Die einzige Vergewaltigung, bei der es in Ordnung ist das Opfer verantwortlich zu machen

Raymond Ibrahim, 7. Juli 2022

Schwedische Beamte warnen ukrainische Frauen, die in Flüchtlingszentren leben, sie sollten sich nicht so kleiden, dass es Männer „aus anderen Kulturen“ – Code für muslimische Migranten, in Schweden meist von der somalischen Variante – provozieren könnte, die in denselben Flüchtlingszentren wohnen.

Und wie ziehen diese unglücklichen ukrainischen Flüchtlingsfrauen sich an, dass das eine solche Warnung veranlasst? Laut Gitana Bengtsson, die ihnen geholfen hat, „kleiden sie sich in der Regel wie wir, du und ich. Es gibt daran nichts Seltsames. Sie sehen nicht aus wie Prostituierte. Würden diese Frauen in der Stadt leben, würde ihnen niemand sagen, wie sie sich anziehen sollen.“ Trotzdem und weil jetzt Sommer ist, hat der Manager der Einrichtung ihnen angeraten keine Shorts oder Röcke zu tragen, die ihre Körperteile offenbaren.

Es hat darüber hinaus mehrere andere Berichte von muslimischen Migranten gegeben, die ukrainische Flüchtlingsfrauen angriffen oder sie sich unsicher fühlen lassen. In einem Fall brachen Migranten in Wohnheime ein, in denen ukrainische Frauen mit ihren Kindern leben. „Sie sagten, dass Schweden ein sicheres Land ist, aber das habe ich nicht gesehen“, sagte eine dieser Frauen später. Eine andere Frau meinte, dass sie in der Ukraine wenigstens verstanden und wussten, wie sie auf Bedrohungen reagieren müssten. „Wenn Bomben fallen, weiß ich wengistens, dass ich in den Keller gehen und mich dort verstecken kann“ – wohingegen dort heute ein angehender Vergewaltiger-Migrant lauern könnte.

Diese ukrainischen Frauen, nicht an Muslime gewöhnt, müssen offenbar mit der Zeit gehen und „multikulturelles Leben“ annehmen. Fakt ist, dass westliche Staaten, die große muslimische Migranten-Bevölkerungen beherbergen, wiederholt angedeutet haben, wenn bei ihnen Vergewaltigungen zunehmen – Schweden ist jetzt dank seiner muslimischen Bevölkerung die Hauptstadt der Vergewaltigungen im Westen – dann ist das so, weil Frauen „ihren Teil“ nicht beitragen. Ein paar Beispiele:

Nachdem eine 20-jährige Österreicherin, die in Wien an einer Bushaltestelle wartete, von vier Muslimen angegriffen, verprügelt und ausgeraubt wurde – darunter einer, der „damit begann, dass er mit seinen Händen durch mein Haar fuhr und deutlich machte, dass es in seinem kulturellen Hintergrund kaum blonde Frauen gibt“ – reagierte die Polizei damit dem Opfer zu sagen, sie solle ihr Haar färben:

Zuerst hatte ich Angst, aber jetzt bin ich vor allem wütend. Nach dem Angriff sagten sie mir, dass Frauen nach 20 Uhr nicht allein auf der Straße sein sollten. Und sie gaben mir auch noch einen weiteren Rat, sagten mir, ich solle mir die Haare dunkel färben und mich nicht so provokativ anziehen. Indirekt heißt das, dass zum Teil ich selbst für das verantwortlich bin, was mir passierte. Das ist eine massive Beleidigung.

2001 sagte Unni Wikan, eine Professorin für soziale Anthropologie an der Universität Oslo:

Norwegische Frauen müssen ihren Anteil an der Verantwortung für diese Vergewaltigungen übernehmen, „weil muslimische Männer ihre Art sich zu kleiden als provokant betrachten“. Die Schlussfolgerung der Professorin lautete nicht, dass im Westen lebende muslimische Männer sich an westlichen Normen anpassen müssen, sondern genau das Gegenteil: „Norwegische Frauen müssen erkennen, dass wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben und uns an sie anpassen müssen.“

So viel zur feministischen Behauptung, dass Frauen sie so kleiden können und sich so promisk und provokativ verhalten können, wie sie wollen – und wehe dem Mann, der es wagt das als Rechtfertigung für männliche sexuelle Übergriffe anzuführen. Offenbar gilt dieser feministische Kehrreim aber nicht für muslimische Männer.

Und wer kann vergessen, dass muslimische Migrantenmobs am Silvesterabend 2015 in Köln volle eintausend Frauen angriffen? Dann rief Bürgermeisterin Henriette Reker die Frauen auf – die Opfer, nicht ihre männlichen Missbraucher – Veränderungen vorzunehmen: „Frauen und Mädchen … sollten ausgehen und Spaß haben, aber sie müssen besser vorbereitet sein, besonders jetzt, wo in Köln der Karneval ansteht. Dafür werden wir online Vorgaben veröffentlichen, die diese jungen Frauen sich durchlesen können, um sich vorzubereiten.“

Bei einem weiteren Vorfall vergewaltigten sieben muslimische Migranten eine deutsche Jugendliche in einem Park, nachdem sie sie in einer Disco in Freiburg unter Drogen setzten. (Zumindest hat sie überlebt; bei einem ähnlichen Fall eine Woche zuvor in Italien, wurde das unter Drogen gesetzte Oper ermordet). Bernhard Rotzinger, der Freiburger Polizeichef, reagierte mit der Aussage: „Wir können den Bürgern keine Vollkaskoversicherung [gegen Verbrechen] bieten, aber ich kann diesen Rat geben: Machen Sie sich nicht selbst verletzbar, indem sie Alkohol oder Drogen konsumieren.“

„Rat“ gegen Alkohol, Drogen und rücksichtsloses Verhalten wären weit willkommener, wäre er nicht unter Zwang gegeben worden. Wie die Dinge stehen, ist das eine Ausflucht. Oder, wie ein Bericht es formulierte, der die erwähnte Vergewaltigung in Freiburg diskutiert: „Die Konzentration auf Prävention ist etwas Gutes, zeigt aber auch, dass deutsche Behörden und Medien kaum die Migrantenkrise für die Katastrophe verantwortlich machen, die sich in Deutschland offenbart. Politische Korrektheit hat Beamte veranlasst die Verantwortung für Straftaten den Frauen zuzuschieben statt Merkels Gästen.“

Die größere Ironie all dieser Ausreden ist aber, dass schon beim Anfang des Islam vor 14 Jahrhunderten europäische Frauen – sogar keusche Nonnen – von Muslimen immer als von Natur aus sexuell leichtfertig dargestellt wurden; und wie sie sich kleideten hatte nichts damit zu tun. Dieser Artikel diskutiert die historischen Wurzeln dieses Phänomens. Es folgen moderne Beispiele, die andeuten, dass dieses Motiv immer noch gesund und munter ist:

  • Eine Britin wurde nach Marokko in die Prostitution verkauft und wiederholt von dutzenden muslimischen Männern vergewaltigt. Sei „ließen mich glauben, ich sei nichts als eine Schlampe, eine weiße Hure“, erinnerte sie sich. „Sie behandelten mich wie eine Aussätzige, außer sie wollten Sex von mir. Ich war für sie weniger als ein Mensch, ich war Müll.“
  • Eine weitere junge Britin wurde unter muslimischen Männern „wie ein Stück Fleisch herumgereicht“; sie missbrauchten und vergewaltigten sie im Alter von 12 bis 14 Jahren. Vor kurzem hörte ein Gericht sie als erwachsene Zeugin, wie sie „auf einer dreckigen Matratze über einem Imbiss vergewaltigt wurde und auf einem Kirchhof gezwungen wurde Oralsex auszuführen“ und wie dann einer der Täter hinterher „in einem Akt der Erniedrigung auf sie urinierte“.
  • Ein Muslim nannte eine 13-jährige Jungfrau „a little white slag“ – britischer Slang für „lockere, promiske Frau“ – bevor er sie vergewaltigte.
  • In Deutschland stalkte eine Gruppe muslimischer Migranten eine 25-jährige Frau, schleuderten ihr Beleidigungen hinterher und stichelten wegen Sex. Sie erklärten auch ihre Logik – „deutsche Mädchen sind nur für Sex da“ – bevor sie ihr in die Bluse griffen und sie begrabschten.
  • Ein weiterer muslimischer Mann tötete beinahe sein 25-jähriges deutsches Opfer, während er sie vergewaltigte – und brüllte „Allahu Akbar“ – hinterher wollte er von ihr wissen, ob es ihr gefallen hat.
  • In Österreich näherte sich „ein arabisch aussehender Mann“ einer 27-jährigen Frau an einer Bushaltestelle, zog sich die Hosen herunter und „alles, was er sagen konnte war Sex, Sex, Sex“, was die Frau veranlasste zu schreien und zu fliehen.

Kurz gesagt: Das uralte islamische Motiv der angeblichen Promiskuität europäischer Frauen ist gesund und munter – ungeachtet des Verhaltens oder der Kleidung letzterer – und treibt die muslimische Vergewaltigung westlicher Frauen weiter an.

Doch selbst darin kann sich der Islam schutzsuchend an diese „progressiven“, gottlosen Elemente wenden, die die westliche Gesellschaft beherrschen. Denn genau so, wie „die Linke“ lange und hart daran gearbeitet hat islamische Intoleranz, Gewalt und Terrorismus als Fehler des Westens hinzustellen – wegen der Kreuzzüge, wegen des Kolonialismus, wegen Karikaturen, wegen Israels, wegen freier Meinungsäußerung – fügt sie jetzt die Weltsicht des Islam über westliche Promiskuität zur Liste der Gründe hinzu, die Muslime zu Angriffen „provozieren“ und legitimieren sie.

Die Linken können Antisemitismus nicht lösen, weil sie Teil des Problems sind

Elder of Ziyon, 24. Mai 2021

Die Arbeit Antisemitismus, Schwarzenfeindlichkeit, Islamophobie, palästinenserfeindlichen Rassismus und jede andere Art von Hass aufzulösen, ist UNSERE Arbeit.
Wir werden NUR kollektive Befreiung erreichen, indem wir mit radikaler Liebe führen.
Für Hass jeglicher Art gibt es in unserer Bewegung für Gerechtigkeit keinen Raum.
[Behauptet diese weißen- und israelfeindliche linke Hetzerin]

Die größte progressive Lüge zu Antisemitismus lautet, dass er in Verbindung mit der Bekämpfung von Rassismus, Homophobie, Islamophobie usw. geführt werden muss.

Das kommt der Wahrheit nicht einmal nahe.

Dafür gibt es ein paar Gründe.

Erstens: Keine der anderen Hassformen gründet auf einer Verschwörungstheorie. Die Leute hassen Minderheiten, weil sie die „anderen“ sind oder weil sie sich bedroht fühlen und die Leute sich in Angst und Hass zurückziehen.

Aber Judenhass ist anders – es ist der einzige Hass, der sich auf eine Verschwörungstheorie stützt. Er behauptet, dass Juden (Israel) heimlich die Medien, die Banken, die Regierung kontrollieren. Dass sie in geheimen Verbindungen und mit dem Ziel arbeiten die Welt zu beherrschen (oder Hegemonie im Nahen Osten auszuüben). Keine Anschuldigung ist zu grell, um den Juden/Israel entgegengeschleudert zu werden – Babykiller, ethnische Säuberer, Seuchenverbreiter, Organdiebe zu sein, über ihre Geschichte zu lügen.

Die Mittel zur Bekämpfung der anderen Fanatismen nun gar nicht die Mittel zur Bekämpfung des Judenhasses.

Zweitens: Wenn die Linksextremen sagen, alle Fanatismen sollten zusammen bekämpft werden, dann meinen sie in Wirklichkeit, dass Antisemitismus ans Ende ganz hinten eingereiht wird. Erst nachdem aller anderer Hass eliminiert ist – was niemals geschehen wird, weil dieselben Linken behaupten, Rassismus sei systemisch und in der DNA von Weißen verankert – werden sie die niedrigste Priorität angeblich aufnehmen. Also nie.

Drittens: Dieser angebliche Plan trägt der Tatsache nicht Rechnung, dass ein großer Teil des Antisemitismus von den anderen „Opfer“-Parteien selbst kommt – schwarzer Antisemitismus und arabisch-muslimischer Antisemitismus sind in diesen Gruppen viel stärker verbreitet, als in der Gesamtbevölkerung. Die Linke kann sich das selbst nicht eingestehen, weil es ihre These zerstört, dass Opfer rein sind. Sie behaupten Täter bestrafen zu wollen, nicht Opfer. (Juden sind nie Opfer.)

Schließlich bestreitet das gesamte Konstrukt die grundlegende Tatsache, dass es eine Menge linken Antisemitismus gibt, der sich als Antizionismus kaschiert. Die Sprachbilder sind dieselben, der sie animierende Hass ist derselbe, die Besessenheit ist dieselbe. Wenn die extreme Linke behauptet gegen Antisemitismus zu sein, dann meint sie nur eine spezielle Art von Antisemitismus und sie haben nicht die Fähigkeit in den Spiegel zu sehen und ihren eigenen zu erkennen. Was der wahre Grund sein könnte, dass sie ihn unter den Teppich kehren und nicht nur Lippenbekenntnisse abzugeben.

Wir sehen heute eine gewaltige Zunahme des Antisemitismus – und alles wegen Jahren, den Westen dazu zu bringen die Lügen über Israels unübertroffenes Übel zu glauben. Die aktuelle Welle ist kein Defekt, sondern ein Merkmal der Dämonisierung des jüdischen Staates, die auf den Meinungsseiten der führenden Zeitungen der Welt zum Mainstream geworden ist. Heute sind die Hasser zuversichtlich, dass sie mit ihrem Hass an die Öffentlichkeit gehen können ohne sonderlich Angst haben zu müssen; immerhin haben sie ihre widerlichen Meinungen seit Jahren privat untereinander ausgetauscht, ohne dass irgendein mutiger Linker aufstand und sagte, das dass gegen alles ist, wofür sie stehen sollten.

Selbst heute können die führenden Lichter der Progressiven-Bewegung der USA Antisemitismus nicht einstimmig verurteilen – weil ein solches Statement ihnen bei anderen Extremisten schaden würde, auf deren enthusiastische (und hirnlose) Unterstützung sie angewiesen sind.

Die Linke ist nicht ausgerüstet Antisemitismus zu bekämpfen, weil die Linke sich den heutigen Antisemitismus begeistert zu eigen macht.

Der „Squad“ sind nicht nur israelische Tote egal, sondern auch tote palästinensische Araber.

David Lange, Israellycool, 23. September 2021

Foto: Jim Lo Scalzo/EPA

Anfang der [letzen – heplev] Woche fing die Hamas-Squad im Kongress ein Gesetz zur Eisernen Kuppel ab:

Am Dienstag stimmte die Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi zu ihre aktuellste Version eines Gesetzes für den Bundeshaushalt zurückzuziehen, die so angepasst worden war, dass sie $1 Milliarde für die Eiserne Kuppel beinhaltete.

Die Abgeordneten der Squad, Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley, Rashida Tlaib, Jamaal Bowman und Cori Bush warnten zusammen mit den weiteren Progressiven Betty McCollum und Pramila Jayapal die Leitung des Repräsentantenhauses, sie hätten ihre Stimmen nicht, wenn das Gesetz diese $1 Milliarde weiter beinhaltet, hieß es von Kräften des Kongresses. Das reichte offenbar aus Pelosi und Mehrheitsführer Steny Hoyer zu überzeugen den Beschluss ohne diese Hilfe für Israel voranzutreiben.

Es wird ein separater Entwurf zur Finanzierung der Eisernen Kuppel vorgelegt werden, aber wir wissen bereits, dass das derselbe alte Mist von demselben alten (und jungen) Mist sein wird.

Das folgt dem von Squad-Mitglied Ocasio-Cortez eingereichten Zusatz zum US-Verteidigungshaushaltsgesetz, das den Transfer von Boeings Joint Direct Attack Munitions (JDAM) im Wert von $375 Millionen streichen soll – Bausätzen, die aus ungelenkten Bomben Präzisionsmunition macht.

Man muss nicht sonderlich viel über die Beschaffenheit der Waffen nachdenken, um zu verstehen, warum das demonstriert, dass Rashida, Alexandria, Ilhan & Co. der Vorstellung toter Juden bestenfalls gleichgültig gegenüber stehen, schlimmstenfalls darauf hin arbeiten.

Die Eiserne Kuppel ist ein rein defensives System, das Raketen von Typen wie der Hamas abfängt, die auf Bevölkerungszentren mit Millionen Menschen geschossen werden. Kein Palästinenser wurde je von der Eisernen Kuppel getötet (allerdings wurden jede Menge von den auf Israel geschossenen Raketen getötet).

Was JDAM angeht, so würde die Wegnahme von präzisionsgesteuerter Munition unsere Fähigkeit behindern Terrorziele wie Raketenabschussrampen zu treffen.

Aber darüber hinaus zeigt gegen die Eiserne Kuppel und JDAM zu stimmen, dass die Squad sich auch nicht wirklich um arabisches Leben kümmert. Die Eiserne Kuppel hat zahllose Leben jüdischer wie auch nichtjüdischer Zivilisten gerettet – auch das von Arabern. Ohne die Eiserne Kuppel wären Zehntausende (wenn nicht mehr) von den Raketen aus dem Gazastreifen getötet worden, was härtere israelische Reaktionen nötig gemacht hätte und wiederum zweifellos zum Verlust von mehr palästinensisch-arabischem Leben geführt hätte.

Dasselbe gilt für JDAM:

Ohne jeden Zweifel ist der Einsatz von extrem präzisen Waffen eine große technologische Leistung, aber auch eine operationelle Pflicht angesichts der Kriegsbedingungen gegen einen Feind in einem gedrängten zivilen Umfeld. Sie brachte einen drastischen Rückgang der Menge an Opfern von Nicht-Kombattanten (zwischen 100 und 200 während der Operation „Hüter der Mauern“ im Vergleich zu mehr als 1.400 als Ergebnis ähnlicher Angriffe währen der Operation Protective Edge 2014).

Vielleicht muss jemand der Squad sagen, dass Frieden eine größere Chance hat zu kommen, wenn sie die palästinensisch-arabischen Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.

Update: Selbst Ha’aretz begreift das!

Ha’aretz-Karikatur, 23. September 2021 (Amos Biderman)

Die Kolonisatoren

Statt Israel zu verurteilen, sollten Progressive im Westen, die wegen „Siedler-Kolonialprojekten“ vor Schreck zusammenfahren, den jüdischen Staat als Beispiel für Entkolonialisierung wahrnehmen. Op-ed.

James Sinkinson, Israel National News, 29. Juni 2021

Der Nahe Osten (Bild: wealthdaily.com/imgur.com)

Israels Feinde haben es im Verlauf seiner 73 Jahre vieler haarsträubender Vergehen beschuldigt. Es ist als Sprössling Nazideutschlands bezeichnet worden, als sozialistischer Außenposten, „Kreuzritter-Nation“ und Apartheidstaat. Die palästinensischen Araber und ihre westlichen Fürsprecher eignen sich fröhlich die aktuellsten Modebegriffe an, die etwas Übles beschreiben, und hängen sie dem jüdischen Staat an.

Eine der hartnäckigsten Verleumdungen Israels in den letzten Jahren, besonders unter Akademikern, steckt ihm das Etikett des „Siedler-Kolonialprojekts“ oder einfach „imperialistischer Staat“ an.

Wie fast alle Verunglimpfungen Israels hat auch diese keinerlei Faktenbasis.

Die Definitionen passen nicht auf Israel: Imperialismus ist eine Politik der Erweiterung der Macht und des Einflusses eines Landes mit Hilfe diplomatischer oder militärischer Gewalt. Kolonialismus ist die Politik oder Praktik eines Landes, die volle oder teilweise politische Kontrolle über ein anderes zu erlangen, es mit Siedlern zu besetzen und wirtschaftlich auszubeuten.

Die ganze Geschichte hindurch hat es viele Kolonisatoren und imperiale Mächte gegeben und sie alle hatten ein Herkunftsland und eroberten andere Teile der Welt – unter Missbrauch der lokalen Bevölkerung, Ausbeutung ihrer Vermögenswerte und Aufdrücken ihrer eigenen, fremden Kultur.

Israel jedoch hat kein anderes Land unter seiner Kontrolle und hat nie Interesse gezeigt das Land anderer zu erobern. Das jüdische Volk hat nur ein Land gehabt, in dem es indigen ist und das ist seine nationale Heimat. Wenn Israel eine imperiale oder kolonisierende Macht ist, wäre es der erste Fall der Geschichte, dass ein indigenes Volk sein eigenes Land kolonisiert.

Die jüdische Heimat ist stets von anderen kolonisiert worden: Römer, Araber, Kreuzritter, Osmanen, Briten und viele andere imperialistische Kräfte haben das Land Israel und seine indigenen Juden unterjocht. Kein anderes Volk der Menschheitsgeschichte – außer den Juden – strebte danach diesem Land Unabhängigkeit zu geben.

Tatsächlich hatte das jüdische Volk von 1405 bis 586 v.Chr. und 530 bis 70 v.Chr. souveräne Staaten im Land Israel. Sie hatten auch in den Zwischenjahren danach andere, kleinere unabhängige Staaten wie den Bereich Tiberias von 1558 bis 1564.

Jahrhunderte lang sprach die jüdische Bevölkerung im Heiligen Land – von denen es viele schafften Verfolgung, Zwangskonversion und Exil zu überlegen – dieselbe Sprache und behielt dieselben Bräuche bei wie ihre verstreuten Geschwister weltweit, bis die Exilierten zur Wiederaufnahme der Souveränität in ihrer uralten Heimat zurückkehrten.

De facto sind die Araber die erfolgreichsten Kolonisatoren aller Zeiten: Die Ironie Juden der Kolonisierung von Arabern zu beschuldigen besteht darin, dass das Gegenteil wahr ist. Das palästinensisch-arabische Volk gehört wohl zu den erfolgreichsten Kolonisatoren der Weltgeschichte. Heute gibt es 22 arabische Staaten und 57 islamische Länder. Mehr als 1,8 Milliarden Menschen sind Muslime, bilden etwa ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung.

Während wir von der „arabischen Welt“ lesen und Akademiker unbekümmert darauf verweisen – sie erstreckt sich über Nordafrika sowie den Nahen und Mittleren Osten – erwähnen nur wenige, dass dieses Gebilde weitgehend durch die gewaltsame Unterwerfung lokaler indigener Völker geschaffen wurde. Wir hören unregelmäßig von Berbern, Jesiden, Aramäern, Zoroastriern und Kopten. Diese und viele weitere sind zusammen mit den Juden Beispiele vorislamischer Völker, Kulturen und Religionen, die entweder ausgelöscht oder in eine arabische bzw. muslimische Kultur gezwungen wurden.

Dutzende Sprachen, Kulturen, Religionen und Völker, die wir nur aus der Archäologie kennen, überlebten die arabischen Armeen des siebten Jahrhunderts und danach nicht. Die Marodeure erzwangen durch brutale Gewalt zumeist völlige Einhaltung der arabischen Kultur und Sprache und der islamischen Religion. Während die europäischen Imperien weithin zerfallen und von lokalen antikolonialen Bewegungen aufgelöst worden sind, setzten die Araber eine solche Politik der verbrannten Erde um, dass sich nur wenige indigene Völker noch an ihre vorislamische Identität erinnern, ganz zu schweigen davon, dass sie daran festhalten.

Juden kommen aus dem Exil, um ihre Heimat zurückzugewinnen: Nach Israels Unabhängigkeitskrieg wurde die eine Million Juden, die in der „arabischen Welt“ lebte, von dort vertrieben oder flohen um ihr Leben aus den Heimen, in denen sie lange vor der Ankunft der Araber und des Islam gelebt hatten. Dennoch konnte die imperialistische arabische Mentalität es nicht tolerieren, dass die ursprünglichen Einwohner dieses kleinen Teils – ein winziger Teil des Territoriums, den sie als „Dar al-Islam“ („Haus des Islam“) betrachten – ihre Kolonisatoren abwerfen und zu indigener Herrschaft zurückkehren.

Manche behaupten zwar, dass die heutigen palästinensischen Araber im Heiligen Land indigen sind, aber das ist ebenfalls eindeutig falsch. Vor dem 20. Jahrhundert – und größtenteils vor 1964 – waren Juden die einzigen, die sich als „Palästinenser“ (d.h. Einwohner Palästinas) bezeichneten. Wichtiger ist, dass die Leute, die wir heute „Palästinenser“ nennen, niemals eine ausgeprägte Identität hatten – keine eigenen Sprache, Religion, organisierte Gesellschaft oder Kultur – alles notwendige Kennzeichen für Indigenität. Tatsächlich sind sie Araber, die von überall aus der arabischen Welt stammen.

Ironischerweise sind Juden das einzige Volk der Geschichte seit der brutalen arabischen Eroberung, Besetzung und Kolonisierung der Region, die aufgestanden sind um ihr Land zurückzuholen. Das wird als Affront gegen den Islam betrachtet und es ist kein Zufall, dass Hebräisch, die indigene Sprache des jüdischen Volks, und der Zionismus, die Nationalbewegung zur Rückkehr des Volks in sein Land, in arabischen Ländern gewaltsam unterdrückt und verboten wurden.

Es bestehen keine Zweifel darüber, wer der Kolonisator ist und wer die Kolonisierten sind. Es gibt nur ein Imperium in diesem Konflikt und das sind nicht die Juden, ein Volk, das nie irgendein Territorium auf dem Planeten eroberte, das nicht sein eigenes war, anders als die arabische Welt, die derzeit gut 13 Millionen Quadratmeilen Landmasse umfasst.

Statt Israel zu verurteilen, sollten die Progressiven im Westen, die vor „Siedler-Kolonialprojekten“ zurückschrecken, den jüdischen Staat als Beispiel für Dekolonialisierung akzeptieren – indigene Rückkehr und wiederhergestellte Souveränität. Wären sie ehrlich, würden sie an der Seite des winzigen Israel stehen – mit einer Bevölkerung von neun Millionen, umgeben von hunderten Millionen, die seine Vernichtung und seine Rückkehr in das riesige arabische Imperium anstreben.

Fragen Sie einfach die Juden des Nahen Ostens und Nordafrikas, die fast 13 Jahrhunderte lang unter arabischer Unterdrückung, Diskriminierung und ständiger Angst vor Gewalt lebten – die endlich nach Hause zurückgekehrt sind und die Mehrheit der jüdischen Bürger im Staat Israel stellen. Ihre jüngere Geschichte und Erfahrung mit arabischem Imperialismus, Eroberung und Unterdrückung spiegelt eine traurige, gewalttätige Geschichte arabisch-muslimischen Privilegs. Diese Juden verstehen wahrlich, was Kolonialismus ist und was es heißt unter seinem Joch zu leben.

Wenn die Linksextreme die Bekämpfung von Antisemitismus mit progressiven Themen vermengt, sind Juden die Verlierer

Elder of Ziyon, 18. März 2021

Ein Haufen progressiver und antizionistischer Juden schrieb einen Brief an Präsident Biden, mit dem sie ihn drängten einen Antisemitismus-Bevollmächtigten zu ernennen, der die meisten Formen des Antisemitismus ignorieren wird. Ha’aretz befeuerte diese Dummheit noch.

Nehmen wir ihn auseinander:

Sehr geehrter Herr Präsident und Minister Blinken:

Als jüdische Führer schreiben wir Ihnen in einem Moment der Angst und Hoffnung. Wir sind tief besorgt wegen der antisemitischen Gewalt und Rhetorik, die wir weltweit in den letzten Jahren erlebt haben. Wir sind voller Hoffnung, weil Ihre Administration eine Gelegenheit hat einen neuen Ansatz als Reaktion auf die Dringlichkeit des zeitgenössischen Antisemitismus zu wählen.

Nein, ihre Äußerungen haben gezeigt, dass sie allen Antisemitismus vollkommen ignorieren, der von der Linken, von Schwarzen, von Palästinensern und Muslimen kommt. Was der meiste davon ist.

In diesem entscheidenden Moment denkt unsere Gesellschaft mit Jahrhunderten weißer Vormachtstellung und mit neuen, global vernetzten rechtsextremistischen Bewegungen – Probleme, denen wir uns nur stellen können, wenn wir die Rolle des Antisemitismus bei weißen Herrenmenschen- und ethnonationalistischen Ideologien begreifen. Wir fühlen uns verpflichtet unsere Stimmen zu erheben, weil wir unsere Kämpfe auch in der Frage in Gefahr sehen, wie die US-Regierung den Kampf gegen Antisemitismus in Amerika und rund um die Welt definieren und dabei vorgehen wird.

Niemand – und ich meine wirklich niemand – bagatellisiert die Bedrohung durch rechten Antisemitismus. Niemand unterstützt Nazis oder weiße Herrenmenschen. Niemand sagt, dass die USA nicht alles tun sollen, was sie können, um gewalttätige rechtsextreme Gruppen aufzulösen. Ihre Betonung des Antisemitismus von rechts, und nur von rechts, ist ihre Art die meisten Antisemiten zu schützen und zu rechtfertigen.

Antisemitismus ist eine Frage der Rassengerechtigkeit. Wir haben erlebt, wie antisemitische Verschwörungstheorien von Schwarzen geführte Gerechtigkeitsbewegungen untergraben: falsche und entmenschlichende Behauptungen, die jüdische Verantwortung für schwarze Brillanz postulieren und damit uns alle gefährden. Zu oft setzen genau die Leute, die diese judenfeindlichen Verschwörungstheorien einsetzen, dann Antisemitismus-Beschuldigungen als Waffe gegen Progressive ein, insbesondere schwarze und palästinensische Progressive, die die israelische Regierung kritisieren. Derweil werden farbige Juden und ihre Antisemitismus-Erfahrungen sowie Rassismus an den Schnittpunkten ignoriert. Wir müssen einen Bevollmächtigten haben, der begreift, wie Antisemitismus und weißes Herrenmenschentum einander verstärken.

Jeder weiß, dass rechtsextreme Irre auch schwarzenfeindlich sind. Aber Antisemitismus ist nicht auf sie beschränkt, wie diese Leute es behaupten.

Antisemitismus ist eine Sache wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Die US-Wirtschaft befindet sich in einer Krise. Verschwörungstheorien, die für wirtschaftliches Leid jüdische Finanzkontrolle verantwortlich machen, werden genutzt, um die strukturellen Ungerechtigkeiten zu verdecken, die unsere Gesellschaft plagen. Um die wirtschaftliche Ungleichheit direkt anzugehen, brauchen wir eine Führung, die einen klaren Blick darauf hat, wie der Antisemitismus benutzt wird, um Juden zu Sündenböcken für das Versagen unseres Finanzsystems zu machen, unser Vertrauen in von der Regierung geleitete Lösungen zu schwächen und Bewegungen für den Aufbau einer wirtschaftlich gerechten Zukunft zu untergraben. Wir brauchen einen Bevollmächtigten, der bereit ist, als Teil des Kampfes für eine gerechtere, inklusive Wirtschaft dem Antisemitismus entgegenzutreten.

Antisemitismus ist eine Sache des Klimas und der Migration. Antisemitische Theorien stellen die von der Klima-Krise hervorgerufene Migration als jüdisches Komplott zur Ersetzung der weißen Rasse dar – eine Idee, die der Schütze, der 2018 in der Tree of Life-Synagoge 11 Juden beim Gebet tötete, zur Rechtfertigung seiner Gewalt nutzte. So, wie wir humanitäre und gerechte Antworten auf die Klimamigration vorbereiten, brauchen wir einen Bevollmächtigten, der die Bedrohung des Öko-Faschismus und die Rolle begreift, die der Antisemitismus oft in der ökofaschistischen Ideologie spielt.

Antisemitismus ist eine feministische Sache. Antisemitische Ideen sind fast immer mit vergifteten, hasserfüllten Ideen zu Geschlecht, Genus und Sexualität besetzt. Immer wieder haben wir Gewalt erlebt, die von Männern ausgeübt wurde, die zu Hass sowohl gegen Frauen als auch gegen Juden radikalisiert worden sind – aber die Verbindungen zwischen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit werden unterbetont, zu unser aller Schaden.

Das ist mehr als absurd. Jetzt, wo sie auf schlechte Weise definiert haben, was Antisemitismus ist, versuchen sie selbst diese Gefahr zu bagatellisieren, indem sie Judenhass in „Kontext“ stellen. Das bedeutet, dass der Kampf gegen Antisemitismus unter allgemeine progressive Themen subsummiert wird, die, wie wir immer und immer wieder gesehen haben, immer eine höhere Priorität haben.

Wenn man den Antisemitismus als feministische und wirtschaftliche und Klima- und Migrationsfrage betrachtet, hat man keine Mittel mehr, um den tatsächlichen Judenhass zu bekämpfen. Antisemitismus nimmt gegenüber jeder anderen Frage einen hinteren Platz ein. Alles, was einem bleibt, sind Parolen, dass Nazis schlecht sind, was dann so ziemlich die Tiefe des gesamten Arguments darstellt.

Aus all diesen und vielen weiteren Gründen fordern wir, dass die Administration Biden einen Sonderbeauftragten zur Beobachtung und Bekämpfung des Antisemitismus auswählt, der sich verpflichtet den Kampf gegen Antisemitismus als Teil des Kampfes für eine gerechte, gemischtrassige Demokratie zu behandeln. Wir brauchen einen Beauftragten, der bereit ist sich dem Antisemitismus überall entgegenzustellen, wo er auftritt, über die flache Einordnung von „links und rechts“ hinausgeht und sowohl die unverhältnismäßige Bedrohung durch organisierten, gewalttätigen, weißen, nationalistischen Antisemitismus, als auch die Komplexitäten des Antisemitismus über die Gemeinschaften versteht.

Dieser Brief erwähnt rechtsextremen Antisemitismus sechsmal und jeder andere wird ignoriert. Wer sind also die, die das Thema in einen flachen Rahmen von „links und rechts“ setzt?

Antisemitismus ist überall zu finden. Die Geschichte hindurch verbinden Antisemiten aller Überzeugungen, Farben und politischen Identitäten Juden mit dem, was sie am meisten hassen. Das ist der Grund dafür, dass rechtsextreme Antisemiten Juden als „Kommunisten“ bezeichnen, während linksextreme Antisemiten Juden Rassisten, Kolonialisten und Kindermörder nennen; schwarze Antisemiten werden sagen, Juden würden versuchen ihr Leben zu kontrollieren, indem sie ihre Lebensgrundlage kontrollieren; muslimische Antisemiten werden sagen, Juden seien Feiglinge und Feinde Mohammeds; christliche Antisemiten werden Juden als Christusmörder bezeichnen; Anhänger der schwarzen Nation of Islam werden Juden als Sklavenhalter bezeichnen. Wenn es einen Hass gibt, der die Welt eint, dann ist es Judenhass.

Je mehr man über Antisemitismus weiß, desto mehr erkennt man, dass die Leute, die diesen Brief unterschrieben, nicht die geringste Ahnung von Antisemitismus haben.

Viel zu lange ist der Antisemitismus als Rechtfertigung für islamophobe Politik genutzt worden und um Vertreter von Palästinenserrechten anzugreifen, hier in den USA und rund um die Welt. Wir brauchen einen neuen Ansatz, ausgeführt von einem Beauftragten, der die Integrität hat Brücken zwischen Gemeinschaften und Bewegungen zu bauen.

Die völlige Unfähigkeit dieser Juden die Existenz arabischen Antisemitismus auch nur einzugestehen – nachdem Juden aus allen arabischen Ländern ethnisch gesäubert wurden – zeigt Ihnen, dass sie nicht wirklich gegen Antisemitismus sind.

Jegliche Form von Antisemitismus zu bestreiten, heißt ihn zu billigen.

Ein weiterer Punkt: Während jede andere Art von Bigotterie von den Linksextremen so weit wie möglich definiert wird, wird Antisemitismus so eng wie möglich definiert. Leute, die die Juden ins Meer werfen wollen oder die behaupten Schwarze seien die wahren Juden und Juden seien Hochstapler oder dass der jüdische Staat der rassistischste Staat der Welt ist, werden nicht verunglimpft. Nazis sind schlimm – aber farbige Poeten oder linke Rockstars oder Palästinenserführer, die Nazi-Literatur wiedergeben, werden gefeiert und ihr Antisemitismus, wenn angeprangert wird, wird gerechtfertigt.

Das Letzte, was Juden brauchen, ist ein Antisemitismus-Beauftragter, der Antisemitismus so derbe falsch versteht, wie die Unterzeichner dieses Briefs.