Die PLO erklärt ihre Positionen zu Jerusalem

Elder of Ziyon, 7. Januar 2010

Denjenigen, die naiverweise glauben,  die PA wolle von Israel „nur“, dass es sich auf die Grüne Linie zurückzieht und dann werde Frieden herrschen, erklärt die „PLO-Mission in den Vereinigten Staaten“ das anders.

Diese Internetseite soll eine moderate Fassade für das westliche Publikum sein, aber sie ist angefüllt mit Halbwahrheiten und unverhohlenen Lügen, für die man einen Monat brauchen würde, um sie auseinanderzunehmen. Hier nur das, was sie über Jerusalem sagen:

Israel hat kein juristisches Recht auf irgendeinen Teil Ostjerusalems, da Ostjerusalem Teil der 1967 besetzten palästinensischen Gebiete war. Ostjerusalem ist Teil des Territoriums, über das die indigene palästinensische Bevölkerung Souveränität ausüben wird, wenn Israel abzieht.

1967 gab es keine juristisch anerkannten „palästinensischen Territorien“ und Israels Übernahme derselben in einem Verteidigungskrieg gegen Jordanien ist juristisch keine „Besatzung“ gemäß der Definition, wie sie im Völkerrecht angeführt wird – den Haager Konventionen von 1907.

In Übereinstimmung mit dem Völkerrecht und wie es in der Prinzipienerklärung zu Interims-Selbstregierungs-Arrangements erklärt wird, unterliegt ganz Jerusalem (und nicht nur Ostjerusalem) den Verhandlungen um einen Permanenzstatus.

Die PLO erklärt hier formal, dass sie über die Grüne Linie hinaus gehen und auch einen Anteil des Westteils Jerusalems beanspruchen will. Da Oslo von 1993 sagt, „Jerusalem“ werde Teil der Endstatus-Verhandlungen sein, interpretiert die PLO, dass ganz Jerusalem auf dem Tisch liegt – eine krasse Fehlinterpretation der Vereinbarung von 1993, die nur sagt, dass Jerusalem zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden wird, nicht dass der Westteil zur Verhandlung steht.

Jerusalem sollte eine offene Stadt sein. Innerhalb Jerusalems sollte es, ungeachtet der Lösung der Frage der Souveränität, keine physische Teilung geben, durch die die freie Zirkulation von Menschen darin verhindert würde.

Hier verfestigen sie ihren oben erhobenen Anspruch – indem sie sagen, dass sie für die Terroristen das volle Recht fordern, ungehindert jüdische Bereiche der Stadt und darüber hinaus zu betreten.

Palästina und Israel werden verpflichtet sein die Freie Ausübung von Gebet und freien Zugang zu religiösen Stätten innerhalb Jerusalems zu garantieren. Beide Staaten werden alle möglichen Maßnahmen treffen, um solche Stätten zu schützen und ihre würde zu erhalten.

Das ist ein Witz, der als Beruhigungspille für den Westen gemeint ist. Die PLO will offiziell keinen jüdischen Zugang zu jüdischen heiligen Stätten in Hebron, Nablus und Bethlehem. Der einzige Grund, dass es heute überhaupt einen solchen Zugang gibt, besteht in Israels „illegaler Besatzung“, nicht weil es seitens der PLO irgendein liberales Denken gibt. Jerusalem wäre innerhalb kurzer Zeit genauso [wie Hebron, Nablus und Bethlehem], würde die PLO den Westen von ihren „friedlichen Absichten“ überzeugen. Darüber hinaus ist die Vorstellung, die PLO würde jemals freien jüdischen Zugang zum Tempelberg erlauben, mehr als absurd.

Offiziell verhandelt Israel mit der PLO, nicht mit der PA; also ist dies keine extreme Haltung einer Splittergruppe. Das ist das, was der „moderate“ palästinensische Flügel verlangt, auf Englisch.

Man wird weiterhin verdammt lange suchen müssen, um auf Arabisch eine Landkarte „Palästinas“ zu finden, die Israel überhaupt zeigt.

Die palästinensische Jihad-Autonomiebehörde

Nissan Ratzlav-Katz, 26. Juli 2005 (direkt vom Autor)

Ist die derzeitige palästinensische Autonomiebehörde unter der Leitung von Mahmud („Abu Mazen“) Abbas eine terroristische Einheit, ein den Terror unterstützendes Regime oder eine sanfte Diktatur, die darum kämpft die Terroristen unter Kontrolle zu bringen?

Khaled Abu Toameh von der Jerusalem Post berichtete im Januar 2003, dass der Kopf der politischen Abteilung der PLO, Faruk Kaddumi, erklärte: „Wir haben uns nie von Hamas unterschieden. Strategisch gibt es zwischen uns keinen Unterschied.“ Er gab diesen Kommentar in einem Interview mit der in Nazareth erscheinenden Wochenzeitung „Kul Al-Arab“, schrieb Toameh.

Die PLO, die Palästinensische Befreiungsorganisation, wird von der Fatah geleitet und kontrolliert; sie ist die alt gediente Terror-Fraktion zu der auch Abu Mazen gehört und die bis zu dessen Tod von Yassir Arafat angeführt wurde. Artikel 12 des Gründungsdokuments der Fatah erklärt als Ziel der Organisation die „komplette Befreiung Palästinas und die Ausradierung der zionistischen wirtschaftlichen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz“. Darüber hinaus sollen die Ziel durch Gewalt erreicht werden. Artikel 19 besagt: „Der bewaffnete Kampf ist eine Strategie, keine Taktik; und die Revolution des palästinensischen arabischen Volkes ist ein entscheidender Faktor im Befreiungskampf und in der Ausmerzung der zionistischen Existenz; dieser Kampf wird nicht enden, bis der zionistische Staat vernichtet und Palästina komplett befreit ist.“

Und die Führer der von der Fatah angeführten PLO, denen unter dem Deckmantel als Köpfe der Palästinensischen Autonomie mehr Macht und internationale Legitimität gegeben ist, sind den Zielen und Verpflichtungen der Organisation treu geblieben. Zwei Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit werden dafür genügen.

Am Sonntag, 12. Juni 2005, exekutierte die PA einige Männer, denen „Kollaboration“ mit Israel vorgeworfen wurde. Das heißt, ihr „Verbrechen“ war, dass sie Israel bei der Bekämpfung des Terrorismus halfen – etwas, zu dem die PA sich selbst unter den Bedingungen der US-gesponserten Roadmap verpflichtete. Dieses Verhalten ist jedoch absolut logisch, wenn der „bewaffnete Kampf ein entscheidender Faktor in der Ausmerzung der zionistischen Existenz“ ist. Die Araber, die bereits sind gegen Terroristen zu kämpfen, untergraben also den „bewaffneten Kampf“.

Umgekehrt nehmen die Araber, die in den Terror – einschließlich Selbstmord-Bombenanschlägen – verwickelt sind, am „bewaffneten Kampf“ teil und dürfen von der PA nicht bekämpft werden. Und das ist exakt die von Abbas in der Praxis angewendete Vorgehensweise.

Letzten Monat entließ die PA Terroristen des Islamischen Jihad, die in Verbindung mit dem Selbstmord-Bombenanschlag vom 25. Februar 2005 auf den Stage Club verhaftet wurden, der das Leben von fünf Israelis und mehr als fünfzig Verletzte forderte. Ein israelischer Beamter sagte, dass die „Drehtür“ zurückgekehrt sei, die unter Yassir Arafat vorherrschte. Ebenfalls im letzten Monat verkündete der PA-Außenminister Nasser Al-Qidwa, dass, so lange die „israelische Besatzung“ weiter ginge, die PA die terroristischen Fraktionen nicht entwaffnen werde. Die Waffen, erklärte er, seien nicht „illegal“, so lange die „Besatzung“ weiter gehe. Wenn man bedenkt, dass die Fatah es so sieht, dass die „Besatzung“ weiter geht, „bis der zionistische Staat vernichtet ist“, dann könnte es so aussehen, dass die Waffen in der Hand der arabischen Terroristen von der PA niemals als „illegal“ betrachtet werden, also werden sie auch niemals konfisziert.

Bei dem jüngsten Blutvergießen und Auseinandersetzungen zwischen der PA und der Hamas ging es daher nicht um die Versuche von Abbas, den Terrorismus im Zaum zu halten. Im Gegenteil, wie wir gesehen haben, hat er keinerlei Absicht das zu tun. Wie könnte er, wenn es „strategisch keine Unterschiede zwischen uns gibt“? Worum ging es in dem mörderischen Kampf?

Die Hamas verlangt ein Stück des Kuchens von Gusch Katif, nachdem Israel tausende Juden rausreißt, die in den 20 Gemeinden im Gazastreifen leben. Das Land dort ist ziemlich begehrt, nachdem es von israelischen Bauern und Häuslebauern aus Dreck und Sand in eine veritable Oase verwandelt wurde. Die Hamas glaubt, dass sie ein Stück von dem Land verdient, da es den fortgesetzten Terror gegen Israel belohnt, durch den Ariel Sharon davon gejagt wurde. Die Methode, um ihren Teil der Beute zu bekommen, so schlug die Hamas Abu Mazen vor, ist eine gemeinsame besondere Verwaltung, wie mit dem israelischen Rückzug aus dem jüdischen Gaza umzugehen ist. Abbas allerdings bestand darauf, dass es nur eine Verwaltung gibt – und das ist die PA. Und die PA, sagt er, wird die jüdischen Gebiete übernehmen, wenn die Israelis sich zurückziehen.

Übrigens, erwähnte ich das Kasino, das auf einem Teil des evakuierten Landes gebaut werden soll?

Kurz gesagt: Es gibt keinen Konflikt zwischen der Hamas, dem Islamischen Jihad und der Palästinensischen Autonomie, der nicht durch ein wenig Landbesitz zu regeln wäre. Und das bedeutet, dass die Schaffung eines islamistischen Terrorstaates im Gange ist – unter der Führung von Mahmud Abbas.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18. – 24. Juni 2017)

Sonntag, 18. Juni 2017:

PA und PLO lassen wissen: Die „Löhne“ an die Terrorhäftlinge werden weitergehen; das Thema unterliegt nicht den Erpressungen von USA und Israel.

Ein Hamas-Sprecher wies zurück, dass der IS den Anschlag auf die Grenzpolizisten in Jerusalem für sich reklamiert. Er sagte, zwei der Terroristen seien Mitglieder der PFLP, einer der Hamas gewesen.

6 Araber aus „Ost“-Jerusalem werden verdächtigt in der Altstadt „aus nationalistischen Gründen“ Brände gelegt zu haben.

Die PA droht, sie würde wegen „Piraterie“ vor den Internationalen Strafgerichtshof ziehen, wenn Israel die Zahlungen an die Terroristen von den Überweisungen an die PA abzieht.

Zwei Araber aus Nordjerusalem wurden letzte Woche festgenommen; die Polizei hatte in ihren Häusern 2 gestohlene Autos, 1 gestohlenes Motorrad und jede Menge gestohlenen Schmuck sowie Drogen gefunden.

Montag, 19.Juni 2017:

WAFA, die PA-Nachrichtenagentur, beschwert sich und beklagt, dass Israel den Zugang zum Tempelberg für Männer auf solche über 40 Jahren beschränkte. Wer soll denn noch alles kommen? Da waren am Freitag 300.000 Menschen für die Ramadan-Gebete!

Israelische Parlamentarier haben einen Gesetzesentwurf formuliert, mit dem Terroristen und ihren Familien die israelische Staatsbürgerschaft aberkannt werden soll. Sie werden die Chance bekommen ihre Unschuld zu beweisen und ihren Status zu behalten.

Die britische Organisation HALO Trust begann am Sonntag ein Minenfeld bei Jenin zu räumen. Das „Palestine Information Center“ behauptet, darin hätten mehrere Menschen ihr Leben verloren, andere schwere Verletzungen erlitten und das Minenfeld sei „seit 1967 dort“ – womit gesagt werden soll, dass Israel es gelegt habe. In Wirklichkeit wurde es von den Jordaniern vor 1967 gelegt; außerdem sind Auslands-Organisationen nicht autorisiert IDF-Minenfelder zu räumen.

Der stellvertretende Hamas-Führer Khalil Al-Hayya sagte am Sonntag, dass seine Gruppe nicht an einer Eskalation mit Israel interessiert sei. Er glaubt nicht, dass die Energiekrise zu einem Krieg mit Israel führen wird. (Israel wird auf Veranlassung der PA die Stromlieferungen in den Gazastreifen drosseln.)

Nachdem gestern Araber jüdische Besucher des Tempelbergs angriffen, blieb dieser heute für Juden geschlossen.

Die PA hat in Jenin einen Platz nach Khaled Nazzal benannt, der 1974 das Massaker in der Schule von Ma’alot plante; damals wurden 26 Israelis ermordet, 22 davon Schulkinder. Nazzal war auch der Planer weiterer Terrormorde an jüdischen Geiseln.

Die PA versucht bei der UNESCO das Patriarchengrab und die Altstadt von Hebron zu Weltkulturerbe-Stätten erklären zu lassen. Natürlich als ausschließlich muslimische Stätte, an der die Juden keine Rechte haben…

Dienstag, 20. Juni 2017:

Kindergarten-Abschlussfeier im Gazastreifen: Terroranschläge üben, Judenmord vorgeführt, Mordlust-Gesänge gegen Juden in Israel. „Ich werde dich mit Salz essen, Zionist, denn so schmeckst du am besten. Ja, ich rede mit dir: Ich habe dir den Tod gekocht.“

Sowohl WAFA als auch Ma’an „berichten“ über die Reduzierung der Stromlieferungen an den Gazastreifen, dass die Hamas Israel voll verantwortlich dafür macht. Und natürlich ohne etwas davon zu erwähnen, dass die PA dazu aufgefordert hat.

Hassan Abed Rabo von der PA rechtfertigte die Zahlungen an die Terrorhäftlinge: Die seien auch nichts anderes als Sozialleistungen an Israelis bzw. deren Familien, die an Morden oder Mordversuchen beteiligt waren. (Was mehr als lächerlich ist, da sie wegen Mord an die Terroristen gehen, enorm hoch sind und anderen Straftätern nicht gezahlt werden, während die Israelis das als Sozialhilfe an Bedürftige zahlen.)

Jetzt rangelt auch noch die Fatah um die Mörder vom Damaskustor: Sie behauptet, einer der Täter sei einer von ihnen. (Dann haben wir also inzwischen einen ganzen Haufen Terrorgruppen, die dem Islamischen Staat die Rolle bei dem Mord an der Grenzpolizistein Hadas Malka streitig machen.)

Donnerstag, 22.06.2017:

Ein 21-jähriger Araber aus „Ost“-Jerusalem wurde letzte Woche festgenommen; er hatte wegen Terroraktivitäten schon 8 Monate im Gefängnis verbracht und wurde jetzt erneut verhaftet, weil er diese wieder aufgenommen hatte.

Die Hisbollah hat Beobachtungsposten an der Grenze zu Israel eingerichtet – die als Posten einer Landwirtschafts-NGO getarnt sind; diese wird von der Hisbollah finanziert und agiert ausschließlich für die Terrorgruppe.

Freitag, 23.06.2017:

Saeb Erekat lügt wieder rum: Laut seiner Aussage hetzt Israel, glorifiziert Terror (beides sei eine „lange bestehende Politik dieser extremistischen Regierung“) und nutzt erfundene Vorwürfe palästinensischer Austachelung, um die Aufmerksamkeit von Friedensprozess abzulenken.

Anscheinend gab es jetzt doch mal genug Druck: Das Denkmal für den DFLP-Terroristen, der das Ma’alot-Massaker von 1974 verantwortlich war, wurde abgebaut. (Der Platz in Jenin trägt weiter seinen Namen.) Die DFLP protestierte heftig.

Die UNO bestreitet, dass die Hisbollah landwirtschaftliche NGOs zur Spionage an der israelischen Grenze einrichtet.

Hassan Nasrallah warnte Israel vor einem Angriff auf den Libanon oder Syrien; es stünden Hunderttausende bereit Israel zu bekämpfen.

Samstag, 24.06.2017:

Das Denkmal für den Terroristen wurde an dem Platz über Nacht wieder aufgestellt, von dem es gestern abgebaut worden war.

Massenparaden in Gaza zum Al-Quds-Tag: Die Teilnehmer forderten „Juden raus aus Palästina“ – „Verschwindet aus unserem Land und unseren heiligen Stätten, aus der Al-Aqsa-Moschee, denn wird kommen und mit uns alle Organisationen, die unseren Kampf unterstützen.“

Die Wahrheit über die Palästinenser

Ein Briefing von Khaled Abu Toameh, Middle East Forum, 27. April 2004

Vorabbemerkung: Dieser Artikel ist eine Bestätigung dessen, was Esther Schapira in ihren Artikeln und Vorträgen zu journalistischer Arbeit in Israel und den Palästinensergebieten immer wieder hervorzuheben bemüht ist.

Als arabischer Journalist, der unter Palästinensern arbeitet, werde ich oft gefragt, ob ich mich bei meiner Arbeit bedroht fühle. Ich befinde mich in der Tat regelmäßig in lebensbedrohlichen Situationen, allerdings erfahre ich diese Bedrohungen nicht von der israelischen Besatzungstruppe, sondern von Yassir Arafats Autonomiebehörde (PA). Mindestens 12 palästinensische Journalisten sind in den letzten vier Monaten von maskierten Männern angegriffen worden; das scheint eine organisierte Kampagne zur Einschüchterung der Medien zu sein. Erst vor ein paar Tagen wurden einem Fotografen, der für Agence France Presse arbeitet, von einem maskierten Mann in Ramallah beide Arme gebrochen. Agence France Presse unternahm wegen dieses Angriffs nichts; aber ein großer Aufschrei ist zu hören, wann immer israelische Soldaten angeblich Journalisten in den Gebieten belästigen.

Fehlende Unabhängigkeit in den palästinensischen Medien

Als ich vor zwanzig Jahren an der Hebräischen Universität in Jerusalem studierte, arbeitete ich für die PLO-Zeitung „Al Fajr“ (Die Morgenröte). „Al Fajr“ war mehr als eine Zeitung; sie war eine PLO-Institution. Im Grunde genommen erhielten wir bei der Zeitung die Befehle von Arafats Büro in Tunis und führten sie aus. Obwohl ich schließlich dort Abteilungsleiter wurde, erwähnte ich Jahre lang meine Position bei „Al Fajr“ nicht in meinem Lebenslauf, denn ich betrachte die dortige Arbeit nicht als wirklichen Journalismus. Nachdem ich wegen meiner offen kritischen Ansichten über die palästinensischen Medien getadelt wurde, betrachte ich jetzt meine Zeit bei „Al Fajr“ als Nachweis meines Wissens über die fehlende journalistische Freiheit bei der PLO-Zeitung.

Ich erfahre weiterhin, was mit den palästinensischen Medien unter Arafat geschieht. Viele meiner palästinensischen Kollegen beneiden mich sogar, weil ich für eine israelische Zeitung arbeite. Als ich für die PLO arbeitete, war ich nicht in der Lage, nur ein einziges Wort aus eigenem Willen zu schreiben. In zwei Jahren bei der „Jerusalem Post“ haben meine Chefredakteure mir aber nicht ein einziges Mal gesagt, was ich schreiben sollte. Ich kann bei der „Jerusalem Post“ als Journalist auf eine Art agieren, auf die viele palästinensische Journalisten unter Arafat arbeiten wollten, es aber nicht konnten.

Arafats Angriff auf die freie Meinungsäußerung

Als Arafat aus dem Exil in die Westbank und den Gazastreifen zurückkehrte, verfolgten seine Sicherheitskräfte nicht die Terroristen, sondern verhafteten statt dessen unabhängige Journalisten, die der PLO gegenüber nicht loyal genug waren. Mehr als 38 Journalisten wurden aus ihren Jobs oder aus dem Land gedrängt. Dem haben die Auslandsmedien damals kaum Aufmerksamkeit gewidmet, Arafat wurde erlaubt im Namen Oslos zu tun, was immer ihm beliebte. Wenn sie auch darüber nicht sonderlich berichteten, war ich doch nicht der einzige, der Journalisten aus dem Ausland darauf aufmerksam machte, dass das erste war, was Arafat tat, als die PLO in die Gebiete zurückkehrte, die freie Meinungsäußerung einzuschränken.

Arafat hat bis heute die komplette Kontrolle über die palästinensischen Medien. Fast alle palästinensischen Zeitungen werden von der PLO finanziert und dienen als Sprachrohr der Organisation, die praktisch Arafats Büro ist. An manchen Tagen sind die Schlagzeilen der drei großen palästinensischen Zeitungen identisch. Die fehlende Freiheit bei diesen Zeitungen ist eine große Enttäuschung für die palästinensischen Journalisten; sie hatten mehr Freiheit zu schreiben, was sie für richtig hielten, als sie unter israelischer Besatzung waren – bevor die PLO aus dem Exil zurück kam.

Arafats Unterdrückung der freien Meinungsäußerung ist ein weiteres Beispiel für einen arabischen Führer, der den Menschen nicht erlaubt, frei zu reden. Damit unterscheidet sich Arafat diesbezüglich nicht von anderen arabischen Diktatoren, die die Rolle der Medien als die eines Dieners – und eines Sprachrohrs – ihres Regimes betrachten. In der arabischen Welt bist du, wenn du ein unabhängiger Journalist bist und das Regime kritisierst – ein gebrandmarkter Verräter – und diese Art der Unterdrückung von Unstimmigkeiten ist es, durch die die diktatorischen arabischen Regime überleben.

Palästinensische Medien und ihr Einfluss auf die Auslandsmedien

Die fehlende Redefreiheit in den Gebieten sollte nicht als internes palästinensisches Problem abgetan werden. Wenn palästinensische Journalisten eingeschüchtert werden, hat das Auswirkungen auf Auslandsjournalisten, die auf die Palästinenser als Führer und Übersetzer in den Gebieten angewiesen sind. Wenn Auslands-Journalisten Palästinenser interviewen, dann übersetzen viele Übersetzer oft falsch oder weisen die palästinensischen Interviewpartner zurecht, die der PA kritisch gegenüber stehen; damit sind die Möglichkeiten der Auslands-Journalisten genaue Fakten zu sammeln gestört.

Ein weiteres Problem mit den palästinensischen Medien ist die traurige Tatsache, dass einige palästinensische Journalisten sich selbst als Fußtruppen sehen, die der Revolution dienen. Diese so genannten Journalisten sind oft mit der einen oder anderen Gruppe verbunden. Unter er PA kann man praktisch nicht Journalist sein, wenn man kein Mitglied der Fatah oder der Sicherheitsdienste ist. Alle glaubwürdigen, unabhängigen Journalisten sind von den drei großen palästinensischen Zeitungen gefeuert worden; es gibt viele professionelle palästinensische Journalisten, aber sie sind gezwungen gewesen, sich Arbeit bei den arabischen und Auslands-Medien zu suchen.

Es gibt Auslandsmedien, die wissentlich Berater oder Journalisten anheuern, die in Wirklichkeit politische Aktivisten sind; auf diese verlassen sie sich dann für ihre Berichterstattung enorm. Diese „Berater“ schließen ehemalige Sicherheitshäftlinge und politische Aktivisten ein, die von großen, einschließlich amerikanischer Medienorganisationen beschäftigt werden; diese sind sich oft der so des problematischen Hintergrundes dieser so genannten Journalisten bewusst. Trotz der Einseitigkeit ihrer Berater, die die Berichterstattung unweigerlich beeinflussen, schweigen die Medienorganisationen zum Hintergrund dieser Berater. Es ist schwer zu sagen, ob diese Zustimmung der Auslands-Medienorganisationen wegen Einschüchterung geschieht oder wegen der Notwendigkeit, gute Beziehungen zur PA zu pflegen; aber das beeinflusst die Möglichkeiten der Journalisten in der Region, der Welt die Fakten zu berichten, erheblich.

Schlussfolgerung

Die Menschen im Rest der Welt bekommen also kein richtiges Bild dessen, was in der Region geschieht; für dieses journalistische Versagen tragen zwei Gruppen die Verantwortung. Teilweise muss man die Verantwortung den Auslands-Journalisten zuschreiben, die erlauben, dass sie von den palästinensischen Berater an der Nase herumgeführt werden. Die Hauptverantwortung liegt aber bei der PA, deren tyrannische Herangehensweise und Kontrolle der Medien eine Atmosphäre der Einschüchterung und Angst unter den palästinensischen Journalisten schafft.

Zeit zuzuhören

A TIME TO SPEAK, Jahrgang II, Nr. 24, Dezember 2002- Heschvan/Kislev 5763 (nicht mehr online)

Spezial: „Zehn schlechte Gründe für einen palästinensischen Staat“, das ursprünglich Teil der Ausgabe 10 (vom Oktober 2001) war, wurde ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist nun auf der Internetseite als separater Eintrag unter dem Titel „Zwölf schlechte Argumente für einen palästinensischen Staat“ zu finden.

“Sie spotten und planen Böses. Aus ihrer Höhe planen sie Falsches zu tun.“
Psalm 73,8

„Manchmal ist es die vordringlichste Aufgabe des Intelligenten, das Offensichtliche zu sagen.“
George Orwell

Es gibt derzeit einen populären Expertenspruch: „Der Nil ist gar kein Fluss in Ägypten“. (Ein Wortspiel: „Denial ain’t just a river in Egypt“, wobei „denial“ auch für „the Nile“ steht, während es eigentlich „Verleugnung“ bedeutet). Dieser kann gut auf all jene angewendet werden, die den Frieden im Nahen Osten dadurch erreichen wollen, dass sie Abgesandte losschicken, Shuttle-Diplomatie betreiben, Pläne entwerfen, Zeitpläne aufstellen, über Resolutionen debattieren, Konferenzen abhalten, Gastfreundschaft an Terroristen verschwenden oder als Solisten, Chor oder Claqueur in einem schlechten Quartett auftreten.

„Leugnung“ ist die Selbsttäuschung oder der Vorwand, dass Frieden dadurch erreicht werden kann, dass man Israel zwingt den arabischen Forderungen nach Territorium, Grenzen, Siedlungen, Rückzügen, Flüchtlingen und allem anderen, das ihnen einfällt, nachzugeben.

Für diejenigen, die bereit sind zuzuhören, machen die Araber selbst so deutlich wie möglich, dass

1) das „Problem“ darin besteht, dass Israel überhaupt existiert,

2) die einzige Lösung die ist, dass Israel zu existieren aufhört, alles Land den Arabern gehören sollte und alle Juden abgeschlachtet, ausgewiesen oder unterjocht werden.

Sie verbreiten diese Botschaft selbst, aber die bekannten Nachrichten-Medien sind nicht geneigt sie weiter zu verbreiten. Diejenigen, die bereit sind zu hören, können jedoch die Botschaft finden. Sie ist so klar und unzweideutig, dass die, die sie ignorieren,

1) sich nicht darum bemühen die grundlegendsten Tatsachen zu erfahren oder

2) nicht begreifen, dass ihre Ideen für Israel tödlich sind oder

3) sich der Wirklichkeit verweigern, um diese Erkenntnis zu vermeiden oder

4) beabsichtigen, dass ihre Konzepte Israel vernichten.

Die Europäische Union und die UNO geben durch ihre eigenen Berichte Zeugnis davon, dass für sie wohl die Erklärung Nr. 3 gilt, da sie durch unbarmherzige Schmähungen, Verleumdungen und Verunglimpfungen Israel als lebensunwürdig darstellen.
* * * * *

„Frieden für uns bedeutet die Vernichtung Israels, nichts anderes.“
Yassir Arafat

„Wir kämpfen nicht, damit ihr uns etwas anbietet. Wir kämpfen, damit ihr ausgelöscht werdet.“
Hassan Massawi, Hisbollah

„Wir werden mit den Schädeln der Söhne Zions [d.h. der Juden] eine Brücke in den Himmel bauen.“
Hamas-Internetseite, Dezember 2002

„Nehmt einigen Leuten den Hass weg und ihr habt Leute ohne Glauben.“
Eric Hofer

Der Journalist Ehud Ya’ari denkt über die Bedeutung der Judeophobie in der populären Unterhaltungsindustrie nach, zu lesen in „The Jerusalem Report“ vom 16. Dezember 2002:

„Reiter ohne Pferd“, der von 14 arabischen Fernsehstationen ausgestrahlte ägyptische Fernseh-Hit, ist nicht die einzige antisemitische Produktion, die jeden Abend während des Ramadan diesen Jahres über die Bildschirme galoppiert… Antisemitismus ist das letzte Wort in der arabischen Unterhaltungsindustrie geworden.

Al-Manar, die aus dem Libanon sendende Fernsehstation der Hisbollah, lässt Dr. Ghazi Hussein reden, der im Studio sitzt und kenntnisreich die typischen Charakteristika der Juden definiert, darunter „Lüge, Verrat und Habgier“… Die Werbung für das Programm schließt Videoclips ein, die versprechen, dass „Israel ausradiert wird“ – mit den entsprechenden Bildern zur Illustration.

Das syrische Fernsehen bringt eine eigen-produzierte dramatische Serie, „Der Zusammenbruch der Legenden“. Ihre zentrale Aussage ist, dass es keine archäologischen Belege gibt, die die Geschichten des Alten Testaments bestätigen; dass die uns heilige Torah nichts als eine Fälschung ist, die von den Rabbinern erstellt wurde; dass sie keine Verbindung zu den Zehn Geboten habe, sondern eine Verfälschung der Geschichte ist, die den Juden einen Anspruch auf das Land Israel verschaffen soll.

… Das palästinensische Fernsehen sendet eine Dokumentationsreihe mit einem einzigen Ziel: den „Mythos“ zu widerlegen, dass je ein jüdischer Tempel in Jerusalem stand und jeden historischen Verweis auf diese Behauptung als einen Akt der Täuschung darzustellen. Die Botschaft lautet, die Juden hätten in der Heiligen Stadt nichts zu suchen.

In der ägyptischen Serie… sehen die Juden aus, als seien sie gerade dem „Stürmer“ entsprungen und benehmen sich wie des Teufels Advokat, intrigieren, sähen Korruption und drücken generell alles aus, was es zur Menschheit an Ekligem gibt.

Die unvermeidliche Folge ist, dass eine bedeutende Anzahl, wenn auch längst nicht alle Mitglieder der jüngeren Generation der arabischen Künstler… freiwillig ihre Dienste angeboten haben, um diese Botschaft zu schärfen und stilistisch zu bearbeiten…: dass es keine Möglichkeit gibt mit den Juden Frieden zu schließen – nicht wegen irgendeiner politischen Auseinandersetzung oder eines Zusammenstoßes über Territorium, sondern weil diese Nation a priori nicht zur menschlichen Rasse gezählt werden kann. [Hervorhebung hinzugefügt] Die jüdische Religion ist eine große, fortgesetzte Lüge und die jüdische Geschichte ist die Frucht einer beständigen Verdrehung der Vergangenheit. Weiterhin bilden die Juden für den Rest der Welt auch in der Zukunft eine Bedrohung.

Seit einiger Zeit frage ich mich mit einigen Kollegen, die ihr Ohr tagtäglich den Stimmen widmen, die von der anderen Seite kommen: Wohin führt diese Kampagne? Immerhin geht es hier nicht um den Rückzug aus den Gebieten oder darum, den palästinensischen Flüchtlingen ein „Rückkehrrecht“ einzuräumen. Es ist vielmehr eine weit gehende, gefährliche Begründung, die die Rechtfertigung einer Massenexilierung der Juden aus Israel liefert – „ethnische Säuberung“ in heutigem Sprachgebrauch; und darüber hinaus gehend baut man eine Rechtfertigung für Völkermord auf!
* * * * *
Juden, die in muslimischen Gesellschaften lebten, wurden von Anfang an dem untergeordneten Status des „Dhimmi“ unterworfen, verbunden mit raffinierter Unterdrückung und Erniedrigung. Dazu gehörten u.a.

– der Zwang, eine ungeheure Kopfsteuer zu zahlen
– die Verweigerung von juristischen und Bürgerrechten
– der Zwang, eine besonderes Kennzeichen zu tragen
– der Zwang, ein „Teufelszeichen“ an ihren Türen zu haben
– der Zwang, die härtesten Arbeiten zu tun
– sie konnten jederzeit entführt und versklavt werden
– das Verbot in einem zweistöckigen Haus zu wohnen, damit sie sich nicht „über“ Moslems auf der Straße befinden konnten
– das Verbot Schuhe zu tragen
– das Verbot auf Pferden zu reiten
– das Verbot im Regen zu gehen, der ihre Verschmutzung auf einen Muslim spritzen könnte

Heute erlebt die arabische Welt, wie die verabscheuten und verachteten Juden einen Staat in ihrer Mitte schaffen, der – trotz all seiner Fehler und Unzulänglichkeiten – frei, lebhaft und blühend ist. Die arabische Welt hat alles versucht, diesen Staat zu zerstören: Kriege, Terrorismus, Blockaden, Boykotte, Propaganda – und trotz der Überlegenheit an Menschen, Ressourcen und Geld ist es ihnen nicht gelungen.

Ein solch althergebrachter und gepflegter Hass, verschlimmert durch diesen Frust, kann durch keine Konzession oder Belohnung gelindert werden, die Israel am Leben lässt.

Sich etwas anderes einzubilden, ist Verleugnung. Etwas anderes zu behaupten, ist Betrug.

Einige der Wurzeln des arabischen Hasses gegen die Juden und Israel werden in Auszügen aus „Arab Muslim Antisemitism“ (Arabisch-muslimischer Antisemitismus) von Andrew G. Bostom im FrontPage Magazine.com vom 25. November 2002 aufgezeigt:

Für die Freunde der Wahrheit ist es eine Pflicht, sich an die vorausgegangene Geschichte zu erinnern, als arabische Sprecher und PLO-Apologeten versuchten den Terrorismus gegen Juden in Israel „in Zusammenhang“ zu bringen und „die israelische Besatzung von 1967“ dafür verantwortlich zu machen. Diese Gewalt begann nicht 1967, noch nicht einmal infolge der Gründung Israels 1948; sie war nie durch geographische Grenzen beschränkt; und ihre Quelle ist nicht politischer Natur.

Wie eine vom PA-Fernsehen gesendete Freitagspredigt aus dem letzten Jahr erklärte: „Gesegnet seien die, die eine Kugel in den Kopf eines Juden schießen… den Feinden Allahs, der im Koran verfluchten Nation, die der Koran als Affen und Schweine bezeichnet…“

Es gab auch eine Zukunftsbotschaft in den Worten des von der PA ernannten Geistlichen: „Allah möge machen, dass die Muslime über die Juden herrschen. Wir werden sie in Hadera in die Luft jagen, wir werden sie in Tel Aviv und in Netanya in die Luft jagen… Wir werden Jerusalem als Eroberer betreten und Jaffa als Eroberer und Haifa als Eroberer und Aschkelon als Eroberer…“ In Bezugnahme auf ein Hadith (eine mündliche muslimische Tradition, die Mohammed und seinen Jüngern zugeschrieben wird) sagt der Prediger, dass die Natur selbst den Muslimen bei ihrer Verfolgung der Juden zu Hilfe kommen wird: „…bis die Juden sich hinter Bäumen und Steinen verstecken werden und der Baum oder Stein wird sagen: ‚Muslim! Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir.’“ [HE: Dem Satz folgt dann in anderen „Predigten“ immer noch: „Komm und töte ihn!“]

[Dr. Bostom erklärt, wie der Mann, den die Briten als geistliches Oberhaupt der palästinensischen Muslime ernannten, fast eine halbe Million Juden auf einen Schlag tötete:]

Hadsch Amin al-Husseini wurde vom britischen Hochkommissariat im Mai 1921 zum Mufti von Jerusalem ernannt… Während der Hezte, die zu der arabischen Revolte von 1929 in Palästina führte, rief er zur Bekämpfung und Abschlachtung „der Juden“ auf – nicht nur der Zionisten. Tatsächlich waren die meisten jüdischen Opfer des arabischen Aufstands von 1929 Juden aus den Jahrhunderte alten „Dhimmi“-Gemeinden (z.B. in Hebron)…

Mit dem Aufstieg des Nazi-Regimes in den 1930-ern intensivierten der Mufti und seine Clique ihre antsemitischen Aktivitäten, um sich Unterstützung von Hitlerdeutschland, bosnischen Muslimen und allgemein der arabischen Welt für den „Jihad“ zur Auslöschung der Juden Palästinas zu sichern…

Er verbrachte den Rest des Zweiten Weltkriegs in Deutschland und Italien. Aus dieser Zufluchtsstätte sorgte er für aktive Unterstützung der Deutschen, indem er bosnische Muslime und zusätzlich muslimische Minderheiten aus dem Kaukasus für besondere SS-Einheiten rekrutierte. Er wies sie an: „Tötet die Juden, wo immer ihr sie findet. Das gefällt Allah und der Religion.“

Sein gnadenloses Einreden auf deutsche, rumänische und ungarische Regierungsbeamte verursachte die Rücknahme von schätzungsweise 480.000 Ausreisegenehmigungen, die Juden bereits gewährt worden waren… Das Ergebnis davon war, dass diese Unglücklichen in die polnischen Konzentrationslager deportiert wurden. Ein 1947 der UN-Vollversammlung vorgelegtes Dokument beinhaltet den Brief des Muftis an den ungarischen Außenminister vom 28. Juni 1943 mit der Forderung der Deportation der ungarischen Juden nach Polen; er enthält diese heftige, aussagekräftige Randnotiz: „Als Konsequenz dieser Forderung wurden 400.000 Juden anschließend getötet.“…

Der angesehene Journalist und Schriftsteller David Pryce-Jones hellt den herausragenden Status des Antisemitismus im bitteren Vermächtnis des Muftis auf: „Sein Hass auf die Juden war instinktiv, stammesbedingt; er wünschte sie niederzumähen, ihnen ins Gesicht zu sagen: ‚Nichts als das Schwert wird die Zukunft dieses Landes entscheiden.’ Dass sich das unter Elend und Ruin bewahrheitete, ist Hadsch Amins Denkmal für die Nachwelt.“

Pryce-Jones Einblicke unterstreichen den immensen Einfluss der persönlichen Überzeugungen des Mufti und der Hass erfüllten Botschaften auf die Entwicklung der arabischen und palästinensischen Kultur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis heute. Es ist unbestreitbar, dass der bösartige Antisemitismus des Mufti die arabische Politik gegenüber Israel weiter beeinflusst. Es ist nicht überraschend, dass Yassir Arafat, seit er 16 alt war, für den Mufti arbeitete und terroristische Aktionen durchführte. Arafat betrachtet den Mufti immer noch als seinen wichtigsten spirituellen und polistischen Mentor.“
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Wir hofften, es sollte Friede werden, aber es kommt nichts Gutes; wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, es ist Schrecken da
Jeremia 8,15

„Dieser ungerechte Staat Israel wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat USA wird ausradiert werden. Dieser ungerechte Staat Großbritannien wird ausradiert werden.“
offizielle Predigt in einer PLO-Moschee

In einem Interview mit dem PLO-Fernsehen erzählt die Mutter zweier Terror-Bomber der jüngsten Vergangenheit von ihrer Pilgerreise nach Mekka und ihren dortigen Gebeten. Ihre Gefühle werden so oft von anderen Eltern wiederholt, dass sie nicht als selten oder als Verirrung betrachtet werden können. Der Bericht stammt von Palestinian Media Watch, 12. Dezember 2002:

[Mein zweiter Sohn] wurde Shahid [Selbstmord-Bomber], als er 20 Jahre alt war. Bevor ich meine Pilgerreise [nach Mekka] machte, legte er seine Hände auf meinen Kopf und sagte: „Sei ruhig, Mutter, sei ruhig, das ist mein Wunsch. Bete für mich, dass ich ein Shahid sein werde [für Allah sterbe].“ Als ich die Runde in Mekka und Medina ging, schwor ich Allah, dass ich für ihn betete … und sagte: „Preis sei Allah, meine Kinder wollen Märtyrer sein und das ist ein besserer Tod als wir ihn haben werden, wenn wir sterben. Ihr Tod ist für Allah, Tod für unser Land, Tod für unser Jerusalem.

Ich haben einen Wunsch für alle israelischen Mütter, für alle Israelis: Sie sollen sich nicht erholen können, sie sollen nicht friedlich schlafen können, sie sollen immer Albträume haben, Tag und Nacht, wohin immer sie gehen und was immer sie tun… nicht nur wegen Bomben und Anschlägen, sondern Albträume Tag und Nacht. Sie sollen davon träumen, wie das palästinensische Volk sie tötet und sie in die Luft jagt. Sie sollen nicht entspannen und nicht schlafen können. Nicht sie und nicht ihre Söhne, nicht ihre Kinder, auch nicht die israelische Armee. Die sollen nicht in der Lage sein mit dem Bus zu reisen, keinen Panzer fahren, nicht einmal mit dem Fahrrad fahren können. Wo immer sie sich hin wenden, die Israelis sollten [jemanden] sehen und sagen: „Vielleicht ist das ein Palästinenser.“ …

Kein Israeli, wer auch immer, sollte in Ruhe leben können. Selbst in ihrem Schlaf werden sie Albträume haben. Wir werden sie Tag und Nacht in die Luft jagen, wo immer sie hin gehen. Und ich als die Mutter zweier Märtyrer, wenn ich Israelis sehe, dann werde ich mich unter ihnen in die Luft sprengen.“

Der Kommentar des Interviewers: „Natürlich sind wir immer sehr stolz auf alle unsere Märtyrer.“

Hassa Nasrallah, Hisbollah-Chef, am 15. November 2002 (von MEMRI übersetzt):

Wir betrachten Amerika als einen Feind der islamischen Nation, haben aber bisher noch keine direkten militärische Aktionen durchgeführt.

Die Nation hat den Gebrauch von Selbstmordanschlägen aufgenommen, ohne den Akt des Selbstmords ist der Kampf bedeutungslos. Die amerikanische Regierung und die Experten in Amerika und Israel wie auch die Generale waren nicht in der Lage, das Konzept des Selbstmords und die Waffen der Selbstmordangriffe zu eliminieren.

… Wir müssen dafür arbeiten, das Konzept des Todes für die Verwirklichung von Allahs Weg wie auch den Akt des Selbstmords in der [islamischen] Nation zu verbreiten um unser Land zu beschützen.“

Aus einer offiziellen Predigt in einer PLO-Moschee, die vom PLO-Fernsehen gesendet wurde. Der Bericht stammt von PMW (Palestinian Media Watch) vom 11. Dezember 2002:

Preis sei Allah, der [die Juden] verflucht hat, die Brüder von Affen und Schweinen, mit einem Strom von Flüchen, der weiter gehen wird, bis die Toten auferstehen. Er hat uns vor ihrer Bösartigkeit und ihrer Arroganz gewarnt… Die Juden sind Juden und uns ist es verboten ihre Charakterzüge auch nur einen Augenblick zu vergessen…

O [muslimische] Diener Allahs! … Wir sind die Gläubigen der Wahrheit und im wahren Glauben. Allah liebt die, die für ihn kämpfen. Allah sagt zu den Juden und den Götzenverehrern: „Euer Gott hat erklärt, dass er bis zur Wiederauferstehung mit Sicherheit gegen sie [die Juden] alle [Araber und Muslime] schicken wird, die sie mit furchtbare Qualen betrüben werden.

… Mohammed warnte uns strengstens vor ihnen. Er sagte, nachdem er sie aus Arabien vertrieben hatte, … dass [Muslime] die mit der Wahrheit sind und die Juden nur Falschheit haben.“
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Seit Beginn des „Olso-Friedensprozesses“ haben PLO-Führer zugegeben, dass dieser ein Trick ist, geschaffen um Israel für den letzten, Tod bringenden Schlag zu schwächen [vgl. Ausgabe 4]. Die PLO hat nie ihre Charta geändert, die immer noch als Grund ihrer Existenz die Zerstörung Israels definiert. Nun wollen einige Meinungsmacher im PLO-Land den Vorwand fallen lassen, dass die PLO eine Koexistenz mit Israel anstrebt. Auszüge aus dem Bericht von Khaled Abu Toameh aus der „Jerusalem Post“ vom 15. Dezember 2002:

Rund 70 prominente palästinensische Personen haben eine Petition unterzeichnet, die die Autonomiebehörde aufruft, die Oslo-Vereinbarungen zu aufzuheben.

Dies ist das erste Mal, dass eine so große Gruppe weithin respektierter und einflussreicher Palästinenser eine solche öffentlichte Forderung nach Abschaffung der Oslo-Vereinbarungen und zur „Option des Widerstands“ gegen Israel veröffentlicht hat.

Zu den Unterzeichnern der Petition gehören Mitglieder des Palästinensischen Legislativrats und des palästinensischen Nationalrats, wie auch Universitäts-Lehrer, Akademiker, Juristen, frühere Bürgermeister, Ärzte, politische Aktivisten, Arbeiter, Mitglieder der Studentenverbindungen und Geschäftsleute.

„… Wir rufen die arabischen Staaten und ihre Führungen auf, vornehmlich die Autonomiebehörde, die Oslo-Vereinbarungen zurückzuweisen“, heißt es in der Petition… Wir rufen auch zur Zurückweisung separater und bilateraler Vereinbarungen auf, die uns gegen unseren Willen zur Befreiung und [gegen] die arabische Solidarität aufgedrängt werden.“

Die Petition beschwört die PA den Schaden zu reparieren, der aus den Oslo-Vereinbarungen entstanden ist und „den nationalen Willen zum Widerstand zu vereinigen“.
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Der saudische Innenminister, Prinz Nayef Ibn Abd Al-Aziz, behauptet, dass „die Zionisten“ hinter dem Terrorismus des 11. September stecken. Aus einem Interview mit einer kuwaitischen Zeitung, wie MEMRI am 3. Dezember 2002 berichtete:

Prinzi Nayef betonte, dass die Beziehungen zwischen der saudischen und der US-Regierung stark sind, trotz der zionistisch kontrollierten Medien, die die Vorfälle des 11. September manipulierten und die öffentliche Meinung in den USA gegen die Araber und den Islam richtete. Prinz Nayef sagte: „Wir setzen große Fragezeichen und fragen, wer die Ereignisse des 11. September beging und wer vo ihnen profitierte. Wer profitierte von dem Geschehen am 11.9.? Ich denke, sie [die Zioinisten] stecken hinter diesen Ereignissen.“…
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Die IDF (Israel Defense Forces – israelische Verteidigungskräfte) zahlt Entschädigungen an palästinensische Araber, denen sie – auch unabsichtlich – Schaden zugefügt hat. Wie diese Praxis ausgenutzt werden kann, wird in einem Bericht vom 10. Dezember 2002 aufgezeigt:

Verschiedene Palästinenser bezeugten, dass sie gefälschte Ansprüche gegen die IDF eingereicht haben, wegen Verletzungen, die sie nach eigenen Angaben erhielten. Sie wollten so Entschädigungen von Israel erhalten. Sie sagen auch, dass viele andere Palästinenser in der Vergangenheit solche falschen Ansprüche gestellt haben.

… Ein Verdächtiger sagte gegenüber Sicherheitsquellen vor einigen Monaten aus, dass er behauptete, von Steinen verwundet worden zu sein, die von palästinensischen Kindern auf IDF-Soldaten geworfen wurden. „Also ich dort stand, wurde ich am Kopf von einem Stein getroffen, der von einem der Kinder nicht weit genug geworfen wurde.“ Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort sagte ihm ein Arzt, dass er ein Beschwerdeformular erhalten würde, das die IDF verantwortlich machen würde und das es ihm ermöglichte Schadensersatzansprüche vom Staat Israel zu verlangen.

Der Verdächtige sagte, dass Dr. Zahar, der ihn wegen seiner Verletzungen behandelte, ihn überzeugte eine falsche Beschwerde einzureichen; er sagte ihm, dass so etwas schon häufig gemacht worden war.

Ein weiterer palästinensischer Verdächtiger fiel am 26. Oktober 2002 die Treppe in seinem Haus hinunter und brach sich ein Bein. Nach der Aussage des Verdächtigen überzeugte ihn sein Nachbar eine falsche Beschwerde einzureichen, in der er behauptete, die Verletzung sei das Resultat von Schlägen, die ihm IDF-Soldaten zufügten. Dies, so sagte ihm sein Nachbar, würde bedeuten, dass er Entschädigung beanspruchen könnte.

… Der Verdächtige tat, was sein Nachbar vorschlug. Er erhielt ein medizinisches Formular, das er von IDF-Soldaten geschlagen worden sein, reichte Beschwerde ein und erhielt $200. Er fügte hinzu, dass er viele andere Palästinenser kannte, die ähnlich gefälschte Ansprüche erhoben. Er betonte, dass das Ziel war, von Israel so viel Geld wie möglich durch Entschädigungen zu bekommen.

„Ich hörte, dass es viele Leute gab, die ähnlich falsche Ansprüche angemeldet hatten. Es gibt Leute, die Zuhause verletzt wurden und bei Ankunft im Krankenhaus behaupteten, dass Soldaten sie geschlagen hätten. Israelische Soldaten verletzten sie nicht. Sie wurden in Unfällen wie einem schlimmen Sturz verletzt, wie in meinem Fall. Das Ziel ist, Entschädigungszahlungen von Israel zu erhalten.“

[Kommentar: Diese Opfer sind in den neuen Zählungen der Medien der durch die Juden verwundeten Araber enthalten.]
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Es ist Brauch, am muslimischen Feiertag Eid al Fitr den Kindern Geschenke zu geben. Dieses Jahr war ein beliebtes Geschenk zu dieser Gelegenheit eine Osama bin Laden-Puppe.

 

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (9. – 15. April 2017)

Sonntag, 09.04.2017:

Hanan Ashrawi, Arafats Lügenmaul-Sprachrohr, macht immer noch genauso weiter. Jetzt beschwerte sie sich, dass MEMRI übersetzt, was die arabischen Hetzer so von sich geben. Sie behauptet, MEMRI würde verzerren, was die PalAraber sagen. Kann MEMRI sich gar nicht leisten, es gibt schließlich genug andere, die das überprüfen können.

Die PA trotzt den USA (Trump): Sie wird die Zahlungen für die Familien der „Märtyrer“ erhöhen.

Montag,10.04.2017:

Die Distriktpolizei von Jerusalem hat vor Pessah eine Reihe präventiver Festnahmen (von Arabern wie von Juden) vorgenommen, um Spannungen in der Hauptstadt vorzubeugen; es gab Geheimdienstinformationen, nach denen Krawalle geplant waren.

Saeb Erekat: Die Anschläge auf die koptischen Kirchen in Ägypten sind gegen die palästinensische Sache gerichtet – gegen Ägyptens Unterstützung der Palästinenser.

Weil ein Terroranschlag des IS (in Ägypten) zu erwarten ist, hat Israel den Grenzübergang Taba bei Eilat geschlossen.

Die IDF fand bei Hebron ein Denkmal für einen Terroristen, der vor 18 Monaten versuchte einen Grenzpolizisten zu erstechen und dabei erschossen wurde. Soldaten rissen das Denkmal ab und beschlagnahmten Maschinen, die zu seiner Herstellung genutzt wurden.

Mittwoch, 12.04.2017:

Die PalAraber im Gazastreifen haben ein neues Brettspiel: „Erreiche Jerusalem“. Damit sollen „die Militärkultur und die Liebe zum Jihad der Kinder gestärkt“ werden. Über Tunnle und mit von der Hamas gebauten Raketen soll Jerusalem erreicht werden, während man auch Panzer und Hubschrauber der IDF beseitigt, die das Vorankommen behindern. Das Spielbrett ist übersät mit Hamas-Kämpfern, die dem Feind Fallen stellen, ihn angreifen und durch Tunnel kriechen, dazu Fotos von Städten innerhalb Israels (z.B. Tiberias, Aschdod, Akko, Haifa, Jaffa, usw.), in die man „zurückkehren“ will.

Die Erklärung einer PalAraberin im offziellien PA-Fernsehen für „gelobtes Land“: Juden missverstehen das als „ihnen versprochen“, dabei ist der wahre Grund, dass Allah sie dort sammeln will, um sie zu vernichten.

Heute besuchten Tausende Israelis das Patriarchengrab in Hebron; dort waren 1.000 IDF-Soldaten, Polizisten und Grenzpolizisten stationiert, um für Sicherheit zu sorgen.
Außerdem gab es Zehntausende Besucher, die in Samaria wandern gingen.

Ein Hamas-Mitglied des Palästinensischen Legislativrats (der seit 2007 nicht mehr getagt hat) wurde festgenommen. Das bringt die Zahl der inhaftierten PA-„Parlamentarier“ auf 13.

Donnerstag, 13.04.2017:

Während der Passah-Tag besuchten bisher 130.000 Menschen die israelischen Nationalparks.

Samstag, 15.04.2017:

Khaled Meschaal von der Hamas behauptet, es gäbe „hinter den Kulissen“ Bemühungen alle pal-arabischen Häftlinge aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.