Abbas reißt sich die Maske weg

Melanie Phillips, 15. Januar 2018

Jahre lang haben Amerika, Großbritannien und die EU darauf bestanden, dass Mahmud Abbas ein moderater und Staatsmann-Anwärter ist, der es verdient mit einem Staat Palästina belohnt zu werden. Jahre lang haben sie darauf bestanden, dass er bereit sei an der Seite des Staates Israel zu leben. Jahre lang haben sie Israel der Uneinsichtigkeit beschuldigt das nicht zu glauben und damit nicht zuzustimmen im Land zu geben, von dem sie dachten, er würde es nutzen, um das Leben seiner Bürger zu bedrohen.

Jahre lang haben einige von uns argumentiert, dass Arafat stattdessen als politischer diplomatischer Paria betrachtet werden sollte. Wir haben gesagt, dass er ein durchgefärbter Antisemit ist, der mit seiner „Doktorarbeit“ den Holocaust leugnete. Wir haben die Aufmerksamkeit darauf gelenkt, dass sein Regime seine Kinder lehrt die ganz Israel einzunehmen und das ihr größtes Ziel sein soll Juden zu ermorden.

Wir haben die abscheulich antisemitischen Karikaturen verbreitet, die in den Medienorganen seines Regimes veröffentlicht werden. Wir haben darauf hingewiesen, dass er und seine Handlanger wiederholt sagten, in einem solchen Staat Palästina würde kein Jude würde verbleiben. Wir haben auf seine wiederholten Versuche hingewiesen die Juden aus ihrer eigenen Geschichte hinauszuschreiben, indem man ihren historische Verbindung zum Land Israel bestreitet, die ein zentraler Bestandteil der jüdischen Religion ist.

All dem gegenüber waren aufeinander folgende amerikanische, britische und europäische Regierungen gleichgültig und behandelten diesen antisemitischen Fanatiker weiter als rationalen Gesprächspartner.

Dann kam Präsident Donald J. Trump, der Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannten. Obwohl er die Möglichkeit eines eigenständigen Palästinenserstaats mit einer Präsenz in Jerusalem offen ließ, würdigte er ausdrücklich die einzigartige historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk, der Stadt Jerusalem und dem Land Israel. Er sagte auch, die USA würden die Gelder kürzen, die sie für die dauerhafte Erhaltung der erfundenen palästinensischen Flüchtlinge zur Verfügung stellen, deren einmalige und falsche Kennzeichnung für die Verewigung des arabischen Kriegs gegen Israel entscheidend ist. Mit anderen Worten: Er sprengte die palästinensisch-arabische Lüge, die den gesamten Konflikt abstützt: dass die Palästinenser die wahren Erben des Landes sind und die Juden keinerlei Rechte dort haben.

Jetzt hat Abbas sein wahres Gesicht gezeigt, in einer zutiefst widerlichen und geistesgestörten Rede, die er gestern vor dem Zentralrat der PLO hielt.

Er geiferte und tobte, Israel sei ein „kolonialistisches Projekt, das nichts mit dem Judentum zu tun hat“. Tatsächlich spielt das Land Israel im Judentum eine zentrale Rolle und die Juden sind das einzige Volk, für das Israel immer ihre nationale Heimat war. Weit von der Zweistaatenlösung entfernt, für die der Westen sich entschied zu glauben sie werde von Abbas unterstützt, sagte er, die Juden hätten keinerlei Anspruch überhaupt in Israel zu sein.

Das ist der Grund, dass eines der Mitglieder des Zentralrats seiner Fatah-Partei anfangs dieses Monats sagte: „Alle Themen stehen auf der Agenda des [PLO-] Zentralrats … In der Tat haben wir von der Fatah Israel nicht anerkannt, niemals. Das sollte klar sein. Wir haben Israel nie anerkannt. Die PLO erkannte es an. Wir sind Teil der PLO, stimmt, Und wir, als Fatah, haben Israel nicht anerkannt.“

Noch vielsagender war, dass die Holocaustleugnung wieder zurück auf Abbas‘ Agenda kam, denn er behauptete obszönerweise, dass die Juden Europas, von denen sechs Millionen von den Nazis ermordet wurden, sich entschieden während des Holocaust in ihren Heimatländern zu bleiben statt auszuwandern.

„Die Juden wollten nicht auswandern, selbst unter Mord und Totschlag. Selbst während des Holocaust emigrierten sie nicht. Bis 1948 gab es in Palästina nicht mehr als 640.000 Juden, die meisten davon aus Europa“, sagte er.

Natürlich ist Fakt, dass die meisten Juden in Europa in der Falle saßen, wo sie abgeschlachtet wurden. Tausende hätten gerettet werden können, wäre ihnen erlaubt worden nach Palästina zu kommen, aber in schamlosem Widerspruch zu ihrer rechtlichen Verpflichtung gemäß des Mandats die Juden im Land anzusiedeln verhinderten die Briten, dass sie das taten.

Nachdem er so versuchte den Völkermord an den Juden für nichtig zu erklären und sie praktisch für ihre eigene Vernichtung verantwortlich zu machen, log Abbas weiter über die ethnische Säuberung von rund 850.000 Juden aus arabischen Ländern, die vertrieben wurden, nachdem 1948 der Staat Israel entstand. Abbas verdrehte das, um die Verantwortung dafür allein Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion anzuheften.

„Ben-Gurion wollte nicht, das die Juden des Nahen Ostens nach Israel kommen … aber als er das riesige Land sah, war er gezwungen die Juden des Nahen Ostens herzubringen… die nicht kommen wollten. Vom Jemen logen sie 50.000 Juden ein… diese 50.000 Juden reichten ihnen nicht. Dann gingen sie in den Irak, wo es große Reserven an Juden gab.“

Verlogen behauptete er weiter, die Israelis hätten Abmachungen mit irakischen Politiken getroffen, „um den Juden die Staatsbürgerschaft abzuerkennen und sie zur Auswanderung zu zwingen“. „Ihnen reichte das nicht und sie sammelten die alle Juden in arabischen Ländern, von Marokko über Algerien und Tunis, Libyen, Ägypten Syrien und dem Libanon“, sagte Abbas.

Diese hanebüchene Rede war ziemlich sicher von der Tatsache angespornt, dass Abbas & Co. Erkannten, dass mit Trump das Spiel aus wa. Die USA propagierten nicht länger die Interessen dieser palästinensischen Araber, denen all die Jahre ein Freifahrtschein für ihre mörderischen Lügen gegeben worden ist.

Aber Großbritannien und die EU zogen bei Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels nicht mit. Sie geben das Völkerrecht weiter falsch wieder und machen fälschlich Israel für die Verhinderung einer friedlichen Lösung der Sackgasse im Nahen Osten verantwortlich, während sie beharrlich für die palästinensisch-arabische Verweigerungshaltung Ausreden finden, sie rechtfertigen und damit mit ihnen gemeinsame Sache machen

Kurz gesagt: Großbritannien und die EU unterstützen, bestätigen und dulden weiter eine Agenda, die auf die Vernichtung Israels abzielt und die zusammen mit widerlicher Holocaustleugnung von halluzinogen Lügen und Verleumdungen über das jüdische Volk propagiert werden.

Abbas‘ Rede sollte jedem Mitglied des britischen Parlaments geschickt werden und Premierministerin Theresa May sollte gefragt werden, wie Britannien überhaupt weiter Geld an solch offene Antisemiten und Holocaustleugner zahlen kann. Sie sollte gefragt werden, wie die britische Regierung weiterhin unterstützen kann, dass ein solches Volk einen eigenen Staat bekommt. Sie sollte gefragt werden, warum die britische Regierung so lange diese gruselige Realität und die tödliche Gefahr ignoriert hat, die es für die Israelis darstellt.

Andererseits wird vielen Briten nicht bewusst sein, welch himmelschreiender Natur die Rede von Abbas war, da die BBC sich entschied sie zu säubern, wie BBC Watch hier feststellte.

Abbas hatte klar das Gefühl, er haben nichts zu verlieren, wenn er diese Rede hält. Amerika hat klar gemacht, dass es ihn bei einer solch unzumutbaren Agenda links liegen lassen wird. Nur Großbritannien und die EU halten zu ihrer unvergänglichen Schande weiter an ihr fest.

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Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (28. Januar bis 3. Februar 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 28.01.2018:

Baschar Assad ließ über Putin eine Drohung an Israel ausrichten: Sollten die Israelis noch einmal Ziele in Syrien beschießen, dann würde Syrien mit Raketen auf den Flughafen Ben-Gurion reagieren.

Montag, 29.01.2018:

Verteidigungsminister Lieberman versprach, dass die Siedlung, in der der von Terroristen ermordete Rabbiner lebte, legalisiert wird.

Gegen einen 25-jährigen Israeli wurde Klage erhoben, weil er eine Reihe versuchter Auto-Anschläge gegen PA-Araber unternommen hatte.

Das PA-Kabinett versucht einmal mehr Verhandlungen zu vermeiden und fordert einen „internationalen Mechanismus“ zur Lösung des Konflikts mit Israel.

Die Hisbollah informierte die UNIFIL, wenn Israel weiter an seiner Barriere baut, von der die Hisbollah behauptet sie stehe auf Niemandsland, dann werde die Gruppe das Feuer auf Arbeiter und Sicherheitspersonal eröffnen. UNIFIL leitete das an die Botschafter der USA und Großbritanniens weiter, die den israelischen Premierminister informierten.

Zum ersten Mal seit 2006 konnten einige Bauern des Gazastreifens wieder Land in unmittelbarer Nähe des Grenzzauns zu Israel bestellen. Das Rote Kreuz hatte eine Vereinbarung dazu vermittelt.

Dienstag, 30.01.2018:

Premierminister Netanyahu weihte eine Umgehungsstraße um das arabische Dorf Nabi Ilyas in Samaria ein. Sie soll das Reisen für Juden und Araber sicherer machen.

„Demonstranten“ in Bethlehem störten ein Workshop in Bethlehem, das in Kooperation mit amerikanischen Repräsentanten stattfand. Die Araber warfen mit Tomaten und zerstörten die Fahrzeuge der US-Diplomaten, unter Schutz durch die PA-Polizei das Weite suchten.

Mittwoch, 31.01.2018:

Der Mann, der die Olympia-Morde von München 1972 plante, wurde von der Fatah (und Abbas‘ Stellvertreter) als Held geehrt. Den Anschlag von München bezeichnete die Terrororganisation als „qualitativ hochwertige Operation“.
Auch Wafa Idris, die erste „erfolgreiche“ Selbstmordbomberin der Fatah wurde wieder glorifiziert (wenn auch mit falschem Datum und falschem Ort ihrer Sprengung).

Die PA hat eine reichlich weiche Verurteilung des Angriffs auf die Autos der amerikanischen Diplomaten in Bethlehem abgegeben. Es heißt, „die Präsidentschaft“ würde solches Verhalten verurteilen, das von palästinensischen Werten und Wurzeln abweiche; aber nichts dazu, dass die Täter verfolgt werden.

Saeb Erekat kündigte an: „Wir werden Klage beim Internationalen Strafgerichtshof gegen Trump einreichen.“ – wegen der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und Trumps Friedensplan. Außerdem werde die PA sich erneut an den UNO-Sicherheitsrat wenden, um als Vollmitgliedsstaat der UNO anerkannt zu werden.

Die USA haben den Hamas-Führer Ismail Haniyeh auf ihre Terrorliste gesetzt. Die Hamas lässt wissen, das sei ein „fehlgeschlagener Versuch Druck auf den Widerstand auszuüben“. Man werde sich davon nicht abhalten lassen den Widerstand fortzusetzen.

Donnerstag, 01.02.2018:

Das PA-Fernsehen forderte im Kinderprogramm wieder auf dem Beispiel eines Erzterroristen zu folgen. Diesmal ist es „Abu Jihad“, der nach Angaben des Fernsehens für die Ermordung von 125 Israelis verantwortlich ist.

Neue Scanner, die Israel entwickelt hat, könnten dafür sorgen, dass sich der Warenverkehr Israels und der PA-Gebiete mit Jordanien stark er höht. Mit ihnen könnten täglich 200 Frachtcontainer durchleuchtet werden, doppelt so viele wie bisher.

Ein Jerusalemer Bezirksgericht hat einen 25-jährigen Israeli angeklagt, weil dieser Araber angriff und ihr Grundeigentum beschädigte. Der Mann hatte aus rassistischen Motiven gehandelt.

Saeb Erekat ließ wissen, dass die Fatah/PLO/PA dagegen ist, dass die USA Ismail Haniyeh auf die Terrorlist gesetzt haben.

Der oberste Gerichtshof hat bestätigt, dass 3 illegale arabische Siedlungen in Judäa abgerissen werden müssen.,

Einem internationalen Komitee wurde von Israel jetzt ein Plan zur Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen vorgestellt, für den internationale Spender gesucht werden sollen. Der Plan sieht u.a. eine Erweitertung des Erez-Übergangs und den Bau einer Meerwasser-Entsalzungsanlage vor – Maßnahmen, die insgesamt etwa $1 Milliarde kosten werden.

Freitag, 02.02.2018:

Die PA setzt ihre Kampagne fort, mit der internationale Unterstützung für ihre Forderung nach einem internationalen Rahmen für einen „Frieden“ eingefordert wird. Dabei stellte PA-Außenpolitiker Maliki „Al-Quds“ (Jerusalem) sei ein wichtiger Teil der Würde, Identität und Religion des palästinensischen Volks. Die USA hätten mit Trumps Jerusalem-Entscheidung ihre Glaubwürdigkeit als Friedensvermittler verloren.

Samstag, 03.02.2018:

Die PLO hat ein Komitee eingerichtet, das über die Rücknahme der Anerkennung Israels beraten soll.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (14. – 20. Januar 2018)

Dieser Eintrag wird auf der Seite oben gehalten; die sonstigen Einträge folgen darunter.
Eine Liste der täglichen terroristischen ‚Vorkommnisse‘ wird in den Friedfertigkeiten 2017 geführt.

Sonntag, 14.01.2018:

Die starken Regenfälle vorige Woche haben den Innenhof des Patriarchengrabs in Hebon unter Wasser gesetzt, wo normalerweise die jüdischen Gebete stattfinden. Das Wasser stand noch am Samstag dort. Für die Instandhaltung des Gebäudes ist die muslimische Waqf verantwortlich – und die weigert sich etwas zu unternehmen, damit das nicht weiter passieren und weiterer Schaden entstehen kann. Sie behauptet, die Juden seien diejenigen, die das Gebäude beschädigen, es gebe keine Probleme. Das Dach zu verändern oder etwas hinzuzufügen würde den Status quo verändern und jegliche Arbeiten würden der Stätte Schaden zufügen.

Nach einem Treffen des Exekutivrats der PLO wurde eine Erklärung ausgegeben, die den „Aufstand des palästinensischen Volks“ in Reaktion auf die Anerkennung Jerusalems durch die USA pries. Darüber hinaus kamen die üblichen Behauptungen und Vorwürfe gegen Israel (Apartheid…).

Die Mitglieder der Bewegung „Jewish Strength“ (Jüdische Stärke) wollen Kameras und Segler anschaffen, um Steinewerfer-Terroristen zu dokumentieren; der Schritt soll wegen der unzureichenden Politik der IDF gegenüber Steinewerfern unternommen werden.

Es gab einen Anschlag auf einen ranghohen Hamasnik in Sidon im Libanon; sein Auto explodierte. Die Hamas macht Israel dafür verantwortlich. Angeblich kreiste zum Zeitpunkt des Anschlags ein israelisches Flugzeug über der Stadt.

Montag, 15.01.2018:

Mahmud Abbas wieder: „Israel hat Angst einflößende Mengen an Drogen importiert, um unsere junge Generation zu zerstören. Wir müssen vorsichtig sein.“

Die israelische Regierung überlegt alle Mitgliedern der Hamas-Terrororganisation und ihren Verwandten ersten Grades humanitäre Besuche in Israel zu verbieten.

Der Zoll im Hafen von Aschdod entdeckte und beschlagnahmte die bisher größte Lieferung an militärischer Kleidung, die in den Gazastreifen geliefert werden sollte – tausende Ausrüstungsgegenstände (tausende Stiefel, Uniformen, Mäntel, Kampfwesten, allesamt in Tarnfarben).

Dienstag, 16.01.2018:

Die PLO-Führer haben gefordert, dass die PA die Anerkennung Israels zurücknimmt, „bis es den Staat Palästina anerkennt“. Es ist nicht klar, ob die Abstimmung bindend ist.

Mittwoch, 17.01.2018:

Ein Militärgericht hat festgelegt, dass Ahed „Shirley Temper“ Tahimi und ihre Mutter bis zum Ende ihres Prozesses in Untersuchungshaft bleiben.

Die PA-Regierung behauptet israelische Schulbücher würden zum Morden von Palästinensern auffordern. Außerdem forderten sie die internationale Gemeinschaft und insbesondere die UNESCO auf, dass die Verjudung des palästinensischen Lehrplans gestoppt werden solle.

Mahmud Abbas droht mit Krieg. Trumps Anerkennung Jerusalem habe „Millionen Muslime provoziert“. Er sagte, dass Trump sich jetzt entscheiden müsste, ob es Krieg oder Frieden gebe.

Der Fraktionschef der arabischen Parteien in der Knesset tönte, die Verlängerung der Untersuchungshaft für Ahed Tamimi beweise die „endlose Grausamkeit der Besatzung“.#

Donnerstag, 18.01.2018:

Die Hamas ließ wissen, dass der Mörder des Rabbiners letzte Woche einer von ihnen war.

Am Ortseingang von Tiberias wurde ein Denkmal für die Opfer eines arabischen Pogroms vom 2. Oktober 1938 errichtet; damals brachten Araber 19 Juden um, 11 davon Kinder.

Das Büro eines arabischen Knessetabgeordneten in Umm el-Fahm wurde geräumt. Er hatte es in einem illegal errichteten Gebäude angemietet, das zum Abriss freigegeben ist und in dem sich niemand aufhalten durfte.

Freitag, 19.01.2018:

Die PA-Studentinnenkomitees wurden „Dalals Schwestern“ „getauft“, nach Dalal Mughrabi, die 1978 das „Küstenstraßen-Massaker“ zu verantworten hatte, bei dem sie mit den von ihr angeführten Terroristen 38 Israelis, darunter 12 Kinder, ermordete und mehr als 70 Personen verletzte. Das Fatah-Komitee, das die Entscheidung traf, pries sie als Anführerin von 11 Männern, Märtyrerin und Vorbild, dem nachzueifern ist.

Der Chefredakteur der palästinensischen Nachrichtenagentur Ma’an schrieb einen Artikel, Titel: „Das Land gehört den Arabern. An die Juden der Welt: Der Besuch ist beendet.“ („Der Besuch“, schreibt er im Artikel, habe 70 Jahre gedauert.) Darin beschreibt er israelische Kabinettsmitglieder als „Terroristen, die dem Beispiel von Meir Kahane und Baruch Goldstein folgen“.

Eine arabische Familie im Gazastreifen hat einen Verwandten getötet, von dem sie sagen, er habe Israel geholfen drei ranghohe Hamas-Funktionäre ausfindig zu machen und zu töten.

Hassan Narallah warf Israel vor hinter dem Mordanschlag diese Woche auf einen ranghohen Hisbollah-Granden zu stecken (Beweise legte er nicht vor). Außerdem stritt er ab, dass seine Organisation Drogenhandel betreibt.

Samstag, 20.01.2018:

Der PA-„Außenminister“ hat beim Internationalen Strafgerichtshof Anzeige gegen Israel erstattet; wegen „Zunahme israelscher Beschädigung der Rechte palästinensischer Kinder“. Dazu wird die Festnahme von Ahed „Shirley Temper“ Tamimi als Beispiel „israelischer Aggression“ angeführt.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (24. bis 30. Dezember 2017)

Sonntag, 24.12.2017:

Der Shin Bet-Chef sagte der Knesset: Im Jahr 2017 wurden mehr als 400 Anschläge verhindert.

Bei den Krawallen am Freitag starb ein PA-Araber, der wegen Amputation beider Beine im Rollstuhl saß. Es hieß, er sei von israelischen Soldaten erschossen worden. Die IDF hat das untersucht und  besteht darauf, dass der Mann nicht durch IDF-Schüsse getötet wurde und fordert eine Untersuchung des Roten Kreuzes.

Ahed Tamimi, die junge Frau („Shirley Temper“), die einen Soldaten ohrfeigte, soll auf Antrag der Polizei weiter in Untersuchungshaft bleiben, weil noch Zeit für weitere Ermittlungen benötigt wird.

Zwei weitere Teenager, der letzte Woche bei Krawallen verletzt wurde, erlag seinen Wunden.

Montag, 25.12.2017:

Die PLO „überlegt“ die von Israel 1967 eroberten Gebiete zum „Staat unter Besatzung“ zu erklären. Man könne die Beziehung zu Israel nicht fortsetzen, solange dieses „unseren Leuten ihre Rechte, besonders die in Jerusalem verweigert“.

PA-Grande Rami Hamdallah nutzte Weihnachtsmesse in Bethlehem um zu erklären, dass Jerusalem die Hauptstadt Palästinas sein wird.

Dem Antrag auf Verlängerung der Untersuchungshaft für Ahed Tamimi und ihrer Kumpaninnen wurde vom Gericht stattgegeben.

Jerusalem plant 300 neue Wohneinheiten in Gilo (Jerusalem) zu bauen.

Mahmud al-Zahar von der Hamas (im Gazastreifen) tönt, seine Terrortruppe werden die US-Botschaft „schließen“; Trump arbeite für Juden und: die Hamas werde „alle Leute wie euch deportieren“.

Dienstag, 26.12.2017:

Die IDF hat eine Straße wieder für PA-Verkehr geöffnet, die im Juli von einem Terroristen genutzt wurde, der in eine Gemeinde eindrang und dort 3 Menschen ermordete.

Die PA hat ihren Plan zur Bekämpfung der Jerusalem-Erklärung von Präsident Trump in Gang gesetzt: Die Anerkennung Israels wird gestrichen, die „gewaltfreie“ Intifada ausgeweitet, europäische Staaten sollen überzeugt werden Israel nicht weiter anzuerkennen (es habe keine Grenzen) und ihre Beitritte zu UNO-Organisationen beschleunigen.

Die IDF-Führung warnt, dass die Lage im Gazastreifen sehr explosiv sei; sie ähnele der vor dem Gewaltausbruch, der die Operation Fels in der Brandung nötig machte.

Mittwoch, 27.12.2017:

Mahmud Abbas rief den Vater von „Shirley Temper“ an und lobte die Familie für ihre Rolle bei den wöchentlichen Freitagskrawallen in Nabih Saleh.

Donnerstag, 28.12.2017:

Am Checkpoint Haschmonaim wurde ein 72-jähriger PA-Araber von einem Verwandten in die Obhut der Soldaten übergeben; der alte Mann hatte anscheinend einen Herzinfarkt und atmete nicht mehr. Die Sanitäter konnten ihn wiederbeleben; er wurde zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Tel Haschomer gebracht.

Samstag, 30.12.2017:

Einer der Randalierer am Gaza-Zaun von gestern erlag heute seinen Verletzungen.

Die Hamas jammert: Nur der Iran unterstützt uns. Derweil hat sich Verteidigungsminister Liberman an die Bevölkerung des Gazastreifens gewandt: Die Mullahs interessieren sich nicht für eure Probleme oder dafür, dass es euch besser geht. Denkt mal an die Zukunft eurer Kinder. Wenn ihr für eure Kinder eine bessere Zukunft haben wollt, dann übt Druck auf die Hamas aus, dass sie einen Kurswechsel vornehmen.

 

 

Spielt die Wahrheit überhaupt eine Rolle?

Warum ignoriert die Welt die Beweise für Saudische und Arafats Verbindung zum Terror?

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 13. Mai 2002

Als ich kürzlich eine Highschool-Klasse besuchte, stellte mir einer der Schüler eine recht gezielte Frage:

„Gibt es so etwas wie eine Geschichte, die objektiv wahr ist?“, erkundigte er sich.
„Todesanzeigen“, antwortete ich.

Die Antwort erntete Gelächter, aber er verdiente eine tiefer gehende Antwort als die begrenzte Zeit erlaubte.

Beobachtet man das diplomatische Menuett, das derzeit von Israel, den USA und unserem arabischen „Hauptverbündeten“, Saudi Arabien, getanzt wird, kann ich nur denken, wie wenig Wirkung die grundsätzliche Sorge dieses Studenten – die Suche nach Wahrheit – heute auf die amerikanische Außenpolitik hat.

Knackpunkt sind die Beweise, die Israel zur direkten Verwicklung des palästinensischen Führers Yassir Arafat zum Terrorismus vorgelegt hat.

Arafat war immer ein Terrorist. Seine Palästinensische Befreiungsorganisation – 1964 gegründet (3 Jahre VOR der „Besetzung“, die angeblich den Vorwand für antiisraelischen Terrorismus liefert) – hatte vom ersten Tag an Terror als Daseinsgrund. Er war der Pionier der Flugzeugentführungen und des bewussten Zielens auf unschuldige Zivilisten, besonders Frauen und Kinder.

Aber nachdem er einmal die Osloer Friedensvereinbarungen 1993 unterschrieb, war das alles vorgeblich Vergangenheit. Seit diesem Tag wurde Arafat von der Weltpresse wie ein Staatsmann behandelt.

Die folgenden 8 ½ Jahre boten haufenweise Gründe, diesen Status in Frage zu stellen, aber nichts scheint diese Einstellung seitens des Großteils der diplomatischen und des Pressekorps erschüttert zu haben.

Aber anders als einige seiner Vorgänger der letzten Jahre hat die jetzige Regierung Israels die schlechten Manieren gezeigt, ein Dossier mit vernichtenden Beweisen zusammenzustellen, das zeigt, dass palästinensischer Terrorismus nicht das Werk einiger weniger Extremisten ist, wie man uns erzählt hat.

Ein Schulterzucken und ein Gähnen

Stattdessen hat eine systematische Terrorkampagne, die hunderte Israelis in den letzten 19 Monaten das Leben gekostet hat, direkt zu Yassir Arafat zurück verfolgt werden. Er ist nicht nur derjenige, der Gewalt durch Hass erfüllte Reden angezettelt hat oder sie mit der Ermutigung zu „Jihad“ schürt und die steigenden Verluste von „Märtyrern“ betrauert, die Israelis umbringen.

Die riesigen Stapel an Dokumenten, die Israel im Verlauf seiner Durchforstung der terroristischen Büros in den Gebieten entdeckte, zeigen, dass Arafat auch der Zahlmeister und Koordinator des Terrorismus ist.

Unglücklicherweise wird die Wahrheit auch bezüglich unserer saudischen „Verbündeten“ als irrelevant betrachtet. Derselbe Schatzfund an palästinensischen Unterlagen enthüllte, dass die saudische Königsfamilie und Regierung Millionen von Dollars in die terroristische Infrastruktur schleuste, wobei besonders die Familien der Selbstmord-Bomber begünstigt wurden, die die Saudis lieber „Märtyrer“ nennen.

Die Beweise werden auch von Washington ignoriert, das sich selbst in die Vorstellung hinein täuscht, dass es die Finanziers des Terrorismus als Verbündeten im Krieg gegen die Täter gewinnen könnte.

Die Dokumente zeigen auch, dass die Palästinensische Autonomiebehörde, wie die Saudis, direkt mit den islamischen Fundamentalisten-Gruppen – Hamas und Islamischer Jihad – in Verbindung steht, die Arafat auf Flehen westlicher Regierender unterdrücken soll. Die PA selbst bildet eine Infrastruktur des Terrors, deren gesamte Mittel auf den Terror gerichtet wurden.

Aber Washingtons Antwort auf diesen wasserdichten Fall gegen Arafat sind ein Schulterzucken und ein Gähnen gewesen.

Ein von der New York Times zitierter „hochrangiger amerikanischer Beamter“ sagte am 5. Mai, dass er nicht genau wüsste, was er mit den von Israel vorgelegten Beweisen anfangen solle. Selbst wenn sie wahr wären – und er räumte ein, dass „einiges davon“ wahr ist – sei man unbeeindruckt.

„Israel kann letztlich nicht die palästinensische Führung aussuchen und es muss mit sich der Autonomiebehörde arrangieren.“

Der erste Teil dieser Stellungnahme ist unzweifelhaft wahr, der zweite aber folgt daraus nicht zwingend. Denn die P A hat sich dem Terrorismus verschrieben – und ein Haufen von Vorfällen wie das Waffenschmuggel-Schiff Karine-A und neun Jahre des Terrors sind objektiver Beleg dafür – was wird solches Arrangieren mit der PA erreichen?

Hatte Arafat schließlich nicht jedes Mal, wenn er eine Friedensvereinbarung mit Israel unterschrieb, dem Terror entsagt? Da aber israelische Zugeständnisse in mehr Macht für ihn umgesetzt wurden, wuchsen seine Verletzungen des Banns gegen den Terror immer unverschämter an.

Jedes Mal, wenn er bei diesen Lügen ertappt wurde, hatte man ihn mit mehr Druck der internationalen Gemeinschaft belohnt – Druck auf Israel, nicht auf Arafat. Alles, was seit 1993 geschehen ist, hat ihn überzeugt, dass Terror sich wunderbar auszahlt.

Ist die Ermordung von Juden eine gerechte Sache?

Was motiviert diese internationale Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit über Arafat? Eine hetzerische Karikatur von Tony Auth vom Philadelphia Inquirer am 7. Mai könnte einen Erklärungsansatz bieten.

Auth zeigte einen aufgedunsenen israelischen Premierminister Ariel Scharon, der sich bei Präsident Bush beschwerte: „Ihr müsst nicht mit dem Terroristen bin Laden verhandeln, wie kommt es, dass ich mit diesem Stinktier verhandeln muss?“, während er auf Arafat zeigt, der buchstäblich als riechendes Stinktier gezeichnet ist. Auth lässt Bush antworten: „Für den Anfang: Er hat eine gerechte Sache.“

Auth (der ohne Zweifel Beschwerden von arabischen Lesern bekommen wird, die dagegen Einspruch erheben, dass Arafat als stinkendes Tier gezeigt wird) hat offensichtlich den Eindruck, dass Arafats Terror eine angemessene, sogar eine „gerechte“ Sache ist, die sein scheußliches Verhalten als vernünftig darstellt. Wird die Belohnung mit Zugeständnissen, von denen der Karikaturist und der „ranghohe“ US-Beamte glauben, dass sie ihn befriedigen werden, eine gerechtere Welt schaffen?

Diese Geisteshaltung zu verstehen bedeutet die Feindseligkeit all derer offen zu legen, die uns erzählen, dass Arafats kriminelle Vergangenheit unbedeutend ist.

Denn wenn die ursprünglichen Oslo-Vereinbarungen und Ehud Baraks Angebot eines Staates, der praktisch aus dem gesamten Gebiet besteht, das Israel 1967 eroberte, Arafat nicht befriedigt oder ihn vom Terror abhält, dann ist die unvermeidliche Schlussfolgerung, dass sein Ziel die Auslöschung des jüdischen Staates ist, egal, wie eingeschränkt seine Grenzen sein mögen.

Daher dürfte Israels größtes Problem nicht darin bestehen, die Welt zu überzeugen, Arafat als Terroristen zu betrachten, sondern darin, sie aufzufordern, ernsthaft darüber nachzudenken, was seine wirklichen Ziele sind und ob er sie mit fairen Mitteln verfolgt oder nicht.

Die Wahrheit über Arafat zu ignorieren, ist nicht nur diplomatische Höflichkeit. Es ist eine Erklärung, dass die Ermordung von Juden, wie der schlechte Geruch, der von Arafat in Auths Karikatur ausgeht, nicht mehr als schlechte internationale Manieren sind – und kein Verbrechen.

Für die „hochrangigen Beamten“, die die Korridore des Außenministeriums und des Weißen Hauses patrouillieren – gar nicht zu reden von der UNO – ist ein „Freifahrtschein aus dem Gefängnis“ für Arafat, trotz des jüdischen Blutes, das deutlich an seinen Händen klebt, nicht mehr als das gewöhnliche Staatsgeschäft, während sie versuchen eine Irritation für ihre Pläne des Krieges gegen den Irak aus dem Weg zu räumen.

Aber die Amerikaner sollten erkennen, dass die Kosten dieses Wahnsinns nicht von den Israelis allein getragen werden müssen.

Während sich der Schwung für die nächste Runde der „Friedens“-Verhandlungen aufgebaut, wird uns zunehmend erzählt, dass amerikanische Friedenstruppen oder „Beobachter“ nötig sein werden, um den Handel zu sichern. In der Zukunft werden es möglicherweise wirklich Amerikaner sein, die ihr Leben verlieren, wenn Arafat und seine kriminelle Bande ihren nächsten Vertrag verletzen. Wir können auch nicht sicher sein, dass palästinensische oder saudische „Märtyrer“ nicht wieder amerikanische Städte ins Ziel nehmen, während wie uns in neue Beschwichtigungsrunden drücken.

Wie ich meinem jungen Freund hätte sagen sollen: die Wahrheit ist mehr als nur ein ästhetischer Wert. Sie zu ignorieren, verlangt uns manchmal einen hohen Preis ab. Obwohl es Arafat zukünftigen Opfern kein Trost sein wird: Es soll keiner behaupten, wir seien nicht gewarnt worden.

In London könnte die Wahrheit unter der Oberfläche gefunden werden

Dr. Joel Fishman, Makor Rishon, 22. Juli 2005 (direkt vom Autor)

Aus den unterschiedlichen Reaktionen, die in der israelischen Presse erschienen, wird deutlich, dass die Terroranschläge in London eine besondere Bedeutung hatten. Die spontanen Reaktionen vieler waren zwar Mitgefühl und Anteilnahme, aber eine Reihe Schreiber warfen eine andere Frage auf: die Beschuldigung der intellektuellen Unehrlichkeit, insbesondere bei der BBC, die in Fällen außerhalb von England die Terroristen nicht bei ihrem wahren Namen nannte. Diesmal jedoch, benutzte London für kurze Zeit das richtige Wort: Terroristen. Das ist eine ernste Sache, denn Worte können so wichtig sein wie Taten, insbesondere wenn sie die öffentliche Wahrnehmung der Wirklichkeit formen.

Dass die BBC besonderes Vokabular benutzt um die furchtbare Realität des Terrors zu kaschieren oder sogar zu legitimieren, wenn er gegen andere eingesetzt wird, ist nicht neu; aber man muss die Bedeutung begreifen. Eine Wahl der Worte, die andeutet, dass Terror gegen andere legitim ist, gegen Briten aber nicht, ist moralisch verwerflich, denn um diese Ansicht zu vertreten muss man davon ausgehen, dass nicht alle Menschen gleich sind oder dass die Engländer gleicher sind als andere – was rassistisch ist. Bestenfalls könnte dies ein Beispiel orwellschen „Doppeldenkens“ sein. Tatsächlich könnte im Hinterkopf ein Gefühl lauern, dass die Probleme anderer, wenn sie weit weg sind, uns nicht sonderlich betreffen. Als Neville Chamberlain die Tschechoslowakei ihrem Schicksal überließ, tat er die nazideutsche Aggression ab als „einen Streit in einem Land weit weg, zwischen Leuten, über die wir nichts wissen.“ Das Problem heute ist, dass zwar solche Einstellungen weiter bestehen, die modernen „Streitigkeiten“ aber nicht länger weit weg sind.

Es sollte angemerkt werden, dass die britische Regierung tatsächlich versuchte, mit den Terrorkräften ihren Frieden zu schließen. Bei der Entführung eines britischen Flugzeugs im September 1970 nach Jordanien erfüllte die Regierung Heath die Forderungen der palästinensischen Entführer, obwohl Großbritannien 1963 die Internationale Konvention von Tokio zu Flugzeugentführungen unterschrieben hatte, dass mit Entführern nicht verhandelt würde. Jahre später sagte Leila Khaled, Entführerin im Ruhestand: „Es war ein guter Schritt für uns, dass wir sahen, dass mit Regierungen verhandelt werden konnte. Wir konnten unsere Forderungen durchsetzen. Der Erfolg dieser Taktik der Entführungen und der Durchsetzung unserer Forderungen gab uns den Mut und die Sicherheit unseren Kampf fortzuführen.“ Arafats Biographen, Barry und Judy Rubin, berichteten, dass König Hussein vor dem Schwarzen September die Briten um Hilfe bat, um das haschemitische Königreich zu retten. Unter Gebrauch von Archivquellen, nämlich den Mitschriften aus den Sitzungen des britischen Kabinetts, berichteten die Rubins, dass die Regierung Heath sich entschied Hussein fallen zu lassen und den Amerikanern empfahl dasselbe zu tun. Am Ende schaffte es Hussein an der Macht zu bleiben – mit Hilfe der USA und eines Nachbarstaates. (Diese Woche starb Edward Heath im reifen Alter von 89 Jahren.)

Offensichtlich gibt es eine Dynamik, dass man erst dem Terror nachgibt, dann den Versuch unternimmt diejenigen zu beschwichtigen, die die Terroristen schickten, indem man ihre „vernünftigen Ansprüche“ befriedigt und schließlich zu ihren Anwälten wird. 1980 schrieb Terence Prittie, ein britischer Freund Israels, dass das britische Außenministerium die Unwahrheit zu verbreiten begann – heute bekannt als die Doktrin des Verstehens – „dass die Regelung der ‚Palästinensischen Frage‘ es ermöglichen würde, dass alle anderen Teile des Nahost-Puzzle sich hübsch zusammenfügen, was in Frieden, Fortschritt und Wohlstand für alle mündet.“ Prittie erklärte weiter die Motivation: „Angesichts einer europäisch inspirierten Regelung der palästinensischen Frage, in die Großbritannien sehr stark involviert sein würde, wäre die Dankbarkeit der arabischen Welt grenzenlos; die Möglichkeit, unschätzbaren Rat zur Lösung anderer innerarabischer Dispute geben zu können, wäre grenzenlos.“ Daher würde es viel arabisches Öl und Investitionen für Europa geben und europäische Technologie und Expertenwissen würde in die umgekehrte Richtung fließen. Das würde ein goldenes Zeitalter europäisch-arabischer Zusammenarbeit eröffnen. Prittie schrieb kurz nach dem Gipfel von Venedig im Juni 1980, auf dem die EWG-Regierungsspitzen eine Erklärung über die Notwendigkeit veröffentlichten, die PLO in zukünftige Nahost-Verhandlungen einzubeziehen. Damals wurden Amerikaner im Iran als Geiseln festgehalten (4. November 1979 – 20. Januar 1981) und Präsident Carter zeigte historische Schwäche, was die arabische Welt enorm ermutigte. Das von Prittie beschriebene Denken stimmt im Grundsatz mit dem britischen und europäischen von heute überein, aber das goldene Zeitalter, von dem geträumt wurde, kam nicht zustande. Großbritannien mag zwar beträchtliche finanzielle Gewinne verbucht haben, aber nachdem es von Anfang an gegenüber dem Terror klein beigegeben hat, sieht es sich nun einer weit gefährlicheren Realität gegenüber. Denn aus Sicht der Araber hat der Terror funktioniert. Er funktionierte nicht nur, weil er half, dass die Täter ihr unmittelbares Ziel erreichten, sondern er schuf auch eine Dynamik, die die fortgesetzte politische Zusammenarbeit seiner Opfer sicher stellte.

In diesem Zusammenhang veröffentlichte kürzlich (im Juni 2005) das Center for Monitoring the Impact of Peace (CMIP) einen Bericht über palästinensische Schulbücher, der eine verräterische Passage aus „Islamic Education“, einem Buch der 10. Klasse, enthielt. Arnon Grois identifizierte einen Text, der islamische Moral mit der des Westens verglich: „[Islamische] Moral unterscheidet sich von der anderer Völker, denn [westliche Moral] wird von Relativität, Unstetigkeit und Unterordnung unter das Kriterium der Interessen und des Nutzens charakterisiert. Solche Völker sind nicht an sie gebunden, wenn sie ihnen nicht einen gewissen Gewinn einbringen.“ Der Text zeigt, dass, obwohl die Briten die Sache erfolgreich vernebelt haben mögen, die Palästinenser deutlich eine westliche Verletzbarkeit feststellten, bei der Zweckmäßigkeit Vorrang vor Prinzipientreue hatte.

Das Nichtvorhandensein moralischer Klarheit, die die palästinensischen Schulbücher beschreiben, wird durch die pragmatische Anwendung einer Sprache mit barbarischer Gewalt beispielhaft gezeigt. Nicht nur die Worte sind falsch; solches sprachliches Zusammenwirken befreit diejenigen von Verantwortung, für die das Ziel die Mittel heiligt. Diese Entwicklung zeigt auf, dass die Briten die moralische Dimension des Konflikts nicht mehr verstehen, in dem sie sich befinden – eine Entwicklung, die ihnen letztlich die Fähigkeit schwächt sich zu verteidigen. Eine damit zusammenhängende Möglichkeit ist, dass sie sich Stück für Stück in den Status einer „beschützten Minderheit“, der Dhimmi, im Europa der Zukunft konditionieren.