Benötigt: Eine Geschichte der Progressiven und der Perversität

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Progressive Perversität hat eine lange und umfangreiche Geschichte. Es besteht die Notwendigkeit der Analyse und Beschreibung dieses Phänomens über viele Jahrhunderte. Ein triftiger Anfang für die Forschungsarbeit eines kompetenten und ambitionierten Historikers könnte der Antisemitismus des Erasmus von Rotterdam sein, der oft als „Prinz des Humanismus“ bezeichnet wird. Er lebte Ende des fünfzehnten, Anfang des sechszehnten Jahrhunderts.

Der niederländische Theologe Hans Jansen untersuchte Erasmus‘ selbst für dessen Zeit extremen Antisemitismus. Dieser „Humanist“ bezeichnete das Judentum als „schlimmste Pest“. Er lehnte 1517 sogar eine Einladung nach Spanien ab, 25 Jahre nachdem der letzte nicht konvertierte Jude das Land verlassen hatte; seine Begründung: Er behauptete, dass es gebe kein stärker „verjudetes Land“ als Spanien.[1]

In der Geschichte der Christenheit kann die Reformation als progressive Umwälzung betrachtet werden, auch wenn sie zum Ziel hatte zu den Quellen der Religion zurückzukehren. Auf den großen Reformer und Antisemiten Martin Luther passt die Beschreibung eines perversen Progressiven ebenfalls. Luther empfahl die Synagogen zu Ehren Gottes und der Christenheit zu verbrennen. Er riet dazu jüdische Bücher zu konfiszieren und Juden aus christlichen Ländern zu vertreiben.

Luther erklärte auch, dass kein Volk so geldgierig sei wie die Juden. Er glaubte, wenn ein Christ einen Juden traf, sollte er sich bekreuzigen, weil vor ihm ein „lebender Teufel“ stehe.[2] Das ging weit über den Mainstream-Judenhass seiner Zeit hinaus. Es wäre jedoch ein Fehler die progressive Hetze ausschließlich mit Antisemitismus in Zusammenhang zu bringen. Doch Antisemitismus ist oft ein Indikator für gewaltige Vergehen von Einzelnen und von Gesellschaften.

Voltaire (1694 – 1778), der große Denker der Aufklärung, war ein extremer Antisemit. Er schrieb einmal, dass alle Juden mit rasendem Fanatismus in ihren Herzen geboren würden. Voltaire hat gesagt, dass die Juden in schlechtem Benehmen und Barbarei alle Nationen übertroffen haben.[3]

Die Französische Revolution, die 1789 begann, ist einer der großen Meilensteine der progressiven Perversität. Anfangs wurden der französische König und die Königin sowie Anhänger des alten Regimes hingerichtet. Später begannen die Progressiven andere Progressive auf die Guillotine zu schicken. Einige Zeit lang wurde das zu einem tagtäglichen Ereignis. Die Französische Revolution brachte langfristige soziale Erneuerung begleitet von Mord.

Robert Wistrich, der führende akademische Antisemitismus-Forscher unserer Generation, führte im Interview unter anderem viele progressive Intellektuelle an, die Antisemiten waren: „Zu den Erben der Traditionen der Aufklärung gehörten die frühen französischen Sozialisten des 19. Jahrhunderts. Sie legten, mit wenigen Ausnahmen, die Grundlagen für den französischen Antisemitismus des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Zu ihnen gehörten Charles Fourier, Pierre-Joseph Proudhon – Gründer des Anarchismus und eine bahnbrechende Persönlichkeit der französischen Arbeiterbewegung – sowie Alphonse Toussenel.“

Er fuhr fort: „Proudhons großer Rivale und Antagonist Karl Marx schrieb eine Arbeit, die Marxisten immer in den Pantheon seiner Schriften einbeziehen: Zur Judenfrage. Unter den vielen Perlen  intellektueller Inspiration seines Werks findet man Sätze wie „Der Mammon ist der weltliche Gott der Juden“ oder „Die heutige christliche Welt in Europa und Nordamerika hat den Scheitelpunkt dieser Entwicklung erreicht und ist gründlich verjudet worden“.[4]

Doch all das verblasst im Vergleich mit einem weiteren riesigen Meilenstein progressiver Perversität, der kommunistischen Revolution in Russland. Nicht nur der Zar, die Zarin und Anhänger des alten Regimes wurden hingerichtet. In späteren Jahren wurden unter Stalin viele kommunistische Führer zum Tode verurteilt. Dazu gehörten Lew Borisovitsch Kamenew (geboren als Leo Rosenfeld) und Griogori Jewsejewitsch Sinovjew (geboren als Hirsch Apfelbaum) 1936 im Schau-„Prozess gegen die Sechzehn“. Beide waren Mitglieder des ersten Politbüros gewesen. Mit diesem Prozess begann das, was als „der große Terror“ genannt wurde. Trotzky wurde 1940 von einem sowjetischen Agenten ermordet.

Der Nationalsozialismus wird allgemein als reaktionäre Bewegung betrachtet. Man sollte jedoch auch die Meinung des in Polen geborenen Soziologen Zygmunt Baumann in Betracht ziehen. Er verband den Holocaust mit strukturellen Elementen der modernen Gesellschaft und Zivilisation. Baumann erklärte, dass der Holocaust das Produkt von Männern sei, die in der edelsten Kultur westlicher Gesellschaft gebildet wurden und sagte, der Nationalsozialismus war eng mit der Moderne verbunden.[5]

Es gab einige progressive Elemente im Nationalsozialismus. Der französische Philosoph Luc Ferry schrieb, die Nazi-Gesetze zum Naturschutz und dem Jagdverbot waren die ersten der Welt, „um ein größeres ökologisches Projekt mit dem Wunsch nach wirklicher politischer Intervention in Einklang zu bringen“.[6] Die Nazis waren fürwahr Vorläufer der heutigen Tierschutz-Bewegungen, die in der Regel als progressiv betrachtet werden.

Der Historiker der progressiven Perversität könnte den zeitgenössischen Progressiven viele Seiten widmen. In unserer Zeit ist Fortschritt zum Teil mit linker Politik verbunden. Linker Antisemitismus ist eine wichtige Kraft, die sich gegen den Staat Israel richtet. Wir finden ihn bei vielen Grünen, Sozialisten und Kommunisten. Drei inzwischen verstorbene sozialistische europäische Führungspolitiker stellten Israels Handeln auf eine Stufe mit dem der Nazis: der schwedische Premierminister Olof Palme,[7] der griechische Premierminister Andreas Papndreou[8] und der französische Präsident François Mitterand. Der hartnäckige Antisemitismus der britischen Labour Party kommt zu einem großen Teil von Unterstützern ihres extremistischen Führers Jeremy Corbyn.

Für den Erforscher der progressiven Perversität, der sein Hauptwerk schreibt, ist die Analyse des zeitgenössischen Antisemitismus der Welt eine gute Leitlinie. Die akademische Welt ist ein logischer Ort dafür mit der Identifizierung der perversen Progressiven anzufangen. Auch außerhalb der akademischen Welt hat die BDS-Bewegung ihre wichtigen Anhänger bei der Linken. Andere Bereiche, auf die ein Blick geworfen werden sollte, sind Menschenrechts- und andere NGOs, Gewerkschaften, linke Kirchen und so weiter. Als Herausgeber der Universalen Erklärung der Menschenrechte könnte die UNO als progressiv betrachtet werden, selbst wenn sie hauptsächlich eine Ansammlung nicht demokratischer Staaten ist, die für enorm einseitige Resolutionen gegen Israel stimmen.

Die NGO-Konferenz am Rande der „Weltkonferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit verbundene Intoleranz“ in Durban in Südafrika im September 2001 kann also symbolkräftiges Beispiel für progressive Perversität betrachtet werden. Irwin Cotler, ehemaliger Justizminister Kanadas, der an dem Treffen teilnahm, schrieb: „Für uns ist ‚Durban‘ Teil unseres Alltagslexikons als Inbegriff für Rassismus und Antisemitismus, genauso wie 9/11 ein fester Begriff für terroristischen Massenmord ist.“[9]

Progressive Perversität überschneidet sich mit humanitärem Rassismus. Letzterer bedeutet, in einem Konflikt die Vergehen einer Seite zu kritisieren, aber vor den viel schlimmeren Vergehen der anderen Seite die Augen zu verschließen. Die Goldstone-Kommission kann man als Paradigma des humanitären Rassismus betrachten, da sie zu den Verbrechen der Hamas, einer völkermörderischen Terrororganisation, schwieg und sich stattdessen auf die Fehler des israelischen Staates Israel konzentrierte.[10]

Die Herausforderungen für den diese Geschichte schreibenden Wissenschaftler sind groß. Sie erfordern Wissen und eine klare Sicht, die viele Jahrhunderte umfasst. Seine Bücher zum Thema, selbst wenn sie brillant sein sollten, könnten von einigen progressiven Kollegen attackiert werden, die die Wahrheit nicht vertragen. Das Potenzial ist jedoch ebenfalls groß. Ein Forscher, der seine Aufgabe erfolgreich durchführt, wird zum Star-Historiker. Um so mehr, als er die Grundlagen für die Analyse der Gesinnung vieler weiterer zukünftiger progressiver Perverser legt.

[1] https://heplev.wordpress.com/2014/07/28/erasmus-furst-des-humanismus-der-renaissance-und-antisemit/

[2] jcpa.org/article/historical-roots-anti-israel-positions-liberal-protestant-churches-2/

[3] http://www.nytimes.com/1990/09/30/books/l-voltaire-and-the-jews-590990.html; https://de.metapedia.org/wiki/Voltaire

[4] http://www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/14217

[5] Zygmunt Bauman, Modernity and the Holocaust (Ithaca: Cornell University Press, 1989).

[6] Luc Ferry: Le nouvel ordre ´ecologiqueParis (Grasset) 1992, S.54.

[7] Per Ahlmark: Palme’s Legacy 15 Years On. Project Syndicate, Februar 2001.

[8] Moses Altsech (Daniel Perdurant, Pseud.): Anti-Semitism in Contemporary Greek Society. Analysis of Current Trends in Anti-Semitism, 7, Jerusalem (Hebrew University) 1995, S. 10.

[9] https://irwincotler.liberal.ca/blog/durban-911-ten-years-later/

[10] Gerald M. Steinberg/Anne Herzberg (Hg.): The Goldstone Report “Reconsidered”: A Critical Analysis. Jerusalem (NGO Monitor/The Jerusalem Center for Public Affairs) 2011.

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Die lange Geschichte der Progressiven und der Perversität

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Viele progressive Organisationen und Einzelpersonen behaupten, sie würden für eine bessere Welt werben. Die perversen Elemente unter ihnen beteuern moralische Meinungen zu haben, während sie selbst unmoralisch und korrupt sind. Im September 2001 kam in Durban (Südafrika) die Weltkonferenz gegen Rassismus (WCAR) zusammen. Sie wurde zur ersten großen Manifestation eines neuen Typus progressiver Perversität in diesem Jahrhundert. In direkter Nachbarschaft fand eine NGO-Konferenz mit tausenden teilnehmenden Organisationen statt, die bestenfalls als ein antiisraelisches Hassfest bezeichnet werden kann.

Irwin Cotler ist ehemaliger Justizminister und Generalstaatsanwalt Kanadas und ein führender Anwalt für internationales Menschenrecht. Er beschrieb die WCAR als „ein Fest des Rassismus gegen Israel und das jüdische Volk… Eine Konferenz, die sich der Förderung der Menschenrechte als der neuen säkularen Religion unserer Zeit widmete, sondert zunehmend Israel als eine Art geopolitischen Antichristen der Moderne aus.“[1]

Israel und/oder die Juden sind als Ziele progressiver Perverser überrepräsentiert, aber weit davon entfernt die einzigen zu sein, gegen die agiert wird. Kürzlich wurde die Scheinheiligkeit verschiedener internationaler humanitärer Hilfsorganisationen entlarvt. Oxfam UK gehörte zu den Führern der Schwindler. Sein Einsatzleiter in Haiti nach dem Erdbeben von 2010 nahm regelmäßig bezahlten Sex mit einer Minderjährigen in Anspruch.

Eine internationale Ermittlung führte 2011 zum freiwilligen oder erzwungenen Abzug von sieben des sexuellen Missbrauchs beschuldigten Mitarbeitern aus Haiti. Der detaillierte Bericht wurde Jahre lang geheim gehalten, aber viele hatte Zugang zu ihm. Dazu gehörte der Leiter der niederländischen Schwesterorganisation Oxfam Novib. Dieser machte den Bericht dem niederländischen Außenministerium sowie dem staatlichen Rechnungshof zugänglich.

Der Skandal wurde erst 2018 öffentlich. Danach kamen weitere Informationen zu sexuellem Missbrauch durch Beschäftigte von Oxfam UK an anderen Orten ans Tageslicht. Dasselbe geschah bei anderen Hilfsorganisationen, einschließlich Save the Children und Ärzte ohne Grenzen. Alle drei Organisationen haben sich als pseudomoralische Hetzer gegen Israel betätigt.[2]

Amnesty International veröffentlichte kürzlich seinen Jahresbericht. Auf ihrer Webseite lautet dessen Titel: „‘Politics of Demonization‘ breeding division and fear“[3]. Die Internetseite von NGO Monitors beinhaltet eine lange Liste der einseitigen Haltungen der Organisation gegen Israel. Man kann sagen, dass diese sich zu Dämonisierung aufsummieren.[4]

Progressive betrachten sich in der Regel selbst als im politischen Spektrum links stehend. Auch der Kommunismus behauptete eine progressive Bewegung zu sein. Seine Ideologie führte zu gigantischen Massenmorden, hauptsächlich in Russland und China. An seinen Rändern gab es Friedensbewegungen, deren Mitglieder an Zusammenkünften teilnahmen, die von kommunistischen Fassadenorganisationen organisiert wurden.[5] Heutzutage sind antifaschistische Bewegungen angeblich ebenfalls progressiv. Der Pariser Zweig der linksextremen Antifa hat zu Israels Vernichtung aufgerufen.[6]

Sozialdemokratische und Arbeitsparteien stehen ebenfalls auf der progressiven Seite der Politik. Unter ihren gewählten Repräsentanten findet man eine ganze Reihe Förderer perverser Äußerungen. Einmal mehr ist Israel ein gutes Beispiel, um die Heuchelei aufzudecken. Führende Politiker wie der verstorbene sozialdemokratische schwedische Premierminister Olof Palme[7] und der verstorbene griechische sozialistische Premierminister Andreas Papandreou haben Israel beschuldigt Nazimethoden anzuwenden.[8]

Die britische Labour Party hat unter ihren Repräsentanten eine Reihe klassischer Progressiver neben progressiven Perversen. Antisemitische Vorfälle gibt es in der Partei regelmäßig und die Täter werden bei Weitem nicht immer ausgeschlossen. Mehrere Grüne Parteien können ebenso in die oben diskutierte Kategorie einbezogen werden. Peter Pilz, ein altgedienter österreichischer Grünen-Parlamentarier, verließ die Partei und trat bei den Wahlen von 2017 mit einer eigenen Liste an, die den Einzug ins Parlament erreichte. Wegen Vorwürfen sexueller Belästigung nahm Pilz seinen Sitz nicht ein.[9] Er bezeichnete die Palästinenser als „Opfer“, auf deren Seite man sich stellen müsse und warb für partielle Sanktionen gegen Israel.[10]

Die Geschichte dieser perversen Progressiven reicht viele Jahrhunderte zurück. Erasmus von Rotterdam, der Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts lebte, wurde der „Fürst der Humanisten“ genannt. Der niederländische Theologe Hans Jansen untersuchte Erasmus‘ sogar für die damalige Zeit extremen Antisemitismus. Dieser „Humanist“ bezeichnete das Judentum als die „schlimmste Pest“. Er lehnte 1517, 25 Jahre, nachdem der letzten nicht konvertierte Jude das Land verlassen hatte, sogar eine Einladung nach Spanien ab; dazu sagte er, es gebe kein stärker „verjudetes Land“ als Spanien.[11]

Das größte Studentenaustauschprogramm der Europäischen Union ist nach diesem Hardcore-Antisemiten benannt.[12] Das Erasmus-Kolleg in Brüssel und die Erasmus-Universität in Rotterdam sind ebenfalls bestens bekannt. Auch viele andere Institutionen sind tragen den Namen Erasmus.

Der berühmte französische Aufklärungsphilosoph Voltaire aus dem 18. Jahrhundert war genauso Antisemit wie mehrere der französischen Vorläufer des Sozialismus im 19. Jahrhundert. Das Gleiche gilt für Karl Marx. Der verstorbene Robert Wistrich bietet in seinem Buch From Ambivalence to Betrayal, The Left, The Jews and Israel[13] viele weitere Beispiele progressiver Perverser.

Progressive Perversität überlappt sich zum Teil mit dem beschränkteren „humanitären Rassismus“. Progressive Perverse lügen oft zu Israel, wie es Palme und Papandreou machten. Humanitäre Rassisten mögen berechtigte Ansprüche an Israel stellen, schweigen aber zu gewaltigen Verbrechen der Palästinenser und ihrer Führung. Progressive Perverse und humanitäre Rassisten finden häufig willige Partner bei solchen Israelis und Juden, die weiter die Jahrtausende alte Tradition des jüdischen Masochismus fortführen.[14]

Nach dem Zweiten Weltkrieg sind die üblen Aspekte der rechtsextremen Bewegungen in vielen detaillierten Studien analysiert worden. Ähnlich eingehende Begutachtungen gegenwärtiger Progressiver sind längst überfällig.

[1] www.jpost.com/Opinion/Op-Ed-Contributors/Durban-and-911-ten-years-later

[2] http://tundratabloids.com/2018/03/dr-manfred-gerstenfeld-international-charities-sex-abuse-and-israel/

[3] Politik der Dämonisierung erzeugt Spaltung und Angst; http://www.amnesty.org/en/latest/news/2017/02/amnesty-international-annual-report-201617/

[4] http://www.ngo-monitor.org/ngos/amnesty_international/

[5] http://www.nytimes.com/1983/07/26/world/kgb-officers-try-to-infiltrate-antiwar-groups.html?pagewanted=all

[6] http://www.timesofisrael.com/french-antifa-calls-for-striking-a-blow-in-paris-over-us-jerusalem-recognition/

[7] Per Ahlmark, “Palme’s Legacy 15 Years On,” Project Syndicate, February 2001.

[8] Moses Altsech (Daniel Perdurant, pseud.): Anti-Semitism in Contemporary Greek Society. In: Analysis of Current Trends in Anti-Semitism, 7, Jerusalem (Hebrew University) 1995), S. 10.

[9] http://www.reuters.com/article/us-austria-politics-pilz/austrian-party-leader-quits-parliament-over-accusation-of-sexual-assault-idUSKBN1D40H5

[10] https://derstandard.at/2000003933349/Peter-Pilz-und-die-Dummheit-Israels

[11] [xi] https://heplev.wordpress.com/2014/07/28/erasmus-furst-des-humanismus-der-renaissance-und-antisemit/

[12] http://www.erasmusprogramme.com/

[13]  Von Ambivalenz zu Verrat: Die Linke, die Juden und Israel – Robert Wistrich:  From Ambivalence to Betrayal: The Left, the Jews and Israel. Lincoln (Nebraska: University of Nebraska Press) 2012.

[14] http://www.jpost.com/Opinion/From-Abraham-to-Woody-Allen-The-Jewish-masochist-tradition-409614

Wenn Zionismus weißes Herrenmenschentum ist, dann raten Sie mal, wer Rassist ist

Elder of Ziyon, 13. September 2017

Hier haben wir eine Möglichkeit die Absurdität der propalästinensischen, antzionistischen, sogenannten „Progressiven“ zu illustrieren:


Wenn Zionismus weißes Herrenmenschentum ist,
wie manche „Progressive“* behaupten,
dann war der Zionist Martin Luther King Jr. ein…

weißer Herrenmensch!

* Die Behauptung wird von der Jüdischen Stimme für Frieden, Ali Abuminah/Electronic Intifada, Mondoweiss, Ken Roth von Human Rights Watch in einem Zitat von Nada Elia, der BDS-Bewegung (USACBI) aufgestellt.

Es gibt natürlich noch andere, die diesen widerlichen und falschen Vergleich angestellt haben. Und der Grund dafür: Sie lieben es vorzugeben, dass Juden diejenigen sind, die des Rassismus schuldig sind.

Dafür gibt ein Wort…

Anmerkung aus Facebook: „Das Konzept ist sehr einfach“

Michael Lumish, Israel Thrives, 16. November 2016

Es versetzt mich immer noch in Erstaunen, dass Leute es ablehnen das einfache Konzept zu begreifen, dass Opposition zum Islam als politische Bewegung kein „Rassismus“ oder eine vorgefasst Meinung gegenüber Muslimen ist.

Warum ist dieses Konzept so schwer zu begreifen?

Mein Verdacht ist natürlich, dass es nicht so schwer zu begreifen, sondern ausreichend sozial und politisch unbequem ist, um vielen Menschen zu verbieten die Frage auch nur zu denken.

Auf jeden Fall ist das meine Antwort an einen Herrn auf einer pro-israelischen Facebook-Seite, der sich wegen antimuslimischem Fanatismus innerhalb der jüdischen Gemeinschaft sorgt.

Es geht nicht um „alle Muslime“.

In Wirklichkeit ist das Konzept sehr einfach.

Das Scharia-Recht behauptet, dass nicht muslimische Ungläubige und die von uns, die als „Völker des Buchs“ betrachtet werden (Christen, Juden und Zoroastrier) zwischen Übertritt, Unterwerfung oder Tod wählen können. Schwule sind komplett verboten und Frauen sind bewegliches Gut.

Damit ist der politische Islam als die führende Bedrohung der Nichtmuslime, Schwulen und Frauen überall in der Welt aufgetreten.

Darüber hinaus sind Muslime im gesamten Nahen Osten in einem Maß antisemitisch, das von einem Prozentsatz von Mitte 70 (in den liberaleren Ländern) bis in die Mitte 90 in den sogenannte „Palästinensergebieten“ reicht.

Und es muss gar nicht erst gesagt werden, dass die Hauptopfer des Islam als politischem System Muslime sind, die nach Ansicht der sie Verfolgenden fromm genug sind.

Christen mögen in der Vergangenheit die Hauptverfolger der Juden gewesen sein, aber heute ist der Haupttäter der politische Islam, da er danach strebt das Wohlergehen des jüdischen Volks in der gesamten Welt zu untergraben und letztlich zu zerstören, indem man das Wohlergehen Israels aushöhlt.

In Europa macht muslimische Massenimmigration aus dem Kontinent ein blutiges Chaos, weil die muslimischen Immigranten es allgemein ablehnen sich anzupassen und eine ununterbrochen feindselige Haltung gegenüber ihren Gastgebern, inclusive des Desinteresses an der Staatsautorität oder der Würde nicht muslimischer Frauen, die allgemein als so etwas wie Huren betrachtet werden.

Bedeutet das, dass „alle Muslime“ schlechte Menschen sind?

Natürlich nicht.

Den Islam als politische Bewegung (politischer Islam, Islamismus, wie immer man das nennen will) zu verurteile ist nicht „rassistischer“ als sich gegen Nazi-Deutschland zu stellen deb Deutschen gegenüber „rassistisch“ war.

Darüber hinaus wird es schwierig zu verstehen, wie jemand sich als „progressiv“ oder „liberal“ bezeichnen oder sich mit den universalen Menschenrechten beschäftigen kann, wenn er es ablehnt sich gegen eine massive und zunehmende politische Bewegung zu stellen, die Schwule an Kränen aufhängt, Nichtmuslime als Bürger zweiter und dritter Klasse halten und Frauen buchstäblich verhüllt halten.

Alles wahren Progressiven stehen für die Rechte der Unterdrückten ein und ja, auch dann, wenn Muslime die Unterdrückenden sind.

Alt hergebrachter Antisemitismus für progressiv Denkende

Es gibt eine Gemeinschaft in der Welt, die nach Angaben der britischen Zeitung The Independent vernünftigerweise eine Kinder mordende Gemeinschaft genannt werden kann.

Ben-Dror Yemeni, YNetNews, 22. August 2014

Kritik an Israel ist nicht antisemitisch. Wir haben das tausendmal gesagt und wir sollten es weitere tausend Male sagen. Aber um den Unterschied zwischen legitimer Kritik und Antisemitismus zu verstehen, muss man zu ein wenig zurückgehen, zu einem Artikel von vielen, der gegen Israel veröffentlicht wurde. Es war keine Kritik an Israel. Es war Kritik an einer „Kinder mordenden Gemeinschaft“. Er wurde nicht in einem Magazin der Nazipartei Bayerns veröffentlicht. Diese obszönen Worte wurden in der Zeitung The Independent in Großbritannien geschrieben. Einer Zeitung für aufgeklärte Menschen, für progressiv Denkende.

Wie genau wurde Israel zu einer „Kinder mordenden Gemeinschaft“? Nun, nach Angaben der extremsten – und am stärksten manipulativen – Version, die sich auf Quellen stützt, die unter der Schirmherrschaft der Hamas agieren, wurden während der Operation „Fels in der Brandung“ (Protective Edge) 1.800 Menschen getötet. Wir nehmen mal an, dass dies keine Lüge ist. Von dieser Zahl, wird angegeben, waren 24 Prozent jünger als 18 Jahre. Das ist ein weit höherer Anteil als der Anteil der Minderjährigen in der derzeitigen Bevölkerung, aber sagen wir, dass auch das stimmt. Arbeiten wir mit den Daten der Hamas. Und nach Angaben der von der New York Times veröffentlichten Berechnungen waren 16 Prozent der im Gazastreifen Getöteten jünger als 15 Jahre.

Wie verhielt sich Großbritannien in seinem letzten großen Konflikt? Nun, britische Truppen waren 2003 an der Invasion des Irak beteiligt. Das britische medizinische Magazin „The Lancet“, das für die progressiven britischen Kräfte so genehm ist, behauptet, dieser Krieg – keine Besatzung, die lange Jahre dauerte – verursachte 100.000 Tote. Und nach Angaben derselben Publikation waren 46 Prozent davon jünger als 15 Jahre. Das heißt 46.000 Kinder. Nicht Jugendliche – Kinder.

Mit anderen Worten: Es gab für Kinder eine Sterblichkeitsrate von 46 Prozent durch die Briten, von 16 Prozent durch Israel. Im Fall des Vereinten Königreichs, das Teil der NATO ist, können wir ein wenig weiter zurückgehen und uns daran erinnern, was bei der Bombardierung von Belgrad 1999 während des Kriegs im Kosovo (Operation Allied Force) geschah. Die Ergebnisse sind dieselben. Rund 500 Soldaten wurden getötet, dazu 1.200 bis 1.500 Nichtkombattanten, Hunderte davon Kinder.

Und als Belgrad sich über den schweren Schaden für unschuldige Menschen und Kinder beschwerte, antwortete der kürzlich verstorbene, damalige Außenminister Robin Cook: „Wie können sie es wagen Krokodiltränen wegen in dem Konflikt Getöteten zu vergießen, für die sie selbst verantwortlich sind?“

Weder benutzten die Armeen des Irak noch der Serben Kinder als menschliche Schutzschilde, noch kündigten sie offiziell an, dass sie Kinder als menschliche Schutzschilde benutzen würden, wie es die Hamas tat. Sie gaben auch kein Handbuch heraus, das von Kämpfern forderte Konzentrationen von Zivilisten zu nutzen, wie es die Hamas machte. Trotzdem verursachten die Briten zusammen mit den Amerikanern eine weit höhere Zahl an toten Kindern, sowohl in relativen als auch in absoluten Zahlen.

Die die Zeitung The Independent hat entschieden, dass es eine Gemeinschaft in der Welt gibt, von der es erlaubt ist sie als „Kinder mordende Gemeinschaft“ gebrandmarkt werden darf. Es ist nicht das erste Mal, dass man in Europa damit um sich wirft. Das Lied ist nur allzu bekannt. Kritik an Israel, muss noch einmal gesagt werden, ist kein Antisemitismus. Aber diese progressive britische Zeitung hat klar gezeigt, dass das manchmal – nur manchmal – keine Kritik ist oder auch neuer Antisemitismus. Manchmal ist es der alte Antisemitismus in all seiner Pracht.