Muss Israel den Palästinensern Corona-Impfstoff geben?

Daniel Pomeranz, HonestReporting, 7. Januar 2020

Israels weltweit führende COVID-19-Impfkampagne wurde schnell globaler Anlass zu Neid und es folgten Berichte darüber in den Nachrichten. Viele vermittelten ein klares Bild, aber einige implizierten oder sagten sogar unverblümt, Israel drücke sich um seine Verpflichtung die Palästinenser mit Impfstoff zu versorgen, womit es gegen das Völkerrecht verstößt.

Ein besonders dramatisches Beispiel war dieser Artikel im Guardian mit suggestivem Sprachgebrauch von „Siedlern“ und dem Foto eines orthodoxen Juden.

 

Der Guardian enthielt den Satz: „Menschenrechtsgruppen beschuldigen Israel es entziehe sich der Verpflichtungen gegenüber Millionen Menschen in den besetzten Gebieten, die noch Monate auf die Impfung warten müssen.“ Und tatsächlich hatten Gruppen wie Amnesty die fadenscheinige Behauptung aufgestellt, Israel verstoße gegen das Völkerrecht. Ansonsten positive Artikel in der Washington Post, der New York Times und anderer erhoben ähnlich falsche Aussagen zum Völkerrecht.

Der ehemalige CNN-Korrespondent Marc Lamont Hill fasste auf seinem Instagram-Account eine gemeinsame Mentalität zusammen (wie in diesem Tweet von HonestReporting zu sehen ist):

Aber obwohl politische Kommentatoren, Fernsehsprecher und allerlei NGOs Israel auffordern, Israel solle Palästinenser impfen, gibt es eine Instanz, die das damals auffälligerweise nicht machte: die Palästinenser-Regierung.

Tatsächlich wurden offizielle PA-Vertreter mit der Aussage zitiert:

Wir arbeiten selbst daran aus einer Reihe von Quellen Impfstoff zu bekommen … wir sind keine Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums. Wir haben unsere eigene Regierung und Gesundheitsministerium und die unternehmen große Anstrengungen den Impfstoff zu bekommen.

Um es klar zu sagen: Israelischen Bürgern und dauerhaft dort Lebenden wird derselbe Zugang zu Gesundheitsversorgung und Impfungen, ungeachtet der Religion, Ethnie oder nationalen Herkunft. Das wirft eine interessante Frage auf: Wenn die Palästinenserregierung Israels Hilfe bei der Beschaffung von Impfstoffen nicht will, ist Jerusalem gemäß dem Völkerrecht und internationalen Verträgen trotzdem verpflichtet ihr zu helfen?

Kurz gesagt: Israel ist nicht nur nicht verpflichtet zu helfen, sondern ihm war zur Zeit, als diese Artikel veröffentlicht wurden, rechtlich sogar verboten das ohne Kooperation der PA zu tun.

Fakt ist: Die PA-Regierung änderte Berichten zufolge erst am Mittwoch ihre Politik und reichte die erste Anfrage um Hilfe beim Impfstoff ein, eine Entwicklung, die später in diesem Text noch behandelt wird.

Völkerrecht

Es ist bei Experten, Fernsehmoderatoren und NGOs bestürzend üblich etwas wie „verletzt das Völkerrecht“ zu sagen, ohne zu sagen, welches Recht verletzt wird und ohne jegliche juristische Analyse zu liefern, wie das Völkerrecht verletzt wird. Das ist ein Hinweis, dass die Äußerung irreführend oder sogar vollkommen falsch war. Zumindest sollte es ein Hinweis an die versierten Nachrichten-Leser und kluge, professionelle Journalisten sein, dass weitere Recherche erforderlich ist.

Das Völkerrecht ist kein „Gesetz“ im juristischen Sinn – es ist kein Regelsatz, der von einem Gremium mit übergeordneter Autorität über andere Länder weltweit verabschiedet wurde. Stattdessen ist das Völkerrecht eine Vereinigung von Verträgen und Vereinbarungen zwischen und unter zahlreichen souveränen Staaten. In diesem Fall gibt es drei internationale Vereinbarungen, die relevant sind: die vierte Genfer Konvention (GK IV), die Haager Konvention und die Oslo-Vereinbarungen. Alle drei müssen zusammen gelesen werden, um die Verpflichtungen der Seiten vollständig zu verstehen.

Das allgemeinste Konzept kommt von der GK IV, insbesondere den Artikeln 55, 58; API Art. 69 erklärt:

Die Besatzungsmacht hat die Pflicht sicherzustellen, dass die angemessene Versorgung mit Lebensmitteln und medizinischer Versorgung sowie Kleidung, Betten, geschützter Unterkunft und anderen für das Überleben der Zivilbevölkerung der besetzten Territorien notwendig sind sowie den Dingen für die Ausübung der Religion gewährleistet ist.

Unter Israelis gibt es wie unter Juristen Diskussion darüber, ob Israels Beziehung zur Westbank eine „Besatzung“ im klassischen Sinn darstellt. Der oberste Gerichtshof Israels hat hingegen bei zahlreichen Gelegenheiten bis zurück ins Jahr 1971 geurteilt, dass Israel das Völkerrecht zu Besatzung Folge befolgen muss, ob Israel sie als solche bezeichnet oder nicht. Dieser Schluss ist daher israelisches Recht und die israelische Regierung nimmt ihre Verpflichtungen ernst.

Die Haager Konvention (insbesondere die Artikel 42 bis 47) geht genauer auf dasselbe Thema ein als die GK IV, und schließlich beschreiben die Oslo-Vereinbarungen die Art, wie sich diese Verpflichtungen zwischen dem Staat Israel und der PA-Regierung auswirken (ausdrücklich die israelisch-palästinensische Interimvereinbarung zur Westbank und dem Gazastreifen von 1995, auch bekannt als „Oslo II“, Anhang III, Artikel 17).

Dieser Satz aus Oslo II ist von besonderer Bedeutung:

Israel und die palästinensische Seite werden Informationen zu Epidemien und ansteckenden Krankheiten austauschen, werden bei deren Bekämpfung kooperieren und Methoden für den Austausch medizinischer Akten und Dokumente entwickeln.

Oslo II selbst sagt nicht, dass Israel die Pflicht hat, der PA Gesundheits-Versorgung zur Verfügung zu stellen, aber die GK IV tut das. Genauer gesagt sagt die GK IV nicht, dass Israel Hilfe bieten muss, sondern dass Israel „die angemessene Zurverfügungstellung sicherstellen“ muss. Das bedeutet, Hilfe kann auch aus weltweiten Fremdquellen kommen, solange Israel sicherstellt, dass sie geliefert wird.

Die GK IV behandelt in der Regel Situationen, in denen das besetzte Volk keine eigene Regierung hat, also gibt es kein Problem wegen der Koordination und die Besatzungsmacht handelt einfach als direkte Obrigkeit. Oslo änderte das allerdings, indem es die PA-Regierung schuf, also muss Israel die Autonomie der PA und ihr Recht bestimmte Hilfen abzulehnen respektieren.

Das macht absolut Sinn: Stellen Sie sich vor Israel würde den Palästinensern Hilfe aufzwingen. Wie würde das ablaufen? Würden israelische Soldaten in Palästinenserstädte eindringen und die Leute zwangsimpfen? Würden sie Krankenhäuser stürmen und Versorgungsgüter dort deponieren, die nicht gewollt sind? Das zu tun wäre offensichtlich moralisch falsch und würde aufgrund der Oslo-Abkommen auch das Völkerrecht verletzen.

Warum Hilfe ablehnen?

Stand letzter Woche demonstrierten Äußerungen von Palästinensern wie „Wir sind keine Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums. Wir haben unsere eigene Regierung.“ eine Haltung des Stolzes und den Wunsch Selbstversorgung zu zeigen. Man kann darüber streiten, ob diese Entscheidung weise ist: Opfert die PA die Gesundheit ihres Volks, um ein politisches Statement abzugeben? Vielleicht. Oder vielleicht hat die PA recht, wenn sie Selbstständigkeit und Unabhängigkeit betont. Darüber hinaus haben Verschwörungstheorien dafür gesorgt, dass viele Palästinenser israelischen medizinischen Versorgungsgütern misstrauen, daher könnte das ein Grund dafür sein, das die PA solche Hilfe meidet.

Was definitiv gesagt werden kann, ist, dass die PA das Recht hat israelische Hilfe auszuschlagen und dass Israel nicht versuchen darf eine solche Entscheidung außer Kraft zu setzen.

Die PA fordert Impfstoffe an

Abgesehen davon hat die PA-Regierung am Mittwoch offenbar Hilfe mit den Impfstoffen erbeten. Information darüber, was genau die PA angefordert hat und was genau Israel zur Verfügung stellt, ist nicht ganz bekannt, aber Israel hat bereits angefangen Impfstoff in kleinen Mengen an die PA zu liefern; diese sind für dringenden humanitären Bedarf bestimmt. Es wird erwartet, dass nächsten Monat rund zwei Millionen Dosen in Ramallah ankommen.

Es ist ungewöhnlich, dass eine Verpflichtung aus den GK IV zur Bereitstellung von Hilfe in einem Kontext stattfindet, in dem Versorgung so begrenzt und Timing so wichtig ist, dass Hilfe zu geben tatsächlich die Bürger des sie zur Verfügung stellenden Landes schädigt. Die Universale Erklärung der Menschenrechte, wie sie von der UNO übernommen wurde, macht deutlich, dass Staaten die Pflicht haben die Sicherheit und das Wohlergehen der eigenen Bürger zu schützen.

Dennoch schafft die GK IV die Pflicht eine Gruppe von Leuten zu schützen, die keine Staatsbürger sind. Beide Dokumente haben die Kraft des Völkerrechts und daher muss Israel seine Verpflichtungen gegenüber den eigenen Bürgern gegenüber denen der PA sorgfältig abwägen.

Wer ist der palästinensische Jesus?

Palestinian Media Watch, 24. Dezember 2020

Nach Angaben der palästinensischen Autonomiebehörde war Jesus

  • „der erste Palästinenser“
  • „der erste palästinensische Märtyrer”
  • „der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“
  • „ein palästinensischer Bote“
  • „ein Palästinenser par excellence“
  • „der Urgroßvater des palästinensischen Volks“
  • Ein Prophet des Islam (nicht der Christenheit)

Und entsprechend:

  • Weihnachten ist ein palästinensischer Nationalfeiertag

Die palästinensische Autonomiebehörde versucht verzweifelt eine palästinensische  Identität zu schaffen, die auf einer uralten palästinensischen Geschichte aufbaut, obwohl keine existierte. PMW hat gezeigt, dass die PA regelmäßig fälschlich den Anspruch erhebt, sie sei eine 5.000 Jahre alte Nation; regelmäßig behauptet sie, dass die Geschichte eines anderen Volkes ihre eigene sei. Eines der auffälligsten Beispiele dafür ist die gefälschte Verbindung der PA zu einer der bedeutendsten Gestalten aller Zeiten, die Behauptung Jesus, ein Juden aus der Nation Judäa, sei in Wirklichkeit ein Palästinenser.

Diese PA-Märchengeschichte ist eine oft wiederholte Botschaft, die sogar von den Führern der PA hinausposaunt wird. Saeb Erekat sagte, Jesus sei „der erste Palästinenser“ gewesen. Mahmud Abbas sprach von „Jesus … einem palästinensischen Boten“ und sagte, Weihnachten sei ein palästinensischer Feiertag. Yassir Arafat sagte: „Jesus war der erste palästinensische Märtyrer.“ Die offizielle PA-Zeitung schrieb erst letzte Woche: „Jesus… war der erste palästinensische fida’i (sich selbst opfernde Kämpfer)“ und ein PA-Diplomat behauptete sogar, dass die Palästinenser die Nachkommen Jesu seien: „Jesus … war Urgroßvater des palästinensischen Volks.“ Und heute Morgen sandte PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem im PA-Fernsehen Segensgrüße an die Christen zum „Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, dem Sohn der Maria“.

Die höchsten religiösen PA-Führer haben dieses Märchen ebenfalls übernommen; auf Grundlage islamischer Behauptungen fügen sie hinzu, dass Jesus nicht das Christentum, sondern den Islam predigte.

Sobald aus Jesus ein Palästinenser gemacht wurde, hat die PA genauso aus Maria eine Palästinenserin gemacht, die als Nationalheilige der palästinensischen Sache präsentiert wird. Schließlich wird mit Jesus ein markantes palästinensisches Weihnachten zu einem palästinensischen Nationalfeiertag.

Wie mit aller PA-Änderung sind historische Dokumentationen und Beweise irrelevant. Die PA ignoriert z.B. die Tatsache, dass das „Palästina” als Name für das Land Israel/Judäa erst rund 100 Jahre nach dem Tod Jesu entstand, als das römische Reich als Strafe für die jüdische Nation nach ihrer Rebellion den Namen von Judäa in Palästina änderte. Es war der Versuch Roms die Verbindung des jüdischen Volks zu seinem Land zu durchtrennen, der natürlich fehlschlug.

Wer ist also der palästinensische Jesus? Im Folgenden gibt es einige Beispiele, in der offiziellen PA-/Fatah-Presse aufgetaucht sind:

Jesus der Palästinenser:

Vor allem erklärte die PA Jesus selbst zum Palästinenser.

PA-Bildungsminister Sabri Saidam:

Der Text des Facebook-Eintrags lautet: „Für den authentischen Palästinenser Jesus und für die Mitglieder des [palästinensischen] Volks – frohe Feiertage.“
[Facebook-Seite des PA-Bildungsministers Sabri Saidam, 25. Dezember 2017]

Der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas.

„Folgend der volle Text der Weihnachtsbotschaft des Präsidenten:
„In Bethlehem wurde vor mehr als 2.000 Jahren Jesus Christus geboren; ein palästinensischer Bote, der zum Leitbild für Millionen weltweit geworden ist.“
[WAFA, offizielle PA-Nachrichtenagentur, 23. Dezember 2013]

Der PA-Regierungssprecher Ibrahim Melhem:

„Erlaubt mir den christlichen Gemeinden Segenswünsche zu senden, die den gregorianischen Kalender für diesen Feiertag verwenden. Der Feiertag der Geburt des palästinensischen Propheten Jesus, den Sohn der Maria.“
[offizielles PA-Fernsehen, 24. Dezember 2020]

Der Sprecher der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri:

„Angelegentlich des Jahrestags der Liebe und des Friedens, dem Geburtstag des Palästinensers Jesus, übermitteln wir Palästina, seinen Einwohnern und denen, die es lieben, Neujahrswünsche.“
[Facebook-Seite des offiziellen Sprechers der PA-Sicherheitskräfte Adnan al-Damiri, 25. Dezember 2014]

Der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-Fernsehen:

„Die christliche Religion begann hier [Bethlehem]… Die gesamte Welt konzentriert sich wegen ihrer historischen und traditionellen Rolle auf diese Stadt… weil in finaler Analyse „Jesus ein Palästinenser ist.
[der palästinensische Historiker Khalil Shoka im PA-TF (Fatah), 16. Dezember 2012]

Jesus der erste Palästinenser

Er war nicht nur Palästinenser, sondern er war auch der erste Palästinenser und der Großvater des palästinensischen Vaters und ein Palästinenser „par excellence“:

Mitglied des Zentralkomitees der Fatah Tawfiq Tirawi:

„Wir wünschen unserem geeinten palästinensischen Volk ein neues Weihnachten, das Freiheit ankündigt, wie es Jesus machte, der erste Palästinenser, Friede sei mit ihm.“
[Facebook-Seite des Mitglied des Zentralkomitees Tawfiq Tirawi, 24. Dezember 2014]

Der PA-Diplomat Dr. Jabra Shomali:

„Es gibt keinen Zweifel, dass der Jesus Christus, den du [Präsident Donald Trump] als Gott anbetest, der Urgroßvater des palästinensischen Volks ist… Wenn du [Trump] nicht wieder im Fach Geschichte durchfallen willst, dann lies das Matthäus-Evangelium, Kapitel 15,28, wo Matthäus über eine kanaanitische Frau zur Zeit Jesu Christi sagte: „Oh Frau, dein Glaube ist groß!“ Diese Frau war eine Urgroßmutter des palästinensischen Volks.“
[Geschrieben vom PA-Diplomaten Dr. Jabra Shomali, gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Die palästinensische Nation wurzelt in diesem Land seit den Kanaanitern und den Jebusitern. Die arabische Präsenz – christlich wie islamisch – in diesem Land ist ununterbrochen. Jesus ist ein Palästinenser par excellence.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 30. November 2012]

Scheik Mohamme Hussein, PA-Mufti:

„Jesus wurde in diesem Land geboren. Er lebte in diesem Land. Es ist bekannt, dass er in Bethlehem geboren wurde… Er lebte auch in Nazareth, zog nach Jerusalem. Als war er ein Palästinenser par excellence.”
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinensergebieten, PA-TV (Fatah), 21. April 2009]

Jesus, der palästinensische Märtyrer und sich selbst opfernde Kämpfer

Was also machte, nach Angaben der palästinensischen Obrigkeit, dieser Palästinenser par excellence, Großvater des palästinensischen Volks? Er war ein palästinensischer islamischer Märtyrer und sich selbst opfernder Kämpfer. Obwohl er von keiner anderen PA-Quelle angeführt wird, wäre Jesus gemäß der fundamentalen und wiederholten PA-Ideologie als islamischer Märtyrer im Paradies von 72 dunkeläugigen Jungfrauen begrüßt worden:

Editorial in der offiziellen PA-Tageszeitung:

„Jesus, Friede sei mit ihm, war ein Bote Allahs und er war der erste palästinensisch fida’i (sich selbst opfernder Kämpfer), der von den Anhängern der jüdischen Religion gekreuzigt wurde, aber es erschien ihnen nur so [als hätten sie ihn getötet].“
[offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 20. Dezember 2020]

Mitglied des Fatah-Zentralkomitees Tawfiq Tirawi:

„Dies ist das gesegnete Weihnachten, der Geburtstag unseres Herrn Jesus, des Messias, dem ersten Palästinenser und dem ersten Schahid.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 17. Dezember 2014]

Autor: „Der Schahid (Märtyrer) Präsident Yassir Arafat pflegte zu sagen: ‚Jesus war der erste palästinensische Schahid (Märtyrer).‘ Ich hörte ihn diesen Satz viele Male sagen.“
PA-TV-Moderator: „Er [Jesus] war ein Palästinenser; niemand bestreitet das.“
Autor: „Er [Jesus] war der erste palästinensische Schahid [Märtyrer]. Er (Arafat) schrieb auch dieses Märtyrertum Palästina zu.
[Wortwechsel in der religiösen Sendung Dies ist unsere Religion, gesendet im PA-TV (Fatah), 3. Dezember 2010]

Jesus von der (palästinensischen) Heiligen Dreifaltigkeit

In einem Versuch die Gestalt ihres eigenen Palästinenserführers zu heben, erklärt die PA jetzt die neue heilige Dreifaltigkeit – Jesus, Arafat, Abbas:

Editorial in der offiziellen PA-Zeitung:

„Jesus ist ein Palästinenser; der sich selbst opfernde Yassir Arafat ist ein Palästinenser; Mahmud Abbas, der Bote des Friedens auf Erden, ist ein Palästinenser. Wie groß ist diese Nation der heiligen Dreifaltigkeit!“
[Editorial in der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 30. November 2012]

Jesus, der islamische Prophet

Obwohl die PA-Obrigkeit anerkennt, dass Jesus von Christen verehrt wird, hält man ihn für einen islamischen Propheten, der seinen Anhängern den Islam predigte:

Scheik Mohammed Hussein, PA-Mufti:

„Wir reden von einer fortgesetzten Kette [der Propheten des Islam], von Adam bis zu Mohammed. Es ist eine Kette, die fortgesetzt wird, die den Aufruf für den Monotheismus und die Mission des Islam repräsentiert … Die Propheten waren alle von derselben Religion [Islam]… Wir respektieren Jesus, wir glauben an ihn [wie einen muslimischen Propheten], so wie wir an den Propheten Mohammed glauben.“
[Scheik Mohammed Hussein, Mufti von Jerusalem und den Palästinenser-Gebieten, PA-TF (Fatah), 21. April 2009

Maria, Mutter Jesu und Schutzeilige der Sache der Palästinenser

Nachdem Jesus zum ersten Palästinenser erklärt wurde, ist auch seine Mutter, Maria, als wichtige Persönlichkeit anerkannt worden: die Schutzheilige der Sache der Palästinenser. Maria war daher auch Palästinenserin.

Offizielle Fatah-Facebook-Seite:

„Die Jungfrau Maria, Tochter des palästinensischen Galiläa, ist die Schutzheilige der Unterdrückten und nicht der Unterdrücker…“
[geschrieben im PA-Diplomaten Dr. JAbra Shomali und gepostet auf der offiziellen Fatah-Facebook-Seite, 3. Februar 2020]

Fatahs Kommunikations- und Bildungsbehörde:

„Wenn wir auf die Heiligkeit unseres Landes stolz sind, dnan sind wir auf uns selbst stolz, dass die erste und wichtigste heilige Frau der Nationen und Völker aus dem heiligen Land kommt: Die Jungfrau Maria – die Frau der Liebe und des Friedens – gehört der Nation Palästinas an, dessen Wurzeln in den Tiefen der Geschichte gründen. Unsere Bewegung stellt ihren Stolz auf alle weiblichen Märtyrer, Gefängnissen, palästinensischen Kämpfer fest, die zum Opfervorbild geworden sind und zu einer Schule, die die Bedeutung des Gebens und Opferns lehrt.“
[Stellungnahme der Kommunikations- und Bildungsbehörde der Fatah zu Ehren des internationalen Frauentags, gepostet auf der Internetseite der Fatah, 8. März 2010]

Weihnachten als palästinensischer Nationalfeiertag

Jesu Position als erster palästinensischer und islamischer Prophet und Märtyrer wirft ein neues Licht auf Weihnachten – als dem Nationalfeiertag des palästinensischen Volks, der Kinder Jesu:

Offizielle PA-Zeitung:

„Das gesamte palästinensische Volk feiert Weihnachten, weil wir stolz darauf sind, dass Jesus Palästinenser ist.“
[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 24. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

„Weihnachten ist ein nationaler religiöser Feiertag und nicht nur ein religiöser. Für uns alle Palästinenser ist das unser Feiertag. Daher feiern wir es alle. Die Palästinenserführung geht in die Kirche, um bei der [Weihnachts-] Messe anwesend sein… Wir sind dazu verpflichte, weil es – wie ich Ihnen sagte – für unsere [christlichen] Leuten ein religiöser Feiertag ist und ihr seid unser Volk und es ist [auch] für uns alle ein nationaler Feiertag.“
PA-Führer Mahmud Abbas in den offiziellen PA-Fernsehnachrichten, 28. Dezember 2019]

Mahmud Abbas, Vorsitzender der palästinensischen Autonomiebehörde:

Weihnachten ist ein palästinensischer Feiertag … Es gibt eine besondere Bedeutung der Weihnachtsfeiern in Palästina, da es eindeutig ein nationaler Feiertag geworden ist, an dem unser ganzes Volk teilnimmt, angefangen vom Präsident Palästinas [Mahmud Abbas] bis  hinunter zum letzten Kind.“
[Abbas, zitiert auf der offiziellen Facebook-Seite der Fatah, 20. Dezember 2019]

Mahmdu Al-Habbash, Berater von Mahmud Abbas für den Islam:

Weihnachten ist auch ein palästinensischer Feiertag, weil Jesus, Friede sei mit ihm, war Palästinenser. Er wurde in Palästina gebore; lebte und wurde [als Prophet] nach Palästina geschickt. Daher hat Weihnachten einen besonderen palästinensischen Geschmack.“
[Mahmud Al-Habbash, oberster Scharia-Richter, zitiert von der offiziellen PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 22. Dezember 2014 und Ma’an, 21. Dezember 2014)

Moderne „progressive“ Antisemiten machen jetzt Israel für hohe Diabetes-Raten bei den Palästinensern verantwortlich

Elder of Ziyon, 28. Dezember 2020

Das Lajee Center, eine NGO mit Sitz im UNRWA-Lager Aida, schrieb in ihrem Newsletter für Dezember:

Am 19. November präsentierten 1for3 und das Lajee Center ein Webinar zum Umgang mit chronischen Erkrankungen in Konfliktsituationen, an dem Dr. Bram Wispelwey, Direktor von Health for Palestina, der Gemeinde-Gesundheitshelfer (CHW) Ashghan Awais, Asmaa Rimawi, eine Medizinstudentin und Forscherin für Health for Palestine sowie 1for3-Direktor Nidal Al-Azraq vortrugen. Sie legten Daten einer zweijährigen Studie vor, die bedeutende Verbesserungen bei Diabetes infolge des Programms der Gemeinde-Gesundheitshelfer aufzeigten. Palästinenser in den Flüchtlingslagern Aida und Azza leiden stark unter Diabetes und Bluthochdruck. Dr. Wispelwey stellte die Verschlechterung der Gesundheit der Palästinenser in den Kontext der Siedler-Kolonisierung; zu diesem Zweck stellte er die Gewalt der militärischen Besatzung vor und verglich die Gesundheitslager der Palästinenser mit der der indigenen und schwarzen Menschen, die vom Siedler-Kolonialismus in den USA geschädigt wurden. Darüber hinaus hat die Region des Nahen Ostens und Nordafrikas derzeit die höchsten Diabetes-Raten der Welt. Während die ältere Generation der Palästinenser niedrigere Raten hat als der Rest der Region, weisen Palästinenser im mittleren Alter höhere Raten auf. Die Raten für Diabetes in der Westbank sind zweimal so hoch wie die weltweit und mehr als zweimal so hoch wie die Rate in Israel.

Das Video des Seminars zeigt, wie Dr. Wispelwey rund 16 seiner 18 Minuten damit verbringt über seine Theorien zu sprechen, dass Israel dafür verantwortlich ist, dass die Palästinenser höhere Diabetes-Raten haben, wofür er die Verantwortung allem von der „Naqba“ über Tränengas bis hin zu den Oslo-Vereinbarungen gibt.

Womit er nicht viel Zeit verbrachte, war die Tatsache, dass die gesamte arabische Welt hohe Diabetes-Raten aufweist.

Hier ist eine Karte, die ihre Verbreitung im Jahr 2019 zeigt.

Die Verbreitung in den Palästinensergebieten ist ungefähr die gleiche wie in Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und den VAE. Sie ist für die gesamte Region ein Riesenproblem.

Leiden diese Länder unter „Siedler-Kolonialismus“? Hatten sie eine „Naqba“?

Dr. Wispelwey ging auf die Bar Ilan-Universität im Negev. Aber ob er Jude ist oder nicht: Sein Teil des Seminars war praktisch antisemitisch; er machte Israel für Dickleibigkeit bei den Palästinensern  und fehlende körperliche Bewegung verantwortlich, die zu Diabetes führen, einem Problem, das in der gesamten Region endemisch ist und nichts mit Israel zu tun hat.

Alice Rotchild, Ärztin: Palästinenser in den Flüchtlingslagern Aida und Azza leiden unter hohen Rakten an Diabetes und Bluthochdruck. Dr. Wispelwey setze die Verschlechterung der Gesundheit der Palästinenser in den Kontext von Siedler-Kolonialismus, dazu stellte er die Gewlat der militärischen Besatzung dar und verglich  die Gesundheitslage der Palästinenser…

Palästinenser züchten jede Menge Obst und Gemüse für den einheimischen Gebrauch; Israel dafür verantwortlich zu machen, das sie Junkfood essen ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie die „progressive“ Linke die Palästinenser infantilisiert und ihnen keine Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen gibt.

Die Ironie besteht darin, dass das Seminar ein relativ einfaches und kostengünstiges gemeinschaftsbasiertes Gesundheitsprogramm zeigte, das die Verbreitung und das Sterberisiko von Diabetets beträchtlich reduzieren kann – was erst einmal die These zunichte macht, dass israelisches Handeln dafür verantwortlich ist

Die wichtigste Erkenntnis derer, die das Seminar ansahen, besteht darin, dass es in Israels liegen soll, dass die Palästinenser Grundlegendes für ihre eigene Gesundheit tun.

Ja, Israel für die schlechten Gesundheitsentscheidungen der Palästinenser verantwortlich zu machen, ist antisemitisch.

Palästinensische Araber behauptetn sie hätten in Bethlehem schon vor Jesu Tod Weihnachten gefeiert

David Lange, Israellycool, 29. Dezember 2020

Es ist kaum zu glauben, dass die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network glaubt, alle ihre Leser hätten auch nur ein Mindestmaß an Intelligenz. Wie anders erklärt man, was sie gestern auf ihrer Facebookseite posteten?

Genießen Sei diese Bilder von Weihnachtsfeiern in der biblischen Stadt Bethlehem in Palästina aus dem Bethlehem des frühen 20. Jahrhunderts. Obwohl diese Fotos die frühesten verfügbaren sind, sind Bethlehemer Weihnachtstraditionen hunderte oder sogar tausende Jahre alt.

Angesichts der Tatsache, dass Jesus vor weniger als 2.000 Jahren starb und die ersten Aufzeichnungen über Weihnachtsfeiern in Rom vom 25.Dezember 336 stammen, ist das, was sie behaupten, mathematisch unmöglich.

Es überrascht aber nicht, kommt es doch von einer Seite, die auch behauptet, dass ihre Geschichte Millionen Jahre alt ist.

Palästinensische Fotofälschung des Tages

David Lange, Israellycool, 27. Dezember 2020

In einem anderen Eintrag widerlegte ich die Lüge, dass seit 1948 Millionen Palästinenser von Israel getötet worden sein sollen.

Zu dem Post gehörte als Beispiel dieser Tweet:

5.100.000 Palästinenser sind von Israel seit 1948 ausgelöscht worden. Erkläre mit bitte, wieso das kein Völkermord ist.

Es stellt isch heraus, dass nicht nur die Behauptung des Tweets eine Lüge ist, sondern auch das dafür benutzte Foto.

Die irakische Mutter Wafaa Hussein betrauert ihren toten Sohn Thaer (6) in der Leichenhalle von Baquba, nördlich von Bagdad, 16. September 2007. Der Junge wurde von einem nicht identifizierten Heckenschützen erschossen, als er mit seiner Familie in einem öffentlichen Bus von Bagdad nach Baquba fuhr. AFP Foto/STR (Foto-Herkunft müsste heißen: AFP via Getty Images)

Sie lügen wirklich bei fast allem.

Palästinensisches Propaganda-Eigentor des Tages

David Lange, Israellycool, 12. Dezember 2020

Quds News Network, die antiisraelische Propagandaseite, die ständig Fotos von „friedlichen Demonstranten“ zeigt, die von der IDF beschossen werden, postete gerade das hier auf seiner Facebook-Seite:

Aus nächster Nähe… Junge palästinensische Demonstranten stießen heute im Dorf Al-Mughayirin der besetzten Westbank mit israelischen Besatzungstruppen zusammen

QNN prahlt, dass die palästinensischen „Demonstranten“ Soldaten aus nächster Nähe mit Steinen bewarfen.

Ich weiß nicht, ob irgendjemand von Ihnen die Erfahrung gemacht hat, dass Ihnen Steine an den Kopf geworfen werden, aber ich nehme an, dass Sie, wie ich auch, um Ihr Leben fürchten würden. Immerhin können Steine verstümmeln und töten. Und wenn Sie bewaffnet sind, könnten Sie mit ihrer Waffe in Selbstverteidigung auf die Steinewerfer schießen.

Natürlich wäre Quds News Network, sollte der Soldat auf sie schießen und sie verletzen oder töten, die ersten, die ihn verurteilen und behaupten, er hätte kaltblütig unbewaffnete Demonstranten erschossen.

Zufälligerweise behauptet diese andere Site, die dasselbe Foto bringt:

Nach Angaben des während des Vorfalls gemachten Fotos, ist Gewalt gegen unbewaffnete Palästinenser durch die Hände der Besatzungstruppen zu sehen.

Klar, „unbewaffnet“.

Palästinensisches Propaganda-Eigentor: Messer? Welches Messer? Na, dieses Messer!

David Lange, Israellycool, 10. November 2020

Vor ein paar Tagen berichtete die antiisraelische Propagandaseite Quds News Network darüber, dass ein palästinensisch-arabischer Mann versucht hatte auf Soldaten einzustechen. Natürlich machten sie das so, als sei das einfach ein abwegiger Vorwurf.

Am Sonntagmorgen wurde ein junger Mann von israelischem Feuer verwundet, bevor er am Eingan zum FlüchtlingslagerAl-Fawwar im südlichen Hebron verhaftet wurde.

Lokale Quellen sagten, israelische Streitkräfte eröffneten das Feuer auf den jungen Mann  unter dem Vorwand er habe sich einem militärischen Turm neben dem Flüchtlingslager genähert.

Die Quellen fügten hinzu, dass der junge sei verhaftet worden, nachdem er angeschossen wurde. Die israelische Armee behauptete, dass der junge Mann ein Messer mit sich führte und dass er plante israelische Soldaten zu erstechen, die in dem Militärturm stationiert waren.

Während das Video, das sie selbst mit dem Bericht lieferten, zu zeigen scheint, dass Palästinenser sich den Soldaten näherte, wobei die Soldaten sich zurückzogen – ein Hinweis darauf, dass er eine Gefahr war – ist kaum festzustellen, ob er ein Messer hält oder nicht.

Ich schätze, QNN vergaß, was sie vorher gepostet hatten:

Ja, das ist ein sehr großes Messer … und ein riesiges Eigentor.