Israel gegen die Kräfte des gefühlsbetonten Appells

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die weltweite Reaktion auf Israels Operation „Fels in der Brandung“ hat einmal mehr den starken Einfluss des gefühlsbetonten Appells gezeigt und wie oft er rationale Analyse verdrängt. In vielen westlichen Gesellschaften dominieren der emotionale Ruf nach Mitleid und die Einbeziehung des Armutsaspekts innerhalb eines Themas regemäßig die Bewertung aller anderen beteiligten Fakten. Man muss kein Experte für die Effektivität falscher Argumente sein, um festzustellen, wie diese Technik für Propaganda genutzt wird.

Die Hamas und viele ihrer diversen Verbündeten bei westlichen Journalisten haben diese Tatsache verstanden. An die Emotionen des Publikums in der Welt zu appellieren lenkt den Fokus von Fakten und gesunder Logik ab. Videos oder Fotos toter palästinensischer Kinder, obdachloser Menschen und der Zerstörung von Häusern hat oft mehr Wirkung als die lange Liste der von der Hamas begangenen Verbrechen anzuführen. Diese Islamonazi-Bewegung will in ihrem dezidierten Streben Allah zu gefallen alle Juden töten. Ihre Führer wiederholten dieses Ziel während „Fels in der Brandung“ mehrfach.1

Die Hamas verschoss Raketen aus zivilen Bevölkerungszentren und gab offen zu, dass sie das tat.2 Sie benutzte menschliche Schutzschilde. Die IDF-Truppen im Gazastreifen fanden sogar ein vom militärischen Flügel der Hamas veröffentlichtes Handbuch mit dem Titel „Urbane Kriegsführung“. Es erklärte, wie die palästinensische Zivilbevölkerung gegen die IDF-Soldaten eingesetzt werden konnte und offenbarte, dass die Hamas sich durchaus bewusst ist, dass die IDF der Minimierung des Schadens für Zivilisten verpflichtet ist.3 Während der gesamten Operation warb die Hamas für ihre Liebe zum Tod.4 Sie scheint ein fortgesetztes Interesse daran zu haben die palästinensischen Opferzahlen in die Höhe zu treiben. Die Zahl der toten Kinder wird zu einem besonders nützlichen Mittel an die Gefühle der Welt zu appellieren. All diese Taktiken sind Methoden, die den Faktor des gefühlsbetonten Appells einsetzen.

Der Einfluss des gefühlsbetonten Appells in vielen Teilen der westlichen Welt hat den israelischen Diskurs über die Bedeutung großer Sorge um die Minimierung der Schäden für Zivilisten beherrscht. Nach internationalen Standards war die Opferrate von toten Zivilisten zu toten Terroristen der Operation „Fels in der Brandung“ niedrig. Auf Grundlage der Namen der getöteten Palästinenser berechnete das Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center, dass 52% der im Gazastreifen Getöteten palästinensische Kombattanten waren.5 Oberst Richard Kemp, ehemaliger Kommandeur der britischen Streitkräfte in Afghanistan, hat erklärt, dass im weltweiten Durchschnitt die Rate vier getötete Zivilisten für jeden getöteten Kombattanten beträgt.6

Die Nutzung des gefühlsbetonten Appells durch Israels Feinde kehrt regelmäßig wieder und setzt israelische Argumente und die Abwägung der Fakten außer Kraft. Ihn zu nutzen war während früherer israelischer Operationen im Gazastreifen allgemein verbreitet. Er wird auch in Bezug der Sicherheitsmaßnahmen genutzt, die Israel anzuwenden gezwungen ist, so der Einrichtung von Checkpoints. Der Sinn von Checkpoints ist es, palästinensische Mörder daran zu hindern illegal nach Israel einzudringen und Menschen zu töten. Das Thema ist jedoch in eine Quelle des Mitleids für die Palästinenser manipuliert worden, die diese Sicherheitsüberprüfungen über sich ergehen lassen müssen.

Alle zwei Jahre wird in Bethlehem eine Kirchenkonferenz mit dem Titel „Christus am Checkpoint“ veranstaltet. 2012 sagte ihr Organisator Munther Isaac, sie werde „auch abgehalten, um zu erkennen, was Jesus Christus tun und sagen würde, wenn er tagtäglich durch einen Checkpoint gehen müsste und zu festzulegen, wie er mit den Gefühlen der Wut und der Bitterkeit umgehen würde, die durch die Checkpoints ausgelöst werden“.7

Ähnliche Argumente werden bezüglich der Trennsperre verwendet, die gebaut wurde, um palästinensische Terroristen davon abzuhalten nach Israel zu gelangen. Oberst Danny Tirza, der Chef der strategischen Planung der Barriere war, erklärte, welche Überlegungen in ihre Gestaltung eingingen. „Wir mussten Israels Sicherheitsbedürfnisse berücksichtigen, aber auch die Rechte der Menschen, die in dem Bereich leben, um die Störung des täglichen Lebens der Palästinenser zu minimieren. Israels Oberster Gerichtshof sagte, wir müssten mehr Gewicht auf das Alltagsleben der Palästinenser legen, also veränderten wir den Verlauf an einigen Stellen und an anderen veränderten wir die Abläufe, durch die den Menschen ermöglicht wird von einer Seite des Zauns auf die andere zu gelangen.“8 Dennoch war die Sicherheitsbarriere schwerer Kritik ausgesetzt, auch durch den Internationalen Gerichtshof.9

Viele Reaktionen auf den Fall der Gaza-Flottille waren nur weitere Beispiele des effektiven Einsatzes des gefühlsbetonten Appells. Hauptorganisator der Flottille war die türkische IHH, ein Organ, das unter starkem Verdacht steht Verbindungen zu Terroristen zu haben. Auf der Mavi Marmara, dem größten Schiff der Flottille, befanden sich Einzelpersonen mit Terror-Verbindungen. Das Ganze war angeblich eine Hilfsmission, doch dieses Schiff führte überhaupt keine Hilfsgüter mit. Mehrere der Aktivisten an Bord der Mavi Marmara waren auf die Ausübung von Gewalt vorbereitet und mit Waffen ausgestattet, die dazu genutzt wurden die israelischen Soldaten anzugreifen. Sieben der an Bord getöteten neun Aktivisten hatten vor Reiseantritt ihren Wunsch geäußert als Märtyrer zu sterben.10 Trotz all dieser Fakten schaffte es Erdoğans Türkei die Gaza-Flottille und die Tötung mehrerer kämpfender Aktivisten in eine riesige menschliche Tragödie zu verwandeln.

Die israelischen Behörden haben offenbar sehr wenig von dem begriffen, wie der gefühlsbetonte Appell funktioniert und was ihn im Propagandakrieg effektiv macht. Und das trotz seiner widerholten und erfolgreichen Anwendung durch Israels Feinde. Wann immer eine militärische Operation geplant wird, widmet man einige Aufmerksamkeit der Frage, wie sie der Außenwelt dargestellt werden soll. Das ist ein sehr unvollständiges Herangehen an den Umgang mit dem bedeutenden Einsatz des gefühlsbetonten Appells durch Israels Feinde.

Das Thema des gefühlsbetonten Appells und wie ihm effektiv begegnet werden kann, ist eine komplexe Angelegenheit. Es ist kein Thema, für das Laien Lösungen entwerfen können. Ein Team aus Psychologen sollte die Erfolge des antiisraelischen gefühlsbetonten Appells sowohl der Vergangenheit als auch der Gegenwart systematisch analysieren und zwar zusammen mit anderen Spezialisten, darunter Rechtsanwälten und PR-Experten. Es müssen effektive Methoden entwickelt und dann von den israelischen Behörden ausprobiert werden, um den fortgesetzten Einfluss des gefühlsbetonten Appells abzuschwächen. Fakt ist: Das hätte schon vor vielen Jahren gemacht werden müssen.

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1 www.palwatch.org
2 Associated Press/Ha’aretz: Hamas acknowledges its forces fired rockets from civilian areas. Ha’aretz, 12. Sepember 2014.
3 Captured Hamas Combat Manual Explains Benefits of Human Shields. IDF-Blog, 4. August 2014.
4 www.palwatch.org
5 Examinationof the names of Palestinians killed in Operation Protective Edge – Part Seven. The Meir Amit Inteligence and Terrorism Information Center, 1. Dezember 2014.
6 Richard Kemp: Gaza’s Civilian Casualties: The Truth is very Different. Gatestone Institute, 3. August 2014.
7 Dexter Van Zile: Israeli Jews: The Impossible People at Christ at the Checkpoint. CAMERA, 11. April 2012.
8 Danny Tirza: The Strategic Logic of Israel’s Security Barrier. Jerusalem Center for Public Affairs, 8. März 2006.
9 Legal Consequences of the Construction of a Wall in the Occupied Palestinian Territory, International Court of Justice. 9. Juli 2004
10 Steven G. Merley: Turkey, the Global Muslim Brotherhood, and the Gaza Flotilla. Jerusalem Center for Public Affairs, 2011.

Wie man antiisraelische Propaganda effektiv bekämpfen kann

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In der westlichen Welt hat Israel die Propagandaschlacht gegen die Araber weitgehend verloren. Mehr als 40% der Europäer glauben der Verschwörungstheorie, dass Israel die Palästinenser auslöschen will.1 In Wirklichkeit hat die palästinensische Bevölkerung enorm zugenommen. Der palästinensisch-israelische Konflikt wird oft absurderweise als die größte Bedrohung des Weltfriedens dargestellt.

Die Kriminalität der Palästinenser ähnelt zwar der in mehreren anderen muslimischen Ländern, wird aber von vielen Medien, Politikern und anderen ignoriert oder beschönigt. Rund um den Globus, ob innerhalb oder außerhalb der muslimischen Welt, wird eine große Zahl Menschen massakriert, davon einige durch Regierungen. Die US-Regierung und die Europäische Union schweigen jedoch oft zu diesen Massenmorden. Aber sie veröffentlichen gewissenhaft Verurteilungen Israels, weil es Häuser außerhalb der Grünen Linie baut, als würde das die Welt gefährden. Dies ist ein weiterer Erfolg der arabischen Propaganda.

Nach Angaben der Anti-Defamation League geht die Zahl der Antisemiten der Welt über eine Milliarde hinaus.2 Die aus großen Teilen der muslimischen Welt kommende antiisraelische und antisemitische Hass-Propaganda kennt keine Grenzen. Das ist eine höchst gefährliche Entwicklung. Israel ist ein kleines Land mit vielen Feinden. Sein Überleben hängt davon ab, dass es smarter ist als sie.

Die Frage ist deshalb: Warum versagt Israels Propaganda? Die strategische Antwort ist einfach. Israel kämpft einen totalen „unterbrochenen“ Krieg, der eine Reihe Facetten hat. Eine ist die militärische. Dafür hat Israel ein effizientes Instrument, die IDF. Sie leitet das gesamte militärische Schlachtfeld und führt neue Methoden zum Umgang mit zukünftigen Bedrohungen ein.

Eine zweite Facette ist der Geheimdienst-Krieg. Um diesen zu führen hat Israel drei kompetente Behörden: den Auslandsgeheimdienst Mossad, den Inlandsgeheimdienst Shabak und den militärischen Geheimdienst Aman. Der Cyberkrieg und wie man sich in ihm verteidigt ist noch zu einem weiteren wichtigen Schlachtfeld geworden und Israel investiert enorm, um in diesem Bereich weltführend zu werden.

Zur Führung eines vierten Elements dieses totalen „unterbrochenen“ Kriegs gibt es jedoch überraschenderweise kein effektives Instrument. Es gibt weder ein regierungseigenes noch ein Nichtregierungs-Gremium, das das gesamte Propaganda-Schlachtfeld überwacht. Einige israelische Regierungsorgane, private NGOs und weitere Betreiber beteiligen sich im Kampf gegen die Propaganda, doch zwischen ihnen gibt es wenig Koordination. Einige wichtige antiisraelische Propaganda-Angelegenheiten werden kaum angegangen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Rolle der Diplomaten erweitert; zu ihr gehört jetzt die öffentliche Diplomatie (auf Hebräisch: hasbara). Von ihnen wird erwartet, dass sie nicht nur die Regierungskontakte in dem Land pflegen, in dem sie stationiert sind, sondern auch mit der dortigen Öffentlichkeit kommunizieren und sie dazu zu beeinflussen Israel wohlwollend zu betrachten. Zu diesem Zweck wurde eine Vielzahl an Mitteln entwickelt. Man hört oft, dass Israel in seiner öffentlichen Diplomatie effektiver sein sollte. Das stimmt, denn viele Menschen im Ausland haben eine strukturierte, feindliche Haltung gegenüber Israel, sind aber schlicht uninformiert.

Einen Propagandakrieg zu führen ist jedoch sehr schwierig. Man hat es hier nicht mit den schlecht Informierten zu tun, sondern bekämpft seine Gegner. Feindseligkeiten gegen Israel kommen sowohl von Regierungen als auch aus anderen Quellen innerhalb muslimischer Staaten, von Muslimen in der westlichen Welt, Politikern vieler Länder, NGOs, Akademikern, Gewerkschaften, (hauptsächlich linken) Kirchenführern, einer Vielzahl sozialistischer Parteien des Westens, der extremen Linken, der extremen Rechten und so weiter. Die sozialen Medien sind eine weitere Ebene der Hasspropaganda.

Diplomaten sind im Propagandakrieg ziemlich ineffektiv. Um es brutal auszudrücken: Sie sind gut dafür ausgebildet zu sagen es regnet, wenn man ihnen ins Gesicht spuckt.

Die einzige Möglichkeit den Propagandakrieg zu führen besteht darin eine zentrale Einheit zu gründen, ähnlich denen, die es für das Militär, die Geheimdienste und die Cyberkriegsführung gibt: ein Gremium, das das gesamte Schlachtfeld überblickt.

Was würde eine solche zentralisierte israelische Antipropaganda-Agentur tun? Lassen Sie mich einige der Grundlagen ausarbeiten. Sie müsste sich auf drei wichtige Vorgehensweisen konzentrieren: Recherche, Beobachtung und Aktivitäten.

Der Zweig Recherche würde eine Reihe von Bereichen abdecken. Er müsste detailliert ermitteln, wie der gesamte antiisraelische Propagandakrieg funktioniert. Dazu würde die Analyse der Schlüsselmotive der Dämonisierung gehören, woher die wichtigen Angriffe kommen, die Feststellung der Hauptkategorien der Täter, die Interaktionen zwischen ihnen, wie der Hass übertragen wird und so weiter.

Damit Israel seine zahlreichen Gegner im Propagandakrieg effektiv entlarven und bekämpfen kann, muss es auf organisierte Weise weit mehr über sie in Erfahrung bringen, als es das derzeit tut. Das antiisraelische Verleumdungs- und Hasssystem ist weit davon entfernt in seiner Gesamtheit ausgelotet worden zu sein. Ein Verständnis für sowohl die unstrukturierte als auch die strukturierte antiisraelische Hetze zu entwickeln und wie sie mutiert, sollte ein fortlaufendes Projekt sein. Man sollte eine Datenbank mit allen gesammelten Informationen einrichten.

Die zweite Funktion der Antipropaganda-Agentur bestünde darin aktuelle Entwicklungen zu beobachten. Solche Beobachtung würde von Spezialisten auf verschiedene Weise erfolgen. Einige würden Entwicklungen in bestimmten Ländern verfolgen. Andere würden sich auf bestimmte Täterkategorien wie muslimische Regierungen, Muslime in der westlichen Welt, Politiker, Akademiker usw. spezialisieren. Einen dritte Beobachtergruppe würde bestimmten Typen antiisraelischer Hetze wie Boykotte, De-Investitionen, Sanktionen, falsche Anschuldigungen, Anwendung von zweierlei Maß, falsche moralische Gleichsetzung, Sündenbocksuche und anderen Täuschungen folgen.

Der operationelle Zweig der neuen Struktur müsste zunehmend effektive Methoden zur Bekämpfung antiisraelischer Propaganda sowie auch Antisemitismus entwickeln. Er müsste auswerten, welche Aktivitäten er selbst unternehmen kann und welche anderen überlassen werden sollten – anderen Regierungseinrichtungen, Nichtregierungs-Gremien in Israel und dem Ausland oder auch einigen Einzelpersonen.

Der Erfolg einer zu gründenden zentralen israelischen Antipropaganda-Agentur würde von der Qualität ihrer Mitarbeiter und der Verfügbarkeit von Geldern der Regierung abhängen. Grobe Schätzungen setzten die finanziellen Erfordernisse auf $200 – $250 Millionen pro Jahr fest. Hätte Israel in den 1980-er Jahren begonnen die Hasspropaganda effektiv zu bekämpfen, wäre es in der Lage gewesen einen Großteil des Schadens zu vermeiden, der seitdem angerichtet wurde.

Zu demonstrieren, dass der Kampf gegen die Hass-Propaganda ein zentrales israelisches Gremium benötigt, das das Schlachtfeld überblickt, ist einfach. Seine Gründung hängt jedoch vom politischen Willen der Regierung ab diese enorm notwendige Agentur – Jahrzehnte zu spät – zu schaffen und die notwendigen Gelder bereitzustellen.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf
2 http://global100.adl.org

Eigentor! Späktakulärer Antiisraelpropaganda-Fehlschlag

Aussie Dave, Israellycool, 22. November 2014

Das Video unten erschien in meinem [Aussie Daves] Facebook-Feed und hatte die folgende Beschreibung:

Dieses Video ist einer der endlosen deutlichen Belege, die beweisen, dass Palästina von Palästinensern bewohnt war, bevor das jüdische Volk aus aller Welt kam, um dieses Land zu besetzen, alle Städte und Dörfer der Palästinenser niederzureißen, die Menschen dieses Landes abzuschlachten und sie zum Verlassen ihrer Häuser und Grundstücke zu zwingen.

Andere antiisraelischer Propagandaseiten haben dieses Video eingestellt, darunter diese, die einen andere Upload desselben Videos nutzt; dort hat es einen arabischen Titel und Zeile des Verfassers:

In Reaktion auf zionistische Propaganda – دحض الدعاية الصهيونية: das Fußballspiel zwischen Palästina und Australien im Jahr 1939, das Palästina gewann.

Ich bin nicht sicher, was diese Propagandisten sich bei Sekunde 31 des Videos dachten, als der Kommentator nach einer Parade des Torwarts von Palästina sagte: „Wham! Saved! But then the Jews were always a saving race.“ (Das ist ein Wortspiel, das so nicht übersetzt werden kann. Inhaltlich: Gefangen! [dasselbe Wort wie „gespart”] Aber die Juden waren schon immer eine Rasse, die spart.)

Ich schätze mal, sie haben sich das Video nicht wirklich angesehen.

Oder die Namen der Mannschaft von Palästina nachgesehen (das sind einige ziemlich bizarre Namen für Araber):

Mitglieder der Maccabi-Delegation der Mannschaft Palästina/Eretz, die durch Australien tourte, nehmen sich Zeit für Fotografen, 10. Juli 1939.
hintere Reihe (Nr. 65): G. Arazi (Manager), S. Ginzburg, Zvi Fooks, A. Schneiderwiese, Peri Neufeld, S. Viner, Gaul Machlis, Egon Polak (Trainer/Schatzmeister)
mittlere Reihe: A. Alembik, Avraham Reznik (captain), Menahem Mirimovitch, L.Werner,
J. Greenberg, J. Lieberman
erste Reihe: J. Sidi, B. Mizrahi
(Foto: Creative Commons)

Sie lasen auch nicht, was der Großmufti darüber in einer Anzeige zu sagen hatte, die er in einer australischen Zeitung schaltete:

Fußballmannschaft Palästina
Sie schicken ein paar Terroristen los, um euch in Australien zu (unleserlich)
Großmufti

Und sie bemühten sich nicht darum das Spiel und die Australien-Reise der Mannschaft Palästinas zu recherchieren, die faszinierend ist:

Nach dem Ersten Weltkrieg gründeten die Jüdischen Gemeinden von Melbourne und Sydney jüdische Sportvereine. Das viele Einwanderer aus Europa kamen, war es unvermeidlich, dass Fußballmannschaften als Ableger entstanden. 1927 hatten drei Teams die Sydney Judean Soccer League gegründet – Maccabean Junior, Randwick-Coogee und Jewish AC. Gleichzeitig spielte Melbourne Hakoah unter der Führung des Geschäftsmanns Isaac (Jack) Skolnik in der Liga Victorian Suburban; ihr Stadion lag nahe dem Princes Park.

1929 schrieb Skolnik an seine Kollegen in Sydney in der Hoffnung einen jährlichen Fußball-Wettbewerb zwischen den beiden einzurichten. Im September dieses Jahres rieste Melbourne Hakoah für 3 „Test“-Spiele gegen eine vereinigte Sydney Judean League nach Sydney. Die Spiele wurden auf dem St. Georges-Sportplatz ausgetragen und waren enge Begegnungen; sie waren recht gut besucht und die Spieler aus Sydney gewannen alle drei Spiele.

Drei Jahre später reiste Skolnik nach Palästina, um den australischen Zweig der Organisation Maccabi bei der jüdischen Olympiade zu repräsentieren. Es wurde berichtet, dass er sich in seiner Zeit dort ein komplettes Arrangement für eine Australienreise bemühte, die eine Weltauswahl jüdischer Fußballballer machen sollte. Der Bericht erwähnt dann: „Der [australische] Verband ist bereit für die Reise zu werben, wenn das notwendige Kapital von £2.500 für die Kosten gefunden werden.“ Aus Skolniks Ansatz ergab sich aber nichts.

Ironischerweise war es die deutsche Annexion Österreichs 1938, die eine Australienreise Palästinas wieder auf die Tagesordnung brachte. Der australische Verband war mit dem österreichischen Verein Rapid und der indischen Nationalmannschaft zu einer Australien-Tour in Kontakt gewesen. Im Juni lehnten sie einen Vorschlag ab eine Mannschaft Palästina einzuladen, obwohl die jüdische Gemeinde von Melbourne die Reise mit £1000 und dem Stellen von Unterkünften unterstützte.

Als aber Rapid den Deutschen Fußballbund um Genehmigung der Reise anfragte, wurde diese verweigert.

Ohne große Hoffnung auf einen europäischen Teilnehmer änderte der Verband schließlich seine frühere Haltung und stimmte Anfang 1939 der Reise des Teams Palästina zu, vorausgesetzt, die finanzielle Deckung werde garantiert.

Bevor sie nach Australien aufbrach, legte die Reisegruppe einen Kranz am australischen Kriegsdenkmal gegenüber dem Eingangstor des britischen Soldatenfriedhofs am Skopusberg in Jerusalem ab, um der gefallenen australischen Soldaten zu gedenken.

Die Spieler, von denen die meisten beim mächtigen Club Maccabi Tel Aviv spielten, einige weniger in anderen Mannschaften, schufen auch ein „Palästina“-Transparent, unter dem sie spielten.

Hier ist mehr, einschließlich eines tragischen Nachtrags:

1939 tourte, gestärkt durch ihren guten Auftritt in der Qualifizierungsrunde für die Weltmeisterschaft, eine Mannschaft Palästina/Eretz durch Australien und spielte eine Reihe Freundschaftsspiele gegen australische Vereine, darunter zwei breit berichtete Spiel gegen die führende Mannschaft South Australia FC. Die PFA-Mannschaft bestand aus den folgenden Spielern und Funktionären: R.S. Arazi (Manager), Egon Polak (Schatzmeister),  A. Ophir, J.Sidi, Avraham Reznik, B. Mesrubai, J. Lieberman, Zvi Fooks, Menahem Mirmovitch, S.S. Salemson, S. Alenluk, Avraham Beit ha Levi,  Peri Neufeld, Gaul Machlis, S. Ginsburg, J. Greenburg,  and A. Schneiderwiese.

Das Team der Australienreise bestand aus Spielern der Organisationen Hapoel und Maccabi. Nach ihrer Tour durch Australien im Juli und August stellten sie fest, dass ihre Rückkehr nach Palästina durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erschwert wurde. Drei Spiele entschieden sich in Australien zu bleiben und verpflichteten sich bei der australischen Armee. Zwei Spieler – Avraheim Beit ha Levi und Menahem Mirovitch, sollten getötet werden, als sie in Neuguinea gegen die Japaner kämpften.

Die Geschichte von Palästina/Eretz und dem internationalen Aufstieg von 1938 ist eine der großen Geschichten des internationalen Fußballs. Die Tod von Menahem Mirovitch und Avraham Beit ha Levi sind zwei Kapitel dieser Geschichte, die von den Historikern oft übersehen werden. Auf viele Weisen versinnbildlichen sie den Ruhm und die Tragödie, die die jüdische Geschichte und den jüdischen Sport kennzeichnen. Dieser Teil der Geschichte des blutigen australischen Feldzugs in Neuguinea wird oft übersehen. Nu rwenige haben jemals vom Kokoda Track-Feldzug, der Schlacht von Isurawa oder der Tatsache gehört, dass die Australier die erste Armee waren, die den Vormarsch der Japaner im Pazifik aufhielten. Eine Leistung, die den Ausgang des Kriegs im Pazifik veränderte. Beleg dafür, dass die größten Momente oder die interessantesten Menschen in Begriffen der Geschichte oft diejenigen sind, die selten anerkannt werden.

In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und der Geburt des Staates Israel 1948 ist ein großer Teil der frühen Geschichte des jüdischen Fußballs in Palästina vergessen oder übersehen worden. Teil des Problems ist ein Mangel an Information sowie die öffentliche Wahrnehmung – besonders in den Vereinigten Staaten – dass der jüdische Fußball erst nach der Gründung des Staates Israel begann.

Einmal mehr vermasselte es die Anti-Israel-Truppe, denn unterm Strich können sie sich nicht auf Fakten und Wahrheit verlassen, die sich gegen ihre gesamte Darstellung verschwören.

Israel-Unterstützer, hört auf diese 13 Aussagen zu benutzen!

United with Israel, 14. Juli 2014

Die Berichterstattung der westlichen Mainstream-Medien zu Israel mit Ausdrücken gespickt, die bewusst so gearbeitet wurden, das sie den jüdischen Staat delegitimieren. Die gute Nachricht: Diese Begriffe wurden nicht vor 3000 Jahren in Stein gemeißelt, sondern sind nach der Unabhängigkeit Israels geschaffen. Mit Nutzung dieses Sprachgebrauchs verwirken wir unsere Geschichte. Hier sind 14 Aussagen, die zu wiederholen wir aufhören müssen.

#1 – „Westbank“: Behauptungen, „Judaä und Samaria“ seien einfach der „biblische Name für die Westbank“ stellen die Geschichte auf den Kopf. Die aus dem Hebräischen stammenden Begriffe „Judäa“ und „Samaria“ wurden bis 1950 benutzt, als das einmarschierte [Trans]Jordanien sie in „Westbank“ umbenannten, um diese Bereiche der jüdischen Heimat von den Juden zu trennen. Die Teilungsresolution der UNO von 1947 verwies nicht auf die „Westbank“, sondern „das Hügelland von Samaria und Judäa“. Der Begriff ist keine Kurzform für „Judäa und Samaria“. Mit dieser Formulierung ist Jordanien die „Eastbank“ des ursprünglichen Mandats Palästina, das als Heimat des jüdischen Volks bestimmt worden war.

#2 – „Ostjerusalem“ oder „traditionell arabisches Ost-Jerusalem“: Seit der Entstehung der Stadt im zweiten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung bis 1947 n.Chr. gab es keinen Ort namens „Ost“-Jerusalem. Die 19 Jahre zwischen dem Zeitpunkt, als das einmarschierende Jordanien die Stadt 1948 einnahm und 1967 von Israel hinausgeworfen wurde, waren die einzige Zeit in der Geschichte (außer zwischen 638 und 1099), in der die Araber in irgendeinem Teil Jerusalems herrschten. Palästinensische Araber haben in der Geschichte nicht einen Zentimeter davon auch nur einen Tag lang regiert. In den letzten drei Jahrtausenden ist Jerusalem die Hauptstadt dreier einheimischer Staaten gewesen – Judah, Judäa und das moderne Israel – und hat seit der türkischen Herrschaft des 19. Jahrhunderts eine jüdische Mehrheit. Ostjerusalem ist ein Viertel der Stadt, die Israel 1967 wiedervereinigte.

#3 – „Die UNO versuchte einen jüdischen und einen palästinensischen Staat zu schaffen“: Machte sie nicht. Palästina zwischen „Palästinensern“ und Juden aufzuteilen ist wie Pennsylvania zwischen Pennsylvanianern und Juden aufzuteilen. Immer und immer wieder seit der Teilungsresolution von 1947 verwies die UNO auf „den jüdischen Staat“ und „den arabischen“ [NICHT: palästinensischen] Staat.

#4 – 1948 war die Gründung Israels: Israel wurde nicht 1948 künstlich und aus heiterem Himmel „gegründet“. Israel gewann in diesem Jahr seine Unabhängigkeit als natürliche Verwirklichung der erneuerten Eigenstaatlichkeit eines Volkes, das zweimal zuvor in diesem Land unabhängig gewesen war und nach Jahrhunderten harter Arbeit zur Wiedererrichtung eines jüdischen Staates in seiner historischen Heimat.

#5 – „Der Krieg, der Israels Gründung folgte: Israel wählte sich diesen Krieg nicht aus; er wurden Israel von fast jedem arabischen Staat aufgezwungen, die die Teilung der UNO ablehnten und versuchten die Juden Israels ins Meer zu treiben. Und es war eine jüdische Armee der Heimat, die Hagana, die zur IDF wurde, die diese Invasion aus mehreren Staaten des Auslands zurückwarf.

#6 – „Palästinensische Flüchtlinge des Krieges, der Israels Gründung folgte“ oder die „Frage der palästinensischen Flüchtlinge“: Es waren die einmarschierenden arabischen Staaten, die darauf versessen waren Israel zu vernichten, die den Großteil der Araber ermutigten und veranlassten aus Israel zu fliehen. Und ein Großteil der Medien ignorieren ständig die einheimischen Juden des Nahen Ostens, die aus den riesigen arabischen und muslimischen Ländern infolge des arabisch-israelischen Kriegs vertrieben wurden. Ihre Zahl ist größer als die der Araber, die aus dem winzigen Israel flohen. Dass Israel die Mehrheit dieser Flüchtlinge aufnahm, während die arabischen „Gastgeber“ – einschließlich der Palästinenser selbst – die Nachkommend er Araber im vom Westen unterstützen „Flüchtlingslagern“ isolierten, macht die zweiteilige Flüchtlingsfrage des arabisch-israelischen Konflikts nicht in eine „palästinensische“ Flüchtlingsfrage. Hätten die palästinensischen Araber den UNO-Teilungsplan akzeptiert, hätten auch sie ihren 66. Jahrestag gefeiert.

#7 – Israel „eroberte“ 1967 arabisches Land: Das tat es nicht. Der Krieg von 1967 war wie seine Vorgänger ein Verteidigungskrieg, der Israel aufgezwungen wurde. Israels Nachbarn wollten keinen Kompromiss; sie wollten den jüdischen Staat einfach vernichten. Das neue israelische Territorium sollte eine Sicherheitssperre bieten und sicherstellen, dass das niemals geschehen kann. Darüber hinaus war das kein „arabisches Land“.

#8 Israels „Grenzen von 1967“: Das Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Jordanien erklärte ausdrücklich, dass die mit ihm zwischen den beiden Seiten gezogene „Grüne Linie“ nur Waffenstillstandspositionen einer militärischen Waffenruhe waren, ohne Vorwegnahme der politischen Grenzansprüche der einen oder anderen Seite. Die Resolution 242 des UNO-Sicherheitsrats nach dem Krieg von 1967 forderte demonstrativ nicht von Israel sich auf diese Linien zurückzuziehen.

#9 – „die von Israel besetzte Westbank und Ostjerusalem: Dass die Medien beharrlich die israelische Präsenz im Herzen Jerusalems und in Judäa und Samaria als „israelische Besatzung palästinensischer Gebiete“ nennt, macht das nicht richtig. „Besatzung“ ist ein Begriff des internationalen Rechts, der auf ausländische Präsenz auf dem souveränen Territorium eines anderen Staates verweist. Das Land des letzten souveränen, einheimischen Staates Israel vor dem modernen Israel war das jüdische Judäa. Das Verhältnis arabischen Landes zu dem Israel beträgt 625 zu 1, 23 Staaten zu einem.

#10 – „jüdische Siedler und Siedlungen“ vs. „palästinensische Einwohner von Vierteln und Dörfern“: Ein Lieblingskontrast der Nachrichtenartikel der Medien bezieht sich im selben Satz auf „jüdische Siedler“ in „Siedlungen“ und „palästinensische Einwohner“ nahe gelegener „Viertel“ und „Dörfer“. Juden sind weder fremdländische „Siedler“ in einem Jerusalem, das seit dem 19. Jahrhundert eine jüdische Mehrheit hat, noch im historischen jüdischen Kernland Judäa/Samaria.

#11 – Israels Anerkennung als „jüdischer Staat“ ist „ein neuer Stolperstein“: Seit der Zeit Moses neu. Die jüdische Heimat Israel, einschließlich der anhaltenden, die Heimat beanspruchenden jüdischen Präsenz, ist für Volk immer zentral gewesen. 1947 sagte der britische Außenminister Bevin dem Parlament, dass „essentiell die Sache des Prinzips“ jüdisch-palästinensische Souveränität sei.

#12 – „Die Palästinenser akzeptieren die Zweistaatenlösung, Israel nicht“: Beides ist falsch. Sowohl die USA als auch Israel definieren „zweit Staaten“ als zwei Staaten für zwei Völker – Juden und Araber. Viele auf der arabischen Seite lehnen zwei Staaten für zwei Völker mit Nachdruck ab. Viele Israelis, einschließlich Premierminister Netanyahu, unterstützt diesen Plan – unter der Bedingung, dass der palästinensische Terror endet. Die Araber verweigern stetig und beständig Israels Existenzrecht als Nationalstaat des jüdischen Volkes ab, egal, wo seine Grenzen gezogen würden.

#13 – „Die Palästinenser“: Die Teilungsresolution der UNO von 1947 forderte die Araber und Juden Palästinas „die zwei palästinensischen Völker“. NICHTS delegitimiert sich selbst stärker und ist kontraproduktiver als Frieden auf der arabischen Anerkennung zu erreichen, dass die Juden das Recht haben dort zu sein, als dass Juden herumlaufen und die palästinensischen Araber „DIE Palästinenser“ nennen. Sie haben keine andere Sprache, Religion oder Kultur als die benachbarten Araber und sind in Palästina nie unabhängig gewesen, wohingegen die Juden – mit einer Präsenz, die sich über drei Jahrtausende zurückerstreckt – dort drei Staaten hatten, alle mit Hauptsitz Jerusalem. Die meisten palästinensischen Araber können ihre Abstammung nicht weiter als 4 Generationen zurückverfolgen.

(Dieser Artikel wurde erstmals in The Algemeiner veröffentlicht.)

„Palästina“ schlägt Poster-Sammlung für UNESCO vor – aber es gibt keine von vor 1967

Elder of Ziyon, 22. August 2014

Vom The Palestine Poster Project:

Die Vorschläge einer großen Sammlung an Postern für die Palestine Poster Project Archives (Archiv Projekt Palästina-Poster) sind zur formellen Begutachtung durch die Bildungs-, Wissenschafts- und Kultur-Organisation der UNO, Memory of the World-Programm, angenommen. Das Internationale Register des UNESCO-Programms trägt bibliothekarische und Archivbestände von „Weltbedeutung und herausragendem universellen Wert“ ein.

Das vorgeschlagene Werk – die Liberation Graphics Collection of Palestine Posters (Sammlung Befreiungs-Grafiken an Palästina-Postern) – ist die erste je vom Staat Palästina für das Weltdokumentenerbe vorgeschlagen wurde. Sollte es eingetragen werden, wird es einem Verzeichnis hinzugefügt, zu dem die Wandteppiche von Bayeux, das Book of Kells, das Phönizische Alphabeth, die Gutenberg-Bibel, Karl Marx‘ persönlich kommentierte Manuskript von Das Kapital und Hunderte weiterer historisch bedeutender Dokumente gehören.

Die Liberation Graphics Collection of Palestine Posters umfasst 1.700 seltene Poster, die von palästinensischen und internationalen Künstlern in Solidarität mit dem palästinensischen Streben nach Befreiung, Souveränität und dem Rückkehrrecht geschaffen wurden. Diese Dokumente decken einen kritischen Zeitraum der palästinensischen Geschichte ab: die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Palästinenser sich unter Bedingungen der Kolonisation, des Krieges, Exils und Besatzung organisierten und Geltung verschafften.

Ich habe überhaupt nichts gegen das Projekt Palestine Poster. Trotz des Namens haben sie eine unglaubliche Sammlung historisch zionistischer Poster 1897 zurück zusammengestellt. Es ist eine gewaltige Forschungsstelle mit faszinierenden Leckerbissen und Einigem an fantastischer und wichtiger Poster-Kunst.

Hier ein Plakat vom Fünften Zionistischen Kongress im Jahr 1901.

Nicht nur das, sondern es gehören auch mehrere Dutzend meiner Poster zu ihrer Seite! Die meisten sind zwar politisch orientiert und wurden nicht als große Kunst geschaffen, doch ich bin stolz auf dieses Poster, das sie dazu genommen haben.

Es gibt auch einige wenige antisemitische Plakate der Dreyfus-Affäre.

Jetzt wollen wir einen Blick auf die besondere Sammlung werfen, die der „Staat Palästina“ vorschlug, damit sie wie die Gutenberg-Bibel dazu gehört. Die frühesten palästinensisch-arabischen Poster, die sie haben (außer einer Reproduktion eines Gemäldes von 1960) stammen von 1967. Dazu gehört dieses von der Fatah gegen die UNO-Resolution ausgegebene Poster:

Und sie haben eine frühe Version der Lügenden Landkarte:

Ich stimme zu, dass man sich die Sammlung ansehen sollte – die Menschen müssen die gewalttätigen Poster der palästinensischen Araber vergleichen und denen der nach vorne schauenden Postern …

der Zionisten gegenüberstellen.

Sollte diese besondere palästinensisch-arabische Sammlung an Postern von der UNESCO angenommen werden, wird sie als wichtiger Teil der palästinensischen Geschichte und Kultur bejubelt werden. Die PA-Regierung denkt eindeutig so.

Ob irgendjemand die einfache Frage stellen wird: Warum gibt es keine Poster, die vor dem Sechstage-Krieg gemacht wurden?