Es sind die kleinen Geschichten, die die arabische Besessenheit mit Israel veranschaulichen

19. April 2014 um 12:27 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar
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Elder of Ziyon, 9. April 2014

Ägyptens West and Central Delta Writers Association veranstaltete diese Woche ihre 15. Jahreskonferenz. In der Abschlusssitzung veröffentlichte dieser unwichtige regionale Verband eine Liste der Resolutionen.

Eine davon erklärt: „Israel ist unser Haupt- und größter Feind. Alle Intellektuellen müssen alle Formen der Normalisierung zurückweisen und allen Umgang mit den zionistischen Gebilde, egal ob der Zweck nun Handel oder Religion oder Politik ist.“

In Ägypten gibt es jede Menge NGOs und westliche Vertretungen, die angeblich helfen die Menschenrechte und andere guten Sachen zu unterstützen. Doch wenn es um Beziehungen zwischen Arabern und Israel geht, dann müssen sie sich nicht beunruhigen, denn sie wissen, dass der Hass eine Konstante ist.

Aber sie werden Millionen Euro in Israel ausgeben, um angeblichen antiarabischen Rassismus dort zu bekämpfen.

Und diese NGOs gegen einen ständigen Strom an Berichten darüber heraus, wie furchtbar die Israelis sind, um ihre Existenz zu rechtfertigen.

Und diese Berichte werden in den Medien veröffentlicht.

Und die Gelegenheitskonsumenten der Medien haben nicht einmal die Möglichkeit zu wissen, was diese NGOs sehr wohl wissen, aber niemals berichten: dass der Hass, den die Araber gegen Israel und Juden hegen, ist tausendmal größer als das Schlimmste, was man zu israelischen Meinungen über Araber sagen kann.

Selbst Menschen, die die Wahrheit über Israel und die arabische Welt erforschen wollen, haben nicht die Mittel etwas über die durchgeknallte Störung herauszufinden, die diese kleinen Geschichten veranschaulichen, denn die Daten sind für sie schlicht nicht vorhanden. Wenn es keine Berichte gibt, dann gibt es keine Belege für ein Problem.

Das gesamte System ist manipuliert, um Israel so schlecht wie möglich aussehen zu lassen und endemischen arabischen Hass zu ignorieren.

Eine neue Perspektive: Zeit dagegenzuhalten

4. April 2014 um 14:35 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost | 2 Kommentare
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Es reicht mit der Passivität; Unterstützer Israels weltweit müssen anfangen gegen die BDS-Bewegung vorzugehen

Dan Illouz, Jerusalem Post, 30. März 2014

Premierminister Benjamin Netanyahus Rede vor kurzem auf der Konferenz des American Israel Public Affairs Committee war historisch. Seit Jahren stand im Zentrum jeder Rede, die Netanyahu zur Außenpolitik hielt, der Iran. Manchmal erwähnte er auch den Friedensprozess. Dieses Jahr standen in seiner Rede bei der AIPAC-Konferenz die Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen sowie der von ihr verkörperte neue Antisemitismus im Zentrum.

Endlich nimmt die israelische Regierung, nach Jahren, in denen sie die BDS in das Monster wachsen ließ, das sie jetzt ist, die Dinge ernst. „Durch die Geschichte hindurch glaubten Menschen die hanebüchen absurdesten Dinge über die Juden, dass wir das Blut von Kindern zum Backen von Matzen benutzten, dass wir in ganz Europa die Pest verbreiteten, dass wir Ränke spinnen die Welt zu übernehmen. Klar, aber man kann fragen: Wie können gebildete Leute, wie können gebildete Menschen heute den Unsinn glauben, der von BDS über Israel ausgekotzt wird? Nun, das sollte ebenfalls nicht überraschen. Einige der einflussreichsten Denker und Schreiber der Geschichte – Voltaire, Dostojewski, T.S. Eliot und viele, viele andere – verbreiteten die unsinnigsten Lügen über das jüdische Volk.

„Heute hat sich das Herausgreifen des jüdischen Volks in das Herausgreifen des jüdischen Staates gewandelt. Sie sehen also, Versuche von Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel, der am meisten bedrohten Demokratie der Erde, sind schlicht das jüngste Kapitel in der langen und dunklen Geschichte des Antisemitismus.“

Die Gleichsetzung der BDS-Bewegung mit klassischem Antisemitismus ist nicht nur korrekt. Sie ist auch ein strategischer Wechsel für Netanyahu. Bis heute hat er dieses strategische Mittel nur für den Iran reserviert, den er konstant der Leugnung des Holocaust beschuldigte, während er einen weiteren plant. Heute erhält die BDS-Bewegung dieselbe Betrachtung.

Netanyahu fuhr mit einem klaren Auftrag durch die Führer des jüdischen Staates an alle Unterstützer Israels fort: „Mit denen, die das BDS-Etikett tragen, sollte genauso umgegangen werden wie wir mit jedem Antisemiten oder Fanatiker umgehen. Die Boykotteure sollten boykottiert werden.“

Genug der Passivität; Unterstützer Israels in aller Welt müssen anfangen gegen die BDS-Bewegung anzukämpfen.

Dafür gibt es zuerst die „weicheren“ Waffen. Der Erfindergeist des israelischen Volks und seiner Wirtschaft versprechen, dass dies jedem, der mit dem Land kooperiert, es ihm scher macht die Bande zum jüdischen Staat zu zerschneiden. Um den Effekt dieser Waffe zu verstärken muss Israel das klar machen: Jeder, der mit der BDS-Bewegung zusammenarbeitet, wird, was die Zusammenarbeit mit Israel angeht, auf eine schwarze Liste gesetzt.

Der BDS-Bewegung kann keine Legitimität gegeben werden. Als die Europäer ihre „Richtlinien“ verabschiedeten, die von der BDS-Bewegung inspiriert waren, wäre die richtige Antwort gewesen einen Bereich zu finden, wo die Europäer diejenigen sind, die Zusammenarbeit mit Israel wünschen und die Verbindungen in diesem Bereich zu kappen. Israel kann nicht der Sandsack bleiben, an dem Europa von Israel bekommt, was es will, während es die Bande kappt, wo immer es nicht zu seinem Vorteil ist. Bei wahrer Diplomatie geht es nicht darum Leute glücklich zu machen, sondern andere dazu zu bringen den eigenen Interessen zuzuarbeiten, auch wenn das „stärkere“ Mittel bedeutet.

Die verfügbaren stärkeren Waffen sind die Millionen Unterstützer rund um die Welt, die bereit sind sich in den Dienst zu stellen Israel zu helfen. Israel-Unterstützer rund um die Welt sind unglaublich vielfältig. Sie haben unterschiedliche Herkunft, unterschiedliches Alter, unterschiedliche Religionen und unterschiedliche politische Orientierungen. Einige sind gut in den einflussreichsten Rollen der internationalen Wirtschaft platziert. Andere sind einfach Mittelklasse-Menschen, die Lebensmittel im Supermarkt kaufen. Wenn jedoch all die Unterstützer überall in der Welt gemeinsam eine klare Botschaft senden würden und sagte, was Netanyahu forderte („Wir werden die Boykotteure boykottieren“), dann würde keine Firma es wagen sich gegen Israel zu stellen.

Eine Fallstudie kann in einer vor kurzem gelaufenen Kampagne einer neuen Organisation sheen, in die ich involviert bin und die Global Action for Israel heißt. Diese hauptsächlich über Facebook arbeitende Organisation zielt darauf die Unterstützer weltweit zu einen und zu koordinieren, um auf Attacken gegen Israel zu antworten. Wenn Israel von einer Firma boykottiert wird, werden alle Mitglieder diese Firma boykottieren. Wenn ein Land Israel boykottiert, wird jede Körperschaft in diesem Land zu einem gültigen Ziel.

Am 17. Februar wurde berichtet, dass die größte Bank Deutschlands, die Deutsche Bank, die Bank Hapoalim wegen „unmoralischem Verhalten“ boykottiert habe; Grund dafür war die Involvierung in Bautätigkeiten in Judäa und Samaria. An diesem Tag wurde von Global Action for Israel eine Kampagne gestartet.

Tausende E-Mails wurden an die Deutsche Bank geschickt, in denen erklärte wurde, wenn die Entscheidung nicht zurückgenommen würde, würden alle Mitglieder von Global Action for Israel ihre örtlichen Banken kontaktieren und fordern, dass sie ihre Verbindungen zur Deutsche Bank kappen, da diese mit der antisemitischen BDS-Bewegung kooperiert.

Immerhin ist Teil unserer Macht, dass wir Kunden unserer örtlichen Banken sind. Einen Tag später kam die Deutsche Bank mit einer klaren Äußerung, in der jeder Boykott Israels abgelehnt wurde: „Wir möchten ausdrücklich klarstellen, dass die Deutsche Bank keine israelische Firma boykottiert.“ Die Bank beanspruchte nie die Absicht gehabt zu haben Israel zu boykottieren, sondern dass stattdessen ein Privatkunde gefordert hatte, dass zu seinen Investitionen aus besagten Gründen nicht die Bank Hapoalim gehört.

Ob die Erklärung der Deutsche Bank stimmte oder nicht: Die Geschwindigkeit, mit der sie vorging, um ihre Position klarzustellen und ihre jetzt unwahrscheinlich klare und deutliche Haltung gegen Boykotte Israels zeigt die Macht, die Israel-Unterstützer weltweit haben, wenn sie zusammenarbeiten, um jeglichen Angriff auf Israel zu kontern. Firmen denken am Ende in Begriffen von Profit und Verlust. Wenn sie von der BDS-Bewegung überzeugt werden, dass in Israel zu investieren eine schlechte Investition ist, da Menschen Israel boykottieren, dann ist das gefährlich.

Werden sie jedoch von Israel-Unterstützern überzeugt, dass jeder Boykott Israels ihnen großen wirtschaftlichen Verlust zufügen wird, wird es keine Firma wagen den jüdischen Staat zu boykottieren.

Ralismus und öffentliche Diplomatie: Es gibt mehrere herausragende Organisationen für öffentliche Diplomatie da draußen, die erklären, warum Israel im Recht ist. Es besteht kein Zweifel, dass wir sie brauchen. Diese Organisationen müssen die großartige Arbeit weiter machen, die sie tun. Immerhin ist die Basis unserer eigenen Unterstützung Israels unsere Überzeugung der Rechtschaffenheit dieser Sache, keine Kosten-Nutzen-Analyse! In einer Zeit wie heute jedoch, in der die BDS-Bewegung Einschüchterung, Desinformation und Drohungen benutzt, um Firmen dazu zu bringen Israel zu boykottieren, können wir nicht nur an die Rechtschaffenheit unserer Sache denken, sondern müssen eine Ebene realistischer wirtschaftlicher Anreize auf Grundlage des Denkens dazu, wie diese Boykotte besiegt werden können, hinzugefügt werden.

Langfristig sind die Veränderung des Diskurses und der Paradigmenwechsel, auf die hin traditionelle öffentliche Diplomatie-Organisationen arbeiten, das, was Israel braucht.

Kurzfristig jedoch müssen wir Israel-Unterstützer uns als Soldaten in einer großen Armee zur Verteidigung Israels, wann immer es angegriffen wird, verpflichten und handeln.

Nur mit dieser kurzfristigen Strategie werden wir die langfristigen Ergebnisse erzielen, die wir uns erhoffen.

Netanyahus Rede bei AIPAC war ein Hinweis, dass die israelische Regierung die Dringlichkeit dieser Sache ebenfalls begriffen hat.

Neue Formen des Terrors

15. März 2014 um 13:51 | Veröffentlicht in Europa+Nahost, NGOs | Hinterlasse einen Kommentar
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Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 11. März 2014 (direkt vom Autor)

In Jerusalem und Akko sind zwei Wohnhäuser in die Luft geflogen, in Folge undichter Gasleitungen. Es gab Tote, viele Verletzte und zahlreiche zerstörte Wohnungen. In Jerusalem hat mutmaßlich ein Gas-Techniker geschlampt, nachdem er wegen Gasgeruch gerufen worden war. In Akko scheint es Streit unter Nachbarn gegeben haben, wegen einer Antenne auf dem Dach. Die Polizei ermittelt wegen eines kriminellen Anschlags und hat schon fünf Jugendliche verhaftet.

Diese „Unfälle“ haben offenbar palästinensische „Widerstandskämpfer“ auf die Idee gebracht zu haben, Gasleitungen als „Waffe“ zu verwenden. In einem Wohnblock im Jerusalemer Viertel Armon Hanatziv wurde eine zertrennte Gasleitung entdeckt und neben ihr eine brennende Kerze. Zum Glück alarmierten die Bewohner wegen starken Gasgeruchs rechtzeitig die Feuerwehr und verhinderten eine Katastrophe. Die Täter werden im benachbarten arabischen Dorf Dschebbel Mukabber auf der anderen Straßenseite vermutet.

Am Mittwoch hatte die Polizei zur Veröffentlichung freigegeben, dass ein Palästinenser aus dem Dorf Dschebbel Mukabber in Ostjerusalem, Asis Juweisat, verhaftet worden sei wegen der Zerstörung von Gasleitungen in fünf verschiedenen Häusern in den Vierteln Armon Hanatziv und Gilo. Er habe sich durch die Explosion des Wohnhauses in Gilo „inspirieren“ lassen. Er sei ein „Einzeltäter“. Weiter teilte die Polizei mit, dass der Mann der Hamas-Organisation angehöre und schon eine Gefängnisstrafe abgesessen habe, nachdem er versucht hatte, vor zwei Jahren einen Juden bei der Klagemauer mit einer Axt zu erschlagen.

Aus Anlas des Besuchs des britischen Premierminister David Cameron in Jerusalem hat die israelische Organisation „NGO-Monitor“ aufgedeckt, dass die britische Regierung mit über 7 Mio. Euro den Norwegian Refugee Council (NRC) finanziere. Von der EU und weiteren Ländern habe NRC von 2011 bis 2013 insgesamt 20 Mio. Euro bezogen.

Nach Angaben des Präsidenten von NGO-Monitor, Gerald Steinberg, versuche diese norwegische Organisation, die israelische Politik zu beeinflussen, internationale Sanktionen gegen Israel durchzusetzen und Kampagnen zur Dämonisierung Israels zu initiieren.

Mit ihrem Geld habe die NRC 677 Gerichtsprozesse angestrengt, um mit juristischen Mitteln die israelische Justiz zu lähmen und die Arbeitslast der Gerichte und des Obersten Gericht derart zu erhöhen, dass sie blockiert würden.

Steinberg empfiehlt der EU und europäischen Regierungen, genau zu prüfen, welche Ziele NGOs im Nahen Osten verfolgen, denen sie Steuergelder stiftet. Andere Methoden einer Kriegsführung per Justiz gegen Israel anzukämpfen wurden in manchen Ländern gestoppt. So können in Groß-Britannien keine Klagen mehr gegen israelische Staatsbesucher eingereicht werden. Mehrfach sind israelische Minister und Offiziere heimgereist, ohne ihr Flugzeug zu verlassen, weil palästinensische Aktivisten bei einem Lokalgericht Klage wegen „Kriegsverbrechen“ eingereicht hatten. Ein Opfer dieser Methode war Zippi Livni, seinerzeit Außenministerin und heute Chefverhandlerin der Friedensgespräche mit den Palästinensern. Wegen ähnlichem Vorgehen musste erst kürzlich der ehemalige Botschafter in Kopenhagen und frühere Geheimdienstchef Caarmi Gillon auf einen Besuch in Dänemark verzichten.

© Ulrich W. Sahm

Schaut mal, wie sie unter dieser israelischen „Besatzung“ „leiden“

15. Februar 2014 um 10:17 | Veröffentlicht in Palästinenser | 3 Kommentare
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Israel Matzav, 14. Februar 2014

Eine Gedächtnishilfe für alle, dass der Sabbat in Israel zwar schon begonnen hat, er in Chicago aber, wo ich mich derzeit aufhalte, es noch ein paar Stunden dauert, bis er anfängt.

Das Haus, das Sie oben sehen, ist das einen „Palästinensers“ in Hebron. Sieht mehr wie ein Palast aus, oder? Sie leiden wirklich unter dieser israelischen „Besatzung“.

Es gibt übrigens tausende arabischer Häuser wie dieses überall in Judäa und Samaria. Bevor es für Juden unsicher wurde durch die arabischen Dörfer zu fahren (d.h. vor Oslo – und ja, das ist die Wahrheit), beschäftigten wir uns auf mit Busfahrten zu Verwandten in Samaria öfter mit der Frage, in welchem der Häuser wir auch gerne wohnen würden.

Der Wasserkrieg in Nahost

13. Februar 2014 um 22:27 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel, Nahost-Konflikt, Palästinenser | Hinterlasse einen Kommentar
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Ulrich W. Sahm, 13. Februar 2014 (direkt vom Autor)

Das Wasser ist knapp in Nahost und dennoch kein Kriegsgrund. Denn die Wasserverteilung wurde seit 1950 mit Abkommen geregelt. Zwischen Israel und Palästinensern ist die Wasserverteilung seit 1993 durch die Osloer Verträge und weitere Abkommen geregelt. Dennoch wird um das Wasser ein Propagandakrieg geführt. Die vom Europäischen Parlamentspräsidenten Martin Schulz genannten Zahlen widersprechen sogar offiziellen palästinensischen Angaben.

Der Winterregen speist drei wassertragende Erdschichten, „Aquifer“ genannt. Der See Genezareth wird durch Flüsse aus Israel, Libanon, Syrien und Jordanien gefüllt. Hinzu kommen neue Entsalzungsanlagen, sodass Israel heute schon über Wasser-Überfluss verfügt. Einzigartig ist die Wiederaufbereitung von 90% des „Grauwassers“. In separaten Rohren wird es der Landwirtschaft zwecks Bewässerung zugeführt.

Insgesamt stehen zwischen Jordan und Mittelmeer 1.433 Mio. Kubikmeter (MKM) Frischwasser zur Verfügung. Laut israelischen Angaben „produzieren“ die Palästinenser aus illegalen Brunnen weitere 17 MKM, während Israel an Jordanien 50 MKM Wasser liefert, das im Winter im See Genezareth „zwischengelagert“ wird.

2010 standen jedem Israeli 160 Kubikmeter zur Verfügung und jedem Palästinenser 129. Die Weltbank errechnete für Israelis 240 Kb3, weil sie neben Frischwasser auch das aufbereitete Grauwasser mitrechnete.

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Frischwasser ist bei Israelis zwischen 1967 und 2009 von 504 Kubikmeter auf 137 gesunken. Im gleichen Zeitraum stieg der Verbrauch bei Palästinensern von 86 auf 90 Kubikmeter.

In Israel entspricht der Wasserverlust (gebrochene Rohre) mit 10% dem Durchschnitt in Industriestaaten. Bei den Palästinensern liegt der Verlust durch Diebstahl und mangelhafte Infrastruktur bei 33%.

Die Palästinenser verweigern die Verwendung aufbereiteten Grauwassers aus Israel. Die Palästinenser lassen ihr Abwasser in die Natur ab,  obgleich Deutschland Millionenbeträge für den Bau einer Kläranlage etwa bei Bethlehem bereitgestellt hat. Die Kläranlage müsste östlich von Bethlehem in israelisch-kontrolliertem Gebiet stehen. Nach palästinensischer Vorstellung käme das einer „Anerkennung“ der israelischen Besatzung gleich. Das Ablassen von Schmutzwasser in die Natur führt zu einer unumkehrbaren Grundwasserverseuchung.

Preise: Die Palästinenser behaupten, einen vielfach höheren Wasserpreis als Israelis zahlen zu müssen. Tatsache ist, dass die Autonomiebehörde Wasser aus Israel zu einem subventionierten Preis erhält. Viele Palästinenser haben keine Wasserzähler, zahlen also gar nichts, wie der Bürgermeister von Ouja bei Jericho bestätigte. Er erwartet von der „internationalen Gemeinschaft“, ihm aus Ramallah zugeschickte Wasserrechnungen zu begleichen. Ähnlich verhält es sich mit dem Strom. In Gaza sei es „nicht üblich“, die Stromrechnung zu zahlen, bestätigte mal ein EU-Beamter, um zu „erklären“, wieso die EU die Kosten für die Stromherstellung übernehme: „Damit die Menschen im Gazastreifen nicht im Finstern sitzen“. Die Schulden der palästinensischen Autonomiebehörde an Israels Strom- und Wassergesellschaft belaufen sich auf mehrere hundert-Millionen Dollar. Aus politischen Gründen wagt es Israel nicht, diese Schulden mit monatlichen Überweisungen an die Autonomiebehörde aus eingezogenen Steuern und Zöllen abzutragen. Die Regierung in Ramallah könnte sonst nicht mehr Gehälter bezahlen.

Illegale Brunnen: Die Israelis beklagen das illegale Bohren von über 300 Brunnen im Westjordanland. Im Gazastreifen hat illegales Abpumpen des Grundwassers zu einer humanitären Katastrophe geführt. Weil dem Aquifer zu viel Süßwasser entnommen worden ist, floß salziges Mittelmeerwasser nach und zerstörte das Süßwasser. Israel liefert das Trinkwasser für die 1,2 Bewohner des Gazastreifens.

Swimmingpools: Ein klassisches Element der palästinensischen Propaganda sind die Swimmingpools in israelischen Siedlungen, weshalb den Palästinensern Wasser „geklaut“ werde. Doch palästinensische Hotels locken Gäste mit luxuriösen Schwimmbädern. Millionäre haben sich neben ihren Villen Schwimmbäder gebaut, teilweise mit olympischen Ausmaßen. Auf Verkehrsinseln in Hebron und Nablus stehen Springbrunnen mit Wasserspielen.

Die „Freunde der Erde“, eine NGO mit Schwerpunkt auf Wasser, schrieb nach dem Eklat in einer Pressemitteilung: Gemäß unseren Berechnungen lag 2011 der Wasserkonsum pro Kopf/Tag in Israel bei 250 Litern (offenbar das aufbereitete Wasser für die Landwirtschaft mitgerechnet). Bei den Palästinensern im Westjordanland lag der pro Kopf/Tag Verbrauch bei 70 Litern (nach Abzug von 30 % Verlusten): Ein Vielfaches mehr als jene von Martin Schultz erwähnten 17 Liter.

Die offizielle palästinensische Wasserbehörde gibt an, dass jedem Palästinenser gar 103 Liter pro Tag zur Verfügung stünden (offenbar ohne die Verluste abzuziehen).

(C) Ulrich W. Sahm

Apartheid! (15)

11. Februar 2014 um 15:51 | Veröffentlicht in die Welt+Nahost, Israel | Hinterlasse einen Kommentar
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gefunden auf Facebook (Liverpool Friends of Israel):

Publikum von Obamas Rede in Israel

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