Propaganda statt humanitäre Prinzipien

Gerald M. Steinberg, Australian Financial Review, 7. Juni 2002

Der Begriff „non government organization“ (NGO – Nichtregierungs-Organisation) ruft in der Regel Bilder von Uneigennützigkeit und Mitleid hervor, besonders unter den Antiglobalisierungs-Freunden, die glauben, dass Staaten – und die Politiker, die in ihnen herrschen – mit Mängeln behaftet sind und dass ihre Taten abgemildert werden müssen. Von NGOs wird erwartet, dass sie für die Schwachen und Unterdrückten eintreten und die Rechte des Einzelnen und der Minderheiten vertreten.

In diesem Geist sind zehntausende von NGOs entstanden, die sich auf Umweltfragen, Menschenrechte, Wohlfahrtsthemen und Kampagnen gegen gefährliche Waffen wie Landminen konzentrieren. Diese Gruppen sind gut finanziert und nutzen ihre großzügigen Budgets um für sich selbst und ihre Sache zu werben. Die größten und wohlhabendsten NGOs, wie z.B. Greenpeace, Amnesty International, Human Rights Watch und Oxfam , sind inzwischen echte Markennamen und die wichtigsten Personen dieser Gruppen haben mehr Macht als manche Regierungsbeamte.

Gleichzeitig haben diese Organisationen in vielen Fällen zu Ungerechtigkeiten und Doppelzüngigkeit beigetragen, besonders im Nahen Osten. Wie die UNO und ihr Zweig UNRWA, sind prominente NGOs von der pro-palästinensischen und anti-israelischen Lobby fasziniert. Diese Organisationen spielten im letzten Jahr eine Hauptrolle bei der unrühmlichen Konferenz in Durban, die Rassismus bekämpfen sollte, aber in Beiträgen zum Hass auf Israel und zum Antisemitismus endete. Ähnlich wurden die Mythen des „Massakers von Jenin“ von NGOs wie Human Rights Watch, Amnesty International, Oxfam, Ärzte für Menschenrechte (die Liste kann beliebig verlängert werden) hinaus posaunt; ihre einseitigen und nicht belegten Berichte wurden von den Medien aufgegriffen und wiederholt.

Um die Sache schlimmer zu machen, kommt ein großer Teil der Gelder für diese „Nichtregierungs-Organisationen“ gerade von Regierungen. Hohe Zuweisungen aus staatlichen Steuern erfolgen zu Gunsten der NGOs, bestimmt für „humanitäre“ Projekte, die Politikern und Beamten erlauben, ihre privaten Vorhaben durch die Hintertür zu fördern. Diese Praxis ist in Europa, Australien und Kanada als Maßnahme zum verstärkten Flagge zeigen und zur Beeinflussung der UNO und internationaler Organisationen weit verbreitet. Sie bringen auch die Karrieren der beteiligten Politiker voran. Die Europäische Union steckt volle 15 Prozent ihres Gesamtbudgets in die Unterstützung von NGOs. Prominente Organisationen haben Budgets von mehreren hundert Millionen Dollar.

Die meisten dieser Gruppen arbeiten mit einem noch erschreckenderen Fehlen an Transparenz und Verantwortlichkeit als die Regierungen, die sie genau wegen dieser Missstände kritisieren. Die Dutzende von Millionen Dollar, die durch NGOs in Projekte gesteckt werden und die einfach und ambitiös als „Projekte humanitärer Hilfe“ oder „zur Unterstützung des Friedens“ bezeichnet werden, unterstehen nicht der peinlichen Aufsicht direkter Ausgaben wie Regierungen und Ministerien. Die Ergebnisse werden selten von außen begutachtet und die jährlichen Zuteilungen fließen weiter, egal, was sie bewirken. Im Nahen Osten haben riesige Summen internationaler humanitärer Hilfe an die palästinensischen Flüchtlingslager nicht dafür sorgen können, dass sich die Lage verändert und das meiste Geld ist verschwunden.

Zusätzlich unterstützt diese großzügige Finanzierung viele anti-israelische Propaganda-Gruppen, die sich als NGOs maskieren, darunter Human Rights Watch und Amnesty International. Oxfam International, mit einem Jahresbudget von 720 Millionen Australischen Dollar, hat eine massive Kampagne gestartet, die zur Verurteilung Israels wegen „grober Verletzungen des internationalen Menschenrechts“ drängt. Der australische Zweig, als Community Aid Abroad (CAA) bekannt, erhält 21 Prozent seiner Gelder von der australischen Regierung für Projekte in den palästinensischen Flüchtlingslagern. CAA behauptet, eine „humanitäre Organisation“ zu sein. Wie andere unter Arafats Herrschaftsbereich arbeitende Gruppen schaute sie weg, wo es Rekrutierung, Ausbildung und Entsendung von Selbstmord-Bombern gab.

In ihrem emotionalen Aufruf schreiben Oxfams Leiter, dass „unsere Partner … in Ramallah und anderen Städten die fürchterliche Lage bestätigt haben, die wir alle in unseren Fernsehern erleben: schwere Verletzungen der Menschenrechte, darunter: die Beschießung medizinischen Personals, die Verweigerung medizinischer Hilfe für Verwundete und chronisch Kranke; tatsächliche und angedrohte Gewalt gegen eindeutig identifiziertes Personal des Roten Kreuzes, der palästinensischen Rot-Halbmond-Gesellschaft und der UNO…“ usw. Die Liste ist recht lang und gefüllt mit vielen Augenzeugenberichten.

Eine flüchtige Untersuchung zeigt, dass die eifrigen Propagandisten von CAA geruhen, die lange Geschichte völlig unzureichender (soll heißen: falscher) Berichte zu ignorieren, die darauf abzielen Israel zu delegitimisieren wie auch den Hintergrund der brutalen palästinensischen Terrorkampagne, die zur israelischen Antwort führte. Oxfam und seine Partner mit ihrem schicken Eindreschen auf Israel als „humanitäre“ Organisationen zu bezeichnen, spottet dem Begriff. Diese falschen Behauptungen untergraben die unpolitischen und weniger im Rampenlicht stehenden Gruppen, die wirklich humanitäre Dienste leisten, statt Politik und Ideologie zu verbreiten.

Diese Beispiele dienen dazu, die versteckten politischen und ideologischen Ziele der NGOs zu verdeutlichen. Ihr Nimbus verfliegt und ihre Aktivitäten in der ganzen Welt werden kritischer betrachtet, besonders im so stark propagierten Bereich der Nahost-Politik. Wie das gesamte UNO-System, mit dem diese Organisationen sehr eng zusammen arbeiten und für einander Reklame machen und sich gegenseitig schützen, ist eine totale Reform der NGOs dringend notwendig.

 

Selektive Dokumentierung

Nadav Shragai, Israel HaYom, 7. Juli 2017

Eine Gruppe von 26 berühmten, preisgekrönten Schriftstellern aus aller Welt ist zusammengekommen, um ein monumentales, hochtrabendes literarisches Dokumentationsprojekt einzubringen. „Kingdom of Olives and Ash: Writers Confront the Occupation“ [Königreich aus Oliven und Asche: Schriftsteller bieten der Besatzung die Stirn] ist eine von den amerikanischen Autoren Ayalet Waldman und Michael Chabon herausgegebene Aufsatzsammlung, die die hochmütige Behauptung aufstellt, sie hätten „keine politischen Erwartungen gegenüber diese Autoren“. Aber die Realität in Judäa und Samaria als „Besatzung“ zu definieren ist exakt das Wesen einer politischen Vorprägung.

Doch lassen einen Moment beiseite, dass Waldman und Chabon Unschuld beteuern, dann könnte man wirklich erwarten, dass die literarisch-politische Initiative, die in Verbindung  mit der Nichtregierungsorganisation Breakting the Silence erstellt wurde, Judäa und Samaria als die Wiege des jüdischen Volks oder als Territorium behandelt, das von der jordanischen Besatzung befreit wurde, die seit dem Ende des Unabhängigkeitskriegs 1948 bestand.

Noch trauriger ist es, dass die ganzen 495 Seiten des Buchs hindurch Siedler und IDF fast immer als die Verkörperung des Bösen dämonisiert werden. Genauso wie diejenigen, die die Trauer wegen der Ermordung des ehemaligen Premierministers Yitzhak Rabin zweckentfremdeten, nicht wirklich jemanden kennen, der glaubt, dass Rabins Erbe ein Desaster war, mit dem man des Mordes an dem Mann gedenkt, der ihr Premierminister war, finden die 26 Beitragsleistenden es schwierig sich vorzustellen, dass Siedler oder irgendjemand sonst in der Rechten angesichts von Missbrauch oder Schikanierung von Palästinensern erbost oder gequält sein könnte. Sie können nicht begreifen, dass ich oder irgendjemand wie ich, der Judäa und Samaria als Teil des Landes Israel und des israelischen Staates betrachtet, von Wut und Angst ergriffen ist, wenn jüdische Terrorakte oder Hassverbrechen berichtet werden, egal wie geringfügig diese sein mögen.

Das literarische Manifest lässt nicht nur die Geschichte der „Araber innerhalb [der Grünen Linie] in den „besetzten“ Städten Akko, Jaffa, Nazareth oder Lod aus, auch nicht nur die Tatsache, dass aus palästinensischer Perspektive die „Besatzung“ nicht 1967 begann, sondern 1948; die von dem palästinensischen Politikwissenschaftler Dr. Khalil Shikaki durchgeführten Studien, die die Palästinenser selbst immer wieder veröffentlichen und die zeigen, dass die palästinensische Öffentlichkeit der Idee eines Rückkehrrechts und die große Unterstützung von Terrorismus und dem Mord an jüdischen Frauen, Kindern und Betenden anhängt.

Dave Eggers, Anita Desai und Mario Vargas Llosa sind gutmeinende Autoren, die das palästinensische Narrativ eingeholt haben. Sie wollten ihre Füller in die Hand nehmen, um Elend zu skizzieren. Doch leider haben die Autoren in den Aufsätzen der Sammlung weniger das getan, als vielmehr ein Mosaik zu schaffen, das Stücke auslässt, die mit ihrem eigenen Bild der Besatzung nicht so recht zusammenpassen. Wenn sie auch nur ein klein wenig nach diesen fehlenden Puzzlestücken gegraben hätten, dan wäre die Dokumentation besser und ausgewogener geworden.

Eggers zum Beispiel beschreibt den Gazastreifen als Gefängnis, aber Gaza Stadt selbst ist eine umtriebige, kosmopolitische Stadt, in der es neun Colleges und Universitäten gibt, 32 Krankenhäuser und zahlreiche Einkaufszentren und Galerien. Er präsentiert Bilder „voller Leben“ aus dem Inneren eines „Gefängnisses“ und gibt im Druck selbst zu, wie unerwartet das war.

Noch überraschender ist Eggers‘ Gespräch mit Amir al-Abd aus Gaza, der dem Autor gegenüber eingesteht: „Als die [israelischen] Siedlungen hier waren, ging es uns gut.“ Jeder, der sich mit den Siedlern des Gush Katif [die bei der Abkoppelung 2005 vertrieben wurden] und ihren guten Beziehungen zu ihren Nachbarn im Verlauf der Jahre auskennt, braucht Eggers nicht, der ihnen davon erzählt. Baschir, ein Fischer, erzählt Eggers, dass die Ägypter „schlimmer sind“ als die IDF, womit er etwas Ausgleich zu den Darstellungen des verleumdeten israelischen Militärs gibt. Selbst der Bauer Jamal, der bei der Arbeit auf seinen Feldern die israelische Grenzen sehen kann, erzählt Eggers, dass „die Medien Lügner sind“ und dass IDF-Bulldozer nichts niederreißen; sie kommen nu in die Pufferzone, um Müll und Pflanzenwucherungen zu beseitigen.

Die 26 „professionell Aufmerksamen“, wie Waldman und Chabon ihre Autoren beschreiben, Menschen, „für die nichts verloren ist“, verpassen in der Tat ziemlich viel auf ihrer Reise der literarischen Dokumentation. Die australische Autorin Geraldine Brookes zum Beispiel berichtet vom Zeugnis eines Palästinenser, der sagt, sie fühlten sich in den jüdischen Vierteln von Jerusalem Nicht sicher. Für manche ist das so; aber die Wirklichkeit ist fast immer genau umgekehrt: Zehntausende Araber besuchen und arbeiten und verbringen ihre Freizeit in der westlichen Hälfte der Stadt, während die meisten Juden sich von arabischen Vierteln fern halten, um nicht gesteinigt, verletzt oder getötet zu werden. Ist das so schwer zu sehen?

Helon Habila berichte die Not im Flüchtlingslager Aida, aber warum lässt sie ihre Leser nichts über den Sonderstatus des palästinensischen Flüchtlingstums wissen? Derselbe „ewige Flüchtlingsstatus“, der von Vätern auf Söhne weitergegeben wird, Generation um Generation, den die Palästinenser als Waffe gegen Israel schwingen und zwar auf Kosten der unglücklichen Einwohner der Flüchtlingslager? Es gibt in der Welt keinen Präzedenzfall für einen Flüchtlingsstatus, der sich weigert ein Ende zu finden und wieder auf die Füße zu kommen.

Nicht könnte natürlicher sein als die Rückkehr der Juden in die Davidstadt. Nichts könnte natürlicher sein als am Fuß des Tempelbergs lebende Juden, aber für Ala Hlehel und einiger seiner Kollegen ist, dass sie das tun, ein Verbrechen und eine Besatzung. Die „Dokumentation“ der Autoren lässt Fakten aus oder bagatellisieren sie: In der Davidstadt lebende Juden kauften ihre Häuser von den lokalen Arabern. Sie stahlen nichts und beuteten niemanden aus. Betraten Juden erst einmal die Davidstadt wurde es viel sicherer. Die Verbrechensrate fiel dramatisch. Es gibt sogar eine versteckte, respektvolle Koexistenz. Wer professionell Aufmerksam ist, wer hat Zweifel daran hat, dass die Davidstadt tatsächlich die Stadt Davids ist, unterließ es eine so bedeutende Autorität wie den Archäologieprofessor Israel Finkelstein zu zitieren, der für seine Skepsis der Nutzung biblischer Beschreibungen als historischer Beweise bekannt ist, aber die Davidstadt und den Tempelberg als Ort des biblischen Jerusalems identifiziert und sieht, dass die dort verrichteten Ausgrabungsarbeiten entsprechend modernen archäologischen Standards durchgeführt werden.

Die Palästinenser, sagen Waldman und Chabon, gehen nirgendwo hin. Sie gehen auch dem aus dem Weg das über die Siedler zu sagen und dass Verständnis, dass am Ende die Palästinenser und die Siedler einen Weg finden müssen miteinander auszukommen, weil es keine wirklich andere Wahl gibt, fehlt völlig.

Wie definierst du dich selbst?

Elder of Ziyon, 8. Mai 2007

Yom Ha’atzmaut-Feiern sind, zusammen mit dem palästinensisch-arabischen „Nakba“-Gedenken, eine gute Gelegenheit einen fundamentalen Unterschied zwischen Zionisten und palästinensisch-arabischen Nationalisten festzustellen.

Zionistien definieren sich völlig unabhängig von anderen Spielern der Weltgeschichte. Der Zionismus ist die nationale Wiederbelegungsbewegung für das jüdische Volk im Land seiner Vorväter. Das hat nichts mit den Europäern oder den Arabern oder sonst irgendetwas zu tun. Das ist eine völlig positive, autarke Definition. Man mag sagen, dass der Zionismus die Araber unfair behandelte, aber die Araber waren nicht kein inhärenter Faktor in der Definition des Zionismus; der Zionismus ist als Begriff unabhängig von anderen Faktoren. Araber, die versuchten diesen Traum zu zerstören, wurden nicht als Bedrohung für den Zionismus betrachtet – sie wurden als für das Konzept an sich irrelevant angesehen. Wenn sie Israel akzeptierten, gut; wenn nicht, Pech für sie.

Andererseits definiert sich der palästinensisch-arabischer Nationalismus ausschließlich über die Beziehung zu anderen; und diese Definierung ist eine negative. Die 60. Wiederkehr der Gründung Israels zeigt diese Unterschiede mit scharfem Profil.

Heute wird der Yom Ha’atzmaut gefeiert, aber das ist nicht der Jahrestag. Dieser ist der fünfte Tag des hebräischen Monats Iyar, am Samstag. Da dies der jüdische Sabbath ist, wurde das Datum auf heute vorverlegt, um jedermann die Möglichkeit zu geben angemessen zu feiern.

Die Nakba-Festlichkeiten waren ursprünglich für den 15. Mai, den „Nakba-Tag“ terminiert, aber die bloße Vorstellung, dass Israel heute feiert, irritiert die palästinensischen Araber derart, dass sie den heutigen Tag zu einem Tag der Trauer erklärten:

Donnerstag wird ein Tag nationaler Trauer in den gesamten Palästinensergebieten gehalten, um an die sechzigste Wiederkehr der palästinensischen Nakba zu erinnern.

Palästinensische schwarze Flaggen werden auf Gebäudedächern gehisst, ein öffentlicher Teilstreik wird von 12 bis 1 Uhr am Donnerstagmittag zusätzlich zu den Demonstrationen in der gesamten Westbank abgehalten.

In einer am Donnerstag abgegebenen Erklärung forderte das Nationale Komitee für die Erinnerung an die Nakba alle Palästinenser auf an der Aktion teilzunehmen, um „gegen die Feiern des Besatzungsstaates [Israel] zu seiner Gründung auf den Überbleibseln palästinensischen Städte und Dörfer zu protestieren, indem ausgedrückt wird, dass die Palästinenser an ihrem ‚Rückkehrrecht’ festhalten, das ein legitimes Recht ist.“

Heute ist weder nach dem hebräischen noch dem gregorianischen oder muslimischen Kalender der Jahrestag, aber weil Israel heute feiert, müssen die palästinensischen Araber ihre Gedenkveranstaltungen auch heute beginnen. Ihre Geschichte und ihre Selbstsicht wird völlig durch das definiert, was Israel tut, nicht durch das, was angeblich ihre Ziele sind.

Wenn die Nakba dazu gedacht wäre, an die Wiederkehr der Flucht der palästinensischen Araber aus ihren Häusern zu erinnern, dann könnte der Tag irgendwann im Jahr begangen werden, da es keine bestimmten Bevölkerungsverschiebungen am 15. Mai gab. Sie könnte das Datum der Kapitulation von Haifa oder das der Unterzeichnung des Waffenstillstands durch Israel mit Jordanien nehmen – und damit sicher stellen, dass sie in der Lage sind einen Staat aufzubauen. Aber sie entscheiden sich, ihn dann zu begehen, wenn Israel das tut – und wenn Israel das Datum verschiebt, dann machen sie das auch.

So zeigt sich das auch bei diesem Nakba-Poster:

Die Form „Palästinas“ (dargestellt als Schlüsselloch) leugnet die Tatsache, dass der palästinensisch-arabische Nationalismus in seiner Gänze von externen Faktoren abhängig ist. Das historische Palästina sieht überhaupt nicht aus wie auf diesem Bild; und während es schwierig sein würde die Grenzen zu ziehen, die nie festgelegt wurden, würde jedermann zustimmen, dass der Negev nicht Teil davon ist und dass bedeutende Teil dessen, was heute Jordanien ist, dazu gehören. Die Tatsache, dass die palästinensischen Araber auf jeden Anschein der Wiederherstellung des „historischen“ Palästina verzichtet haben und nur an den Gebieten interessiert sind, die zufälligerweise Israel kontrolliert, mit nationalen Grenzen, die von den Briten und Franzosen gezogen wurden, zeigt, dass es beim palästinensisch-arabische Nationalismus überhaupt nicht um den Aufbau, sondern um die Vernichtung eines Staates geht.

Natürlich zeigt auch, dass sie 1949 die jordanische Souveränität und Staatsbürgerschaft anerkannten, dass eine unabhängige Nation kein Ziel der so genannten „Nationalisten“ war.

Seit Oslo sind fast 15 Jahre vergangen. Während eines großen Teils dieser Zeit war ein Großteil der Westbank unter arabischer Autonomie. Die PA hat Zugang zu denselben Mitteln, die das embryonische Israel 1948 hatte. Vor der Intifada gab es dort eine lebensfähige Wirtschaft; vor 2003 gab es keine Straßensperren.

Nun sehen Sie sich an, wie viel Fortschritte sie mit der Autonomie gemacht haben, die sie haben, und vergleichen Sie sie mit dem, was Israel in den 10 bis 15 Jahren machte, nachdem es seine eigene Autonomie gewann. (Wir fangen noch nicht einmal von Gaza zu sprechen an, dem Musterbeispiel palästinensisch-arabischen Nationalismus.)

Eine wirkliche, unabhängige Nationalbewegung würde jede Gelegenheit und Autonomie nutzen, die sie könnten, um ihre Institutionen aufzubauen – ihre Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur; um Handel mit anderen Staaten aufzubauen, Arbeitsplätze zu schaffen und die Sicherheit des eigenen Volkes zu gewinnen. Eine vorgetäuschte Nationalbewegung, deren wirklicher Zweck destruktiv ist, würde nichts davon unternehmen.

Es ist offensichtlich, welche Beschreibung zu der jüngeren Geschichte des palästinensisch-arabischen Nationalismus passt.

Sprache, Lügen und Jesse Jackson

Nissan Ratzlav-Katz, National Review online, 2. August 2002 (nicht mehr bei NR online)

Zur Mittagszeit zündeten am Mittwoch arabische Terroristen in der Cafeteria des Frank Sinatra-Gebäudes am Nancy Reagan-Hof auf dem Scopusberg-Campus in Jerusalems Hebräischer Universität eine Bombe. Die Bombe tötete 7 Menschen und verletzte 90 – Studenten, Dozenten, Verwaltungsangestellte. Dieser Anschlag wird in Wohnzimmern in der ganzen Welt Widerhall finden, da viele der Studenten des Sommersemesters aus dem Ausland kommen. Viele von ihnen kommen aus den USA und vier der Ermordeten waren amerikanische Staatsbürger.

Die Hamas hat sofort und voller Stolz die Verantwortung für den mehrfachen Mord an der Hebräischen Universität übernommen. Sie sagte, es sei „Rache“ für die Ermordung des zweiten Mannes ihrer Organisation, Salah Shehadeh, in der letzten Woche. Als er europäischen Medien gegenüber in Englisch redete, erklärte Hamas-Sprecher Abed Aziz al-Rantissi weiter, dass Hamas lediglich versuche, „unsere Kinder zu verteidigen und die Zerstörung unserer Häuser zu beenden…“ und das immer populäre „Ende der Besatzung“ zu erreichen. Welcher sich selbst demütigende europäische Linke würde solche Motivation nicht wenigstens „verstehen“?

Das Problem ist, dass Rantissi in seinen arabischen Fernsehauftritten etwas völlig anderes sagte: „Ich sage den Zionisten noch einmal, dass dies [der Anschlag an der Hebräischen Universität] nur die erste Reaktion ist und dass sie, wenn sie nicht wollen, dass weitaus mehr verletzt werden, in die Länder zurück gehen sollten, aus denen sie gekommen sind.“ In einem anderen Ausschnitt sagte der, dass die Anschläge weiter gehen werden, „bis die Juden Palästina verlassen“. Ich denke, es gibt Dinge, die auf Englisch [heplev: und Deutsch] einfach nicht gut klingen.

In diesem Zusammenhang könnte es lehrreich sein, sich an ein Interview zu erinnern, das der Hamassprecher im Dezember 1997 Dr. Aaron Lerner von IMRA gewährte. In diesem Interview sagte Rantissi, dass „jedermann weltweit weiß, dass die Juden 1948 kamen und unser Land besetzten, unser Volk entwurzelten und aus seinem Land vertrieben und wir daher ganz Palästina als besetzt betrachten.“ Das heißt: Wenn Terroristen sagen, sie wollten „die Besatzung beenden“, dann bedeutet das in Übersetzung, dass sie den Staat Israel vernichten und die Juden ins Exil zwingen wollen. Wie die Hamas in der Präambel ihres Bundes erklärt, „wird Israel existieren und weiter bestehen, bis der Islam es auslöscht, wie er auch andere früher schon ausgelöscht hat.“

Die Hamas ist bei Weitem nicht alleine. Nach der Bombe auf die Uni-Cafeteria machte PLO-Führer Yassir Arafat im Gespräch mit westlichen Reportern Premierminister Ariel Sharon für die verstärkte Gewalt verantwortlich, äußerte aber gleichzeitig eine Verurteilung solch terroristischer Anschläge. Andererseits wurde PA-Minister Nabil Shaat zitiert, die PLO-Diskussionen mit der Hamas bezüglich terroristischer Bombenanschläge würden „über das Wie und Wann geführt… darüber, ob es akzeptabel ist im Jihad eine zeitweilige Pause einzulegen…“ Dieses Statement wurde ebenfalls nur auf Arabisch gemacht.

Vielleicht hat das Wort „Rache“ im Arabischen ja auch eine andere Bedeutung als im Englischen. Vierzehn Menschen wurden seit der Tötung Shehadehs in Gaza vor zehn Tagen bei verschiedenen Terroranschlägen getötet. Jede Palästinenser-Fraktion, nicht nur Hamas, hat sich an diesen Anschlägen beteiligt und alle behaupteten, ihre Handlungen seien „Rache“ für Shehadehs Tod. Störend ist allerdings, dass in den zehn Tagen vor der Tötung Shehadehs insgesamt 15 Menschen durch Terroristen aus den PA-Gebieten getötet wurden. Waren sie Opfer von „vorbeugender Rache“?

Es sind aber nicht nur Vertreter der Araber, die ein Problem mit der konsequentem Handeln und Reden haben. Jesse Jackson, Führer der Rainbow/PUSH-Koalition aus Chicago und selbsternannter „Brückenbauer“, war diese Woche in Israel, als Teilnehmer einer Delegation religiöser Führungspersönlichkeiten, die die „Versöhnung“ voran treiben wollte. Als Teil dieser „Friedensmission“ hatte Jackson geplant den Gründer der Hamas, Ahmed Yassin, in Gaza zu besuchen. Der Terroristenführer sagte Reuters, dass er den Besuch begrüße. Jackson befand sich am Erez-Kontrollpunkt außerhalb von Gaza, als die Nachricht des Anschlags in Jerusalem kam. Er änderte seine Pläne sofort und fuhr stattdessen nach Ramallah. Offensichtlich dachte der „Pastor“, dass es unziemlich sei, Yassin so kurz nach einem tödlichen Terroranschlag zu besuchen, der unter der Schirmherrschaft des gedachten Gastgebers ausgeführt wurde.

Bleibt die Frage, warum Jackson es bis dahin akzeptabel und moralisch in Ordnung fand, dem Mann an der Spitze seinen Respekt zu erweisen. Erst letzten Monat übernahm die Hamas die Verantwortung für den Selbstmordanschlag auf einen mit Schülern vollgepackten Jerusalemer Bus, wobei 19 Menschen getötet wurden. Wenn dieser Terroranschlag den selbsternannten „Führer der Bürgerrechtsbewegung“ nicht dazu brachte auf ein Treffen mit dem Hamas-Führer zu verzichten, warum sollte die Bombe in der Hebräischen Universität ihm Gewissensbisse verursachen? War der „Brückenbauer“ vielleicht besorgt, er könnte zum Kollateralschaden eines israelischen Gegenschlags gehören?

Wie auch immer, anders als der an Werbung für sich selbst interessierte Jesse Jackson hat Hamas eine sehr deutliche Weltsicht. Sie könnte in Abwandlung einer berühmten Aussage Hitlers zusammengefasst werden: „Heute Israel, morgen die Welt!“ Artikel 15 des schon erwähnten Hamas-Bundes erklärt: „An dem Tag, an dem die Feinde Teile des muslimischen Landes an sich reißen, wird der Jihad persönliche Pflicht eines jeden Muslims. Angesichts des jüdischen Eindringens ist es verpflichtend, dass die Flagge des Jihad gehisst wird.“ Als er in dem IMRA-Interview von 1997 gefragt wurde, ob diese Ideologie auch auf Spanien angewandt gehört, das einmal unter den muslimischen Halbmond gehörte, lachte Abed Aziz al-Rantissi und antwortete: „Ich spreche jetzt über Palästina… Es ist Aufgabe unserer religiösen Führer, die eine Fatwa (religiösen Richterspruch) dazu geben können. Aber ich bin Politiker und ich spreche nur über unser Land in Palästina.“

Die PA zur Terrorwelle am 1. und 2. Dezember 2001

Eine beispiellose Terrorwelle hat Israel erschüttert. Hamas und eventuell andere Terror-Organisationen haben in Jerusalem in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember 2001 durch zwei Selbstmord-Bomber und eine Autobombe mindestens 10 Tote und Massen von Verletzten verursacht. Am Morgen des 2.12.2001 wurde Professor Baruch Singer im Gazastreifen erschossen, vier weitere Menschen verletzt (war in unseren Medien schon keine Meldung mehr wert). Am Mittag jagte ein Selbstmord-Attentäter einen Bus in die Luft und tötete damit 16 Israelis und verletzte über 50 verletzt.
Unsere Medien melden, dass Arafat und die Autonomiebehörde das Attentat verurteilten, eine Ausgangssperre verhängten und Mitglieder der Extremistengruppen verhafteten (man achte: Mitglieder von Extremisten-Gruppen, nicht Terroristen!).
Was hat es mit den Verurteilungen der Attentate auf sich? IMRA-Direktor Aaron Lerner hat seine eigenen Ansichten dazu; Michael Widlanski, der seit Jahren die arabischen Medien beobachtet und ihre Berichterstattung sowie die Verlautbarungen der PA und Arafats untersucht, macht erstaunliche Feststellungen.

Die offizielle PA-Nachrichten-Agentur WAFA bringt (auf http://www.palestine-pmc.com/statments/stat2-12-2001.html) eine Erklärung der PA-Führung zum Anschlag in Jerusalem in Englisch:

Mit großem Zorn und Wut nahm die palästinensische Führung die Nachricht der Anschläge auf, die gestern Abend, am 1. Dezember 2001, in West-Jerusalem vorfielen und auf Zivilisten zielten und eine Reihe von Opfern hatten.
Die palästinensische Führung drückt hiermit ihre tiefe Wut, Verurteilung und Schmerz über diese Anschläge aus, deren Initiatoren besonders in dieser Zeit darauf zielen, die amerikanischen, russischen, europäischen und internationalen Friedensbemühungen zunichte zu machen. Sie fordern außerdem die palästinensische Führung, das PLO-Exekutivkomitee und das Zentralkomitee der Fatah heraus, weil sie darauf hin arbeiten, die Glaubwürdigkeit, Kompetenz, Verantwortung und die palästinensischen nationalen Ziele lahm zu legen, wann immer internationale Bemühungen entstehen, die ein Ende der israelischen Besatzung bringen könnten und die Errichtung eines palästinensischen Staates mit Jerusalem als seiner Hauptstadt garantieren könnten.
Diese Anschläge, die israelische Zivilisten zum Ziel hatten, haben dem Ansehen unseres Volkes großen Schaden in der internationalen öffentlichen Meinung zugefügt, trotz der ständigen Leiden durch die Brutalität der Besatzung, des Siedlungsbaus, Ermordungen, Schließungen und Belagerungen der Vergangenheit.
Die Führung ruft die internationale Gemeinschaft weiterhin auf, ihre Aufmerksamkeit stärker auf die derzeitige Krise und blutige Auseinandersetzung zu richten und dringend internationale Beobachter in die Palästinensergebiete zu schicken.
Die Führung wird ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen voll aufrecht erhalten, um die Verantwortlichen und ihre Hintermänner zu finden.
Zu Ende drückt die Führung dem israelischen Volk und den Familien der Opfer dieser schmerzlichen Tragödie ihr tiefstes Bedauern aus.

Diese Meldung wurde von der PA auch durch das Palestine Media Center (www.palestine-pmc.com) verbreitet. Michael Widlanski stellt Unterschiede der englischen zur arabischen Version fest:
* Unter anderem verwendet die arabische Meldung statt des Wortes „Anschläge“: „Explosionen“ bzw. „Operationen“
* Statt Jerusalem wird im Englischen „West-Jerusalem“ geschrieben.
* Es finden weitere Änderungen, Zusätze und Auslassungen statt.
* Der arabische Originaltext erwähnt keine „Israelis“.
* Im Original wird im letzten Absatz der Staat Israel erwähnt, im englischen Text nicht mehr.
IMRA-Kommentar:
Die Erklärung der PA gibt wichtige Einsicht in palästinensische Haltungen. Die PA ist nicht gegen den Anschlag (heplev: in Jerusalem), weil sie Anschläge ablehnen. Sie ist gegen den Anschlag, erklärt sie, weil sie schlechte PR für die PA ist. Offensichtlich ist es in Ordnung Juden zu ermorden, solange das nicht zu viel PR-Schaden anrichtet. Es ist auch wichtig zu bemerken, dass die PA nicht sagt, sie würde Maßnahmen ergreifen, um mehr Terror VORZUBEUGEN – nur, dass sie diesen Anschlag untersuchen wird, der ihnen schlechte PR verschafft. Auch die Untersuchung dieses Anschlags ist nicht besonders stark: Es wird nur gesagt, dass sie sie (die Verantwortlichen) finden wird. Als weiteren Belegt für diese Haltung sollte angemerkt werden, dass die PA Terroristen der Verletzung der Interessen des palästinensischen Volkes anklagt, nicht wegen Mord. (Dieses Verhalten wurde von Samir Rantissi, Berater des PLO-„Kabinetts“ auf Anfrage von Dr. Aaron Lerne von IMRA ausdrücklich bestätigt!)

Michael Widlanski stellt fest, dass die PA sich als Opfer darstellt

Die Stellungnahme ist deutlich darauf gerichtet, die öffentliche Meinung und die internationale Position der PA zu retten, statt die Palästinenser zu überzeugen, dass es Zeit ist, den Terror fallen zu lassen und den Konflikt mit Israel durch friedliche Mittel zu lösen.
Die Erklärung, die ursprünglich auf Arabisch um 2.30 Uhr morgens (Jerusalemer Zeit, drei Stunden nach dem Anschlag) abgegeben wurde, wurde von Israel Radios Westbank-Korrespondent „ungewöhnlich scharf“ genannt, trug aber tatsächlich einige bekannte Markenzeichen früherer „Verurteilungen“ durch die PA:

** Sie stellte sich selbst, das palästinensische Volk, als Opfer der Anschläge dar, die nicht einmal Anschläge, sondern „Explosionen“ (arabisch: infijaarat) genannt wurden.

** Sie verurteilte die Terroristen-Organisation nicht namentlich, die die Anschläge verübte, obwohl es weithin bekannt ist, dass es Hamas war, eine „oppositionelle“ islamische Organisation mit Verbindungen zur PA).

** Sie verurteilte die Anschläge („Explosionen“) als gegen palästinensische Interessen gerichtet, nicht als „barbarisch“ oder „unmenschlich“.

** Sie deutete an, dass die Anschläge wegen der weiter gehenden Verhandlungen zu einem schlechten Zeitpunkt kamen.

** Die Formulierung der arabischen Version deutet an, dass Anschläge auf andere israelische Ziele (Siedler und Soldaten) nicht verurteilt würden.

Mehr als zwei Stunden nach dem Anschlag am Sonntag auf den Bus in Haifa, in dem mehr als zehn weitere Israelis getötet wurden, gab es keine offizielle Stellungnahme der PA.
Voice of Palestine sendete am Sonntagnachmittag eine Erklärung der PA: „Die palästinensische Führung verurteilt die Explosion (!), die in einem Bus in Haifa stattfand.“
Eine Verurteilung des Mordes an Prof. Singer in Eilei Sinai fand nicht statt, weil die PA solche Anschläge (HE: gegen „Siedler“ – unabhängig, ob es ein tatsächlich in „besetzten Gebieten“ lebender Israelis ist oder nicht) unterstützt und diejenigen, die solche Anschläge verüben, als „Bewaffnete“ bezeichnet statt als „Terroristen“ oder „Kriminelle“.

PA-Kommuniqué am 3.12.2001
(In Englisch zu lesen auf: http://www.wafa.pna.net/EngText/03-12-2001/page003.htm)
Auch in diesem Statement spricht die PA wieder hauptsächlich davon, dass der palästinensischen Sache mit diesen Taten geschadet wurde und dies der Grund für die Maßnahmen der PA gegen eventuelle Täter (nicht „gegen die Terroristen“) ist. Die PA ist also nicht gegen diese Attentate, weil dabei Menschen ermordet werden, sondern weil sie der PR der Palästinenser schadet!
Und auch hier wieder der Ruf nach internationalen Beobachtern. Warum? Damit die Israelis nicht so zurückschlagen, wie es angemessen wäre? Um Schutzschilde zu haben gegen israelische Maßnahmen gegen die Terroristen?

In einem Aufruf auf http://www.wafa.pna.net/EngText/03-12-2001/page007.htm wird auch wieder die Implementierung von UN-Resolution 194 gefordert – die Rückkehr aller Flüchtlinge in das Staatsgebiet Israels (natürlich ohne gleiche Rechte für Juden).
Reaktionen auf die Anschläge:

* Ramadan Shalah, Führer des islamischen Jihad, in einem Radio-Interview in Damaskus (leider ohnd Datum):
„Das ist ein wundervoller Weg, den Ramadan zu feiern.“

* Anthony Zinni, US-Vermittler und ex-US Marineinfanterie-General:
”Der Versuch Rettungskräfte und Notarztwagen davon abzuhalten, dass sie zur Hilfe kommen können, ist das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Das ist die niedrigste Form von Unmenschlichkeit und ich denke, es ist wichtig, dass wir zusammen stehen und dies bekämpfen.“ (Mal sehen, ob das auch bedeutet, dass die USA bzw. Herr Zinni stärkeren Druck auf Arafat ausüben und Israel weniger in Richtung unannehmbarer Konzessionen drängen.)

* Colin Powell, US-Außenminister:
„Israel hat das Recht sich zu verteidigen. Es ist nicht Amerikas Sache, Israel jetzt Ratschläge zu geben.“

* Jack Straw, Außenminister Großbritannien:
„Der PA-Vorsitzende Jassir Arafat muss mit aller Gewalt die Terrorzellen zerschlagen, die Selbstmordattentate gegen Israel ausführen.“
Und weiter: Es sei nun unerlässlich, dass die palästinensische Autonomiebehörde die Terroristen festnehme und sicher stelle, dass sie im Gefängnis bleiben.

* ZDF, 19.00-Uhr-heute-Sendung, 3.12.2001, 19.05 Uhr: Der Nahost-Korrespondent berichtet: „Wenn man die Bilder der Verhaftungen sieht, dann hat man den Eindruck, das sind Bilder für die Weltöffentlichkeit“ – also Propaganda und nicht sonderlich ernst gemeint. (Was sich auch aus Ton und Zusammenhang ergab.)

* Über die Tageszeitung „alkhalij“, Vereinigte Arabische Emirate berichtet am 3.12.2001 die syrische Presseagentur SANA (http://www.sana.org/english/headlines/3.12/capitals.htm): „Die VAE-Zeitung ‚alkhalij‘ bejubelte die Selbstmord-Operationen, die als Vergeltung für die brutalen israelischen Verbrechen gegen die Palästinenser erfolgte“.

* AP-Bericht aus den Palästinensergebieten (zitiert nach honestreporting.com-Newsletter vom 4.12.2001): Diese Woche, schilderten Berichter der Associated Press in Folge des Bus-Anschlags in Haifa, füllten hunderte von Palästinensern das Heim des Selbstmord-Attentäters und strömten auf die Straße, die meisten von ihnen, um der Familie ihre Glückwünsche zu bringen. AP berichtet weiter, dass Palästinenser im Libanon in den Straßen feierten, mit Gewehren in die Luft schossen um die Selbstmord-Anschläge zu feiern.
(Anmerkung: Als letzte Woche fünf palästinensische Jungen getötet wurden, als sie mit einer israelischen Bombe spielten, drückten – im Unterschied zu den palästinensischen Reaktionen bei eigenen Attentaten – die israelische Regierung und Offizielle der Armee ihr tiefes Bedauern und Beileid aus, begleitet von weit reichenden Aufrufen nach einer Untersuchung des Vorfalls – die auch stattgefunden hat und offen die Mängel der israelischen Aktion aufzeigte sowie mit Kritik nicht sparte.).

* Gulf Times (Qatar), zitiert nach der Jordan Times vom 5.12.2001:
„Was mit Gewalt weg genommen worden ist, kann nur mit Gewalt und durch Opfer wieder genommen werden.“
Sie nannte die Selbstmord-Attentate das „im Prozess des bewaffneten palästinensischen Kampfes Großartigste bis heute seit der Besetzung palästinensischer Territorien 1948“.

* Anthony Zinni (laut Israelnetz, 5.12.2001)
Jerusalem, 4.12.2001 – Der amerikanische Nahost-Gesandte Anthony Zinni hat nach den Attentaten am Wochenende alle Gespraeche mit Vertretern der Palaestinensischen Autonomiebehoerde (PA) abgesagt.
Angaben aus israelischen Regierungskreisen zufolge werde Zinni solange keine weiteren Treffen mit palaestinensischen Vertretern planen, bis die Autonomiebehoerde konkrete Schritte gegen Terroristen vornehme.
Persönliche Meinung:
Die PA-Führung drückt den „Familien der Opfer dieser schmerzlichen Tragödie“ ihr Bedauern aus – welcher „Tragödie“? Es ist tragisch, dass die Terroristen derart viele Opfer verursacht haben. Die Tat an sich ist keine „Tragödie“, sie ist Mord pur!
Die Stellungnahme der PA-Führung ist ein Hohn. Arafat paktiert mit den Terror-Organisationen; zur Begrüßung des neuen US-Unterhändlers Zinni wurde eine gemeinsame „Aktion“ der Fatah (Arafats PLO-Fraktion!) und Islamischer Jihad in Afula durchgeführt – zwei tote Israelis und 40 Verwundete. Die von Arafat gesteuerten PA-Medien veröffentlichen immer wieder gemeinsame Erklärungen der „nationalen und islamischen Streitkräfte“ – national bedeutet, PLO-Polizei, PFLP usw., islamisch sind die (angeblichen) Oppositionsgruppen (also die Terroristen von Hamas, Islamischer Jihad, Hisbollah,…)
In Stellungnahmen zu Attentaten wird der eigenen Bevölkerung gegenüber eine Sprache benutzt, die die Taten verharmlost. Die Attentate werden nicht verurteilt, weil die Täter Morde begehen, sondern weil sie der „palästinensischen Sache“ schaden. Höhnischer und Menschenverachtender geht es wohl kaum!
Arafats Medien glorifizieren seit langem die „Märtyrer“, die solche Attentate durchführen. Und einmal mehr wird der eigenen Bevölkerung etwas anderes gesagt als dem Westen – damit man das Kind nicht beim Namen nennen muss und die eigenen Leute nicht den Eindruck bekommen, sie sollten damit aufhören.
In Israel wurde nach den groß propagierten Verhaftungen (inklusive Fernsehbilder usw.) sofort der Verdacht laut, dass die Drehtür-Politik der Verhaftungen von Terroristen und ihrer baldigen Freilassung wieder in Gang gesetzt ist. Ich würde mich nicht darüber wundern, wenn das einträfe.
Fortsetzung des Geschehens

Israelnetz-Newsletter vom 5.12.2001:
Ein palästinensischer Sicherheitsbeamter hat am Dienstag die Freilassung aller Hamas-Aktivisten aus den Gefängnissen der Autonomiestadt Tulkarm in Samaria veranlasst.
Aufgrund der Angriffe der israelischen Armee, könne die Sicherheit der Häftlinge nicht gewährleistet werden, hieß es zur Begründung aus palästinensischen Kreisen.
Angeblich soll Arafat diesen Sicherheitsbeamten entlassen und die erneute Verhaftung der entlassenen Häftlinge angeordnet haben.
ICEJ-Nachrichten, 5.12.2001:
Erst gestern erklärte ein Polizeisprecher in Tulkarm, dass alle verhafteten „Hamas“-Mitglieder wieder freigelassen worden seien.

Vorstellung des Aqsa-Mobils

Elder of Ziyon, 5. Mai 2017

Ein Jordanier palästinensischer Abstammung in der Türkei mit viel zu viel Zeit hat eine Replika der „Al-Aqsa-Moschee“ auf dem Chassis eines Transporters gebaut.

Majed Abu Namous (37) verbrachte Monate das Teil zusammenzubauen, um die Bedeutung Jerusalems für Muslime zu betonen.

Aus irgendeinem Grund müssen Muslime nicht mit solchen Nummern an die Bedeutung Mekkas erinnert werden.

Genau genommen ist der Felsendom das Zentrum, während die Al-Aqsa direkt neben den Fahrer verbannt ist.

Namous fährt durch die Stadt Antakya und verteilt Literatur über die Stätte, um die muslimische Jugend zu überzeugen gegen die israelische Kontrolle der Stadt zu kämpfen.

Das Fahrzeug sieht nicht so aus, als wäre es legal straßentauglich.