Die Medien, der Terror und die Terminologien

Nahost-Focus 13. März 2002 (heute nur noch hier)

Der Terrorkrieg gegen Israel hat in den letzten Wochen einen traurigen Höhepunkt erreicht. Inzwischen gehören Bombenanschläge, Schiessereien an israelischen Bushaltestellen und Selbstmordattentate in vollbesetzten Restaurants zum traurigen Alltag in Israel. Nur die „schlimmsten“ Anschläge sind für die Medien noch berichtenswert.

Auch der Blickwinkel ist oft verräterisch: Israelische Panzer und Soldaten, deren Gewehrmündungen in Richtung Kamera zeigen. Eine Verteilung der „Gut-Böse-Rollen“ ist hier schon vorprogrammiert. Die spontane Solidarität stellt sich bei vielen Außenstehenden unterbewusst mit der palästinensischen Seite ein.

Auch durch die Wortwahl der Medien werden die Rollen meist noch vor Bekanntgabe der Informationen festgelegt. So zum Beispiel:

„Die israelische Armee ist heute in Gaza einmarschiert und tötete 24 Palästinenser“am 12.3.2002 in den Nachrichten des Fernsehsenders N-TV.

Die Tagesschau betitelte ihre erste Nachricht am selben Tag noch griffiger: „Israel richtet Blutbad in Gaza an.“

Kein Wort darüber, das es sich bei den 24 Palästinensern um Bewaffnete handelte, die Feuergefechte mit israelischen Soldaten begannen und in Folge dieser Schusswechsel ums Leben kamen. Auch kein Wort über die Gründe des Einmarsches: das Auffinden von bewaffneten Terroristen sowie von Sprengstoff- und Raketenwerkstätten. Auch kein Wort darüber, dass die Aktionen von der israelischen Armee im Voraus angekündigt werden, um Zivilisten die Möglichkeit zu geben sich in Sicherheit zu bringen.

Auch die folgende Schlagzeile impliziert einen berechnenden Tötungswillen israelischer Soldaten: „Israelische Granaten töten Kinder“ aus der Frankfurter Rundschau vom Januar 2002.

Eine ähnliche Wortwahl gab es nach den Anschlägen in Jerusalem, bei denen Dutzende Jugendlicher ums Leben kamen nicht.

Ankündigung vor Beschuss

Was ebenfalls immer wieder verschwiegen wird: der Beschuss von Gebäuden der palästinensischen Sicherheitskräften und der Autonomiebehörde durch die israelische Luftwaffe wird ebenfalls im voraus von der Armee angekündigt. Dies wird aus dem humanistischen Gedanken heraus getan, so viele Menschenleben wie möglich zu schonen. Dass es trotzdem regelmäßig zu Toten und Verletzten kommt liegt auch daran, dass es – sei es aus Berechnung oder Unfähigkeit – nicht zur vollständigen Evakuation der Gebäude durch die palästinensischen Behörden kommt.

Die israelische Armee ist außerdem angehalten, nicht als Erster zu schiessen, außer in Notwehr. Tut das ein Soldat doch, sei es aus Angst oder falscher Einschätzung der Situation, werden diese Fälle untersucht und es kann schwerwiegende Folgen für diesen Soldaten haben, bis hin zu Suspendierung oder Gefängnis.

Auch werden meistens Gummigeschosse eingesetzt, um auch so die Zahl der tödlichen Verletzungen so gering, wie möglich zu halten.

Diese Tatsachen sind den Palästinenser bekannt und werden von ihnen bewußt ausgenutzt. so z.B. durch das Positionieren von Molotowcocktails und Steine werfenden Kindern vor schiessenden Erwachsenen. Sie wissen genau, daß Israel sich dann sehr zurückhalten wird. Wenn aber dann Kinder getroffen werden, gibt es eine große internationale Entrüstung.

Der Wert des Lebens im Nahen Osten

Ebenso ist meist nicht bekannt, daß für Austausche von Gefangenen auf beiden Seiten höchst unterschiedliche Maßstäbe gelten. Israel bietet für israelische Soldaten in arabischen (z.B. libanesischen oder syrischen) Gefängnissen immer ein vielfaches (oft um den Faktor 10) seiner arabischen Gefangenen zum Tausch an. So z.B. war im Dezember letzten Jahres versucht worden, Libanon zu einem Gefangenenaustausch von drei israelischen Soldaten für 19 libanesische Gefangene zu überreden. Die Israelis waren bei einem Patroillengang auf der israelischen Seite der Grenze von der Hizbollah gekidnappt worden. Die Hizbollah zog es vor, die drei zu töten, anstatt 19 ihrer eigenen Leute frei zu bekommen. Normalerweise sind diese Zahlenverhältnisse noch extremer. Das gibt auch Aufschluß über den Wert des Lebens in der israelischen und in arabischen Gesellschaften.

Aus Terroristen werden Militante

Doch die deutsche Presse ist in ihrem vorgelegten Freund-Feind-Schema nicht alleine. Die britische Nachrichtenagentur BBC ist dafür bekannt, im Bezug auf den internationalen Terrorismus mit zweierlei Maß zu messen.

Als vor einigen Jahren am selben Tag Terroranschläge durch die IRA in London und durch die Hamas in Israel verübt wurden, sprach die BBC von einem „Anschlag irischer Terroristen in London,“ und einem „Anschlag militanter Palästinenser in Israel“. Diese Terminologie hält sich bis heute hartnäckig in der Nahost-Berichterstattung der BBC.

Ein Blick zu den französischen Medien bietet nichts besseres. Die staatliche französische Nachrichtenagentur AFP, welche die meisten französischen und europäischen Medien mit Informationen versorgt, berichtet auch heute noch in aller Ausführlichkeit von den palästinensischen Opfern israelischer Militäroperationen in den besetzten Gebieten. In französischen Fernsehsendern folgen Minutenlange Beiträge, in denen die Arbeit palästinensischer Sanitäter bis ins Detail gezeigt wird. Verletzte Palästinenser werden dabei von Kamerateams bis ins Krankenhaus begleitet. Ein auch nur annähernd gleicher Umgang mit den israelischen Opfern terroristischer Anschläge blieb bisher aus. Israelische Sanitäter huschen oft nur in kurzen Filmsequenzen über die Fernsehbildschirme.

Mangelnde Ausgewogenheit

Doch woran scheitert eine ausgewogene Nahost-Berichterstattung in den westeuropäischen Medien?

Alle großen Medienagenturen und Fernsehstationen unterhalten Korrespondenten in Israel, die frei und ungehindert berichten können. Die Beiträge dieser Mitarbeiter sind oft ausgewogen, und vermeiden eine unnötige Emotionalisierung ihrer Berichte. Dies entspricht den internationalen Richtlinien für eine objektive Berichterstattung. Diesen Korrespondenten ist allerdings die Arbeit in den palästinensisch kontrollierten Gebieten von den PA-Behörden nicht gestattet.

Journalisten und Kamerateams können in den Gebieten der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) nicht ohne „palästinensischen Begleiter“ arbeiten. Auch in der Übermittlung ihrer Berichte unterliegen sie einer indirekten palästinensischen Zensur. So beschwerten sich AP und AFP mehrfach bei den PA-Behörden über Manipulationen und Bedrohungen ihrer Mitarbeiter durch Mitglieder der palästinensischen Sicherheitskräfte. Dies führte dazu, dass heute die meisten Berichte für die europäischen Medien von lokalen palästinensischen Journalisten und Kamerateams zusammengestellt werden. Das diese Berichte nicht objektiv und ausgewogen sein können, versteht sich von selbst.

In Anbetracht dieser Tatsachen kann es einen nicht verwundern, wenn der Informationsgrad vieler EU-Bürger im Bezug auf den Nahost-Konflikt Unvollständig ist. Laut Medienexperten hat die Palästinensische Autonomiebehörde in der Propagandaschlacht mit Israel einen haushohen Sieg davongetragen. Ein Sieg, der nicht nur Israel sondern auch die europäische Medien als Verlierer dastehen lässt, da sie ihrer Aufgabe nicht nachgekommen sind: der objektiven Berichterstattung über einen Konflikt, in dem beide Seiten ihren Schuldanteil tragen.

Von Zvezdan Kuhar und Oliver Kraigher

Propaganda der üblen Sorte (2003)

Aus palästinensischen Medien und von palästinensischen Politikern werden gerne Gräueltaten der Israelis in die Welt posaunt, von dieser aber nicht erzählt. Die Palästinenser glauben es wohl. Ob die westlichen Medien und Politiker glauben, dass die Unsinns-Dinge nicht berichtet werden sollten, deshalb aber die nicht so abstrusen Dinge glaubwürdiger werden? Es scheint so, denn vieles, was die PA-Medien oder -Offiziellen von sich geben, wird bei uns als Tatsache abgedruckt oder ausgestrahlt, nicht als palästinensische Behauptung (egal, wie heftig z.B. die israelische Armee das dementiert, was die PA ihnen vorwirft). Hier kommen die schwachsinnigsten Sachen und dicksten Lügen, die die PA im Laufe der Zeit von sich gegeben hat (chronologisch rückwärts aufgelistet).


Wieder mal ein „Massaker“

Am Montag, 20. Oktober 2003, griff die israelische Luftwaffe Ziele in Gaza an. Sie zielte auf Gebäude, in denen die Palästinenser Waffen und Sprengstoff herstellten. Für diesen Angriff benutzten sie F-16 und Kampfhubschrauber.

Alle Medien berichteten am selben Tag über viele palästinensische Tote, Ursache: die israelischen Raketen, die in eine Gruppe Zivilisten geschossen worden seien. Dies beruhte – natürlich – auf palästinensischen Angaben; die wurden – natürlich – von unseren Medien nicht in Zweifel gezogen: Mindestens 8, eher 12 Tote und 80 Verletzte.

Dass die Israelis zwei Bomben-„Fabriken“ und ein Auto mit zwei Terroristen ausschalteten, war jetzt nur noch Notiz am Rande – die zivilen Opfer waren das Thema und dafür wurde die IDF verdammt. Die Palästinenser zogen über die Israelis her und hatten wieder „Grund“ vom israelischen Terror zu reden. Bei uns war es ausgemachte Sache, dass Israel hier wieder einmal völlig unangemessen agiert hatte.
Dann kam der 22. Oktober – und mit ihm ein Problem für die, die so gerne „Massaker“ geschrien hatten. Die ICEJ berichtete (Newsletter, deutsch, vom 22.10.2003):

Die israelische Luftwaffe (IAF) veröffentlichte am Dienstag Aufnahmen eines ferngesteuerten unbemannten Beobachtungsflugzeugs, welche palästinensische Behauptungen eines Massakers beim IAF-Luftschlag auf ein Terroristenfahrzeug im Nusseirat-Flüchtlingslager im Gazastreifen widerlegen…

Die Luftaufnahmen zeigen jedoch, dass sich für einen Zeitraum von über zwei Minuten nach Abschuss beider Raketen auf das Auto nur ein bis zwei Personen in der Umgebung aufhielten, weit von der Einschlagstelle entfernt.
IMRA berichtet in einer Nachrichten-E-mail vom 23. Oktober über die Pressekonferenz einer Armee-Sprecherin am 22. Oktober 2003, was in dem von der IDF zur Verfügung gestellten Video zu sehen ist:

Der Angriff auf das Fahrzeug der Terrorzelle im Nusseirat-Flüchtlingslager

Ein IAF-Hubschrauber identifizierte eine Terrorzelle, die versuchte, den Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel zu durchbrechen.
Einige Mitglieder der Terrorzelle versuchten, in einem Fahrzeug in Richtung des Flüchtlingslagers Nusseirat zu fliehen.
Das Fahrzeug wurde von der IAF (Israelische Luftwaffe) identifiziert. Eine Rakete wurden auf das Fahrzeug abgefeuert. Es sollte hervor gehoben werden, dass sich in der Umgebung des Fahrzeugs keine Personen aufhielten.
Das Fahrzeug geriet außer Kontrolle, rutschte von der Fahrbahn und prallte gegen ein Objekt, das ein Baum zu sein schien.
Das Fahrzeug setzte zurück und hielt in der Mitte der Straße. In diesem Moment wurde eine weitere Rakete auf das Fahrzeug abgeschossen – eine Minute nachdem die erste verschossen wurde. Erst zweieinhalb Minuten später begann sich eine Menge um das Fahrzeug zu bilden. (Um das Fahrzeug herum schienen sich drei Personen aufzuhalten – es ist nicht klar, ob es sich dabei um Mitglieder der Terrorzelle oder andere handelte.

Das Video der Aufklärungsdrohne, das den Schlag gegen das Fahrzeug der Terroristen zeigt, kann hier angesehen werden: http://www.idf.il/newsite/movies/Strike_heb2.asf
Damit war klar, dass die Israelis KEIN Massaker angerichtet hatten, wie es die Palästinenser behaupteten und wie es von den Medien weltweit so genüsslich verbreitet wurde. Die Richtigstellung habe ich im Fernsehen wie in den Printmedien und dem Radio vermisst. Wie das wohl kommt?

Vielleicht haben sie auch an die neue Version der Palästinenser akzeptiert: Nachdem die PA-Medien von zwei Raketen berichteten, von denen die zweite in die Zivilisten geschossen worden sein sollte, wurde jetzt flugs eine dritte Rakete erfunden, die nie gab. Aber das macht ja nichts, dass man seinen früheren Behauptungen widerspricht, um das Bild wieder so hinzurücken, dass es ins Propaganda-Bild passt. Nur: Unsere Medien machen es wieder mal mit, sie folgen den palästinensischen Lügen und verdummen das europäische Publikum, damit es sich gegen Israel stellt…


Ereignis:
Am Mittwoch, 15. Oktober befährt ein Konvoi amerikanischer Staatsbürger, man spricht anfangs von Diplomaten, eine Straße im Gazastreifen. Es handelt sich um Vertreter der amerikanischen Fulbright Foundation, die auf dem Weg sind, palästinensische Kandidaten für Stipendien in den USA zu sichten. Neben oder in der Straße ist ein großer Sprengsatz untergebracht, der eines der Autos des Konvois zerfetzt. Drei begleitende Sicherheitsleute sterben, weitere Personen werden z.T. schwer verletzt. Die Autos waren deutlich als amerikanischer Konvoi zu erkennen. Die Amerikaner (und Israelis), die den Toten und Verletzten zu Hilfe kommen wollten, wurden von einem palästinensischen Mob mit einem Steinhagel „begrüßt“.
Jetzt wird’s „lustig“ – und das berichten verschiedene Quellen; ich beschränke mich hier auf die folgende:

HonestReporting berichtet (Newsletter vom 16.10.03):
Die Nachrichtenmedien berichteten schnell über die pauschale Verurteilung des Anschlags und taten die Täter als „eine kleine, abtrünnige Gruppe“ ab. Praktisch jede Agentur in der Welt zitierte Yassir Arafat, wie er „dieses hässliche Verbrechen an amerikanischen Beobachtern“ verurteilte, „die im Auftrag von Sicherheit und Frieden unterwegs waren“; ebenso, wie PA-Sprecher Saeb Erekat lamentierte: „Das sind amerikanische Beobachter, die auf unsere Bitte hierher gekommen sind… diese Leute waren hier, um uns zu helfen.“ Ebenfalls die Erklärung des palästinensischen Premierministers Ahmed Qureia: „Wir verurteilen diesen Vorfall auf das Heftigste und wir werden eine Untersuchung durchführen und wir werden allem nachgehen und die Quelle dieses Angriffs finden.“

hr_alhayatWährend sie gegenüber westlichem Publikum Bedauern und Beschwichtigung äußerte, brachte die PA-Führung aber der eigenen Öffentlichkeit gegenüber nur irrationale Verunglimpfung Israels zum Ausdruck – früher schon ein wiederkehrendes Problem während und nach der Oslo-Periode. Die folgende Abbildung zeigt eine Karikatur, die heute (am 16. Oktober 2003) in der offiziell von der PA gesponserten Tageszeitung Al-Hayat Al-Jadida erschien (auf dem Wegweiser steht: „Gaza“):

 

Während sie palästinensische Verantwortung gegenüber westlichen Reportern zugab, brachte die PA ihrem eigenen Volk gegenüber zu Ausdruck, dass die Bombe von Israel gelegt wurde; mehr noch: die Amerikaner selbst werden mit Hakennasen porträtiert dargestellt – die klassische Charakterisierung von Juden. Das offizielle PA-Organ leugnet also nicht nur die palästiensische Verantwortung für die Tat (und macht statt dessen Israel verantwortlich), sie fördert in der palästinensischen Öffentlichkeit auch noch die wilde Vorstellung, dass die Amerikaner selbst Teil einer riesigen jüdischen Bewegung oder Verschwörung sind.

Die Botschaft der Karikatur wurde von Kommentaren in der gesamten palästinensischen Presse untermauert. Der Kommentator Talal Okal schreibt in al-Ayyam: „Warum jagte Israel das US-Sicherheitsfahrzeug in die Luft, das die US-Delegation nach Gaza begleitete?“ Und Basim Abu Samiah behauptet in Al-Hayat al-Jadida, dass es nicht nur „zweifelhaft“ sei, dass die „Täter eine palästinensische Partei seien“, die Amerikaner seien nicht einmal das Ziel gewesen: „Die Explosion war nicht für Amerikaner vorbereitet worden.“

Jetzt kommt das Pikante und leider im Westen Übliche:
Die großen Nachrichtenmedien ignorieren dieses Material und fahren fort, ohne qualifizierte Bestätigung die PA-Erklärungen zu akzeptieren, die die Verantwortung für ihr internes Terrorproblem anerkennen. Solche Berichterstattung fördert die Unwahrheit, die die Palästinenserführer der westlichen Welt aufzwingen – dass sie Verbündete der USA und einem Frieden mit Israel ehrlich verpflichtet sind. In der Zwischenzeit haben dieselben Führer das palästinensische Volk in der typischen Art der nahöstlichen Dikatoren dazu verführt zu glauben, dass alle Probleme ihrer Gesellschaft einzig und allein die Schuld Israels sei.


Wie war das noch: Die PA-Propagandisten wiederholen gebetsmühlenartig, die israelische Armee (IDF) würde die Frauen und Kinder der Palästinenser „abschlachten“ und einen Vernichtungs-Feldzug gegen das palästinensische Volk führen. LAW (palästinensische Nicht-Regierungs-Organisation für Recht) führt selbst hochrangige Terrorführer als Zivilisten und von der PLO ermordete UN-Mitarbeiter als Opfer der israelischen Armee (ganz zu schweigen davon, dass sämtliche Selbstmordattentäter natürlich auch palästinensische Opfer der Israelis sind) [s. weiter unten].

Hier einmal eine Aufstellung der Todesfälle auf beiden Seiten vom 27. September 2000 bis 12. August 2003 (Vorsicht, Propaganda! Unglaubwürdig, weil israelische Angaben!):

Gesamt: Palästinenser: 2365, Israelis 799
weiblich: Palästinenser: 109, Israelis 249

Nicht-Kombattanten, von der gegnerischen Seite getötet:
gesamt: Palästinenser: 871, Israelis: 614
weiblich: Palästinenser: 81, Israelis: 244

Kombattanten, getötet durch die gegnerische Seite:
Palästinenser: 1078, Israelis: 167

Durch Handlungen der eigenen Seite getötete Menschen:
Palästinenser: 300, Israelis: 20

(getötete) Nicht-Kombattanten unter 12 Jahren:
Palästinenser: 67, Israelis: 27

(getötete) männliche Nicht-Kombattanten im Alter von 12 bis 29 Jahren:
Palästinenser: 475, Israelis: 152

(getötete) Nicht-Kombattanten im Alter von 45 Jahren oder älter:
Palästinenser: 76, Israelis: 202

Quelle: International Policy Institute for Counter-Terrorism (ICT) am
Interdisciplinary Center in Herzliya
An Engineered Tragedy: Statistical Analysis of Fatalities
(Eine Arrangierte Tragödie: Statistische Analsyse von Todesfällen)
http://www.ict.org.il/casualties_project/stats_page.cfm

Fassen wir einmal zusammen:
Oblwohl die Zahl der palästinensischen Toten fast dreimal so hoch ist wie die der israelischen, sind doch 150% MEHR israelische Frauen tot als palästinensische.
Von den toten Frauen waren auf israelischer Seite ganze 5 zu den Kombattanten zu zählen (Mitglieder der Armee), auf palästinensischer Seite 28.

Obwohl die Zahl der palästinensischen Toten fast dreimal so hoch ist wie die der israelischen, liegt die Zahl der unter 12-jährigen toten Palästinenser „nur“ zweieinhalbmal so hoch wie die der israelischen.
(wobei noch anzumerken ist, dass israelische Kinder sich im Gegensatz zu palästinensischen in der Regeln nicht in Kampfzonen begeben – sprich: sich dem Risiko aussetzen ins Kreuzfeuer zu geraten!)

Obwohl die Zahl der palästinensischen Toten fast dreimal so hoch ist wie die der israelischen, sind fast dreimal so viele Israelis über 45 Jahren getötet worden wie entsprechende Palästinenser.

Die Palästinenser zählen zu ihren Opfern 300 Menschen, die sie selbst umgebracht haben (z.B. als sog. Kollaborateure). Genauso zählen sie die toten Selbstmord-Attentäter zu ihren „Opfern“.

Der Anteil getöteter Nicht-Kombattanten beträgt bei den Palästinensern 36,8%, auf israelischer Seite 76,8%.

Wer angesichts dieser Zahlen noch behauptet, die Israelis führten einen Krieg gegen Frauen und Kinder, der lügt.
Wer angesichts dieser Zahlen nicht zugibt, dass Palästinenser einen feigen Krieg gegen Frauen und Kinder führt, der ist verblendet oder lügt.
Wer angesichts dieser Zahlen nicht zugibt, dass ein Vernichtungsfeldzug eher von der palästinensischen Seite geführt wird, der ist genauso verblendet oder lügt.


Palestinian Media Watch (PMW), 5. März 2003:

Neue Verleumdung der Palästinensischen Autonomie:
Israel steckt Bomben in Spielzeug, um Kinder zu töten

von Itamar Marcus

Einleitung:

Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) erfindet Lügen und Verleumdungen über Israel auf Englisch, um Israels Namen international zu beschmutzen (z.B. die Geschichte vom Massaker von Jenin) und auf Arabisch, um den Hass auf Israel in der eigenen Bevölkerung voran zu bringen.

Die neueste Verleumdung auf Arabisch ist ein Bericht von dieser Woche im PA-TV, dass Israel nun „Bomben und Minen baut, die als Spielzeug hergestellt sind“ und sie von Flugzeugen in bewohnten Gebieten abwirft, so Kinder mit ihnen spielen und in die Luft gejagt werden. Letztes Jahr berichtete PMW die palästinensische Verleumdung, Israel werfe vergiftete Bonbons aus Hubschraubern vor Schulen ab, um die Kinder zu vergiften. Diese neue Lüge geht in dieselbe Richtung.

Zusätzlich wiederholt das Programm viele alte Verleumdungen und Lügen, wie die, dass Israel plane die Al Aksa-Moschee zu zerstören. Der jüdische Heilige Tempel sei nicht auf dem Tempelberg in Jerusalem gewesen, Israel schändete die Grabeskirche und viele andere.

Es folgt der Text aus der Sendung „Botschaft an die Welt“

„Die zionistischen Kriminellen planen die Al Aksa-Moschee zu zerstören, mit der Begründung, sie suchten nach dem Heiligen Tempel, von dem sie fälschlich behaupten, er befinde sich unter der Moschee…

Beleidigung unserer islamischen und christlichen heiligen Stätten gehen in ganz Palästina weiter. Die Al Aksa-Moschee ist bedroht und der Grabeskirche ist Entweihung und Zerstörung nicht erspart geblieben…
Sie werfen Sachen aus Jet-Flugzeugen, die Kinder anlocken, mit ihnen zu spielen und die diese dann sprengen. Das sind Bomben und Minen, die als Spielzeug gebaut werden.“

PA-TV, 3. März 2003

Malakhi Moshe Rosenfeld ist das neueste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz

CAMERA, 16. Juli 2015

In drei fehlerhaften Übersetzungen dieser Woche machte die englische Ausgabe von Ha’aretz falsche Angaben zu palästinensischen und israelischen Todesfällen. Bei der ersten Fehlübersetzung blies die englische Ausgabe von Ha’aretz die Zahl der palästinensisch Opfer auf. In der heutigen, zweiteiligen Fehlübersetzung – der zweiten innerhalb einer Woche – ignoriert die englische Ausgabe zwei israelische Opfer (einer Getöteter, eine schwer Verletzte) bei zwei getrennten Terroranschlägen.

Auf Englisch ist der getötete Rosenfeld nur verletzt

Malakhi Moshe Rosenfeld war einer von vier Israelis, die am 29. Juni bei Schvut Rachel in der Westbank aus einem vorbeifahrenden Auto heraus angeschossen wurde Wie Ha’aretz selbst berichtete, waren seine Verletzungen tödlich und er starb schon am nächsten Tag.


Überschrift: Israeli erliegt nach Schüssen in der Westbank seinen Verletzungen

Über seinen Tod sagte der Artikel des letzten Monats:

Ein Israeli starb am Dienstag infolge seiner tödlichen Verletzungen, die er einen Tag zuvor nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westbank bei einem Anschlag aus einem fahrenden Auto heraus erlitt.

Malakhi Moshe Rosenfeld (26) und drei weitere wurden bei dem Anschlag verletzt; die anderen Opfer erlitten mittelschwere Verletzungen. Rosenfeld wurde in den Rumpf geschossen und zur Operation die Nacht über in das Shaare Zedek Medical Center gebracht, wo er später seinen Wunden erlag.

Ein Artikel in der heutigen englischen Ausgabe der Ha’aretz – sowohl im Druck wie online – verweist auf den Anschlag vom 29. Juni, berichtet aber nur von vier Verletzten, wobei die Tatsache ignoriert wird, dass Rosen getötet wurde („Israeli soldier wounded in West Bank stabbing attack“). Der Artikel gab ursprünglich an:

Vor zwei Wochen wurden vier Personen bei einem Schießanschlag nahe der Westbank-Siedlung Shvut Rachel aus einem fahrenden Auto heraus verletzt.

Der hebräische Original-Artikel berichtete jedoch korrekt (CAMERAs Übersetzung):

Vor ungefähr drei Wochen gab es einen Schieß-Anschlag aus einem vorbeifahrenden Auto heraus auf der Eilon-Straße in Richtung der Siedlung Shvut Rachel. Malakhi Moshe Rosenfeld (26) aus der Siedlung Kochav Hashachar wurde schwer verletzt und starb am nächsten Tag. Drei weitere Personen wurden leichter verletzt.

CAMERA veranlasste eine Richtigstellung von Ha’aretz

In Reaktion auf Mitteilungen von CAMERAs Israel-Büro heute Morgen korrigierten die Ha’aretz-Reakteure den Artikel. Der Online-Artikel gibt jetzt richtig an: „Vor zwei Wochen wurde bei Schüssen aus einem vorbeifahrenden Auto nahe der Siedlung Shvut Rachel in der Westban ein Mensch getötet und drei verletzt.“ Zusätzlich ist der folgende Hinweis an die Leser zur Richtigstellung lobenswert, der am Fuß des Artikels stand:

Dieser Artikel wurde am 16. Juli 2015 ergänzt, um die Tatsache einzubeziehen, dass Malakhi Moshe Rosenfeld, der bei dem Anschlag am 29. Juni verletzt wurde, einen Tag später seinen Wunden erlag.

Englisch-Übersetzer lassen zweites israelisches Opfer fallen

Doch Rosenfeld ist nicht das einzige israelische Opfer des fortgesetzten Phänomens „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“ in diesem speziellen Artikel. Während die hebräische Ausgabe von zwei palästinensischen Messerangriffen berichtete, die letzten Monat ein Opfer in Jerusalem forderte, ignoriert die englische Ausgabe einen der Anschläge und sein Opfer, eine schwer verletzte Soldatin.

Der Auszug aus der hebräischen Ausgabe zu den zwei palästinensischen Anschlägen, die zwei israelische Opfer forderten, folgt (Übersetzung durch CAMERA):

Vor einem Monat gab es zwei Messerangriffe: Ein Grenzpolizist wurde bei einem Stichangriff am Damaskustor in der Altstadt von Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer wurde angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Am selben Tag stach eine Palästinenserin auf der Hebronstraße, nahe Bethlehem, auf eine Soldatin ein und wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei folgte der Terrorist, der auf den Grenzpolizisten einstach, diesem, ls der auf dem Weg von seiner Basis zu seinem Wachdienst im Bereich des Damaskustores war. Er griff ihn von hinten und stach ihm in den Hals. Der Polizist schaffte es zu reagieren und schoss den Terroristen an; diese wurde schwer verletzt.

Im Gegensatz dazu ignoriert die englische Ausgabe sowohl im Druck als auch online – wo Platz kein Problem ist – den Angriff auf die Soldatin.

Die englische Ausgabe erwähnt nur einen der Messerangriffe des letzten Monats in Jerusalem:

Letzten Monat wurde ein israelischer Grenzpolizist bei einem Stichangriff am Damaskustor in Jerusalem lebensgefährlich verletzt. Der Beamte wurde in den Hals gestochen, schaffte es aber den Angreifer anzuschießen, bevor er kollabierte.

CAMERA hat die Redakteure von Ha’aretz gedrüngt die Information zum Anschlag auf die Soldatin auch auf Englisch einzufügen. Bisher haben sie das nicht getan.

Wer sind die Übersetzer von Ha’aretz?

Wer sind diese Ha’aretz-Übersetzer, die es in ein paar kurzen Tagen schaffen sowohl die Zahl palästinensischer Opfer aufzublasen und über israelische Opfer lückenhaft zu berichten? Die Manipulation der Opferzahlen auf beiden Seiten des Konflikts, die diese Woche stattfand, entspricht den mehr als zwei Dutzend früheren Beispielen von „Ha’aretz, beim Übersetzen verloren“, bei denen Übersetzer falsche Informationen zu Israel einbringen und palästinensische Gewalt oder andere Verbrechen herunterspielen oder weglassen.

Die Redakteure bei Ha’aretz sind zwar beim Richtigstellen der problematischen Übersetzungen nach der Tatsache absolut gewissenhaft gewesen, aber die Frage bleibt: Welche Schritte wird Ha’aretz unternehmen, um Fehlübersetzungen zu eliminieren oder zumindest zu minimieren, die sie beständig in eine Richtung kippen? Werden die konkreten Übersetzer, die für die falsche Berichterstattung zu den Opfern der letzten Woche verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen? Wird Ha’aretz anfangen die Namen der Übersetzer jedes ihrer Berichte zu veröffentlichen, da sie bisher die Namen der Reporter (deren Werk von den Übersetzern regelmäßig verpfuscht wird) enthalten? Oder werden sie zumindest eine Liste aller ihrer Übersetzer für die Ha’aretz-Internetseite veröffentlichen, wie es mit den Redakteuren und Autoren geschieht?

Werden diese Dinge nicht angegangen, dann lautete die nächste, unausweichliche Frage: Welches israelische Opfer palästinensischen Terrors wird das nächste Opfer der Übersetzer von Ha’aretz sein?

BBC Watch: Doucet von der BBC erklärt, warum über den Jemen weniger berichtet wird als über den Gazastreifen

CAMERA, 15. Juli 2015

Da die Zahl der Todesopfer im Jemen die vom letzten Jahr im Gazastreifen überschritten hat, lohnt es sich den Unterschied darin festzustellen, wie Nachrichten zum Jemen verglichen mit denen zum Gazastreifen im letzten Sommer präsentiert werden. Ausgesprochen nicht vorhanden im sachlichen, nicht gefühlsbetonten Bericht zum Jemen sind die Amateur-Ansichten von BBC-Journalisten zum „internationalen Recht“ und die Vorwürfe von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschheit, Kollektivbestrafung und gewollter Beschießung von Zivilisten, die die Berichterstattung der BBC zum Gazastreifen im letzten Sommer kennzeichneten.

BBC-Korrespondentin Lyse Doucet erklärt auch, warum Gaza so viel mehr Aufmerksamkeit bekommt als der Jemen, obwohl die Zahl der zivilen Toten im Jemen die im Gazastreifen übersteigt. Doucet twittert: „Der Jemen verdient mehr Berichterstattung. Andere Fragen der Zugänglichkeit, Sicherheit usw. Ihr Argument ist vermerkt. Versuchte hinzukommen + werde wieder versuchen.“ (Klicken Sie den Link zu BBC Watch, um sich den BBC-Bericht und die Original-Tweets zwischen CAMERA und BBC-Korrespondentin Doucet anzusehen.)

Das BBC-Publikum würde zweifellos sehr interessieren mehr Einzelheiten darüber zu hören, wieso der Zugang in den Gazastreifen einfacher ist und die Bedingungen für die Berichterstattung dort sicherer sind.

Aber natürlich ist es nicht nur die Masse der Berichterstattung, die die BBC-Berichte des Konflikts vom letzten Sommer in zwischen Israel und dem Gazastreifen von der Berichterstattung des laufenden Konflikt im Jemen unterscheidet: Der Unterschied im Ton der Berichte ist ebenfalls bemerkenswert. Sehen Sie sich den folgenden Artikel bei BBC Watch zu einer Diskussion zum Vergleich der BBC-Berichterstattung zu zivilen Opfern im Jemen um im Gazastreifen an.

Der WDR „berichtet“ aus Nahost

Aus den WDR2-Nachrichten von 13.30Uhr: Die Palästinenserführung hat eine neue  Runde der Friedensgespräche abgesagt. Sie protestierte damit auf das gewaltsame Vorgehen der Armee in einem Flüchtlingslager. Dabei erschossen Soldaten 3 Jugendliche und verletzten weitere.

Das ist ja herzallerliebst. Die israelischen Soldaten erschießen mal eben ein paar Araber und verletzen viele weitere – anscheinend ohne jeden Grund. „Razzia“ – böser Einsatz.

Um 14 Uhr wird es nicht viel besser. Es gibt zwar mehr Details, aber die israelischen Angaben werden eindeutig bezweifelt:

Israelis fuhren mit einem zivilen Fahrzeug vor, um einen Palästinenser festzunehmen. „So stellt es zumindest die Armee dar.“ Sie wurden aber entdeckt. Dann kamen Soldaten, die ihre Kollegen in Sicherheit bringen wollten. Dann schossen die Soldaten und töteten 3, verletzten 15 Personen.

Wir sehen: Die armen Araber verteidigten sich nur. Da war nichts, was man als falsch bezeichnen könnte. Die Angaben der Israelis sind nicht glaubwürdig.

Um 14.30 Uhr wieder die Kurzfassung, die nur die Schüsse der Israelis erwähnt.

Was war tatsächlich passiert? Arutz-7 berichtet (Gleiches von The Times of Israel):

Eine erste Untersuchung durch die IDF zeigt, dass Grenzpolizisten mit Brandbomben, Steinen und Flaschen angegriffen wurden und auf scharfe Schüsse zurückgreifen mussten.

Die IDF sagte Montag, dass der Vorfall während nächtlicher Aktivitäten von Sicherheitskräften zur Festnahme eines gesuchten Mannes in Kalandiya stattfand. Im Verlauf der Festnahme entwickelte sich „ein extrem gewalttätiger Tumult“ und „viele Hundert“ Araber griffen die IDF-Kräfte an.

Die IDF-Gruppe, die der verhaftenden Einheit Deckung bot, handelte um sie herauszuholen. Als die Soldaten Gefahr für ihr Leben feststellten, eröffneten sie das Feuer auf die Angreifer. Der gesuchte Mann, ein Terrorist, wurde verhaftet und zur Befragung mitgenommen.

[Die 3 Toten sind nach Angaben arabischer Krankenhausvertreter 20, 22 und 30 Jahre alt.]

„In den frühen Morgenstunden begab sich ein Team der Grenzpolizei in das Lager Kalandiya, um einen feindlichen Terroristen festzunehmen“, sagte Polizeisprecherin Luba Samri.

„Nach seiner Festnahme begann ein Mob von etwa 1.500 Einwohnern einen Tumult; sie warfen mit Brandbomben und Steinen, womit sie das Leben der Mitglieder der Truppe gefährdeten, die mit Mitteln zur Zerstreuung von Randalierern reagierte.

Wir wissen nichts von Toten auf der anderen Seite“, fügte sie hinzu. „Wir wissen von drei Verletzten, die in ein [palästinensisches] Krankenhaus gebracht wurden, aber nichts davon, dass sie in Lebensgefahr sind.“

Sie sagte, dass drei Grenzpolizisten durch Steine leicht verletzt wurden.

Der Bericht stammt von 9.44 Uhr Ortszeit; die (anfangs zwei) Opfer wurden im Krankenhaus für tot erklärt. Das erklärt die Äußerung der Polizeisprecherin.

Was machen die Terroristen? Klar, sie jammern. „Unser Volk“ muss beschützt werden, am besten von internationalen Truppen. Warum eigentlich? Es ist doch ganz einfach: Hört auf zu morden und hört auf israelische Sicherheitskräfte töten zu wollen, dann habt ihr auch keine Opfer. Ach ja, darum geht es ja nicht. Sie brauchen ja die Toten, damit der WDR berichten so kann, wie er es tut – mit Auslassungen entscheidender Informationen, damit Israel wieder Kindermörder geschimpft werden kann, wenn erwachsene Mordgesellen ihr selbst provoziertes Schicksal erleiden.

Und die anderen? Das ZDF (heute, 15 Uhr) lässt keine Einzelheiten wissen, außer dass „bei einer israelischen Razzia“ 3 Palästinenser erschossen wurden. Das war’s.

ZDF-Fernsehtext:

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ARD-Fernsehtext:

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n-tv-Fernsehtext:

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N24-Fernsehtext:

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Fazit: Der Ablauf ist nirgendwo zu finden. Dass die Araber in Mordabsicht angriffen, findet sich ebenfalls nicht. Dass die Soldaten sich verteidigen mussten, wird nicht als Tatsache, sondern nur als israelische Angabe mitgeteilt – und das auch nur von der ARD. Das ist Qualitätsjournalismus!

Die Printmedien (online):
– Der Focus hatte offenbar kurzfristig eine Meldung, die aber nicht mehr aufgerufen werden kann.
– SPon, stern: nichts.
– Die Süddeutsche Zeitung gibt eine unvollständige (verkürzte) Fassung wieder, die die Araber von sich gegeben haben. Dazu wird angehängt, dass „die Gewalt“ zuletzt deutlich zugenommen habe – „Seit Jahresanfang wurden nach Angaben der Vereinten Nationen 14 Palästinenser getötet, im Vorjahr waren es lediglich drei.“
Berliner Zeitung: auch hier die verkürzte Darstellung durch die Araber, wie sie in der SZ stand.
– FAZ, Kölner Stadt-Anzeiger: nichts.

(Den Rest spare ich mir…)

Was die Desinformation durch unsere Medien so hervorbringt

… findet sich beispielhaft beim schweizerischen Tages-Anzeiger. Dort hatten sie „berichtet“:

Religionsstreit: Israel bricht Zusammenarbeit mit UNESCO ab

Was drin steht:

„Stein des Anstoßes ist das Grab der biblischen Figur Rachel in Bethlehem“.

Da haben wir schonmal eine Fragwürdigkeit: eine „biblische Figur“ kann ja nichts Echtes sein. Das ist bloß Folklore, wenn überhaupt. Passend dazu auch das Foto der wahnsinnig hohen Mauer (durch die Perspektive noch mächtig verstärkt) hinter den üblichen Judenfiguren, als gäbe es keine anderen Juden. Mit diesen Schläfenlocken-Hut-Trägern wird gleich klar gemacht: Extremisten, nichts als Extremisten, die mit dem wahren Leben nichts zu tun haben und schon gar nichts zur Gesellschaft beitragen. Frieden? Bah!

Bildunterschrift:

Ein beliebtes Pilgerziel: Das Grab der biblischen Figur Rachel in Bethlehem.

Wenn dieses irre Betonteil das Grab sein soll (was ja vom Tagi mit seinen Artikelaufbau suggeriert wird), na dann Gute Nacht! Das kann nun wirklich nichts sein, das beschützenswert jüdisch ist! Höchstens ein Monument der vorgeworfenen Apartheid. Andererseits: Hätten sie das tatsächliche Gebäude abgebildet, dann wäre das mit der Moschee schon mächtig in die Hose gegangen. Ging also nicht.

Der letzte Absatz des kurzen Textes:

Das Gebäude im Westjordanland, das der Tradition zufolge die Grabstätte Rachels ist, gilt den Juden als drittheiligste Stätte, wird jedoch zugleich von den Muslimen als Moschee betrachtet. Die Unesco sprach in einer Erklärung zu den besetzten palästinensischen Gebieten vom 21. Oktober daher von der «Moschee Bilal Bin Rabah/Grab von Rachel in Bethlehem». Das Gebäude steht seit 1967 unter israelischer Kontrolle, Muslime dürfen nicht mehr dort beten.

„Gilt den Juden“ – hat also nichts zu bedeuten, denn echt ist das nicht.

„Muslime dürfen nicht mehr dort beten“ – haben sie das vorher jemals getan? Das wagt sich der Tagi erst gar nicht zu recherchieren. Und sich zu informieren, dass die „Moschee“ erst seit 1996 behauptet wird, das ist denn nun wirklich zu viel verlangt. Schließlich haben die Araber gesagt, sie betrachten das Teil als Moschee und die UNESCO hat es auch gesagt. Eine Geschichte hinter diesen Behauptungen zu vermuten, die für die Juden spricht, geht nun gar nicht. Die Juden sind die Besatzer, die Terroristen die Opfer. Basta!

Entsprechend wurde mein Kommentar, dass sie diese Kleinigkeiten wohl „vergessen“ hätten, gar nicht erst freigeschaltet:

Wie wäre es, wenn Sie erwähnen, dass die Araber/Muslime diese „Moschee“ erst 1996 als solche erfunden haben? Und dass bis dahin bei den Arabern selbstverständlich immer vom Grab Rahels geredet wurde?

Volle 8 Kommentare wurden inzwischen (Donnerstag, 18.55 Uhr) freigegeben. Der oberste (und bisher letzte) weist darauf hin, dass dies eine Gebetsstätte der Juden ist, denen es verwehrt wird auf dem Tempelberg zu beten. Andere sind da politisch in der korrekteren Richtung unterwegs:

. . nun mal um ein Vielfaches älter, als die Islamische Religion“. Als ob dies Unrecht im 20. und 21. Jahrhundert rechfertigen würde. Hört doch auf mit solch religiös fundamentalistischer Argumentation. Das bringt uns keinen Millimeter weiter . . . Religiöser Fanatismus war, ist und wird wahrscheinlich auch in Zukunft das grösste Problem der Menschheit bleiben. Leider . . .

Ah, die Juden sind die, die Unrecht tun. Und die religiösen Fundamentalisten. Was ist mit der arabischen Verlogenheit? Und was hat das angebliche Unrecht damit zu tun, dass die UNESCO sich als antijüdisches Propagandaorgan geriert?

Typisch politisches Israel. Was nicht sein darf – muss weg.. Israel wurde eben erst in die OECD aufgenommen. War dies, Angesichts des jetzigen Verhaltens von Israel, angebracht? Wirklich friedensorientierte Kräfte innerhalb und ausserhalb Israel’s wissen, dass auch Israel nicht einfach immer mit ALLEM durchkommen darf! Ich plädiere für einen friedfertigen Ausschluss(Rauswurf) aus der OECD.

Oh, wie gut da die Zusammenhänge hergestellt werden! Die OIC lässt in der UNO die Puppen tanzen, aber Israel ist der Staat, der sich immer mit allem Unrecht durchsetzt? Die Mullahs werden hofiert, der „Dialog“ gepriesen, der nicht einen Millimeter Fortschritt brachte (gut, nicht von diesem Friedenshetzer, aber er steht in den Reihen dieser Heuchler), aber Israel muss überall rausgeworfen werden, damit die richtige Richtung gefunden ist. Zweierlei Maß überall. Israel ist der Jude unter den Staaten, aber Antisemitismus darf man diesem Schmierfinken auf keinen Fall unterstellen.

Liebe Israelis, packt euer Ego wieder ein und zeigt ein wenig Demut gegenüber euren arabischen Nachbarn.

Oh, wie fromm das klingt! Ob dieser Heini den Arabern jemals denselben Rat geben würde? Demut gegenüber Herrenmenschen, die alles für sich beanspruchen und Jüdisches (wie Christliches) beseitigt sehen wollen? Jawoll, zu Befehl! Und das arabisch-muslimische Ego ist das, das zu gelten hat!

Dann noch der erste freigeschaltete Kommentar:

Es ist absurd, dass Israel sich zu Verteidiger des Friedensprozesses stilisiert, in dem es eine Berücksichtigung der islamischen Tradition durch die UNESCO als NoGo definiert.

Ganz ehrlich: Wie soll diese Schwachmatin eigentlich wissen, wovon er keine Ahnung hat, wenn sie seine Zeitung falsche Informationen liefert? Ach ja, er könnte sich informieren. Dumm nur, dass er glaubt, der Tages-Anzeiger habe ihn schon informiert! „Islamische Tradition“ – diese Tradition ist die seit 1996 verbreitete Lüge, es handle sich beim Rahelgrab um eine Moschee. Das weiß die Annemarie nicht besser, weil der Tagi nicht zu berichten bereit ist.

Leider ist es bei pro-israelischen Kommentaren auch nicht immer besser, was dann wieder die Antisemiten freut:

Was war zuerst, Rachels Grab oder die als Symbol Islamischer Landnahme darauf errichtete Moschee?

Womit der Kommentierende dummerweise die Ansprüche der Lügner eher bestätigt und festigt – wenn dort eine Moschee steht, dann steht da eine Moschee. Nur steht da keine Moschee. Was der Mann auch nicht wissen konnte, informiert er sich lediglich über Qualitätsjournaille!

Man kann es wohl nur zynisch nehmen, so wie dieser hier:

Bleibt zu hoffen, dass die UNO auch baldmöglichst Ground Zero als Moschee bezeichnet, weil dort möglicherweise einige Muslime beten.

Was allerdings die UNESCO nicht kratzen würde.

Overstatement der Woche

Es muss nicht immer subtil sein, auch wenn eben das durch die Fotos und die Bildunterschriften gleichzeitig geschieht. Aber die Deutsche Welle braucht’s dazu auch etwas gröber: Israel fliegt Luftangriffe titeln sie am Donnerstag, 17.05.2007.

Das ist die Überschrift für einen Artikel, der nebenher erzählt, wer die meisten palästinensischen Toten verursacht hat: Die Palästinenser. Aber das ist nicht weiter wichtig. Wichtig ist, dass Israel bombt. Staatsterrorismus, der dem Waffenstillstand entgegen steht, wie gleich der fett gedruckte Unterüberschrifts-Absatz vermittelt:

Eigentlich hatten Israel und die Palästinenser eine Waffenruhe vereinbart. Doch jetzt fühlt sich Ministerpräsident Olmert provoziert. Die internen Kämpfe zwischen rivalisierender Hamas und Fatah dauern an.

Man führe sich zu Gemüte: Seit Tagen schlachten sich die Terrorgruppen gegenseitig ab – und „Ministerpräsident Olmert fühlt sich provoziert“. Von den internen Kämpfen, muss man bei dieser Darstellung annehmen. Dazu das Bildchen von qualmenden Häusern mit der Beschriftung „Keiner hält sich an die Waffenruhe“. Aktiv schießend: Israel. Die Terroristen haben nur „interne Kämpfe“ – kein Wort vom Morden.

Der nächste Absatz geht weiter ausführlich auf israelische Bomben ein. Es wird schön genau geschildert, was die Luftwaffe verschießt und welche Wirkung das hat („mindestens 15 Verletzte“, „sechs Hamas-Mitglieder getötet“). Und dann ein kleiner Nachsatz, dass „bei Kämpfen“ „seit Mittwoch mindestens 23 Menschen ums Leben“ kamen. Fällt dem geneigten Leser etwas auf? Von Israel wird aktiv getötet und verletzt; Palästinenser töten keine Palästinenser, sondern da kommen sie ums Leben, passiv und ohne jedes echte Zutun…

In den nächsten beiden Absätzen wird zwar einiges von den internen Kämpfen der Palästinenser beschrieben. Aber danach kommt wieder die ausführliche Schilderung israelischen Tuns: „Vergeltungsmaßnahmen“, gleich zwei Stück, eine Mittwoch, eine Donnerstag. Die dazu gelieferten Zahlen und Angaben über den Raketenbeschuss zeigen die relative Harmlosigkeit und damit die Überreaktion der Israelis. Zehn Raketen sollen es gewesen sein, die ein bisschen Sachschaden an einer leeren Schule anrichteten – im Konjunktiv formuliert, damit die Zweifelhaftigkeit der Angaben auch unterstrichen wird. Die DW-Zahlen sind allerdings mehr als untertrieben. Alleine Dienstag und Mittwoch waren es mindestens 25 Qassams, die für mindestens 21 Verletzte in Israel sorgten. Letztere erwähnt die Deutsche Welle nicht einmal, warum? 15 durch eine israelische Militäraktion verletzte Palästinenser sind der Erwähnung wert, 21 von Qassams verletzte Israels nicht. Der Leser des Beitrags muss meinen, dass die „Vergeltung“ Israels absolut ungerechtfertigt ist. Schließlich ist doch nicht wirklich etwas passiert!

Gewürzt wird das Ganze dann mit Fotos – dem ersten mit den qualmenden palästinensischen Häusern, einem Maskierten mit AK-47 („Erneute Machtkämpfe zwischen Hamas und Fatah“), eine schreiende Frau, die geborgen wird („Folgen einer ‚kleinen Einsatztruppe’ Israels – wieso wirkt der eine Helfer, als hätte er einen Kippa auf dem Kopf?), ein Mann, der die Arme gegen eine Wand lehnt und den Kopf darauf stützt („Bilanz: 50 Tote seit dem Wochenende“).

Über die Platzierung der Bilder darf der Leser die Hauptschuld der Toten Israel zuschreiben, auch wenn der Text das inhaltlich nicht direkt wieder gibt. Das Ausmaß der Beschreibungen des Handelns Israel, das nicht vorhandene Beschreiben der Kämpfe der Terroristen untereinander, die Platzierung des „Kleine Einsatztruppe“-Bildes reichen deutlich, um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Dazu hätte es noch nicht einmal des fehl leitenden Anfangs des Berichts bedurft.

Bravo, Deutsche Welle. Ein Bravour- und Lehrstück deutscher Medientätigkeit gegen Israel ist hervorragend gelungen!

Nur, dass man nicht meint, andere Publikationen wären sonderlich besser:

  • Netzzeitung: Gewalt in Nahost eskaliert: Israel fliegt wieder Luftangriffe
  • 20Minuten: Israel schlägt zurück

Es geht auch anders, jedenfalls den Überschriften nach:

Nachtrag: Der WDR fährt eine Art „wenn schon nicht Israel alleine, dann sind beide Seiten gleich Schuld“-Berichterstattung: In den 12 Uhr-Nachrichten vom 18.05. auf WDR2 „schaukelt sich die Gewalt im Gazastreifen weiter hoch“ – weil die Israelis Panzer in den Streifen schicken und die Palästinenser deswegen schießen. Die Aktion der Israelis ist nach Angaben des WDR eine Reaktion auf einen palästinensischen Beschuss Israel in der letzten Nacht – als hätte es die „Schüsse“ der ganzen Woche nicht gegeben. Israel reagiert nur auf ein einzelnes Ereignis – also völlig über – und nicht auf eine lange Kette von Terror. Gut, dass wir wissen, dass die Palästinenser nicht anders können, die Israelis aber wohl. Dank der neutralen Berichterstattung des WDR.

Einen weiteren „Leckerbissen“ – diesmal vom ZDF – hat Weapons of Modern Democracy parat. Da wird Sderot zu einer „israelischen Siedlung“, Selbstverteidigung wird zu „Vergeltung“ und über die „anhaltende Gewalt“ berichtet man so erst, wenn Israel zu den Waffen greift. Das Ganze aber nur über die Fernsehschirme, nicht auf der Internetseite. Methode?

Update, 21.05.07: Dass man von der Linksaußenpresse nichts Brauchbares erwarten kann war klar. Man könnte höchstens noch fragen, ob die taz (PI berichtet darüber) den Ton vorgibt oder sich in diesem Fall nur an die MSM angehängt hat.