fernsehsender arte unterdrückte Dokumentation über europäischen Antisemitismus passt durchaus in eine lang andauernde europäische Geschichte des Verbergens von Informationen über Antisemitismus und diejenigen, die ihn begehen. Drei extreme solche Fälle seit Beginn dieses Jahrhunderts, die unten diskutiert werden, veranschaulichen ein weit allgemeineres Phänomen.

Nach Beginn der zweiten palästinensischen Intifada im Herbst 2000 gab es in Westeuropa einen großen Ausbruch von Antisemitismus. Das erste Land, in dem sich das manifestierte, war Frankreich. Viele der gewalttätigen antisemitischen Vorfälle waren von Muslimen verursacht. Die damalige sozialistische Regierung von Premierminister Lionel Jospin wollte die Tatsachen nicht eingestehen, ganz zu schweigen davon die Gemeinschaft der Haupttäter zu identifizieren.

Der französische Soziologe Shmuel Trigano berichtete, dass antisemitische Gewalt mehrere Monate lang weitgehend weder von der Presse noch von den Behörden berichtet wurde. Die Polizei stufte die Vorfälle als „Rowdytum“ ein.[1] Wir können heute nachvollziehen, dass in diesen Jahren die mentale Infrastruktur für die beträchtliche Emigration französischer Juden während der letzten Jahre geschaffen wurde.

Ein weiterer wichtiger Fall, der dieselbe „Politik des Versteckens der Wahrheit“ verdeutlicht, ereignete sich, als das Europäische Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) – eine Organisation der EU – 2002 die damals 15 EU-Mitgliedstaaten aufforderte antisemitische Gewalt und Ansichten zu melden. Die von der EUMC abgerufenen Informationen wurden an das ZfA weitergeleitet, das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin; es hatte den Auftrag die Daten zu analysieren.

Die amerikanische Forscherin Amy Elman analysierte in ihrem Buch The European Union, anti-Semitism and the Politics of Denial[2], wie dieses Thema sich entwickelte. Sie sagte in einem Interview: „Das ZfA vollendete seinen Bericht im Oktober 2003. Es stellte fest, dass gewalttätige Angriffe auf Juden oft aus ansteckendem Antizionismus des gesamten politischen Spektrums entstanden. Darüber hinaus ermittelte es junge Muslime arabischer Herkunft als Haupttäter physischer Angriffe auf Juden sowie der Schändung und Zerstörung von Synagogen. Viele waren selbst Opfer von Rassismus und sozialer Ausgrenzung.“[3]

Die EUMC entschied sich den Bericht des ZfA nicht zu veröffentlichen. Es wurde behauptet, dass er nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war. Das ZfA reagierte damit, dass die regelmäßige Erwähnung muslimischer Täter von Antisemitismus und antizionistischen Angriffen das war, was die EUMC verschreckte. Das ZfA machte zudem öffentlich, dass die EUMC wiederholt dazu gefordert hatte die Befunde zu ändern, was es abgelehnte.

Dieses Ausrangieren des Berichts und die Reaktion des ZfA führten zu einem Skandal. Der World Jewish Congress veröffentlichte schließlich den unveränderten ZfA-Bericht im Internet. Im April 2004 gab die EUMC eine ausführlichere Studie zu Antisemitismus aus, der weitgehend auf dem ZfA-Bericht gründete. Obwohl er länger war, erwähnte er kaum irgendwelche Täter, womit die vielen Fälle muslimischen und linken Antisemitismus versteckt wurden.[4]

2012 wurde von Israels Fernsehsender Kanal 10 eine vierteilige Sendung namens Allah-islam, die Verbreitung des Islam in Europa ausgestrahlt. Der israelische Journalist Zvi Yehezkeli gab sich in Europa als Palästinenser aus. Er filmte die muslimischen Ghettos in einer Reihe europäischer Länder. Die Sendung konzentrierte sich auf Gewalt, Drogen und Waffenbesitz sowie andere kriminelle Aktivitäten, die in Teilen der muslimischen Gemeinschaften vorkommen.

Yehezkeli erwähnte den religiösen Fanatismus, die Einschüchterung von Muslimen mit anderer Meinung, die Diskriminierung von Frauen und Ehrenmorde. Er widmete auch dem weit verbreiteten Antisemitismus in diesen Gemeinschaften Aufmerksamkeit. Die seltenen europäischen Fernsehsendungen, die solche Themen diskutierten, behandelten in der Regel ein paar wenige bestimmte Probleme mit Bezug auf muslimische Gemeinschaften in einem einzelnen Land.

Nachdem von Kanal 10 die gesamte Serie ausgestrahlt worden war, kam ein belgischer Journalist, um mich dazu zu interviewen. Meine erste Reaktion war, dass in den Jahren davor solche Dokumentationen von einer Vielzahl von Sendern in europäischen Ländern hätten erstellt werden sollen. Dann wäre es logisch gewesen, wenn Kanal 10 eine davon gekauft, hebräische Untertitel eingefügt und diese gesendet hätte. Ich vermerkte, dass es bezeichnend sei, dass Kanal 10, da es keine solchen Sendungen gab, keine andere Wahl gehabt hatte, als beträchtliche Geldsummen in die Produktion der eigenen Serie zu stecken.

Ich sagte auch, die Tatsache, dass von europäischen Sendern keine solchen Dokumentationen erstellt wurden, zeigte, dass viele problematische Fragen mit Teilen der muslimischen Gemeinschaften unter den Teppich gekehrt würden. Der Interviewer stimmte mir zu. Er fügte an, dass seinen Bossen wahrscheinlich nicht gefallen würde, was ich sagte. In der Tat brachten sie das Interview nicht.

artes ursprüngliche Entscheidung, die von den deutschen Produzenten Joachim Schröder und Sophie Hafner erstellte Dokumentation Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa zu unterdrücken, setzt dieses Muster fort. Der öffentlich-rechtliche Sender WDR, über den arte die Dokumentation in Auftrag gegeben hatte, zögerte weiter sie zu senden.

Diesmal war das Ergebnis der Unterdrückung von Informationen zu Antisemitismus ein Rohrkrepierer. Die BILD stellte die Dokumentation 24 Stunden lang ins Internet. Hunderttausende sahen sie sich an diesem Tag an. Heute ist sie auf YouTube zu finden.[5] Danach revidierte der WDR seine Entscheidung und beschloss den Film auszustrahlen.[6]

All das wird wahrscheinlich der Anfang einer internationalen Karriere der Dokumentation sein. Das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles hat bereits angekündigt, dass es den Film mit englischen Untertiteln in seinem Toleranz-Museum in Los Angeles zeigen will.[7]

[1] www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[2] Die Europäische Union, Antisemitismus und die Politik des Leugnens

[3] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/15697

[4] ebenda

[5] http://www.youtube.com/watch?v=I0ffyhZ2_TE

[6] http://www.lepoint.fr/societe/arte-diffusera-un-documentaire-sur-l-antisemitisme-initialement-refuse-20-06-2017-2136807_23.php

[7] http://www.huffingtonpost.com/entry/how-the-documentary-chosen-and-excluded-the-hate_us_5947bf51e4b0d188d028001b

Ja, Fotos lügen

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 22. Juni 2006

Als eine Explosion an einem Strand des Gazastreifens diesen Monat einige Palästinenser tötete, dachten die internationalen Medien nicht einen Moment nach, recherchierten oder stellten Fragen zum Vorfall. Sie stürzten sich drauf. Auf Israel.

Während das Bild eines Mädchens, das über der Leiche ihres toten Verwandten trauerte, weltweit verbreitet wurde und auf die Titelseiten von Zeitungen wie der New York Times kam, gab es wenig Zweifel darüber, wer für ihr und das Leid aller Palästinenser verantwortlich zu machen war: die israelischen „Besatzer, deren Brutalität einmal mehr das Leben arabischer Unschuldiger gefordert hatte.

Das einzige Problem dieser Story wie so vieler anderer, die diesem Konflikt entstammen, ist, dass ihre Grundannahme nicht richtig ist. Granatensplitter, die einigen der bei dem Vorfall Verwundeten entnommen wurden, die in israelischen Krankenhäusern behandelt wurden, und weitere Faktoren zeigten, dass die israelischen Streitkräfte nicht verantwortlich waren.

Aber die Fakten zählten selbst einige Tage später wenig, als die leichtgläubigen Medien die üblichen, schrillen Vorwürfe von Palästinenser-Sprechern und ihre linken Verbündeten aus Nichtregierungs-Organisationen zu Israel vor Ort für bare Münze nahmen.

Die Wahrheit spielt keine Rolle

Der Kontext dieser Story, der eine palästinensische Qassam-Raketenoffensive gegen israelische Städte war, von Territorium das der jüdische Staat im letzten Sommer verlassen hatte, wurde weit gehend ignoriert. Dass die Auseinandersetzungen selbst ein direktes Ergebnis der Entscheidung eines Teils der Palästinenserführung war, weiter Gewalt auszuüben statt Friedensverhandlungen zu führen, ging im Aspekt des „menschlichen Interesses“ der palästinensischen Opfer verloren.

Seit sie Israel als prinzipiell im Unrecht befindlich verstanden, selbst wenn es Orte beschoss, von denen Raketen auf sein Territorium abgeschossen wurden, scheinen viele in den Medien zu handeln, als sei es in Ordnung den Mythos auf Kosten der Wahrheit zu verbreiten.

Klingt das alles bekannt? Sollte es. Die Story vom Strand von Gaza war nur die jüngste Wiederholung desselben Szenarios, das wir alle schon gesehen haben. Wir hatten dasselbe, als ein palästinensischer Junge namens Mohammed al-Dura angeblich von israelischen Scharfschützen in den Armen seines Vaters am Beginn der zweiten Intifada im Herbst 2000 ermordet wurde, während er in Wirklichkeit durch palästinensisches Gewehrfeuer getötet wurde.

Und dasselbe Szenario wurde im Frühjahr 2002 gespielt, als viele in den Medien die Lüge über ein Massaker an arabischen Zivilisten in Jenin während einer Gegenoffensive der israelischen Armee nach einer Welle palästinensisch Selbstmord-Bombenanschläge kauften. Selbst die UNO musste schließlich akzeptieren, dass auch dies falsch war.

Warum passiert das immer weiter? Wie kommt es, dass die Bilder und die Fakten so weit von einander entfernt zu sein scheinen, wenn es um Israel geht? Für eine glaubwürdige Antwort auf diese Fragen gibt es keine bessere Stelle zum Nachsehen als ein Buch, das letztes Jahr mit wenig Tamtam vorgestellt wurde: „The Other War: Israelis, Palestinians and the Struggle for Media Supremacy“ (Der andere Krieg. Israelis, Palästinenser und die Kampf um die Vorherrschaft in den Medien) der Journalistin Stephanie Gutmann.

Gutmann, deren Buch von den meisten Mainstream-Medien wie nicht anders zu erwarten ignoriert wurde, verbrachte die meiste Zeit der zweiten Intifada als Mitglied der arbeitenden Presse und sah aus der Nähe, wie sich alles abspielte. Das Ergebnis ist ein schlankes Buch, das ein Lese-Muss für jeden ist, der verstehen möchte, warum so viele in den Medien dieselben Fehler immer und immer wieder begehen.

Wie Gutmann berichtet, ist im Alter des 24/7-Nachrichtenzyklus des Internet und reiner Nachrichten-Kanäle im Fernsehen der Einsatz in dieser Sache nie höher gewesen. „Wenn du die Weltmedien dominieren kannst und die Meinung der Welt auf deine Seite ziehst“, schreibt sie“, kannst du deinen Feind besiegen.“

Das ist eine Weisheit, von der sie sagt, dass „ein Meister der Manipulation der Medien“ wie der verstorbene Yassir Arafat nur zu gut verstand. Und mit 350 dauerhaft in Jerusalem anwesenden Auslands-Nachrichtenbüros, die jeden Tag bis zu 900 Artikel produzieren, gibt es eine Menge Medien, die man manipulieren kann. Diejenigen, die bereit waren die Lüge über Gaza, al-Dura oder Jenin zu glauben, machten das, weil sie glauben sie würden den Konflikt begreifen, denn „sie vertrauen der BBC und der Times“ und denken: „Die Bilder, die sie auf CNN sehen, lügen nicht.“

In ihrer Einleitung erklärt Gutmann: „Ich habe dieses Buch geschrieben, weil die Menschen offensichtlich daran erinnert werden müssen, dass Bilder lügen – Die zweite Intifada wurde der Öffentlichkeit als Serie von Bildern erklärt – Bilder, die uns nicht die Wahrheit bringen.“

Der gesamte Kurs des palästinensischen Terrors gegen Israel, der die letzten Jahre wütete, gründete darauf die Medien zu benutzen, um die Unterstützung Israels Zuhause wie im Ausland zu untergraben. In der Tat, schreibt sie, „ist es unmöglich eine Analyse der zweiten Intifada von der Medienberichterstattung zu trennen“. Der Punkt ist: Hat eine Seite erst einmal ihre Sichtweise als die von Reportern und Redakteuren akzeptierte etablieren können, ist nicht wirklich wichtig, was tatsächlich passierte.

Das klassische Beispiel dafür war ein gefeierter Fehler der New York Times, bei dem die Zeitung ein Bild von Associated Press abdruckte, von dem gesagt wurde es zeige einen israelischen Soldaten, der auf dem Tempelberg einen blutenden palästinensischen Jugendlichen verprügelt. Wie die Times herausfinden musste, war der Jugendliche in Wahrheit ein amerikanischer Jude, der von Arabern angegriffen wurde. Der Soldat, von dem den Lesern der Times erzählt wurde, dass er den Jungen prügelte, war in Wirklichkeit ein israelischer Polizist, der ihn vor dem Mob rettete, der ihn lynchen wollte.

‚Freud’sche Fehlleistung“

Auf der Suche nach einer Erklärung für diesen schlampigen Journalismus vergleicht Gutmann den Fehler mit einer „Freud’schen Fehlleistung, die etwas über die Zeitung verrät: die Vorurteile und Annahmen zum Konflikt, die das Denken der meisten Redakteure bestimmt.“

Jeder dieser symbolischen Taktlosigkeiten, die die tollpatschige Behandlung des Konflikts durch die Mainstream-Medien kennzeichnen, widmet Gutmann ein Kapitel. Darin zerlegt sie die al-Dura-Story, den Jenin-Mythos, wie auch die furchtbare Geschichte des Versagens des größten Teils der Medien über den Lynchmord an zwei israelischen Soldaten durch einen palästinensischen Mob in Ramallah zu berichten.

Selbst wenn sie mit offensichtlichen Manipulationen zur Produktion von Gräuelgeschichten über die Israelis konfrontiert wurden oder mit der Wahrheit über palästinensische Terrortaktiken, zogen es viele Journalisten bei ihrer Arbeit in Jerusalem vor die falschen Mitteilungen der Palästinenser als glaubwürdig zu behandeln. Und sie verachteten ehrliche Israelis. Sogar dann, wenn sich die Beweise direkt vor ihrer Nase befanden.

Gutmann gibt weiter, dass ein europäischer Reporter ihr gegenüber gestand, er würde die Geschichte eines Selbstmord-Bomberjungen nicht berichten, der gefangen genommen wurde, bevor er seine Bombe zünden konnte, weil er das Gefühl hatte, dass „die Israelis versuchten das auszuschlachten“. Die Ausnutzung eines Kindes, das die Palästinenser als Menschenopfer zu benutzen versuchten, schien ihn nicht zu beunruhigen.

Gutmann schließt mit einer hoffnungsvollen Bemerkung, in der sie voraus sagt, dass Blogs und alternative Medienquellen das „imperiale Medienmonopol“ untergraben und Verantwortlichkeit in einen Berufsstand bringen, der diese verzweifelt benötigt.

Ich hoffe, sie hat recht, aber angesichts der Art, wie antizionistische und antiamerikanische Verschwörungstheorie-Bekloppte diese alternativen Ressourcen nutzen, um die Wahrheit genau so stark zu untergraben wie die Lügner von Jenin, teile ich diesen Optimismus nicht.

Inzwischen würden die allgemeine Öffentlichkeit und die Journalisten gut daran tun ihre warnende Erzählung einer Geschichte zu lesen, die weiterhin falsch aufgefasst wird – und sie todernst zu nehmen.

„Funkhaus Wallraffplatz“, 09.03.2002

Am 9.3.02 wurde in der Sendung „Medien im Gespräch“ eingeladen, mit zwei Korrespondenten des WDR über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten zu diskutieren. Ich bin zwar durch gekommen, wurde aber nicht zurück gerufen. Daher eine Hörer-Reaktion an den WDR:

Sehr geehrte Damen und Herren,

am heutigen Samstag luden Sie in Ihrer Sendung „Funkhaus Wallraffplatz“ zu einer Diskussion über die Berichterstattung aus dem Nahen Osten ein. Nachdem mich ein Freund auf den heutigen Inhalt Ihrer Sendung aufmerksam gemacht hat, habe ich sie eingeschaltet und mich auch bei Ihrer Aktions-Hotline gemeldet. Leider wurde ich nicht zurück gerufen. Deshalb hier eine ausführliche Stellungnahme zu den Dingen, die in dieser Sendung Thema waren und besprochen wurden.

Grundsätzlich halte ich Ihre Berichterstattung über Israel für absolut einseitig zugunsten der Palästinenser. Die Sendung hat das einmal mehr belegt. Die Auswahl Ihrer Gesprächspartner am Telefon spricht für sich – es handelte sich weitgehend um Menschen, die die von Ihnen verbreiteten Berichte und Positionen als gut oder zu wenig gegen Israel gerichtet ansehen. Die wenigen Stimmen, die sich kritischer in der anderen Richtung äußerten, sind sehr harmlos gewesen. Ich weiß von mindestens zwei Personen, die weitaus mehr dazu beigetragen hätten, die von Ihnen aber nicht zurück gerufen wurden. Warum? Haben die bei ihrem Anruf so gute Argumente gebracht, dass ihre Korrespondenten dem nicht hätten Stand halten können? Eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeit Ihres Senders war also nicht wirklich erwünscht.

Frappierend war der Inhalt der Gespräche. Es sollte ja wohl um die Berichterstattung aus dem Nahen Osten gehen. Ihre Korrespondenten haben ihre jeweilige einseitige Haltung klar zum Ausdruck gebracht, als sie die Palästinenser ausschließlich als das unterdrückte und seiner Rechte beraubte Volk darstellten. Von dieser Position gehen sie aus und das bestimmt ihre Berichterstattung. Sie waren wenigstens so ehrlich zuzugeben, dass eine „neutrale“ Berichterstattung nicht möglich ist. Aber sie behaupteten immer noch, ausgewogen zu berichten. Ich widerspreche dem.

Ihre Korrespondenten – wie auch die von Ihnen zugelassenen Hörer/Anrufer – haben sich praktisch ausschließlich mit israelischen „Verbrechen“ bzw. „Untaten“ befasst. Premierminister Sharon wurde massiv für die Zustände verantwortlich gemacht. Die Massaker der Falangisten von 1982 wurden wieder aufgeführt. Es wurde von israelischen Maßnahmen gegenüber der Presse geredet. Alles ausschließlich negativ bis auf die Tatsache, dass in Israel Pressefreiheit herrscht (dass das auf palästinensischer Seite anders aussieht, wurde nicht einmal angedeutet!). Abgesehen davon, dass die Widerrechtlichkeit der israelischen Maßnahmen gegenüber den Palästinensern nicht gegeben ist, gibt es gewichtige Gründe für das, was Israel in den letzten 35 Jahren getan hat – Gründe, die einer Überprüfung durchaus stand halten!

Aber diese Gründe wurden geflissentlich außen vor gelassen.

Ihre Korrespondenten behaupteten, es sei kaum noch möglich mehr zu tun als die Toten auf beiden Seiten zu zählen. Das spiegelt sich leider in Ihrer Berichterstattung generell. Nur: Es ist nicht wahr. Die Zusammenhänge, unter denen Menschen umkommen/getötet werden, können durchaus – auch in sehr kurzen Meldungen – dargestellt werden. Sie unterlassen dies aber.

Von Ihren Korrespondenten wurde – nicht nur in dieser Sendung – nicht ein einziges Wort dazu gesagt, welche Verantwortung die Palästinenser an der Situation tragen. Dem überkritischen Umgang mit Premierminister Sharon auf der einen Seite steht ein völliges Auslassen der Person Arafats und seiner Verbrechen gegenüber. Dass dieser Vater des Terrorismus sich in den letzten 40 Jahren nicht einen Millimeter auf Israel zu bewegt hat, es sei denn aus taktischem Kalkül, um eine bessere Ausgangsposition für den nächsten Schlag zu bekommen, findet bei Ihnen und den beiden Herren keinerlei Erwähnung. Dass Israel mit Kontrollen Attentaten vorbeugen MUSS, wird verschwiegen (statt dessen werden sie als Unterdrückungsmaßnahme gebrandmarkt). Dass die Nervosität der israelischen Soldaten an den „Grenzübergängen“ durch palästinensische Übergriffe ohne Ende verursacht und sicher gerechtfertigt ist, fällt unter den Tisch. So, wie Ihr Korrespondent sich ausdrückte, könnte man meinen, das liege an der Schießwütigkeit der Soldaten!

Sie zählten auf, dass Israel Verpflichtungen aus Verträgen nicht nachgekommen sei. Dabei plappern Sie die palästinensische Propaganda nach – merken Sie das überhaupt? -, die es inzwischen geschafft hat, dass die eigenen Verpflichtungen bezüglich dieser Verträge unter den Tisch fallen gelassen werden. Eine ausgewogene Berichterstattung – und ein ausgewogenes Gespräch in Ihrer Sendung – hätte das mit aufrollen müssen. Dazu waren Sie aber offensichtlich nicht bereit – weder ihre Korrespondenten noch die Personen, die die Anrufer durchgestellt haben.

Wo bleibt da Ihr Versuch der Ausgewogenheit? Er ist schlichtweg nicht vorhanden!

Es wurde von einem Hörer auch die Auswahl der Gesprächspartner in der Berichterstattung angesprochen. Dieser sprach sich dafür aus, dass mehr Menschen wie Uri Avneri zu Wort kommen sollten. Ihre Korrespondenten wiesen richtigerweise darauf hin, dass Herr Avneri nur einen marginalen Anteil der israelischen Bevölkerung repräsentiert und es auch andere Gesprächspartner in genügender Auswahl gibt. Was dabei verschwiegen wird: Ihre israelischen Gesprächspartner – zumindest, soweit sie ihre Positionen ausführlich darlegen können, ohne dass man mit aggressiver Nachfragetechnik ihre Darstellung massiv in Frage stellt – sind zum größten Teil aus dem gleichen politischen Lager und unterstützen vor allem die Palästinenser.
Meine kritische Äußerung über die Auswahl der Gesprächspartner zum „Jahrestag“ des Beginns der derzeitigen Terror-„Intifada“ wurde von der Redaktion des WDR2-Mittagsmagazins mit dem stolzen Hinweis darauf beantwortet, dass man israelische Experten wie Uri Avneri und Moshe Zimmermann regelmäßig zu Wort kommen lässt. Deren einseitige, pro-palästinensische Haltung wird von Ihnen gerne und regelmäßig verbreitet, also nicht – wie Ihre Korrespondenten andeuteten – ihrem Einfluss angemessen. Wirkliche Darstellung der Regierungsposition ist beim WDR unverhältnismäßig stark unterrepräsentiert.

Insgesamt ist Ihre Berichterstattung unverhältnismäßig einseitig, denn sie fokussiert sich auf das Problem des Unterdrückers Israel gegen die unterdrückten Palästinenser. Die ideologische Gleichschaltung der Palästinenser, ihre systematische Aufhetzung gegen Israel und gegen den Frieden durch Arafats Propagandamaschine (Printmedien, Radio, Fernsehen) und Bildungssystem wird unterschlagen und nicht berücksichtigt. Die arabische Strategie, dem Westen gegenüber Friedensaufrufe zu verkünden, den eigenen Leuten gegenüber aber zum Jihad aufzurufen und das „Märtyrertum“ der Selbstmord-Terroristen zu verherrlichen, scheint Ihnen völlig zu entgehen. Damit erweisen Sie dem journalistischen Berufsstand alles andere als Ehre.

Wenn die Medien so richtig daneben liegen (2)

Wo Medien selbst bei noch so einseitiger Betrachtung einfach Schwachsinn von sich geben:

Fragwüridge „Dokumentation“ auf Phoenix.de
Phoenix.de gibt in seiner Dokumentation zu Ariel Sharon ganz tolle Sachen von sich. Den Vogel schießen sie dort aber mit folgenden Daten ab (man bedenke: mit Datum 6. Januar 2006!):

Sharon musste zurücktreten, blieb aber in verschiedenen Funktionen in der Regierung und konnte nach der Ermordung Izthak Rabins 1995 erneut Schlüsselpositionen einnehmen: 1996 als Minister für Infrastruktur, zwei Jahre später als Außenminister und schließlich 1999 als Premierminister.

Friedensprozess in weiter Ferne
Im Herbst 2000 marschiert Sharon im vollen Bewusstsein der sensiblen Situation mit massivem Polizeiaufgebot zur Al-Aksa-Moschee. Die Reaktion der Palästinenser ist vorhersehbar: Die zweite Intifada (Aufstand der Palästinenser) beginnt und damit eine Welle von palästinensischen Selbstmordattentaten und israelischen Vergeltungsaktionen. Seither wurden mehr als 2.000 Palästinenser und 1.000 Israelis getötet.

Da hat es also Ehud Barak gar nicht gegeben, denn wann sollte der sonst Premierminister gewesen sein?
Der Besuch Sharons auf dem Tempelberg war ja überhaupt nicht mit der PA-Führung abgesprochen.
Die „Reaktion der Palästinenser“ war ja überhaupt nicht geplant, völlig spontan und folgte unmittelbar, oder? Oder war es doch so, dass Arafat sie Monate lang planen ließ und Marwan Barghouti am Tag des Besuchs das Rumpelstielzchen machte, weil der Terror nicht so los ging, wie er das wollte und dann doch erst mehr als 24 Stunden nach der „Provokation“ „ausbrach“.
Und die tolle „Statistik“ ist zumindest, was die Palästinenser angeht, so was von veraltet, dass ich mich frage, ob keiner die Spinnweben spürt, die da dran hängen – immerhin gibt es inzwischen rund 3.500 tote Palästinenser infolge dieser „Intifada“.


In München kamen 1972 11 Palästinenser um
„Das neue Werk des Kultregisseurs handelt von dem Attentat während der Olympischen Spiele in München 1972, bei dem elf Palästinenser ums Leben kamen.“ So stand es auf KINO.DE in der Ankündigung des Films mitsamt Erwähnung einiger Kritikpunkte, die am Film geübt werden.
Inzwischen ist das richtiggestellt. Fragt sich nur, wie es kommt, dass die Schreiber von KINO.DE diesen Schwachsinn überhaupt erst in die Tastatur bringen konnte. Vielleicht liegt’s ja am Film, der sich weniger mit dem Mehrfachmord der Terroristen als mit der israelischen „Rache“ beschäftigt. Wenn der Film sich um israelisches Morden dreht, dann schreibt man schnell was über palästinensische Opfer, auch wenn Palästinenser die Täter waren.


spiegel online, 5. Dezember 2005 – Unter Schwere Explosion in israelischem Supermarkt – Dutzende Opfer konnte man Erstaunliches lesen – inzwischen hat spiegel-online den Schwachsinn gelöscht, aber dass das überhaupt auf deren Website kommen konnte, spricht für die Ahnungslosigkeit oder Dummheit der Journalisten. Diese hatten nämlich über den Tatort geschrieben: „Die Explosion ereignete sich in einem Einkaufszentrum, das nach dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon benannt ist.“
Das ist einfach unsinnig. Das Einkaufszentrum heißt „Ha-Sharon“ ist nach der Region um Netanya benannt, die auch Sharon heißt – was absolut nichts mit den heutigen Ministerpräsidenten zu tun hat.
Qualitativ hochwertige journalistische Arbeit. Herzlichen Glückwunsch, SPIEGEL!


arte, Info Nachrichtenjournal, 6. September 2005, Ausgaben von 19:45 und 23:50 Uhr (übernommen aus einer Info-Mail):
In der Arte-Reportage von F. Méon und W. Charaf wurde die ägyptische Muslimbruderschaft als eine Organisation der Bahrmherzigkeit und Wohltätigkeit vorgestellt: „Hilfe für die Schwächsten, darin liegt die Stärke der Bruderschaft“. Ein schmeichelhaftes Bild für eine Bewegung, die etwa bei der Verbreitung der 1938 veröffentlichten arabischen Übersetzung von „Mein Kampf“ den Deutschen behilflich war oder 1946 alles dafür tat, die Einreise von 100.000 Überlebenden der Shoa nach Palästina zu verhindern.
Wer, über diese einzelnen Ereignisse hinausgehend, derart gelassen von der zentralen Bedeutung der Bruderschaft für den sich radikalisierenden und in den internationalen Raum expandierenden antisemitischen Kampf absieht, den kümmert anscheinend auch nicht die rigerose Mobilisierung nach Innen. Diese schwört die ägyptische Bevölkerung nicht nur ein auf Djihad und Märtyrertod, sondern zudem auf das islamische Inferioritätspostulat. Kein Wort also von anbefohlener Ganzkörperbekleidung usw.
Hat also innerhalb der Arte-Nachrichtenredaktion und bei Arte insgesamt, die populistisch-karitative Seite der Bruderschaft Vorrang vor den terroristischen Strukturen und Verwicklungen jener Organisation und vor der Unterwerfung der Frauen Ägyptens? Oder sind es vielleicht, ganz pluralistisch, gleichberechtigte Themen?

Der WDR stellt einen der radikalsten Islamisten als Moderaten hin; arte gibt die Muslimbruderschaft als Wohlfühlverein aus. Da fragt man sich, wann Osama bin Laden zum Chef der Eurythmie-Übungen in den Waldorf-Schulen stilisiert wird.


The Guardian, 18. Juni 2005: Israel wird Gaza mit Unterwasser-Mauer abriegeln

Die israelische Marine wird eine Unterwasser-Sicherheitsbarriere um den Gazastreifen bauen, um Palästinenser daran zu hindern, von See her nach Israel einzudringen; das wurde gestern angekündigt.

Und wie soll diese „Gefängnismauer“ unter Wasser aussehen, die rund um den Gazastreifen installiert wird (folgt später im selben Artikel)?
Die Barriere wird aus einer 150 m (500ft) langen Mauer und einem 800 m langen Zaun bestehen, die vom Strand ins Mittelmeer verlaufen, so Berichte in den Nachrichten.
Der Teil Zaun soll 1,8m hoch sein und direkt unter der Wasseroberfläche liegen. Elektronische Sensoren sollen jede Bewegung ober- oder unterhalb der Barriere entdecken.

Wow! Der Guardian ist ein Meister der Rechenkunst! Der Gazastreifen hat also ganze 150m Küste, dann kommt schon Ägypten! Fehlt nur noch der Begriff „marine Apartheidmauer“, um den Schwachsinn dieser Zeitung vollends zu entblößen…
(Für Ahnungslose: Die Israelis wollen die beschriebene Sperre im rechten Winkel zur Küstenlinie ins Meer bauen, um Terroristen den Zugang nach Israel zu erschweren.)


honestreporting.com, 24.05.2005:

In den USA macht einmal mehr ein Magazin die unsinnigste Behauptung über die Ursache der Gewalt im Nahost-Konflikt. Opra Winfreys Magazin „O“ behauptet in einem Artikel über die Leiden einer 18-jährigen Palästinenserin, die wegen der Planung eines Selbstmord-Attentats in Israel zu Gefängnis verurteilt wurde. Dazu stellt Autor David France die Frage: „Was könnte ein Mädchen [HE: Warum sind 18-jährige Palästinenserinnen eigentlich immer Mädchen, während Israelinnen Frauen oder Siedlerinnen genannt werden?] dazu bringen einen so radikalen und grässlichen Schritt zu tun?“, um sofort mit der Erklärung eines Professors weiter zu machen:
„Religion ist nicht die Ursache [des palästinensischen Selbstmord-Terrors]… Das sind Leute, die ihre Situation als hoffnungslos definieren. Sie fühlen, dass sie keine Möglichkeit haben auf das zu antworten, was sie als israelische militärische Aggression betrachten.“

Wie, bitte, passen dann solche Sachen wie die folgende in diese Einschätzung des Professors bzw. des Magazins? Vom 13. Mai stammen diese Worte von Imam Ibrahim Mudayris bei einer „Freitagspredigt“ im palästinensischen Fernsehen:

Mit der Errichtung des Staates Israel wurde die gesamte muslimische Nation verloren, denn Israel ist ein Krebs[geschwür], das sich im gesamten Körper der islamischen Nation ausbreitet; denn die Juden sind ein Virus, der ähnlich ist wie AIDS und an dem die gesamte Welt leidet… Der Tag wird kommen, dass wir Amerika beherrschen, Großbritannien, wir werden die ganze Welt beherrschen, außer den Juden. Die Juden werden nicht einverständig und dauerhaft unter unserer Herrschaft leben, denn sie sind die ganze Geschichte hindurch verräterisch gewesen… Hört auf euren Geliebten [Mohammed], der euch vom überaus entsetzlichen Ende der Juden erzählt. Die Steine und Bäume werden von den Muslimen verlangen, jeden einzelnen Juden zu erledigen.“

Zu behaupten, der Terror sei nur auf die als hoffnungslos definierte Situation der Palänstinenser zurückzuführen, der blendet die Hetze nicht nur aus, die aus den Moscheen, Medien und Schulen strömt, sondern der bewegt sich in einer unrealen Welt, die nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun hat, was wirklich los ist.


WDR 5, „Zeitzeichen„, 22.05.2005:

Sendung über die Scharia („das islamische Rechtsystem“) und wie sich Ägypten in seinem Rechtswesen darauf stützt. Tenor: Die Scharia ist eigentlich gar kein Problem, sondern nur Auslegungssache. Dabei wird der „moderate Scheik der Al-Azhar-Universität“ (also praktisch die oberste Instanz der Universität überhaupt und darüber hinaus als „dem Papst in der katholischen Kirche am nächsten kommende Instanz“ gilt) in Kairo zitiert, der vermeintlich fortschrittliche Positionen vertritt. Hm. Wenn man Fatwas gegen die USA als fortschrittlich bezeichnen will – so den Aufruf zum Jihad gegen die amerikanischen Streitkräfte im Irak samt der Aufforderung an alle Araber und Muslime, als Jihadkämpfer in den Irak zu gehen. Und besonders moderat ist es, Selbstmordbomber-Aktionen als „höchste Form der Jihad-Operationen“ zu bezeichnen; kein Wunder, dass er die Selbstmord-Mörder der Palästinenser in den höchsten Tönen lobt. Da es auch um moderne Formen des Islam ging, sollten die Autoren sich lieber anschauen, was Jihad Watch zu Tantawi zitieren kann – dass er nämlich Reformen im Islam untersagt. Dass er antisemitische Äußerungen von sich gibt, darf da nicht überraschen (höchstens die Redakteure des WDR?): Die Geschichte der Juden ist Blut getränkt und gekennzeichnet von Täuschung und Verrat.“ Weiter: „Es ist legal Juden und Israelis zu töten.“ Er geht sogar noch weiter und behauptet, dass der Antisemitismus eine Erfindung der Juden sei, „ein Mittel, um Araber und Muslime unter Druck zu setzen und ihre (jüdischen) Verschwörungen in arabischen und muslimischen Ländern umzusetzen“. Wenn das ein moderater islamischer Würdenträger ist, dann möchte ich nicht wissen, was nach Vorstellung des WDR einen radikalen und extremistischen Muslim ausmacht.


FAZ, 4. Mai 2005, Nr. 103, Seite 10:

Unrealistisch
Die Forderung mag unrealistisch sein, doch ein gewisses Verständnis kann man angesichts der Terrorerfahrung schon dafür haben: Israel möchte die radikalislamische Hamas vollständig entwaffnet sehen, bevor sie sich an den Wahlen im Juli beteiligt. Diese sollen zur weiteren Demokratisierung und inneren Befriedung der palästinensischen Gesellschaft beitragen. Andererseits haben die in Palästina eingewanderten Juden, als sie ihren Staat Israel noch nicht hatten, ihre bewaffneten Kräfte auch niemals entwaffnet. Aus ihnen ging später die israelische Armee hervor. Angesichts der fortdauernden israelischen Besatzung und des Ausbaus mancher jüdischer Siedlungen im Westjordanland kann der Palästinenser-Präsident Abbas nicht einfach die Entwaffnung der Hamas (oder anderer Gruppen) anordnen. Es ist schon schwer genug, sie einigermaßen auf den Waffenstillstand zu verpflichten, der im Februar in Scharm al Scheich verabredet wurde. Nur ein glaubwürdiger Friedensprozeß wird in der Lage sein, die in Palästina vorhandenen militanten Kräfte wenigstens so weit zu schwächen, daß man verläßlich Politik betreiben kann. Immerhin sind die Sicherheitskräfte von Abbas erstmals gegen Hamas-Leute vorgegangen.

Man merkt einmal mehr, wie bei Journalisten Geschichtsklitterung vorherrscht. Der (nicht genannte) Schreiber dieses Kommentars entbehrt weitest gehend geschichtlicher Kenntnisse, selbst der jüngsten Vergangenheit. Ein Umstand, der quasi eine Rechtfertigung der palästinensischen Vorgehensweise und Vertragsbrüche darstellt.
Dieses Unwissen beginnt schon mit der Gleichsetzung des jüdischen Untergrunds vor 1948 mit den Terroristen von heute. Wie viel Dummheit und Ahnungslosigkeit ist nötig, um diese Gleichsetzung vorzunehmen? (Andere könnten hier auch böse Absichten unterstellen.) Bis 1948 gab es keinerlei vertraglich abgesicherte Autonomie für die Juden, wie es bei den Palästinensern der Fall war. Niemand hat den Juden Waffen zum Selbstschutz oder eine eigene Sicherheitsorganisation zugestanden, im Gegenteil – anders als bei den Palästinensern. Es gab keine Verträge zur Entwaffnung aller Milizen, wie sie in den Verträgen seit Oslo und der verpflichtenden Präambel der Roadmap enthalten sind. Israel hat seine Untergrund-Gruppen integriert und unter ein einziges Kommando gestellt, das keine irregulären Tätigkeiten mehr zuließ; die Terroristen auf Seiten der Palästinenser sind neben den „Milizen“ oft gerade Mitglieder der „Sicherheitskräfte“ und „Polizei“ der PA! Irreguläre Truppen zum Selbstschutz von 1948 mit terroristischen Vereinigungen zur Vernichtung eines Volkes und Staates gleichzusetzen, ist unerträglich.
Hätte die PA die Hamas-Mitglieder 1994 in die Polizei aufgenommen und wäre die „Miliz“ nicht mehr existent, sähe die Sache ganz anders aus. Aber statt dessen wird gerechtfertigt, dass die PA mt Herrn Abbas, der PLO usw. sich nicht an Verträge hält, weil Israel es 1948 angeblich auch nicht anders gemacht haben soll. Wo bitte ist heute die angestrebte Vernichtung der Palästinenser, der Wille sie ins Meer zu treiben und alles zu verhindern oder zu vernichten, was einen eigenen Staat darstellen könnte? Israel arbeitet am Gegenteil! Ganz anders als die Araber seit 1948!
Die Äußerungen dieses Kommentators in der FAZ strotzen vor Unwissen oder bösem Willen. Beides ist journalistisch unredlich und untragbar.

Wenn die Medien zuschlagen… (5)

April/Mai 2006

06.07.2006: Reuters ist der Meinung, dass die Verkündung „Zionismus = Nationalsozialismus“ keine Bemerkung wert ist, sondern die Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes gelenkt werden muss: Al-Reuters lenkt ab


07.05.2006, 17.05 Uhr, ZDF:
„Auf kleine Raketen aus dem Gazastreifen antwortet Israel mit Artilleriebeschuss.“
Die sind ja auch so harmlos, die „kleinen Raketen“, nicht wahr, liebe „heute“-redaktion? Die mit Artillerie zu beantworten, ist vermutlich „unverhältnismäßige Gewalt“, richtig? Und überhaupt, wie kommen die Israelis dazu scharf zu schießen? Der arme Mahmud Abbas, so kann der die Hamas nicht in den Griff bekommen!

Wobei natürlich auch völlig unterschlagen wird, dass die Terrorgruppen auf Zivilisten zielen, die israelische Armee aber nur auf die Abschuss-Orte – meistens leeres Feld. Wenn man schon kritteln will, dann wäre es angebracht die Israelis mal zu fragen, was die Munitionsverschwendung soll. Die Armee kann allerdings nichts dafür, die handeln im Auftrag und auf Anweisung der Regierung. Kommt aber alles in der Berichterstattung des ZDF hier nicht vor. Da schießen die Israelis einfach ohne wirklichen Grund. Und behindern den Einflussnahme von Abbas auf die Hamas. Und der Einfluss, den der „Präsident“ nehmen kann, ist ja soooo grooooß!


25.04.2006, Kölner Stadtanzeiger: Israel bespitzelt Iran aus dem All
Ich frage mich, ob ein arabischer Satellit auch „bespitzelt“, wenn er auf Israel ausgerichtet wird. Ich wette, das geschieht nicht. Denn die degradierenden Vokabeln sind Israel vorbehalten. (Oder den Amerikanern.) Französische Satelliten (oder britische, deutsche etc.), die sich über Krisengebieten befinden „bespitzeln“ nicht, sie sammeln Informationen. Und selbst, wenn sie das so tun, dass Kritiker auf die Barrikaden gehen, wird ein anderes Vokabular benutzt als beim israelischen Satellitenstart. Ein weiterer Stein im Berg der Belege für die Einseitigkeit und durch Antipathie belastete „Berichterstattung“ eines deutschen Medienorgans in Sachen Naher Osten.


02.04.2006 „Der erste Selbstmordanschlag…“
Verlinkt eine etwas ausführlichere Stellungnahme zu einer aktuellen Formulierung deutscher Medien, die reichlich in die Irre führt und Stimmung gegen Israel macht.

Wenn die Medien zuschlagen… (4)

aus dem November 2005

22.11.2005, 15.10 Uhr: ZDF- Teletext, Tafel 133
„Vier Tote bei Gefechten an israelisch-libanesischer Grenze“
Bei den schwersten israelischen Angriffen im Südlibanon seit Juli sind vier Kämpfer der Hosbollah-Miliz getötet worden. Dies berichtete der Hisbollah-Fernsehsender El Manar. Zuvor war von drei Toten die Rede gewesen.
Die israelische Luftwaffe hatte am Montag die seit Monaten heftigsten Angriffe gegen Stellungen der Miliz im Süden Libanons geflogen. Laut Augenzeugen feuerten israelische Kampfjets Raketen auf zwei Ziele im Grenzbereich ab. Zugleich lieferten sich die israelische Armee und Hisbollah-Kämpfer Artillerie-Gefechte.

ZDF http://www.heute.de, 22.11.2005, 15.30 Uhr: ein winziger Kasten in einem langen Artikel über Ariel Scharon und seine neue Partei:
Gefechte an israelisch-libanesischer Grenze
Israelische Soldaten und Kämpfer der Hisbollah-Miliz haben sich an der israelisch-libanesischen Grenze Gefechte geliefert. Die pro-iranische Hisbollah habe Stellungen auf dem Gebiet der umstrittenen Scheeba-Region mit Granaten oder Raketen angegriffen, wie ein Armeesprecher in Tel Aviv sagte. Nach libanesischen Angaben feuerte israelische Artillerie zurück. Beide Seiten liefern sich Schusswechsel.

Liebes ZDF,
eure Redakteure scheinen die geborenen Propaganda-Tröten zu sein. Da wird im ZDF-Text nicht einmal darauf hingewiesen, dass die Hisbollah – und zwar massiv! – Israel beschossen hat – so heftig, dass die Armee die Israelis im Norden angewiesen hat in die Luftschutzkeller zu gehen; im Internet wird diese Information so auch nicht gegeben, sondern die Aggression durch Nutzung des Konjunktivs bei der israelischen Darstellung angezweifelt. Statt dessen scheint der Hisbollah-Hetzsender Al-Manar als eine sehr zuverlässige Quelle angesehen zu werden, jedenfalls zuverlässiger als die israelischen Quellen. Und schwupps, sind die vier „Kämpfer“ durch die israelische Luftwaffe im Südlibanon getötet worden, statt bei den Angriffen der Terroristen auf israelische Stellungen – das ZDF gibt also Lügen wieder, die es einfach hätte überprüfen können. Durch die Wortwahl wird Israel wieder einmal in die Rolle des Aggressors gerückt, statt eindeutig die Verursacher auf der anderen Seite zu nennen. Auch im Internet scheint der Libanon eine zuverlässigere Quelle zu sein als Israel. Was die Redaktion nicht davon abhält, die Aggression der Terroristen (Verzeihung: „Kämpfer“) hintan zu stellen und das Beiderseitige zu betonen („Beide Seiten liefern sich Schusswechsel“), damit der „Kreislauf der Gewalt“ auch nur ja stimmt.
Es wäre vielleicht besser gewesen, das ZDF hätte die Sache totgeschwiegen wie die meisten anderen auch.

Hier dieselbe Begebenheit im Newsletter der israelsichen Botschaft:

Die Terrororganisation „Hisbollah“ hat am Montagnachmittag (21. November 2005) zivile und militärische Ziele in Israel angegriffen. Die Hisbollah griff mit Katjuscha-Raketen, Panzer-Abwehr-Raketen, Mörsergranaten und Gewehrfeuer das Gebiet von Metula, Rajar und Har-Dov an. Zwei israelische Wachposten, ein Offizier und ein Soldat, wurden schwer verletzt. Raketen und Mörsergranaten landeten in zivilen Wohngebieten. Ein Haus in der Stadt Metula wurde getroffen. Zum ersten Mal seit langem wurden alle Bewohner der Nordgrenze Israels aufgefordert, ihre Luftschutzbunker aufzusuchen.
Zeitgleich kam es zu mehreren Angriffen auf israelische Stellungen in den Gebieten Rajar und Har-Dov, in deren Verlauf israelische Soldaten entführt werden sollten. Die Armee konnte die eingedrungenen Terrorzellen erfolgreich abwehren. Insgesamt wurden elf israelische Soldaten verletzt. Mindestens vier Angreifer wurden getötet.
In Reaktion auf diese Angriffe zerstörte die israelische Luftwaffe ein Gebäude, das die Terrororganisation im Libanon als Kommandozentrale nutzte sowie Zufahrtsstraßen.
Der Leiter der Nord-Kommandantur, Generalmajor Udi Adam, kommentierte: Die Hisbollah brachte bei den Angriffen ihr gesamtes Waffenarsenal auf. Vor den Angriffen verhielt sich die Armee in der Region völlig ruhig. Der Angriff war seit langer Zeit geplant. Seit langem haben wir nicht mehr einen so groß angelegten und koordinierten Angriff der Hisbollah gesehen.


Newsletter der israelischen Botschaft – Stellungnahme zur Nachrichtensendung „RTL Aktuell“, am 8.11.05 um 18:45 Uhr

Betr.: Nachrichtensendung „RTL Aktuell“, am 8.11.05 um 18:45 Uhr, Bericht von Israel-Korrespondent Christoph Sagurna

Der Bericht von RTL-Korrespondent Christoph Sagurna zeigt eine Konfrontation zwischen israelischen Polizisten und palästinensischen Schülern am 8. November 2005 in Anata, im Ostteil Jerusalems.

In der Anmoderation sagte Peter Kloeppel: „Soldaten schießen Tränengas-Granaten auf Schulkinder.“ Herr Sagurna sprach von israelischer Provokation, die von Palästinensern mit Steinwürfen beantwortet wurde. Danach hätten die israelischen Polizisten Tränengas-Granaten auf die Schule geworfen.

Es ist sehr bedauerlich, dass Herr Sagurna in seinem Bericht Beweis-Material, das ihm die israelische Polizei zur Verfügung stellte, nicht verwendet hat und Israel der Provokation beschuldigt, während der Vorfall ganz anders verlaufen ist.

In der Umgebung der Grundschule in Anata finden Bauarbeiten der vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem genehmigten Sicherheitsanlage statt.

Jeden Tag werden die Bauarbeiter der Sicherheitsanlage von palästinensischen Jugendlichen mit Steinen angegriffen. Um diese Bauarbeiter zu schützen, sind Polizeikräfte in Anata im Einsatz.

Am 8. November haben einige Jugendliche in der Pause um 10 Uhr das Schulgelände verlassen und Steine auf die Polizisten geworfen. Die Polizisten haben die Jugendlichen gefilmt. Dann kamen vermummte Personen aus der Schule und brachten weitere Schüler mit sich, um Steine auf Bauarbeiter und auf Polizisten zu werfen. Zu ihrer Verteidigung haben die Beamten Tränengas-Granaten geworfen. Auch dies wurde gefilmt. Dieses Film-Material wurde Herrn Sagurna zur Verfügung gestellt.

Es muss betont werden, dass sich diese Ereignisse auf der Straße außerhalb des Schulgeländes abgespielt haben. Auch wenn der Bericht von Herrn Sagurna einen anderen Eindruck vermittelt, so zeigt auch sein Bildmaterial, dass auf keinen Fall Tränengas innerhalb des Schulgeländes zum Einsatz kam.

Es ist bedauerlich, dass der deutschsprachigen Öffentlichkeit wieder einmal eine Situation im palästinensisch-israelischen Konflikt mit unvollständigen Informationen und Bildern vermittelt wird, ohne die wahren Umstände zu zeigen.

Juedische.at: Hier die Antwort des Chefredakteurs des Senders RTL, Peter Kloeppel:

Sehr geehrter Herr Laster,
Haben Sie herzlichen Dank für Ihre mail, in der Sie Ihre Gedanken und Ihre Kritik zu dem von uns gesendeten Beitrag aus Israel übermitteln. Ich freue mich, dass Sie uns schreiben. Erlauben Sie mir zu Ihrer Kritik Stellung zu nehmen.
Unser Korrespondent lebt seit mehreren Jahren in Israel und informiert sich nach bestem Wissen und Gewissen über die Verhältnisse in diesem Land. Wir haben in seiner Berichterstattung noch nie Grund zu der Annahme gefunden, dass er mit Vorurteilen oder unterschwelligen Assoziationen arbeitet. Der von ihm geschilderte Fall spielt sich tatsächlich häufig (ich habe Herrn Sagurna ausdrücklich noch einmal gefagt, ob dieser Vorfall ein EINZELFALL war – Antwort: klares Nein!) in der von ihm geschilderten Form ab, ansonsten hätten wir das Thema nicht in unsere Sendung aufgenommen. Ob das Thema in den israelischen Medien tatsächlich nicht behandelt wird, und wenn nicht, warum nicht, dies kann ich persönlich nicht beurteilen.
Wir alle wissen: zu einem Konflikt gehören immer Zwei. Wer wen zuerst provoziert hat (ist das Auftauchen in einem Armee-Jeep eine Provokation und in wessen Augen? Und wer warf von wo den ersten Stein?), lässt sich wahrscheinlich nicht eindeutig klären. Fakt ist: auf einen Schulhof werden Tränengas-Granaten geschossen, und Kinder leiden darunter. Wir halten das durchaus für berichtenswert.
Ich kann Ihnen versichern: es liegt uns fern, in diesem Konflikt (über den wir ja in all seinen Facetten seit vielen Jahren berichten) eine einseitige Haltung einzunehmen. Ich sehe nicht, dass wir einen Abfall ins Bodenlose vollziehen oder auch nur kurz davor stehen.
Auch wenn ich Ihnen also nicht zustimmen kann würde mich freuen, wenn Sie unsere Nachrichten weiter mit kritischem Blick verfolgen.
Mit bestem Gruß
Ihr
Peter Kloeppel

Halten wir fest: Wenn der Herr Journalist sagt, das passiert so, dann sieht Herr Kloeppel keinerlei Anlass sich auf Hinweise einzulassen, die aufzeigen, dass der Journalist NICHT richtig berichtet hat. Fakten spielen also keine Rolle, wenn sie nicht vom Korrespondenten selbst kommen. Das ist der Journalismus von RTL.
Und die „nicht einseitige“ Haltung von RTL konnte man immer besonders dann bewundern, wenn Maßnahmen der israelischen Regierung mit kräftigsten kommentierenden Worten verurteilt wurden – was ich bei persönlich bei Aktionen der Palästinenser so nicht erlebt habe, geschweige denn bei dem Larifari-Gefasel der PA-Führung.
Herr Sagurna schreibt als Stellungnahme, das Material der Israelis sei nicht brauchbar gewesen und unterstellt Israel mindestens gleichermaßen zu provozieren wie die Steinewerfer. Außerdem sei es unerheblich, wer angefangen habe. (Warum moniert er dann, das israelische Video sei erst Stunden nach dem Beginn der Auseinandersetzung gemacht worden?) Da kommt der Gedanke auf, dass man sich auch gerne mal Dingen versperrt, die nicht in das passen, was man unbedingt rüber bringen will.