Alles, was man über den Nakba-Tag wissen muss

Die palästinensischen Araber randalieren heute wegen ihrer solgenannten Katastrophe (Nakba). Die Hamas hat dafür alle Schulen geschlossen, die Kinder sollen am Gaza-Zaun randalieren. Aus Israel gibt es einen informative Ansage von Privatpersonen:

Nakba???
Israel wird euren Fehlschlag uns 1948 zu massakrieren nicht betrauern.

Wie definierst du dich selbst?

Elder of Ziyon, 8. Mai 2007

Yom Ha’atzmaut-Feiern sind, zusammen mit dem palästinensisch-arabischen „Nakba“-Gedenken, eine gute Gelegenheit einen fundamentalen Unterschied zwischen Zionisten und palästinensisch-arabischen Nationalisten festzustellen.

Zionistien definieren sich völlig unabhängig von anderen Spielern der Weltgeschichte. Der Zionismus ist die nationale Wiederbelegungsbewegung für das jüdische Volk im Land seiner Vorväter. Das hat nichts mit den Europäern oder den Arabern oder sonst irgendetwas zu tun. Das ist eine völlig positive, autarke Definition. Man mag sagen, dass der Zionismus die Araber unfair behandelte, aber die Araber waren nicht kein inhärenter Faktor in der Definition des Zionismus; der Zionismus ist als Begriff unabhängig von anderen Faktoren. Araber, die versuchten diesen Traum zu zerstören, wurden nicht als Bedrohung für den Zionismus betrachtet – sie wurden als für das Konzept an sich irrelevant angesehen. Wenn sie Israel akzeptierten, gut; wenn nicht, Pech für sie.

Andererseits definiert sich der palästinensisch-arabischer Nationalismus ausschließlich über die Beziehung zu anderen; und diese Definierung ist eine negative. Die 60. Wiederkehr der Gründung Israels zeigt diese Unterschiede mit scharfem Profil.

Heute wird der Yom Ha’atzmaut gefeiert, aber das ist nicht der Jahrestag. Dieser ist der fünfte Tag des hebräischen Monats Iyar, am Samstag. Da dies der jüdische Sabbath ist, wurde das Datum auf heute vorverlegt, um jedermann die Möglichkeit zu geben angemessen zu feiern.

Die Nakba-Festlichkeiten waren ursprünglich für den 15. Mai, den „Nakba-Tag“ terminiert, aber die bloße Vorstellung, dass Israel heute feiert, irritiert die palästinensischen Araber derart, dass sie den heutigen Tag zu einem Tag der Trauer erklärten:

Donnerstag wird ein Tag nationaler Trauer in den gesamten Palästinensergebieten gehalten, um an die sechzigste Wiederkehr der palästinensischen Nakba zu erinnern.

Palästinensische schwarze Flaggen werden auf Gebäudedächern gehisst, ein öffentlicher Teilstreik wird von 12 bis 1 Uhr am Donnerstagmittag zusätzlich zu den Demonstrationen in der gesamten Westbank abgehalten.

In einer am Donnerstag abgegebenen Erklärung forderte das Nationale Komitee für die Erinnerung an die Nakba alle Palästinenser auf an der Aktion teilzunehmen, um „gegen die Feiern des Besatzungsstaates [Israel] zu seiner Gründung auf den Überbleibseln palästinensischen Städte und Dörfer zu protestieren, indem ausgedrückt wird, dass die Palästinenser an ihrem ‚Rückkehrrecht’ festhalten, das ein legitimes Recht ist.“

Heute ist weder nach dem hebräischen noch dem gregorianischen oder muslimischen Kalender der Jahrestag, aber weil Israel heute feiert, müssen die palästinensischen Araber ihre Gedenkveranstaltungen auch heute beginnen. Ihre Geschichte und ihre Selbstsicht wird völlig durch das definiert, was Israel tut, nicht durch das, was angeblich ihre Ziele sind.

Wenn die Nakba dazu gedacht wäre, an die Wiederkehr der Flucht der palästinensischen Araber aus ihren Häusern zu erinnern, dann könnte der Tag irgendwann im Jahr begangen werden, da es keine bestimmten Bevölkerungsverschiebungen am 15. Mai gab. Sie könnte das Datum der Kapitulation von Haifa oder das der Unterzeichnung des Waffenstillstands durch Israel mit Jordanien nehmen – und damit sicher stellen, dass sie in der Lage sind einen Staat aufzubauen. Aber sie entscheiden sich, ihn dann zu begehen, wenn Israel das tut – und wenn Israel das Datum verschiebt, dann machen sie das auch.

So zeigt sich das auch bei diesem Nakba-Poster:

Die Form „Palästinas“ (dargestellt als Schlüsselloch) leugnet die Tatsache, dass der palästinensisch-arabische Nationalismus in seiner Gänze von externen Faktoren abhängig ist. Das historische Palästina sieht überhaupt nicht aus wie auf diesem Bild; und während es schwierig sein würde die Grenzen zu ziehen, die nie festgelegt wurden, würde jedermann zustimmen, dass der Negev nicht Teil davon ist und dass bedeutende Teil dessen, was heute Jordanien ist, dazu gehören. Die Tatsache, dass die palästinensischen Araber auf jeden Anschein der Wiederherstellung des „historischen“ Palästina verzichtet haben und nur an den Gebieten interessiert sind, die zufälligerweise Israel kontrolliert, mit nationalen Grenzen, die von den Briten und Franzosen gezogen wurden, zeigt, dass es beim palästinensisch-arabische Nationalismus überhaupt nicht um den Aufbau, sondern um die Vernichtung eines Staates geht.

Natürlich zeigt auch, dass sie 1949 die jordanische Souveränität und Staatsbürgerschaft anerkannten, dass eine unabhängige Nation kein Ziel der so genannten „Nationalisten“ war.

Seit Oslo sind fast 15 Jahre vergangen. Während eines großen Teils dieser Zeit war ein Großteil der Westbank unter arabischer Autonomie. Die PA hat Zugang zu denselben Mitteln, die das embryonische Israel 1948 hatte. Vor der Intifada gab es dort eine lebensfähige Wirtschaft; vor 2003 gab es keine Straßensperren.

Nun sehen Sie sich an, wie viel Fortschritte sie mit der Autonomie gemacht haben, die sie haben, und vergleichen Sie sie mit dem, was Israel in den 10 bis 15 Jahren machte, nachdem es seine eigene Autonomie gewann. (Wir fangen noch nicht einmal von Gaza zu sprechen an, dem Musterbeispiel palästinensisch-arabischen Nationalismus.)

Eine wirkliche, unabhängige Nationalbewegung würde jede Gelegenheit und Autonomie nutzen, die sie könnten, um ihre Institutionen aufzubauen – ihre Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur; um Handel mit anderen Staaten aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Sicherheit des eigenen Volkes zu gewinnen. Eine vorgetäuschte Nationalbewegung, deren wirklicher Zweck destruktiv ist, würde nichts davon unternehmen.

Es ist offensichtlich, welche Beschreibung zu der jüngeren Geschichte des palästinensisch-arabischen Nationalismus passt.

Lügen, verdammte Lügen und das palästinensische „Statistische“ Zentralamt: „Der Gazastreifen ist der am dichtesten besiedelte Ort der Welt.“

Elder of Ziyon, 14. Mai 2017

Das Palästinensische Statistische Zentralamt (englisch: Palestinian Central Bureau of Statistics, PCBS) veröffentlichte ein Dokument zum „Nakba-Tag“, das beweist – wenn überhaupt – dass palästinensische Statistiken genauso lügen wie ihre Politiker es tun.

Das Dokument beginnt mit „Frau Ola Awat, Präsidentin des PCBS, begutachtet die Verhältnisse des palästinensischen Volks über statistische Zahlen und Befunde, am Vorabend des 69. Jahrestages der palästinensischen Nakba.“

Und Statistiken lügen nicht, nicht wahr?

Nun, vielleicht, aber palästinensische Statistiken und Statistiker tun das ganz bestimmt.

Das Dokument beginnt mit der Definition der „Nakba“ so:

Die Nakba in Palästina beschreibt einen Prozess ethnischer Säuberung, in dem eine unbewaffnete Nation vernichtet und ihre Bevölkerung vertrieben wurde, um systematisch durch eine andere Nation ersetzt zu werden. Anders als bei einer Naturkatastrophe war die palästinensische Nakba das Ergebnis eines menschgemachten militärischen Plans mit Einwilligung anderer Staaten, der zu einer großen Tragödie für das palästinensische Volk führte.

Klar, mal abgesehen davon, dass es keine „Nation“ war, die vernichtet wurde, das „unbewaffnete“ Volk, auf das sie sich beziehen, diejenigen waren, die den Krieg anfingen, gab es keine „ethnischen Säuberungen“ (außer die der Juden durch arabische Länder); es gab kein „palästinensisches Volk“ und die überwiegende Mehrheit der Araber ging freiwillig, um den Kämpen zu entgehen, in der Annahme, dass ihre Seite gewinnen würde.

Jau, es gib in diesem ersten Teil nicht einen einzigen Absatz, der die Wirklichkeit widerspiegelt.

Aber das ist nur eine Präambel. Wie wäre es mit kalten, harten Fakten?

Bevölkerungsdichte: Der Gazastreifen ist der am dichtesten bevölkerte Ort der Welt

Die Bevölkerungsdichte in Palästina Ende 2016 betrug 811 Personen pro Quadratkilometer: 526 Personen/km2 in der Westbank und 5.239 Personen/km2 im Gazastreifen.

Die am dichtesten besiedelten Länder und Territorien der Welt sind:

Territorium Bevölkerungsdichte (Menschen/km2)
Macau 55,001
Monaco 18,589
Singapur 7,797
Hong Kong 6,644

Die wirklich am dichtesten Orte sind Städte, wobei Manila mehr als 100.000 Menschen pro Quadratkilometer hat. Fakt ist: Gaza Stadt selbst taucht in der Liste der am dichtesten besiedelten Städte bei Wikipedia gar nicht auf – während Bnei Brak in Israel mit mehr als 70.000 pro Quadratkilometer auf Platz 6 steht.

Das Dokument fordert außerdem dazu auf jeden toten Terroristen als „Märtyrer“ zu bezeichnen.

Oh, als Zugabe ist dieses Dokument angefüllt mit Lügen, die sagen: „Das israelische Besatzungsnarrativ beruht auf Fälschung der Kultur, Zivilisation und Geschichte Palästinas.“

Nun, sie wissen gewiss etwas von Fälschung.

Dieses Dokument kann sich für den Fall als nützlich erweisen, dass irgendjemand glaubte das palästinensische Statistische Zentralamt habe sich irgendwie mehr Fakten und Wahrheit verschrieben als irgendeine andere palästinensisch-arabische Instanz.

Hier ist ein Video, das ich 2009 zum Thema „am dichtesten besiedelt“ erstellt habe:

Die Nakba: Wer wollte wen vernichten?

Smadar Bat Adam, Israel HaYom, 10. Mai 2016

Am Vorabend des 68. Jahrestags der Unabhängigkeit Israels klopft die Nakba wieder ans Tor; sie ist an sich schon ein Kainsmal. Ihre Rolle besteht darin den ewigen Schmerz zu verkörpern, ihr einziger Zweck ist es anklagend mit dem Finger auf den sprießenden Staat Israel zu richten, als wollte sie sagen: Ihr habt ein Verbrechen begangen, ihr habt verzerrt, geraubt, unterdrückt. Das Land, das ihr in Beton und Zement gekleidet habt, in Gärten und Wälder, gehört dir nicht, es gehört uns; eure Existenz ist eine Katastrophe und wir werden den Schlüssel zu unserem Heim behalten, aus den wir flohen/vertrieben wurden, als Zeugnis unserer Absicht in dieses Heim zurückzukehren, aus dem ihr uns entfernt habt.

Das ist die Nakba, eine Ablehnung des Staats Israel, eine immerwährende Zurückweisung als die nationale Heimstatt des jüdischen Volks zu existieren.

In arabischer Literatur bezeichnet das Wort „Nakba“ – das gewählt wurde, um der „Katastrophe, die dem palästinensischen Volk widerfuhr“ zu gewähren, das gleiche Gewicht wie dem jüdischen Holocaust zu gewähren – eine Naturkatastrophe, etwas, das einem schweren Erdbeben oder einem gewaltigen Vulkanausbruch gleicht.

Bis zu dem Moment, an dem Constantin Zureiq, ein Professor für Nahost-Studien an der Amerikanischen Universität in Beirut, die Nakba mit der Existenz des Staates Israel in seinem Buch „The Meaning of Disaster“[1] aus dem Jahr 1948 verband. Die von den arabischen Staaten erlittene militärische Niederlage, schrieb Zureiq, ist nichts weniger als „in allem, was sie mit sich brachte, eine Katastrophe. … Sieben arabische Staaten erklären dem Zionismus im Land Israel den Krieg … veruschen ede Teilung zu negieren und den Zionismus zu besiegen, eben aber die Schlacht auf, nachdem sie einen beträchtlichen Teil des Landes verloren, selbst den Teil, der den Arabern ‚gegeben‘ wurde.“

Ein paar kurze Jahre später sollte Aref al-Aref, ein Historiker, Politiker und arabische Person des öffentlichen Lebens während des britischen Mandats im damaligen Palästina, die Nakba auf ewit mit dem palästinensischen Flüchtlingsstatus verbinden. Er schrieb in seinem Buch „The Catastrophe: The Catastrophe of Jerusalem and the Lost Paradise, 1947-1952”[2], dass „während dieses Zeitraums wir, die Araber im Allgemeinen und die Palästinenser im Besonderen, von einer Katastrophe der Art getroffen wurden, wie sie uns seit vielen Generationen nicht widerfahren ist. Unsere Heimat wurde gestohlen, wir wurden von unserem Land vertrieben und wir verloren eine große Zahl unserer Söhne und vor allem anderen wurde unsere Ehre tief verletzt.“

Kommt Ihnen das als etwas zu sehr in die Vergangenheit eingetaucht vor? Gut, spulen wir auf 2011 vor. Ein vom palästinensischen zentralen Statistikbüro verteiltes Dokument behauptete: „Die Nakba Palästinas ist der Prozess der ethnischen Säuberung, begleitet von Zerstörung und der bewaffneten und methodischen Entwurzelung eines Volkes aus seinem Land, so dass sein Platz von einem anderen Volk eingenommen werden kann … die palästinensische Nakba geschah als Teil eines genauen militärischen Plans, der von anderen umgesetzt wurde, an dem große Nationen teilhatten – und der in der immensen Tragödie endete, die dem palästinensischen Volk widerfuhr.“

Wann war Palästina das Heimatland der Palästinenser? Und was ist mit der Ablehnung des Teilungsplan der Vereinten Nationen? Oder der Ablehnung der Entscheidung der UNO den Staat Israel zu gründen? Und den folgenden Vernichtungskriegen gegen uns? Was ist mit der unablässigen Delegitimierung? Ich bin als Rassist bezeichnet worden, jemand der es hartnäckig ablehnt die Nakba zu „verstehen“. Aber das ist besser als ein Sentimentalität, die danach strebt die von ihren Feiern zu „verstehen“, in denen sie unsere Auslöschung fordern.

[1] Der Sinngehalt von Katastrophe

[2] Die Katastrophe: Die Katastrophe Jerusalems und das verlorene Paradies 1947-1952

Foto der Woche: Nein, das Foto ist überhaupt nicht gestellt (mit Update)

Elder of Ziyon, 17. Mai 2015

Eine Palästinenserin sieht am Donnerstag, vor den Gedenkfeiern zum 67. Jahrestag der „Nakba“ aus einem Fenster ihres Hauses im Flüchtlingslager Al-Schati in Gaza Stadt. (Mohammed Abed/AFP)

Ich bin sicher, dass der Fotograf nichts damit zu tun hatte, dass dieses Foto gestellt wurde. Er hat Moral!

Warum sieht ihr Haus so schlimm aus? Immerhin sieht es nicht so aus, als sei es bombardiert worden. Das Lager Schati steht unter kompletter palästinensisch-arabischer Herrschaft. Es gibt keine Knappheit an westlicher oder arabischer Finanzhilfe, um das Haus dieser armen Frau zu reparieren. Die Zeit, die nötig war, um dieses Foto zu stellen, hätte genutzt werden können, um den Fensterladen zu reparieren. Warum ist also das Fenster in einem so schlechten Zustand?

Das sind Fragen, die nicht gestellt werden, wenn der Nakba-Tag anrollt. Nein, derzeit müssen die Fotografen die Nakba illustrieren und eine alte Frau, die verlassen zu ihrem echten Haus irgendwo in Israel schaut, in einem heruntergekommenen Haus lebt, das innerhalb einer Woche leicht zu reparieren wäre, entspricht den Anforderungen.

Man erinnert sich, dass Israel schon 1979 versuchte echte Häuser für solche Leute zu bauen – und die UNO verurteilte es dafür, dass es diese verfallenen „Flüchtlings“-Lager loswerden wollte, die so nützlich für Fototermine dazu sin, wie schlecht es den palästinensischen Arabern geht.

UPDATE: Ein anderer Winkel. Ihre Finger befinden sich in genau derselben Position, aber unser Fotograf bat sie ihren Kopf ein wenig weiter ins Haus, aber nach links zu bewegen, damit er nicht so im Schatten ist.

Kein Ende einer selbst geschaffenen Tragödie

Daniel Mandel, The American Thinker, 12. Juni 2014

Mahmud Abbas’ Fatah/PA hat gerade ein Aussöhnungsabkommen mit der Hamas zementiert – der Terrorbewegung, die der Fatah 2007 den Gazastreifen abnahm und deren Charta Judenmord fordert. Die von den USA vermittelten israelisch-palästinensischen Verhandlungen sind in einer vorhersagbaren Runde an Schuldzuweisungen gescheitert. Doch die in den letzten Wochen zelebrierten Ereignisse bieten den Schlüssel für das Verständnis, weshalb solche Gespräche unvermeidlich in eine Sackgasse führen. Am 15. Mai begingen die Palästinenser das, was sie die Naqba (Arabisch für „Katastrophe“) nennen – den Tag, an dem Israel nach Ablauf der britischen Herrschaft unter einem Völkerbund-Mandat entstand.

Diese Gegenüberstellung von israelische Unabhängigkeit und Naqba ist kein Zufall. Wir sollen es so begreifen, dass Israels Gründung die Vertreibung Hunderttausener palästinensischer Araber verursachte.

Die Wahrheit sieht allerdings anders aus. Ein im letzten Jahr deklassifiziertes britisches Dokument von Anfang 1948 erzählt die Geschichte: „Die Araber haben überwältigende Niederlagen erlitten … Jüdische Siege … haben die arabische Moral auf Null reduziert und sie folgen dem feigen Beispiel ihrer unfähigen Führer und fliehen zu Tausenden aus den gemischten Gebieten.“

Mit anderen Worten: Juden und Araber, einschließlich irregulärer Auslandsmilizen aus Nachbarstaaten, befanden sich bereits im Krieg und Araber flohen, noch bevor Israel am 15. Mai 1948 in Souveränität entstand.

Damit besteht das, was heute die Naqba genannt wird, nicht aus gewalttätiger israelische Vertreibung von Arabern, sondern aus benachbarten arabischen Armeen und interne palästinensischen Milizen, die auf Israels Unabhängigkeitserklärung und den Abzug der Briten mit Feindseligkeiten in großem Stil antworteten. Tel Aviv wurde aus der Luft bombardiert und der Kopf der provisorischen israelischen Regierung, David Ben-Gurion, hielt aus einem Luftschutzbunker seine erste Radioansprache an die Nation.

Israel hielt der Invasion und der Verstümmelung – dem allgemein bestätigten Ziel der arabischen Kriegsteilnehmer – stand und die Palästinenser gingen als am schlimmsten geschädigte aus dem gesamten Projekt hervor. Am Ende des Krieges lebten 600.000 Palästinenser als Flüchtlinge unter benachbarten arabischen Regimen. Neulich formulierte es Abudlateef Al-Mulhim in Arab News so: „Es war eine Niederlage, aber die Araber entschlossen sich es eine Katastrophe zu nennen.“

Entsprechend irreführend ist der Begriff Naqba. Tatsächlich riecht er nach Lüge, weil er eine von anderen zugefügte Tragödie impliziert. Die Tragödie war natürlich selbst zugefügt. Israels UNO-Botschafter Abba Eban drückte es einige Jahre später so aus: „Ermittelt man erst einmal die Verantwortung für diesen Krieg, dann hat man die Verantwortung für das Flüchtlingsproblem festgestellt. Nichts in der Geschichte unserer Generation ist klarer oder weniger kontrovers als die Initiative der arabischen Regierungen für den Konflikt, aus dem die Flüchtlingstragödie entstand.“

Die Palästinenser jedoch trauern heute nicht wegen der schlecht durchdachten Wahl in den Krieg zu ziehen, um Israel abzutreiben. Sie trauen nur darüber, dass sie scheiterten.

Das läuft historischer Erfahrung mit desaströsen Niederlagen zuwider. Die Deutschen betrauern heute ihre Verluste im Zweiten Weltkrieg – aber nicht indem sie ihren Einfall in Polen rühmen und ihre Versuch Europa zu unterjoche rechtfertigen. Sie verherrlichen die Nazi-Aggression nicht.

Die Japaner betrauern ihre Verluste im Zweiten Weltkrieg – aber nicht, indem sie ihren Angriff auf Pearl Harbor und ihren Versuch Südostasien zu unterjochen preisen. Sie verherrlichen den japanischen Imperialismus nicht.

Schon die Existenz der Naqba-Gedenkfeiern ist daher auf eine Weise lehrreich, die wenige begreifen. Sie informiert uns darüber, dass die Palästinenser die Tatsache nicht eingestehen – wie es die Deutschen und Japaner gemacht haben – dass sie als direktes Ergebnis ihrer Bemühungen Täter zu sein Opfer wurden. Sie informiert uns, dass die Palästinenser heute immer noch gerne Erfolg mit dem hätten, mit dem sie damals so jämmerlich scheiterten. Und sie informiert uns darüber, dass sie keine Verantwortung für ihre eigene missliche Lage übernehmen, die bis heute aufgrund ihres eigenen Beharrens darauf auf einzigartige Weise beibehalten wird.

Wenn Leser das bezweifeln, denken Sie bitte über die folgende kurze Darstellung nach: Im Januar 2011 bot John Manley, der damalige Außenminister in Jean Chretiens kanadischer Regierung, den palästinensischen Flüchtlingen und ihren Nachkommen ein Willkommen in Kanada an. Die palästinensische Antwort? Mr. Manley wurde als Puppe von palästinensischen Randalierern in Nablus verbrannt und der palästinensische Abgeordnete Hussam Khader von der Fatah – nicht der Hamas oder einer der anderen islamistischen Gruppen – erklärte: „Wenn es Kanada mit der Umsiedlung ernst ist, dann können Sie militärische Angriffe in Ottawa oder Montreal erwarten.“ Ein ähnliches Angebot des damaligen australischen Einwanderungsministers Philip Ruddock erhielt ebenfalls eine drohende palästinensische Erwiderung.

Warum diese erstaunliche Reaktion eines offiziellen Regierungsvertreters auf ein Angebot zu Flüchtlingshilfe? Weil die Gründung eines Palästinenserstaates und die Neuansiedlung der Flüchtlinge und ihrer Nachkommen im Land oder im Ausland jegliche international akzeptierten Begründungen für den Konflikt beseitigen würde. Das ist der Grund, warum Hilfe bei der Lösung des palästinensischen Flüchtlingsproblems als feindlicher Akt betrachtet wird – und zwar von den Palästinensern.

Naqba-Gedenkveranstaltungen verraten, dass es in dem Konflikt um Israels Existenz geht – nicht um Territorium, Grenzen, heilige Orte, Flüchtlinge oder irgendeine Aufstellung von Einzelheiten.

Wenn die Palästinenser akzeptieren, dass Israel von Dauer ist, wird die Möglichkeit des Endes des Konflikts in Sicht kommen. In der Zwischenzeit kann verantwortliches Regieren von Naqba-Gedenkveranstaltungen abhalten – statt sie als harmlosen Ausdruck nationalen Verlustes oder nationaler Trauer zu behandeln – als einen kleinen Schritt darauf hin diesen Tag näher zu bringen.