PLO-Archive: Arafat kontrolliert den Terror der Fatah-Tanzim und anderer Organisationen

Michael Widlanski, The MediaLine, 25. März 2002

Israel hat in den letzten Tagen Dokumente zugänglich gemacht, die Yassir Arafat unwiderlegbar mit den Terrorakten der Fatah-Tazim-Miliz und anderer terroristischer Organisationen in Verbindung bringt.

Andere Akten deuten stark darauf hin, dass Arafat und seine Adjutanten den gegenwärtigen Abnutzungskrieg (von ihnen „Intifada“ genannt“ lange vor dem September 2000 planten – vielleicht bereits im Herbst 1995 – und dass sie keine Absicht hatten, eine friedliche Einigung aufgrund von Kompromissen mit Israel einzugehen.

„Diese Akten – von denen Arafat viele selbst unterschrieb – sind mehr als eine rauchende Waffe. Sie sind ein rauchender Füller – ein Füller, aus dem Blut tropft -, den Arafat hält“, erklärte Uzi Landau, Israels Minister für öffentliche Sicherheit, der die Dokumente der AP zugänglich machte.

Die Akten waren Teil der Archive mit zehntausenden von Papieren, die im „Orient-Haus“ lagerten; das Orient-Haus ist ein Gebäude-Komplex, der Faisal Husseini gehörte, Yassir Arafats persönlichem Repräsentant in Jerusalem (bis zu seinem Tod im Herbst letzten Jahres) und das Hauptquartier der Autonomiebehörde in der israelischen Hauptstadt.

Die Gebäude wurden auf Anordnung von Sicherheitsminister Landau geschlossen, was die Rückendeckung der israelischen Gerichte hatte, denn der Autonomiebehörde ist es laut den mit Israel geschlossenen Verträgen nicht erlaubt, dort nationale Institutionen zu unterhalten.

Zusätzliche Akten in den Archiven, die von den israelischen Behörden sicher gestellt wurden, enthüllen die enge Verbindung zwischen Arafat (und den Institutionen, die er kontrolliert) und islamischen Terrorgruppen wie Hamas und der Holy Land Foundation (die mit Al-Qaida verbunden ist).

Die Akten zeigen, dass die Autonomiebehörde (PA) eine enge Beziehung zu Saddam Husseins Irak hat und sich glücklich schätzte, besondere Geldhilfen zu empfangen, die aus irakischen Ölverkäufen stammten, die unter besonderen Vereinbarungen mit der UNO getätigt wurden.

Zu den bemerkenswerten Funden unter den tausenden von Akten befinden sich:

*– unterschriebene Befehle Arafats, Tanzim-Mitglieder zu entlohnen, die als Leute bekannt sind, die Anschläge durchführen;

*– unterschriebene Berichte über Terrror-Aktivitäten, die um höhere Budget-Mittel bitten; diese Berichte gingen an den Mann, der Arafats persönlicher Repräsentant in Jerusalem war – Faisal Husseini;

*– unterschriebene Befehle Arafats, Mitglieder der Tanzim-Miliz in Offiziersränge der Palästinensischen Armee zu erheben, die eine nicht uniformierte Armee und damit nach internationalem Recht eine illegale Armee ist.

„Arafat leugnet eine Beteiligung am Waffentransport der Karine-A, aber er kann diese Akten nicht leugnen, die zeigen, dass er und seine Spitzenleute diese Terrorakte planten und finanzierten“, erklärte Dr. Landau.

Die Akten könnten dazu dienen, der Frage, ob Arafat die Tanzim kontrolliert oder von ihnen kontrolliert wird, ein Ende zu setzen.

Zusätzlich beinhaltet das Archivmaterial viele handschriftliche Notizen und Briefe, wie auch maschinenschriftliche Artikel und Aufsätze, die von führenden Palästinensern wie Arafat selbst, Husseini und Tanzimführer Marwan Barghouti unterschrieben sind.

Das Material deutet unter anderem stark darauf hin, dass:

*– Die Tanzim sind ein integraler Bestandteil der militärischen Bereiche der Autonomiebehörde und ihre Mitglieder agieren praktisch als nicht uniformierte Armee, im Gegensatz zu internationalem Recht;

*– Yassir Arafat hat formal und praktisch die Kontrolle über die Tanzim, entgegen den Analysen, die beinhaltet haben, dass die Tanzim unabhängig von Arafats Kontrolle seien;

*– Marwan Barghouti berichtet Yassir Arafat regelmäßig sogar über Kleinigkeiten der Operationen seiner Organisation – sogar die Ernennung und die Ränge von Offizieren der mittleren und höheren Ebene;

Eine der am meisten für sich sprechenden Enthüllungen der Akten ist: die weithin akzeptierte Ansicht, dass Arafat „die Details anderen überlässt“, ist völlig falsch.

Tatsächlich zeigen die Akten wiederholt, dass Arafat tagtäglich in Kontrolle der Details aller seiner Organisationen ist und die Informationen zur Kommentierung seinen hochrangigen Mitgliedern seiner militärischen Abteilungen weiter gibt – z.B. den Generälen Haj Ismail, Abdel-Razek Mujaida und Hadj Mutlik (der die militärische Entlohnung der PA abwickelt).

Die Ansprache in Ramallah vom 18.12.2001 und andere Äußerungen

Am 18.12.2001 sprach Arafat vor mehreren tausend Zuhörern in Ramallah. Die Rede wurde vom palästinensischen Radio übertragen. Auszüge daraus und weitere Äußerungen finden sich auf der Website von MEMRI (http://www.memri.org).

MEMRI – Sonderbericht über die PA (Nr. 317)
20. Dezember 2001

Jüngste Äußerungen Yassir Arafats

Zusätzlich zu einer Fernseh-Ansprache an das palästinensische Volk, in dem er zur Beendigung der Märtyrer-Operationen und Mörser-Angriffe gegen Israel aufrief, gab der PLO-Vorsitzende Yassir Arafat in jüngster Zeit mehrere Erklärungen ab, über die von den westlichen Medien nicht breit berichtet wurde. Im Folgenden finden Sie Auszüge aus zwei Reden und einem Interview, wie sie von arabischen Medien berichtet wurden:

Ansprache an Jerusalemer Palästinenser (Ramallah, 18.12.2001):(1)

O ihr, die standhaft seid, o ihr Helden des Landes der „Nachtreise und Himmelfahrt [des Propheten Mohammed, wie sie im Koran erzählt wird]“ im Land der ersten Gebetsrichtung, o ihr Helden der drittheiligsten Stätte [des Islam], vom Geburtsort Jesu und dem Ort der Himmelfahrt unseres Herrn Mohammed.(2) Wie inzwischen üblich, wird der moslemische mit dem christlichen Ursprung verknüpft und Gemeinsamkeiten konstruiert, die die Christen verführen sollen, gegen das Volk ihres Gottes zu kämpfen. Jüdische Ansprüche fallen unter den Tisch.
Ich sage euch, dass wir nun in einer historischen Phase sind… ihr verteidigt die erste Gebetsrichtung und die drittheiligste Stätte, den Ort der Geburt des Messias. Eure Standhaftigkeit ist höchst wichtig, nicht nur für Palästina und nicht nur für die arabische Nation, sondern für alle Christen und Muslime der Welt… Ersteres beruht auf dem Irrtum Mohammeds, er brächte die gleiche Botschaft wie Abraham und Moses; das zweite ist die nicht haltbare Legende, Mohammed von Jerusalem zu seiner „Nachtreise“ aufgebrochen.
O Brüder, es gibt eine Verschwörung Jerusalem zu judaisieren; daher sage ich euch, o Kameraden dieser Reise, ihr steht jetzt an der Front des Kampfes in der Mitte der Herausforderung, in Jerusalem. Ihr seid gesegnet, in dieser Region zu leben… Klar, das muss eine Verschwörung sein – wie alles, was dazu führt, dass Arafat nicht seinen Willen bekommt…
Der Prophet sagte: „Es gibt eine Gruppe in meiner Nation, die am Glauben fest hält, die ihren Feind herausfordern und die nicht von ihrem Feind verletzt werden können und sie sollen, so Allah will, gewinnen.“ Unverletzliche Palästinenser?
Der Prophet wurde gefragt: „Wo sind sie?“ und antwortete: „In Jerusalem und seiner Umgebung und sie sollen bis zum jüngsten Tag in der Frontlinie bleiben.“ Ihr seid wahrhaftig in der Frontlinie. Ich habe mich dazu verpflichtet, ich habe mich dazu verpflichtet, ich habe mich dazu verpflichtet. O Berg, kein Wind kann dich erschüttern.“ Nur, dass die „Palästinenser“ zum größten Teil gar nicht aus „Palästina“ kommen, sondern aus anderen arabischen Ländern.
Niemand kann diese Nation der Giganten [d.h. die Palästinenser] regieren. Einhundertvier Jahre vergingen seit der ersten [zionistischen] Versammlung in Basel [Schweiz, 1897], wo behauptet wurde, dass unser Land ein „Land ohne Volk für ein Volk ohne Heimat [d.h. die Juden]“ sei. Als Golda Meir nach dem palästinensischen Volk gefragt wurde, sagte sie: „Es gibt keine Palästinenser.“ Heute werden der Märtyrer Muhammad al-Dura und alle unsere Märtyrer im Paradies ihnen sagen: „Wir sind eine Nation der Giganten, wir werden das Frontlinien-Land (3) verteidigen.“ Wie entvölkert „Palästina“ war, belegen unzählige Reiseberichte aus dem 19. und den ersten 25 Jahren des 20. Jahrhunderts.

Wären die „Palästinenser“ tatsächlich diese Giganten, dann hätten sie ihr Judenproblem längst „gelöst“.

[Arafat deutete auf ein kleines Mädchen und fuhr fort:] Diese kleine Süße ist der erste unserer Soldaten, wir treten der Verschwörung zur Judaisierung Jerusalems entgegen, aber solange ihr in der vordersten Front dieser Frontlinie standhaft seid, kann niemand sie verletzen… Derjenige, der seine Haltung dem anderen aufzwingen wird, ist die Nation der Giganten, so Allah will. Die „Judaisierung“ kann nur passieren, weil vorher die Araber „ihr“ Jerusalem judenrein gemacht haben.

Dem folgt eine sehr eindeutige Aussage: Den Israelis wird der Wille der Palästinenser aufgezwungen – kein Wort von friedlichem Miteinander!

Einer unserer Jungen oder eine unserer Blumen [d.h. männliche oder weibliche palästinensische Jugendliche] wird, so Allah will, die Flagge Palästinas über den Mauern Jerusalems schwenken, über seinen Kirchen und Moscheen, ob jemandem das gefällt oder nicht und wer immer das nicht mag, der kann das Wasser des Toten Meeres trinken. Deutlicher kann man niemandem die Vernichtung androhen.
Ich rufe meine Geliebten in Jerusalem auf: Mehr Entschlossenheit, mehr Stärke, mehr Entschlusskraft. Und wenn Allah will, werden wir in der Al Aksa-Moschee und in der Grabeskirche beten, so Allah will, so Allah will. Als ob ihnen das Beten dort heute nicht möglich wäre!
Und wieder die unzulässige Verknüpfung mit den Christen.
Ich sage diese Dinge, damit sie in der Ferne und in der Nähe in der ganzen Welt gehört werden. Die Nation der Giganten wird dieses heilige Land mit seinem Blut, mit seiner Seele, mit seinem Eigentum und mit allem, was sie hat verteidigen. Dies ist ein heiliges Land, dies ist das Land unserer Nation der Giganten, von der Wiege bis ins Grab… Es ist wieder nur von Kampf und Blut die Rede – friedliche Lösung? Fehlanzeige!
Wir stehen dem Kind bei, der Blume, dem Mann, der Frau, dem alten Mann und dem jungen Mann. Wir alle erretten die heiligen christlichen und muslimischen Stätten, wir werden sie verteidigen und werden sie stark machen, denn dies ist unsere Bestimmung: bis zum jüngsten Tag in der vordersten Front zu leben. [Das besagt die islamische Tradition.] „Ein Märtyrer von denen ist siebzig wert“ [soll heißen: ein Märtyrer der vordersten Front in Jerusalem ist siebzig Märtyrer anderer Fronten des Jihad wert]. Warum? Weil wir (hier) im Heiligen Land sind… Kein Wort des Friedens, immer nur Kriegsgeschrei – das soll ein Friedenspartner sein?
Wir werden kämpfen in diesem gesegneten Land, in diesem gesegneten Land. Dies ist unsere Botschaft und es ist kein Zufall, dass einhundertvier Jahre danach [nach dem ersten zionistischen Kongress] und trotz all der Verschwörungen und alle dem Blut, das vergossen wurde, diese Nation weiter ihr Haupt und ihre Flagge hoch hält, so Allah will, so Allah will. Eine unserer Blumen und einer unserer Jungen wird die Flagge über den Mauern Jerusalems, über seinen Moscheen und seinen Kirchen schwingen… Kampf, Krieg, Blut – andere Lösungen WILL Arafat überhaupt nicht! (Aber den Israelis wirft er heuchlerisch und verlogen vor, was er selbst praktiziert.)

In einem Interview mit der kuwaitischen Tageszeitung Al-Rai ´Al-´Am am 12. Dezember 2001 sprach Arafat von einer Verschwörung, die von den Premierministern Sharon und Barak ausgeheckt wurde, um in Israel einen Regierungswechsel zu vollziehen: (4)

„Barak hätte weitere zweieinhalb Jahre an der Macht bleiben können, aber die Vereinbarung zwischen ihm und Sharon – in deren Folge Sharon die Al Aksa-Moschee besuchen ging, was das gut bekannte Massaker an den Freitags-Betern verursachte, in deren Folge die Intifada ausbracht – diese Vereinbarung [und alles weitere] war geplant.
Als Sharon an die Macht kam, bat er die Israelis, ihm einhundert Tage zu geben, damit er die Intifada beenden könnte. Die hundert Tage endeten und er fragte sie: ‚Gebt mir weitere hundert Tage, um unseren militärischen Plan auszuführen, Operation Hölle‘. Und er ist immer noch dabei ich auszuführen… [heißt: er hat es immer noch nicht geschafft]“
Wieder Verleumdung und Geschichtsfälschung: Diese „Vereinbarung“ ist Quatsch. Sharon hat sich nicht einmal in die Nähe der Al Aksa-Moschee begeben, sondern den Rest des Tempelbergs besucht. Das „Massaker“ waren Kämpfe der Polizei mit „Betern“, die mit Hilfe von Steinwürfen versuchten Juden vor der Westmauer zu ermorden und zu vertreiben. Die Intifada „brach“ nicht „aus“, sie war von Arafat lange vorbereitet, geplant und initiiert.

Die „Operation Hölle“ gibt es nicht.

Arafat prahlte, das „trotz israelischen Drucks niemand [unter den Palästinensern sagte:] ‚Aah‘ [ein Seufzen]… Lassen Sie mich ein Beispiel anführen… Wissen Sie, was eine Mutter eines Märtyrers tut, wenn ihr vom Märtyrertum ihres Sohnes berichtet wird? Sie geht mit Freundenrufen auf die Straße und sagt: ‚Allah sei gelobt, mein Sohn, dass du Palästina geheiratet hast statt deiner Kusine.‘ Das ist das palästinensische Volk.“ Wo das zutrifft, zeigt es höchstens eins: wie aufgehetzt und verblendet diese Mütter durch die palästinensische Führung, Medien und „Geistlichen“ sind, dass sie jede natürliche Reaktion auf den Verlust ihrer Kinder verloren haben.
Oder es zeigt, dass das Trauergeschrei vor den westlichen Kameras nur gespielt ist!
In diesem Interview erklärte Arafat auch, dass „gesagt wird, dass eine halbe Million Juden in Afghanistan sind, die [die Israelis] in die Westbank und den Gazastreifen bringen wollen.“ In Kabul gibt es heute noch ganze zwei Juden! Wo sollen die 500.000 Juden her kommen?
Arafat fuhr mit der Erklärung fort: „Die extremistischen Kräfte in Israel töteten meinen verstorbenen Partner Yitzhak Rabin, der mit mir Frieden schloss, den Frieden der Mutigen. Dies nährt Zweifel am Verhalten einiger [unter den Palästinensern], die die Interessen des palästinensischen Volkes und als seinen Kopf einen unabhängigen palästinensischen Staat mit Jerusalem als seiner Hauptstadt gefährden… wir haben den Notstand erklärt, weil es einige gibt, die das palästinensische Volk auslöschen wollen. Mal ganz was Neues: Palästinenser wollen ihr eigenes Volk auslöschen! Wo ist denn da die viel beschworene Einheit dieses Volkes?
Arafat verdreht sich die vermeintlichen wie tatsächlichen Fakten, wie es gerade passt – egal, wie widersprüchlich sie sein mögen.
Es gibt eine Verschwörung gegen das palästinensische Volk. Daher haben wir einige strikte Maßnahmen ergriffen und wenden eine harte Politik gegen jene an, die der Stimme der Vernunft nicht treu sind und die die Interessen des palästinensischen Volkes nicht respektieren. Dann sind also Gruppierungen wie Hamas usw. Partner Israels. Israel ist so perfide, dass es seine Bürger von einem heimlichen Partner ermorden lässt, damit es neben diesem Partner alle anderen Palästinenser gleich mit auslöschen kann. Wow!
Wir fingen mit denen an, die diese Operationen ausführen, die die palästinensesiche Sache und das palästinensische Image verletzen und schädigen. Kein Wort davon, dass „diese Operationen“ an sich unmenschlich und einfach falsch sein könnten – sie sind falsch, weil sie der PR Arafats nicht zuträglich sind!
Diese Leute konnten keinen besseren Zeitpunkt finden [um Märtyrer-Operationen auszuführen] außer ausgerechnet den Augenblick, als Sharon mit leeren Händen zu einem Treffen mit Präsident Bush ging. Sie gaben Sharon diese Operationen als ein Geschenk… Klar, es ist eine Verschwörung, da konnten sie zu keinem anderen Zeitpunkt zuschlagen! Schließlich sind sie von Israel gesteuert!
Der Prophet Mohammed wurde in der Schlacht von Uhud geschlagen, als einige wenige Muslime vom Berg herab kamen [dem Schlachtfeld] um die Kriegsbeute einzusammeln. Ich sage diesen Leuten: Lasst diese Beute und die Unterstützung, die ihr vom Osten und Westen bekommtn, nicht in eine Waffe umkehren, die uns unsere Sache trifft…“ Hamas und andere sammeln Beutegut ein? Von wem – den Israelis oder der Autonomiebehörde?

In einem „offenen Dialog“ mit Intellektuellen in Ramallahs Casablanca Hotel am 13. Dezember 2001:(5)

„Einhundertvier Jahre sind vergangen seit dem ersten zionistischen Kongress in Basel [Schweiz] und unser Volk steht immer noch fest trotz des Ausmaßes der Verschwörung und trotz der großen Zahl der Verschwörer, beginnend bei Sykes-Pikot [1915] bis zum heutigen Tag… Wir befinden uns im Herz dieser Schlacht mit dem vollen Ausmaß seiner Bedeutung auf allen Ebenen… aber wir sind ihr verpflichtet.“ Bei so viel Gerede von Verschwörung wundert es nicht, dass die „Protokolle der Weisen von Zion“ in der arabischen Welt weit verbreitet sind und als echt betrachtet werden.
Über die Rolle der arabischen Regierungen sagte Arafat:
„[Seit 1948] werden unsere Waffen [von arabischen Herrschern] beschlagnahmt; meine und die meines Kameraden Hamed Abu-Sittah sind während des ‚Nakba‘-Krieges [‚Katastrophen-Krieg, so nennen die Araber den Unabhängigkeitskrieg Israels] von 1948 beschlagnahmt. Sie nahmen unsere Waffen; ich erinnere an das, was Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser sagte – dass die Waffen von uns fern gehalten wurden und uns nicht erreichten [um im Krieg gegen Israel benutzt zu werden]… Ich kenne viele Geheimnisse, die ganze Berge sprengen könnten, aber ich will sie nicht vor der Presse erzählen.“
In seinen Medien lässt Arafat immer die Unterstützung durch die arabischen Brüder verkünden – also alles Lüge, weil diese Brüder ihnen die Waffen vorenthielten.

Die letzte Bemerkung muss als offene Drohung gegen die „Brüder“ angesehen werden – auch hier ist die (jüdische?) Verschwörung am Werk! Aber er könnte sie, wenn er nur wollte, platzen lassen. Warum tut er es nicht, muss er sich vor der Reaktion der arabischen „Brüder“ fürchten?

Anmerkungen:
(1) WAFA (Palästinensische Nachrichtenagentur, Gaza, 18.12.2001.
(2) Diese Aussagen beziehen sich auf Jerusalem.
(3) Koranischer Begriff zur Definition des Gebietes, das an Feindesland angrenzt.
(4) Al-Rai ´Al-´am (Kuwait), 12.12.2001.
(5) Al-Hayat (London), 13.12.2001

Fazit:
Alles, was die westlichen Medien und Politiker so hoch bejubelten, ist durch diese Äußerungen Makulatur, auch wenn sie teilweise schon vor der Rede vom 16.12.2001 gemacht wurden. Sie zeigen deutlich auf, wie Arafat die Lage sieht und was er will. Die vermeintlichen positiven Worte vom 16.12.2001 werden hier eindeutig umgekehrt. Arafat will keinen Frieden, keinen Ausgleich – er will die Auseinandersetzung mit den Waffen, er will die Juden vernichten!

Arafats Rede vor der UN-Vollversammlung am 10.11.2001

Übersetzter Originaltext Kommentar des Übersetzers
Ankündigung des nächsten Redners:
ANSPRACHE SEINER EXZELLENZ, PRÄSIDENT YASSIR ARAFAT, Arafat ist kein Präsident!
Präsident des Staates Palästina, dass in der UNO der Terrorist Arafat als Staatspräsident vorgestellt wird, ist eine unglaubliche Entgleisung, die durch nichts zu rechtfertigen ist: Es gibt (zumindest bisher) keinen Staat „Palästina“, keinen Staatspräsidenten, aber die UNO will offenbar Fakten schaffen, ohne Rücksicht auf Verluste!
Vorsitzender des Exekutiv-Komitees der Palästinensischen Befreiungs-Organisation (PLO), Präsident der Palästinensischen National-Behörde Eine solche „Nationalbehörde“ gibt es nicht – es gibt eine palästinensische Autonomie-Behörde, deren Vorsitzender Arafat ist; die Bezeichnung „national“ wird von den Palästinensern benutzt und fälschlicherweise von vielen im Westen übernommen; das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland z.B. benutzt den Begriff „national“ nie, weil er international nicht vereinbart ist – auch darüber setzt die UNO sich hinweg.
(Arafat geht ans Rednerpult)
Herr Präsident, Exzellenzen, Herr UN-Generalsekretär, ich möchte damit beginnen, meine Glückwünsche Ihnen, Herr Präsident, zu Ihrer Wahl zum Präsidenten dieser Sitzungsperode der UN-Generalversammlung zu überbringen. Ich möchte auch meine Glückwünsche seiner Exzellenz, Herrn Kofi Annan, dafür überbringen, dass er zu einer zweiten Amtszeit als Generalsekretär gewählt wurde und der UN dafür, dass sie mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Es ist besonders wichtig, heute in dieser Sitzung bei Ihnen zu sein, die unter sehr kritischen und wichtigen Umständen abgehalten wird, denn wir treffen uns in den Nachwirkungen der terroristischen, erschreckenden, kriminellen und verabscheuungswürdigen Taten des 11. September 2001 gegen New York und Washington, D.C., die wir scharf verurteilten. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal Präsident Bush, dem amerikanischen Volk und Regierung und den Familien der Opfer unsere tiefste und wärmste Sympathie aussprechen. Das palästinensische Volk hat seine Bereitschaft ausgedrückt, alle Formen intenrationalen Terrorismus entgegen zu treten, einschließlich staatlich organisiertem Terror, um eine neue Welt aufzubauen, die Gerechtigkeit, Frieden, Sicherheit und Freiheit für alle Menschen garantiert, eine neue Welt auf der Basis der Menschenrechte, internationaler Legalität. Wir rufen alle Naitonen auf, ihre Bemühungen innerhalb des Rahmens der UNO und internationaler Legalität zu koordinieren, um einen Zusammenstoß der Zivilisationen zu vermeiden und zum Dialog zwischen allen Völkern zu ermutigen.

Herr Präsident, ich hatte letztes Jahr die Ehre, auf dem Milleniuims-Gipfel der UNO zu sprechen; hier bin ich wieder einmal, spreche zu Ihnen, mit dem Schmerz des palästinensischen Volkes und seiner gerechten Sache, das immer noch auf eine gerechte Lösung wartet.

Wie Sie sich alle erinnern, verabschiedete die UN-Vollversammlung die Resolution 181, die die Aufteilung Palästinas in zwei Staaten forderte: einen jüdisch, den anderen palästinensisch, aber der palästinensische Staat wurde von der UNO nicht anerkannt, im Gegenteil: das palästinensische Volk sah sich einer enormen historischen Ungerechtigkeit gegenüber, die Mehrheit wurde von ihren Heimen entwurzelt und zu Flüchtlingen gemacht. Das ist nun wirklich der Gipfel der Unverfrorenheit: Die Araber haben den Teilungsbeschluss nicht anerkannt, es gab nie die Chance, diesen palästinensischen Staat einzurichten, weil die arabischen Nachbarstaaten dies nicht wollten und gegen Israel Krieg führten! Wie Arafat die Entwurzelung der Flüchtlinge auslegt, brauche ich wohl nicht zu schildern – nach PA-Lesart hat Israel die Palästinenser vertrieben! Dabei waren es die Araber, die die Menschen dort weg holten, lockten und teilweise mit Drohungen entfernten.
Dazu kommt dann noch: Was sollte denn die UNO anerkennen? Wo war denn der „palästinensische Staat“? Den wollte kein Araber – und Jordanien und Ägypten besetzten das, was angeblich heute das Staatsgebiet eines palästinensischen Staates werden soll. Dagegen hat kein Araber protestiert. Auch kein Palästinenser, denn die gab es damals noch nicht, sie wurden erst 1964 erfunden!
Das palästinensische Volk setzt seine Suche nach dem Recht auf Selbstbestimmung und Rückkehr weiter fort. Rechte, die heute das Rückgrat aller wichtigen Resolutionen des Sicherheitsrats und der Generalversammlung darstellen, die universelle Erklärung der Menschenrechte und des internationalen Rechts. Rechte, die auf dem nationalen palästinensischen Boden ausgeübt werden sollten. Das ist interessant: Niemand glaubt wirklich, dass Arafat als Herrscher die Menschenrechte in seinem Herrschaftsbereich auch nur im mindesten interessieren. Im Gegenteil: Dort wird ohne ordentliche Gerichtsverfahren (im internationalem Standard) verurteilt und ins Gefängnis (menschenunwürdige Zustände) gesteckt oder hingerichtet; in seinen Gefängnissen wird gefoltert. Und wie er seinem Volk bei der von ihm und seinesgleichen ausgeübten Korruption Gerechtigkeit widerfahren lassen will, ist mir schleierhaft.
Ihnen ist bewusst, meine Damen und Herren, dass wir die Lösung akzeptiert haben, die die ingernationale Gemeinschaft angeboten hat, ja, wir haben weniger als 25 Prozent des historischen Palästinas akzeptiert, während die Vollversammlung uns fast 50 Prozent des historischen Palästina zugestand, wie es die Resolution 181 von 1947 vorsah. Arafat kümmert es nicht, dass es kein „historisches Palästina“ gab. Ihn kümmert es nicht, dass das britische Mandat „Palästina“ ursprünglich das gesamte Gebiet des heutigen Jordanien einschloss und von den Briten ohne Abstimmung mit dem Völkerbund oder später der UNO vom „Palästina“ westlich des Jordan abgetrennt wurde, um als Königreich Transjordanien einen eigenen Staat zu bilden – das heutige Jordanien. Ihn kümmert es nicht, dass eine arabische Akzeptanz des Teilungsbeschlusses von 1947 fehlte und Israel schon vor dem Teilungsplan 75% dessen verweigert wurde, was den Juden vom Völkerbund als Heimstatt zugewiesen wurde. Ihm ist egal, dass die Vergrößerung des israelischen Staatsgebiets nur durch arabisch verursachte Kriege zustande kam. Wie großzügig, auf die Hälfte dessen zu „verzichten“, was man ohnehin nicht mehr bekommen kann.
Auf dieser neuen Basis gingen wir zur Konferenz von Madrid, die auf der Grundlage des Prinzips „Land für Frieden“ und mit der objektiven Umsetzung aller bedeutenden Resolution der internationalen Legalitätsträger einschließlich der Resolutionen 242, 338, 425 und der Resolution 194 der UN-Vollversammlung betreffs der palästinensischen Flüchtlinge abgehalten wurde. Und die Ungenauigkeiten wie die Unwahrheiten gehen weiter: Land für Frieden bedeutet ja wohl, dass die Israelis nicht weiter vom palästinensischen Terror bedroht sind – das hat Arafat mit seinen Kumpanen nie auch nur ansatzweise verwirklicht (weshalb sollte er also Land dafür bekommen?). Die Auslegung der Resolutionen, die Arafat anführt, ist so einseitig, dass Israel nur Pflichten auferlegt bekommt, ohne dass die Palästinenser sich um die von ihnen zu erfüllenden Pflichten kümmern.
Dann unterschrieben wir die Oslo-Vereinbarungen in Washington, D.C., mit den USA, der Russischen Föderation, der Europäischen Union, China, Japan, Ägypten, Jordanien und der ganzen Welt als Zeugen. Später unterzeichneten wir weitere Vereinbarungen und Verständigungs-Abkommen. Nach der Ermordung meines Partners, Herrn Yitzak Rabin, verfolgten die israelischen Regierungen einen Weg der Nicht-Erfüllung und setzten Israels Verpflichtungen aus den zugehörigen, unterschriebenen Vereinbarungen nicht um, was unsere aufrichtigen Bemühungen, einen umfassenden, gerechten, dauerhaften Frieden, den Frieden der Mutigen, erschwerte. Siedlungen und Siedler haben sich seit dem Start des Friedensprozesses verdoppelt, was den Mangel an Ernsthaftigkeit auf Seiten der israelischen Regierung widerspiegelt. Die Behauptung Arafats, er habe sich um umfassenden Frieden bemüht, spottet jeder Beschreibung. Jeder Konflikt mit der Regierung Netanyahu z.B. und die entsprechenden Verzögerungen im Oslo-Prozess resultierte daraus, dass Arafat seinen Verpflichtungen nicht nach kam – und der Westen Israel unter Druck setzte, sich trotzdem aus weiteren Gebieten zurückzuziehen! Arafat verschweigt, dass er noch zu Lebzeiten Rabins den Frieden unterlief und die Abkommen ad absurdum führte, als er (öffentlich und aufgezeichnet!) sagte, dass der Vertrag mit Israel dem gleich setzbar sei, den Mohammed mit den Qureish schloss – und den er (islamisch legal, weil mit Ungläubigen geschlossen!) in dem Moment brach, als er militärisch stark genug war, sie zu besiegen. Damit hat er die Oslo-Verträge für von vorneherein als Mittel zum Zweck klassiert: Eine Wartezeit zu schaffen, um die Israelis zu günstiger Stunde wieder neu angreifen (und vernichten) zu können. So sehen Arafats Bemühung um Frieden aus!
Dann kam Sharons Besuch des Edlen Heiligtums im heiligen Jerusalem, vor dem ich die israelische Regierung gewarnt hatte, dass es schwerste Konsequenzen für den Friedensprozess und die Region haben werde. Eklatanter kann man kaum lügen: Sharon hat sich nicht nur von den Moscheen fern gehalten, die Palästinenser hatten bei den Anfragen der Barak-Regierung gesagt, der Besuch könne problemlos statt finden, solange Sharon sich den Moscheen nicht nähere. Die angebliche Warnung Arafats hat es nicht gegeben. Außerdem bestreitet er weiterhin die Rechte der Juden am Tempelberg.
Diese Aktion löste die palästinensische Intifada aus; sie kam als Reflex der Ablehnung des palästinensischen Volkes gegen die Verstöße der israelischen Regierung gegen unterschriebene Vereinbarungen, israelischer Siedlungspolitik, die die Besatzung vertieft, statt sie durch Abzug aus dem besetzten palästinensischen Gebiet zu beenden sowie auch ihrer Politik, unsere christlichen und moslemischen Heiligen Stätten zu unterwandern. Wo soll denn diese „Unterwanderung“ statt finden? Die Israelis haben ALLE „Heiligen Stätten“ der Christen und Moslems als solche behandelt und ihnen nirgendwo Schaden zugefügt. Sie haben den Moslems die Verwaltung des Tempelbergs überlassen (was nur dazu genutzt wird, Juden vom Tempelberg fern zu halten). Mir kann auch keiner erzählen, dass der Besuch Sharons der Auslöser für den Terror war – er wurde als Anstoß genommen für Maßnahmen, die von langer Hand vorbereitet waren (was inzwischen genügend palästinensische Führer/“Politiker“ zugegeben haben!). Hätte es Sharons Besuch nicht gegeben, hätte Arafat sich einen anderen fadenscheinigen Grund gesucht!
Die derzeitige israelische Regierung führt die Aggression gegen das palästinensische Volk fort, die von der vorherigen Regierung begonnen wurde. Staatsterrorismus wird gegen das palästinensische Volk verübt, wobei die Macht der israelischen Armee, einschließlich F-15, F-16, Apache-Hubschraubern, Panzern, Raketen und Marineschiffen, einschließlich verbotener Waffen genutzt wird. Und wieder wird auf die Propagandapauke gehauen: Die „Aggression“ besteht darin, dass sich Israel gegen den Terror der Arafat-Schergen wehrt. Die Palästinenser selbst wollen und werden „alle Mittel einsetzen“, die sie haben, um gegen Israel vorzugehen – aber wehe, die Israelis handeln entsprechend. Der „Staatsterrorismus“ sind Israels gezielte Schläge, die die Opfer so gering wie möglich halten, während die Leute Arafats möglichst viele Opfer unter Unschuldigen erzielen wollen. Wer übt also Terror aus? Es spricht für die Israelis, dass sie ihre besten High-Tech-Waffen einsetzen, um gegen die Terroristen vorzugehen, weil dadurch unnötige Opfer verhindert werden! Würden sie weniger hoch enwickelte Waffen verwenden, gäbe es mehr Opfer unter den Palästinensern. – Illegale Waffen setzen die Israelis nicht ein. In Europa kam die Diskussion um die amerikanische „Uran“-Munition auf – prompt behaupteten die Palästinenser, Israel würde Uran-Munition gegen sie einsetzen; die ständig behaupteten Gasangriffe konnten sie nicht nachweisen. Arafat lügt seit Jahren gegenüber allen möglichen Leuten, Israel vergifte Palästinenser mit AIDS, setze Gift ein (in Süßigkeiten abgeworfen) usw. Das kann er nicht belegen, aber was soll’s? Hauptsache, es steht in der Welt und die eigenen Leute und die Araber glauben es. Die anderen sind egal, die glauben dann wenigstens die weniger haarsträubenden Sachen. Wieso widerspricht ihm niemand?
Die israelische Armee praktiziert auch die Ermordung palästinensischer politischer Führer, Zerstörung von Häusern, Vernichtung von privaten und Regierungsinstitutionen, der Entwurzelung hunderttausender von Bäumen und Farmen (Oliven und Obst), Praktiken, die die Tötung von Frauen, Kindern und Alten einschließen. 1800 Palästinenser wurden getötet und 37.000 verwundet, wodurch viele ein Leben lang behindert sind, tausende wurden verhaftet. Arafats Zahlen sind lächerlich um ein Vielfaches übertrieben. Das entscheidende sagt er nicht: Warum wohl gibt es die Toten, Verwundeten und Verhafteten? Weil Arafat nicht für Frieden sorgt, sondern den Krieg will. Warum wurden Bäume ausgerissen und Häuser platt gemacht? Weil Arafats Terroristen sie als Deckung für ihre Anschläge nutzten. Im Gegensatz zu Israel, das ausschließlich zum Schutz gegen Angriffe zu solchen Maßnahmen greift, haben Palästinenser gezielt israelische Felder und Glashäuser in Brand gesetzt und auf andere Arten vernichtet. Wer hat hier also mehr Grund zur Beschwerde? Wer tötet ohne Ansehen der Person, wobei Frauen, Kinder und Alte sterben? Bei den Israelis sind das bedauerte palästinensische Opfer, während die Arafat-Terroristen genau diese „Zielgruppe“ haben. Arafat verkehrt die Tatsachen, wenn er anderes behauptet.
Es sollte angemerkt werden, dass die palästinensische Wirtschaft verwüstet wurde, die Verluste erreichen 7 Milliarden Dollar als Resultat aller möglichen Formen von ökonomischer, finanzieller, medizinischer, Lebensmittel-Abriegelungen und Belagerungen, die allen palästinensischen Städten, Dörfern und Flüchtlingslagern aufgezwungen wurden, die weiterhin die Bewegungsmöglichkeiten der Leute und Waren verhindern, inklusive der Bewegungsfreiheit von Schülern und Lehrer, die daran gehindert werden ihre Schulen und Universitäten zu erreichen und die kürzlich verschärft wurden. Unsere internen Verbindunge, Flughäfen sind geschlossen. Alle Maßnahmen stehen in krasser Verletzung der grundlegendsten Menschenrechte. Arbeiter werden davon abgehalten, ihre Arbeitsstellen zu erreichen. Herr Arafat vergisst einmal mehr die Gründe für das israelische Handeln: die terroristischen Aktionen der Verbrecher zu behindern, möglichst verhindern, die von Arafat geschützt, unterstützt und befehligt werden. Er schreibt die katastrofale ökonomische Lage den Israelis zu – und verschweigt dabei die Verantwortung seines eigenen Apparats, der Milliarden-Hilfen der USA und der EU in Korruptionskassen versickern ließ, in illegale Waffenkäufe statt die wirtschaftliche Entwicklung gesteckt und zur Entlohnung der Tanzim und anderer Terroristengruppen der Fatah genutzt hat. Die Selbstmord-Attentäter wurden in palästinensischen Schulen und Universitäten radikalisiert und rekrutiert. Die sonstigen Attentäter kommen aus allen möglichen Schichten und Gegenden der Autonomiegebiete. Um den terroristischen Aktivitäten auch nur einigermaßen vorbeugen zu können bleibt Israel nichts anderes übrig, als die Bewegungsfreiheit der Terroristen (und damit der palästinensischen Bevölkerung insgesamt) zu kontrollieren und einzuschränken. Würde Arafat seinen Verpflichtungen nachkommen und die Terroristen verhaften sowie die Volksverhetzung gegen die Juden beenden und seine Jugend zum Frieden erziehen, dann könnten alle Schranken wieder abgebaut werden. Aber das will Arafat vorsichtshalber nicht ausprobieren, es könnte ja zum Frieden führen – und er verlöre einen Sündenbock für seine eigenen Verbrechen! Für ihn gehört es zu den grundlegenden Menschenrechten, dass Juden ungehindert abgeschlachtet werden können, die Mörder sich frei bewegen können müssen und Israel sich auf keinen Fall wehren darf. Bezüglich der wirtschaftlichen Situation der Palästinenser vergisst Arafat auch geflissentlich, dass seine Untertanen, solange Israel für sie sorgte, in wirtschaftlich besseren Verhältnissen lebten als heute. Er verschweigt, dass Israel mehr für die Palästinenser getan hat als alle Araber des Nahen Ostens zusammen!
Wir stehen einer Aggression, Eskalation und dem blutigen Krieg des Staatsterrors gegenüber, der von der israelischen Regierung gegen unser Volk, Land, die heiligen Stätten geführt wird, den Panzervorstößen in unsere Städte, Dörfer und Flüchtlingslager und den Massakern, die an verschiedenen Orten in der Westbank und dem Gazastreifen verübt wurden. Wir rufen die internationale Gemeinschaft, vertreten durch Sie alle und alle Befürworter des Friedens, der Freiheit, Gerechtigkeit in aller Welt auf, jeden möglichen Versuch zu unternehmen, diesen Aggressionskrieg zu stoppen, internationale Beobachter zu schicken, um unser Volk vor der Besatzung, dem Terror, der ethnischen Säuberung zu schützen, die von Israel ausgeübt wird und um die Umsetzung eines Waffenstillstands zu überwachen, der von unserer Seite mehrfach erklärt wurde und immer durch die israelische Regierung verletzt wurde. Jetzt läuft er zur Hochform in der Desinformation auf: Israels Waffenstillstände, sein Stillhalten z.B. über zwei Monate (von Mitte Mai bis Mitte Juli) werden ignoriert. Im Gegensatz zu Israel haben Arafats „Waffenstillstände“ nie Wirkung gezeigt – der Ankündigung folgten eine Erhöhung der terroristischen Aktivitäten in Qualität oder Quantität, manchmal in beidem. Wenn Arafat von ethnischen Säuberungen spricht, dann verkehrt er die Verhälntnisse: Er will einen judenreinen Palästinenserstaat, er verbietet Juden den Zugang zu ihren heiligen Stätten usw. Wer ist hier der Rassist? Er sagt, die Israelis richteten Massaker an – was gehört dazu? Zielgerichtete Tötung einzelner Terroristen soll schon Massaker darstellen? Wenn Israel Massaker anrichten würde, müssten die Palästinenser weitaus mehr Beerdigungen bewältigen. Wenn Massaker stattfinden, dann dort, wo Palästinenser gezielt in Menschenmengen, Privatwagen oder Busse schießen oder diese per Selbstmordattentat in die Luft jagen – aber da interessiert ja nicht, das ist ja keine israelische Gewalt.
Herr Präsident, die internationale Schirmherrschaft über den Friedensprozess im Nahen Osten ist die einzige Garantie für die Bemühungen, die die internationale Gemeinschaft unternimmt, um Frieden zu einer etablierten Realität in unserer Region zu machen, die Abwesenheit der internationalen Einbeziehung in den Konflikt und die seriöse Suche nach einer Lösung der palästinensischen Frage in Übereinstimmung mit Gerechtigkeit du den Prinzipien des internationalen Rechts wird die Region in die Gewalt, Konfrontation und das Blutvergießen zurücksetzen und die Situation explosiver und brüchiger mache Das ist Arafats Ziel seit Ausbruch der Gewalt – Internationalisierung, damit die Verhältnisse des Libanon und Hebrons auch im übrigen Gebiet entstehen: internationale Beobachter, die unter Druck stehen oder auch bedroht werden und deshalb nur das berichten, was die PLO berichtet wissen will.
Daher rufe ich die internationale Gemeinschaft auf ihre ehrlichen Bemühungen zur Beendung der derzeitigen Situation und der eskalierenden Krise zu verdoppeln, die den Friedensprozess bedrohen. Es ist für die aktiven Eingriffe der internationalen Gemeinschaft und der echten Supermächte ehtscheident, den Friedensprozess zu retten und zurück auf die Gleise zu setzen und ihne ehrlich und effektiv vorwärts zu bringen. Ein dauerhafter Frieden wird nicht erreicht werden und anhalten ohne die Umsetzung internationaler Vorschriften, die für einen effektiven internationalen Mechanismus sorgen sollte, über den die entsprechenden Resolutionen des Sicherheitsrats und der Vollversammlung umgesetzt werden. Die genaue und ehrliche Umsetzung dieser Resolutionen wird den Frieden bringen und erhalten und weiteres Blutvergießen in unserer Region zu verhüten. Arafats Ziel seit Beginn des derzeitigen Terrors ist die Internationalisierung, damit Israels Handlungsfähigkeit möglichst stark beschnitten wird. Wenn er von ehrlicher Umsetzung der Resolutionen redet, dann spricht er von seiner eigenen, völlig einseitigen Auslegung – jede andere akzeptiert er erfahrungsgemäß nicht. Ehrlich und objektiv ist Arafats Sichtweise mitnichten! Und was Araber mit UN-Resolutionen tun, die ihnen nicht passen, haben wir seit 1948 immer wieder erleben können (s. Resolution 181), zuletzt im Fall der „Sheeba-Farmen“, von denen die UNO sagt, sie seien syrisch, die aber von den Arabern auf einmal zu libanesischem Staatsgebiet erklärt wird, damit die Hisbollah weiter gegen Israel um der „Freiheit“ willen bomben kann. Und noch einmal: vorsichtshalber verzichtet Arafat darauf, den israelischen Friedenswillen zu testen und terrorisiert weiter. Von wem also geht das Blutvergießen aus?
Entsprechend unserem Glauben an Frieden als eine strategisch unumkehrbare Option unseres Volkes haben wir vollständig und positiv mit allen internationalen Bemühungen und Initiativen zusammen gearbeitet, z.B. (?) der ägyptisch-jordanischen Initiative, den Tenet-Verständigungen und dem Mitchell-Bericht, die wir als Paket akzeptierten. Allerdings nicht auch nur ansatzweise umsetzten! Und außerdem falsch darstellten.
Wir haben auch einen einseitigen, umfassenden Waffenstillstand ausgerufen und wir haben äußerste Anstrengungen unternommen ihn einzuhalten. Eine glatte Lüge – dagegen spricht alleine die Zahl der Anschläge in Israel, die im Durchschnitt deutlich höher liegen als im Frühjahr, vor dem einseitigen israelischen Waffenstillstand, der von Arafat genutzt wurde, die Gewalt in Qualität und Quantität zu steigern.
Am Vorabend des jüdischen Neujahrs ging von uns eine Aufruf zum Frieden auf und wir entboten dem israelischen Volk unsere aufrichtigen Glückwünsche und riefen sie auf, das neue Jahr eine Gelegenheit zu einem neuen Zeitalter des Friedens, der Sicherheit und Koexistenz zwischen dem palästinensischen und dem israelischen Volk und den Menschen des Nahen Ostens zu machen. Was außer von Shimon Peres, Yossi Beilin und Uri Avnery als lachhafte Propaganda abgetan wird.
Wir haben unsere Strategische Verpflichtung zum Frieden, zu Verhandlungen, einer friedlichen Lösung aller ausstehenden Fragen zwischen uns und der Regierung von Israel sehr deutlich und aufrichtig getroffen. Warum dann weiterhin die Hetzbücher in den Schulen, die Hetzkampagnen in den Medien, die Ausbildungslager für kleine Kinder, die Verherrlichung der „Märtyrer“ und Selbstmörder, die Verteufelung der Juden, die Geschichtsverfälschungen der Waqf zum Tempelberg und Jerusalem, die Angriffe auf die jüdischen heiligen Stätten, der Schutz der Terroristen usw?
Bedauerlicherweise wies die israelische Regierung ihre Armee an, die Militärkampagne gegen unser Volk, unsere Städte, Dörfe und Flüchtlingslager zu eskalieren, wozu die Pufferzonen gehören, die zu Zerstörung unserer Farmen, der Entwurzelung tausender vo Bäumen an den verschiedenen Orten der Westbank und des Gazastreifens gehören. Zu diesen verleumderischen Vorwürfen brauche ich nicht mehr zu sagen, das steht oben schon. Aber Wiederholung braucht Herr Arafat, damit er seine Lügen selber glauben kann.
Erlauben Sie mir, meine größte Hochachtung und aufrichtigen Wünsche an alle brüderlichen, freundlichen Nationen und den Supermächten auszudrücken, die heute mehr als je zuvor erkannt haben, dass die Einrichtung eines palästinensischen Staates mit dem heiligen Jerusalem als seiner Hauptstadt die einzige Garantie für Sicherheit, Frieden und Stabilität in der Region und der Welt ist und einen Grundstein für seine Schaffung und seinen Erhalt ist. Ich wage das zu bezweifeln – Arafat und genügend seiner Schergen haben zu oft und zu glaubhaft gesagt, dass der Palästinenserstaat vom Jordan bis zum Mittelmeer reichen soll. Der „Frieden“ Arafats kann also erst dann stabil und fortdauernd sein, wenn Israel vernichtet ist – genau das, was die PA-Schulbücher, Medien und der Mufti von Jerusalem, wie auch die übrigen „Geistlichen“ predigen.
Wir rufen diese Nationen auf, besonders die USA, Großbritannien, die russische Föderation, Frankreich, China, Japan, die Länder der EU, dass sie jeden möglichen Versuch ausüben, diese Vision auf einen realistischen Weg zu bringen, um dem palästinensischen Volk zu ermöglichen in Frieden, Würde, Freiheit in Unabhängigkeit und eigener Landeshoheit in ihrem eigenen unabhängigen Staat auf ihrem nationalen Boden mit dem heiligen Jerusalem als ihrer Hauptstadt zu leben und sicher zu stellen, dass Israel, die Besatzungsmacht, vollständig und umfassend aus allen palästinensischen und arabischen Gebieten einschließlich dem heiligen Jerusalem auf die Grenzen vom 4. Juni 1967 zurückzieht, die Siedlungsaktivitäten beendet und die Siedler aus unserem Land evakuiert und den palästinensischen Flüchtlingen das Recht auf Rückkehr in Übereinstimmung mit der Resolution 194 garantiert, die dieses Recht aufführt und zur Entschädigung derer aufruft, die nicht zurückzukehren wünschen. Da haben wir wieder die einseitigen Darstellungen zu den UN-Beschlüssen. Nach diesen müssten auch die Juden, die vertrieben wurden, in ihre Gebiete/Häuser usw. zurückkehren dürfen – aber das lehnt Arafat ab, alle „Siedler“ müssen verschwinden, egal, ob sie vor 1948 in dem zukünftigen Palästinenserstaat lebten oder nicht. Eine Entschädigung käme für sie auch nicht in Frage. Nach Arafats Lesart haben nur die Israelis Verpflichtungen, nur die Israelis verletzen die UN-Resolutionen, nur die Israelis sind die, die zahlen müssen. Palästinenser sind zu nichts verpflichtet! Mich würde im Übrigen auch interessieren, was die übrigen arabischen Staaten sagen, wenn sie auf einmal die Resolution zur Rückkehr der Flüchtlinge umsetzen müssten – sie haben 1948/49 hunderttausende von Juden vertriegen, die ihre Rechte einklagen könnten!
Wir heißen die positiven Stellungnahmen von Präsident George Bush und anderer Führer willkommen, die zur Errichtung des palästinensischen Staates aufriefen; wir glauben, dass dies einen entscheidenen Schritt auf dem Weg zur Beendigung des Konflikts und der Errichtung des Friedens im Nahen Osten darstellt. Klar, dass er das so sieht. Die sicherlich etwas schlecht überlegten, aber wohl (wegen der Antiterror-Koalition) gewollten Äußerungen Bushs und Blairs haben ihn darin bestätigt, dass nur genug gelogen, gebombt und terrorisiert werden muss, damit der Westen ihm liefert, was er haben will. Dass dies SEIN „Frieden“ ist, der den jüdischen Staat vernichten wird, stellt er nicht heraus – das will der Westen nicht hören, also verschweigen wir es ihm, es reicht, wenn es die eigenen Leute wissen.
Ich sage Ihnen offen, dass die Wiederbelebung des Friedensprozesses nach allem ,was geschehen ist, nicht durch Interim-Abkommen möglich sein wird; es ist natürlich unmöglich, ein weiteres Interim-Abkommen zu erreichen. Und schon wird der Grund dafür gelegt, dass ein Friede nicht erreichbar wird: Israel hat unter Barak ein Endstatus-Abkommen versucht und ist grausam an Arafat gescheitert. Deshalb wird es erst einmal keinen Versuch in dieser Richtung mehr unternehmen. Sharon und viele andere haben schon gesagt, dass sie weitere Interim-Abkommen suchen werden, um langsam in Richtung eines Endstatus-Abkommens zu gelangen. Alles andere ist nach den Erfahrungen Baraks offensichtlich unrealistisch. Aber Arafat beugt dem vor. Er stellt die Israelis einmal mehr vor die Wahl: Entweder ihr tut, was wir wollen oder wir kommen mit Terror! Wie soll so ein Frieden erreicht werden können? Nicht mit Arafat, der will absolut keinen Frieden, außer dem, den er definiert: Juden raus und alles den Palästinensern. Judenreines Land zwischen Jordan und Mittelmeer!
Um die Situation auf dem Boden zu kontrollieren und zu dem zurück zu bringen, was vor dem 28. September 2000 bestand, braucht einen klaren politischen Horizont, damit die Hoffnung wieder belebt wird.

Was der Friedensprozess nun braucht, um einen gerechten und dauerhaften Frieden zu erreichen, ist ein aufrichtiger Versuch unter der Schirmherrschaft der USA, der russischen Föderation, der EU und arabischer und muslimischer Staate und anderer freundschaftlich verbundener Nationen der blockfreien Bewegung, um sofort einen umfassenden Rahmen für eine dauerhafte Lösung auf Grundlage der internationalen Legalität, damit beide Parteien rasch über die Details der dauerhaften Lösung verhandeln können

Und das bedeutet für Arafat: Ich mache keine Kompromisse, ich sage, was ich haben will – und wenn die Juden nicht spuren, dann ist es halt nichts mit Frieden, dann wird wieder gebombt. Das ist dieselbe Strategie wie in Camp David: Ich bestimme, was gerecht ist, die Juden haben den Preis zu zahlen und wer Kompromisse von mir erwartet, der muss sehen, wo er bleibt.
Dem sollte unverzüglich von der Umsetzung des Mitchell-Berichts und der Tenet-Vorschläge voran gehen. Wobei er geflissentlich außer Acht lässt, dass er selbst natürlich die Bedingungen beider Vereinbarungen/Vorschläge nicht erfüllt, aber Israel trotzdem alles tun soll, was darin von ihm gefordert wird. Er verschweigt, dass in beiden Vorbedingung ist, dass die Palästinenser den Terror einstellen und zu Recht und Gesetz zurückkehren. Er verschweigt, dass der erste Schritt von ihm kommen muss. Vorher hat Israel überhaupt keine Verpflichtungen!
Es ist offensichtlich, dass wir mehr internationale Bemühungen und internationale Präsenz vor Ort brauchen. Weiter oben steht alles zu Arafats Internationalisierungs-Versuch.
Auf jeden Fall müssen die UNO und der Generalsekretär ihre wichtige Rolle tragen, damit wir unsere Friedens-Unternehmung erreichen können. Und solange sie Arafats Meinung sind, ist alles gut – aber wehe, sie weichen auch nur einen Millimeter davon ab, dann sind sie die bösen Verbrecher, die das palästinensische Volk verraten und sich der jüdischen Weltverschwörung hingeben – vgl. die palästinensische Presse gegenüber jedem, der Arafat nicht nach dem Mund redet, auch wenn er gerade eben noch ein „Freund“ war.
Ich rufe die israelische Regierung und das israelische Volk auf, auf diesen Ansatz positiv zu reagieren, damit wir zusammen Frieden im Land des Heiligen Landes bauen können. Es ist unnötig zu sagen, dass wir einen schnellen Versuch benötigen, der nicht länger verzögert werden darf, besonders angesichts der derzeitigen internationalen Situation. Es ist klar, dass Arafat schnelles Handeln braucht – bei Verzögerungen ist seine Macht in Gefahr, er könnte von den westlichen Mächten wieder einmal entlarvt werden und seine heuchlerischen Positionen als solche erkannt werden. Die taktischen Unterstützungsrufe der westlichen Welt, wegen der Anti-Terror-Koalition getätigt, könnten weniger ernst gemeint sein, wenn das Afghanistan-Problem sich einer Lösung zuneigt und die Notwendigkeit nicht mehr besteht, die von den Arabern betriebene Verknüpfung des Al-Qaida-Terrorismus mit der Lösung des Nahost-Konflikts zu Politik zu machen. Und vor allem: Es könnte sein, dass die „militanten“ Gruppen und andere anfangen könnten gegen Arafat vorzugehen und ihn abzulösen.
Wir sind bereit, unseren Teil der Verantwortung zu tragen, wir bauen darauf, dass Sie auch bereit sind, dasselbe zu tun. Den ersten Teil der Behauptung führt Arafat Zuhause täglich ad absurdum – und die Welt soll das unterstützen. Er unterstellt, dass die Israelis nicht bereit sind – dabei haben sie es immer und immer wieder bewiesen, während die Palästinenser das nutzten, den Terror auszudehnen.
Ich grüße Sie alle und hoffe, dass diese Sitzungsperiode die geforderten Resolutionen und Empfehlungen hervor bringt, die es unseren Völker und Nationen und die gesamte Menschheit ermöglichen in Frieden, Stabilität und mehr Wohlstand zu leben. Im Falle der Palästinenser braucht es dazu weniger UN-Resolutionen, sondern mehr die Abschaffung der Korruption, die Beendigung der Gewalt und eine Rückkehr zu zivilisiertem Verhalten, damit die Palästinenser zu mehr Wohlstand kommen.
FRIEDE SEI MIT IHNEN In seinen Zeitungen und auf der Website der Fatah heißt es an dieser Stelle immer: REVOLUTION BIS ZUM SIEG! (von wegen Frieden!)

 

Arafat am 02.06.2001 zum Anschlag auf die Dolphinarium-Discothek in Tel Aviv

(Die Ansprache stand auch auf der offiziellen Website der offiziellen palästinensischen Nachrichtenagentur WAFA; link existiert nicht mehr)

Am 2. Juni 2001 erklärte Yassir Arafat in Gegenwart des deutschen Außenministers Josef Fischer und des UN-Sonderbeauftragen Taerje Larsen in Ramallah, er verurteile die tragische Operation in Tel Aviv, wie auch alle Operationen, die in der Tötung von Zivilisten endeten, seien sie palästinensisch oder israelisch. Der volle Text (wie auch auf der WAFA-Seite angegeben) lautete:

Wir haben den Bombenanschlag, der gestern Abend in Tel Aviv stattfand, mit einer offiziellen Stellungnahme verurteilt.
Wir übten und Wir sind bereit, allen möglichen Druck auszuüben, um das Blutvergießen unseres Volkes und des israelischen Volkes zu stoppen und alles zu tun, das nötig ist, um einen sofortigen und bedingungslosen, wirklichen und effektiven Waffenstillstand durch unsere gemeinsamen Anstrengungen zu erreichen, damit wir an den Verhandlungstisch zurückkehren und den Mitchell-Bericht und die ägyptisch-jordanische Friedensinitiative umzusetzen.
Wir haben um sofortige internationale Bemühungen gebeten, in dieser Richtung zu helfen, zum Schutz und für die Zukunft unserer Kinder und ihrer Kinder und um den Friedensprozess zu schützen, den „Frieden der Mutigen“ – zwischen dem israelischen Volk und dem palästinensischen Volk und allen arabischen Friedensbemühungen in der Region.

Kommentar heplev:
Abgesehen davon, dass Arafat weder Präsident ist noch im Pluralis majestatis reden sollte: Er behauptet also, Druck ausgeübt zu haben, um die Gewalt gegen Israelis und Palästinenser zu stoppen. Ich frage mich, wo er das getan haben will? Er hat seinen Leuten gegenüber schon lange nicht mehr von Frieden gesprochen, nur den westlichen Medien oder Politikern gegenüber! Wird das jetzige Waffenstillstandsangebot auch auf Arabisch als Befehl an die Palästinenser gehen oder ist das wieder nur eine Rauchbombe für den Westen?
Er verbindet die Rückkehr an den Verhandlungstisch mit dem Willen, den Mitchell-Bericht und die jordanisch-ägyptische Friedensinitiative umzusetzen. Er weiß, dass die arabische Initiative für die Israelis unannehmbar ist. Gleichwohl stellt er aber eine Bedingung. Ist das schon wieder die Hintertür?
Der Eröffnungssatz kann auch so gesehen werden (die englische Version kann so verstanden werden), dass Arafat bereits vor dem 1.6.2001 alle denkbaren Versuche unternommen habe, die Gewalt zu stoppen. Diese Interpretation ist möglich, aber nicht zwingend, wird aber von konservativen Kreisen in Israel angewendet. Sie wäre unglaublich arrogant und ein weiterer „Entschuldigungsgrund“ für fortgesetzte palästinensische Gewalt, weil Arafat ja nicht alles kontrollieren kann, wie die vergangenen Monate zeigen.
Insgesamt ist diese Erklärung Arafats reichlich nichtssagend in Bezug auf einen wirklichen Waffenstillstand seitens der Palästinenser. Ich würde ihn als Ausweichmanöver bezeichnen, mit dem dem Westen wieder mal Sand in die Augen gestreut wird.

Reaktion auf Arafats Ankündigung eines Waffenstillstands:
Der Gebiete-Korrespondent von Israel Radio, Avi Yisachar, berichtete heute Abend, dass Yassir Arafat Befehle an die „nationalen“ Streitkräfte ausgegeben hat, das Feuer einzustellen – nicht an die „nationalen und religiösen“ Streitkräfte. Yisachar betonte, dass der Begriff „national und religiös“ auch für Hamas und Islamischer Dschihad gelten würde, während der Begriff „national“ die islamischen Militärkräfte ausschließe.
Yisachar betonte außerdem, dass seit der Veröffentlichung von Arafats Aufruf eine Reihe von Angriffen im Gazastreifen gegen israelische Ziele einschließlich Morag und militärischen Positionen in Atzmona und Neveh Dekalim stattfanden. (Aaron Lerner, Direktor von IMRA)

Nachtrag heplev: Arafat hatte in seiner Erklärung die Operation verurteilt – was ihn nicht hinderte, den Verwandten des „Märtyrers“ (so bezeichneten ihn die PA-Medien) seinen Kondolenz zu erweisen und ihren mutigen und vorbildlichen Verwandten zu loben, der im Kampf für die palästinensische Sache sein Leben geopfert hat. – So viel zur Glaubwürdigkeit der Verurteilung der Tat.

Arafats Nobelpreis

1994 erhielt Yassir Arafat gemeinsam mit dem damaligen israelischen Premierminister Yitzak Rabin und dem israelischen Außenminister Shimon Peres den Friedensnobelpreis verliehen. Anlass waren die Vereinbarungen von Oslo, in denen Maßnahmen beschlossen wurden und Kooperation vereinbart wurde, um den Konflikt im Nahen Osten zu lösen. Darin verpflichtete sich Arafat zum Beispiel (unter vielem anderem) in einem zusätzlich von ihm verfassten Brief an den israelischen Ministerpräsidenten, ALLE Konfliktpunkte ausschließlich am Verhandlungstisch lösen zu wollen.

Inzwischen hat sich gezeigt und ist mehrfach belegt, dass Arafat nie daran dachte, diese Vereinbarungen einzuhalten und im Gegenteil von Anfang an die Etablierung der palästinensischen Autonomiebehörde und der palästinensischen Verwaltung nur haben wollte, um eine neue Basis und ein Sprungbrett für den Kampf gegen Israel zu gewinnen.

Als Folge davon bildeten sich im Zuge der sogenannten „Intifada II“ oder „Al Aksa-Intifada“ Gruppierungen, die eine Petition veröffentlichten, die fordert Arafat den Nobelpreis abzuerkennen.
Diese möchte ich hier kurz vorstellen. Außerdem gibt es inzwischen eine sehr deutliche Stellungnahme eines früheren Mitglieds des Nobelpreis-Komitees, die ich zuerst anführen möchte:

Israelnetz berichtet am 4.12.2001 unter der Überschrift:
Ex-Mitglied des Nobelpreiskomitees: Arafat hätte nicht den Friedenspreis erhalten dürfen

OSLO (inn) – PLO-Chef Yassir Arafat hätte den Friedensnobelpreis niemals erhalten dürfen – das sagte Kaare Kristiansen, ehemaliges Mitglied des Nobelpreiskomitees am Dienstag vor Journalisten.
„Die Entwicklungen nach 1994 lassen keine Zweifel daran, dass Arafat den Preis nicht verdient hat. Er hat weder etwas zum Frieden beigetragen, noch irgendetwas anderes getan, was den Preis rechtfertigt“, so Kristiansen.
Da es nicht möglich ist, die Preisverleihung rueckgängig zu machen, schlug der ehemalige norwegische Kabinettminister dem Nobelpreiskomitee vor, öffentlich die Verleihung des Preises an den PLO-Chef zu bereuen.
Geir Lundestad, Direktor des Nobel-Institutes, lehnte dies jedoch ab. „Ich bin sicher, dass das Komitee Fehler gemacht hat, aber es wird niemals öffentlich sein Bedauern ausdrücken. Wir stehen zu den Preisträgern die wir ausgewählt haben“, so Lundestad.
Kristiansen hatte das Nobelpreis-Komitee nach dreijähriger Mitgliedschaft aus Protest verlassen, als die fünf geheimen Mitglieder des Komitees Arafat für die Verleihung nominiert hatten.
Ähnlich berichtet die israelische Arutz-7 (Israel National News):
Ex-Nobelpreiskomitee-Mitglied fordert Bedauern

Kaare Kristiansen, der aus dem Nobelpreis-Komitee austrat, nachdem es den Preis 1994 an Yassir Arafat verlieh, ruft es nun auf, öffentlich seine Entscheidung zu verwerfen und zu bedauern. „Die derzeitige Gewalt im Nahen Osten, für die Arafat verantwortlich ist, belegt, dass es ein Fehler war, ihm den Preis zu verleihen“, sagte Kristiansen. Der frühere Parlamentspräsident Norwegens und ehemalige Minister für Öl- und Energieversorgung Kristiansen ist auch ein führender Befürworter der Bemühungen, norwegische und andere Länder dazu zu bewegen ihre Botschaften in Israel von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen.

Eine Internetseite, die die Aberkennung des Friedensnobelpreises an Arafat per Petition forderte, war „revoketheprize.org“ (besteht nicht mehr).

Die Organisation beschreibt sich so:
Revoketheprize.org besteht aus einer Gruppe von Einzelpersonen, die eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts zu sehen wünscht. Wir glauben, dass wahrer Friede nur erreicht werden kann, wenn die, die ihre Versprechen nicht einhalten, auch die Konsequenzen daraus ziehen müssen.

Der Wortlaut der Startseite und damit der Petition:

Sieben Jahre sind vergangen, seit Yassir Arafat den Friedensnobelpreis erhielt und in dieser Zeit ist äußerst deutlich geworden, dass Herr Arafat weit davon entfernt ist, der Friedensmacher zu sein, von dem die Welt glaube, der er wäre. Israel machte Herrn Arafat in gutem Glauben ein faires Angebot für eine friedliche Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts; anstatt es anzunehmen oder einen Gegenvorschlag zu machen, antwortete Herr Arafat mit Gewalt. Seine ständige Zusage, einen Frieden der Mutigen erzielen zu wollen, hat sich als leeres Gerede erwiesen, das sein Versagen und seine fehlende Bereitschaft öffentlich gegen Organisationen Stellung zu nehmen, die Terrorakte verübten, Lügen strafen.
In Anbetracht dessen appellieren wir an alle Menschen von Moral und Redlichkeit, aufzustehen, ihren Zorn und ihre Enttäuschung über Herrn Arafat auszudrücken, indem sie zur Aberkennung seines Friedensnobelpreises aufrufen. Ihre Unterschrift wird – hoffentlich mit mehr als einer Million weiterer – an das norwegische Nobelpreis-Komitee mit unserer kollektiven Forderung weiter geleitet, dass sie Yassir Arafat den Friedensnobelpreise aberkennen.

Zur Begründung der Petition wird angeführt:
Seit einem Jahr haben die Gründer von RevokethePrizce.org ihre tiefe Frustration über die gegenwärtige Situation in Israel geteilt. Im Juni diesen Jahres (HE: 2001) beschlossen wir, dass es Zeit ist, etwas Konstruktives zu tun.
Mit unserem Bemühen hoffen wir, weltweit die Aufmerksamkeit auf Yassir Arafats beständiges Versagen zu lenken, seinen Verpflichtungen zur Zusammenarbeit mit Israel nachzukommen, um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten zu erzielen. Herr Arafat wurde der Friedensnobepreis aufgrund dieser Verpflichtungen verliehen, aber er ist nicht dafür zur Verantwortung gezogen worden, dass er sie nicht umsetzt. Wir hoffen, dass diese Bemühungen Herrn Arafat den Eindruck vermitteln wird, dass ihm fortwährend internationale Ehrungen vorenthalten werden, so lange er fort fährt, seine Versprechen zu missachten.
Die Aberkennung des Nobelpreises wäre nur eine symbolische Geste, aber wir glauben, dass sie eine echte Wirkung dahin gehend hat, dass Yassir Arafat versteht, dass die Welt mehr als bloße Worte von ihren Friedensmachern erwartet.


Kölner Stadtanzeiger, 06. April 2002 (gemeldet auch in anderen Veröffentlichungen):

Preis für Peres bedauert
Mitglieder des norwegischen Nobekomitees bedauern nun, dass sie 1994 Israels Außenminister Shimon Peres mit dem Friedenspreis auszeichneten. „Ich wünsche, wir könnten den Preis zurückrufen“, sagte Komiteemitglied Hanna Kvanmo in Oslo. Dies ist nach den Statuten des Nobelpreises nicht möglich. Peres hatte den Friedensnobelpreis gemeinsam mit dem später ermordeten Ministerpräsidenten Jitzchak Rabin ud Palästinenserpräsident Arafat erhalten. „Damals fand ich, dass Peres den Preis am meisten verdiente“, sagt Kvanmo. „Jetzt bin ich schrecklich enttäuscht.“ Es sei unbegreiflich, dass Peres die „Kriegspolitik“ von Premierminister Sharon unterstütze. Dadurch mache er sich selbst der Kriegsverbrechen schuldig. Auch Odvar Nordli und Sissel Rönbeck, die gleichfalls dem Komitee 1994 angehörten, äußerten sich enttäuscht und gaben Isarel die Schuld an der brutalen Eskalation der Gewalt. Auf Arafat zielt die Kritik nicht. Er habe den Pres „in wesentlich höherem Grad verdient“ und sich weitgehend richtig verhalten, sagte Kvanmo    (gam)

Wenn die Verleihung des Friedensnobelpreises an die UNO und Kofi Annan im letzten Jahr nocht nicht deutlich dafür sprach, dass das Nobelpreiskomitee ziemlich abseits der Realität lebt, dann kann man diesen drei Komitee-Mitgliedern von 1994 nur bescheinigen, dass sie schwachsinnig geworden sind. Der Terrorist, der für tausende von MOrden verantwortlich zeichnen muss; der den Weg des Friedens nur verbal und auch das nur ausgewählten Speichelleckern gegenüber betrat, aber ansonsten ausschließlich die Gewalt wählt – ausgerechnet der soll immer noch den Preis verdient haben und sich als einziger richtig verhalten haben!
Peres, der Arschkriecher der israelischen Linken, der in den letzten 19 Monaten mehr das Sprachrohr des Terror-Vorsitzenden Arafat war als Vertreter des Staates Israel, ausgerechnet der soll jetzt als Mittäter an „Kriegsverbrechen“ hingestellt werden.
Diese Leute in Oslo sind ein Abschaum an Geschmacklosigkeit und Verleumdung! Sie sollten in die Palästinensergebiete exiliert werden, mal sehen, wie sie sich dann fühlen – wenn Arafats Terroristen ihre Räume als Kampfstellung zum Beschuss von israelischen Orten wählen; wenn Arafats Terroristen ihre Kirche als Bunker benutzen; wenn Arafats Terroristen ihre Autos zum Transport von Sprengstoff benutzen; wenn Arafats Terroristen ihre Kinder einer Gehirnwäsche unterziehen, damit sie als Selbstmord-Bomber nach Jerusalem gehen. Sie unterstützen den Terrorismus und verlangen von den Juden, dass sie sich abschlachten lassen. Das Nobelpreiskomitee hat sich zu einem antisemitischen Propagandainstrument degeneriert!

Von der Entnazifizierung zur EntPLOisierung

The Media Line, 11.2.2002, Bereich „Analyse arabischer Medien“ (Autor: Media Line-Mitarbeiter; Link nicht mehr vorhanden)

„Was machen wir mit Yassir Arafat?“ und: „Was machen wir nach Yassir Arafat?“

Dies sind einfach klingenden Fragen, die klare Antworten benötigen, denn die Antworten zu diesen Fragen könnten die Möglichkeiten jeglichen arabisch-israelischen Friedens in der nahen Zukunft genauso bestimmen, wie die Chancen für jede Art regionaler Stabilität.

Zusätzlich gibt es viele in der Bush-Administration, die glauben, dass seine Verfügbarkeit oder seine Absetzung Auswirkungen auf Amerikas Krieg gegen islamistische orientierten Terror, vom Iran, Irak und Nordkorea unterstützt und angestiftet, haben könnte.

Es ist kein Zufall, dass in den letzten Tagen die Internetseite von Arafats offizieller Presseagentur (WAFA) und sein offizieller Radiosender (Voice of Palestine) voll des Lobes für Arafat waren, das ausgerechnet aus – Nordkorea kam.

Das sollte genügen um uns zu sagen, dass Arafat ein Zuhause auf der koreanischen Halbinsel haben könnte (oder auch in Libyen), wenn und falls er aus seinen belagerten Büros in Ramallah im Norden von Jerusalem entfernt werden sollte. (Es gibt nur sehr wenige Länder, die Arafat als permanenten Einwohner haben wollen, auch nicht Tunesien, wohin er nach seinem Rauswurf aus dem Libanon in den 80-er Jahren ging.)

80 Prozent der Israels (einschließlich der arabischen Israelis) sind der Meinung, dass Arafat Teil des Problems ist und nicht Teil der Lösung des jetzigen palästinensisch-israelischen Abnutzungskriegs; und obwohl viele Amerikaner und Europäer dem zustimmen, fällt es ihnen schwer die Konsequenzen daraus zu ziehen: ihr Handeln darauf auszurichten, dass Arafat von der Bühne entfernt wird.

Viele in der Europäischen Union und im US-Außenministerium äußern immer noch die bedeutungslosen Parolen von „Frieden jetzt“ oder „Frieden in unserer Zeit“, zu denen sich schon Winston Churchill abschätzig äußerte.

Churchill, der vor allen anderen die Natur Hitlers und Stalins erkannte, warnte davor, Politik durch Schlagwort-Äußerungen zu ersetzen und sprach sich gegen die aus, die „in gut klingenden Plattitüden schwelgen“ und die es ablehnen „unangenehmen Tatsachen ins Auge zu sehen“, während sie „ohne Rücksicht auf die lebenswichtigen Interessen des Staates ein Streben nach Popularität und Wahlgewinnen“ vorzögen.

Churchill hat nichts als Verachtung für die übrig, die eine „tiefe Liebe zum Frieden“ mit dem „pathetischen Glauben, dass dieser nur und ausschließlich durch Liebe erreicht werden kann“ verbinden. (So in seinen Memoiren zum Zweiten Weltkrieg auf S. 45.)

Es muss anerkannt werden, dass Arafat ein Meister der Diplomatie ist und darin, Botschaften an verschiedene Zuhörerschaften anzupassen. Die Führer vieler demokratischer Gesellschaften haben „Worte des Friedens“ aus Arafats Mund kommen hören. In den meisten Fällen hörten sie nur, was sie hören wollten.

Arafat ist offensichtlich nicht Adolf Hitler und die Palästinensische Autonomie nicht Nazideutschland. Aber Arafats diplomatische Techniken und seine Medienmanöver ähneln Hitlers Manipulation der westlichen Regierenden.

In einem der jüngsten Bestseller untersuchte ein bekannter amerikanischer Historiker, Harvard-Professor Ernest May, Hitlers Verführung der britischen und französischen Führer. In „Strange Victory“ (Seltsamer Sieg) schreibt er auf Seite 453: „Eine offensichtliche Schlussfolgerung, die gezogen werden muss, ist die, dass Hitler die französische und die britische Regierung besser verstand als diese Regierungen ihn… Der Grund für dieses bessere Verständnis schloss die Tatsache mit ein, dass er sich mehr auf die politischen Führer und die öffentliche Meinung als auf die augenscheinlichen nationalen Interessen oder Fähigkeiten konzentrierte; und begleitende Tatsache war, dass seine Einschätzung dieser Regierungen keine verhandelbare Einschätzung war…“

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass Hitler dem deutschen Zuhörer gegenüber ehrlicher war als gegenüber der im Ausland. Der Historiker Sir John Wheeler-Bennett erkennt: „Außer in den Fällen, wo er sein Wort gab, meinte Hitler immer, was er sagte.“ (Wheeler-Bennett, Nemesis of Power, S. 461, in: May: Strange Victory, S. 453)

Mit anderen Worten: Wenn Hitler seiner deutschen Zuhörerschaft sagte, er wolle die Welt erobern, dann meinte er das auch so. Als Hitler den westlichen Staatsmännern versprach, er würde sein Wort und die unterschriebenen Vereinbarungen einhalten, log er.

Das klingt wie eine perfekte Beschreibung von Yassir Arafat.

Und genauso wenig, wie man Hitler bessern oder umerziehen konnte, kann man auch Arafat weder bessern noch umerziehen.

Damit haben wir unsere erste Frage beantwortet: Arafat muss weg – und je früher, desto besser.

Die zweite Frage ist die nach Arafats Nachfolger.

Als die West-Alliierten Deutschland geschlagen hatten, suchten sie keinen Nachfolger unter Hitlers engsten Mitarbeitern. Das wäre eine Torheit gewesen.

Der Westen bestand auf der Entnazifizierung Deutschlands.

Israel darf nicht auf weniger bestehen.

Der stoppelgesichtige Arafat ist natürlich das dickste Haar auf dem Schädel, aber seine Entfernung ist ohne eine Gesamt-Enthaarung nicht möglich.

Lassen Sie es uns beim Namen nennen: Ent-PLO-isierung.

Arafats Statthalter (Abu Mazen, Abu Alla, Faruk Kadumi, Jibril Rajoub, Sari Nusseibeh und Mohammed Dahlan) teilen seine Ansichten und seine Methoden, wenn auch einige ein besseres Englisch sprechen und im Fernsehen eine bessere Figur abgeben. Immerhin schrieb der „moderate“ Abu Mazen seine „Doktorarbeit“ mit der Behauptung, dass „geheime Verbindungen“ zwischen den Nazis und der „zionistischen Führung“ bestanden. Nusseibeh half Saddam Hussein dabei, auf Orte in Israel zu schießen, die sich 1991 für seine Scud-Raketenangriffe Erfolg versprachen.

Genau so, wie die Alliierten des Zweiten Weltkriegs alle Top-Nazis entfernten und ihnen den Prozess machten (und auch mit den kaiserlichen Beamten in Japan), muss jeder, der eine führende Stellung in der PLO oder PA hatte, aus dem Apparat entfernt werden.

Palästinensische Wahlen durchzuführen und wie die palästinensische Gesellschaft wieder auf verfassungsgemäße Grundlagen zu stellen, ist keine einfache Aufgabe; aber das war auch in Deutschland und in Japan nicht einfach. Es wird mehrere Jahre dauern und es gibt keine Garantie für politischen Erfolg.

Das ist unglücklicherweise das dauerhafte Erbe der Oslo-Verträge: durch sie wurde ein echter Dialog zwischen den Israelis und den Palästinensern für lange Zeit verhindert.

ZITATE DES VORSITZENDEN ARAFAT

aus verschiedenen Quellenl gesammelt, notiert in chronologisch umgekehrter Reihenfolge:

5. Oktober 2004: Arafat kritisiert „israelische Verbrechen gegen die heiligen Stätten“:

Israelnetz zitiert aus einem Interview Arafats; dieser kritisierte, Israelis tränken in der Al Aksa-Moschee Alkohol (der für Moslems verboten ist) und ließen dem Vorwand „Eintritt für Touristen“ israelische Extremisten in der Moschee beten. „Was sie tun, ist ein Teil des Planes unsere heiligen Stätten zu judaisieren und zu entweihen.“
Klasse nicht? Juden wird verboten auf den Tempelberg zu gehen, aber trotzdem kommen auf einmal die Extremisten IN (!) die Moschee und saufen? Der Mann leidet unter Wahnvorstellungen!


Honestly-Concernd.org-Mailing vom 08.10.2003 (Übersetzung ins Deutsche von mir – heplev):
Arafats Kommentar zum Attentat vom 4. Oktober:

Ramallah, 4.10.03 – Präsident Arafat und die palästinensische Führung verurteilen scharf den Bomben-Angriff im Restaurant Maxim in Haifa, bei dem arabische und israelische Zivilisten getötet wurden.
Seine Exzellenz, Präsident Arafat, betrachtet diesen gefährlichen Angriff als Bruch des nationalen palästinensischen Konsenses, der die palästinensischen Interessen gefährdet und Vorwände für das Anhalten der internationalen Friedensbemühungen bietet.
„Wir verurteilen diesen Bombenangriff und seine blinde Gewalt gegen Zivilisten, seien es Israelis oder Palästinenser, und fordern die israelische Regierung auf, sich von unserem Land zurückzuziehen, internationale Beobachter zu akzeptieren und die palästinensischen Sicherheitskräfte in die Lage zu versetzen, ihre Verantwortlichkeiten in allen von Israel wieder besetzten palästinensischen Gebieten zu übernehmen.“
http://www.p-p-o.com/Eng/defultE.htm

Ist er nicht herzallerliebst? Herr Arafat verurteilt diesen Anschlag. Und aus welchem Grund? Nicht etwa, weil die Tat bestialisch ist. Nein, weil sie Israel Vorwände liefert und die internationale Unterstützung gefährdet! Andere Gründe liefert der Friedensnobelpreisträger nie. Wären diese vermeintlichen Folgen nicht, dann wäre es in Ordnung, dass in Restaurants, Bussen, am Strand usw. Israelis ermordet werden, damit die Palästinenser sich stark fühlen können! Verlogen ohne Ende, würde ich sagen!


Israelnetz-Newsletter vom 16.05.2003:
Arafat: „Fluechtlinge werden nach Palaestina zurueckkehren“
Hervorhebungen und Anmerkungen: heplev

RAMALLAH (inn) – Palaestinenserfuehrer Yasser Arafat hat am Donnerstag den Palaestinensern versprochen, dass alle Fluechtlinge zurueckkehren werden. Anlass fuer seine Rede vor dem palaestinensischen Legislativrat war der „Yom al-Nakba“ („Tag der grossen Katastrophe“), an dem Palaestinenser ueber die Folgen der israelischen Staatsgruendung trauern.

An diesem verfluchten Tag wurde der Staat Israel gegruendet„, sagte Arafat. „Mit Waffengewalt und durch eine imperialistische Verschwoerung, die dazu fuehrte, dass unser Volk in die Diaspora und in Lager geworfen wurde – unter schrecklichen Massakern und Verbrechen.Die Lügen-Legenden müssen unter allen Umständen weiter verbreitet werden, damit alle Welt sie auch glaubt. Die Rede wurde live im palaestinensischen Fernsehen uebertragen, meldet der aktuelle Dienst der Tageszeitung „Yediot Ahronot“. Sieht so Vorbereitung auf ein friedliches Mit- oder Nebeneinander aus?

Die Ereignisse, die zur Gruendung des Staates Israel gefuehrt hatten, beschrieb der PLO-Chef folgendermassen: „1947 beschlossen die Imperialisten, die in der UNO herrschten, unsere Heimat Palaestina in zwei Staaten zu teilen: einen israelisch-juedischen und einen palaestinensisch-arabischen.

Aber der arabische Staat sei nicht entstanden und es wird geflissentlich ausgelassen, dass die Ursache dafür die Ablehnung der Staatsgründung durch die arabische Seite war!!!!, und die internationale Gemeinschaft habe nicht reagiert, „so dass unser Volk einen von zwei Wegen wählen musste – Verschwinden oder Kampf und Festhalten an unsrer ewigen Heimat. Unser heldenhaftes Volk zögerte nicht, den Weg der Verbindung zu unsrer heiligen Heimat zu wählen. Unser Volk wird nicht verschwinden und nicht erniedrigt werden und nicht in die Knie gezwungen werden. Palästina ist unsere Heimat und die Heimat unserer Väter und die Heimat der kommenden Generationen. Wir haben keine Heimat außer ihr.“

Arafat versprach seinen Zuhörern eine Rückkehr der Flüchtlinge, die ihre Häuser während des israelischen Unabhängigkeitskrieges verlassen hatten: „Jeder palästinensische Flüchtling hofft auf den Tag, an dem er den Boden unserer Heimat umarmen wird, Palästina, Palästina, Palästina! Im Namen Allahs, diejenigen, die aus ihren Häusern vertrieben wurden, werden zu ihnen zurückkehren. 55 Jahre lang sind Märtyrer und Verwundete auf dem Weg der Befreiung und der Rückkehr gefallen, und heute befinden sich Tausende Palästinenser in den israelischen Gefängnissen, weil sie gegen die Besatzung kämpfen und darauf bestehen, in Frieden und Unabhängigkeit zu leben. Ich segne sie und schwöre ihnen, dass ich weiter für ihre Freiheit kämpfen werde. Ihre Freiheit ist höchstes Ziel und gleichbedeutend mit der Freiheit der Heimat.“ Und da rede mal einer davon, die Palästinenser wollten friedlich Seite an Seite mit Israel leben!

Der Palästinenserfuehrer sagte weiter, Allah werde seine Verpflichtungen nicht brechen und das palästinensische Volk werde Erfolg haben – trotz aller Arglist und der Versuche, es in ein in Diaspora und Lagern zerrissenes Volk zu verwandeln. „Der Krieg bricht von Palästina aus und der Friede beginnt in Palästina“, so Arafat. Der mutige Friede, den er mit Israels ermordetem Premier Itzhak Rabin unterzeichnet habe, sei die strategische Wahl der Palästinenser. Also der, durch den der Stufenplan der Palästinenser verwirklicht werden kann – und Israel letztlich besiegt und vernichtet werden soll.

Israel und die internationale Staatengemeinschaft rief der PLO-Chef auf, sich an die abgeschlossenen Verträge zu halten. Dass er selbst sich nicht an Verträge hält, ist für ihn selbstverständlich – nur sagen darf man das nicht! Die Palästinenser ermunterte er, Einheit und Zusammengehörigkeit zu demonstrieren. Er versprach seinen Zuhörern, dass ein palästinensischer Junge die palästinensische Flagge über den Mauern Jerusalems und ihren heiligen Stätten schwenken werde.


Palestinian Media Watch berichtet am 21.08.2002:
Arafat fordert kleine Kinder auf „Märtyrer“ zu werden

Im palästinensischen Fernsehen sprach Yassir Arafat am 18. August 2002 zu Kindern:
„O Kinder Palästinas! Kollegen, Freunde, Brüder und Schwestern von Faris Ouda [ein 14-jähriger, der in dem Konflikt starb und in ein heldenhaftes Symbol der PA verwandelt wurde]. Die Kameraden dieses Helden repräsentieren die immense und fundamentale Stärke, die aus dem Inneren kommt, und wird siegreich sein, mit Allahs Hilfe! Einer von euch, ein Junge oder ein Mädchen, wird die [palästinensische] Flagge über den Mauern Jerusalems aufziehen, über seinen Moscheen und seinen Kirchen…
Weiter, gemeinsam nach Jerusalem!“
Die Kinder antworteten im Chor und riefen: „Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem!“

Es ist nicht das erste Mal, dass Arafat seine Unterstützung der Kinder-Märtyrer ausdrückte. Er hat früher schon klar gemacht, welche Bedeutung er der Show gibt, tote Palästinenserkinder der Welt zeigen zu können, indem er sagt: „Die größte Botschaft an die Welt“ seien Kinder-Märtyrer, so z.B. auch in einem Interiew im Januar 2002 im Fernsehen der PA:
Gastgeberin: „Herr Präsident, welche Botschaft würden Sie dem palästinensischen Volk generell und den palästinensischen Kindern im Besonderen geben?“
Arafat: „…Das Kind, das den Stein aufnimmt, wenn es den Panzer sieht; ist es nicht die größte Herausforderung an die Welt, wenn solch ein Held ein Märtyrer wird [für Allah stirbt]? Wir sind stolz auf sie.“


Am 18.06.2002 sprengte ein Selbstmord-Bomber in Jerusalem einen Bus der Linie 32 in die Luft. Es starben 19 Menschen und mehrere Dutzend verwundet. Saeb Erekat sprach gegenüber CNN davon, dass die Autonomiebehörde „Anschläge auf alle Zivilisten“ verurteile. Die arabischen (also auch die palästinensischen) Medien brachten allerdings nichts von einer solchen Verurteilung.
Am 19.06.2002 erfolgte ein Selbstmord-Bombenanschlag in Jerusalem, bei dem 6 Israelis vom Attentäter getötet (unsere Nachrichten sprechen immer von 7 Toten – einer war der Mörder) und mehr als vierzig verwundet wurden. Unsere Medien meldeten am 20.06., Arafat hätte diese Anschläge scharf verurteilt. Michael Widlanski hat sich die Verurteilungen Arafats in den palästinensischen Medien angehört. Er kommentiert:

Der heutige palästinensische Angriff im Norden der israelischen Hauptstadt folgten einen Tag nach einem anderen arabischen Terroranschlag an einer Kreuzung im Süden der Stadt, in der 19 Personen ermordet und mehr als 70 verwundet wurden.
Nachdem er gestern nicht persönlich auf den Anschlag reagierte und nachdem er mehr als fünf Stunden darüber gebrütet hatte, wie er auf den heutigen Anschlag reagieren sollte, gab Arafat eine mehr als gewundene Erklärung auf Arabisch ab, die den Anschein gibt, dass er sich für die Kritisierung der Selbstmord-Bombenanschläge entschuldigt.
Hier der Wortlaut der Erklärung Arafats:

„Ich behalte meine Ansichten zur nationalen und pan-arabischen Verantwortung bei und bin mir der gefährlichen örtlichen, regionalen und internationalen Umstände bewusst, die unser Volk und unsere Städte und unser Land und unser Dasein und unsere nationale Zukunft der israelischen Aggression und militärischen Eskalation aussetzen. Ich erkläre aus Sorge um unser Volk, unser Land und unsere Zukunft, dass ich alle Operationen gegen israelische Zivilisten verurteile.

Mit anderen Worten: Liebe Landsleute, es tut mir Leid, das zu sagen, aber der internationale Druck zwingt mich dazu, die beiden Operationen zu verurteilen. Das macht aber nichts, ihr wisst ja, was ich wirklich denke.


Im Gespräch mit dem UN-Gesandten Taerje Roed-Larsen (Ha’aretz, 26.04.2002):

…Arafat bracht sein Gesicht ganz nahe an das von Larsen, als ob er ein Geheimnis preis geben wollte: „Ich verrate Ihnen etwas“,… „Ich weiß, wer hinter dem Schiff Karine A steckt.“ … „Es war der israelische Mossad, der die Sache mit dem Schiff organisierte“, sagte Arafat mit einem verschmitzten Lächeln. „Und wissen Sie, wer den Selbstmord-Anschlag auf die Fußgängerzone in Jerusalem organisierte?“ … Er brachte sein Gesicht noch näher an das des UN-Gesandten für den Nahen Osten. „Es war [Generalstabschef Shaul] Mofaz“, offenbarte Arafat. „Ja, ja, General Mofaz ist sehr gefährlich. Er ist gegen Frieden und er ist der Vertreter der jüdischen Siedler in den Territorien und der extremen Rechten in der israelischen Armee.“

So berichtet von einem Mitarbeiter Larsens gegenüber der (linken) israelischen Tageszeitung. Trotzdem ist Herr Larsen nicht bereit, Arafat aufzugeben und ihn als den Lügner zu sehen, der er ist.


„Massaker“ an Palästinensern?

09.03.2002, ICEJ-Newsletter „Arafat sprach heute per Telefon mit (US-Außenminister) Powell und bat die USA einzugreifen und zu stoppen, was er das „Abschlachten“ in den (besetzten) Gebieten nannte.“

Wie sieht das „Abschlachten“ aus?
Isrelische Truppen suchen nach den Terroristen, die Arafat laut Oslo-Abkommen verhaften sollte, die aber von ihm in ihrem Tun gestärkt werden. Der Polizeiaktion der Armee stellen sich bewaffnete Palästinenser entgegen, die möglichst viele Israelis umbringen wollen. In diesen Kämpfen sterben eine große Zahl von „Kämpfern“ – Palästinensern, die sich durch Waffengebrauch als Kombatanten ausweisen. Gegen deren Angriffe wehren sich die israelischen Soldaten. Das „Abschlachten“ sind von den Palästinensern verursachte Kämpfe, in denen Bewaffnete sterben, die töten wollen. Arafat lügt – wieder einmal.


Was meint er denn nun zum Waffenschmuggel-Schiff?

IRAELNETZ, 13.02.2002 (Hervorhebungen: heplev)

BEIRUT / JERUSALEM (inn) – PLO-Chef Yasser Arafat hat den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad für den Waffenschmuggel auf der „Karine A“ verantwortlich gemacht. In einem Interview mit der libanesischen Tageszeitung „An-Nahar“ sagte der Palästinenserführer: „Israels Geheimdienst Mossad hat die Geschichte des Waffenschiffes eingeleitet, um damit den Palästinensern, dem Iran und der Hisbollah zu schaden. Wir beschuldigen Israel, die israelische Regierung und den Geheimdienst.“
Arafat räumte jedoch ein, dass seinen Behauptungen keinerlei Beweise [!] zu Grunde liegen. „Obwohl wir jetzt noch keine Beweise haben, deutet alles auf eine Schuld Israels hin,“ sagte der PLO-Chef.
Politische Beobachter werteten die Äußerungen Arafats als weiteren Schritt in immer tiefere Verstrickungen in der „Karine A“-Affäre. Die Angaben des PLO-Chefs richteten sich offenbar nach den Ländern, in denen sich Arafat zu dem Waffenschmuggel äußert.

In einem Interview mit dem ägyptischen Magazin „Al Mussawar“ hatte Arafat vor wenigen Tagen noch die Hisbollah-Miliz für den Waffenschmuggel verantwortlich gemacht. „Das Ganze ist eine Lügengeschichte. Das Schiff gehörte der Hisbollah, die es von einem Eigner aus dem Irak fuer 400.000 US- Dollar gekauft hat. Die Waffen waren auf dem Weg zur Hisbollah und wir haben keine Verbindung zu diesem Transport,“ so Arafat in dem Interview.

Die Vereinigten Staaten hingegen hatten in der vergangenen Woche nach eigenen Angaben ein Schreiben Arafats erhalten, in dem der PLO-Chef die „volle Verantwortung“ fuer den Waffenschmuggel uebernahm und auch Details ueber die Herkunft des Schiffes sowie die Vorbereitungen des Schmuggels nannte.

Nachtrag vom 14.2.2002:
Warum wird, wenn der Mossad die ganze Aktion mit dem Schiff veranstaltet hat, der PA-Finanzbeamte Fuad Shuaki von den PA-Behörden seit über einem Monat in Haft gehalten und jetzt vor Gericht gestellt? (ICEJ international newsletter, 14.02.2002)


An Amerika: „Ich verurteile den Terrorismus“ – An die Palästinenser: „Märtyrertum“

Am Sonntag, 03.02.2002, veröffentlichte die New York Times einen ganzseitigen Artikel, in dem vorgeblich Yassir Arafat zu Frieden aufrief und den Terror für illegal erklärte (der Artikel wurde von einem Amerikaner für Arafat geschrieben):

Er schrieb auf Englisch u.a.: „Lassen Sie mich das ganz deutlich sagen: Ich verurteile die Angriffe, die von terroristischen Gruppen gegen israelische Zivilisten ausgeführt werden. Diese Gruppen stehen nicht für das palästinensische Volk oder seine legitimes Streben nach Freiheit. Sie sind terroristische Organisationen und ich bin entschlossen, ihren Aktivitäten ein Ende zu setzen… Keine noch so harte Unterdrückung und keine noch so große Verzweiflung können jemals die Tötung unschuldiger Zivilisten rechtfertigen.“

Am Mittwoch sprach Arafat auf Arabisch auf einer Demonstration in Ramallah und feuerte die Menge mit seinem Aufruf „Eine Million Märtyrer marschieren auf Jerusalem“ an. (Ein Märtyrer ist nach dem Sprachgebrauch der Arafat-Medien jemand, der dabei stirbt, dass er Juden tötet.) Am selben Abend zog ein palästinensischer Terrorist eine israelische Univorm an, drang in die kleine Siedlung Hamra ein und ermordete drei Menschen, darunter eine unbewaffnete Mutter und ihre behinderte 11-jährige Tochter.
Arafats Medien überschlugen sich, diesen „Märtyrer“ für seine Tat zu loben. „Voice of Palestine“ jubelte über den Angriff; der Nachrichtensprecher (Nizar Al-Ghul) erklärte: „Der Mann, der die Operation durchführte, wurde ein heroischer Märtyrer.“ Er sei Mitglied der Al Aksa-Märtyrereinheit, einer Abteilung der Fatah (der von Arafat gegründeten und geleiteten PLO-Fraktion). Der martialische Ton des Berichts wurde durch das Abspielen des Liedes „Al Quds Mdinat Al-Salaam“ vertieft, der „Märtyprer“ und „heldenhaftes Märtyrertum“ glorifiziert.

Donnerstagabend rief Arafat einer weiteren Demonstration zu: „Wir werden den Ungläubigen das Leben zur Hölle machen.“ Er stimmte wieder den Kriegsruf an: „Millionen Märtyrer werden auf Jerusalem marschieren!“

Für ganz hartnäckige Leute erklärt IMRA diese Sätze:
* „Ungläubige“ ist nicht das gleiche wie „unsere jüdischen Brüder, die unseren Glauben an den einen Gott teilen“.
* „Hölle“ ist kein „ein angenehm warmer Platz im Winter“.
* „Märtyrer“ ist nicht jemand, der etwas von seiner Freizeit für Wanderungen in den Bergen opfert,
sondern jemand, der stirbt (wobei er möglichst viele andere mit umbringt).
* „marschieren“ ist keine Teilnahme an einem Sonntagsspaziergang.

So sieht eine Woche der „palästinensischen Vision vom Frieden“ aus!


Erst Friedensaufruf, dann Kriegsruf (27.01.2002)
Die deutschen Medien berichteten, dass Yassir Arafat die „militanten“ Palästinenser-Organisationen aufrief, keine Attentate mehr auszuführen und die zwei letzten Selbstmord-Attentate verteilte.
Nur wenige Stunden später rief Arafat einer Menschenmenge in Ramallah zu:

„Nach Jerusalem werden wir marschieren – Millionen Märtyrer. Und, o Allah, Herr des Universums, bitte, lass mich einer der Märtyrer sein!“
Arafats arabische Worte wurden von Al-Jazira weltweit verbreitet; die Bilder zeigen auch, wie Arafat mit der rechten Hand die Menge im Schlachtruf dirigiert: „Al-jihad, al-jihad, al-jihad…“ (Heiliger Krieg, heiliger Krieg, heiliger Krieg…)
Wie ernst können Verurteilungen von Attentaten sein, wenn das dann direkt hinterher kommt? Das schienen – wenigstens für einen Tag – auch einige unserer Medien verstanden zu haben; das ZDF berichtete an diesem Abend sehr kritisch über Arafat.


Waffenschmuggelschiff Karine-A
„Das Schiff Karine-A fuhr im Auftrag einer israelischen Firma, die Baumaterial aus Rumänien nach Israel liefert.“
(in einem Interview des ägyptischen Fernsehens, weiter geleitet von nai, 20.01.2002)


Waffenstillstand
„Es ist auch Zeit für die internationale Gemeinschaft, den Friedensprozess nach zwei Wochen Ruhe voran zu bringen.“
Dies sagte Herr Arafat Ende Dezember 2001 in seiner Forderung an die USA, General Zinni solle wieder in die Region zurückkehren. In den besagten zwei Wochen haben israelische Soldaten eine ganze Reihe von Terroristen auf dem Weg zur „Arbeit“ festgenommen oder getötet; es sind verschiedene Israelis verletzt und getötet worden – IMRA kommentierte: „Offenbar sind wieder Marsmenschen am Werk, die sich als Palästinenser tarnen, da die PA weiter behauptet, es habe seit zwei Wochen keine palästinensischen Anschläge gegeben.“


Interview mit Yassir Arafat auf Kanal 1 (israelisches Fernsehen)
(Ausgestrahlt am 7., 8. und 9. Dezember 2001, Quelle: Michael Widlanski, The Media Line):
„…diese Selbstmord-Anschläge sind nicht gegen euch [heplev: die Israelis] gerichtet. Sie richten sich gegen das palästinensische Volk.“
„…Der israelische Mossad steckt hinter dem Mord an Minister Rehav’am Ze’evi…“
„…Ariel Sharon und Ehud Barak verschworen sich im September 2000 die Palästinenser zu Gewaltausbrüchen zu provozieren, um eine Rechtfertigung für israelische Angriffe auf die Palästinenser zu bekommen…“


Ansprache im Stadtrat von Ramallah, 12.12.2001 – Wafa
Nachdem er darüber sprach, dass Verhandlungen der einzige Weg zum Frieden seien und nachdem er Israel für die 15 Monate „Intifada“ verantwortlich machte, endete er mit:
„Wir werden unseren Unabhängigkeitstag haben, mit dem Heiligen Jerusalem als unserer Hauptstadt und jeder, der damit nicht überein stimmt, kann aus dem Toten Meer trinken.“
Ein wirklich friedlicher Wunsch!


1996: „Unser Plan ist es, den Staat Israel zu eliminieren und einen rein palästinensischen Staat zu schaffen… Wir Palästinenser werden alles übernehmen, einschließlich ganz Jerusalem.“
Eigentlich hätte seit diesem Zeitpunkt jedem klar sein müssen, wozu die Oslo-Abkommen dienen sollten – aber die Augen vor der Realität zu verschließen ist ja schon lange das Hobby derer, die Israel bedrängen immer weitere Zugeständnisse an Arafat zu machen.