Bildunterschriften, die tausend Worte wert sind

Die Kunst israelfeindliche, verdrehte Fotobeschreibungen zu schreiben ist ein weiterer Schritt auf dem glitschigen Abhang, den nicht objektive Journalisten und ihre antiisraelischen Redakteure gewählt haben, um abzurutschen. Op-ed.

Stephen M. Flatow, Israel National News, 28. Juni 2021

Massenmedien (iStock)

Wenn ein Bild tausend Worte wert ist, was sind die Worte unter dem Bild wert?

Eine Menge – für die, die die internationale öffentliche Meinung gegen Israel kehren wollen.

Die Nachrichtenagentur Reuters verbreitete vor kurzem das dramatische Foto eines – nach Angaben der Bildunterschrift – „Palästinensers, der während eines antiisraelischen Protests gegen die grenzüberschreitende Gewalt zwischen palästinensischen Militanten in Gaza und dem israelischen Militär direkt an der Barrikade mit Reifen einen Sprung macht.“

Wow. Wie viele Fakten kann man in einer einzigen Bildunterschrift entstellen?

Fangen wir mit der Formulierung „ein Palästinenser“ an. Der junge Mann im Foto ist nicht einfach „ein Palästinenser“. Zuerst einmal trägt er die Art Kopfbedeckung, die bei palästinensischen Teenagern beliebt sind, die hoffen, dass die israelische Polizei es nicht schafft sie zu identifizieren und zu verhaften. Das ist keine Covid-Maske. Gesetzestreue Bürger wickeln nicht ihr gesamtes Gesicht in Stoff. Natürlich soll es die Tatsache, dass er durch die Luft springt, offensichtlich machen, dass er kein unschuldiger Zivilist ist, der nur spazieren geht.

Und was ist mit all dem schwarzen Rauch, der hinter ihm wabert? Offensichtlich handelt es sich um die Szene aus einem Krawall. Die Bildunterschrift bezeichnet das eine „Barrikade aus Reifen“. Sie sind nicht nur eine „Barrikade“. Sie brennen – weshalb es dort so viel Rauch gibt. Palästinensisch-arabische Mobs rollen brennende Reifen in Richtung vorbeifahrender israelischer Autos. Sie verbrennen Reifenstapel mitten auf der Straße, um israelische Verkehrsteilnehmer zu zwingen langsamer zu werden, damit sie sie mit Steinen und Brandsätzen überfallen können.

Sie sollten als „palästinensische Terroristen” bezeichnet werden. Oder zumindest als „palästinensisch Randalierer“. Aber gewiss nicht nur als „Palästinenser“.

Warum randalierten sie an diesem Tag? Nach Angaben des Verfassers der Bildunterschrift bei Reuters war es ein „Protest gegen grenzübergreifende Gewalt“ im Gazastreifen. Mit anderen Worten: Die Randalierer mit den brennenden Reifen waren eigentlich Friedensaktivisten. Sie  protestierten gewalttätig gegen Gewalt!

Die Redakteure bei Reuters betrachten die Hamas und den Islamischen Jihad offensichtlich nicht als Terroristen, obwohl sie auf der offiziellen Liste der Terrororganisationen der USA und anderer Regierungen weltweit stehen. Und obwohl sie Raketen auf Kindergärten schießen und Busse in die Luft jagen – einschließlich dem, in dem meine Tochter Alisa (sel. A.) 1995 fuhr. Nein, sie sind einfach „Militante“. Niemals „Terroristen“.

Und schließlich gibt es da die haarsträubende Charakterisierung der Gaza-Kriege: „grenzübergreifende Gewalt zwischen palästinensischen Militanten im Gazastreifen und dem israelischen Militär“. Wollt ihr uns auf den Arm nehmen? Die Hamas schießt Raketen; Israel schießt zurück. Das ist „grenzübergreifende Gewalt“? In der Version von 1941 bombardieren die Japaner Pearl Harbor, Amerika schießt zurück und die Bildunterschrift von Reuters berichtet von „Marine-Zusammenstößen zwischen japanischen Militanten und dem amerikanischen Militär“.

Letzte Woche kam eine noch schlimmere Bildunterschrift aus dem Nahen Osten, dankt des Fotodienstes „Flash90“ mit Sitz in Jerusalem. Sie lautete: „Palästinensische Gottesdienstbesucher sammeln Steine, um sie auf dem Gelände der Al-Aqsa-Moschee zu werfen.“

Sind Sie jemals in einer Synagoge gewesen – oder einer Kirche oder einer Moschee oder einem Hindu-Tempel – wo die Gemeindemitglieder den Gottesdienst besuchten, indem sie versuchten ihre Nachbarn zu Tode zu steinigen? Ich nicht.

Ein Zyniker könnte sagen: Ja, wer immer diese Bildunterschrift verfasste, hat es genau richtig verstanden, denn diese gewalttätigen palästinensischen Araber haben den Versuch Juden zu töten zu einer Religion gemacht – sie „beten“ mit Steinen, Messern, Schusswaffen und Bomben.

Aber das würden den Verfasser der Bildunterschrift viel zu leicht davonkommen lassen – und dafür sorgen, dass er eine wichtige Lektion verpasst.

Das Foto von Flash90 zeigte fünf junge Männer, von denen zwei klassische Gesichtsmaskierungen von Randalierern trugen. Während die Bildunterschrift behauptet, sie würden „Steine sammeln“, waren zwei von ihnen eindeutig im Begriff die Steine zu werfen und wir können annehmen, dass die anderen Gleiches taten.

Jeder mit nur minimalen Kenntnissen der israelischen Geschichte – oder einem Mindestmaß an gesundem Menschenverstand – weiß, dass ein Stein, wenn er auf einen Menschen oder die Windschutzscheibe eines Autos geschleudert wird, verstümmeln und sogar töten kann. Wir wissen das, weil es so oft passiert ist. Nach meiner Zählung sind mindestens 14 israelische Juden und zwei israelische Araber, die für Juden gehalten wurden, seit den 1980-er Jahren von palästinensischen Arabern zu Tode gesteinigt worden. Abertausende weitere sind bei solchen Steinwurfanschlägen verletzt, einige davon dauerhaft entstellt worden.

Wenn also junge arabische Männer „Steine zum Werfen sammeln“, wie die jungen Männer in dem Foto von Flash90 es machten, dann taten sie das im vollen Wissen, dass sie versuchten Mord betrieben. Natürlich versuchten sie nicht andere Araber zu ermorden. Sie warfen die Steine auf israelische jüdische Polizisten. Was bedeutet, dass sie versuchen Juden zu Tode zu steinigen.

Warum sollten Autoren von Bildunterschriften einen Krawall als „Protest“ bezeichnen, israelische Selbstverteidigung gegen Hamas-Aggression als „grenzüberschreibende Gewalt“ und Steinewerfer als „Betende“ beschreiben? Und warum sollten ihre Redakteure solchen Sprachgebrauch genehmigen?

Es kann nicht sein, dass sie den Unterschied zwischen Krawall und Protest, zwischen Aggressoren und Opfern, zwischen Terroristen und Gottesdienstbesuchern nicht kennen. Deshalb lässt das nur eine plausible Erklärung zu: Feindschaft gegenüber Israel und Mitgefühl für die palästinensischen Araber. Sie behaupten vielleicht verantwortungsvolle Redakteure und objektive Reporter und Bildunterschrifts-Autoren zu sein, aber in Wirklichkeit haben sie eine politische Agenda. Ihre Agenda besteht darin Israel zu verletzen.

Und die Bildunterschriften unter den Fotos – die Bildunterschriften, die auf ihre eigene Art helfen die öffentliche Meinung zu formen – sind nur ein weiteres Mittel dieses widerwärtige Ziel zu erreichen.

Foto: Bilder lügen nicht…

gefunden auf Facebook:

Bilder lügen nicht

Das Beitragsfoto wurde heute, am 15.12 2016, von deutschen Medien als News verkauft.
In Wahrheit ist es kalter Kaffee von vor 2 Wochen. Ich habe mal die Bildunterschriften der Veröffentlichungen hinzugefügt.

Es ist wahr, dies sind die Bildüberschriften des gleichen Fotos!

28.11.2016 Al Jazeera. „Zur Zeit belagertes Viertel im Aleppo Katastrophen Gebiet“

06.12.2016 Tagesspiegel „Aleppo gleicht in weiten Teilen einer Geisterstadt“

13.12.2016 Yan Safak (türkischer „neue Morgendämmerung) syrische Regierungskräfte führen Zivilisten zur Erschießung.

14.12.2016 rtve Spanien „Syrische Familie unter den Trümmern von Gebäuden in Ost Aleppo.

14.12.2016 ägyptische Elnada News „Inhaftierung von etwa 1000 an einem iranischen Kontrollpunkt in Aleppo“

15.12.2016 Yahoo Frankreich „Verwirrung und Panik in Aleppo, wo Zivilisten noch nicht evakuiert worden“

15.12.2016 Zeit online „Die Situation in Aleppo ist katastrophal, Nahrung und Medikamente werden dringend benötigt“

aleppo_medienfoto

Foto der Woche: Nein, das Foto ist überhaupt nicht gestellt (mit Update)

Elder of Ziyon, 17. Mai 2015

Eine Palästinenserin sieht am Donnerstag, vor den Gedenkfeiern zum 67. Jahrestag der „Nakba“ aus einem Fenster ihres Hauses im Flüchtlingslager Al-Schati in Gaza Stadt. (Mohammed Abed/AFP)

Ich bin sicher, dass der Fotograf nichts damit zu tun hatte, dass dieses Foto gestellt wurde. Er hat Moral!

Warum sieht ihr Haus so schlimm aus? Immerhin sieht es nicht so aus, als sei es bombardiert worden. Das Lager Schati steht unter kompletter palästinensisch-arabischer Herrschaft. Es gibt keine Knappheit an westlicher oder arabischer Finanzhilfe, um das Haus dieser armen Frau zu reparieren. Die Zeit, die nötig war, um dieses Foto zu stellen, hätte genutzt werden können, um den Fensterladen zu reparieren. Warum ist also das Fenster in einem so schlechten Zustand?

Das sind Fragen, die nicht gestellt werden, wenn der Nakba-Tag anrollt. Nein, derzeit müssen die Fotografen die Nakba illustrieren und eine alte Frau, die verlassen zu ihrem echten Haus irgendwo in Israel schaut, in einem heruntergekommenen Haus lebt, das innerhalb einer Woche leicht zu reparieren wäre, entspricht den Anforderungen.

Man erinnert sich, dass Israel schon 1979 versuchte echte Häuser für solche Leute zu bauen – und die UNO verurteilte es dafür, dass es diese verfallenen „Flüchtlings“-Lager loswerden wollte, die so nützlich für Fototermine dazu sin, wie schlecht es den palästinensischen Arabern geht.

UPDATE: Ein anderer Winkel. Ihre Finger befinden sich in genau derselben Position, aber unser Fotograf bat sie ihren Kopf ein wenig weiter ins Haus, aber nach links zu bewegen, damit er nicht so im Schatten ist.

Bitte eine Bildbeschreibung formulieren

Israellycool, 25. Juli 2014

Wenn es je ein Foto gab, das nach einer Bildbeschreibung schrie, dann dieses hier:

Kerry+Bibi

Mein Beitrag:

Bibi: „Zeigt bitte jemand diesem Arschloch den Weg nach draußen?“

Weitere in den Kommentaren bei Israellycool:

Bibi: „Du schon wieder! Irgendwelche neuen, brillanten Vorschläge?“

„Du hast angerufen???“

Bibi: „Verdammt, ich hatte noch nicht mal meinen ersten Kaffee!“

Medienspielereien

Als im September 2001 pal-arabische Freudentänze angesichts der Anschläge in New York und Washington von den Medien wegen Drangsalierungen durch PA-Kräfte kaum gezeigt werden konnten, aber sich doch eine dicke Frau und ein paar Jungs in Jerusalem vor der Kamera freuten, da meinte ein ZDF-Journalist mich nach einem Schreiben an seine Redaktion belehren zu müssen, dass solche Leute für ein bescheidenes Trinkgeld „gekauft“ werden können und der Jubel gestellt sei. Der inzwischen im Ruhestand befindliche Korrespondent „bedauerte“ nicht nur, dass diese Aufnahmen überhaupt gezeigt wurden, er unterstellte seinen Kollegen also auch, dass sie betrügen. (Das gibt’s bekanntlich nur, wenn die Araber negativ betroffen sind – umgekehrt bedarf es schon massiven Drucks aus der damals noch nicht vorhandenen Blogosphäre, wie man am Beispiel des Reuters-Photoshoppers und den Bomben auf die Hamas in Beirut 2006 sehen konnte).

Diese Erkenntnis der gestellten Szenen wird also gerne angeführt, wenn man damit für die Terroristen ungünstige Bilder wegerklären kann. Umgekehrt sieht es allerdings ganz anders aus, wie Elder of Ziyon in einem Beitrag anhand von Fotos samt Bildunterschriften von Reuters aufzeigt. Dazu stellt er einfache „Auswahlmöglichkeiten“:


Was ist wahrscheinlicher?
1) Vier arabische Jungs werfen zufällig genau gleichzeitig Steine und eine Fotograf kann nicht nur die Burschen, sondern auch ihre Steine im Flug knipsen, was seine Chance auf den Gewinn eines Preises erhöht.
2) Nachdem er sie in die optimale Position dirigiert hat, ruft der Fotograf den Jungs zu: „Wahid, ithnan, thalatha (eins, zwei, drei), WERFEN!“

Zugegeben, das ist etwas spekulativ. Aber die Vermutung, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht, kann nicht einfach abgetan werden, zumal es reichlich Bilder gibt, die Zweifel an ihrer Authentizität aufwerfen – zu viele, als dass man diese Fragen nicht stellen sollte.

Es ist ja auch nicht so, dass die MSM mit ihren sonstigen Fotos und zugehörigen Bildunterschriften dazu beiträgt Parteinahmen auszuschließen. Nehmen wir ein Beispiel von Associated Press (ebenfalls eingestellt von Elder of Ziyon):

AP schreibt dazu: Ein palästinensischer Junge bereitet sich darauf vor einen Ziegelstein auf israelische Soldaten zu werfen, die im Westbank-Dorf Beta bei Nablus operieren. Donnerstag, 21. Feb. 2008

Die Beobachtung von Elder of Ziyon: Ein Standard-Ziegelstein wiegt etwa 3kg. Schauen wir uns etwas genauer an, was dieser Junge hier schleudert:

vergrößerter Bildausschnitt

Das ist kein Ziegelstein, das ist ein Betonblock von 14kg. Es besteht keine Frage, dass dies eine tödliche Waffe ist, besonders, wenn er aus der Höhe geworfen wird. Es besteht Tötungsabsicht.

Was sollte die legitime Antwort eines Soldaten sein, der mit einem 14kg-Projektil konfrontiert wird?
Und warum, glauben Sie, beschreibt AP das lediglich als „Ziegelstein“?

Und: Wie hätte AP die Szene wohl beschrieben, wäre der Werfer ein jüdischer „Siedler“? Das ist vielleicht spekulativer als die Szene der vier Jungs oben. Aber nicht weniger weit hergeholt.