Gazas humanitäre Krise ist Fake News

Prof. Hillel Frisch, BESA Center Perspectives Paper Nr. 503, 20. Juni 2017

Surfer im Gazastreien; Foto: proIsraeli (via Flickr CC)

Kurzfassung:
Eines der am weitesten verbreiteten Märchen zum Gazastreifen ist, dass er sich in Armut suhlt und als Ergebnis der israelischen und ägyptischen Blockade auf ewig am Rande einer humanitären Krise steht. Allerdings legen Indikatoren wie Lebenserwartung, Importwachstum und Strombedarf nahe, dass Lebensstandard im Gazastreifen steigt, nicht abnimmt. Würde sich eine echte humanitäre Krise ankündigen, wäre die Lösung einfach: Entwaffnet die  Hamas und leitet ihre beträchtlichen Ausgaben für den Terrorismus in die Verbesserung in das Wohlergehen der Einwohner des Gazastreifens um.

Das Internet und die sozialen Medien haben die Erschaffung, zügige Verbreitung und endlose Fortsetzung von Mythen zum Teil des politischen Lebens gemacht. Eines der am weitesten verbreiteten Märchen lautet, dass der Gazastreifen sich in Armut suhlt und als Ergebnis der israelischen wie ägyptischen Blockade auf immer am Rande einer humanitären Katastrophe steht.

Es gibt keinen Mangel an überzeugenden Beweisen, um diesen Mythos zu widerlegen. Die Lebenserwartung zum Beispiel korreliert enorm mit dem guten Leben. Japan, Singapur und Norwegen führen die Welt bei der Lebenserwartung an. Am Ende de Liste findet man Länder im Subsahara-Afrika und Südost-Asien, zum Beispiel Bangladesch.

Die Mythenproduzenten wollen sie Glauben machen, dass der Gazastreifen auch eher am Ende der Liste steht, aber so ist es nicht. Ganz im Gegenteil. Die Lebenserwartung im Gazastreifen liegt mit 74 Jahren (2010 waren es 68) über dem Weltdurchschnitt und dem der arabischen Taaten. Das bedeutet, dass mehr als 3,8 Milliarden Menschen ein kürzeres – und vermutlich unsanfteres – Leben haben als die Menschen im Gazastreifen.

Der Unterschied in der Lebenserwartung im Gazastreifen und denen am Ender der Liste ist sogar ziemlich atemberaubend. Die Lebenserwartung in Angola, Sierra Leone, Somalia, Elfenbeinküste und anderen Länder reicht nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation von 50,1 bis 55 Jahren.

Wäre der Gazastreifen auf der Liste, würde auf Rang 86 von 189 Ländern stehen. Das würde ihn an die Seite von Paraguay und Samoa stellen, kaum Staaten, die Bilder von elender Armut heraufbeschwören. Aber warum auf Fakten zurückgreifen?

Vielleicht, könnte man argumentieren, ist die Lebenserwartung im Gazastreifen eine Laune des Schicksals. Oder vielleicht nimmt sie infolge der dem Gazastreifen auferlegten Blockade ab. Die Blockade wurde eingerichtet, weil die Hamas – die mörderische Terrororganisation, die vor zehn Jahren die Macht im Gazastreifen übernahm – sich auf die Bombardierung von Bussen voller israelischer Bürger, das Abschießen von Raketen aus Krankenhäusern (wessen die Vereinigten Arabischen Emirate die Hamas beschuldigte) und das den Start von Angriffen gegen israelische zivile Viertel spezialisierte.

Realitätscheck: Die Lebenserwartung im Gazastreifen hat nicht abgenommen und die Blockade gibt es nicht mehr. Vor der kurzen Beschränkung des Warenflusses in den Gazastreifen durch Israel im Jahr 2007 gingen monatlich aus Israel 10.400 mit Waren beladene LKW in den Gazastreifen (Zahlen des OCHA, der bitter antiisraelischen UNO-Organisation). 2016 querten monatlich 14.460 LKW mit Erzeugnissen von Israel in den Gazastreifen, eine Zunahme von 34,6% gegenüber der Einsetzung der sogenannten Blockade. Das bedeutet, dass die Kaufkraft der Gazaner nicht abgenommen hat (wobei das demografische Wachstum eingerechnet ist).

Selbst die Elektrizitätskrise im Gazastreifen deutet auf einen hohen und steigenden Lebensstandard hin. Die Krise ist zum Teil das Ergebnis der Lücke zwischen Lieferung und zunehmendem Bedarf. Nach Angaben von Mohammed Abu Amarayn, Sprecher der Energiekommission des Gazastreifens, gibt es Bedarf für 450 MW Strom – weit über dem Maximum von 280 MW, die Israel, die lokale Stromversorgungsstation und Ägypten zusammen einspeisen.

Das OCHA schätzte den Spitzenbedarf im Gazastreifen 2010 auf 280 MW. Das bedeutet, wenn Abu Amarayn recht hat, dann hat der Bedarf an Elektrizität im Gazastreifen in sechs Jahren um 60% zugenommen. Wirtschaftler nutzen oft den Energiebedarf bei Nichtvorhandensein von genauen makroökonomischen Daten – wie beim Gazastreifen – als Stellvertreter für Wirtschaftswachstum. Zunehmender Bedarf an Strom legt Wohlstand nahe, kein humanitäre Krise.

Warum ist dann dieser Mythos so weit verbreitet? Die Antwort liegt bei denen, die Eigeninteresse daran haben ihn zu perpetuieren. Mit Abstand am wichtigsten davon ist die Hamas. Die Terrorgruppe erhebt Steuern auf alle einkommenden Waren, um die Gehälter ihrer 30.000 Terroristen und der sie fütternde Bürokratie zu zahlen, dazu das Training, die Raketenproduktion und das Graben von Tunneln nach Israel. Das Budget unterstützt 20.000 weitere Personen der staatlichen Gehaltsliste. Die Hamas hofft, dass die Behauptungen einer humanitären Krise mehr Hilfe, mehr Forderungen nach Waren und einen größeren Warenfluss bringen werden, die sie alle zum eigenen Nutzen besteuern wird.

Die Hamas ist nicht der einzige Täter. Die internationale „humanitäre“ Hilfsindustrie hat ein naheliegendes Interesse an der Perpetuierung des Mythos. An wenigen Orten der Welt können Mitarbeiter der Hilfsorganisationen in einem kosmopolitischen Bienenstock wie Tel Aviv leben, ein Weltklasse-Symphonieorchester, Museen und Nachtleben genießen und in die angeblich gebeutelten Gegenden pendeln. In Simbabwe steckt man in Simbabwe fest. Die Idee der humanitären Krise im Gazastreifen zu verfechten heißt einen persönlichen Lebensstil auf Kosten ostafrikanischer Länder zu führen, die die Hilfe weit verzweifelter benötigen als der Gazastreifen.

Selbst wenn die behauptete humanitäre Krise sich tatsächlich abzeichnen würde, ist die Lösung einfach. Nach Angaben des Budgets und der Ausgaben für das Finanzjahr 2013, das von der letzten offiziellen Hamas-Regierung 2014 veröffentlicht wurde, gingen lediglich 2% der Ausgaben von $348 Millionen in die Entwicklung und nur 11,2% an Sozialhilfe (verglichen mit 25% in Ägypten, das über ein ähnliches sozio-ökonomische Profil verfügen). Die rivalisierende PA schätzt, dass mehr als zwei Drittel der Ausgaben der Hamas in die Produktion von Terror gingen.

Die Antwort der Weltgemeinschaft auf jede humanitäre Krise würde lauten, das man sich mit der PA, Israel und inzwischen dem größten Teil der Einwohner des Gazastreifens zusammenschließt, um die Hamas zu zwingen ihre Militärinfrastruktur abzubauen und ihr Geld für Soziales statt für Terrorismus auszugeben.

Das Schlimmste, was getan werden kann, wäre die humanitäre Hilfe zu erhöhen, bevor die Hamas entwaffnet wird, worauf viele Vertreter und Politiker Israels hinweisen. Das Pferd von hinten aufzuzäumen wird nach hinten losgehen. Es wird mehr Terrorismus, mehr Raketen und mehr Tunnel nach Israel zur Folge haben, was im Gegenzug eine massive israelische Reaktion bringen wird, die zu Lasten der Bevölkerung des Gazastreifens gehen wird, wie es bei den letzten drei Konfliktrunden während des vergangenen Jahrzehnts der Fall war.

Humanitär zu sein bedeutet schlicht und einfach die Hamas zu entwaffnen.

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Wer waren die arabischen Flüchtlinge von 1948?

Yoram Ettinger, Israel HaYom, 3. Juni 2016

Im Gegensatz zur gängigen „Weisheit“ waren die meisten Araber im britischen Mandat Palästina – und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge von 1948 – zugezogene Arbeiter und Nachkommen der muslimischen Einwanderer aus der gesamten arabischen Welt von 1831 bis 1947. Damals verleitete Britannien zu arabischer Immigration und blockte jüdische Immigration ab.

Damit schwoll die arabische Bevölkerung von Haifa von 1880 bis 1919 von 6.000 auf 80.000 an, hauptsächlich durch eingewanderte Arbeiter. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verstärkte die Nachfrage nach arabischer Arbeitskraft seitens des Militärs des britischen Mandats und seiner Zivilbehörden.

Darüber hinaus wurden arabische Migranten vom Osmanischen Reich als Arbeiter geholt und dann vom britischen Mandat, damit sie an wichtiger zivilen und militärischen Infrastruktur-Projekten arbeiten. Legale und illegale arabische Migranten wurden auch vom Wirtschaftswachstum angezogen, das die jüdische Gemeinschaft seit 1882 generierte.

Nach Angaben eines Berichts der britischen Peel-Kommission von 1937 (der im bahnbrechenden Buch „Palestine Betrayed“ von Prof. Ephraim Karsh vorgestellt wird) „lag die Zunahme der arabischen Bevölkerung in den gemischten Städten Haifa, Jaffa und Jerusalem von 1922 bis 1931 jeweils bei 86%, 62% und 37%, während sie in rein arabischen Städten wie Nablus und Hebron nur 7% betrug; in Gaza ging sie um 2% zurück.“

Ungeachtet gelegentlicher arabischer Auswanderung aus dem britischen Mandat Palästina – infolge innerarabischen Terrorismus, der ein im Nahen Osten endemisches Merkmal ist – löste die beträchtliche Welle arabischer Einwanderung zwischen 1831 und 1947 eine dramatische Zunahme der arabischen Bevölkerung von Jaffa (17-fach), Haifa (12-fach) und Ramle (5-fach) aus.

Das wichtige Buch „From Time Immemorial“ von Joan Peters besagt: „Die Volkszählung von 1931 [dokumentierte] mindestens 23 verschiedene, von Muslimen benutzte Sprachen, dazu weitere 28 von christlichen Arabern verwendete – insgesamt 51 Sprachen. Die Nichtjuden in Palästina führten als Geburtsorte mindestens 24 verschiedene Länder an.“

1917 gehörten zur „arabischen“ Bevölkerung von Jaffa mindestens 25 Nationalitäten, zumeist waren es Ägypter, aber auch Syrer, Jemeniten, Perser, Afghanen, Inder und Belutschen. Der British Palestine Exploration Fund dokumentierte eine Ausbreitung ägyptischer Viertel im Raum Jaffa: Abu Kabir, Sumeil, Scheik Munis, Salame, Fejia, usw. Hunderte ägyptische Familien ließen sich auch weiter im Inneren des Landes nieder, in Arara, Kafr Qasim, Tayibe und Qalansawe.

Die Eroberung des Landes Israel durch Ägyptens Mohammed Ali von 1831 bis 1840 wurde durch einen Strom ägyptischer und sudanesischer Migranten gefestigt, die sich zwischen Gaza im Süden, Tulkarm im Zentrum und dem Hule-Tal im Norden niederließen. Sie folgten den Spuren tausender Ägypter, die vor 1831 Ägypten verließen, um sich der Wehrpflicht zu entziehen und sich in Akko niederließen.

1865 dokumentierte der britische Reisende H. B. Tristram in „The Land of Israel: A Journal of Travels in Palestine“[1] ägyptische Migranten im Tal von Beit Schean, Akko , Hadera, Netanya und Jaffa.

Nach Angaben einer Ausgabe der syrischen Tageszeitung La Syrie vom 12. August 1934 „kamen 30.000 bis 36.000 syrische Migranten aus der Region Hauran allein während der letzten Monate nach Palästina“. Das Vorbild des Hamas-Terrorismus, Izzedin al-Qassam, der Juden im britischen Mandat Palästina terrorisierte, war Syrer, ebenso wie Fawzi al-Qawuqji, der bedeutendste arabische Terrorist im britischen Mandat Palästina während der 1930-er und 1940-er Jahre.

Libysiche Migranten siedelten in Gedera, südlich von Tel Aviv. Algerische Migranten entkamen der französischen Eroberung von 1830 und siedelten in Safed neben Syrern und jordanischen Beduinen in Tiberias. Tscherkessische Flüchtlinge, die vor russischer Unterdrückung flohen (1878) und Muslime aus Bosnien, Turkmenistan und dem Jemen (1908) diversifizierten die arabische Demografie westlich des Jordan weiter.

Dies ungewöhnliche arabisch-muslimische demografische Vielfalt zeigt sich in beliebten israelisch-arabischen Familiennamen, die eine Ableitung aus ihren Herkunftsländern sind: al-Masri (Ägypten), Al-Obeidi (Sudan), Al-Lubnani (Libanon), Halabi (Syrien), Al-Mughrabi (Marokko), Al-Dschazair (Algerien), Al-Yamani (Jemen), Al-Afghani (Afghanistan), Al-Hindi (Indien), Al-Hijazi (Saudi-Arabien), Al-Bagdadi (Irak), Buschnak (Bosnien), Khamis (Bahrain), Turki (Türkei) usw.

Aryah Avneri, ein wegbereitender Historischer der arabischen und jüdischen Migration, schätzte, dass es 1554 205.000 Muslime, Christen und Juden in Palästina gab, dann 275.000 im Jahr 1800 und ein ungewöhnlich starker Amstieg auf 532.000 im Jahr 1890, ein Resultat forcierter arabischer Einwanderung.

Mark Twain schrieb 1869 tatsächlich: „Von allen Ländern mit öder Landschaft muss Palästina, glaube ich, der Gipfel sein… Die Berge sind kahl. … Die Täler sind hässliche Wüsten. … Palästina ist öde und reizlos.“

Folglich sind die Araber, entgegen dem Mythos der arabischen Flüchtlinge von 1948 – die Israel delegitimieren wollen – nicht seit undenkbaren Zeiten im Land gewesen; keinem palästinensischen Volk wurde je sein Land geraubt; es gibt keine Grundlage für einen arabischen „Anspruch auf Rückkehr“; und die meisten der 320.000 arabischen Flüchtlinge – die von der arabischen Invasion Israels 1948 und ihrer Kollaboration mit dem Einmarsch geschaffen wurden – waren Immigranten aus jüngerer Zeit und Fremdarbeiter (aus benachbarten arabischen Staaten) im Land Israel.

[1] Das Land Israel: Ein Tagebuch der Reisen in Palästina

Stärkung des Jihad: Der tödliche Mythos einer „Grundursache“

Phyllis Chesler, The New York Post, 26. Februar 2015

Berichte, dass “Jihadi John”, der Erzähler mit dem britischen Akzent in den ISIS-Snuff-Videos, Mohammed Emwazi ist – ein gebildeter junger Mann mit Mittelklasse-Hintergrund – sollte dem Vorwand den letzten Sargnagel verpassen, dass Armut und mangelnde Bildung und Chancen islamistischen Hass schüren.

Diese unangebrachte Vorstellung scheint Politik der Obama-Administration zu sein. Marie Harf, stellvertretende Sprecherin des US-Außenministeriums, sagte vor kurzem:

„Wir können diesen Krieg nicht gewinnen, indem wir [Jihadisten] töten. Wir müssen die Grundursachen angreifen, die Menschen dazu bringen sich diesen Gruppen anzuschließen, ob das nun mangelnde Chancen auf Arbeit sind… Wir können mit Ländern rund um die Welt zusammenarbeiten, um ihre Staatsführung zu verbessern helfen. Wir können ihnen helfen ihre Wirtschaften aufzubauen, damit sie Jobchancen für diese Menschen haben können.“

Natürlich sind Nachrichten über „Jihadi John“ nur die jüngsten Beweise des Gegenteils. Diese Terroristen sind oft gut ausgebildet und sogar reich. Osama bin Laden war es allemal.

Viele islamistischen Terroristen sind Ärzte: Major Nidal Hassan (der Schütze von Ft. Hood) und Al-Qaidas aktueller Führer Ayman al-Zawahiri.

„Lady Al-Qaida“ Aafia Siddiqui (die Terroristin, für die ISIS James Foley, dann Steven Setloff eintauschen wollte) war eine Wissenschaftlerin.

Mohammed Atta, der Anführer der 9/11-Truppe, war Ingenieur und Sohn einer soliden Mittelklasse-Familie. Ein weiterer Ingenieur: Umar Farouk Abdulmutallab, der Unterhosen-Bomber, ist der Sohn eines reichen nigerianischen Geschäftsmanns.

William A. Wulf, ehemaliger Präsident der National Academy of Engineering, stellte fest: „In den Reihen der gefangenen und geständigen Terroristen sind Ingenieure und Ingenierstudenten erheblich überrepräsentiert.“

Dr. Marc Sageman, ein ehemaliger CIA-Beamter mit Doktortitel der New York University sowie seinem Abschluss in Medizin ist Autor der bahnbrechenden Studie „Understanding Terror Networks“ (Terrornetzwerke verstehen) aus dem Jahr 2003. Diese stellte fest: „Zwei Drittel der Mitglieder von Al-Qaida hatten eine Universitäts-Ausbildung“, und: „Die riesige Mehrheit der Terroristen kam aus solidem Mittelklasse-Hintergrund; ihre Führung stammt aus der oberen Mittelklasse. Sie kamen aus fürsorglichen, intakten Familien.“

Für die islamistischen Schrecken Armut verantwortlich zu machen verschleiert das wahre Problem nur: Jihadisten sind von einer Ideologie getrieben – einer Ideologie, die sich nach einem mythischen Kalifat sehnt, das von der strengsten Version des Scharia-Rechts bestimmt wird.

2002 stellten Alan Kreuger und Jitka Maleckova in einem Arbeitspapier für das National Bureau of Economic Research fest: „Armut und niedrige Bildung verursachen Terrorismus nicht.“ In der Tat ist „jede Verbindung zwischen Armut, Bileung und Terrorismus indirekt, kompliziert und vermutlich ziemlich schwach… Statt Terrorismus las direkte Reaktion auf schwache Marktchancen und Ignoranz zu betrachten, schlagen wir vor, dass er genauer als Reaktion auf politische Umstände und lange bestehende Gefühle (eingebildet oder real) der Demütigung und Frustration betrachtet werden sollte, die wenig mit der Wirtschaft zu tun haben.“

Was uns zu der Art bringt, wie Präsident Obama und andere Teil des Problems sind.

Die linken westlichen Eliten, die den Glauben stärkten, dass Muslime und Araber verfolgt worden sind, dass Profile erstellt wurden, dass sie ausspioniert wurden, dass sie diskriminiert wurden usw. verstärken das Ressentiment an der Wurzel des radikalen Jihad.

Das ist nur die neue Version eines lange bestehenden Problems der Linken.

In „The Tears of the White Man: Compassion as Contempt” (Die Tränen des Weißen Mannes: Mitgefühl als Geringschätzung) und „The Tyranny of Guilt: An Essay on Western Masochism” (deutscher Titel: Der Schuldkomplex: Vom Nutzen und Nachteil der Geschichte für Europa) merkt Pascal Bruckner an, dass westliche Linke ihre Romane mit dem totalitären Kommunismus in einen gefährlichen Flirt mit den Kämpfen der Dritten Welt verwandelten. Wahnvorstellungen von Solidarität und Mitgefühl mit „den Verdammten der Erde“, vermerkt er, stärken antiwestlichen, antisemitischen und antikolonialen Hass.

Finanziell sicher gestellte Linke betreiben „pseudorevolutionäres Posieren“ und „politische Schauspielerei“, die Frauen, Ungläubige, Dissidenten und Apostaten opfert. Westliche Eliten sehen sich selbst als Antirassisten, die eine bessere Welt herbeiführen. Was für ein Jammer, dass sie das nie zu Ende denken: Nieder mit dem Bösen Reich des Westens – hoch mit dem … sogar noch böseren Islamistischen Reich?

Die gefälschten Araber

Victor Sharpe, American Clarion, 18. November 2013

Landkarte des britischen Mandats Palästina und Transjordanien (Quelle: Wikimedia Commons)

Es gibt Araber, die sich Palästinenser nennen.

Sie sind nicht zu unterscheiden von den anderen Araber, die in den umliegenden künstlichen Staaten wie dem Irak, Jordanien, Saudi-Arabien und den anderen Gebilden des gesamten Nahen Ostens, die von den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien geschaffen wurden. Beide Mächte waren siegreich, nachdem das ottomanische türkische Reich am Ende des Ersten Weltkriegs besiegt am Boden lag.

Beide europäischen Mächte schnitzen künstliche Grenzen in den Leichnam, der das türkische Reich im Nahen Osten gewesen war; sowohl Frankreich als auch Großbritannien haben ein bleibendes Erbe an Krieg und Gewalt hinterlassen, das seitdem aktiv ist. Ein solches Territorium war das zuvor 400 Jahre von der ottomanischen Türkei besetzte, manchmal als Palästina bekannte geografische Gebiet.

Doch so etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht; so etwas wie palästinensische Geschichte gibt es nicht; und es gibt keine palästinensische Sprache. Es hat in der gesamten aufgezeichneten Geschichte nie einen unabhängigen, souveränen palästinensischen Staat gegeben – geschweige denn einen arabischen unabhängigen Staat Palästina.

Sie werden vergeblich nach palästinensisch-arabischen Münzen oder palästinensisch-arabischer archäologische Artefakte, die eine Verbindung zu einem palästinensisch-arabischen König oder alten Führer suchen. Was Sie aber finden werden, sind Münzen, Tonscherben, alte Schriftrollen, die allesamt schlüssig, empirisch und Jahrtausende alte Beweise jüdischer Zivilisation, die das korrekt als Israel – nicht Palästina – bekannte Land sprenkeln.

Die heute so genannten „Palästinenser“ sind ein arabisches Volk, das eine überwiegend muslimisch-arabische Kultur, Ethnie und Sprache teilt, die mit denen ihrer arabischen Geschwister im Nahen Osten und Nordafrika identisch ist und wenige, wenn überhaupt Unterschiede aufweisen.

Yassir Arafat, der Erzterrorist, der sich den sich selbst als Palästinenser bezeichnenden Arabern undemokratisch aufzwang, liebte es das absurde Märchen zu schaffen, die palästinensischen Araber stammten von den Kanaanitern und den Philistern ab. Wie wir wissen, ist die Zahl derer, die sie glauben, höher, je größer die Lüge ist. Und so verdrehte Arafat die Geschichte, um die indigenen Einheimischen des Landes ihres Erbes zu berauben: die Juden.

Kanaaniter waren zweifelsohne die ersten bekannten Bewohner des Landes Israel, bevor die ersten Hebräer – Abraham, Isaak und Jakob mit ihren Frauen – sich dort niederließen und bevor Moses ihre Nachkommen während des Auszugs aus Ägypten zurück ins gelobte Land brachte. Die Kanaaniter lebten sowohl entlang der Küstenebene als auch in der Bergregion, die wie eine Wirkelsäule durch das biblische Gebiet von Samaria und Judäa verläuft. Ihre Sprache war der Hebräischen ähnlich und ihr Territorium erstreckte sich nach Norden bis in den heutigen Libanon und schloss die heutigen Golanhöhen mit ein.

Die Kanaaniter wurden schließlich während der Herrschaft König Davids unterworfen. Die meisten Kanaaniter wurden allmählich in das jüdische Volk assimiliert und waren kein unterscheidbares Volk mehr.

Nach dem 8. Jahrhundert v.Chr. gab es keine Kanaaniter mehr und daher ist das das einzige Volk, das eine historische Verbindung zum antiken Kanaan zurückverfolgen kann, das jüdische, nicht die palästinensischen Araber. So viel zu Arafats Unsinn und zu den fortgesetzten Versuchen der heutigen palästinensischen Araber, die – finanziert durch riesigen arabischen Ölreichtum – versuchen die Welt reinzulegen.

Der Begriff „Philister“ bietet die Quelle, aus der der Begriff „Palästinenser“ abgeleitet ist. Wie die Araber, die sich den ausgeheckten Namen „Palästinenser“ gaben, sind die Philister Fremde, die das Land aus anderen Ländern – zumeist von der Mittelmeerinsel Kreta – kommend betraten. Das ist der Grund, dass man sie auch als Seefahrervolk kannte.

Die modernen „palästinensischen Araber“ sind in erster Linie Nachkommen der umherziehenden Araber, die illegal aus den arabischen Territorien bis hin aus dem Sudan, Ägypten, Syrien und was Mesopotamien (der heutige Irak) war,  in das britische Mandat Palästina strömten. Sie wurden von den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts angezogen, als jüdische Pioniere neue Arbeitsmöglichkeiten boten, deren heldenhafte Anstrengungen die Wüste wieder grün und Jahrhunderte alte Verwahrlosung wieder rückgängig machten, die das Land unter der Abfolge fremder Besatzer erdulden musste.

Großbritannien schaute während der Mandatszeit über das Gebiet bei der Flut illegal hereinkommender arabischer Fremdlinge weg, während es gleichzeitig die jüdische Einwanderung in deren althergebrachte, biblische und angestammte Heimat willkürlich einschränkte. Das war ein Verrat am den Briten gegebenen Mandat, nach dem eine jüdische Heimstatt in dem als Palästina bekannten geografischen Bereich ermöglicht werden sollte.

Die Philister waren nicht semitische Leute, die von den Ägäischen Inseln und besonders von Kreta kommend ins Land kamen. Diese antiken Kreter erreichten das südliche Kanaan und die ägyptische Küstenlinie und waren bei den hebräischen Stämmen als „Pelestim und Keretim“ bekannt. Es scheint so, dass sie anfangs in Gaza gesiedelt hatten. Später ließen sie sich in Aschdod, Aschkelon, Gat und Ekron nieder – der Pentapolis.

Das Gebiet verlief primär entlang der Mittelmeerküste; interessanterweise ein Territorium, das dem heutigen Gazastreifen nicht unähnlich war. Sie versuchten zu verschiedenen Zeiten in Judäa einzufallen, wurden aber von den unterschiedlichen biblischen Helden der Juden und schließlich von König David besiegt. Ab dieser Zeit begannen sie als Bedrohung und als separates Volk abzunehmen und verschwanden schließlich aus der Geschichte; jeder Versuch der „palästinensischen“ Araber eine Abstammung von ihnen geltend zu machen ist so absurd wie der von Verbindungen zu den frühen Kanaanitern.

Spulen wir auf das Jahr 73 n.Chr. vor, dem ersten Versuch der Juden ihre Unabhängigkeit vom unterdrückenden Joch der römischen Besatzung wiederzugewinnen; ihre Familien flohen von Jerusalem auf die Festung Masada. Die Römer hatten die jüdische Hauptstadt zusammen mit dem zweiten jüdischen Tempel zerstört.

Historisch dokumentiert und allgemein anerkannt ist es Masada, das zu größer Höhe über dem Toten Meer aufsteigt, der Ort des letzten Gefechts und die überlebenden Krieger und ihre Familien nahmen sich lieber das Leben, statt als Sklaven ins gesamte römische Reich geschickt zu werden. Das Land, in dem diese aufwühlenden und epochalen Ereignisse stattfanden, lag in der als Judäa bekannten Provinz. Vor dieser Zeit gibt es absolut keine Erwähnung eines Orts namens „Palästina“.

Nach der Niederschlagung der zweiten jüdischen Revolte gegen die römische Besatzung im Jahr 135 ersetzte Kaiser Hadrian den Namen Judäa (auf Hebräisch „Yehuda“, woher der Name Jehudim, Juden stammt) durch Syria-Palæstina, nach den „Philistern“, die die antiken Feinde der Israeliten waren. Hadrian machte das ausdrücklich um jede Spur jüdischer Geschichte auszulöschen.

Antike Römer wie auch die so genannten palästinensischen Araber haben die hebräische heilige Prophetie erfüllt, die besagt: „Denn sieh, deine Feinde toben, und die dich hassen, haben das Haupt erhoben. Gegen dein Volk planen sie Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die unter deinem Schutz sind. Sie sagen: Kommt, wir tilgen sie aus, dass sie kein Volk mehr sind, des Namens Israel werde nicht mehr gedacht.“ (Psalm 83,3-4) Sie scheiterten, denn Israel ist als moderner jüdischer Staat in seiner angestammten und biblischen Heimat wiederhergestellt.

In keinem antiken Dokument taucht ein Name wie Palästina auf. Er ist nicht in der Bibel aufgeschrieben, weder in den hebräischen heiligen Schriften noch im christlichen Testament, nicht einmal in assyrischen, persische, mazedonischen, ptolemäischen, seleukidischen oder griechischen Quellen. Es wird nie irgendwo ein „palästinensisches“ Volk erwähnt, nicht einmal von den Römern, die den Begriff erfanden.

Wenn die „Palästinenser“ angeblich die historischen Einwohner des heiligen Landes sind, warum kämpften sie nicht für ihre Unabhängigkeit von den Römern, wie es die Juden taten? Wie ist es möglich, dass nicht ein einziger „palästinensischer“ Führer gegen die römischen Invasoren rebellierte oder in einer Geschichtsaufzeichnung erwähnt wird?

Warum wird keine palästinensische Rebellengruppe erwähnt, wie z.B. bei den Juden die Zeloten? Warum erwähnt jedes historische Dokument die Juden als eingeborene und uransässige Bewohner und die Griechen, Römer und andere als Ausländer, die in Judäa blieben; aber kein „palästinensisches“ Volk, weder als Einheimische noch als Ausländer? Mehr noch: Es gibt keinen Hinweis zu irgendeinem „palästinensischen“ Volk im Koran, obwohl Muslime behaupten, dass ihr Prophet einmal in Al-Aqsa (was „weistest entfernter Ort“ bedeutet) war , den Muslime aus politischen Gründen in Jerusalem ansiedelten – ein Ereignis, das nicht einmal im Koran erwähnt wird.

Saladin, ein Kurde, kannte die Juden und lud sie ein sich in Jerusalem wieder anzusiedeln. Er hatte keine Probleme damit Jerusalem als ihre ewige Hauptstadt und das Territorium als ihr rechtmäßiges Heimatland anzuerkennen. Doch er kannte keinerlei sogenannte Palästinenser und zu behaupten Palästinenser seien die Ureinwohner von Eretz Yisarel, dem Land Israel, widerspricht nicht nur der säkularen Geschichte, sondern steht auch der islamischen Geschichte entgegen.

Die sogenannten „Palästinenser“, die Jerusalem beanspruchen, wollen es so, dass sie es den Juden wegnehmen können, für die das als Zion bekannte Jerusalem die ewige, 3.000 Jahre alte jüdische Hauptstadt ist.

Was vielleicht die modernen Araber, die sich selbst „Palästinenser“ nennen, mit den antiken Philistern verbindet: beide sind Invasoren. Die Philister wollten den Israeliten die heilige Bundeslade abnehmen, während die heutigen, sogenannten „palästinensischen Araber“ dem jüdischen Volk die Stadt des Heiligen Bundes wegnehmen wollen – Jerusalem.

Eine Fülle an Informationen über dieses und damit zusammenhängende Themen ist auf der folgenden Internetseite zu finden. Ich ermutige jeden sie zu lesen: http://www.think-israel.org/archives/oldindex.html#featured

LASSEN SIE MICH ALSO DAS ENDE MIT DEN WORTEN EINES ISRAELISCHEN ARABERS BEGINNEN, Joseph Farah, der sich sein Heim hier in Amerika eingerichtet hat und der weiß, was er schreibt:

„Es hat nie ein als Palästina von Palästinensern bekanntes Land gegeben. Palästinenser sind Araber, nicht zu unterscheiden von Jordaniern (eine weitere jüngere Erfindung), Syrern, Irakern usw. Denken Sie daran, dass die Arber 99,9 Prozent des Landes im Nahen Osten kontrollieren. Israel stellt nur ein Zehntel eines Prozents der Landmasse. Doch das ist für die Araber zu viel. Sie wollen alles. Und das ist letztlich das, worum es bei den Kämpfen in Israel heute geht… Egal, wie viel Zugeständnisse die Israelis beim Land machen, es wird nie ausreichen.“ – Joseph Farah, „Myths of the Middle East“

Hören wir, was andere Araber gesagt haben:

„So etwas wie Palästina gibt es nicht. ‚Palästina‘ ist ein Begriff, den die Zionisten erfanden. Es gibt in der Bibel kein Palästina. Unser Land war Jahrhundert lang Teil von Syrien. ‚Palästina‘ ist uns fremd. Es sind die Zionisten, die es einführten.“ – Auni Bey Abdul-Hadi, syrisch-arabischer Führer vor der britischen Peel-Kommission, 1937

„Es gibt so etwas wie Palästina in der Geschichte nicht, absolut nicht.“ – Professor Philip Hitti, arabischer Historiker, 1946

„Es ist allgemein bekannt, dass Palästina nichts anderes ist als Südsyrien.“ – der Repräsentant Saudi-Arabiens bei den Vereinten Nationen, 1956.

Bezüglich des Heiligen Landes erklärte der Vorsitzende der syrischen Delegation bei der Pariser Friedenskonferenz im Februar 1919: – „Die einzige arabische Vorherrschaft seit der Eroberung im Jahr 635 n.Chr. dauerte als solche kaum an, gerade einmal 22 Jahre.“

Die vorhergehenden Äußerungen arabischer Politiker wurden vor 1967 getätigt, da sie nicht die Geringste Ahnung von der Existenz irgendeines palästinensischen Volkes hatten.

Wie und wann änderten sie ihre Meinung und entschieden, dass ein solches Volk existiert?

Als der Staat Israel 1948 wiedergeboren wurde, hatten die Araber dieses „uralte“ Volk immer noch nicht entdeckt. Sie waren zu sehr damit beschäftigt den wiederhergestellten, souveränen Staat Israel auszulöschen und hatten nicht vor irgendein palästinensisches Gebilde zu schaffen, sondern nur das eroberte jüdische Land unter den bereits existierenden arabischen Staaten zu verteilen.

Die arabischen Armeen wurden von einer winzigen Hand voll jüdischer Verteidiger besiegt. Die Araber versuchten 1967 erneut Israel zu vernichten und wurden in nur sechs Tagen gedemütigt, in denen sie das Land verloren, das sie 1948 gestohlen und an sich gerissen hatten. Zu diesem Land gehörten Judäa und Samaria, die das biblische und althergebrachte jüdischer Kernland bilden; die Geschichte lässt sich rund 4.000 Jahre weit zurückverfolgen.

Jetzt vergisst die Welt solch empirische Geschichte und zieht es vor das angestammte jüdische Territorium, die 19 Jahre lang – von 1948 bis zur Befreiung 1967 – von den jordanischen Arabern illegal besetzt war, Westbank zu nennen.

In all den Jahren, als Jordanien Judäa und Samaria und Ägypten den Gazastreifen besetzten, schuf keiner von ihnen einen „palästinensischen“ Staat, da die immer noch nicht existenten Palästinenser niemals ihre angeblichen Rechte auf einen eigenen Staat beanspruchten.

Paradoxerweise war es während des britischen Mandats von 1920 bis 1948 keine arabische Gruppe, die als Palästinenser bekannt war, sondern die Juden!

Doch lesen Sie, was andere Araber nach dem Sechstage-Krieg erklärten:

„Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrer und Libanesen. Wir sind alle Teil einer Nation. Nur aus politischen Gründen unterstreichen wir unsere palästinensische Identität… ja, die Existenz einer separaten palästinensischen Identität dient einzig taktischen Zwecken. Die Gründung eines Palästinenserstaates ist ein neues Mittel im fortgesetzten Kampf gegen Israel.“ – Zuhair Muhsin, Militärkommandeur der PLO und Mitglied des PLO-Exekutivrats

„Vergessen Sie nie dies hier: So etwas wie ein palästinensisches Volk gibt es nicht, es gibt kein palästinensisches Wesen, es gibt nur Syrien. Ihr sein ein integraler Bestandteil des syrischen Volkes, Palästina ist ein integraler Teil Syriens. Daher sind wir es, die syrischen Behörden, die die wahren Repräsentanten des palästinensischen Volkes sind.“ – der syrische Diktator Hafez Assad gegenüber PLO-Führer Yassir Arafat.

„Als ich in Palästina lebte, konnte jeder, den ich kannte, sein Erbe bis zum Ursprungsland zurückverfolgen, aus dem seine Urgroßeltern kamen. Jeder wusste, dass er nicht von den Kanaanitern abstammte, aber ironischerweise ist das die Art von Zeugs, die zu unserer Bildung im Nahen Osten gehört. Fakt ist, dass die heutigen Palästinenser Einwanderer aus den umliegenden Staaten waren! Ich wuchs auf und kannte die Geschichte und Herkunft der heutigen Palästinenser aus dem Jemen, Saudi-Arabien, Marokko, Christen aus Griechenland, muslimische Scherkas aus Russland, Muslime aus Bosnien und den Jordaniern von nebenan sehr genua. Mein Großvater, ein Würdenträger in Bethlehem, verlor beinahe sein Leben durch Abdula Qader al-Husseini (den Führer der palästinensischen Revolution), nachdem er beschuldigt wurde Land an Juden zu verkaufen. Er erzählte uns gerne, dass sein Dorf Beit Sahur (die Hirtenfelder) im Kreis Bethlehem leer war, bevor sein Vater sich in der Gegend mit sechs anderen Familien niederließ. Die Stadt ist heute auf 30.000 Einwohner angwachsen.“ – Walid Shoebat

Während der langen Jahre fremder Besatzung des Landes Israel, und obwohl Juden immer im Land lebten, in welcher Anzahl auch immer sie sich versorgen konnten, waren Besucher immer davon getroffen, wie öde das Land mit Malariasümpfen und wie spärlich bevölkert es war. Die folgenden Berichte von Reisenden in die menschenleere Landschaft, die zu trauriger Wüstenei geworden war, sind ziemlich aufschlussreich:

„Es gibt nicht ein einziges Dorf in dem gesamten Bereich (Jesreel-Tal in Galiläa); nicht in 30 Meilen in jede Richtung… Man könnte Dutzende Meilen hier herum reiten und nicht einen Menschen sehen. Damit sich von dieser Art von Abgeschiedenheit trostlos machen zu lassen, kommen Sie nach Galiläa… Nazareth ist einsam und verlassen… Jericho liegt als zerfallende Ruine da… Bethlehem und Bethanien sind in ihrer Armut und Erniedrigung von jeder lebenden Kreatur unbewohnt… Ein trostloses Land, dessen Boden reich genug ist, das aber völlig dem Unkraut überlassen ist… eine stille, schwermütige Weite… eine Einöde… Wir sahen entlang der gesamten Route kein einziges menschliches Wesen… Kaum irgendwo ein Baum oder Strauch. Selbst der Olivenbaum und der Kaktus, diese schnellen Freunde eines wertlosen Bodens, hatten das Land fast verlassen… Palästina sitzt in Sackeinen und Asche… verödet und reizlos…“ – Mark Twain: „The Innocents Abroad“, 1867

Man fragt sich daher, wo die „Palästinenser“ sich versteckten, so dass Mark Twain sie nicht konnte. Wo war das sogenannte „uralte“ Volk Mitte des neunzehnten Jahrhunderts? Natürlich versuchen arabische Politiker heute Mark Twain zu diskreditieren, indem sie sich in den Bereich aller Halunken zurückziehen und ihn als Rassisten bezeichnen.

„1590 schrieb ein ‚einfacher englischer Reisender‘ in Jerusalem: ‚Nichts ist dort zu sehen außer ein wenig von den alten Mauern, die noch übrig sind und der gesamte Rest ist Gras, Moss und Unkraut, ganz so wie ein Stück ranziger oder feuchter Boden‘.“ – Gunner Edward Webbe, Palestine Exploration Fund

„Dem Land in Palästina fehlen Menschen, die seinen fruchtbaren Boden beackern.“ – der britische Archäologe Thomas Shaw, Mitte des 18. Jahrhunderts

„Palästina ist ein ruiniertes und verwahrlostes Land.“ – Graf Constantine Françpos Volney, französischer Schriftsteller und Historiker des 18. Jahrhunderts

„Die Araber selbst können als vorübergehende Einwohner betrachtet werden. Sie schlugen ihre Zelte auf Weiden auf oder bauten ihre Zufluchtsorte auf ihren ruinierten Städten. Sie schufen dort nichts. Da ist Fremde im Land waren, wurden sie nie dessen Herren. Der Wüstenwind, der sie hierher brachte, könnte sie eines Tages wieder wegtragen, ohne ein Zeichen ihres Durchzugs zu hinterlassen.“ – Kommentare von Christen zu den Araberin in Palästina in den 1880-er Jahren.

„Das Land ist zu einem beträchtlichen Maß von Bewohnern entleert und daher braucht es am dringendsten eine Bevölkerung.“ – James Finn, britischer Konsul, 1857

„Die Gegend war unterbevölkert und stagnierte wirtschaftlich bis zur Ankunft der ersten zionistischen Pioniere in den 1880-er Jahren, die kamen, um das jüdische Land wieder aufzubauen. Das Land war im religiösen und historischen Bewusstsein der Menschheit „das Heilige Land“ geblieben; sie verband es mit der Bibel und der Geschichte des jüdischen Volkes. Die jüdische Entwicklung des Landes zog auch große Zahlen anderer Einwanderer an – Juden wie Araber. Die Straße von Gaza Richtung Norden war nur ein Sommerpfad, der sich für Transporte durch Kamele und Karren eignete… Die Häuser waren alle aus Lehm gebaut. Nirgendwo waren Fenster zu sehen… Die benutzten Pflüge waren aus Holz… Die Ernten waren mager… Es gab keine Schulen… Die Kindersterblichkeitsrate war sehr hoch… Der westliche Teil, zur See hin, war fast eine Wüste… Viele Ruinen waren über die Gegend verteilt, da infolge von Malaria viele Dörfer von ihren Einwohnern verlassen wurden.“ – Der Bericht der britischen königlichen Kommission, 1913

Viel zu viele ansonsten anständige Menschen sind dahin gekommen mit arabischem Öl finanzierte Lügen zu akzeptieren, die als Geschichte über die Ursprünge der sogenannten palästinensischen Araber ausgegeben werden. Diese Lügen durchdringen heute die Mainstream-Medien, Schulen, Hochschulen und Universitäten und werden von den linken Professur-Inhabern und Hochschulen verübt, die nur allzu eifrig saudisches Blutgeld akzeptieren.

Die oben angeführten historischen Fakten könnten denen hilfreich sein, die ansonsten der heuchlerischen arabischen Propaganda und was eine der größten jemals in der Welt begangenen Betrügereien auf den Leim gegangen sind.

Lügen dominieren alles

Wie sehr Lügen, Mythen und Unwissen samt eingeimpftem Feindbild die Sicht auf den Nahost-Konflikt bestimmen, kann man sehr schön anhand einer Karikatur aufzeigen, die ein Jonathan Shapiro alias Zapiro aus Südafrika für den Mail & Guardian erstellte:

Shapiro in Mai&Guardian

Hier wird alles auf den Kopf gestellt, was an Fakten vorhanden ist. Das obere Bild wird betitelt mit „1967: der Mythos von 40 Jahren.“ Der kleine Steinschleuderer-David ist „das heldenhafte Israel“, der vom Stein getroffene Goliath die „arabische Aggression“. Laut Shapiro alles Lüge, denn in Wirklichkeit war es so, wie auf dem unteren Bild zu sehen: „1967: Was wirklich geschah“ – „von den USA finanzierte israelische Macht“ lässt einen riesigen Stein auf den kleinen, harmlosen Schwertschwinger fallen. Auf dem Stein steht: „geplanter Landraub“.

Schauen wir mal nach. Die Israelis haben also alles lange geplant und sind die Aggressoren? Hm, warum hatten denn Ägypten und Syrien ein Militärbündnis geschmiedet, das sich nur ein Ziel gesetzt hatte: die Juden ins Meer zu treiben? Warum hatte Nasser die Straße von Tiran gesperrt – ein klarer Kriegsakt gegen Israel? Warum hatte Nasser die UNO-Friedensschützer aus dem Sinai wegbefohlen? Warum wurden die ägyptischen Truppen an der Grenze zu Israel massiert, die der Syrer auf dem Golan (von dem sie ohnehin seit 19 Jahren eifrig auf Juden schossen)? Warum ließ die israelische Regierung dem kleinen König im Osten immer wieder vermitteln, er solle sich aus dem Krieg heraushalten?

So weit nur das, was den Vorlauf und den Kriegsbeginn angeht. Mal abgesehen von der Zahl der Panzer, Flugzeuge, Geschütze und Soldaten, die Israel einerseits, seine arabischen Feinde andererseits aufbieten konnten. Hinterher bot Israel „Land für Frieden“ an. Wieso? Weil es sich alles einverleiben wollte? Warum hat es dann den Sinai 1979-81 an Ägypten zurückgegeben? Und wenn die Araber die Opfer waren, warum haben sie dann in Karthoum die berühmten „drei Nein“ formuliert: Keine Verhandlungen mit Israel, keine Anerkennung Israels und kein Frieden mit Israel. Wie lässt sich das mit den Behauptungen dieser Karikatur vereinbaren?

Nun zu etwas weniger „emotionalen“ Fakten, die heute keiner mehr kennen will: den USA als Finanzier des „jüdischen Gebildes“. Die Amerikaner haben sich schon bei der Resolution zur Staatsgründung sehr zurückhaltend verhalten. Lediglich die Standhaftigkeit von Präsident Truman hat dafür gesorgt, dass die USA für den Teilungsplan stimmten. Die professionellen Diplomaten im US-Außenministerium waren vehement dagegen. Diese bestimmten auch weiterhin weit gehend das Verhalten der USA gegenüber Israel – das eher ablehnend war. So waren es die USA (zusammen mit der Sowjetunion), die dafür sorgten, dass Israel den Sinai-Feldzug mit einem propagandistischen Sieg Nassers beendete und sich ohne jegliche Zugeständnisse der Verlierer zurückzog. Israel fragte Ende der 1950-er Jahre in den USA an, ob sie den Militärtransporter Lockheed C-130 Hercules kaufen könnten. Die USA lehnten ab und überließen den Israelis völlig veraltete und in ruinösem Zustand befindliche Boeing C-97, die mit den modernen Flugzeugen der anderen Nahost-Mächte überhaupt nicht Schritt halten konnten und von der US Air Force längst ausgemustert waren. Israel musste sie erst aufwändig in Stand setzen und modifizieren, damit sie in der gedachten Rolle überhaupt einsetzbar waren. Die Flugzeuge wurden von der IAF ab 1962 übernommen und bis 1978 eingesetzt. Von amerikanischer Stütze für Israel kann keine Rede sein.

Statt dessen war Frankreich Haupt-Ausrüster – bis 1967, als es wegen des (drohenden und dann auch noch unverschämt erfolgreichen) Krieges ein Embargo gegen Israel verhängte. Die israelische Luftwaffe war ausschließlich mit französischen Kampfflugzeugen ausgerüstet, von denen sie allerdings einen ganzen Haufen trotz Bezahlung gar nicht mehr erhielt – die Franzosen boykottierten Israel, damit die Araber ihnen nicht böse wurden.

Am Boden wurden von der IDF noch amerikanische Sherman-Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt. Ha, jetzt haben wir sie erwischt, die Amis! Klar, die WK II-Fuhrwerke waren ja auch völlig up-to-date, oder? Nun, die Israelis hatten sie modifiziert, aber die Amerikaner hatten sie ihnen in der Sicherheit verkauft, keinerlei modernes Gerät abgegeben zu haben. Da waren die Araber mit ihren russischen T-Panzern weit besser ausgerüstet. Ohne die erfolgreich eroberte Lufthoheit und effektiven Luft-Boden-Angriffen auf die arabischen Panzerkolonnen hätten die Israelis keine Chance gegen die Völkermord-Ambitionen der Syrer, Ägypter und Jordanier gehabt.

Amerikanische Hilfe für Israels Aggression? Nicht haltbar. Die dumme Ignoranz des Herrn aus Südafrika – oder seine völlig stumpfsinnige Unwissenheit – sind deutliche Hinweise darauf, dass „Israelkritik“ heutzutage nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat, sondern sich deutlich nur aus Vorurteilen, Hass und einer Mischung aus Lüge und Unkenntnis nährt.

Die Amerikaner sind erst nach 1967 zum Lieferanten Israels geworden. Und selbst da haben sie noch lange nicht aktuelles Material verkauft, sondern beispielsweise Flugzeuge, die sie selbst schon ersetzten. Erst durch den nächsten versuchten Vernichtungskrieg vom Oktober 1973 gingen einigen Verantwortlichen in den USA die Augen auf und Israel bekam „state-of-the-art“-Waffen aus Amerika geliefert. Aber nicht ohne Fußfessel. Der von Israel in den 1980-er Jahren entwickelte Kampfflieger „Lavi“ wurde „aus Kostengründen“ nicht gebaut – in Wirklichkeit aber auf Druck der USA ins Museum geschickt, die die zu große Konkurrenz für ihre F-16 sahen, der die Lavi weit überlegen gewesen wäre. Der Verkauf von israelischem Radargerät für AWACS-Zwecke wurde durch massiven Druck der USA unterbunden – Israel durfte den Amerikanern keine Konkurrenz machen. El Al hatte – nach einer Umfrage unter ihren Passagieren – bei Airbus praktisch so schon bestellt, es fehlte nur der Kaufvertrag für Passagier-Flugzeuge der A320-Klasse – und dann kam Präsident Clinton nach Israel und El Al bestellte doch wieder Boeings. Den neuen Super-Kampfflieger F-35 werden die Israelis zwar wohl auch bekommen – aber sie werden keine eigene Avionik und sonstiges Gerät einbauen, wie sie es bei ihre F-16 und F-15 gemacht haben, mit denen sie bei gemeinsamen Übungen sämtliche NATO-Flugzeuge „vom Himmel holten“. Die USA mögen der Hauptlieferant der israelischen Streitkräfte sein; sie mögen Israel mehr Finanzhilfe geben als den Ägyptern. Aber sie tun nichts ohne Gegenleistung. Sie tun nichts davon, ohne Israel Fesseln anzulegen und Druck auszuüben, der den jüdischen Staat gefährdet.

Die Karikatur am Anfang ist eine unverschämte Lüge. Und selbst heute wäre sie so weit weg von der Wahrheit wie der Süd- vom Nordpol.