Muslimischer Antisemitismus in Großbritannien

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im Vereinten Königreich sind antisemitische und antiisraelische Einstellungen bei Muslimen zwei- bis viermal so weit verbreitet wie in der Gesamtbevölkerung. Das ist einer der wichtigen Schlüsse eines aktuellen Berichts mit dem Titel „Antisemitsim in Contemporary Great Britain, a Study of Attitudes Toward Jews and Israel“ (Antisemitismus im heutigen Großbritannien. Eine Studie der Einstellungen gegenüber Juden und Israel). Die Studie wurde vom Institute for Jewish Policy Research (JPR) und dem Community Security Trust (CST) veröffentlicht. Ihr Autor ist L. Daniel Staetsky.

Die Herausgeber behaupten, dass dies die größte und detaillierteste Umfrage zu Einstellungen gegenüber Juden und Israel ist, die je in Großbritannien durchgeführt wurde.[1] Auch wenn es viele weitere Erkenntnisse zu antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen gibt, können wir hier nur einen Teil davon ansprechen.

Konzentriert man sich auf die Einstellungen der muslimischen Bevölkerung des Vereinten Königreichs gegenüber Israel und den Juden, so zeigen die Antworten auf die einzelnen Fragen, dass Muslime stets negativer gegenüber Israel und/oder den Juden eingestellt sind als die Gesamtbevölkerung. Beispielsweise bejahten 13% der Gesamtbevölkerung, dass „Juden glauben, sie seien etwas Besseres als andere Menschen“. Bei Muslimen beträgt der Anteil 28%. Die Studie führt zudem die Antworten von religiösen Muslimen separat an, was in anderen Umfragen sonst nicht oft gemacht wird. Bei ihnen beträgt der Anteil 32%.[2]

Die Frage: „Werden Juden auf Kosten anderer reich ?“ bestätigten 12% der Gesamtbevölkerung und 27% der Muslime. Bei religiösen Muslimen sind es 33%. Was „Juden haben in Britannien zu viel Macht“ angeht, so denken 8% der Gesamtbevölkerung so, 27% aller Muslime und 32% der religiösen Muslime. Bei „Juden beuten den Holocaust-Opferstatus für ihre eigenen Zwecke aus“ stimmen 10% der Gesamtbevölkerung und 25% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil wieder höher; er beträgt 29%.

Der Aussage „Die Interessen der Juden in Britannien unterscheiden sich stark vom Rest [der Bevölkerung]“ stimmten 12% der Gesamtbevölkerung und 22% der Muslime zu. Bei religiösen Muslimen sind es 28%. 3% der Gesamtbevölkerung finden, dass der Holocaust übertrieben wird; bei den Muslimen sind es 14% und 18% der religiösen Muslimen bestätigen das.

Als die Meinungsforscher fragten, ob der „Holocaust eine Mär“ sei, dachten 2% der Gesamtbevölkerung, 8% der Muslime und 10% der religiösen Muslime so. Eine Frage wurde nur Muslimen gestellt: „Juden sind verflucht oder abgelehnt worden, weil sie nicht an Allah glauben.“ 11% der Muslime und 15% der religiösen Muslimen bejahten das.

Was positive Meinungen zu Juden angeht, bleiben die Muslime hinter der Gesamtbevölkerung zurück. 78% der Gesamtbevölkerung denken, dass ein „britischer Jude genauso ist wie jeder andere Brite“. 61% der Muslime denken so und 59% der religiösen Muslime stimmten damit überein.

Zur Frage, ob „britische Juden einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft leisten“, dachten 61% der Gesamtbevölkerung so, allerdings nur 37% der Muslime. Bei religiösen Muslimen liegt der Anteil mit 34% noch niedriger.

Die Schlussfolgerung ist klar: Man kann sehr wenig zu den Meinungen der eigenen Bürger unternehmen, aber man hätte auf verschiedene Weisen diejenigen überprüfen können, die ins Land gekommen sind. Man sollte allerdings nicht alle Muslime abstempeln. Fakt ist, dass man kein einziges Mal bei den Muslimen, nicht einmal bei religiösen Muslimen, eine Mehrheit für die antisemitischen Aussagen findet.

Auch britischen Christen stellten die Meinungsforscher ähnliche Fragen wie der Gesamtbevölkerung. Sie stellten fest, dass negative Meinungen über Juden bei Christen selten die der Gesamtbevölkerung merklich übersteigen. Zur Äußerung, dass Juden die Opferrolle im Holocaust für eigene Zwecke missbrauchen, ist diese Meinung bei Christen weniger stark verbreitet. Zu den beiden positiven Fragen haben Christen eine positivere Sicht zu „ein britischer Jude ist genauso britisch wie jeder andere Brite“ und „Britische Juden leisten einen positiven Beitrag zur britischen Gesellschaft.“[3]

Die Studie behauptet, dass 4,5% der derzeitigen Bevölkerung Großbritanniens muslimisch ist. Eine ganze Menge davon sind importierte Antisemiten. Es wurde festgestellt, dass es – allgemein gesagt – eine starke Korrelation zwischen antisemitischen und antiisraelischen Einstellungen gibt. Bei Muslimen, die sieben der neun antisemitische Einstellungen erkennen lassenden Fragen zustimmten, hatten 87% auch antiisraelische Einstellungen.[4]

Das Projekt kam zudem zum Schluss, dass nichtreligiöse Muslime unter allen Muslimen die Gruppe sind, bei der es am wenigsten wahrscheinlich ist, dass sie antisemitische oder antiisraelische Einstellungen hegen. Die Anteile bei ihnen kommen dem Stand der Gesamtbevölkerung näher, auch wenn sie immer noch über dem Durchschnitt liegen.[5]

Es gibt eine weitere quantitative Quelle, die zeigt, dass Antisemitismus bei Muslimen weiter verbreitet ist als in der Gesamtbevölkerung. Sieht man sich die vielen antisemitischen Verunglimpfungen an, die in der britischen Labour Party ans Tageslicht gekommen sind, dann sieht man, dass der Anteil muslimischer Täter unverhältnismäßig hoch ist.[6]

Eine zweite Beobachtung besteht darin, dass einige Verleumdungen durch Muslime der Labour Party zu den extremsten überhaupt gehören. Der ehemalige Bürgermeister von Blackburn, Salim Mulla, behauptete Israel stecke hinter ISIS und fügte hinzu: „Zionistische Juden sind eine Schande für die Menschheit.“

Die Labour-Unterhausabgeordnete Naz Shah suggerierte, Israel solle in die Vereinigten Staaten verlegt werden. Später entschuldigte sie sich. Bevor sie das tat, wurde sie von Rupa Huq, einer weiteren Labour-Abgeordneten, in der BBC verteidigt.

Shah hatte den Labour-Stadtverordneten Mohammed Shabbir aus Bradforot beschäftigt, der behauptet haben soll, dass russisch-orthodoxe Juden am Sexhandel mit Frauen beteiligt seien. Er postete zudem auf Twitter vom „palästinensischen Holocaust“ im Gazastreifen. Andere muslimische Labour-Repräsentanten erklärten, sie hofften der Iran würde Atomwaffen einsetzen, um „Israel von der Landkarte zu wischen“ oder „Israel verhält sich wie die Nazis“ und „ohne meinen Helden Hitler hätten die Juden Palästina schon vor Jahren weggewischt; tut mir leid, aber so ist es nun mal“.

Es werden immer weitere antisemitische muslimische Vertreter der Labour Party bekannt. Einer der jüngsten Fälle ist Nasreen Khan. Sie wurde daraufhin von der Partei als mögliche Kandidatin für einen Sitz im Stadtrat von Bradford fallengelassen. Unter ihren Tweets der Vergangenheit befand sich dieser: „Was haben die Juden in dieser Welt schon Gutes getan?“.[7] Später entschuldigte sie sich.

Als ich vor mehr als eineinhalb Jahren die Aufmerksamkeit auf die unverhältnismäßig große und extreme Rolle von Muslimen bei antiisraelischer und antisemtischer Hetzte in der Labour Party lenkte, hatte das Thema keine wesentliche Aufmerksamkeit in der britischen Presse geweckt. Das hat sich nicht geändert. Es passt zum Wegsehen der Medien bei antiisraelischen und antisemitischen Einstellungen von Muslimen. Die Erfahrung andernorts zeigt, dass man die Veröffentlichung dieser Belege hinausschieben, aber nicht völlig unterdrücken kann. Umso mehr, als, auch wenn es nicht die Mehrheit der Muslime betrifft, das Schüren von Hass durch Muslime einen großen Anteil hat.

[1] Daniel Staetsky: Antisemitism in contemporary Great Britain: A study of attitudes towards Jews and Israel. Institute for Jewish Policy Research. September 2017. http://www.jpr.org.uk/documents/JPR.2017.Antisemitism_in_contemporary_Great_Britain.pdf

[2] Ebenda, S. 57. Zur Gesamtbevölkerung s. S. 34.

[3] Ebenda, S. 53

[4] Ebenda, S. 50

[5] Ebenda, S. 6

[6] https://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/18841

[7] http://www.thejc.com/news/uk-news/labour-drop-nasreen-khan-as-council-candidate-over-antisemitic-posts-1.448151

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Henryk Broder und die ewigen Antisemiten

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Malmö, die drittgrößte schwedische Stadt, wird von vielen Experten als Hauptstadt des zeitgenössischen europäischen Antisemitismus betrachtet. Ein paar wenige der vielen Aspekte, die diese Charakterisierung rechtfertigen, werden teilweise in einer neuen deutschen Dokumentation mit dem Titel „Der ewige Antisemit – Geschichte einer unerwiderten Liebe“ entlarvt. Sie wurde anlässlich des Jahrestages der Kristallnacht am späten Abend des 8. November im Bayrischen Fernsehen ausgestrahlt.[1]

Der Film folgt dem deutsch-jüdischen Autor Henryk Broder bei seiner Reise durch Deutschland, Frankreich und Schweden. Er wird oft von Hamad Abdel Samed begleitet, einem in Deutschland lebenden ägyptischen Publizisten (mit deutscher Staatsangehörigkeit). Mehrere Theologen der ägyptischen Muslimbruderschaft haben eine Fatwa ausgegeben, dass er wegen Ketzerei getötet werden muss. Im Film ist er mit Personenschützern der Polizei zu sehen.[2]

Bevor Broder und Abdel Samad nach Malmö kamen, hatten sie Termine mit dem Polizeichef und der Bürgermeisterin vereinbart, die in letzter Minute abgesagt wurden. Sie trafen den amerikanischen Rabbiner der jüdischen Gemeinde Stadt, Shneur Kesselman. Er erzählt ihnen, dass die schrumpfende Gemeinde in der Synagoge schusssichere Fenster installieren musste. Selbst das half nicht. Eine Bombe explodierte vor der Synagoge und eine weitere Bombe wurde in die Kapelle des jüdischen Friedhofs geworfen, die komplett zerstört wurde.

Der der Chabat-Bewegung angehörende Rabbiner sagt, er werde regelmäßig schikaniert, wenn er auf die Straße geht. Aus vorbeifahrenden Autos werden ihm Beleidigungen wie „Tod den Juden“ zugerufen. Er wird mit Gegenständen beworfen, darunter befanden sich schon ein Apfel, ein Feuerzeug, ein Glas und eine Flasche. Kesselman kam vor zwölf Jahren nach Malmö. Er sagt, hätte er die Realität der Juden in der Stadt gekannt, wäre er nicht gekommen, aber heute will er aus Loyalität gegenüber der schrumpfenden jüdischen Gemeinde nicht fortgehen.

Kesselman erwartet, das viele Kinder der Gemeindemitglieder Malmö verlassen werden. Vor ein paar Wochen, der Film war schon fertiggestellt, zerschmetterten Steine einmal mehr die Fenster der Synagoge. Bei dieser Gelegenheit sagte der ehemalige Vorsitzende der jüdischen Gemeinde gegenüber der Presse, dass die meisten Vorfälle von Muslimen oder Arabern verübt werden.[3]

Ein jüdischer Lehrer an einer öffentlichen Grundschule in einem problematischen Viertel Malmös wird ebenfalls interviewt. Er spricht von Schießereien im Viertel, manchmal mit tödlichen Folgen. Kinder aus anderen Klassen öffnen manchmal die Klassentüren und rufen ihm antisemitische Beleidigungen zu. Ein Elfjähriger schrie „Heil Hitler“. Die Schulleitung mag die antisemitischen Vorfälle nicht öffentlich machen; sie sagt: „Das sind nur Kinder.“

Bevor sie durch ein Viertel Malmös mit einer großen Zahl an Migranten fahren, warnt die Polizei die Filmemacher, dass sie das Auto nicht verlassen, nicht einmal anhalten sollten. Auf gut Deutsch übersetzt heißt das: „Das ist ein muslimisches Ghetto, in dem die Polizei die Kontrolle verloren hat.“ Die Filmemacher verwenden durchweg das Wort „Migranten“, während der Zuschauer selbst begreifen muss, dass sie Muslime meinen. Dieser Teil der Dokumentation ist ein direkte Anklage der progressiven Behörden in Malmö und vielen anderen schwedischen Städten.

In Deutschland besuchen Broder und Abdel-Samad einen jüdischen Restaurant-Besitzer – einen irakischen Juden – in München. Dieser erzählt ihnen, dass er vor kurzem sein zweites Restaurant schließen musste. Er sieht sich oft antisemitischen Beleidigungen und Schikanen ausgesetzt, die von Deutschen ausgehen. Die Filmemacher besuchen Naumburg in Sachsen-Anhalt. Dort treffen sie einen Holocaust-Leugner, der ihnen erzählt, dass es in Auschwitz keine Gaskammern gab.

Der Interviewpartner ist sozialdemokratischer Bürgermeister eines Dorfes gewesen. Er wechselte später zur Neonazi-Partei NPD. Nachdem er erklärte, der Holocaust sei ein Mythos, wurde er in zwei Instanzen vor Gericht wegen Holocaustleugnung verurteilt. Das Oberlandesgericht Naumburg sprach ihn dann frei.

In Hildesheim wird eine Diskussion über extrem antisemitisches Material gegen Israel gezeigt, das in ein Seminar an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) eingefügt wurde. Von einem Podiumsmitglied werden ein paar Beispielbilder gezeigt, die Israel mit den Nazis gleichsetzen. Die Hochschulrektorin sagt, sie sei nicht überzeugt, dass das Seminar Antisemitisches beinhaltete. Broder kommentiert, dass die Nazis wussten, wie sie einen Juden definieren, aber heute Deutsche Probleme haben Antisemitismus zu definieren. In Köln wird eine Kunstmesse besucht, auf der ein Bild je nach Blickwinkel ein Hakenkreuz oder einen Davidstern zeigt. Die Messe findet in einem Gebäude statt, aus dem Juden und andere während des Krieges in Vernichtungslager geschickt wurden.

In Frankreich wird das alte Pariser Viertel um die Rue des Rosiers besucht. Die Gedenktafel des früheren Restaurants Goldenberg wird an einer Wand gezeigt. 1982 töteten Palästinenser sechs Gäste und verletzten 22 weitere. Schwer bewaffnete Soldaten patrouillieren das Viertel.

Der Film wurde von Broder und Joachim Schneider gemacht. Ein anderer von Letzterem erstellter Film, „Auserwählt und ausgegrenzt – der Hass auf Juden in Europa“, wurde im Frühjahr diesen Jahres vom deutsch-französischen Fernsehsender Arte zensiert, der ihn in Auftrag gegeben hatte. Später wurde er vom WDR gezeigt, der den Film verstümmelte, indem viele kritischen Anmerkungen in ihn eingearbeitet wurden.

Schließlich versucht Broder zu analysieren, was in Europa geschieht. Er diskutiert dies mit einem Freund, dem niederländisch-jüdischen Schriftsteller Leon de Winter. Da sie den Antisemitismus nicht erklären können, kommt de Winter zu dem Schluss, dass in der Vergangenheit niemand mehr Liebe für Europa hatte als die Juden. Diese Liebe wurde nicht erwidert. Er glaubt, dass jetzt die letzte Phase der Existenz der Juden in Europa angebrochen ist. De Winter prognostiziert, dass das europäische Judentum in 40 bis 50 Jahren verschwunden sein wird. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten.

Derzeit gibt es Broders und Schröders Film nur auf Deutsch. Englische und französische Untertitel würden ihn einem weit größeren Publikum zugänglich machen.

[1] http://www.br.de/mediathek/video/dox-der-dokumentarfilm-der-ewige-antisemit-av:59cb7a607460e90012ceaeb7?t=1m7s

[2] http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/28/hamed-abdel-samad-rettung

[3] http://jewishnews.timesofisrael.com/stones-shatter-window-of-synagogue-in-sweden/

Zum Judenhass in Europa

vgl. auch: http://www.verteidigt-israel.de/Zum%20Judenha%DF%20in%20Europa.htm

Ein französisches Gericht wies am 20. November 2002 eine Klage ab, den Verkauf von Oriana Fallacis Bestsellerbuch „Die Wut und der Stolz“ zu verbieten, von dem Kritiker sagen, es schüre Hass gegen Muslime. Die 73-jährige Oriana Fallaci ist eine ehemalige Widerstandkämpferin gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg und Kriegsberichterstatterin, die besonders für ihre kompromisslosen Interviews mit Politikern der ganzen Welt bekannt ist.

Oriana Fallaci ist seit Jahrzehnten die berühmteste Journalistin in Europa. Am 17. April 2002 hat sie in der italienischen Zeitschrift „Panorama“ folgenden, sehr polemischen Artikel veröffentlicht, gerichtet gegen die Einseitigkeit, mit der der israelisch-palästinensische Konflikt in den Medien und der Öffentlichkeit in Europa betrachtet wird, was zu einer neuen, gefährlichen Welle von Antisemitismus geführt hat.

Auf Englisch erschien der Artikel mehrfach bei renommierten Zeitschriften, u.a. auch am 3.12.02 im Frontpage Magazine. Deutsche Übersetzungen von Fallacis Artikel sind in Auszügen auf mehreren Internetseiten zu finden, die vollständigste unter der oben angeführten URL von verteidigt-israel.de. All diese Artikel waren unvollständig oder enthielten sprachliche Fehler. Daher habe ich mir die Freiheit genommen, anhand der mir vorliegenden englischen Texte die bisherigen Übersetzungen zu ergänzen und (meines Erachtens) zu verbessern. – heplev

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Ich finde es beschämend, dass es in Italien eine Prozession von als Selbstmordattentätern angezogenen Leuten geben kann, die wüste Beschimpfungen gegen Israel ausstoßen, Bilder von führenden israelischen Personen tragen, auf deren Stirn sie das Hakenkreuz gemalt haben, die Menschen aufhetzen die Juden zu hassen. Und die ihre eigene Mutter in einen Harem verkaufen würden, um die Juden erneut in Vernichtungslagern zu sehen, in den Gaskammern, in den Öfen von Dachau und Mauthausen und Buchenwald und Bergen-Belsen, und so weiter.

Ich finde es beschämend, dass die Katholische Kirche es einem Bischof, der sogar eine Wohnung im Vatikan hat, einem heiligen Mann, der in Jerusalem mit einem Arsenal von Waffen und Sprengstoff ertappt wurde, der Geheimfächern seines heiligen Mercedes versteckt war, dass sie es diesem Mann erlaubt an dieser Prozession teilzunehmen und sich vor dem Mikrophon zu stellen und im Namen Gottes den Selbstmordattentätern zu danken, die die Juden in Pizzerien und Supermärkten töten. Diese als Märtyrer zu bezeichnen, „die in den Tod gehen wie auf eine Party“.

Ich finde es beschämend, dass sie in Frankreich, dem Frankreich von „Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit“, Synagogen niederbrennen, Juden terrorisieren und ihre Friedhöfe schänden. Ich finde es beschämend, dass die Jugendlichen in Holland und Deutschland und Dänemark mit der Kaffieh paradieren, so wie Mussolinis Avantgarde mit dem Knüppel und den faschistischen Abzeichen herumstolzierten.

Ich finde es beschämend, dass an fast allen Universitäten Europas palästinensische Studenten Antisemitismus nähren und fördern. Dass man in Schweden gefordert hat, dass der Friedensnobelpreis, der Shimon Peres 1994 verliehen wurde, zurückgenommen werde und man diesen der Taube mit dem Olivenzweig – also Arafat – allein zugespricht.

Ich finde es beschämend, dass die ehrwürdigen Mitglieder des Komitees, einem Komitee, das (allem Anschein nach) eher politische Couleur als Verdienste in Betracht zieht, eine solche Forderung überhaupt in Betracht ziehen und sogar eine Antwort darauf formulieren. In der Hölle ehrt der Nobelpreis den, der ihn nicht erhalten hat.

Ich finde es beschämend (wir sind zurück in Italien), dass staatliche Fernsehsender zum wieder auflebenden Antisemitismus beitragen, indem sie Tränen nur für die palästinensischen Toten vergießen während sie gleichzeitig die israelischen Toten herunterspielen und diese in unwilligem Ton unter den Teppich kehren. Ich finde es beschämend, dass sie in ihren Debatten die respektvollen Gastgeber spielen für Halunken mit Turban oder Keffieh, die gestern Hymnen über das Massaker in New York sangen und heute Hymnen über das Abschlachten in Jerusalem, in Haifa, in Netanya, in Tel Aviv singen.

Ich finde es beschämend, dass die Presse dasselbe tut, dass sie darüber empört, dass israelische Panzer die Geburtskirche in Bethlehem belagern, aber nicht darüber empört, weil in derselben Kirche 200 palästinensische Terroristen, schwer bewaffnet mit Maschinengewehren, Munition und Sprengstoff (unter ihnen sind auch verschiedene Führer der Hamas und der al-Aqsa-Brigaden), nicht unwillkommene Gäste der Mönche sind (die dann Mineralwasserflaschen und Honigkrüge von den Soldaten genau jener Panzer entgegennehmen).

Ich finde es beschämend, dass angesichts der Zahl der seit Beginn der zweiten Intifada getöteten Israelis (412) eine angesehene Tageszeitung es angemessen fand mit Großbuchstaben zu unterstreichen, dass mehr Menschen [in Israel] durch Autounfälle umkommen (600 im Jahr).

Ich finde es beschämend, dass der „Osservattore Romano“, die Zeitung des Papstes – ein Papst der vor nicht allzu langer Zeit in der Klagemauer einen Entschuldigungsbrief an die Juden hinterließ – ein Volk des Vernichtungskrieges beschuldigt, das millionenfach von Christen, von Europäern, vernichtet wurde. Ich finde es beschämend, dass diese Zeitung den Überlebenden jenes Volkes (Überlebende, die immer noch ihre auf den Arm tätowierte Nummer tragen) das Recht abstreitet zu reagieren, sich zu verteidigen, sich nicht erneut ausrotten zu lassen.

Ich finde es beschämend, dass im Namen von Jesus Christus (einem Juden, ohne den sie alle arbeitslos wären), die Priester unserer Gemeinden oder Sozialzentren oder was auch immer sie sind, ungeniert flirten mit den Mördern jener Menschen in Jerusalem, die nicht zum Essen ausgehen können, sich keine Pizza oder einen Karton Eier kaufen können, ohne in die Luft gesprengt zu werden.

Ich finde es beschämend, dass sie sich auf die Seite genau derjenigen stellen, die den Terrorismus begonnen haben, uns an Bord der Flugzeuge, auf den Flughäfen, bei Olympischen Spielen, töten und die sich heute damit unterhalten westliche Journalisten töten. Indem sie sie erschießen, entführen, ihnen die Kehle durchschneiden, sie enthaupten. (Es gibt jemanden in Italien, der seit der Veröffentlichung von „Die Wut und der Stolz“ dasselbe gerne bei mir tun würde. Er zitiert Verse aus dem Koran und ruft seine „Brüder“ in den Moscheen und in der Islamischen Gemeinde auf, mich zu züchtigen. Mich zu töten. Oder eher mit mir zusammen zu sterben. Da er jemand ist, der gut Englisch spricht, werde ich ihm auf Englisch antworten: „F… you.“)

Ich finde es beschämend, dass fast die gesamte Linke, jene Linke die es vor 20 Jahren einem ihrer Gewerkschaftsparadeure erlaubte (im Stil einer Mafia-Warnung) einen Sarg vor der Synagoge von Rom zu platzieren, den Beitrag der Juden im Kampf gegen den Faschismus vergisst. Ein Kampf, der auch von Carlo und Mello Rossini geführt wurde, von Leone Ginzburg, von Umberto Terracini, von Leo Valiani, von Emilio Sereni, von Frauen wie meine Freundin Anna Maria Enriques Agnoletti, die am 12. Juni 1944 in Florenz erschossen wurde, von 75 der insgesamt 335 Menschen, die in der Fosse Ardeatine getötet wurden, von den unzähligen anderen unter Folter oder im Kampf oder durch Erschießungskommandos Getöteten. (Die Kameraden, die Lehrer meiner Kindheit und meiner Jugend).

Ich finde es beschämend, dass teilweise durch die Schuld der Linken – oder eher hauptsächlich durch die Schuld der Linken (denken Sie an die Linke, die ihre Parteitage eröffnet, indem sie dem PLO- Vertreter Beifall spendet, dem Anführer der Palästinenser in Italien, die die Vernichtung Israels wollen) -Juden in italienischen Städten wieder einmal Angst haben. Und in französischen Städten und in holländischen Städten und deutschen Städten und dänischen Städten ist es genauso. Ich finde es beschämend, dass Juden zittern, angesichts des Vorbeizugs von als Selbstmordattentätern angezogenen Halunken, so wie sie in der Kristallnacht zitterten, der Nacht in der Hitler die Jagd auf die Juden frei gab.

Ich finde es beschämend, dass in Gehorsam gegenüber der dummen, abscheulichen, unaufrichtigen und für sie extrem vorteilhaften Political Correctness die gewöhnlichen Opportunisten – oder, besser gesagt: die gewöhnlichen Schmarotzer – den Begriff Frieden ausnutzen. Dass in Namen des Wortes „Frieden“, das inzwischen noch verkommener ist als die Worte „Liebe“ und „Menschlichkeit“, sie lediglich einer Seite für ihre Hass und ihre Bestialtität die Absolution erteilen. Dass im Namen eines Pazifismus (soll heißen: Konformismus), der an die singenden Grillen und Possenreißer abgegeben wurde, die Pol Pots Füße zu küssen gewohnt waren, Menschen von ihnen aufgehetzt werden, die verwirrt oder genial oder eingeschüchtert sind. Dass sie sie austricksen, sie korrumpieren, sie um ein halbes Jahrhundert zurückwerfen in die Zeit des gelben Sterns auf dem Mantel. Diese Scharlatane, die sich genauso viel um die Palästinenser scheren, wie ich mich um die Scharlatane schere. Nämlich überhaupt nicht.

Ich finde es beschämend, dass sich viele Italiener und viele Europäer als ihren Flaggenträger den Herrn – so soll es höflich gesagt sein – Arafat ausgesucht haben. Diese Null, die Dank des Geldes der saudischen Königsfamilie den Mussolini ad perpetuum spielen kann und in seiner Megalomanie glaubt, er würde als der George Washington von Palästina eingehen. Dieser ungrammatikalische Schuft, der, als ich ihn interviewte, unfähig war einen vollständigen Satz zusammen zu bekommen, ein artikuliertes Gespräch zu führen. Das zusammenzufügen, es zu schreiben, zu veröffentlichen, kostete mich enorme Mühe und ich gelangte zu der Schlussfolgerung, dass sich im Vergleich zu ihm sogar Ghaddafi wie Leonardo da Vinci anhört. Dieser falsche Krieger, der immer wie Pinochet in Uniform herum läuft, nie Zivil trägt und doch trotz allem nie an einer Schlacht teilgenommen hat. Krieg ist etwas, wohin er andere an seiner Stelle schickt, immer geschickt hat. Das sind die armen Seelen, die an ihn glauben. Dieser aufgeblasene Inkompetente, der das Staatsoberhaupt spielt, verursachte das Scheitern der Camp David-Verhandlungen, Clintons Vermittlung. Nein-nein-ich-will-Jerusalem-für-mich-allein. Dieser ewige Lügner, der nur dann einen Moment aufrichtig ist, wenn er – ganz privat – Israel das Existenzreicht verweigert und der, wie ich in meinem Buch sage, alle fünf Minuten sich selbst widerspricht. Er spielt immer ein doppeltes Spiel, lügt selbst, wenn man ihn fragt, wie spät es ist, so dass man ihm niemals trauen kann. Nie! Von ihm wird man immer systematisch betrogen. Dieser ewige Terrorist, der nur das eine kann: ein Terrorist zu sein (während er immer in Sicherheit bleibt) und der während der 70-er Jahre, als ich ihn interviewte, sogar die Terroristen der Baader-Meinhof-Gruppe ausbildete. Und mit ihnen 10-jährige Kinder. Arme Kinder. (heute bildet er sie dazu aus Selbstmordbomber zu werden. Einhundert Baby-Selbstmordbomber werden gerade gemacht: 100!). Dieser Wendehals, der seine Frau in Paris leben lässt, die wie eine Königin bedient und verehrt wird, und sein Volk im Elend hält. Er holt sie nur aus dem Dreck, um sie in den Tod zu schicken, um zu töten und zu sterben, so wie die 18-jährigen Mädchen, die sich mit dem Schicksal ihrer Opfer die Gleichberechtigung verdienen. Und trotzdem lieben ihn viele Italiener, tatsächlich. So, wie sie Mussolini liebten. Und viele andere Europäer tun dasselbe.

Ich finde es beschämend und ich sehe in all dem das Aufkommen eines neuen Faschismus, eines neuen Nazismus. Ein Faschismus, ein Nazismus, der noch grausamer und widerlicher ist, weil er von jenen betrieben und gefördert wird, die scheinheilig als Gutmenschen, Progressive, Kommunisten, Pazifisten, Katholiken oder eher Christen posieren und die die Frechheit haben, jeden, der, wie ich, die Wahrheit hinausschreien, als Kriegshetzer abzustempeln. Ich sehe es, ja, und ich sage dazu das Folgende: Ich bin nie sanft gegenüber der tragischen und shakespeareschen Figur Sharon gewesen („Ich weiß, Sie sind gekommen, um sich einen weiteren Skalp für Ihren Gürtel zu holen“, murmelte er, beinahe traurig, als ich 1982 zu einem Interview mit ihm ging.) Ich habe oft Meinungsverschiedenheiten mit den Israelis gehabt, hässliche, und in der Vergangenheit habe ich die Palästinenser sehr oft in Schutz genommen. Vielleicht mehr, als sie es verdienten. Aber ich bin auf der Seite Israels, ich bin auf der Seite der Juden. Ich bin auf ihrer Seite, so wie ich es als junges Mädchen in der Zeit war, als ich mit ihnen zusammen kämpfte und als die Anna Marias erschossen wurden. Ich verteidige ihr Recht zu existieren, sich zu verteidigen, sich nicht ein zweites Mal vernichten zu lassen. Und vom Antisemitismus vieler Italiener, vieler Europäer angewidert, bin ich beschämt von dieser Schande, die mein Land und Europa entehrt. Das ist bestenfalls keine Gemeinschaft von Staaten, sondern eine Truppe vieler Pontius Pilati. Und selbst, wenn alle Bewohner dieses Planeten anders denken sollten, würde ich weiter so denken.

Nennen wir es beim Namen: Eine globale antisemitische Welle

Tzemach News Service, 20. Juli 2002 (per E-Mail)

Seit mehr als einem Jahr sind die französischen Juden das Ziel hunderter gewalttätiger Attacken, die meist von muslimischen Immigranten ausgelöst werden. Synagogen sind abgebrannt worden, Friedhöfe entweiht und Juden wurden auf der Straße geschlagen. Trotzdem leugnet die französische Regierung weiterhin, dass Frankreich ein Antisemitismus-Problem hat. Diese Woche breitete sich das Verleugnungssyndrom nach Toronto aus, wo Skinheads einen Juden vor einer koscheren Pizzeria erstachen. Trotz der Tatsache, dass das ultraorthodoxe Opfer leicht als Jude erkennbar war, verkündete die Polizei von Toronto schnell, dass der Angriff kein Hass-Verbrechen zu sein scheint. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein mordbereiter Skinhead ohne Tötungsvorsatz in ein ultraorthodoxes Viertel wandert, ist ungefähr so groß, wie die, dass ein bewaffneter muslimischer Fanatiker einfach so das Feuer auf einen Schalter der nationalen Luftfahrtgesellschaft Israels eröffnet. Die Unfähigkeit der Ordnungsbehörden ein Motiv zu finden für die Beschuss einer Menge Juden am Los Angeles International Airport am 4. Juli durch einen muslimischen Extremisten, der Juden hasste und Israel beschuldigte, absichtlich Araber mit AIDS zu infizieren, ist kaum ein vereinzeltes Beispiel für Dummheit und Selbsttäuschung. Es ist Teil eines weltweiten Musters der Verleugnung als Antwort auf zunehmend tödlichen Judenhass. Diese Woche wurden in Karachi die Mörder des Wall Street Journal-Reporters Daniel Pearl verurteilt. Das ist eine Erinnerung daran, wie dieses Muster der Selbsttäuschung wirkt. Bevor er enthauptet wurde, zwangen seine Entführer ihn in die Videokamera zu sprechen: „Ich bin ein Jude, meine Mutter ist Jüdin.“ Trotzdem konzentriert sich die Berichterstattung über Pearls Hinrichtung auf Pearl, den amerikanischen Journalisten, als wäre sein Jude sein ein zufälliges Element seiner Ermordung. In den letzten zwei Jahren wird die arabische Welt zunehmend von regierungs-initiiertem Judenhass dominiert. Die offizielle Presse von Ägypten bis Saudi Arabien – ganz zu schweigen von Syrien und dem Irak – veröffentlicht die abscheulichsten und diskreditierten antisemitischen Verleumdungen wie die mittelalterliche Verleumdung, dass die Juden Blut für rituelle Bräuche benutzen. Aber von der Welt ist dem erstaunlichen Phänomen wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden, dass eine große Zivilisation sich selbst mit Hass und Lügen ihre Grundlagen entzieht. Wir werden nicht in der Lage sein, die Krankheit zu behandeln ohne sie richtig zu diagnostizieren. Ihr Name ist Judenhass, auch wenn mancher darauf besteht, sie alles andere zu nennen, nur nicht das, was sie ist.

Kolumnistin der Regierungszeitung Al-Ahram an Hitler: „Hättest du es bloß getan, Bruder“

MEMRI, Special Dispatch Nr. 375, 2. Mai 2002

Die folgenden Auszüge eines Artikels von Fatma Abdallah Mahmoud trug den Titel: „Verflucht in alle Ewigkeit“ und erschien kürzlich in der regierungseigenen Zeitung Al-Akhbar:

Sie sind im Himmel und auf Erden verflucht. Sie sind verflucht von dem Tag an, als die menschliche Rasse geschaffen wurde und von dem Tag an, als ihre Mütter sie gebaren. Sie sind auch deshalb verflucht, weil sie die Propheten ermordeten. Sie ermordeten den Propheten Johannes den Täufer und servierten seinen Kopf auf einem goldenen Tablett der Sängerin und Tänzerin Salome. Allah verfluchte sie auch mit tausend Flüchen, als sie seinen Worten der Wahrheit widersprachen und sich ihnen entgegen stellten, täuschten den Propheten Moses und verehrten das goldene Kalb, das sie mit eigener Hand schufen!

Diese Verfluchten sind eine Katastrophe für die menschliche Rasse. Sie sind der Virus der Generation, bis zum Jüngsten Tag zu einem Leben in Erniedrigung und Erbärmlichkeit verdammt. Sie sind auch verflucht, weil sie wiederholt versuchten, dem Propheten Mohammed zu ermorden. Sie warfen einen Stein nach ihm, verfehlten ihn aber. Ein anderes Mal versuchten sie Gift in sein Essen zu mischen, aber die Vorsehung rettete ihn vor ihrem Verrat und ihren Verbrechen. Allah verfluchte sie, als sie die kriminellen Massaker an den friedvollen Palästinensern in Sabra und Schatila verübten.

Sie sind verflucht, sie, ihre Väter und ihre Vorväter… bis zum Tag des Gerichts, denn sie stürmten mit ihren verunreinigten, ekligen Füßen in die Al Aksa-Moschee und verletzten ihre Heiligkeit.

Schließlich sind sie grundsätzlich verflucht, weil sie eine Plage der Generation und das Bakterium aller Zeiten sind. Ihre Geschichte war und wird immer von Verrat, Falschheit und Lüge befleckt sein. Das beweisen geschichtliche Dokumente.

Daher sind die Juden verflucht – die Juden unserer Zeit, diejenigen, die ihnen voran gingen und diejenigen, die nach ihnen kommen werden, wenn es überhaupt nach ihnen Juden geben wird.

In Bezug auf den Betrug des Holocaust… Viele französische Studien haben bewiesen, dass er nichts als eine Erfindung ist, eine Lüge und ein Betrug! Das heißt, er ist eine gestellte Szene, ein sorgfältig ausgearbeiteter Komplott, der verschiedene gefälschte Fotos ohne jeden Zusammenhang zur Wahrheit benutzt. Ja, es ist ein Film, nicht mehr und nicht weniger. Hitler selbst, den sie den Nazismus anklagen, ist in meinen Augen nicht mehr als eine anspruchsloser „Schüler“ in der Welt des Mordes und des Blutvergießens. Bezüglich der Anklage, sie in der Hölle seines falschen Holocaust gebraten zu haben, ist er völlig unschuldig!!

Die ganze Sache ist – wie viele französische und britische Wissenschaftler und Forscher bewiesen haben – nichts als eine riesiges israelisches Komplott, mit dem die europäischen Länder im Allgemeinen und die deutsche Regierung im Besonderen ausgeplündert werden sollen. Aber ich, persönlich und im Licht dieser eingebildeten Geschichte, beschwere mich bei Hitler und sage ihm aus tiefstem Herzen: „Hättest du es bloß getan, Bruder, wäre es nur wirklich passiert, so dass die Welt erleichtert aufseufzen könnte, ohne ihren [der Juden] Boshaftigkeit und Sünde.“

Seit ihrer Geburt haben die Juden Hass und Feindschaft gegen den Islam und die Muslime aufgestaut. Sie haben Muslimen immer Fallen gestellt, Verschwörungen und Verbrechen gegen sie geplant und sich auf die Seite ihrer Feinde und Besatzer geschlagen…

Sie haben immer versucht, alles Aufrichtige und Schöne zu verdrehen und entstellen!! Im Grunde sind die ein Muster der moralischen Hässlichkeit, Verfälschung und Herabwürdigung. Wenn nur Allah sie weiter und weiter verfluchen würde, bis zum Ende aller Generationen. Amen.

Al-Akhbar (Ägypten), 29. April 2002

Das Schwert und das Hakenkreuz

Nissan Ratzlav-Katz, Israel National News, 21. März 2003

Die modernen Kommunikationsmittel und die wichtige Arbeit von Organisationen wie dem Middle East Media Research Institute (MEMRI) haben uns eine Sicht auf den gewalttätigen Antisemitismus geliefert, der einen großen Teil der arabischen Welt motiviert. Was vor Kurzem – vor dem Krieg – aus einer irakischen Moschee übertragen wurde, ist nur in seiner dramatischen Qualität neu; trotzdem lässt einem das Zuschauen kalte Schauer den Rücken hinunter laufen. Es ist stark genug, den Zuschauer in die Straßen Deutschlands vor dem Zweiten Weltkrieg zurückzuversetzen, als Adolph Hitler tausende spontanter „Heil Hitler“-Rufe weckte; oder in ein osteuropäisches jüdisches Dorf vor 150 Jahren, in dem bei einem Pogrom gewütet wurde.

Der religiöse muslimische Führer – der Imam – steht vor einer überfüllten, zentralen Moschee. Er beginnt eine Standard-Tirade gegen Amerika, sein Ton und seine Stimme heben sich langsam. Dann nennt er – fast heimlich – „die Juden“ und poltert gegen sie, wobei er immer lebhafter wird. Seine Arme zittern, als er sich auf das stützt, was sein Stock zu sein scheint; er ruft die Muslime auf, gegen die Amerikaner und die Juden in die Schlacht zu ziehen. Er zitiert aus den Hadithen (den mündlichen Traditionen, die Mohammed oder seinen Nachfolgern zugeschrieben werden) und sagt: „[Der Tag wird kommen, da] wird ein Stein sagen: ‚Oh Muslim! Da ist ein Jude hinter mir! Komm, schneide ihm den Kopf ab!‘“ Damit zieht er plötzlich ein langes Schwert aus seiner „Stock“-Schwertscheide, schlägt wild damit durch die Luft und skandiert: „Oh Juden! Allahu Akbar! Allahu Akbar!“ (Allah ist groß) Die aufgebrachten Beter in der Moschee skandieren spontan und donnernd mit dem das Schwert schwingenden Imam: „Allahu Akbar! Allahu Akbar!“

Nachdem dieses beängstigende Bild nachließ, wurde es schnell von einem anderen ersetzt, das in gewissem Maße weitaus mehr Besorgnis erregend war. In Frankreich schwenkten Marschierende in einer der massiven Kundgebungen, die angeblich gegen den Krieg gegen die Diktatur Saddam Husseins protestieren, ein Banner, das unter einzigartig grotesken antiamerikanischen Darstellungen einen Davidstern mit einem Hakenkreuz im Zentrum zeigte. Wenn „Friedensdemonstranten“ statt den Schwert schwingenden Imam und seine Kollegen im gesamten Nahen Osten die Juden als die neuen Nazis darstellen, dann ist damit eine historische Perversion verbunden.

Inzwischen skandierten in England Muslime und andere „Tod Israel!“, während sie neben normalen linken Politikern gegen den von den USA geführten Krieg gegen den Irak marschierten. Die linken britischen Politiker verschlossen vermutlich die Augen gegenüber ihren Mit-Peaceniks; vielleicht war es ihnen auch irgendwie egal – oder schlimmer. In der Vergangenheit diente westlich-intellektueller Judenhass – getarnt als Antizionismus – dazu, tief sitzenden, blutrünstigen Hass zu legitimieren und zu beschönigen, der in der arabischen Welt gefördert und betrieben wird. Inzwischen gibt es selbst die Grenze zwischen verweichlichtem, intellektuellen Hass und der alt hergebrachten, barbarischen Variante nicht mehr.

Der öffentliche Bereich der arabischen Welt fördert Antisemitismus, Hass gegen den Westen und ungezügelte Gewalt. Freitagspredigten in der arabischen Welt beinhalten regelmäßig Variationen des inbrünstigen Gebets, das vor nicht allzu langer Zeit von einem Imam aus Qatar geäußert wurde: „O Allah, vernichte die aggressiven, die verräterischen Juden. O Allah, vernichte die aggressiven Amerikaner. O Allah, vernichte die fanatischen Heiden. O Allah, vernichte die tyrannischen Kreuzfahrer.“ Die arabischen Medien im gesamten Nahen Osten senden regelmäßig Aufrufe zur Vernichtung der Juden, fördern Ritualmord-Vorwürfe, unterstützen Terrorismus und verbreiten religiöse Hetze.

In der Tat, könnte man argumentieren, gibt es keinen Unterschied zwischen dem Großteil der heutigen arabischen Welt – in all ihren verschiedenen diktatorischen Inkarnationen – und dem deutschen Staat unter Adolf Hitler. Lesen Sie das sorgfältig noch einmal. Es gibt – bezüglich des mörderischen Antisemitismus, bezüglich des Totalitarismus, bezüglich der paranoiden Sicht auf die Welt draußen – zwischen dem Großteil der heutigen arabischen Welt und Europa unter dem Dritten Reich keinen Unterschied. Es ist kein Zufall, dass Hitlers „Mein Kampf“ sich im gesamten Nahen und Mittleren Osten so gut verkauft; Nazi-Deutschlands Kampf ist heute durch einen arabischen Jihad ersetzt worden. Und wieder einmal wird er gegen die Juden geführt.

„Ich glaube, dass ich im Einvernehmen mit dem Willen des allmächtigen Schöpfers handle. Indem ich gegen die Juden kämpfe, kämpfe ich für das Werk des Herrn“, schrieb Hitler. Gleichermaßen sagt die Verfassung der Hamas, dass arabisch-islamische Gruppen „am besten ausgerüstet sind für ihre zukünftige Rolle im Kampf gegen die kriegstreibenden Juden“. Weniger verdächtige Jihad-Enthusiasten schreiben davon, gelegentlich „mit den Schädeln der Juden an die Kirchentüren zu klopfen“.

All das heißt nicht, dass jeder Araber ein Nazi ist, aber auch nicht jeder Deutsche war ein Nazi; und trotzdem bombardierten, verbrannten und besetzten die Alliierten den deutschen Staat, denn nur auf diese Weise konnte die Bösartigkeit des Nationalsozialismus entscheidend aus Europa ausgerottet werden. In der arabischen Welt ist die Eliminierung von Regimen wie dem Saddam Husseins oder Yassir Arafats erst der erste Schritt hin auf eine ähnlich entscheidende Entnazifizierung.

Die unterdrückte Antisemitismus-Dokumentation aus historischer Perspektive

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die anfangs von dem öffentlich-rechtlichen und von der EU subventionierten, deutsch-französischen Fernsehsender arte unterdrückte Dokumentation über europäischen Antisemitismus passt durchaus in eine lang andauernde europäische Geschichte des Verbergens von Informationen über Antisemitismus und diejenigen, die ihn begehen. Drei extreme solche Fälle seit Beginn dieses Jahrhunderts, die unten diskutiert werden, veranschaulichen ein weit allgemeineres Phänomen.

Nach Beginn der zweiten palästinensischen Intifada im Herbst 2000 gab es in Westeuropa einen großen Ausbruch von Antisemitismus. Das erste Land, in dem sich das manifestierte, war Frankreich. Viele der gewalttätigen antisemitischen Vorfälle waren von Muslimen verursacht. Die damalige sozialistische Regierung von Premierminister Lionel Jospin wollte die Tatsachen nicht eingestehen, ganz zu schweigen davon die Gemeinschaft der Haupttäter zu identifizieren.

Der französische Soziologe Shmuel Trigano berichtete, dass antisemitische Gewalt mehrere Monate lang weitgehend weder von der Presse noch von den Behörden berichtet wurde. Die Polizei stufte die Vorfälle als „Rowdytum“ ein.[1] Wir können heute nachvollziehen, dass in diesen Jahren die mentale Infrastruktur für die beträchtliche Emigration französischer Juden während der letzten Jahre geschaffen wurde.

Ein weiterer wichtiger Fall, der dieselbe „Politik des Versteckens der Wahrheit“ verdeutlicht, ereignete sich, als das Europäische Beobachtungszentrum für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) – eine Organisation der EU – 2002 die damals 15 EU-Mitgliedstaaten aufforderte antisemitische Gewalt und Ansichten zu melden. Die von der EUMC abgerufenen Informationen wurden an das ZfA weitergeleitet, das Zentrum für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin; es hatte den Auftrag die Daten zu analysieren.

Die amerikanische Forscherin Amy Elman analysierte in ihrem Buch The European Union, anti-Semitism and the Politics of Denial[2], wie dieses Thema sich entwickelte. Sie sagte in einem Interview: „Das ZfA vollendete seinen Bericht im Oktober 2003. Es stellte fest, dass gewalttätige Angriffe auf Juden oft aus ansteckendem Antizionismus des gesamten politischen Spektrums entstanden. Darüber hinaus ermittelte es junge Muslime arabischer Herkunft als Haupttäter physischer Angriffe auf Juden sowie der Schändung und Zerstörung von Synagogen. Viele waren selbst Opfer von Rassismus und sozialer Ausgrenzung.“[3]

Die EUMC entschied sich den Bericht des ZfA nicht zu veröffentlichen. Es wurde behauptet, dass er nicht zur Veröffentlichung vorgesehen war. Das ZfA reagierte damit, dass die regelmäßige Erwähnung muslimischer Täter von Antisemitismus und antizionistischen Angriffen das war, was die EUMC verschreckte. Das ZfA machte zudem öffentlich, dass die EUMC wiederholt dazu gefordert hatte die Befunde zu ändern, was es abgelehnte.

Dieses Ausrangieren des Berichts und die Reaktion des ZfA führten zu einem Skandal. Der World Jewish Congress veröffentlichte schließlich den unveränderten ZfA-Bericht im Internet. Im April 2004 gab die EUMC eine ausführlichere Studie zu Antisemitismus aus, der weitgehend auf dem ZfA-Bericht gründete. Obwohl er länger war, erwähnte er kaum irgendwelche Täter, womit die vielen Fälle muslimischen und linken Antisemitismus versteckt wurden.[4]

2012 wurde von Israels Fernsehsender Kanal 10 eine vierteilige Sendung namens Allah-islam, die Verbreitung des Islam in Europa ausgestrahlt. Der israelische Journalist Zvi Yehezkeli gab sich in Europa als Palästinenser aus. Er filmte die muslimischen Ghettos in einer Reihe europäischer Länder. Die Sendung konzentrierte sich auf Gewalt, Drogen und Waffenbesitz sowie andere kriminelle Aktivitäten, die in Teilen der muslimischen Gemeinschaften vorkommen.

Yehezkeli erwähnte den religiösen Fanatismus, die Einschüchterung von Muslimen mit anderer Meinung, die Diskriminierung von Frauen und Ehrenmorde. Er widmete auch dem weit verbreiteten Antisemitismus in diesen Gemeinschaften Aufmerksamkeit. Die seltenen europäischen Fernsehsendungen, die solche Themen diskutierten, behandelten in der Regel ein paar wenige bestimmte Probleme mit Bezug auf muslimische Gemeinschaften in einem einzelnen Land.

Nachdem von Kanal 10 die gesamte Serie ausgestrahlt worden war, kam ein belgischer Journalist, um mich dazu zu interviewen. Meine erste Reaktion war, dass in den Jahren davor solche Dokumentationen von einer Vielzahl von Sendern in europäischen Ländern hätten erstellt werden sollen. Dann wäre es logisch gewesen, wenn Kanal 10 eine davon gekauft, hebräische Untertitel eingefügt und diese gesendet hätte. Ich vermerkte, dass es bezeichnend sei, dass Kanal 10, da es keine solchen Sendungen gab, keine andere Wahl gehabt hatte, als beträchtliche Geldsummen in die Produktion der eigenen Serie zu stecken.

Ich sagte auch, die Tatsache, dass von europäischen Sendern keine solchen Dokumentationen erstellt wurden, zeigte, dass viele problematische Fragen mit Teilen der muslimischen Gemeinschaften unter den Teppich gekehrt würden. Der Interviewer stimmte mir zu. Er fügte an, dass seinen Bossen wahrscheinlich nicht gefallen würde, was ich sagte. In der Tat brachten sie das Interview nicht.

artes ursprüngliche Entscheidung, die von den deutschen Produzenten Joachim Schröder und Sophie Hafner erstellte Dokumentation Auserwählt und ausgegrenzt: Der Hass auf Juden in Europa zu unterdrücken, setzt dieses Muster fort. Der öffentlich-rechtliche Sender WDR, über den arte die Dokumentation in Auftrag gegeben hatte, zögerte weiter sie zu senden.

Diesmal war das Ergebnis der Unterdrückung von Informationen zu Antisemitismus ein Rohrkrepierer. Die BILD stellte die Dokumentation 24 Stunden lang ins Internet. Hunderttausende sahen sie sich an diesem Tag an. Heute ist sie auf YouTube zu finden.[5] Danach revidierte der WDR seine Entscheidung und beschloss den Film auszustrahlen.[6]

All das wird wahrscheinlich der Anfang einer internationalen Karriere der Dokumentation sein. Das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles hat bereits angekündigt, dass es den Film mit englischen Untertiteln in seinem Toleranz-Museum in Los Angeles zeigen will.[7]

[1] www.jcpa.org/phas/phas-26.htm

[2] Die Europäische Union, Antisemitismus und die Politik des Leugnens

[3] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/15697

[4] ebenda

[5] http://www.youtube.com/watch?v=I0ffyhZ2_TE

[6] http://www.lepoint.fr/societe/arte-diffusera-un-documentaire-sur-l-antisemitisme-initialement-refuse-20-06-2017-2136807_23.php

[7] http://www.huffingtonpost.com/entry/how-the-documentary-chosen-and-excluded-the-hate_us_5947bf51e4b0d188d028001b