Jordanischer Autor: „Macht euch keine Sorgen wegen der Normalisierung, normale Araber können die Juden immer noch nicht ausstehen.“

Elder of Ziyon, 25. Oktober 2021

Jemand vergaß dem jordanischen Schriftsteller Mohamed Fouad Zaid Al-Kilani zu sagen, dass von ihm erwartet wird in seinen Essays „Zionist“ statt „Jude“ zu schreiben.

Al-Kilani hat ausgiebig für palästinensische, jordanische und irakische Medien geschrieben. In der heutigen Kitabat schreibt er, dass es wirklich keine Normalisierung zwischen Arabern und Israel gibt, weil die Araber so patriotisch antisemitisch bleiben, wie sie es immer waren.

Und darauf ist er verdammt stolz.

Es gibt viele Belege dafür, dass die Normalisierung Fake ist. Ob im Sport, in den Medien, der Bildung oder der Politik, wir finden genau das Gegenteil: dass Araber es ablehnen irgendwie mit diesem Todfeind zu tun zu haben.

Bei Wettkämpfen, die vor einiger Zeit in Japan stattfanden, lehnten arabische Spieler es ab gegen das jüdische Team zu spielen, trotz der Sportregeln und der Parole „Sport für alle“.

Auch in der Künstlergemeinde gibt es große Proteste, wenn man es mit irgendeinem Juden zu tun hat, bei jedem Kunstwerk, Treffen oder sonstwie wird das von den arabischen Völkern abgelehnt.

Was im Irak vor kurzem in Sachen Konferenz zur Normalisierung mit den Juden angeht, so hat die irakische Regierung eine ehrenhafte Haltung, weil sie die Organisatoren des Druckertreffens holte und verhörte. Auf der politischen Ebene lehnen es arabische Delegationen ab sich mit diesem Todfeind in Konferenzen oder Versammlungen zu setzen, bei denen diese Zionisten anwesend sind.

Was Bildung angeht, lehnen der Araber immer noch die israelische Präsenz ab, die Palästina besetzt und lehren in Schulen, dass ihr einziger vorrangiger Feind der Jude ist, der ein arabisches Land besetzt. Die Vorstellung von vielen Generationen ist immer noch verwurzelt darin diesen Parasit inmitten der arabischen Länder abzulehnen. Die Beispiele dafür sind sehr zahlreich, sie sind zahllos, also ist Normalisierung oder ein Treffen hier oder da nichts, außer Nachrichten in den Kanälen der Aufwiegelung und die Wahrheit ist genau das Gegenteil.

Blanker Judenhass ist in arabischen Medien immer noch weit verbreitet, auch wenn das jetzt Konkurrenz von Artikeln bekommt, die Juden gegenüber wohlwollend sind, etwas, das vor ein paar Jahren noch selten vorkam.

Trotzdem steht gerade heute ein Artikel in Al-Quds, der dafür kämpft die Sache der Palästinenser zu einem stärker religiösen Krieg zu machen; darin heißt es: „Das imperialistische zionistische Projekt setzt Talmudismus – der die Thora entsprechend des Hasses der Diaspora-Psychologie interpretiert – zugunsten seiner kolonialen und Siedler-Tendenzen ein.“

Eine Zeitung im Jemen schimpft auf Saudi-Arabien, das einem Rabbiner den Besuch erlaubt, angeekelt, dass der Jude „das Land entweiht“.

Und doch bestehen manche Leute weiterhin darauf, dass es arabischen Antisemitismus nicht gibt und es nur um Antizionismus geht.

Seit hundert Jahren lügen die Araber, dass Juden dabei sind die Al-Aqsa zerstören

Elder of Ziyon, 20. August 2021

The Guardian, 28. August 1924

In den 1920-er Jahren baute der berüchtigte antisemitische Mufti von Jerusalem – von den Briten ernannt – seine Machtbasis damit aufs, dass er in der arabischen Welt Geld für die Restaurierung der Al-Aqsa-Moschee und des Felsendoms Geld sammelte, die in 400 Jahren osmanisch-muslimischer Herrschaft verfallen waren.

Ein Teil seiner Verkaufsmasche lautete, die Juden hätten vor die Moschee zu zerstören, um einen dritten Tempel zu bauen. Er nahm Äußerungen von rabbinischen Leitern in Palästina über die messianische Ära und gab vor, Juden planten die Bauwerke auf dem Tempelberg abzureißen.

Das war eine machtvolle Botschaft, die die antisemitische arabische Welt begierig aufnahm. Es war die Lüge, die 1929 die Wurzel des tödlichen Massakers an Juden bildete.

Der Muslimische Kongress in Jerusalem 1931, angeführt vom Mufti, band diese Lügen geschickt mit „jüdischen Planungen“ zur Al-Aqsa an seinen Antisemitismus, als er alle jüdischen Reporter von der Berichterstattung über die Konferenz ausschloss.

1967 wurde die Lüge wieder aufgenommen, obwohl Israel die komplette Kontrolle über den Tempelberg hätte übernehmen können (und sollen).

Arabische politische Karikaturen puschen weiter die Lüge, dass Israel plant die Al-Aqsa und dne Felsendom abzureißen, obwohl es die Möglichkeit seit 54 Jahren gehabt hätte.

An jedem 21. August erreicht die Lüge einen fiebrigen Höhepunkt am Jahrestag des Anschlags eines geistesgestörten australischen Christen namens Denis Michael Rohan auf die Al-Aqsa.

Die palästinensisch-arabischen Medien lügen in der Regel rundheraus und sagen, Rohan sei Jude gewesen und dass diese Brandstiftung Teil eines zionistischen Komplotts zur Zerstörung der Al-Aqsa war.

Diese Lüge ist ein verlässliches Mittel die arabischen Leidenschaften zu entflammen, befeuert durch arabischen Antisemitismus. Sie ist besonders nützlich, wenn Palästinenserführer die Aufmerksamkeit von ihrem eigenen Versagen und den Problemen ihrer eigenen Leute ablenken wollen, indem sie ihren Judenhass als politisches Mittel einsetzen – genauso wie der Mufti es vor einem Jahrhundert machte.

Die Hamas will morgen Massenkundgebungen am Gaza-Zaun veranstalten, unter Nutzung dieses Jahrestages als Vorwand, um die Gazaner mit Hass anzuheizen. Die Jugendabteilung der Hamas hat eine Erklärung ausgegeben:

Die Feuer, die auf den Mauern und an den Seiten der gesegneten Al-Aqsa-Moschee seit 1969 entzündet wurden, sind noch nicht gelöscht worden. Der Geruch von schwarzem zionistischem Hass wabert immer noch umher und ihre Intrigen warten immer noch in der Al-Aqsa-Moschee, um die kriminellen Pläne gegen sie umzusetzen, angefangen mit der Absicht der Besatzung die Moschee in Zeit und Raum zu teilen, bis zur Idee sie abzureißen und an ihrer Stelle ihren angeblichen Tempel zu errichten.

Das entzündete Feuer war nicht, wie die Besatzung behauptet, eine Anomalie eines verrückten Menschen. Es handelt sich vielmehr um eine systematische Politik und eine feste Vision, die von der Besatzung seit dem ersten Tag an übernommen wurde, an dem sie ihre dreckigen Füße auf das reine Land  unseres Jerusalem setzte, deshalb richtete sie ihr Augenmerk auf das Projekt der Verjudung der Al-Aqsa-Moschee und Jerusalems.

Das Narrativ lautet, dass palästinensische „Standhaftigkeit“ das ist, was bisher die Juden von der Zerstörung des Gebäudes abhielt, also muss der Antisemitismus geschürt werden, um die Al-Aqsa gegen eine erfundene Bedrohung zu „verteidigen“.

Die gesamte Geschichte der Lüge ist mit Judenhass verbunden.

Deutschland will 35 Millionen Euro ausgeben, um die Ursachen des heutigen Antisemitismus zu „entdecken“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 10. August 2021

Ja, es ist ein Rätsel, gut. Was lässt so viele Leute – hauptsächlich Palästinenser und Türken in Deutschland, Palästinenser und Marokkaner in den Niederlanden, Palästinenser und Ägypter in Italien, Palästinenser und Pakistanis in Großbritannien, Palästinenser und  Nordafrikaner in Frankreich – voller Hass auf Juden und den jüdischen Staat sein? Was bewegt Ilhan Omar und Rashida Tlaib und Nihad Awad und Linda Sarsour sich so hart gegen „die Juden“ einsetzen? Diese Frage erfordert, glauben die Deutschen, großzügig bezuschusste Forschung und sie sind – was angesichts ihrer bedauerlichen Vergangenheit verständlich ist – erpicht darauf sie zu finanzieren. Und das ist das, was sie gerade angekündigt haben, dass sie sich mit solcher Forschung befassen werden, wie hier diskutiert wird: „German Government to Spend $40 Million on Researching What Fuels Antisemitism, Racism“ von Sharon Wrobel, The Algemeiner, 4. August 2021

Die deutsche Regierung wird 35 Millionen Euro ausgeben, um Forschungsprojekte zu den Ursachen von Antisemitismus, Hass und Rassismus als Teil einer breiten Anstrengung zur Bekämpfung des zunehmenden Phänomens zu finanzieren, kündigte das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Mittwoch an.

„Es ist mehr als beschämend, dass Juden in Deutschland sich bedroht fühlen“, sagte Deutschlands Ministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek. „Antisemitismus und Rassismus haben in Deutschland keinen Platz. Sie sind Gift und eine große Bedrohung des sozialen Zusammenhalts. Aber wir können nur bekämpfen, was wir verstehen.“

Eine Reihe akademischer Forscher zum Thema Antisemitismus wird mit insgesamt 12 Millionen Euro über einen Zeitraum von vier Jahren ausgestattet. Weitere 23 Millionen Euro werden für Projekte zur Bekämpfung von rechtem Extremismus und Rassismus bewilligt.“

Warum will die Regierung für „rechten Extremismus“ zweimal so viel ausgeben wie für „Antisemitismus“? Sollte Antisemitismus nicht das Hauptthema der Studie sein? Und ist linker Antisemitismus der Varianten Antifa und woke, der Variante Black Lives Matter in Europa nicht ein viel größeres Problem als „rechter Extremismus“?

„Wir wollen unsere Wissensbasis ausbauen, um Rassismus und Antisemitismus wirksam zu bekämpfen.“, fuhr Karliczek fort. „Die von uns geförderten Forschungsprojekte sollen zu diesem Verständnis beitragen und helfen, geeignete Maßnahmen zur Antisemitismusprävention und -bekämpfung in Bildung, Zivilgesellschaft und Politik zu entwickeln.“

Glauben Sie, irgendein Forschungsprojekt, das vorschlägt den Koran und die Hadithe als Quellen für Antisemitismus zu studieren, hat eine Chance auf Finanzierung? Seien Sie nicht albern. Was ist mit dem Vorschlag einer Vergleichsstudie „Antisemitismus im westlichen Christentum und in den Ländern des Islam“? Nicht im Leben. Was ist mit einer Studie von Antisemitismus in Schulbüchern, die in muslimischen Ländern eingesetzt werden? Ausgeschlossen. Oder eine Studie zu „Haddsch Amin el-Husseini in Berlin 1939 bis 1945“? Indiskutabel. Der deutschen Regierung würde nicht gefallen, wohin das alles führt.

Sie fügte hinzu, die Forschungsgruppe werde sich mit Fragen beschäftigen, zu denen gehört, wie Antisemitismus Kinder in Schulen erreicht und was die Öffentlichkeit tun kann, um gegen Online-Hassreden zu immunisieren.

Hier ist das, was die Öffentlichkeit tun kann. Sie kann fordern, dass Regierungen Big Tech – Facebook, Google, Twitter usw. – nicht länger erlaubt wird sich selbst zu kontrollieren. Diese Firmen haben einen Widerwillen gezeigt alle Ausdrucksformen von Antisemitismus zu verbieten. Diese Verantwortung muss ihnen weggenommen und einer Gruppe anvertraut werden, die ihre Verbote von Internetseiten darauf gründet, ob sie die IHRA-Definition für Antisemitismus erfüllen.

In der Antisemitismusforschung werden mit den jetzt anlaufenden Projekten Dynamiken und Facetten des Antisemitismus aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven untersucht. Beteiligt sind unter anderem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Theologie, Pädagogik, Politikwissenschaft und Rechtswissenschaft. Die ausgewählten Projekte reichen von „Antisemitismus in Online-Medien“, über „Antisemitismus im Kontext der Justiz“, „christliche Signaturen des Antisemitismus“ bis hin zu Antisemitismusprävention in der Bildung. Jüdische Perspektiven werden dabei systematisch einbezogen., sagte die Regierung.

„Christliche Signaturen des Antisemitismus“, aber kein Hinweis, dass „muslimischer Antisemitismus“ erforscht werden wird. Was glauben Sie, warum dem so ist?

„Als Basis unseres Handelns ist verlässliches Wissen über die aktuellen Ausprägungen von Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus unentbehrlich.“, sagte Felix Klein, Bundesbeauftragter für die Bekämpfung von Antisemitismus und für die Werbung jüdischen Lebens.

Wieder sind die fehlenden Worte „muslimisch“, „muslimischer Antisemitismus“, „islamischer Extremismus“, „muslimischer Rassismus“, „islamischer Rassismus“.

„Die laufende Förderrichtlinie zur Antisemitismusforschung unterstützt ein breites Spektrum von Forschungsvorhaben. Zusammen mit der Förderrichtlinie Rechtsextremismus und Rassismus erhalten wir damit ein klareres Bild über diese Phänomene und ihre Zusammenhänge.“, sagte er.

Aber selbst ohne die Notwendigkeit bis spät in die Nacht zu arbeiten, ohne Konferenzen zu organisieren, auf denen Forscher sich zu weihevollen Diskussionen treffen können, was auch immer diese „Ursachen“ eines starken Anstiegs des Antisemitismus sein könnten und dann detaillierte Berichte für die deutsche Regierung zu erstellen, die uns endlich alle aufklären werden, denke ich, wir alle kennen die Antwort – der Hass, dessen Name wir nicht auszusprechen wagen – oder doch? Lassen Sie uns auf den Punkt kommen. Die Quelle und der Ursprung des heutigen Antisemitismus, der überwiegend von Muslimen gezeigt wird, sind der Koran und die Hadithe. Hier sind Koran-Verse über die Juden, wie sie von Robert Spencer so zweckdienlich zusammengestellt wurden:

„Der Koran stellt die Juden als unverbesserlich böse und versessen auf die Zerstörung des Wohlergehens der Muslime dar. Sie sind die stärksten aller Völker, was die Feindschaft gegenüber den Muslimen angeht (Sure 5,82); Leute, die Dinge erfinden und sie fälschlich Allah zuschreiben (Sure 2,79, 3,75, 3,181); behaupten, dass Allahs Macht beschränkt ist (Sure 5,64); es lieben Lügen zuzuhören (Sure 5,41); die Allah nicht gehorchen und eine Gebote nie befolgten (Sure 5,13); die streiten und zanken (Sure 2,247); die Wahrheit verbergen und die Menschen in die Irre führen (Sure 3,78); verlogen sind (Sure 2,14, 2,44); ihre eigenen Interessen vor die Lehren Mohammeds stellen (2,87); den Menschen Übles wünschen und versuchen sie in die Irre zu führen (Sure 1,209); die es schmerzt, wenn andere glücklich sind oder Glück haben (Sure 3,120); die arrogant deswegen sind, Allahs geliebtes Volk zu sein (Sure 5,18); mit Tricks den Wohlstand anderer verschlingen (Sure 4,161); die wahre Religion lästern und von Allah verflucht sind (Sure 4,46); die Propheten töten (Sure 2,61); gnadenlos und herzlos sind (Sure 2,74); ihre Versprechen nie halten und ihren Worten nie nachkommen (Sure 2,100); hemmungslos Sünden begehen (Sure 5, 79); feige sind (Sure 59,13-14); geizig sind (Sure 4,53); in Affen und Schweine verwandelt werden, weil sie den Sabbat brechen (Sure 2,63-65, 5, 59-60, 7;166) und mehr.“

Es gibt nichts weiter zu forschen. Gebt dem Mann €12 Millionen. Oder die ganzen 35 Millionen Euro. Und erspart uns all die simpsonesken – O.J:, nicht Homer – Versuche den „wahren Mörder“ zu finden. Wir kennen ihn.

Eine kurze Geschichte arabischer Boykotte gegen Juden (nicht Zionisten – Juden)

Elder of Ziyon, 20. Juli 2021

Ich sehe, dass einige Leute auf Twitter fragen, warum Israel zu boykottieren als antisemitisch angesehen wird.

Ein Grund lautet: Die Geschichte zeigt, dass diese Boykotte nur eine Fortsetzung der Boykotte sind, die Araber in den Jahrzehnten vor der Wiedergeburt Israels gegen Juden inszenierten.

Hier ist eine Liste der Boykottaktionen von Arabern gegen Juden – nicht Zionisten, sondern Juden – von 1891 bis 1945.

1891: Araber fordern das Osmanische Reich auf kein Land an Juden zu verkaufen.

Januar 1915: Das American Jewish Yearbook berichtet: „In Hebron werden Juden von mohammedanischen Frauen boykottiert.“

2. April 1920, AJC: „Rosch Pina: Dreißig Araber greifen arabische Arbeiter in Feldern an, die jüdischen Einwohnern gehören; damit wollen sie einen Boykott der Araber gegen Juden herbeiführen.“

4. Juni 1921: „Haifa: Araber publizieren eine Proklamation, die die Bevölkerung drängt die Juden zu boykottieren und sie aus ihren Dörfern zu vertreiben.“

1922: Der Arabische Kongress ruft die Araber auf jüdische Geschäfte in Palästina  zu boykottieren.

1924:

Muslim-Christian Association – Wie in der Vergangenheit gab die Muslim-Christian Association erneut ihre Gegnerschaft zum Mandat und schon der Idee der Gründung einer jüdischen nationalen Heimstatt in Palästina Ausdruck und äußerte ihre Forderung nach Unabhängigkeit Palästinas. Sie betrieb antizionistische und auch antijüdische Propaganda. In einer Publikation, die sie im Vorjahr weithin veröffentlichte, verwies die Association wiederholt ihre Sympathisanten auf die „Protokolle der Weisen von Zion“ als Buch, das von jedem gelesen werden sollte, der immer noch die bösartigen Motive der Juden bezweifelt. … Sie stimmte dafür das Exekutivkomitee zu autorisieren die anstehenden Wahlen zu boykottieren und einen Wirtschaftsboykott gegen die Juden publik zu machen. Der Wirtschaftsboykott wurde allerdings später aufgegeben.

1925:

Arabische Verbände – Die Muslimisch-Christliche Union setzte während des letzten Jahres ihre Blockadepolitik fort – nicht nur bei politischen Themen, sondern sie versuchte sich auch in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes einzumischen. Anfang des Berichtsjahres hat ein Kongress einen Beschluss gefasst, mit dem auf einen Boykott des Ruttenberg-Elektrifizierungsplan gedrängt wurde.

1929: Der Arabische Kongress gelobte die Araber zu verpflichten jüdische Handelsgüter zu boykottieren. Syrien verbietet den Import von Waren, die von jüdischen Unternehmen in Palästina produziert werden.

1931: Der World Islamic Congress verabschiedet eine Resolution, die von muslimischen Ländern verlangt Handel mit jüdischen Geschäften in Palästina zu boykottieren. Der Arabische Arbeiterbund stellte Streikposten vor jüdischen Firmen in Palästina auf.

1945: Der Rat der Arabischen Liga verabschiedet Resolution 70, mit der empfohlen wird, dass alle arabischen Staaten nationale Boykott-Büros einrichten.

„Wirtschaftssanktionen gegen Juden – Arabische Länder planen Boykott“

Der Antisemitismus ist deutlich. Es ist absurd zu glauben, dass die ständigen Boykotte von Arabern gegen Juden (das Boykott-Büro der Arabischen Liga ist immer noch in Kraft) plötzlich 1948 von einem Boykott von Juden auf einen Boykott von Israelis wechselten.

Darüber hinaus richtete sich der Boykott der Arabischen Liga selbst in den 1950-er Jahren ausdrücklich gegen Juden.

Meine Quellen waren das American Jewish Yearbook und eine Grafik im Buch Effects oft he Arab League Boycott of Israel in U.S. Businesses von Constance A. Hamilton, 1994.

Deutschland muss seine Anti-BDS-Politik auch umsetzen

In vielen Bundesministerien und Länderregierungen gibt es Pro-Boykott-Ansichten.

Benjamin Weinthal, JNS.org, 23. Juli 2021

Der Bundestag verabschiedete 2019 einen Beschluss, in dem erklärt wurde, dass die „Argumente und Methoden der BDS-Bewegung antisemitisch“ sind. Die Taktiken der BDS-Kampagne „wecken unweigerlich Assoziierungen mit der Nazi-Parole Kauft nicht bei Juden!“, hieß es dort.

Leider hat es in Deutschland wenig handfesten Fortschritt vor Ort gegeben, seit der Bundestag den Beschluss fasste. Eines der störenderen Beispiele für das Versagen der deutschen Regierung bei der Bekämpfung von BDS ist Kanzlerin Merkels Versäumnis in der Bundesrepublik gegen den Boykott israelischer Passagiere durch Kuwait Airways vorzugehen.

Als Kuwait Airways auf ähnliche Weise Israel 2015 in den USA diskriminierte, drohten die US-Behörden mit juristischen Schritten. Als Ergebnis beendete die Fluggesellschaft alle Flüge von New York nach London statt Tickets an israelische Bürger zu verkaufen.

Für Merkel und ihre Regierung zählt Kommerz mehr als Judenhass, in Deutschland wie im Ausland.

In vielen deutschen Bundesministerien und Länderregierungen gibt es Pro-BDS-Ansichten. 2018 sagten deutsche Diplomaten, Einseitigkeits-Anschuldigungen gegen Kuwait Airways wegen dessen Weigerung Israelis zu bedienen seien übertrieben, berichtete das Düsseldorfer Handelsblatt.

2020 war ich der erste Reporter, der über Andreas Görgen, den Direktor der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, aufdeckte, dass er Unterstützung für den pro-BDS-Akademiker Achille MBembe twitterte. Görgen wollte Mbembe gegen Kritik an seinem energischen Eintreten für Boykott-Sanktionen gegen Israel verteidigen.

Mbembe, der an der Universität Witwatersrand in Johannesburg lehrt, hat gesagt, die „Zeit für eine weltweite Isolation“ Israels sei gekommen; dazu verharmloste er den Holocaust.

Das Simon Wiesenthal Center setzte Görgen auf seine Liste der zehn schlimmsten Ausbrüche von Antisemitismus des Jahres 2020.

Wenn das Außenministerium und das Kanzleramt es mit der Bekämpfung der antisemitischen BDS-Kampagne in Deutschland ernst meinen würden, dann würden sie Kuwait Airways die Landerechte entziehen und Görgen fristlos entlassen.

Auf der regionalen Ebene ist das Bundesland Baden-Württemberg eine Bastion der staatlich geförderten BDS-Aktivitäten. Zu seiner Ehrenrettung muss gesagt werden, dass der Landtag dort BDS ablehnte. Dennoch unterstützten die Parteien, die die Regierung bilden – die Grünen und die Christdemokraten – weiter die Pro-BDS-Bank Baden-Württembergische Bank (BW-Bank).

Spenden an BDS-Organisationen liefern den finanziellen Sauerstoff, der diese Gruppen gesund und munter sein lässt.

Die BW-Bank versorgt die neonazistische NPD und die pro-BDS-Organisation Palästina-Komitee Stuttgart mit Konten. 2009 rief Jürgen Rieger, ein Holocaust-Leugner und bekennender Antisemit, damals stellvertretender Vorsitzender der NPD, die Deutschen auf Israel zu boykottieren.

Leider verbringt der mit der Bekämpfung von Antisemitismus Beauftragte des Landes, Michael Blume, erhebliche Zeit damit in den sozialen Medien Juden, den Zionismus und Israel zu attackieren. Blume likte einen Facebook-Post, der Zionisten mit Nazis gleichsetzte.

Nach neuen Ausbrüchen von Blumes israelfeindlichen Aktivitäten in sozialen Medien im Juli sagte Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center über Blume: „Der Job eines Antisemitismus-Beauftragten besteht darin ihn zu bekämpfen und nicht ihn zu verbreiten.“

Arye Sharuz Shalicar, ein in Deutschland geborener israelischer Experte zu Antisemitismus und ehemaliger IDF-Sprecher, kritisierte Blumes krude Aktivitäten in den sozialen Medien ebenfalls.

Schon 2016 sagte der damalige israelische Minister für öffentliche Sicherheit Gilad Erdan mit Blick auf die BW-Bank: „Wir drängen weiterhin alle Finanzinstitutionen sorgfältig das Potenzial juristischer, Leumunds- und ethischer Konsequenzen dafür zu bedenken, dass sie die Aktivitäten von BDS-Gruppen ermöglichen.“

Berichten zufolge schrieb Blume 2018 eine E-Mail, nachdem ich den Fall der Baden-Württembergische Bank aufbrachte, darin sagte er, er glaube, die Bank solle das Konto des Palästina-Komitees Stuttgart schließen.

„Weil der Landtag von Baden-Württemberg die BDS-Kampagne ablehnte, möchte ich gerne mit der Bank des Staates über seine Geschäftsbeziehungen zu BDS-Organisationen sprechen und sie bitten die Beziehungen zu beenden“, schrieb Blume.

Später bestritt Blume jedoch, dass er die Bank aufgefordert hatte das Konto zu schließen. Blume log zu seinen Aktivitäten, vermutlich um den Staat und seine Teileigentümerschaft an der BW-Bank zu schützen. Die Stadt Stuttgart und die Landesregierung sind zu fast der Hälfte Eigentümer der Bank.

Felix Klein, der Bundesbeauftragte für die Bekämpfung von Antisemitismus, hat die BW-Bank und andere Finanzinstitutionen gedrängt keine Geschäfte mit BDS-Organisationen zu machen.

Das Simon Wiesenthal Center drängte Blume zum Rücktritt. Es ist lange überfällig, dass Baden-Württemberg einen qualifizierten Beauftragten zur Bekämpfung von Antisemitismus einschließlich des vom Land und seiner Hauptstadt Stuttgart geförderten BDS-Antisemitismus ernennt.

Antisemitismus ist in der Machtpolitik und Atmosphäre Baden-Württembergs tief eingegraben. Das Land wählte schon 1966 den früheren Nazi-Marinerichter Hans Filbinger zum Ministerpräsidenten und er wurde wiedergewählt, behielt den Posten bis 1978 und genoss enorme Beliebtheit als Patriarchengestalt. Filbinger verteidigte später seine Arbeit in der Nazizeit mit dem Verhängungen von Hinrichtungen gegen Deserteure; dazu sagte er: „Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein.“

Der aktuelle Ministerpräsident Winfried Kretschmann kommt von den Grünen, einer Partei, die 2013 im Bundestag einen BDS-Antrag initiierte, dessen Sprachgebrauch weitgehend eine Gesetzesforderung einer Neonazi-Partei spiegelte, mit dem jüdische Produkte aus den umstrittenen Gebieten Judäa und Samaria zur Etikettierung und Ahndung ausgesondert werden sollten.

Als ich Kretschmann, Blume und den Landesinnenminister Thomas Strobl fragte, ob die BW-Bank ihre BDS-Aktivitäten einstellen sollte, lehnten sie es ab das zu beantworten.

Merkel sollte ihre verbleibenden Monate in der Regierung (im September stehen Bundestagswahlen an und sie kandidiert nicht mehr) nutzen und Kuwait Airways wegen deren antisemitischer BDS-Aktivität bestrafen. Das deutsche Außenministerium sollte schnell alle Bedienstete entlassen, die gegen die Anti-BDS-Politik des Bundestags sind. Das Land Baden-Württemberg muss sein System zur Bekämpfung von Judenhass radikal überarbeiten, denn derzeit betreibt es staatlich geförderten Antisemitismus.

Propalästinensischer Judenhass in Europa

Einem Kontinent fehlt der Mut Stellung zu beziehen

Joseph Puder, FrontPage Mag, 29. Juni 2021

Ausbrüche antisemitischer Gewalt in Europa nach dem Ausbruch der Feindseligkeiten zwischen den Hamas-Terroristen im Gazastreifen und Israel sind zu üblichen und wiederholten Vorfällen geworden. Die europäischen Regierungen haben wenig getan, um die überwiegend muslimischen und einige örtliche Antisemiten davon abzuhalten die Gewalt gegen europäische Juden zu initiieren. Das gilt besonders für die deutsche Regierung und ihren Kopf Angela Merkel. Kanzlerin Merkel lud mehr als eine Million Migranten nach Deutschland ein, zumeist Muslime aus dem Nahen Osten und Afrika. Der ihnen auf Israel und Juden eingeschärfte Hass hat die Schändung von jüdischen Friedhöfen, Holocaust-Mahnmalen und Anschläge auf Synagogen zur Folge gehabt. Um jüdische Besorgnis zu beruhigen, geben Merkel und die deutsche Regierung Lippenbekenntnisse über nicht zu akzeptierenden Antisemitismus in Deutschland wegen Deutschlands Rolle beim Begehen des Holocaust ab, in dem sechs Millionen Juden von Nazideutschland ermordet wurden. In Wirklichkeit werden wenige Täter bestraft und gewiss nicht mit langen Haftstrafen oder Ausweisung.

Die New York Times berichtete (19. Mai 2021), dass Steine auf die Türen einer Synagoge in Bonn geworfen wurden. Vor einer Synagoge in Münster wurden israelische Flaggen verbrannt. Es gab propalästinensische Kundgebungen in Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Leipzig. In Deutschland, wo die historische Erinnerung wegen des Holocaust besonders tief reicht, sind propalästinensische Demonstrationen in Städten im ganzen Westen des Landes und in der Hauptstadt Berlin veranstaltet worden. Mehrere sind in Gewalt ausgeartet, mit antisemitischen Sprechchören, Aufforderungen zu Gewalt gegen Israel, Schändung von Mahnmalen für Holocaust-Opfer und Anschlägen auf mindestens zwei Synagogen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer drohte, hart gegen Antisemitismus bei propalästinensischen Protesten vorzugehen. Er erklärte: „Wir werden nicht tolerieren, dass auf deutschem Boden israelische Flaggen brennen und jüdische Einrichtungen angegriffen werden.“ Er fügte hinzu: „Wer antisemitischen Hass verbreitet, wird die volle Härte des Rechtsstaates zu spüren bekommen.“ Wir haben diese nicht verwirklichten Drohungen früher schon gehört, aber dann scheint politische Korrektheit deutsche Beamte zu veranlassen einzuknicken statt mit gewalttätigen Muslimen nachdrücklich zu verfahren, von denen viele neue Migranten sind. Europäische Weiße Schuld, besonders gegenüber Völkern der Dritten Welt, begleitet vom Verlust des Nationalstolzes und dem Willen die eigenen traditionellen Werte zu verteidigen erlaubt einer gewalttätigen Minderheit antisemitische Gewalt fortbestehen zu lassen.

Antisemitische Kundgebungen nicht zuzulassen, besonders in Deutschland, ist nicht nur eine Sache von Anstand und Moral, bedenkt man, was der aktuellen Operation Hüter der Mauern vorausging. Die nicht provozierten, massiven Raketenangriffe von Hamas und Palästinensischem Islamischem Jihad (PIJ) auf Israels Hauptstadt und zivile Bevölkerungszentren im Süden und Zentrum Israels sollten für Deutschland (und andere europäische Regierungen) Grund genug sein diese hasserfüllten Krawalle aggressiv zu verhindern. Darüber hinaus bemühte sich die israelische Regierung mit Nachdruck um eine Vereinbarung mit der Hamas, über die Israel humanitäre Gesten für den Gazastreifen im Tausch für Ruhe fördern wollte. Die deutsche Nation sollte mehr als alle anderen die Tatsache in Betracht ziehen, dass die Hamas und der PIJ sich der Vernichtung des jüdischen Staates verschrieben haben, so wie Hitler Deutschland der Vernichtung des europäischen Judentums verpflichtet hatte. Und doch betreibt Merkels Deutschland Geschäfte mit der Islamischen Republik Iran, die ihre Absicht verkündet hat „Israel von der Landkarte zu wischen“. Deutsche Angst muslimische Antisemiten zu verprellen hat Rückgriff darauf genommen deutsche Rechtsextreme für den meisten Hass und Antisemitismus in Deutschland verantwortlich zu machen statt die radikalen Muslime.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland twitterte ein Video, das muslimische Demonstranten in Gelsenkirchen zeigte, die Palästinenser- und Türkei-Flaggen schwenkten. Der Rat stellte heraus: „Die Zeiten, in der deutsche Juden mitten auf der Straße verflucht wurden, hätten lange vorbei sein müssen.“ „Das ist purer Antisemitismus!“ fügte Felix Klein, der Antisemitismus-Beauftragte der deutschen Regierung gegenüber der Deutschen Welle (DW) hinzu, nachdem er sagte: „Es ist beängstigend diese Art von Hass gegenüber deutschen Juden und Synagogen hier in Deutschland zum Ausdruck gebracht zu sehen.“

Der türkische Diktator und bedeutende Antisemit Recep Tayyip Erdoğan lässt während einer Krise nie eine Gelegenheit aus sein Bestes zu tun, um die Flammen des israelfeindlichen und judenfeindlichen Hasses zu schüren. Seine Verzerrungen und Lügen über die Ereignisse, die in der Gewalt der letzten Monate zwischen Hamas und Israel stattfanden, sind verleumderisch und durchweg bösartig. Erdoğan weiß, dass Israel von der Hamas brutal angegriffen wurde und das Recht hatte sich zu verteidigen. Dieser moderne Haman, der die Rolle des „Sultans der sunnitisch-muslimischen Welt“ anstrebt, benutzt Israel und die Juden als gemeinsames Ziel für Hass. Er hetzte Muslime weltweit auf, sich zu vereinen um Israel zu bekämpfen. Derweil haben türkisch-muslimische Gefolgsleute in Deutschland seine Lügen genutzt, um zusammen mit ihren palästinensischen Glaubensbrüdern in deutschen Städten Gewalttaten zu begehen. Erdoğan beschuldigt Israel des Terrorismus gegen die Palästinenser und qualifiziert das „als in ihrer Natur liegend“. Er fuhr weiter fort: „Sie sind Mörder, bis zu dem Punkt, dass sie Kinder töten, die fünf oder sechs Jahre alt sind. Sie sind nur zufrieden, wenn sie ihr Blut saugen.“

Das US-Außenministerium verurteilte Erdoğans antisemitische Attacke auf das jüdische Volk und Israel. Ned Price, Sprecher des Außenministeriums, lieferte eine Botschaft im Namen der US-Regierung. Er sagte: „Antisemitisches Reden hat nirgendwo einen Platz… Die USA sind dem Kampf gegen den Antisemitismus in all seinen Formen zutiefst verpflichtet. Wir nehmen die Gewalt ernst, die Antisemitismus oft begleitet, genauso die gefährlichen Lügen, die ihn untermauen. Wir müssen Lügen immer mit Fakten begegnen und auf Verbrechen mit Gerechtigkeit antworten.“ Erdoğan sagte  im Wesentlichen, dass Juden Babykiller seien, die alte Lüge, die sich an die mittelalterliche Ritualmordlüge anlehnt, mit der Juden beschuldigt wurden christliche Kinder zu ermorden und ihr Blut in den Pessah-Ritualen benutzen.

Zwar können Deutschlands Verbrechen am jüdischen Volk nicht vergessen werden und die wiederholten antisemitischen Vorfälle in jüngster Zeit werden wegen des Holocaust stärker betont, aber Deutschland ist nicht das einzige Land in Europa, das Antisemitismus erlebt. In ganz Europa hat es verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus gegeben. In Österreich wurde ein Student in einem Zug belästigt, als er ein Buch mit einem jüdischen Titel las. Eine Krankenschwester in einem Londoner Krankenhaus trug eine Kette mit Davidstern; ihr wurde Gewalt angedroht. In Belgien wurde einer orthodoxen Jüdin, die auf einer Bank saß, gesagt: „Hau ab, dreckige Jüdin.“ Ein jüdischer Mann wurde in London in seinem Auto angegriffen, weil er eine israelische Flagge hatte. Diesen Vorfällen folgte ein Angriff auf einen Rabbiner vor seiner Synagoge in Chigwell, einer Stadt vor London. Am selben Tag zeigte ein Konvoi aus acht Autos Palästinenserflaggen, als die Leute durch Londons nördliche Vororte fuhren, wo viele Juden leben; über Lautsprecher brüllten sie antisemitische Obszönitäten. Dazu gehörten so verletzende Verunglimpfungen wie „Fickt die Juden und vergewaltigt ihre Töchter…“

Der geballte Einfluss des Antisemitismus zwingt europäische Juden zu überlegen, ob sie den Kontinent verlassen. Viele sind bereits nach Israel, in die USA und nach Kanada gegangen. Joel Rubinfeld, Präsident der Belgischen Liga gegen Antisemitismus stellte seine Fähigkeit infrage mit seiner Frau und den jungen Kindern in Belgien zu bleiben. Brigitte Wielheesen, eine bekannte niederländische Journalistin und Expertin für Terrorbekämpfung, schrieb, nach Jahren des Kämpfens gegen den Antisemitismus sei sie zu dem Schluss gekommen, dass die Aktivität sinnlos geworden sei.

Der deutschen wie auch europäischen Regierungen im Allgemeinen fehlen Wille und Mut diesen muslimischen Antisemiten aus der Dritten Welt die Stirn zu bieten, ob sie nun legale Einwohner sind oder gerade zugezogen. Da die Juden nur ein Bruchteil der Zahl der muslimischen Bevölkerung in Europa stellen, hat letztere beträchtliche Macht an der Wahlurne gewonnen. Juden hingegen sind der „Kanarienvogel im Bergwerk“ geworden. Was mit den Juden beginnt, wird letztlich jeden treffen. Wenn Europa nicht effektiv gegen die vorgeht, die versuchen seine Werte zu untergraben, wird es als Europa nicht überleben.

Anmerkung: Der Autor vergisst dummerweise zu erwähnen, dass die antisemitischen Entwicklungen inzwischen auch in den USA, gerade unter der Administration Biden, deutlich in Richtung der europäischen Zustände geht.

Palästinensertum eröffnet neue Nazi-Front gegen Juden

Im Vereinten Königreich droht eine Strategie kultureller Manipulation und Einschüchterung die Politiker in Feindschaft gegen Israel zu drängen und gefährdet die Sicherheit der britischen Juden. Amerika ist in derselben Richtung unterwegs.

Melanie Phillips, Israel HaYom, 18. Juni 2021

Der palästinensische Krieg gegen Israel ist nicht länger etwas, das der Westen als eine Querele in einem Land weit weg zwischen Menschen betrachten kann, von denen man nichts weiß.

Bei einer Kongress-Anhörung in Amerika setzte die Abgeordnete Ilhan Omar (Demokratin aus Minnesota), die eine lange Geschichte antisemitischer und israelfeindlicher Äußerungen hat, die Vereinigten Staaten und Israel mit der Hamas und den Taliban gleich, was das Begehen von „Verbrechen gegen die Menschheit“ angeht. Als 12 jüdische Demokraten sie des Fanatismus bezichtigten, wurden diese von ihr und ihren Verbündeten des Rassismus und der Islamphobie beschuldigt.

Jede Kritik an Muslimen löst solchen Verhöhnung durch sogenannte Progressive aus, von denen viele, wenn nicht alle, Israel ebenfalls mit Abneigung, wenn nicht Schlimmerem betrachten.

Ermutigt durch solche Straffreiheit gehen die Lügen und die Hetze weiter. Diese Woche verleumdete die Abgeordnete Rashida Tlaib (Demokratin aus Michigan) Israel, indem sie sagte, es „schätze palästinensisches Leben nicht“ und beschuldigte es fälschlich eines „Jahrzehnte andauernden Projekts der ethnischen Säuberung“.

Derweil erreichen, als direktes Ergebnis solcher Dämonisierung Israels und der damit verbundenen Judenhetze, die Angriffe auf amerikanische Juden Rekordniveau und die Demokratische Partei verliert rasch ihre moralische und politische Erdung, weil sie sich erlaubt hinter das Narrativ der palästinensischen Lügen gezogen zu werden.

Palästinensertum treibt Antisemitismus und Islamisierung auf noch schockierender Weise als in Großbritannien, wo Angriffe auf Juden auf noch höherem Niveau laufen.

Die meisten dieser Angriffe werden von Muslimen begangen. Diese sind zudem überproportional auf propalästinensischen Märschen vertreten, wo sie nach der Vernichtung Israels brüllen und auf Arabisch skandieren: „Khaybar ya yahud“ – ein drohender Bezug auf Mohammeds Abschlachtung der Juden von Khaybar im siebten Jahrhundert.

Antisemitismus und Palästinensertum nähren einander. Die britische Wochenzeitschrift Jewish Chronicle hat eine Tonaufzeichnung von Äußerungen erhalten, die am letzten Wochenende Mitglieder einer Auto-Kolonne von Bradford nach London kamen, um an einer propalästinensischen Demonstration teilzunehmen. Bei dieser Kundgebung, auf der Redner wiederholt behaupteten die Hamas sei eine legitime Widerstandstruppe, bezeichneten Plakate Israel als „Nazistaat“ und forderten: „Was ist antisemitisch daran zu sagen, dass alle Juden Gewalt und Imperialismus unterstützen?“

Auf dem Band bezeichneten muslimische Aktivisten Israels neuen Premierminister Naftali Bennett als „einen größeren Satan“ als Benjamin Netanyahu, behaupteten, die UNO werde von einem dubiosen Netzwerk manipuliert, das einseitig zu Israels Gunsten sei und bezeichneten Israelunterstützer als dajjals, mythologische Dämonen. Einen Monat früher fuhr ein Autokorso mit Palästinenserflaggen durch London und die Aktivisten brüllten: „Fickt die Juden! Vergewaltigt ihre Töchter!“

Dennoch helfen viele Labour-Politiker diese bösartige Hysterie und Hetze zu schüren. Während einer Diskussion über „Israel-Palästina“ am Montag forderte eine Labour-Abgeordnete einen Boykott Israels.

An Bennett gerichtet beschrieb die Abgeordnete für Bradford Naz Shah, die eine Geschichte judenfeindlicher Äußerungen hat, Israels Verständnis des Rechts auf Selbstverteidigung als „abartig“. Sie sagte, sollte noch etwas „palästinensisches Blut ungerechtfertigt vergossen“ werden, dann würde sie darauf drängen, dass Israel wegen Kriegsverbrechen beim Internationalen Strafgerichtshof vor Gericht gestellt wird.

Labour-Abgeordnete nehmen regelmäßig an Demonstrationen teil, bei denen die Marschierenden lautstark die Vernichtung Israels und das Töten von Juden fordern. Bei einer solchen Kundgebung in Bradford Anfang diesen Monats, bei der auch Shah auftrat, skandierten die Aktivisten auf Arabisch: „Allah, mache uns zum Teil der Mudschaheddin ihn Palästina“ und „Allah, nimm den Fluch der Juden von den Muslimen in Palästina“.

Palästinensertum schürt nicht nur judenfeindliche Hysterie und Angriffe, es schüchtert auch zunehmend die Briten ein, so dass sie in ihre Diktate einwilligen, die aller Fairness, Anstand und Vernunft zuwider laufen.

Nach der Gewalt in Israel und dem Gazastreifen im letzten Monat sammelten Schüler einer Highschool in Manchester Geld für Wohlfahrtsorganisationen, die den Palästinensern helfen. Es gab jedoch einen Aufschrei, als preisgegeben wurde, dass die Gelder ans Rote Kreuz gehen sollten, das israelischen und palästinensischen Opfern von Gewalt gleichermaßen hilft.

Ein Elternteil sagte: „Stellen Sie sich vor Terroristen zu finanzieren, die Babys, Kinder und alte unschuldige Leute töten. Die IDF tut genau das.“ Ein anderes Elternteil namens Tom Price sagte: „Eine atomare Supermacht, die ein indigenes Volk unterjocht und ermordet und tagtäglich mit dem Bruch des Völkerrechts davonkommt, braucht kein Geld.“

Der Schulleiter entschuldigte sich „vorbehaltlos“ dafür, ungewollt „einige Mitglieder unserer erweiterten Gemeinschaft beleidigt zu haben“ – groteskerweise einfach dafür, neben Hilfe für die Palästinenser auch für Israelis zu unterstützen – und dankte „Leitern unserer örtlichen Moschee, unseren Regierenden und der weiteren Gemeinde, die Unterstützung und Rat anboten“.

Noch stärker die Augen öffnend ist, wie die Sache der Palästinenser zu einem wichtigen Thema der anstehenden Ergänzungswahl zum Parlament für den Sitz von Batley und Spen in Yorkshire geworden ist.

Grund dafür ist der beträchtliche Anteil der muslimischen Wähler des Wahlkreises, die vom dämagogischen George Galloway, einem boshaft propalästinensischen Extremisten, aufgestachelt wurde; Galloway war vor fast zwei Jahrzehnten aus der Labour Party geworfen worden und steht mit einem antizionistischen Wahlprogramm zur Wahl, das zu Feindschaft für Israel und Hysterie wegen „Islamophobie“ aufpeitscht.

Damit schleicht sich ein Auslandsthema, in das Großbritannien nicht einmal involviert ist, ins Zentrum britischer Politik und Kultur, womit es beide mit seiner Agenda obsessiven Eifers gegen Israel und das jüdische Volk verdirbt.

Das Palästinensertum treibt den Antisemitismus hoch und eröffnet damit eine posthume Nazi-Front gegen die Juden.

Sollte das befremdlich und monströs erscheinen: Ja, das ist es. Doch die Beweise legen nahe, dass es trotzdem eine nur allzu realistische Beschreibung dessen ist, was derzeit vor sich geht.

Als Hitler besiegt war, schien der Krieg gegen das jüdische Volk vorbei, aber das war er nicht. Der westliche Antisemitismus ging nur in den Untergrund und wartete darauf, als natürliche Ordnung der Dinge wieder losgelassen zu werden.

Und in einem anderen Teil der Welt sollte der Krieg gegen die Juden in eine neue Phase eintreten. Unter dem Großmufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, waren die Araber des britischen Mandats Palästina zu Hitlers Legion im Nahen Osten geworden. Mit der Verschmelzung von Nationalsozialismus und islamischem Fundamentalismus stachelte al-Husseini die palästinensisch-arabischen Massen mit der Lüge zu mörderischen Pogromen auf, die Juden stünden kurz davor die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören.

Dieselbe Rhetorik strömt heute von der palästinensischen Autonomiebehörde aus und animierte zur jüngsten Terrorwelle der Palästinenser und israelischen Araber. Die PA, angeführt vom Holocaust-Leugner Mahmud Abbas, der nach eigenen Angaben al-Husseini als Helden verehrt, pumpt Woche für Woche nazihaften Antisemitismus in die Welt, womit sein Volk zu mörderischem Hass auf die Juden gehirngewaschen wird.

Darüber hinaus gründen sowohl die palästinensische Sache wie auch die palästinensische „Identität“ auf dem versuchten Diebstahl und Aneignung der historischen Heimat und Geschichte der Juden – dem indigenen Volk des Landes Israel.

Es ist also nicht nur so, dass die Dämonisierung und Delegitimierung Israels fundamental judenfeindlich sind. Was nicht richtig verstanden wird, ist, dass Palästinensertum Antisemitismus ist. Westliche Liberale, die die Sache der Palästinenser unterstützen, hängen einer zutiefst judenfeindlichen Agenda an, um nicht nur das Land des jüdischen Volks zu stehlen, sondern um ihre Geschichte und damit seine Identität auszulöschen.

Weit verhängnisvoller ist, dass dies auch das leidenschaftlich behauptete Narrativ für Millionen Muslime ist, die sich in Großbritannien und anderen westlichen Ländern niedergelassen haben.

Während sie sich stärker assimilieren und ihre Kinder in die Berufe und das politische Leben eintreten – an sich eine willkommene Entwicklung, was soziale Akzeptanz angeht – säen sie leider dieses vergiftete Narrativ überall in die britische Gesellschaft.

Eine tödliche Besessenheit, die sich einst auf die extreme Linke beschränkt war, gewinnt heute durch die Zahl britischer Muslime, die öffentlich an Einfluss gewinnen, kulturell enorm an Boden (mit der großen Ausnahme der wenigen britischen Muslime, die sich mutig und öffentlich gegen Judenhass stellen). Jedoch wird jeder, der es wagt darauf hinzuweisen, als rassistisch und islamophob denunziert.

Diese Strategie kultureller Manipulation und Einschüchterung droht britische Politiker in Feindschaft gegenüber Israel zu drücken. Das gefährdet aktiv die Sicherheit der britischen Juden und es untergräbt die Unversehrtheit und Werte Großbritanniens, da seine kulturellen Leiter zunehmend vor ihren Diktaten den Kotau machen – durch Ignoranz, Ideologie oder Angst. Amerika ist in derselben Richtung unterwegs.

Beim Palästinensertum geht es nicht länger nur um den Nahen Osten. Er sorgt für kulturelle Beschleuniger sowohl hinter dem Antisemitismus als auch der Islamisierung im Westen.