Wenn die Medien zuschlagen… (5)

April/Mai 2006

06.07.2006: Reuters ist der Meinung, dass die Verkündung „Zionismus = Nationalsozialismus“ keine Bemerkung wert ist, sondern die Aufmerksamkeit auf etwas ganz anderes gelenkt werden muss: Al-Reuters lenkt ab


07.05.2006, 17.05 Uhr, ZDF:
„Auf kleine Raketen aus dem Gazastreifen antwortet Israel mit Artilleriebeschuss.“
Die sind ja auch so harmlos, die „kleinen Raketen“, nicht wahr, liebe „heute“-redaktion? Die mit Artillerie zu beantworten, ist vermutlich „unverhältnismäßige Gewalt“, richtig? Und überhaupt, wie kommen die Israelis dazu scharf zu schießen? Der arme Mahmud Abbas, so kann der die Hamas nicht in den Griff bekommen!

Wobei natürlich auch völlig unterschlagen wird, dass die Terrorgruppen auf Zivilisten zielen, die israelische Armee aber nur auf die Abschuss-Orte – meistens leeres Feld. Wenn man schon kritteln will, dann wäre es angebracht die Israelis mal zu fragen, was die Munitionsverschwendung soll. Die Armee kann allerdings nichts dafür, die handeln im Auftrag und auf Anweisung der Regierung. Kommt aber alles in der Berichterstattung des ZDF hier nicht vor. Da schießen die Israelis einfach ohne wirklichen Grund. Und behindern den Einflussnahme von Abbas auf die Hamas. Und der Einfluss, den der „Präsident“ nehmen kann, ist ja soooo grooooß!


25.04.2006, Kölner Stadtanzeiger: Israel bespitzelt Iran aus dem All
Ich frage mich, ob ein arabischer Satellit auch „bespitzelt“, wenn er auf Israel ausgerichtet wird. Ich wette, das geschieht nicht. Denn die degradierenden Vokabeln sind Israel vorbehalten. (Oder den Amerikanern.) Französische Satelliten (oder britische, deutsche etc.), die sich über Krisengebieten befinden „bespitzeln“ nicht, sie sammeln Informationen. Und selbst, wenn sie das so tun, dass Kritiker auf die Barrikaden gehen, wird ein anderes Vokabular benutzt als beim israelischen Satellitenstart. Ein weiterer Stein im Berg der Belege für die Einseitigkeit und durch Antipathie belastete „Berichterstattung“ eines deutschen Medienorgans in Sachen Naher Osten.


02.04.2006 „Der erste Selbstmordanschlag…“
Verlinkt eine etwas ausführlichere Stellungnahme zu einer aktuellen Formulierung deutscher Medien, die reichlich in die Irre führt und Stimmung gegen Israel macht.

Wenn die Medien zuschlagen… (4)

aus dem November 2005

22.11.2005, 15.10 Uhr: ZDF- Teletext, Tafel 133
„Vier Tote bei Gefechten an israelisch-libanesischer Grenze“
Bei den schwersten israelischen Angriffen im Südlibanon seit Juli sind vier Kämpfer der Hosbollah-Miliz getötet worden. Dies berichtete der Hisbollah-Fernsehsender El Manar. Zuvor war von drei Toten die Rede gewesen.
Die israelische Luftwaffe hatte am Montag die seit Monaten heftigsten Angriffe gegen Stellungen der Miliz im Süden Libanons geflogen. Laut Augenzeugen feuerten israelische Kampfjets Raketen auf zwei Ziele im Grenzbereich ab. Zugleich lieferten sich die israelische Armee und Hisbollah-Kämpfer Artillerie-Gefechte.

ZDF http://www.heute.de, 22.11.2005, 15.30 Uhr: ein winziger Kasten in einem langen Artikel über Ariel Scharon und seine neue Partei:
Gefechte an israelisch-libanesischer Grenze
Israelische Soldaten und Kämpfer der Hisbollah-Miliz haben sich an der israelisch-libanesischen Grenze Gefechte geliefert. Die pro-iranische Hisbollah habe Stellungen auf dem Gebiet der umstrittenen Scheeba-Region mit Granaten oder Raketen angegriffen, wie ein Armeesprecher in Tel Aviv sagte. Nach libanesischen Angaben feuerte israelische Artillerie zurück. Beide Seiten liefern sich Schusswechsel.

Liebes ZDF,
eure Redakteure scheinen die geborenen Propaganda-Tröten zu sein. Da wird im ZDF-Text nicht einmal darauf hingewiesen, dass die Hisbollah – und zwar massiv! – Israel beschossen hat – so heftig, dass die Armee die Israelis im Norden angewiesen hat in die Luftschutzkeller zu gehen; im Internet wird diese Information so auch nicht gegeben, sondern die Aggression durch Nutzung des Konjunktivs bei der israelischen Darstellung angezweifelt. Statt dessen scheint der Hisbollah-Hetzsender Al-Manar als eine sehr zuverlässige Quelle angesehen zu werden, jedenfalls zuverlässiger als die israelischen Quellen. Und schwupps, sind die vier „Kämpfer“ durch die israelische Luftwaffe im Südlibanon getötet worden, statt bei den Angriffen der Terroristen auf israelische Stellungen – das ZDF gibt also Lügen wieder, die es einfach hätte überprüfen können. Durch die Wortwahl wird Israel wieder einmal in die Rolle des Aggressors gerückt, statt eindeutig die Verursacher auf der anderen Seite zu nennen. Auch im Internet scheint der Libanon eine zuverlässigere Quelle zu sein als Israel. Was die Redaktion nicht davon abhält, die Aggression der Terroristen (Verzeihung: „Kämpfer“) hintan zu stellen und das Beiderseitige zu betonen („Beide Seiten liefern sich Schusswechsel“), damit der „Kreislauf der Gewalt“ auch nur ja stimmt.
Es wäre vielleicht besser gewesen, das ZDF hätte die Sache totgeschwiegen wie die meisten anderen auch.

Hier dieselbe Begebenheit im Newsletter der israelsichen Botschaft:

Die Terrororganisation „Hisbollah“ hat am Montagnachmittag (21. November 2005) zivile und militärische Ziele in Israel angegriffen. Die Hisbollah griff mit Katjuscha-Raketen, Panzer-Abwehr-Raketen, Mörsergranaten und Gewehrfeuer das Gebiet von Metula, Rajar und Har-Dov an. Zwei israelische Wachposten, ein Offizier und ein Soldat, wurden schwer verletzt. Raketen und Mörsergranaten landeten in zivilen Wohngebieten. Ein Haus in der Stadt Metula wurde getroffen. Zum ersten Mal seit langem wurden alle Bewohner der Nordgrenze Israels aufgefordert, ihre Luftschutzbunker aufzusuchen.
Zeitgleich kam es zu mehreren Angriffen auf israelische Stellungen in den Gebieten Rajar und Har-Dov, in deren Verlauf israelische Soldaten entführt werden sollten. Die Armee konnte die eingedrungenen Terrorzellen erfolgreich abwehren. Insgesamt wurden elf israelische Soldaten verletzt. Mindestens vier Angreifer wurden getötet.
In Reaktion auf diese Angriffe zerstörte die israelische Luftwaffe ein Gebäude, das die Terrororganisation im Libanon als Kommandozentrale nutzte sowie Zufahrtsstraßen.
Der Leiter der Nord-Kommandantur, Generalmajor Udi Adam, kommentierte: Die Hisbollah brachte bei den Angriffen ihr gesamtes Waffenarsenal auf. Vor den Angriffen verhielt sich die Armee in der Region völlig ruhig. Der Angriff war seit langer Zeit geplant. Seit langem haben wir nicht mehr einen so groß angelegten und koordinierten Angriff der Hisbollah gesehen.


Newsletter der israelischen Botschaft – Stellungnahme zur Nachrichtensendung „RTL Aktuell“, am 8.11.05 um 18:45 Uhr

Betr.: Nachrichtensendung „RTL Aktuell“, am 8.11.05 um 18:45 Uhr, Bericht von Israel-Korrespondent Christoph Sagurna

Der Bericht von RTL-Korrespondent Christoph Sagurna zeigt eine Konfrontation zwischen israelischen Polizisten und palästinensischen Schülern am 8. November 2005 in Anata, im Ostteil Jerusalems.

In der Anmoderation sagte Peter Kloeppel: „Soldaten schießen Tränengas-Granaten auf Schulkinder.“ Herr Sagurna sprach von israelischer Provokation, die von Palästinensern mit Steinwürfen beantwortet wurde. Danach hätten die israelischen Polizisten Tränengas-Granaten auf die Schule geworfen.

Es ist sehr bedauerlich, dass Herr Sagurna in seinem Bericht Beweis-Material, das ihm die israelische Polizei zur Verfügung stellte, nicht verwendet hat und Israel der Provokation beschuldigt, während der Vorfall ganz anders verlaufen ist.

In der Umgebung der Grundschule in Anata finden Bauarbeiten der vom Obersten Gerichtshof in Jerusalem genehmigten Sicherheitsanlage statt.

Jeden Tag werden die Bauarbeiter der Sicherheitsanlage von palästinensischen Jugendlichen mit Steinen angegriffen. Um diese Bauarbeiter zu schützen, sind Polizeikräfte in Anata im Einsatz.

Am 8. November haben einige Jugendliche in der Pause um 10 Uhr das Schulgelände verlassen und Steine auf die Polizisten geworfen. Die Polizisten haben die Jugendlichen gefilmt. Dann kamen vermummte Personen aus der Schule und brachten weitere Schüler mit sich, um Steine auf Bauarbeiter und auf Polizisten zu werfen. Zu ihrer Verteidigung haben die Beamten Tränengas-Granaten geworfen. Auch dies wurde gefilmt. Dieses Film-Material wurde Herrn Sagurna zur Verfügung gestellt.

Es muss betont werden, dass sich diese Ereignisse auf der Straße außerhalb des Schulgeländes abgespielt haben. Auch wenn der Bericht von Herrn Sagurna einen anderen Eindruck vermittelt, so zeigt auch sein Bildmaterial, dass auf keinen Fall Tränengas innerhalb des Schulgeländes zum Einsatz kam.

Es ist bedauerlich, dass der deutschsprachigen Öffentlichkeit wieder einmal eine Situation im palästinensisch-israelischen Konflikt mit unvollständigen Informationen und Bildern vermittelt wird, ohne die wahren Umstände zu zeigen.

Juedische.at: Hier die Antwort des Chefredakteurs des Senders RTL, Peter Kloeppel:

Sehr geehrter Herr Laster,
Haben Sie herzlichen Dank für Ihre mail, in der Sie Ihre Gedanken und Ihre Kritik zu dem von uns gesendeten Beitrag aus Israel übermitteln. Ich freue mich, dass Sie uns schreiben. Erlauben Sie mir zu Ihrer Kritik Stellung zu nehmen.
Unser Korrespondent lebt seit mehreren Jahren in Israel und informiert sich nach bestem Wissen und Gewissen über die Verhältnisse in diesem Land. Wir haben in seiner Berichterstattung noch nie Grund zu der Annahme gefunden, dass er mit Vorurteilen oder unterschwelligen Assoziationen arbeitet. Der von ihm geschilderte Fall spielt sich tatsächlich häufig (ich habe Herrn Sagurna ausdrücklich noch einmal gefagt, ob dieser Vorfall ein EINZELFALL war – Antwort: klares Nein!) in der von ihm geschilderten Form ab, ansonsten hätten wir das Thema nicht in unsere Sendung aufgenommen. Ob das Thema in den israelischen Medien tatsächlich nicht behandelt wird, und wenn nicht, warum nicht, dies kann ich persönlich nicht beurteilen.
Wir alle wissen: zu einem Konflikt gehören immer Zwei. Wer wen zuerst provoziert hat (ist das Auftauchen in einem Armee-Jeep eine Provokation und in wessen Augen? Und wer warf von wo den ersten Stein?), lässt sich wahrscheinlich nicht eindeutig klären. Fakt ist: auf einen Schulhof werden Tränengas-Granaten geschossen, und Kinder leiden darunter. Wir halten das durchaus für berichtenswert.
Ich kann Ihnen versichern: es liegt uns fern, in diesem Konflikt (über den wir ja in all seinen Facetten seit vielen Jahren berichten) eine einseitige Haltung einzunehmen. Ich sehe nicht, dass wir einen Abfall ins Bodenlose vollziehen oder auch nur kurz davor stehen.
Auch wenn ich Ihnen also nicht zustimmen kann würde mich freuen, wenn Sie unsere Nachrichten weiter mit kritischem Blick verfolgen.
Mit bestem Gruß
Ihr
Peter Kloeppel

Halten wir fest: Wenn der Herr Journalist sagt, das passiert so, dann sieht Herr Kloeppel keinerlei Anlass sich auf Hinweise einzulassen, die aufzeigen, dass der Journalist NICHT richtig berichtet hat. Fakten spielen also keine Rolle, wenn sie nicht vom Korrespondenten selbst kommen. Das ist der Journalismus von RTL.
Und die „nicht einseitige“ Haltung von RTL konnte man immer besonders dann bewundern, wenn Maßnahmen der israelischen Regierung mit kräftigsten kommentierenden Worten verurteilt wurden – was ich bei persönlich bei Aktionen der Palästinenser so nicht erlebt habe, geschweige denn bei dem Larifari-Gefasel der PA-Führung.
Herr Sagurna schreibt als Stellungnahme, das Material der Israelis sei nicht brauchbar gewesen und unterstellt Israel mindestens gleichermaßen zu provozieren wie die Steinewerfer. Außerdem sei es unerheblich, wer angefangen habe. (Warum moniert er dann, das israelische Video sei erst Stunden nach dem Beginn der Auseinandersetzung gemacht worden?) Da kommt der Gedanke auf, dass man sich auch gerne mal Dingen versperrt, die nicht in das passen, was man unbedingt rüber bringen will.

Wenn die Medien zuschlagen… (3)

aus dem Juli 2005:

Honestly-concerned.org zeigt am 27.7.05 einige sehr bezeichnende Beispiele dafür auf, wie Medien gezielt Stimmung machen:

„Eine neue Form der Vergeltung“
So wird aus „Antwort“ und „Reaktion auf Terroranschläge“ eine „neue Form der Vergeltung“. (Das wurde nicht nur vom „Standard“ so verbreitet!)

STANDARD – Sharon kündigt „neue Form der Vergeltung“ an – Israels Premier droht mit „sehr harten Maßnahmen“
Jerusalem – Nach dem tödlichen Angriff palästinensischer Extremisten auf Israelis im Gaza-Streifen hat der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon mit einer „neuen Form der Vergeltung“ gedroht. Der amerikanischen Außenministerin Condoleezza Rice habe er mitgeteilt, dass die Armee bereits Anweisung erhalten habe, „mit Entschlossenheit gegen den Terrorismus“ vorzugehen, sagte Sharon am Sonntag in einer Ansprache während der wöchentlichen Ministerratssitzung in Jerusalem.
„Neue Form der Vergeltung“
Die israelische Regierung werde „eine neue Form der Vergeltung üben, die in sehr harten Maßnahmen gipfeln wird“, sagte der Ministerpräsident. Im Falle weiterer „Terroranschläge“ werde dies auch für die Zeit nach dem israelischen Abzug aus dem Gaza-Streifen gelten.

Ein Leser hatte sich die Mühe gemacht, den entscheidenden Teil der Meldung der israelischen Regierung aus dem Hebräischen zu übersetzen (die englische Meldung benutzt dieselbe Wortwahl wie die hebräische):

„Israel wird sich mit dem Terror nicht abfinden….Ich habe ihr (Rice) klar gemacht, dass weitere Weidungern an die Sicherheitsbehörden zu diesem Thema klar sind und dass die israelische Armee mit Schärfe auf Terroraktivitäten reagieren wird. Ich habe ihr klargemacht, dass die Reaktionen mit sehr scharfen Mitteln (geschehen werden), gleichgültig ob Terroranschläge während des Abzugs oder nach der Räumung von Gaza passieren.

Das kann man beim besten Willen nicht mehr als mangelnde Fremdsprachenkenntnisse deuten. Das ist eindeutig verfälschende und mit politischen Zielen versehene Stimmungsmache von Presseorganen und hat nichts mehr mit Berichterstattung zu tun!

Nur die Juden können Palästinenser umbringen

Jedenfalls, wenn man der deutschen Medienlandschaft glaubt. Am 20. Juli 2005 wurden ein palästinensischer Junge erstochen. Die PA-Propaganda-Maschinerie wusste sofort, dass es Siedler waren, die das Verbrechen begingen. Das wurde überall gleich aufgenommen und verbreitet, wie Kewil in seinem Blog „FaktenFiktionen“ auflistete. Dass die PA-Polizei schon kurz darauf einen verdächtigen Palästinenser festnahm und der Junge bei einer Clan-Auseinandersetzung getötet wurde, konnten die deutschen Medien zwar erfahren, haben es aber, wenn sie es überhaupt registrierten, nicht an die Leser/Zuhörer/Zuschauer weiter gegeben.
Hier der Auszug aus dem Blog (vom 22.07.2005):

Jugendliche Siedler erstechen 13-jährigen Palästinenser

Diese schlimme und emotionsgeladene Schlagzeile erschien vor zwei Tagen bei dpa. Sie wurde wortwörtlich kopiert, nachgedruckt, in den Nachrichtenticker und ins Internet gestellt von:

Westdeutsche Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:02 Uhr)
Saarland Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:28 Uhr)
stimme.de (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:32 Uhr)
Der Tagesspiegel (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:24 Uhr)
Kölner Stadt-Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:20 Uhr)
Kieler Nachrichten (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:09 Uhr)
Frankfurter Rundschau (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:16 Uhr)
Web.de (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:19 Uhr)
RZ-Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:21 Uhr)
Siegener Zeitung (Donnerstag, den 21. Juli 2005 – 00:20 Uhr)
Segeberger-Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:08 Uhr)
Offenbach Post (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:19 Uhr)
Aachener Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:07 Uhr)
Esslinger Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:29 Uhr)
PNP-Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:49 Uhr)
Hildesheimer Allgemeine Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:04 Uhr)
MT-Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:23 Uhr)
Remscheider General-Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:25 Uhr)
Neue Osnabrücker Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:29 Uhr)
BZ auf Draht (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:22 Uhr)
General-Anzeiger Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:17 Uhr)
Die Harke (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:33 Uhr)
RTLnews.de (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:22 Uhr)
Berliner Morgenpost (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:28 Uhr)
Lübecker Nachrichten (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:08 Uhr)
Reutlinger General-Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:17 Uhr)
Gelnhäuser Tageblatt (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:42 Uhr)
Lippische Landes-Zeitung (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:27 Uhr)
Hamburger Morgenpost (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:37 Uhr)
Uetersener Nachrichten (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:02 Uhr)
Morgenweb (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:21 Uhr)
Lauterbacher Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:42 Uhr)
Merkur Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:20 Uhr)
all-in.de (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:06 Uhr)
newsclick.de (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:15 Uhr)
Welt am Sonntag (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:31 Uhr)
tz Online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:23 Uhr)
Trierischer Volksfreund (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:24 Uhr)
Thüringer Allgemeine (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 23:14 Uhr)
Fränkischer Tag (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:31 Uhr)
bkz-online (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:35 Uhr)
mittelhessen1 (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:45 Uhr)
Kreis-Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:31 Uhr)
Landeszeitung Lüneburger Heide (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:21 Uhr)
Gießener Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:44 Uhr)
Usinger Anzeiger (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:51 Uhr)
RTL II (Mittwoch, den 20. Juli 2005 – 22:30 Uhr)

Manche Zeitungen wie FOCUS oder der Schweizer BLICK brachten sogar eine eigene Schlagzeile zusammen nach dem Muster: „Jüdische Siedler erstechen Palästinenser-Bub“.

Vermutlich waren es insgesamt mehr als 60 Presseorgane mit derselben Überschrift und Nachricht wie dpa. Die Nachrichtenagentur AFP dagegen wechselte in den Singular: „Siedler ersticht palästinensischen Jungen“. Einige wenige Blätter wie die RHEINPFALZ druckten diesen Artikel nach!

Problem Nr. 1 – die Nachricht war falsch. Das Kind war von eigenen Clan-Mitgliedern im Rahmen einer palästinensischen Familienfehde erstochen worden, was laut JERUSALEM POST auch von den Palästinensern zugegeben wurde.

Problem Nr. 2 – die falsche Nachricht wurde natürlich kaum irgendwo korrigiert. FOCUS hat es gemacht, von den anderen Publikationen ist bisher nichts bekannt.

Im Internet wurde vor ein paar Monaten ein Blog überschwenglich gefeiert, der einem SPIEGEL-Redakteur nachwies, daß er aus Wikipedia abgeschrieben hatte. Mein Gott, was ist das für ein unwichtiges Kinkerlitzchen im Vergleich zu dem, was unsere Presse ungesehen, ungefragt und unkritisch jeden Tag der Deutschen Presse Agentur wortwörtlich nachbetet! Und dafür zahlt sie auch noch!
Diesem Kommentar kann ich mich nur anschließen.


Kein Terror in Israel
Das legen zumindest Karten nahe, die angeblich zeigen, wo der islamistische Terror in den letzten Jahren zugeschlagen hat. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezieht sich auf „Schwere Terroranschläge seit dem 11. September“; die Spanne der jeweiligen Toten reicht von 9 bis zu den mehr als 3.000 von New York und Washington. Die können sich also nicht mit Zahlen von Opfern herausreden.
Ebenso die britische „Sun“ mit ihrer Graphik „Evil across the World“, die „Terrorangriffe durch islamische Extremisten seit 1993“ zeigt. Anscheinend sind Hizbollah, Hamas und der Islamische Jihad keine islamischen Extremisten und damit Israel kein Terrorziel solcher. Was man nicht alles unternimmt, um nicht zugeben zu müssen, dass die Israelis Terroropfer und die palästinensischen Terroristen Terroristen sind…


Die Medien bauen die Verpflichtungen der Palästinenser ab

Palestinian Media Watch-Kommuniqué vom 7. Juli 2005

Während London noch von den heutigen Anschlägen benommen ist und Israel seinen schmerzlichen Rückzug aus Gaza voran bringt, sind Beobachter zunehmend besorgt wegen des Tages nach der „Abtrennung“ – wird Gaza zum Zufluchtsort für Terroristen?

Unglücklicherweise hat die Palästinensische Autonomiebehörde fast nichts getan, um dieses Szenario zu verhindern, womit sie die von ihr unterschriebene Verpflichtung aus der Roadmap von 2003 verletzt, dass sie „terroristische Fähigkeiten und Infrastruktur abbauen“ muss – tatsächlich lädt sie die Hamas in die Hallen der Macht ein. (Hamas hat das Angebot abgelehnt.)

Die westlichen Medien haben es in der Zwischenzeit versäumt zu veröffentlichen, dass die PA ihrer Verpflichtung zur Beseitigung des Terrors nicht nachgekommen ist. HonestReporting hat in der Vergangenheit einzelne Fälle dieses Verhaltens angeführt, aber diese Art der Umschreibung hat eine neue Ebene erreicht. Inzwischen ist es Standard-Vorgehensweise praktisch aller wichtigen Medienunternehmen, die Verpflichtung der PA, den Terrorgruppen notfalls mit Gewalt entgegenzutreten, als bloße „israelische Forderung“ oder „israelische und amerikanische Forderung“ darzustellen. Beispiele:

Associated Press (3. Juli): “Die Einladung an die islamischen Gruppen ist Teil der Bemühungen des palästinensischen Führers Mahmud Abbas sie zur Zusammenarbeit zu bewegen, statt sie zu entwaffenen, wie Israel und die Vereinigten Staaten es verlangten.“

Reuters (5. Juli): „Israel und die Vereinigten Staaten haben verlangt, dass Abbas die militanten Gruppen als Teil der von den USA unterstützten ‚Road Map’ zum Frieden und einem palästinensischen Staat im Gazastreifen und der Westbank beseitigen.“

AFP (5. Juli): „Abbas hat sich bisher israelischem Druck widersetzt Fraktionen wie Hamas zu entwaffnen.“

New York Times (4. Juli): “Während Abbas anstrebt die Hamas und andere bewaffnete Fraktionen einzubinden, sagt Israel, er soll sich diesen Gruppen entgegen stellen.“

*********************

Ein Kommentar in der heutigen Washington Times (7. Juli 2005) deutet an, dass das Problem nicht mit mangelndem Potenzial seitens der PA zusammenhängt:

Lt. Gen. William Ward, der amerikanische Soldat mit der verantwortlichen Aufgabe betraut wurde den Palästinensern zu helfen ihre Sicherheitskräfte wieder aufzubauen, sagte dem außenpolitischen Ausschuss des Senats, dass nur rund 22.000 der 58.000 Personen in den PA-Sicherheitskräften sich darum kümmern überhaupt aufzutauchen. Aber auf dem Papier sollten selbst 22.000 Sicherheitsbeamte völlig in der Lage sein, sich der Hamas und den anderen ablehnenden Gruppen entgegenzustellen. Einer der Gründe, dass die Sicherheitskräfte so kläglich versagt haben, sagte der palästinensische Innenminister Nasser Yussef kürzlich freimütig vor dem Palästinensischen Legislativrat, ist der, dass zu ihnen Terroristen und Gangster gehören, die verantwortlich sind für die Schaffung der Gesetzlosigkeit, die die Westbank und den Gazastreifen im Griff halten.

Die Roadmap ist eine internationale Vereinbarung, die von den USA, der Europäischen Union, den Vereinten Nationen und Russland eingebracht wurde – und den die PA unterschrieb. Als Journalisten die Verpflichtung von einer palästinensischen Verpflichtung und internationalen Vorschrift zu einer bloßen „israelischen Forderung“ oder einem gemeinsamen amerikanisch-israelischen Projekt verschieben, werden sie im Effekt zum Komplizen der Bemühungen der PA sich vor ihren hochwichtigen Verpflichtungen zu drücken.

heplev: Ich sehe nicht, dass das in unseren Medien sonderlich anders wäre.

Wenn die Medien zuschlagen… (2)

Januar bis Juni 2005

10kg Sprengstoff in der Unterwäsche nicht bemerkt?

Am 20. Juni verhaftete die IDF am Erez-Übergang vom Gazastreifen nach Israel eine 21-jährige Frau; diese hatte eine Einreiseerlaubnis, um sich im Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva behandeln zu lassen, das ihre bei einem Haushalts-Unfall entstandenen Brandwunden versorgte. Die Frau trug in ihre (Unter-)Wäsche eingenäht ca. 10kg Sprengstoff mit sich. Bei der Festnahme versuchte sie den Sprengsatz auszulösen.

Es ist Atem beraubend, wie das britische Medien-Aushängeschild – die BBC – das so hindreht, dass hier Israel im Unrecht steht: „Frau Bis sagte im israelischen Fernsehen, dass sie eine Selbstmord-Bomberin sein wollte, erzählte später aber Auslands-Journalisten, dass der Sprengstoff ohne ihr Wissen an ihr angebracht wurde… Die Armee sagte, sie habe versucht sich selbst zu sprengen, aber die Sprengsätze explodierten nicht.“ Die Zweifel auslösende Einfügung „die Armee sagte“ könnte den Leser dazu bringen zu denken, dass die Dame nur eine unschuldige Leichtgläubige ist – außer natürlich, man sah zufällig den ganzen Ablauf des Ereignisses im israelischen Fernsehen: wie sie am Detonator zog, als sie entdeckt wurde und dann hörbar einen arabischen Fluch ausstieß, als sie sich nicht selbst auflöste.

Die BBC zitiert sogar lakonisch ihre Behauptung, dass ihr jemand bei einer medizinischen Behandlung in einem Krankenhaus in Gaza eine 5kg-Bombe in ihre Unterhosen schob, ohne dass sie misstrauisch wurde.

Man fragt sich, was die BBC glaubt, was der Auslöser ist, den sie zog.
(Info von David Frankfurter)

Das ist nicht mehr ein „daneben liegen“ einer Medienanstalt, das ist grobe, bösartige und verächtliche Propaganda gegen die Opfer des Terrors – und damit die volle Unterstützung eines brutalen Terrorkriegs, der mit Völkermord-Absicht von palästinensischer Seite gegen Israel geführt wird. Die BBC macht sich so zum aktiven Komplizen an Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


4. Januar 2005: Der WDR 2 schafft es in seinem „Mittagsmagazin“, glatte Unrichtigkeiten mit völlig unrechtmäßiger Kritik zu kombinieren. Der befragte Korrespondent „berichtete“, dass der Besuch von Bundespräsident Köhler, insbesondere seine Rede vor der Knesset, kaum Resonanz in den Medien gefunden hätten, er sei geradezu ignoriert worden. Die zweitgrößte Tageszeitung (nicht namentlich genannt) habe eine Meldung; aber es gab keine Artikel, Kommentare etc. Außerdem musste der Korrespondent monieren, dass der Bundespräsident nicht nach Ramallah fuhr und stattdessen nur Sderot besuchte (die Stadt, die unter Dauerbeschuss durch Qassam-Raketen aus dem Gazastreifen leidet), nicht auch die Leiden der palästinensischen Mütter zum Gesprächsthema gemacht hatte und keine Gelegenheit nutzte den Israelis zu sagen, was sie alles falsch machten. Die Krone setzte dann der Moderator dem Ganzen auf, indem er doch glatt fragte, ob das „vorauseilender Gehorsam gegenüber israelischen Politikern sei, die ja durchaus Klartext reden“.
Meine Freunde in Israel strafen den WDR Lügen: Die Berichterstattung zum Köhler-Besuch war durchaus umfangreich. Außerdem war das ein Besuch in Israel, nicht bei den Palästinensern – unmittelbar nach dem Holocaust-Gedenktag war es unangebracht, ungezogene und vor allem unberechtigte Vorwürfe („Klartext“) anzubringen, vor allem angesichts des Erstarkens der NPD in Deutschland. Was diese Typen sich in den letzten Wochen geleistet haben, ist Auslöser des „Klartexts“ der Israelis – aber da gab es keine Vorwürfe oder Anschuldigungen, sondern Sorgen und die Aufforderung, dem Rechtsextremismus wirkungsvoll entgegenzutreten.
Die Bemerkung des Moderators vom „voraus eilenden Gehorsam“ des Bundespräsidenten ist aber wirklich das, was das Fass zum Überlaufen bringt. Mit anderen Worten: Die Israelis pfeifen und der Präsident kuscht – viel besser kann man die antisemitischen Klischees von der jüdischen Weltherrschaft bzw. dem Streben danach kaum noch bedienen!


Reuters schafft es in seiner Meldung vom 31. Januar Widersprüchliches von sich zu geben: Einerseits wird zu einem Foto definitiv festgestellt, dass israelische Soldaten ein palästinensisches Mädchen in einer Schule erschossen haben. Ein paar Absätze später heißt es aber dann: „Ein Reuters-Korrespondent, der die mit Blut befleckte Schule besuchte, sagte, es erschien nicht so, dass israelische Soldaten rund 600m entfernt hinter ihren hohen Mauern in das Gelände hinein sehen konnten.“
Ja, was denn nun? Wenn sie gar nicht hinein sehen konnten, dann konnten sich auch mit ihren Gewehren nicht hinein schießen. Dann haben sie das Kind auch nicht erschossen.

Aber wenigstens erfährt man dieses Detail bei Reuters noch – in anderen Agenturen ist das nicht zu finden.
Hinzu kommt noch eine wenig verbreitete Meldung der Jerusalem Post, dass die PA-Polizei einen palästinensischen Mann verhaftet hat, der für die Schüsse verantwortlich gemacht wird. Er soll bei den Feierlichkeiten zur Rückkehr von der Haddsch einer derjenigen gewesen sein, die Freudenschüsse abgegeben haben. Aber warum soll das auch berichtet werden, so lange die PA auf ihren Internetseiten weiter behauptet, die Israelis hätten einen kaltblütigen Mord begangen?


ULRICH W. SAHM – Verschwiegene Hilfsleistung – 08.01.2005
Jerusalem, 8. Januar 2005 – Die Spendenbereitschaft der Länder der Welt hat schon zu politischen Kontroversen geführt. Den Amerikanern wird vorgeworfen, viel zu spät aufgewacht zu sein. Der deutsche Kanzler wurde kritisiert, nicht vorhandene Gelder versprochen zu haben. Den reichen Ölstaaten wurde Geiz nachgesagt. Die UNO gab Listen der Geberländer aus und die Nachrichtenagentur ap verbreitete diese Angaben. Die Tagesschau der ARD berichtete fleißig aus den Katastrophengebieten. Zu sehen waren Männer mit Atemschutzmasken in gelben Kitteln mit hebräischer Aufschrift. Jene ausländischen Helfer helfen als Experten, die Leichen zu identifizieren. Das dürfte einer der schwierigsten Jobs nach dem Tzunami sein. Woher diese Männer mit den exotischen Zöpfen an ihren Schläfen kamen, verschwieg die Tagesschau. Sie kamen aus dem einzigen Land, das auf der Landkarte der Geberländer genauso spurlos verschwunden bleibt auf arabischen Landkarten oder wie einst in den „Flugbegleitern“, die Lufthansa auf Flügen in arabische Ländern austeilte.
Jenes nicht existente Land habe nach Angaben eines Sprechers des Außenministeriums neben privaten Spenden Hilfe im Wert von etwa 600.000 US Dollar geleistet. Nicht mitgerechnet sind die laufenden Kosten für medizinische Teams und technisches Personal.
Mit dieser Summe, die in Wirklichkeit höher liegt als angegeben, müsste dieses nicht-existente Land in der Liste der Geberländer zwischen Tschechien, Iran und Ungarn vorkommen. Obgleich es nicht angeführt wird, spendet es mehr als europäische Länder wie Griechenland, Luxemburg oder Monaco. Dieses Land mit Sitz in der UNO und einer großen Botschaft in Berliner Grunewald, Auguste-Viktoria-Straße 74 – 76, ist normalerweise einer der größten Lieferanten „schlechter Nachrichten“ in den Medien, wird aber ausgespart, wenn es „positive“ Schlagzeilen liefern könnte. Es war eines der ersten Länder überhaupt, das schon am 28.12.04 ein Frachtflugzeug mit 82 Tonnen medizinischer Ausrüstung sowie ein neunköpfiges medizinisches Team und Medikamente im Wert von 20.000 US-Dollar nach Sri Lanka entsandte. Dazu stellt die Kibbuzbewegung jenes Landes eine Feldküche zur Verfügung, die 1.000 warme Mahlzeiten pro Tag ausgeben wird. Für das Personal und das Essen sorgt die Kibbuzbewegung.
Dieses Hilfsangebot machte eine böswillige Schlagzeile. Ausgerechnet der Vatikan meldete, dass Sri Lanka diese Hilfe entrüstet zurückgewiesen habe. Der Heilige Stuhl musste sich entschuldigen und gab einen „Übersetzungsfehler“ als Ursache für die Falschmeldung an. Gespendet wurden Wasser, Zelte, Decken und medizinische Ausrüstung. Die Pharmafirma „Teva“ lieferte Medikamente und der Staat stiftete weitere Medikamente im Wert von 300.000 US-Dollar. Nach Thailand wurden 13 Ärzte, Krankenschwestern, 19 Pathologen und „Zaka“-Mitarbeiter entsandt. Diese ultraorthodoxen Männer, die sich in Thailand wegen ihrer Religionsgesetze nur vom Saft von Kokusnüssen und Lychees ernähren können und vor Ort einen Leichensack als Tischdecke bei ihrem Feiertagsmahl am Freitag Abend verwenden müssen, helfen bei der Identifizierung der Leichen. 3.300 Leichensäcke, 500 Gasmasken und Medikamente im Wert von 40.000 US-Dollar wurden nach Thailand geflogen. Eine weitere Medikamentenlieferung im Wert von 300.000 US-Dollar wird vorbereitet. Ein Psychologenteam wird einheimische Psychologen schulen, traumatisierte Opfer zu behandeln.
Inzwischen haben Bürger dieses Landes hunderte Tonnen Lebensmittel, Kleidung und Decken gesammelt. DNS-Experten helfen federführend bei der Zusammenstellung einer gemeinsamen Datenbank über die Opfer, um die noch vermissten Thais und Touristen aus aller Welt zu identifizieren. Die Hilfsbereitschaft kam spontan und hat schon eine lange Tradition. Expertenteams sind vor Jahren schon in Erdbebengebiete in Guatemala, Mexiko, Armenien und in die Türkei geschickt worden und halfen in Kenia, die Verschütteten nach einem El Qaeda Anschlag auf die amerikanische Botschaft auszugraben. Dank ihrer großen Erfahrung mit Terror haben sie ganz spezielle Techniken etwa bei der Identifizierung von Leichen entwickelt, die jetzt den Opfern in Thailand zugute kommen. Dabei sind die Bürger dieses Landes relativ glimpflich davongekommen. Zunächst galten 800 seiner Bürger als vermisst. Die Zahl sank inzwischen auf etwa 30. Nur vier seiner Bürger wurden als Tote identifiziert und zum Begräbnis in ihre Heimat geflogen.

Genau so ein Artikel, wo mindestens ein Land vergessen wird…: NETZEITUNG – Liste der Geberländer für Flutopfer in Südasien

Dem Terror Schwung geben

Daniel Mandel, The Baltimore Sun/Middle East Forum, 5. November 2004)

Geben die Medien den Terroristen Hilfe und Trost, indem sie ihrer Gewalt maximalen Platz und Einfluss verschaffen, während sie manchmal die Täter sauber halten und zu anderen Zeiten die ihre Opfer beschmutzen?

Für die Medien ist es Standard, die Täter terroristischer Akte – das vorsätzliche Abschlachten von Zivilisten – mit einer ganzen Bandbreite an Euphemismen zu beschreiben, wobei „Militante“ die gebräuchlichste ist.

Auf diese Weise kann die „New York Times“ einen Bericht über die Tötung einer Geisel mit dem Titel versehen: „Irakische Militante sollen LKW-Fahrer aus Bulgarien geköpft haben“. Gleicherweise können Terroristen, die in einem Militärschlag getötet wurden, in einer weiteren Schlagzeile so beschrieben werden: „Israelischer Luftschlag tötet 2 Militante der Hamas, verwundet 6 Nebenstehende“. Manchmal werden Worte ersetzt, wenn Regierungs-Erklärungen zu „gesuchten Terroristen“ in „gesuchte Militante“ verwandelt werden.

Im Gegensatz dazu wird höchst wertende Sprache benutzt, wenn Antiterror-Aktionen beschrieben werden: „Mord“ und „Ermordung“ sind populäre Begriffe, wenn beschrieben wird, wie Israel Terror-Führer, Bomber und Hintermänner jagt, selbst wenn keine Zivilisten geschädigt werden.

Wie wird diese Wortwahl gerechtfertigt? Die Medien-Organisationen behaupten professionell objektiv zu sein. Die Nachrichtenagentur Reuters hat argumentiert, dass „Terrorist“ ein „gefühlsbetonter Begriff“ sei, der sich für „unparteiische Journalisten“ nicht schickt. Die Canadian Broadcasting Corp. nimmt eine ähnlich Haltung ein: “Terrorist” ist ein subjektiver Begriff, während “Militant” ein objektiver ist. Ersterer, so wird gesagt, ist Meinung, der zweite Berichterstattung.

Diese Erklärungen gründen auf der Annahme – willentlich oder anders – dass Gewalt, die aufgrund einer anerkannten Sache verübt wird, nicht terroristisch sein kann. Die Plattitüde dazu kennt jeder gut: „Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer.“

Tatsache ist, dass ein Freiheitskämpfer zu sein, wie immer man das definiert, nicht die Möglichkeit ausschließt, dass man ein Terrorist ist. Der israelische Terrorismus-Forscher Boaz Ganor hat das gut ausgedrückt: „Wenn man sich bewusst entscheidet Zivilisten anzugreifen, kann man nicht mehr sagen ‚Ich bin kein Terrorist, weil ich ein Freiheitskämpfer bin.’ Vielleicht bist du ein Freiheitskämpfer, aber du bis auch definitiv ein Terrorist.“

Warum bestehen dann die Medien darauf, den Terrorismus sauber zu halten und den Kampf dagegen zu beschmutzen? Aus Einseitigkeit und Angst. Entgegen dem normalerweise Behaupteten ist Einseitigkeit am Werk, in der die Natur der Anschläge weniger eine Rolle spielt als die Identität der sie ausübenden Gruppen. Diese illegitime Praxis begann damit, dass die Medien Israel benachteiligten und die Palästinenser bevorzugten. Es hat damit nicht aufgehört.

Dieselben Medienkonzerne, die dieser Praxis nachgehen, verteidigen sie auch vehement. Als CanWest Global Communications Corp., Kanadas größte Zeitungskette, Agenturmeldungen dahin gehend änderte, dass das Wort „Terrorist“ in Berichten zu terroristischen Akten wieder eingeführt wurde, beschwerte sich daher Reuters als führende Lieferant der beschönigenden Berichte über Terror.

Es ist entlarvend, dass der Welt-Chefredakteur von Reuters, David Schlesinger, meint, dass Terroristen als solche zu bezeichnen „die Reporter in den instabilen Gebieten gefährden“ könnte. Der Journalist Jonathan Tobin merkt trocken dazu: „Reuters sorgt sich, dass es von den Menschen, die es nicht als Terroristen bezeichnen mag, terrorisiert wird.“ Die daraus resultierende Einseitigkeit diktiert eine falsche moralische Neutralität, die in Wirklichkeit die Terroristen begünstigt.

Ohne das Fernsehen oder das Internet könnten die grässliche Ausstrahlung von Appellen unschuldiger Geiseln irakischer Terroristen, gefolgt von ihren im Fernsehen ausgestrahlten, gnadenlosen Enthauptungen, als Taktik der psychologischen Kriegsführung gegen den Westen keinen Erfolg haben. Das verdoppelt natürlich den Druck auf die Regierungen, der Erpressung nachzugeben und stellt die Ermordung fast sicher, wenn diese Regierungen das nicht tun.

Weit davon entfernt, die damit zusammen hängende journalistische Ethik ernsthaft zu überdenken, leisten sich die Medienkonzerne, besonders in Europa, einen Wettlauf darum, wer der erste ist, der die grausigen Bilder der ausgestellten Tötungen in Umlauf bringt. Das stellt lediglich sicher, dass weitere Geiseln genommen werden und so mehr unschuldiges Leben genommen wird.

Die Meiden versagen klar in ihrem Auftrag, wenn sie überlegene Distanz behaupten, während sie in Wirklichkeit gehorsame Komplizen der Terroristen werden. Terroristen könnten natürlich weiter töten, egal, welcher Art die Berichterstattung ist. Aber sie sollten keine Hilfe von den Journalisten erhalten. Und wenn das doch so ist, können die Medien nicht erwarten, dass sie für Kritik unantastbar sind.

Das CNN/BBC/LA Times/Washington Post-Handbuch – „Wie man Aktivist wird“

Steven Plaut, Free Republic, 18. März 2004

(Für alle amerikanischen bzw. englischen Organe und Orte könnte man genauso gut europäische/deutsche einsetzen. – heplev)

  1. Menschen zu ermorden macht dich zum Mörder oder Terroristen. Wenn die Ermordeten aber Juden sind, dann bist du ein Aktivist. Du könntest auch ein Militanter sein.
  2. Verkehrsjets in Gebäude zu fliegen macht dich zum Terroristen. Aber zu versuchen, zivile Flugzeuge abzuschießen, die in Israel landen, macht dich zum Aktivisten.
  3. Große Bomben in Züge in Madrid zu legen macht dich zum Terroristen, aber Bomben in israelische Busse voller Kinder zu legen, macht dich zum Aktivisten.
  4. Einen Club voller Australier in Indonesien in die Luft zu jagen macht dich zum Terroristen. Aber Massenmord an israelischen Kindern macht dich zum Aktivisten.
  5. Heckenschützen, die unschuldige Menschen in Virginia erschießen, sind Terroristen. Heckenschützen, die Juden in der Westbank abschießen, sind Aktivisten.
  6. Menschen, die versuchen mit Lastwagen Soldaten über den Haufen zu fahren, werden gemeinhin Terroristen genannt, außer die fraglichen Soldaten sind Juden.
  7. Steine auf Zivilisten zu werfen, macht dich zu einem Kriminellen und vielleicht zum Terroristen; wenn du das von einer Brücke in Kalifornien aus machst, kommst du ins Gefängnis.
    Aber dieselben Steine auf Juden in Israel zu werfen macht dich zum Aktivisten und vielleicht sogar zum Professor an der Columbia University.
  8. Den Holocaust zu leugnen macht dich zum Rassisten und faschistischen Eiferer, außer du bist Araber, denn dann macht es dich zum Moderaten, zumindest wenn du den Holocaust in grammatisch korrektem Englisch leugnest.
  9. Dich hinter Kindern zu verstecken, während du mit Waffen auf Soldaten schießt, macht dich zum Feigling und Verbrecher, außer du bist ein Palästinenser oder ein irakischer Baathist.
  10. Kinder zu ermorden macht dich zum Scheusal und vielleicht zum Nazi, außer die Kinder sind Juden; in diesem Fall bist du ein Aktivist mit legitimem Groll.
  11. Für den Terror des 11.9. und des 11.3. gibt es keine tiefer liegenden Gründe oder Wurzeln, aber Nahost-Aktivismus, in dem Israelis Opfer von Massenmord werden, hat solche – wegen der israelischen Gefühllosigkeit und weil die Palästinenser sich besetzt fühlen.
  12. Massenmord an Bosniern oder Albanern im Kosovo ist ein Kriegsverbrechen. Bei Massenmord an Juden ist das die Quittung für ihre Gefühllosigkeit. Und natürlich ist das reagierender Aktivismus.
  13. Wenn Amerikaner Al Qaida- oder Taliban-Führer, wo auch immer sie sie finden, umbringen, ist das Teil des Kriegs gegen den globalen Terrorismus. Wenn Israel auf Terrorführer schießt, dann ist das ein Hindernis für den Frieden und ungerechtfertigte Deaktivierung von Aktivismus.
  14. Wenn die USA hunderte Terroristen in Guantanamo Bay ohne Gerichtsverfahren einsperrt, dann geschieht das, weil sie Terroristen sind. Wenn Israel Menschen einsperrt, die Massenmord an Juden begangen haben, dann untergräbt es den Friedensprozess und macht sich Aktivisten zu Feinden.
  15. Mörser und Raketen in zivile Gebiete des Balkans zu schießen, macht dich zum Kriegsverbrecher. Sie aus dem Gazastreifen auf jüdische Häuser zu schießen, macht dich zum Militanten.

Da stinkt etwas bei AFP

Ein AFP-Fotograf benutzte eine „Fischaugen-Linse“, um sein Foto zu übertreiben
und die Bildunterschrift der AFP lässt wichtige Zusammenhänge aus.

HonestReporting, 4. November 2003

Das folgende Foto und sein Begleittext wurden von AFP (Agence France Presse) am Samstag, 1. November 2003 veröffentlicht.

hrep_medien-palwoman
Eine palästinensische Frau drückt ihre Wut aus, nachdem das israelische Militär einen Sprengstoffgürtel sprengte, den es in ihrem Haus fand; dabei wurden das Erdgeschoss und das erste Stockwerk des Gebäudes im Dorf Hizmeh bei Jerusalem zerstört (AFP/Atta Hussein)

Vor der Beschäftigung mit den Einzelheiten des Vorfalls wollen wir uns das AFP-Foto selbst ansehen.

Der Fotograf benutzte eine Weitwinkellinse (Fischaugen-Linse), um den Effekt einer weiten, übertriebenen Zerstörung zu erzeugen – beachten Sie die Länge der Hände der Frau und die „gestreckten“ Gebäude im Hintergrund. Eine Weitwinkellinse mag passend sein, um Landschaftsbilder zu machen, aber hier war es eindeutig weder notwendig noch angemessen. Nikon beschreibt den Gebrauch seiner Fischaugen-Lines so: „In der normalen Fotografie werden diese Linsen benutzt, um über ihre ‚irreale’ Verzerrung dramatische Effekte zu erzielen.“

Wenn ein Fotograf ein Bild in dieser Art verzerrt, verzerrt er den Vorfall, den er angeblich in objektiver Weise vermittelt – eine Verletzung journalistischer Ethik.

Was passierte nun in diesem Haus? Aus der Beschreibung der AFP sollte man nicht meinen, dass keine persönliche Verbindung dieser Frau zu dem Sprengstoffgürtel hat – er wurde lediglich „in ihrem Haus gefunden“, das die IDF, offensichtlich, grausamerweise zerstörte.

Die Jerusalem Post berichtet allerdings den wesentlichen Zusammenhang, der von AFP völlig außen vor gelassen wurde: Aufgrund von Geheimdienst-Informationen fing die IDF den Ehemann dieser Frau, der dann zugab, dass er einen Selbstmord-Bombenanschlag mit einem Sprengstoffgürtel ausführen wollte, den er unter dem Bett seiner Tochter, eines Babys versteckte.

Soldaten eilten zu dem Haus, brachten seine Bewohner hinaus und sprengten den Sprengstoff. Die Druckwelle verursachte den Einsturz des ersten Stockwerks des Hauses – Beleg für die Gewalt seiner Auswirkung, die israelische Zivilisten massakrieren sollte.

Selbst ein solcher Vorfall, der einmal mehr die unerträgliche Benutzung von Kindern als menschliche Schutzschilde für terroristische Aktivitäten durch die Palästinenser verdeutlicht (und die Qualität der IDF-Geheiminformationen unter ständiger Terrordrohung), wird von AFP-Linsen und Textschreibern verdreht, die einen weiteren Akt „gausamer israelischer Aggression“ vorzeigt. Ein klassischer Fall antiisraelischer Medien-Einseitigkeit.

Kommentare an AFP: contact@afp.com

Apropos Fotojournalismus: IDF-Sprecherin Sharon Finegold erklärte kürzlich, dass volle 90% der Nachrichtenfotos aus den palästinensischen Gebieten von palästinensischen Fotografen gemacht werden (wie von Atta Hussein von AFP, s.o.). Finegold glaubt, dies spielt eine wichtige Rolle in den generellen Medien-Verdrehungen in diesem Konflikt.

— EUROPÄISCHE VERUNGLIMPFUNG ISRAELS —

Dieses AFP-Foto ist nur das jüngste Beispiel europäischer Medienberichterstattung, die beständig den Nahost-Konflikt verzerren. Wie sieht der kumulative Effekt von Jahren Verunglimpfung Israels durch europäische Medien aus?

Eine höchst beunruhigende Meinungsumfrage der Europäischen Kommission, die heute veröffentlicht werden soll, deutet an, dass fast 60 Prozent der Europäer glauben Israel sei eine größere Bedrohung des Weltfriedens als Nordkorea, der Iran oder Afghanistan. Auf die Frage: „Stellt das folgende Land gegenwärtig eine Bedrohung des Weltfriedens dar?“, suchten europäische Befragte Israel als die Bedrohung Nummer 1 WELTWEIT aus.

Der Leiter des Simon Wiesenthal Center antwortete so:

Die Umfrage ist ein Hinweis darauf, dass die Europäer die Verunglimpfungs- und Dämonisierungskampagen gegen den Staat Israel und seine Unterstütze bei europäischen Führungskräften und Medien voll und ganz geschluckt haben.

Diese Umfrage sollte ein Weckruf sein. Medienbeobachter müssen die Bemühungen in Europa verdoppeln und fleißig bleiben, wo immer Medieneinseitigkeit gegen den Staat Israel – der seit seiner Gründung unermüdlich nach Friedens strebt – als „Bedrohung des Weltfriedens“ betrieben wird.