Metropolitan Museum of Art bezeichnet Tefillin als “ein ägyptisches Amulett”

Elder of Ziyon, 26. Juli 2020

Das ist die Internetseite des Metropolitan Museum of Art [New York City – spotplenni], auf der es seine Sammlung zeigt:

Dieses Objekt ist offensichtlich Tefillin schel rosch, im Neuen Testament „Gebetsriemen“ genannt, die jüdische Männer jeden Tag zum Gebet (und in den Zeiten des Talmud den ganzen Tag über) tragen.

Es ist schon erstaunlich, das Tefillin in dem Museum seit 1962 als Amulett der islamischen Zeit eingeordnet werden konnte, ohne dass jemand das erkannte.

Diese Tefillin schel rosch sehen erstaunlich modern aus, selbst mit dem vierfach verzweigten Schin auf der Seite.

Tefillin schel rosch scheinen zwar mindestens seit der Zeit der Schriftrollen vom Toten Meer würfelförmig gewesen zu sein, aber es gibt in derGenzia von Kairo kegelförmige Tefillin schel yad und zylindrische Tefillin schel yad schon seit 1725, graviert von dem französisch-niederländsichen Künstler Bernard Picart, sowie bogenartig geformte  Tefillin schel yad (anscheinend)im 19. Jahrhundert.

Rabbi Adin Steinsaltz sagt, dass die talmudische Vorschrift, dass Tefillin schel yad quadratisch sein müssen, sich nur auf den Boden bezieht, nicht auf das Kästchen, wie es in all diesen Fällen ist.

Wie ein deutsches Museum des Holocaust gedenkt

Roie Yellinek, BESA Center Perspective Papers Nr. 1, 196, 10. Juni 2019

Nürnberg, Deutschland 152, Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände (Foto: David Holt via Flickr CC)

Zusammenfassung: Die selektiven Einzelheiten, die im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ausgestellt sind, geben einen Hinweis auf die Art, wie das deutsche Volk sich entscheidet des Holocaust und der Zeit der Naziherrschaft zu gedenken.

Die Rassengesetze der Nazis, die zur Ermordung von Millionen Juden im Holocaust führten, wurden in Nürnberg erlassen. Nürnberg ist eine durch und durch deutsche Stadt und die Ereignisse, die dort stattfanden, haben besonders große Bedeutung in der deutschen geschichtlichen Erinnerung.

In Nürnberg hat Deutschland ein Museum im Nordflügel der nicht beendeten Reste der Kongresshalle gebaut, dem Gelände der großen Kundgebungen der Nazis. Dieser Bereich wurde von den Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs bombardiert.

Das Einführungsvideo des Museums unternimmt große Anstrengungen die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft miteinander zu verbinden. Es stellt das, was heute im Bereich des Museums existiert (grünes Gras, Sportplätze, einen See) dem gegenüber, was in der Vergangenheit dort war (ein riesiges Bauprojekt, das geplant war, um den Namen Hitlers und seiner Partei zu verherrlichen.

Was das Video nicht macht: die Folgen der Entscheidungen ansprechen, die an diesem Ort getroffen wurden. Es versucht ein wohliges, allgemeines Bild eines weiteren historischen Museums zu schaffen, statt sich auf den einzigartigen Status der Örtlichkeit als das einstige Epizentrum der Nazi-Partei zu konzentrieren.

Das Video bringt Neugier und sogar Stolz auf die enorme Größe des Bauprojekts aus der Nazizeit zum Ausdruck, während kein Hinweis auf Schuld oder Verständnis für historische Bedeutung vermittelt wird. Das reibungslos editierte Video ist von angenehmer Musik begleitet und die darin auftretenden Schauspieler sind allesamt jung und „cool“.

Das Museum selbst zeigt den historischen Prozess, der mit der Geburt Hitlers begann und mit den Nürnberger Prozessen endete, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs stattfanden. Es fällt auf, dass dem Holocaust keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt wird, ebenso das Herangehen des Museums an die Präsentation der Nürberger Prozesse.

Die Sprache des Museums ist natürlich Deutsch, aber den Besuchern werden Kopfhörer angeboten, damit sie die Bildbeschreibungen verstehen können. Leider ist Hebräisch keine der angebotenen Sprachen. Der Auftrag des Museums schien eher nach innen gerichtet zu sein: um dem deutschen Publikum eine angenehmere Art der Sicht auf die Ereignisse zu geben, die in Nürnberg stattfanden.

Die Ausstellung beginnt mit dem Hintergrund, mit dem Hitler aufwuchs und aus dem heraus er seine mörderische Ideologie entwickelte. Sein Buch Mein Kampf wird als kostbares und seltenes Objekt ausgestellt, obwohl sein Verkauf und Vertrib in vielen Teilen der westlichen Welt verboten ist. Das Museum diskutiert die Folgen des Ersten Weltkriegs für die Deutschen, einschließlich des Schadens für den nationalen Stolz und die Finanzlage des Landes. Es scheint nahe gelegt zu werden, dass die Deutschen von den harten Realitäten, denen sie nach dem Ersten Weltkrieg ausgesetzt waren, zum Krieg gedrängt wurden, eine Botschaft, die sie zumindest in Teilen von der Schuld ihrer folgenden Völkermord-Geschichte entlastet.

Das Museum widmet einen großen Teil der Ausstellung dem internen deutschen Widerstand gegen die Nazipartei, die als große Bewegung dargestellt wird. Dieses Phänomen war faktisch marginal und fast völlig ineffektiv. Die Einordnung durch das Museum versucht den Krieg und den Holocaust als Ereignisse darzustellen, die den Deutschen fast aufgezwungen wurden, nicht als Nazi-Initiativen, die ohne die Mitwirkung und Unterstützung der überwiegenden Mehrheit der deutschen Bevölkerung nicht hätte umgesetzt werden können.

Diese Mitwirkung wird vom Museum erwähnt, aber auf eine Weise, die nostalgisch erscheint. Einmal im Jahr wurde in Nürnberg ein Nazi-Fest veranstaltet und das Museum stellt mehr als einmal heraus, dass Hitler selbst am Hauptbahnhof der Stadt ankam, um diejenigen zu begrüßen, die zu den Festlichkeiten gekommen waren.

Im gesamten Museum wird der Holocaust nur dreimal erwähnt, dazu gibt es eine indirektere Erwähnung. Dieses Herunterspielen des Holocaust illustriert das revisionistische Narrativ, das das Museum versucht zu propagieren.

Bei der ersten Erwähnung (Ausstellungsstück 1605) erschient der Holocaust mit einer sehr kurzen Erklärung (verglichen mit dem Rest der Ausstellung) der systematischen Auslöschung jüdischer und nichtjüdischer Menschen in Konzentrationslagern – ein Programm, das von Deutschen geplant, aufgebaut und betrieben wurde. Die Bildbeschreibung erklärt, das etwas mehr als die Hälfte der Opfer in Konzentrationslagern ermordet wurde, der Rest starb an Krankheiten, Unterernährung und aus anderen Gründen. Auch das klingt wie ein Versuch die Last der Schuld der Nazis zu mindern.

Die zweite Erwähnung erfolgt durch zwei verschwommene Fotos von Leichenstapeln. Die Leichen haben weder Gesichter noch Namen und die Bilder sind aus großer Entfernung aufgenommen. Das reduziert das Ausmaß des dargestellten Horrors und schwächt die Tatsache ab, dass der in den Bildern gezeigte Tod das Ergebnis der Entfaltung der furchtbaren Dinge war, die in vorherigen Teilen des Museums beschrieben wurden.

Die dritte Erwähnung des Holocaust erfolgt kurz vor dem Denkmal für die sechs Millionen Toten (Ausstellungsstück 2002), das in Zusammenarbeit mit dem Holocaustmuseum Yad Vashem und anderen Organisationen gebaut wurde. Der Hinweis auf dem Denkmal erfolgt für „Menschen“, nicht „Juden“, obwohl die darauf stehenden Namen jüdisch sind und die Zahl ausschließlich mit dem Völkermord-Versuch der Nazis am jüdischen Volk zu identifizieren ist.

Das Museum versucht nicht diesen sorgfältig geplanten Völkermord-Versuch zu thematisieren. Es anonymisiert die Opfer, nimmt ihnen jede konkrete ethnisch-religiöse Identifizierung. Damit versuchen die Planer des Museums im Auftrag der offiziellen Gremien des Stadt Nürnberg und anderer deutscher Offizieller die Geschichte der Nazi-Gräuel neu zu gestalten.

Die letzte Abteilung des Museums beschäftigt sich mit den Nürnberger Prozessen. Es beschreibt sie als wichtigen Beitrag zur Entwicklung des modernen Völkerrechts, womit ein nicht unbeträchtlicher Grad an Lokalstolz angedeutet wird. Die Schöpfer des Museums verwischen die Tatsache, dass die Richter Amerikaner und andere waren, während es sich bei den Kriminellen um Deutsche oder mit ihnen Verbundene handelte.

Das Museum, diejenigen, die es planten und diejenigen, die an seiner Einrichtung beteiligt waren, haben versucht sich und dem deutschen Volk eine Geschichte zu verleihen, die einfacher verdauen ist als die historische Realität. Das Narrativ des Museums erklärt: 1) Die Deutschen wurden in eine Situation gebracht, die sie fast dazu zwang den Krieg anzufangen. 2) Während des Nazi-Regimes fanden Dinge statt, auf die die Deutschen stolz sein können. 3) Auch die Deutschen waren Opfer und einige von ihnen waren gegen das Regime. 4) Der Holocaust gehört an die Ränder der historischen Erinnerung.

Das Museum ist eine Anstrengung das kollektive Gedächtnis der Deutschen zu entlasten und das deutsche Volk von der enormen Schwierigkeit zu befreien im Schatten seiner Vergangenheit zu leben. Diese Botschaft macht es einfacher deutsche Feindseligkeit gegenüber Israel, dem einzigen jüdischen Staat der Welt, zu rechtfertigen. Wenn die Deutschen den Iran unterstützen, der Israel vernichten will, dann führen wir uns bemüßigt sie an ihre wahren Geschichte zu erinnern, ob sie zu hören bereit sind oder nicht.

BDS droht damit Haifas Big Mac-Skulptur zu erlegen

„Ich habe mich der BDS-Bewegung angeschlossen, die das einfache Prinzip unterstützt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest der Menschheit.“

Sheri Oz, The Jerusalem Post, 13. Januar 2019

Die Skulptur eines gekreuzigten Ronald McDonald, die am Freitag gewalttätige Protesten in Haifa auslöste, sollte überhaupt nie im Haifa Museum of Art ausgestellt werden, sagte ihr Künstler Jani Leinonen.

Der finnische Künstler sagte der Jerusalem Post am Sonntag, dass die Nachricht von Protesten seitens der christlichen Gemeinschaft in Haifa „für mich eine beunruhigende Überraschung kam, insbesondere weil meine Arbeit sich gegen meinen Wunsch in der Ausstellung befindet“.

„Ich schloss mich der Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen (BDS) an, die das einfache Prinzip vertritt, dass den Palästinensern dieselben Rechte zustehen wie dem Rest dem Menschheit“, sagte Leinonen. „Israel nutzt offen die Kultur als Propagandamittel, um sein Besatzungsregime, Kolonialisierung durch Si edler und Apartheid über das palästinensische Volk zu übertünchen. Daher wünsche ich nicht Teil dieser Ausstellung zu sein und forderte das Museum auf mein Kunstwerk aus der Ausstellung zu nehmen.“

Leinonen erhielt nach eigenen Angaben eine Antwort von Shamir, die ihn glauben ließ, sein Werk sei entfernt worden. Dann las er Samstagmorgen von den gewalttätigen Demonstrationen.

„Ich schickte sofort eine weitere Aufforderung an den Kurator, dass das Werk aus der Ausstellung entfernt werden soll, wie es von vorneherein hätte geschehen sollen“, sagte Leinonen. „Ich habe vom Museum noch keine Antwort erhalten. Ich bestehe darauf, dass meine Arbeit sofort aus der Ausstellung genommen wird.“

Eine Sprecherin des Haifa Museum of Art sagte jedoch, dass die McJesus-Skulptur (unter diesem Namen ist sie bekannt) von einer Galerie in Finnland für eine bestimmte Zeit ausgeliehen wurde. Die Skulptur hat sich seit August 2018 in dem Museum befunden und seitdem „hat das Museum von der Galerie nie eine Aufforderung bekommen sie zu entfernen.“

Die Sprecherin war sich nicht sicher, ob Shamir eine solche Aufforderung direkt vom Künstler erhalten hat.

„Die Regelmäßigkeit solcher Ereignisse in Verbindung mit BDS-Aktivisten, die versuchen Kunstausstellungen in Israel zu verhindern, hat in den letzten Jahren oft zugenommen und das Museum muss viele Fälle dieser Art handhaben“, sagte die Sprecherin. „Das Haifa Museum of Art arbeitet mit Hingabe gegen Versuche wie diese, damit Israelis, die Kunst schätzen, weiterhin Zugang zu ihr haben.“

Am Freitag wurde berichtet, dass Proteste gegen die Skulptur ausbrachen, weil die arabisch-christliche Gemeinschaft das Gefühl hatte, die Skulptur sei respektlos gegenüber der Religion.

Ein arabisch-christlicher Demonstrant sagte gegenüber Walla! News, die Regierung reagiere nicht angemessen auf die Beschwerden der arabisch-christlichen Gemeinde, Grund dafür sei ihr Minderheitsstatus in Israel.

„Wenn sie ein Skulptur von Hitler mit einer Thora-Rolle aufstellten, würden sie sofort reagieren“, sagte er.

Die Proteste wurden gewalttätige und das Polizeipräsidium von Haifa schickte Beamte seiner Sondereinheit hin, um das Museum zu bewachen.

Ein paar Hundert Protestierende versuchten während der Demonstration mit Gewalt ins Haifa Museum of Art einzudringen, hieß es seitens der Polizei von Haifa. Drei Beamte wurden leicht verletzt, als sie mit Steinen beworfen wurden.

Nissim Tal, Generaldirektor des Museums, sagte gegenüber der Jerusalem Post, am Eröffnungsabend im August waren mehr als 1.000 Menschen anwesend und es gab nicht ausreichen Platz für alle. Seitdem sind mehr als 30.000 Besucher gekommen, um die neun Ausstellungsstücke zu sehen, die eine umfassende Ausstellung über die Kommerzialisierung der modernen Gesellschaft zeigt.

Nach den Protesten stimmte Tal zu am Eingang ein Schild aufzustellen, das die Besucher warnt, manche könnten den Inhalt beleidigend finden.

Eine Quelle in der Stadtverwaltung von Haifa sagte, sie glaube, die Proteste seien von einem „rechten Extremisten in Protest gegen die Wahl von Einat Kalisch-Rotem ausgelöst worden, die Yona Yahaf im Bürgermeisteramt von Haifa ablöst“.

Sie sagte, da das Museum ein wichtiges Element des kulturellen Lebens in Haifa sei, „ist es ein weiches Ziel, leichte Beute für die, die gegen Kalisch-Rotem sind“.

Die Äußerungen der Quelle aus der Stadtverwaltung konnten nicht bestätigt werden.

(Das Thema ist noch nicht abgeschlossen.)

Kommentare:

(1) Es spricht Bände, dass ein BDS-Anhänger sich gegen die Ausstellung seines Werks in Haifa wendet. Er agiert damit nicht zugunsten der PalAraber, boykottiert nicht die Siedlungen, sondern Israel als Ganzes. Es beweist sich damit einmal mehr, dass die Behauptung von BDS-Vertretern nur  „gegen die Besatzung“ zu sein/zu agieren eine gelogene Nebelwand ist.

(2) Es ist auch nicht verwunderlich, dass es sich bei dem religionsfeindlichen „Künstler“ um jemanden handelt, der die BDS-Antisemiten unterstützt. Leute, die den christlichen Glauben verunglimpfen, haben oft auch keinerlei Respekt vor Fakten in Sachen Nahost-Konflikt/Israel oder stellen sie gewollt auf den Kopf.

(3) Abgesehen von der Gewalttätigkeit der Demonstranten: Ich würde mich ihrem Protest anschließen, wäre ich vor Ort. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass der christliche Glaube weiter mit „Kunstwerken“ diffamiert und herabgewürdigt wird, wenn das nicht mit allen Religionen gemacht wird. Insbesondere Kritik an einer bestimmten Religion mit grüner Flagge wird von Künstlern überhaupt nicht geübt, weil sie vor der von deren Vertretern angedrohten und ausgeübten Gewalt kuschen. Wer so „mutig“ ist, Christen aufs Blut zu reizen und zu beleidigen, weil er weiß, dass diese sich nicht mit Gewalt wehren, ist ein Feigling und ein Heuchler, wenn er das nicht mit anderen Religionen auch tut. (Allerdings muss man sich schon fragen, ob Proteste etwas bringen, wenn sie im Vergleich mit „Protesten“ gegen islamkritische Werke bzw. Äußerungen/Schriften so völlig wirkungslos bleiben. Müssen Christen tatsächlich erst gewalttätig werden, wenn es um ihre Sensibilitäten geht, damit darauf Rücksicht genommen wird?)

(4) Die Behauptung, die Regierung müsse einschreiten und tue nichts, finde ich hingegen unangebracht, weil die Regierung nicht in die Ausstellungspolitik des Museums einzugreifen hat. Der Protest hat sich gegen das Museum und seine Betreiber zu richten, die Ausstellungsinhalte haben nichts mit dem Minderheitsstatus der (arabischen) Christen zu tun.

 

Fotos: Die erste Waschmaschine in Israel

The Jewish Press, 13. Juli 2017

Fotos: Gershon Elinson/Flash90

Im Bauerhof/Erlebnispark/Zoo Eretz Ayalim (Hirschland) im Gush Etzion haben sie jetzt ein Museum für alte Sachen aus Israel eröffnet: alte Autos, alte Telefone und sogar die erste Waschmaschine in Israel.

Hat irgendwer ein Asimon?