Twitter-Nachricht an eine Scheinheilige

Elder of Ziyon, twitter, 30. Juni 2018

Hey, Linda Sarsour, gilt deine Gegnerschaft zu Internierungslagern auch für Ein al-Hilweh im Libanon, wo eine  Mauer mit Wachtürmen zehntausende Palästinenser umgibt? Oder kümmern deine palästinensischen Geschwister dich nicht, wenn nicht Juden dafür verantwortlich gemacht werden können?

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Purim und natürlicher Hass

Elder of Ziyon, 1. März 2018

Als ich dieses Jahr zu Purim die Megillah las, fiel mir auf, dass der am meisten nachhallende Teil der Geschichte heute der ist, dass Hamas Hass auf Juden etwas so irrationales war, obwohl er so tat, als würde er ihm mit schwachen Argumenten rechtfertigen, die Menschen mehr als bereit sind zu schlucken, um ihren eigenen Fanatismus zu rechtfertigen.

Heute ist es genau dasselbe, weil die Israel-Hasser völlig irrational sind. Ihr Hass steht an erster Stelle und ihre Rechtfertigungen kommen später. Beantworte ihre Argumente und sie werden mit anderen kommen, denn die gesamte Grundlage ihrer Antipathie gegenüber Juden ist ohne haltloser, irrationaler Hass.

Die größte Lüge ist die, dass sie sagen sei seien „pro-palästinensisch“.

Mir fiel einfach auf, das Menschen, die behaupten „pro-palästinensisch“ zu sein – so wie die gesamte Belegschaft bei Electronic Intifada – dagegen sind, dass Palästinenser in irgendeinem arabischen Land eingebürgert werden; sie sagen sogar, dass sie dagegen sind, dass Palästinenser Bürger irgendeines anderen Landes werden, bis sie „zurückkehren“ können, um Israel zu vernichten. Diese angeblichen Liebhaber alles Palästinensischen fordern, dass Millionen Araber mit palästinensischer Herkunft auf unbestimmte Zeit staatenlos bleiben.

Wie sehr sie doch Liebe zeigen!

Aber ist ein eine aktuelle Ausnahme, bei der sie mächtig dafür gekämpft haben, dass eine Palästinenserin Bürgerin eines anderen Landes bleiben soll.

Für die Terroristin Rasmea Odeh kämpften sie hart, damit ihr erlaubt bleibt amerikanische Staatsbürgerin zu bleiben. Und sogar das versuchten sie auf Grundlage jedes abwegigen Rechtsarguments zu rechtfertigen, das sie finden konnten, an dem sie ihre Liebe für eine Mörderin von Juden aufhängen können.

Purim lehrt uns, das sie Hasser der Juden und Israels niemals verschwinden werden. Alles, was wir tun können, ist zu siegen, immer und immer wieder.

Die angeblichen Pro-Palästinenser sind einfach nur Judenhasser

Barry Shaw, Facebook, 26. November 2017

Ich habe nie jemanden getroffen, der sich wirklich und echt um die Palästinenser schert, außer es ist mit einer Nabelschnur mit dem Hass auf Israel verbunden.

Die beiden sind derart miteinander zusammengeschweißt, dass man darüber nachdenken muss, was zuerst da war – das palästinensische Huhn oder das israelische Ei.

Diejenigen, die sich einer palästinensischen Sache annehmen, nutzen sie als Knüppel um auf Israel einzuschlagen. Zeigen Sie mir irgendjemanden, der die Palästinenser liebt ohne Israel zu hassen.

Ihre angebliche Liebe für die Palästinenser ist selektiv. Sie lieben sie nur, wenn Israel irgendwo in ihrem Narrativ lauert.

Sie lieben sie nicht ausreichend, wenn sie in Syrien, Ägypten, Jordanien, Kuwait und anderen Ländern missbrauch und von Arabern getötet werden, die behaupten Palästinenser zu sein. Sie schweigen. Ich frage mich warum.

Es gibt keine BDS-Kampagnen gegen Ägypetn wegen dessen Blockade des Gazastreifens. Kein Pro-Palästinenser protestiert vor syrischen Botschaften wegen dessen massenhaften Abschlachtens von in Syrien lebenden Palästinensern. BDS hat nichts über Apartheid-Jordanien zu sagen, das die palästinensischen Araber 70 Jahre lang unter Flüchtlingsstatus gehalten hat, seit 1948. Noch schlimmer ist: Sie schweigen gegenüber der palästinensischen Autonomiebehörde, die  in den von ihnen kontrollierten und verwalteten  Gebieten Flüchtlingslager unterhält!

Wie kann man palästinensischer Flüchtling sein, wenn man unter der Kontrolle der palästinensischen Autonomie lebt?

Machen Sie sich selbst einen Reim drauf, denn ich habe keine Antwort. Vielleicht ja BDS?

Menschen, die sich keinen Deut um die Kurden, Jesiden oder Drusen kümmern, brüllen und kreischen wegen der Verfassung der Palästinenser.

Wenn Besatzung ihr Thema ist, warum gibt es keine Boykott-Kampagnen gegen die zweihundert Länder, die ein Besatzungsproblem haben? Sie tun nichts, um gegen die Besatzung Nordzyperns oder kurdischem Gebiet zu protestieren. Oder gegen Marokkos Besatzung der Westsahara. Wie kommt es, dass nur Israel sie verrückt machen kann?

Diesen tief sitzende Hass, der gegen Israel eitert, gibt es nur zu Israels als Nationalstaat des jüdischen Volks.

Es ist eine exklusive Verachtung, die sich gegen alle Vernunft und Logik richtet; und sie zeigt sich in den Unwahrheiten, die Perversion der Fakten, der Geschichte und der Ritualmordvorwürfe, mit denen Juden nach Jahrhunderte ähnlicher Verleumdung nur allzu vertraut sind.

Denn im dunklen Herzen dieser Pro-Palästinenser ist antiisraelische Gehässigkeit Antisemitismus.

Hören Fürsprecher der Palästinenser den Palästinensern überhaupt je zu?

Mitchell Bard, The Algemeiner, 26. September 2017

Palästinenser in Ramallah. Foto: Wikimedia Commons

Wenn man den Fürsprechern und Anhängern der Palästinenser, die außerhalb des Nahen ostens leben, Beachtung schenkt, dann sollte man glauben, dass die Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen in erster Linie an Siedlungen, Boykotten, „Besatzung“, über Israel herzufallen und einen Zweistaatenlösung interessiert sind. Man muss sich fragen, ob diese Aktivisten jemals mit Palästinensern sprechen, die in den Gebieten leben – denn wenn Meinungsforscher diese nach ihren Meinungen fragen, dann wird klar, dass ihre tatsächlichen Ansichten ganz anders aussehen.

Das palästinensische Zentrum für Politik und Umfrageforschung (PSR – Palestinian Center for Policy and Survey Research) führte diesen Monat die jüngste Umfrage durch und stellte fest: „Eine überwiegende Mehrheit der palästinensischen Öffentlichkeit sorgt sich um die Zukunft der Freiheiten in Palästina.“ Mahmud Abbas in der Westbank und die Hamas im Gazastreifen verweigern beide den Palästinensern ihre grundlegenden Bürgerrechte: freie Meinungsäußerung, freie Religionsausübung, Pressefreiheit und Versammlungsfreiheit. Frauenrechte sind praktisch nicht existent und es gibt null Toleranz für LGBTlQ-Palästinenser.

Wie ich früher schon geschrieben habe, stehen Fürsprecher, die behaupten sich enorm um das Wohlergehen der Palästinenser zu sorgen, niemals für Palästinenserrechte ein, wenn sie von der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) verletzt werden; auch die die autoritäre Herrschaft von Mahmud Abbas kritisieren sie nicht. Wann war das letzte Mal dass das American-Araber Discrimination Committee, das Arab American Institute, Students for Justice in Palestine, die Jewish Voice for Peace, CAIR oder sonst eine propalästinensische Gruppe sich gegen diese Missbräuche äußerten? Sie finden ihre Stimme nur, wenn sie eine Möglichkeit finden die Juden zu beschuldigen – weil sie antiisraelische Propaganda der Hilfe für Palästinenser vorziehen.

Doch die von ihren Führern unterdrückten Palästinenser wissen es besser. Während Fürsprecher im Ausland frei reden können – es aber nicht tun – werden Journalisten und Aktivisten in den Gebieten regelmäßig verhaftet. Mehr als 80% der Befragten sagten, dass die PA nicht das Rech that Aktivisten wie Issa Amro festzunehmen, der verhaftet und Berichten zufolge verprügelt wurde,w eil er die Festnahme des palästinensischen Journalisten Ayman al-Qawasmi kritisierte. Die meisten Palästinenser räumen indes ein, dass sie Angst haben die PA zu kritisieren.

Gefragt, was sie für das wichtigste Problem halten, dem die palästinensische Gesellschaft sich gegenüber sieht, stuft die Öffentlichkeit Armut und Arbeitslosigkeit sowie die verbreitete Korruption in öffentlichen Institutionen als ihre zwei Top-Anliegen ein. Nur 23% sagten, dass ihre höchste Priorität bei der Fortsetzung der Besatzung und den Siedlungsaktivitäten liegt. Aber wann war das letzte Mal, dass Sie einen Palästinenseraktivisten von Armut und Korruption haben reden hören?

Während Abbas regelmäßig droht, als Reaktion auf israelisches Handeln die PA aufzulösen, als würde das irgendwie die Israelis bestrafen, wünschen sich 50% der Palästinenser, dass er da auch tun würde – weil sie die PA als „eine Last für das palästinensische Volk“ ansehen. Satte 67% der Öffentlichkeit will auch, dass Abbas zurücktritt (bei den Gazanern 80%) und 65 sind mit seiner Leistung als Präsident unzufrieden.

Wir hören von Israels Kritikern von der Blockade des Gazastreifens, die von Hamas-Terroranschlägen herbeigeführt wurde, aber die Gazaner sind zunehmend wütend auf Abbas. Nach Angaben der Umfrage „entfernen sich die in nie dagewesener Weise weiter von der Fatah und der Palästinenserführung“, wegen der Sanktionen, die Abbas dem Gazastreifen auferlegte und mit denen er versuchte die Menschen dort gegen die Hamas aufzubringen.

Angesichts der Zustände in der PA überrascht es nicht, dass 43% der Gazaner und 22% der Palästinenser in der Westbank sagen, sie würden gerne in andere Länder auswandern. Beachten sie auch, dass Sie nie hören, dass Palästinenser und ihre Anhänger andere Menschen auffordern in die PA-Gebiete zu ziehen, um den Staat aufzubauen oder für die Unabhängigkeit zu kämpfen; das ist einer von vielen Gegensätzen zur Verbundenheit des jüdischen Volks zu seiner Heimat.

Fürsprecher der Palästinenser, die dazu tendieren gegenüber Friedensgesprächen und einer Zweistaatenlösung feindselig eingestellt zu sein, stehen eher im Einklang mit dem palästinensischen Volk in den Gebieten. Fast drei Viertel der palästinensischen Öffentlichkeit glaubt nicht, dass es er Administration Trump mit dem Erzielen einer Friedensvereinbarung ernst ist; 55% sind dagegen eine Einladung der Administration zur Wiederaufnahme von Verhandlungen mit Israel anzunehmen. Eine dünne Mehrheit – 52% gegen 47% – unterstützt die Zweistaatenlösung; 31% sind für eine Einstaatenlösung.

Eine positive Entwicklung in der Umfrage war die Zunahme der Unterstützung für gewaltfreien Widerstand (die immer noch bei nur 26% liegt), die die Meinungsforscher dem Erfolg zuschreiben, dass Israel gezwungen wurde die Metalldetektoren am Aufgang zum Tempelberg zu entfernen. Sie Umfrage stellte allerdings auch fest, dass die Unterstützung von Gewalt zugenommen hat und dass 35% der Öffentlichkeit glaubt, Gewalt sei das effektivste Mittel dazu die Unabhängigkeit zu erreichen. Noch unheilverkündender ist: 45% befürworten bei Abwesenheit von Verhandlungen eine Rückkehr zur bewaffneten Intifada.

Ein interessanter Befund besteht darin, dass die Palästinenser eine realistischer Sicht der Bedeutung ihrer Sache in der arabischen Welt entwickelt zu haben scheinen. Zwar halten einige Fürsprecher (und Arabisten) perpetuieren das Märchen, dass die Palästinenserfrage für die Stabilität des Nahen Ostens eine zentrale Rolle spielt, aber 77% der Palästinenser glauben, dass „die arabische Welt zu sehr mit ihren eigenen Dingen, internationalen Konflikten und dem Konflikt mit dem Iran beschäftigt ist und dass Palästina nicht länger das bedeutendste oder vorrangige Frage oder Angelegenheit ist“.

Fürsprecher Israels werden manchmal beschuldigt die israelische Regierung blind zu unterstützen, obwohl es in Wirklichkeit keinen Mangel an israelischen Kritikern der Anführer und Politik des Staats gibt. Von unseren Palästinenserfreunden kann das nicht gesagt werden.

Die selektive Empörung und Sittlichkeit der Fürsprecher der Palästinenser wird durch ihr Schweigen offensichtlich, wenn es um die Misshandlung der Palästinenser durch ihre eigenen Führer geht. Diese scheinheilige Besessenheit mit Israels echten und eingebildeten Sünden wirft ein Schlaglicht auf ihre Unaufrichtigkeit und offenbart, dass es den meisten weniger um das Wohlergehen der Palästinenser als vielmehr um die Dämonisierung, wenn nicht Vernichtung Israels geht.

Die Mythen der Intellektuellen

Einsicht in französische Einseitigkeit gibt auch eine Perspektive auf die amerikanischen Feinde Israels

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 2, Mai 2005

Ya’acov „Koby“ Mandell und Mohammed al-Dura waren beide Kinder. Einer war ein Israeli, der andere ein Palästinenser. Aber der Tode des 13 Jahre alten Mandell und der des 12 Jahre alten al-Dura im ersten Jahr dessen, was die zweite palästinensische Intifada genannt wird, sind zur Symbolisierung der verdrehten Berichterstattung über diesen Konflikt durch die internationalen Medien geworden.

Al-Dura, der während einem Feuerwechsel zwischen palästinensischen Bewaffneten und israelischen Soldaten starb, wurde zum Märtyrer-Helden gemacht, dessen Ermordung die israelische Brutalität zeigte. Filmmaterial des französischen Staats-Fernsehens France 2 über den Vorfall stellte das Ereignis als direktes israelisches Abschlachten eines Unschuldigen dar.

Erst später erfuhren wir, dass das Filmmaterial selektiv editiert wurde und dass die Zuschauer darüber in die Irre geführt wurden, was wirklich geschah. Eine objektive Analyse der Geschichte durch das deutsche Fernsehen und das Magazin „The Atlantic“ lassen wenig Zweifel daran, dass al-Dura eher durch Kugeln getötet wurde, die von Palästinensern abgefeuert wurden.

Tod eines Kolonisten

Im Gegensatz dazu wird an den Tod von Koby Mandell wenig erinnert. Nur eines von vielen israelischen Kindern, die in diesem sinnlosen Krieg zugrunde gingen, wurden er und ein Klassenkamerad von palästinensischen Terroristen kaltblütig ermordet; sie steinigten ihn zu Tode und dann verstümmeln sie ihre Leichen. Als dieses Verbrechen von denselben französischen Medien berichtet wurde, die den Mythos um al-Dura verbreitet gemacht hatten, charakterisierten sie Mandell als einen „Kolonisten“, der vom palästinensischen Widerstand getötet wurde.

Die Bedeutung dieser Unterscheidung wurde in einer französischen Dokumentation hervorgehoben; sie heißt „Decryptage“ (Dekodierung) und macht in diesem Frühjahr die Runde auf amerikanisch-jüdischen Festivals.

Der Film wurde 2002 auf dem Höhepunkt der jetzt abgeschlossenen Intifada gemacht; er ist ein interessantes Gegenstück zu „Relentless“, einer weniger geschickten, aber nützlichen englischsprachigen Polemik darüber, wer für den Zusammenbruch des Oslo-Friedensprozesses verantwortlich ist.

Obwohl inzwischen etwas veraltet, weil Yassir Arafat tot und der von ihm begonnene Terrorkrieg entschieden ist, sind die französischen Filmemacher Jacques Tarneo und Phillippe Bensoussan trotzdem in der Lage zum Kern der Sache vorzudringen: warum die französische Medienberichterstattung so einseitig war.

Ihre Antwort sollte uns nicht so sehr wegen dem interessieren, was sie über die Franzosen sagt, als was sie uns über die Vorstellung über den Konflikt sagt, wie sie auf amerikanischen College-Campussen heftig vertreten werden, sowie auch unter Aktivisten, die einige Kirchengruppen dazu gebracht haben Strafmaßnahmen gegen Israel zu unterstützen.

„Decrytage“ bieten den Amerikanern einen Blick auf die Besessenheit, die die elitären Schwätzer von Paris und London mit dem imperialistischen Erbe ihres Kontinents herumschleppen.

Für europäische Intellektuelle, insbesondere denen in der Linken, ist die Erbsünde ihrer Nation der Kolonialismus. Aber in ihrer Hast, mit jeglichen Überresten dieser Zeit nichts mehr zu tun haben zu wollen, haben viele Europäer den Zionismus – die nationale Befreiungsbewegung des jüdischen Volkes, fälschlicherweise definiert als nicht unterscheidbar vom Impuls der Briten Indien zu besitzen oder der französischen Beanspruchung Algeriens.

Durch dieses Prisma betrachtet waren und sind die Araber Unschuldige, unterdrückt durch fremde jüdische Siedler. Dass die Juden die Einheimischen des als Israel bekannten Landes sind – die Araber nennen es „Palästina“ – scheint kaum eine Meinung geändert zu haben.

Besonders für die Franzosen ist der brutale Krieg zur algerischen Unabhängigkeit, in dem Gräuel auf beiden Seiten der Politik dieses Landes für Generationen Narben zugefügt haben, die am häufigsten zitierte Analogie.

Was an dieser fehl leitenden Darstellung besonders gefährlich ist: Wenn man diese Geisteshaltung übernimmt, dann sind „Kolonisten“ wie der junge Koby Mandell nicht wirklich Opfer. Sie sind in dieser Betrachtungsweise Mittäter an einem Verbrechen – der Existenz des Staates Israel – und legitime Ziele, wie rationale französische Journalisten, die in dem erwähnten Film interviewt werden, einräumten.

Die Bedeutung dieses Punktes kann nicht genug betont werden. Wenn man Israel als Kolonie betrachtet, dann spielt es keine Rolle, dass die Palästinenser diejenigen sind, die sich für Krieg entscheiden, wenn Israel Frieden anbietet oder dass Israels Militär enorme Anstrengungen unternimmt um zivile Verluste zu vermeiden, während die Palästinenser Unschuldige angreifen. Es zählt nur, dass Israel kein Recht hat zu existieren und kein Recht sich zu verteidigen – egal, wie es provoziert wird.

Nur, wenn man erkennt, dass der Grund der französischen Einseitigkeit nicht einfach Antisemitismus, sondern die Delegitimierung Israels ist, kann man wirklich verstehen, warum Europa sich wegen Israels Sicherheitswall so aufregt und gegen Israels Verteidigungsmaßnahmen ist, selbst während es einseitige Zugeständnisse macht wie den Rückzug aus Gaza.

Die Erklärung der De-Investitionen

Obwohl solche Ansichten in den USA vom Mainstream weit entfernt sind, gibt uns die französische Erfahrung einen kleinen Einblick in die Denkweise antiisraelischer Aktivisten auf amerikanischen Campussen und unter Kirchengruppen wie der Presbyterian Church USA oder anderer großer, liberaler protestantischer Denominationen.

All diese Gruppen übernehmen dieselbe Art von Sprache, wie sie in Europa populär ist; so sehen sie arabische Opfer und israelische Unterdrücker. Und im Namen dieser Verleumdung werben sie für wirtschaftliche Kriegsführung in der Form von De-Investitionen und dem Boykott israelischer Produkte und Institutionen.

Durch diese verdrehte Linse werden Gruppen wie das International Solidarity Movement (das gegen Israels Existenz ist und Terroristen bei ihrem Widerstand gegen israelische Gegenmaßnahmen hilft) zu „Friedensaktivisten“, während jüdische Männer, Frauen und Kinder, die in Tel Aviv mit dem Bus fahren, zu legitimen, wenn auch unglücklichen Zielen der Vernichtung werden.

Hat man erst einmal begriffen, dass der Punkt dieser Protestierer nicht wirklich Dinge wie die Zerstörung palästinensischer Gebäude oder „illegaler Siedlungen“ ist, sonder die Unrechtmäßigkeit des Zionismus, dann ist leicht zu sehen, warum sie gegenüber Argumenten so immun sind. Solange dies die Art ist, wie Leute Israel sehen, werden Diskussionen mit ihnen darüber, was an dem, was das Land tut, richtig oder falsch ist, sie nicht überzeugen. Genauso wenig die Argumente, die von Freunden Israels angeführt werden und sich auf die israelischen Zugeständnisse konzentrieren.

Hat man einmal begriffen, dass diese Feinde nicht an einem kleineren Israel interessiert sind, sondern an überhaupt keinem Israel, dann beginnt man zu verstehen, warum das letzte Jahrzehnt, in dem der jüdische Staat so viele Opfer für den Frieden gebracht hat, auch eines war, in dem sein internationales Ansehen den Bach runter ging. Und wir sollten nicht überrascht sein, wenn dieser Trend sich fortsetzt, sollte, was wahrscheinlich ist, die nächste Runde des Konflikts beginnen.

Das ist eine deprimierende Erkenntnis, aber eine, die wir im Hinterkopf behalten müssen, selbst wenn wir weiterhin hoffen, dass die jüngsten Friedensfühler Erfolg haben werden. Es ist ein Punkt, den nur ein Dummkopf – oder diejenigen, die von dem antiimperialistischen Mythos geblendet sind, der Israels Feinde leitet – ignorieren würde.

Königliche PLOyalisten

Dmitry Radyshevsky, 31. März 2004 (direkt vom Autor)

Letzte Woche kam eine Delegation von drei britischen Parlamentsmitgliedern nach Israel, die drei Parteien, darunter die Tories, repräsentierten; sie befanden sich auf einer „Mission zur Erkundung von Fakten über die Verletzung palästinensischer Menschenrechte in den besetzten Gebieten“. Im Rahmen des Programms hatten sie so viel Chutzpe auf der Suche nach diesen „Fakten“ die Knesset zu besuchen, wobei sie ihre örtlichen Führer mitbrachten – Vertreter von „Christian Aid“, einer furchtbar antiisraelischen Organisation, deren Führung vor Ort ebenfalls Briten sind und die ihre beträchtlichen Ressourcen der Hilfe der Palästinenser in ihren Prozessen gegen Israel widmen.

Ich traf nur kurz auf diese noble Gesellschaft: Sie kamen in das Büro des Abgeordneten Dr. Yuri Shtern (von der Nationalen Union), der den neu gebildeten Ausschuss Christliche Verbündete leitet. Offenbar hatte Christian Aid den Namen missverstanden: dieser Ausschuss wurde gegründet, um die Kooperation zwischen der Knesset und christlichen Zionisten, den besten Freunden Israels in der Welt, zu stärken. Ich würde behaupten, dass sie nicht nur unsere besten Freunde sind, sondern die einzig wahren Christen, aus dem einfachen Grund, dass der Gott Israels ein Zionist ist und wenn sie ihrem Messias folgen, müssen sie ebenfalls Zionisten sein. Im Gegensatz dazu ist Christian Aid nur dem Namen nach christlich; das liegt nicht nur an ihrer Haltung gegenüber der Nation Christi, sondern auch an ihrer totalen Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal ihrer Glaubensbrüder – den Christen Palästinas.

Zufällig befand ich mich in Shterns Büro, um über die Studie des Jerusalem Summit zur Notlage der christlichen Araber in Bethlehem zu sprechen, seitdem es Arafat übergeben wurde. Die Fakten sind schockierend: Die muslimische PA ist gezielt daran gegangen Bethlehems christliche Gemeinschaft zu zerstören (bedenken Sie: 1970 gab es in Bethlehem 5 Moscheen; jetzt sind es 72)1. Als die Gäste ankamen (für Briten untypisch kamen sie eine halbe Stunde zu spät), wollte ich gerade gehen. Dr. Shtern erlaubte mir freundlicherweise zuerst zu sprechen und ich lenkte die Aufmerksamkeit der Parlamentarier auf diese Studie. Sie ließen sie mit dem Kommentar links liegen, dass „zweimal Unrecht kein Recht ergibt“. D.h. der Missbrauch der Rechte der Christen in der PA ist natürlich schlecht, wenn es ihn denn gibt, aber sie waren hier um die Verletzungen der palästinensischen Menschenrechte in den von der IDF besetzten Gebiete zu untersuchen.

Dr. Shtern meinte, die einzig richtige Adresse in der Knesset für eine solche Untersuchung dürften die Architekten von Oslo sein, die, ohne das palästinensische Volk zu fragen, diesem die korrupte und despotische Bande Arafats aufgedrückt hatten. Dieser kam aus Tunis, um nicht nur auf den Menschenrechten der Palästinenser herumzutrampeln und die Rechte ihrer Kinder verletzte, indem durch Gehirnwäsche eine ganze Generation in Zombies verwandelt wurde, die davon träumen Selbstmord-Bomber zu werden, sondern auch einen Terrorkrieg gegen Israel lostrat, nachdem das großzügigste Angebot erfolgte, das ein Land bieten konnte. Und wenn es irgendwelche Unannehmlichkeiten gibt, die die Palästinenser an Straßensperren begegnen, dann sind das die Folgen dieses von der PA dirigierten Krieges.

Ich musste gehen, mit mir selbst unzufrieden, dass ich eine Chance verpasst hatte, ihnen eine Botschaft mitzugeben. Denn darüber zu reden, wie schlimm die PA den Christen gegenüber ist, klang wie eine Entschuldigung. Schaut, auch sie machen schlechte Dinge. Bei uns stimmt etwas nicht, dachte ich, als ich die Knesset verließ; wir fangen instinktiv an uns zu entschuldigen. Stattdessen hätten wir ihnen das hier sagen sollen:

Meine Damen und Herren, Sie sind hierher gekommen, um nach Fakten zum Missbrauch der Menschenrechte der Palästinenser in den besetzten Gebieten zu suchen.

Jedes Wort in Ihrem erklärten Ziel für Ihren Besuch ist ein Missbrauch von moralischer Ehrlichkeit.

Erstens: Besatzung?

Es gibt 22 arabische Staaten. Und dann gibt es da den winzigen jüdischen Staat, der weniger als 1% der gesamten Landmasse der arabischen Welt ausmacht. Und dieser winzige Staat muss sein Land im Tausch für Frieden hergeben. Lassen Sie uns die Sache einmal umdrehen: Stellen Sie sich vor, dass es 22 jüdische Staaten mit einem Gesamtgebiet etwas größer als die USA gibt und sie verlangen die Teilung eines einzigen, winzigen arabischen Staates, um einen jüdischen Staat Nummer 23 zu schaffen, da in diesem einzelnen arabischen Staat eine jüdische Minderheit lebt. Die Welt würde toben: Diese raffgierigen Juden, warum können sie den armen arabischen Staat nicht in Ruhe lassen! Wenn es dort auch Juden gibt, warum könnt ihr sie nicht in euren übrigen 22 Staaten übernehmen: Ihr habt jede Menge Land und Öl-Dollars.

Glauben Sie wirklich, meine Herren, dass die Welt diese 22 jüdischen Staaten unterstützen würde, die die Existenz eines einzelnen arabischen Staates einen „Akt der Besatzung“ nennen? (Ich habe mir dieses Argument von Morton Klein von der ZOA geborgt.)

Wenn Sie nicht von einfacher Logik und gesundem Menschenverstand zu überzeugen sind und auf dem internationalen Recht bestehen, dann ist dieses Land – formal gesehen – entweder Territorium, das vom Völkerbund vorgesehen wurde, um eine jüdische nationale Heimstatt zu schaffen oder im Extremfall umstrittenes Gebiet. Warum war dann, meine Herren, diese „Besatzung“ 1948 nicht erwähnt worden, als diese Gebiete von Jordanien eingenommen wurden, sondern erst 1967, als Israel sie als Folge eines Verteidigungskriegs zurückgewann?

Zweitens: Menschenrechte?

Ein Mensch, der mich umbringen will, hat keine Rechte. Ich respektiere die Rechte einer Person, die vorbei kommt, nur so lange, wie diese Person nicht versucht mich umzubringen. Wenn sie das versucht, hat sie keine Rechte. Dieses Argument wurde vor mehr als 70 Jahren von Wladimir Jabotinsky vorgebracht. Es ist tragisch, dass es immer noch von Bedeutung sein muss… nun gut, so bedeutsam wie die Argumente der Bibel.

Drittens: eine britische Delegation?

Parlamentarier aus dem Großbritannien, das die Türen Israels für die Juden sperrte und sie dazu verdammte, von Hitler verbrannt zu werden? Der Briten, die das Mandat des Völkerbundes verletzte eine nationale jüdische Heimstatt im alten Land Israel zu schaffen? Die die Vision ihrer eigenen Propheten, Lord Balfours und anderer, ablehnten, die es als die größte Ehre betrachteten, die der Gott Israels dem christlichen Großbritannien übertrug? Der Briten, die diese Ehre und den Glaubensbefehl den arabischen Scheichs verkauften, das Heilige Land teilten und dieses furchtbare Problem schufen?

Von Großbritannien könnten wir eine Buß-Delegation akzeptieren.

Und zu guter Letzt, meine Herren: Eine Knesset-Delegation hat mehr Rechte ins britische Parlament zu kommen, um den Missbrauch der Menschenrechte der Iren zu untersuchen, die stattfanden, als die irischen Terroristen bekämpft wurden… Sehen Sie, ich benutze die Worte mit moralischer Eindeutigkeit. Als der Terror bekämpft wurde. Weil jeder mit ein wenig grundlegendem Anstand begreift, dass eine Bevölkerung, die Terroristen ausbrütet und ihnen Schutz gibt, einige Unannehmlichkeiten erleiden kann (nennen Sie es von mir aus Menschenrechtsverletzungen), wie die Grobheit von Soldaten an Kontrollstellen, wo sie versuchen, die so genannten „besten Söhne“ dieser Bevölkerung zu fangen. Ich sagte: „als der Terror bekämpft wurde“, obwohl ich bei Anlegen desselben moralischen Maßstabs, der Sie heute in die Knesset geführt hat, schreiben könnte: „während der fortgesetzten britischen Besetzung Nordirlands“. Und selbst dazu habe ich mehr moralisches Recht: Immerhin liegt die Wiege Ihrer Zivilisation nicht in Nordirland, wie die unsere Judäa und Samaria liegt.

Die Ironie besteht natürlich darin, dass ich an diese Argumente erst dachte, nachdem ich die Knesset verließ. Aber ich glaube nicht, dass dies die letzte Begegnung mit europäischen PLOyalisten war, weder für mich noch für euch, meine Freunde.

Werden sie ihre Meinung ändern, wenn sie sie hören? Nun, zumindest ein Funken Scham sollte in ihre Herzen geraten. Scham macht einem das Leben angesichts des Gottes Israels unangenehm. Da die Menschen es nicht wagen, gegen ihn zu revoltieren, greifen sie Sein Volk an, als unfreiwillige Zeugen ihrer Perversion. Sie versuchen die Scham zu betäuben, die durch verschiedene Drogen in ihrem Inneren brennt. Früher einmal benutzten sie die „Rache für ihren Retter“, Ritualmord-Vorwürfe, arische Philosophie. Nach dem Zweiten Weltkrieg verschrieb sich das dekadente Europa, sein Bewusstsein noch aufgewühlt vom Holocaust, eine weitere Droge: PLOpium, das aus der Unterstützung der armen Tyrannen und Kannibalen der Dritten Welt besteht.

Meine Damen und Herren, diese Droge wird Sie umbringen. Vielleicht sind Sie zu abhängig, um sie aufzugeben und somit verdammt. Der Gott Israels aber gibt jedem menschlichen Wesen bis zum allerletzten Augenblick eine Chance. Wie bei jeder Abhängigkeit ist der erste Schritt auf dem Weg, davon weg zu kommen, dass man seine Krankheit zugibt. Sagen Sie es. Bekennen Sie. Flüstern Sie es in Sein Ohr. Und dann, vielleicht, wird Er Ihnen helfen, von diesem Abgrund wegzukommen.

1 Christopher Walker: Tensions darken festive mood in Bethlehem. London Times, 22. Dez. 1997