Öffentlich-rechtlicher ideologischer Wahn?

Der NDR „berichtete“ in Hallo Niedersachsen aus Delmenhorst von einem wunderbar integrierten türkischstämmigen Muslim, Yavuz „Ich bin übrigens Deutscher“ Özoguz, als mustergültigen Bildungsbürger vorgestellt. Wer dieser Yavuz Özoguz ist – wussten die Journalisten das wirklich nicht?

Henryk M. Broder bescheinigt den Machern des Berichts Verblödung; er vermutet, dass „man beim NDR weder die Zeit noch die Mittel, Geschichten“ zu recherchieren hat und dass offenbar auch ein Besuch bei GOOGLE „bereits eine unzumutbare Mehrleistung“ ist, „die vom Tarifvertrag nicht gedeckt ist“.

Ich weiß nicht. In dem Bericht wurde – verschämt ziemlich am Ende – alles erwähnt, was den Mann (und seinen Bruder sowie auch seine Frau) zu dem macht, was er ist: einer der schlimmsten Islamisten, die in Deutschland verhältnismäßig still und ungehindert ihre Extremisten-Propaganda betreiben – die Internetseite, die ideologische Ausrichtung an den Terror-Mullahs und die Überwachung durch den Verfassungsschutz.

Gerade der letzte Punkt hätte bei den öffentlich-rechtlichen Gebührenjournalisten zumindest ein rotes Licht blinken lassen müssen: Hier ist Recherche angesagt! Oder sie haben das gemacht, was unsere linke Medienblase so gerne tut – es als Auszeichnung für unberechtigte Verfolgung nehmen und den Typen den Heiligenschein aufsetzen.

Ich denke, dass es eher so war. Nix da mit Recherche-Unfähigkeit. Die NDR-Journaillen sind keine Stümper, sondern Ideologen, die wissen oder zumindest ahnen, was sie da verbrechen, es aber für ihre Ehrenpflicht halten, es zu tun. Gemäß dem üblichen Motto: Was ich nicht als Nazi hinstellen kann, muss ich hofieren und bewerben. Und Islamisten können noch so antisemitisch, undemokratisch und extremistisch sein, sie sind niemals die Bösen, sondern die Guten. Weil die Rolle des Bösen ganz vorne von den USA, dann Israel und dann dem freien Westen belegt werden. Alles andere, egal wie mörderisch, völkermörderisch oder herrenmenschlich geprägt (und das am besten auch noch ganz offen), ist gut und muss unterstützt und gefördert werden. Daher wird auch der Hinweis auf Özoguz‘ Interview im Mullah-Deutschfunk nichts nutzen; alles, was den Mann negativ auszeichnet, wird umgehend ignoriert oder – viel besser – ins Positive verniedlicht bis gerechtfertigt.

Linke, die damit nicht einverstanden sind, sind keine Linken mehr, sondern Nazis – oder zumindest Faschisten. (Wie für Lenin und Stalin die Sozialdemokraten der 1920-er Jahre auch.)