Das Gegenteil von Logik

gefunden auf Facebook und eingedeutscht:

DrUnniWikan.NORFrau Wikan ist Sozialanthropologin an der Unversität von Oslo. Wikipedia zitiert sie weiter: „Die norwegischen Frauen müssen ihren Anteil an der Verantwortung für diese Vergewaltigungen tragen.“ Zum Beispiel, indem sie keine muslimischen Männer mit geringen Kenntnissen der norwegischen Kultur in ihre Häuser einladen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (29.06.-05.07.2014)

Sonntag, 29.06.2014:

Terrorbilanz am Vormittag: 50 Raketen wurden allein in den zwei vergangenen Wochen aus dem Gazastreifen nach Israel geschossen. 12 davon nur an diesem Wochenende.

Die am Freitag von Israel getöteten Terroristen gehörten der ISIS an.

Netanyahu drohte mit einer Ausweitung der Aktionen gegen die Terroristen im Gazastreifen.

Montag, 30.06.2014:

Die Suche ist vorbei. Die drei Jungen wurden gefunden – d.h. ihre Leichen. Einfach auf einem Feld abgeladen, offenbar schon kurz nach der Entführung, halbwegs in einer flachen Mulde verscharrt. Gefesselt.

Die Terrorgruppe Palästinensischer Islamischer Jihad jammert bei Ägypten, es solle helfen die „israelische Aggression“ zu stoppen.
Die Terrorgruppe Hamas wendet sich mit derselben Aufforderung an die Türkei.
(Dabei wäre es so einfach: Hört mit dem Terror auf, dann habt ihr keine Probleme! Aber das wäre dann zu viel verlangt…)

Die Hamas droht wieder: Eine israelische Offensive würde „die Tore der Hölle öffnen“. Ja, für die Terroristen!

Die Volkswiderstandskomitees haben die Verantwortung für Raketen vom Sonntag für sich reklamiert. Und feiert einen feigen Terrormord von 2006.

Dienstag, 01.07.2014:

Die Jammerlappen von der PA jaulen wieder auf: „Kollektivbestrafung!“ Es gibt jedoch keine Verurteilung der Morde an den drei Jugendlichen. Dafür wird der Mord nur in der englischen Meldung der PA-Nachrichtenagentur gemeldet, die arabische Version lässt ihn komplett außen vor.

Abgesehen davon behauptet die Fatah weiter, die Jungs seien „Soldaten“ gewesen.

Der „moderate“ Mustafa Barghouti rechtfertigt den Mord an den drei Jungen.

Der „palästinensische“ „Botschafter“ in Lissabon fordert Terrorismus gegen Israel.

Bisherige Bilanz der Operation „Bruders Hüter“: 1,2 Millionen Schekel Terrorgelder konfisziert, 422 Terroristen festgenommen.

Mittwoch, 02.07.2014:

Der Iran zu den Aktionen wegen der ermordeten Jugendlichen: Empörung wegen der israelischen Invasion gegen friedliche Palästinenser. Allerdings schreibt IRNA auch über die Jungen auch, dass sie entführte und getötet wurden.

Anders die Die PA-Nachrichtenagentur WAFA: der angebliche Mord an israelischen Siedlern, die angeblich verschwunden waren.

Es gibt einzelne Israelis, die – in den sozialen Medien – „Vergeltung“ fordern, darunter auch Soldaten. Diese werden von der IDF verurteilt; Kommandeure sind angewiesen solche Leute herauszugreifen und zu bestrafen.

Die Familie Fraenkel (Verwandte eines der ermordeten Jungen) redet Klartext: Sollte der junge Araber aus Rache oder aus nationalistischen Gründen ermordet worden sein, so ist das nicht besser als der Mord an den drei Juden.

Mahmud Abbas jammert bei Ägypten, es solle (mit anderen Ländern) dafür sorgen, dass Israel nicht militärisch gegen den Gazastreifen vorgeht.

Die USA und Großbritannien nahmen die arabischen Mordversuche bei den Krawallen zum Anlass Israel zu Zurückhaltung aufzurufen. Das US-Außenministerium glaubt den arabischen Gerüchten eines Rachemords.

Donnerstag, 03.07.2014:

Bis auf weiteres wird die Straßenbahn in Jerusalem nur noch bis zum Viertel French Hill fahren; die Strecke von dort bis nach Pisgat Zeev bleibt vorläufig eingestellt. (In diesem Abschnitt hatte es die Krawalle mit Zerstörung der Haltestellen gegeben. Die Schäden an der Bahnstrecke zu reparieren, wird vermutlich einige Wochen bis Monate dauern.)

Die Eltern des ermordeten arabischen Jugendlichen haben widersprüchliche Angaben gemacht. Der Vater sagte u.a., dass ein jüngerer Sohn vor kurzem beinahe von Arabern entführt worden wäre, während die Mutter sagte, dieser Versuch sei von „Siedlern“ unternommen worden; außerdem hatte es am selben Tag von der Familie einen falschen Notruf gegeben. Die Polizei geht immer stärker von einer rein kriminellen Tat aus.

Die IDF hat Verfahren zur Bestrafung von rassistischer Online-Aufhetzung und Rache-Aufrufen durch israelische Soldaten im Zuge der Ermordung der drei israelischen Jugendlichen eingeleitet. Ein Soldat wurde deswegen festgenommen.

Auch der UNO-Sicherheitsrat weiß schon jetzt, dass der Mord an dem arabischen Jugendlichen „offensichtlich“ ein jüdischer Racheakt war und verurteiltes das mit einer Erklärung, die praktisch dieselbe war, wie sie zur Ermordung der drei Israelis ausgegeben wurde.

Die IDF hat ihre Truppen am Gazastreifen sicherheitshalber verstärkt.

Freitag, 04.07.2014:

Der ermordete arabische Junge: Wie sehen die Beweise für eine Täterschaft israelischer Siedler aus? So: Ein Junge wurde in einem Auto entführt. Trugen die Täter Kippa? Nein. Hatten sie Bärte, trugen sie Tzitzit? Nein. Warum Siedler? Sie flohen nach Jerusalem, dann sind sie Siedler.
Fazit: 1. In Jerusalem wohnen keine Araber. 2. Juden in Jerusalem sind „Siedler“.

Nach Tagen Raketenterror und Gegenschlägen hat, berichtet die BBC, die Hamas einer von Ägypten vermittelten Waffenruhe zugestimmt. Allerdings wurden nur wenige Stunden später wieder 2 Mörsergranaten nach Israel geschossen, die in offenem Gelände im Kreis Eschkol einschlugen.

Der US-„Vermittler“ Martin Indyk bezeichnet den „Friedensprozess“ als tot. Er macht „den Siedlungsbau“ dafür verantwortlich. Jahre lang im Geschäft, aber zu blind und dumm, um die Fakten zu sehen…

Die Mutter des ermordeten arabischen Jungen fordert Terror gegen Israel; das sei „palästinensisches Recht“.

Eine (neue?) PA-Gruppe, die sich „Koalition der Intifada-Jugend“ nennt, ruft zu Gewalt gegen in Judäa und Samaria lebende „Siedler“ auf. Die Ankündigung ist mit „Wir werden den Zionisten mit einem Felsen jagen“ und die Jugend wird aufgefordert „das Land zu verbrennen und es zur Hölle unter den Füßen der Eindringlinge zu machen“.

Der ermordete arabische Junge wurde heute beerdigt. Die „Trauernden“ schossen in die Luft und schworen Judenmord. Polizei wurde mit Steinen beworfen und weitere Zusammenstöße provoziert.

Von den Palästinenserführern – auch den „Moderaten“ gibt es Null Aufforderung zu „Zurückhaltung“ an die Araber.

Samstag, 05.07.2014:

Der Palästinensische Islamischer Jihad etikettiert jüdische Zivilisten in Judäa und Samaria als „legitime Ziele“.

Norwegens Außenminister warnt vor einer Eskalation der Lage und sagt, Israel habe die Verantwortung Zurückhaltung zu zeigen. (Ähm: Was tut es denn sonst? Solche „Proteste“ hätten in jedem anderen Land bereits Tote zur Folge. Und warum wird diese Verantwortung nur bei Israel angemahnt, nicht bei den Arabern???)

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).

Der neue NATO-Generalsekretär Stoltenberg: Befürworter von Hamas-Interessen

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Mit der Zeit wird zunehmend klar, wie absurd die Wahl des ehemaligen norwegischen Premierministers der Arbeitspartei Jens Stoltenberg zum nächsten NATO-Generalsekretär ist. Die neue Vereinbarung zwischen Hamas und Fatah erinnert an die vielen Wege, wie Stoltenberg, seine Regierung und die Arbeitspartei direkt und indirekt die Interessen der Hamas beworben haben.

Die Hamas fordert in ihrem Programm die Ermordung der Juden.1 Im Januar 2006 erzielte sie bei den einzigen allgemeinen palästinensischen Wahlen die Mehrheit. Die Europäische Union und die USA stuften die Hamas als Terrorgruppe ein.2 Beide beendeten die Kontakte mit offiziellen Vertretern der Palästinenser, nachdem die Hamas im März 2006 eine neue Palästinenserregierung unter der Führung von Ismail Haniyeh bildete. Die Vereinigten Staaten und die EU kappten dann auch alle Hilfe für die Palästinenser.3

Im April 2006 wurden zwei Hamas-Repräsentanten, der Parlamentarier und Sprecher des Hamas-Blocks im Parlament Salah Mohammed El-Bardawil und Mohammed El-Rantisi, vom norwegischen Palästina-Komitee eingeladen. Man behauptete, es sei „wichtig“ Repräsentanten aus der neuen palästinensischen Regierung einzuladen.4 El-Rantisi wurde von Norwegen ein Schengen-Visum gegeben, was ihm erlaubte in jeden der 15 Mitgliedsstaaten einzureisen; El-Bardawil erhielt ein Visum für Norwegen, da sein vorheriger Schengen-Antrag von Frankreich abgelehnt wurde.5,6

Die Einreisegenehmigungen wurden nur wenige Wochen nach einem schweren Selbstmord-Bombenanschlag vor dem Schnellimbiss „The Mayor’s Falafel“ (Die Falafel des Bürgermeisters) in Tel Aviv erteilt, bei dem es neun Tote und mehr als 70 Verletzte gab.7 Die Bewegung Islamischer Jihad übernahm die Verantwortung. Die Hamas nannte den Anschlag eine legitime Reaktion auf „israelische Aggression“. Obwohl El-Bardawil sagte, er verurteile den Selbstmord-Bombenanschlag nicht, hieß Außenminister Støre – ebenfalls von der Arbeitspartei – den Hamas-Repräsentanten in Norwegen willkommen.8,9

In den folgenden Monaten wurden die Hamas-Repräsentanten Yahya al-Abadsa und Flüchtlingsminister Atef Adwan von derselben Organisation eingeladen. Al-Abadsa traf sich während seines einwöchigen Besuchs mit Amnesty International Norwegen und dem Leiter des parlamentarischen Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, Olav Akselsen von der Arbeitspartei.10 Adwan nahm an einem Treffen mit dem Leiter der Nahost-Abteilung des Außenministeriums Kåre Eltervåg teil.11 Er traf sich auch mit Parlamentariern sowohl von der Arbeitspartei als auch der Sozialistischen Linken. Stoltenberg war nicht nur Premierminister, sondern auch – wie heute noch – Chef der Arbeitspartei.

Norwegen war die erste westliche Regierung, die die kurzlebige, wiederum von Haniyeh geführte Hamas-Fatah-Einheitsregierung von 2007 anerkannte.12 Der stellvertretende norwegische Außenminister Raymond Johansen wurde im März 2007 zum ersten hochrangigen europäischen Offiziellen, der mit ihm sprach. Mehrere Medien zeigten ein Bild der beiden, wie sie die Hände schüttelten.13 Nach dem Treffen mit Haniyeh sagte Johansen: „Wir hoffen, dass alle europäischen Länder und auch andere Länder diese Einheitsregierung unterstützen werden.“14,15 Israel sagte daraufhin alle geplanten Treffen zwischen Johansen und offiziellen Vertretern Israels ab.

Während Israels Operation Gegossenes Blei 2008/2009 gingen die beiden norwegische Ärzte und linksextremen Aktivisten Mads Gilbert und Erik Fosse nach Gaza und halfen bei der Behandlung verletzter Gazaner. Sie reisten als Teil der humanitären Organisation NORWAC in den Gazastreifen, die zu einem großen Teil vom norwegischen Außenministerium finanziert wird.16 Gilbert und Fosse wurden regelmäßig von den internationalen Medien interviewt und behaupteten, Israel greife Zivilisten an; sie setzten das mit Hades gleich, dem Gott der Toten und der Unterwelt der griechischen Mythologie.17

Das Krankenhaus in Gaza, in dem sie arbeiteten, wurde als Hamas-Hauptquartier genutzt. Die norwegischen Ärzte erwähnten dies jedoch in ihren zahlreichen internationalen Presseinterviews nicht ein einziges Mal. In ihrem Buch Eyes in Gaza (Augen in Gaza) erzählen diese beiden Hamas-Propagandisten, wie Stoltenberg die Ärzte anrief, als sie in Gaza waren und im Namen der Regierung und des norwegischen Volks Unterstützung zum Ausdruck brachte. „Wir sind sehr stolz auf euch“, sagte Stoltenberg.18

2011 behauptete die norwegische Regierung auf ihrer offiziellen Internetseite, dass sie geholfen habe Fatah und Hamas 2007 zu ihrer kurzlebigen Regierung zusammenzubringen. Støre hatte damals auf Anfrage von Mohammed Abbas Hamas-Führer Khaled Meschaal kontaktiert, um die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft zu übermitteln, dass die beiden Parteien eine Einheitsregierung bilden sollten. Die norwegische Regierung behauptete zudem, dass sie die Hamas niemals anerkannte und keinen politischen Kontakt zu ihr herstellte.

Benson K. Whitney, damals amerikanischer Botschafter in Norwegen, sah das anders. In einer Note, die er 2009 an das Außenministerium geschrieben hatte, sagte er: „Obwohl sie es abstreiten würden, gibt es klare Anzeichen dafür, dass der Kontakt mit der Hamas nicht nur eine taktische Notwendigkeit für Dialog ist, sondern dass sie auch die Position der Hamas in gewissem Maße unterstützen.“19

Ich habe bereits an anderer Stelle weitere Gründe dokumentiert, warum Stoltenberg eine so schlechte Wahl als NATO-Generalsekretär ist.20 Im Verlauf der Zeit werden höchstwahrscheinlich weitere dies unterstützende Argumente an die Oberfläche kommen.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

 

1 The Covenant of the Islamic Resistance Movement. Yale Law School [erhalten am 29. Juni 2013].
2 Hamas Wants off US, EU Terror lists. CBNNews, 12. März 2013.
3 EU, US set to end boycott of Palestinians. BBC, 20. März 2007.
4 Ole Berthelsen/Ole Peder Giæver: Støre ønsker Hamas velkommen. Nettavisen, 18. April 2006.
5 Abigail Klein Leichman: Oslo Grants Visa to Hamas Lawmaker. Jerusalem Post, 16. Mai 2006.
6 Sissel Henriksen: Slakter Sveriges. Klassekampen, 19. Mai 2006.
7 Suicide bomber kills nine in Tel Aviv. NBC News, 17. April 2006.
8 Ashraf al-Kahdra/ Ole Peder Giæver: Fordømmer ikke selvmords-angrepet. Nettavisen, 18. April 2006.
9 Ole Berthelsen/Ole Peder Giæver: Støre ønsker Hamas velkommen.
10 Ole Peder Giæver: Hamas-parlamentarikeren Yahya Al-Abadsa, som denne uken er på besøk i Norge, tror ikke det brygger til borgerkrig i de palestinske områdene. Nettavisen, 13. Juni 2006.
11 DU-representanter møtte Hamas-minister. Aftenposten, 13. Mai 2006.
12 Harald S. Klungtveit/Morten Øverbye: Israel avlyser alle avtaler med norsk statssekretær. Dagbladet, 20. März 2007.
13 Norwegian minister meets Hamas PM. BBC News, 19. März 2007.
14 ebenda.
15 Norway-Hamas Link Angers Israel. BBC News, 20. März 2007.
16 Erik Abild: NORWAC i Palestina. Norwegian Aid Committee, 19. Dezember 2010.
17 Gjermund Glesnes: Sammenlingner Gaza med dødsriket Hades. Verdens Gang, 4. Januar 2009.
18 Erlend Skevik: Regjeringen støttet Gaza-legene. Verdens Gang, 18. September 2009.
19 Pål T. Jørgensen/Espen Eide: Støre har hatt hemmelige samtaler med Hamas. 27 January 2011.
20 Manfred Gerstenfeld: NATO’s new secretary-general: Problematic not only for Israel. Jerusalem Post, 6. April 2014 (auf Deutsch hier).

Während des Holocaust verfolgten norwegische Nazi-Kollaborateure Juden

Manfred Gerstenfeld interviewt Eirik Veum (direkt vom Autor)

Meine drei Bücher über norwegische Kollaboration mit den deutschen Besatzern während des Zweiten Weltkriegs ergaben neue Informationen dazu, wie Norweger an der Verfolgung von Juden beteiligt waren. Norweger und Norwegerinnen gehörten verschiedenen deutschen SS- und Armeeeinheiten an. Von rund 5.500 norwegischen Freiwilligen wurden 852 getötet.

Im 2009 veröffentlichten The Fallen enthülle ich Namen, ihr Alter und wo diese Getöteten fielen. Einige Norweger in deutschen Einheiten der Waffen-SS und später in Sonderkommandos in Osteuropa sahen auch zu, wie Ukrainer und Deutsche Juden töteten. Norweger waren außerdem an der Suche nach Juden beteiligt. Ich entdeckte einen Fall, bei dem Norweger einen Juden in einem Haus fanden und ihn auf die Straße brachten. Danach wurde er erschossen, wir wissen aber nicht von wem. Infolge meines Buches wird Dr. Efraim Zuroff, der Direktor des Simon-Wiesenthal-Zentrums in Israel, versuchen zu ermitteln, ob Norweger auch direkt an Morden beteiligt waren.

Eirik Veum ist norwegischer Journalist, der für die Norwegische Rundfunkanstalt NRK arbeitet.

Dieses Buch und die beiden nächsten verkauften sich gut. Die Reaktionen waren allerdings gemischt. Mehrere Historiker behaupteten, mit meinen Themen sollten sich Historiker beschäftigen und nicht ein Journalist. Man fragt sich dann, warum kein Historiker in fast siebzig Jahren dieses Thema je erforschte. Einige Familienmitglieder der norwegischen Freiwilligen hatten kein Problem mit der Tatsache, dass ich die Namen ihrer Verwandten offenlegte. Sie glaubten, dass die Wahrheit öffentlich werden sollte, selbst wenn es brutal war. Sie hatten das Gefühl, dass Menschen für ihr Tun allein verantwortlich sind. Andere sagten, wir hätten ihre Familien entehrt, indem wir Verwandte namentlich identifizierten. Wieder andere erklärten, norwegische Kollaborateure mit den Nazis hätten den Namen ihrer Familie entehrt. Diese Debatte war intensiv und ihr Muster kehrte wieder, als meine beiden folgende Büchern veröffentlicht wurden. Es ist interessant festzustellen, dass mehr Energie der Diskussion des Themas der Identifizierung dieser Leute gewidmet wurde als ihren Taten.

Im Oktober 2013 gab ein 91-jähriger norwegischer Freiwilliger der SS-Division Viking – die aus Freiwilligen aus von den Deutschen besetzten Ländern bestand – dem NRK ein Interview. Er sagte, er habe zusammen mit anderen Soldaten Hunderte Einheimische in der Ukraine in einer Kirche gesammelt und sie dort verbrannt, während sie zusahen. Das war das erste Mal, dass ein norwegischer Freiwilliger öffentlich zugab an einem Kriegsverbrechen teilgenommen zu haben.

Mein zweites Buch, Gnadenlose Norweger – die Staatspolizei, wurde im Oktober 2012 veröffentlicht. Wie der Titel sagt, wurde darin die norwegische Staatspolizei erforscht, die mit der Gestapo kooperierte. Das norwegische Justizministerium hatte alle Juden Norwegens registriert. In ihre Ausweise wurden Kennzeichen gestempelt. Die Staatspolizei – gekleidet in norwegische Uniformen – verhaftete im Oktober 1942 männliche Juden und sammelte sie in einem Gefangenenlager. Die norwegischen Wachen dort waren oft sehr grausam.

Die Wertsachen der verhaftete Juden wurden von der Staatspolizei gesammelt und manchmal gestohlen. Einen Monat später wurden auch Frauen und Kinder von der Staatspolizei verhaftet. Diese brachte alle 771 verhafteten Juden in den Hafen von Oslo. In der Nähe des Schiffes Donau übergaben sie die meisten der Juden den Deutschen, die sie nach Stettin in Deutschland brachten. Fast alle wurden ermordet und nur 34 kehrten zurück.

Einige norwegische Nationalsozialisten kamen ins Gefängnis, weil die Deutschen sie als viel zu grausam betrachteten. Mitglieder der Staatspolizei exekutierten mehrere Widerstandskämpfer ohne Gerichtsverfahren. Manchmal mussten die Deutschen nach diesen Erschießungen das Blut beseitigen. Nachdem dieses Buch veröffentlicht wurde, wollten einige Historiker wie auch Familienmitglieder dieser Kriminellen mich vor Gericht bringen, weil ich als geheim eigestufte Informationen veröffentlicht und damit den Datenschutz verletzt hätte. Meine Anwälte schafften es, das zu stoppen.

Mein im Oktober 2013 veröffentlichtes drittes Buch trägt den Titel Gnadenlose Norweger – Hird. Darin wird die paramilitärische Jugendorganisation Hird untersucht, die von der norwegischen Nazipartei Nasjonal Samlung 1933 gegründet wurde. Sie hatte zwischen 20.000 und 28.000 Mitglieder, von denen einige sehr jung waren. Eine Reihe von ihnen war daran beteiligt mit der norwegischen SS Juden überall im Land festzunehmen. Mehrere stahlen auch jüdische Wertsachen.

Die Deutschen brachten jugoslawische Widerstandskämpfer und Zivilisten in sechs Gefangenenlager in Norwegen. Hird-Mitglieder wurden als Wachen eingesetzt. Einige von ihnen waren unbeschreiblich grausam. Sie erschossen aus Spaß Gefangene. Einige banden Ratten und Gefangene aneinander. Als die Ratten Hunger bekamen, fraßen sie die Gefangenen, die starben. Nach zehn Monaten nahmen die Deutschen die Norweger infolge ihrer Grausamkeit aus den Lagern. Danach verbesserte sich die Lage der Häftlinge.

Nach dem Krieg konnten Norweger, die kriminelle Taten verübt hatten, von überlebenden Widerstandskämpfern identifiziert werden; sie bekamen lange Haftstrafen. Da nur wenige Juden überlebt hatten, konnten Norweger, die Verbrechen an Juden verübt hatten, in der Regel nicht identifiziert werden. Einiges des gestohlenen jüdischen Eigentums wurde nie zurückgegeben und ist immer noch im Besitz norwegischer Familien.

Veum schließt: Es gibt vermutlich mehr norwegische Kollaborateure als Widerstandskämpfer. Es bleibt noch viel zu erforschen. Ich glaube, dass es norwegische Verbrecher aus dieser Zeit geben könnte, die noch am Leben sind und nie für die Kriegsverbrechen belangt wurden, an denen sie beteiligt waren.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Norwegische Gewerkschaften beschuldigen Juden palästinensisch-arabische Brunnen zu vergiften

Elder of Ziyon, 9. Dezember 2013

Der norwegische Verband der kommunalen und allgemeinen Angestellten hat 340.000 Mitglieder; er schickt kürzlich eine Gruppe Delegierte in die Westbank. Der daraus entstandene Artikel in ihrem monatlichen Magazin ist angefüllt mit antiisraelischer (und antisemitischer) Propaganda.

Miff.no, eine proisraelische norwegische Internetseite, berichtet, dass der Artikel Israel des „Völkermords“ und „ethnischen Säuberung“ an palästinensischen Arabern beschuldigt. Sie vermerkt, dass die arabische Bevölkerung in der Gegen sich in den letzten 100 Jahren verzehnfacht hat und vergleicht das mit der Bevölkerung Norwegens, die sich im gleichen Zeitraum nur verdoppelte. Wenn die palästinensischen Araber „Völkermord“ und „ethnische Säuberung“ durchlitten hätten, wie die Gewerkschaft behauptet, wie nennt man dann das, was den Norwegern passierte?

Der Artikel hat dieses Foto mit Bildbeschreibung:

“An der sehr heiligen Ibrahim-Moschee in der Stadt Hebron in der Westbank beschränken israelische Soldaten den Zugang für Palästinenser.“

Nichts darüber, dass dies eine jüdische heilige Stätte war, lange bevor es den Islam gab. Nichts über die dort begrabenen jüdischen Vorväter und -Mütter. Es ist eine sehr heilige Moschee und Juden schränken den Zugang ein (ich vermute, Leute mit Schusswaffen draußen zu halten, ist „Zugang einschränken“).

In dem Artikel heißt es auch als Fakt: „Es ist bekannt, dass israelische Siedler auch Brunnen vergiften.“ Damit sehen wir, dass der mittelalterliche Ritualmordvorwurf der Brunnen vergiftenden Juden im 21. Jahrhundert als Wahrheit akzeptiert worden ist.

Christliche Feinde und Freunde Israels in Norwegen

Manfred Gerstenfeld interviewt Sverre Hove (direkt vom Autor)

In den 1970-er Jahren nahm die frühere Bischofsgeneration eine feste Haltung gegen den Antisemitismus ein. Sie gab auch zu, dass die Verteidigung norwegischer Juden 1942 durch die Kirche – volkstümlich der „Brief zu den Hebräern“ genannt – zu spät kam, um ihre Deportation in die Todeslager der Nazis zu verhindern.

Die gegenwärtige Generation lutherischer Bischöfe in Norwegen ist von propalästinensischer Theologie sowie Ersetzungstheologie beherrscht. Letztere behauptet Gottes Bund mit den Juden sei durch einen mit Christen ersetzt worden. Oslos Bischof Ole Christian Kvarme lebte mehrere Jahre in Israel und spricht exzellent Hebräisch. Sein Einfluss wurde vor seiner Einsegnung ins Bischofsamt von einer feindseligen Kampagne der Medien und Linken lahm gelegt. Kvarme ist ein Freund Israels, weiß aber, dass harsche Medienkritik kommen wird, wenn er das öffentlich zu laut sagt.

Sverre Hove
Sverre Hove

Odd Sverre Hove war Chefredakteur der norwegischen christlichen Tageszeitung Dagen. Er war früher Landdekan der norwegischen Kirche und Generalsekretär der norwegischen Fischermission.

Eine Neuorientierung des Jahres 1675 schuf im Lauf der Jahre eine anhaltende Spaltung zwischen lutherischen Theologen. Die meisten aus dem Establishment blieben bei der Ersetzungstheologie. Die unabhängigeren Theologen liebten die biblischen Verheißungen einer jüdischen Rückkehr in das verheißene Land. Die Spaltung besteht bis heute.

Die norwegische Kirche war seit dem Mittelalter Staatskirche. Nach der lutherischen Reformation im 16. Jahrhundert wurde die Kirche noch stärker durch den König gelenkt. Die Verfassungsänderung des Jahres 2011 beendete den staatlichen Status der norwegischen Kirche. Ihre Bischöfe und Dekane werden nicht länger durch die norwegische Regierung ernannt. Die letzten Jahre des Staatskirchensystems waren von einer stark wachsenden sozialdemokratisch-ideologischen Vormacht in der Kirche gekennzeichnet, die gegen unpopuläre biblische Wahrheiten kämpfte.

Man sollte die gegenwärtige Freiheit der Kirche nicht überbewerten. Sie ist immer noch dem politischen Druck unterworfen, da über ihre Haushalte weiterhin das Stortinget (Parlament) und örtliche Stadträte entscheiden. Jedes Jahr wird eine ähnliche Geldsumme pro Mitglied an nicht staatskirchliche religiöse Gemeinschaften überwiesen, um finanzielle Diskriminierung zu vermeiden.

Die Mitgliedschaft in der norwegischen Kirche liegt bei 77% der Bevölkerung, vor vierzig Jahren lag sie bei rund 96%. Diese Abnahme kam teilweise wegen einen wachsenden Übergang in protestantische Freikirchen und zur katholischen Kirche zustande, dadurch, dass Menschen areligiös werden sowie durch die Einwanderung von Katholiken, Muslimen, Hindus und so weiter. Der Kirchenbesuch ist im Vergleich mit den Ergebnissen zu Umfragen zum persönlichen Glauben ungewöhnlich niedrig.

In den 1980-er Jahren gestatteten Regierung und Storting die Gründung einer jährlichen Kirchensynode (Kirkemøte). Sie besteht aus 80 gewählten Repräsentanten und rund 15 nicht gewählten Mitgliedern, von denen 12 Bischöfe sind. Außerdem wurde ein Synodenrat (Kirkerådet) mit rund 15 Mitgliedern eingerichtet.

Der Ökumenische Rat (MKR, Mellomkirkelig Råd) der Kirchensynode ist ein starker Verfechter palästinensischer Theologie und unterhält Verbindungen zum Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Die derzeit gewählte Kirchensynode ist zusammen mit dem Synodenrat in Fragen „politischer“ Theologie oft moderater. Im September 2013 schickte der MKR einen liturgischen Text zur palästinensischen Besatzungstheologie an alle örtlichen Kirchen, der eine Woche lang auf freiwilliger Basis verwendet werden sollte. Der MKR wurde hinterher vom Kirkerådet kritisiert, der gegen politische Äußerungen innerhalb von kirchlicher Liturgie Einwände erhob.

Der größte Teil der norwegischen christlichen Unterstützer Israels ist in verschiedenen Kirchen, in Bethäusern sowie bei den meisten Mitgliedern protestantischer Freikirchen zu finden. Es gibt eine Anzahl proisraelischer Organisationen. Die wichtigste und effektivste ist die nicht religiöse MIFF (Med Israel for Fred). Die Mitgliederzahl in dieser proisraelischen Fürsprechergruppe wächst rapide. Die meisten Mitglieder sind Christen und Juden. Sie hat blühende Aktivitäten in Oslo und Regionalstädten überall in Norwegen.

Die meisten proisraelischen Bewegungen haben Treffen, große Sommerkonferenzen, verteilen Mitgliedschafts-Flyer und äußern sich gelegentlich öffentlich. Ihre Mitglieder nehmen hin und wieder an öffentlichen Pro-Israel-Demonstrationen in Oslo teil, wann immer etwas Besonderes im Gange ist.

Proisraelische Gruppen werden zumeist ignoriert oder gelegentlich von Arbeitsparteilern und anderen Linken in den Medien angegriffen. Zu den Ausnahmen gehören die kleine christliche Tageszeitung Dagen und die Wochenzeitung Norge Idag, die jetzt einen eigenen Buchverlag hat. Vårt Land ist eine einigermaßen ausgeglichene, in Oslo veröffentlichte Zeitung mit einer stärker der Kirche zugeneigten Linie. Sie ist in der Regel für proisraelische Op-Eds offen. Der Einfluss dieser Gruppen auf die allgemeine Öffentlichkeit ist jedoch bescheiden, da das Land von einer monolitisch linken ideologischen Vormacht beherrscht wird, die wenig Toleranz besitzt. Hoffentlich wird die neue norwegische Regierung aus Konservativen und Progressiven Israel nicht so feindlich gegenüber stehen, wie es ihre von der Arbeitspartei dominierte Vorgängerin war.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

Norwegischer Diplomat schadet dem Image seines Landes

Op-ed von Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Im Verlauf der letzten Jahre ist in Israel ein wenig mehr über die hasserfüllten Einstellungen Norwegens zu Israel und den Juden bekannt geworden. Das hat zu einem zunehmend negativen Image dieses Landes geführt. Der größte Schaden dafür, wie man in Israel Norwegen betrachtet, wurde vermutlich von seinem derzeitigen Botschafter Svein Sevje verursacht.

In einem Interview mit dem extrem linken israelischen Journalisten Akiva Eldar erklärte Sevje vor kurzem, warum Bashir Assad als barbarischer Diktator statt demokratischer Reformer in die Geschichte eingehen wird. Er implizierte, dass der syrische Bürgerkrieg aus der fehlenden Friedensvereinbarung mit Israel resultiert; er sagte: „Ich glaube, mit einer solchen Vereinbarung würde Syrien heute ein anderes Land sein. Die Notstandsgesetze hätten abgeschafft werden müssen; das Regime hätte Reformen ausgeführt. Das Regime war versteinert und sie wussten, dass eine Öffnung für demokratische Werte einen Machttransfer bedeuten würde und dazu waren sie nicht bereit. Eine Friedensvereinbarung mit Israel hätte eine Öffnung zur Welt bedeutet.“1

Die meisten diplomatischen Posten Sevjes befanden sich im Nahen Osten. Er hat allerdings reichlich wenig aus der tausendjährigen Geschichte des Antisemitismus gelernt, in dem Juden dauernd für das Fehlverhalten anderer verantwortlich gemacht wurden. Man erkennt dies aus seiner Äußerung gegenüber Eldar zu den Oslo-Vereinbarungen und ob als Ergebnis davon Frieden erreicht worden wäre: „Ich bin mir der Tatsache durchaus bewusst, dass das, was in den arabischen Ländern um euch herum geschieht, nichts mit dem Fehlen einer Vereinbarung zwischen Israelis und Palästinensern zu tun hat, aber sie hätte den Vorwand beseitig, Israel für alles verantwortlich zu machen.“ Es überrascht nicht, dass Sevje in diesem Interview weder etwas über die Glorifizierung von Mördern israelischer Zivilisten durch die palästinensische Autonomiebehörde sagt, noch über die religiösen Elemente in der völkermörderischen Charta der Hamas.

Eine Reihe der von Sevje israelischen Medien gegenüber getätigten Äußerungen nach Breiviks Morden im Jahr 2011 haben enorm zu Norwegens schlechtem Image beigetragen. In diesen Ausführungen implizierte er, dass Terror gegen Israel in norwegischen Augen gerechtfertigt sei. Das löste heftige Reaktionen verschiedener israelischer Autoren aus. Caroline Glick, stellvertretende Chefredakteurin der Jerusalem Post, zitierte Sevje: „Wir Norweger betrachten die Besatzung als Grund für den Terror gegen Israel. Viele Norweger sehen die Besatzung weiterhin als den Grund für Anschläge gegen Israel. Wer immer so denkt, wird seine Meinung nicht als Ergebnis des Anschlags in Oslo ändern.“ Glick kommentierte: „Nach Meinung der illiberalen Norweger ist also Terrorismus gerechtfertigt, wenn die Ideologie dahinter als gerechtfertigt angesehen wird. Für sie ist es inakzeptabel, dass Breivik norwegische Kinder ermordet, denn seine Ideologie ist falsch. Aber es ist akzeptabel, wenn Palästinenser israelische Kinder ermorden, denn ihre Ideologie ist richtig.“2

Der Politikwissenschaftler Barry Rubin schrieb: „Viele Europäer werden Terror gegen Israelis oder auch Amerikaner akzeptieren; sehr wenige werden dem Terror gegen ihre europäischen Mitbürger applaudieren. Einer der sensibelsten Aspekte des mörderischen Terroranschlags in Norwegen durch einen rechtsgerichteten Bewaffneten ist diese Ironie: Das Jugendlager, das er angriff, betrieb, was im Grunde – obwohl die Lagerteilnehmer das zweifellos nicht so sehen – ein Terror befürwortendes Programm.“3

Das von Norwegens linker Partei betriebene Lager warb dafür die Blockade des terroristischen Hamas-Regimes im Gazastreifen zu durchbrechen und für die sofortige Anerkennung eines palästinensischen Staates, ohne dass diese Einheit irgendetwas tun müsste, was sie davon abhält als Terrorbasis gegen Israel genutzt zu werden. Sie rechtfertigten Kräfte, die Terror gegen Israelis verübt hatten und Tausende von Menschen wie sie selbst töteten.“ In einem anderen Artikel schrieb Rubin: „Menschen, die Begründungen für Terrorismus zustimmen und diese Bewegungen politisch belohnen, verstärken den Terrorismus.“4

Diplomaten im Ausland versuchen die Beziehungen zwischen ihren Ländern zu verbessern. Vebjørn Dysvik jedoch veröffentlichte in seiner Zeit als stellvertretender Leiter der norwegischen Botschaft in Tel Aviv unter Sevje Blogeinträge auf der Internetseite der norwegischen Regierung, in denen er einseitige Rhetorik wiederholte, dass Siedlungsaktivitäten ein Hindernis für eine friedliche Lösung seien.5 Bei einer weiteren Gelegenheit beschrieb Dysvik auch, dass die „Besatzung“ ein „definierender Faktor“ der Beziehungen Norwegens zu Israel sei.6

In einem kürzlich mit der Jerusalem Post geführten Interview sagte Sevje, dass Norwegens Botschaft in kulturelle Aktivitäten in Israel investieren will, um ab jetzt das negative Image des Landes zu verbessern.7 Um das zu erreichen, hätte Norwegen effektivere Wege finden können. Es wäre zum Beispiel weit bedeutungsvoller gewesen, hätte sich König Harald V. für die hohen Orden entschuldigt, die er extremen Antisemiten verlieh, die sich als Antiisraelis tarnen. Der den Holocaust umkehrende Karikaturist Finn Graf zeichnete den ehemaligen Premierminister Ehud Olmert als Nazi-Kommandeur. Im März 2007 wurde er zum Ritter des prestigeträchtigen Königlichen Ordens von St. Olav geschlagen. Zwei weitere Auszeichnungen wurden den Hamas-Unterstützern und Förderern von Ritualmord-Vorwürfen Mads Gilbert und Erik Fosse verliehen. Der König verlieh eine weitere an den muslimischen Antisemiten Trond Ali Linstad, wurde aber angesichts weit verbreiteter Kritik gezwungen sie zurückzunehmen.

Die Förderung kultureller Aktivitäten durch Sevjes Botschaft begann grottenschlecht. Diese Woche wurde großzügige Unterstützung einer Konferenz an der Universität Haifa zum Oslo-Prozess angekündigt. Der einzige norwegische Sprecher ist der regelmäßig antiisraelische Hetzer Nils Butenschøn. Er sprach auch in einem Seminar der NTNU-Universität von Trondheim, das stattfand, bevor deren Vorstand 2010 darüber abstimmte, ob Israel boykottiert werdensoll. Ha’aretz bezeichnete dieses Seminar als ein „Allstar-Team der Israelhasser“.8

Norwegen hat eine neue Regierung, die wahrscheinlich die feindselige, zum Teil antisemitische und humanitär-rassistische Politik des von der Arbeitspartei dominierten bisherigen Kabinetts nicht fortsetzen wird. Ich wurde vor kurzem von einem norwegischen Fernsehsender und anderen dazu interviewt, wie die Beziehungen zwischen den beiden Ländern verbessert werden können. Ich wiederhole hier, was ich dort sagte: Der erste Schritt sollte sein, den derzeitigen norwegischen Botschafter durch jemanden zu ersetzen, der sein Land weit besser repräsentiert.

Dr. Manfred Gerstenfeld ist Mitglied des Aufsichtsrats des
Jerusalem Center of Public Affairs, dessen Vorsitzender er 12 Jahre lang war.

 

1 Akiva Eldar: Norwegian Diplomat Doubts Israel Settlement can be Stopped. Al-Monitor, 16. September 2013.
2 Caroline Glick: Breivik and totalitarian democrats. Jerusalem Post, 28. Juli 2011.
3 Barry Rubin: The Oslo Syndrome. Jerusalem Post, 31.August 2011.
4 Barry Rubin: Norway and Terror: Repressing discussion doesn’t help. Jerusalem Post, 6. August 2011.
5 Vebjørn Dysvik: Bosettinger til besvær. Norge I verden: Tel Aviv (Regjeringen), 15. März 2013.
6 Raphael Ahren: Told that Norway is the West’s most anti-Semitic country, diplomat lashes out at israel. The Times of Israel, 6. November 2012.
7 Barry Davis: Dancing with Norway. Jerusalem Post Magazine, 25. Oktober 2011, S. 20.
8 Why Nils Butenschøn must partake in next week’s seminar on anti-Semitism. Norway, Israel and the Jews, 11. Juni 2013.