Die Woche nach dem gewaltsamen Tod des Osama bin Laden

Nachrichten WDR2, 03.05.2011 um 6.30 Uhr: Der UNO-Sicherheitsrat hat die Tötung des Al-Qaida-Führers begrüßt, ein äußerst seltenes Geschehen im Rat. Helmut Schmidt nennt die Aktion „völkerrechtswidrig“.

Der WDR lässt (03.05.11, 6.20 Uhr) einen Journalisten Obama hochleben, weil der Al-Qaida-Chef tot ist. Es ist alleine dessen Verdienst, er hat den Tötungsbefehl gegeben (ein Befehl, der Bush IMMER negativ angekreidet worden wäre) und hätte bewiesen, dass er effektiver ist als seine „rechtskonservativen“ Gegner. Klar. Der Obamessias ist der einzige Alleskönner und wer anders denkt, muss „rechts“ angehängt bekommen – die beste Verurteilungsund Verleumdungsvokabel nach Nazi.

Die Terror-Mullahs befinden, dass der Tod Bin Ladens jeden Vorwand verschwinden lässt, dass Auslandstruppen in der Region verbleiben. Mit derselben Begründung hätte man im Mai 1945 sagen können, es habe keinen Grund gegeben, dass die Alliierten sich weiter in Deutschland aufhalten. Ströbele argumentiert übrigens genauso, auch wenn er nur den Rückzug der Bundeswehr fordert (die Amis will er aber sicherlich auch nicht weiter dort sehen).

Was anscheinend unter gegangen ist: In der Stadt Abbottabad wurde dieses Jahr schon ein muslimischer Top-Terrorist festgenommen: der Typ, der hinter dem Bali-Attentat (200 Tote) steckte, wurde im Januar in Abbottabad gefangen genommen. Da scheint es ein Muster zu geben.

Besonders nette Grüße der Fünften Kolonne: Der arabische Knesset-Abgeordnete Ibrahim Sarsour befand, der Mord an bin Laden sei dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 geschuldet – Obama habe lediglich für eine zweite Amtszeit punkten wollen.

Jetzt macht Pakistan klar, wo es steht: Die Regierung kritisiert die US-Aktion gegen bin Laden als „nicht genehmigt und einseitig“. Die USA sollten sich so etwas in Zukunft nicht mehr erlauben.

Der UNO-Sicherheitsrat begrüßte ausdrücklich, dass Osama bin Laden zur Strecke gebracht wird – die Chefin des UNO-Menschenrechtsrats, Navi Pillay, fordert jetzt „Aufklärung“, um feststellen zu können, ob die USA im Rahmen des internationalen Rechts geblieben ist.

In der Al Aqsa-Moschee „predigte“ einer: Obama wird (wegen des Todes von bin Laden) bald am Galgen hängen, neben Bush. Sie sind halt so herzallerliebst tolerant und friedfertig…

Die Amerikaner und die Briten sind empört über die Haltung der Hamas zur Tötung von bin Laden. Frankreich findet die Hamas-Äußerungen „inakzeptabel“. (Wird das irgendeinen von denen abhalten, den Terroristen weiter gegen Israel den Rücken zu stärken?)

Ein Bild des toten Osama bin Laden wird nicht veröffentlicht werden. Obama hat Schiss, dass das die Muslime verärgern könnte.

Ismail Haniyeh legt noch einen drauf: Die Ermordung bin Ladens sei eine „monströse Tat“, erklärte er: „Araber und Muslime sind Menschen und der Westen muss sie mit Anstand behandeln – ob sie nun Unterstützer oder Gegener bin Ladens sind.“ Klar doch – Araber und Muslime, aber die anderen nicht. Wirklich monströs ist der Jubel der Terroristen über die Ermordung einer Familie, die ihnen nichts getan hat!

Pakistan droht den USA mit „katastrophalen Folgen“, sollte noch so eine Aktion wie die gegen bin Laden erfolgen. (Heißt das, dass noch mehr Terrorführer, z.B. der Taliban, in Pakistan Zuflucht gefunden haben?)

Jetzt hat die Terrortruppe es selbst bestätigt: Al-Qaida gab den Tod von Osama bin Laden bekannt! Und natürlich wird Rache geschworen. (Damit ist auch die Veröffentlichung von Beweisfotos hinfällig.)

Osama war kein muslimischer Führer: Tausende Islamisten (sind das keine Muslime?) marschieren in Kairo gegen die USA. Hunderte Islamisten hielten in London vor der US-Botschaft ein Scheinbegräbnis für Osama bin Laden ab.

Weil ein Terrorfürst gezielt getötet wurde, sind jetzt nach Meinung von Jihadisten ALLE Amerikaner und Europäer legitime Mordziele. Wir haben wieder das „Phänomen“, dass nicht „Auge um Auge“ gilt (das angeblich so furchtbar-alttestamentliche „Racheprinzip“), sondern die maßlose Rache von Muslimen an ganzen Völkern.

Wenn die Türken und die Saudis vergeblich versucht haben die Regierung Pakistans zu überzeugen den Amerikanern Osama bin Laden auszuliefern – muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die wussten, wo der Terrorchef sich befand?

UNO-Menschenrechtschefin fordert USA auf bin Ladens Tod zu erklären – nun gut

Doug Powers, MichelleMalkin.com, 4. Mai 2011

Man wusste, dass das kommt:

Genf (Reuters) – Die Top-Menschenrechtlerin der Vereinten Nationen forderte die USA am Dienstag auf der UNO Einzelheiten zu Osama bin Ladens Tötung zu geben und sagte, alle Antiterror-Operationen müssten das internationale Recht respektieren.

„Dies war eine komplexe Operation und es wäre hilfreich, wenn wir die genauen Fakten um diese Tötung kennen würden. Die Vereinten Nationen haben immer betont, dass alle Antiterror-Handlungen das internationale Recht respektieren müssen“, sagte Pillay in einer Erklärung, die in Antwort auf eine Anfrage von Reuters ausgegeben wurde.

Das Weiße Haus hat dieser Tage mächtig zu tun, deshalb habe ich mir, um ihnen etwas Zeit zu sparen, die Freiheit genommen, eine Antwort vorzubereiten, die die US-Beamten frei sind an die Vereinten Nationen zu schicken, als Antwort auf deren Anfrage:

4. Mai 2011

An: Navi Pillay, UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte

von: Vereinigte Staaten von Amerika

Sehr geehrte Frau Pillay,

wir haben Ihre Anfrage an die Vereinigten Staaten erhalten, wir sollten eine Begründung für die Tötung von Osama bin Laden liefern.

Wir freuen uns Ihnen die angeforderte Information zu geben:

Sollten Sie weitere Informationen anfordern, sagen Sie bitte Ihren Leuten, sie möchten ihre Strafmandate für Falschparken bezahlen, dann denken wir mal darüber nach.

Mit freundlichem Gruß

Vereinigte Staaten von Amerika

Osama bin Laden ist ins Jenseits befördert worden – Stimmen dazu

Präsident Obama rechtfertigte und lobte die Kommando-Aktion in Pakistan, mit der der Terrorchef beseitigt wurde. Unter anderem sagte er: „Die Amerikaner verstehen die Kosten des Krieges. Doch als Land werden wir niemals tolerieren, dass unsere Sicherheit bedroht wird, noch werden wir tatenlos bleiben, wenn unsere Menschen getötet worden sind. Wir werden in der Verteidigung unserer Bürger unermüdlich sein.“
Frage von IMRA an Präsident Obama: Und welche erwartet Herr Obama, dass Premierminister Netanyahu sie verfolgt?
Gute Frage, denn bisher ist ja vom Westen immer geschimpft worden, wenn Israel einen Todfeind, der unbarmherzig Zivilisten (Staatsbürger) ermordet, verfolgt und beseitigt.

Darüber hinaus betonte Obama natürlich, dass die USA keinen Krieg gegen den Islam führen. (Ob die Muslime ihm das glauben, ist eine völlig andere Sache, da geht es ihm wie Bush.) Und dann kam ein Satz, der völlig irre ist:

Bin Laden war kein muslimischer Führer. Er war ein Massenmörder an Muslimen. In der Tat hat die Al-Qaida eine Menge Muslime in vielen Ländern abgeschlachtet, auch in unserem.

Clemens Heni schrieb zurecht in einer E-Mail:

Vielleicht wissen Sie mehr als ich über die „Menge“ an Muslimen, die in den USA getötet worden sind. Am 9/11? Opfer von Ehrenmorden? In Fort Hood?…

Aber zu sagen, wie es Obama tut, dass bin Laden kein muslimischer Führer war, ist eine Lüge und eine Verdrehung der Geschichte.

Vielleicht habe ich das verpasst und bin Laden war tatsächlich kein muslimischer Führer – trotz der Hunderte Millionen von bin Laden-Fans einschließlich nicht muslimischen, antiamerikanischen Ideologen in Deutschland und vielen anderen Ländern.

Was genau in Pakistan abgelaufen ist, beschreibt – so weit möglich – Ulrich Becker auf aro1. Auch sonst findet sich dort einiges zum Hintergrund und eine realistische Einschätzung der Wirkung der Aktion.

Ein asiatischer Sender berichtet, dass zwei Ehefrauen bin Ladens und sechs Kinder sowie vier engen Freunden bei der Aktion festgenommen wurden.
Das Weiße Haus lässt wissen, dass eine Ehefrau bin Ladens getötet wurde; der Terrorchef nutzte Frauen zuerst als menschlichen Schutzschild, eine von ihnen starb in dem Gefecht – man geht davon aus, dass es sich um eine weitere seine Ehefrauen handelt – aber es ist nicht klar, ob sie freiwillig Schutz gab oder von bin Laden oder einem seiner Söhne dazu gezwungen wurde.

Soll man’s für möglich halten: Ein Guantánamo-Gefangener, den sie gewaterboarded hatten, lieferte den entscheidenden Hinweis auf den Kurier, über den man den Oberterroristen jetzt in Pakistan fand. (Peinlich, dass Obama sich den Erfolg so sehr ans eigene Revers heftet, der mit Mitteln in einem Lager erzielt wurde, die er immer so mächtig beschimpfte.)

YNet hat Informationen, dass die USA angeboten haben die Leiche bin Ladens nach Saudi-Arabien zu überstellen; das Königreich habe dankend abgelehnt. (Ob das stimmt, kann wohl guten Gewissens bezweifelt werden.)

Der „offizielle“ Irak hat sich zufrieden mit dem Tod bin Ladens geäußert. Saudi-Arabien und der Jemen ebenfalls. (Im Jemen allerdings eher nur die Regierung, nicht das Volk – Tagesschau, 20 Uhr.)

Die Terrormullahs befinden, mit bin Ladens Tod hätten die USA die Legitimierung ihrer Anwesenheit in der Region verloren. (Als gäbe es nicht noch genug Terroristen und Terrorstaaten, die ihnen helfen.)

Aus Pakistan kommt Nachricht, dass dort Verärgerung (in der Bevölkerung) herrscht, dass US-Streitkräfte auf ihrem Staatsgebiet agierten. Die Regierung in Islamabad hält sich sehr zurück. Die haben mächtig einzustecken, denn es dürfte klar sein, dass sie zumindest wussten, wo der Mann sich aufhielt.
Ganz nebenbei widerlegen sie Obamas Ansicht, bin Laden sei kein muslimischer Führer gewesen: Auf einer Demonstration skandierten sie: „Bin Laden war der Held der muslimischen Welt“, und noch ein paar Nettigkeiten mehr.

EU Referendum führt – nicht zu Unrecht – an, dass die Amerikaner keine Beweise für den Tod von Bin Laden vorgelegt haben und erinnert daran, dass es schon seit Jahren Gerüchte und gefälschte Bilder in Sachen Bin Ladens Ableben gegeben hat. Bei anderen, wie Saddam oder Abu Musab al-Zarqawi haben sie Beweise vorgelegt – seien es Fotos, Berichte unabhängiger Zeugen oder DNA-Nachweise. Das alles fehlt bei bin Laden (bisher?), auch wenn Offizielle immer wieder sagen, dass man solche habe und diese bestätigen, dass Osama beseitigt wurde. Im Moment ist die Lage so, dass in manchen Ländern wohl Gerüchten geglaubt werden wird, dass der Terrorist nicht tot ist. Aus dem Iran wird schon entsprechend bezweifelt, dass OBL tatsächlich getötet wurde.

Cem Özdemir lässt wissen (Tagesschau 20 Uhr), dass es besser gewesen wäre OBL vor ein Gericht zu stellen.

Jimmy Carters Schlüssel-Friedensengel im Nahen Osten – die Hamas – ist gar nicht begeistert. „Premier“ Haniyeh verurteilte die „Ermordung“ (der Terrorist starb kämpfend) „eines muslimischen und arabischen Kriegers“ (na, Obama?) und bezeichnet das Schwein als „Mujahid“ (Heiligen Krieger). Vielleicht ist das ja ein Thema, bei dem sich die frisch „versöhnten“ Terrortruppen schon wieder in die Haare bekommen können? Denn die PA fand lobende Worte für die Beseitigung. Sein Tod sei „gut für den Frieden“.

Aus Indonesien kommt auch eine Widerlegung Obamas: „Wenn Osama bin Laden wirklich tot ist, dann starb er als Märtyrer. Er kämpfte für den Islam und er kämpfte für die von Amerika kolonisierten Länder.“ So viel zu „Osama war kein muslimischer Führer“.

Die kurioseste Begrüßung des Todes Osamas kommt wohl aus den USA. Dort „feiert“ ein arabischer Amerikaner, weil bin Laden „nicht nur Partner“ der CIA und amerikanischer Neocons in Afghanistan war, sondern auch beim 9/11 und letzten Endes ein Zionist!

Die Muslimbruderschaft ist ebenfalls auf dem Gift-Trip: Der Mann war ein „Scheik“, kein Terrorist; und die westliche Welt sollte gefälligst aufhören den Islam mit Terrorismus in Verbindung zu bringen. Den Widerspruch in diesem beiden Sätzen erkennen die Typen natürlich nicht.

Elder of Ziyon hat weitere Reaktionen aus der arabischen und islamischen Welt zusammengestellt: In Afghanistan behaupten sie, der Mann lebe noch; im Gazastreifen beschwören sie den Jihad, preisen ihren Helden und schwören Rache; aus Mesopotamien (im Irak) kommt ein Abschiedsgruß: Leb wohl, Meister der Märtyrer.

Roland Shirk hat bei Jihad Watch Reaktionen aufgelistet. Bemerkenswert: Noam Chomsky, Hätschelkind der Israelshasser, jammert über die üblen Kapitalismus, der sich hier wieder darin zeigt, dass in einem vom Westen brutal ausgebeuteten Land ein Auftragsmord inszeniert wurde. Ansonsten sei übrigens der Niedergang der amerikanischen „narko-terroristischen Plutokratie“ nicht aufzuhalten.
Auch Kongressmann Ron Paul kann Ursache und Wirkung nicht in die richtige Reihenfolge bringen; Dennis D’Souza findet, das werde nur weitere Terroristen hervorbringen (als wenn die Terroristen nicht zu bekämpfen den Terror verringern würde).

Im Deutschen Mediendschungel versucht die Terrorpostille der SED/PDS/LINKE mächtig sich aus dem Grau herauszuheben: „Terroristen töten Osama bin Laden“!

Claudio Casula hat einen herrlichen Vergleich aufgemacht (wer sich auch emotional nichts entgehen lassen will, bitte dem Link folgen und diesen Absatz nicht zu Ende lesen!): Er ersetzte in Pressemeldungen zur gezielten Eliminierung des „spirituellen Führers der Hamas“, Scheik Ahmed Yassin, einfach ein paar der Übeltäter durch aktuelle, ebenso das „Opfer“ durch Osama. Einfach mal wirken lassen…

Auf der Achse des Guten gibt es eine Sammlung von Pressereaktionen. Natürlich auch einige, die konsequent sind – die von den Arschlöchern.
Dann haben sie noch weitere Fundstücke von „Experten am Rande des Nervenzusammenbruchs“ – na ja, „Experten“ eben…

Ob man allerdings Broders Kolumne in WELT debatte verlinken sollte? Jedenfalls nicht ohne den Hinweis darauf, dass Broder hier alle Klischees anführt, die in Fällen benutzt werden, in denen ein anderer Staat gegen (Chef-) Terroristen vorgeht. Damit nicht wieder so etwas los ist wie beim vermeintlichen Übertritt Broders zum Islam.

Einen der kürzesten und besten Kommentare hatte Yaacov Lozowick: Die Tötung Osama bin Ladens ist eine ungetrübt gute Sache. Gratulation an alle amerikanischen Offiziellen, die dazu beitrugen und an jeden anderen, der dabei half.
Eine der launigsten Reaktionen kommt von Gerd Buurmann:
US-Armee tötet Osama bin Laden.
‘Tschuldigung, mehr Infos gibt es zu diesem Thema hier nicht. Ich schreibe es halt einfach nur so gerne: Osama bin Laden ist tot!

Gerrit Liskow zählt auf, wer außer den Sozialisten der Nation sonst noch alles in Deutschland traurig und entsetzt ist: vor allem das Gut- und Bessermenschentum, wo es am gutsten und bessersten scheint: also in der Leserschaft von Spiegel, taz, FR und SZ, um nur die bekannteren dieser symptomatischen Zentralorgane zu nennen, sowie bei „Die Zeit“ – national-liberale Stichwortgeberin der „legitimen“ „Israel-Kritik“. (Der Text ist auch in seinen übrigen Teilen lesenswert.)

Die Süddeutsche Zeitung – Qualitätsmedium! – „spielt“ ein wenig mit der Wahrheit – durch Auslassung, durch Schlagzeilen, durch üble Kommentare.

Die Irren sterben nicht aus, sie vermehren sich

Der Hollywood Reporter berichtet:

Eine niederländische Fernseh-Jury hat Osama bin Land für nicht schuldig an den Anschlägen des 11. September befunden.

Zum Abschluss der Sendung „Advokat des Teufels“ am Mittwochabend im niederländischen Sender Nederland 2 entschied eine Jury aus zwei Männern und drei Frauen zusammen mit dem Studiopublikum, es gebe keine Beweise, dass bin Laden der führende Kopf hinter den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon im Jahr 2001 war.

Die Niederlande, Heimat von Endemol, dem Erfinder von „Big Brother“, ist bekannt für neues, formatbasiertes Fernsehen. Aber selbst für holländische Standards reizt „Des Teufels Advokat“ der Amsterdamer Produktionsfirma AVRO die Grenzen aus.

In der Sendung steht der Star-Anwalt Gerard Spong für einige der schlimmsten Kriminellen der Welt ein.

In der letzten Ausgabe war Spong in der Lage die Jury zu überzeugen, dass bin Ladens Verbindung zum 11. September ein Produkt „westlicher Propaganda“ war. Die Jury entschied auch, dass es keine ausreichenden Beweise gab um zu beweisen, dass bin Laden der wirkliche Anführer des Terrornetzwerks Al-Qaida ist. Die Jury entschied allerdings, bin Laden sei ein „Terrorist, der den Islam missbraucht hat“.

Abgesehen davon, dass dieses Beispiel gegen ein Rechtssystem mit Jury spricht: Was muss eigentlich noch passieren, bis solche Trottel begreifen, was die Terroristen längst selbst prahlend eingestanden haben?

Was ist übrigens hiermit:

Al-Jazira strahlte vorher nie gesehenes Material aus, auf dem Osama bin Laden mit den Flugzeugentführern des 9/11 zu sehen ist – im September 2006, fünf Jahre nach den Anschlägen.
Al-Qaida veröffentlichte ein Video mit Osama bin Laden mit den 9/11-Entführern UND dem Al-Qaida-Führer im Irak.

Aber Osama bin Laden ist unschuldig? 9/11 ein Produkt „westlicher Propaganda“? Wie blöde muss man sein, um das immer noch zu glauben?

Offenbar haben die „Ankläger“ in dieser „Gerichtsshow“ ihre Hausaufgaben nicht gemacht – oder sind der Meinung gewesen, dass dieses „Urteil“ herauskommen sollte, weil sie die Variante der „Verteidigung“ für richtig hielten. Oder die Jury hat alles für Mumpitz befunden, was die „Anklage“ vorlegte. Kann ja auch sein.

Auf jeden Fall passt dieses Ergebnis voll in die irre Sicht der Welt, wie sie immer mehr vorzuherrschen scheint.