Birkat Cohanim – der priesterliche Segen (Pessach 2019)

The Jewish Press, 22. April 2019 (Fotos: Yonatan Sindel/Flash90)

 

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Das Beste von Pessach in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 4. April 2018

Das Pessah-Fest in Jerusalem in Israel ist immer eine geschäftige Zeit, in der viel zu tun ist.

Was kommt als nächstes nach Tagen des Reinigens und Einkaufens und einem Seder am späten Abend?

Dieses Jahr beschloss ich, nicht mit Millionen anderer Israelis Stunden im Auto zu verbringen, um zu luxuriösen Campingplätzen und Sandstränden zu fahren, sondern lieber Zuhause zu bleiben und zu erkunden, was Jerusalem zu bieten hat.

Jetzt teile ich mit Ihnen einiges vom Besten aus Jerusalem zu diesem Pessach im Jahr 5778.

Wo sonst sollte man beginnen als beim Essen?

Einige Restaurants wie diese neue Hummus-Kantine wurden für Pessach geschlossen.

Aber keine Sorge, in Jerusalem gibt es jede Mengen koschere Orte, um an Pessach zu essen. Dieses Holy Bagel in der Altstadt ist nicht nur mehadrin-koscher, sondern „KOSCHER ohne Sorge wegen Hülsenfrüchten“!

Mit Körben voller Matze auf dem Tisch sah diese Krustenpizza gut genug aus, um sie zu essen. Die Menschen standen Schlange um sich setzen und selbst probieren zu können.

Pizza, Brötchen, Sandwiches, Torten, Kuchen und mehr … einer der besten Orte für Pessach-Essen befindet sich in Jerusalem in Israel.

Die Mamilla-Mall war belebt und gedrängt voll mit einkaufenden Einheimischen und internationalen Touristen, dazu Unterhaltung und Vorführungen für Kinder.

Noch etwas, das mir besonders gefiel, war in der Altstadt zu sehen, wie die Menschen sich kleiden. Viele hatten ihr „Sonntagssachen“ angezogen, es wurde jede Art von Outfit getragen, das man sich vorstellen kann.

Mit so vielen Aktivitäten für Familien war es schwer sich zu entscheiden, was man zuerst tun mochte, da Dutzende Museen und Örtlichkeiten für Kinder eintrittsfrei waren. Am Davidturm gab es Familien, die umhergingen, Führungen mitmachten und kletterten.

Vom Davidturm aus konnte man den Gang über die Altstadtmauern sehen, wo Touristen über die Mauern liefen.

Die Tage waren warm und die Sonne brannte mittags vom Himmel. Aber an mehreren Orten in der Altstadt gab es Freiwillige, die allen, die vorbeikamen, kostenlos Becher mit Wasser anboten.

Die Goldene Menorah wurde in die Nähe der Hurva-Synagoge gebracht, wo Touristen eifrig Fotos machten.

Die Menoah ist ein Foto, das in der Nähe der goldenen angebracht wurde. Der Aufzug an der Westmauer soll hier gebaut werden.

Erinnern Sie sich? Ich sagte, jede vorstellbare Art an Kleidung. Wie wäre es mit einer Betar-Uniform aus den 1920-er Jahren?

Es wurde berichtet, dass 100.000 Menschen am Montagmorgen beim Birkat Kohanim, dem priesterlichen Segen waren.

Am Nachmittag und den größten Teil der Woche war der Platz vor der Westmauer voller Familien.

Den ganzen Tag lang kamen und gingen Zehntausende in die Altstadt und verließen sie wieder.

Die Schlage befand sich nicht am Sicherheitseingang zum Frauenbereich, sondern war einfach eine lange Schlange Touristen, die darauf warteten auf den Tempelberg gehen zu können.

Der gemeinsame Bereich war allerdings fast leer. Rechts im Foto kann man, wenn man genau hinsieht, Kinder bei den Steinen des zweiten Tempels spielen sehen.

Es waren zwar viele in der Altstadt, aber andere Orte in Jerusalem waren ebenfalls Feiertagsziele.

Im Gan Sacher, dem Sacherpark, füllte Rauch die Luft – Dutzende Familien grillten Fleisch für große Mahlzeiten; auf den Tischen standen Schachteln mit Matzen.

Kinder spielten, während Familienmitglieder und Freunde dort saßen und redeten oder Sport machtne.

Ein weiteres Beispiel für beliebte Ziele war der Botanische Garten von Jerusalem.

Tausende Menschen wanderten zu Pessah über die Anlage.

Ich war fasziniert von den Blumen im Teich. Es ist so schön dort, wo sich früher eine Müllkippe befand.

Es gab geplante und beaufsichtigte Aktivitäten für Kinder

sowie farbenfrohe Blumen, die ihre Aufmerksamkeit gewannen.

Der Nayot Park ist einer von Dutzenden Jerusalemer Parks, in denen gegrillt wurde, Rauch aufstieg und sich Matzen auf dem Tisch befanden.

Bei vielen Orten dauerte es länger sie mit dem Auto zu erreichen. Einen Parkplatz zu finden, war nicht immer einfach. Eine freier Platz an einer guten Stelle war es wert freigehalten zu werden.

Es gab vielfältige abendliche Musikveranstaltungen, viel zu viele, um sie aufzulisten.

Alte Orte wie das Hansen-Haus waren voller Aktivität.

Es passierte so viel in Jerusalem in dieser Pessah-Woche. Mehr Fotos gibt es hier: aus der Altstadt, dem Gan Sacher, dem Botanischen Garten.

Enden möchte ich mit einem Video des Birkat Kohanim

und einem meiner Lieblingsfotos – dem von diesen zwei jungen Cousins, die einander bei einem Picknick im Gan Sacher näher kennenlernten:

Ich wünsche allen schöne Feiertage und Schabbat Schalom.

Interessante Frage zu Araber-Ansprüchen

gefunden auf  twitter:

Ist es nicht bezeichnend, dass die Araber Matzen nicht als ihr Nationalgericht
beansprucht haben, wie sie es sonst mit allem anderen Jüdischen/Israelischen tun?

Warum haben Juden Erfolg?
Wer sonst würde sich darauf freuen im Namen ihrer Geschichte
8 Tage im Jahr Pappe zu essen und das wunderbar zu finden?

 

Dieses Jahr in Jerusalem, das Beste von Pessah

The Real Jerusalem Streets, 19. April 2017

Pessah ist eines der drei Feste,
an denen es traditionelle Pilgerreisen nach Jerusalem gibt.

Dieses Jahr liefen an allen drei Tagen von Pessah

Tausende Menschen durch die Altstadt

oder kamen mit dem Bus an den Tagen zwischen den Feiertagen,

gekleidet in ihre feinste Feiertagskleidung zum Platz vor der Kotel, der Westmauer.

Die Gebete begannen früh und

gingen bis weit in den Tag; es gab Teilnehmer aller Altersstufen

au beiden Seiten des Mechitza-Teilers,

und in dem neuen Bereich, wo alle gemeinsam beten.

Zu den Feiertagsszenen aus der Altstadt

gehörten Busse, die die Straße auf dem Ölberg säumten,

sowie Menschen, die wie üblich kamen und gingen.

Neu auf diesen antiken Straßen ist

der farbenfrohe Touristenzug, der am Jaffa-Tor startet

und teilt sich die Straße mit Bussen, Autos und Segways
sowie Fußgängern, die in beide Richtungen laufen.

Dieses Jahr fielen Pessah und Ostern zusammen,
daher hoffte ich mehr Osterszenen zu finden,

aber ich kam viel zu spät für die Gottesdienste bei Sonnenaufgang.

Ich sah ein paar Männer, die die Altstadt verließen,
vielleicht waren es Kopten aus Ägypten.

Am Jaffa-Tor wurden Osterbrötchen und Beigele jedem verkauft,
der nach frisch Gebackenem zu Pessah schmachtete.
Es gab jedoch in Jerusalem mehr zu tun

als nur in die Altstadt zu gehen.

Im Rollschuh/Skater-Park im Gan HaPa’amon,
dem Liberty Bell Park, sahen arabische Eltern ihren Kindern
beim Skaten zu, gemeinsam mit Juden, beide Religion sowie Säklare.

Im nahe gelegenen Menachem Begin Heritage Center

gab es einen Tag lang Aktivitäten und freien Eintritt.

Ich wusste nicht, dass die Führungen
im Voraus gebucht werden mussten.
Abe weil wir am Ende des Tages ankamen,
konnten wir ein wenig warten und uns einer Führung anschließen.

Normalerweise erwähne ich die Führung zu Fotos in der Gegend.
Da ich heute endlich selbst die Führung mitmachte,
werde ich sie wegen ihrer wichtigen historischen
Informationen, die in einer modernen, bewegenden Ausstellung
präsentiert werden, weiter empfehlen.

Vom Alten zum Neuen
war die Entwicklung der Haggadah
das Thema dieser Kol HaOt-Veranstaltung im Inbal Hotel.

Israelische Künstler stellten ihre Arbeiten aus,
während Redner aufwändig über Seder-Symbole,
Gestaltung und die Geschichte von Haggadot sprachen.

Die Seite rechts, auf der steht „Nächstes Jahr in Jerusalem“,
ist mit modernen Gebäuden und Kranen sowie Schienen illustriert.
Für mich ist das eine Illustration des Übergangs vom Alten zum Modernen.

Es gibt so viel Bautätigkeit in Jerusalem,
die Dinge ändern sich ständig.

Ein Ort, an dem man die Entwicklung wirklich schätzen lernen kann,
sind die Botanischen Gärten Jerusalems,
die dank der Bank Hapoalim ebenfalls an Pessah freien Eintritt hatten.

Der neue Eingangsbereich

führt zu dem Teich,

an dem die Menschen sich versammelten, um die Natur zu genießen,
Matze-Brote und Eiskrem-Leckereien zu essen.

Schin Min, „Gebete und Blumen werden schlüpfen“,
ist in Japanisch auf diesen Stein gemeißelt,
aber mehr als Gebete gingen über in

die Verwandlung dieses alten, verfallenen Bereichs in einen
schönen, ausgedehnten Naturbereich mit bequemen Wegen.

Man konnte organisierte Führungen machen,
aber die Gärten sind in gut markierte Wachstumsbereiche,
wie Australien und Südafrika aufgeteilt
und aller Bewuchs ist gekennzeichnet.

Gruppen oder Einzelpersonen konnten sich
einfach treffen, essen und diese

menschgemachte Oase mitten in Jerusalem erkunden.

Es gab in den botanischen Gärten weit mehr zu sehen,

aber die festlichen Feiertagsmahle umfassen jede Menge Vorbereitungen.

Die Feiertage sind vorbei, der bewölkte Himmel klarte endlich auf.
Es war Regen angesagt,
aber es fiel nur genug, um den Schmutz aus der Luft
zu holen und alles zu überziehen,

aber nicht genug, um die Feiertagsausflüge
der die Pessah-Grüße auf den Bussen zu verderben.

Jerusalem, Paradies für Pessah-Wanderer

The Real Jerusalem Streets, 13. April 2017

Pessah in Jerusalem (Israel).
Besucher kommen aus der ganzen Welt um
den Frühling und die Feiertage der Freiheit zu feiern,
indem sie Matzen essen und tiyulim-Trips zum Fest genießen.

Heute versammelten sich Zehntausende an der Kotel,
der Westmauer, zum Birkat Kohanim,
dem priesterlichen Segen, der den Versammelten über Lautsprecher und
einem weltweiten Publikum über Webcams zugesprochen wird.

Der Tag war warm und bewölkt
und es gab keinen Morgenregen, der die Gebete unterbrach.
Die Zwischentage des Festes
sind bei den Israelis beliebt draußen etwas zu unternehmen
und die natürliche Schönheit Israels zu erfahren.
Die Straßen sind natürlich besser,
aber der starke Feiertagsverkehr
kann eine kurze Fahrt zu einer langen machen.

Meine erste Regel für eine tiyul lautet NICHT über längere Zeit
im Verkehr festzusitzen.

Einer der Keren Kayemet, JNF-Nationalparks,
liegt außerhalb Jerusalems, bei Bet Schemesch;
er hat einen Informationsbereich direkt bei Bar Behar.

Wir zogen los, um Nahal Katlav zu erkunden.
Dieses nahal, ein ausgetrocknetes Flussbett, ist ein Zufluss des Flusses Sorek.

Der Pfad beginnt mit einer für Jeeps tauglichen Straße und guter Beschilderung,
die die verschiedenen Wege erklärt.

Oh, die Schönheit der Judäischen Berge im Frühling!

Das israelische Außenministerium nennt Israel ein „Paradies für Wanderer“.

Blickt man hinab auf die weißen, sich windenden Bahngleise,
dann kann man dem kaum widersprechen.

Von dem leichten schwarzen Pfad wechselten wir auf den blauen,

der die Berge hinab führte.

Die roten kalaniot blühen immer noch,

und die ersten Knopsen der roten Strohblumen, Dam Hamakabim,

und anderer farbenfroher Wildblumen säumten den sich windenden Pfad.

Frischer Weizen, hellgrün, wuchs neben Ackersenf.

Katlav ist ein immergrüner buschartiger Baum mit roter Rinde.
Ich konnte keine Fotos der katlav machen,

aber ich dachte, diese Bäume entlang eines Teils des Pfades seien interessant.

Uns wurde gesagt, dass unsere tiyul – Wanderung – zwei Stunden dauern würde,
aber sie dauerte viel länger.

Ich wäre nie mitgegangen, hätte ich gewusst, was für eine Herausforderung
der gewundene Pfad die Berge hinunter sein würde.
Es war leichter die Aussicht zu bewundern und
von den flachen Bereichen des Pfades aus zu fotografieren.

Nach einer Weile Wanderns und Wanderns
versicherte uns ein weiteres Schild des blauen Pfads,
dass wir uns nicht verirrt hatten.

Ah, aber nachdem wir abwärts zum nahal gegangen waren,

war die einzige Möglichkeit – außer mit dem Hubschrauber geflogen zu werden –
die ganze Strecke zur Straße wieder hinaufzuklettern.

Wir sahen hunderte Familien,
die auf ihrer Pessah-tiyul draußen waren,
die meisten von ihnen nutzten leichtere Pfade.

Tausende weitere Familien füllten andere Bereiche des Parks
von Nord bis Süd.

Es ist ein Feiertagswunder, dass nicht mehr Menschen ernsthaft verletzt wurden.
Ich war besonders froh auf dem Weg nach Hause im Auto zu sitzen
und dass alle Eis aßen, als es anfing zu regnen
und mir die nassen, glitschigen Felsen nur vorstellen zu müssen.

Ich überlebte meine Pessah-tiyul und
die seder-Teller sind bis nächstes Jahr wieder weggepackt.

Jedes traditionelle seder endet mit

„Nächstes Jahr in Jerusaelm“.

Zeit also loszuziehen, um zu sehen, was heute sonst noch
auf den echten Straßen von Jerusalem los ist.

Immer noch bedeckt, aber es hat – noch – nicht angefangen zu regnen.