Operation Wolkensäule – drei Monate danach

Yedidya Kennard, Times of Israel blogs, 14. Februar 2013

Vor drei Monaten bekam ich eines Freitagabends einen Anruf. Als orthodoxer Jude schalte ich normalerweise mein Telefon von Sonnenuntergang am Freitagabend an für 25 Stunden aus. Ich rufe am Schabbat meine Freunde nicht an und meine Freunde rufen mich nicht an. Allerdings erwartete ich diese Anruf fast schon. Ein paar Tage davor hatte Israel den Beginn der Operation Wolkensäule (auf Hebräisch „Amud Anan“) verkündet und ich war mir seit Beginn der Operation der Möglichkeit bewusst eines plötzlichen Einberufungsanrufs bewusst. An diesem Freitagabend kam mein Anruf. Eine halbe Stunde später hatte ich gepackt, war in Uniform in einem Taxi und auf dem Weg zu meiner Reservebasis. Einen Tag später lag ich in einem Graben neben einer Straße und sah der Eisernen Kuppel zu, wie sie ein Dutzend Raketen über meinem Kopf vom Himmel holte. Im Verlauf der nächsten Woche konnte ich nicht mehr zählen, wie oft ich in Deckung rannte, nachdem ich Raketen und Mörser um uns herum fallen hörte – wir waren zu nahe dran, als dass Sirenen effektiv gewesen wären. Ich sah die Mörser rundum in israelische Städte einschlagen und sah die Eiserne Kuppel Dutzende Raketen abschießen. Ich sah, wie Terrororte im Gazastreifen in Pilzen aus Feuer und Rauch ausbrachen.

Der Hintergrund zu Amud Anan  war klar. Mehr als ein Jahrzehnt lang lag das südliche Israel unter einem ständigen Trommelfeuer aus Raketen, was erste Tausenden, dann Millionen Israels die Chance auf ein normales Leben verweigerte. Die Namen von Städten wie Sderot waren zu Synonymen für Leben unter Bedrohung geworden. Im November 2012 wurde es zu viel. Während der Eskalation im November feuerten die Terroristen mehr als 100 Raketen an einem einzigen Tag, eine nicht hinzunehmende Rate, die auch vor der vorherigen Antiterror-Operation im Gazastreifen, der Operation Gegossenes Blei, nicht erreicht wurde. In den Monaten davor wurden 171 Raketen auf Israel geschossen. Der Druck nahm zu und es war klar, dass etwas getan werden musste.

Am 14. November leitete Israel Amud Anan damit ein, dass es Ahmed Jabari, den Militärkommandeur der Hamas, beschoss. Israel verkündete: „Das erste Ziel dieser Operation besteht darin dem Süden Israels die Ruhe zurückzubringen; das zweite Ziel sind Schläge gegen Terror-Organisationen.“ Innerhalb von Minuten waren die weitreichenden Fajr-5-Raketen der Hamas fast komplett zerstört. Ein paar Tage später, an diesem Freitagabend, berief Israel in Erwartung einer möglichen Bodenoffensive Zehntausende Reservisten ein. Stattdessen wurde am Mittwoch, 22. November mit ägyptischer Vermittlung ein Waffenstillstand erzielt.

Die Gefühle zu diesem Schluss waren in Israel gemischt. Einerseits war jeder erleichtert, dass ohne die Notwendigkeit eines ausgewachsenen Kriegs. Doch es gab auch einen allgemeinen Unterton der Enttäuschung, einer verpassten Gelegenheit, die Hamas ein für alle Mal wirklich zu vernichten.

Viele Menschen fragten mich als einberufenen Reservisten, was ich dachte. Dachte ich, dass wir hätten reingehen sollen? Hat diesmal nicht reinzugehen nur das Unausweichliche aufgeschoben? Ich antwortete immer, dass es zu früh sei, um das zu beurteilen und dass wir mindestens noch drei Monate warten müssen, um uns ein Urteil erlauben zu können. Nun, jetzt sind die drei Monate um und hier ist meine Antwort.

Eines der erklärten Ziele der Hamas-Charta ist die Vernichtung Israels. Dieser Konflikt kann daher nur entweder mit der Eliminierung Israel enden, was für die Hamas taktisch nicht möglich ist, oder mit der Eliminierung der Hamas, was für Israel politisch problematisch wäre. Da es also keine realisierbaren langfristigen Lösungen gibt, muss Amud Anan aufgrund seiner kurz- und mittelfristigen Ergebnisse evaluiert werden.

Nach der Operation beanspruchte die Hamas (vorhersehbar) den Sieg für sich. Sie sagte, „die Zionisten“ hätten gezeigt, dass sie zu einer Bodeninvasion nicht fähig seien – sie habe sie gezwungen Farbe zu bekennen. Ein rascher Blick auf die Waffenstillstandsvereinbarung (wie sie von ägyptischen Quellen berichtet wird) macht dieser Auffassung ein Ende. Nach Angaben dieser Quellen versprach die Hamas alle Gewalt gegen Israel zu beenden und sicherzustellen, dass alle anderen Gruppen sich ebenfalls Angriffen enthalten. Die Hamas versprach den Schmuggel von Waffen einzustellen und Ägypten (die Regierung der Muslimbruderschaft) versprach das sicherzustellen. Israel versprach sie nicht anzugreifen, außer es gibt eine unmittelbare Bedrohung. Mit anderen Worten: Israel bekam genau das, was es wollte. Die Hamasführer durften am Leben bleiben, so weit sie das waren. Das ist nicht „Israel musste Farbe bekennen“ – das war aufzugeben, nachdem sie alles auf eine Karte gesetzt hatten. Seit Amud Anan wurde keine Rakete – nicht eine einzige – nach Israel geschossen. Das waren die ruhigsten drei Monate seit zehn Jahren.

Vor der Operation nahm die Hamas an, dass Israel niemals einmarschieren würde. Der öffentliche Druck würde das niemals erlauben. Die internationale Gemeinschaft würde es nicht erlauben. Ihre Raketen großer Reichweite bedrohten Tel Aviv zu stark. Die Hamas nahm an, dass sie Israel weiterhin ohne sonderliche Strafe beschießen könne. Amud Anan änderte das. Entgegen der Vorhersagen der Hamas entschieden sich die Israelis, dass es mehr als ausreichte. Die israelische Öffentlichkeit und Führung waren sogar bereit zu tolerieren, dass Sirenen in Tel Aviv heulten, wenn es letztlich Ruhe für eine Million im Süden lebender Menschen bedeuten würde. Zehntausende Reservisten waren bereit und willens zu tun, was nötig ist, um Frieden und Ruhe aufzuzwingen – und die Regierung war willens sie das tun zu lassen. Die Eiserne Kuppel erwies sich als überwältigender Erfolg, der die Bedrohung durch die Hamas-Raketen wirksam zunichtemachte und Israel mehr Handlungsfreiheit gab. Die internationale Gemeinschaft unterstützte Israels Recht auf Selbstverteidigung. Und knickte die Hamas ein. Drei Monate später ist klar, dass die Hamas die neuen Spielregeln begreift. Jegliche Raketenangriffe auf Israel sind inakzeptabel und können mit vernichtender Reaktion begegnet werden.

Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass dies für immer so bleiben wird. Das wird es nicht. An irgendeinem Punkt wird die Hamas oder eine andere Gruppe im Gazastreifen die Lektion vergessen, die sie im Verlauf dieser Woche gelernt haben. Oder sie werden uns wieder austesten, um zu sehen, wie weit sie uns provozieren können. So lange die Raketen auf Israel gerichtet sind, können und werden sie wahrscheinlich auch eingesetzt werden.

Im Zusammenhang betrachtet hat Amud Anan jedoch sein Ziel erreicht: im Süden ist Ruhe. Die Menschen in Sderot, in Netivot, Eshkol, Be’er Sheva, Aschdod, Aschkelon und zahllosen anderen Orten haben drei unbezahlbare Monate der Normalität gehabt. Und drei Monate später bin ich stolz ein sehr kleiner Teil dessen gewesen zu sein, was das möglich gemacht hat.

Der gefälschte PCHR-“Zivilist” von heute

Elder of Ziyon, 8. Februar 2013

Wie ich bereits im November feststellte, zieht die Hamas die Veröffentlichung vieler ihrer „Märtyrer“-Nachrufe in die Länge. Auf diese Weise sind die Berichte unmittelbar nach einer israelischen Operation angefüllt mit „zivilen“ Opfern, oft veröffentlicht von Medien, die sich auf PCHR oder dem von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministerium von Gaza, um zu bestimmen, wer Zivilist ist und wer nicht.

Wenn dann die Hamas endlich still zugibt, dass einige dieser so genannten „Zivilisten“ in Wirklichkeit Hamas-Jihadisten sind, nimmt niemand davon Notiz.

Hier die jüngsten Beispiele.

PCHR:

Um etwa 15.30 Uhr schossen israelische Kriegsflugzeuge 2 Raketen auf 2 Autos, die in der Nähe des Future Club im Viertel Al-Sabra unterwegs waren; darin befanden sich 5 Zivilisten, darunter ein Zwillingspaar. As Ergebnis des Angriffs wurden 5 Zivilisten getötet:
1 – Subhi Nemer Mohammed Gushmosh (29)
2 – Salah Nember Mohammed Dughmosh (29)
3 – Ahmed Jamil Hamdan Dughmosh (30)
4 – Zaki Said Mohammed Qadada (42) und
5 – Mosab Mahmud Rushdi Dughmosh (25).

In Hamas‘ Nachruf für Mosab Mahmud Dughmosh heißt es, er schloss sich der Terrorgruppe der Al-Qassam-Brigaden Anfang 2010 an. Er nahm an vielen „Jihad-Missionen“ teil und nahm an Feindseligkeiten teil.

Nach Angaben des Terrorism Info-Berichts aus Israel waren zwei seiner Brüder Mitglieder der Army of Islam und zwei waren bei den PRC. Was bedeutet, dass jede einzelne Person in den beiden von Israel beschossenen Autos ein Terrorist war – keiner war Zivilist.

Noch ein paar Fakten zur Operation Amud Anan und Lügen von PCHR

Während die Terroristen massenhaft Raketen auf israelische Zivilisten schossen, „beschoss“ Israel die Zivilisten im Gazastreifen – mit humanitärer Hilfe. Der IDF-Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Territorien (COGAT) berichtete, dass während des 8 Tage dauernden Krieges im November COGATs Vertreter im Gazastreifen mit der IDF und anderen Zweigen der Sicherheitskräfte, internationalen Organisationen und Regierungsvertretern die Hilfe bei der Versorgung der arabischen Zivilbevölkerung im Gazastreifen organisierten. „Während die Hamas ihre Zivilisten ausbeutet und in Gefahr bringt, sind die COGAT-Aktivitäten ein weiteres Beispiel für die Maßnahmen, die Israel unternimmt, um den Verlust zivilen Lebens und Schaden bei genau dieser Bevölkerung zu minimieren.“

Der Eretz-Übergang (für Fußgänger) war in Betrieb, um Notfall-Evakuierungen zu ermöglichen; während dreier Tage während der Operation Amud Anan war auch der für Warenverkehr vorgesehene Übergang Kerem Shalom geöffnet, obwohl Raketen auf ihn geschossen wurden; Lebensmittellager im Gazastreifen waren immer gefüllt; Israel lieferte in dieser Zeit außerdem 125 Megawatt an Strom.

Währenddessen hat Elder of Ziyon den nächstenTerroristen gefunden, der von PCHR als Zivilist ausgegeben wird:

Um etwa 19:50 Uhr am Samstag [17.11.12] feuerte ein israelisches Kampfflugzeug eine Rakete auf eine Versammlung palästinensischer Zivilisten im Dorf Wadi al-Salqa; sie tötete Ali Hassan Bin Said (25) und verletzte 3 weitere.

Die Hamas veröffentlichte heute Saids Nachruf und nannte ihn einen „Mudschahid“. Said wurde in Saudi-Arabien geboren, durchlief aber UNRWA-Schulen im mittleren Gazastreifen. Er besuchte das Palestine Technical College für Management und Büro-Automatisierung und erhielt seinen Bachelor in Business Administration. Er schloss sich 2005 der Hamas an, den Al-Qassam-Brigaden 2006. Er war am Betrieb mehrerer Waffenschmuggel-Tunnel und war auf arabischer Seite an Gegossenes Blei sie Amud Anan beteiligt.

Etwas anders als Elder of Ziyon, der die Heldennachrufe der Terroristen durchforstet, hat das Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center zu den während der Operation Wolkensäule getöteten Arabern recherchiert und stellte fest, dass wie üblich weit mehr Terroristen getötet wurden, als vom Gaza-Gesundheitsministerium und dem PCHR berichtet wurde; nach bestmöglichen Einschätzungen wurde herausgefunden:

Es wurden während der Operation 178 Menschen getötet, einige erlagen ihren Verletzungen erst nach Beendigung der Kämpfe; 169 davon konnten identifiziert werden. 101 waren bekannte „Aktivisten“, 68 Zivilisten. Jeder der Terroristen wird samt Zugehörigkeit aufgelistet. 71 waren von der Hamas, 17 vom Islamischen Jihad, 6 von den PRC, 3 von der Fatah, 2 von der Armee des Islam und einer von der PFLP; dazu kommt einer von einer Salafistengruppe. 25 der getöteten Terroristen hatten offiziell andere Berufe; 5 waren Journalisten, 2 waren „Geistliche“. 73 der Terroristen werden mit Foto aufgeführt.

Das Gaza-Gesundheitsministerium blähte die Zahl der Getöteten u.a. mit Menschen auf, die eines natürlichen Todes gestorben waren.

Der Bericht des ITIC kommt zu dem Schluss, dass es klar ist, dass Israel keine Zivilisten gezielt beschoss. Die Quote der getöteten Terroristen und Zivilisten ist für Militäroperationen in städtischer Umgebung ohne Beispiel (zugunsten Israels).

Die toten „Zivilisten“ der PCHR – Fortsetzung

Eine Anmerkung von Elder of Ziyon zu den „zivilen“ Toten im Gazastreifen:

Wie bei Gegossenes Blei verlassen sich die Medien auf PCHR (und – schlimmer – auf das Hamas-Gesundheitsministerium), um festzulegen, wie viele der Toten im Gazastreifen Zivilisten sind und wie viele Terroristen.

Bitte erinnern Sie sich: PCHR zählt eine Person nur dann als „Militanten“, wenn er sich – ihrer Meinung nach – zum Zeitpunkt seines Todes aktiv an militärischen Aktivitäten beteiligte.

Während ich also weder in der einen noch in der anderen Richtung etwas zu dieser Person weiß, sagt PCHR:

Um etwa 14:10 Uhr am Montag, 19. November 2012 schoss ein israelisches Kampfflugzeug eine Rakete auf ein ziviles Auto, das auf der al-Saftawi-Straße in Jabalya fuhr; darin befand sich Hussam Fayez Hamdan Abdul Jawad (32). Das Auto wurde zerstört und Abdul Jawad wurde getötet.

Jawad könnte gut und gerne Mitglied einer Terrorgruppe gewesen sein, doch PCHR wird das nicht sagen – er fuhr bloß, bereitete keinen Raketenabschuss vor.

Seit den ersten paar Tagen der Kämpfe hat die Hamas es abgelehnt irgendwelche Verluste unter ihren Mitgliedern zuzugeben. (Der Islamische Jihad sagt jetzt, dass sieben seiner Mitglieder getötet wurden.)

Das ist exakt das, was während Gegossenes Blei geschah. Die Hamas vertuschten jeden einzelnen terroristischen Toten während des Krieges und erste in den Monaten darauf dokumentierten sie langsam auf ihren Internetseiten die „Märtyrer“ und die Daten, wann sie getötet wurden. Am Ende wurde festgestellt, dass Hunderte Personen, die das PCHR als „Zivilisten“ bezeichnete, Terroristen gewesen sind.

Wenn die Hamas die Sicherheitskräfte und – in gewissem Ausmaß – die Bewegungen der Medien kontrolliert, kontrolliert sie die Wahrheit.

Auch während Gegossenes Blei zogen die Mitglieder der Hamas und anderer Terrorgruppen, sobald der Bodenkrieg anfing, ihre Tarnuniformen aus und kämpften in ziviler Kleidung weiter – eine weitere Verletzung der Genfer Konventionen. Das machte es schwierig herauszufinden, wer die Zivilisten sind.

Eines ist sicher: Die riesige Mehrzahl der im Gazastreifen Getöteten sind bisher Männer im kampffähigen Alter gewesen – in einer Gegend, wo Männer zwischen 16 und 40 vielleicht gerade mal 18% der Bevölkerung stellen (Männer zwischen 15 und 64 stellen rund 27%).

Es wird Monate dauern die tatsächliche Wahrheit über die Opfer herauszufinden. Aber vertrauen Sie nicht den ersten Statistiken – wie wir gesehen haben, sind sie historisch verzerrt.

Der heutige gefälschte PCHR-„Zivilist“ (27. November 2012)

Das Palestinian Center for Human Rights schrieb:

Um ungefähr 9 Uhr schoss eine israelische Drohne eine Rakete in den Bereich des Dabbour-Ackerlandes in Jabalya. Als Ergebnis wurde Mustafa Awadh Abu Hmaidan (23) getötet.

Sie identifizierten ihn nicht als Mitglied einer „bewaffneten Gruppe“, was bedeutet, dass sie annahmen, er sei Zivilist und dass sie ihn offensichtlich als solchen zählten.

Hier ist ein Foto des Herrn Hmaidan:

Und hier ist sein Nachruf von der Hamas, wo sein Jihadisten-Leben ausgestellt wird; es wird offenbart, dass er getötet wurde, während er eine Handlung des „Jihad“ ausführte. Interessanterweise schloss er sich den Al-Qassam-Brigaden an, während er in Jabalya in eine UNRWA-Schule ging.

Es handelt sich um den ersten Nachruf auf der Internetseite der Al-Qassam zur Operation Wolkensäule. Die Hamas will nicht, dass die Welt weiß, wie viele der „Zivilisten“ Terroristen waren und wird – wie bei Gegossenes Blei – sie erst als Rinnsal über die nächsten Monate hinweg offenlegen. Sie nimmt an, dass bis die Zahlen aufgerechnet sind und wir beweisen können, dass die Mehrzahl der Getöteten Terroristen waren, der Schaden durch die Lügen der PCHR, das Gesundheitsministerium im Gazastreifen und andere angerichtet sein wird.

Der heutige gefälschte PCHR-„Zivilist“ (29. November 2012)

Von PCHR:

Um ungefähr 17:45 Uhr schoss am Sonntag ein israelisches Kampfflugzeug eine Rakete auf eine Gruppe palästinensischer Zivilisten bei der al-Rahma-Moschee im Flüchtlingslager al-Nusseirat. Als Ergebnis wurden 2 Zivilisten getötet: Atiya Abdullah Mubarak (56) und Hussam Hussein Abu Shawish (37).

Die Al-Qassam-Internetseite der Hamas beschreibt Atiya mubarak als einen ihrer Mudschaheddin, trotz seines Alters. Er trat der Hamas 1998 bei, den Al-Qassam-Brigaden 2007. Er nahm an Gegossenes Blei teil und arbeitet an der Logistik hinter dem Losschicken der Terroristen in den Kampf, „in Konkurrenz zur Jugend im Jihad für die Sache Allahs“.

Wieder PCHR:

Um ungefähr 16:30 Uhr schoss eine israelische Drohne eine Rakete auf eine Anzahl palästinensischer Zivilisten auf der al-Salatin-Straße in Beit Lahia, durch die eine Person getötet wurden: Fadi Mousa Sameer al-Qatanani (29); 6 weitere, darunter zwei Kinder, wurden verletzt.

Auf der Al-Qassam-Internetseite heißt es: „Seit Fadi ein Kind war, wollte er eine Schusswaffe tragen, um die Feinde Gottes, die Juden zu bekämpfen; unter ständigem Wiederholen von Jihad-Sprüchen verzehren sich seine Augen nach dem Jihad und Märtyrertum und den Festungen des Ruhms und der Ehre und der Würde.“

Er war mehr als zehn Jahre Mitglied der Qassam-Brigaden, arbeitete in den Schmuggeltunneln wie auch bei der „Abwehr von Invasionen“ des nördlichen Gazastreifens durch Israel.

Die Hamas sagt, sie bestehe aus Mudschaheddin. PCHR sagt, sie sind Zivilisten.

Lassen Sie nicht außer Acht, dass die Al-Qassam-Brigaden höchstens mehrere Tausend Mitglieder haben – aus einer Bevölkerung von rund 1,6 Millionen im Gazastreifen. Würde Israel einfach wahllos auf „Zivilisten“ schießen, dann lägen die Chancen ein Mitglied der Qassam-Brigaden zu treffen bei 1 zu 300.

Die heutigen gefälschten PCHR-„Zivilisten (1. Dezember 2012)

PCHR schreibt:

Um ungefähr 8 Uhr (am 17. November) griffen israelische Kampfflugzeuge eine Reihe von 3 jungen Männern im Flüchtlingslager al-Maghazi an und tötete sie: Ali Abdul Halim al-Manaama (24), Ussama Mousa Abdul Jawad (27) und Ashraf Hassan Darwish (22).

PCHR identifiziert sie nicht als „Militante“, aber alle drei waren Terroristen.

Der Nachruf für Darwish erklärte, dass er den Qassam-Brigaden 2007 beitrat, nachdem er UNRWA-Schulen besuchte. Hier ist er:

Den beiden anderen wurde von der Qassam-Site noch kein Denkmal gesetzt, aber Gedenkfotos haben die Qassam-Brigaden für sie schon veröffentlicht:


Manaama


Jawad

Und noch einer:

Um etwa 19:50 Uhr griffen israelische Kampfflugzeuge eine Reihe junger Männer an, die bei einem Haus im Flüchtlingslager al-Maghazi saßen, das Ahmed Mohammed Jaddou Abu Jalal (43) gehört, einem Mitglied einer bewaffneten Gruppe. Er wurde zusammen mit 3 Zivilisten getötet, darunter sein Bruder: Amjad Mohammed Jaddou Abu Jalal (33).

Amjad war kein Zivilist. Sein Nachruf auf der Al-Qassam-Internetseite vermerkt, dass er der Terrorgruppe 2005 beitrat; dort wird er dafür gepriesen Qassam-Raeten und Mörsergranaten auf „Siedlungen“ geschossen zu haben, ebenso dafür an Waffentunneln gearbeitet und während Gegossenes Blei gekämpft zu haben.

Der heutige gefälschte PCHR-„Zivilist“ (2. Dezember 2012)

Von PCHR:

Um ungefähr 21 Uhr (16. November) griff ein israelisches Kampfflugzeug ein Motorrad an, auf dem Khaled Khalil Ali al-Shaer (25) in der Nähe der Saladin-Straße fuhr. Er wurde getötet und 2 Personen wurden verletzt.

Einmal mehr identifiziert PCHR das Opfer nicht als „Militanten“, wie sie das mit einigen anderen tun. Das bedeutet, dass sie ihn als einen der im Gazastreifen getöteten angeblichen „Zivilisten“ zählen.

Und einmal mehr lügen sie.

Die Internetseite der Al-Qassam-Brigaden vermerkt, dass Shaer der Hamas in der Oberstufe beitrat und den Qassam-Brigaden 2006 beitrat, wo er Lagerleiter wurde. Er besuchte auch die „Abu Bara-Militärakademie“ der Qassam-Brigaden, belegte verschiedene Militärkurse. Auch er kämpfte während Gegossenes Blei.

Weitere Fake-Zivilisten kann man unter diesem Tag finden.

Nach Amud Anan: Raketen kosten Gaza-Bauern 500.000 Schekel

Elder of Ziyon, 2. Dezember 2012

Nach Angaben der Palestine Press Agency ist heute der erste Tag, dass der Gazastreifen Erdbeeren und Kirschtomaten der Saison in europäische Märkte exportiert.

Einige der Waren werden über den Kerem Shalom-Übergang geschickt und eine palästinensisch-arabische Firma – „Harvest Export“ – nutzen, um allen Papierkram und die logistische Organisation zu handhaben. So weit ich weiß sind alle Feldfrüchte des Gazastreifens bisher über israelische Exporteure verschickt worden.

Interessanterweise vermerkt die Internetseite von Harvest Export mit Stolz, dass „palästinensische Bauern aus Langzeit-Beziehungen mit ihren israelischen Gegenparts die Nutzung moderner Landwirtschaftstechniken und -methoden lernen“.

Die Exportsaison sollte eigentlich vor zwei Wochen beginnen – aber der Islamische Jihad entschied sich Mörser auf den Kerem Shalom-Übergang zu schießen, was seine Schließung erzwang, trotz israelischer Anstrengungen die humanitäre Hilfe weiter fließen zu lassen.

Offizielle Vertreter der Bauern des Gazastreifens schätzen, dass sie wegen der Kämpfe eine halbe Million Schekel verloren, weil sie die Erdbeeren im Strip selbst für 5 Schekel pro Kilogramm verkaufen mussten, statt in Europa 25 Schekel pro Kilogramm zu bekommen.

Vielleicht können sie den Islamischen Jihad wegen des Fehlbetrags verklagen? Das Justizsystem im Gazastreifen wird sie doch sicher fair behandeln, oder?

Nach Amud Anan: Der „Beweis“ der Hamas, dass sie ein IDF-Flugzeug abgeschossen haben

Elder of Ziyon, 27. November 2012

Palestine Today hat ein Video der „Trümmer eines Flugzeugs, das vom palästinensischen Widerstand abgeschossen wurde“:

In Wirklichkeit sind das externe Kraftstoffbehälter, die von F-16 aus verschiedenen Gründen regelmäßig abgeworfen werden. Dieser wurde offensichtlich in Mittelmeer geworfen. (Sie haben verschiedene Größen.)

Das muss Teil der „Fedayin der Wahrheit“ sein, für die Ismail Haniyeh die Journalisten von Gaza gestern pries.

Nach Amud Anan: Die gefälschten PCHR-„Zivilisten“

Elder of Ziyon sammelt wieder – wie nach der Operation „Gegossenes Blei“ – „Zivilisten“, die in Wahrheit Terroristen sind:

22. November 2012

Wie EoZ-Leser wissen, leitete ich nach Gegossenes Blei ein Team, das Hunderte Personen identifizierte, die vom Palestinian Center for Human Rights als „Zivilisten“ bezeichnet wurden – in Wahrheit aber Terroristen waren. Wir durchforsteten offizielle Internetseiten und Foren der Jihadisten, um zu sehen, welche dieser „Zivilisten“ als „Mudschaheddin“ bezeichnet wurden. Wir machten Gegenproben der Listen der PCHR mit Nachrufen, die auf den Internetseiten der Hamas und anderen Terrorgruppen veröffentlicht wurden, oft erst Monate später.

Kurz gesagt: Wir zeigten, dass PCHR fröhlich log, um es so erscheinen zu lassen, dass die IDF gezielt auf Zivilisten schoss.

Es sieht so aus, als hätten wir wieder alle Hände voll zu tun:

Nach Angaben von durch PCHR durchgeführte Untersuchungen feuerte etwa um 17:45 Uhr am Dienstag, 20. November 2012 ein israelisches Kampfflugzeug eine Rakete auf Hussam Mohammed Shalama (30) und Mahmud Ali al-Koumi (29), Kameramänner des in Gaza ansässigen Satelligen-Fernsehsender Al-Aqsa, während sie mit einem zivilen, klar mit „TV“ gekennzeichneten Auto unterwegs waren.

Glücklicherweise habe ich gerade ein Poster zu Herrn Shalama erstellt, dazu ein Foto des Autos, auf das er grausam „TV“ gesprüht hatte. Die IDF sagt dazu:

Ein hochrangiger Hamas-Funktionär wurde beschossen, als er in einem Presse-Fahrzeug unterwegs war. Mohammed Shalamah, Kommandeur der Hamaskräfte im südlichen Gazastreifen und Leiter des militanten Trainingsprogramms der Hamas, wurde bei einem israelischen Luftangriff beschossen, als er einem klar mit „TV“ gekennzeichneten Auto unterwegs war, das ein Pressefahrzeug darstellen sollte, was den Journalisten geleisteten Schutz missbraucht.

PCHR weiß das alles zweifellos, entschied sich aber, es nicht nur erwähnen. Selbst wenn sie das Argument anführen wollten, dass Shalama nicht aktiv in Kämpfe verwickelt war – ihr normales Argument, wenn sie zur hohen Zahl der Terroristen befragt werden, die sie Zivilisten nennen – zeigen sie ihre Unaufrichtigkeit dadurch, dass sie nicht die ganze Geschichte offenbaren und stattdessen als Fakt sagen:

Diese Verbrechen zielen darauf die Presse zum Schweigen zu bringen und Journalisten davon abzuhalten von israelischen Streitkräften begangen Verbrechen an palästinensischen Zivilisten zu berichten.

Mit anderen Worten: PCHR hält nicht nur Informationen zurück – sie lügen wissentlich.

Das ist der Grund, dass man nicht davon ausgehen kann, dass genannten „Menschenrechts“-Organisationen die ganze Geschichte erzählen. Sie haben eine Agenda, so wie jeder andere auch; und sie werden Informationen verstecken, die nicht in diese Agenda passen. PCHR ist nur ein sehr jämmerliches Beispiel dafür.

23. November 2012:

PCHR schreibt:

Um ungefähr 9:40 Uhr feuerte ein israelisches Kampfflugzeug eine Rakete auf eine Gruppe palästinensischer Zivilisten nahe der Abdullah Bin Rawaha-Moschee im Gebiet von Maan östlich von Khan Yunis. 2 Zivilisten wurden getötet: Abdullah Harb Salem Abu Khater (21) und Mahmud Said Abu Khater (34).

Das PalDF Hamas-Forum bezeichnet Mahmud Said Abu Khater, der tagsüber anscheinend als Lehrer arbeitet, als „Mudschahid“.

Sein Bruder Abdallah war ebenfalls Hamas-Mitglied:

Es sieht so aus, als waren sie keine unschuldigen Zivilisten, die da herumstanden, sondern wegen ihrer Verbindungen zum Terror konkrete Ziele.