Krieg ist Täuschung oder: Welche PLO-Charta lesen Sie?

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 21. März 2021

Die PLO-Charta, die die Vernichtung Israels fordert, wurde 1964 angenommen, heißt: drei Jahre, bevor es auch nur einen einzigen Israeli in der Westbank, dem Gazastreifen oder auf den Golanhöhen gab. In der Charta wurde uneingeschränkt deutlich gemacht, dass selbst innerhalb der Linien von vor 1967 – die dieselben sind wie die Waffenstillstandslinien von 1949 – Israel nicht zu existieren erlaubt wird. Als die Oslo-Vereinbarungen von 1993 und 1995 erreicht wurden, fügten die Palästinenser – womit sie ein Image modifizierter Ansichten präsentierten – mit großem Tamtam Ergänzungen hinzu, die ihre angebliche Transformation in einen „Friedenspartner“ für den jüdischen Staat demonstrierten. Eine dieser Ergänzungen erkannte sogar eine jüdische Verbindung zum Land an. Aber Anfang März strahlte das Palästinenser-Fernsehen eine Sendung aus, in der die PLO-Charta ohne diese Ergänzungen vorgestellt wurde, die sich genauso liest wie die von 1964.

Ein Bericht zu diesem Programm befindet sich hier: „Palestinian TV broadcasts 1964 PLO Charter calling for Israel’s destruction“, Jerusalem Post, 17. März 2021.[1]

Das PA-Fernsehen strahlte Berichten zufolge Anfang März wiederholt eine Bildungsserie aus, die die veraltete Charta der Palästinensischen Befreiungsorganisation von 1964 hervorhob, die ausdrücklich die Vernichtung Israels fordert; das berichtete Palestinian Media Watch (PMW) am 17. März.

Die Sendung erwähnte nicht die wichtigen Ergänzungen, die 1993 und 1995 vorgenommen wurden, die die jüdischen Verbindungen zum Land anerkennen und außerdem die Grundlage für die Anerkennung einer Zweistaatenlösung bilden.

Stattdessen beinhaltete die Fernsehsendung ein Bild, das auf Paragraph 16 der Charta verwies; dieser fordert „die Befreiung Palästinas, aus einer internationalen Perspektive, als durch Selbstverteidigung nötig gemachte defensive Operation, wie sie von der UNO-Charta festgelegt ist“.

Angesichts dessen, dass Paragraph 16 Teil der 1964 angenommenen PLO-Charta ist, ist das „Palästina“, auf das verwiesen wird, eindeutig Israel in den Linien von vor 1967 – die dieselben sind wie die Waffenstillstandslinien von 1949, die Abba Eban eins als „die Auschwitz-Linien“ beschrieb. Innerhalb dieser Waffenstillstandslinien hatte Israel an seiner engsten Stelle eine nur 16km breite Taille, die von Qalqilya zum Mittelmeer reicht. Eine gepanzerte Kolonne des Feindes, die aus Osten angreift, könnte Israel an dieser Taille innerhalb von weniger als einer Stunde in zwei Teile zerschneiden. Die „Befreiung Palästinas“ gemäß Paragraph 16 bedeutet keine Wiedergewinnung der Westbank (oder des Gazastreifens) – die 1964 nicht „befreit“ werden mussten – sondern die Vernichtung Israels innerhalb seiner Linien von 1967. Die Vernichtung des jüdischen Staates wird in der PLO-Charta als „defensive“ Maßnahme beansprucht, weil schon die Existenz des jüdischen Staates auf „gestohlenem arabischen Land“ die ursprüngliche „Aggression“ ist, begangen an den Palästinensern. Alle Bemühungen den jüdischen Staat zurückzudrängen oder – im Idealfall – ihn zu vernichten, werden daher von den Arabern als „defensiv“ begriffen.

Der Erzähler der Sendung fügte weiter hinzu: „Die Charta … gründet auf dem Recht auf Selbstverteidigung und die Rückgabe des gestohlenen Heimatlandes in seiner Gesamtheit; und das ist ein Recht, dass die internationalen Konventionen und Normen bestätigen.“

Der Erzähler in dieser Sendung über die PLO-Charta erwähnt die Ergänzungen zur 1964-er PLO-Charta nicht, nicht einmal, um anzudeuten, dass sie nicht länger gelten. Er ignoriert sie einfach; sie existieren nicht, nicht für ihn und nicht für die PA, außer wenn sie mit den Amerikanern redet und ihre Maske für das Vortäuschen von Mäßigung darstellt. Die jüdische Verbindung zum Land Israel wird in der nicht ergänzten Version der Charta nicht anerkannt. Genauso wenig wird die „Zweistaatenlösung“, der die PA in den Ergänzungen zuzustimmen schien, in den Ergänzungen zur PLO-Charta von 1993 und 1995 hinzugefügt worden. Die Fernsehsendung zielte darauf ihrem palästinensischen Publikum die ursprüngliche, maximalistische Position der PLO vorzustellen, wie sie in ihrer nicht ergänzten Form von 1964 dargelegt wurde.

Zusätzlich vermerkte der Teil, in dem die PLO-Charta diskutiert wurde, nichts von der späteren Diskussion einer „Zweistaatenlösung“ und des Friedensprozesses und behauptete, dass das Wort „Rückkehr“ in der Charta ein Verweis auf „die Rückkehr des gesamten gestohlenen Heimatlandes“ sei; dazu wurde der Punkt betont, indem eine Landkarte gezeigt wurde, in der Israel komplett durch Palästina ersetzt war.

Während die Amerikaner wohl glauben, die PLO sei der ergänzten Charta verpflichtet, müssen sie informiert werden, dass die PLO auf ihrer Internetseite immer noch die Charta von 1964 verwendet, einschließlich des Paragraphen 22, der behauptet, dass Israel eine Bedrohung für die gesamte Menschheit sei. Die von der PA überprüfte Sendung beinhaltete nicht die kleinste Erwähnung der Ergänzungen – und Streichung bestehender Paragraphen – von denen Yassir Arafat feierlich versprochen hatte, sie würde Teil der PLO-Charta werden.

Paragraph 22, in der Sendung vorgelesen, ist der unnachgiebigste all der Paragraphen der PLO-Charta:

Der Zionismus ist eine politische Bewegung, die organisch mit dem internationalen Imperialismus verbunden ist; er streitet wider alle Aktionen zur Befreiung und fortschrittliche Bewegungen der Welt. Er ist seiner Natur nach rassistisch und fanatisch, in seinen Zielen aggressiv, expansionistisch und kolonialistisch und in seinen Methoden faschistisch. Israel ist das Instrument der zionistischen Bewegung und die geographische Basis des Welt-Imperialismus, die strategisch mitten in das arabische Heimatland platziert wurde, um die Hoffnungen der arabischen Nation auf Befreiung, Einheit und Fortschritt zu bekämpfen.

Israel ist eine ständige Quelle der Bedrohung des Friedens im Nahen Osten und in der ganzen Welt. Da die Befreiung Palästinas die zionistische und imperialistische Präsenz zerstören und zur Errichtung des Friedens im Nahen Osten beitragen wird, sucht das palästinensische Volk die Unterstützung aller progressiven und friedliebenden Kräfte und drängt sie alle, ohne Unterschied ihrer Mitgliedschaften und ihres Glaubens, dem palästinensischen Volk alle Hilfe und Unterstützung in ihrem gerechten Kampf zur Befreiung ihres Heimatlandes zu bieten.

Die Fernsehsendung erwähnt die Oslo-Vereinbarungen nicht, auch nicht die wichtigen Veränderungen, die an der Charta vorzunehmen versprochen wurde – Veränderungen, die genau den Paragraphen widersprechen, auf die diese Sendung sich konzentrierte. Die Ideologie und das Handeln der PA heute spiegeln die extreme Feindschaft und das kompromisslose Insistieren darauf, dass der jüdische Staat vernichtet werden muss. Die Paragraphen 16 und 22 bestreiten Israels Existenzrecht und erklären das Ziel der PLO Israel zu vernichten.

Die Sendung über die PLO-Charta war Teil einer Serie mit dem Titel „Lexikon der Revolution“. Der PA-Moderator entschied sich die Erklärungen der Charta herauszuheben, die Israels Existenzrecht bestreiten und das Ziel der PLO Israel als von der UNO-Charta genehmigte „defensive Maßnahme“ zu vernichten.

Der Text von Paragraph 16 wurde in der Sendung vorgelesen, begleitet von einer Folie auf dem Bildschirm, das Israel durch Palästina ersetzt zeigt. „PA präsentiert die PLO-Charta als derzeit die Vernichtung Israels fordernd“ von Itamar Marcus und Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch, 16. März 2021:

„Paragraph 16 erklärt, dass die Befreiung Palästinas aus internationaler Perspektive eine defensive Operation ist, durch Selbstverteidigung notwendig gemacht, wie die UNO-Charta es festlegt“, daneben das alte Fatah-Logo, mit gekreuzten Gewehren und einer Landkarte „Palästinas“, zu der ganz Israel gehört, dazu dieser Text: „Al-Asifa – die Palästinensische Nationale Befreiungsbewegung“.

Was von der PA-TV-Sendung ausgelassen wird, ist genauso wichtig wie das, was sie beinhaltet. Vor allem wird die Tatsache nicht angeführt, dass die PA sich gemäß den Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen verpflichtete alle Paragraphen der PLO-Charta zu streichen, die die Vernichtung Israels fordern.

Die einführende Erklärung des Erzählers bestreitet ebenso Israels Existenzrecht – indem er sagt, Israel existiere auf den Arabern „gestohlenem Heimatland“ und daher sei „es zurückzugeben“ – heißt: es zurückzuholen – ein Akt der „Selbstverteidigung“.

„Die Charta … gründet auf dem Recht auf Selbstverteidigung und der Rückkehr in das gesamte gestohlene Heimatland; und es handelt sich um ein Recht, das die internationalen Konventionen und Normen bestätigen.“

Um alle Zweifel zu beseitigen, dass ganz Israel als „gestohlenes Heimatland“ definiert wird, zeigt die begleitende Landkarte den Nahen Osten ohne Israel und ganz Israel als „Palästina“. Der Erzähler fährt fort:

„Die Paragraphen der Nationalcharta beinhalten eine Reihe von Themen: Der erste Paragraph erklärt: Palästina ist ein arabisches Land und ist mit einer nationalen Verbindung zu den anderen arabischen Ländern verbunden, die zusammen das große arabische Heimatland bilden und dass das palästinensisch-arabische Volk dasjenige ist, das die legitimen Rechte an seiner Heimat hat und es ist ein untrennbarer Teil der arabischen Nation… Die anderen Paragraphen behandeln die palästinensische Identität… und die Bedeutung der palästinensischen Sache für die arabische Existenz.“

Während die Sendung Wert darauf legt zu erwähnen, dass 1968 Ergänzungen an der Charta vorgenommen wurden, ignoriert sie die Tatsache, dass nach der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen andere Ergänzungen in Gang gesetzt werden mussten und dass diese Ergänzungen alle Paragraphen stornieren sollten, die Israels Existenzrecht bestreiten, einschließlich der in dieser Fernsehsendung angeführten.

In einem die Prinzipienerklärung von 1993 begleitenden Brief an den damaligen israelischen Premierminister Yitzhak Rabin schrieb Yassir Arafat:

„Die PLO bestätigt, dass die Artikel des Palästinensischen Bundes, die Israels Existenzrecht bestreiten, und die Vorkehrungen des Bundes, die mit den Verpflichtungen aus diesem Brief unvereinbar sind, jetzt unwirksam und nicht länger gültig sind. Folglich wird die PLO dem Palästinensischen Nationalrat die notwendigen Änderungen in Bezug auf den Palästinensischen Bund zur formellen Genehmigung vorlegen.“

Die Interimsvereinbarung zwischen Israel und der PLO vom September 1995 bekräftigte die Verpflichtung der PLO zur Veränderung ihrer Charta:

„Die PLO verpflichtet sich, dass der Palästinensische Nationalrat innerhalb von zwei Monaten ab dem Datum der Einsetzung des Rats zusammentreten und die notwendigen Änderungen bezüglich des Palästinensischen Bundes formell genehmigen wird, wie in den vom Vorsitzenden der PLO unterschriebenen Briefen an den Premierminister Israels vom 9. September 1993 und 4. Mai 1994 versprochen wurde.“ [Artikel XXXI(9)]

Das PA-Fernsehen hat damit vor seinen Zuschauern die Tatsache versteckt, dass die PLO diese Teile ihrer Charta streichen musste, die Israels Existenzrecht bestreiten und zu Israels Vernichtung aufrufen. Dass stimmt mit aktuellen PA-Botschaften an ihr Volk überein, die dieselbe Ideologie beinhalten, wie sie in der ursprünglichen Charta zu finden ist. Was immer sie der Welt draußen sagt  und besonders den Amerikanern: Die PLO – und jetzt die PA – schlägt ihre ursprüngliche Charta in Stein, sie ist die einzige Version, die sie ihrem Volk bietet. Die PA verbreitet in ihren Schulbüchern weiter Landkarten, die Israel als „Palästina“ zeigen. Israelische Städte werden immer noch als „palästinensisch“ bezeichnet. Die PA lehnt weiter – auch wenn die Administration Biden das nicht erkennen mag – schon nur die Vorstellung einer jüdischen Nation ab. Sie besteht weiter darauf, dass Israel und die Zionisten für die gesamte Instabilität im Nahen Osten und der Welt verantwortlich sind. Die PA unterstützt, wenn das politisch nützt, den „bewaffneten Kampf“. Die PA belohnt Terroristen und ihre Familien finanziell mit ihrem „Geld für Mord“-Programm. Sie ehrt Terroristen, indem sie Straßen und Plätze nach ihnen benennt.

Schließlich präsentiert die Internetseite der PLO bis heute die volle PLO-Charta mit allen Bestimmungen, die Israels Existenzrecht leugnen, die angeblich vor langer Zeit schon als Teil der Korrektur der Charta verschwunden sein sollten. Zu diesen Bestimmungen gehörten:

Artikel 19: Die Teilung Palästinas 1947 und die Gründung des Staates Israel sind komplett illegal.

Artikel 20: Die Balfour-Erklärung, das Mandat für Palästina und alles, das auf ihnen gründet, werden als null und nichtig erachtet.

Die auf der Internetseite der PLO eingestellte PLO-Charta beinhaltet zudem den Aufruf nach Israels Vernichtung durch Terror:

Artikel 9: Bewaffneter Kampf ist der einzige Weg Palästina zu befreien.

Artikel 10: Kommando-Aktionen (d.h. der PA-Euphemismus für Terror) stellt den Kern des palästinensischen Volksbefreiungskriegs dar.

Artikel 21: Das arabisch-palästinensische Volk lehnt, indem es sich über die bewaffnete palästinensische Revolution ausdrückt, alle Lösungen ab, die Ersatz für die totale Befreiung Palästinas sind.

Artikel 22: Der Zionismus ist eine politische Bewegung, die organisch mit dem internationalen Imperialismus verbunden ist; er streitet wider alle Aktionen zur Befreiung und fortschrittliche Bewegungen der Welt. Er ist seiner Natur nach rassistisch und fanatisch, in seinen Zielen aggressiv, expansionistisch und kolonialistisch und in seinen Methoden faschistisch. Israel ist das Instrument der zionistischen Bewegung und die geographische Basis des Welt-Imperialismus, die strategisch mitten in das arabische Heimatland platziert wurde, um die Hoffnungen der arabischen Nation auf Befreiung, Einheit und Fortschritt zu bekämpfen. Israel ist eine ständige Quelle der Bedrohung des Friedens im Nahen Osten und in der ganzen Welt. Da die Befreiung Palästinas die zionistische und imperialistische Präsenz zerstören und zur Errichtung des Friedens im Nahen Osten beitragen wird, sucht das palästinensische Volk die Unterstützung aller progressiven und friedliebenden Kräfte und drängt sie alle, ohne Unterschied ihrer Mitgliedschaften und ihres Glaubens, dem palästinensischen Volk alle Hilfe und Unterstützung in ihrem gerechten Kampf zur Befreiung ihres Heimatlandes zu bieten.

Erst nach Vorstellung der kompletten Version der Charta von 1964 erwähnt die Internetseite der PLO, dass die Artikel 9, 10, 19, 20, 21 und 22 1998 gestrichen und dass andere ergänzt wurden, ohne anzugeben, welche und ohne einen alternativen Text vorzulegen. Diese Information wird fast als Nachsatz geliefert; manche Lese dürften sie sogar übersehen. Was die PLO hätte tun müssen, ist, auf ihrer Internetseite nicht die ursprüngliche Charta einzustellen, sondern eine Version, bei der die gestrichenen Artikel gelöscht sind, so dass den Zuschauern klar wird, wie die aktuellste Version der Charta aussieht. Das machte sie bewusst nicht.

In der Übersicht zur PLO-Charta, die derzeit vom PA-Fernsehen ausgestrahlt wird, werden die Paragraphen verborgen, die Israels Existenzrecht bestreiten und offen zu seiner Vernichtung aufrufen, während die Tatsache vor den Zuschauern verborgen bleibt, dass sie „gestrichen“ wurden. Das war kein Versehen, sondern gewollt. Die PA erzählt ihren eigenen Leuten, dass die „wahre“ Version der PLO-Charta die ursprüngliche ist, die zur Vernichtung des jüdischen Staats aufruft. Die andere Version, die angeblich ein halbes Dutzend der Bestimmungen der Charta streicht, die zu Israels Vernichtung aufrufen, ist die, die die PA der Welt draußen und besonders den arglosen Amerikanern zeigt.

„Krieg ist Täuschung“, sagte Mohammed in einem berühmten Hadith. Welche PLO-Charta glauben Sie also?

[1] Palästinenserfernsehen strahlt PLO-Charta von 1964 aus, die Israels Vernichtung fordert

Westler preisen Saeb Erekat als jemanden, der für den Frieden lebte – aber das palästinensische Gedenken erwähnte Frieden nicht einmal

Elder of Ziyon, 13. November 2020

Gedenkreden zu Saeb Erekat betonen ausnahmslos, wie passioniert er dem Frieden, einer Zweistaatenlösung und dem Finden eines Weges zum Beenden des Konflikts gegenüber war.

Typisch dafür ist dieser Artikel von NPR:

Aber Erekat hatte seine Bewunderer, darunter Joel Singer, einer seiner israelischen Verhandlungspartner während des Oslo-Prozesses.

„Ich betrachte ihn als einen mutigen Palästinenser, der sein Leben der Suche nach Frieden mit Israel widmete, Frieden zu Bedingungen, die für das palästinensische Volk akzeptabel sein würden“, sagte Singer. „doch anders als einige andere Palästinensergruppen, die keinen Frieden mit Israel erreichen wollen, wollte er aufrichtig Frieden erreichen und gab niemals auf.“

Frieden kam zu Erekats Lebzeiten nicht – etwas, über das er in seine seinen Gesprächen mit NPR 2010 nachdachte.

„Wir haben einen langen Weg hinter uns. Wir haben einen langen Weg hinter uns“, sagte Erekat NPR, womit er sich sowohl auf die Palästinenser als auf die Israelis bezog. „Wir sind unterschiedliche Völker. Leider haben wir keinen Frieden.“

Aktuelle und ehemalige westliche Führungspolitiker beschrieben Erekat gleichermaßen als sich dem Frieden verschrieben habend. Diese Erklärung von Tony Blair ist typisch:

Saeb Erekat und ich hatten viele Differenzen wegen des Friedensprozesses und wie man ihn zu einem erfolgreichen Abschluss bringen kann. Aber ich zweifelte nie auch nur einen Moment lang an seiner Ernsthaftigkeit, seiner Kenntnis oder seiner tiefen und bleibenden Hingabe an das palästinensische Volk und den Frieden. Er war ein legendärer Unterhändler, der sich jeder Schwierigkeit und jeden Details der ‚Zweistaatenlösung‘ bewusst war und unermüdlich für sie eintrat. Er widmete sein Leben der Sache eines unabhängigen souveränen Staates Palästina und es ist tragisch, dass er ihn zu Lebzeiten nicht entstehen sah. Aber wenn er entsteht, wird man sich seiner als einem seiner Kern-Architekten erinnern. Meine Gedanken und Beileid sind bei seiner Familie. Möge er in Frieden ruhen.

Sehen wir uns jetzt einen Nachruf des PLO-Verhandlungsministeriums an, dem Erekat vorstand:

Mit herzzerreißender Trauer und Schmerz verabschieden wir uns heute von Dr. Saeb Erekat. Ein leidenschaftlicher Kämpfer, stolzer Patriot, Mensch, mitfühlender Vater, Freund und ein außergewöhnlicher Kollege. Besonders in dieser herausfordernden  Phase der Geschichte unserer Sache werden wir einen hartnäckigen und entschiedenen Kämpfer für Palästina vermissen.

Dr.Erekat widmete sein Leben der Verteidigung von und dem Kampf für die Erfolg unseres Rechts auf Freiheit, Selbstbestimmung, nationaler Unabhängigkeit und der Rückkehr der Flüchtlinge Palästinas. Die Erinnerung an ihn wird für das Bewusstsein seines Volkes ewig erleuchtend sein, bis zur Erfüllung dessen, das zu erreichen er mit ihnen kämpfte: Das Ende der brutalen israelischen Besatzung und der Verwirklichung der Unabhängigkeit Palästinas mit Jerusalem als seiner Hauptstadt.

Wir beten zum Allmächtigen Gott, er möge Dr. Erekat mit dem Atem seiner Gnade segnen und ich in seiner Geräumigkeit wohnen lassen. Unser tiefes Beileid für Dr. Erekats Familie und das Volk von Palästina. Möge Gott uns allen Geduld und Trost gewähren, um diesen bedeutenden Verlust zu ertragen.

Nicht ein einziges Wort über „Frieden“ oder „Dialog“ oder „Zweistaatenlösung“.

Sehen wir uns genauso an, was PA-Präsident Abbas über ihn sagte:

Der Präsident des Staates Palästina, Mahmud Abbas, betrauerte heute, Dienstag, im seinem Namen und im Namen der Palästinenserführung und der Regierung zu den Massen unseres Volks und unserer arabischen und islamischen Nation und Freunden in der Welt, den großen nationalen Führer und den Märtyrer Palästinas, den Sekretär des Exekutivkomitees der PLO, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah und prominenten Akademiker Saeb Erekat, der sein Leben als Kämpfer und harter Unterhändler zur Verteidigung Palästinas, seiner Sache, seines Volks und seiner unabhängigen nationalen Entscheidung verbrachte.

Präsident Abbas sagte: „Der Abgang des Bruders und Freundes, des großen Kämpfers Dr. Saeb Erekat, stellt einen großen Verlust für Palästina und unser Volk dar und wir sind tief traurig durch seinen Verlust, besonders angesichts dieser schwierigen Umstände, vor der die palästinensische Sache steht.“

Der Präsident fügte an: „Palästina vermisst heute diesen patriotischen Führer und großen Kämpfer, der eine große Rolle beim Hissen des Banners Palästinas und der Verteidigung der Rechte unseres Volkes und seiner nationalen Konstanten, in allen internationalen Foren spielte und er hatte eine herausragende Rolle, als er Mitglieder der palästinensischen Delegation bei der Madrid-Konferenz für Frieden 1991, Minister für lokale Regierung war und unermüdlich als Vorsitzender des Verhandlungsministeriums der PLO und Mitglied des palästinensischen Legislativrats in zwei aufeinander folgenden Amtszeiten war, die in seiner Amtszeit als Sekretär und Mitglied im Exekutivrat der PLO gipfelte.“

Und der Präsident fügte hinzu: „Unser Volk wird sich an den großen, verstorbenen Dr. Saeb Erekat, den Gerechten Sohn Palästinas erinnern, der an vorderster Front bei der Verteidigung der Sache seines Heimatlandes und seines Volk auf dne Feldern der Arbeit und des nationalen Kampfes und in der internationalen Arena stand.“

Er erwähnt die Friedenskonferenz von Madrid, aber er sagt nichts über Erekat und Friedensschluss.

Es scheint so, dass Leute ihre eigenen Gefühle und Wünsche auf Erekat projizieren und mit dem Lesen ihrer Beschreibung seiner Person beschreiben sie in Wirklichkeit sich selbst.

Der PLO-Führer zeigt damit, dass er das Wort „Frieden“ in seiner Beschreibung Erekats praktisch vermeidet, dass sie diejenigen sind, die nie wirklich Frieden wollten. Für sie wäre Erekat mit Frieden zu assoziieren eine Beleidigung, kein Kompliment.

Zeit, die PLO für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen

Die Ära der PLO begann am 13. September 1993 im Weißen Haus. Sie endete offiziell am 15. September 2020 am Weißen Haus. Es ist an der Zeit, dass Israel die USA und der Rest der Welt diese Wahrheit anerkennen und entsprechend handeln.

Caroline Glick, Israel HaYom, 25. September 2020


PA-Präsident Mahmud Abbas gestikuliert unter einem Poster von Yassir Arafat (Foto: Reuters/Finbarr O’Reill)

Anfang September kündigte die Kennedy School of Government in Harvard an, dass Saeb Erekat, der Vorsitzende des PLO-Exekutivrats, als Senior Fellow für die Zukunft des Diplomacy Project der Schule für das Schuljahr 2020/21 angeheuert wurde. Diese Woche schickte der frühere ranghohe Vertreter des Justizministeriums, Rechtsanwalt Neal Sher, einen Brief an US-Generalstaatsanwalt William Barr und amtierenden Heimatschutzminister Chad Wolf, in dem er forderte, dass Erekat ein Visum für die USA verweigert wird.

Sher führte an, dass zu Erekats langjähriger Bilanz der Unterstützung von Terrorismus als ranghoher PLO-Vertreter zahlreiche Akte der Aufstachelung zu sowie Ermöglichung und Werbung für Terrorismus gehören. Nach Angaben des US Immigration and Naturalization Act [Gesetz zu Zuwanderung und Einbürgerung], argumentiert Sher, ist es Erekat gesetzlich verboten seinen Fuß auf amerikanischen Boden zu setzen.

Das Timing von Shers Brief ist bemerkenswert.

Diese Woche vor zwanzig Jahren begann die palästinensische Autonomiebehörde der PLO ihren Terrorkrieg gegen Israel. Das war zwei Monate, nachdem Erekats langjähriger Chef und PA-Vorsitzender Yassir Arafat auf dem Friedensgipfel von Camp David Israels Friedensangebot und palästinensische Eigenstaatlichkeit ablehnte.

Arafat nannte den Terrorkrieg die „Al-Aqsa-Intifada“. Der Name schickte ein Signal an die islamische Welt, dass die Palästinenser die Vorhut des globalen Jihad seien.

Trotz der Abschlachtungs- und Aufstachelungstaten der PA, trotz ihrer völligen Annullierung all ihrer Verpflichtungen mit Israel in Frieden zu leben und ihrer Begrüßung des globalen Jihad, distanzierte sich niemand von der PA. Israel strebte weiter Frieden durch Appeasement an. Washington behandelte PA-Führer weiter als glaubwürdige Friedenmacher, während jeder das Massaker an hunderten unschuldiger Israelis übersah. Genauso die weitere internationale Gemeinschaft.

Der damalige Premierminister Ehud Barak lernte weder aus Arafats kalter Schulter in Camp David noch aus der von diesem im September begonnenen Terror-Offensive. Barak bettelte Arafat sogar weiter um Frieden an, während die Straßen von Jerusalem und Tel Aviv sich vom Blut der Israelis rot färbten. In Taba machten Baraks Unterhändler sogar noch großzügigere Angebote für israelische Kapitulation, als er sie in Camp David machte.

Und die Zahl der Todesopfer stieg weiter an.

Drei Monate nachdem die Palästinenser ihren Jihad-Krieg begannen, kündigte der damalige US-Präsident Bill Clinton seine „Friedensvision“ an. Clintons „Vision“ beinhaltete die erste offizielle amerikanische Befürwortung palästinensischer Eigenstaatlichkeit.

Selbst nachdem die Regierungen in Washington und Jerusalem wechselten, behielten die Regierungen Bush und Sharon ihre sklavische Hingabe an die Fiktion aufrecht, dass die PLO Israels Friedenspartner sei.

Als der damalige Präsident George W. Bush nach dem 11. September dem „globalen Terrorismus“ den Krieg erklärte, machte er für den palästinensischen Terrorismus eine Ausnahme. Zwei Monate später erklärte sein Außenminister Colin Powell, dass die Administration palästinensische Eigenstaatlichkeit unterstützt.

2007 und 2008 widmete Bushs Außenministerin Condoleezza Rice der Erzielung eines Friedensabkommens zwischen Israel und der PA beinahe manische Anstrengungen. Ihre Lieblingsmethode Fortschritte zu erzielen bestand nicht darin die PA zu überzeugen ihre Unterstützung von Terrorismus und der Vernichtung Israels zu beenden. Sie bestand darin Druck auf Israel auszuüben der PA gegenüber Zugeständnisse zu machen.

2008 machte der damalige Premierminister Ehud Olmert Arafats Erbe Mahmud Abbas ein Friedensangebot, das sogar noch großzügiger war als Baraks Angebot in Taba. Und wie Arafat vor ihm machte sich Abbas nicht einmal die Mühe Olmerts Angebot zu würdigen. Stattdessen intensivierte er seinen politischen Krieg gegen Israel und weitete die finanzielle Unterstützung für Terroristen aus.

Während seiner acht Jahre im Amt machte Barack Obama die Unterstützung der Palästinenser und ihren unerbittlichen Krieg gegen Israel zu seinem höchsten Ziel. Seine Methode das voranzubringen, war die Anwendung erbarmungslosen Drucks auf Israel und es mit Schmähung, Drohungen und Verurteilungen zu überschütten.

Selbstverständlich erwiderte die PA den Gefallen, indem sie Obamas Friedensplan ablehnten.

Was stand hinter dieser wahnhaften Reaktion auf palästinensische Aggression? Warum statteten die USA und Israel die PA weiterhin üppig mit finanzieller, politischer und militärischer Unterstützung aus, statt sie abzulehnen und sie dichtzumachen?

Der Hauptgrund bestand darin, dass die Sicht des Establishments auf den Nahen Osten die letzte Generation lang darin bestand, dass es keine Lösung des Konflikts der arabischen Welt mit Israel geben könne, bis der Konflikt der Palästinenser mit Israel gelöst ist. Und der Weg zur Lösung dieses Konflikts bestand nicht darin die Palästinenser dazu zu zwingen Führer zu wählen, die Koexistenz mit Israel unterstützen. Sie bestand darin Israel zu zwingen der PLO gegenüber Appeasement über Landabgaben zu betreiben. Mit anderen Worten: Die Idee, dass alle Who-is-Whos von Washington bis Paris, von Berlin bis Tel Aviv sich dem unterstellten, dass Israel die Seite sei, die Veränderungen vornehmen müsse, damit Frieden ist – nicht die Palästinenser.

Bei den Israelis – die die direkten Opfer der palästinensischen Aggression waren – erkannte die Mehrheit der Öffentlichkeit schon 2000, dass der Friedensprozess mit der PLO fingiert war und dass Israel sich von ihm distanzieren und einen neuen Kurs einschlagen muss. Doch trotz der ständig steigenden Leichenzahlen und der nie da gewesenen Delegitimierungskampagne durch die PLO, der sich die EU und die UNO gegen Israel anschlossen, behielt Israel seine Loyalität diesem falschen Friedensprozess gegenüber bei und setzte die Unterstützung seiner Feinde und unaufrichtigem Friedenspartner fort, weil zwei mächtige „Kundenkreise“ darauf bestanden.

Die israelische Linke, einschließlich der Medien und Israels Sicherheitsobere lehnten es ab, die Folgen des Kommandos zum Terrorkrieg zu akzeptieren. Sie sollten sich nicht mit der Realität aussöhnen, die buchstäblich überall um sie herum explodierte, dass die PLO und ihre PA Israels Feind war, nicht sein Friedenspartner, denn sie konnten sich eine Situation nicht vorstellen, in der von den Palästinensern geführte Städte und Dörfer von irgendjemand anderem geführt werden würden.

Es gab viele Gründe für diese gewollte Illusion. Manche fürchteten die palästinensische Bevölkerungsentwicklung. Manche waren von Hass auf die israelische Rechte getrieben. Viele – vom linksextremen IDF-Generalstab über die oberste Führung der israelischen Sicherheitsdienste bis zum Außenministerium – waren schlicht unfähig einzugestehen, dass sie in ihrer Unterstützung des Friedensprozesses mit der PLO falsch gelegen hatten. Aus diesen und anderen Gründen lehnten es Israels Sicherheitsestablishment und die politische Linke ab die grundlegende Tatsache zu begreifen, dass selbst, wenn es keine gute Alternative zur von der PLO geführten PA gab, das die von der PLO geführte PA zu keiner brauchbaren Alternative machte. Die von der PLO geführte PA ist ein feindlicher, korrupter, korrumpierender und gefährlicher Feind. Und sie wird sich nie, niemals ändern.

Abbas drohte regelmäßig damit die PA aufzulösen, sollte sie nicht weiter Milliarden Dollar an Finanzierung von der EU und den USA sowie Steuererträge von Israel erhalten. Abbas fühlte sich wohl dabei diese Drohung wiederholt anzubringen, weil er wusste, dass er der unersetzliche Mann war und dass sein Regime nicht ersetzbar war. Immerhin konnte es ohne sie, darauf bestanden die „Experten“ von Brüssel über Boston bis Haifa, es nirgendwo im nahen Osten Frieden geben. Offensichtlich mussten die Weltmächte die PA weiter stützen. Offensichtlich musste der Generalstab der IDF darauf bestehen, das Israels Steuerbehörde weiterhin Steuern für die PA einzieht und die Erträge auf Abbas‘ Bankkonto überweist.

Die Friedensabkommen, die Israel letzte Woche mit den VAE und Bahrain am Weißen Haus unterzeichnete, und die Ablehnung der die Deals verurteilende Forderung der PLO durch die Arabische Liga demonstrieren die Idiotie der Vorstellung, dass die Palästinenser jetzt der Schlüssel zum Frieden im Nahen Osten sind oder es je waren. Die PLO ist, weit davon entfernt der Schlüssel zum Frieden zu sein, für den Frieden irrelevant. Der Moment, in dem die Führer von VAE und Bahrain entschieden, dass Frieden mit Israel zu schließen ihren Interessen diente, schlossen sie Frieden mit Israel. Die Weigerung der Arabischen Liga sie zu verurteilen zeigt wie tief und breit die Unterstützung für Beziehungen mit Israel bei den arabischen Führern ist.

Was uns zu Shers Brief über Erekat zurückbringt. Es ist keine Frage, dass Erekat seit mehr als einem Vierteljahrhundert eine Schlüsselrolle bei der Ermöglichung des palästinensischen Terrorismus spielt. Noch im Juni beschuldigte er Israel fälschlich einen unschuldigen Palästinenser „hingerichtet“ zu haben. Erekats Cousin Ahmed Erekat wurde von israelischen Soldaten an einem  Checkpoint südlich von Jerusalem getötet, nachdem er versuchte sie zu töten, indem er sein Fahrzeug in sie hinein rammte. Seine Terrortat wurde auf Video eingefangen.

Erekat berüchtigster und erfolgreicher Versuch Blutschuld-Verleumdungen gegen Israel zu verbreiten, ereignete sich im Zuge der blutigen Schlacht in Jenin während der Operation Verteidigungsschild im April 2002. Jenin war die Terrorhauptstadt von Judäa und Samaria gewesen. Im März 2002 wurden zahlreiche Selbstmordbomber aus der Stadt heraus gegen israelische Bevölkerungszentren eingesetzt.

Im Verlauf der Schlacht kämpften israelische Soldaten überall gegen Terroristen. Alle Gebäude in dem Bereich waren mit Sprengfallen versehen. Dreiundzwanzig IDF-Soldaten wurden getötet. 53 Palästinenser, die meisten davon bewaffnete Terroristen, wurden ebenfalls getötet.

Doch genauso, wie Erekat seinen Möchtegern-Killer-Cousin als Märtyrer darstellte, stellte er die Schlacht in Jenin falsch dar. In der Folge der Schlacht erschien er dreimal auf CNN und beschuldigte Israel mehr als 500 unschuldige palästinensische Männer, Frauen und Kinder massakriert zu haben. Er setzte die Schlacht mit dem Aufstand im Warschauer Ghetto gleich, die Israelis mit Nazis und die palästinensischen Terroristen mit jüdischen Holocaust-Opfern.

Ein paar Monate nachdem Präsident Donald Trump ins Amt kam, erhielt Erekat eine Lungentransplantation in den USA. Amerikas lebensrettende Gastfreundschaft löste jedoch seitens Erekat keine Dankbarkeit aus, schon gar keine Höflichkeit. Seit seiner Genesung hat Erekat Trump und dessen Berater Jared Kushner, Botschafter David Friedman, den ehemaligen Chefunterhändler Jason Greenblatt und die ehemalige UNO-Botschafterin Nikki Haley wiederholt verurteilt und beleidigt. Er schrieb ein Op-Ed in der New York Times, in dem er darauf bestand, dass die USA kein Recht haben in Verhandlungen zwischen Israel und der PLO zu vermitteln.

Trotz seiner langen und blutigen Geschichte aus Lügen und Hetze und der Förderung von Terrorismus ist Erekat für sein Tun nie zur Verantwortung gezogen worden, geschweige denn, dass er einen Preis dafür zu zahlen hatte. Heute, wo allen klar ist, dass die PLO für den Frieden irrelevant ist, ist vielleicht die Zeit gekommen, in der er und seine Kollegen von der PLO wie die bösartigen Terroristen und Lügner behandelt werden, die sie sind und immer waren.

Sher hat recht. Es gibt keinen Grund Erekat ein US-Visum zu bewilligen, damit er nach Harvard kommen und seine Blutschuld-Lügen und seine Aufstachelung zu Terrorismus an amerikanische Studenten weitergeben kann.

Und es gibt keinen Grund mit ihm aufzuhören. Amerika und Israel sollten beide den Witz der Mäßigung der PLO beenden. Es gibt keinen Grund für Israel weiterhin Steuern für die PA einzusammeln oder der PA die Erträge zu überweisen, die existiert um den jüdischen Staat zu auszulöschen. Es gibt keinen Grund, dass die israelische Regierung die PA vor Klagen von Terroropfern schützt. Alle Steuern, die Israel für die PA eingesammelt hat, gehören rechtlich den 15.000 israelischen Familien, die von ihrer Terror-Aggression zerstört worden sind.

Die Ära der PLO begann offiziell am 13. September 1993 am Weißen Haus. Sie endete offiziell am 15. September 2020 am Weißen Haus. Es ist an der Zeit, dass Israel, die USA und der Rest der Welt diese Wahrheit anerkennen und entsprechend handeln.

Ein antisemitisches PLO-Poster, circa 1970

Elder of Ziyon, 18. August 2020

Hier sehen Sie ein Foto von Yassir Arafat zusammen mit Nayef Hawatmeh, Führer der Demokratischen Front zur Befreiung Palästinas (DFLP) und dem SChrifsteller Kamal Nasser auf einer Pressekonferenz in Amman im Jahr 1970.

Sehen Sie hinter ihnen das Poster mit dem Davidstern?

Dieses Poster, das man im Palestine Poster Project sehen kann, ist dasjenige, das Arafat aussuchte, um davor zu posieren.

Das, meine Damen und Herren, ist Antisemitismus.

Die Palästinensische Verweigerungshaltung und die Zweistaatenlösung

Joseph Puder, FrontPage Magazine, 18. September 2019

Ein aktuelles Positionspapier der palästinensischen Befreiungsorganisation trägt den Titel „Das PLO-Komitee für Interaktion mit der israelischen Gesellschaft“; darin wird die Anerkennung Israels als Staat des jüdischen Volkes abgelehnt. Gleichermaßen erklärte PA-Präsident Mahmud Abbas in einer Rede im November 2014 bei einem Dringlichkeitstreffen der Arabischen Liga in Kairo: „Wir werden das Jüdischsein des Staates Israel niemals anerkennen.“ Das sind die jüngsten „Nein“, die aus dem Mund eines Palästinenserführers kommen.

Für vernünftige Leute sind Fakten wichtig und dokumentierte historische Fakten spielen eine wichtige Rolle. Während wir im Jahr 2019 immer noch auf die Verwirklichung der Zweistaatenlösung warten, herrscht immer noch die arabisch-palästinensische Verweigerungshaltung 82 Jahre nach dem ersten „Nein“ von 1937 vor. Seit den 1930-er Jahren hat die Führung der arabisch-palästinensischen Gemeinschaft alle Angebote eines Kompromisses mit der jüdischen Gemeinschaft in Palästina und später mit dem Staat Israel abgelehnt. Diese palästinensische Haltung eines Nullsummenspiels, bei dem die Palästinenser alles haben wollen, ist das Verhaltensmuster derer gewesen, die in der palästinensischen Sache führend waren.

Die arabische Gemeinschaft in Palästina betrachtete sich bis in die 1920-er Jahre nicht als Einwohner Palästinas (sie betrachteten sich als Südsyrer); damals wurden die Aussichten auf eine arabische Nation in Großsyrien, geführt von Emir Feisal (Sohn von Hussein, dem Scherif von Mekka) vom Völkerbund zunichte gemacht, der den Franzosen ein Mandat über die Levante gab (das heutige Syrien und der Libanon). Araber, einschließlich der in Palästina lebenden, betrachten sich als Untertanen der Osmanen (Türken). Den politischen Begriff „Palästinenser“ gab es vor den 1960-er Jahren nicht.

Haddsch Amin al-Husseini, der Mufti von Jerusalem und Verbündete der Nazis während des Zweiten Weltkriegs, konzentrierte, desillusioniert wegen der fehlenden Aussicht auf ein arabisches Großsyrien, seine Aufmerksamkeit auf das arabische Palästina. Es sind seine ursprüngliche Weigerung und kompromisslose Haltung sowie Vorgehen mit Gewalt, die das palästinensische Verhaltensmuster verankerten. Ironischerweise ernannte Herbert Samuel, der erste eingesetzte britische Hochkommissar für Palästina, ein Jude, Haddsch Amin al-Husseini zum Mufti von Jerusalem. Weil er Vorwürfe der Parteilichkeit fürchtete, ernannte Sir Samuel einen notorischen Antisemiten und Nazisympathisanten.

Es war al-Husseini, der zur „Arabischen“ (nicht palästinensischen) Revolte 1936-1939 ermutigte und sie anführte, die sich gegen die britische Mandatsherrschaft in Palästina richtete. Dabei schlachteten muslimische Banden Mit-Araber, Juden und Briten ab. Die britische Regierung, eingeschüchtert von der Gewalt, reagierte mit Einsetzung der Königlichen Untersuchungskommission für Palästina, deren Vorsitz Lord William Peel führte, weshalb sie als Peel-Kommission von 1937 bekannt wurde. Die Führung der Zionisten akzeptierte die Empfehlungen der Peel-Kommission, allerdings war sie mit dem dem jüdischen Staat zugeteilten Land nicht zufrieden. Die Peel-Kommission empfahl, dass etwa drei Viertel Palästinas den Arabern zugeteilt wurde und ein wenig mehr als ein Viertel des Landes den Juden Palästinas.

Der Bericht der Peel-Kommission kam zu der Lösung, dass das britische Mandat Palästina nicht funktionierte, weil jüdische und arabische Ziele in Palästina unvereinbar waren; daher schlug sie vor Palästina in drei Zonen aufzuteilen: einen arabischen Staat, einen jüdischen Staat und einen internationale Zone, die Jerusalem und Bethlehem umfasste. Al-Husseini und der Hohe Arabische Rat lehnten das Angebot ab; sie forderten, dass es keinen jüdischen Staat gebe. Husseini setzte die Revolte fort, die von den Briten letztlich niedergeschlagen wurde. Um die arabischen Aggressoren zu beschwichtigen (so wie Neville Chamberlain Hitlers Aggression mit Appeasement begegnete), führte die britische Regierung 1939 die „Weißbuch“-Politik ein, die die Tore Palästinas für Juden verschloss, ausgerechnet in dem Moment, als Juden in Europa eine Zuflucht vor drohenden Nazi-Völkermord benötigten, den wir heute als den Holocaust kennen. Damit wurde die erste Gelegenheit für eine Zweistaatenlösung und einen unabhängigen arabisch-palästinensischen Staat von den arabischen Führern abgelehnt worden.

Nach dem Holocaust mit Hundertausenden jüdischer Überlebender, die in Flüchtlingslagern in ganz Deutschland eingesperrt waren, und den immer noch verschlossenen Toren nach Palästina wandte sich die öffentliche Meinung im Westen gegen die britische Weißbuch-Politik. London, vom Zweiten Weltkrieg und den Kosten kolonialer Besitzungen wirtschaftlich erschöpft, beschloss sein Palästina-Mandat den Vereinten Nationen zu übergeben. 1947 richtete die UNO das United Nations Special Committee on Palestine (UNSCOP – Sonderkomitee der Vereinten Nationen zu Palästina) ein. Das Komitee kam zu demselben Schluss wie die Peel-Kommission: unvereinbare Ansprüche der beiden Gruppen. Es empfahl die Teilung. Die Juden Palästinas akzeptierten sie freudig. Am 29. November 1947 stimmte die UNO-Vollversammlung für die Annahme des Teilungsplans. Otto Premingers Film“Exodus“ vermittelte die Freude, mit der die jüdische Gemeinschaft die Abstimmung begrüßte. Al-Husseini, der Hohe Arabische Rat und die Arabische Liga lehnten den Plan entschieden ab und begannen auf der Stelle ihren Angriff auf die palästinensischen Juden. Einmal mehr wurden die palästinensisch-arabische Selbstbestimmung und eine Zweistaatenlösung von den zukünftigen Palästinensern weggeworfen.

Nach dem Sechstage-Krieg vom Juni 1967 bot das israelische Kabinett, versessen darauf den Sieg als Hebel zu nutzen, um Frieden mit der arabischen Welt und den Palästinensern zu schließen, Land für Frieden an. 12 Jahre später schloss Ägypten Frieden mit Israel, 27 Jahre später folgte Jordanien. Die Palästinenser jedoch lehnten es ab mit Israel zu verhandeln, so wie der Rest der arabischen Welt. Fakt ist, dass die Arabische Liga in Reaktion auf Israels Friedensangebot beim Treffen in Karthum mit den berüchtigten „Drei Nein“ antwortete: Kein Frieden mit Israel, keine Verhandlungen mit Israel und keine Anerkennung Israels. Die Palästinenser, jetzt unter der Führung der PLO, entschied sich zu bewaffnetem Widerstand mit dem Ziel den jüdischen Staat durch einen arabisch-muslimischen Staat zu ersetzen. Die PLO-Charta machte klar, dass sie das Ziel hat den jüdischen Staat und den größten Teil seines Volks zu vernichten. Die Gelegenheit für eine Lösung wurde von den arabischen Ländern und den arabischen Palästinensern erneut in Stücke geschlagen.

Nach der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen 19193 auf dem Rasen des Weißen Hauses hetzte der PLO-Vorsitzende Yassir Arafat, auf immer und ewig der Terrorführer, auf Arabisch seine palästinensischen Mitbürger auf Terror zu begehen und weiter den bewaffneten Kampf bis zu Sieg zu führen. Auf Englisch, dem Westen gegenüber, „sprach er von Frieden“. Die Oslo-Vereinbarungen produzierten horrende Selbstmord-Bombenanschläge in Israel, begangen von Palästinensern. Ehud Barak, der 1999 Benjamin Netanyahu als Premierminister ablöste, führte seinen Wahlkampf mit der Botschaft Frieden zu schließen und die Oslo-Vereinbarungen zu voranzubringen. Im Juli 2000 war Präsident Clinton in Camp David Gastgeber für Arafat und Barak. Barak stimmte, ohne die Genehmigung des Volks von Israel, den „Clinton-Parametern“ zu, die Arafat weitreichende Zugeständnisse anboten, einschließlich 94% der Westbank, den gesamten Gazastreifen, zusätzliche 3% israelischen Territoriums, einen Korridor zwischen Gazastreifen und Westbank und die arabischen Viertel Jerusalems. Arafat lehnte die „Clinton-Parameter“ ab. Er lehnte es ab, sich zur „Beendigung des Konflikts“ zu verpflichten. Stattdessen beschloss er die zweite Intifada (Aufstand) zu beginnen, die das Leben von mehr als 1.000 Israelis forderte, zumeist bei Terroranschlägen. Eine weitere Gelegenheit für palästinensische Selbstbestimmung und einen Zweistaatenlösung wurde von der Palästinenserführung abgelehnt.

Mahmud Abbas, der Nachfolger Arafats als Vorsitzender der PA, setzte der palästinensischen Verweigerungshaltung die Krone auf, als er sogar Premierminister Ehud Olmerts Angebot von 2008 ablehnte, das noch über Baraks hinaus ging. Er fügte eine begrenzte Zahl palästinensischer Flüchtlinge hinzu, die nach Israel hereingelassen werden sollten und tauschte praktisch Kilometer für Kilometer Westbank-Territorium für israelisches Territorium. Im Wissen, dass eine Mörderkugel auf ihn wartete, sollte er eine solche Friedensvereinbarung unterschreiben, verließ Abbas den Verhandlungstisch.

Efraim Karsh zitierte in seinem Buch „Palestine Betrayed“ von 2010 Haddsch Amin al-Husseinis Erklärung von 1936; der sagte: „Es gibt in Palästina keinen Platz für zwei Rassen. Die Juden verließen Palästina vor 2.000 Jahren. Lasst se in andere Teile der Welt gehen, wo es weiten, offenen Platz gibt.“ Die Palästinenserführung ist leider immer noch al-Husseinis Verweigerungshaltung verpflichtet und wird die Zweistaatenlösung unter keinen Umständen akzeptieren.

Die Scheidung von PLO und Hamas ist endgültig

Gazas Kultur ist beduinisch, während die Araber in Judäa und Samaria die von Bauern und Stadtbewohnern ist. DAs ist nur einer der Gründe, dass die beiden Regionen in ineinander greifen.

Dr. Mordechai Kedar, Israel National News, 17. Oktober 2018

Dies Woche informierte uns die israelische Zeitung Yediot Aharonot uns, dass Jason Greenblatt, Präsident Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen, sagte, die Amerikaner hätten vor den Gazastreifen und die palästinensische Autonomiebehörde wieder miteinander zu verbinden. Wenn Greenblatt das tatsächlich sagte, offenbart es eine wichtige Komponente des amerikanischen Friedensplans, dessen Vorbereitung seit mehr als einem Jahr im Gang ist.

Wer immer die Wiederverbindung von Gaza mit Judäa und Samaria in den noch nicht verkündeten Plan einbezog, muss von den Ankündigungen der verschiedenen Palästinensersprecher stark beeindruckt gewesen sein, denn sie alle – bis zum Letzten, ob nun PA oder Hamas – reiten ständig auf der Notwendigkeit herum die „zwei Teile der Heimat“ wiederzuvereinen. Israel zihet es vor die beiden als getrennte Einheiten zu behalten, die einander feindselig gesinnt sind. Umfragen in der PA zeigen eindeutig, dass die arabische Straße, ob nun im Gazastreifen oder Judäa und Samaria, die Einung haben möchte, die zerfiel, als die Hamas den Gazastreifen im Juni 2007 übernahm.

Die Amerikaner lauschten dem palästinensischen Konsens, den sie diesbezüglich beobachteten und kamen zu dem Schluss, dass sowohl die Palästinenserführung und die Öffentlichkeit darauf hereinfielen, was die dazu brachte das zu einem Teil ihres Plan zu machen, in der Hoffnung, die Palästinenser würden den Plan dann akzeptieren, über den nachzudenken alle – die PLO, die Hamas, die Fronten und Organisationen – rundheraus abgelehnt haben. Greenblatt sagte außerdem: „Netanyahu wird schwierige Entscheidungen treffen müssen“, womit er meinte, dass Israel die Wiedervereinigung des Gazastreifens mit Judäa und Samaria wird akzeptieren müssen.

Wenn also alles, was die Palästinenser wollen, eine  Wiedervereinigung ist und die Amerikaner dem zustimmen, wo ist dann das Problem? Warum stimmen die Palästinenser nicht wenigstens diesem Teil des Friedensplan zu? Die Antwort findet sich in einem sehr wichtigen Aspekt der nahöstlichen Kultur, der in der westlichen Kultur kein Gegenstück hat – den vielfältigen Nuancen von Sprache.

Die westliche Kultur glaubt das, was gesagt wird, unbesehen. Ein Beispiel: Wenn ich sage, ich stimme einer Person zu, mit der ich spreche, dann heißt das, dass ich alle zugehört habe, was sie sagt, darüber nachgedacht habe und mich entschieden habe, ihre Meinung zu akzeptieren. Der Westen vertraut in die Ernsthaftigkeit der redenden Person, glaubt, was sie sagt und akzeptiert das, wie es ist. Immerhin gibt es freie Meinungsäußerung und jeder kann sagen, was ihm durch den Kopf geht, so dass, wenn jemand etwas sagt, das das ist, was wer wirklich denkt und fühlt.

Im Nahen Osten hingegen hat alles, was jemand sagt, drei Ebenen: Die obere und sichtbare Ebene ist der Inhalt dessen, was gesagt worden ist, die mittlere ist die, was die sprechende Person tatsächlich meint und die untere ist die, was sie verbirgt. Während er jemandem zuhört, versucht der Hörende im Nahen Osten die verborgenen Ebenen zu durchdringen, die wahre Absicht des Redenden zu verstehen und aufzudecken, was vor ihm versteckt wird.

Das ist der Grund, dass, wenn jeder palästinensisch-arabische Politiker, sei es von PLO oder Hamas, erklärt: „Wir müssen den Gazastreifen und die Westbank wiedervereinen, er meint: „Ich verstehe, dass das ist, was der Mann auf der Straße will und ich sage, was er hören will“, und dabei die Tatsache verbirgt, dass er sich sicher ist, dies wird nie geschehen; dazu hat er die Absicht der anderen Seite die Schuld für die Fortsetzung der Teilung zu geben.

Warum wird es die Wiedervereinigung nicht geben? Weil die beiden Regionen in ihrer Kultur, Sprache, Verhalten und Denkmustern total verschieden sind. Das Araber im Gazastreifen ist ein Beduinen-Dialekt, eine Ableitung des saudisch gesprochenen Arabisch, während das der Araber in Judäa und Samaria ein palästinensischer Dialekt ist, der dem in Syrien gesprochenen Arabisch gleicht. Die Sprachlücke ist nicht nur ein technischer Faktor in der Kommunikation, sie ist der Ausdruck kultureller Unterschiede: Die Kultur des Gazastreifens ist eine beduinische, die der Araber in Judäa und Samaria ist die von Bauern und Stadtbewohnern.

Die Führung des Gazastreifens ist die Hamas, eine Organisation mit religiösem Charakter, der die Zusammensetzung der Bevölkerung spiegelt, während die PLO die PA mit einer säkularen Agenda regiert, die zur arabischen Bevölkerung in Judäa und Samaria passt, außer in den Hebron-Bergen, deren Einwohner eher traditionell sind. Die Teilung zwischen Gazastreifen und Judäa/Samaria ist nicht nur eine politische, sondern stützt sich auf kulturelle Unterschiede; eine kulturelle Kluft trennt zwei unterschiedliche Bevölkerungen, die nie zusammengelebt haben, außer in der kurzen Zeit von der  Gründung der PA 1994 bis zur Teilung 2007, vierzehn Jahre später; in dieser Zeit gab es keine kulturelle Vermischung der beiden Regionen.

Noch bedeutender ist das böse Blut, das zwischen den beiden Herrscherorganisationen PLO und Hamas besteht. Die Ausdrücke, die sie für einander verwenden, sind die schlimmsten der arabischen politischen Sprache: „Verräter“, „Kollaborateure mit Israel“, „korrupt“, „Blutsauger“, „israelische Grenzpolizei“ und viele, weit böswilligere Beschuldigungen.

Der Zorn und die Wut auf einander spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: Hamas-Terroristen erinnern sich der unaussprechbaren Foltern, die sie bei Vernehmungen in den Kerkern der PA-Sicherheitskräfte erlitten, während die aus der PLO sich gut erinnern, wie 2007 Hamas-Terroristen Mitglieder der PLO-Sicherheitskräfte unter den Augen von deren Familien hinrichteten und diejenigen, die entkamen, von den Dächern der Hochhäuser warfen. Im Nahen Osten gibt es überdies kein Vergessen und kein Vergeben. Stattdessen gibt es wachsames Warten, bis der richtige Augenblick kommt sich zu rächen und die verlorene Ehre der Familien der Opfer wiederzuerlangen.

Die Organisation Hamas wurde Ende 1987 gegründet und hat seit diesem Datum die PLO-Führung  und die Anerkennung der PLO in der arabischen Welt und an der internationale Front als einzige Organisation, die das „palästinensische Volk“ vertritt, herausgefordert.

Israel unterstützte das Konzept der PLO als bester Alternative für Israel und lange waren Israels Führungspolitiker – Peres, Beilin und ein unwilliger Rabin – der Meinung, dass die PLO, obwohl weit davon entfernt zionistisch zu sein, die Antwort auf die Hamas sei. Wenn wir der PLO nur die Macht geben die Palästinenser zu regieren, so träumten sie, wird aus ihr eine friedliebende Organisation werden und bald „sich der Hamas annehmen, ohne dass Gerichte und Menschenrechtsgruppen dazwischenfunken“.

Die Welt war von der Meinung der israelischen Führung enorm beeindruckt und über nahm sie, obwohl die Hamas-Führer vehement dagegen waren und behauptete, die PLO-Führung habe die Richtung verloren, als sie die Oslo-Vereinbarungen unterschrieb, die Israel ein „Sicherheitspolitik“ gab. Immerhin sollte Israel nach Ansicht der Hamas vom Gesicht des Heiligen Landes Falastin gewischt werden, einer Region, die allein den Muslimen geweiht war.

Mahmud Abbas wurde fast ermordet, als der den Gazastreifen das erste Mal besuchte, nachdem er PA-Vorsitzender wurde. Die Kugel strich an seinem Gesicht vorbei und tötete einen seiner Leibwächter. Vor ein paar Monaten schickte er seinen Premierminister Rami Hamdallah und den Leiter der PA-Sicherheitskräfte, Magd Faraj, nach Gaza und als diese den Übergang Erez ein paar hundert Meter hinter sich gelassen hatten, ging eine Bombe neben ihrer Kolonne hoch und verpasste sie um Haaresbreite.

Ich habe seit mehr als elf Jahren gesagt – seit dem Tag, an dem die Hamas den Gazastreifen übernahm – dass infolge dieser schweren Differenzen, Konflikte und Streitigkeiten die Scheidung zwischen dem Gazastreifen und Judäa/Samaria endgültig ist, absolut ohne jede Chance die Kluft zu überbrücken, die die beiden Organisationen trennt. Ihre Repräsentanten haben sich Hunderte Male zu Versuchen getroffen die Spaltung  zwischen den beiden zu beenden und trotz der Unterzeichnung hunderter Dokumente durch beide ist nichts passiert. Vielleicht wird die Zukunft ein Aussöhnungsabkommen bringen, aber das wird nur eine Vereinbarung signalisieren, keine Aussöhnung, denn die Organisationen sind schon lange über den Punkt hinaus, an dem es eine Rückkehr gäbe.

Alles, was bleibt, besteht darin zu entdecken, was Jason Greenblatt dazu brachte die Wiedervereinbarung von Gazastreifen und Judäa/Samaria als Teil von Amerikas „Deal des Jahrhunderts“ zu verkünden. Er glaubt offenbar, es bestehe eine Chance, denn darum bitten sie un der – wie andere Amerikaner auch – glaubt, was sie sagen sei das, was sie meinen. Amerikaner glauben nicht, dass im Nahen Osten jemand etwas sagen kann und genau das Gegenteil meint, um seine Pläne zur Eliminierung der Person , die er mit Lob, Gunst, Umarmungen und Küssen überschüttet, zu verbergen.

Das mag der wahre Grund für das Fehlschlagen all der amerikanischen und israelischen Friedenspläne sein. Amerikaner und Israelis denken wie Westler und die Palästinenser und ihre arabischen Kollegen denken wie Leute des Nahen Ostens. Bis die Amerikaner und Israelis östliche Kultur mit all ihren Ebenen erkennen, werden sie weiterhin Friedenspläne erstellen.

Wir werden jede Menge Pläne bekommen, aber keinen Frieden.