Israelischer Reporter in Qatar: „Ein Iraner filmte, mich, brüllte mich an und berührte mich – wir hauten ab.“

[Vorabanmerkung: Der Titel von Arutz-7 ist etwas irreführend, weil die Hauptaussage des angeführten Reporters lautet, es gebe keine grundsätzlichen Probleme für Juden/Israelis bei der WM in Qatar – d.Übers.]

Ohad Hemo von Kanal 12 sagt gegenüber INN, er fühle sich sicher in dem arabischen Land abgesehen von einigen wenigen Vorfällen.

Yoni Kempinski, Israel National News, 27. November 2022

Ohad Hemo in Doha (Israel National News)

In einem Sonderinterview aus Doha erzählt Ohad Hemo, der Nachrichtenkorrespondent von Kanal 12 in Qatar, Israel National News, dass die israelischen Medien die Konfrontationen zwischen jungen Arabern und israelischen Journalisten, die übe die WM berichten, übertreiben.

„Es gibt Übertreibungen und die Dinge werden unverhältnismäßig aufgeblasen, teilweise von Mitgliedern der israelischen Medien. Soweit es meine Gefühle betrifft, so fühle ich mich völlig sicher, es gibt keine physische Gefahr. Es gibt ein paar Vorfälle und das wurde wegen TikTok mit der Zeit schlimmer. Es gibt eine Welle an Videos arabischer Fans, die versuchen uns rauszudrängen, aber das ist auch nicht schlimm. Ja, wir sind hier nicht wirklich erwünscht, aber das sind echt nur die Medien, weil die Fans hier wirklich erwünscht sind“, sagt Hemo.

Laut seinen Angaben „erkennen sie uns und sie wissen, dass wir aus Israel sind, weil Videos aus den sozialen Medien jeden erreichen. In der Regel sind sie geplant. Ich sah einen Trupp Leute, die etwas planten; sie kamen mit ihren Handys herüber, vermutlich in guter Stimmung, und sagten, sei seien aus Palästina. Sobald das Video viral ging und 4 bis 5 Millionen Ansichten bekam, wurde ein junger Araber innerhalb von 20 oder 30 Sekunden berühmt, indem er vor einem Journalisten Anschuldigungen erhebt, der angeblich Israel repräsentiert. Ich habe kein Problem damit Hebräisch zu sprechen und ich werde weitermachen, solange ich hier bin.“

Trotz der zumeist positiven Gefühle gab es einen Moment, der Hemo zusetzte: „Ich hatte einen unangenehmen Vorfall beim Spiel des Iran, bei dem ich als Zuschauer anwesend war, ohne zu filmen. Der Iran gewann, die Fans feierten und ich filmte für mich selbst; dann kam jemand, den ich für einen Teil des Regimes halte, der geschickt worden war um ein Auge auf das zu haben, was hier passiert, zu mir herüber und filmte mich mit einer Kamera. Er brüllte mich an und fasste mich an und ich hatte das Gefühl, das war nicht irgendein junger Araber, der Beleidigungen schrie, sondern etwas Unheimlicheres. Wir liefen weg, aber das war ein außergewöhnlicher Vorfall.“

Israelis bei der WM in Qatar

Zwei Texte über Erfahrungen, die israelische Besucher der Fußball-Weltmeisterschaft in Qatar so machen:

Araber bejubeln Menschenrechtsverletzungen an Israelis in Qatar; Amnesty und HRW schweigen

Elder of Ziyon, 27. November 2022

Ich habe jede Menge Artikel auf Arabisch gesehen, die loben, dass Israels von vielen Arabern bei der WM in Qatar beschimpft werden. Dieser von Ma’an – einer unabhängigen palästinensischen Nachrichtenquelle, die keiner Terrororganisation nahe steht – ist typisch:

„Die Mehrheit der arabischen Menschen mag unsere Anwesenheit hier nicht, obwohl wir 4 Normalisierungsabkommen unterzeichnet haben.“ Ohad Hemo, Korrespondent für den israelischen Kanal 12.

Die Worte dieses Reporters fassen zusammen, was hier vor Ort geschieht, aber der Ausdruck ist ungenau, da der Reporter den Begriff „nicht mögen“ verwendet, um die Last der Bedeutung für die Ohren der Siedler abzuschwächen; aber der passende Begriff lautet „hassen“, „verachten“, „ablehnen“, „geringschätzen“. Es gibt viele Begriffe, die in diesem Kontext passen, aber eins ist sicher: dass die arabischen Menschen seit dem Beginn der WM in Qatar eine klare Position in Bezug auf „Israel“ dokumentiert haben.

Die israelischen Medien machen die Erfahrung einer Transportkrise und bei der Anwesenheit bi der WM. Nachrichten, dass israelische Reporter ständig beleidigt und zurückgewiesen werden, stehen an oberster Stelle der beliebtesten Geschichten zur WM. Mit jedem Gespräch über den Rauswurf eines israelischen Reporters aus einem Café oder von einer Straße nehmen die Palästinenserflaggen auf den Straßen und in den WM-Stadien zu und es wird mehr über Palästina geredet.

Die Erklärung der Universalen Menschenrechte sagt in Artikel 2:

Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.
Des weiteren darf kein Unterschied gemacht werden auf Grund der politischen, rechtlichen oder internationalen Stellung des Landes oder Gebietes, dem eine Person angehört, gleichgültig ob dieses unabhängig ist, unter Treuhandschaft steht, keine Selbstregierung besitzt oder sonst in seiner Souveränität eingeschränkt ist.

Die Internationale Konvention zur Eliminierung aller Formen der Rassendiskriminierung sagt genauso, dass Diskriminierung auf der Grundlage nationaler Herkunft als Rassendiskriminierung betrachtet wird – der Diskriminierung auf Grundlage von Farbe ebenbürtig.

Selbst wenn Israel wirklich der schlimmste Menschenrechtsverletzer der Welt wäre, selbst wenn man Israel nicht als legitimes Land betrachtet – Israelis müssen laut Völkerrecht mit Respekt behandelt werden wie jedes andere menschliche Wesen. Und laut Völkerrecht ist das Rassismus.

Offenbar akzeptieren die Araber in Qatar diesen Teil der Universalen Erklärung der Menschenrechte nicht.

Ich habe keinen einzigen Artikel in palästinensischen, jordanischen, libanesischen oder anderen Medien gesehen, die das Recht israelischer Reporter und Fans verteidigen Qatar unbelästigt zu besuchen.

Aber für die Palästinenser und ihre Verbündeten sind diese Schikanen Grund stolz zu sein. Rassismus ist für die Anti-Israel-Truppen ein Charakterzug, kein Fehler.

Wo bleibt Amnesty? Wo bleibt Human Rights Watch? Wo sind die hunderte NGOs, die tausende Stunden mit dem Versuch verbringen Schmutz über Israel auszugraben (oder zu erfinden), die behaupten unvoreingenommen zu sein, die die Wahrheit sagen, wenn wir jede Menge Beispiele dafür auf Video haben, wie Israelis und Menschen, von denen angenommen wird sie seien Israelis, in Qatar schikaniert werden?

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Israelis bei der WM in Qatar gemieden: „Du bist hier nicht willkommen“

Israelische Journalisten und Fans werden von Fans, örtlichen Bürgern und Offiziellen bei der FIFA-WM in Qatar boykottiert, angebrüllt

Redaktion Jerusalem Post, 27. November 2022

Schottland gegen Israel – Hampden Park in Glasgow (Schottland), 9. Oktobe 2021 – Leute halten vor dem Spiel Schilder und palästinensische Flaggen vor dem Stadion (Foto: REUTERS/Lee Smith)

Zahlreiche Israelis haben behauptet bei der WM in Qatar auf eine Atmosphäre von Feindschaft und Hass gestoßen zu sein, wobei Fans es ablehnen mit israelischen Journalisten zu reden, sie schwenken Palästinenserflagge im Hintergrund  ihrer Videos und brüllen sie an.

Moav Vardy, KANs Reporter für Außenpolitik, wurde von einem saudischen Fan angebrüllt, der ihm sagte: „Du bist hier nicht willkommen. Das ist Qatar. Das ist unser Land. Es gibt nur Palästina, kein Israel.“

Andere Videos aus Qatar zeigen Leute, die sofort weggehen, wenn sie feststellen, dass die Person, die sie interviewt, ein Israeli ist.

In einem besonderen Video fängt Ohad Hemo von N12 an eine Gruppe Libanesen zu unterviewen, die dann weggehen, als Hemo ihnen sagt, dass er Israeli ist. Eine von ihnen kehrt dann um und fragt Hemo, was er hier tut und sagt ihm dann, Israel existiere nicht.

In anderen Videos stehen Leute hinter verschiedenen israelischen Reportern und halten Palästinenserflaggen hoch.

Ein Fan zeigt bei der WM in Qatar auf den Rängen eine Palästinenserflagge, 23. November 2022 (Foto: Reuters/Suhaib Salem)

Israelfeindliche Empfindungen

Die israelische Fußball-Legende und KAN-WM-Kommentator Eli Ohana begegnete ebenfalls israelfeindlichen Empfindungen, als er in einem von einem qatarischen Polizisten gefahrenen Golfwagen saß. Als Ohana sagte, er sei Israeli, fragte ihn der Beamte, ob er Witze mache und um Ärger zu vermeiden sagte Ohana dann, er sei in Wirklichkeit Portugiese.

Der Polizist sagte ihm dann, wäre er Israeli, hätte der den Wagen gewendet und es abgelehnt ihn zu fahren.

Raz Shechnick, Reporter von Yediot Ahronoth bei er WM, schrieb auf Twitter über seine Erfahrungen in Qatar; er beschrieb eine Atmosphäre der Ablehnung und Feindschaft sowohl seitens der lokalen Bevölkerung als auch von Ausländern bei den Spielen.

„Wir wollten diese Worte nicht schreiben, wir sind hier nicht die Story. Aber nach 10 Tagen in Doha können wir nicht verbergen, was wir durchmachen. Wir fühlen uns gehasst, von Feindschaft umgeben, nicht willkommen“, schrieb der Journalist.

Er beschrieb auch einen Vorfall, bei dem er und sein Kollege darüber gelogen hatten, aus welchem Land sie kommen; sie sagte, sie seien Ecuadorianer, um sie davon abzuhalten von Fans drangsaliert zu werden.

Der israelische Journalist Dor Hoffman berichtete am Donnerstag, dass ein qatarischer Taxifahrer ihn aus seinem Wagen warf, als er feststellte, dass er Israeli ist; er lehnte es ab Geld von ihm zu nehmen.

Später ging er zu einem Restaurant am Strand, aus dem her von Sicherheitspersonal hinausbegleitet wurde; der Inhaber forderte, er solle alle in seinem Restaurant aufgenommenen Fotos löschen. Hoffman sagte, der Inhaber nahm ihm sein Handy ab und er fühlte sich bedroht.

Am Samstag schwenkten tunesische Fans ein Banner mit der Aufschrift „Free Palestine“, trotz der Politik Qatars und der FIFA politische Proteste bei Spielen zu verbieten, eine Politik, die dazu führte, dass regenbogenfarbene Gegenstände zur Unterstützung der LGBTQ-Gemeinschaft sowie Schilder gegen das iranische Regime beschlagnahmt wurden.

Michael Jamekowitz aus Jerusalem, ein ehemaliger Sprecher der Jewish Agency, der die WM besucht, widersprach den Behauptungen Israelis würden ins Visier genommen und sagte, er habe keine Vorfälle erlebt.

„Qatar ist den israelischen Besuchern gegenüber sehr gastfreundschaftlich“, sagte er. „Diese israelischen Journalisten gehen mit Lupen herum, um Israelhasser zu finden. Die meisten dieser Israel-Basher sind von außerhalb Qatars zur WM gekommen. Sie werden von Schlagzeilen suchenden israelischen Journalisten provoziert. Qatar hat eine Bevölkerung von rund 3,3 Millionen, nur 300.000 sind Qataris. Die anderen 3 Millionen sind zumeist Arbeiter, hauptsächlich aus Indien, Bangladesch, Kenia, Uganda, den Philippinen und dem Sudan“, fügte er hinzu und sagte, daher komme die Feindseligkeit gegenüber Israelis.

Die Krieger der sozialen Gerechtigkeit ignorieren arabische Sklavenhalter

Laut des Global Slavery Index (GSI) sind mehr als 500.000 Menschen Sklaven in arabischen Ländern. Viele weitere leben in Umständen moderner Sklaverei.

Mitchell Bard, JNS.org, 20. September 2022

Die Scheinheiligkeit derer, die vorgeben an soziale Gerechtigkeit zu glauben und über weißes Privileg und Kolonialismus schimpfen, ist recht gut dokumentiert. Die antisemitische Besessenheit derer, die Israel als den einzigen Übertreter bei Menschenrechten sehen und den Palästinensern ihre Gefolgschaft erklärten, ist angesichts ihres fehlenden Interesses die von Palästinenserführern an ihren eigenen Leuten begangenen Übergriffen, der Verfolgung von Palästinenser im Libanon und der Folter und Ermordung von Palästinenser durch das syrische Regime besonders ärgerlich. Noch bemerkenswerter ist das Schweigen der Menschenrechtsvertreter bezüglich der Sklaverei in der arabischen Welt.

Das Thema erhielt in den 1980-er Jahren mit der Veröffentlichung von John Laffins Buch The Arabs as Master Slavers (Die Araber als Meister-Sklavenhändler, 1982) und Murray Gordons Slavery in the Arab World (Sklaverei in der arabischen Welt, 1989) traurige Berühmtheit. Laffin notierte: „Der Sklavenhandel begann zuerst mit den Arabern in Afrika; sie waren Vermittler und Lieferanten“; und: „Seit der frühesten Zeit der Geschichte des Islam in Afrika wurden Sklaven regelmäßig als Tribute oder Steuern erwähnt, die an politische Obere gezahlt wurden.“

Laffin zitiert den Economist von 1956: „Saudi-Arabien schient in Bezug auf die ‚klassische‘ Sklaverei am schuldigsten zu sein.“  Die Saudis waren die Letzten, die in Arabien die Sklaverei abschafften – 1962. Trotzdem, hält Laffin fest: „Bis in die 1960-er Jahre florierte die Sklaverei in Arabien wie nie zuvor.“

Sprung in die Gegenwart.

Gerade wurde ein Bericht der International Labour Organization (ILO) veröffentlicht, der feststellte, dass schätzungsweise 50 Millionen Menschen 2021 unter Bedingungen moderner Sklaverei leben, darunter 3,3 Millionen Kinder. Davon sind 28 Millionen in Zwangsarbeit und 22 Millionen in Zwangsehen gefangen.

Mehr als 10 Prozent davon befanden sich in arabischen Staaten, die die höchsten Quoten an Zwangsarbeit (5,3 pro tausend Menschen) und Zwangsehen (4,9 pro tausend Menschen) hatten.

Laut Global Slavery Index (GSI) ein mehr als 500.000 Menschen Sklaven in arabischen Ländern.

Shravan Raghavan, der Herausgeber von Statecraft, einer Publikation, sich auf Südasien konzentriert, erklärte: „Arbeiter werden unter dem, was als das kafala-System bekannt ist, hergebracht; damit werden sie praktisch zum Eigentum des Arbeitsgebers.“ Diese Immigranten haben in der Regel keine Vorstellung von dem, in was sie hineingeraten.

„Unter den Konditionen des kafala-Systems“, hält er fest, „können die Arbeiter ihre Jobs nicht aufgeben oder das Land verlassen, ohne dass ihr Schirmherr ihnen das erlaubt und dieselben Schirmherren halten ihre Reisepässe und Gehälter zurück und fordern sogar Zahlungen, um ihre Freilassung zu genehmigen.“

Viele werden missbraucht:

Arbeiter können so geringe Löhne wie 80 Cent die Stunde erhalten und gezwungen werden Reste zu essen und den ganzen Tag über auf Abruf zu sein, ohne jegliche Freizeit. Sie werden auch intensivem physischem, verbalem und sexuellem Missbrauch, Schikanen und Einschüchterung unterzogen. Die Strafverfolgungsbehörden bieten wenig Erholung und schicken die abgekämpften Arbeiter im Allgemeinen direkt zu ihren Quälern zurück, wenn sie es wagen Alarm zu schlagen.

Die ILO berichtete zum Beispiel: Eines der schlimmsten Länder ist lange schon Qatar gewesen, das eine Bevölkerung von 2,9 Millionen und mehr als zwei Millionen migrantische Arbeiter hat, die 95% der Arbeitnehmer des Privatsektors ausmachen.

Laut ILO „hat es seit 2010, als Qatar das Recht erteilt wurde die FIFA-Weltmeisterschaft 2022 auszurichten, weit verbreitete Berichte über schwere Arbeitsrecht-Verletzungen an Migranten-Arbeitern gegeben, darunter Zwangsarbeit“. Das beinhaltete Beschuldigungen der Misshandlung der beim Bau der Stadien beschäftigten Arbeiter.

Um sich die Gelegenheit zur Ausrichtung der Weltmeisterschaft zu sichern, war das Land gezwungen Reformen einzuführen. Die ILO hat mit der Regierung Qatars zusammengearbeitet, kam aber zu dem Schluss: „Es wird allgemein anerkannt, dass die Arbeit nicht abgeschlossen ist.“

Der Bericht hält auch Bedenken wegen Menschenhandels  im Irak, Libyen, Syrien und dem Jemen fest. Syrien und der Jemen gehörten auch zu den Ländern, denen die Rekrutierung und der Einsatz von Kindersoldaten vorgeworfen wird.

Laut GSI hatten Syrien, der Irak und der Jemen die höchste Häufigkeit moderner Sklaverei und die höchste absolute Zahl der Opfer; sie sind für 76 Prozent der Opfer in der Region verantwortlich. Die Registrierenden bestätigten Probleme beim Sammeln von Daten und „die Wahrscheinlichkeit einer beträchtlichen Unterschätzung des Ausmaßes der modernen Sklaverei in der Region.“

Die GSI hielt auch fest, dass die Golfstaaten „eingeschränkten Schutz für Migranten-Bevölkerungen“ bieten, „die für moderne Sklaverei wenigsten geschützt sind“ und „sehr wenig unternommen haben, um die Rechte und Sicherheit der Millionen Migranten-Arbeiter zu schützen, die ihre Bau- und inländischen Arbeiterschaft ausmachen“.

Man sollte erwarten, dass die Leute, die das Washington Monument und das Jefferson Memorial abreißen wollen, weil diese Präsidenten Sklaven hielten, zumindest ein Fünkchen Sorge wegen der heutigen Sklaven an den Tag legen. Die Krieger der sozialen Gerechtigkeit sind so vom Verhalten Israels aufgebracht, dass sie nicht über seine Grenze und die umstrittenen Gebiete hinausblicken, um die weit verbreiteten Übergriffe in der Region zu sehen. Nicht einmal Sklaverei kann sie von ihrer kurzsichtigen Konzentration auf die Juden ablenken.

Jared Kushner: Unbesungener Held des „Neuen Nahen Ostens“

Edy Cohen, BESA Center, 15. Januar 2021

Jared Kushner. Bild via Twitter @JaredKushner_

Zusammenfassung: Jared Kushner, Schwiegersohn und Nahost-Gesandter des aus dem Amt scheidenden US-Präsidenten Donald Trump, war entscheidend für das Herbeiführen der Friedensabkommen zwischen Israel und den VAE, Bahrain, Marokko und Sudan; gerade vermittelte er ein Ende des dreijährigen Konflikts zwischen Saudi-Arabien und Qatar.

Im Juni 2017 kappten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die VAE – die in den arabischen Meiden als Das Quartett oder die „Belagererländer“ bezeichnet werden – die diplomatischen Beziehungen zu Qatar, was eine diplomatische Krise entfachte, die drei Jahre lang andauern sollte. Zusätzlich zur Errichtung einer diplomatischen Blockade sperrten die Länder Qatars Zugang zu ihren Lufträumen. Saudi-Arabien ging sogar so weit den Zugang der Qataris zum Grenzübergang am Sloa-Pass zu verweigern – dem einzigen Land-Übergang der Halbinsel Qatar zu einem anderen Land.

Zu dieser Krise führten viele Faktoren. Dazu gehörte qatarische Finanzierung von Elementen der Muslimbruderschaft, die gegen Saudi-Arabien und Ägypten agitiert. Ein weiterer war die Unterstützung für den Fernsehsender Aljazira mit Sitz in Qatar, der die Stabilität einer Reihe arabischer Länder untergräbt. Die Führer des Quartetts haben nicht vergessen, dass Aljazira Menschenmengen ermutigte, während der beschönigend „Arabischer Frühling“ genannten Unruhen auf die Straße zu gehen. Die Qataris behaupten, die Feindseligkeit des Quartetts entstamme ihrem Neid auf Qatars Erfolg, darunter unter anderem die Auswahl als Gastgeber der Fußball-WM 2022.

Gerade kamen Nachrichten auf, die andeuten, dass Saudi-Arabien geplant habe in Qatar einzumarschieren, aber in letzter Minute von starkem amerikanischem Druck davon abgehalten wurde.

Die vier Länder stellten 13 Bedingungen für die Aufhebung der Belagerung und die Normalisierung der Beziehungen, darunter die Einstellung der Finanzierung von Terroristen und der Schließung von Aljazira. Qatar knickte nicht ein. Es wandte sich stattdessen der Türkei und dem Iran zu, die logistische Hilfe im Gegenzug für Multimilliarden-Dollar an qatarischen Investitionen in diesem Ländern boten. Aljazira, das dem Iran kritisch gegenüber gestanden hatte, änderte seinen Ton und pries Quds-Force-Chef Qassem Soleimani (der im Januar 2020 von den USA getötet wurde).

Jared Kushner hatte Erfolg wo viele vor ihm gescheitert waren. Mehr als drei Jahre lang hatten Kuwait und andere versucht eine Brücke über die Kluft zwischen den Saudis und den Qataris zu schlagen, um einen Weg zur Aussöhnung zu finden. Der Disput zwischen ihnen war jedoch zu ernst und die Kashoggi-Affäre vertiefte ihn noch mehr. Ajazira setzte dutzende Journalisten und viele Ermittlungen darauf an das Image des saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu schädigen, den man als den Schlüsselakteur bei der Ermordung Kashoggis betrachtete.

Aber amerikanische Diplomatie in der Form von Druck, die von Präsident Trump ausgeübt wurde, und diplomatische Bemühungen von Kushner und seinem Team führten letztlich zur Aussöhnung zwischen Salman und dem qatarischen Emir Tamim Thani.

Vor nicht allzu langer Zeit eröffnete der saudische Kronprinz die jährlichen Gipfel des Golf-Kooperationsrats (GCC) im Nordwesten Saudi-Arabiens mit dem Aufruf nach einer geeinten Haltung gegen den Iran. „Heute brauchen wir dringend eine gemeinsame Anstrengung unseren Rat zu entwickeln und die Herausforderungen anzugehen, denen wir gegenüber stehen.“ Bevor der Gipfel eröffnet war, empfang er den Emir von Qatar am Flughafen, wo die Führer einander umarmten und sich ausgesöhnt zu haben schienen.

An den Golf-Gipfel könnte man sich dennoch als einen der Versöhnung erinnern, wo der Weg zum Frieden mit den drei anderen Ländern des Quartetts gefunden wurde, aber die Einzelheiten der Vereinbarung sind immer noch unklar. Eine Bedingung lautet dass Qatar seine Klage gegen Riyad wegen infolge der Belagerung entstandener Schäden fallen lässt. Nur die Zeit wird zeigen, ob das eine echte Aussöhnung ist, aber Medien auf beiden Seiten haben die Attacken zurückgefahren und die Kriege in sozialen Netzwerken sind fast verschwunden.

Mit seinem massiven Beitrag zu den Friedensvereinbarungen zwischen Israel und vier arabischen Staaten sowie seinem Erfolg die regionale Fehde zwischen Saudi-Arabien und Qatar zu beenden, ist Jared Kushner der unbesungene Held des „Neuen Nahen Ostens“.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21.03.2015)

Sonntag, 15.03.2015:

Der PA-Religionsminister behauptete (mal wieder) die Patriarchenhöhle in Hebron sein eine „rein islamische heilige Stätte“ und beklagte lautstark ihre „Verjudung“; Juden hätten dort nichts verloren.

Nachdem die PA letzte Woche schon die Terroristen Dalal Mughrabi gefeiert hatte, wurde ihr jetzt noch ein Denkmal gesetzt – in Form eines Monuments, das so aussieht, wie die PA erzählt, dass ihr Land „Palästina“ aussieht: ohne Israel.

Montag, 16.03.2015:

Hamas sagte Samstag, dass sie Terrororte überall in Gaza wiederaufbaut und tönt, dass sie „keine Angst“ hat den nächsten Krieg mit Israel anzufangen.

Ein israelischer Soldat wurde unter dem Verdacht festgenommen, dass er gedroht hat bei einer linken Regierung der „nächste Ygal Amir“ zu werden. (Yigal Amir ist der Mörder von Yitzhak Rabin.)

Dienstag, 17.03.2015:

Die PA warnte vor Anschlägen am Wahltag und ging intensiv gegen Verdächtige vor. Die Israelis wurden von den Fatahstisten aufgerufen für die Arabische Liste und damit für „eine Revolution zu stimmen“.

Qatar hat ein „Nationales Komitee für den Wiederaufbau des Gazastreifens“. Dieser gibt zu, dass der Mechanismus zum Wiederaufbau durch die Lieferung von Zement direkt an die Gazaner fehlgeschlagen ist. 90% der Betreffenden haben ihren Zement auf dem Schwarzmarkt verkauft, ohne den Aufbau ihrer Häuser anzufangen.“ Und obwohl betont wird, dass man nicht direkt mit Israel verhandelt, um die Hilfe nach Gaza zu bringen, lobte er Israel, das er als ernsthaft für den Wiederaufbau wirkend wahrnimmt.

Mittwoch, 18.03.2015:

Die Stadt Rafah hat 1.200 Häuser weniger. Die Ägypter haben sie abgerissen, um eine Pufferzone gegen die Terroristen im Gazastreifen zu schaffen. (Wo ist der Aufschrei, wo die ISM?)

Die Reaktionen der Terroristen auf die Wahl ließen natürlich nicht lange auf sich warten.
Hamas: Das ist das Ende der Friedensgespräche (die diese Terroristen ja ohnehin bekämpften). Außerdem gäbe es bei den israelischen Parteien den Konsens den „Palästinensern“ ihre Rechte zu verweigern.
PLO: Israel wählte „Besatzung, Siedlungen“
Ein Sprecher von Mahmud Abbas: Die PA interessiert nicht, wer in Israel Premierminister ist. Man fordert halt (die bekannten Maximalforderungen).
Andere offizielle PA-Vertreter gingen mit den israelischen Wählern hart ins Gericht: Diese hätten den Weg des Rassismus, der Besatzung und des Siedlungsbaus gewählt, statt den der Verhandlungen und der Partnerschaft.
Saeb Erekat: Netanyahus Sieg zeigt den Erfolg von Rassismus und Apartheid.
Äypten: Wir erwarten, dass die (neue israelische) Regierung daran arbeitet den Friedensprozess wieder in Gang zu bringen.
Die UNO äußerte die Erwartung, dass „Israel den Nahost-Friedensprozess fortsetzt“. Ban Ki-moon rief die Regierung auf ein endgültiges Friedensabkommen zu verhandeln, das „einen lebensfähigen Palästinenserstaat“ schafft. (Wie üblich ist es Israels Aufgabe dafür zu sorgen, nicht die der „Palästinenser“!) Bans Sprecher sagte, zu den Bedingungen eines verhandelten Friedens gehöre der Stopp des „Baus von illegalen Siedlungen“. Das sei nach Auffassung des UNO-Generalsekretärs der beste und einzige Weg, dass Israel ein demokratischer Staat bleibt.
Die demokratische US-Abgeordnete Nancy Pelosi sagte, sie „respektiere das Ergebnis der Wahl in Israel“ und erwartet, „eine fortgesetzte lebhafte Diskussion über den Friedensprozess“.
John Kerry gratulierte Netanyahu zur Wiederwahl. Obama ließ wissen, er werde das „in den nächsten Tagen“ tun.
Die Premierminister von Großbritannien, Indien und Kanada gratulierten Netanyahu anscheinend ohne irgendetwas anzuhängen.
– Die EU in Person von Frau Mogherini gratulierte Netanyahu zum Wahlsieg und besteht auf dem Wiederbeginn der Friedensverhandlungen.
– Frankreich konzentriert sich auch auf „die Hoffnung nach erneuerten Friedensgesprächen“.

Donnerstag, 19.03.2015:

Die übliche Chose geht wieder los: Die PA lässt wissen, dass sie nur auf Grundlage einer Zweistaatenlösung verhandeln wird. Es wird also wieder ein Ergebnis als Vorbedingung gesetzt und vorab schon der schwarze Peter nach Israel geschoben, ohne dass überhaupt so etwas wie Verhandlungen angefangen werden.
Ganz nebenbei werden Verhandlungen mit Israel gleich ausgeschlossen: Mit Netanyahu sei eine Zweistaaten-Lösung nicht möglich, ließ Mahmud Abbas wissen. Daran ist natürlich ausschließlich Israel schuld…

Zwei Monate nach dem Vorfall äußert der UNO-Sicherheitsrat jetzt Sorge über die Entwicklung an der Grenzen zwischen Libanon und Israel: Nach dem Angriff auf einen israelischen Panzer (bei dem ein Offizier und ein Soldat getötet wurden) entwickle sich die Gefahr eines Konflikts, hieß es, wozu auch das „Vorhandensein nicht genehmigter Waffen“ und die „vermutliche Anwesenheit von Terroristen“ im südlichen Libanon beiträgt.

Freitag, 20.03.2015:

Vertreter der Gesundheitsbehörden Israels und der PA trafen sich, um den jüngsten Ausbruch der Schweinegrippe in der Region zu diskutieren. Es gab einen Informationsaustausch und es wurde über prophylaktische Maßnahmen gesprochen.

Samstag, 21.03.2015:

Die PA verurteilt Netanyahu in einem Treffen nach der Wahl als „rassistisch“ und gelobt den jüdischen Staat stärker zu bekämpfen. Israel soll für die Ergebnisse seiner Wahl „bestraft“ werden.

Die Hamas gelobt: Krieg in Judäa und Samaria, Eroberung Jerusalems im Versuch „Palästina“ zu befreien.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.08.2014)

Sonntag, 17.08.2014:

Die Hamas forderte zur Ausweitung der Terroranschläge in Jerusalem, Judäa und Samaria auf. Damit solle der Krieg des Gazastreifens gegen Israel unterstützt werden.
Weitere Drohung: Der nächste Krieg wird nicht im Gazastreifen stattfinden, sondern in Aschkelon.

Als Geste des Guten Willens hat Israel schon vor einer Waffenstillstandsregelung die Fischerei in einer Dreimeilenzone vor der Küste von Gaza wieder gestattet, die nach Beginn der Kämpfe am 8. Juli untersagt worden war.

24 illegal im Land befindliche PA-Araber wurden verletzt, als sie in ihrem Fahrzeug einem Streifenwagen entkommen wollten und der Fahrer die Kontrolle darüber verlor. Der Fahrer selbst entkam, die Verletzten wurden in eine Krankenhaus gebracht.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Hamas will auf dem Bau eines Flughafens und eines Seehafens bestehen.
Für Netanyahu ist die Operation „Fels in der Brandung“ noch nicht vorbei, weil noch keine Regelung gefunden ist, die zu Ruhe führt. Eine klare Antwort auf Israels Sicherheitsbedürfnis ist Grundvoraussetzung für eine Verständigung.
– Die (indirekten) Gespräche in Kairo werden heute Abend wieder aufgenommen.

Montag, 18.08.2014:

Vor dem (anstehenden) Ende der Waffenruhe bereitete sich die IDF auf eine eventuelle Wiederaufnahme der Kämpfe vor.

Die IDF riss die Häuser zweier der Entführer und Mörder der drei israelischen Teenager ab; das Haus des dritten wurde versiegelt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Die Gespräche in Kairo wurden heute wieder aufgenommen. Nach Aussage eines Hamas-Führers wurden sie bei Null wieder aufgenommen. Dieser behauptete vorab nicht nur, dass Netanyahu den ägyptischen Vorschlag abgelehnt, sondern auch 10 Ergänzungen vorgelegt habe. Als überhaupt kein Hindernis gilt nach ihm dagegen, dass die Terrorgruppen selbst „Ergänzungen“ einreichten. Außerdem habe Netanyahu den Krieg begonnen und ihn verloren. Eine dritte Verlängerung der Waffenruhe werde es nicht geben. (Eine arabische Zeitung berichtet allerdings, die Hamas werde nicht wieder schießen.)
Ägypten und Norwegen versammeln mögliche internationale Spender für den Wiederaufbau des Gazastreifens in Kairo. Die Gelder sollen an Abbas überwiesen werden.
– PA/Hamas-Ergänzungen/Veränderungen am ägyptischen Vorschlag: Bei der Einstellung der Angriffe aus dem Gazastreifen auf Israel wird die Einstellung des Baus von Terrortunneln nicht mehr genannt; zwischen Gaza und „Westbank“ soll unkontrollierter Handel möglich sein; von Israel wird indirekt gefordert die Gehälter der Hamas-Terroristen zu bezahlen, die im öffentlichen Dienst arbeiten; die Pufferzone soll nicht nur abgeschafft, sondern die Grenze auch nicht mehr von PA-Truppen gesichert werden; die freie Zone vor der Küste soll auf 12 Seemeilen ausgedehnt werden; die Einfuhr von Baumaterial in den Gazastreifen soll ohne jede Aufsicht erfolgen (was den Transfer wie die Verwendung angeht); Israel soll alle nach der Entführung der der jüdischen Teenager eingeführten Regelungen in Judäa und Samaria zurücknehmen und alle seitdem Inhaftierten sowie die 4. Gruppe der Häftlinge entlassen, die wegen des Abbruchs der Friedensgespräche nicht frei gelassen wurden. Zudem sollen die Leichen zweier Soldaten erst an Israel zurückgegeben werden, wenn Terror-Häftlinge freigelassen werden.
Eine Seltenheit: Während die EU fordert die Terrorgruppen zu entwaffnen, hat die US-Administration sich zu dieser Forderung immer noch nicht durchringen können, sondern „überlegt“ noch.
Mahmud Abbas flog nach Qatar, um mit Khaled Meschaal und dem Emir von Qatar zu sprechen. (Der Emir von Qatar ist einer der Hauptsponsoren der ISIS und er Hamas.)
– Anders als die Hamas lässt ein PIJ-Vertreter wissen, dass die Waffenruhe wohl fortgesetzt wird, auch wenn es noch keine Einigung gibt.
Ein PA-Unterhändler sagt, er habe die ägyptische Seite in formiert, dass es eine Einigung gibt und man jetzt auf die Entscheidung der israelischen Regierung warte. Es sei ein Rahmen gefunden worden, bei dem die Klärung einiger Fragen auf später verschoben wurde.

Dienstag, 19.08.2014:

Mehrere tausend Menschen fliehen aus dem östlichen Gaza-Stadt aus Angst vor israelischen Angriffen.

In mehreren israelischen Orten wurden die öffentlichen Luftschutzbunker geöffnet und die Notfallmaßnahmen eingeleitet, u.a.: Rishon LeZion, Aschkelon, Kiryat Gat, Rehovot, Ramat Gan, Giv‘atayim; das Heimatfront-Kommando befahl am Abend die Öffnung aller Schutzräume.

Im israelischen Kabinett bestand absoluter Konsens für eine heftige Antwort auf den Raketenterror.

In der offiziellen Zeitung der PA behauptete ein regelmäßiger Kolumnist, Israel habe die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen erfunden, um den Gazastreifen und die „palästinensische Einheit“ angreifen zu können.

Ein ehemaliger israelischer General schlug vor, dass die IDF nicht zurückschießt, sondern dass dem Gazastreifen weder Strom noch Wasser geliefert werden sollte. „Du versorgst niemanden, der auf dich schießt.“

Die Hamas prahlt damit am Abend 5 M75 und Fajr5-Raketen auf Zentralisrael geschossen zu haben.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Am Montagabend bestätigte Israel, dass die Waffenruhe um 24 Stunden verlängert wird.
– Ein israelischer Teilnehmer der Gespräche sagte, die Behauptung der PA zu einem signifikanten Durchbruch sei falsch.
– Ein Vertreter des PIJ sagte, man sei bereit eine Vereinbarung zu unterschreiben, „aber nicht um jeden Preis“.
Angeblich sollen Israel und die USA heimlich eine Lockerung der Gaza-Blockade vereinbart haben. Zudem soll Israel auf die Forderung der Entwaffnung der Terrorgruppen verzichtet haben.
Weil die Terroristen Raketen schießen, gab Netanyahu Anweisung den Gazastreifen anzugreifen und die Unterhändler aus Kairo abzuziehen.
– Die Ägypter sollen nach dem Beginn der Raketenangriffe versucht haben die Gespräche zu retten.
Hamas: Wir wollten eine Vereinbarung, aber es gab keine Fortschritte.
– Ein Regierungsvertreter in Jerusalem sagte, die Gespräche in Kairo brachen infolge des Raketenfeuers zusammen.
– Die israelischen Gesprächsteilnehmer wurden nach Beginn des arabischen Raketenterrors am Nachmittag aus Kairo abgezogen.
– Die PA-Delegation verkündete, dass die Gespräche in Kairo auch ohne den Bruch der Waffenruhe in festgefahren waren.
– Aus dem US-Außenministerium verlautet, dass die Hamas für den Bruch der Waffenruhe verantwortlich ist.
Die Hamas behauptet natürlich Netanyahu sei für den Zusammenbruch der Gespräche in Kairo verantwortlich.
Ein führendes Hamas-Mitglied der Palästinenserdelegation in Kairo ließ am Abend wissen, eine Verlängerung der Waffenruhe sei sinnlos.

Mittwoch, 20.08.2014:

Am Sapir College wurden heute sämtliche Prüfungen abgesagt.

Benjamin Netanyahu erklärte die Hamas-Führer zu Zielen im Kampf im Gazastreifen. Gleichzeitig erklärte er, dass er auf gerne neue Verhandlungen mit der PA aufnehmen würde.

Hamas behauptete wieder, dass Israel die Waffenruhe gebrochen hätte. Es habe ein „verachtenswertes Verbrechen“ begangen.

Hamas-Grande Mohammed Deif wurde nach Angaben der Hamas beim Angriff auf sein Haus weder getötet noch verletzt.

Ankündigung der Hamas an die Fluglinien der Welt: Fliegt ab Donnerstag den Ben Gurion-Flughafen nicht mehr an.

Außdem wurden israelische Fußballfans von der Hamas gewarnt, sie sollten nicht zu den „Toto Cup“-Spielen gehen.

Bei der Durchsuchung des Hauses eines Arabers in Galiläa wurde ca. 1.000 Schuss Munition und weitere Militärausrüstung gefunden.

An einem Checkpoint in Samaria wurde im Auto eines PA-Arabers ein Messer gefunden.

Die Terroristen feuerten erneut auf den Übergang Kerem Shalom, über den Israel Versorgungsgüter in den Gazastreifen liefert. Heute folgten weitere Raketen.

Der „moderate“ „Friedenspartner“: Mustafa Barghouti von der Fatah behauptete, es habe keine Raketen aus dem Gazastreifen gegeben; Israel habe das erfunden, um Hamas-Führer ermorden zu können.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Es sieht so aus, als habe Qatar Khaled Meschaal gedroht ihn des Landes zu verweisen, sollte die Hamas einen Waffenstillstand akzeptieren.
Ban Ki-moon ist „tief enttäuscht“ vom Zusammenbruch der Waffenruhe.
Ägypten gibt an, dass eine fünfköpfige israelische Delegation für Waffenstillstandsgespräche in Kairo angekommen ist.
Hamas: Die Gespräche sind tot, die Terroristen-Unterhändler sollten Kairo verlassen.
– Die Arabische Liga macht Israel für die neuen Kämpfe verantwortlich.

Donnerstag, 21.08.2014: Zahlen:
Stand 7 Uhr: Über Nacht beschoss die Luftwaffe 20 Terrorziele; allein Mittwoch waren es 110.
Stand 9 Uhr: 142 Raketen auf Israel seit Mitternacht.
Stand 13 Uhr: Die Terroristen geben an, dass seit Zusammenbruch der Waffenruhe 54 PalAraber getötet wurden.
Stand 16 Uhr: Über Nacht wurden 58 Raketen auf Israel gefeuert, die IDF beschoss 40 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 17 Uhr: 28 Raketen trafen seit Mitternacht den Kreis Echkol.

Die Hamas gibt an, die zirkulierte Sterbeurkunde von Mohammed Deif sei eine Fälschung.

Hamas-Terrorführer Mohammed Deif ist doch tot. Das Shifa-Krankenhaus hat einen Totenschein ausgestellt, auf der steht, dass er tot ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Diese wurde zwar von der Hamas konfisziert, aber jemand hat sie vorher fotografiert und inzwischen ins Internet gestellt.

Die Hamas nahm 7 Männer unter Verdacht der Kollaboration mit Israel fest. 3 davon wurden in einem Schnellverfahren zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Die Fatah hat eine „politische Entscheidung“ getroffen: Mit dem „Feind Israel“ werden alle Verbindungen abgebrochen und es wird niemand abgehalten, der „eine Siedlung abschlachten will“.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Der UNO-Sicherheitsrat ist „schwer besorgt“ wegen der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten im Gazastreifen und fordert die Verhandlungen wieder aufzunehmen.
– Deutschland, Frankreich und Großbritannien diskutieren einen Resolutionsvorschlag für den UNO-Sicherheitsrat mit der Forderung nach einem dauerhaften Waffenstillstand im Gazastreifen und einer internationalen Monitoring-Mission für die Umsetzung.

Freitag, 22.08.2014:

Zahlen:
Stand 9 Uhr: Innerhalb der letzten 24 Stunden traf die Luftwaffe 50 Terrorziele.
Stand 12:30 Uhr: 30 dem Morgen wurden 30 Raketen auf Israel geschossen.
Stand 19:30 Uhr: Seit Mitternacht beschoss das Militär 35 Terrorziele.
– Derzeit werden noch 63 verwundete israelische Soldaten in Krankenhäusern behandelt.

Die Hamas ermordete in zwei Hinrichtungen insgesamt 18 Araber (einmal 7, einmal 11), die der Kollaboration mit Israel verdächtigt wurden.

Nach einem Bericht von Reuters soll die Hamas immer noch 500 Tunnel nach Ägypten haben.

Sicherheitskreise berichten, dass die tödlichen Mörserschüsse auf den Kreis Sha’ar HaNegev aus einer UNRWA-Schule heraus abgegeben wurden.

Waffenstillstands-Heckmeck:
Ein Sprecher des Palästinensischen Islamischen Jihad ließ wissen, dass eine UNO-Waffenruhe keine Auswirkungen auf das Tun dieser Gruppe haben wird.
Ismail Haniyeh: Wir werden weiter den „Neonazi-Feind“ bekämpfen.
– Die Hama lässt wissen, dass sie jegliche Waffenstillstände ablehnt, bis Israel ihre Forderung erfüllt. Allerdings gibt es auch einen Bericht, dass Khaled Meschaal auf Druck von Abbas sagt, er sei zu weiteren indirekten Gesprächen mit Israel bereit.
– Ein Waffenstillstandsvorschlag der EU würde die PA die Kontrolle über den Gazastreifen übernehmen lassen (als wenn die Hamas da mitmachen würde!) und Israel an den Verhandlungstisch drängen – mit schon vorab festgelegten Grenzen. (Erstaunlich? Die Israelis bekamen den Entwurf NICHT – sie haben ihn über andere Kanäle erhalten!)
Diplomatische Quellen geben an Israel sei zu einer Waffenruhe bereit, um Ägypten zu stärken.

Samstag, 23.08.2014: Zahlen:
Über Nacht traf die Luftwaffe insgesamt 30 Terrorziele, darunter auch Moscheen.
– In den 46 Tage der Operation „Fels in der Brandung“ hat der Rote Davidstern 714 Zivilisten behandelt. 4 Personen wurden durch Raketen-Splitter getötet, 24 weitere verletzt. 12 Personen wurden durch Glassplitter verletzt, 18 wegen durch Verkehrsunfälle nach Raketenalarm, 140 auf dem Weg in Schutzräume, 507 wegen psychologischer Traumata.
Stand 13:30: Die Luftwaffe traf am Morgen/Vormittag 17 Terrorziele im Gazastreifen.
Stand 19:30: Seit Mitternacht schossen die Terroristen 82 Raketen auf Israel; 9 wurden abgefangen, 62 fielen in offenem Gelände.
Stand 22:00: Heute wurden mehr als 90 Raketen auf das südliche Israel geschossen
Stand 22:30: Rund 100 Raketen auf Israel geschossen.

Die IDF korrigiert: Der Mörserbeschuss, der gestern den israelischen Jungen tötete, wurde NICHT aus einer UNRWA-Schule abgegeben; die Terroristen befanden sich in der Nähe der Schule.

Die Hamas hat 4 weitere angebliche „Kollaborateure“ exekutiert. (Donnerstag und Freitag hatte es schon 21 Hinrichtungen gegeben.)

Die Hamas schoss heute weiter Raketen gewollt auf den Kibbutz, in dem gestern der kleine Junge tödlich getroffen wurde. Eine schlug im Speisesaal ein.

Viele Einwohner von Orten um den Gazastreifen verlassen ihre Häuser und suchen Schutz und Ruhe woanders. Besonders betroffen sind Nahal Oz, Ein HaSchloscha und weitere Kibbutzim.

Ein Araber aus dem Flüchtlingslager Schuafat schoss Freitag und Samstag auf Häuser in Pisgat Ze’ev (Jerusalem). Als Grenzpolizisten ihn stellen wollten, beschoss er auch diese; er wurde beim Gegenfeuer schwer verletzt.

Waffenstillstands-Heckmeck:
– Khaled Meschaal und Mahmud Abbas drängen die UNO, sie sollen einen „Zeitplan zur Beendigung der israelischen Besatzung“ erstellen.
Ägypten rief zu einem unbefristeten Waffenstillstand auf. Davor hatte Mahmud Abbas zur Wiederaufnahme der Gespräche in Kairo aufgerufen.
Ein Hamassprecher ließ wissen, dass sie weiter kämpfen wird, bis Israel ihre Forderungen erfüllt. Außerdem werde kein Waffenstillstand mit offenem Ende akzeptiert.
Aus Ägypten heißt es, dass die Israelis am Sonntag zu weiteren Gesprächen nach Kairo eingeladen werden.

Zur Erinnerung: die „täglichen Vorkommnisse“ (verhinderte Terroranschläge, versuchte Morde usw.) finden sich auf der Seite „Friedfertigkeiten 2014“; die humanitären Lieferungen und Maßnahmen Israels unter „Humanitäres“ (beides in der Sidebar zu finden).