Nicht mal dem Namen nach ihres

David Lange, Israellycool, 10. Juli 2022

Ein israelfeindlicher Twitter-Account namens Times of Gaza hat dieses Foto der Al-Aqsa-Moschee gepostet:

Nur, dass das nicht die Al-Aqsa-Moschee ist. Es ist der Felsendom.

Zugegeben, ich war nicht der Erste, der diese faschla bemerkte. Aber ich könnte einfach der Erste sein, der das darauf hinweist, dass dies nicht einmal das erste Mal ist, dass diejenigen, die das als ihren heiligen Ort beanspruchen – und zwar nur der ihre – ihn nicht einmal richtig identifizieren können.

Oder Jerusalem überhaupt:

„Die Stadt Jaffa im besetzten Palästina, etwa 1900.“

(Dumm nur: Das ist das Jaffa-Tor in Jerusalem, westlicher Eingang zur Altstadt.)

Spricht Bände.

Palästina- Bejubler ignorieren Zustand der Kriminalität

Alex Ryvchin, Lay of the Land, 14. Juni 2022

Am letzten Tag im April gab Yahyah Sinwar, der Hamas-Chef im Gazastreifen, diese Anweisungen für das palästinensische Volk: „Lasst jeden, der ein Gewehr hat, dieses bereit  machen“, sagte er. „Und wenn du kein Gewehr hat, dann mache dein Hackmesser oder ein Beil oder ein Messer klar.“

Der Mordhändler von Gaza. Terror auf israelischen Straßen, weil Gazas Hamasführer Yahyah Sinwar wieder einmal sein Volk aufstachelt Juden zu töten.

Am Donnerstag der folgenden Woche riefen zwei Männer aus dem Dorf Rummanah ganz im Norden der Westbank einen jüdisch-israelischen Autofahrer namens Oren Ben Yiftah an. Ben Yiftah hatte die beiden regelmäßig durch die Sicherheitsbarriere nach Israel gefahren, wo sie gelegentlich Arbeiten als Tagelöhner ausübten. An diesem Tag fuhr Ben Yiftah die beiden Palästinenser in die Stadt Elad in Zentralisrael. Sie hatten ihm gesagt, sie seien angeheuert worden dringende Reparaturen an einer Synagoge auszuführen. Als sie sich der Synagoge näherten, holte ein Mann ein Beil hervor, der andere ein Messer und nach einem Kampf hackten sie Oren Ben Yiftah – einen Mann, den sie kannten – zu Tode. Die beiden Männer verließen dann das Auto und gingen auf Yonathan Havakuk und Boaz Gol zu, die beide durch ihre religiöse Kleidung  leicht als Juden erkennbar waren, und erschlugen die Männer auf der Straße. Die Hamas pries die Männer wegen ihrer „mutigen und heldenhaften Tat“.

Die Opfer, Väter in ihren 30-ern und 40-ern, hinterließen insgesamt 16 Kinder!

Willkürlich ermordet. Von ihren Führern zum Töten inspiriert – die Opfer des Anschlags in Elad vom 5. Mail 2022 (von links nach rechts) Boaz Gol, Yonatan Havakuk und Oren Ben Yiftah

Es ist schwierig sich eine deutlichere Verbindung zwischen Aufstachelung zu Gewalt und der Tat selbst vorzustellen; zwischen Ursache und Wirkung. In den letzten Monaten sind neunzehn Israelis bei ähnlichen Angriffen auf der Straße ermordet worden.

Die Hamas ist in Australien zurecht als Terrororganisation eingestuft worden, aber die palästinensische Autonomiebehörde, die die Westbank regiert, ist an diesem Prozess nicht weniger schuldig. Als Auftakt zu einer früheren Welle tödlicher Messerangriffe erklärte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas:

Die Al-Aqsa gehört uns und genauso die Grabeskirche“, und die Juden „haben kein Recht sie mit ihren dreckigen Füßen zu entweihen“.

Kurz darauf wurden die palästinensischen sozialen Medien mit Grafiken und Videos geflutet, die zeigten, wie und wo am effektivsten auf ein Opfer eingestochen wird.

Das offizielle PA-Fernsehen strahlte Behauptungen von „zionistischen“ Verschwörungen zur Zerstörung islamischer heiliger Stätten aus, dass „Klöster und Kirchen niedergebrannt“ und „Bomben auf die Al-Aqsa-Moschee geworfen“ würden. Solche Behauptungen sind seit den 1920-er Jahren genutzt worden, um die Massen zu Gewalt zu versammeln. Selbstverständlich sind, seit Israel Jerusalem 1967 wiedervereinte, die Moscheen und Klöster unbehelligt geblieben.

Als die Nachricht von dem Terroranschlag in Elad bekannt wurde, verteilten junge Männer im Gazastreifen und der Westbank Süßigkeiten aus, als wollten sie einen Festtag begehen. Getötete jüdische Zivilisten erhellen die Stimmung auf der Stelle. Jeder Besucher eines palästinensischen Dorfes in der Westbank wird die Banner, Poster und öffentlichen Plätze gesehen haben, die ihren „Märtyrern“ gewidmet sind. Palästinensische Propagandisten haben sogar Fotos ihrer verhafteten Terroristen bearbeitet, in denen sie sorgfältig ausgezehrte, besiegte Gesichtsausdrücke durch sicheres Lächeln ersetzt haben, um ihre Jugend zu überzeugen, dass selbst in der Gefangennahme noch Ruhm liegt.

Gemetzel auf den Straßen. Sicherheitskräfte strömen nach einem Terroranschlag in Elad in Zentralisarel zum Tatort, 5. Mai 2022 (Foto: Shaul Golan)

Auch mit der berüchtigten Zahlung lebenslanger Renten an die Familien von Terroristen agiert die palästinensische Gesellschaft unter einem System von Anreizen und Belohnung, das das Töten von Juden in eine Industrie verwandelt hat.

Die gewaltsame Eliminierung der „Kollaboration“ Verdächtigter ist ein weiteres Merkmal dieses Systems und verstärkt den Ruhm des Widerstands und die Niederträchtigkeit davon, Kontakt mit Juden zu haben. Die Hamas schleppt der Kollaboration Verdächtigte kurzerhand auf die theatralische Weise einer mittelalterlichen Junta durch die Straßen und die „moderate“ palästinensische Autonomiebehörde setzt weiter Gesetze durch, die den Verkauf von Land an Juden mit dem Tod oder Zwangsarbeit bestrafen, wenn das Gericht nicht dazu bewegt wird Nachsicht walten zu lassen.

Die Paranoia und der Fanatismus werden nicht offen nach außen auf die jüdische Gefahr projiziert, sondern gegen die Verwundbarsten der palästinensischen Gesellschaft ausgeteilt. Ein Gesetz, das Vergewaltigern ermöglicht Strafe zu entgehen, indem sie ihre Opfer heiraten, stand noch bis 2018 in den Büchern. Von Brüdern und Vätern an Schwestern und Töchtern, die „Schande“ über ihre Familien gebracht haben, verübte „Ehrenmorde“, finden mit erschreckender Regelmäßigkeit statt. Nur 4% der Palästinenser glauben, dass Homosexualität toleriert werden sollte.

Natürlich gibt es keine Rechenschaft für oder gar eine genaue Kontrolle dieser Kriminalität und widerlichen Intoleranz. Ganz bestimmt gibt es keine Erwähnung bei Parteitagen oder auf vollseitigen Anzeigen propalästinensischer Resolutionen, die von Studentenvertretungen an der ANU (Australia National University in Canberra) und der Melbourne University beschlossen werden. Alles wird mit der Solidarität aus Parolen oder einer Sorte des Orientalismus verschleiert, die die Völker des Nahen Ostens an hanebüchen niedrigen Standards misst.

Selektives Verständnis. Palästinensische Kriminalität und Terrorakte ignorierend beschloss die Studentenvertretung der University of Melbourne einen historischen propalästinensischen Antrag, der sich „auf die Seite von BDS und Solidaritätspolitik“ stellt.

Um sie bewundernswert zu machen, sind die Palästinenser durch die Aufmärsche, Autoaufkleber, die Zusicherungen, entschieden einen Palästinenserstaat anzuerkennen als mythische Version ihrer selbst umgestaltet worden, die von aller Sünde gereinigt und aller Verantwortung enthoben sind. Die Folge all dessen ist, dass es für die Palästinenser absolut keinen Anreiz gibt sich selbst zu prüfen, geschweige denn sich zu reformieren, schon gar keine Gesellschaft zu entwickeln, die funktional, gerecht und eines Staates würdig ist.

Sollte unsere neue Regierung wünschen Australiens Haltung zu Aspekten des israelisch-palästinensischen Konflikts zu überdenken, dann sollte sie die Palästinenserführung nicht so betrachten, wie sie sie haben möchte und die Palästinenserführer an denselben Standards messen wie in jeder anderen Gesellschaft. Andernfalls werden wir sehen, dass politische Entscheidungen in Täuschung gründen und mehr Leben an ein System der Gewalt und Straffreiheit  verloren gehen.

Palästinensische Fauxtografie: Für mich bist du Tot(es Meer)

David Lange, Israellycool, 15. Juni 2022

Eine israelfeindliche Facebook-Seite namens Olive Palestine hat das folgende Foto des Toten Meers gespostet, von dem sie behaupten, es liege in „Palästina“.

Das Foto scheint von dieser Website zu kommen, aber mit einem wichtigen Unterschied:

Die Frau fehlt. Anscheinend haben sie sie per Photoshop aus dem Bild genommen. De facto werden Sie aber, wenn sie hinein-zoomen und einen genaueren Blick auf die Version von Olive Palestine werfen, sehen, dass sie ein wenig von ihrem Schatten übriggelassen haben.

Die Frage lautet: Warum befanden sie es für nötig sie herauszuschneiden? Ist das so, weil sie für die, die Olive Palestine betreiben (vielleicht sind sie von der Hamas oder haben Hamas-Fans) „unanständig“ angezogen ist? Ist es, weil sei nicht wie eine palästinensische Araberin aussieht? Oder ist es für die, die hinter dem Foto stecken, „Rache“, weil die eindeutig nicht dieselbe Mentalität haben wie Olive Palestine?

Wir haben es früher schon gesagt, aber das Tote Meer ist viel mehr als nur sich treiben lassen! Ja, man kann ins Wasser gehen und das seltsame und herrliche Gefühl haben nie zu sinken, aber es gibt eine Menge mehr, was man dort auch machen kann, darunter Schluchten, Oasen und unglaubliche Wanderungen. Es ist ein Muss für jeden Israel-Reiseplan. Wir haben aber vor kurzem eine andere einzigartige und skurrile Attraktion gefunden: den Baum vom Toten Meer.

Mitten im israelischen Toten Meer gibt es eine Salzinsel mit einem dort wachsenden einsamen Baum. Man kann online nachsehen und feststellen, dass dies ein ziemlich verblüffender Ort ist, den man besuchen kann, aber es war nicht allzu offensichtlich, wo genau er zu finden ist. Wir wissen, dass das in Israel ist, dass er sich weit weg vom Ufer befindet, aber es gibt hunderte Salzinselnund jede Menge Desinformation dazu.

Wie auch immer, das ist nur ein weiteres Beispiel ihrer Unehrlichkeit beim werben für ihre Agenda.

Gedankenverlorenes Territorium: Von Antisemitismus durchzogene Bewegung bestreitet antisemitisch zu sein

„Wenn du Fakten zur Allgegenwart des Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführst, verleumdest du uns.“

PreOccupied Territory, 13. Januar 2022

New York – Eine Kollektion an Organisationen, Aktivisten und Ideologen, die der Sache des „Free Palestine“ anhängen, die alle möglichen Arten von Judenphobie anzieht, bestand heute darauf, dass ihr Druck den einzigen jüdischen Staat der Welt von der Landkarte zu beseitigen, nichts mit Antipathie gegenüber Juden zu tun hat und dass die Häufigkeit von Judenhassern in ihren Reihen das Ergebnis unglücklicher Zufälle ist, aber gewiss kein inhärentes Problem der Sache oder der Leute, die sie unterstützen.

„Wir haben nichts gegen Juden“ argumentierte Ali Abunimah, dessen Internetseite Electronic Intifada gewalttätige Angriffe auf Juden verklärt und tendenziöse Inhalte gegen die jüdische Souveränität im angestammten jüdischen Heimatland postet. „Wir kritisieren nur diejenigen, die die Unterdrückung der Palästinenser billigen. Die Tatsache, dass unsere Bewegung Antisemiten aus aller Welt anzieht und ihnen ein Banner liefert, unter dem sie sich vereinen und einen Mantel, in den sich ihre Bigotterie und Unterstützung für Terrorismus hüllen können, sagt nichts über unsere Bewegung aus. Wir werben für Menschenrechte.“

„In unserer Bewegung sind Juden willkommen“, beharrte Linda Sarsour, die früher zum Vorstand des Women’s March“ gehörte. Alles, was sie tun müssen, um Anerkennung zu gewinnen, ist jeder Überzeugung abzuschwören, dass Juden einen sicheren, souveränen Ort für sich selbst in der Wiege und dem Mittelpunkt ihrer Geschichte und Kultur verdienen. Ebenfalls zuzustimmen, sich mit denen zusammenzusetzen, die jüdische Sicherheit als im Kampf die Welt zu einem besseren Ort zu machen als bestenfalls zweitrangig und manchmal als völlig wertlos betrachten. Es ist, offen gesagt, lästig, dass wir des Antisemitismus beschuldigt werden, nur weil unsere Gruppe vor Judenhass nur so sprudelt, der so mächtig ist, dass unsere Proteste gegen Rassismus ihn nicht kontrollieren kann. Wer Fakten zur Allgegenwart von Antisemitismus in der pro-palästinensischen Bewegung anführt, der verleumdet uns.“

Die Organisatoren haben lange darum gekämpft in der öffentlichen Meinung eine Trennung zu etablieren, dass zwischen den antisemitischen Strolchen, die jeden israelfeindlichen Protest bevölkern, und dem Antizionismus selbst unterschieden wird, wenn auch mit gemischtem Erfolg. „Es ist ein schwieriger Balanceakt“, erklärte der Leiter der Ortsgruppe Students for Justice in Palestine UC-Davis, Awas Afflem. „Wir mögen die Darstellungen von uns als hasserfüllte, Gewalt glorifizierende Eiferer nicht, aber ohne die Hardcore-Antisemiten ziehen unsere Veranstaltungen nur zwei oder drei Leute an und das reicht nicht, um echten Einfluss und Veränderung zu generieren. Die Umstände zwingen uns zu wählen: entweder keinen merklichen Einfluss zu haben oder einen Einfluss, der – ja – pro-palästinensische Anliegen auf die Landkarte setzt, aber auch Juden verängstigt. Es gab einmal eine Zeit, in der es niemanden kümmerte, aber heute müssen wir zumindest so tun als ob. In der Regel spreche ich das damit an, dass ich die Zionisten dafür verantwortlich mache.“

Solidarität gekapert: israelfeindliche Aktivisten beuten das Leiden der Ukraine aus

Die internationale Gemeinschaft hat überwältigende Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck gebracht, allerdings halten radikal israelfeindliche Aktivisten es für angemessen die ergreifende Solidaritätsbewegung stattdessen gegen Israel verwenden.

Eitan Fischberger, Jerusalem Post, 9. März 2022

Eine Demonstrantin hält ein Schild hoch, während Menschen an einem Antikriegsprotest vor der Europäischen Kommission zur Unterstützung der Ukraine gegen Russlands Einmarsch teilnimmt – Brüssel, Belgien, 8. März 2022 (Foto: Reuters/Johanna Geron)

Der von Russland gegen die Ukraine begonnene Angriff intensivierte sich in den letzten Tagen, als Präsident Wladimir Putin begann die Attacken auf stark bevölkerte Städte umzuleiten, womit hunderte unschuldiger Zivilisten getötet und mehr als eine Million weitere vertrieben wurden. Obwohl die internationale Gemeinschaft überwältigende Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck brachte, hielten es radikal antiisraelische Aktivisten in den sozialen Medien für angebracht die ergreifende Solidarität stattdessen für Angriffe auf Israel zu verwenden. Damit nutzten sie ihre altbewährte Taktik der Kaperung der Solidarität für andere Bewegungen oder Kämpfe.

Wie auf Twitter fluteten zahllose User die sozialen Medien mit Einträgen, die die mangelnde Aufmerksamkeit der Welt für die Palästinenser verdammen. Der britische Rapper Lowkey z.B. beklagte, dass Google und YouTube staatseigene russische Nachrichtenmedien blockierten, aber nicht die Israels. Gleichermaßen erhielt ein Post eines pseudo-anonymen Accounts namens „tala“, der europäische Länder wegen angeblicher Hilfe für die Ukrainer, aber nicht für Palästinenser verunglimpfte, fast 13.000 Retweets.

Die Palästinenserführung selbst thematisierte die Angelegenheit und ging so weit zu behaupten, dass die „internationale Gemeinschaft heuchlerisch und rassistisch ist, weil sie gegenüber den Ukrainern mehr Mitgefühl zeigt – wegen ihrer Farbe, Religion und Rasse“.

Noch übler als ihre Versuche gefälschte westliche Doppelstandards herbeizuzaubern, war, dass zahlreiche Aktivisten auf den viralen Hashtag #UkraineRussiaWar aufsprangen, um ihre Propaganda zu fördern, indem sie israelfeindliche Inhalte anhängten, die absolut nichts mit der Ukraine-Krise zu tun haben.

Der selbstsüchtige, aber nicht überraschende Pusch den Kampf in der Ukraine zu vereinnahmen, ist der standardmäßige Modus operandi der israelfeindlichen Aktivisten, die mit dem Wissen kämpfen, dass – was der Himmel verhüten möge – Gruppen von Menschen irgendwo auf dem Planeten, die keine Verbindung zur Sache der Palästinenser haben, eine Tragödie erleiden.

In den letzten Jahren hat diese Aktivisten-Truppe die Solidarität mehrerer anderer Bewegungen gekapert, insbesondere die der indigenen amerikanischen Ureinwohner, der amerikanischen Schwarzengemeinschaft und der Schwarzen, die die Apartheid in Südafrika durchlebten.

Es muss nicht erst gesagt werden, dass es keinen legitimen Vergleich zwischen Palästinensern und den Erfahrungen der oben genannten Gemeinschaften gibt.

Die Palästinenser sind keine Opfer eines Völkermords, der dem an den amerikanischen Ureinwohnern ähnelt. Tatsächlich hat sich ihre Bevölkerung seit der Gründung Israels vervielfacht. Genauso wenig sind sie Opfer eines institutionalisierten Regimes der Rassentrennung a la Südafrika oder dem Jim Crow-Amerika, denn alle Unterschiede in Begrifflichkeiten von Rechten, die von der israelischen Regierung gewährt werden, entstammen Unterschieden in der Staatsbürgerschaft, nicht der Ethnie oder Rasse. In der Tat genießen arabische Israelis die gleichen Rechte wie jüdische Israelis und dienen in den höchsten Ebenen des Parlaments, der Regierung, der Justiz und des Militärs des Landes.

Wir dürften die Quelle ihres pathologischen Bedürfnisses solch unehrenhafte Taktiken einzusetzen nie wirklich begreifen. Vielleicht sind diese Aktivisten durch ihre Verachtung für den jüdischen Staat derart gründlich korrumpiert, dass sie wirklich ihren moralischen Kompass verloren haben.

Oder vielleicht wissen sie ganz tief in sich selbst, dass die Palästinenserbewegung den Grad an internationaler Aufmerksamkeit nicht verdient, den sie erhält und so besteht die einzige Möglichkeit sie in den Schlagzeilen zu halten darin sich bei anderen anzuhängen. Immerhin, so stellte Seth Frantzman von der Jerusalem Post heraus, verdient „die Zwangsräumung von ein oder zwei Familien in Scheik Jarrah im Vergleich zu 300.000 Ukrainern, die in fünf Tagen Kämpfen aus ihren Heimen vertrieben wurden“ nicht das gleiche Maß an Medienaufmerksamkeit, besonders wenn man die endlose sympathisierende Berichterstattung bedenkt, die die Palästinenser seit über 70 Jahren genossen haben.

Wie auch immer, das einzige Ziel der Kaperung der Solidarität besteht darin Israels Image zu trüben und es zu delegitimieren. Das Ziel an sich ist bereits abscheulich genug, aber man taucht in neue Niederungen ab, indem der Ruf genau der Gemeinschaften beschädigt wird, deren Solidarität ausgenutzt wird.

Die Ukraine mag noch kein strahlendes Beispiel für Demokratie sein. Aber anders als die „Widerstand“ (was oft als transparenter Euphemismus für Terror verwendeter) betreibenden sogenannten Palästinenser haben die Ukrainer keine Raketen wahllos auf unschuldige Zivilisten geschossen, rappelvolle Linienbusse gesprengt oder jede Menge Selbstmordanschläge auf unschuldige Zivilisten verübt. Einfach ausgedrückt, nutzen Ukrainer Guerilla-Kriegsführungstechniken, um einen schurken-kommunistischen Diktator zurückzuschlagen, der in ihr souveränes Territorium einmarschiert ist und unterscheiden sich komplett von palästinensischen Terroristen, die Molotow-Cocktails auf israelische Zivilisten werfen, trotz dem, was Israelhasser die Welt glauben lassen wollen.

Wenn Palästinenser die ukrainische Herausforderung mit ihrem eigenen gewalttätigen Tun – einschließlich all der oben genannten – gleichsetzen, dann machen sie ungewollt auch sie zu Terroristen.

Offensichtlich sind die ukrainischen Kämpfer keine Terroristen, sondern Helden. Und das von ihnen gezeigte Heldentum, während sie die Waffen gegen die russischen Schläger aufnehmen, verdient die Aufmerksamkeit und Unterstützung der Welt. Stattdessen haben die Palästinenser die Solidarität sich als die ihre angeeignet. Wir müssen diese Masche herausstellen und sicherstellen, dass der ukrainische Kampf nicht von zynischer politischer Trickserei besudelt wird.

Frühe Beispiele dafür, dass mit „Gerechtigkeit“ die „Vernichtung Israels“ gemeint ist

Elder of Ziyon, 4. Februar 2022

Ich habe früher schon angeführt, dass das Wort „Gerechtigkeit“, wenn es im Zusammenhang mit „Palästinensern fordern Gerechtigkeit“ oder „Keine Gerechtigkeit, kein Frieden“ oder den Students for Justice in Palestine verwendet wird, ein scharfer Hinweis darauf ist, dass man damit das Ende des Staates Israel meint.

Es stellt sich heraus, dass das kein neues Phänomen ist.

Yehoschafat Harkabi hat ein seiner Arbeit „Arabische Einstellungen zu Israel“ von 1974 einen kurzen Abschnitt zu genau diesem Thema.

Er beschreibt viele völkermörderische Ausdrücke, die in der arabischen Welt die 1960-er Jahre hindurch populär waren und für die unschuldig klingen, die keine Insider sind, darunter „Befreiung“: Hier ist das, was er darüber schreibt, wie das Wort „Gerechtigkeit“ verwendet wird:

„GERECHTE LÖSUNG FÜR DAS PALÄSTINENSER-PROBLEM“, „GERECHTER FRIEDEN“, „FRIEDEN AUF GRUNDLAGE VON GERECHTIGKEIT“, „NICHTAKZEPTANZ VOLLENDETER TATSACHEN“, „BESIEDLUNG ENTSPRECHEND JURISTISCHER RECHTE“, „LÖSUNG ENTSPRECHEND UNO-PRINZIPIEN“

Die Araber betonen, dass sie eine „gerechte Lösung“ oder einen „gerechten Frieden“ anstreben, der das Gegenteil eines Friedens oder einer Lösung darstellt, die auf dem Status quo, auf der Tatsache von Israels Existenz gründet. Die gerechte Lösung aus ihrer Sicht besteht aus der Annullierung des Unrechts, das schon die Existenz Israels beinhaltet und die Wiederherstellung Israels für seine legalen Eigentümer. Gerechtigkeit ist eine Leugnung der Existenz Israels. So sagt Nasser:

„Wir reden von Frieden, aber wir akzeptieren keinen Frieden, der auf der widerrechtlichen Aneignung von Rechten und auf vollendeten Tatsachen gründet.“ (Rede an der Universität Alexandria, 28. Juli 1963)

Mit anderen Worten: Ein gerechter Frieden bedeutet aus seiner Sicht den Frieden, der nach dem Verschwinden Israels herrschen wird.

Gemeinsame Äußerungen nach Besuchen hochrangiger Persönlichkeiten und auf Konferenzen verabschiedete Resolutionen beinhalten oft eine Forderung nach „einer gerechten Lösung“, „einer Lösung gemäß der UNO-Charta“ oder „den Prinzipien der UNO“ oder „eine Regelung, die Naturrechten entsprechen“ oder „legale Rechte“. Der Besucher oder die Delegierten bei der Konferenz verstehen dies als „minimale Verpflichtung“ und es enthält keinen offensichtlichen Hinweis darauf, dass das Ziel in der Vernichtung eines Staates besteht. Diese Ausdrucksweisen haben einen sehr anderen Beiklang für die Araber, die überzeugt sind, dass Israels Existenz eine Ungerechtigkeit und eine Verletzung der legalen Rechte der palästinensischen Araber ist. Der Nationale Pakt der Palästinensischen Befreiungsorganisation verweist in der Präambel auf:

„… die völlige Wiederherstellung unseres verlorenen Heimatlandes – ein Recht, das von internationalen Verträgen und gemeinsamen Bräuchen anerkannt wird, die die Charta der Vereinten Nationen einschließen.

Die Araber betrachten die Vereinbarung von Ausländern unter der Formel von „eine gerechte Lösung“ als Unterstützung für ihre Ablehnung der „vollendeten Tatsache“ der Existenz Israels.

Nasir al-Din al-Naschaschibi, Herausgeber von al-Jumhuriyya, kommentierte in seinem Text eine Äußerung von Chruschtschow in einer Rede in Port Said, mit der er „eine gerechte Lösung“ des Palästina-Problems unterstützte:

„Das Volk von Port Said hörte der Rede des berühmten Besuchers aus der Sowjetunion zu, in der er sagte, dass Russland die Notwendigkeit einer logischen und gerechten Lösung des Problems Palästina anerkennt. Das Volk von Port Said ist sich durchaus bewusst, dass eine gerechte Lösung des Problems Palästina die Wiederherstellung Palästinas für die Araber du die Wiederansiedlung aller Flüchtlinge in ihrem ausgeplünderten Heimatland bedeutet. Die gerechte Lösung ist die Liquidierung des Imperialismus, den Israel repräsentiert, das als Basis und Brückenkopf dient.“ (al-Jumhurriyya, 20. Mai 1964)