Der „Squad“ sind nicht nur israelische Tote egal, sondern auch tote palästinensische Araber.

David Lange, Israellycool, 23. September 2021

Foto: Jim Lo Scalzo/EPA

Anfang der [letzen – heplev] Woche fing die Hamas-Squad im Kongress ein Gesetz zur Eisernen Kuppel ab:

Am Dienstag stimmte die Präsidentin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi zu ihre aktuellste Version eines Gesetzes für den Bundeshaushalt zurückzuziehen, die so angepasst worden war, dass sie $1 Milliarde für die Eiserne Kuppel beinhaltete.

Die Abgeordneten der Squad, Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar, Ayanna Pressley, Rashida Tlaib, Jamaal Bowman und Cori Bush warnten zusammen mit den weiteren Progressiven Betty McCollum und Pramila Jayapal die Leitung des Repräsentantenhauses, sie hätten ihre Stimmen nicht, wenn das Gesetz diese $1 Milliarde weiter beinhaltet, hieß es von Kräften des Kongresses. Das reichte offenbar aus Pelosi und Mehrheitsführer Steny Hoyer zu überzeugen den Beschluss ohne diese Hilfe für Israel voranzutreiben.

Es wird ein separater Entwurf zur Finanzierung der Eisernen Kuppel vorgelegt werden, aber wir wissen bereits, dass das derselbe alte Mist von demselben alten (und jungen) Mist sein wird.

Das folgt dem von Squad-Mitglied Ocasio-Cortez eingereichten Zusatz zum US-Verteidigungshaushaltsgesetz, das den Transfer von Boeings Joint Direct Attack Munitions (JDAM) im Wert von $375 Millionen streichen soll – Bausätzen, die aus ungelenkten Bomben Präzisionsmunition macht.

Man muss nicht sonderlich viel über die Beschaffenheit der Waffen nachdenken, um zu verstehen, warum das demonstriert, dass Rashida, Alexandria, Ilhan & Co. der Vorstellung toter Juden bestenfalls gleichgültig gegenüber stehen, schlimmstenfalls darauf hin arbeiten.

Die Eiserne Kuppel ist ein rein defensives System, das Raketen von Typen wie der Hamas abfängt, die auf Bevölkerungszentren mit Millionen Menschen geschossen werden. Kein Palästinenser wurde je von der Eisernen Kuppel getötet (allerdings wurden jede Menge von den auf Israel geschossenen Raketen getötet).

Was JDAM angeht, so würde die Wegnahme von präzisionsgesteuerter Munition unsere Fähigkeit behindern Terrorziele wie Raketenabschussrampen zu treffen.

Aber darüber hinaus zeigt gegen die Eiserne Kuppel und JDAM zu stimmen, dass die Squad sich auch nicht wirklich um arabisches Leben kümmert. Die Eiserne Kuppel hat zahllose Leben jüdischer wie auch nichtjüdischer Zivilisten gerettet – auch das von Arabern. Ohne die Eiserne Kuppel wären Zehntausende (wenn nicht mehr) von den Raketen aus dem Gazastreifen getötet worden, was härtere israelische Reaktionen nötig gemacht hätte und wiederum zweifellos zum Verlust von mehr palästinensisch-arabischem Leben geführt hätte.

Dasselbe gilt für JDAM:

Ohne jeden Zweifel ist der Einsatz von extrem präzisen Waffen eine große technologische Leistung, aber auch eine operationelle Pflicht angesichts der Kriegsbedingungen gegen einen Feind in einem gedrängten zivilen Umfeld. Sie brachte einen drastischen Rückgang der Menge an Opfern von Nicht-Kombattanten (zwischen 100 und 200 während der Operation „Hüter der Mauern“ im Vergleich zu mehr als 1.400 als Ergebnis ähnlicher Angriffe währen der Operation Protective Edge 2014).

Vielleicht muss jemand der Squad sagen, dass Frieden eine größere Chance hat zu kommen, wenn sie die palästinensisch-arabischen Kinder mehr lieben, als sie uns hassen.

Update: Selbst Ha’aretz begreift das!

Ha’aretz-Karikatur, 23. September 2021 (Amos Biderman)

Die Kolonisatoren

Statt Israel zu verurteilen, sollten Progressive im Westen, die wegen „Siedler-Kolonialprojekten“ vor Schreck zusammenfahren, den jüdischen Staat als Beispiel für Entkolonialisierung wahrnehmen. Op-ed.

James Sinkinson, Israel National News, 29. Juni 2021

Der Nahe Osten (Bild: wealthdaily.com/imgur.com)

Israels Feinde haben es im Verlauf seiner 73 Jahre vieler haarsträubender Vergehen beschuldigt. Es ist als Sprössling Nazideutschlands bezeichnet worden, als sozialistischer Außenposten, „Kreuzritter-Nation“ und Apartheidstaat. Die palästinensischen Araber und ihre westlichen Fürsprecher eignen sich fröhlich die aktuellsten Modebegriffe an, die etwas Übles beschreiben, und hängen sie dem jüdischen Staat an.

Eine der hartnäckigsten Verleumdungen Israels in den letzten Jahren, besonders unter Akademikern, steckt ihm das Etikett des „Siedler-Kolonialprojekts“ oder einfach „imperialistischer Staat“ an.

Wie fast alle Verunglimpfungen Israels hat auch diese keinerlei Faktenbasis.

Die Definitionen passen nicht auf Israel: Imperialismus ist eine Politik der Erweiterung der Macht und des Einflusses eines Landes mit Hilfe diplomatischer oder militärischer Gewalt. Kolonialismus ist die Politik oder Praktik eines Landes, die volle oder teilweise politische Kontrolle über ein anderes zu erlangen, es mit Siedlern zu besetzen und wirtschaftlich auszubeuten.

Die ganze Geschichte hindurch hat es viele Kolonisatoren und imperiale Mächte gegeben und sie alle hatten ein Herkunftsland und eroberten andere Teile der Welt – unter Missbrauch der lokalen Bevölkerung, Ausbeutung ihrer Vermögenswerte und Aufdrücken ihrer eigenen, fremden Kultur.

Israel jedoch hat kein anderes Land unter seiner Kontrolle und hat nie Interesse gezeigt das Land anderer zu erobern. Das jüdische Volk hat nur ein Land gehabt, in dem es indigen ist und das ist seine nationale Heimat. Wenn Israel eine imperiale oder kolonisierende Macht ist, wäre es der erste Fall der Geschichte, dass ein indigenes Volk sein eigenes Land kolonisiert.

Die jüdische Heimat ist stets von anderen kolonisiert worden: Römer, Araber, Kreuzritter, Osmanen, Briten und viele andere imperialistische Kräfte haben das Land Israel und seine indigenen Juden unterjocht. Kein anderes Volk der Menschheitsgeschichte – außer den Juden – strebte danach diesem Land Unabhängigkeit zu geben.

Tatsächlich hatte das jüdische Volk von 1405 bis 586 v.Chr. und 530 bis 70 v.Chr. souveräne Staaten im Land Israel. Sie hatten auch in den Zwischenjahren danach andere, kleinere unabhängige Staaten wie den Bereich Tiberias von 1558 bis 1564.

Jahrhunderte lang sprach die jüdische Bevölkerung im Heiligen Land – von denen es viele schafften Verfolgung, Zwangskonversion und Exil zu überlegen – dieselbe Sprache und behielt dieselben Bräuche bei wie ihre verstreuten Geschwister weltweit, bis die Exilierten zur Wiederaufnahme der Souveränität in ihrer uralten Heimat zurückkehrten.

De facto sind die Araber die erfolgreichsten Kolonisatoren aller Zeiten: Die Ironie Juden der Kolonisierung von Arabern zu beschuldigen besteht darin, dass das Gegenteil wahr ist. Das palästinensisch-arabische Volk gehört wohl zu den erfolgreichsten Kolonisatoren der Weltgeschichte. Heute gibt es 22 arabische Staaten und 57 islamische Länder. Mehr als 1,8 Milliarden Menschen sind Muslime, bilden etwa ein Viertel der gesamten Weltbevölkerung.

Während wir von der „arabischen Welt“ lesen und Akademiker unbekümmert darauf verweisen – sie erstreckt sich über Nordafrika sowie den Nahen und Mittleren Osten – erwähnen nur wenige, dass dieses Gebilde weitgehend durch die gewaltsame Unterwerfung lokaler indigener Völker geschaffen wurde. Wir hören unregelmäßig von Berbern, Jesiden, Aramäern, Zoroastriern und Kopten. Diese und viele weitere sind zusammen mit den Juden Beispiele vorislamischer Völker, Kulturen und Religionen, die entweder ausgelöscht oder in eine arabische bzw. muslimische Kultur gezwungen wurden.

Dutzende Sprachen, Kulturen, Religionen und Völker, die wir nur aus der Archäologie kennen, überlebten die arabischen Armeen des siebten Jahrhunderts und danach nicht. Die Marodeure erzwangen durch brutale Gewalt zumeist völlige Einhaltung der arabischen Kultur und Sprache und der islamischen Religion. Während die europäischen Imperien weithin zerfallen und von lokalen antikolonialen Bewegungen aufgelöst worden sind, setzten die Araber eine solche Politik der verbrannten Erde um, dass sich nur wenige indigene Völker noch an ihre vorislamische Identität erinnern, ganz zu schweigen davon, dass sie daran festhalten.

Juden kommen aus dem Exil, um ihre Heimat zurückzugewinnen: Nach Israels Unabhängigkeitskrieg wurde die eine Million Juden, die in der „arabischen Welt“ lebte, von dort vertrieben oder flohen um ihr Leben aus den Heimen, in denen sie lange vor der Ankunft der Araber und des Islam gelebt hatten. Dennoch konnte die imperialistische arabische Mentalität es nicht tolerieren, dass die ursprünglichen Einwohner dieses kleinen Teils – ein winziger Teil des Territoriums, den sie als „Dar al-Islam“ („Haus des Islam“) betrachten – ihre Kolonisatoren abwerfen und zu indigener Herrschaft zurückkehren.

Manche behaupten zwar, dass die heutigen palästinensischen Araber im Heiligen Land indigen sind, aber das ist ebenfalls eindeutig falsch. Vor dem 20. Jahrhundert – und größtenteils vor 1964 – waren Juden die einzigen, die sich als „Palästinenser“ (d.h. Einwohner Palästinas) bezeichneten. Wichtiger ist, dass die Leute, die wir heute „Palästinenser“ nennen, niemals eine ausgeprägte Identität hatten – keine eigenen Sprache, Religion, organisierte Gesellschaft oder Kultur – alles notwendige Kennzeichen für Indigenität. Tatsächlich sind sie Araber, die von überall aus der arabischen Welt stammen.

Ironischerweise sind Juden das einzige Volk der Geschichte seit der brutalen arabischen Eroberung, Besetzung und Kolonisierung der Region, die aufgestanden sind um ihr Land zurückzuholen. Das wird als Affront gegen den Islam betrachtet und es ist kein Zufall, dass Hebräisch, die indigene Sprache des jüdischen Volks, und der Zionismus, die Nationalbewegung zur Rückkehr des Volks in sein Land, in arabischen Ländern gewaltsam unterdrückt und verboten wurden.

Es bestehen keine Zweifel darüber, wer der Kolonisator ist und wer die Kolonisierten sind. Es gibt nur ein Imperium in diesem Konflikt und das sind nicht die Juden, ein Volk, das nie irgendein Territorium auf dem Planeten eroberte, das nicht sein eigenes war, anders als die arabische Welt, die derzeit gut 13 Millionen Quadratmeilen Landmasse umfasst.

Statt Israel zu verurteilen, sollten die Progressiven im Westen, die vor „Siedler-Kolonialprojekten“ zurückschrecken, den jüdischen Staat als Beispiel für Dekolonialisierung akzeptieren – indigene Rückkehr und wiederhergestellte Souveränität. Wären sie ehrlich, würden sie an der Seite des winzigen Israel stehen – mit einer Bevölkerung von neun Millionen, umgeben von hunderten Millionen, die seine Vernichtung und seine Rückkehr in das riesige arabische Imperium anstreben.

Fragen Sie einfach die Juden des Nahen Ostens und Nordafrikas, die fast 13 Jahrhunderte lang unter arabischer Unterdrückung, Diskriminierung und ständiger Angst vor Gewalt lebten – die endlich nach Hause zurückgekehrt sind und die Mehrheit der jüdischen Bürger im Staat Israel stellen. Ihre jüngere Geschichte und Erfahrung mit arabischem Imperialismus, Eroberung und Unterdrückung spiegelt eine traurige, gewalttätige Geschichte arabisch-muslimischen Privilegs. Diese Juden verstehen wahrlich, was Kolonialismus ist und was es heißt unter seinem Joch zu leben.

Wenn die Linksextreme die Bekämpfung von Antisemitismus mit progressiven Themen vermengt, sind Juden die Verlierer

Elder of Ziyon, 18. März 2021

Ein Haufen progressiver und antizionistischer Juden schrieb einen Brief an Präsident Biden, mit dem sie ihn drängten einen Antisemitismus-Bevollmächtigten zu ernennen, der die meisten Formen des Antisemitismus ignorieren wird. Ha’aretz befeuerte diese Dummheit noch.

Nehmen wir ihn auseinander:

Sehr geehrter Herr Präsident und Minister Blinken:

Als jüdische Führer schreiben wir Ihnen in einem Moment der Angst und Hoffnung. Wir sind tief besorgt wegen der antisemitischen Gewalt und Rhetorik, die wir weltweit in den letzten Jahren erlebt haben. Wir sind voller Hoffnung, weil Ihre Administration eine Gelegenheit hat einen neuen Ansatz als Reaktion auf die Dringlichkeit des zeitgenössischen Antisemitismus zu wählen.

Nein, ihre Äußerungen haben gezeigt, dass sie allen Antisemitismus vollkommen ignorieren, der von der Linken, von Schwarzen, von Palästinensern und Muslimen kommt. Was der meiste davon ist.

In diesem entscheidenden Moment denkt unsere Gesellschaft mit Jahrhunderten weißer Vormachtstellung und mit neuen, global vernetzten rechtsextremistischen Bewegungen – Probleme, denen wir uns nur stellen können, wenn wir die Rolle des Antisemitismus bei weißen Herrenmenschen- und ethnonationalistischen Ideologien begreifen. Wir fühlen uns verpflichtet unsere Stimmen zu erheben, weil wir unsere Kämpfe auch in der Frage in Gefahr sehen, wie die US-Regierung den Kampf gegen Antisemitismus in Amerika und rund um die Welt definieren und dabei vorgehen wird.

Niemand – und ich meine wirklich niemand – bagatellisiert die Bedrohung durch rechten Antisemitismus. Niemand unterstützt Nazis oder weiße Herrenmenschen. Niemand sagt, dass die USA nicht alles tun sollen, was sie können, um gewalttätige rechtsextreme Gruppen aufzulösen. Ihre Betonung des Antisemitismus von rechts, und nur von rechts, ist ihre Art die meisten Antisemiten zu schützen und zu rechtfertigen.

Antisemitismus ist eine Frage der Rassengerechtigkeit. Wir haben erlebt, wie antisemitische Verschwörungstheorien von Schwarzen geführte Gerechtigkeitsbewegungen untergraben: falsche und entmenschlichende Behauptungen, die jüdische Verantwortung für schwarze Brillanz postulieren und damit uns alle gefährden. Zu oft setzen genau die Leute, die diese judenfeindlichen Verschwörungstheorien einsetzen, dann Antisemitismus-Beschuldigungen als Waffe gegen Progressive ein, insbesondere schwarze und palästinensische Progressive, die die israelische Regierung kritisieren. Derweil werden farbige Juden und ihre Antisemitismus-Erfahrungen sowie Rassismus an den Schnittpunkten ignoriert. Wir müssen einen Bevollmächtigten haben, der begreift, wie Antisemitismus und weißes Herrenmenschentum einander verstärken.

Jeder weiß, dass rechtsextreme Irre auch schwarzenfeindlich sind. Aber Antisemitismus ist nicht auf sie beschränkt, wie diese Leute es behaupten.

Antisemitismus ist eine Sache wirtschaftlicher Gerechtigkeit. Die US-Wirtschaft befindet sich in einer Krise. Verschwörungstheorien, die für wirtschaftliches Leid jüdische Finanzkontrolle verantwortlich machen, werden genutzt, um die strukturellen Ungerechtigkeiten zu verdecken, die unsere Gesellschaft plagen. Um die wirtschaftliche Ungleichheit direkt anzugehen, brauchen wir eine Führung, die einen klaren Blick darauf hat, wie der Antisemitismus benutzt wird, um Juden zu Sündenböcken für das Versagen unseres Finanzsystems zu machen, unser Vertrauen in von der Regierung geleitete Lösungen zu schwächen und Bewegungen für den Aufbau einer wirtschaftlich gerechten Zukunft zu untergraben. Wir brauchen einen Bevollmächtigten, der bereit ist, als Teil des Kampfes für eine gerechtere, inklusive Wirtschaft dem Antisemitismus entgegenzutreten.

Antisemitismus ist eine Sache des Klimas und der Migration. Antisemitische Theorien stellen die von der Klima-Krise hervorgerufene Migration als jüdisches Komplott zur Ersetzung der weißen Rasse dar – eine Idee, die der Schütze, der 2018 in der Tree of Life-Synagoge 11 Juden beim Gebet tötete, zur Rechtfertigung seiner Gewalt nutzte. So, wie wir humanitäre und gerechte Antworten auf die Klimamigration vorbereiten, brauchen wir einen Bevollmächtigten, der die Bedrohung des Öko-Faschismus und die Rolle begreift, die der Antisemitismus oft in der ökofaschistischen Ideologie spielt.

Antisemitismus ist eine feministische Sache. Antisemitische Ideen sind fast immer mit vergifteten, hasserfüllten Ideen zu Geschlecht, Genus und Sexualität besetzt. Immer wieder haben wir Gewalt erlebt, die von Männern ausgeübt wurde, die zu Hass sowohl gegen Frauen als auch gegen Juden radikalisiert worden sind – aber die Verbindungen zwischen Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit werden unterbetont, zu unser aller Schaden.

Das ist mehr als absurd. Jetzt, wo sie auf schlechte Weise definiert haben, was Antisemitismus ist, versuchen sie selbst diese Gefahr zu bagatellisieren, indem sie Judenhass in „Kontext“ stellen. Das bedeutet, dass der Kampf gegen Antisemitismus unter allgemeine progressive Themen subsummiert wird, die, wie wir immer und immer wieder gesehen haben, immer eine höhere Priorität haben.

Wenn man den Antisemitismus als feministische und wirtschaftliche und Klima- und Migrationsfrage betrachtet, hat man keine Mittel mehr, um den tatsächlichen Judenhass zu bekämpfen. Antisemitismus nimmt gegenüber jeder anderen Frage einen hinteren Platz ein. Alles, was einem bleibt, sind Parolen, dass Nazis schlecht sind, was dann so ziemlich die Tiefe des gesamten Arguments darstellt.

Aus all diesen und vielen weiteren Gründen fordern wir, dass die Administration Biden einen Sonderbeauftragten zur Beobachtung und Bekämpfung des Antisemitismus auswählt, der sich verpflichtet den Kampf gegen Antisemitismus als Teil des Kampfes für eine gerechte, gemischtrassige Demokratie zu behandeln. Wir brauchen einen Beauftragten, der bereit ist sich dem Antisemitismus überall entgegenzustellen, wo er auftritt, über die flache Einordnung von „links und rechts“ hinausgeht und sowohl die unverhältnismäßige Bedrohung durch organisierten, gewalttätigen, weißen, nationalistischen Antisemitismus, als auch die Komplexitäten des Antisemitismus über die Gemeinschaften versteht.

Dieser Brief erwähnt rechtsextremen Antisemitismus sechsmal und jeder andere wird ignoriert. Wer sind also die, die das Thema in einen flachen Rahmen von „links und rechts“ setzt?

Antisemitismus ist überall zu finden. Die Geschichte hindurch verbinden Antisemiten aller Überzeugungen, Farben und politischen Identitäten Juden mit dem, was sie am meisten hassen. Das ist der Grund dafür, dass rechtsextreme Antisemiten Juden als „Kommunisten“ bezeichnen, während linksextreme Antisemiten Juden Rassisten, Kolonialisten und Kindermörder nennen; schwarze Antisemiten werden sagen, Juden würden versuchen ihr Leben zu kontrollieren, indem sie ihre Lebensgrundlage kontrollieren; muslimische Antisemiten werden sagen, Juden seien Feiglinge und Feinde Mohammeds; christliche Antisemiten werden Juden als Christusmörder bezeichnen; Anhänger der schwarzen Nation of Islam werden Juden als Sklavenhalter bezeichnen. Wenn es einen Hass gibt, der die Welt eint, dann ist es Judenhass.

Je mehr man über Antisemitismus weiß, desto mehr erkennt man, dass die Leute, die diesen Brief unterschrieben, nicht die geringste Ahnung von Antisemitismus haben.

Viel zu lange ist der Antisemitismus als Rechtfertigung für islamophobe Politik genutzt worden und um Vertreter von Palästinenserrechten anzugreifen, hier in den USA und rund um die Welt. Wir brauchen einen neuen Ansatz, ausgeführt von einem Beauftragten, der die Integrität hat Brücken zwischen Gemeinschaften und Bewegungen zu bauen.

Die völlige Unfähigkeit dieser Juden die Existenz arabischen Antisemitismus auch nur einzugestehen – nachdem Juden aus allen arabischen Ländern ethnisch gesäubert wurden – zeigt Ihnen, dass sie nicht wirklich gegen Antisemitismus sind.

Jegliche Form von Antisemitismus zu bestreiten, heißt ihn zu billigen.

Ein weiterer Punkt: Während jede andere Art von Bigotterie von den Linksextremen so weit wie möglich definiert wird, wird Antisemitismus so eng wie möglich definiert. Leute, die die Juden ins Meer werfen wollen oder die behaupten Schwarze seien die wahren Juden und Juden seien Hochstapler oder dass der jüdische Staat der rassistischste Staat der Welt ist, werden nicht verunglimpft. Nazis sind schlimm – aber farbige Poeten oder linke Rockstars oder Palästinenserführer, die Nazi-Literatur wiedergeben, werden gefeiert und ihr Antisemitismus, wenn angeprangert wird, wird gerechtfertigt.

Das Letzte, was Juden brauchen, ist ein Antisemitismus-Beauftragter, der Antisemitismus so derbe falsch versteht, wie die Unterzeichner dieses Briefs.

US-Progressive: Friedensdeal zwischen Israel und VAE/Bahrain/Sudan ist furchtbar für Nahost-Frieden

The Mideast Beast, 14. November 2020

Am Weißen Haus in Washington DC – Präsident Trump und die First Lady nehmen an einer Unterschriften-Zeremonie für die Abraham-Vereinbarungen teil. (Foto: Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94136660)

Es war einmal – vor dem Aufkommen von Twitter – wäre jegliche Beziehung zwischen einem arabischen Land und Israel Ursache für Feiern gewesen, doch angesichts des aktuellen Klimas im Nahen Osten ist mancher unsicher angesichts der Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Bahrain und jetzt dem Sudan.

Während der historische Deal zwischen Israel, den Golfstaaten und der Republik Sudan von vielen als historische Leistung gelobt wurde, gab es manche, die sich sorgte, er würde ihre persönlichen Überzeugungen darüber schädigen, wie die Realität auszusehen hat. Meade Benjamin, eine Mitgründerin von Code Pin, sagt, die Vereinbarung zwischen Israel, den VAE und Bahrain ist für den Nahen Osten ein Schritt in die falsche Richtung und: „Wir werden im Nahen Osten niemals Frieden haben, wenn sie sie weiter Friedensvereinbarungen mit Israel schließen.“ Code Pink ist eine progressive Organisation, die andere friedliche Bewegungen in der Region wie die iranischen Revolutionsgarden, Hamas, Hisbollah und einfach jede beliebige Gruppe Männer unterstützen will, die es genießen samstags zu diesen besonderen Wochenend-Schlägen gegen Frauen und kleine Kinder zusammenzukommen.

Ebenfalls besorgt wegen der Aussichten auf eine weitere Buchhandel mit Lese-Tour ist der ehemalige Vertreter der Obama-Administration Ben Rhodes, der feststellte: „Ich kann nicht falsch liegen, die Geschichte ist das Problem.“ Der ehemalige Obama-Außenminister John Kerry, der einst sagte, Israel würde isoliert und zum Paria-Staat werden, wurde zuletzt durch seine Schlafzimmertür gehört, wie er in ein Kissen weinte und sich weigerte herauszukommen.

Die Blindheit des Westens gegenüber palästinensischer Hetze

Die neueste Inkompetenz, bei der Betrachtung der falschen Schulbücher für Kinder, scheint man kaum glauben zu können. Warum finden Leute es so schwer palästinensische Gewalt und Bigotterie gegen Israel und die Juden einzuräumen?

Melanie Phillips, Israel HaYom, 4. September 2020

Warum ignorieren so viele gutmeinende Menschen, die sich dem Ende von Machtmissbrauch verschrieben haben, die Beweise dafür, wer diese Missbräuche tatsächlich begeht und machen stattdessen ihre Opfer verantwortlich?

Eine von Großbritannien und der Europäischen Union finanzierte offizielle Untersuchung von in palästinensischen Schulen verwendeten Schulbüchern ist zu einer Farce verkommen.

Im April 2018, als endlich auf die Bedenken zu antiisraelischer Hetze in palästinensisch-arabischen Schulbüchern reagiert wurde, drängte das Vereinte Königreich die EU einen Bericht über palästinensische Schulbücher vom Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Deutschland in Auftrag zu geben.

Im April letzten Jahres veröffentlichte das Institut als vorläufiges Ergebnis, was es seinen „Anfangsbericht“ nannte. Dieser, sagte es, entwickelte einen Rahmen für „eine akademisch rigorose Überprüfung“ dazu „wie Frieden, Toleranz und ein Verständnis des anderen in palästinensische Lehrbücher eingebunden sind“.

Dieser Bericht selbst ist jedoch mit so vielen Fehlern durchsetzt, dass die Europäische Union ihn verwarf. Die EU hat allerdings verwirrenderweise das Georg-Eckert-Institut weiter beschäftigt, um das Projekt abzuschließen.

Sein Abschlussbericht soll nächsten Monat erschienen. Aber es hat jetzt einen Zwischenbericht erstellt, den die EU beschloss geheim zu halten.

Marcus Sheff, Vorstand des Institute for Monitorin Peace and Cultural Tolerance in School Education in Jerusalem schaffte es eine Präsentation des Zwischenberichts erlangen. Dieser hat gezeigt, dass das Projekt sich von schlimm zu schlimmer entwickelt hat.

Sheff, der die Untersuchung „von vorne bis hinten ein Lustspiel aus Fehlern“ bezeichnete, sagt, dass die Forscher sich die falschen Schulbücher angesehen haben. Sie haben tatsächlich Schulbücher als Beispiele verwendet, die in Israels arabischen Schulen in Jerusalem genutzt werden, sie gepriesen und fälschlich als Teil des Lehrplans der PA vorgelegt.

Auf Grundlage dieses ungeheuerlichen Fehlers haben die Forscher behauptet, das Bildungsmaterial der Palästinenser sei zum Besseren gestaltet worden:

Der in vielen palästinensischen Schulbüchern verwendete widerliche Sprachgebrauch und die Bilder werden nicht erwähnt, mit denen das Verbrennen jüdischer Busfahrgäste mit Molotowcocktails als „Grillparty“ beschrieben wird oder Arabisch über eine Geschichte, die für Selbstmord-Bombenanschläge wirbt und mit einem bewaffneten Palästinenser illustriert wird, der israelische Soldaten in einem Panzer beschießt.

Die Inkompetenz scheint zu würdigen zu sein. Warum scheinen Leute im Westen es so schwierig zu finden palästinensischen Hass und Hetze gegen Israel und die Juden einzugestehen?

Sie widersetzen sich eindeutig alles einzugestehen, was das Narrativ untergräbt, auf dem die Außenpolitik der EU und Großbritanniens seit Jahrzehnten gründen – dass den palästinensischen Arabern einen Staat zu geben den „Nahost-Konflikt“ beenden würde.

Das wirft aber tiefer gehende Fragen auf. Warum glauben sie, dass die Palästinenser einen eigenen Staat verdient haben? Warum behaupten sie, dass, abgesehen von den Extremisten der Hamas, die PA-Führer legitime Staatsmänner im Wartestand sind?

Weil diese westlichen Anhänger es ablehnen einzugestehen, dass die mörderische Hetze gegen Israel und die Juden, die regelmäßig aus der angeblich moderaten PA strömen.

Sie ignorieren nicht nur ihre wiederholten Aufrufe zur Vernichtung Israels und Unterstützung für die Ermordung von Israelis. Sie ignorieren auch den grotesken Antisemitismus, der aus von der PA gestützten Predigern, Publikationen und Fernsehen ausströmen.

Wie von Palestinian Media Watch und dem Middle East Media Research Institute penibel dokumentiert ist, präsentiert die PA die Juden so, dass sie angeboren üble Züge hätten. Sie beschreibt sie regelmäßig als heimtücksch, korrupt, mit dem Teufel im Bunde und Nachkommen von Affen und Schweinen.

Sie hat behauptet, Juden „dürsten nach Blut, um ihrem Gott [gegen die Nichtjuden] zu gefallen und sehnten sich nach Taschen voller Geld“; dass die Juden in der Vergangenheit aus Europa vertrieben wurden, weil ihr „übler Charakter“ für die Europäer eine Bedrohung darstellt; dass diese jüdischen „Charakterzüge“ und „Verhaltensweisen“ eine Gefahr für die gesamte Menschheit darstellten. Und so weiter und so fort.

Die Anhänger der Palästinenser, die so schnell jeden Westler verdammen, der im Verdacht steht auch nur die kleinste historische Verbindung zu rechtsextremen Bewegungen zu haben, ignorieren ebenfalls die Geschichte des palästinensischen Nazitums.

In den 1930-er Jahren schloss der Großmufti von Jerusalem, Haddsch Amin al-Husseini, einen Pakt mit den Nazis und machten aus den palästinensischen Arabern Hitlers Armee im Nahen Osten.

Darüber hinaus war al-Husseini, wie Barry Rubin und Wolfgang Schwanitz in ihrem Buch Nazis, Islamists and the Making oft he Modern Middle East ausführlich darlegen, nicht weniger als Hitler auf die Ausrottung der Juden festgelegt. Er schwor dieses teuflische Ziel im gesamten Nahen Osten zu erreichen und war höchst einflussreich bei der Ermutigung Hitlers die konkrete Auslöschungsstrategie der Endlösung anzuwenden.

Das ist heute noch wichtig. Während die Palästinenser im Allgemeinen nicht mit der Nazi-Bürste geteert werden sollten, wird al-Husseini von PA-Führer Mahmud Abbas, einem Holocaust-Leugner, der sich zur Inspiration offen des Großmuftis bedient, gerühmt.

Warum also sind westliche Progressive der palästinensischen Sache derart verbunden, dass sie solche Beweise ihrer widerlichen Charakteristika ignorieren?

Eine Antwort ist der Antisemitismus, der sich im Westen breit macht. Ein weiterer ist die Realpolitik, die westliche Führer veranlasst hat sich bei der arabischen Welt einzuschmeicheln.

Es gibt einen tieferen Grund. Die giftige Realität palästinensischen Judenhasses einzugestehen würde das gesamte moralische und politische Universum auf den Kopf stellen, das die Linke rund um das Narrativ des „unterdrückerischen“ Westens und denen, die er „unterdrückt“ hat, konstruierte.

Linke Idealisten müssen über dieses Dogma in einer Sache nachdenken, mit dem sie sich identifizieren können. All ihre früheren Anliegen sind entweder zu Ende oder haben Schiffbruch erlitten: der Sowjetkommunismus, die südafrikanische Apartheid, der irische Republikanismus.

Die Palästinenser sind als unterdrückte Opfer teuflisch effektiver Propaganda dargestellt worden, die eine Geschichte dessen umgeschrieben hat, was die Linken weiterhin fast komplett ignorieren. Also haben sie aus den Palästinensern das Aushängeschild ihres Gewissens gemacht.

Darüber hinaus beschäftigen sich die Progressiven vorrangig niemals mit dem tatsächlichen Zustand der Unterdrückten, für die ihr Herz blutet. Stattdessen geht es darum, wie nobel und tugendhaft solche Unterstützung sie erscheinen lässt, sowohl sich selbst als auch anderen gegenüber.

Müssten sie zugeben, dass die Sache der Palästinenser untrennbar mit mörderischem Antisemitismus verwoben ist – und dass ihr derzeitiger Führer einen Mann als Helden verehrt, der darauf aus war den Sieg des Faschismus und die Ausrottung der Juden zu erreichen – dann würde ihre gesamtes moralisches und politisches Universum implodieren.

Das ist auch der Grund, warum dieselbe Art von Leuten es ablehnt die weißenfeindliche, judenfeindliche, revolutionäre Agenda von Black Lives Matter einzugestehen; stattdessen reden sie sich ein, dass sich um eine edle Kampagne gegen Rassismus handelt.

Wenn auf unbestreitbare Fakten über palästinensischen Antisemitismus oder BLM hingewiesen wird, dann bestreiten Progressive diese widerliche Agenda nicht nur, sondern sie verleumden jeden als Rassisten, der es wagt, auf diese unangenehmen Wahrheiten hinzuweisen.

Der Grund dafür ist, dass Progressive glauben, sie stünden für alles, was in der Welt gut ist. Also wird von jedem, der ihre Position in Frage stellt, angenommen, dass er schlecht ist, alles, was sie sagen wird automatisch als Lüge abgetan und ihnen werden die schlimmstmöglichen Motive unterstellt.

Deshalb ist Unterstützung für die Palästinenser sowohl Symptom als auch Ursache für den moralischen Kollaps des Westens; und Juden wie Nichtjuden sind an seinem Zerfall beteiligt.