Und die wollen ernsthaft keine Antisemiten sein?

Es ist keine Frage, dass die gestriegen Terroranschläge in Paris natürlich von gewissen Leuten auf die einzig mögliche Weise benutzt werden, die Israelhassern möglich ist. Vielleicht ist es diesmal besonders wichtig den Menschen etwas ins Hirn zu pflanzen, bevor die Beweise auf zu überwältigenden Weise die Schuldzuweisung verunmöglichen – es muss schnell noch vorher der Same des Hasses auf Israel gesät werden.

Im Gefolge der Mordanschläge vom 13. November in Paris mit mindestens 127 Toten hat es wieder einmal bezeichnende Äußerungen der Free Gaza-Mitbegründerin Mary Hughs-Thompson gegeben. Auf twitter schrieb sie:

Screenshot_Mary Hughs-Thompson_BDS_1Ich habe Israel nicht beschuldigt beteiligt zu sein.
Aber Bibi ist empört wegen des europäischen Siedlungsboykotts.
Also wer weiß?

Es ist nicht das erste Mal, dass Frau Thompson nach einem Terroranschlag in Frankreich Israel als Täter ins Spiel bringt. Diesmal gibt sie sich etwas zurückhaltender als im Januar (Charlie Hebdo). Damals schrieb sie:

„Hebdo-Tötungen unentschuldbar. Kann aber nicht anders als zu denken: Täuschungsmanöver von JSIL-Mossad…“

(JSIL ist das Akronym für „Jüdischer Staat in der Levante“, ein Begriff, der von Antiisrael-Aktivisten benutzt wird, um Israel mit ISIS gleichzusetzen.)

Natürlich verwahrt sich Hughs-Thompson gegen den Vorwurf des Antisemitismus – sie ist nur „gegen Zionisten“, egal ob jüdische oder christliche. Da ist sie ja fein raus. Daniel Clyden schreibt aber zurecht: „Sie verweigern den Juden – und nur den Juden – das Recht auf Selbstbestimmung.“ Judenhass kann man kaum besser beschreiben.

Sie macht in einem weiteren tweet klar, wie sie denkt:

Screenshot_Mary Hughs-Thompson_BDS_2Israel erfand den Terrorismus. Israel ist verantwortlich für einen Großteil heutigen des Terrorismus rund um die Welt, zusammen mit den USA.

Herzlichen Glückwunsch. DAS kann ja gar nicht antisemitisch sein, da sind die USA dabei. Auch wenn es weiter gegen Israel geht – womit immer die Juden Israels gemeint sind, nicht die Araber:

Wäre nicht überrascht, wenn Israels dreckige Finger da irgendwo drin steckten. Tun sie gewöhnlich.

Sie geht also nicht so weit wie ihre Kumpanin Greta Berlin (ebenfalls Free Gaza); die befand zum Massaker bei Charlie Hebdo: „MOSSAD beschoss grade das Pariser Büro von Charlie Hebdo in einem Täuschungsmanöver, das der Vereinbarung zwischen Palästina und Frankreich schaden soll. [Es gab damals gerade einen Beschluss des französischen Parlaments, mit der die Regierung aufgefordert wurde „Palästina“ anzuerkennen – von einer Vereinbarung konnte nicht die Rede sein.] … Israel sagte Frankreich, es würde ernste Konsequenzen geben, wenn sie für Palästina stimmen. Ein Vierjähriger kann durchschauen wer für diesen furchtbaren Anschlag verantwortlich ist.“

Leute, die derart besessen davon sind, dass nur Juden (die Juden Israels) für alles Übel der Welt, für Terror und Mord verantwortlich sein können, kann man nur als eins bezeichnen: absolute Judenhasser. Und wenn sie in führenden Positionen bei irgendwelchen Organisationen tätig sind, können diese Organisationen nicht anders sei als die, die in ihnen das Sagen haben. Free Gaza ist ein Haufen antisemitischer Hetzer. Basta.

Die Zahnräder des Hasses schmieren

GeraldSteinbergGerald M. Steinberg, Israel HaYom, 25. Oktober 2015

Um eine ausgedehnte Terrorkampagne aufrechtzuerhalten, ist es zwingend notwendig einen tief sitzenden Hass zu kultivieren. Dieser Hass hallt bei Studenten mit Abschluss, Jura-Studenten, Angestellten von Telefongesellschaften mit einem stabilen und ordentlichen Gehalt, aber auch selbst im Geist von 13-jährigen Kinder wider. Mehr als alles andere benötigt eine solche Kampagne jedoch Geld. Und tatsächlich wird diese Terrorindustrie, neben der palästinensischen Autonomiebehörde, von europäischen Elemente angetrieben, einschließlich solcher mit Verbindungen zu Regierungen der Europäischen Union. Trotz ihrer erklärten Zielsetzung Frieden und Verständigung zu fördern, bieten sie dieser Terrorkampagne im Wesentlichen alles, was sie braucht – Aufstachelung, Rechtfertigung und Glorifizierung.

Aufstachelung

Imame in Moscheen und die Führer von Fatah und Hamas benutzen die alte Lüge „Al-Aqsa ist in Gefahr“, um die palästinensischen Massen aufzustacheln. Andere Organisationen tragen jedoch auch zu diesem Narrativ bei, das sich als sehr effektiv erwiesen hat. Das Alternative Informationszentrum zum Beispiel, das in Israel registriert ist und unter anderem von der EU finanziert wird, veröffentlichte eine Aufruf zur „Solidarität mit dem palästinensischen Volkswiderstand“, während es warnte, dass „fanatische Siedlergruppen, unterstützt von der Regierung … den [Tempelberg-] Bezirk entwei8hen … und dazu aufrufen die Moschee zu zerstören“. Zusätzlich zur Beschuldigung Israels, es betreibe kolonialistische Politik der ethnischen Säuberung behauptete es zudem Israel und „zionistische Milizen“ seien verantwortlich für die Zerstörung Hunderter Kirchen und Moscheen seit 1948.

Rechtfertigung

In einem vom Palestinian Center for Human Rights – einer von europäischen Regierungen (darunter einige aus der EU) finanzierten Organisation – veröffentlichten Dringlichkeitsbericht werden israelische Opfer durchweg als „Siedler“ bezeichnet, was politische „Rechtfertigung“ für die Gewalt liefern soll. Darüber hinaus macht der Bericht aus dem Angreifer das Opfer und beschuldigt die israelischen Sicherheitskräfte sie würden Verbrechen begehen. Das Foto des 13-jährigen Terroristen Ahma Saleh Manasra zeigt ihn verwundet und blutend, nachdem er neutralisiert wurde; er wurde zum Aushängeschild palästinensischer Propaganda, ähnlich dem des Mohammed Al-Durah während der Zweiten Intifada – in Gebrauch, um Israel als Kindermörder darzustellen. Während die Videoaufnahmen, die seinen Terroranschlag dokumentieren, sowie Augenzeugenberichte komplett ignoriert werden, schreibt das PCHR in seinem Bericht, dass Ahmad auf dem Weg war eine Taube zu kaufen, als er angegriffen wurde. Und als würde diese Behauptung noch nicht ausreichen, um den Professionalismus und die Ziele der Organisation zu einem absoluten Witz zu machen: Es gibt in Pisgat Ze’ev noch nicht einmal Geschäfte, in denen man Tauben kaufen kann.

Glorifizierung

Die palästinensische Anwaltskammer (PBA) gewährte dem Terroristen Mohannad Halabi ein Ehrendiplom. Am Beginn der aktuellen Terrorwelle ermordete Halabi, ein Jurastudent, in Jerusalem zwei Zivilisten und verletzte eine Mutter und ihren Sohn, ein Kleinkind. Selbst ein rechtlich verankertes Gremium wie dieses benutzt Propaganda, um Mörder zu verherrlichen, erhält aber Gelder von der EU. Die Summen sind kaum zu fassten: Die PBA erhielt einen Teil einer €21 Millionen-Beihilfe, die im August 2013 ausgezahlt wurden, nachdem sie Berichten zufolge im Verlauf der drei Jahre davor einen ähnlichen Zuschuss von €35 Millionen erhielt. Von 2011 bis 2013 gab die EU rund €1,5 Millionen direkt an die PBA, um „den Professionalismus der palästinensischen Rechtsanwälte zu steigern“.

Europäische Symbole und Bilder von Repräsentanten Europas in Jerusalem zieren jede Seite des Internetauftritts der PBA. Die PBA hat bereits seit einiger Zeit aktiv zu Terrorismus ermutigt und gewalttätige Proteste gegen israelische Sicherheitskräfte, Hungerstreiks in Solidarität zu Sicherheitshäftlingen und Aktivitäten, die auf die „Befreiung palästinensischer Häftlinge“ zielen, organisiert. Unterdessen schließt ihr „strategischer Plan“ für die Jahre 2015 bis 2017, der „mit dem Direktor für Zuschüssen der EU“ aufgestellt wurde, die Eingabe internationaler Klagen gegen Israel als eines ihrer Ziele ein.

Beschwerden sollten an Europa gerichtet werden, das – absichtlich oder nicht – palästinensische Hetze nährt. Ohne diese Gelder würden die Palästinenser bezüglich ihrer Delegitimierung- und Hasspropaganda, eingeschränkter sein, es würde weniger Blut vergossen und die Atmosphäre würde gelassener werden. Trotz vieler Treffen und Diskussionen mit Repräsentanten Europas bleibt die Frage weiter: Wie können unsere europäischen Freunde derart viel Geld an die überweisen, die jüdisches Blut vergießen und den Boden für den nächsten Mord bereiten?

Eine Ente namens Yusi Oulen Shahak

von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 24. Oktober 2015 (direkt vom Autor)

Jetzt ist es offiziell: Israel kooperiert mit dem IS im Irak.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars News berichtete „exklusiv“ über die Festnahme eines israelischen Offiziers der Golani-Brigade mit Namen Yusi Oulen Shahak. Sein Rang wurde als „Colonel“ angegeben. Mitgeliefert wurde auch dessen „Militärnummer“: Re34356578765az231434.

Inzwischen gibt es für den ungewöhnlichen Namen schon über 1.000 Treffer bei Google, von Junge Welt über RT International (mit Sitz in Berlin) und bis hin zu obskuren, auf Verschwörungstheorien spezialisierten Webseiten. Viele der „Berichte“ sind geschmückt mit einschlägigen Karikaturen und Fotomontagen. „Mamafrika“ veröffentlichte sogar ein Bild von IS-Kämpfern und des gefangenen Soldaten inmitten einer israelischen Flagge. Dank „Google Bilder“ war er leicht zu identifizieren: Oren Schaul, ein Soldat, der im Juli 2014 mit einem schlecht gepanzerten Mannschaftswagen im Gazastreifen auf eine von der Hamas gelegte Mine gefahren ist. Die Hamas hatte die Leiche von Schaul entführt und behauptet, er sei noch am Leben. Doch Schaul wurde von Israel offiziell für tot erklärt aufgrund „klarer Indizien“ und gilt als „vermisst“. Möglicherweise hat die Hamas Ausweispapiere des gekidnappten toten Soldaten an Iran oder IS weitergegeben, wo dann der Name und die Nummer verfälscht worden sind.

Immerhin dient die vermeintliche Gefangennahme des israelischen Offiziers als „Beweis“ für die Theorie, dass die „Zionisten“ hinter IS und ihren Verbrechen stecken. „Yusi Oulen Shahak“ habe beim Verhör „schockierende“ Geheimnisse preisgegeben. So habe er „verraten“, dass sich weitere zionistische Offiziere unter die IS Kämpfer gemischt hätten. IS-Aktivisten hätten zuvor schon gestanden, dass Mossad Agenten und Vertreter anderer israelischer Spionageagenturen sie beim Sturm auf Mossul im Sommer 2014 begleitet hätten. Irakische politische und militärische Experten hätten Farsnews gesagt, dass die Gefangennahme „schwerwiegende Auswirkungen“ auf die Militärstrategie des Irak haben werde.

Da wird auch erwähnt, dass israelische Aufklärungsdrohnen über dem Irak abgeschossen worden seien, unter anderem nahe dem Flughafen von Bagdad. Erwartungsgemäß verweigert der israelische Militärsprecher jegliche Reaktion zu den Behauptungen von Fars News. Nicht zum ersten Mal wird in arabischer oder iranischer Propaganda behauptet, dass IS eine amerikanische oder israelische Erfindung sei. Dazu gehört auch die Verbreitung von Gerüchten über Waffenlieferungen an IS oder deren Verbündete.

(C) Ulrich W. Sahm

Von Al Durah bis Hassan: Die letzten 15 Jahre in einer einfachen Lektion

Richard Landes, Augean Stables, 13. Oktober 2015 (übersetzt von Cora)

Heute hat der palästinensische Vertreter Nabil Abu Rudineh Israel beschuldigt, einen paästinensischen Jungen „exekutiert“ zu haben und stellte diesen Zwischenfall auf eine Stufe mit dem Mord an Mohammed Al-Durah im Jahre 2000. Diese Vermischung wurde zeitgleich getwittert.

Diese Debatte hat in vielerlei Hinsicht großen Einfluß. Wenn man dieses Bild mit dem von Al-Durah verbindet, versucht man ihm dieselbe Kraft zu geben, wie jener Ikone des Hasses, welches die „Al Aqsa Intifada“ derart intensiv begleitete, dass sie im übertragenen Sinne zum Banner der Gewalt wurde.

Dieses Bild nährte eine ganze Industrie der Indoktrination zu Hass und der Sehnsucht nach Märtyrertum in der palästinensischen Jugend. So wie ein 12jähriges, kindgesichtiges Mädchen ihrem anerkennenden Interviewer versicherte: „Jeder hier möchte ein Märtyrer sein.“ Damit meinte sie dass sich jeder von ihnen inmitten einer Menge Israelis in die Luft sprengen und dabei so viele wie möglich töten und verletzen wolle.

Das Ergebnis dieses Hasses ist dieser zweite Junge, der gerade um die Zeit geboren wurde, als die Hassikone Al-Durah in die Welt gesetzt wurde. Diesmal wurde Hassan tatsächlich von einem Israeli angeschossen und getötet, aber nicht weil er ein unschuldiger Zuschauer gewesen war, wie Al Durah, sondern weil er und sein Cousin kurz zuvor drei Israelis, darunter einen 13jährigen Jungen, niedergestochen und fast getötet haben.

Wenn man diesen letzten Fall und den von Mohammed Al Durah gleichsetzt, dann unterscheidet man nicht zwischen Unschuld und Schuld, nicht zwischen unrechtmäßiger Gewalt und Selbstschutz. Und der Grund dafür, dass diese Unterschiede nicht gesehen werden, liegt darin, dass in ihren Augen der Feind – in diesem Fall die Israelis – es nicht verdient, als Mensch wahrgenommen zu werden. Sie haben kein Recht, sich gegen die Angriffe zu wehren, keinen Anspruch darauf, dass die Justiz gegen die Mörder vorgeht; sie müssen stattdessen vor der Gewalt, die sie verfolgt, zurückweichen.

Auf kultureller Ebene gehört das zu den extremsten Position eines Stammesethos – meine Seite oder mein Feind. „Wir sind immer im Recht“. Die „anderen“ sind immer im Unrecht und müssen vernichtet werden. Wenn du mir Gewalt antust, bist du schuldig. Wenn ich Gewalt gegen dich richte, bin ich unschuldig und du verdienst es.

Auf religiöser Ebene ist das die extreme Position des Triumphalismus. Unsere Religion ist allen überlegen, dementsprechend ist jeder schuldig, der sie ablehnt und er hat ken Recht, sich unserer Herrschaft zu erwehren.

Wie auch immer man den Schwerpunkt setzt (kulturell/religiös), dieses Verhalten ist äußerst unheilvoll und sollte bei allen, die sich einer egalitären, empathischen und nicht durch Zwang bestimmten Welt verpflichtet fühlen, die Alarmglocken schrillen lassen.

Und jeder, der die niederschmetternde Haltung der derzeitigen Mainstream Medien – allen voran BBC, New York Times und den NGOs – durchschaut, wie sie die moralisch zutiefst verdrehte Darstellung der muslimischen Opferhaltung verstärken, sollte über die Aussichten für eine freie und verantwortungsvoll handelnde Presse in einer demokratischen Gesellschaft bestürzt sein.

So sieht ein „hingerichteter 13-jähriger Palästinenser“ aus

Mahmud Abbas hatte behauptet, ein 13-jähriger Araberjunge sei von Israel kaltblütig „hingerichtet“ worden. Was der Lügner verschweigt: Der Junge hatte mit einem Messer auf ein Fahrrad fahrendes jüdisches Kind und einen Erwachsenen eingestochen. Und er ist nicht tot, sondern er wird in einem israelischen Krankenhaus behandelt, nachdem Sicherheitskräfte ihn nur durch Schüsse von der Vollendung seiner Tat bzw. weiteren Mordversuchen abhalten konnten. Hier ein Foto des „Hingerichteten“, dem es reichlich gut gehen scheint und der ganz stolz eine Islamistengeste zeigt (die besonders gerne von den Terroristen des IS genutzt wird):

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