Die israelischen Olympioniken für Rio 2016

The Real Jerusalem Streets, 20. Juli 2016

Diesen Sommer sind
Jerusalems Straßen im Zentrum bedeckt
mit (displays) aus verschiedenen Ländern.

Dabei ist die brasilianische Flagge besonders beliebt.

Prince aus Ligne in Belgien,
der Tourist der Woche,
sagte RJS, seine Frau kommt aus Brasilien.

Die Olympischen Spiele 2016 finden
vom 5. Bis 21. August in Rio (Brasilien) statt.
Reuven Rivlin verabschiedete die Teilnehmer
mit einem präsidialen Empfang im Bei Hanasi,
seiner offiziellen Residenz.

Der Botschafter aus Brasilien nahm zusammen mit

Mitgliedern der israelischen Olympiamannschaft teil.

Auch die Teilnehmer der Paralympischen Spiele 2016,
die vom 7. Bis 18. September in Rio stattfinden,
wurden auf dem Empfang geehrt.

Würdenträger posierten lächelnd mit Sportministerin Regev
für die Kamera.

Die größte Mannschaft der Geschichte Israels reist nach Rio.
Jeder Athlet hat eine eindrucksvolle Geschichte
von Einsatz und Training zu erzählen,
wie das Ziel erreicht werden soll.

Das Publikum steht auf, wenn der Präsident den Raum betritt,
bis auf die paralympischen Sportler, die im Rollstuhl sitzen.

Eine Frau hatte ein besonderes Lächeln.

Sie sah wunderschön aus, nachdenklich, entschlossen.
Ich fragte mich, wie ihre Geschichte aussieht.
Nach der Veranstaltung fand ich es heraus.

Pascale Bercovitch lebte als 17-jährige in Frankreich.
Sie rutschte auf Eis aus, als sie zur Schule eilte, um eine Prüfung abzulegen
und ein Zug überfuhr sie. Beide Beine waren abgetrennt.

Trotzdem machte sie Aliyah,
diente freiwillig in der Armee;
heiratete und gründete eine Familie.

48 Sportler treten in Rio 2016 in
verschiedenen Sportarten an.
Pascale Bercovitch
bestreitet ihre dritten Paralympics,
sie fährt Kajak.
Als wäre das für die beidseitig Amputierte nicht genug,
war sie bei ihren ersten Paralympics 40 Jahre alt.

Jeder einzelne Sportler hat eine beeindruckende Geschichte.
Jeder paralympische Sportler hat eine Geschichte.
Ich hatte über eine Frau mit einem strahlenden Gesicht
und einem großen Lächeln gestaunt,
hätte mir aber nie eine solche Geschichte vorstellen können.
Ihre positive Haltung zeigt uns, wie man
in olympischer Größenordnung Erfolg haben kann.

Alles Gute für Pascale
und all die anderen Sportler,
die sich auf den Weg nach Brasilien machen.

Folgen Sie dem Team Israel.

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Olympisches Schweigen: Die antisemitische Vergangenheit des IOC

Peter Martino, Gatestone Institute, 7. August 2012

Graf Jacques Rogge, der Belgier, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ist, lehnte es ab während der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele von London eine Schweigeminute für die elf israelischen Olympia-Athleten zu halten, die vor vierzig Jahren in München ermordet wurden. Stattdessen hielt der belgische Aristokrat eine Woche vor der offiziellen Eröffnung der Spiele eine Schweigeminute während einer unwichtigen Zeremonie im Olympischen Dorf.

Graf Rogge hat außerdem angekündigt, dass er an einer Feier heute (Montag, 6. August) in London teilnehmen wird, die von der israelischen Botschaft und der Londoner jüdischen Gemeinde organisiert ist und dass er auf einer Feier in München am 5. September sprechen wird. Kritiker Rogges machen gelten, der Graf habe Angst die ermordeten Israelis bei der Eröffnungsfeier der Londoner Spiele zu erwähnen, weil er fürchtet, das würde die Mitgliedsstaaten der Organisation der Islamischen Länder (OIC) verärgern. Angst vor der OIC ließ das IOC sich ducken.

Normalerweise drückt, wenn ein Athlet stirbt – wie im Fall eines georgischen Athleten vor zwei Jahren während der Winterspiele – der IOC-Präsident sein Beileid während seiner offiziellen Rede aus, während die olympischen Flaggen auf Halbmast wehen.

Die Familien der 11 ermordeten israelischen Sportler erklärten, sie seien von Rogges Entscheidung „sehr verletzt“. Ilana Romano, Witwe des Gewichthebers Yossef Romano, sagte, der Graf habe „den Terror siegen“ lassen. Ankie Rekhess, Witwe des Fechttrainers Andre Spitzer, sagte, Rogge habe die anstehende Feier in München als Ausrede genutzt, um keine Schweigeminute zu halten und hinterfragte seine Motive für die Teilnahme an der Veranstaltung in München. „Wenn sie das Richtige nicht Zuhause, bei der olympischen Feier, tun können, warum überhaupt kommen?“

Rekhess und Romano trafen sich vor kurzem mit dem IOC-Präsidenten. „Mir sind die Hände gebunden“, wurde Rekhess von Rogge gesagt. Sie war nicht beeindruckt: „Ihre Hände sind nicht gebunden“, sagte sie. „Die Hände meines Mannes waren gebunden, ebenso seine Füße, als er ermordet wurde. Das sind gebundene Hände.“

Derweil veröffentlichte Joods Actueel, eine jüdische Monatszeitschrift aus Antwerpen in Belgien, Einzelheiten der beschämenden, antisemitischen Geschichte des Internationalen Olympischen Komitees und seines früheren Präsidenten, Graf Henri de Baillet-Latour – wie Rogge ein belgischer Aristorkrat.

Baillet-Latour war von 1925 bis zu seinem Tod 1942 IOC-Präsident. Joods Actueel vertiefte sich in die Vergangenheit des Grafen. Die Journalisten Geert Versyck und Guido Joris entdeckten dass der Graf und seine Ehefrau Nazi-Sympathisanten waren. Um diese Wahrheit versteckt zu halten, versucht das IOC seine eigene Geschichte umzuschreiben und Baillet-Latour als Kritiker der Nazis statt deren Unterstützer darzustellen.

Baillet-Latour war 1931 IOC-Präsident, als die Entscheidung getroffen wurde die Olympischen Spiele 1936 in Berlin zu veranstalten. Als Hitler 1933 in Deutschland an die Macht kam, begannen die Nazis die Spiele in ein Propagandawerkzeug zu drehen, das der Welt die Überlegenheit der arischen Rasse demonstrieren sollte. 1933 wurden Juden aus dem öffentlichen Dienst in Deutschland geworfen und jüdische Athleten wurden aus Sportvereinen ausgeschlossen. Selbst Gretel Bergmann, die deutsche Rekordhalterin im Hochsprung, wurde – weil sie Jüdin war – die Teilnahme an den olympischen Spielen verboten.

Diese rüpelhafte Verletzung der fundamentalen olympischen Prinzipien schien Baillet-Latour nicht weiter zu stören. 1935 schrieb Ernest L. Jahncke, amerikanisches IOC-Mitglied, Baillet-Latour einen Brief, in dem er das IOC drängte die Berliner Olympiade als Protest gegen „die Verachtung der Nazis für Fair Play und wegen ihrer schäbigen Ausbeutung der Spiele“ abzusagen. Als Reaktion darauf wurde Jahncke zur einzigen Person, die jemals aus dem IOC ausgeschlossen wurde.

Jahncke wurde dann von einem Amerikaner mit weniger Skrupeln bezüglich Antisemitismus ersetzt: Avery Brundage. „Juden fangen in der Regel an zu schreien, bevor sie einen echten Grund dazu haben“, schrieb Baillet-Latour an Brundage in Zusammenhang mit Forderungen nach einem Boykott der Spiele.

Bei der Eröffnung der olympischen Spiele von Berlin stand Baillet-Latour neben Hitler. Es gibt Bilder, die den Grafen beim Nazigruß zeigen. Er steht in der Nähe des amerikanischen Athleten Jesse Owens, der einen regulären Salut mit der Hand an der Schläfe gibt, währen der IOC-Präsident seinen Arm ausstreckt. Nach den Berliner Spielen von 1936 schickte Hitler Baillet-Latour einen Brief, in dem er ihm für die „großzügige Zusammenarbeit“ während der Spiele dankte. Im selben Jahr wurde der Graf zum Ehrenmitglied von „Freude und Arbeit“, der Nazi-Sportorganisation des Propagandaministers Goebbels.

Des Grafen Frau, Gräfin Elisabeth de Clary, war ergebene Nazi. 1938 gratulierte sie Hitler zur Annexion des Sudetenlandes. Als Deutschland 1940 in ihre Heimatland einfiel dankte sie ihm sogar, „dass er die Nazi-Ideologie nach Belgien brachte“.

Graf Baillet-Latour starb 1942 in Brüssel. Führende Nazis wohnten seiner Beerdigung bei, während deutsche Soldaten an seinem Sarg Wache standen. Der Sarg war mit einem Kranz mit Hakenkreuzen geschmückt, der von Hitler geschickt worden war. Der Nazi Karl von Halt, ein führendes IOC-Mitglied, der das Sportamt des Dritten Reichs führte und bis 1961 Präsident des deutschen Nationalen Olympischen Komitees, hielt im Namen Hitlers und des IOC auf der Beerdigung eine Rede.

Nach dem Krieg unternahm das IOC wenig, um für seine Kollaboration mit den Nazis Wiedergutmachung zu leisten. Nicht einmal Ernest L. Jahncke erhielt je eine Entschuldigung dafür, dass das IOC ihn hinauswarf, während sein Nachfolger Avery Brundage später selbst zum IOC-Präsidenten aufstieg. Brundage war während der Münchener Spiele 1972 im Amt, wo er nach dem Massaker an den israelischen Athleten erklärte: „The Games must go on.“

Die offizielle Biographie beim IOC enthält keinen Verweis auf Graf Baillet-Latours Rolle als Organisator der Nazi-Spiele. Das IOC ehrt ihn als eine der großen Persönlichkeiten der olympischen Bewegung. Der Graf ist im kleinen Dorf Latour in Belgien beerdigt. In Anwesenheit des IOC-Präsidenten Jacques Rogge wurde seinem Grab eine neue Platte gegeben, die die olympischen Ringe zeigen.

Dem Friedhof in Latour gegenüber liegt ein Museum, das dem ehemaligen IOC-Präsidenten gewidmet ist. Es wurde gerade mit Kosten von €100.000 aus dem InBev Baillet-Latour Fond erweitert, „als Tribut für diesen Pionier der olympischen Bewegung … der es trotz Drucks der Nazis schaffte gegen die ideologischen Pläne Hitlers Stellung zu beziehen“. Es gibt in dem Museum ein Bild Hitlers mit dem Grafen. Der Text darunter lautet: „Präsident Baillet-Latour warnte Hitler vor der offiziellen Eröffnung, dass das IOC das olympische Protokoll strikt durchsetzen werde.“ Obwohl diesem Satz ein Copyright-Symbol „© IOC“ folgt, ist er eine unvefrorene Lüge. Vielleicht sollte es nicht überraschen, dass eine Organisation, die es ablehnt sich ihrer antisemitischen Vergangenheit zu stellen, die Ehrung ermordeter israelischer Athleten ablehnt.

Flamme der Schande

Als richtige Diktatur muss die Volksrepublik China unbedingt neue Superlative setzen, um die Welt in Staunen zu versetzen ob der Leistungsfähigkeit des voll überlegenen Systems. Der „Fackellauf“ mit dem olympischen Feuer ist eine tolle Gelegenheit dazu – so weit um die Welt ist das Teil noch nie getragen worden. Bisher war es in erster Linie der nicht ganz direkte Weg von Griechenland ins Ausrichterland. Dieses Jahr werden Umwege genommen, die jeder Logik widersprechen und dem Geist Olympias mindestens so Hohn sprechen wie 1936 – oder wie die Friedenstauben in Moskau 1980.

Olympia-SorgeAnders als 1936 oder 1980 gibt es allerdings richtig Zoff. Noch nie musste ein Olympia-Fackel derart geschützt werden wie dieses Jahr gegen die Tibeter. Es waren zwar keine Wasserpistolen-Terroristen hinter irgendwelchen Büschen zu verzeichnen, aber am Montag in Paris verlöschte das Teil – gleich viermal. Das erste Mal löschten es die Organisatoren selbst, weil zu viele Demonstranten vorhanden waren; dann wurde sie ausgemacht, weil mit Wasser gesprüht wurde; dann waren wieder Demonstranten im Weg (sie hatten eine Brücke besetzt); und schließlich drohten vor dem Louvre Leute mit einem Feuerlöscher. Die Fackel wird jetzt besser geschützt als der Papst im Papamobil.

In London gab es Sonntag schon reichlich Zoff. Tibetische Demonstranten und ihre Sympathisanten machten den Fackel- zum Spießrutenlauf. Die britischen Sicherheitskräfte hatten alle Hände voll zu tun, der Fackel den Weg freizuräumen. Um die Fackel selbst kümmerten sich anscheinend andere – was bei uns nicht weiter vermerkt wurde. Auch bei den Briten scheinen es nicht allzu viele gemerkt zu haben; allerdings hat die Daily Mail recht heftige Reaktionen auf eine Gruppe Chinesen, über deren Aktivitäten auch Melanie Phillips sich aufregt:

Von mehreren Seiten wurde inzwischen aufgezeigt, dass der schockierendste Aspekt dieser Farce des Vorankommens der olympischen Fackel durch London und Paris die Anwesenheit und das Verhalten eines Trupps chinesischer Schläger in blauen Trainingsanzügen war, die eine bedrohliche Phalanx zwischen der Fackel und der nebenhertrottenden britischen Polizei bildeten. Lord Coe nannge sie „Schläger“ und Konnie Huq, die die Fackel trug, lieferte einige lebhafte und alarmierende Details:

Huq, eine von 80 Fackelträgern, sagte: „Die Männer in Blau verblüfften alle. Niemand schien zu wissen, wer sie offiziell waren oder welche Funktion sie hatten. Sie waren sehr roboterhaft, sehr konzentriert und ich bemerkte, dass sie Zusammenstöße mit unserer Polizei und den olympischen Autoritäten vor unserem Teil des Laufs, was etwas verwirrend war. Sie schnauzten mich an, Sachen wie ‚Lauf! Stop!’ und ich dachte Sachen wie: ‚Meine Güte, wer sind diese Leute?’ Sie drückten meine Hand weiter nach oben, als ich die Fackel hielt. Also waren sie… interessant.“

Die große Frage ist: Wer waren sie und wer hat ihnen eine solche Rolle für den Umzug zuerkannt? Die Times berichtet:

Die Metropolitan Police bestätigte gestern Abend, dass die Teilnehmer keine exekutive Gewalt in Großbritannien hatten, was bedeutet, dass sie keine Befugnis haben die Ordnung aufrecht zu erhalten. Das Außen- und Commonwealth-Ministerium und die chinesische Botschaft lehnten es ab die Rolle und Verantwortung der 14-köpfigen Gruppe zu kommentieren. Pro-tibetische Demonstranten behaupten, dass die Leute hoch ausgebildete chinesische Sicherheitsbeamte waren.

Andernorts sagt der Rat von Greater London, dass die Sicherheit auf den Straßen vom britischen Olympischen Komitee (BOC) organisiert wurde, währen das BOC sagt, dass die GLA (Verwaltung von Greater London) sie organisierte.

Fakt ist, dass dies eine perfekt legale Demonstration der Art war, die Großbritanniens offene Gesellschaft charakterisiert. Die Frage bleibt: Wer hat den staatlichen chinesischen Schlägern die Befugnis gegeben, eine Rolle bei der Kontrolle der Demonstration auf Londons Straßen gegeben?