Die Medien und Karl Lagerfelds Offenlegung des muslimischen Antisemitismus in Deutschland

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In welchem Maß sagte der Top-Designer Karl Lagerfeld die Wahrheit, als er Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Sendung Salut les Terriens! (Hallo Erdlinge!) am 11. November auf Kanal 8 wegen ihrer Politik der offenen Grenzen für Flüchtlinge angriff? Er stellte fest, dass man – selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen – nicht Millionen Juden töten kann und später dann Millionen ihrer schlimmsten Feinde holt. Lagerfeld fügte hinzu: „Ich kenne jemanden in Deutschland, der nahm einen jungen Syrer auf, der sagte: ‚Das Größte, was Deutschland erfand, war der Holocaust.‘ Der junge Mann wurde vor die Tür gesetzt.“[1]

Lagerfeld merkte auch an, dass Merkel bereits Millionen Immigranten hatte, die gut integriert sind und es daher nicht nötig hatte eine weitere Million aufzunehmen, um nach der griechischen Krise ihr Image als böse Stiefmutter verbessern wollen.“[2]

Lagerfelds Äußerung kann als im Kern wahr, wenn auch zum Teil verzerrt zusammengefasst werden. Die Hauptwahrheit – neben der deutlichen Anmerkung über Deutschlands mörderisches Verhalten während des Holocaust – besteht darin, dass eine gewaltige Zahle an Muslimen hauptsächlich aus arabischen Ländern nach Deutschland zu bringen bedeutet, dass ein großer Anteil von ihnen in unterschiedlichem Maß antisemitisch ist.

Die Verzerrung in seinen Äußerungen besteht darin, dass die Millionen bereits in Deutschland befindlichen Immigranten gut integriert sein sollen. Zu ihnen gehört eine beträchtliche Anzahl, die sich nicht integrieren will. Der Anteil der Antisemiten unter ihnen ist vermutlich ebenfalls hoch. Man könnte hinzufügen, dass die Lage in Deutschland, was den Antisemitismus unter muslimischen Immigranten angeht, sich nicht dramatisch von der in anderen europäischen Ländern wie Frankreich unterscheidet.

Mitte November wurde eine Studie zum Antisemitismus in Hessen veröffentlicht. Sie stellte fest, dass die Zahl der Täter unter Rechtsextremen und Muslimen die bei weitem am höchsten ist und auf etwa demselben Niveau liegt.[3] Und das trotz der Tatsache, dass beides relativ kleine Gruppen der deutschen Bevölkerung sind. Die Studie ist daher eine weitere Stütze des Kerns von Lagerfelds Äußerung.

Viele Medien beschränkten sich darauf nur zu berichten was Lagerfeld sagte. Es wäre für sie schwierig gewesen das zu kommentieren, ohne zuzugeben, dass muslimischer Antisemitismus in Europa weit verbreitet ist und dass er in seinen Extremen Ausformungen gewalttätig und manchmal tödlich ist. Umso mehr, als alle in Europa aus ideologischen Gründen getöteten Juden des neuen Jahrhunderts von Muslimen ermordet wurden. Weit verbreiteten muslimischen Antisemitismus zuzugeben wird in Europa von denen, die sich als „Progressive“ bezeichnen, oft als politisch unkorrekt betrachtet. Ihn zu negieren, wenn man Lagerfelds Äußerungen diskutiert, würde jedoch das extreme Reinwaschen des Hasses durch die Medien offenbaren.

Trotzdem hatten einige Medienorgane kein Problem damit Lagerfeld zu attackieren, während sie den muslimischen Antisemitismus ignorierten oder bagatellisierten. Ein solches Medium war die New York Times. Sie geht mit Lagerfeld um, wie es die Boulevardpresse tun würde und verbannte das Thema in ihren Modeteil. Dort schrieb ihre Reporterin Valeriya Safronova: „Karl Lagerfeld, der Kreativdirektor von Chanel und Fendi, ist bekannt für taktlose und beleidigende Kommentare.“ Dann führte sie eine Auswahl früherer Äußerungen an, die keine Bedeutung für seine Behauptung bezüglich muslimischem Antisemitismus und der deutschen Bereitschaft Antisemiten einwandern zu lassen hatten.[4]

Safronova schrieb dann über Lagerfelds Äußerungen: „Sein jüngster Moment unerklärlicher Befindlichkeitsäußerungen kam am Samstag.“[5] Die Medienwatch-Organisation CAMERA hat über die Jahre hunderte, wenn nicht tausende Beispiele für die Einseitigkeit und Manipulationen der New York Times veröffentlicht. Ihrer Sammlung kann sie Safranovas Artikel hinzufügen.

Ein weniger bedeutendes US-Nachrichtenmedium, das es schaffte Lagerfeld zu attackieren, während es muslimischen Antisemitismus in Deutschland bagatellisierte, war Salon, eine ansehnliche linke Nachrichten- und Meinungs-Internetseite. Der stellvertretende Kultur-Redakteur nutzte mehr als eintausend Worte, um zu sagen, dass Lagerfeld für das, was er ist, verurteilt und bestraft werden sollte, denn er sei ein Islamophober.[6]

Der vermutlich größte Manipulator des Themas war der deutsche Privatfernsehsender RTL mit seinem Magazin Exclusiv. RTL-Journalist Marc Sterzenbach fragte, warum Lagerfeld sich so äußerte. Seine Antwort: „Tatsächlich ist das Unternehmen Chanel, für das er arbeitet, fest in jüdischer Hand. Eigentümer ist die Familie Wertheimer.“[7] Die Tageszeitung DIE WELT schrieb, dass RTL „klassische antisemitisches Klischees der sogenannten ‚jüdischen Weltverschwörung‘“ nutzte.[8]

Für diejenigen, die nicht verstanden haben, was Letzteres hieß, wurde es von dem jüdischen Autoren Henryk Broder in einem weiteren Artikel im selben Blatt erklärt. Er schrieb: „Noch nie hat das auf Klatsch und Tratsch, auf Promis und deren Probleme spezialisierte Magazin die Religionszugehörigkeit irgendeiner Familie thematisiert, die ein Unternehmen führt, für das irgendein Promi arbeitet. Dabei gibt es etliche Mode- und Kosmetik-Firmen, die „fest in jüdischer Hand“ sind, was bei RTL bis jetzt weder aufgefallen ist noch jemanden gestört hat.“[9]

Nach seiner Kritik entschuldigte sich RTL. Der Sender gestand ein, dass er es an „semantischer Sensibilität“ hatte mangeln lassen. Er erklärte, seine Wortwahl „spiegelt keinesfalls die Einstellung des Autors und natürlich nicht die des Senders“.[10]

Der vielleicht beste Kommentar war in der österreichischen Wiener Zeitung zu finden. Ihr Gastkommentator Christian Ortner schrieb unter der Schlagzeile „Kann die Wahrheit Verhetzung sein?“: „Damit, dass die Willkommenskultur von 2015 hohe Kosten, schwere soziale Probleme und erhebliche Frauenfeindlichkeit mit sich gebracht hat, können deren ehemalige Proponenten wohl gerade noch leben – aber einzubekennen, nun auch Antisemitismus verursacht zu haben, ist gerade in Österreich oder Deutschland unerträglich. Auch und gerade, wenn es stimmt.“[11]

Hunderte beschwerten sich über Lagerfelds Äußerungen bei der französischen Medienaufsichtsbehörde (CSA), die jetzt diese heiße Kartoffel handhaben muss. Sollte sie den kapitalen muslimischen Antisemitismus nicht erwähnen, wird sie sich selbst gerechtfertigter Kritik aussetzen. Die CSA hat allerdings reichlich Zeit sich zu überlegen, was sie sagen will, da sie einen gewaltigen Berg an Beschwerden über andere Sendungen abzuarbeiten hat.

[1] http://www.youtube.com/watch?v=EJKPn51ZrD8

[2] ebenda.

[3] http://www.fr.de/rhein-main/juden-in-hessen-antisemitismus-wandelt-sich-a-1387328

[4] http://www.nytimes.com/2017/11/14/fashion/karl-lagerfeld-migrants-angela-merkel.html

[5] ebenda

[6] http://www.salon.com/2017/11/15/following-karl-lagerfelds-islamophobic-rant-is-it-time-we-walk-away-from-the-designer/

[7] http://www.youtube.com/watch?v=H6DTUmzKC-c

[8] http://www.welt.de/vermischtes/article170660822/RTL-liefert-fragwuerdige-Erklaerung-fuer-Lagerfeld-Kritik.html

[9] http://www.welt.de/debatte/kommentare/article170679536/Wer-oder-was-hat-RTL-fest-in-der-Hand.html

[10] http://www.tagesspiegel.de/medien/fest-in-juedischer-hand-rtl-bedauert-formulierung-in-bericht-ueber-lagerfeld/20594858.html

[11] http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/929472_Kann-die-Wahrheit-Verhetzung-sein.html

Medienspielereien

Als im September 2001 pal-arabische Freudentänze angesichts der Anschläge in New York und Washington von den Medien wegen Drangsalierungen durch PA-Kräfte kaum gezeigt werden konnten, aber sich doch eine dicke Frau und ein paar Jungs in Jerusalem vor der Kamera freuten, da meinte ein ZDF-Journalist mich nach einem Schreiben an seine Redaktion belehren zu müssen, dass solche Leute für ein bescheidenes Trinkgeld „gekauft“ werden können und der Jubel gestellt sei. Der inzwischen im Ruhestand befindliche Korrespondent „bedauerte“ nicht nur, dass diese Aufnahmen überhaupt gezeigt wurden, er unterstellte seinen Kollegen also auch, dass sie betrügen. (Das gibt’s bekanntlich nur, wenn die Araber negativ betroffen sind – umgekehrt bedarf es schon massiven Drucks aus der damals noch nicht vorhandenen Blogosphäre, wie man am Beispiel des Reuters-Photoshoppers und den Bomben auf die Hamas in Beirut 2006 sehen konnte).

Diese Erkenntnis der gestellten Szenen wird also gerne angeführt, wenn man damit für die Terroristen ungünstige Bilder wegerklären kann. Umgekehrt sieht es allerdings ganz anders aus, wie Elder of Ziyon in einem Beitrag anhand von Fotos samt Bildunterschriften von Reuters aufzeigt. Dazu stellt er einfache „Auswahlmöglichkeiten“:


Was ist wahrscheinlicher?
1) Vier arabische Jungs werfen zufällig genau gleichzeitig Steine und eine Fotograf kann nicht nur die Burschen, sondern auch ihre Steine im Flug knipsen, was seine Chance auf den Gewinn eines Preises erhöht.
2) Nachdem er sie in die optimale Position dirigiert hat, ruft der Fotograf den Jungs zu: „Wahid, ithnan, thalatha (eins, zwei, drei), WERFEN!“

Zugegeben, das ist etwas spekulativ. Aber die Vermutung, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, kann nicht einfach abgetan werden, zumal es reichlich Bilder gibt, die Zweifel an ihrer Authentizität aufwerfen – zu viele, als dass man diese Fragen nicht stellen sollte.

Es ist ja auch nicht so, dass die MSM mit ihren sonstigen Fotos und zugehörigen Bildunterschriften dazu beiträgt Parteinahmen auszuschließen. Nehmen wir ein Beispiel von Associated Press (ebenfalls eingestellt von Elder of Ziyon):

AP schreibt dazu: Ein palästinensischer Junge bereitet sich darauf vor einen Ziegelstein auf israelische Soldaten zu werfen, die im Westbank-Dorf Beta bei Nablus operieren. Donnerstag, 21. Feb. 2008

Die Beobachtung von Elder of Ziyon: Ein Standard-Ziegelstein wiegt etwa 3kg. Schauen wir uns etwas genauer an, was dieser Junge hier schleudert:

vergrößerter Bildausschnitt

Das ist kein Ziegelstein, das ist ein Betonblock von 14kg. Es besteht keine Frage, dass dies eine tödliche Waffe ist, besonders, wenn er aus der Höhe geworfen wird. Es besteht Tötungsabsicht.

Was sollte die legitime Antwort eines Soldaten sein, der mit einem 14kg-Projektil konfrontiert wird?
Und warum, glauben Sie, beschreibt AP das lediglich als „Ziegelstein“?

Und: Wie hätte AP die Szene wohl beschrieben, wäre der Werfer ein jüdischer „Siedler“? Das ist vielleicht spekulativer als die Szene der vier Jungs oben. Aber nicht weniger weit hergeholt.