Der Vorschlag eines Trolls

Dass er ein Troll ist, stellte sich erst in seinen nächsten versuchten Kommentareinträgen heraus. Trotzdem fand ich den Vorschlag interessant:

HI Heplev, wäre folgender Bericht nicht ein Artikel wert?
http://www.fluter.de/de/140/thema/13231/

Der Link berichtet über einen Schulbuch-Versuch, in dem die israelische Sicht der Geschichte des Landes im 20. Jahrhundert der der sogenannten Palästinenser gegenüber gestellt wird. Die Autoren hofften, dass sich damit ein Ausgleich und mehr Verständnis für einander schaffen lässt. (Wie das mit Lügen und Verdrehungen von historischen Fakten funktionieren soll, bleibt mal dahin gestellt.) Dass sie sich selbst nicht auf etwas Gemeinsames einigen konnten und stattdessen ihre beiden Narrative nebeneinander zu stellen, spricht schon für sich.

Aber ja, ich denke, der Artikel ist es wert wahrgenommen zu werden. Deshalb habe ich ihn an mehrere Bekannte geschickt und um deren Meinung gebeten. Hier die drei Reaktionen:

Ulrich W. Sahm:

Es beginnt schon mit der Vorstellung:

Dani Bar On ist 1938 in Haifa geboren. Warum ist es so wichtig zu vermerken, dass seine Familie 1933 (also lange vor dem Holocaust) aus Hamburg emigirierte?
Sami Adwan ist 1954 in Hebron geboren. Das war unter jordanischer „Besatzung“. Erst mit 13 geriet er unter „israelische Besatzung“.

Im Buch (Vorwort) steht:

Das von PRIME herausgegebene Buch wurde von sechs jüdischen und sechs palästinensischen Geschichtslehrerinnen und Lehrern zusammen mit wissenschaftlichen Experten verfasst.

Sind die Juden Amerikaner, Schweizer oder Südafrikaaner? Und die Palästinenser sind Moslems oder Christen?
Und wer sind die „wissenschaftlichen Experten“?

Yousuf Tumaizi (1957-2002), wurde im Dorf Idna geboren. Er wurde mehr als 20 Mal festgenommen und verbrachte mehrere Jahre in israelischen Gefängnissen.
Warum wird hier verschwiegen, weshalb er im Gefängnis saß?

Interessante Anmerkung auf Seite 8 des palästinensischen Narrativs:

Für die Palästinenser war das Jahr 1917 nur das erste in einer langen Reihe von Jahren – 1920, 1921, 1929, 1936, 1948, 1967, 1987, 2002 – die von Tragödien, Krieg, Unglück, Tod, Zerstörung, Verlust der Heimat und Katastrophen geprägt waren.

Wann haben sich eigentlich die Palästinenser als solche konstituiert oder ist das nur im Rückblick gesagt?
(Anmerkung heplev: 1920, 1921, 1929, 1936 waren von den Arabern angezettelte antijüdische Pogrome/Pogromversuche! 1948, 1967 waren von den Arabern inszenierte Judenvernichtungsversuche; 1987, 2002 waren von den Arabern angezettelte, gewalttätige Auseinandersetzungen.)

Auf Seite 10 im palästineneischen Narrativ:

Die Balfour-Deklaration gilt als politischer Teilsieg der zionistischen Bewegung. Verlierer waren die Araber und Muslime, denen das Heilige Land ursprünglich gehörte.

400 Jahre lang gehörte das Gebiet zum Osmanischen Reich. Worin bestand der Anspruch, dass dieses Land „Arabern und Muslimen“ gehörte. Wo bleiben die Christen und die Juden?

Paul aus der Schweiz schreibt:

Unsere Postmoderne ist davon geprägt, dass Wahrheit immer subjektiv ist. Absolute Wahrheit existiert nicht mehr. Der Begriff „Narrativ“ statt Geschichte ist bezeichnend. Auch die Theologie braucht heute diesen Begriff des ‚Narrativs.‘ Er schließt die subjektive Interpretation des Geschehenen ein. Einen Konflikt lösen zu wollen, indem man aus den beiden ‚Narrativen‘ ein neues ‚Narrativ‘ herstellen will, mit dem beide Seiten leben können, gibt es nicht.

Ein Konflikt kann nur gelöst werden, wenn eine außenstehende Vermittlung die beiden Kontrahenten dazu bringen kann, sich über den gemeinsamen Kern ihres Konflikts einig zu werden. Dieser Kern muss eine Formulierung finden, mit der beide Seiten einverstanden sind. Erst auf dieser Basis kann die außenstehende Vermittlung mit den beiden Seiten nach einer Lösung suchen.

Dies setzt voraus, dass die beiden Seiten daran interessiert sind, eine Lösung zu finden. Wenn die eine der beiden Seiten jedoch die andere vernichten will oder, wie in diesem Fall, ihr das Existenzrecht abstreitet, dann gibt es keine friedliche Lösung. Dann kann nur noch die Gewalt dem Konflikt ein Ende bereiten. Dann kommt es nur noch darauf an, wer der Sieger ist.

Die Schwierigkeit, die ich sehe, ist das Verharren der einen Seite auf einer religiösen Grundlage (Koran), die es erlaubt, den Feind zu belügen, wenn es der eigenen Sache dient.

Ein Geschichtsunterricht, der die Absicht hat, beiden Seiten die Sicht der Anderen zu vermitteln, aus der dann beidseitig das Verständnis für den Anderen wachsen soll, unterliegt dem Irrtum, dass beide Seiten rational denken. Bei Gewerkschaften, in denen es um Arbeitskonflikte innerhalb derselben Kultur und desselben Weltbilds geht, ist eine solche Strategie durchaus möglich. Wo es aber um weltanschauliche, kulturelle und religiösen Verschiedenheiten geht, ist die Annahme des jeweils anderen Narrativs nicht möglich, es sei denn, die eine Seite ordnet sich der andern unter.

Der Weg des Narrativ-Vergleichs ist meines Erachtens im gegebenen Fall nur interessant, wenn die Bedingung des gegenseitigen Existenzrechts der garantierte gemeinsame Nenner bleibt. Sonst kann kein gegenseitiges Vertrauen entstehen, dass der Andere wirklich ehrlich ist.

Ich sehe das ähnlich. Dazu kommt: Wie die Araber die Geschichte dieses Landstriches sehen, ist bekannt, wird bei uns immer stärker in den Vordergrund gestellt. Dass die Fakten sich mit dem nicht decken, wollen viele bei uns immer weniger wahr haben.

Das Buch wird von denen für gut befunden, die gegen Israel Stellung beziehen. Sie propagieren „palästinensische“ Narrativ und wollen es gegen das israelische – und die historischen Fakten – durchsetzen. Dabei wäre es nötig, dass die Araber – und inzwischen die Menschen im Westen auch – das israelische Narrativ und die Fakten wieder zur Kenntnis nehmen, ohne sie durch das arabische übertrumpfen zu wollen. Würde das Buch dafür genutzt, hätte es so etwas wie echten Sinn. Im Westen. Bei den Arabern bin ich mir da alles andere als sicher.

Heute (5.12.) kam eine komplette Rezension von Cora:

„Die Vergangenheit ist unserer Barmherzigkeit ausgeliefert.“ schrieb Johan Huizinga im Vorwort seines Buches „Im Banne der Geschichte“ 1942.

Geschichte besteht eben nicht nur aus unverrückbaren Zahlen und Fakten sondern auch aus deren Interpretation. Und diese ändern sich. Sie ändern sich durch neue Erkenntnisse ebenso wie durch politische Gegebenheiten. Und aus diesen Veränderungen entsteht erneut „Geschichte“, denn die Interpretationen lassen in der Rückschau oft Schlüsse auf die Gesellschaft derer zu, die die vorliegenden Daten und Fakten interpretiert haben.

Unter diesem Gesichtspunkt lässt das israelisch-palästinensische „Geschichtsbuch“ tief blicken. Es zeigt zum einen einen faktenorientierten und durchaus auch selbstkritischen Blick auf das Geschehen von den 20er Jahren bis heute auf israelischer Seite und einen, vor allem dem Narrativ verpflichteten und von Schuldzuweisungen strotzenden Blick der Jahre 1947 bis heute auf der palästinensischen Seite.

Lässt man nun mal außer Acht, was tatsächlich in den Jahrzehnten, die dieses Buch darstellt, geschehen ist, wer also näher an den historischen Tatsachen ist und konzentriert sich ganz und gar auf die Art der Darstellung, dann kann man daraus einen guten Rückschluss auf die jeweilige Gesellschaft ziehen. (Vorausgesetzt natürlich, dass beide Darstellungen der jeweiligen „offiziellen“ Geschichtsschreibung entsprechen.)

Was ist von einer Gesellschaft zu halten, die sich einzig und allein als Spielball äußerer, böswilliger Mächte sieht?
Was ist von einer Gesellschaft zu halten, die sich einzig und allein durch diesen Opferstatus definiert?
Was ist von einer Gesellschaft zu halten, die das einfache Prinzip von actio und reactio, also vom Tun und dessen Folgen, nicht nur nicht anerkennt, sondern geradezu negiert?
Was ist von einer Gesellschaft, einem Volk, zu halten, dessen „Geschichtsbewusstsein“ ganz und gar auf das Verlorene, das Vergangene bezogen ist, ohne daraus einen Blick für die Zukunft zu gewinnen?
Was ist von einer Gesellschaft zu halten, die sich zugleich als Opfer als auch den anderen Gesellschaften gegenüber höherwertig darstellt?

Dem halbwegs historisch bewanderten Leser dürften hier diverse Parallelen zu anderen Interpretationen der Geschichte auffallen.

Die Gegenüberstellung beider Seiten ist daher weniger von historischer Bedeutung als vielmehr eine Möglichkeit, einen Blick in die jeweiligen Völker zu werfen, die sich ein kleines Stück Erde miteinander teilen müssen. Es zeigt deutlich die großen Unterschiede im Umgang mit dem Gewesenen und den Folgen, die die jeweilige Gesellschaft daraus zieht – rückwärtsgewandt oder der Zukunft zugewandt.

Für Historiker und historisch Bewanderte sicher eine interessante Bereicherung, für Schüler aber gänzlich ungeeignet. Ihnen fehlt zumeist noch das tragende Gerüst der Geschichtswissenschaft: Die unverrückbaren Daten und Fakten. Ohne diese aber wird aus einer Interpretation allzu oft eine Ideologie.

Problematisch ist außerdem, dass die jeweiligen Zeitleisten verschoben sind – die israelische Geschichte beginnt mit den 20er Jahren, während die palästinensische erst mit dem Unabhängigkeitskrieg, bzw. der Naqba (also „Katastrophe“) einsetzt. Wichtige Personen der palästinensischen Geschichte werden überhaupt nicht genannt; so fehlen unter anderem Ahmed al Shukri, Daoud Masswem und der berüchtigte Mufti von Jerusalem, al Husseini, ebenso wie George Habash oder Ahmed Jibril, um nur einige zu nennen, bzw. finden sich nur im „israelischen“ Teil. Hier hätten die Macher mehr Sorgfalt walten lassen müssen.

Fazit: Ein interessanter Versuch, die Interpretation des Geschehenen durch zwei völlig unterschiedliche Gesellschaften aufzuzeigen. Als Unterrichtsmaterial unbrauchbar, für Historiker und historisch Bewanderte aber durchaus interessant. Allerdings sollten die beiden „Narrative“ der Zeitleiste angepasst werden um einer Gegenüberstellung gerecht zu werden.

Unsere Seite und ihre: eine E-Mail an einen gut meinenden Freund

This Ongoing War, 2. Juli 2014

Ein Freund aus den USA, ein sehr engagierter Christ, schrieb uns heute und sagte freundlich:

Ihr und ganz Israel seid seit der aktuellen Eskalation der Spannung und Gewalt wegen der Ermordung dieser drei jungen Männer und der Erkenntnis dessen, was folgt in unseren Gebeten. Es erscheint aus der Entfernung furchtbar düster und ich bin sicher, dass ihr auch manchmal Hoffnungslosigkeit empfindet, dass eine Lösung dieses Konflikts gefunden werden kann, wenn Menschen weiter in dieser Art handeln.

Hier ist unsere Antwort an ihn:

Deine Gebete und guten Wünsche schätzen wir sehr. Die Gesellschaft, in der meine Familie und ich leben und deren Werte werden ständig gezeigt werden, ist gequält und wütend aber von den Gefahren und von der anderen Seite gegen uns gerichteten Hass (als Gesellschaft) nicht bedroht. Diese Werte und das von ihnen beleuchtete Leben gehen weiter, selbst wenn ganz Israel wie heute in Trauer getaucht ist.

Ich sehe heute Morgen die unbestätigten und lückenhaften Berichte einer „Rache“-Entführung und -Tötung, die bereits weit verbreitet werden. Ich verzweifle, wenn ich diese Berichte als eine Art Dualität gestaltet sehe, als ob wir und die auf der anderen Seite irgendwie zwei Seiten derselben Medaille seien.

Die Realität sieht so aus, dass zwar beide Seiten ihre Psychopathen und Hasser haben, so wie alle Gesellschaften, aber ihre die Werte und Psychopathie und den Hass auf allen Ebenen zum Höchsten erhoben haben. Diese Wirklichkeiten sprechen für sich selbst, auch wenn sie ignoriert werden.

Die von mir gerade erwähnten Werte sind fundamentaler Antrieb der Bildung, die von ihren Schulen, Sommerlagern und Bildungsfernsehen ihren Kindern übermittelt werden und sicherstellen, dass sie stärker und fester verwurzelt werden. Sie werden von politischen und religiösen Führern bestätigt und gefeiert, von der höchsten Ebene bis hinunter ins kleinste Dorf. Nirgendwo im gesamten Spektrum ihres Gemeinschaftslebens gibt es ein öffentliches Zeichen für eine gegenteilige Ansicht.

Als Gesellschaft (und vielleicht nicht als Individuen – aber das können wir nicht wirklich wissen) sind sie von ganzem Herzen für die Entführungen, die Tötungen und die Glorifizierung der Täter. Sie fordern die Freilassung all der verurteilten Mörder unter den terroristischen Häftlingen, die sich hinter israelischen Gittern befinden, ohne die geringste Anerkennung, dass diese Leute in vollem Wissen um die Konsequenzen abscheuliche Pläne ausführten. Sie reagierten über das gesamte Spektrum mit Freude und Stolz, als die Entführung der drei israelischen Jungen bekannt wurde. Sie posteten Fotos ihrer eigenen, unschuldigen Kinder auf Twitter und Facebook, wie diese drei Finger hochhielten.

Eskalation und Gewalt mag es geben, wie du sagtest. Doch es ist die Art von Eskalation, die man sieht, wenn die Kriminellen eine Verbrechenswelle aus Diebstahl, Vergewaltigung und Mord verüben und die Polizei mit allen vertretbaren Mitteln, einschließlich Gewalt, reagiert, die manchmal nötig sind, um die bedrohten Gemeinden zu schützen.

Das ist weder Vergeltung noch die zweite Seite der Medaille. Es ist das, was eine Gesellschaft tun muss, wenn sie von nicht aufhören wollendem Bösen herausgefordert wird.

Es versteht sich von selbst, dass Keren Malki weiter macht, zusammen mit jedem anderen Teil der israelischen Gesellschaft, um denen zu helfen, die die Hilfe anfragen und brauchen, ohne jegliche Rücksicht auf das, was uns manchmal trennt.

Unser Volk ist nicht notwendigerweise besser als die auf der anderen Seite, aber die Werte unserer Gesellschaft sind es mit Sicherheit. Das hat riesige Folgen. Es gibt enorme Missverständnisse und Fehler, wenn sie verharmlost, ignoriert oder (wie ich es in den letzten 24 Stunden erlebt habe) abgestritten werden.

Mit Hoffnung auf weit bessere Tage und guten Wünschen…

Der katastrophale Ausgang der „Friedensverhandlungen“

Isi Leibler, Word from Jerusalem, 1. April 2014

Wie erwartet haben sich die Bemühungen der Obama-Administration eine Friedensregelung durchzusetzen als katastrophaler Fehlschlag erwiesen. Es ist nebensächlich, ob die Verhandlungen formell zusammenbrechen oder ein das Gesicht wahrendes „Rahmenabkommen“ angenommen wird, das nicht bindend ist und das ausreichende Vorbehalte enthält, um es bedeutungslos zu machen. Bedauerlicherweise hat die US-Intervention die Lage nur verschärft und sogar die Chancen einen unauffälligen Zwischenfortschritte und wirtschaftliche Kooperation untergraben.

Die Friedensregelungen zwischen Israel und Ägypten und Jordanien wurden erreicht, weil beide Seiten einen Ausglich erreichen wollten. Die USA versuchten damals nicht Lösungen zu erzwingen. Sie wurden erst als Moderator und ehrlicher Vermittler involviert, nachdem beide Seiten die ersten Schritte unternommen hatten und sie einluden.

Die fehlerbehafteten Initiativen der Obama-Administration haben zum Ergebnis, dass das Ansehen der USA sowohl in Israel als auch der arabischen Welt auf ihr niedrigstes Level abstürzten. US-Außenminister John Kerry ist zwischen Einschüchterung und gelegentlichem Beschwichtigen Israels hin und her gepoltert. Der Durch wurde überwiegend auf Israel ausgeübt, während die Palästinenser, die mit Gazehandschuhen angefasst wurden, es ablehnten auch nur einen einzigen Kompromiss von Bedeutung einzugehen. Das schuf bei den Israelis enormen Frust und Verstimmung gegenüber den USA.

Die positiven Erinnerungen an Obamas Besuch in Israel und die fortgesetzte militärische Unterstützung und Kooperation – derzeit auf einem Allzeit-Hoch – wurden von israelischer Wut gegenüber den USA überschattet, weil die Regierung drangsaliert wurde brutale Massenmörder zu freizulassen, die dann von der PA als Helden glorifiziret wurden.

Die PA forderte das als Vorleistung, damit sie überhaupt verhandelt. Ein uninformierter Beobachter würde annehmen, dass Israel der Bittsteller ist; er wäre sich nicht bewusst, dass die Gebiete erst erworben wurden, nachdem Israel ein arabisches Konglomerat besiegte, das einen Vernichtungskrieg gegen den jüdischen Staat initiierte.

Amerikanische und europäische Führungspolitiker täuschen sich weiter selbst, dass es im israelisch-palästinensischen Konflikt um zwei feindselige Völker geht, die um Grundbesitz kämpfen. Ihnen scheint nicht bewusst zu sein, dass sowohl Arafat als auch Abbas israelische Angebote von 95% der Gebiete jenseits der Grünen Linie ablehnten, ohne auch nur ein Gegenangebot zu machen. Inzwischen sollten sie erkannt haben, dass das Ziel der Palästinenserführer nicht der Erwerb von Land ist, sondern das Ende der jüdischen Souveränität in der Region. Das erklärt ihre unnachgiebige Weigerung Israel als jüdischen Staat anzuerkennen.

Die US-Administration ignoriert die Wirklichkeit, dass der korrupte und doppelzüngige PA-Vorsitzende Mahmud Abbas – selbst wenn er es wollte – kein Mandat hat irgendein Zugeständnis zu machen; und sollte er davon abweichen, würde er wahrscheinlich ermordet. Der anhaltende Druck auf Israel, ohne Gegenleistung einseitig Zugeständnisse zu machen, hat die palästinensischen Extremisten nur gestärkt, die selbstgefällig demonstrieren, dass Unnachgiebigkeit sich auszahlt.

Die politischen Entscheidungsträger der USA versagen auch darin einzusehen, dass die Unterschiede zwischen der PA und der offen völkermörderischen Hamas als vorrangig taktisch sind. Die PA glaubt, ihre Strategie der Diplomatie und der Demontage Israels in Phasen ist weit effektiver als Terrorismus (zu dem sie wiederholt zurückzukehren drohen). Doch die PA wie die Hamas teilen dasselbe Ziel – die Eliminierung Israels.

Jetzt ist die Zeit, dass die Obama-Administration die Realität akzeptiert, dass die PA sich in eine kriminelle Gesellschaft entwickelt hat. Wie anders soll man ein Regime definieren, das Kinder im Kindergartenalter einer Gehirnwäsche unterzieht, damit sie glauben, Israel und die Juden seien bösartige Parasiten und ständig die Beseitigung des jüdischen Staates fordert? Diese Dämonisierung Israels wird tagtäglich von den Mullahs in den Moscheen und den von der PA kontrollierten Medien verstärkt. Zusätzlich werden Terroristen zu Heiligen gemacht, als Helden behandelt und ihnen werden staatliche Pensionen gewährt. Es gibt zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen der Gehirnwäsche beim deutschen Volk durch die Nazis und dem, was Arafat und jetzt Abbas den Palästinensern auferlegt haben.

Durch Obamas persönliche Anfangs-Intervention sind die Siedlungen – lediglich 3 bis 4% der Gebiete jenseits der Grünen Linie – zur heute zentralen Frage geworden. Während Israelis über die Rolle von Siedlungen in entlegenen Gegenden uneins sind, haben sie Frust, dass der Hausbau in jüdischen Vororten Ostjerusalems und innerhalb der Siedlungsblöcke, die bei Israel bleiben werden, unendlich größere weltweite Verurteilung hervorrufen als das Massenschlachten in Syrien.

Doch trotz all der Bemühungen und Zugeständnisse, die Israel gemacht hat, gibt es Signale, dass die Obama-Administration die Verantwortung für das Scheitern der Verhandlungen, die wir von Anfang an als dem Untergang geweihte, hoffnungslose Scharade erkannten, uns anlasten wird. Die historischen jüngsten US-Attacken gegen Verteidigungsminister Moshe Ya’alon, weil der seine Sorgen zu Folgen von Aspekten der amerikanischen Außenpolitik auf Israel zum Ausdruck brachte, legen davon Zeugnis ab.

Dass Israel wieder wegen Häftlingsentlassungen unter Druck gesetzt wird, ist skandalös. Die Regierung wurde in dem klaren Einvernehmen von den USA in die Freilassung dieser Massenmörder geprügelt, dass die vier Phasen der Freilassung nur erfüllt würden, wenn es bei den Verhandlungen Fortschritt gibt. Abbas hatte mehr als reichlich klar gemacht, dass er zu nichts Kompromisse eingehen wird; und doch beharrten die Amerikaner darauf Druck auszuüben. Es gibt unbestätigte Berichte, dass die Amerikaner sogar überlegen, die Freilassung der Terroristen der israelischen Öffentlichkeit durch die Entlassung von Pollard schmackhafter zu machen und Netanyahu zu veranlassen in die Endphase arabisch-israelische Terroristen einzubeziehen (dem Israel niemals beipflichtete). Wenn jetzt Pollard, der nach jedem Maßstab vor langer Zeit schon hätte freigelassen werden sollen, als Bauernopfer benutzt wird, Israel unter Druck zu setzen weitere Massenmörder freizulassen, dann spiegelt das widerliche, schon obszöne moralische Entgleisung seitens der Obama-Administration.

Um diesem Aberwitz noch eins draufzusetzen fordert Abbas darüber hinaus, selbst wenn wir das letzte Los der Mörder freilassen, er die „Verhandlungen“ nicht weiter führt, außer Israel entlässt weitere Mörder und friert alle Bautätigkeit jenseits der Grünen Linie ein. Selbst Tzipi Livni verzweifelte in der Zustimmung, dass unter solchen Umständen die finale Phase nicht umgesetzt werden sollte.

Unsere Regierung muss aufpassen, dass – ungeachtet dessen, welche Zugeständnisse Israel macht – die Palästinenser, wenn sie einmal das Gefühl haben, dass sie uns bis zum Maximum ausgepresst haben, sie dann zu den Vereinten Nationen marschieren und die internationalen Gerichte in Den Haag abklappern, um uns des Bruchs internationalen Rechts anklagen, um Boykotte zu initiieren und uns zu delegitimieren.

Wir sind in die Drohungen nicht eingeweiht, der die Regierung sich seitens der US-Administration ausgesetzt sieht. Doch Netanyahu muss in den sauren Apfel beißen den amerikanischen Druck zurückzuweisen und, wenn nötig, unseren Fall dem amerikanischen Volk direkt vorzulegen. Wir würden wiederholen, dass es keinen Wunsch gibt über die Palästinenser zu herrschen – und betonen, dass die überwiegende Mehrheit praktisch bereits von ihnen selbst regiert wird.

Es muss betont werden, dass Israel sich geografisch in einem Bau voller Skorpione befindet, der die Aufmerksamkeit auf die barbarischen und bestialischen Verbrechen zieht, bei denen in Syrien mehr als 150.000 Menschen abgeschlachtet wurden. Von den benachbarten Palästinensern werden immer noch Raketen auf unsere Zivilisten abgeschossen. Wir sollten sie daran erinnern, dass wir Barbaren an unseren Toren gegenüber stehen und dass unsere Hauptsorge darin besteht, die Sicherheit unserer Kinder und Enkel sicherzustellen. Aus diesem Grund können müssen wir, wenn wir keine Vereinbarung von Bedeutung erreichen können, mit dem Status quo leben.

Israel wird weiter für Wirtschaftsbeziehungen zu den Palästinensern werben, in der Hoffnung, dass im Lauf der Zeit neue Führer aufkommen werden, die bereit sind Zugeständnisse zu machen und unsere Sicherheitsanforderungen anzuerkennen. Dann könnte die Zweistaatenlösung über Nacht Realität werden und gemeinsame israelisch-palästinensische Kooperation würde es uns allen ermöglichen zu gedeihen und uns einer glänzende Zukunft erfreuen. Das ist ein weit entfernter Zukunftstraum, auf die die meisten Israelis sich Hoffnungen machen, doch leider ist das derzeit nicht einmal am Horizont zu sehen.

Erklärt Abbas zum Terroristen

Abbas weiß immer genau, was er tut und warum er es tut. Die Israelis kapieren so langsam.

Jack Engelhardt, IsraelNationalNews.com, 4. April 2014

Es wird ernst. Israel reicht es. So sieht es zumindest aus.

Wenn Israels linke Justizministerin Tzipi Livni angewidert aussteigt, kann das nur bedeuten, dass die gesamte Nation endlich gegenüber der Wahrheit über Mahmud Abbas aufgewacht ist. Er ist ein Terrorist. Es ist Zeit, dass Israel das so sagt und ihn zum Verbrecher erklärt. Alles, was noch nötig ist, um das offiziell zu machen: Gebt ihm einen Vorsprung und schickt ihn in den Wald, zusammen mit dem Rest einer palästinensischen Autonomiebehörde.

Eine spät in die Öffentlichkeit gekommene Entwicklung kommt der Designierung von Abbas als persona non grata nahe.

Gerade hat Israel alle Top-Level-Kontakte mit der PA ausgesetzt. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Abbas verschwendete Außenminister John Kerrys überwältigende Besessenheit, als er – Abbas – die „Friedensgespräche“ versenkte, indem er sich voller Selbstmitleid an die Vereinten Nationen wandte. Das tat er, weil Israel es für angebracht hielt einen weiteren Schwung Mörder freizulassen … 26 davon. Als er sah, dass er diesmal nicht in der Lage sein würde mit seinem Brüdern Terroristen auf der Straße zu tanzen, reichte Abbas Mitgliedschaftsanträge für 15 UNO-Organisationen ein.

Ein Man weiß immer, wo er Liebe findet.

Abbas sagt, er kann wahrscheinlich 500 UN-Ablegern beitreten. Kein Zweifel, dass er das kann. Haltet ihm zugute: Er kennt die UNO. Er kennt die Welt.

Wie Arafat vor ihm weiß er, dass es einen Vorrat an Antisemitismus gibt, auf den er sich stützen kann.

Er stellt also Forderungen, wohl wissend, dass es keinen Bedarf für Frieden gibt – er will keinen Frieden. Er will Israel nur in eine Ecke drängen. Seine BDS-Hunde sind immer auf der Jagd und bereit anzugreifen. Universitäten in den USA und rund um die Welt sind bereit auf sein Signal hin zu marschieren.

Die Israelis kapieren endlich. Hier ist die Stimme eines israelischen Rechten, nachdem Abbas die Übergabe Jerusalems forderte. Naftali Bennett, Israels Wirtschaftsminister, antwortete auf seiner Facebook-Seite so: „Ihr wollt eine Festlegung? Hier habt ihr eine: Ostjerusalem wird nie eure Hauptstadt werden.“

Genauso bestand Abbas darauf, dass Israel auf seine Grenzen von 1967 zurückkehren müsse. Haltet fest: Das sind keine Verhandlungspunkte. Das sind Forderungen.

Abbas fordert, dass Israel mehr „palästinensische Flüchtlinge“ (deren Vorrat endlos ist) aufnehmen muss.

Abbas fordert, dass Israel weitere 1.500 Häftlinge freilässt.

Abbas fordert, dass Israel Bautätigkeit in Ostjerusalem einstellt.

Abbas fordert, dass die IDF aufhört Mörder zu jagen, die sich in seinen Unterschlüpfen verstecken.

Wer wählte Abbas eigentlich zum König von irgendetwas? Abbas unterscheidet sich nicht von Hitlers Freund, dem Mufti von Jerusalem.

König Abbas spricht (ein neuer Elder Toon)
König Abbas spricht (ein neuer Elder Toon)

Er unterscheidet sich nicht von seinem Vorgänger, dem Massenmörder Yassir Arafat. Nur dass Abbas einen Anzug trägt. Er sollte Gefängnisstreifen tragen.

Er glorifiziert Mörder auf Straßenschildern und in Schulbüchern.

Wenn es wie eine Terrorist quakt, dann ist es ein Terrorist.