Können Muslime vom Zionismus lernen?

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Ursprünge des zeitgenössischen europäischen Antisemitismus entstammen weit verbreiteter, uralter negativer Stereotype zu Juden. Mehr als tausend Jahre ist es Juden nicht möglich gewesen in Europa über längere Zeiträume in Frieden zu leben. Negative Einstellungen gegenüber Juden sind mit der europäischen Kultur seit vielen Jahrhunderten verwoben. Das zeitgenössische Symbol der Gefühle der Unsicherheit der europäischen Juden ist die Notwendigkeit der Bewachung von Synagogen und jüdischen Institutionen.

Die Geschichte des Antisemitismus unterscheidet sich enorm von der der Islamophobie. Die Wurzeln Letzterer in Westeuropa sind jung. Islamophobie schreibt allen Muslimen negative Charakterzüge zu. Anscheinend übernehmen Muslime heute allmählich die Rolle der Hauptaußenseiter in Europa von den Juden. Das wird von einer Reihe Faktoren ermöglicht. Einer davon ist, dass es in Westeuropa bis zu 20 Millionen Muslime gibt. Die Zahl der Juden beträgt weniger als 1,5 Millionen.

Es gibt andere, weniger sichtbare Faktoren. Zu diesen gehört, dass der Islam eine Missionierungsreligion ist. Fast alle Muslime oder ihre Vorfahren kamen erst während der letzten Jahrzehnte in Westeuropa an. Einige von ihnen versuchten einheimische Europäer zu konvertieren und sie von der Leitkultur des Kontinents abzubringen. Das immens schlimme Betragen einiger Muslime spielt bei der Islamophobie ebenfalls eine Rolle. Ein Großteil des muslimischen Terrorismus hängt mit der Sichtweise der Kriminellen zu den islamischen Bräuchen zusammen. Der Ruf „Allahu Akbar“, der muslimische Terroranschläge manchmal begleitet, drückt das aus.

Terroristische und kriminelle Taten stärken weit verbreitete negative Stereotype gegenüber allen Muslimen. Es spielt keine Rolle, ob sie Salafisten sind oder Nichtgläubige. In der Denkweise von Europäern, die diese insgesamt negativen Stereotype glauben, sind alle Muslime gleich. Für viele ist die Unterscheidung zwischen Islamisten und Muslimen ein Spiel für die politisch Korrekten. Die Erklärung „Der Islam gehört zu Europa“, die von Politikern manchmal abgegeben wird, wird ähnlich gesehen.

Es gibt verschiedene Gründe für diesen Anstieg von nationalistischem Populismus in den meisten Ländern Westeuropas. Terrorismus im Namen des Islam, extreme Kriminalität seitens mancher Muslime und muslimische Forderungen an die Gesellschaft sind nur ein Teil davon. Populistische Parteien nutzen sie jedoch als zentrales Mittel in ihrer Propaganda. Viele andere haben zudem verstanden, dass der Multikulturalismus ein unangebrachtes Konzept ist. Ohne eine Leitkultur werden die europäischen Gesellschaften stetig weiter ausgehöhlt.

Es ist viel daraus zu lernen, wie die muslimische Realität in Europa von einem Insider gesehen wird. Der ehemalige Leiter des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen sagte bei einem Vortrag vor kurzem über die Diskussion des poltischen Islam: „Der Extremismus ist leise und wird aus meiner Sicht vielfach unterschätzt“.[1] Er stellte heraus, dass das ein Ergebnis der Konzentration der Aufmerksamkeit auf Terrorismus ist. Maaßen fügte hinzu: „Es sind keine Hit-Teams, die den Islamismus bei uns regelmäßig verbreiten.“ Er bemerkte weiterhin, dass die Protagonisten des politischen Islam oft gut gebildet sind und als gut integriert gelten.

Maaßen beschwerte sich, dass es im Kampf gegen den radikalen Islam keine Unterstützung durch moderate oder säkular Muslime gibt, besonders angesichts der Tatsache der Vielzahl kleiner Muslimorganisationen in Deutschland. Er machte dann eine potenziell explosive Anmerkung, die von den Medien kaum bemerkt wurde. Maaßen sagte, es sei extrem schwierig muslimische Organisationen anzuführen, die nicht von den deutschen Geheimdiensten beobachtet werden.“

Er ging noch weiter und sagte, die Behörden bezuschussen manchmal muslimische Organisationen, obwohl sie von den Inlandsgeheimdiensten vor ihnen gewarnt werden. Er fasst die deutsche Situation so zusammen: Islamisten im Land können vieles tun, was in arabischen Staaten nicht erlaubt ist. Maaßen bezeichnete die Lage in Deutschland als „einen Wilden Westen für Islamisten“.[2] Wenn diese Ansichten des Geheimdienstes von den Medien übernommen werden, wird es die Position der Muslime in der deutschen Gesellschaft weiter verkomplizieren.

Um den Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Zionisten sich zu organisieren. Die Gründer der Bewegung erkannten, dass sie unabhängig davon, was Juden machten, niemals „normale“ Bürger Europas sein würden. Juden bleiben Außenseiter, egal, wie viel einige für die europäischen Gesellschaften in den Naturwissenschaften, der Industrialisierung, der Medizin, Wohltätigkeit und vielen anderen Bereichen geleistet haben. Ein paar Jahrzehnte später sollten Assimilation und illusionäre Integration in die Mainstream-Gesellschaften keinen Juden vor den Gaskammern schützen.

Somit führten negative Stereotype über Juden, ursprünglich von der Christenheit vorangetrieben und von der Nazi-Propaganda weiter hochgeschaukelt, in den Völkermord des Zweiten Weltkriegs. Es gab über die deutschen und österreichischen Anhänger der völkermörderischen Nazi-Ideologie hinaus viele, die kollaborierten. Heutzutage beschäftigen sich viele Juden mit der Frage, ob es für sie und insbesondere für ihre Kinder in Europa überhaupt eine Zukunft gibt. Daher sind die Dogmen des Zionismus immer noch von Bedeutung.

Wenn Juden Zweifel bezüglich ihrer Zukunft in Westeuropa haben, sollten Muslime die ihre auch infrage stellen? Ein neuer Holocaust an ihnen ist unwahrscheinlich. Werden antimuslimische Bewegungen, die in den letzten Jahrzehnten begonnen haben sich organisieren, verschwinden oder an Stärke zunehmen? Der Grad der Empfindungen ihnen gegenüber mag von Land zu Land unterschiedlich sein. Eine Vielzahl an Faktoren wird den Ausgang beeinflussen. Können Muslime realistisch hoffen sich in Europa voll zu integrieren?

Wird all dies zu einer bedeutenden Bewegung bei europäischen Muslimen führen sich zu überlegen, dass sie in muslimischen Ländern besser aufgehoben sind, selbst wenn diese ärmer sein sollten? Es gibt auch ideologische Strömungen im Islam, die behaupten, dass Muslime in Ländern leben sollten, in denen der Islam die vorherrschende Religion ist. Inzwischen geht der Netto-Zustrom von Menschen aus muslimischen Ländern nach Europa weiter.

Das Hauptproblem der zionistischen Führung war, dass es kein jüdisches Land gab, in das man gehen konnte. Der jüdische Staat musste mit Blut, Schweiß und Tränen errichtet werden. Muslime, die Europa verlassen, können versuchen ihren Platz in einem der mehr als 50 Länder mit muslimischer Mehrheit finden. Es gibt bereits viel, das Muslime vom Zionismus lernen können. Die Zeit wird erweisen, ob die zu ziehenden Lektionen weiter zunehmen werden.

[1] www.welt.de/politik/deutschland/article193332151/Auftritt-in-der-Union-Maassen-warnt-im-Berliner-Kreis-vor-Gift-des-Extremismus.html

[2] ebenda

Werbeanzeigen

Extrem antisemitische Vorfälle an Berliner Schulen

Manfred Gerstenfeld und Eva Odrischinsky (BESA Center, 9. Januar 2019 – direkt vom Autor)

Es gibt viele Anzeichen, dass der Antisemitismus in Deutschland in den sozialen Medien, in der Öffentlichkeit, innerhalb des politischen Systems und in der Gesellschaft als ganzer in den letzten Jahren zugenommen hat. Juden versuchen oft Orte zu meiden, an denen Antisemitismus am schlimmsten ist oder sie treffen könnte. Schulkindern ist das jedoch oft nicht möglich. Diese sind besonders gefährdet, weil sie zu ihrer Schule gehen müssen. In den letzten Jahren sind eine Reihe extrem antisemitischer Vorfälle an deutschen Schulen veröffentlicht worden. Geht man einigen genauer nach, die in Berlin stattgefunden haben, kann man Anzeichen dafür finden, wie ernst diese Probleme geworden sind.

Im April 2017 wurde ein jüdischer Schüler von Mitschülern arabischer und türkischer Herkunft in einer öffentlichen Schule in Berliner-Friedenau drangsaliert. Um seine Identität zu schützen, wurde sein Vorname geändert und er wurde in den Medien als Oskar Michalski bekannt. Er wurde nicht nur beleidigt, sondern ein älterer Schüler schoss mit einer realistisch aussehenden Schusswaffe auf ihn.[1] Er würgte Oskar auch fast bis zur Bewusstlosigkeit. Die Schülerschaft an seiner Schule besteht zu rund 80% aus Muslimen, zumeist türkischer und einige arabischer Herkunft. Friedenau gilt als Berliner Stadtteil, in dem die von Zuwanderern verursachten Probleme als nicht besonders ernst anzusehen sind. Allerdings wurde in demselben Stadtteil 2012 Rabbi Daniel Alter von vier arabisch aussehenden Jugendlichen vor den Augen seiner siebenjährigen Tochter zusammengeschlagen.[2]

Der Schulleiter der Schule, der in der Klasse des Opfers Mathematik unterrichtete, sagte, er habe von den Problemen nichts gemerkt. Die Verwaltung der Schule und der Sozialarbeiter ignorierten die Probleme selbst dann noch, als sie von den Eltern des Opfers informiert wurden.[3] Seine Eltern gaben Oskar dann auf eine andere Schule.[4] Der deutsch-französische Fernsehsender Arte strahlte eine Dokumentation über die Geschichte Oskars aus.[5]

Einen Teil der Medienaufmerksamkeit erhielt dieser Fall vielleicht wegen der Tatsache, dass der Vater des Opfers, Wenzel Michalski, der Leiter der deutschen Sektion von Human Rights Watch ist.[6] Wenig bis keine Aufmerksamkeit wurde der Tatsache geschenkt, dass Oskars britische Mutter Gemma die Tochter eines Mitglieds des Oberhauses, Baron Wasserman[7] und Enkelin des verstorbenen Hugh Gaitskell, eines Leiters der britischen Labour Party und seiner jüdischen Ehefrau Baroness Gaitskell ist.

Ein weiterer Fall von Antisemitismus an einer Berliner Schule kam im Dezember 2017 ans Licht. In diesem Monat – viele Jahre zu spät – begannen allerlei deutsche Politiker über muslimischen Antisemitismus zu reden; Grund war die öffentliche Verbrennung einer selbstgemachten israelischen Flagge in der deutschen Hauptstadt durch Muslime. Einem 18-jährigen jüdischen Oberstufenschüler an der Ernst-Reuter-Schule im Stadtteil Gesundbrunnen wurde von einer Mitschülerin in einer Diskussion über den Nahen Osten gesagt, dass „Hitler gut war, er hat Juden ermordet“. Mitschüler fügten hinzu: „Ihr seid alle Kindermörder“ und „Ihr solltet alle geköpft werden“. Von diesem Punkt an blieb der Junge aus Sicherheitsgründen während der Pause im Schulgebäude.[8][9]

Im März 2018 wurde eine jüdische Zweitklässlerin der Paul-Simmel-Grundschule in Berlins Stadtteil Tempelhof-Schöneberg wegen ihrer jüdischen Identität gemobbt. Ihr Vater sagte, dass seine Tochter von muslimischen Schülern beleidigt und mit dem Tode bedroht wurde, weil „ sie nicht an Allah glaubt“. Der deutsche Außenminister Heiko Maas sagte daraufhin: „Wenn ein Kind antisemitisch bedroht wird, ist das beschämend und unerträglich.“[10]

Ebenfalls 2018 zog der deutsch-jüdische Student Liam Rückert aus Berlin zurück nach Israel, weil er in seiner öffentlichen Schule an der Jungfernheide in Berlin-Spandau ungezügelten Judenhass erlebte. Die Schule ist als problematisch bekannt. Zweiundsechzig Prozent ihrer Schüler haben Migrations-Hintergrund. Rückert sagte, er habe erkannt, dass er seine jüdische Identität verbergen musste, als während einer Diskussion über den Nahost-Konflikt ein Schüler arabischer Herkunft sagte, wenn ein Jude in der Klasse wäre, würde er ihn töten. Rückert sagte auch, dass er einen schwulen arabischen Freund namens Hussein hatte. Sie teilten sich ihre geheimen Identitäten mit. Als Rückerts jüdische Identität bekannt wurde, wurde er ständig mit Worten wie „Scheißjude“ und „Scheißisraeli“ beleidigt. Die Schule lehnte seinen Antrag die Klasse zu wechseln ab. Seine Mutter, die israelischer Herkunft ist, sagte: „Wir erhielten von der Schulleitung keinerlei Unterstützung.“[11]

Im Juni 2018 wurde bekannt, dass an der hoch angesehenen John F. Kennedy-Schule im Stadtteil Zehlendorf ein jüdischer Schüler mehrere Monate lang von verschiedenen Schülern gemobbt wurde. Die Schüler dieser Schule kommen hauptsächlich aus Familien der deutschen Elite und von Auslands-Diplomaten. Ein Klassenkamerad blies ihm Zigarettenrauch ins Gesicht und sagte ihm, er „solle an seine vergasten Vorfahren denken“. Bei anderen Gelegenheiten erhielt er von Klassenkameraden Zettel mit aufgemaltem Hakenkreuz. Ein Großteil der Klasse hatte das Mobbing toleriert oder mitgemacht. Es hatte auch antisemitische Vorfälle gegeben, die sich gegen eine jüdische Schülerin richteten.[12] Die Schulleitung sagte, sie hätte das Problem mehrere Monate lang nicht bemerkt, handelte aber, sobald sie bekannt wurden. Zu Beginn des neuen Schuljahrs plant die Leitung ein Sonderprogramm zu Diskriminierung einzuführen.[13]

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey sagte: „Viele Schulen wollen Antisemitismus, Radikalisierung und Rassismus sowie öffentlichen Hass nicht anzeigen, weil sie Stigmatisierung fürchten.“ Im letzten Sommer entschied sich die Regierung 170 „Anti-Mobbing-Profis“ in ausgewählte Schulen mit Problemen zu schicken.[14]

Giffeys Einschätzung wird durch die Frankfurter Soziologin Julia Bernstein bestätigt, deren bahnbrechende Studie zu Antisemitismus in deutschen Schulen aus der Perspektive der Opfer im Dezember 2018 veröffentlicht wurde. Auf Grundlage von 227 Interviews kam Bernstein zu dem Schluss, dass Lehrer oft dabei versagen die antisemitische Natur des zunehmend alltäglichen Schimpfworts „Jude“ zu erkennen und Schulleitungen bestreiten, dass es Antisemitismus gibt, aus Angst dem Ruf der Schule zu schaden. Aus Bernsteins Sicht geben die häufige Verwendung von Hitlergruß, Hakenkreuzen und „Holocaust-Witzen“ Zeugnis für die rapide Beseitigung von Tabus und dem Absenken von Hemmungen.[15]

Vladislava Zdesenko, eine von neun jüdischen Berliner Rechtsanwälten, die sich zusammengeschlossen haben, um den Opfern antisemitischer Mobbens und ihren Familien zu helfen, sagt, die aktuelle Lage darf so nicht weiter bestehen. Jüdische Opfer müssen die Schulen wechseln, weil ihre Angreifer an Ort und Stelle bleiben und nicht bestraft werden. Sie stellt zudem fest, dass „die Fälle, auf die die Öffentlichkeit aufmerksam wird, nur die Spitze des Eisbergs sind“.[16]

Die deutschen Behörden wachen gegenüber dem Problem langsam auf und beginnen teilweise es anzugehen. Berlin hat ein Online-Informationsportal für Lehrer geschaffen, um ihnen zu helfen Antisemitismus zu thematisieren; und mit Beginn des Schuljahres 2019 sind die Bildungsinstitutionen in Berlin aufgefordert Fälle von Antisemitismus der Polizei oder den Schulbehörden zu melden.[17][18]

Letzten Sommer entschied sich die Bundesregierung 170 Anti-Mobbing-Profis in ausgewählte Problemschulen zu schicken. Die Regierung erkennt an, dass in vielen Fällen die mutmaßlichen Täter Kinder muslimischer Zuwanderer sind, insbesondere in Berlin, das die größten muslimischen und jüdischen Gemeinschaften hat.[19]

Die Schlussfolgerung lautet: Trotz einiger lobenswerter Bemühungen in jüngster Zeit das Problem zu bekämpfen, wird es lange dauern, bis die meisten deutschen Schulen effektiv und angemessen mit antisemitischen und rassistischen Vorfällen umgehen und Schüler gegen Diskriminierung bilden. Sollten es trotzdem Vorfälle geben, sollten die Täter schwer bestraft werden. Alle solchen Vorfälle müssen den Behörden und Schulleitungen gemeldet werden und diejenigen, die dem nicht nachkommen, sollten zurechtgewiesen oder ausgewechselt werden. Das klingt wie eine beinahe utopische Vision davon, wie die deutsche Wirklichkeit sich entwickeln wird.

[1] http://www.zeit.de/2018/06/antisemitismus-deutschland-juden-berichte/seite-2

[2] http://www.tagesspiegel.de/berlin/juedisches-forum-zum-fall-in-friedenau-antisemitismus-ist-wieder-hoffaehig/19601946.html

[3] http://www.dw.com/en/wenzel-michalski-he-was-taunted-as-a-jew/av-41438745

[4] http://www.tagesspiegel.de/berlin/antisemitismus-an-berliner-schulen-sein-vergehen-er-ist-jude/21156700.html

[5] http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-arte-reportage-weil-du-jude-bist-15263065.html

[6] http://www.youtube.com/watch?v=Mkj-69siHk4

[7] https://nationalpost.com/opinion/barbara-kay-germany-was-determined-to-expunge-dangerous-anti-semitism-now-its-back

[8] http://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/gesundbrunnen-antisemitismus-vorfall-an-ernst-reuter-schule-maedchen-lobt-hitler

[9] http://www.tagesspiegel.de/berlin/schule/antisemitismus-an-schulen-wir-reden-hier-nicht-von-einzelfaellen/22641808.html

[10] http://www.welt.de/politik/deutschland/article174887458/Aussenminister-in-Israel-Maas-verurteilt-Antisemitismus-an-deutschen-Schulen.html

[9] http://www.welt.de/politik/deutschland/plus175050760/Antisemitismus-Wie-ein-juedischer-Schueler-in-Berlin-verfolgt-wird.html

[12] http://www.berliner-zeitung.de/berlin/antisemitismus-juedischer-neuntklaessler-von-mitschuelern-ueber-monate-gemobbt-30687768

[13] http://www.dw.com/en/jewish-student-in-berlin-bullied-for-months-with-anti-semitic-attacks-at-renowned-high-school/a-44430805

[14] https://www.pnp.de/nachrichten/politik/2900702_Franziska-Giffey-SPD-Wir-schicken-Anti-Mobbing-Profis.html

[15] http://www.zeit.de/2018/51/antisemitismus-schulen-soziologin-julia-bernstein

[16] http://www.juedische-allgemeine.de/unsere-woche/mit-voller-haerte-des-gesetzes/

[17] http://www.berliner-zeitung.de/politik/infoportal-fuer-lehrer-eroeffnet-antisemitismus-soll-an-schulen-zum-thema-werden-30037368

[18] http://www.thelocal.de/20181016/berlin-schools-to-be-required-to-report-anti-semitic-incidents

[19] http://www.thetimes.co.uk/article/task-force-fights-rise-in-bullying-of-jewish-pupils-in-germany-05ph22mhs

Islam und Scharia: Tödliche Fakten, die Sie wissen sollten

Amil Imani, FrontPageMag, 21. September 2018

Islam und Scharia kriechen weiterhin klammheimlich in jeden Aspekt der amerikanischen Kultur. Und viel zu wenige reden darüber. Warum? Weil die Amerikaner von den linken Eliten dazu konditioniert wurden tolerant und mitfühlend zu sein, Mulitikulti zu begrüßen und den Glauben, die Ideale und Werte anderer zu respektieren. Das ist eine wundervolle, utopische Welt, aber Fakt ist, dass der Islam nicht jeden Aspekt der westlichen Zivilisation befürwortet – noch weniger die amerikanische Kultur. Wir werden als Nation rapide und methodisch demontiert und unsere Freiheiten sind zerbrechlicher als jemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg. Und während wir den Feind im Ausland militärisch, mit Geheimdiensten und Drohnenangriffen bekämpfen, tun wir nichts, um genau denselben Feind zu bekämpfen, der im hellen Tageslicht auf unserem Boden sitzt.

Wenn wir ihn nicht politisch und zwar rasch besiegen, könnten unsere Kinder und Enkel in einen blutigen Religions- und ideologischen Krieg verwickelt werden, wie wir ihn auf amerikanischem Boden noch nie erlebt haben. Ehrlich gesagt: Der Islam ist ein theokratisch-politisches Terror-Regime, das sich hinter der Maske der Religion versteckt, um seine Mission eines weltweiten Kalifats zu vollenden. Was die meisten Amerikaner nicht begreifen: dass dies eine totalitäres „theo-politisches“ Glaubenssystem und eine Sozialdoktrin ist (die beiden gehen Hand in Hand), das auf dem Koran, der Sira und den Hadithen gründet, was Dr. Bill Warner vom Center for the Study of Political Islam treffend die „Trilogie des Islam“ nennt.

Er hat Vorschriften für jeden einzelnen Aspekt des Lebens und diese Vorschriften werden von dem barbarisch kriminellen und zivilen Strafgesetz vollstreckt und geregelt, das als Scharia bekannt ist. Die genaue Definition eines Muslim wird kristallklar, wenn man die Trilogie des Islam liest. Quintessenz: Du bist ein Allah fürchtender, den Koran glaubender und Mohammed folgender Zelot, der Menschen dazu zwingt sich zu unterwerfen, zu konvertieren und den Islam und die Scharia befolgt – oder du wirst getötet. Das sind die Fakten.

Folgt jeder Muslim den Geboten des Koran? Gott sei Dank nicht. Aber sowie sie in Gemeinden einziehen und an Zahl zunehmen werden sie militanter und intoleranter gegenüber den Gesetzen und Regelungen der Gemeinden. Es handelt sich um eine Religion, deren „heiliges Buch“ seinen Anhängern befiehlt Verbrechen zu begehen, die den Gesetzen dieses Landes widersprechen. Für den Fall, dass Sie einiger dieser gebilligten Gräuel des Islam und der Scharia nicht kennen: Sind Sie sich bewusst, dass Frauen wegen Ehebruch zu Tode gesteinigt werden sollen und dass schwule Männer gehenkt werden? Oder dass die Genitalien kleiner Mädchen verstümmelt werden, um das Funktionieren ihrer sexuellen Lust zu vernichten und sie kontrollierbar zu machen? Und dass Kinder im Namen der Familienehre ermordet werden dürfen? Der Islam erkennt keine Trennung von Moschee und Staat an. Islamische Republiken werden von spirituellen Führern beherrscht, die die strikte Einhaltung der Scharia durch ihre Bürger überwachen.

In Ländern, in denen islamische Enklaven und Ghettos entstanden sind, so wie in Frankreich , Großbritannien und Deutschland, setzen örtliche Mullahs die Scharia durch, ohne Rücksicht auf das Recht des Landes. Täuschen Sie sich nicht: Das ist die Intention auch der einflussreichen islamischen Elemente in Amerika.

Das Problem ist, dass zu wenige Amerikaner sich all dessen bewusst sind und Organisationen wie CAIR und andere mit Verbindungen zur Muslimbruderschaft nutzen unsere Naivität voll aus. Überdies steht der Islam in heftigem Widerspruch zur Unabhängigkeitserklärung, der US-Verfassung und dem, was der Erste Verfassungszusatz schützen soll: unsere Gott gegebenen, unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Begreifen Sie, dass die Scharia sehr komplex ist und sie ist aus einer Vielzahl islamischer Quellen abgeleitet. Der Koran, als „gegebenes Wort Allahs“ betrachtet, ist die Primärquelle der Scharia. Die Hadithe (Worte und Taten Mohammeds) sind die zweitwichtigste Quelle der Scharia. Historische Urteile von Juristen im Verlauf der Jahre und sogenannte Schlussfolgerungen über Analogie machen die anderen beiden, weniger einflussreichen Quellen der Scharia aus. Zusammen bilden sie den theologischen Kern des Islam und sie resultieren in einem totalitären Lebensstil für muslimische Anhänger und Nichtmuslime (Kuffar – Nichgläubige – und Ungläubige). Die Scharia steht im kompletten Widerspruch zu amerikanischen Werten, denn sie versklavt Menschen und ermutigt zu Gewalttaten und barbarischem Verhalten. Die Scharia forderte den Tod derer, die dem Islam abschwören.

Ein ehemaliger Muslim, der sich in einen christlichen Pastor kehrte, erhielt vor kurzem im Iran die Todesstrafe. Ehrenmorde, Vergewaltigungen in der Ehe, weibliche Genitalverstümmelung, ganz zu schweigen vom Abtrennen von Händen und Füßen sind nur ein paar der anderen Komponenten der Scharia. Wenn muslimische Männer angeleitet werden ihre Frauen zu schlagen, weil sie sexuelle Annäherungen zurückweisen, dann ist offensichtlich, dass amerikanische Werte in direktem Konflikt mit dem stehen, was islamisches Recht von seinen Anhängern fordert. Ich glaube an das Recht der Menschen aus dem Ersten Verfassungszusatz, anzubeten wen immer sie wollen oder nicht, aber der Islam folgt dem nicht. Und welche andere „Religion“ verzeiht Gräuel, die im Gegensatz zu den von Gott gegebenen unveräußerlichen Rechten steht, die in der Unabhängigkeitserklärung und der Verfassung stehen? Keine.

Die unausgeschlafenen Lügen der Taqqiya

Raymond Ibrahim, 27. April 2018 (FrontPage Magazine)

Versuche die islamische Doktrin der Taqqiya reinzuwaschen wird zunehmend verzweifelt.

Bedenken Sie BuzzFeeds aktuellen Artikel„‘Taqiyya’: How An Obscure Islamic Concept Became An Obsession Of Anti-Muslim Activists“.[1] E bietet dieselben Behauptungen und Rechtfertigungen, die bereits wiederholt diskreditiert worden sind.

Nachdem Ezra Levant, der Gründer von The Rebel Media, damit zitiert wurde, Taqiyya „bedeutet bewusste Irreführung von Ungläubigen, um ein islamisches Ziel zu fördern“ macht BuzzFeed so weiter: „Levant bezog sich auf eine falsche Interpretation eine undurchsichtigen islamischen Doktrin, die zur Grundüberzeugung antimuslimischer Autoren und Aktivisten geworden ist, von rechtsextremen Trollen und sogar des aktuellen Mitglieds im Kabinett Trump und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Ben Carson.“

Als Nächstes kommt bis zum Abwinken die Verteidigung:

Mohammed Fadel, ein Experte für islamisches Recht an der Universität Toronto, beschrieb Taqiyya (und ihre vielen alternativen Schreibweisen) als „eine Doktrin überlegter Verstellung“, die aus einer Zeit stammt, als Muslime Minderheiten und feindlichen Gesellschaften waren… „Der Koran erlaubt Muslimen in dieser Lage, die vor Tod oder Folter und anderer schlechter Behandlung flohen, ihren wahren Glauben zu verbergen. Und solange sie in ihren Herzen treu blieben, würden sie nicht als sündig betrachtet weden“, sagte Fadel gegenüber BuzzFeed News. Doch dieser Gedanke hat gewuchert, sagte Fadel, und zwar in der falschen Behauptung, dass es Muslimen erlaubt ist oder es ihnen Nichtmuslimen gegenüber sogar befohlen ist, als größeres Projekt westliche Länder zu übernehmen und die Scharia oder das islamische Recht zu verhängen. Er sagte, Taqiyya gestattet keine großen Täuschungen und hat keine Verbindung zu Scharia.

Die Ironie liegt hier darin, dass ich vor mehr als vier Jahren mit Ezra Levant und Mohammed Fadel in einem Gerichtsverfahren in Kanada involviert, in dem es um die Bedeutung der Taqiyya ging. Damals verklagte Khurrum Awan, ein Rechtsanwalt, Levant wegen Beleidigung auf $100.000, nachdem Letzterer ihn beschuldigt hatte Taqiyya zu betreiben. (Zuletzt hörte man, dass Awan seinen 77-jährigen Nachbarn verklagte, eine katholische Großmutter, weil sie in „großes christliches Kreuz“ in ihrem Garten stehen hat.)

Während der Verhandlung hatte Mohammad Fadel, BuzzFeeds Experte der Wahl, einen Expertenbericht zugunsten von Awan zum Wesen der Taqiyya vorgelegt, in dem alle möglichen Rechtfertigungen der muslimischen Doktrin lieferte. Er schloss seinen Bericht wie folgt:

Soviel ich weiß haben muslimische Theologen in keinem Fall die Position eingenommen, dass es allgemein erlaubt, geschweige denn verpflichtend ist, dass Muslime Nichtmuslime belügen, ob nun in Fragen zu religiösen Überzeugungen oder säkulare Bräuche… Obwohl es eine Klammer rechter Islamophobie in Nordamerika geworden ist, gibt es keine dogmatische Grundlage in authentischer islamischer Lehre um diese von Ezra Levant und anderen aufgestellte Behauptung zu unterstützen… dass Taqiyya alles andere als eine einzigartige Doktrin ist, gerechtfertigt unter Umständen extremem Zwang, die schlicht nicht auf in Kanada und den USA lebenden Muslime anwendbar sind.

In Reaktion darauf stellte mir Levant (schon 2013) einen Expertenbeicht zur Taqiyya zu schreiben, einschließlich einer Antwort auf Adels Behauptung. Das tat ich, einschließlich einer Analyse und Reaktion auf jeden von Fadel gemachten Punkt; ich kam zu folgendem Schluss:

Täuschung – unter dem weiten Begriff Taqiyya bekannt – ist im Islam erlaubt, weit über den begrenzten Fall des Selbstschutzes hinaus. Diese Erklärung ist nicht „islamophob“; sie ist wahr. Aus gesetzlicher Sicht und besonders mit dem Konzept der Tawriya, werden Täuschungen, solange sie inhaltlich  richtig sind („Ich habe keinen Pfennig in meiner Tasche“ – nur Dollars), nicht einmal als Lügen betrachtet. Der Prophet des Islam, Mohammed – das Beispiel, nach dem sunnitische Muslime ihr Leben besonders gestalten – nutzte regelmäßig Irreführung. Um eien Dichter (Ka’b ibn Ashraf) zu ermorden, der ihn beleidigte, erlaubte Mohammed einem Muslim den Poeten anzulügen. Von Mohammed ist weiter festgehalten, dass er erlaubte Eide zu brechen („Wenn etwas Besseres“ kommt) und seine Frau gegenüber und im Krieg offen zu lügen (ohne selbst Tawriya einzusetzen). Was Letzteres angeht, das einen ständigen Charakter in Gestalt von Jihad gegen Nichtmuslime, um den Islam (und die Muslime) uneingeschränkt herrschend zu machen (z.B. in Sure 8,39), sind Täuschung und Lügen natürlich statthaft.

Meine Antwort hatte offenbar den erwünschten Effekt; Levant drückte das in einer E-Mail an mich so aus: „Nach Erhalt des Berichts entschied er [Awan/der Klager] sich seinen eigenen Expertenzeugen [Fadel] nicht aufzurufen – der zufälligerweise ein Sympathisant der Muslimbruderschaft ist. Nachdem er unsere Widerlegung gelesen hatte, wollte er diese Diskussion liebe nicht führen.

Und hier führt Fadel wieder dieselben unhaltbaren Behauptungen zur Taqiyya und BuzzFeed zitiet sie.

Was uns zum ultimativen Punkt seines Posts bringt: all die Behauptungen der Taqiyya-Apologeten bloßzustellen – Fadel ließ in seinem Versuch den Begriff reinzuwaschen – nichts unversucht und wie auf sie zu antworten ist: Klicken Sie auf meinen Artikel „Taqiyya about Taqiyya“ von 12. Apil 2014, in dem ich jede mich mit jeder von Fadels Rechtfertigungen, einschließlich mit Zitierung von Quellen, methodisch auseinandersetze.

[1] Taqiyya: Wie ein obskures islamisches Konzept zur Obsession antimuslimischer Aktivisten wurde.

Der weit verbreitete muslimische Antisemitismus in Frankreich

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In den meisten europäischen Ländern sind keine quantitativen Daten zu muslimischem Antisemitismus verfügbar. Dennoch ist bekannt, dass Mitglieder der muslimischen Gemeinschaft hinter vielen der Aggressionen und extremen verbalen Angriffe auf und Beleidigungen von Juden stecken. In Frankreich ist im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine Reihe von Juden ermordet worden. Zudem hat es versuchte Pogrome gegeben.

Eine Studie von Fondapol aus dem Jahr 2014 mit dem Titel Antisemitismus in der französischen öffentlichen Meinung, die von Dominique Reynié erstellt wurde, bietet viele Einblicke in den Antisemitismus in Frankreich. Muslime sind ein Teil der Gesellschaft, auf den sich die Studie konzentiert.[1] Die Autoren haben außerdem die extreme Rechte und die extreme Linke untersucht. Diese benötigen jedoch eine eigene Analyse.

In der gesamten französischen Gesellschaft heben 25% der Bevölkerung antisemitische Vorurteile. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass solche Vorurteile gegen Juden bei Muslimen zwei- bis dreimal so verbreitet sind.[2] Die Autoren der Studie haben die muslimische Bevölkerung in drei Kategorien eingeteilt: praktizierende Muslime, die sowohl an den Islam glauben als ihn auch praktizieren; diejenigen, die nur glauben; und diejenigen, die muslimischer Herkunft sind.[3] Die Kategorie der Praktizierenden macht 42% der Muslime in Frankreich aus. Diejenigen, die glauben, stellen 34% und diejenigen, die muslimischer Herkunft sind, machen 21% aus. Weitere 3% definieren sich als nicht religiös.[4]

Die Fondapol-Forscher stellten sechs Fragen über Vorurteile gegenüber Juden: 1) Nutzen Juden den Zustand der Opfer des Nazi-Völkermords während des Zweiten Weltkriegs für ihre eigenen Zwecke? 2) Haben Juden in den Bereichen Wirtschaft und Finanzen zu viel Macht? 3) Haben Juden im Bereich der Medien zu viel Macht? 4) Üben Juden zu viel politische Macht aus? 5) Gibt es auf Weltebene eine zionistische Verschwörung? 6) Sind Juden für die derzeitigen wirtschaftlichen Krisen verantwortlich?[5]

Ein paar Beispiele der Ergebnisse der Studie werden den heftigen Antisemitismus bei Muslimen in Frankreich hervorheben. Neunzehn Prozent der französischen Gesamtbevölkerung sind der Meinung, dass Juden zu viel Macht in der Politik haben. Unter allen Muslimen liegt der Anteil bei 51%. Brechen wir diese Zahl aber gemäß der drei Kategorien herunter, so liegt die Zahl bei denen, die sich nur als von muslimischer Herkunft definieren, bei 37%. Bei denen, die an den Islam glauben beträgt sie 49% und bei den praktizierenden Muslimen 63%.[6]

Der Anteil der Muslime, die alle sechs Fragen zu antisemitischen Vorurteilen negativ beantworteten, ist gering. Nur 17% der Muslime antworteten auf alle Fragen mit „Nein“. Es gibt kaum einen Unterschied zwischen praktizierenden Muslimen (13%) und denen, die nur glauben (14%). Für diejenigen muslimischer Herkunft liegt der Prozentsatz beträchtlich höher, doch sie befinden sich wiederum nur in einer Minderheit (27%).[7]

Eine Studie in Frankreich hat bereits 2005 gezeigt, dass antijüdische Vorurteile bei religiösen Muslimen besonders verbreitet waren. 46% hegten solche Gefühle; im Vergleich dazu waren es bei nicht praktizierenden Muslimen 30 Prozent. Es wurde festgestellt, dass nur 28 Prozent der religiösen Muslime in Frankreich als völlig frei von solchen Vorurteilen sind.[8] Obwohl die Studien in ihren Hauptergebnissen zu muslimischem Antisemitismus nicht vergleichbar sind, deuten sie in dieselbe Richtung.

Die hohen Anteile an Antisemitismus bei französischen Muslimen sollten nicht überraschen. Die große Mehrheit von ihnen sind Einwanderer aus nordafrikanischen Ländern oder Nachkommen solcher Immigranten. Die Bevölkerung dieser Länder gehört zu den antisemitischsten der Welt.[9][10][11]

Der französische Komödiant Dieudonné wird als einer der extremsten französischen Antisemiten betrachtet.[12] Viele französische Städte entschieden sich endlich seine Auftritte zu untersagen. Fünfzig Prozent der französischen Muslime finden, dass dieser Antisemit mit der Aussage recht hatte, dass der Zionismus eine internationale Organisation sei, die versucht die Welt und die Gesellschaft zum Nutzen der Juden zu beeinflussen. 64% der praktizierenden Muslime stimmen dem zu.[13]

Sechsundvierzig Prozent der Muslime glauben, dass der Zionismus eine rassistische Ideologie ist, während 23% der gesamten französischen Bevölkerung dem zustimmen. 66% der Muslime glauben, dass der Zionismus eine Ideologie ist, die Israel dazu dient eine Politik der Besatzung und Kolonisierung palästinensischer Territorien zu rechtfertigen. Alle oben angeführten Antworten klassifizieren die Juden als Kollektiv ein. Das ist typisch für antisemitisches Denken. In Wirklichkeit variieren bei Juden die Einstellungen zu vielen Themen und politischen Überzeugungen stark.

Zu Einstellungen gegenüber individuellen Juden sind Vorurteile von Muslimen ebenfalls stärker ausgeprägt als in der Gesamtbevölkerung. 33% der Muslime und 43% derer, die den Islam praktizieren, wollen keinen Juden als Präsidenten Frankreichs haben, gegenüber 21% aller französischen Bürger. 26% der Muslime und 33% der praktizierenden Muslime wollen nicht für einen jüdischen Bürgermeister stimmen, während es bei den Franzosen insgesamt 14% sind. 22% der Muslime und 30% der praktizierenden Muslime wollen keinen jüdischen Vorgesetzten; in der Gesamtbevölkerung sind es 10%. 18% der Muslime und 23% der Praktizierenden wollen keinen jüdischen Bankier, verglichen mit 10% der Gesamtbevölkerung.[14]

Zwölf Prozent der Franzosen sind nicht damit einverstanden, dass in Schulen der Holocaust gelehrt wird. 24% der Muslime und 28% der Praktizierenden sind gegen Holocaust-Bildung. 3% der französischen Bevölkerung leugnen zu einem gewissen Grad oder komplett den Holocaust. Bei Muslimen stimmen insgesamt 5% der falschen Behauptung zu, dass die Zahl der Opfer stark übertrieben wird. Bei den praktizierenden Muslimen beträgt der Anteil jedoch 8%.[15]

All das führt zu einem klaren Schluss: Im Verlauf der letzten Jahrzehnte haben französische Regierungen, ob nun sozialistisch oder rechts der Mitte, riesige Mengen an antisemitischen Immigranten in ihr Land gelassen.

[1] http://www.fondapol.org/wp-content/uploads/2014/11/CONF2press-Antisemitisme-DOC-6-web11h51.pdf

[2] Ebenda, S. 21

[3] Ebenda, S. 22

[4] Ebenda

[5] Ebenda, S. 10

[6] Ebenda, S. 22

[7] Ebenda, S. 21

[8] Cécilia Gabizon: Les musulmans pratiquants ont plus de préjugés. Le Figaro, 7. Dezember 2005.

[9] http://global100.adl.org/#country/morocco/2014

[10] http://global100.adl.org/#country/algeria/2014

[11] http://global100.adl.org/#country/tunisia/2014

[12] http://www.theguardian.com/world/2015/nov/25/french-comedian-dieudonne-prison-sentence-hate-speech

[13] www.fondapol.org/wp-content/uploads/2014/11/CONF2press-Antisemitisme-DOC-6-web11h51.pdf, S. 22.

[14] Ebenda, S. 24

[15] Ebenda, S. 25

Die Muslim-Bruderschaft: Globale Herausforderung des Islam für den Westen

Mosche Dann, The American Thinker, 17. Oktober 2010

Die Muslim-Bruderschaft (MB) ist eine der gefährlichsten islamischen Gruppen der heutigen Welt, nicht nur, weil sie Terrorismus unterstützt – z.B. politische und finanzielle Hilfe für ihren palästinensischen Ableger Hamas leistet – sonder weil sie Teil eines globalen islamistischen Netzwerks ist und eine Ideologe propagiert, die zu Extremismus und Terrorismus ermutigt.

Mit Ablegern in siebzig Ländern und Verbindungen zu wichtigen islamischen Organisationen hat die MB ein umfangreiches und gut finanziertes Netzwerk an Bildungs-, sozialen und kulturellen Institutionen, die für einen strategischen MB-Plan für islamische Dominanz werben – nicht durch Gewalt, sondern durch Integration, indem man Teil des nationalen sozialen und politischen Lebens wird; und durch die Anwendung des Scharia-Gesetzes. Diese Verbindungen geben ihr Zugang zu politischer Macht und erklären, warum sie und die von ihr unterstützten Organisationen von Regierungen und NGOs den Hof gemacht bekommen. Jean-Pierre Filiu vom Hudson Institute dazu:

Die Muslim-Bruderschaft … hat sich sowohl aus ideologischen wie aus taktischen Gründen in den vergangenen Jahrzehnten dazu tendiert ein begrenzteres Konzept des Jihad zu eigen gemacht, das mit Missionsarbeit und organisiertem politischem Kampf kombiniert wurde.

Hillel Fradkin, Direktor des Center on Islam, Democracy and the Future of the Muslime World am Hudson Institute, stellt fest, dass die 1928 in Ägypten gegründete MB die Quelle moderner radikalislamischer Bewegungen und ein wichtiger Teil muslimischer Gemeinden rund um die Welt ist. Die Übernahme des Gazastreifens durch die Hamas veränderte das Bild. Zum ersten Mal hatte die MB ein eigenes Territorium, einen virtuellen Staat und eine Armee. Filiu:

Der Bruderschafts-Ableger Hamas, der seit 2006 offiziell über den Gazastreifen herrscht, ist die erste palästinensische Miliz, die ihre Aktivitäten konsequent auf das Gebiet Palästinas vor 1948 beschränkt – also auf Israel, die Westbank und den Gazastreifen… Während des Prozesses zur Konsolidierung ihrer Macht unterdrückte sie in der Folge die von Al-Qaida inspirierten Gruppen des Gazastreifens. Heute ist der fortgesetzte Konflikt der Al-Qaida mit der Hamas eine der Hauptlasten für die Al-Qaida-Propaganda und ihre Anstrengungen geworden, sich als Führer der weltweiten Jihad-Bewegung zu etablieren.

Nach dem, was in einem 1991 geschriebenen MB-Dokument steht, besteht ihre Rolle in Gastgeberländern in einem Siedlungsprozess, der „Zivilisations-Jihad“ genannt wird und der „die westliche Zivilisation von innen heraus eliminieren und zerstören“ wird; dann wird ein „globaler islamischer Staat“ gegründet. Um das zu erreichen – durch Moscheen und islamische Zentren engagiert sich die MB in „Koalitionen“, „Abschöpfung“ und bürgerliche „Kooperation“, wodurch parallele soziale, politische und kulturelle Organisationen aufgebaut werden. Ihre Leitprinzipien sind die des Hassan al-Banna, der die ägyptische MB-Bewegung gründete und eng mit den Nazis verbündet war.

Die Nordamerika-Verbindung

Die umfangreichste, in den USA verfasst Studie über die Muslim-Bruderschaft ist Steven Merleys vom Hudson Institute (im April 2009) veröffentlichte Monographie. Er schließt:

Zur reichhaltigen Geschichte der Unterstützung islamischen Fundamentalismus, Antisemitismus und des Terrorismus durch die MB … gehört ideologische, finanzielle und juristische Unterstützung, insbesondere für die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen.

Mit der MB verbundene Organisationen wie das Council on American Islamic Relations (CAIR) – das aus der Islamic Association of Palestine (IAP) entstand, einer Fassade für Spendensammlung für die Terrororganisationen Islamischer Jihad und Hamas – sind keine Nebenerscheinungen des Ausdrucks von Volks- oder kommunalem Willen wie christliche und jüdische Organisationen, sondern selbst ernannte Repräsentanten, die einen explosiven Mix aus Religion und Politik vermengen. Die meisten MB-Organisationen werden von den Saudis und Golfstaaten finanziert und repräsentieren nicht amerikanische, vorwiegend arabische Muslime.

Mit mehr als dreißig Zweigen in Nordamerika stellt sich CAIR als größte „muslimische Bürgerrechts-Organisation“ dar, die anstrebt „das Verständnis für den Islam zu verbessern, zu Dialog zu ermutigen, Bürgerrechte zu schützen, amerikanische Muslime befähigen und Koalitionen aufzubauen, die für Gerechtigkeit und gegenseitiges Verständnis werben“. Vor ein paar Jahren stand CAIR auf einer Liste nicht angeklagter Mitverschwörer, denen von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen wurde an einem Komplott beteiligt gewesen zu sein, mit dem die Hamas über die Holy Land Foundation mit Geld versorgt wurde.

Daniel Pipes und Sharon Chadha schreiben:

Das vielleicht offensichtlichste Problem mit CAIR besteht darin, dass minestens fünf ihrer Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder verhaftet, verurteilt, deportiert wurden oder auf andere Weise in Verbindung mit Terrorismus-Vorwürfen und –Aktivitäten standen … CAIR nimmt in der Wahhabi-Lobby eine Schlüsselrolle ein – dem Netzwerk an Organisationen, das gewöhnlich von Spenden aus Saudi-Arabien unterstützt ist und dessen Ziel darin besteht die in Saudi-Arabien praktizierte, besonders extreme Version des Islam zu verbreiten… CAIR hat sich beständig als im Krieg gegen den Terrorismus auf der falschen Seite stehend erwiesen und radikal-islamische Terroristen geschützt, verteidigt und unterstützt, denen etwas vorgeworfen wurde oder die sogar verurteilt waren.

Die Muslim Student Association (MSA), die mit 250 Ortsgruppen an fast jeder Universität größte muslimische Campus-Organisatin, wurde ebenfalls von der Muslim-Bruderschaft initiiert. Obwohl die derzeitige Beteiligung der MB nicht klar ist, sieht die Agenda ähnlich aus. Sie beschäftigte sich mit Protesten gegen Israel und der Störung proisraelischer Redner und Foren, mit Unterstützung von linken Studenten-Organisationen und natürlich von Administratoren toleriert, erklärt das den plötzlichen Anstieg der Feindseligkeit gegen Israel; dazu kommen die Gegnerschaft zu Amerikas Engagement im Irak, Afghanistan und Pakistan und der „amerikanische Imperialismus“. Sie beschränkten sich jedoch nicht auf Campus-Aktivitäten und so verschmolzen MSA und MB 1981 in die Islamic Society of North America, um ihre „außerschulischen“ Aktivitäten fortzusetzen.

Der saudische Prinz Alweed bin Talal ist ein wichtiger Geldgeber der Fassandenorganisationen der Muslim-Bruderschaft in den USA; er hilft über seine Königreich-Stiftung, die die American Society for Muslim Advancement unterstützt, ebenso das Cordoba-Projekt, die Leute hinter der „Ground Zero-Moschee“.

Anfang der 1990-er Jahre, nach den Oslo-Vereinbarungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde, formte die MB mehrere Organisationen, die gegen jegliche Friedensvereinbarung sind. Die Muslim American Society beschreibt sich selbst als eine Bürgergruppe, die sich in „religiösen, wohltätigen, sozialen, kulturellen und Bildungsdingen“ engagiert, daran arbeitet „Familie und Gesellschaft“ zu verbessern und „Menschen dazu zu bewegen nach Gottes Bewusstsein, Freiheit und Gerechtigkeit zu streben und den Islam mit äußerster Klarheit zu vermitteln“. Ihre Vision ist eine „virtuose und gerechte amerikanische Gesellschaft“.

Ihre fundamentalistische Ideologie und politischen Aktivitäten passen allerdings nicht zu ihren hochtrabenden Worten und Idealen. Es gibt Berichte, die zeigen, dass das Ziel der Muslim American Society die radikale Umwandlung Amerikas in eine muslimische Gesellschaft unter striktem Scharia-Gesetz ist.

Die Islamic American University, ein MAS-Projekt, ist ein Ausbildungszentrum für die MB-Philosophie, steht in Verbindung mit Scheik Yussuf al-Qaradawi, der für Jihad wirbt, verkündet, dass muslimische Kräfte, die amerikanische Soldaten bekämpfen, „Märtyrer“ sind und arabisch-palästinensische Terrororganisationen wie die Hamas unterstützen.

Die MAS veröffentlicht ein Magazin, „The American Muslim“; darin werden Selbstmord-Bombenanschläge als „Märtyrer-Operationen“ unterstützt, die vom Koran genehmigt sind; es porträtiert asiatische muslimische Terroristen als „Freiheitskämpfer“.

Da all diese Informationen verfügbar sind, sollte man glauben, dass US-Regierungsbeamte sich Sorgen über die Aktivitäten dieser von der MB unterstützten Organisationen machen. Stattdessen werden sie vom Weißen Haus gefeiert und von Außenministerium und CIA unterstützt, wie www.globalmbreport.com feststellt, wo man der MB systematisch nachgeht.

„Ihre Anziehungskraft für Regierungen und nicht muslimische Behörden im Ausland“, sagt Terrorbekämpfungs-Forscher Steve Emerson, „besteht darin, dass diese MB-Gruppen ein Monopol auf die Führung und Repräsentation der meisten Muslime haben, dies durch die Tatsache, dass die MB in der muslimischen Welt das Zentrum der politischen und religiösen Schwerkraft hat und keinen Dissens duldet.“ Und sie kann, wenn nötig, all ihre Anhänger zum Handeln aufrufen, um mit „sanfter Gewalt“ statt mit „harter Gewalt“ Einfluss zu nehmen.

Machtübernahme in der Welt

Die MB ist ein wichtiger Teil der riesigen islamischen Bewegung, die religiöse Identität benutzt, um ihre politische Agenda zu tarnen. Alleine in den USA repräsentiert sie hunderte sozialer, politischer und kultureller Organisationen, Banken und Finanzinstitutionen; damit ist die MB in der Lage jeden Aspekt nationaler und internationaler Angelegenheiten zu infiltrieren und Einfluss auszuüben.

Die Islam-Expertin Bat Ye’or gibt an, dass die MB (durch ihre Muslim World League) eine enge Beziehung zur Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) hat, einer religiösen und politischen Organisation, die 56 Länder repräsentiert (dazu „Palästina“, das sie als Staat unter der PA betrachten) und eine ständige Delegation bei der UNO hat. Wie die MB unterstützt die OIC islamistische Herrschaft, was – anders ausgedrückt – die Etablierung des islamischen Scharia-Rechts und die Herrschaft eines Kalifats ist. Wegen ihrer politischen und diplomatischen Rolle nutzen sie allerdings eine subtilere, schrittweise Herangehensweise.

In Jordanien repräsentiert die wichtigste Oppositionspartei, die Islamische Aktionsfront, den „politischen Arm“ der MB. Sie sind Islamisten und fordern einen Boykott der Wahlen, in der Hoffnung die derzeitige Regierung zu stürzen und die Kontrolle über das Parlament zu übernehmen. Ihr ist zwar in Ägypten und Syrien politische Tätigkeit verboten und sie wird beschuldigt hinter Terroranschlägen zu stecken, doch die MB betreibt Netzwerke sozialer und wohltätiger Organisationen, womit sie sich eine gefestigte Basis im Volk verschafft.

Die MB ist auch in Ägypten eine wichtige Oppositionsgruppe und wird eine entscheidende Rolle spielen, wenn der ägyptische Präsident Mubarak stirbt. Mohammed Badie, der Leiter der ägyptischen Bruderschaft, erklärte vor kurzem, dass „Jihad zu führen eine Verpflichtung ist“.

Auch in Kanada expandiert die MB; dort war sie kürzlich Gastgeber „der größten islamischen Konferenz in der Geschichte Montreals“.

Ein vor kurzem erstellter Bericht von Pew zur Muslim-Bruderschaft in Westeuropa dokumentiert ihr umfangreiches Netzwerk. Es wird aber wenig bis nichts getan, um diese Organisationen und ihren Einfluss in den wachsenden muslimischen Gemeinden zu beobachten und einzuschränken. Die Präsenz so vieler MB-Organisationen erklärt die weit verbreiteten Demonstrationen gegen Israel und die gewalttätigen Reaktionen auf das, was als „Beleidigung des Islam“ wahrgenommen wird.

Lorenzo Vidino bietet eine ausgezeichnete Studie über die MB in Europa.

Die Bruderschaft hat lange als finanzieller Schlüssel-Knotenpunkt für unterschiedliche islamistische Gruppen gedient; Geheimdienstler sagen, die Bruderschaft habe ihr finanzielles Netzwerk an Beteiligungsgesellschaften und Bankkonten in fast allen europäischen Ländern ausgeweitet.

Wie kam es dazu?

Das Wachstum und die Verbreitung des globalen MB-Netzwerks scheint das Ergebnis einer sorgfältig geplanten organisatorischen Strategie zu sein.

(1) Finanziert durch Saudi-Arabien, die Golfstaaten und reiche arabisch-muslimische Familien, wirbt die MB über Bildungs-, soziale und religiöse Organisationen, in Schulen, Studenten-Organisationen und Studienzentren und mit muslimischen Berufs- und „Bürgerrechts“-Organisationen für eine strikte Interpretation der Scharia und der islamischen Herrschaft. Ihre extremistische Art des Islam im Westen, die sich auf Wahhabismus und Jihadismus gründet, wird jedoch selten offen gelegt.

(2) Über die Aufmerksamkeit für die Palästinenserfrage schloss sie sich mit „liberalen“, „progressiven“ und antijüdischen Elementen, besonders in den Medien, auf der ganzen Welt zusammen und nutzt jetzt deren Einfluss in der UNO und internationalen Gremien und Organisationen, um Israel zu dämonisieren, delegitimieren, isolieren und boykottieren.

Über eine sorgfältig geplante Täuschungsstrategie – Tarnung der Quellen ihrer Unterstützung, Aktivitäten, Philosophie und Ziele – sind von der MB gesponserte Organisationen in der Lage sich als religiöse und/oder Bürgerrechtsgruppen darzustellen und damit Überprüfungen zu vermeiden. Nichtmuslime begreifen, betäubt von Worten wie „Frieden“ und „Gerechtigkeit“, nicht in der Lage das Arabisch zu verstehen, das von Klerikern und in Druckmaterial verwendet wird, wenig bis nichts von dem, was innerhalb von Moscheen und muslimischen sozialen und Kulturzentren geschieht; und sie sind sich der Bedrohung nicht bewusst, die die Muslim-Bruderschaft darstellt.

Obwohl einige Akademiker und Regierungsvertreter versuchen, die MB als „moderat“ darzustellen, beweisen die Fakten etwas anderes. Die MB strebt aktiv an Amerikas Status als Weltmacht zu zerstören und es durch eine islamische Macht zu ersetzen, deren Außenpolitik sich auf Jihad und die Verbreitung des Islam gründen wird.

Was kann man tun?

Der erste Schritt der MB entgegenzutreten besteht darin ihre Organisationen zu identifizieren. Zusätzlich zu den oben zitierte sind hier einige der prominentesten in dern USA, die mit der MB verbunden sind:

Islamic Society of North America (ISNA)
Fiqh Council of NA (FCNA) (formerly American Muslim Council)
North American Islamic Trust (controls most mosques)
Muslim Youth of North America
Association of Muslim Scientists and Engineers
PAC’s and Muslim chaplains programs (in prisons, military and schools)
Islamic Medical Association
American Trust Publications
Islamic Circle of North American
International Institute for Islamic Thought (IIIT)
Association of Muslim Social Scientists
Wohltätigkeitsstiftungen wie Kind Hearts und die (inzwischen geschlossene) Holy Land Foundation, die Union of Good, die der IHH half, einer türkischen „Wohlfahrtsorganisation“, die die „Gaza-Flottille“ unterstützte und Terrorismus fördert, die Islamic Relief USA und Mercy USA und tausdende weitere.

Geht dem Geld nach.

Mit tausenden angeschlossenen Organisationen in Amerika und vielleicht Millionen in der ganzen Welt – gut organisiert, als Teil der akademischen Gemeinschaft und von religiösen und politischen Leitfiguren akzeptiert, innerhalb demokratischer Systeme arbeitend, finanziert von radikalen Jihadisten und von vielen in der internationalen Gemeinschaft unterstützt – ist die MB eine eindrucksvolle Bedrohung. Sie ist aber auch verletzbar, wenn sie bloßgestellt wird – und das ist eine Aufgaben, bei der jeder mitmachen kann.

Eine globale Jihadistengruppe

In den späten 1970-er Jahren, als das ägyptisch-israelische Friedensabkommen Formen annahm, wurde von Mitgliedern der MB in Ägpyten eine neue Terroristen-Organisation gebildet: der Islamische Jihad. De Name wurde gewählt, um Terrorismus im Namen des Islam zu rechtfertigen – nicht nu als PLO-Taktik, sondern um jeden, an jedem Ort anzugreifen, einschließlich der eigenen Familie, ohne Genehmigung durch irgendeine Autorität. Wie andere totalitäre Bewegungen sollte sie traditionelle Disziplin brechen und zu Terrorismus als religiöser Pflichterfüllung ermutigen.

Erst im Jahr 2005 wurde der Islamische Jihad (IJ) von den Vereinigten Staaten und später von der EU, der UNO und anderen Ländern zu einer Terror-Organisation erklärt, trotz der Tatsache, dass sie seit mehr als einem Jahrzehnt Terroranschläge ausgeführt hatte – hauptsächlich gegen Juden in Israel.

Vom IJ wird berichtet, dass er Gelder aus Saudi-Arabien und anderen arabischen Ländern erhält; seine Basis hat er derzeit in Syrien, wird aber heute zum größten Teil von Syrien und dem Iran finanziert. Mitglieder des Palästinensischen Islamischen Jihad arbeiten mit der Hamas und der Fatah (PA) zusammen; er hat keine direkten Verbindungen zur MB. Der IJ ist auch in Usbekistan, Pakistan und Afghanistan und anderen Gegenden der Region aktiv.

Amerikanische Muslime müssen sich ernstlich damit auseinandersetzen, warum ihre nicht muslimischen Nachbarn misstrauisch sind – so, wie diese Nachbarn sich sehr vor Vorurteilen in Acht nehmen müssen. Die eigene Agenda und Absichten zu verstecken ist genauso schlecht wie Fanatismus.

Die Botschaft und den Einfluss der Muslim-Bruderschaft zu unterschätzen ist eine Bedrohung der globalen und besonders der westlichen Sicherheit. Das ist die Botschaft des 9/11 und der Terroranschläge von London und Madrid. Es ist eine Botschaft, die wir ignorieren – und uns damit selbst in Gefahr bringen.