Scherif Hussein ibn Ali und „Palästina“

Yisrael Medad, My Right Word, 19. Januar 2023

Scherif Hussein ibn Ali war ein Araberführer aus dem Clan Banu Haschim, ab 1908 Scherif und Emir von Mekka und, nachdem er mit Lawrence von Arabien die Große Arabische Revolte gegen das Osmanische Reich ausgerufen hatte, von 1916 bis 1924 König des Hedschas und 1924 kurze Zeit Kalif. Weil die Saudis in den Hedschas eindrangen, musste er fliehen und ins Exil gehen. Er behauptete, er in 37. Generation stammte er direkt von Mohammed ab, weil er zur Haschemiten-Familie gehörte.

Sein Sohn war Abdallah I. und sein Ururenkel, Abdallah II. (Sohn des Hussein, Son des Talal) ist der derzeitige König von Jordanien.

Im Januar 1924 kam er in Amman an, das damals zu Transjordanien gehörte; hier sieht man, wie er von Lt.-Col. Frederick Peake Pasha, dem britischen Repräsentanten und Einwohner (und Gründer der Arabischen Legion):

und ein anderes Bild aus dieser Zeit:

Scharif Hussein bin Ali , neu proklamierter Kalif, verlässt den Königspalast in Amman, Jordanien, 18. Januar 1924.

Am 11. März erhielt er Lehnseide lokaler Araber, Araber von westlich des Jordan und den benachbarten arabischen Ländern.

Aber was dachte er von „Palästina“?

Wie sein ArtikelSharif Husayn ibn Ali and the Hashemite Vision of the Post-Ottoman Order: From Chieftaincy to Suzerainty“, [Scherif Hussein ibn Ali und die haschemitische Vision der postosmanischen Ordnung: Vom Stammeschef zum Lehnsherrn] ausführlich beschreibt, schien er zu denken, dass es nicht existieren sollte:

eingerahmter Text: Beim Empfang von Delegationen der arabischen Welt während er in Transjordanien war, gab Hussein einen königlichen Erlass aus, mit dem er forderte, dass die Delegationen zukünftig immer als „Delegationen aus Arabien“ bezeichnet werden, (wufud al jazirah), statt als „palästinensische“, „syrische“ oder andere Delegationen.

Es ist also nicht so, dass einige pro-Israel/Zionismus-Fürsprecher glauben, dass es ein „arabisches Palästina“ nicht gab und nicht geben sollte.

Palästina: Eine Geschichte des Kolonialismus durch die Jahrhunderte

Jahrzehnte der Medienpropaganda, akademischer Fehltheoretisierung und NGO-Unterstützung vertrieben den gesunden Menschenverstand aus den Gedächtnissen tausender Gehirngewaschener. Op-Ed.

Adir Bar Yohanan, Israel National News, 1. Oktober 2022

Ich hätte das nicht schreiben müssen sollen: Andere, besser darin Ausgebildete als ich, Leute mit tieferer Einsicht in die Weltgeschichte und Geopolitik sollten es tun: Historiker sollten das dokumentieren, Journalisten sollten das Internet mit Artikeln überschwemmen, Politiker aller linken und rechten Schattierungen vom Kontinent und von der anderen Seite des Teichs sollten Unterstützung dafür einfordern, Pädagogen sollten das lehren.

Dennoch ist es so: Diese Wahrheit, die gesagt werden muss, bleibt, abgesehen vom einen oder anderen merkwürdigen Internetartikel – wie auch dieser mit hoher Wahrscheinlichkeit enden könnte – versteckt, kaltgestellt, vergessen und ignoriert.

„Palästina ist im Kern ein koloniales Unternehmen, eine bösartige Absicht der Dominierung, Kontrolle und Enteignung, eine Falsche-Flagge-Operation, eine Irreführung, (die älteste) Fake News, eine groteske Maskerade an Volkstum, eine triviale Verfolgung individueller Bereicherung, ein geopolitisches Strategem, ein in aller Offenheit verborgener Trick, ein unzweideutiger Ausdruck fundamentaler Missachtung der Menschheit und der Menschenrechte, etwas tief Antisemitisches, etwas zutiefst Unmenschliches.“

Wie seine Verfechter gerne herausstellen, ist der Name „Palästina“ uralt. In der Tat ist diese hässliche Sache wahrscheinlich so und wenn nicht die älteste politische Intrige, dann mit Sicherheit die am längsten andauernde.

(hier der ganze Artikel)

Die Geschichte der Jewish Agency zerstört das Narrativ „Palästina war ein arabischer Staat“

Elder of Ziyon, 22. Juli 2022

Die Jewish Agency ist in den Nachrichten:

Russland droht damit, einer großen jüdischen, gemeinnützigen Organisation, die Menschen hilft nach Israel zu emigrieren, zu verbieten im Land zu arbeiten, ein Zeichen der sich verschlechternden Beziehungen des Kreml zu Israel und des weitreichenden Fallouts des Kriegs in der Ukraine.

Russlands Justizministerium will den russischen Zweig der gemeinnützigen Organisation Jewish Agency for Israel auflösen, der in Koordination mit der israelischen Regierung arbeitet, so eine Mitteilung eines Moskauer Gerichts.

Der Artikel merkt an:

Die Jewish Agency, gegründet vor fast einem Jahrhundert als die Jewish Agency for Palestine, war entscheidend dabei Israel 1948 zu Gründen und hat die Emigration von Millionen Juden aus aller Welt ermöglicht.

Das ist nicht wahr. Zuerst wurde sie 1908 als das Palestine Office gegründet, Teil der zionistischen Bewegung, auf Hebräisch ישראלי הארץ המשרד, HaMisrad HaEretz Yisraeli, „Büro für das Land Israel“.

1921 wurde der Name zu Jewish Agency for Palestine geändert, auf Hebräisch ישראל לארץ היהודית הסוכנות, HaSochnut HaYehudit L’Eretz Yisra’el,wortlich Die Jüdische Agentur für das Land Israel.

Hier ist ein Anstecker, wie ihn die Jewish Agency verteilte:

Offenbar blieb der ursprüngliche Name in Hebräisch eine Weile hängen, wie dieser Briefkopf aus Berlin von 1936 zeigt:

Hier ist ein Immigrationszertifikat für einen glücklichen Juden aus Polen von 1938, der beide Namen, „Jewish Agency for Palestine“ als auch „Palestine Office“ verwendet, aber auf Hebräisch war es immer Eretz Yisrael.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde sie erneut umbenannt, in Jewish Agency for Israel – aber in Hebräisch gab es keinen Grund sie umzubenennen.

Denn die Übersetzung von „Palästina“ war vor 1948 „das Land Israel“.

Das heutige „Palästina“ hat gar nichts mit dem Palästina vor 1948 zu tun. Jede Landkarte, jeder Verweis darauf war immer auf das Land Israel (oder auf Deutsch: das Heilige Land). Palästinensische Araber wollten nicht „Palästinenser“ genannt werden – aber Juden nannten sich stolz so.

Palästinensische Araberhatten, zumindest während der 1920-er Jahre, ebenfalls einen Namen für das Land. Das war aber nicht „Palästina“. Es war „Surai el-Jenobia“ – Südsyrien.

Die einzigen Leute, die ein unabhängiges Palästina wollten, waren die Juden. Und die Jewish Agency, eine von den Antizionisten gehasste Organisation, hilft das zu beweisen.

Auf der Expo Berlin 1896 wurde Palästina von Juden repräsentiert

Elder of Ziyon, 27. September 2021

Die (verspätete) Weltausstellung 2020 in Dubai beginnt diese Woche und Israel wird dort repräsentiert sein.

Obwohl der moderne Staate Israel 73 Jahre alt ist, repräsentierten  Juden Palästina in Weltausstellungen schon lange vor 1948. Tatsächlich war dies erstmals vor 125 Jahren der Fall.

Diese jüdische Neujahrs-Postkarte stammt aus der Großen  Industrieausstellung in Berlin 1896 – und die  Geschichte dahinter ist bemerkenswert.

Im Foto gezeigt werden Heinrich Loewe, Mosche David Suv und andere am Eingang  zu einem Gebäude, das das Schild „Ausstellung der Söhne Israels im Heiligen Land“ (auf Hebräisch und Deutsch) mit Palmen und einer Moschee.

Als Teil der großen Industrieausstellung Berlin 1896 wurde eine Kolonialwaren-Ausstellung mit großer Darstellungen veranstaltet, die Städte und Dörfer in Afrika, Neuguinea und anderen Orten nachstellten (zu diesem Zweck die Organisatoren Einheimische dieser Orte mitbrachten, gekleidet in traditionelle Kostüme, die der Öffentlichkeit in Kulissen präsentiert wurden, die indigenes Leben darstellten). Die Stadt Kairo wurde in einem der Ausstellungsgelände „gebaut“, in wo ein palästinensischer Stand errichtet wurde (unter dem Namen „Ausstellung der Söhne Israels Kolonien im Heiligen Land“). Der Pavillon bot Produkte aus Palästina zum Kauf an: „Carmel“-Weine, Olivenholz-Artefakte, in Palästina gedruckte Bücher und  Hefte und mehr.

Der mit der Organisierung des Palästina-Pavillons beauftragte Person war Mosche David  Suv (einer der Führer der G ründer der Kolonien Rosch Pina, Yessod Hama’ala und Mischmar HaYarden). In seinem Buch „Zichronot LeBeit David […] beschreibt er die Ausstellung: „Unter den allgemeinen Ausstellungsauslagen war eine Miniaturstadt in der Form von Kairo aufgebaut… mit  Geschäften, Hotels und arabischen Cafés, dem fließenden Nil… Unsere Ausstellung, die palästinensische, wurde in Kairo zusammengestellt, innerhalb einer der großen Moscheen. Als ich in dieser Ausstellung saß, hatte ich das Gefühl, ich befände mich in einer arabischen Stadt… Tausende besuchten die Ausstellung, Juden und Nichtjuden und fast alle kauften Wein und andere Produkte.“

Nachdem sie in Berlin gezeigt wurde, zog die Ausstellung nach Köln und später nach Hamburg um.

Richtigstellung: die Lügen-Landkarten der Palästinenser

gefunden auf twitter (mit meinen Erläuterungen):

1946: britisches Mandat Palästina
1947: UNO-TeilungsPLAN, von den Araber abgelent.
1948: Israel wird angegriffen und siegt.
1949 bis 1967: Judäa und Samaria im Besitz von Jordanien, Gazastreifen im Besitz Ägyptens. Die Sterne bedeuten arabische Staatsbürger Israels („arabische“ Orte).
1967: Israel wird angegriffen und siegt.
1967 bis 1995: Israel in den Grenzen des Mandatsgebiets verwirklicht.
heute: Israel hat Gebiete an eine von Terroristen geführte Selbstverwaltung abgetreten, die weniger verwaltet als viel mehr terrorisiert.